Docstoc

1222 (PDF)

Document Sample
1222 (PDF) Powered By Docstoc
					Theorie
1.   Stromunfall [4.2]
     Niederspannung (<1000V) Strom abschalten, (Sicherungen), Befreiung aus Stromkreis
     Hochspannung (>1000V)       Mindestsicherheitsabstand: 12 Meter; E-Werk
     Gefahren:
        • Herzrythmusstörungen: Kammerflimmern, Herzjagen, Extraschläge; Arrhythmie
        • Verbrennungen: Strommarken, elektrothermische Verbrennungen (Hochspannungsunfall)
        • Muskelreaktion: Muskelverletzungen, Sturzverletzungen
        • Nervenschädigungen: Bewußtlosigkeit, Gefäßschädigungen
     Maßnahmen:
        • Selbstschutz, Spezialkräfte, Bergung
        • Kontrolle der Lebensfunktionen
        • Notfalldiagnose
        • Lebensrettende Sofortmaßnahmen in der Sanitätshilfe
        • Zusatzverletzungen versorgen
        • Alle entsprechenden Maßnahmen der Schockbekämpfung
        • Notarztindikation

2.   Gefahrengutunfall [4.2]
     Gefahren:
        • Mechanische Einwirkung: Verletzung, Druckschädigung (bei Explosion)
        • Thermische Einwirkungen: Verbrennungen, Verbrühungen, Erfrierungen
        • Chemische, biologische, radioaktive Einwirkungen
        • Kontamination: Verätzung, Vergiftung, Verseuchung, Verstrahlung, Gefahr der Inkorporation
        • Inkorporation: Aufnahme eines Stoffes in den Organismus
     Verhalten:
        • Kontakt mit Gefahrengut vermeiden
        • Sicherheitsabstand einhalten (mindestens 60 Meter)
        • Einsatzfahrzeuge außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone
        • Patienten sind nach Rücksprache mit den Spezialkräften unter Beachtung des Selbstschutzes zu versorgen

3.   Bewußtsein, Bewußtseinstrübung, Bewußtlosigkeit [5.2]
     Bewußtsein:
       • Situationsgerechte Reaktionen auf äußere Reize
       • Persönlich, örtlich, zeitlich voll orientiert
     Bewußtseinstrübung:
       • Verlangsamte Reaktionen auf äußere Reize
     Bewußtlosigkeit:
       • Keine Reaktion auf äußere Reize
       • Atmung und Kreislauf sind vorhanden
       • Glasgow Coma Scale (Grad der Bewußtseinsstörung)

4.   Gehirn [5.2]
     Großhirn:
        • Zwei Gehirnhälften
        • Sitz unseres Bewußtseins, unserer Leistung und Intelligenz
        • Aufnahme und Verarbeitung von Sinneseindrücken
        • Steuert Bewegung
     Kleinhirn:
        • Koordinationszentrum für Bewegungsabläufe
        • Räumliche Orientierung (aufrechte Haltung)
     Hirnstamm:
        • Hauptzentrum des vegetativen Nervensystems
        • Atemzentrum, Kreislaufzentrum, Temperaturzentrum, usw.
     Rückenmark:
        • Weiterleitung von Nervenimpulsen
        • Reflexe

5.   Einsatzmittel

6.   NACA-Schema [2.4]
     NACA I         Verletzungen, Erkrankungen geringfügiger Art
     NACA II        Verletzung, Erkrankung die keine notärztlichen Maßnahmen erfordern
     NACA III       Schwere, nicht lebensbedrohliche Verletzungen
     NACA IV        nach kurzfristiger Entwicklung akute Lebensgefahr nicht auszuschließen
     NACA V         Akute Lebensgefahr
     NACA VI        nach Normalisierung gestörter Lebensfunktionen bzw. während Reanimation
     NACA VII       Tödliche Verletzungen - Patient verstorben

7.   Atmung, AF, AZV, AMV, Totraum, Zyanose [5.4]
     Atmung:
        • Steureung durch Hirnstamm
        • Brustkorb dehnt sich aus und zieht sich wieder zusammen (Lunge haftet am Brustkorb)
     Atemfrequenz:
        • Atemzüge pro Minute (beim Erwachsenen: ø 15)
     Atemzugvolumen:
        • Luftmenge pro Atemzug
        • Vom Alter und Körpergewicht abhängig
        • Körpergewicht x 10 in ml (beim Erwachsenen ø 500-800 ml)
     Atemminutenvolumen:
        • Atemfrequenz x Atemzugvolumen
        • Körpergewicht x 100-200 in ml (beim Erwachsenen ø7000-12.000 ml)
     Totraum:
        • Luftmenge die nicht aktiv am Gasaustausch beteiligt ist
        • Körpergewicht x 2 (beim Erwachsenen ø150 ml)
     Zyanose (od. Blausucht):
        • Blaufärbung an Lippen, Haut und Fingernägel
        • Grund: mangelnde Sauerstoffsättigung des Blutes
        • Nach starkem Blutverlust tritt keine Zyanose auf

8.   Herz ,Herzfrequenz [5.6]
     Herz:
       • Zentralorgan des Kreislaufsystemes
       • Rechte und linke Herzhälfte (auf jeder Seite Vorhof und Kammer)
     Herzfrequenz:
       • wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert
       • gemessen am Puls der Speichenschlagader bzw. Halsschlagader
       • Erwachsene:            80       +/- 20 / min.
       • Kinder:                110      +/- 20 / min.
       • Neugeborene:           140      +/- 20 / min.
       • Abweichungen der Schlagfolge:
              ! Arrhythmie (unregelmäßige Schlagfolge)
              ! Extrasystole (Extraschlag)
              ! Asystolie (keine Herzreaktion, Kreislaufstillstand)
              ! Kammerflimmern (unregelmäßige Aktion der einzelnen Muskelfasern, Kreislaufstillstand)
              ! Kammerflattern

9.   Blutkreislauf [5.7]
     Wird durch Pumpfunktion der Herzen aufrechterhalten
     Gasaustausch in der Lunge
     Aufgabe des Blutes:
        • Nährstofftransport
        • Sauerstofftransport
        • Hormontransport

10. Blutgefäße [5.8]
    Arterien:
       • Dickwandig (Schlagadern)
       • Vom Herzen weg
     Venen:
        • Dünnwandig
        • Zum Herzen

