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					                                     MERKBLATT

                            Fußballweltmeisterschaft 2006
Leitfaden für Marketingmaßnahmen / Gestaltungsspielräume für Unternehmen
                             Stand: Juli 2005

                                     Warum dieses Merkblatt?

Am 8. Juni 2006 beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland. Millionen Gäste aus der ganzen
Welt werden nach Deutschland strömen, um WM-Atmosphäre zu schnuppern, 30 Mrd. TV Zuschauer
weltweit sitzen dann vor den heimischen Fernsehbildschirmen, um ihrer Mannschaft die Daumen zu
drücken. In insgesamt 12 Städten werden die Spiele ausgetragen. Klar ist auch, dass die WM 2006
ein hohes wirtschaftliches Potential für lokale und regionale Unternehmen birgt, welches es zu nutzen
gilt. Die heimischen Unternehmen haben die einmalige Chance, sich einem buntgemischten
regionalen bis internationalen Publikum zu präsentieren und ihre Produkte und Dienstleistungen im
Kontext der Weltmeisterschaft zu vermarkten. Die Beantwortung der Frage, welche
Vermarktungsmöglichkeiten dabei für Unternehmen aus der Region bestehen und welche rechtlichen
Rahmenbedingungen beachtet werden müssen, soll Aufgabe dieses Merkblattes sein.

            DFB oder FIFA? Wer ist Veranstalter der Fußballweltmeisterschaft 2006?

Die WM 2006 in Deutschland ist eine Veranstaltung der FIFA (Federation Internationale de Football
Association), dem Fußball Weltverband mit Sitz in Zürich. Der DFB (Deutscher Fußball Bund) ist nicht
Veranstalter, sondern der ausrichtende nationale Fußballverband. Er hat das Organisationskomitee
(OK) gegründet, welches für die gesamte Organisation der WM (Stadien, Spiele, Unterbringung,
Sicherheit etc.) zuständig ist.
Die FIFA ist Inhaberin sämtlicher kommerzieller Rechte, die für die Vermarktung der WM von
Bedeutung sind.

                   Meisterschaft und Markenrechte – WM als geschützte Marke?

Die Fußballweltmeisterschaft ist nicht nur ein riesiges internationales Volksfest, sondern auch ein
Markenprodukt der FIFA. Rechtlich geschützt sind daher grundsätzlich eine Vielzahl von
Einzelbegriffen oder Kombinationen von Begriffen, die mit der Fußballweltmeisterschaft 2006 in
Verbindung gebracht werden können. FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft, „WM Deutschland 2006,
Deutschland 2006, World Cup, World Cup 2006 Germany oder einfach WM 2006„ gehören dazu.
Nicht ganz unproblematisch ist dabei, dass der Schutz von Begriffen mit beschreibenden Inhalten wie
etwa „Fußballweltmeisterschaft„ oder „Deutschland 2006„ durch das Markenrecht nicht oder nur
eingeschränkt gewährleistet wird. Ohne Zweifel geschützt sind das Logo der WM, der Löwe „GOLEO
IV„ als Maskottchen und der Weltmeisterschaftspokal. Selbst das Motto der WM „Die Welt zu Gast bei
Freunden„ genießt kennzeichenrechtlichen Schutz.

                Darf ein Unternehmen Fußbälle verkaufen, die es mit dem Schriftzug
                               „WM 2006 Germany„ bedruckt lässt?

Nein, es läge ein Verstoß gegen das Markenrecht vor. Der durchschnittliche Käufer des bedruckten
Balles wird in der Bezeichnung „WM 2006 Germany„ einen Herkunftshinweis auf die von der FIFA
veranstalteten Fußballweltmeisterschaft sehen. Allgemein gilt: wird eine beschreibende Bezeichnung
verwendet – z.B. Deutschland 2006 – kommt es darauf an, ob der durchschnittliche Verbraucher die
Bezeichnung als rein beschreibend verstehen und verwenden würde, oder aber ob er in der
Bezeichnung einen Herkunftshinweis auf die FIFA-WM erkennt. Die Slogans einer Bäckerei „Wir
backen wie die Weltmeister„ oder „Während der Fußballweltmeisterschaft gibt’s beim Kauf von zehn

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Brötchen eins umsonst„ wären daher zulässig, wohl nicht aber die Werbung „WM 06 - mit unserem
Kraftbrot zum Titel!„. Da es sich oftmals um eine Einzelfallentscheidung handeln wird, empfiehlt es
sich, die geplante Werbung vor der Veröffentlichung juristisch eingehend zu prüfen.

