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Heft 5

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Heft 5 Powered By Docstoc
					   Zeitung zur
   Mädchenarbeit
   in Niedersachsen

Heft 5
Juni 1995




Niedersächsisches
Modellprojekt




                      1
                                                                                             Editorial
Liebe Leserin,                                                                               Inhalt
vor Dir liegt die 5. „Donna Lotta”, wie immer mit vielen Informationen,
Artikeln, Notizen, Hinweisen…                                                                Editorial ..................................... 2

Aber dieses Mal gibt es eine Besonderheit. Wir haben uns im Schwer-
punkt dem Thema „Mädchen und Pferde” gewidmet. Die konkrete                                  Schwerpunkt:
Durchführung eines Projektes zu diesem Thema wird auf den Praxis-                            Mädchen und Pferde ............. 3
seiten beschrieben. Mit dieser Ausgabe kann sich also eine jede ein
präzises Bild über das Phänomen der jugendlichen „Pferdenärrin” ma-
                                                                                             Regionales: Weser-Ems ........... 6
chen. Ursula Grzeschke und Arne Christoph verfolgen wie es zu dieser
großen Liebe zu Pferden kommt. Was war es bei Dir, Du bist doch sicher
                                          auch geritten, oder? Darüberhin-                   Regionales: Lüneburg ............. 8
                                          aus wollen wir zeigen, wie Jugend-
 Impressum                                arbeit dieses Interesse der Mäd-
                                                                                             Regionales: Hannover ........... 10
                                          chen aufgreifen kann. Dies ge-
 Herausgeber: Landesjugendring Nieder-    schieht am Beispiel eines Projektes
 sachsen e.V., V.i.S.d.P.: Hesa Ehrlich
                                          der Jugendbildungsstätte Bred-                     Regionales: Braunschweig ... 12
 Redaktionsanschrift: Koordinationsstelle beck.
 des Nds. Modellprojekts „Mädchen in
 der Jugendarbeit”, Am Jugendhof 17,                                                 Praxisbeispiel: Projekt
                                                Die Regionalseiten berichten wie
 27283 Verden/Aller. Tel.: 0 42 31 / 7 23 37,                                        Mädchen und Pferde ........... 14
                                                immer über die Bewegung, die
 Fax: 0 42 31 / 97 40 22
                                                Vielfalt, die Rückschritte und die
 Redaktionsteam: Christiane Meiners,            Fortschritte der Mädchenarbeit       Buntes ...................................... 16
 Peggi Nischwitz, Sabine Sundermeyer,           (erinnen) in den Regierungsbezir-
 Andrea Theis                                   ken. Aus postalischen Gründen
                                                (Büchersendungen) dürfen wir         Lesen, Sehen & Hören ........... 18
 Titelfoto: …
                                                keine Preisangaben abdrucken.
 Druck: Buchdruckwerkstätten Hannover           Besonders hinweisen möchten wir
                                                                                     Über uns .................................. 20
                                                an dieser Stelle auf die Ausschrei-
 Layout: s•form, Laatzen                        bung des nächsten Mädchen-
                                                aktionstages des Modellprojekts in   Die Mädchenreferentinnen .. 22
 Papier: 100% Altpapier (Recycling)
                                                Verden auf den Seiten „Wir über
                                                uns”. Im Frühjahr 1996 wollen wir
 Auflage: 3.000                                                                      Angebote für Mädchen
                                                eine große Tagung für Multiplikator-
 Erscheinungsweise: halbjährlich                innen zum Thema Mädchenpolitik       und junge Frauen .................. 23
                                                auf die Beine stellen; von daher
 Verteiler: kostenlos zu erhalten bei den       wird es im nächsten Jahr keinen      Fortbildungsangebote für
 jeweils zuständigen Mädchenreferent-           niedersachsenweiten 4. Aktions-
 innen (s.S. 22)                                                                     Mutiplikatorinnen ................... 24
                                                tag für Mädchen geben. Wir hof-
 Hinweis: Namentlich gekennzeichnete            fen, daß auch in diesem und in
 Beiträge entsprechen nicht automatisch         folgenden Jahren in recht vielen
 der Meinung der Redaktion.                     Regionen Mädchenaktionstage
                                                oder -Wochen stattfinden. Die Erfahrung zeigt, daß in Kooperation mit
 Vervielfältigung und Veröffentlichung nur
 unter Angabe der Quelle und ggf. der
                                                verschiedenen Trägern und Frauenbeauftragten viel erreicht werden
 Autorin                                        kann.

