FG Finanz (PowerPoint) by xiaohuicaicai

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									    Vertriebe


Strategische Ausrichtung
Deutsche Finanzvertriebe


 Deutsche Finanzvertriebe         Umsatz 2007 in Mio.€
 Deutsche Vermögensberatung                              1036
 AWD                                                      738
 MLP                                                      502
 Postbank Finanzberatung                                  326
 OVB (Baloise)                                            246
 Quelle: Reuters/cash.medien AG
                              AWD

 AWD übernimmt die restlichen 49,4 Prozent an dem Vertrieb
  Proventus vom Axa Konzern. Der Kaufpreis beträgt 21,5 Mio.€.
 AWD hatte im Mai 2008 vom Proventus Gründer Martin Thomas
  die Mehrheit an einer Holding übernommen, die ihrerseits
  50,4% an Proventus besitzt. Axa wurde davon überrascht.
    Proventus hat 78 Geschäftsstellen in Nord- und Ostdeutschland
     und 540 Vollzeitvertreter sowie nebenberufliche Mitarbeiter. Nach
     Marktschätzungen erzielt der Vertrieb 35 Mio.€ Provisionsumsatz
     im Jahr.
    Er verkauft in der Schaden- und Unfallversicherung hauptsächlich
     Axa Verträge. In der Leben- und Krankenversicherung liegt der Axa
     Anteil bei mehr als 50%. Diesen Verkaufsturbo dürfte Axa verlieren.
                            AWD

 Der Verkauf von Finanzprodukten läuft schlecht. Analysten
  erwarten bei AWD einen Gewinneinbruch.
 Swiss Life ist wegen der hohen Kosten (Anwerbe- und
  Haltekampagne für Vermittler, Fernseh- und Zeitungswerbung,
  20-Jahr Feier) alarmiert. Ein siebenköpfiger
  Lenkungsausschuss ist geschaffen worden, um für Planungs-
  und Kostendisziplin zu sorgen.
    Bruno Pfister (CEO), Manfred Behrens (Deutschland CEO), Paul
     Müller (Schweiz CEO), Thomas Müller (CFO), Carsten
     Maschmeyer (CEO), Nils Frowein (CFO), Wilhelm Zsifkovits
     (Vertriebschef)
                           AWD
 Ein Dutzend Projekte sind initiiert worden, um Swiss Life und AWD
  enger zu verzahnen. Ziel ist: Swiss Life Produkte sollen langfristig
  einen Anteil von 30 Prozent im AWD Vertrieb haben. Für das
  Neugeschäft in Deutschland sind zunächst 10 Prozent angepeilt.
                              AWD

 Swiss Life hatte im März 2008 für 86% an AWD knapp eine
  Milliarde Euro bezahlt. Die Familie Maschmeyer hält noch
  10,5%. Rest ist Streubesitz. Auf das Maschmeyer Paket hat
  Swiss Life aber ein Vorkaufsrecht zum Preis von 30 Euro pro
  Aktie. Diese Option kann zwischen 2010 und 2017 gezogen
  werden.
    Doch schon vorher könnte der AWD von der Börse genommen
     werden. Für Swiss Life hätte dies den Vorteil, dass schlechte AWD
     Zahlen künftig weniger stark auffallen würden.
    Ein Dutzend Projekte sind initiiert worden, um Swiss Life und AWD
     enger zu verzahnen. Ziel ist: Swiss Life Produkte sollen langfristig
     einen Anteil von 30 Prozent im AWD Vertrieb haben. Für das
     Neugeschäft in Deutschland sind zunächst 10 Prozent angepeilt.
                             AWD

 Probleme des AWD
    Abgang von hunderten von Beratern in Deutschland
    Anwerbe- und Halteaktionen für Finanzberater kosten viel Geld
    Schlechte Geschäftsaussichten in Großbritannien, Österreich,
     Osteuropa
    Eine Milliarde Euro hat die Swiss Life für 86 Prozent der AWD
     Aktien gezahlt, jeder der 6.400 AWD Berater ist somit 150.000 Euro
     wert, wenn Hunderte zur Konkurrenz überlaufen, bedeutet das
     schnell einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe.
    Swiss Life hat ein paar hundert Millionen Euro zu viel für AWD
     bezahlt.
                             AWD
 „Nur gut für das Ego
    Carsten Maschmeyers Ego würde dieser Schritt sicher gut tun:
     Nachdem der früher etwas großspurig auftretende Gründer des
     Finanzmaklers AWD zuletzt hinnehmen musste, dass sein
     Unternehmen vom Versicherer Swiss Life übernommen wird, will er
     jetzt wieder aktive mitmischen. Der Konkurrent MLP ist da für
     Maschmeyer ein logischer Kaufkandidat. Mit dem Deal würde es
     ihm gelingen, einen der weltgrößten Finanzvertriebe zu schmieden.
     Als Architekt eines solchen Riesen hätte der AWD-Chef alles
     erreicht, was in dieser Branchen zu erreichen ist, und könnte sich
     zurückziehen - was ohnehin viele im Markt mittelfristig erwarten.
     Für eine Übernahme des Rivalen spricht neben dessen
     finanzkräftiger Kundschaft auch, dass das größere Unternehmen
     gegenüber Versicherern und Fondsanbietern noch mehr
     Marktmacht hätte und deshalb höhere Provisionen erzielen könnte.
                              AWD
 Doch so nachvollziehbar die MLP-Übernahme aus Maschmeyers Sicht ist,
  für AWD und den Schweizer Mutterkonzern ist sie mit großen Risiken
  verbunden. Zweifellos gibt es große Unterschiede in den
  Unternehmenskulturen, auch wenn sie sicherlich kleiner sind, als MLP gern
  behauptet. Richtig ist aber auch, dass MLP im Falle einer - womöglich auch
  noch feindlichen - Übernahme durch AWD und Swiss Life noch größere
  Probleme hätte seine Vertreter zu halten und neue zu gewinnen. Insofern
  ist etwas dran, wenn MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg betont, dass sein
  Unternehmen nur als unabhängiger Makler Erfolg haben könne.
 Das Problem ist jedoch, dass es mit MLP‘s Erfolg schon jetzt nicht gut
  bestellt ist - wie die gestern vorgelegten schwachen Halbjahreszahlen
  deutlich belegen. Schlägt Maschmeyer bei MLP zu, ist dessen
  schwächelndes Kerngeschäft bald auch sein Problem.“
 FTD 14.08.2008, S. 27
                             AWD

 AWD Chef Carsten Maschmeyer kauft soll eigene Rechnung
  Aktien von MLP, Swiss Life übernimmt von ihm 26,75% an MLP
  Aktien für 307 Mio.€.
    2,9% der Aktien hielt Maschmeyer schon lange Zeit,
    über Aktienoptionsgeschäfte habe er 4,9% erworben,
    15% habe er der Berenberg Bank abgekauft,
    ein Aktienpaket habe er von einem Privatinvestor erworben.
    Mit diesem Vorgehen blieb Maschmeyer unter allen
     Meldeschwellen.
    Ziel von Maschmeyer ist den größten Finanzvertrieb der Welt zu
     etablieren.
                             AWD

 Analysten und Anleger hatten wenig Verständnis für den
  Einstieg bei MLP. Die Swiss-Life-Aktie verlor 8,3 Prozent auf
  250 Franken. Kritisch äußerte sich Rene Locher, Analyst bei
  Sal. Oppenheim in Zürich. „Ich denke, das Geld ist bei MLP
  falsch investiert“, sagte er Reuters. „Sie sollten mit AWD Vollgas
  geben, stattdessen lassen sie sich nun dort auf eine
  Schlammschlacht ein.“ Die Ratingagentur Standard & Poor‘s
  teilte mit, der negative Ausblick auf die Bewertungen „A-“ für die
  Lebensversicherungsgesellschaft und „BBB“ für die Holding
  bleibe bestehen. „Wir sehen erhebliche Risiken in Swiss Lifes
  Strategie, gleichzeitig Eigner und wichtiger Produktgeber für
  AWD zu sein.“ Die MLP-Investition berge ähnliche Risiken.
 Herbert Fromme, FTD 15.08.2008, S. 19
                              AWD

 Maschmeyer trennt sich auch von seinem noch verbliebenen
  AWD-Anteil von 10,5%. Swiss Life steigert den AWD Anteil auf
  96,7% und plant für 2009 ein Squeeze Out, um den Wert von
  der Börse zu nehmen.
 Im Gegenzug erwirbt Maschmeyer bis Juni 2009 für 300
  Mio.CHF Aktien der Swiss Life und wird mit ca. 3% größter
  privater Swiss Life Aktionär.
    Er will mehr als 500 Mio.€ seines Privatvermögens in Swiss Life
     Aktien anlegen, damit wäre er mit rund 10% größter Aktionär.
                          AWD

 Der AWD Vorstand wird auf acht Personen erweitert; neu im
  Vorstand sind Rolf Wiswesser (Deutschland), Wolfgang Prasser
  (Österreich und CEE), Marco Baur (Schweiz), Martin Jünke
  (CFO); Nils Frowein wird COO, Wilhelm Zsifkovits bleibt
  Vertriebschef. Co-CEO wird der Swiss Life Deutschland Chef
  Manfred Behrens. Behrens bleibt in der Konzernleitung der
  Swiss Life, um dort die Interessen des AWD zu vertreten.
  Maschmeyer wird sich auf die strategische Weiterentwicklung
  und die Erschließung neuer Märkte konzentrieren.
                              AWD