         Ich habe ein eigenes WM-Logo entworfen – darf ich mit meinem Logo werben?

Dies ist immer dann zu verneinen, wenn das verwendete Logo mit dem offiziellen WM-Emblem
verwechselt werden kann. Dies ist nicht nur dann der Fall, wenn eine unmittelbare
Verwechslungsgefahr besteht, sondern bereits dann, wenn sich bei Betrachtung des Logos eine
gedankliche Verbindung zum offiziellen Emblem oder allgemein zur WM 2006 als Veranstaltung der
FIFA herstellen lässt. Dann liegt ein Verstoß gegen Markenrecht vor.

                          Deutschland im Finale? Bitte mein Geld zurück!

Auf diese Weise hat ein großer Elektrohandel zur Europameisterschaft geworben. Allen Kunden, die
ein Fernsehgerät gekauft hatten, sollte der volle Kaufpreis zurückerstattet werden, falls die deutsche
Nationalmannschaft Europameister wird. Nichts da, sagt das Landgericht Hamburg: Die Aktion stellt
eine unlautere Ausnutzung der Spiel- und Wettlust der Verbraucher dar und ist daher grob
wettbewerbswidrig und zu unterlassen!

           Preisaktion im Einzelhandel -10% Rabatt auf alle Waren während der WM?

Eine derartige Sonderaktion ist nach geltendem Wettbewerbsrecht zulässig. Aber Vorsicht:
Sonderaktionen sind auch heute noch unzulässig, wenn die Entscheidungsfreiheit des Verbrauchers
soweit eingeengt wird, dass ein „psychologischer Kaufzwang„ entsteht oder aber ein „übertriebenes
Anlocken„ vorliegt. Dies kann etwa dann der Fall sein, wenn der Angebotszeitraum so kurz bemessen
ist, dass der Verbraucher einen unüberlegten Kauf nur aus der Angst heraus tätigt, sonst ein
„Schnäppchen„ zu verpassen.

                     Darf ich Sammelbilder der Ware (bspw. Süßwaren) beifügen
                auf denen die Fußballspieler der Nationalmannschaft abgebildet sind?

Nein, nur wenn eine Zustimmung der einzelnen Fußballspieler vorliegt. Denn wird die Abbildung zu
gewerblichen Zwecken z.B. in der Werbung verwendet, ist regelmäßig das allgemeine
Persönlichkeitsrecht des Spielers tangiert. Dieses gilt auch für den Namen des Spielers. Die
unbefugte Benutzung eines fremden Namens zu Werbezwecken greift auch dann in das allgemeine
Persönlichkeitsrecht ein, wenn der unbefugte Namensgebrauch nicht zu einer Beeinträchtigung der
Wertschätzung des Spielers führt. Schließlich soll es einem jeden zur freien Entschließung stehen, ob
er sein Bild als Anreiz für einen Warenverkauf zur Verfügung stellt oder nicht. Der Slogan "Jetzt aber
ran, Berti- ihr wollt doch wohl nicht baden gehen!" in einer Werbeanzeige verletzt auch ohne die
Nennung des Nachnamens den ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts in seinem Persönlichkeitsrecht,
weil jedermann weiß, wer mit Berti gemeint ist- so zumindest das Landgericht Düsseldorf.

                 GOLEO VI als Schlüsselanhänger! Darf ich Merchandisingprodukte
                     mit offiziellen FIFA Marken oder Symbolen vertreiben?

Ja, wenn es sich um lizenzierte Produkte handelt. Diese können frei erworben werden und
anschließend im eigenen Ladengeschäft/Etablissement verkauft werden. Eine Lizenzpflicht bezüglich
des Vertriebs der Merchandisingprodukte besteht also nicht! Wer Merchandisingprodukte selbst
produzieren möchte, muss sich an die EM.TV & Merchandising AG mit Sitz in Unterföhring wenden.
Diese vergibt Lizenzen an Drittunternehmen für die Herstellung von Bällen, Münzen, Anstecknadeln,
Schlüsselanhängern, Miniaturnachbildungen des FIFA-Pokals, Postkarten, Plüschtieren etc.. Die
Vermarktungsrechte für die Trikot-Repliken liegen i.d.R. beim nationalen Fußballverband, bzw. beim
jeweiligen Ausrüster.

                Was droht mir, wenn ich gegen Markenrecht- Wettbewerbsrecht oder
                                das Persönlichkeitsrecht verstoße?

Ich kann auf Unterlassung, Beseitigung, Auskunft und Schadensersatz in Anspruch genommen
werden. Unter Umständen können auch die von mir mit dem unlauteren Verhalten erzielten Gewinne
„abgeschöpft„ werden.