11. Funktionskreise [5.9]
      • Wärmehaushalt
      • Wasser- und Elekrtolythaushalt
      • Säure- Basenhaushalt
      • Stoffwechsel

12. Bewußtlosigkeit: Erkennen, Ursachen, Gefahren, SAN-Maßnahmen [6.2]
    Erkennen:
       • Bewußtsein 0 - Atmung 1 - Kreislauf 1
    Ursachen:
       • Schädel-Hirn-Trauma
       • Vergiftung
       • Sauerstoffmangel
       • Entzündlich
       • Physikalisch
       • Gefäßbedingt
       • Stoffwechselstörung, usw.
    Gefahren:
       • Verlegung der Atemwege infolge Zurücksinkens der Zunge
       • Erstickungsgefahr in Rückenlage durch Ansaugen von Erbrochenem in die Lunge
       • Verschluß durch in der Mundhöhle bzw. im Rachenraum befindliche Fremdkörper
       • Atemstillstand
       • Kreislaufstillstand
    SAN-Maßnahmen:
       • Stabile Seitenlage (wenn möglich linke Seite, bei Kopf- und Brustkorbverletzungen auf verletzte Seite)
       • Sauerstoffgabe 6-8 Liter /min (beachte Aunahmen!!!)
       • Absaugbereitschaft
       • Schockbekämpfung
       • Atem- und Kreislaufkontrolle jede Minute
       • Notarztindikation

13. Atemstillstand: Erkennen, Ursachen, Gefahren, SAN-Maßnahmen [7.1]
    Erkennen:
       • Bewußtsein 0 - Atmung 0 - Kreislauf 1
    Ursachen:
       • Verlegung der Atmenwege (Aspiration, Fremdkörper, Zunge, Schwellung)
       • Störung der Atemtechnik (Periphere Atemlähmung, Pneumothorax, Serienrippentrümmerbruch, Verschüttung)
       • Störung der Lungenbelüftung (Asthma, Lungenblähung, Lungenenzündung, Atelektase, Lungenkrebs)
       • Störung der Atemregulation (Schädel-Hrin-Trauma, Schlaganfall, Vergiftungen)
       • Störung des Lungenkreislaufes (Lungenembolie, Lungenödem, Einatmen von giftigen Gasen)
       • Störung des Sauerstofftransportes (Schock, CO-Vergiftung)
       • Störung des Gasaustausches (Co2-Erstickung)
    Gefahren:
       • Kreislaufstillstand
    SAN-Maßnahmen:
       • Beatmung (15 l/min mit Reservoir)
       • Absaugbereitschaft
       • Kreislaufkontrolle jede Minute
       • Notarztindikation

14. Beamtungsbeutel erklären
      • Patientenschenkel
      • Einatmungsschenkel
      • Ausatmungschenkel
      • Beutel
      • Reservoir (beinahe 100 %ige Sauerstoffanreicherung bei 15l / min)
      • (Peep-ventil)
15. Kreislaufstillstand: Erkennen, Ursachen, Gefahren, SAN-Maßnahmen [7.4]
    Erkennen:
       • Bewußtsein 0 - Atmung 0 - Kreislauf 0
    Ursachen:
       • Herzmuskelerkrankung
       • Herzrythmusstörungen
       • Herzversagen
       • Herzinfarkt
       • Schrittmacherversagen
       • Volumenmangel
       • Verletzungen
       • Stromunfall
       • Lungenembolie
       • Unterkühlung
       • Vergiftungen
       • Allergie
       • Ertrinken
       • Elektrolytstörungen usw.
    Gefahren:
       • Tod
    SAN-Maßnahmen:
       • Beatmung (15 l/min mit Reservoir)
       • Herzmassage
       • Zwei-Helfer-Methode: 1:5, Ein-Helfer-Methode: 2:15
       • Absaugbereitschaft
       • Kreislaufkontrolle jede Minute
       • Notarztindikation

16. Beatmung und Herzmassage (Tabelle) [7.6]
    Erwachsener ( > 18 Jahre):
       •
       •
       • Druckpunkt: Beginn der unteren Hälfte, 2 Hände
       • Kompressionstiefe 4,0 - 6,0 cm
       • Frequenz (min.) 80 - 100
    Jugendlicher (15 - 18Jahre):
       • Druckpunkt: Beginn der unteren Hälfte, 2 Hände
       • Kompressionstiefe 3,0 - 5,0 cm
       • Frequenz (min.) 80 - 100
    Schulkind (6 - 14 Jahre):
       • Druckpunkt: Beginn der unteren Hälfte, 1 Hand
       • Kompressionstiefe: <8: 2,0 - 3,0 cm | > 8: 3,0 - 5,0 cm
       • Frequenz (min.): <8: 100 - 120 | > 8: 80 - 100
    Kleinkind (2 - 5 Jahre)
       • Mund zu Mund-Nase
       • Beatmungsfrequenz ? / min.
       • Verhältnis Beatmung : Herzamassage - 1 : 5 (Ein- und Zweihelfermethode)
       • Druckpunkt: Verbindungslinie zw. den Brustwarzen, Handballen
       • Kompressionstiefe -3,0 cm
       • Frequenz (mind.) 100
    Säugling (1. - 12. Monat)
       • Mund zu Mund-Nase
       • Beatmungsfrequenz mind. 20 / min.
       • Verhältnis Beatmung : Herzamassage - 1 : 5 (Ein- und Zweihelfermethode)
       • Druckpunkt: Verbindungslinie zw. den Brustwarzen, mit zwei Fingerkuppen, senkrecht und gleichmäßig
       • Kompressionstiefe -2,0 cm
       • Frequenz (mind.) 120
    Neugeborenes (1. - 28. Tag)
       • Mund zu Mund-Nase
       • Beatmungsfrequenz 20 - 25 / min.
       • Verhältnis Beatmung : Herzamassage - 1 : 5 (Ein- und Zweihelfermethode)
       • Druckpunkt: Verbindungslinie zw. den Brustwarzen, mit zwei Fingerkuppen, senkrecht und gleichmäßig
        • Kompressionstiefe 1,0-2,0 cm
        • Frequenz (mind.) 120

