ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN FüR DIE by dandanhuanghuang

VIEWS: 9 PAGES: 22

									ALLGEMEINE     VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN       FÜR                                    DIE
KRANKENVERSICHERUNG VON AUSLÄNDERN – WELCOME 110101

Einleitende Bestimmungen

Für die Krankenversicherung von Ausländern, die die VICTORIA VOLKSBANKEN
pojišťovna, a.s. (nachfolgend „Versicherungsgeber“) abschließt, gelten das Gesetz Nr.
37/2004 GBl., über Versicherungsverträge und die Änderung mitgeltender Gesetze in der
gültigen Fassung, die betreffenden Bestimmungen des Gesetzes Nr. 277/2009 GBl., über das
Versicherungswesen in der gültigen Fassung, die betreffenden Bestimmungen des
Bürgerlichen    Gesetzbuches      in   der    gültigen    Fassung, diese   Allgemeinen
Versicherungsbedingungen für die Krankenversicherung von Ausländern – WELCOME
110101 (nachfolgend „AVB“) sowie eventuelle vertragliche Vereinbarungen, die
untrennbarer Bestandsteil des Versicherungsvertrags sind.



Artikel 1     Gegenstand der Versicherung, territoriale Gültigkeit der Versicherung



1. Gegenstand der Versicherung sind die nachweislichen Kosten, die mit dem Aufenthalt des
   Versicherten auf dem Gebiet der Tschechischen Republik verbunden sind und im Rahmen
   der medizinischen Behandlung entstehen.

2. Die Versicherung gilt auch für die Reisen aus der Tschechischen Republik in die übrigen
   Staaten des Schengen-Raums. Die Anzahl der Reisen ist unbegrenzt und die Dauer der
   einzelnen Reisen außerhalb der Tschechischen Republik darf 30 Tage nicht überschreiten.
   Die Versicherung bezieht sich nicht auf Fahrten zur Arbeit. Wenn die Versicherung im
   Tarif Welcome Komplex abgeschlossen wurde, gilt sie auf dem Gebiet der Staaten des
   Schengen-Raums nur im Umfang der notwendigen und unerlässlichen medizinischen
   Behandlung nach dem Tarif Welcome Plus.

3. Ist im Versicherungsvertrag nicht anderweitig vereinbart, bezieht sich die Versicherung
   nicht auf eintretende Versicherungsfälle:

       a) in Staaten, deren Staatsangehöriger der Versicherte ist;
       b) in Staaten, in denen der Versicherte Mitglied einer öffentlichen
          Krankenversicherung ist oder in denen er einen Anspruch auf kostenlose
          Gesundheitspflege hat.

4. Gegenstand der Versicherung sind auch Kosten, die mit der Überführung des Versicherten
   oder seiner sterblichen Überreste in den Staat verbunden sind, dessen Reisedokument der
   Versicherte besitzt, beziehungsweise in einen anderen Staat, in dem er ein
   Aufenthaltsrecht hat.

5. Die Versicherung gemäß diesen AVB wird als Schadensversicherung geschlossen.

6. Die Versicherung erfüllt die Bedingungen des Gesetzes Nr. 326/1999 GBl., über den
   Aufenthalt von Ausländern in gültiger Fassung.

Artikel 2   Entstehung         der     Versicherung,       Dauer      der     Versicherung,
Versicherungsbeiträge



1. Die Versicherung entsteht am Tag und zu dem Zeitpunkt, die im Versicherungsvertrag als
   Versicherungsbeginn angeführt sind. Der Versicherungsvertrag kann frühestens ab dem
   Tag wirksam werden, der dem Tage folgt, an dem der erste oder einmalige
   Versicherungsbeitrag bezahlt wurde.

2. Die Dauer der Versicherung ist auf die im Versicherungsvertrag angeführte Tageszahl
   beschränkt. Die Versicherung endet am Tag und zum der Zeitpunkt, die im
   Versicherungsvertrag als Versicherungsende angeführt sind. Sofern die medizinische
   Betreuung auch nach dem Ende der Versicherung fortsetzen sollte und der Versicherte
   nicht zur Überführung in den Staat fähig ist, dessen Reisedokument er besitzt, erbringt der
   Versicherungsgeber Versicherungsleistung bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Versicherte
   transportfähig ist, maximal jedoch über einen Zeitraum von 4 Wochen (d.h. 28 Tage) nach
   Versicherungsende.

3. Der Versicherungsbeitrag gilt als bezahlt

   a) bei der Zahlung durch Überweisung aus dem Konto zum Zeitpunkt, zu dem der
      jeweilige Betrag dem Konto des Versicherungsgebers gutgeschrieben wurde; für die
      Zahlung des ersten Versicherungsbeitrags gilt der Versicherungsbeitrag allerdings als
      bezahlt zu dem Zeitpunkt, zu dem der jeweilige Betrag vom Konto, aus dem der
      Versicherungsbeitrag zu zahlen ist, abgebucht wurde;

   b) bei der Zahlung per Post am Tag der Abgabe der Zahlung beim Postamt;

   c) bei der Zahlung in Bar am Tag der Zahlung an den Vertreter des Versicherungsgebers
      entgegen der ausgehändigten Quittung.
4. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, zum Zeitpunkt der diagnostizierten
   Schwangerschaft der versicherten Person einmaligen Versicherungsbeitrag in der im
   Versicherungsvertrag angeführten Höhe zu entrichten.



Artikel 3     Umfang des Versicherungsschutzes

1. Die Versicherung wird im Umfang der „umfassenden Gesundheitspflege“
   abgeschlossen, die im ähnlichen Umfang wie öffentliche Krankenversicherung zu
   gewähren ist, allerdings mit den vereinbarten Versicherungsausschlüssen und mit den
   vereinbarten Erfüllungslimits. Die Versicherung sichert also nicht die Erstattung im
   Umfang und in der Höhe, in der sie aus öffentlicher Krankenversicherung erstattet
   würden, und sie ist auch nicht identisch mit der Versicherung für den Fall einer Krankheit
   nach § 62 Abs. 3 des Gesetzes Nr. 37/3004 GBl., über Versicherungsvertrag, im Wortlaut
   der späteren Vorschriften.

2. Der Versicherungsschutz bezieht sich auf die Behandlung von Erkrankungen, Unfällen
   und anderen Gruppen der Diagnosen, die nach dem Beginn der Versicherung entstanden
   sind.

3. Der Versicherungsschutz bezieht sich lediglich auf Behandlungen, die durch befugtes
   Krankenpersonal erbracht werden.