 Redaktionsschluß für Heft 6 (Dez.) /95 ist     In der Hoffnung Dir für Deine Arbeit wieder fruchtbare Anregungen
 am 20.10.1995                                  geben zu können …

                                                Das Redaktionsteam
  Richtigstellung für Heft 4/94:
  Die Beratungsstelle für sexuellen
  Mißbrauch in Leer gibt es leider
  nicht mehr. Die Berufsgruppe ge-
  gen sexuellen Mißbrauch und Ge-
  walt an Kindern (Tel.: 05141/12653)
  macht keine Beratung.




2
    Schwerpunkt
„Mädchen und Pferde”                                                                         Eine Beziehung,
                                                                                         die nicht zu zügeln ist…
„Ich bin verrückt nach Pferden, weil ich verrückt nach Tieren bin”, sagt Lisa H., eine 12-jährige Teilnehmerin des
Projektes „Mädchen und Pferde” aus dem Landkreis Osterholz in Niedersachsen. Viele Mädchen, die sich zu Pferden
hingezogen fühlen, werden Lisa verstehen und ihre Worte nachempfinden können, denn unter ihnen sind die meisten
Pferdefans zu finden. Von 665.183 Mitgliedern, die im Jahr 1994 der Deutschen Reiterlichen Vereinigung angehörten,
waren allein 130.899 Mädchen unter 14 Jahren! 1)
Meist mit dem Einsetzen der Pubertät differenzieren sich die Vorlieben für bestimmte Tierarten geschlechtsspezifisch
aus. Mädchen beginnen Pferde zu lieben. Sie fangen an zu reiten, verbringen ihre Freizeit in Reitställen, pflegen die
Pferde, misten Ställe aus, kennen jedes Detail der Lebensgeschichte von „Flicka” und „Black Beauty” aus Pferdefilmen,
lesen nur noch Pferdebücher, als Berufswunsch nennen sie Pferdepflegerin und Tierärztin, die Zimmer der Mädchen
hängen voller Poster und Fotos von Pferden, alle kennen die Pferdezeitschrift „Wendy” und sie reden, schreiben und
träumen von ihren Lieblings- oder Pflegepferden. 2)
Warum besitzt das Pferd diese hohe Anziehungskraft für Mädchen? Welche besonderen Bedeutungsaspekte kommen
dem Pferd in der Beziehung zu Mädchen und als Medium in der Mädchenarbeit zu? Die Untersuchungen und Aussagen
zu diesen Fragen stehen am Anfang. Studentinnen der Erziehungswissenschaft griffen das Thema in ihren Examensar-
beiten auf. 3) Eine neuerliche Untersuchung unternimmt ein Forschungsprojekt der Gesamthochschule Kassel. 4)
Um den vielfältigen Aspekten der Mädchen - Pferd - Beziehung auch nur annähernd gerecht zu werden, ist die
Auseinandersetzung mit dem Pferd selbst, mit seinem Äußeren, seinem Charakter, den Möglichkeiten der Bedürfnis-
befriedigung durch den Umgang mit Pferden, aber auch die Möglichkeit zur Projektion und die Symbolbedeutung des
Pferdes von Wichtigkeit.