17. Kontrolle der Lebensfunktionen beim Neugeborenen
    Bewußtseinskontrolle:
       • Schmerzreiz am Oberarm, Bauch setzen
    Atemkontrolle (nach dem Absaugen):
       • Kopf in Neutralstellung halten
       • Kontrolle mind. 10 sek. Durch:
       • Sehen (Brustkorbbewegungen)
       • Hören (Ausatemgeräusche)
       • Fühlen (Ausatemluft, Hand auf Brustkorb-Bauchgegen)
    Kreislaufkontrolle:
       • An den Innenseiten der Oberarme mit 2 oder 3 Fingerkuppen (Leistenbeuge, Herzspitzenstoß)
       • Auf beiden Seiten mind. 5-10 sek.; es muß jedenfalls 2 x mind. 5-10 sek. Kontrolliert werden
       • Bei Pulsfrequenz unter 80 / min: 1 min. 5 Liter Sauerstoffdusche
       • Keine Steigerung: Beatmung & Herzmassage

18. Neug.: SAN-Maßnahmen bei Bewußtlosigkeit [8.1]
      • Neugeborenes in Bauch-Seitenlage bringen (ähnlich der natürlichen Schlafposition)
      • Sauerstoffgabe ("Sauerstoffdusche" 5 Liter / min.)
      • Hand auf dem Brustbereich: Gleichzeitiges Fühlen von Atmung und Kreislauf (Herzspitzenstoß) möglich
      • Kontrolle von Atmung und Kreislauf jede Minute
      • Notarztindikation

19. Neug.: SAN-Maßnahmen:Atemstillstand [8.1]
      • Kopf in Neutralstellung halten
      • Beatmung Mund zu Mund-Nase (Beatmungsfolie!) oder Beutelbeatmung
      • Beatmungsfrequenz 20-25 / min.
      • Kreislaufkontrolle jede Minute
      • Notarztindikation

20. Neug.: SAN-Maßnahmen: Kreislaufstillstand [8.2]
    Beatmung:
       • Kopf in Neutralstellung halten
       • Mund zu Mund-Nase (Beutel nur, wenn 2 Helfer und sehr viel Übung vorhanden)
       • Langsames, gleichmäßiges und vorsichtiges Beatmen
    Herzmassage:
       • Säugling auf eine harte Unterlage legen
       • Aufsuchen des Druckpunktes (Verbindungslinie zw. Den Brustwarzen)
       • Druck mit 2 Fingerkuppen, senkrecht und gleichmäßig
       • Druck- und Entlastungsphase gleich lang
       • Drucktiefe 1-2 cm
       • Kompressionsfrequenz mind. 120 / min.
       • Verhältnis Beatmung : Hermassage 1:5 (Ein- und Zweihelfermethode)
       • Kreislaufkontrolle jede Minute
       • Notarztindikation

21. Kontrolle der Lebensfunktionen beim Säugling u. Kleinkind [8.2]
    Bewußtseinskontrolle:
       • Ansprechen
       • Berühren
       • Schmerzreiz am Oberarm, Bauch setzen
    Atemkontrolle:
       • Freimachen der Atemwege durch:
       • Öffnen beengender Kleidung (Achtung: Windel!)
       • Inspektion der Mundhöhle
       • Gegebenenfalls Ausräumen des Mundes mit dem kleinen Finger od. Orosauger (Achtung: ganzen Körper drehen!)
       • Säugling in Rückenlage bringen
       • Kopf in Neutralstellung
       • Kontrolle mind. 10 sek. Durch:
       • Sehen (Brustkorbbewegungen)
      • Hören (Ausatemgeräusche)
      • Fühlen (Ausatemluft), Hand auf Brustkorb-Bauchgegend
    Kreislaufkontrolle:
      • An der Innenseite der Oberarme mit 2 oder 3 Fingerkuppen (Leistenbeuge, Herzspitzenstoß)
      • Auf beiden Seiten (nacheinander) mind. 5 sek.; es muß jedenfalls 2 x mind. 5 - 10 sek. Kontrolliert werden
      • Stellen der Notfalldiagnose

22. SAN-Hilfe-Maßnahmen zu Frage 21:Bew ., AST, KSTST [8.3]
    Bewußtlosigkeit:
       • Bauch-Seitenlage (ähnlich einer natürlichen Schlafposition)
       • Sauerstoffinhalation ("Sauerstoffdusche" 5 Liter / min)
       • Kontrolle von Atmung und Kreislauf jede Minute
       • Notarztindikation
    Atemstillstand:
       • Beatmung Mund zu Mund-Nase (Beatmungsfolie!) oder Beatmungsbeutel (mit Sauerstoffanreicherung!)
       • Beatmungsfrequenz mind. 20 / min.
       • Kreislaufkontrolle jede Minute
       • Notarztindikation
    Kreislaufstillstand:
       Beatmung
       • Mund zu Mund-Nase (Beutel nur wenn 2 Helfer und sehr viel Übung vorhanden)
       • Kopf in Neutralstellung halten
       • Gleichmäßiges und vorsichtiges Beatmen
       Herzmassage
       • Kind auf eine harte Unterlage legen
       • Aufsuchen des Druckpunktes (Verbindungslinie zwischen den Brustwarzen)
       • Säugling: Druck mit 2 Fingerkuppen, senkrecht und gleichmäßig
       • Kleinkind: Druck mit dem Handballen (einer Hand)
       • Druck- und Entlastungsphase gleich lang
       • Drucktiefe bei Säugling bis 2 cm, bei Kleinkind bis 3 cm
       • Kompressionsfrequenz bei Säugling mind. 120 / min.; bei Kleinkind mind. 100 / min.
       • Verhältnis Beatmung : Herzmassage 1:5 (Ein- und Zweihelfermethode!)
       • Kreislaufkontrolle jede Minute
       • Notarztindikation

23. Amputatversorgung [9.3]
      • Wundversorgung
      • Einschlagen in Rettungsdecke oder Versorgung mittels Replantbeutel

24. Blutdruck [9.4]
       • Abhängig von: Schlagkraft des Herzens, kreisender Blutmenge, Elastizität der Arterien
       • Systolischer (obere) Wert: entsteht während des Zusammenziehens der Herzkammern
       • Diastolischer (untere) Wert: entsteht während der Erschlaffung der Herzkammern
       • Beim Erwachsenen ø: 100-140 systolisch, 60 - 90 diastolisch
       • Hypertonie (Bluthochdruck): ab 160 systolisch, ab 90 diastolisch
       • Hypotonie (Niedriger Blutdruck): unter 100 systolisch