 MLP soll als separates Unternehmen mit eigener Marke
  beibehalten werden. Synergieeffekte im Einkauf gegenüber
  Versicherungen und Fondsanbietern sowie Einsparungen im
  Bereich Verwaltung und IT.
    „Ein wichtiger Punkt ist auch die Einkaufskraft. Wir kommen
     gemeinsam auf ein Beitragsvolumen von 25 Milliarden Euro. Damit
     erreichen wir die Größenordnung einer Allianz oder Axa. Mit dieser
     Macht wollen wir Einkaufsvorteile erzielen. Kein Versicherer kann
     einer solchen Macht mehr die besten Konditionen verwehren.“
     (Carsten Maschmeyer, in wiwo.de)
 Mittelfristig Fusion unter dem Dach von Swiss Life
                              AWD

 Um 16% brach die Aktie der Swiss Life ein, als bekannt wurde,
  dass sie bei MLP eingestiegen ist.
    Aktionäre zweifeln an der strategischen Klugheit des Schritts und
     sind verärgert, dass das Aktienrückkaufprogramm gestoppt wurde.
    Rolf Dörig, CEO, will in Deutschland in fünf Jahren den Marktanteil
     von 1,7% auf 5% heben. Deshalb Kauf des AWD und der Einstieg
     bei MLP.
                              AWD
 2008
    1. Quartal: zweistelliger Rückgang bei Umsatz, EBIT und
     Überschuss; der Umsatz sank gegenüber dem ersten Halbjahr
     2007 um 13,5% auf 335,8 Mio.€. In Deutschland stagnierte der
     Umsatz mit einem Plus von 0,6% bei 189,5 Mio.€. Der Gewinn
     brach um 43,5% auf 17,8 Mio.€ ein. Wegen der Immobilien- und
     Finanzkrise brachen die Geschäfte in Großbritannien und
     Österreich ein. Vermittlerrückgang auf 6.173 (6.493), in den ersten
     drei Monaten also 320 Vermittler gegenüber dem Vorjahr weniger.
    Ende Juni hat AWD gegenüber den ersten sechs Monaten 2008
     420 selbständige Handelsvertreter netto verloren und hat damit
     6037 Vermittler. Vermittlerverlust im 2.Quartal: 100.
    Durch die Übernahme der Deutschen Proventus wird dies
     kaschiert, da beide Unternehmen zusammen 6602 Vertreter haben.
                                 AWD
 2008
    Deutschland
          AWD verfügt über 3.875 Vermittler, minus 376 seit Jahresbeginn!
           Bezogen auf die letzten zwölf Monate sind es 491 Agenten.
          Rückgang der Kundenzahl auf 122.000 (-20.000)
          Umsatz zwischen April und Juni: 159 Mio.€ (-16%) im Vergleich zum
           Vorjahr
          Umsatz für das erste Halbjahr: 335,8 Mio.€ (-50%)
          EBIT April bis Juni: 6,3 Mio.€ (-70%)
          EBIT erstes Halbjahr: 24,1 Mio.€ (-50%)
          Ergebnis vor Ertragssteuern April bis Juni: 7,2 Mio.€ (-70%)
          Ergebnis vor Ertragssteuern erstes Halbjahr: 25,8 Mio.€ (-50%)
          Quartalsüberschuss: 4,7 Mio.€ (-70%)
          Halbjahresüberschuss: 17,8 Mio.€ (-50%)
          Deutschland trägt 55% zum Geschäft bei, Umsatzsteigerung: 0,6%
                                   AWD
 2008
    Deutschland
          EBIT erstes Halbjahr: 37,1 Mio.€ (17%)
          Halbjahresüberschuss: 27,1 Mio.€ (31,4%)
    Großbritannien
          Umsatz: 50,2 Mio.€ (- 35%)
          EBIT: Verluste in mittlerer einstelliger Millionenhöhe
          Halbjahresüberschuss: Verlust in mittlerer einstelliger Millionenhöhe
    Österreich und CEE
          Umsatz: 64,6 Mio.€ (- 30%)
          EBIT: - 66%
          Halbjahresüberschuss: - 66%
                            AWD
 2008
    Schweiz
          Umsatz: + 2%
    AWD trägt bei Swiss Life 5 Mio.CHF zum Betriebsergebnis von
     1,64 Mrd.CHF bei.
                            AWD

 2008
    Die Kundenzahl fiel um 10%, es wurden knapp 27.000 Kunden
     weniger beraten als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt waren es im
     ersten Halbjahr 241.600 Kunden.
    In den ersten drei Monaten war die Zahl der beratenen Kunden um
     mehr als 20.000 (-14%) auf 130.800 gesunken.
    Zwischen April und Juni wurden 110.800 Kunden, also 6.000
     weniger (-5%) als im Vorjahr betreut.
                             AWD

 2008
    Der Vorstandschef der Swiss Life, Pfister, führte aus: „Mit AWD
     habe Swiss Life im ersten Halbjahr einen Umsatz von 60 Mio.€
     erzielt, 64% mehr gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nur als
     Eigner könne man auch bei gleichguten Produkten wie
     Konkurrenten vorne auf die Auswahllisten kommen.
    Swiss Life respektiere die kulturellen Unterschiede zwischen AWD,
     MLP und sich selbst. Aber im gemeinsamen Einkauf und bei
     Verwaltungsfunktionen mache ein Zusammengehen Sinn. Jetzt
     müsse man miteinander reden.“
    „Die Beziehungen sind angespannt. Wir brauchen Zeit, um die
     Einsicht wirken zu lassen, dass die industrielle Logik hat.“
    FTD 29.08.2008, S. 19
                             AWD

 2008
    AWD investiert in 2008 30 Mio.€ in eine Rekrutierungskampagne.
                             AWD

 2008
    Der Versicherungsmakler Informer GmbH, Mecherich, hat sich
     AWD angeschlossen.
    Die Informer GmbH wurde im August 2000 gegründet, hat 7
     Mitarbeiter und 8.000 Kunden.
    Gesellschafter Lothar Salewski wird das Unternehmen
     weiterführen. „Wir werden auch in der neuen Konstellation unser
     bewährtes Beratungskonzept beibehalten. Durch AWD können wir
     unseren Kunden als unabhängiger Versicherungsanbieter eine
     noch breitere Palette von Lösungen und Produkten anbieten. Die
     Nutzung der Vertriebsunterstützung und Service-Tools von AWD
     garantiert eine noch höhere Qualität der Beratung.“
             Kennzahlen                              Q1 2008       Q1 2007       Veränderung
                                                     in Mio.€      in Mio.€
             Umsatzerlöse                                    176,6         201,2        -12,2
             davon in % in den Produktgruppen
             Fondsgebundene Produkte                         40%           37%            3%
             Lebensabsicherungsprodukte                      16%           16%            0%
             Investmentfonds                                 22%           22%            0%
             Immobilien und steueroptimierte Prod.            3%            8%           -5%
             Hypotheken und Finanzierung                     10%            9%            1%
             Private Krankenversicherung                      5%            5%            0%
             Sach- und Unfallversicherungen                   4%            3%            1%

             Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)         17,8          22,2        -19,8%
             EBIT-Marge                                    10,1%          11%          -0,9%
             Finanzergebnis                                   0,8           1,3       -38,5%
             Ergebnis vor Ertragssteuern                     18,6         23,5        -20,9%
             Quartalsüberschuss                              13,1         15,2        -13,8%
             Ergebnis je Aktie (in Euro)                    0,34          0,39        -12,8%

             Anzahl Aktien (Stück)                     38.639.016   38.639.016          0,0%
             Eigenkapitalrendite nach Steuern
             (auf Quartalsbasis annualisiert)              39,3%         47,6%         -8,3%

             Finanzberater                                  6.173        6.266         -1,5%
             Beratene Kunden                              130.800      151.600        -13,7%




23.04.2008                               Columbus Trust GmbH                                    24
             Kennzahlen                               Q1 2008        Q1 2007        Veränderung
                                                      in Mio.€       in Mio.€
             Deutschland
             Umsatzerlöse                                     95,6           97,9         -2,3%
             Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)           22,5           17,6         27,8%
             EBIT-Marge                                     23,5%          18,0%           5,5%

             Österreich & CEE
             Umsatzerlöse                                     36,0           45,9        -21,6%
             Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)            5,8            9,6        -39,6%
             EBIT-Marge                                     16,1%          20,9%          -4,8%

             Großbritannien
             Umsatzerlöse                                     26,6           39,8        -33,2%
             Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)           -3,8            0,6       -100,0%
             EBIT-Marge                                    -14,3%           1,5%         -15,8%

             Schweiz
             Umsatzerlöse                                     18,4           17,6          4,5%
             Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)            1,8            2,4        -25,0%
             EBIT-Marge                                      9,8%          13,6%          -3,8%




23.04.2008                               Columbus Trust GmbH                                      25
       Deutsche Privatvorsorge AG