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Instrument für die Durchsetzung Ansprüche sind die Abmahnung oder das gerichtliche einstweiliges
Verfügungs- und / oder Hauptsacheverfahren. Zur Durchsetzung ihrer Ansprüche hat die FIFA das
„FIFA-Rights Protection Programm„ entwickelt. Demnach sollen in jeder Stadt „Task-Forces„ gebildet
werden, die Schutzrechtsverletzungen aufspüren und verfolgen sollen.

         Ballack & Co. im Biergarten? Darf ich als Gastronom die Spiele live im TV oder
                                 auf Großbildleinwand zeigen?

Alle WM-Spiele dürfen lizenzfrei live im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen gezeigt werden (Public
Viewing) - solange dafür keine Eintrittsgelder genommen werden oder die Veranstaltung anderweitig
kommerzialisiert wird. Einer Übertragung der Spiele auf Großbildleinwänden oder im TV in Biergärten,
Restaurants und Kneipen steht somit nichts entgegen. Jedoch sollte die Veranstaltung zuvor bei der
Fa. Infront Sports & Media AG mit Sitz in Zug / Schweiz angemeldet werden. Dazu steht im Internet
unter http://www.infrontsport.com/fifa2006.asp ein Standardformular zur Verfügung. Eine zusätzliche
ordnungsrechtliche Genehmigung für die Aufstellung von TV oder Großbildleinwand wird z.B. in Bonn
nicht benötigt - solange die auf den Gastraum bezogenen Festsetzungen der Konzession nicht
überschritten werden. Liegt eine Überschreitung vor, ist Ansprechpartner das Ordnungsamt, bei dem
eine entsprechende Genehmigung einzuholen ist.

                Wann benötige ich für die Übertragung von WM-Spielen eine Lizenz?

Für kommerzielle Veranstaltungen ist eine kostenpflichtige Lizenz der Fa. Infront Sports & Media AG
nötig. Kommerziell wird die Veranstaltung zum Beispiel, sobald Eintrittsgelder erhoben werden oder
die Veranstaltung durch Sponsoren präsentiert oder finanziert wird. Die Kosten der Lizenz richten sich
nach Art und Größe der Veranstaltung und der Anzahl der gezeigten Spiele. Lizenzen für einzelne
Spiele werden nicht vergeben, vielmehr kann man die Rechte an Spielepaketen erwerben. So gibt es
z.B. die Möglichkeit eine Lizenz für alle Spiele oder nur für die Spiele der deutschen
Nationalmannschaft, evtl. einschließlich Eröffnungsspiel und Finale zu erwerben. Anfragen sind
unmittelbar an die Fa. Infront Sports&Media AG in Zug/Schweiz zu richten.

            Darf ich als Sponsor einer kommerziellen Public-Viewing Veranstaltung
                                          auftreten?

Ja, lokale und regionale Unternehmen dürfen bei einer solchen Veranstaltung als Sponsor auftreten –
eine Erlaubnis muss bei der FIFA dafür grundsätzlich nicht eingeholt werden. Jedoch dürfen die
Unternehmen nicht Wettbewerber der offiziellen WM-Sponsoren sein. Die Wettbewerbereigenschaft
kann individuell bei der FIFA Marketing & TV AG in Zug/Schweiz erfragt werden (vgl. Adressliste in
der Anlage). Zulässig sind neben Sponsoring auch andere Marketingmaßnahmen wie Plakat-,
Banden- oder Leinwandwerbung oder die Verteilung von Werbegeschenken. Die Veranstalter von
kommerziellen Veranstaltungen dürfen zur Refinanzierung ihrer Organisationskosten Standflächen für
den Verkauf von Esswaren, Getränken und Souvenirs vergeben. Hinsichtlich des Ausschanks
bestehen keine Einschränkungen, es darf Bier von lokalen Brauereien ausgeschenkt werden, der
Bäcker um die Ecke kann hauseigene Produkte verkaufen und die Gäste dürfen mit ortsüblichen
Spezialitäten bewirtet werden. Interessierte Unternehmen müssen sich an den jeweiligen Veranstalter
der kommerziellen Veranstaltung richten.

                Kann ich als lokales oder regionales Unternehmen als Sponsor einer
                     offiziellen städtischen WM 2006-Veranstaltung auftreten?