25. Schock: Ursachen, Wirkung, Schockformen [10.1]
        Ursachen                     Wirkung                                    Schockfomen
        Blutverlust                  Verminderung des                           Hypovolämischer Schock
        Verbrennung                  Blutvolumens
        Wasserentzug
        Herzinfarkt                  Verminderung der                           Kardiogener Schock
        Herzbeuteltamponade          Haemodynamischen Leistung
        Arrhythmie                   des Herzens
        Stillstand
        Lungenembolie
        Herzklappenfehler
        Harzmuskelerkrankungen
        Bakteriengift                Verminderung des Gefäßtonus                Septischer Schock
        Insektengifte                Verminderung des Gefäßtonus                Anaphylaktischer Schock
        Schädigung des zentralen     Verminderung des Gefäßtonus                Neurogener Schock
        Nervensystemes
26. Schock: Verlauf, Schockzeichen [10.1]
    Verlauf:
       • Zentralisierung der Kreislaufes
       • Haut, Muskulatur, Darm und Niere werden von Durchblutung ausgeschlossen
       • Daher Sauerstoffmangel in den genannten
       • Führt zur Entgleisung des Stoffwechels und zur Bildung gefährlicher Stoffwechselprodukte (Acidose)
    Schockzeichen:
       Anfangsstadium:
            ! Blässe der Haut und Schleimhäute
            ! Beim kardiogenen Schock Zyanose möglich
            ! Klater Schweiß
            ! Kältegefühl
            ! Zittern
            ! Puls leicht beschleunigt (Ausnahme: kardiogener Schock)
            ! Puls gut tastbar, Blutdruck normal
            ! Atmung und Pupillenreaktion normal
            ! Patient ängstlich, unruhig, aber ansprechbar
       Bedrohliches Stadium:
            ! Haut und Fingernägel bläulich gefärbt
            ! Pulsfrequenz stark erhöht
            ! Puls schlecht tastbar
            ! Blutdruck sinkt ab (unter 100)
            ! Atmung flach und beschleunigt
            ! Bewußtsein stark eingeengt, getrübt
       Fortgeschrittenes Stadium:
            ! Haut grau (blau)
            ! Verfallenes Aussehen
            ! Puls kaum tastbar
            ! Blutdruck nicht meßbar
            ! Atmung oberflächlich, mitunter Schnappatmung
            ! Pupillen weit, kaum mehr reagierend
            ! Bewußtlosigkeit
            ! Akute Lebensgefahr

27. Schockbekämpfung [10.2]
    Atmung begünstigen - Lagerung:
       • Beengende Kleidungsstücke öffnen
       • Frischluftzufuhr bzw. Sauerstoffgabe
       • Lagerung dem Zustand des Patienten entsprechend
    Blutstillung
    Cirkulation begünstigen - Lagerung:
       • Schmerzminderne, dem Zustand des Patienten entsprechende Lagerung
    Drohenden Sauerstoffmangel beheben:
       • Anleitung zu tiefer, ruhiger Atmung
       • Frischluftzufuhr
       • O2-Gabe
    Eigenwärme erhalten:
       • Zudecken
       • Decke auch unter dem Patienten (falls möglich)
       • Verwendung der Rettungsdecke, Alufolie
       • Keine Wärmezufuhr durch Thermophor
    Fahrverhalten anpassen:
       • Patient ist auf jeden Fall transportfähig zu machen, kein übereilter Transport
    Guter Zuspruch:
       • Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und Echtheit in der Zuwendung
       • Weder Verniedlichung noch Übertreibung der Situation
       • Keine Diagnose, Keine Prognose (Voraussage)

28. Lagerungsarten [10.3]
    Bewußtlose Patienten IMMER in stabile Seitenlage (bei Hirndrucksysmtomatik 30° erhöhter Oberkörper)
    Verdacht auf Kopfverletzung, Schädel-Hirn-Trauma:
       • Vorbeugende Seitenlage mit erhöhtem Oberkörper
       • Ziel ist Verhinderung oder Verminderung des Hirndrucks und Aspirationsschutz
    Lagerung bei Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung, Beckenverletzung:
       • Verwendung einer Halswirbelsäulenschiene
       • Bergung mittels Schaufeltrage
       • Lagerung auf Vakuummatratze
       • Ziel ist Verhinderung einer weiteren Verschiebung eventuell vorhandener Brüche
    Lagerung bei Verdacht auf Bauchverletzung sowie akute Erkrankungen im Bauchbereich:
       • Untergelegte Knierolle
       • Leicht erhöhter Kopf
       • Ziel ist Entspannung der Bauchmuskulatur, Schmerzlinderung
    Lagerung bei Atembeschwerden:
       • Oberkörper hoch lagern
       • Eventuell Knierolle unterlegen
       • Ziel ist Erleichterung der Atmung durch Begünstigung der Atemhilfs- und der Atemmuskulatur
    Lagerung bei Atemnot und Brustkorbverletzung:
       • Oberkörper hoch lagern
       • Lagerung auf verletzte Seite (falls für Patient erträglich!)
       • Ziel ist Begünstigung der Atmung besonders auf unverletzter Seite
    Lagerung bei Lungenödem:
       • Patient sitzend lagern
       • Beine wenn möglich tief lagern oder hinunterhängen lassen
       • Ziel ist Atembegünstigung und "Volumsverlagerung"
    Lagerung bei kardiogenem Schock:
       • Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
       • Auf Atembegünstigung achten
       • Ziel ist Atem- und Kreislaufbegünstigung
    Lagerung bei Volumenmangel:
       • Flache Rückenlagerung
       • Beine hoch lagern
       • NICHT durchführen bei:
           ! Kopfverletzung
           ! Atemnot
           ! Kardiogenem Schock
           ! Bauchbeschwerden
           ! Verdacht auf Verletzung im Wirbelsäulenbereich
           ! Beinbrüche
       • Ziel ist Begünstigung der Kreislaufsituation durch zusätzlich eingebrachtes Blutvolumen aus den Beinen
    Lagerung bei Venenverschluß:
       • Hoch- und Weichlagerung des betroffenen Körperteils
       • Ziel ist Begünstigung des verbleibenden venösen Rückflusses
    Lagerung bei Arterienverschluß:
       • Tief- und Weichlagerung des betroffenen Körperteiles
       • Ziel ist Begünstigung der verbleibenden arteriellen Blutzufuhr