4. Der Versicherungsschutz bezieht sich auf:

   a) ambulante medizinische Behandlung;

   b) Medikamente und Verbandsmaterial auf der Grundlage einer medizinischen
      Vorschrift; als Medikamente gelten nicht: unterstützende Präparate, und zwar auch
      dann, wenn sie durch einen Arzt verschrieben werden und Heilstoffe beinhalten,
      präventive Medikamente, kosmetische Präparate und Drogen;

   c) durch die Behandlung bedingte Heilmittel zur Fixierung von Gliedmaßen, wie z.B.
      Gips, Bandage sowie Hilfsmittel (z.B. Gehhilfen) in herkömmlicher Ausführung;

   d) Physiotherapie, sofern sie durch einen Arzt verschrieben wird, z.B. die Behandlung
      durch Bestrahlung, Wärme u. ä.;

   e) Röntgenaufnahmen;

   f) bei stationärer Behandlung die standradmäßige, den Regeln der örtlichen gesetzlichen
      Versorgung entsprechende Unterbringung in einem Krankenhaus mit ständiger
      medizinischer Beaufsichtigung, das über ausreichende therapeutische und
      diagnostische     Möglichkeiten     verfügt,   gemäß      allgemein     anerkannten
      wissenschaftlichen Methoden arbeitet und eine Kartothek führt;

   g) die Kosten für die aus medizinischer Sicht erforderliche Überführung in das
      nächstgelegene geeignete Krankenhaus oder zu einem Arzt;
   h) unaufschiebbare Operationen;

   i) Kosten der Medikamente, die aufgrund einer ärztlichen Verschreibung angeschafft
      wurden;

   j) Kontrolluntersuchungen, wenn die erste Behandlung der gegenständlichen Diagnose
      vom Versicherungsgeber erstattet wurde;

   k) zahnärztliche Behandlung infolge eines Unfalls.

5. Der Versicherungsschutz bezieht sich des Weiteren auf:

   a) Dispensaire-Betreuung in Bezug auf Erkrankungen und Unfälle, deren Ursache nach
      dem Beginn der Versicherung entstanden ist;

   b) Behandlung im Zusammenhang mit Allergie, wenn es sich bei der versicherten Person
      um die erste Erscheinung des jeweiligen Typs der Allergie handelt, einschließlich der
      nachfolgenden unerlässlichen Allergie- und Immunologie-Untersuchungen; der
      Versicherungsschutz bezieht sich allerdings nicht auf Medikamente und alle
      unterstützenden Präparate im Zusammenhang mit der jeweiligen Diagnose;

   c) sämtliche ärztliche Betreuung, die die versicherte Person im Zusammenhang mit
      Schwangerschaft     und    Entbindung     in    vertraglicher    Einrichtung   des
      Versicherungsgebers oder in einer anderen Einrichtung, die vom Versicherungsgeber
      im Voraus genehmigt wurde, absolviert hat. Die ärztliche Betreuung bezieht sich
      ebenso auf alle neugeborenen Kinder der versicherten Person, und zwar bis zum Alter
      von 1 Lebensmonat. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, zum Zeitpunkt der
      Diagnose der Schwangerschaft der versicherten Person einen außerordentlichen
      einmaligen Versicherungsbeitrag in der Höhe nach dem Versicherungsvertrag zu
      erstatten;

   d) zahnärztlichen Behandlung zum Zweck der Schmerzbeseitigung, Zahnfüllung in
      einfacher Ausführung und unerlässliche Reparatur der Zahnprothese, das alles bis zu
      einer Höhe von CZK 6.000,-- pro Jahr pro einzelne versicherte Person im Rahmen
      aller Versicherungsverträge dieser Person.

6. Der Versicherungsschutz bezieht sich ebenso auf Vorsorgeuntersuchungen im folgenden
   Umfang

   a) einmal pro zwei Jahre beim Erwachsenen und einmal jährlich für Kinder unter
      18 Jahren Vorsorgeuntersuchung beim praktischen Arzt;

   b) für Frauen über 15 Jahren einmal pro Jahr Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt;

   c) einmal pro Jahr Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt;

   d) Pflichtimpfung bis zum Höchstbetrag von CZK 1.000,- pro Jahr.
7. Der Versicherungsgeber gewährt die Versicherungsleistung für medizinische Betreuung,
   die maximal im Umfang des Anspruchs der Bürger der Tschechischen Republik gewährt
   wurde, welche an der öffentlichen Krankenversicherung im Sinne der gültigen
   Rechtsvorschriften teilnehmen.

8. Beim Ableben des Versicherten infolge eines Unfalls oder einer Krankheit sind die
   angemessenen und zweckmäßig aufgewendeten Kosten für Folgendes versichert:

   a) Einäscherung am Ort des Ablebens;

   b) Überführung der sterblichen Überreste des Versicherten in den Staat, dessen
      Reisedokument er besaß, d.h. Auslagen für einen provisorischen Sarg, das
      Einbalsamieren und den Transport der sterblichen Überreste im Einklang mit den
      entsprechenden Rechtsvorschriften.

9. Die Gesamthöhe der Versicherungsleistungen pro einen Versicherungsfall ist durch den
   Betrag von EUR 80.000,-- beschränkt. Dieser Betrag ist der Höchstbetrag und die Summe
   der Einzelkosten für die medizinische Betreuung einschließlich einer eventuellen
   Rückführung darf diesen nicht überschreiten.

Artikel 4    Wartezeit

1. Auf die medizinische Betreuung nach Art. 3 Abs. 5 und 6 AVB findet die Wartezeit in
   Dauer von 3 Monaten nach dem Versicherungsbeginn Anwendung.



                                                                               Seite 1/4
2. Die Wartezeit fällt in einem solchen Fall weg, wenn die versicherte Person beim
   Versicherungsgeber mindestens für die Dauer eines Jahres unmittelbar vor dem
   Versicherungsbeginn versichert war.

3. Die Wartezeit fällt weg, wenn es sich um die medizinische Betreuung nach Art. 3 Abs. 5
   Lit. c) AVB handelt und die versicherte Person gleichzeitig den außerordentlichen
   einmaligen Versicherungsbeitrag bezahlt hat.