 Vertriebstochter des Versicherungskonzern Talanx mit Sitz in
  Darmstadt
    Vertriebsspezialisten sollen nach der Art der Finanzvertriebe in
     einer ganzheitlichen Beratung für ihre Kunden die
     Vermögensplanung übernehmen. Dabei werden
     Versicherungspolicen nicht nur von den Muttergesellschaften,
     sondern auch von Drittanbietern verkauft. Den Vermittlern wird es
     so leichter gemacht, als unabhängige Berater aufzutreten.
    Der Start soll mit 60 Mitarbeitern erfolgen. Die Talanx Investition
     beträgt knapp 20 Mio. Euro. Von der Commerz Partner GmbH, die
     eingestellt worden ist, sollen Vermittler angeworben werden.
    Primäre Zielgruppe des Vertriebs sind wohlhabende Kunden.
    Deutsche Privatvorsorge AG
 Das Neugeschäft der Lebensversicherer der Talanx Gruppe ist
  stark rückläufig. „Mit der Neugründung reagiert Talanx auf die
  Vertriebsschwäche der HDI-Gerling Leben“ (FTD). Das
  Neugeschäft soll im ersten Halbjahr 2008 um über 40 Prozent
  eingebrochen sein.
 Vorstandsmitglieder sind Lüder Mehren, Vorstandsmitglied der
  HDI-Gerling Lebensversicherung AG, und Norbert Hergenhahn, bis
  2007 Geschäftsführer der Commerz Partner GmbH.
 Weitere Vertriebs-Gesellschaften der Talanx Gruppe sind: Partner
  Office AG, Clarus GmbH
                              Formaxx
   60 Regionalbüros
   500 Makler
   20.000 Kunden
   1.000 Makler Ende 2008, im Durchschnitt will Formaxx 400 Vermittler
    pro Jahr rekrutieren
   Die Bewertungssumme des Umsatzes liegt im dreistelligen
    Millionenbereich.
   Gewinn wird Formaxx spätestens in drei Jahren machen, der
    Börsengang ist frühestens in sechs Jahren geplant. Das Eigenkapital
    beträgt 22,4 Mio.€
   Führungsteam:
      Ralf Steinmeister (49), Eugen Bucher (49),
      Kai Lange (49): Unternehmensentwicklung, Produktmanagement, IT
      Roman Hadjio (56, scheidet zum 18.8.2008 aus) und Heinrich Amon (49):
       berufsgruppenspezifische Beratung

09.04.2008                    Columbus Trust GmbH                              28
                               Formaxx
      Detlef Struckmann (66) Formaxx Akademie
   Das Unternehmen will sich als Makler positionieren.
      Neben Provisionen kostet die Erstaufnahme und Beratung eines Kunden
       119 Euro. Das Portfolio des Kunden soll jährlich überprüft und beurteilt
       werden.
      Besteht Handlungsbedarf aufgrund einer veränderten Lebenssituation
       werden 59 Euro fällig. Reine Honorarberatung wird es vorerst nicht geben.
      Zielgruppe sind Haushalte mit einem Netto-Jahreseinkommen in Höhe von
       30.000 Euro und mehr.
      Formaxx will sich auf Akademiker spezialisieren, jedoch nicht
       ausschließlich. Formaxx setzt auf Berufsgruppen und auf Fachgebiete wie
       betriebliche Altersvorsorge, Finanzierung, Kapitalanlagen, Gewerbe,
       Sachversicherungen.
      Der Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Versicherungen, der 60 bis 70
       Prozent am Umsatz ausmacht.



09.04.2008                     Columbus Trust GmbH                             29
                            MLP

 1988 geht MLP an die Börse, der Aktienkurs steigert sich „bis
  zum Jahr 2000 um mehr als 30 000 Prozent“. (FTD 18.08.2008)
    Aktienkurs am 14.08.1998: 40,61€
 „Im Jahr 2001 erwirtschaftet MLP mit 2500 Vertretern mehr als 1
  Mrd. DM.“ (FTD)
                                 MLP

 2002
        Berater: 2.989
        Geschäftsstellen: 390
        Privatkunden:
        Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Berater: 144.000€




23.04.2008                   Columbus Trust GmbH                 31
                                 MLP

 2003
        Berater: 2.771
        Geschäftsstellen: 347
        Privatkunden: 561.500, davon 70.000 Neukunden
        Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Berater: 144.000€




23.04.2008                   Columbus Trust GmbH                 32
                                 MLP

 2004
        Berater: 2.534
        Geschäftsstellen: 303
        Privatkunden: 589.000, davon 27.500 Neukunden
        Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Berater: 125.155€
        Schwerpunkt der Produkte in 2004 auf private Altersvorsorge, 15%
         weniger Krankenversicherung, 16% weniger Finanzierung




23.04.2008                   Columbus Trust GmbH                       33
                                               MLP
   2005
        Berater: 2.560 (1-3/2005)
        Geschäftsstellen:
        Privatkunden: , davon Neukunden
        Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Berater: 111.300€
        Fokussierung auf
                Vertriebsaufbau (zentrale Rekrutierung)
                Erhöhung der Produktivität der Berater
                Senkung der Berater-Fluktuation auf 15%
                prozentual zweistelliges Kundenwachstum
                Profilierung als unabhängiger Makler
                Konzentration auf bAV, Vermögensberatung (Kooperation mit der Berenberg Bank) und
                 Ausland
                Straffung der Konzern-Struktur (Verkauf der Versicherungstöchter)
                Fortführung des Effizienzprogramms „Best Value“




23.04.2008                               Columbus Trust GmbH                                         34
                                         MLP
   2005
        Ziel: die Vermögensberatung soll die Hälfte des Umsatzes erwirtschaften
        Das Makler-Geschäft ging um 9% zurück
        Die Zahl der Berater stieg um 1%
        Umsatz in Mio.€ (1-3/2005): 347
              Davon Vermittlung in Mio.(1-3/2005)€: 285
              Neugeschäft Lebensversicherung (Beitragssumme) in Mrd.€ (1-3/2005): 4,4




23.04.2008                          Columbus Trust GmbH                                  35
                                     MLP

 2006
      Berater: 2.551(1-3/2006)
      Geschäftsstellen:
      Privatkunden: 695.000, davon Neukunden
      Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Berater: 118.300€
      Im März 2006 erhält die MLP Finanzdienstleistungen AG von der
       BaFin die Lizenz zur Anlage- und Abschlussvermittlung nach § 32
       KWG.
      Umsatzerlöse in Mio.€ (1-3/2006): 375
              Davon Vermittlung in Mio.€ (1-3/2006): 302
              Neugeschäft Lebensversicherung (Beitragssumme) in Mrd.€ (1-
               3/2006): 4,3
      Umsatzerlöse 2006: 588,5 Mio.€

23.04.2008                       Columbus Trust GmbH                         36
                                         MLP
   2007
        Berater: 2.579 (+8)
        Geschäftsstellen:
        Privatkunden: 707.000, davon Neukunden: 33.000
        Durchschnittlicher Jahresumsatz pro Berater:
        Die Berenberg Bank beendet die Kooperation mit MLP wegen des Feri-
         Kaufs.
              25% der MLP-Kunden sind über 40 Jahre. In der Vermögensberatung sollen
               Kunden mit mehr als 150.000€ Jahreseinkommen oder 500.000€ Vermögen
               angesprochen werden.
              200 MLP Berater haben eine spezielle Ausbildung für die Vermögensberatung,
               300 weitere stehen in der Ausbildung.
              Durch die Lizenz vom März 2006 hat MLP einen Haftungsdach-Lösung für den
               Vertrieb.
              In der Vermögensverwaltung wird ein Multi Asset/Multi Manager Ansatz ab
               10.000€ verfolgt, gemanaget von Feri. Sämtliche Vertriebsfolgeprovisionen
               werden dem Kundenvermögen gut geschrieben.


23.04.2008                          Columbus Trust GmbH                                     37
                                          MLP
   2007
      Der US-Vermögensverwalter Harris Associates hat Ende November 2007
       seine Beteiligung an MLP auf 10,25% verdoppelt. Er wird nach der Familie
       Lautenschläger zweitgrößter Aktionär.
              Harris gehört indirekt zur französischen Bank Natixis und damit zu BNP Paribas.
      Die Familie Lautenschläger, die 29,11% an MLP hält, will weiterhin
       Großaktionär bleiben.
      Die Landesbank Berlin besitzt 6%.
      Fidelity Management & Research hält 2,9%
      8,5% der Aktien sind im eigenen Bestand von MLP.
      Umsatzerlöse 2007: 637,1 Mio.€
      Ergebnis vor Steuern und Zinsen: 110,3 Mio.€
      Anzahl der Berater in Cash abweichend: 2.613




23.04.2008                           Columbus Trust GmbH                                     38
                                         MLP
   2008
      Absplitterungen wie Formaxx wirken sich auf die Rekrutierung aus.
              MLP Bereichsvorstand Roman Hadjio verlässt nach 22 Jahren MLP und wechselt
               zu Formaxx. Hadjio war für die Region Süd zuständig, die MLP gegen seinen
               Willen in zwei Bereiche aufteilte. Seine Hoffnungen, 2007 Vertriebschef zu
               werden, hatten sich ebenfalls zerschlagen. Hadjio verlässt nach zwei Monaten
               Formaxx.
      Die Familie Lautenschläger, die 29,11% an MLP hält, will weiterhin
       Großaktionär bleiben.
      Die Landesbank Berlin besitzt 6%.
      Fidelity Management & Research hält 2,9%
      8,5% der Aktien sind im eigenen Bestand von MLP.
      ARAG ist Premiumpartner von MLP
              60% des Neugeschäftes im Krankenbereich (24.000 Krankenvollversicherungs-
               Verträge und 120.000 Krankenzusatzversicherungen werden über MLP
               akquiriert).



