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					"Mirjam Haldimann" <mirjam.haldimann@gmx.net>

Die Französische Revolution (1789 – 1799)
Zusammenfassung von Kapitel 24 aus Boesch: Weltgeschichte in zwei Bänden
Gruppenarbeit von Samuel Linder, Mariann Goechnahts und Mirjam Haldimann, 13.6.1997

Die Ursachen der Revolution:
- Durch die Aufklärung wird Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen laut.
- Die Grossbourgeoisie hat dank dem Merkantilismus viel Geld, aber keine Macht.
- Man hat das Vorbild der Amerikanischen Revolution.
- Das Finanzsystem ist veraltet und ungerecht, wegen einer Finanzkrise herrscht Unzufriedenheit.
Reformversuche sind nutzlos geblieben. Wegen der Krisensituation beruft der König die Etats Généraux wieder
ein.
Am 17.6.1789 schliessen sich die drei Ständevertretungen zur Nationalversammlung zusammen, mit dem Ziel,
einen Verfassungsstaat zu gründen. Am 20.6. wird beim Ballhausschwur dieser Wille durch einen Eid besiegelt,
obwohl der König dagegen ist. Am 14.7. verübt die Bürgerwehr des dritten Standes den Bastillesturm, womit der
König entmachtet wird. Die höchste Macht hat jetzt die Nationalversammlung. Am 4./5. 8. legalisiert sie die
Agrarrevolution. Die Bauern sind jetzt Grundeigentümer. Am 27.8. beschliesst die Nationalversammlung die
Menschenrechte. Wegen Finanzproblemen wird die Kirche verstaatlicht.
Parteien: Rechts sind „les Monarchiens“ mit der Lehre von Montesquieu, links „les Patriotes“ mit den Anführern
Sieyès und Robespierre. Nach der missglückten Flucht des Königs tritt die erste Verfassung in Kraft. Sie beruht auf
der „Assemblée Législative“, die von den Begüterten gewählt wird. Der König hat darin ein Suspensiv-Veto. Auf die
Aristokratie der Geburt folgt nun die Aristokratie des Geldes.
Klubs: Der „Club des Feuillants“ ist gemässigt und hat den Anführer Lafayette. Die Republikaner sind im
Jakobinerklub. Am weitesten links ist der „Club des Cordeliers“ mit dem Wunsch nach Demokratie. Seine Anführer
sind Danton, Hébert und Marat. Die Parteilosen nennen sich „les indépendants“.
Die Verfassung versagt schon bald, da die Parlamentsmehrheit königsfeindlich ist. Das Parlament will
aussenpolitische Spannungen kriegerisch lösen, um von inneren Spannungen abzulenken. Dies ist der Beginn der
Revolutionskriege. Im ersten Koalitionskrieg kämpft Frankreich gegen Österreich und Preussen.
Am 9./10. 8. 1792 übernehmen die Montagnards (= Cordeliers und linke Abspaltung der Jakobiner ) gewaltsam die
Macht über Paris und die Nationalgarde. Am 10.8. stürmen sie das Tuillerienschloss, stürzen den König und lösen
die „Assemblée Législative“ auf. Die darauf folgende provisorische Regierung mit Danton an der Spitze verübt die
grauenhaften Septembermorde. Weit über tausend Gegner der Montagnards werden umgebracht. In dieser Zeit
wird die neue Volksvertretung, der Nationalkonvent, gewählt. Dieser beschliesst im Januar 1793, den König zu
köpfen. Die unmittelbaren Wirkungen sind eine Verschlechterung der Kriegslage und Bauernaufstände.
Die Montagnards vertreiben alle Andersgesinnten aus dem Konvent, was zum Bürgerkrieg führt. Bei einer Spaltung
der Montagnards setzt sich Robespierre gegenüber Danton und Hébért durch. Seine Schreckensherrschaft ist
gekennzeichnet durch Terror, Massenhinrichtungen, Zerfall der Rechtsordnung, Spitzelwesen und
Parlamentsdiktatur. Als jedoch Belgien eingenommen wird, ist die tödliche Gefahr für die Republik gebannt. Terror
und totalitäre Diktatur werden nun als unnötig empfunden. Robespierre will diesem Stimmungsumschwung mit
noch mehr Terror entgegenwirken und wird deshalb von den „Thermidoriens“ (= Jakobinerteil) umgebracht. Diese
kommen nun an die Macht, was den Wendepunkt der Französischen Revolution bedeutet.
In der republikanischen Verfassung von 1795 existiert zum ersten Mal die Gewaltentrennung von Exekutive und
Legislative. An der Macht sind aber immer noch die Thermidoriens. Das neue Regime ist unpopulär, es gibt eine
neue Finanzkrise. Ein Royalistenaufstand wird mit Hilfe Napoleons niedergeworfen.
Napoleon Bonaparte, der die Verhandlungen mit dem Ausland führt, schafft nach dem Frieden von Campoformio
die Vasallenstaaten Frankreichs auf dem heutigen Gebiet von Italien und der Schweiz. Er strebt die
Mittelmeerherrschaft an. Als er Ägypten erobert, wird er jedoch nach anfänglichen Erfolgen von Admiral Nelson
geschlagen. William Pitt formt die zweite Koalition, die ein Bündnis von England, Österreich, Russland, Neapel,
Portugal und der Türkei gegen Frankreich ist. Frankreich verliert dadurch seine Vasallenstaaten, und die
royalistische und neujakobinische Opposition gegen das bürgerlich-republikanische Direktorialregime wird stärker.
Da verübt Napoleon den Staatsstreich: Mit Waffengewalt wird die Verfassung aufgehoben und die Staatsgewalt auf
drei Konsuln (darunter Napoleon und Sieyès) übertragen. Die drei sollen eine neue Verfassung ausarbeiten.
Napoleon setzt sich jedoch durch und wird auf Lebenszeit Konsul. Frankreich hat nun nicht mehr die Diktatur einer
revolutionären Partei und ihrer Führer, sondern die der Armee und ihres Generals. Selbstbestimmungsrechte
verschwinden.
Verdienste Napoleons: Die Finanzkrise wird durch die Schaffung der „Banque de France“ aufgehoben, der zweite
Koalitionskrieg erfolgreich beendet, der von ihm geschaffene „Code Civil“ ist noch heute die französische
Rechtsgrundlage und der Kirchenkampf wird durch das Konkordat beendet.

				
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