Artikel 5     Versicherungsausschlüsse

1. Der Versicherungsschutz bezieht sich nicht auf:

   a) Behandlung von Erkrankungen, Unfällen oder anderen Diagnosegruppen, die vor dem
      Versicherungsbeginn bestanden;

   b) Gesundheitspflege, die den Bürgern der Tschechischen Republik, die an der
      öffentlichen Krankenversicherung im Sinne der geltenden Rechtsvorschriften
      teilnehmen, nicht erstattet wird;

   c) Gesundheitspflege, die der versicherten Person in einer solchen medizinischen
      Einrichtung gewährt wurde, die solche Pflege den an der öffentlichen
      Krankenversicherung im Sinne der geltenden Rechtsvorschriften teilnehmenden
      Bürgern der Tschechischen Republik nicht standardmäßig gewährt, mit Ausnahme
      akuter Lebensbedrohung (z.B. einige Privatkliniken);

   d) Kosten für frei verkäufliche Medikamente, die der Versicherte ohne ärztliche
      Verschreibung angeschafft hat;

   e) Kosten kosmetischer Behandlung und deren Folgen, chiropraktischer Leistungen oder
      Therapien;

   f) Anfertigung und Anpassungen von Prothesen, Orthesen, Brillen, Kontaktlinsen,
      Hörgeräten und ähnlichen Hilfsmitteln;

   g) Schwangerschaftsabbruch;

   h) Behandlung von Unfruchtbarkeit oder Sterilität und künstliche Befruchtung;

   i) medizinische Eingriffe und deren eventuelle Folgen, sofern der Versicherte die Reise
      in die Tschechische Republik oder ins Ausland zum Zweck der Vornahme dieses
      medizinischen Eingriffs unternommen hat;

   j) Kosten einer Behandlung, die durch einen Verwandten des Versicherten (z.B. durch
      Ehemann, Ehefrau, Eltern) erfolgte;

   k) Behandlung von geistigen und psychischen Störungen;
   l) Kur- und Sanatoriumsbehandlungen sowie Rehabilitationsmaßnahmen;

   m) Kosten einer Behandlung, die als Folge der Anwendung der Heilbehandlung anfallen,
      die von der medizinischen Fachöffentlichkeit nicht als Verfahren gemäß Lege artis
      angesehen wird;

   n) Behandlung ansteckbarer Geschlechtserkrankungen;

   o) Behandlung von Erkrankungen, Unfällen und deren Folgen, die durch
      Kriegsereignisse oder durch Teilnahme an Massenprotesten, Aktionen bürgerlicher
      Unruhen oder anderen Unruhen bedingt sind;

   p) Behandlung von Unfällen, die beim Führen von Kraftfahrzeugen ohne entsprechende
      Berechtigung (Führerschein) eintreten;

   q) Überführung, Verlegung oder Transport mit Luftambulanz, wenn der Transport nicht
      vorab durch den Assistenzdienst genehmigt wurde;

   r) Praxisgebühren und –nachzahlungen;

   s) Behandlung im Zusammenhang mit der Begehung von Straftaten und Ausschreitungen
      mit dem Charakter einer Ordnungswidrigkeit;

   t) Behandlung in Folge von Selbstmord oder Selbstmordversuch;

   u) vorsätzlich verursachte Erkrankungen und Unfälle, wenn sie außerhalb des Gebiets der
      Tschechischen Republik eingetreten sind;

   v) Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder anderen Psychtropika, wenn sie
      außerhalb des Gebiets der Tschechischen Republik eingetreten sind.

2. Der Versicherungsgeber gewährt keine Versicherungsleistung in einem solchen Fall,
   wenn der Versicherte die Rückführung, Behandlung oder die erforderlichen ärztlichen
   Untersuchungen durch einen Arzt, den der Versicherungsgeber oder der Anbieter von
   Assistenzdiensten des Versicherungsgebers bestimmt hat, ablehnen sollte.

3. Die Versicherung bezieht sich nicht auf Unfälle, die beim Fallschirmspringen und
   Paraglidings, bei Sprüngen mit einem Fallschirm aus Höhen, bei der Verwendung von
   Segelflugzeugen, Motorgleitern, Ultraleichtflugzeugen, einer Raumfähre, beim Bungee-
   Jumping, Fahrten in Ballons und Schwebefahrzeugen eintreten. Ferner bezieht sich die
   Versicherung nicht auf Unfälle, die bei Dienstausübung von Piloten, sonstigen
   Besatzungsmitgliedern und Personen eintreten, die dienstliche Tätigkeiten mit Hilfe von
   Flugzeugen ausüben. Die Versicherung bezieht sich ebenso nicht auf das Tauchen
   einschließlich Dekompression, Bergsteigen, Felsenklettern, Abstiege von Eis- oder
   Wasserfällen, Rafting, Wildwasserkanufahrten, Canyoning, den alpinen Skisport,
   Skilaufen außerhalb markierter Trassen, Motocross und Motorrennen, Karate,
   Taekwondo, Aikido, Kung-Fu, Judo, Boxen, Kick-Boxen u. ä.
4. Die Versicherung bezieht sich ebenfalls nicht auf die Ausübung sportlicher Aktivitäten
   von Profisportlern. Als Profisportler gilt gemäß diesen AVB derjenige, wer sportliche
   Aktivitäten gemäß Profivertrag ausübt, an Wettkämpfen, Wettbewerben, Turnieren oder
   Training oder Trainingslagern auf der Ebene eines Worldcups, einer Olympiade, Welt-,
   Kontinental- oder Landesmeisterschaft einzelner Staaten teilnimmt.

5. Die Ausübung einzelner, in Absatz 3 und 4 dieses Artikels angeführter Aktivitäten kann
   gemäß einer schriftlichen Vereinbarung mit dem Versicherungsgeber in die Versicherung
   aufgenommen werden, beziehungsweise für einen höheren Versicherungsbeitrag und
   unter den Bedingungen gemäß Tarifliste des Versicherungsgebers zusätzlich versichert
   werden.
Artikel 6     Assistenzdienste

1. Der Assistenzdienst ist eine dem Versicherten im Zusammenhang mit vereinbarter
   Versicherung erbrachte Dienstleistung und wird durch eine Vertragsorganisation des
   Versicherungsgebers sichergestellt.

2. Der Assistenzdienst oder ein anderer beauftragter ausländischer Vertreter haben das
   Recht, im Namen der Versicherungsgesellschaft im Falle sämtlicher Schadens- oder
   Versicherungsfälle zu handeln und eine geeignete medizinische Einrichtung zu empfehlen
   bzw. auszusuchen.

3. Die Hilfe des Assistenzdienstes wird in folgenden Bedarfsfällen erbracht:

   a) Überführung, Verlegung, Transport im Fall einer Krankheit oder eines Unfalls des
      Versicherten;

   b) Überführung der sterblichen Überreste des Versicherten;

   c) Bürgschaft für den Versicherungsschutz und die Erstattung von Behandlungskosten
      seitens des Versicherungsgebers.