23.04.2008                          Columbus Trust GmbH                                    39
                                      MLP

 2008
      Die Mehrheit der MLP-Berater verfügt über eine höherwertige,
       staatlich anerkannte Ausbildung und muss deshalb die vom neuen
       Vermittlerrecht geforderte Sachkundeprüfung zum
       Versicherungsfachmann nicht absolvieren.
      Von den übrigen Beratern haben bereits mehr als 800 die Prüfung
       erfolgreich abgeschlossen. 75, noch verbleibende Berater, werden
       diese im Sommer 2008 ablegen.
              Die Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung erfolgt in einer
               dreimonatigen Ausbildung an der MLP Corporate University (üblich sind
               im Markt mindestens 6 Monate).
              Neu gewonnene Berater absolvieren im Anschluss daran in weiteren 21
               Monaten die Ausbildung zum MLP Senior Financial Consultant.



23.04.2008                        Columbus Trust GmbH                            40
                                MLP
 2008
      In einer Studie (Universität St. Gallen, Steria Mummert Consulting
       AG, ServiceRating GmbH, Handelsblatt) zur Kundenorientierung
       landet MLP auf Platz 31 in der Gesamtwertung und auf Platz 9
       unter den Finanzdienstleistern! (Zum Vergleich AWD 33/10 und
       Plansecur 16/4)
      Im ersten Halbjahr 2008 hat MLP 79 Vermittler verloren. Die
       Organisation verfügt über 2.534 zum 30. Juni 2008.
      Die durchschnittliche Kundenzahl pro Vermittler ist von 276 auf 288
       gestiegen.
      Der Erlös pro Berater nahm von 93.000 auf 98.000 zu.
      Absatzprobleme gab es im Vermögensmanagement
       (Finanzierungsvolumen: -15%: 525 Mio.€) und bei der Kranken-
       Vollversicherung (-17%: 21,6 Mio.€)


23.04.2008                  Columbus Trust GmbH                         41
                                  MLP
   2008
     Presseerklärung von Manfred Lautenschläger am 14.08.2008
     Eine Zusammenarbeit von Swiss Life und MLP, die über die bisherige
      Produktkooperation hinausgeht, würde die Unabhängigkeit und das
      Geschäftsmodell von MLP nachhaltig gefährden. Deswegen sehe ich
      keinen Anlass zu einem Dialog mit Swiss Life über eine Intensivierung der
      Zusammenarbeit. Die unabhängige Beratung ist eine der wesentlichen
      Erfolgsgaranten von MLP. Als Großaktionär bin ich der festen
      Überzeugung, dass das Unternehmen mit dieser strategischen Aufstellung
      unseren Beratern, Kunden und den übrigen Aktionären einen
      entscheidenden Mehrwert bietet und daher in einem sich stark wandelnden
      Markt hervorragende Zukunftsperspektiven besitzt. An meiner
      Entscheidung, meine Beteiligung an MLP nicht zu verkaufen, hat sich daher
      nichts geändert und wird sich auch langfristig nichts ändern.
                                 MLP
   2008
     Presseerklärung von Manfred Lautenschläger am 14.08.2008
     Herr Maschmeyer hat Vorstand und Aufsichtsrat in den vergangenen
      Jahren verschiedentlich um Gespräch gebeten. Der Vorstand der MLP AG
      hat daraufhin unterschiedliche Kooperationsmöglichkeiten prüfen lassen.
      Vorstand und Aufsichtsrat sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen,
      dass Kooperationen mit AWD keinen Mehrwert für MLP und seine Aktionäre
      liefern. Diese Einschätzung besteht unverändert.
                                   MLP
 2008
    Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg
          „Diese Beteiligung ist ohne Absprache oder gar Zustimmung durch die
           Gremien der MLP AG erfolgt.“
          „Wir sind Makler und damit nicht der verlängerte Arm eines Anbieters.
           MLP wählt seine Produktpartner selbst aus.“
          „Jeder Versuch, gegen den Willen von Vorstand, Großaktionären und
           Beratern einen maßgeblichen Einfluss zu gewinnen, wäre von
           vornherein sehr fragwürdig.“
    Rolf Dörig, Verwaltungsratspräsident Swiss Life
          Wir bedauern sehr, dass der Eindruck entstanden ist, dass wir MLP
           feindlich übernehmen wollen. Davon kann keine Rede sein. Wir werden
           unseren Anteil nur im Einvernehmen mit MLP weiter ausbauen.
          „Wenn unsere Produkte gleich gut sind, hätte ich als Großaktionär
           schon den Anspruch, dass sie ins Angebot aufgenommen werden.“
                                   MLP
 2008
    Rolf Dörig, Verwaltungsratspräsident Swiss Life
          „Beide Marken (AWD, MLP, J.V.) ergänzen sich und wir garantieren,
           dass beide unabhängig bleiben. Wer eine Fusion anstrebt, der zerstört
           den Wert beider Marken.“
          „Wir sind mit den Verantwortlichen von MLP in Kontakt.“
          „Derzeit streben wir ohne Einvernehmen mit MLP keinen Ausbau
           unserer Beteiligung an.“
                                   MLP

 2008
    MLP Manager
          „Schroeder-Wildberg muss gar nicht mal etwas sagen. Wenn die
           Berater das Gefühl haben, Swiss Life will die Unternehmenskultur
           zerstören, dann werden sie deren Produkte aus Protest einfach
           boykottieren.“
    Sebastian Grabmaier, Vorstandschef Aragon
          „Einen Vertrieb feindlich zu übernehmen, funktioniert grundsätzlich
           nicht.“
          „Ein Aktienpaket allein nutzt wenig.“
                                  MLP
   Am 21.08.2008 gab MLP eine Kapitalerhöhung von zehn Prozent unter
    Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre bekannt. MLP
    Aufsichtsrat und -Vorstand beschlossen die Zahl der MLP Stammaktien
    um knapp 10% auf 107.790.676 gegen eine Bareinlage von 124 Mio.€
    zu erhöhen.
      Allianz Lebensversicherung AG (4,6%), Axa Lebensversicherung AG (4,6%)
       und Uberior Ena Ltd. (HBOS) (0,8%) beteiligen sich an der
       Kapitalerhöhung.
      Sie zahlen 124 Mio.€ für 9,8 Mio. Aktien (12,63€ je Papier).
      Damit soll die Unabhängigkeit des Vertriebskanals MLP gesichert werden.
      „Mit dem, was heute passiert ist, ist eine feindliche Übernahme faktisch
       ausgeschlossen.“ (MLP Sprecher)
      Mehr als 40 Prozent der Aktien befinden sich in den Händen befreundeter
       Aktionäre.
      Der Anteil von Swiss Life sinkt durch die Maßnahme unter die
       Sperrminorität von 25 Prozent.
                              MLP
    Swiss Life: „Für uns ändert sich nichts.“
    Allianz Leben strebt einen Anteil von 7 Prozent an MLP an. Die
     langfristige Unabhängigkeit von MLP liegt gemäß der Allianz im
     Interesse des Markts.
    Wegen der Verknüpfungen von Allianz und Axa mit AWD sind
     keine dauerhaften Auseinandersetzungen zu erwarten.
    Aber: Die MLP Berater haben entschieden, die Produkte von Swiss
     Life nicht weiter zu vertreiben. Swiss Life soll den
     Übernahmeversuch abbrechen, wenn ihre Produkte weiterhin
     verkauft werden sollen.
 MLP Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg
    „Es kann jetzt für Swiss Life nur noch darum gehen,
     gesichtswahrend auszusteigen.“
    „Es würde nicht schaden, wenn sich die Swiss Life entschuldigte.“
                               MLP
    „Unsere Kapitalerhöhung war eine klare Botschaft, mit der alles
     gesagt ist.“
    „Die Unabhängigkeit gehört zum Wertvollsten, was MLP besitzt und
     die werden wir uns von niemandem nehmen lassen.“
    „Kein Unternehmen kann gegen einen Vertrieb agieren - erst recht
     nicht gegen einen, der so aufgestellt ist wie wir. Jede Einflußnahme
     wird von unseren Beratern sofort sanktioniert - ohne dass es dazu
     einer Aufforderung aus dem Vorstand bedürfe.“
    „Finanziell sind wir nun sehr gut gerüstet, um aktiv an der
     Konsolidierung der Branche teilzunehmen.“
 Swiss Life Sprecher Andreas Hildenbrand
    „Von der strategischen Logik unseres Einstiegs bei MLP sind wir
     nach wie vor überzeugt. Unsere Beteiligung steht deshalb nicht zur
     Disposition.“
                                MLP