Die FIFA hat den 12 Ausrichterstätten eigene Rechte zu Vermarktung der WM 06 übertragen. Diese
Städte dürfen daher in eigener Verantwortung offizielle FIFA WM 2006 – Veranstaltungen ausrichten.
Es kann sich dabei z.B. um Live-Übertragungen von WM-Spielen (Public Viewing Event), Musik-,
Theater-, Tanzvorführungen oder um Stadtfeste handeln, bei denen Städte und Regionen ihre
Wirtschaft & Kultur im Kontext der FIFA-WM 06 präsentieren. Auch hier gilt, dass lokale und regionale
Unternehmen bei einer solchen Veranstaltung als Sponsor auftreten dürfen, wenn sie nicht
Wettbewerber der offiziellen WM-Sponsoren sind. Für den Ausschank ist einschränkend zu
berücksichtigen, dass nicht-alkoholischen Getränke des Herstellers Coca-Cola exklusiv verwendet
werden müssen. Außerdem ist bei einem Public Viewing Event der Stadt der Bierausschank auf
Anheuser Busch begrenzt.




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                    Tore bei Shrimps und Kaviar? Werbung in Hospitality-Logen?

Fußball und die Pflege geschäftlicher Beziehungen schließen sich nicht aus. Lokale und regionale
Unternehmen haben die Möglichkeit, Firmenkunden und Geschäftspartner zu einem Spiel einzuladen
und sich im Rahmen eines Hospitality-Programms bewirten zu lassen. Die Logen können dabei zur
Unternehmensdarstellung genutzt werden. Zuständig für den Verkauf von Hospitalitypaketen ist die
Agentur iSe Hospitality Sales GmbH mit Sitz in Frankfurt.

                      Darf ich einen Imbissstand vor dem Stadion aufstellen?

Ja, Voraussetzung, ich verfüge über eine entsprechende Genehmigung der Stadt. Denn der Betrieb
eines Imbisses im öffentlichen Verkehrsraum ist genehmigungspflichtige Sondernutzung.
Sondernutzung liegt immer dann vor, wenn die Maßnahme über den Umfang des „kommunikativen
Gemeingebrauchs„ der Straße hinausgeht. Die Stadt hat grundsätzlich einen weiten
Ermessensspielraum, ob und wem sie eine Sondernutzungserlaubnis erteilt. Es besteht daher kein
Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Erlaubnis. Natürlich werden zusätzlich auch die erforderlichen
gewerberechtlichen/gaststättenrechtlichen Genehmigungen benötigt.

                          Darf ich vor dem Stadion Werbezettel verteilen?

Dies ist jedenfalls dann eine genehmigungspflichtige Sondernutzung, wenn die Straße gegenständlich
etwa durch Aufstellen von Informationsständen und Plakatständern in Anspruch genommen wird. Aber
auch wenn Werbezettel von Hand zu Hand auf der Straße verteilt werden, kann eine Sondernutzung
vorliegen. Denn eine ausschließlich kommerzielle Nutzung der Straße ohne kommunikative
Zwecksetzung gehört nicht zur Funktion eines öffentlichen Verkehrsweges. Achtung! Auch das
Anbringen von gewerblichen Flyern an parkenden Autos ist Sondernutzung und bedarf grundsätzlich
der Genehmigung durch die Stadt. Auch hier hat die Stadt einen großzügigen Ermessensspielraum
und kann die Erteilung der Erlaubnis daher auch ablehnen oder mit der Auflage versehen, dass die
Entsorgung der weggeworfenen Zettel gleich mit übernommen werden muss.
Ebenfalls muss darauf geachtet werden, dass das Verteilen von Werbung in Stadionnähe nicht zur
Kollision mit den Interessen der offiziellen WM-Sponsoren führt.

                Darf ich zu Werbezwecken übergroße Plakate an Fassaden anbringen?

Grundsätzlich gilt: Genehmigungsfrei sind Plakate bis zu einer Größe von 1 m² in festgesetzten
Gewerbe-, Industrie- und vergleichbaren Sondergebieten an der Stätte der Leistung. Dabei dürfen die
Werbeanlagen das Gebäude und das Orts- oder Landschaftsbild nicht verunstalten. Außerdem ist
eine störende Häufung unzulässig. Für alles, was darüber hinausgeht, wie etwa die Werbung im
Innenstadtbereich, bedarf es einer Genehmigung durch die Stadt.

                               Darf ich ein Gewinnspiel veranstalten,
                         bei dem es WM-Eintrittskarten zu gewinnen gibt?