Artikel 7     Nicht versicherbare Personen

1. Nicht versicherbar und jedenfalls nicht versichert sind:

   a) Personen mit schweren Nervenstörungen – hierzu gehören insbesondere
      Beschädigungen, die starke körperliche Beschränkungen, bzw. Beschränkung der
      täglichen Lebens- und Arbeitstätigkeiten mit sich bringen. Als solche Störungen gelten
      unter anderem Stadien der Multiplex Sklerose, der amyotrophen lateralen Sklerose
      (ALS), Morbus Parkinson bzw. Zustand nach Schlaganfall mit Beschränkung der
      Bewegungsfähigkeit, Epilepsie, Neubildung von Geweben (Tumoren) des zentralen
      Nervensystems, Polyneuropathie mit Beschränkung der Bewegungsfähigkeit, schwere
      Gehirn- oder Rückenmarkverletzungen mit Beschränkung der Bewegungsfähigkeit,
      Depressionen, Anfälle von Unbewusstsein und Schwindelanfälle;

   b) Personen mit geistlichen Erkrankungen. Hierzu gehören insbesondere manisch-
      depressive Psychose, schizophrene und paranoide Störungen, Morbus Alzheimer und
      andere Formen der Demenz, psychoorganisches Syndrom, Down-Syndrom,
      Wasserkopf (Hydrocefalus), Autismus.

   c) Personen mit folgenden Erkrankungen und Beschränkungen: Taubheit (beiderseitige),
      Blindheit (beiderseitige), Lähmung, Drogen- und Alkoholsüchtigkeit und
      Medikamentensüchtigkeit, Leberzirrhose, Krebs, bösartige Tumore (Karzinom), TBC,
      Nierendialyse, Infektionen HIV, AIDS.
2. Bei einer nicht versicherbaren Person kommt es nicht zur Entstehung des
   Versicherungsvertrags.

Artikel 8   Berechtigung      des      Versicherungsgebers,       Angaben                 des
Versicherungsnehmers und des Versicherten zu ermitteln und zu überprüfen

1. Der Versicherungsgeber ist berechtigt, alle erforderlichen Informationen zum
   Versicherungsnehmer und Versicherten, die mit der Versicherung zusammenhängen, zu
   ermitteln und zu überprüfen. Der Versicherungsnehmer wie auch der Versicherte sind
   verpflichtet, sämtliche schriftlichen Fragen bezüglich der zu vereinbarenden Versicherung
   wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Der Versicherte wie auch der
   Versicherungsnehmer haben diese Pflicht auch im Fall einer Änderung des
   Versicherungsvertrags und im Fall eines Versicherungsfalls.

2. Sofern es für die vereinbarte Art der Versicherung unerlässlich ist, ist der
   Versicherungsgeber berechtigt, Angaben zum Gesundheitszustand und die Feststellung
   des Gesundheitszustands oder der Todesursache des Versicherten zu verlangen. Die
   Feststellung des Gesundheitszustands oder der Todesursache erfolgt auf der Grundlage
   der Berichte und der Krankenakte, die durch eine vom Versicherungsgeber beauftragte
   medizinische Einrichtung von den behandelnden Ärzten eingeholt werden und im
   Bedarfsfall auch durch eine von einer medizinischen Einrichtung durchzuführende
   Untersuchung.

3. Der Versicherungsnehmer wie auch der Versicherte stimmen mit ihrer Unterzeichnung
   des Versicherungsvertrags der Ermittlung von Angaben zum Gesundheitszustand und der
   Feststellung des Gesundheitszustands oder Todesursache seitens des Versicherungsgebers
   zu, sofern dies für die vereinbarte Art der Versicherung unerlässlich ist. Sie befreien die
   Ärzte und Mitarbeiter der medizinischen Einrichtungen, Behörden und
   Versicherungsgesellschaften, bei denen sie behandelt, erfasst oder versichert wurden, sind
   und werden, von deren Schweigepflicht und bevollmächtigen sie zur Bereitstellung aller
   benötigten Informationen für den Versicherungsgeber.

4. Sofern dies für die vereinbarte Art der Versicherung unerlässlich ist, ist             der
   Versicherungsgeber ferner berechtigt, die Arbeits- und Freizeitaktivitäten             des
   Versicherten (d.h. sportliche Aktivitäten ggf. andere Hobbyaktivitäten) zu ermitteln   und
   zu überprüfen. Der Versicherungsgeber ist ferner berechtigt, alle Antworten            auf
   schriftliche Fragen des Versicherungsgebers zu überprüfen.

Artikel 9     Auszahlung und Fälligkeit von Versicherungsleistungen

1. Die Versicherungsleistungen sind in der Tschechischen Republik      in der Inlandswährung
   fällig und werden dem Versicherten oder demjenigen gewährt,         der ein Recht auf die
   Leistungen hat. Kosten in ausländischer Währung werden              nach dem amtlichen
   Devisenkurs der Tschechischen Nationalbank umgerechnet,               der am Tage des
   Versicherungsfalls gültig war.
2. Der Versicherungsgeber ist verpflichtet, nach Bekanntgabe eines Versicherungsfalls, mit
   dem eine Forderung nach einer Versicherungsleistung verbunden ist, die zur Ermittlung
   des Umfangs seiner Leistungspflicht notwendigen Ermittlungen unverzüglich zu
   beginnen.

3. Der Versicherungsgeber schließt die Ermittlungen binnen drei Monaten ab, nachdem ihm
   der Versicherungsfall bekannt gegeben wurde. Kann er die Ermittlungen nicht innerhalb
   dieser Frist abschließen, ist er verpflichtet, derjenigen Person, der ein Recht auf
   Versicherungsleistung entstehen soll oder entstanden ist,

                                                                                  Seite 2/4

   die Gründe mitzuteilen, aufgrund derer die Ermittlung nicht abgeschlossen werden kann,
   und ihr auf ihren Antrag hin eine angemessene Vorauszahlung zu gewähren. Diese Frist
   tritt nicht ein, wenn die Ermittlungen durch Verschulden der berechtigten Person, des
   Versicherungsnehmers oder des Versicherten verhindert oder erschwert werden.

4. Die Versicherungsleistung ist binnen 15 Tagen nach Abschluss der Untersuchung gemäß
   diesem Artikel fällig. Die Untersuchung ist abgeschlossen, sobald der Versicherungsgeber
   die Ergebnisse der berechtigten Person mitgeteilt hat.

5. Der Versicherungsgeber ist berechtigt, die Auszahlung der Versicherungsleistung oder der
   Vorauszahlung zur Versicherungsleistung aufzuschieben, wenn:

   a) Zweifel an der Berechtigung zur Auszahlung der Versicherungsleistung an den
      Versicherten bestehen, und zwar bis zum Zeitpunkt der Lieferung der erforderlichen
      Beweise;

   b) gegen den Versicherungsnehmer oder den Versicherten ein Straf- oder
      Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Schaden eröffnet wurde, und zwar bis
      zum Abschluss dieses Verfahrens.

6. Wurde die Versicherungsleistung, bzw. die Vorauszahlung auf die Versicherungsleistung
   ungerechtfertigt ausgezahlt, ist diejenige Person, der die Leistung ausgezahlt wurde,
   verpflichtet, diese Leistung zurückzuzahlen, und zwar auch nach Beendigung der
   Versicherung.