 Herbert Fromme
    „Schroeder-Wildberg weiß, dass die ‚Unabhängigkeit‘ im Alltag
     keine Rolle spielt. Viel wichtiger ist, ob sich die Kunden individuell
     beraten fühlen, statt mit Standardlösungen abgespeist zu werden.
     Da hat das Unternehmen größere Probleme als mit der
     Unabhängigkeit von Versicherern.“
    „Die Giftpillen (!), mit der Schroeder-Wildberg auf Anraten von
     Goldman Sachs AWD und Swiss Life den Spaß verdorben hat,
     werden daran nichts ändern. Die Zeiten der MLP-Unabhängigkeit
     sind vorbei.“
                                 MLP
    Leserbrief zu Herbert Frommes Kommentar „MLPs Schein-Unabhängigkeit“
                        Modell der Zukunft
 „Der massive Einstieg der Versicherer und der Ausbau der
  Beteiligungen bei den großen Strukturvertrieben mit dem Vertrieb
  über Mehrfachagenten ergeben Sinn, wenn man über die
  Landesgrenzen Deutschlands hinausschaut. In anderen EU-
  Ländern wie Großbritannien, in denen die Regulierung des
  Finanzberatungsmarktes schon sehr viel früher umgesetzt wurde,
  hat sich gezeigt, dass nach einer gewissen Anpassungszeit zwei
  Vertriebswege profitieren: der direkte Versicherungsvertrieb und
  der wirklich unabhängige Makler. Die großen Verlierer waren dort
  die Vertriebsunternehmen der nicht wirklich unabhängigen
  Mehrfachagenten. Sie werden es, auch zum Wohle der
  Verbraucher, hoffentlich ebenfalls in Deutschland sein.“
                Patrick Oliver Ott, Neufahrn, in: FTD 26.08.2008, S. 24
                             MLP

 Börse
    „Bei den mittelgroßen Werten stemmte sich der Finanzvertrieb MLP
     gegen eine Übernahme: Das bestraften die Anleger mit
     Kursverlusten. ... sackte die Aktie des Finanzvertriebs MLP um 4%
     ab.“
                           MLP
                  Ein Stück von der Kuh
 Man muss nicht gleich die ganze Kuh kaufen, wenn man einen Liter
  Milch haben will. Dieser Spruch steht in der Finanzbranche für den
  Grundsatz: Man muss eine Vertriebsorganisation nicht gleich
  kaufen, wenn man über sie Produkte verkaufen will. Die Allianz
  weiß das seit dem glücklosen Kauf der Dresdner Bank, die sie jetzt
  wieder loswerden will. Und Konkurrent Axa hat gerne darüber
  gelästert, dass die Allianz sich eine ganze Bank als Vertriebsweg
  gekauft hatte.
 Doch plötzlich ist alles anders. Freundschaftlich verbunden
  springen Allianz und Axa gemeinsam dem Finanzvertrieb MLP zur
  Seite, der sich gegen den Einstieg der Swiss Life wappnet. In einer
  Blitzaktion zeichnen sie eine Kapitalerhöhung. Jetzt hat doch jeder
  ein Stück von der Kuh gekauft - und dieser Kauf ist durchaus
  logisch.
                               MLP
 MLP hat so gleich drei weiße Ritter gefunden, um den Übernahmeversuch
  der Swiss Life abzuwehren. Der dritte im Bunde ist ein Ableger der HBOS-
  Gruppe. Die Dividende der MLP-Aktie kann nicht den Ausschlag für den
  Einstieg der mächtigen Ritter gegeben haben. Die Rendite ist zwar mit vier
  Prozent nicht schlecht. Aber das Geschäft von MLP läuft nicht so, dass eine
  Steigerung der Dividende zu erwarten wäre. Der Einstieg verspricht also
  nicht ein überragendes Finanzinvestment zu werden.
 Hinter dem Kauf steckt die Angst, dass Swiss Life die Kuh nach einer
  Übernahme von MLP ganz für die eigenen Zwecke einspannt. Und dass
  das Geschäft, das Allianz und Axa bisher über MLP machen, einbricht.
  Finanzvertriebe neigen erfahrungsgemäß dazu, bei einem Wechsel des
  Auftraggebers möglichst viele Kunden mitzunehmen. Nicht nur das
  Neugeschäft wäre daher in Gefahr, sondern auch die bereits bestehenden
  Kundenverbindungen - das ist die Logik des Kuhhandels.
 Rita Lansch, in: Handelsblatt.com, 24.08.2008
                                  MLP

 2008
    MLP legt für ZSH ein Übernahmeangebot vor.
    An ZSH halten der Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Zech,
     die Versicherer Axa und Alte Leipziger sowie ein Teil der Vertreter
     Anteile.
    ZSH beschäftigt 82 Finanzberater und betreut 50.000 Kunden,
     Schwerpunkt Mediziner.
    ZSH passt laut CEO Uwe Schroeder-Wildberg ideal zum
     Geschäftsmodell.
          rtr, Finanzmakler MLP geht auf Einkaufstour, in: Handelsblatt News am
           Abend, 1.10.2008, S. 6
                Entwicklung von MLP

       Jahr          Berater          GST          Privatkun.     Neukunden   JU pro Ber.
              2002             2989          390                                    144000
              2003             2771          347         561500         70000       125155
              2004             2534          303         589000         27500
              2005             2560                                                 111300
              2006             2551                      695000                     118300
              2007             2579                      707000         33000




23.04.2008                            Columbus Trust GmbH                                    56
                                           MLP


          Kurs am Marktkap. Ertrag in Mrd. €     Gewinn je Aktie in €           KGV       Rendite in %
           09.05.2008 in Mrd. €    2006 2007 2008 2006 2007             2008          2008 2008
Allianz         128,70 58,2 101,13 102,60 105,00 16,78 17,71            18,20            7 4,3
MLP              10,81 1,1 0,59 0,64 0,69 0,69 0,62                      0,72           15 5,1

                          FuW Nr. 31, 10.05.2008, S.31




23.04.2008                           Columbus Trust GmbH                                            57
                            MLP
 Die Berenberg Bank hat die Beteiligung an MLP von 5,15% auf
  10,16% erhöht (Handelsblatt 18.07.2008)
 Es gibt Gerüchte, dass die Axa, die Generali, die Postbank und
  die Deutsche Bank an MLP Interesse haben. Der MLP Chef
  Uwe Schroeder-Wildberg hält die Mutmaßungen für „sehr
  hypothetisch“.
 Die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen führen zu einem
  Konzentrationsprozess der Finanzdienstleister:
    Im Fokus von MLP liegen deshalb Unternehmen mit einer
     Größenordnung von 200 Beratern, deren Übernahme man ohne
     Kapitalerhöhung stemmen kann.
 Für eine Zusammenarbeit mit Großvertrieben sind die
  Geschäftsmodelle „zu unterschiedlich“.
                             MLP
 Nach zweijähriger Entwicklungs- und Testphase wurde ein Customer
  Relationship Management-System (CRM) bei MLP eingeführt. In der
  Elektronischen Kundenakte (EKA) sind alle relevanten Informationen zum
  Kunden gespeichert. Emails, Dokumente und Termine lassen sich direkt mit
  dem Kunden verknüpfen. Kunden oder Interessenten können über
  zahlreiche Funktionen in den Bereichen Analyse und Reporting nach den
  verschiedensten Kriterien selektiert werden.
 Die umfassende Abbildung eines Kunden mit zahlreichen persönlichen
  Daten erfordert bei MLP durchschnittlich 165 Attribute.
 Um die Komplexität der CRM-Software überschaubar zu halten, hat MLP
  eine Lösung von SAP als Basis genommen und diese an ihre Bedürfnisse
  angepasst. Berater waren: EC4U und Hewlett Packard.
 Im Vorfeld der e ein CRM Einführung hat MLP sämtliche Berater auf das
  neue System geschult.
         Vergleich der Finanzvertriebe


    Kennzahlen                               DVAG            AWD           MLP
    Umsatzerlöse 2007                               1004,4         762,4         637,1
    Umsatzerlöse 2006                                862,6         728,0         588,5
    Veränderung in Prozent                            16,4           4,7           8,0
    Ergebnis vor Steuern u. Zinsen                   209,2          84,5         110,3
    Anzahl Berater                                   33851          6439          2613
    Cash 6/2008, S.122
    Umsatzerlöse, Ebitda in Mio.€




23.04.2008                           Columbus Trust GmbH                                 60
               Vermittlungsprovisionen
              Vermittlungsprovisionen nicht abzugsfähig
      Vermittlungsgebühren für eine fondsgebundene Lebens- oder
       Rentenversicherung sind nicht als Werbungskosten abzugsfähig. Zwar sind
       ab 2005 abgeschlossene Policen steuerpflichtig. Das bedeutet laut einem
       Urteil des Finanzgerichts München aber im Umkehrschluss nicht, dass die
       gezahlte Provision schon bei Vertragsabschluß sofort die Kapitaleinkünfte
       mindert (Az.: 10 K 539/08). Es handele sich vielmehr um
       Anschaffungsnebenkosten, so die Richter. Die wirken sich steuerlich erst
       aus, wenn die Versicherung fällig oder vorzeitig gekündigt wird. Dann
       mindert sich insoweit der steuerpflichtige Gewinn aus der Differenz
       zwischen Auszahlungssumme und den bis dahin gezahlten Prämien. Das
       Urteil ist im Endeffekt für Anleger sogar günstig. Denn unter der ab 2009
       geltenden Abgeltungssteuer fällt der Werbungskostenabzug weg. Über die
       Verrechnung mit dem Veräußerungsgewinn bleibt den Anlegern somit die
       volle Anrechnung der Vermittlungsgebühren erhalten.
      Robert Kracht, in: FTD 22.08.2008, S. 22