Gewinnspiele mit Eintrittskarten dürfen nur von den offiziellen Sponsoren der WM ausgerichtet
werden. Allgemein gilt: Jede Nutzung der Eintrittskarten für werbliche Zwecke – einschließlich des
Verkaufs – ist unzulässig.
Ansonsten ist es aber grundsätzlich erlaubt, Gewinnspiele zu veranstalten. Es muss jedoch darauf
geachtet werden, dass kein unzulässiges Glücksspiel vorliegt. Glücksspiele unterscheiden sich von
Gewinnspielen insbesondere darin, dass bei ersteren ein Einsatz gefordert wird, diese also entgeltlich
sind. Unter wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten gilt, dass bei Preisausschreiben oder
Gewinnspielen die Teilnahmebedingungen klar und eindeutig angegeben werden müssen. Außerdem
darf die Teilnahme nicht von dem Erwerb einer Ware oder Inanspruchnahme einer Dienstleistung
abhängig gemacht werden, es sei denn das Gewinnspiel ist naturgemäß mit der Ware oder der
Dienstleistung verbunden. Unzulässig ist ein Gewinnspiel auch dann, wenn es entweder über die
tatsächlichen Gewinnchancen irreführt, in übertriebenem Maße die angesprochenen Verkehrskreise
anlockt oder einen psychologischen Kaufzwang auf die Verbraucher ausübt.

         Geschäfte mit dem Glück? Ich möchte während der WM Sportwetten anbieten!

Sportwetten sind nach höchstrichterlicher Rechtsprechung Glücksspiele. Sportwetten dürfen daher nur
mit der erforderlichen Erlaubnis nach dem Sportwettengesetz Hessen angeboten und beworben
werden.

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Achtung! Wer ohne die erforderliche Erlaubnis Sportwetten und andere Glücksspiele ausrichtet, muss
nicht nur mit wettbewerbsrechtlichen Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen rechnen,
sondern macht sich strafbar!

Hinweis: Dieses Merkblatt soll –als Service Ihrer IHK – nur erste Hinweise geben und erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl es mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, kann eine Haftung
für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden. Das Merkblatt wurde uns mit freundlicher
Genehmigung der IHK Bonn/Rhein-Sieg zur Verfügung gestellt.

Autoren: Jan-Peter Psczolla, Bettina von Cube, Bonn

Ansprechpartner in der IHK Dillenburg und Wetzlar

Dr. Claudia Neuschäfer / Ass. Claudia Wagner
Tel.: 06441 9448-1720                Tel: 06441 9448-1730
Fax: 06441 9448-1799                 Fax: 06441 9448-1799
Mail: neuschaefer@wetzlar.ihk.de     wagner@wetzlar.ihk.de


Wichtige Adressen und Ansprechpartner

Anfragen zur öffentlichen Vorführung von              Fragen im Zusammenhang mit
WM-Spielen                                            Merchandising:

Infront Sports & Media AG                             EM.TV & Merchandising AG
Dominik Schmid oder Stephan Herth                     Michael Caudera
Grafenauweg 2                                         Betastrasse 11
CH-6304 Zug                                           85774 Unterföhring
Schweiz                                               Tel. 089 99500-802
Tel. +41 (0) 41 723 15 15                             Fax 089 99500-808
Fax +41 (0) 41 723 15 16
                                                      Fragen zum Hospitality Programm:
Fragen zu den FIFA-Marketingrechten:
                                                      ISe-Hospitality Sales GmbH
FIFA Marketing & TV AG                                Thomas Pohlmann
Grafenauweg 2                                         Walther-von-Cronberg-Platz 6
Postfach 4250                                         60594 Frankfurt a.M.
CH-6304 Zug                                           Tel. 0180 1962006
Schweiz                                               Fax 069 606274-8300
Tel. +41 (0) 72700-00                                 E-Mail: tpohlmann@isehospitality.com
Fax +41 (0) 72700-11                                  www.isehospitality.com
E-Mail: markrequests@fifa-markting.org



Branchen von lokalen und regionalen Unternehmen, die nicht Wettbewerber der FIFA Sponsoren sind:

ADAC/AvD, Bäckereien, Bauunternehmen, Bekleidungshäuser, Buchhandlungen, Bürobedarf,
Dekra/TÜV, Drogerien, Flughäfen, Handwerksunternehmen, Hotels, Immobilienunternehmen, Kinos,
Kunststoffunternehmen, Lebensmittelhändler, Medienpartner: TV, Radio und Print, Messen,
Möbelhäuser, Nahrungsmittel, Papierindustrie, Personaldienstleistung, Pharmaunternehmen,
Reinigungsunternehmen, Sicherheitsfirmen, Spielzeug, Stahlunternehmen, Tankstellen,
Textilunternehmen, Touristik- und Reiseanbieter, Unternehmensberatungen, Verkehrsbetriebe (BVG),
Verlage, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.




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