7. Sofern die durch den Versicherungsgeber für die Ermittlung aufgewendeten Kosten durch
   eine Verletzung von Pflichten der Teilnehmer einer privaten Versicherung hervorgerufen
   oder erhöht werden, hat der Versicherungsgeber das Rech von demjenigen, der die Pflicht
   verletzt hat, einen angemessenen Ersatz zu verlangen.

8. Entsteht dem Versicherten im Zusammenhang mit einem Versicherungsfall gegenüber
   einem Dritten ein Anspruch auf eine Zahlung, die Gegenstand dieser Versicherung ist,
   geht sein Recht auf den Versicherungsgeber über, und zwar bis zur Höhe der auf
   Grundlage des Versicherungsvertrags auszuzahlenden Leistung. Verzichtet der
   Versicherte ohne Einwilligung des Versicherungsgebers auf dieses Recht oder diesen
   Anspruch, entsteht keine Pflicht des Versicherungsgebers, Leistungen bis zur Höhe des
   Anspruchs gegenüber dem Dritten zu erbringen.

9. Erhält der Versicherte eine Zahlung von dem Dritten, der diese Zahlung zu leisten hat, ist
   der Versicherungsgeber berechtigt, die Versicherungsleistung auf entsprechende Weise zu
   kürzen. Der Versicherte ist verpflichtet, den Versicherungsgeber unverzüglich über diese
   Tatsache zu informieren.

10. Besteht ein Anspruch des Versicherten auf Erstattung der Gesundheitspflege aus einer
    öffentlichen Krankenversicherung oder einer ähnlichen gesetzlichen Absicherung, ist der
    Versicherungsgeber verpflichtet, die Leistung nur über den Rahmen der Erstattung aus der
    öffentlichen Krankenversicherung oder der anderen gesetzlichen Absicherung hinaus zu
    gewähren. Der Versicherte ist nicht berechtigt, auf seine diesbezüglichen Ansprüche zu
    verzichten. Sofern er dies tut, ist der Versicherungsgeber berechtigt, die
    Versicherungsleistung angemessen zu kürzen.

11. Ansprüche auf Versicherungsleistungen dürfen nicht abgetreten werden.



Artikel 10    Ablehnung und Kürzung von Versicherungsleistungen

1. Der Versicherungsgeber kann die Leistung aus dem Versicherungsvertrag ablehnen, wenn

   a) die Ursache des Versicherungsfalls eine Tatsache war, von der er erst nach dem
      Eintreten des Versicherungsfalls erfahren hat und die er beim Abschluss oder bei einer
      Änderung der Versicherung infolge von vorsätzlich oder fahrlässig wahrheitswidrig
      oder unvollständig beantworteten schriftlichen Fragen nicht ermitteln konnte, und
      wenn er bei Kenntnis dieser Tatsache zur Zeit des Abschlusses des
      Versicherungsvertrags diesen Vertrag nicht abgeschlossen hätte oder diesen unter
      anderen Bedingungen abgeschlossen hätte, oder

   b) die berechtigte Person bei der Geltendmachung des Rechts auf
      Versicherungsleistungen bewusst wahrheitswidrige oder grob verzerrte Angaben
      bezüglich des Umfangs des Versicherungsfalls macht oder grundlegende Angaben
      bezüglich dieses Falls verschweigt.

2. Die Versicherung erlischt am Tag der Zustellung einer Mitteilung über die Ablehnung
   einer Versicherungsleistung.

3. Hat der Versicherungsnehmer oder der Versicherte beim Abschluss der privaten
   Versicherung oder bei einer Änderung des Versicherungsvertrags eine im Gesetz über
   Versicherungsverträge oder im Versicherungsvertrag genannte Pflicht verletzt oder wurde
   infolge dessen ein niedrigerer Versicherungsbeitrag festgelegt, kann der
   Versicherungsgeber die Versicherungsleistungen angemessen kürzen.

4. Hat die Verletzung der im Gesetz über Versicherungsverträge oder im
   Versicherungsvertrag genannten Pflichten einen grundlegenden Einfluss auf das Eintreten
   eines Versicherungsfalles, seinen Verlauf oder auf die Ausweitung des Umfangs seiner
   Folgen oder auf die Ermittlung oder Festlegung der Höhe der Versicherungsleistung, so
   kann der Versicherungsgeber die Versicherungsleistung proportional dementsprechend
   kürzen, welchen Einfluss die Verletzung auf den Umfang seiner Leistungspflicht hat. Dies
   gilt auch in Fällen, in denen die Verletzung der Pflicht verhinderte, Nachweise dazu
   vorzulegen, dass ein Versicherungsfall im Sinne dieser AVB eingetreten ist.

5. Der Versicherungsgeber ist im Fall der Gewährung einer außerordentlichen ärztlichen
   Betreuung zur Kürzung der Versicherungsleistung berechtigt, und zwar zur Kürzung auf
   das notwendige und angemessene Maß gemäß dem Gutachten eines durch den
   Versicherungsgeber festgelegten Facharztes.

Artikel 11    Pflichten des Versicherungsnehmers und des Versicherten

1. Der Versicherungsnehmer und der Versicherte sind insbesondere verpflichtet:

   a) beim Abschluss des Versicherungsvertrags wahrheitsgemäß und vollständig alle
      Fragen des Versicherungsgebers hinsichtlich des Abschlusses oder der Änderung des
      Versicherungsvertrags zu beantworten und dem Versicherungsgeber unverzüglich alle
      Änderungen bekannt zu geben, die während der Laufzeit der Versicherung bei solchen
      Tatsachen eingetreten sind, zu denen er beim Abschluss der Versicherung befragt
      wurde und die Einfluss auf die Berechnung des Versicherungsbeitrags haben;

   b) dem Versicherungsgeber die Änderung des Wohnsitzes, bzw. der Zustellanschrift
      bekannt zu geben;

   c) dem Versicherungsgeber oder den von ihm beauftragten Personen sämtliche
      Informationen zu gewähren, die zur Beurteilung des Versicherungsrisikos und zum
      Abschluss des Versicherungsvertrags notwendig sind;

   d) dem Versicherungsgeber bekannt zu geben, dass er eine weitere Versicherung gegen
      dieses Risiko bei einem anderen Versicherungsgeber abgeschlossen hat; dabei ist er
      verpflichtet, den Namen des Versicherungsgebers und die Höhe des
      Versicherungsbetrags mitzuteilen;

   e) angemessene Maßnahmen zur Abwendung des Eintretens eines drohenden Schadens
      zu treffen und dafür Sorge zu tragen, dass kein Versicherungsfall eintritt, insbesondere
      keine Pflichten zu verletzen, die zur Abwendung oder Verringerung der Gefahr
      bestimmt und durch die allgemeinen Rechtsvorschriften oder den
      Versicherungsvertrag festgelegt sind.