09.04.2008                    Columbus Trust GmbH                             61
                     Steuerlösungen
 Trust auf Jersey
    Gründung
        Der Gründungsbetrag unterliegt der deutschen Schenkungssteuer.
         Daher beträgt er in der Regel nicht mehr als 5.000€ (Freibetrag der hier
         anzuwendenden Steuerklasse III).
    Laufende Erträge
        In der Praxis wird dem Trust oft eine ausländische Gesellschaft
         vorgeschaltet., auf die darin sukzessive das eigentliche Vermögen
         übertragen wird und die auch die Erträge erwirtschaftet. Auf Jersey
         sind die Erträge der Gesellschaft steuerfrei. Deutschland kann nicht
         darauf zugreifen, da für ausländische Gesellschaften kein
         Besteuerungsrecht besteht.
    Zuwendungen
        Leben die Begünstigten in Deutschland, stellt der Fiskus
         Erbschaftssteuer in Rechnung. Dies lässt sich vermeiden, indem das
         Vermögen nach dem Tod des Erblassers im Trust bleibt und erst
                    Steuerlösungen
    übertragen wird, wenn die Erben mindestens fünf Jahre im Ausland
     gelebt haben.
 Fazit
    Bei großen Vermögen (ab 5 Mio.€) bieten Trustgestaltungen erhebliche
     Flexibilität - im Erbfall wie bei den laufenden Erträgen.
 Rahmenbedingungen
    Die deutsche Finanzbehörde erkennt einen Trust aus
     ertragssteuerlicher Sicht nur als eigenständiges Rechtsgebilde an,
     wenn er ohne Vorbehalt errichtet wird.
           Die Regelungen dürfen nicht vorsehen, dass der Trust zu einem späteren
            Zeitpunkt auch wieder aufgelöst werden kann.
           Die Empfangsberechtigten, an die der Trust später die Erträge ausschüttet,
            dürfen nicht vorher fest definiert werden.
           Die eigentliche Macht liegt beim Trustverwalter!
           Nach der Gründung des Trusts werden sämtliche Besitztümer
            (Grundstücke, Firmenanteile) vom Inland ins Ausland transferiert. Dazu sind
            die entsprechenden Steuern fällig. Durch die Aufnahme von Fremdkapital
          Steuerlösungen
 gelingt es, den Wert von Firmen- und Geschäftsanteilen zu drücken.
 Üblich ist es, neben dem Trust eine Firma im Ausland zu gründen, die em
  Trust untergeordnet ist. Mit dieser Konstruktion kann das Vermögen nach
  und nach auf die ausländische Firma übertragen werden. Das Unternehmen
  führt sämtliche Gewinne, die sie anschließend macht, an den Trust ab.
 Dort werden sie (in Gibraltar und Jersey unversteuert) angesammelt. In
  Gibraltar kann ein Trust sechs Monate nach dem Tod des Inhabers
  aufgelöst werden.
 Die Erben sollten fünf Jahre im Ausland (Studium) gelebt haben, dann fällt
  keine Erbschaftssteuer an.
 Gründungskosten für die ganze Konstruktion: 30.000€, jährliche
  Aufwendungen: 3.000€.
 Truststandorte: Gibraltar, Jersey
 Jersey hat ein Amtshilfeabkommen mit Deutschland unterschrieben; der
  deutsche Fiskus hat deshalb auch zukünftig kein Recht zuzugreifen.
                   Steuerlösungen

 Stiftung in Schweden
    Gründung
       Ist der Stifter bereit, seinen Hauptwohnsitz nach Schweden zu
        verlagern, kann er sein Vermögen nach fünf Jahren steuerfrei auf eine
        Stiftung übertragen (Zweitwohnung in Deutschland ist möglich).
    Laufende Erträge
       Die Gewinne der Stiftung unterliegen mit 28 Prozent der
        Einkommenssteuer. Unter bestimmten Umständen können Dividenden
        komplett steuerfrei sein.
    Zuwendungen
       Egal, wo der Erbe lebt. Schweden erhebt keine Erbschafts- oder
        Schenkungssteuer - und Deutschland laut bestehendem
        Doppelbesteuerungsabkommen auch nicht. Das war in der
        Vergangenheit auch in Österreich lange der Fall.
                 Steuerlösungen
    Doch mit der Kündigung des Doppelbesteuerungsabkommens Ende
     2007 wurde der Trend Richtung Alpenrepublik gestoppt.
 Fazit
    Jenseits der Ostsee können wohlhabende Familien ihr Vermögen
     steuergünstig zwischenlagern. Unter den derzeitigen Bedingungen ist
     eine Familienstiftung in Schweden aus Erbschaftssteuersicht attraktiv,
     und zwar für Vermögen ab 2 Mio. €. Aus erbschaftssteuerlicher Sicht
     spart ein Umzug nach Skandinavien dem Erben bei einer Übertragung
     von 6 Mio.€ 1,14 Mio.€ Erbschaftssteuer.
                    Steuerlösungen

 Debatte um Gerechtigkeit
            Gutverdiener tragen Steuerhauptlast
    Als Steuerzahler haben Reiche in Deutschland einen
     schlechten Ruf - zu Unrecht, stellte das statistische
     Bundesamt fest. Etwas mehr als ein Viertel der
     Steuerpflichtigen zahlte rund 80 Prozent der Lohn- und
     Einkommenssteuer in Deutschland.
        Nach Angaben des statistischen Bundesamtes (Destatis) entfielen 79,6
         Prozent der Lohn- und Einkommenssteueraufkommens (!) auf die
         Gruppe derjenigen, die mehr als 37.500 Euro im Jahr verdienten.
         Besonders hoch war der Anteil der Steuerzahler, die zwischen 50.000
         und 125.000 Euro verdienten: Ihr Anteil betrug 40 Prozent. Die kleine
         Gruppe der Einkommensmillionäre steuerte rund fünf Prozent zum
         gesamten Aufkommen bei.
              Steuerlösungen
 Die Zahlen belegen, dass Gutverdiener und Reiche einen großen Teil
  der Steuern in Deutschland zahlen. Trotzdem fordern SPD und Linke in
  der Debatte um Steuergerechtigkeit einen höheren Spitzensteuersatz
  und die Rückkehr der Vermögenssteuer. Auch die Grünen wollen den
  Spitzensteuersatz anheben.
 Insgesamt brachten die 35 Millionen Steuerpflichtigen dem Staat
  Einnahmen von fast 181 Mrd. Euro. Die große Gruppe derjenigen, die
  weniger als 37.500 Euro verdienten, trug gerade einmal 20,4 Prozent
  zum Steuerkuchen bei. Neun Prozent davon entfielen auf
  Jahreseinkommen zwischen 30.000 und 37.500 Euro.
 Destatis veröffentlicht alle drei Jahre eine Einkommenssteuerstatistik.
  Die zeitliche Verzögerung erklärt sich durch die „zeitaufwändigen
  Veranlagungsarbeiten in den Finanzämtern“, teilte die Statistikbehörde
  mit. Erst nach Abschluß dieser Arbeiten, können die Daten ausgewertet
  werden.
 Ftd.de, 25.08.2008
     Externes Provisionsfactoring bei
      Netto-Versicherungsprodukten
 Am 29.05.2008 hat die VPV Lebensversicherung AG, Stuttgart,
  als erste deutsche Lebensversicherung eine sog. Netto-Police
  auf den Markt gebracht.
      Unter „Netto-Police“ wird ein Versicherungs-Tarif verstanden, der
       keine Abschlusskosten enthält.
 Durch die vom Gesetzgeber verordneten Veränderungen seit
  01.07.2008
      Offenlegung der in die Tarife einkalkulierten Abschluss- und
       Verwaltungskosten
      Haftungserhöhung für Produktanbieter und Vertrieb
      signifikante Kostenbelastung für den Vertrieb (ca.25% wegen der
       längeren Haftungsdauer)
      Verteilung der Kundenbelastung bei den Abschlusskosten auf 60
       Monate

09.04.2008                  Columbus Trust GmbH                            69
     Externes Provisionsfactoring bei
      Netto-Versicherungsprodukten
      Solvency II:
              Pflicht zur Unterlegung des Bilanzansatzes für
               Provisionsvorfinanzierungen mit Eigenkapital
              Suche nach Lösungen, die Risiken aus Vertriebs- und
               Provisionsvorfinanzierungen aus den Bilanzen zu eliminieren
              Suche nach Lösungen, die Vorfinanzierungskosten zu eliminieren, die
               sich aus der Verteilung der Abschlusskosten auf 60 Monate ergeben
      Neue rechtliche Rahmenbedingungen für den Vertrieb
              Aus- und Weiterbildung
              Dokumentations-, Informations-, Beratungspflicht (unbezahlter
               Mehraufwand an Zeit und Geld)
              Zunahme der Haftungsrisiken
              Absicherung der Haftpflichtkosten auf 60 Monate




09.04.2008                        Columbus Trust GmbH                            70
     Externes Provisionsfactoring bei
      Netto-Versicherungsprodukten
 Suche nach neuen Versicherungsprodukten
      Lösung Netto-Versicherungsprodukte
              Der Anlagevertrag des Kunden haftet für die Zahlung der
               Abschlussprovision.
              Die Abschlussprovision ist vom Kunden auch dann zu zahlen, wenn der
               Versicherungsvertrag nach kurzer Zeit storniert wird.
              Die Stornohaftungszeit wird dadurch auf 24 bis 36 Monate reduziert.
              Es gibt keine Mithaftung für weitergereichte Provisionen.
              Im Stornofall findet keine sofortige Neugeschäftsverrechnung statt, die
               Provisionsrückbelastung erfolgt für den Vertrieb liquiditätsschonend
               über einen längeren Zeitraum (60 Monate)
      Vorteile
              Die Diskussion über Abschlussprovisionen muss mit dem Kunden in
               jedem Fall geführt werden.
              Bei den üblichen Brutto-Produkten ergeben sich nur Nachteile.