29. SAN-Maßnahmen bei Verlegung der Atemwege [11.1]
    Durch Gegenstände:
      • Erwachsene: Kräftiges Klopfen, und / oder Schläge zwischen die Schulterblätter
      • "Heimlich-Handgriff"
      • Notarztindikation
    Durch Schwellung:
      • Bergung (falls nötig Spezialkräfte)
      • Kontrolle der Lebensfunktionen
      • Norfalldiagnose
      • Lebensrettende Sofortmaßnahmen in der Sanitätshilfe
      • Notarztindikation

30. Absaugung [11.3]
      • Sterilen Absaugkatheter an Absaugschlauch anschließen (mit Einmalhandschuhen arbeite)
      • Unter Sicht, ohne Sog einführen und durch vorsichtiges Vor- und Zurückbewegen absaugen
      • Korrektes Aubsaugen nur beim Herausziehen des Katheters
      • Absaugkatheter keinesfalls in die Luftröhre einführen

31. Sauerstoff: Berechnungen [11.7]
      • Gasvorrat = Inhalt der Flasche (l) x Flascheninhaltsdruck (bar)
        • Abgabedauer (min.) = Inhalt der Flasche (l) x Inhaltsdruck (bar) / Abgabemenge pro Minute

32. Sauerstoffabgabemengen [11.9]
    Generell:
      • alle Patienten mit eingeschränkter Atemfunktion: 6 - 8 Liter / min. (ohne Reservoir)
    Ausnahmen:
      • Hyperventilationsetanie und Epileptiker (in der Nachschlafphase): KEINE Sauerstoffgabe
      • chronische Lungenerkrankungen (z.B.: Asthma bronchiale): 2 - 3 Liter / min. (ohne Reservoir)
      • nach Tauchunfall, Bergung aus vergifteter Atmosphäre, Patient mit Thoraxtrauma: 15 Liter / min. (mit Reservoir)

33. Traumatologische Notfälle: [12.2]
    Schädel-Hirn-Trauma (SHT):
       • Grad 1: Gehirnerschütterung
       • Grad 2: Hirnprellung
       • Grad 3: Gehirnquetschung
    Schädeldachbruch:
       • Geschlossener S.
       • Offener S.
       • Eindellung
    Schädelbasisbruch:
    Hirnverletzung
    Hirnblutung (Hirndruck)

34. Brustkorbverletzungen: [13.1]
       • Geschlossene Brustkorbverletzungen
       • Serienrippentrümmerbruch
       • Geschlossener Pneumothorax
       • Offene Brustkorbverletzungen
       • Offener Pneumothorax
       • Spannungpneumothorax

35. Traumatologische Notfälle: [13.6]
       • Stumpfe Bauchverletzungen
       • Offene Bauchverletzungen

36. Verletzungen an den Gliedmaßen: [14.2]
    Erkennen:
       • Bewegungseinschränkung, Belastungsunfähigkeit
       • Schwellung, Schmerzen und Bluterguß
       • Wunden mit / ohne starker Blutung (Gefäßverletzung)
       • Formveränderung: Knick- oder Stufenbildung, Achsendrehung
       • Abnorme Gelenkstellung, federnde Fixation (Verrenkung)
       • Gefühllosigkeit, Schlaffheit (Nervenschädigung)
       • Fahle Blässe, starke Schmerzen (Durchblutungsstörung)
    Gefahren:
       • Schock
       • Schwerste Folgen bis Verlust der Gliedmaße durch Schäden an Gefäßen u. Nerven
    SAN-Maßnahmen:
       • Bei offenen Brüchen: Keimfreier Wundverband (sterile, transparente, selbstklebende Wundabdeckung)
       • Bei starker Blutung: Druckverband
       • Bei Amputation: Keimfreie Versorgung der abgetrennten Teile u. in Rettungsdecke einschlagen
       • Kontrolle der Mobilität, Durchblutung, Sensibilität
       • Schienung unter Zug ("Stiefelgriff")
       • Alle entsprechenden Maßnahmen der Schockbekämpfung
       • Notarztindikation (eventuell)

37. Mechanische Wunden: [15.1]
    SAN-Maßnahmen:
      • Patient soll während der Versorgung sitzen oder liegen
      • Jede Wunde muß keimfrei versorgt werden (Einmalhandschuhe!)
      • Sterile Wundauflagen (größer als die Wunde) werden mit Heftpflaster, Mullbinde, Dreiecktuch fixiert
      • Tollwutverdächtige Bißverletzungen: Reinigung mit erträglich heißem Seifenwasser; Wunddesinfektion, Verband
38. Thermische Wunden: [15.4]
    Ab 10% (erwachsenen), 5% (Säugling) kann Schock auftreten
    Neunerregel (Erwachsene)
    Handregel (alle Patienten, eine Handfläche entspricht ca. 1% der Körperoberfläche)
    Erkennen:
       • Grad: Rötung, Schwellung, Schmerz
       • Grad: Blasenbildung (oberflächlich: starke Schmerzen; tiefreichend: geringe Schmerzen, Spannungsgefühl)
       • Grad: Gewebszerstörung, Schorf- und Krustenbildung
       • Grad: Verkohlung (Sonderform des 3. Grades)
       • Schockzeichen
    Gefahren:
       • Verbrennungsschock
       • Verbrennungskrankheit
       • Infektionsgefahr
    SAN-Maßnahmen:
       • Brandursache beseitigen
       • Kleidung rasch entfernen (eingebrannte Teile umschneiden)
       • Kaltwasseranwendung mindestens 10 - 15 min. (nur wirksam in der ersten halben Stunde)
       • Keimfreie Versorgung durch lockeres Umhüllen mit Brandtüchern (keinen festen Verband)
       • Bei inhalativen Verbrennungen: Cortisonspray, alle 5 min. 1-2 Hübe in die Einatemphase (nur bei Bewußtsein)
       • Sauerstoffinhalation 6 - 8 Liter / min. | bei inhalativen Verbrennungen 10 - 15 Liter / min.
       • Notarztindikation
    Erfrierungen [15.7]
39. Unterkühlung: [15.8]
    Erkennen:
       • Erregungsstadium (Abwehrstadium) (34° - 36° C):
                Unruhe, Kältezittern, Vertiefung der Atmung, Beschleunigung der Herztätigkeit
       • Erschöpfungsstadium (27° - 34° C):
                Bewußtseinstrübung, Verflachung der Atmung, Verlangsamung der Herztätigkeit
       • Endstadium (22° - 27° C):
                Atemstillstand, Kreislaufstillstand (Kammerflimmern)
    Gefahren:
       • Bewußtlosigkeit
       • Atemstillstand
       • Kreislaufstillstand
       • Bergungstod
    SAN-Maßnahmen:
       • Wenn Kreislaufstillstand: Herzmassage mit halber Frequenz (beim Erwachsenen: 40 - 50 / min.)
       • Bewegungen des Patienten vermeiden
       • Einhüllen in Rettungsdecke
       • Notarztindikation
       • Weitere auf [15.9]