2. Im Fall des Eintretens eines Versicherungsfalls ist der Versicherte verpflichtet:

   a) das Eintreten des Versicherungsfalls dem Versicherungsgeber unverzüglich schriftlich
      bekannt zu geben;

   b) dem Versicherungsgeber einen Nachweis über die Entstehung und den Umfang des
      Versicherungsfalls zu liefern;
c) dem Versicherungsgeber auf dessen Verlangen hin alle Informationen mitzuteilen, die
   zur Ermittlung des Versicherungsfalls oder des Umfangs der Leistungspflicht des
   Versicherungsgebers erforderlich sind;

d) dem Versicherungsgeber das Datum des Beginns einer Auslandsreise nachzuweisen;

e) dem Versicherungsgeber den Vor- und Zunamen des Versicherungsnehmers, des
   Versicherten und die Nummer des Versicherungsvertrags mitzuteilen;

f) den Strafverfolgungsorganen unverzüglich das Eintreten des Versicherungsfalls
   bekannt zu geben, der unter Umständen eintrat, die auf Begehung einer Straftat oder
   eines Straftatversuchs hin deuten;

g) vom Versicherungsgeber alle erforderlichen Weisungen zur Minderung der Folgen des
   Schadens anzufordern und in Übereinstimmung mit solchen Weisungen vorzugehen:

h) dem Versicherungsgeber oder den durch ihn beauftragten Personen zu ermöglichen,
   sämtliche Ermittlungen durchzuführen, die für die Beurteilung des Anspruchs auf eine
   Versicherungsleistung und deren Höhe notwendig sind, und vollständige erforderliche
   Originalbelege vorzulegen, die der Versicherungsgeber zu diesem Zweck verlangt hat,
   bzw. dem Versicherungsgeber auch zu ermöglichen, von diesen Belegen Kopien
   anzufertigen;

i) gegenüber Anderen das Recht auf die Erstattung eines entstandenen Schadens und
   andere ähnliche Rechte zu sichern und den Anspruch auf die Erstattung des
   entstandenen Schadens gegenüber demjenigen geltend zu machen, der für den
   Schaden verantwortlich ist;

j) im Fall fremdsprachiger Belege dem Versicherungsgeber eine amtliche Übersetzung
   ins Tschechische zu liefern, die der Versicherte auf eigene Kosten anfertigen lässt;

k) sich auf Verlangen des Versicherungsgebers einer medizinischen Untersuchung zu
   unterziehen, und zwar bei einem Arzt, den der Versicherungsgeber benannt hat. Die
   Kosten solcher Untersuchung hat der Versicherungsgeber zu tragen.

l) Originale von Rechnungen und Rechnungsbelegen zu liefern, die den Namen des
   Behandelten, die Bezeichnung der Krankheit, die Angaben zu den einzelnen
   medizinischen Leistungen, einschließlich der Behandlungskosten sowie sämtliche
   medizinischen Berichten bezüglich der betreffenden Behandlung beinhalten müssen;

m) Rezepte zur Verfügung zu stellen, auf denen die Bezeichnung des verschriebenen
   Medikamentes, der Preis, der Vor- und Zuname des Versicherten und der Stempel der
   Apotheke erkenntlich sein müssen;

n) bei einer Untersuchung des Gebisses ist dem Versicherungsgeber ein ärztlicher Bericht
   vorzulegen, in dem die Bezeichnung der einzelnen Zähne und die Beschreibung der
   durchgeführten Behandlung enthalten sind.
3. Die in diesem Artikel angeführten Pflichten, die der Versicherte aus objektiven Gründen
   nicht erfüllen kann, gehen auf den Versicherungsnehmer über.

4. Die dem Versicherungsgeber übergebenen Belege gehen in dessen Eigentum über.

5. Ist die Person des Versicherungsnehmers und des Versicherten nicht identisch und hat der
   Versicherungsnehmer das Recht auf eine Leistung, so gehen die in diesem Artikel
   angeführten Pflichten auch auf den Versicherungsnehmer über.

6. Erfüllt der Versicherungsnehmer oder der Versicherte eine in diesem Artikel angeführte
   Pflicht nicht, so kann der Versicherungsgeber die Versicherungsleistung verhältnismäßig
   dementsprechend kürzen, welchen Einfluss diese Verletzung auf die Möglichkeit der
   Überprüfung der Pflicht des Versicherungsgebers hatte, die Versicherungsleistung zu
   gewähren.



Artikel 12    Erlöschen der Versicherung

1. Diese Versicherung können beide Vertragsparteien wie folgt kündigen:

   a) innerhalb von 2 Monaten nach dem Abschluss des Versicherungsvertrags. Mit dem
      Tag der Zustellung der Kündigung beginnt eine achttägige Kündigungsfrist zu laufen,
      mit deren Ablauf die Versicherung erlischt. Der Versicherungsgeber hat in diesem Fall
      das Recht auf die Erstattung der mit der Entstehung und der Verwaltung der
      Versicherung entstandenen Kosten in der Höhe von 50% des festgelegten
      Versicherungsbeitrags, höchstens jedoch bis zu CZK 1.000,-- für jede versicherte
      Person.

   b) zum Ende der Versicherungsperiode. Die Kündigung muss spätestens 6 Wochen vor
      dem Ablauf der Versicherungsperiode zugestellt werden, ansonsten ist die Kündigung
      unwirksam.

   c) innerhalb von 3 Monaten nach Zustellung einer Mitteilung über die Entstehung des
      Versicherungsfalls. Am Tag der Zustellung der Kündigung beginnt die
      Kündigungsfrist von 1 Monat zu laufen; nach Ablauf dieser Kündigungsfrist erlischt
      die Versicherung.

2. Der Versicherungsnehmer kann die Beendigung der Versicherung auch in den folgenden
   Fällen beantragen:

   a) Ablehnung einer Aufenthaltsgenehmigung für die Tschechische Republik;

   b) Beendigung des Aufenthalts in der Tschechischen Republik

   c) Teilnahme an öffentlicher Krankenversicherung in der Tschechischen Republik.

3. Wenn der Versicherungsnehmer dem Versicherungsgeber alle Belege zurückgegeben hat,
   die er vom Versicherungsgeber erhalten hat, kann ihm der Versicherungsgeber den nicht
   verbrauchten Versicherungsbeitrag nach Abzug der Stornogebühr in Höhe von CZK
   1.000,-- für jede versicherte Person zurückzahlen. Der Versicherungsgeber behält sich das
   Recht vor, den Antrag auf die Beendigung der Versicherung abzulehnen oder für die
   Beendigung der Versicherung weitere Bedingungen festzusetzen.