    Das Pferd als Symbol
Die symbolische Bedeutung des Pfer-
des ist von hoher Intensität und viel-
fältigem Wert. Nach C. G. Jung kön-
nen Symbole zwischen dem Unbe-
wußten und dem Bewußten des Men-
schen vermitteln und verfügen daher
über eine heilende und entspannen-
de Wirkung.
Marlene Baum 5) zeigt auf, wie auch
das Pferd als Symbol und als Mittler
anzusehen und als solcher einem ge-
sellschaftlichen und zeitlichen Wan-
del unterworfen ist.
Bevor das Pferd gefahren und gerit-
ten wurde, galt es als heiliges Tier und
stand wegen der halbmondförmigen
Hufabdrücke in matriarchalen Gesell-
schaften im Dienst der Mondgöttin. Es
war ein weibliches Lebenssymbol, galt      löst sich damit von der Übermacht des      gendes Tier - Muttersymbol / als gött-
als göttliche Weltseele für Mensch und     Unbewußten.” 6)                            liches Roß - Symbol für Schönheit und
Tier gleichermaßen, beide gedacht                                                     Schnelligkeit....) und dem Patriarchat,
                                           In drei Mythen erscheint das Pferd als     hier als ein Symbol von Macht und
in kentaurischer Symbiose.
                                           Symbol für die Auseinandersetzung des      Herrschaft.
                                           Menschen mit der Natur, alle drei be-
Mit der Besteigung des Pferdes durch       zeugen den Übergang von matriar-           Das Pferd ermöglicht damit u.E. die
den Mann verkündete das „Helden-           chalen zu patriarchalen Herrschafts-       Projektion von Wünschen und Bedürf-
roß” den Sieg des erwachenden Gei-         formen. Von den Kentauren, über Pe-        nissen in beiderlei Richtung. „Die ar-
stes, den sich seiner selbst und der       gasus und Bellerophon bis hin zur Ge-      chaische Rolle kommt dem Pferd zu,
Welt gegenüber bewußt geworde-             schichte des Trojanischen Pferdes ver-     weil es das instinkthafte, wiegende,
nen Menschen, das männliche Prin-          sinnbildlicht sich hier die Unterwerfung   tragende mütterliche Element dar-
zip.                                       des Pferdes durch den Menschen. Das        stellt, das Leben und Tod zugleich
„Indem der Mann zum Reiter wird,           Pferd wird zum Symbol der Züchtigung,      beinhaltet. In der Roß - Reiter - Sym-
zwingt er symbolisch die Libido            oft auch des Leidens. Es bleibt nach       biose verkörpert das Pferd das Es und
(Lebensenergie d. Verf.) unter sich. Er    M. Baum aber weiterhin Mittler zwi-        der Reiter das Ich, das als geistiges
erhebt sich im wahrsten Sinne des          schen den mutterrechtlichen Bedeu-         Prinzip die männlich - beherrschende
Wortes über die mütterliche Erde und       tungen (z. B. Seelensymbol / als tra-      Rolle übernimmt… .”7)




                                                                                                                        3
                                                                  Schwerpunkt
Mit der Freundschaft zum Pferd als                    Körpergefühl                     Dabei ist es der Mann, der das Pferd
Mittler zwischen männlichen und                                                        zwischen seine Schenkel zwingt. 9)
weiblichen Wunschvorstellungen und          Das Mädchen kann ihren Körper in
Projektionen scheinen Mädchen der           seiner Vielfalt und seiner Begrenzung                Emotionalität
kentaurischen Einheit wieder etwas          durch das Reiten neu entdecken und
näher gerückt. Die Wiederentdek-            erfahren: durch das Getragen- und          Das Pferd kommuniziert nonverbal
kung des Pferdes durch die Frau /           Geschaukeltwerden, durch die rhyth-        und bietet dem Mädchen damit ge-
Mädchen belebt seine mythische              mischen Bewegungen wie auch durch          nügend Projektionsfläche für ihre ei-
Rolle und kann zahlreiche Bedürfnis-        die Schnelligkeit des Pferdes. Sie übt     genen Gefühle und Stimmungen. Im
se, Eigenschaften und Verhaltenswei-        sich in der Körperhaltung, im Anspan-      Umgang mit ihm spiegeln sich aber
sen von Mädchen spiegeln und be-            nen und Entspannen aller Muskeln, in       ebenso die Eigenschaften, Verhal-
friedigen.                                  der Balance, erprobt das eigene Ein-       tensweisen und Bedürfnisse der Mäd-
                                            fühlungsvermögen und erlebt engsten        chen wider. Das Mädchen kann sich
Allerdings ist das reiterin- oder reiter-   körperlichen Kontakt zum Tier, eine        dem Pferd (ganz) hingeben, es wird
lose und ungesattelte Pferd die ei-         körperliche Nähe ohne objekthafte          getragen und geschaukelt, und das
gentliche ausstehende konsequente           Sexualisierung des eigenen Körpers.        Pferd vermittelt ihr ein (Stück) Urver-
Haltung dem Pferd gegenüber.                Mit allen Sinnen erfährt sie die Begeg-    trauen und Geborgenheit durch sei-
                                                                                       ne Wärme und seine dem Menschen
                                                                                       zugewandte Art als Herdentier. Seine
                                                                                       Zuneigung ist nicht an menschliche
                                                                                       Gesichtspunkte geknüpft, das Pferd
                                                                                       reagiert immer offen und direkt im
                                                                                       Kontakt mit Anderen.