40. Schlaganfall [16.4]
    Zurückzuführen auf Minderdurchblutung von Gehrinteilen od. auf Gefäßzerreißung
    Erkennen:
       • Plötzlich auftretende Kopfschmerzen
       • Überlkeit
       • Patient stürzt ploötzlich zusammen
       • Hängende Mundwinkel, Sprachstörungen
       • Halbseitenschwäche, Halbseitenlähmung
       • Sensibilitätsstörungen
       • Bewußtlosigkeit
    Gefahren:
       • Aspiration
       • Atemstillstand
       • Kreislaufstillstand
    SAN-Maßnahmen:
       • Hypertonie (mit Bewußtesein): Achsengerechte Seitenlage mit erhöhtem Oberkörper
       • Hypotonie (mit Bewußtesein): Achsengerechte flache Seitenlage
       • Ohne Bewußtesein: Kontrolle der Lebensfunktionen, Notfalldiagnose, lebensrettende Sofortmaßnahmen
       • Sauerstoffinhalation (6 - 8 Liter / min.)
       • Absaugbereitschaft
        • Alle weiteren Maßnahmen der Schockbekämpfung
        • Notarztindikation

41. Krampfanfälle [16.6]
    WICHTIG: kein Sauerstoff in der Nachschlaffphase

42. Pulmonale Notfälle: [17.1]
       • Bronchialasthma (2 - 3 Liter / min)
       • Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung in der Lunge)
       • Lungenembolie (Einschwemmung von Blutgerinsel in die Lunge)
       • Lungenentzündung (6 - 8 Liter / min.)

43. Cardiale Notfälle: [17.4]
      • Herzversagen
      • Linksherzschwäche (Stauung in der Lunge)
      • Rechtsherzschwäche (Stauung im restlichen Körper)
      • Akuter Herzschmerz (Minderdurchblutung des Herzmuskelgewebes)
      • Herzinfarkt (Absterben von Herzmuskelgewebe)
      • Hochdruckkrise (Hypertonie)

44. Gefäßverschlüsse [17.7]
      • Venenthrombose (Lagerung siehe: 28. Lagerungsarten [10.3]
      • Arterielle Embolie (Lagerung siehe: 28. Lagerungsarten [10.3]

45. HYGIENE: Grundzüge [18.1]
      • Hände
      • Haare
      • Kleidung
      • Passive Immunisierung
      • Aktive Immunisierung
      • IKZ (Inkubationszeit)
      • Latente Infektion
      • Epidemie (Zeitlich und örtlich begrenzt)
      • Pandemie (weltweit verbreitete Epidemie)
      • Endemie (Auftreten in bestimmtem geograph. Gebiet)
      • Übertragungsmöglichkeiten
      • Desinfektion
      • Geräte-, Instrumente-, Fahrzeugdesinfektion

46. Vergiftungen: [19.1]
    Giftaufnahme:
       • Ingestion (über Verdauungstrakt)
       • Inhalation (über Lunge)
       • Percutan (über Haut)
       • Parenteral (durch Injektion)
       • Kombiniert (über Haut, Lunge, Magen)
    SAN-Maßnahmen:
       • Sicherstellung der Lebensfunktionen
       • Patienten die zum Erbrechen neigen, vorbeugend in Seitenlage (Oberkörper 30° erhöht)
       • VIZ (falls Gift bekannt): 222/406 43 43 | WAS | WIE | WIEVIEL | WANN | WER | WO |
       • Giftasservierung (Sicherstellung)
       • Eventuelle Notarztindikation

47. Gyn.Notfälle: [20.2]
      • Verletzungen der Unterleibsorgane (Lagerung nach Fritsch)
      • Entzündliche Unterleibserkrankungen
      • Sonstige gynäkologische Erkrankungen

48. Geburt: [20.7]
    Lage des Kindes
       • 96 von 100 Geburten normale Kopflagen
    Beginn der Geburt
       • Regelmäßige Wehen in 10-Minuten-Abständen
       • Wenn die Blase springt und Fruchtwasser abgeht (bestehen keine Wehen: vorzeitiger Blasensprung)
       • Wehentätigkeit (während Austreibungphase alle 2-3 Minuten)
    Geburtsperioden:
       • Eröffnungsperiode (7 - 15 Stunden, alle 5 - 10 min., Wehendauer 30 - 60 sek.)
       • Austreibungperiode (1/2 - 3 Stunden, alle 2 min.., Wehendauer 60 - 90 sek.)
       • Nachgeburtsperiode (15 - 20 Minuten)
    Geburt leiten - nicht führen!
    Wenn alle 2 min. 60 - 90 sek. Lang -> Transport nicht mehr sinnvoll (Geburtenkoffer!)
    Ausgepresste Placenta in Plastiksack für die Begutachtung im Krankenhaus verwahren

49. Intubation: [21.1]
    Guedel-Tubus
    Wendl-Tubus
    Edgar-Tubus (Cuff = Luftpolster)
    Material:
       • Einmalhandschuhe
       • Laryngoskop (mit Spatel; Foregger = gerade; Macintosh = gebogen)
       • Tracheal-Tuben
       • Einwegspritze mind. 10 ml (mit Aufschrift "Luft" markiert)
       • Mandrin (Führungsstab)
       • Magillzange
       • Mundkeil aus Gummi (als Beißschutz)
       • Gleitmittel
       • Beatmungsbeutel (eventuell plus PEEP-ventil)
       • Stethoskop
       • Absauggerät
       • Tubusbefestigung (Leukoplast, Körperband ...)

