Illusory Correlation
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Globalisierung und
Erwerbseinkommen
Martina Morris & Bruce Western
(1999):
Inequality in Earnings at the Close of
the twentieth Century
Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
a) Veränderung des Arbeitsangebotes
b) Veränderung der Arbeitsnachfrage
c) Institutionelle Faktoren
d) Globalisierung
3. Fazit
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Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
3. Fazit
3
Basistrends
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Basistrends (nach Geschlecht)
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Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
a) Veränderung des Arbeitsangebotes
b) Veränderung der Arbeitsnachfrage
c) Institutionelle Faktoren
d) Globalisierung
3. Fazit
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Veränderung des Arbeitsangebots
1950 – 1980:
• 70 %-iger Zuwachs an Arbeitskräften (44 Mio)
• mehr als die Hälfte des Zuwachses in den 70ern
Gründe:
• Baby Boom
• Frauen
• Immigration
• Bildungsabschlüsse
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Immigration
Trend:
• 1970: 4,8% der Bevölkerung Ausländer
• 1996: 9,3% (+ 15 Mio. )
• Ausländer tendenziell schlechter ausgebildet
• Im Vergleich zu Inländern doppelt so viele Highschool-Abbrecher
Theorie:
• Immigranten vergrößern Gruppe weniger gebildeten Arbeitnehmer
Lohnsenkung in niedrigeren Lohngruppen
Empirisch:
Studien auf lokalen Arbeitsmärkten (Altonji & Card,1991):
• Anteil der Immigranten und Höhe der Zuwanderungsströme hat wenig Einfluss auf
die Löhne von Inländern
Studien zwischen Bildungsgruppen (Borjas et al. 1992):
• Geschätzter Einfluss der Immigration auf Anstieg der Einkommensunterschiede
zwischen Highschool-Abbrechern und Highschool-Abgängern: 45% (1980 -1995)
Ergebnisse hängen stark von Untersuchungsdesign ab
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Bildungsabschlüsse
Trend:
• 70er: Gruppe der College-Absolventen wächst relativ gesehen schneller
Steigendes Angebot verkleinerte den Lohnabstand zwischen College- und
Highschool-Absolventen
• 80ern: technischer Wandel erhöht Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitnehmern
Wachsender Lohnabstand zwischen College- und Highschool-Absolventen
Empirisch:
• Gottschalk (1997): Ungleichheit hauptsächlich verursacht vom Einbruch der Gehälter
der Highschool-Absolventen (- 20%)
• Lohnanstieg bei College-Absolventen (+5%) (1979-1994)
Mögliche Erklärung:
• Handel und Immigration senken die relative Nachfrage nach weniger gebildeten
Arbeitnehmern
• Insgesamt trägt die „College-Zulage“ viel zur Ungleichheit bei
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Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
a) Veränderung des Arbeitsangebotes
b) Veränderung der Arbeitsnachfrage
c) Institutionelle Faktoren
d) Globalisierung
3. Fazit
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Deindustrialisierung
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Deindustrialisierung
• Service Sektor zahlt geringere Löhne
Ungleichheit im Service Sektor:
• Am unteren Ende (Einzelhandel) Löhne 30 % unter
Durchschnitt
• Am oberen Ende (Finanzen, Versicherung, Immobilien)
8% über dem Durchschnitt
• Das 90:10 Einkommensverhältnis ist 7% höher als in
andern Industriezweigen.
Generell:
• Korrelation zwischen Einkommen und
Beschäftigungswachstum: Hochbezahlte Branchen
wachsen weniger schnell und umgekehrt
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Deindustrialisierung
Empirisch:
• Raffalovich (1990): kein signifikanter Effekt der Deindustialisierung
auf Einkommensungleichheit
• Tilly et al. (1986): 20% mehr Streuung der Einkommensverteilung
• Bernhard & Jensen (1998): Auf Bundesstaatenebene wurden große
Effekte der Deindustrialisierung auf die Ungleichheit gefunden.
• Unterschiedliche Ergebnisse aufgrund von Messmethoden,
Stichprobenrestriktionen und Zeitpunkten
• Gut- und schlecht bezahlte Jobs existieren nicht nur zwischen
Industrienzweigen sondern auch in denselben Firmen.
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Arbeitsbeziehungen
Trends:
• Nachkriegsjahre: Innerbetrieblicher Arbeitsmarkt
• Ab Mitte der 70er Jahre: Kostenreduktion als wichtigste Grundlage
des Wettbewerbs, erfordert Flexibilität
Ausweichung auf externen Arbeitsmarkt
• In den 80ern:
• Zuwachs an Arbeitnehmern insgesamt: +14 %,
• Anzahl der vermittelten Zeitarbeiter: + 175%
• Teilzeitarbeit: + 21%,
Zwei Arten von Arbeitsplätzen:
• dauerhafte Arbeitsplätze in zentralen Positionen
• flexible Arbeitsplätze um schnell auf Druck des globalen
Wettbewerbs reagieren zu können
• Empirische Belege dafür sind schwach
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Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
a) Veränderung des Arbeitsangebotes
b) Veränderung der Arbeitsnachfrage
c) Institutionelle Faktoren
d) Globalisierung
3. Fazit
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Mindestlohn
Trend:
• 1980-90: Bundesweiter Mindestlohn eingefroren (3.35 $/h),
Dollarwert fiel um 30 %
• 10 % der Arbeitnehmer sind direkt vom Mindestlohn betroffen
• Indirekten Effekt: restlichen Löhne ändern sich, um die relativen
Positionen in der Hierarchie beizubehalten
Empirisch:
• Blackburn (1990) schätzt, dass 17 % des Wachstums der
Einkommenslücke zwischen Highschool-Abbrechern und College-
Graduierten durch Einfrieren des Mindestlohns verursacht wurden.