09.04.2008                        Columbus Trust GmbH                               71
     Externes Provisionsfactoring bei
      Netto-Versicherungsprodukten
              Die separate Vergütungsvereinbarung sichert die Transparenz der
               Vermittler-Kundenbeziehung
              Stornoverluste wegen vertragswidrigen Verhaltens des Kunden
               belasten nicht die Gemeinschaft der Versicherten.
              Stornoverluste wegen vertragswidrigen Verhaltens des Kunden
               schmälern nicht die Ablaufleistungen.
 Mittel: Externes Provisionsfactoring
              Eine vom Produktanbieter unabhängige Factoring-Gesellschaft kauft
               die Forderungen des Versicherungsvermittlers (separate
               Vergütungsvereinbarung mit dem Kunden) zu marktüblichen
               Konditionen an.
              Der Kaufpreis (die vereinbarte Abschlussprovision) wird an den
               Vermittler ausgezahlt.
              Die Tilgung der angekauften Forderung durch den Kunden erfolgt
               durch die Factoring-Gesellschaft in 60 Monatsraten.
              Der Produktanbieter hat keine Storno- und Vertriebsrisiken.

09.04.2008                       Columbus Trust GmbH                               72
     Externes Provisionsfactoring bei
      Netto-Versicherungsprodukten
              Eine Factoring Gesellschaft kann das aus dem Forderungsankauf aus
               Vergütungsvereinbarungen verbundene Risiko nur auf Grundlage eines
               effektiven Risikocontrollings übernehmen.
                  Vermittlerauswahl
                  Kundenscoring
                  automatisiertes Risiko-Management-System
              Wichtig:
                  IT-Infrastruktur, die kleinteilige Forderungen unter Einschluß einer
                   integrierten Provisionsabrechnung und Stornobearbeitung termingerecht
                   bearbeiten kann.
                  Der Daten-Umfang (Aufbereitung, Bearbeitung, Dokumentation gegenüber
                   Produktanbieter, Zusatzversicherung, Factoring Gesellschaft, Vertrieb,
                   Kunden) da der Provisionsanteil jeder Vertriebsstufe separat gefactort wird.
                   Die gesamte Abschlussprovision wird in mehrere Teilprovisionen aufgeteilt.
                  Die Factoring Gesellschaft (jeder teilnehmende Vermittler schließt damit
                   eine unmittelbare Vereinbarung) sollte aus nahe liegenden Gründen in
                   Luxemburg domiziliert werden.



09.04.2008                          Columbus Trust GmbH                                      73
         Netto-Versicherungsprodukte
 Vorteile für den Produktanbieter aus dem Versicherungsbereich
      Eliminierung von Bilanz-Risiken des Produktanbieters aus der
       Provisionsvorfinanzierung für den Vertrieb
      Vermeidung von Vertriebsrisiken und dem mit dem Vertrieb
       verbundenen Aufwand
              Vertriebskoordination, Provisionsvorfinanzierung, Inkasso, Verwaltung
               der Versicherungsverträge
      Schonung der Liquidität, auch keine Zinsbelastung für
       Provisionsvorfinanzierung
      Nettotarife ohne Abschlusskosten weisen eine verbesserte
       Ablaufleistung auf, weil sie keine Kostenbelastung der
       Provisionsvorfinanzierung für 60 Monate berücksichtigen müssen
      Verbesserung der Wettbewerbsposition des Produktanbieters im
       Markt durch zeitgemäßes Angebot (Vertriebsgewinnung, Umsatz)


09.04.2008                        Columbus Trust GmbH                              74
         Netto-Versicherungsprodukte
 Vorteile für den Produktanbieter aus dem Versicherungsbereich
      Vorbereitung auf Solvency II und die dort geforderte Eigenkapital-
       Unterlegung der Vorfinanzierung von Vertriebsprovisionen
      Vorbereitung auf Überlegungen der EU, die Honorarberatung in
       den Vordergrund zu rücken




09.04.2008                  Columbus Trust GmbH                             75
         Netto-Versicherungsprodukte
 Offenlegung der Abschluss- und Verwaltungskosten
      Seit 01.07.2008 sind deutsche Versicherungsgesellschaften
       verpflichtet ihre kalkulierten Tarife für Lebens- und
       Rentenversicherungen offen zu legen.
 Lösung
      Die Nettopolice weist Abschlusskosten von Null aus.
      Bei der Nettopolice schließt der Vermittler neben dem
       Versicherungsantrag eine Vergütungsvereinbarung unmittelbar mit
       dem Kunden ab.
      Der Vermittler ist Inhaber von Provision und Bestand; die
       Versicherung erhält die Adressen.
 Provisionshöhe
      Gesetzliche Vorgaben und Rechtssprechung verschärfen die
       Beratungs- und Haftungspflichten für den Vertrieb. Weiterbildung,

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         Netto-Versicherungsprodukte
      Dokumentationspflichten und Haftpflichtprämien kosten Geld. Die
       Verteuerung der Vertriebsleistung kann durch höhere Provisionen
       aufgefangen werden.
 Lösung
      Die Abschlussprovision für den Vertrieb werden in einer
       Vergütungsvereinbarung zwischen Vermittler und Kunden
       festgelegt.
      Die Abschlussprovision der Nettopolice liegt über den
       Provisionssätzen der Bruttopolice. Sie beinhaltet den Zinsaufwand
       bei ratenweiser Zahlung durch den Kunden.
      Bei der Nettopolice wird der Dynamikzuschlag der ersten fünf
       Laufzeitjahre in die Bemessungsgrundlage für die
       Abschlussprovision mit einbezogen. Der Vermittler erhält eine um
       35% höhere Provision bei einem Versicherungsvertrag mit
       Dynamik.

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         Netto-Versicherungsprodukte
 Flexible Kostenbelastung des Versicherungsangebots
      Die Tarifkalkulation der Bruttopolice kann bei der Kostenbelastung
       keine Rücksicht auf Vertriebswege und Einsatzbereich eines
       Versicherungsangebots nehmen.
      Das behindert die Flexibilität in der Kundenberatung, für
       unterschiedliche Anwendungsbereiche wären unterschiedliche
       Tarife zu kalkulieren.
 Lösung
      Bei der Nettopolice können Maklerpools und größere
       Vertriebsgruppen die Höhe der Abschlussprovision je nach
       Vertriebsweg und Anwendungsbereich im Rahmen von Unter- und
       Obergrenzen frei wählen. Die Nettopolice gibt dem Vermittler die
       Möglichkeit, für die Kunden maßgeschneiderte
       Versicherungsangebote zu entwickeln.


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         Netto-Versicherungsprodukte
 Verfügbare Kundenliquidität
      Der Vertrieb benötigt sofort fällige Abschlussprovisionen. Nach dem
       neuen VVG ist die Belastung des Kunden mit Abschlussprovisionen
       über 60 Monate zu verteilen. Vorfinanzierungskosten!
 Lösung
      Die Nettopolice gibt dem Kunden die Möglichkeit, die Vergütung
       über einen Zeitraum von 60 Monaten abzuzahlen. Die
       Abschlussprovision für den Vertrieb wird auf der Grundlage von
       individuellen Factoring Vereinbarungen vorfinanziert. Der Vertrieb
       bekommt sofort die Abschlussprovision, der Kunden kann seine
       Liquidität schonen. Die Vorfinanzierungskosten sind in die
       Vergütungsvereinbarung einkalkuliert.




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         Netto-Versicherungsprodukte
 Stornohaftung
      Der Vertrieb hat das Storno manchmal gar nicht in der Hand.
 Lösung
      Die Vergütungsvereinbarung ist vom Kunden unabhängig vom
       Versicherungsvertrag zu erfüllen. Auch wenn der Kunde den
       Versicherungsvertrag nach kurzer Zeit storniert, schuldet er die
       Abschlussprovision. Der Anspruch kann mit besten
       Erfolgsaussichten eingeklagt werden (BGH-Entscheidung).
 Dauer der Stornohaftung
      Die längeren Stornohaftungszeiten des VVG (60 Monate) bergen
       für den Vermittler wirtschaftliche Risiken.
 Lösung
      Die Nettopolice verkürzt die Dauer der Stornohaftung, da der
       Rückkaufswert der Versicherungspolice des Kunden die Erfüllung

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         Netto-Versicherungsprodukte
      des Provisionsvertrages sichert. (zu überprüfen!)
      Die Stornohaftungszeit kann auf 24-36 Monate reduziert werden.
       (Laufzeit des Versicherungsvertrages)
      Die Stornokosten treffen den vertragsbrüchigen Kunden und nicht
       die Versichertengemeinschaft.
 Mithaftung für weitergereichte Provisionen
      Die Sicherheiten für Provisionsvorschüsse schließen bei
       Vertriebsunternehmen die weitergereichten Provisionen der
       Vertriebspartner mit ein.
 Lösung
      Ein Factoring Unternehmen finanziert die Abschlussprovision aus
       der Vergütungsvereinbarung vor. Jede Vertriebsstufe haftet für die
       verdiente Provision. Mithaftung für weitergereichte Provisionen ist
       ausgeschlossen.