50. Vorbereitung zur Venenpunktion [22.1]
    Material:
      • Einmalhandschuhe
      • Stauschlauch, Blutdruckapparat
      • Hautdesinfektionsmittel, Tupfer (Alkoholtupfer)
      • Venenverweilkanülen (Venflon)
      • Fixationsmaterial (Pflaster), Klebesysteme u.a.
      • Bei bedarf Armschiene
      • Abfallbehälter (infektiöses Material!)
      • Zusatzgerät "Dreiweghahn"

51. Vorbereitung zur Injektion: [22.1]
    Material:
       • Spritzen
       • Kanülen
    Verhinderung eines Irrtums:
       • Überprüfung der Ampulle bei Entnahme aus der Orginalpackung
       • Nochmalige Überprüfung vor und nach dem Aufziehen
       • Arzt Spritze und Ampulle zeigen
       • Gegebenenfalls Ampulle mit Leukoplast an der Spritze befestigen

52. Vorbereitung zur Infusion: [22.2]
    Material:
      • Einmalhandschuhe
      • Venenpunktionsmaterial
      • Infusionslösung
      • Infusionsgerät-Bestandteile
      • Stauschlauch, Blutdruckapparat
      • Hautdesinfektionsmittel, Tupfer (Alkoholtupfer)
      • Venenverweilkanülen (Venflon)
      • Fixationsmaterial (Pflaster), Klebesysteme u.a.
      • Bei bedarf Armschiene
      • Abfallbehälter (infektiöses Material!)
      • Zusatzgerät "Dreiweghahn"
    Vorbereitung:
        • Praxis!

53. Diabetes [23.1]
       • Hypoglykämie (Unterzucker
       • Hyperglykämie (siehe 54. Hyperglykämie [23.1])

54. Hyperglykämie [23.2]
    Zu hoher Blutzucker
    Ursachen:
       • Fehlende od. falsche Medikamenteneinahme
       • Zuwenig körperliche Aktivität
       • Zu viele Kohlenhydrate
       • Alkohol
       • Manche Medikamente
    Erkennen:
       • Langsame Entwicklung
       • Durstgefühl
       • Vermehrte Harnausscheidung
       • Trockene, rote Haut und Schleimhaut
       • Ausatemluft riecht nach Aceton
       • Bewußtseinstrübung
    Gefahren:
       • Bewußtlosigkeit
    SAN-Maßnahmen:
       Bei Bewußtsein:
            ! Situationsgerechte Lagerung
       Ohne Bewußtsein:
            ! Notfalldiagnose
            ! Sauerstoffgabe 6 - 8 Liter / min.
            ! Absagbereitschaft
            ! Schockbekämpfung
            ! Mitnahme der vom Hausarzt verordneten Medikamente und des Diabetikerausweises
            ! Information bei der Übergabe des Patienten
            ! Notarztindikation

55. Dialyse-Patient [23.3]
    Mögliche Notfälle:
       • Shuntblutungen
       • Blutdruckkrisen
       • Schwere Schockzustände
       • Herzrhythmusstörungen
    SAN-Maßnahmen (bei Shuntblutung):
       • Hochhalten und verband zur Blutstillung
       • Besondere Beachtung ist der Hygiene zu widmen (unbedingt Handschuhe anziehen!!!)
       • Alle entsprechenden Maßnahmen der Schockbekämpfung
       • Notarztindikation

56. Herzschrittmacher [23.5]
    Erkennen:
       • Rhythmusstörungen
       • Bradycardie
       • Tachycardie
       • Schockzeichen
    SAN-Maßnahmen:
       • Schockbekämpfung
       • Suaerstoff 6 - 8 Liter / min.
       • Bei Bewußtlosigkeit: Stabile Seitenlage
       • Bei Atemstillstand: Beatmung
       • Bei Kreislaufstillstand: Beatmung und Herzmassage
       • Mitnahme des Schrittmacherpasses ins KH ist UNBEDINGT ERFORDERLICH!!!
       • Notarztindikation

57. EKG-Überwachung, Defibrillation [23.7]
     ElektroKardioGramm:
        P Welle
        QRS Komplex
        T Welle
        Rot       rechter Arm     Rechte Schulter
        Gelb      linker Arm      linke Schulter
        Grün      linkes Bein     linker Unterbauch
        Schwarz rechtes Bein      rechter Unterbauch
     Defibrillation:
        Vorbereitung:
              ! Bei der Defibrillation darf der Aptient nicht mit leitendem Gegenstand in Berührung kommen
              ! Sicherheitsabstand!
              ! Patient darf auf keiner leitenden Unterlage liegen
              ! P. muß vor der Defibrillation vor zusätzlichen Verletzungen geschützt werden (unwillkürliche Bewegungen)
              ! Paddel mit Elektrodengel ausreichend bestreichen oder Defi-Pads verwenden

58. Kindernotfälle: [24.1]
       • Verschlucken eines Fremdkörpers (Klopfen zw. Schulterbläter; kleine Kinder mit dem Kopf nach unten)
       • Krampfanfälle (vor verletzung schützen, stabile Seitenlage in Nachschlafphase)
       • Fieberkrämpfe (Wärmeabgabe nicht behindern, jedoch vor Unterkühlung schützen)
       • Pseudokrupp (virusbedingte Entzündung im Bereich des Kehlkopfes; O2 1,5 Liter / min. Anfeuchten der Luft)
       • Epiglottitis (bakterielle Entzündung des Kehldeckels; O2 1,5 Liter / min. Anfeuchten der Luft)
       • Asthmaanfall (Verlegung der Bronchien durch Schleimhautschwellung; O2 1,5 Liter / min.)
       • Keuchhusten (Kind hochnehmen; Rücken beklopfen (Schleimlösung) O2 1,5 Liter / min.)
       • Atembehinderung (O2 1,5 Liter / min.; Schockbekämpfung)
       • SIDS (plötzlicher Kindstod)

59. Ertrinkungsunfall [25.1]
       1. Abwehr
       2. Atemanhalten
       3. Ersticken
       4. Krämpfe
       5. Atemstillstand, Kreislaufstillstand
       Sekundäres Ertrinken bis zu 48 Stunden nach dem Notfall (Lungenödem)