4. Die Versicherung kann auch aus weiteren im Gesetz angeführten Gründen erlöschen.

5. Dem Versicherungsgeber steht der anteilige Versicherungsbeitrag bis zum Ende der
   Versicherung zu.

Artikel 13    Rechtshandlungen, Zustellungen

1. Alle Mitteilungen des Versicherungsnehmers oder des Versicherten sind schriftlich an die
   Adresse des Versicherungsgebers zu senden. Die Vertreter des Versicherungsgebers sind
   berechtigt, Mitteilungen zu übernehmen, die Mitteilungen gelten jedoch erst in dem
   Moment als zugestellt, in dem sie der Versicherungsgeber erhalten hat.

2. Schriftstücke des Versicherungsgebers, die für den Versicherungsnehmer oder den
   Versicherten bestimmt sind, werden in der Regel durch den Inhaber einer Postlizenz
   zugestellt. Sie können ebenfalls durch einen Vertreter des Versicherungsgebers zugestellt
   werden, und zwar an die dem Versicherungsgeber zuletzt bekannte Anschrift.

3. Sollte der Versicherungsnehmer oder der Versicherte den Empfang eines Schriftstücks
   unbegründet verweigern, gilt das Schriftstück als zugestellt am Tage, an dem der Empfang
   seitens des Versicherungsnehmers oder des Versicherten verweigert wurde.

4. Ist der Versicherungsnehmer oder der Versicherte nicht zu erreichen und wird das
   Schriftstück des Versicherungsgebers durch den Zusteller beim Inhaber der Postlizenz
   oder beim zuständigen Gemeindeamt hinterlegt, gilt das Schriftstück des
   Versicherungsgebers am letzten Tag seiner Hinterlegungsfrist als zugestellt, auch wenn
   der Versicherungsnehmer oder der Versicherte von der Hinterlegung keine Kenntnis
   erlangt hat.

5. Sollte der Versicherungsnehmer oder der Versicherte seiner Pflicht nach Art. 11 Abs. 1
   Lit. b) dieser AVB nicht nachkommen und die Mitteilung seiner neuen Anschrift dem
   Versicherungsgeber unterlassen, gilt das Schriftstück am Tag der Rücksendung des
   unzustellbaren Schriftstücks an den Versicherungsgeber als zugestellt.



Artikel 14    Begriffsbestimmung



1. Laufender Versicherungsbeitrag: Versicherungsbeitrag für die Versicherungsperiode.

2. Fahrten zur Arbeit: regelmäßige Fahrten des Versicherten zum Zweck der Ausübung
   seiner Arbeit außerhalb des Gebiets der Tschechischen Republik.
3. Einmaliger Versicherungsbeitrag: der für die ganze Versicherungsperiode festgelegte
   Versicherungsbeitrag.

4. Berechtigte Person: diejenige Person, der infolge des Versicherungsfalles das Recht auf
   die Versicherungsleistung entsteht.

5. Versicherungsgeber: VICTORIA VOLKSBANKEN pojišťovna, a.s..

6. Versicherungszeit: der Zeitraum, für den die Versicherung vereinbart wurde.

7. Versicherungsfall: zufällige Tatsache, die im Versicherungsvertrag näher bezeichnet ist,
   mit der die Entstehung der Pflicht des Versicherungsgebers zur Versicherungsleistung
   verbunden ist.

8. Versicherungsbeitrag: Entgelt für private Versicherung.

9. Versicherungsgefahr: mögliche Ursache der Entstehung eines Versicherungsfalles.

10. Versicherungsperiode: der im Versicherungsvertrag zu vereinbarende Zeitraum, für den
    der Versicherungsbeitrag jeweils zu zahlen ist.

11. Versicherungsnehmer: diejenige Person, die mit dem Versicherungsgeber den
    Versicherungsvertrag abgeschlossen hat und die verpflichtet ist, den Versicherungsbeitrag
    zu zahlen.

12. Versicherte Person/Versicherter: diejenige Person, auf deren Leben und Gesundheit
    sich die private Versicherung bezieht.

13. Rückführung: ärztliche Überführung des Versicherten in den Staat, dessen
    Reisedokument der Versicherte besitzt, bzw. in einen anderen Staat, in dem der
    Versicherte ein Aufenthaltsrecht hat.

14. Übrige Staaten des Schengen-Raums sind zum 01.01.2011 Belgien, Dänemark, Estland,
    Finnland, Frankreich, Island, Italien, Litauen, Lettland, Luxemburg, Ungarn, Malta,
    Deutschland, Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Österreich, Griechenland,
    Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, die Schweiz.

15. Schadensfall: Tatsache, aus der heraus ein Schaden entstanden ist und die den Grund für
    die Entstehung des Rechts auf die Versicherungsleistung darstellen kann.



Artikel 15    Gemeinsame Bestimmungen und Schlussbestimmungen



1. Für alle Gerichtsstreitigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Versicherungsvertrag nach
   diesen AVB eingetreten sind, ist das Gericht im Sitz des Versicherungsgebers zuständig.
2. Von diesen AVB kann im Versicherungsvertrag abgewichen werden, wenn dies der
   Zweck und der Charakter der Versicherung erfordern.

3. Als authentisch gilt der tschechische Text der allgemeinen Versicherungsbedingungen und
   der vertraglichen Vereinbarungen.

4. Diese AVB gelten für die nach dem 01.01.2011 abgeschlossenen Versicherungsverträge.



Vertragsvereinbarungen für Krankenversicherung von Ausländern nach dem Tarif
Welcome Standard



Diese Vertragsvereinbarungen sind untrennbarer Bestandteil des Versicherungsvertrags über
die Krankenversicherung von Ausländern. Die allgemeinen Grundsätze der von der
VICTORIA VOLKSBABKEN pojišťovna, a.s. abgeschlossenen Krankenversicherung der
Ausländer sind in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankenversicherung
von Ausländern – WELCOME 110101 (nachfolgend „AVB“) festgelegt.



Abweichend vom Art. 3 Abs. 1 AVB wird die Versicherung im Tarif Welcome Standard im
Umfang der „notwendigen und unerlässlichen Gesundheitspflege“ vereinbart, die nach
diesen Vertragsvereinbarungen festgelegt wird.



1. Abweichend vom Art. 3 Abs. 9 AVB wird vereinbart, dass die Gesamthöhe der
   Versicherungsleistungen pro einen Versicherungsfall auf den Höchstbetrag von EUR
   60.000,-- beschränkt ist. Dieser Betrag gilt als Höchstbetrag und er darf als Summe der
   einzelnen Kosten für medizinische Betreuung einschließlich der eventuellen Rückführung
   nicht überschritten werden.

2. Die Versicherung bezieht sich nicht auf die Behandlungskosten solcher Erkrankungen, die
   durch frei verkäufliche Medikamente und Hilfsmittel heilbar sind.