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         Netto-Versicherungsprodukte
 Provisionsrückbelastung im Stornofall - sofortige
  Neugeschäftsverrechnung
      Storno wird in einem Betrag bei der Provisionsabrechnung
       zurückbelastet. Liquiditätsengpaß!
 Lösung
      Bei der Nettopolice wird die wegen Stornos nicht verdiente
       Abschlussprovision nicht in einem Betrag zurückbelastet.
      Der Vermittler kann in die Abzahlungsvereinbarung mit dem
       Kunden einsteigen. Geschuldet werden 60 Monatsraten abzüglich
       Stornoeinbehalt.
      Der Vermittler hat nur die fehlenden Raten als Ersatzleistung zu
       bringen. Es kommt nicht zum sofortigen Verlust der gesamten
       Vergütung. Der Vermittler gewinnt Zeit sich mit dem Kunden
       auseinanderzusetzen und schont seine Liquidität.

09.04.2008                  Columbus Trust GmbH                       82
         Netto-Versicherungsprodukte
 Abgrenzung vom Wettbewerb
      In der heutigen Situation ist ein Alleinstellungsmerkmal wichtig.
 Lösung
      Die Nettopolice kann Start für die Entwicklung einer Eigenmarke
       und eines eigenständigen Marktauftritts werden.
 Steuerliche Anreize für den Kunden
      Steuervorteile sind im Kapitalanlagenbereich ein wichtiger Anreiz
       für Neuabschlüsse.
 Lösung
      Bei der Nettopolice hat der Kunde die Möglichkeit, die separat
       vereinbarte Abschlussprovision steuerlich als Werbungskosten
       geltend zu machen. Die Anerkennung wird allerdings von den
       Finanzämtern unterschiedlich gehandhabt.


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                   Honorarberatung

 Honorarberatung ist auch Versicherungsvermittlern erlaubt.
    Das BaFin hat seine frühere Meinung zurückgenommen.
        „Bei der Veröffentlichung handelt es sich um eine Auslegung nach der
         damaligen Rechtslage. Der Inhalt ist inzwischen infolge der rechtlichen
         Änderungen überholt....Das die Aufsicht nach der derzeitigen
         Rechtslage den Industrie- und Handelskammern zugewiesen ist, ist
         meines Erachtens unstreitig.“ (BaFin Mitarbeiterin)
    Es handelt sich hierbei um eine Gesetzesänderung, die im Zuge
     der EU-Vermittlerrichtlinie zustande gekommen ist. In Paragraf 34d
     der Gewerbeordnung (GewO) heißt es in Absatz 1, Satz 4:
        „Die einem Versicherungsmakler erteilte Erlaubnis beinhaltet die
         Befugnis, Dritte, die nicht Verbraucher sind, bei der Vereinbarung,
         Änderung oder Prüfung von Versicherungsverträgen gegen
         gesondertes Entgelt zu beraten.“ (BaFin Mitarbeiter)
                Honorarberatung
 Dazu äußerte sich der geschäftsführende Vorstand des
  Arbeitgeberverbands der finanzdienstleistenden Wirtschaft (AfW),
  Rechtsanwalt Norman Wirth:
     „Wir freuen uns, dass nun auch das BaFin diesen alten Zopf
      abschneidet und damit den Gegnern alternativer Vergütungsmodelle ihr
      Hauptargument nimmt. Alternativen Courtagemodell für
      Versicherungsmakler sind möglich! Wieweit diese sich durchsetzen,
      wird abzuwarten bleiben und hängt sicherlich auch von der Bereitschaft
      der Versicherungsunternehmen ab, Nettotarife anzubieten.“
                         Quellen

 aks, Honorarberatung ist auch Versicherungsvermittlern erlaubt,
  in: cash-online 04.08.2008
 AWP International, MLP erklärt Übernahmeversuch für
  gescheitert, 25.08.2008
 Beenken, Matthias, Konzerne kämpfen um Vertriebspower, in:
  VJ 22.07.2008
 Bergerman, Melanie, Welp, Cornelius, Carsten Maschmeyer
  und Rolf Dörig im Interview, in: wiwo.de 16.08.2008
 Bohnenkamp, Ruth, Neue Trutzburgen gegen den Fiskus, in:
  FTD 22.08.2008, S. 24
 Boerse.ARD.de, MLP spricht Schwyzerdütsch, 14.08.2008


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                          Quellen

 eb, Neue Firma am Vertriebshimmel, in: bocquel-news
  21.07.2008
 eb, Nicht Übernahme sondern Ausbau, in: bocquel-news
  21.07.2008
 Eb, Allianz will keine MLP-Kontrollmehrheit, in: bocquel-news
  25.08.2008
 Ftd.de, MLP-Chef fordert Stimmverbot für Aktionäre, in: ftd.de
  24.08.2008
 Ftd.de, Gutverdiener tragen Steuerhauptlast, in: ftd.de
  25.08.2008



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                         Quellen

 Fromme, Herbert, Axa verkauft AWD Proventus-Minderheit, in:
  FTD 11.08.2008, S. 20
 Fromme, Herbert, Maschmeyer kapert Rivalen MLP, in: FTD
  14.08.2008, S. 1
 Fromme, Herbert, Kopf des Tages: Carsten Maschmeyer, in:
  FTD 14.08.2008, S. 2
 Fromme, Herbert, AWD-Chef stockt bei Swiss Life auf, in: FTD
  15.08.2008, S. 19
 Fromme, Herbert, Kopf des Tages: Rolf Dörig, in: FTD
  18.08.2008, S. 2
 Fromme, Herbert, Klöckner, Nina, Gefeiert. Gestürzt.
  Gedemütigt. In: FTD 18.08.2008, S. 25

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                         Quellen

 Fromme, Herbert, Allianz und Axa steigen bei MLP ein, in: FTD
  22.08.2008, S. 17
 Fromme, Herbert, MLPs Schein-Unabhängigkeit, in: ftd.de,
  24.08.2008
 Fromme, Herbert, Krüger, Anja, Swiss Life lässt Federn, in: FTD
  29.08.2008, S. 19




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                         Quellen

 Glück, Michael J., Wer will Cash Life haben? In: VJ 21.07.2008
 Handelsblatt.com, Finanzmakler AWD laufen die Berater weg,
  in: Handelsblatt.com 28.08.2008
 ir, MLP dementiert Übernahmegerüchte und plant Zukäufe in
  eigener Sache, in: FONDS professionell 16.07.2008
 ir, AWD-Klon? Versicherer Talanx gründet neue
  Vertriebsgesellschaft, in: FONDS professionell 21.07.2008
 ir, Versicherungsmakler Informer schließt sich AWD an, in:
  FONDS professionell 11.09.2008
                          Quellen

 Kaiser, Arvid, Groß, größer, Maschmeyer, in: manager-
  magazin.de, 14.08.2008
 Kamps, Olga, Swiss Life gängelt ihre deutsche Tochter, in:
  cashdaily Nr. 140, 22.07.2008
 Krüger, Anja, AWD kommen Verkäufer abhanden, in: FTD
  29.08.2008, S. 19
 Kursonline, Swiss Life steigt bei MLP ein, o.D.
                         Quellen

 Lansch, Rita, MLP. Ein Stück von der Kuh, in: Handelsblatt.com
  24.08.2008
 Lilienthal, Sven, Swiss-Life-Aversion schwächt MLP, in: ftd.de
  24.08.2008
                         Quellen

 Markaritzer, Kurt, Hochspannung für Agenten und Makler, in: VJ
  10.06.2008
 mho, Aktien von Swiss Life und AWD erscheinen wenig
  attraktiv, in: FAZ.NET 28.08.2008
 MLP Pressemitteilung vom 14.08.2008
                          Quellen

 Reuters, MLP-Chef legt sich mit Großaktionär Swiss Life an, in:
  FTD 26.08.2008
                        Quellen

 Schlingensiepen, Ilse, MLP will Spezialanbieter ZSH
  übernehmen, in: FTD 02.10.2008, S. 23
 Schmitt, Thomas, AWD. Ein Marathonlauf, in: Handelsblatt.com
  21.07.2008
 Schmitt, Thomas, Eigner greift bei AWD durch, in:
  Handelsblatt.com, 21.07.2008
 Schmitt, Thomas, AWD auf allen Kanälen, in: Handelsblatt.com
  22.07.2008
 Seibel, Karsten, Jähes Ende der ruhigen Jahre, in: WamS Nr.
  33, 17.08.2008, S.36
 Steiner, Rüdi, MLP wirft Produkte von Swiss Life raus, in:
  CASHdaily 25.08.2008, S. 1und 6
                         Quellen

 Wichert, Björn, AWD will MLP schlucken, in: VJ 13.08.2008
 Wichert, Björn, Swiss Life schleicht sich über Maschmeyer bei
  MLP ein, in: VJ 14.08.2008
 Wichert, Björn, MLP bestätigt Gespräche mit Swiss Life, in: VJ
  14.08.2008
 Wichert, Björn, Kampf der Finanzvertriebe, in: VJ 18.08.2008
 Wichert, Björn, Dem AWD laufen Kunden und Vermittler weg, in:
  VJ 29.08.2008

								
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