• DiNardo et al. (1996): Anstieg und Abfall des Mindestlohns in den
70ern und 80ern erklärte etwa 25 % der Veränderung der
Lohnstreuung bei Männern und über 30 % bei den Frauen
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Mindestlohn
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Gewerkschaften
Trend:
• 1970: 27% aller Lohnempfänger gewerkschaftlich
organisiert
• 1993 noch 15%
Theorie:
• Gewerkschaften heben die Durchschnittslöhne und
verringern die Lohnspreizung (Freeman & Medoff, 1984)
fallende Gewerkschaftszahlen lösen eine Stagnation
oder Abfall der Durchschnittslöhne aus, gekoppelt mit
einer ansteigenden Lohnstreuung
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Gewerkschaften
Empirisch:
• Kuhn & Sweetman (1998) schätzen, dass 75% der absoluten
Einkommensverluste jene 13% Arbeitnehmer zu spüren bekamen,
die durch Arbeitsplatzwechsel ihre gewerkschaftliche Deckung
verloren.
• Freeman (1993): Beim Jobwechsel ist der Lohnverlust höher, wenn
man eine nicht-gewerkschaftliche Stellung annimmt. Geschätzt:
Niedergang der Gewerkschaften für 21 % des Anstiegs der
Einkommensungleichheit verantwortlich.
• Bei Frauen kleine Effekte
• Das Sinken der Gewerkschaftsdichte könnte ca. 20 % des
Gesamtanstiegs der Einkommensungleichheit bei männl.
Arbeitnehmern insgesamt und 50 % unter den Arbeitern
verursachen.
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Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
a) Veränderung des Arbeitsangebotes
b) Veränderung der Arbeitsnachfrage
c) Institutionelle Faktoren
d) Globalisierung
3. Fazit
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Handel
Trend:
• 1960 - 1990: Importe des Fertigungssektors stiegen mehr als
dreifach als Anteil am GDP und ca. fünffach als Anteil am GDP des
Fertigungssektors.
• 1978 - 1990: Importe des Fertigungssektors stiegen um 35 % (als
Anteil am GDP), während LDC Importe um 75% anstiegen. Anteil
der Importe aus Entwicklungsländern um 7 Prozentpunkte
angewachsen zu einem Betrag von 36% von allen Importen.
wachsende Rolle der LDC Produzenten
Theorie:
• Importe aus LDCs erhöhen implizit das Angebot von wenig
ausgebildeten Arbeitnehmern und verringert somit die Löhne im
nationalen Niedriglohnsektor.
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Handel
Empirisch:
• Mehrheit findet neutrale oder kleine Effekte
• Einige finden große Handelseffekte
• Wood (1990): LDC-Handel reduziert die Nachfrage nach
ungelernten Arbeitnehmern in den OECD-Ländern um
mehr als 20% (eher durch Theorie als durch Daten
bestätigt).
• Krugman (1994): Handel trägt wenig zum US-Output bei
und Effekte beziehen sich vorwiegend auf die
Fertigungsindustrie, die nur einen kleinen Anteil der
Arbeitnehmer ausmacht.
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Kapitalströme
Theorie:
• Werden Kapitalströme freigegeben ziehen Länder mit geringen Lohnkosten
Investitionen an
Schrumpfung des Niedriglohnsektors kapitalstarker Länder
Empirisch:
Zwei Kategorien von Kapitalströmen:
1. Direktinvestitionen von multinationalen US-Konzernen ins Ausland:
- Trend seit 1980 rückläufig
- Geschätzt: 0,15 % Einkommensverlust wegen Kapitalexporten
2. Def. Outsourcing: Alle Güter, die in der Produktion genutzt werden von oder
verkauft werden unter dem Markennamen einer US-Firma
• Outsourcing wächst ab den 1970ern bis zu den 80ern
• Feenstra & Hanson (1996): Regressionsanalyse auf die Anteile von nicht-
produzierenden Arbeitnehmern an den Lohnkosten: ein Drittel der jährlichen
Veränderung dieser Lohnanteile durch Outsourcing zu erklären (1979-1987)
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Gliederung
1. Basistrends
2. Ursachen
3. Fazit
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Fazit
Einfluss auf Einkommensungleichheiten:
• Immigration Einfluss unklar
• Bildungsabschlüsse Einfluss
• Deindustrialisierung Einfluss unklar
• Arbeitsbeziehungen Einfluss unklar
• Mindestlohn Einfluss
• Gewerkschaften Einfluss
• Handel Einfluss unklar
• Kapitalströme Einfluss
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Vielen Dank für eure
Aufmerksamkeit !
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