3. Die Versicherung bezieht sich nicht auf die Erstattung der Kosten ambulant
   verschriebener Medikamente.

4. Abweichend von Art. 3 Abs. 4 Lit. j) AVB bezieht sich die Versicherung nicht auf
   nachfolgende Kontrolluntersuchungen.

5. Die Versicherung bezieht sich nicht auf die Gesundheitspflege nach Art. 3 Abs. 5 und 6
   AVB mit Ausnahme unerlässlicher Behandlung bei Lebensbedrohung durch eine
   allergische Reaktion, wenn es sich bei der versicherten Person um die erste Auftretung des
   jeweiligen Typs der Allergie handelt.
6. Die Assistenzdienste nach Art. 6 AVB werden der versicherten Person nur in einem
   solchen Fall gewährt, wenn die Kosten für die Behandlung der versicherten Person CZK
   5.000,-- ggf. Äquivalent in fremder Währung überschreiten sollten. Wenn die Kosten für
   die Behandlung der versicherten Person weniger als CZK 5.000,-- betragen und die
   versicherte Person sich trotzdem entscheiden sollte, von den Assistenzdiensten Gebrauch
   zu machen, hat sie die Kosten, die dem Versicherungsgeber im Zusammenhang mit der
   Gewährung der Assistenzdienste entstehen, mindestens jedoch in Höhe von CZK 1.500,--
   zu erstatten. Diese Kosten kann der Versicherungsgeber oder der Assistenzdienst von der
   Versicherungsleistung abziehen.



Vertragsvereinbarungen für Krankenversicherung der Ausländer nach dem Tarif
Welcome Plus



Diese Vertragsvereinbarungen sind untrennbarer Bestandteil des Versicherungsvertrags
hinsichtlich der Krankenversicherung der Ausländer. Die allgemeinen Grundsätze der von der
VICTORIA VOLKSBABKEN pojišťovna, a.s. abgeschlossenen Krankenversicherung der
Ausländer sind in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankenversicherung
von Ausländern – WELCOME 110101 (nachfolgend „AVB“) festgelegt.



Abweichend vom Art. 3 Abs. 1 AVB wird die Versicherung im Tarif Welcome Standard im
Umfang der „notwendigen und unerlässlichen Gesundheitspflege“ vereinbart, die nach
diesen Vertragsvereinbarungen festgelegt wird.



1. Die Versicherung bezieht sich nicht auf die Gesundheitspflege nach Art. 3 Abs. 5 Lit. a)
   AVB (Dispensaire-Betreuung).

2. Die Versicherung bezieht sich abweichend vom Art. 3 Abs. 5 Lit. b) AVB nicht auch
   nachfolgende Allergie- oder Immunologie-Untersuchungen.

3. Die Versicherung bezieht sich nicht auf die Gesundheitspflege nach Art. 3 Abs. 5 Lit. c)
   AVB (Schwangerschaft) mit Ausnahme der notwendigen Behandlung bei der
   Lebensbedrohung der Mutter und des Kindes bei Komplikationen während der
   Schwangerschaft.

4. Die Versicherung bezieht sich nicht auf die Gesundheitspflege nach Art. 3 Abs. 6 AVB
   (Vorsorgepflege).
Welcher ist der Umfang der Versicherungsleistung?

Tarif WELCOME                                           KOMPLEX         PLUS            STANDARD
Höchstbetrag für den Versicherungsfall                  80.000,-- EUR   80.000,-- EUR   60.000,-- EUR
Ärztliche Überführung                                   80.000,-- EUR   80.000,-- EUR   60.000,-- EUR
Überführung der sterblichen Überreste                   80.000,-- EUR   80.000,-- EUR   60.000,-- EUR
Zahnärztliche Behandlung - Unfall                       CZK 6.000,--    CZK 6.000,--    CZK 6.000,--
Sonstige Zahnarztmedizin                                CZK 6.000,--    CZK 6.000,--    nein
Ambulant vorgeschriebene Medikamente                    ja              ja              nein
Behandlung von Erkrankungen, die durch           frei   ja              ja              nein
verkäufliche Medikamente heilbar sind
Schwangerschaft,     Komplikationen    während   der    ja *)           nein **)        nein
Schwangerschaft, Entbindung
Assistenzdienste                                        ja              ja              ja ***)
Vorsorgepflege                                          ja              nein            nein
Dispensaire-Betreuung                                   ja              nein            nein


*) Bei der Diagnostizierung der Schwangerschaft hat der Versicherungsnehmer einen
außerordentlichen einmaligen Versicherungsbeitrag in der im Versicherungsvertrag
angeführten Höhe zu bezahlen

**) Gilt nicht für den Fall akuter Lebensbedrohung

***) nur für den Fall einer Behandlung, deren Preis CZK 5.000,-- überschreitet
Versicherung der Heilkosten beim Aufenthalt der Ausländer in der Tschechischen
Republik

in Übereinstimmung mit der Änderung des Gesetzes Nr. 326/1999 Gbl., über den Aufenthalt
von Ausländern, bieten wir seit dem 01.01.2011 eine Krankenversicherung für Ausländer in
den folgenden Tarifen an:



WELCOME KOMPLEX

 Krankenversicherung im Umfang der „umfassenden Gesundheitspflege“

 Leistungslimit pro Versicherungsfall EUR 80.000,--

 Eine Versicherung in diesem Umfang ist jetzt für jeden Ausländer zwingend notwendig,
   der ein Visum für einen Aufenthalt von mehr als 90 Tagen auf dem Gebiet der
   Tschechischen Republik beantragt.



WELCOME STANDARD



 grundlegende Krankenversicherung für Ausländer im Umfang der „notwendigen und
   unerlässlichen Gesundheitspflege“

 Leistungslimit pro Versicherungsfall EUR 60.000,--

 Eine Versicherung in diesem Umfang kann ein Ausländer abschließen, der ein Visum bei
   einer Vertretungsbehörde der Tschechischen Republik im Ausland, ggf. ein Visum für den
   Aufenthalt unter 90 Tage beantragt

WELCOME PLUS

 Erweiterte Krankenversicherung für Ausländer im Umfang der „notwendigen und
   unerlässlichen Gesundheitspflege“

 Leistungslimit pro Versicherungsfall EUR 80.000,--

 Eine Versicherung in diesem Umfang kann ein Ausländer abschließen, der ein Visum bei
   einer Vertretungsbehörde der Tschechischen Republik im Ausland, ggf. ein Visum für den
   Aufenthalt unter 90 Tage beantragt
Alle Versicherungsverträge, die vor dem 01.01.2011 abgeschlossen wurden, bleiben auch
weiterhin wirksam. Im Bedarfsfall kann der Kunde eine Änderung des Tarifs auf
WELCOME KOMPLEX beantragen.



ALLEGEMEINE     VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN                            FÜR          DIE
KRAKENVERSICHERUNG DER AUSLÄNDER WELCOME

								
To top