60. Tauchunfall [25.3]
    Dekompressionsunfall (es kommt zu Blasenbildung im Blut, das nicht genügend CO2 abgeatmet wurde)
    SAN-Maßnahmen:
       • Sauerstoffgabe 15 Liter / min.
       • Anleitung zu tiefer, ruhiger Atmung
       • Druckkammer des Hyperbaren Zentrums Graz 0216/385-3551 oder 3552 verständigen
       • Sonstige SANs

61. Strahlenschutz: Grundzüge [25.6]
    Alpha-Strahlen
    Beta-Strahlen
    Gamma-Strahlen
    Neutronen-Strahlen
    Arten:
       • Bestrahlung (Patient strahlt nicht)
       • Verstrahlung (Patient strahlt!)
    Kontamination
    Inkorporation (Strahlende Partikel sind in den Körper gelangt)
    Schutz:
       • Abstand: möglichst weit (Abstandsquadrat)
       • Aufenthaltszeit: möglichst kurz
       • Abschirmung: möglichst viel

62. Strahlenunfall [25.5]
       Spezialkräfte
       Sicherheitsabstand
       SAN-Maßnahmen (siehe 38. Thermische Wunden [15.4]

63. Psychiatrische Notfälle, Unterbringungsgesetz [26.1]
    Ursachen:
       • Schizophrenie
       • Depression, Manie
       • Neurotische Reaktionen
       • Stoffwechselentgleisungen
       • Infektionen, Vergiftungen
       • Suchtkrankheit
       • Durchblutungsstörung des Gehirns
    Unterbringungsgesetz:
       • Persönlichkeitsrechte psychisch Kranker sind besonders zu schützen
       • Menschenwürde ist unter allen Umständen zu achten und zu wahren (§ 1)
       • Unterbringung auf Verlangen ist möglich (§ 4 u. § 5)
       • Unterbringung gegen den Willen muß von einem Arzt bescheinigt werden (§ 8)

64. Suizidgefahr [26.2]
    Praesuizales Syndrom:
       • Einengung der Gefühlswelt
       • Irrealität des Denkens
       • Aggression kann oft nicht ausgelebt werden (sozial Hemmungen)
    Selbstmorddrohung (immer ernst nehmen, Patient darf nicht allein gelassen werden; mit ihm ständig reden)
    Selbstmordversuch (medizinische Versorgung hat Vorrang; bei Versuch gegen Willen davon abhalten)
    SAN-maßnahmen:
       • Patient während des Transportes aufmerksam beobachten, verständnisvoll betreuen und beruhigen
       • Bei Selbstmordversuch muß der Patient gegen seinen Willen davon abgehalten werden!
       • Vorliegende Verletzungen haben prinzipiell Vorrang
       • VORSICHT! Am Anfang Annäherung vermeiden
       • Vorerst Aggressionsabbau abwarten (schimpfen lassen)!
       • Keine Beruhigung: Überwältigung durch Exekutive; Transport unter Aufsicht eines Exekutivorgans!

65. Umgang mit psych. Kranken [26.4]
    Nicht aggressiver Patient:
       • Ruhe im Gespräch und im Verhalten
       • Jedes Gespräch mit einer persönlichen Anrede beginnen
       • Nicht Argumentieren, drohen oder belehren!
       • Beim Patienten bleiben, nie den Rücken zuwenden, ständig beobachten!
    Aggressiver Patient:
       • Zwangsweiser Transport ist durch Unterbringungsgesetz geregelt
       • Dem Sanitätspersonal wird nur das Recht der Notwehr zugebilligt
    Tobender Patient:
       • Sicher und bestimmt auftreten, jede plötzliche Annäherung vermeiden
       • Dem Aptienten nie den Rücken zukehren!
       • Vorsichtig ein Gespräch eröffnen und versuchen den Patienten zu beruhigen!
       • Exekutive verständigen
       • Viele Tobende beruhigen sich von selbst wenn sie mit einer Mehrheit konfrontiert sind
       • Für die Überwältigung eines Tobenden sind mindestens 5 Personen (Giedmaßen & Kopf) erforderlich!

66. Organisation der Sanitätshilfsstelle [27.5]
      • SAN-HIS Leiter
      • Notarzt
      • Leiter (Material)
      • Gesamteinsatzleiter
      • Mobile Leitstelle

67. Triagegruppen [27.5]
    Triagegruppe 1:
    Sofortiger behandlungszwang, Behandlungspriorität (Atemstörungen, Brustkrobverletzungen)
    Triagegruppe 2a:
    Frühbehandlung notwendig, daher Transportpriorität (SH-Trauma, Wirbelverletzungen, innere Blutungen)
    Triagegruppe 2b:
    Aufgeschobene Behandlung (Augenverletzungen, große Weichteilverletzungen, Geschlossene Knochenbrüche)
    Triagegruppe 3:
    Warten bis 2a und 2b erledigt sind (Kleine Weichteilwunden, einfache Knochenbrüche, Prellungen, Zerrungen)
    Triagegruppe 4:
     Warten bis 1 und 2a erledigt sind (Kreislaufstillstand, schwerstes SH-Trauma, schwerste Verbrennungen)

68. Aufbau u. Ablauf in der SANHIST [28.1]
     Aufbau:
        • Soforteinsatzgruppe entsenden
        • Lage feststellen, beurteilen und berichten
        • Einzelne Stellen schrittweise aufbauen
        • Einzelne Stellen und Leiter kennzeichnen
        • Kommunikation sicherstellen
        • Personal und Material anfordern
     Ablauf:
        • Bergung
        • Transport zur Triagestelle(n)
        • Kennzeichnung des Patienten mit der Patientenleittasche
        • Triage
        • Transport zur bezeichneten Behandlungsstelle
        • Bahandlung und Erstellen der Transportfähigkeit
        • Triage für Abtransport (Dringlichkeit, Zielspital)
        • Abtransport

69. PatientenLeitSystem [28.1]
    Patienten hlchster Bergepriorität sind bereits bei der Bergetriage mit der Aptientenleittasche zu kennzeichnen
    Alle anderen Patienen sind mit dieser in der Triagestelle zu versehen (wenn Name nicht bekannt dann Nummer)
    Weg der Patientenleittasche:
        • Schadensplatz
        • Triagestelle
        • Bahandlungsstellen
        • Verladestelle
        • Krankenhaus

70. SANHIST: Kennzeichnung u. Wegweisung [28.3]

				
DOCUMENT INFO
Shared By:
Categories:
Tags:
Stats:
views:101
posted:9/12/2011
language:German
pages:16