                                                                                             Grenzerweiterung
                                                                                       Der Umgang mit dem Pferd erlaubt
                                                                                       es dem Mädchen, daß sie sich in ei-
                                                                                       nem zeitlich und räumlich begrenz-
                                                                                       ten Rahmen in neuen, für sie vielleicht
                                                                                       ungewohnten Rollen ausprobieren
                                                                                       kann.
                                                                                       Zum einen im Bereich von Grenzer-
                                                                                       fahrungen und -erweiterungen. Es ko-
                                                                                       stet Mut und Risikobereitschaft, den
                                                                                       sicheren Boden unter den Füßen zu
                                                                                       verlassen, um sich auf ein Pferd zu
                                                                                       setzen und zu reiten. Reiten ist immer
                                                                                       auch ein Abenteuer, denn das Pferd
                                            nung mit dem Pferd, bei der Pflege,        ist ein eigenständiges Lebewesen mit
   Aspekte der Beziehung                                                               einem eigenen Willen. Angesprochen
                                            beim Reiten, im Stall und auf der
    zwischen Mädchen /                      „Bahn”.                                    ist damit auch der Aspekt von Macht
     Frauen und Pferden                                                                und Herrschaft. Um mit einem Pferd
                                            Sinnliches Erleben schließt damit die      gefahrlos umgehen zu können, muß
                                            vielfältigen Erlebnisse der Mädchen        das Mädchen das Pferd dominieren,
Ist das Pferd als Symbol also als Mittler
                                            ein, meint eine umfassende Lebens-         d.h. die Funktion des Leittieres über-
zwischen zwei Prinzipien anzusehen,
                                            freude und Lebenslust. Die Lust an der     nehmen. Hierbei sind Durchsetzungs-
verkörpert es als Tier natürlich selbst
                                            Begegnung und Bewegung mit dem             vermögen, eigener Wille und eine
auch die weiblichen und männlichen
                                            Pferd, die Lust an den Gerüchen im         besondere Reitweise gefragt. Wenn
Aspekte des Lebens, als Gattung und
                                            Stall, am Reiten, am Leben auf dem         es ihr gelingt das „∂ -Tier” zu sein,
als einzelnes Wesen. Mädchen erle-
                                            Pferdehof.                                 bedeutet dies eine enorme Stärkung
ben so im Umgang mit dem Pferd
nicht nur eine große symbolische Viel-      Leider wird die Pferdeliebe der Mäd-       ihres Selbstbewußtseins und nicht zu-
falt von Bedeutungsebenen, sondern          chen besonders von Männern häufig          letzt ihres Stolzes.
es sind ihnen auch viele Erfahrungen        ausschließlich sexualisiert gesehen. Die   Erwähnung finden soll auch der
auf der Beziehungsebene möglich,            männliche Phantasie verfängt sich in       Aspekt der Fürsorge- und Pflege des
die sie sich aneignen und ins eigene        Onanievorstellungen mit der die Be-        Pferdes, der für Mädchen eine große
Selbst integrieren können.                  ziehungen der Mädchen zu Pferden           Rolle spielt. Wenn es sich auch um
                                            letztlich verhöhnt und abgewertet wer-     sehr rollenspezifische Aspekte han-
Im folgenden werden exemplarisch            den. „Groß, stark, warm und sexy ist so    delt, so sind sie in ihrer Qualität zu
einige konkrete Aspekte in der Bezie-       ein Roß - genau das, wovon präpu-          schätzen und dem Reiten als gleich-
hung zwischen Mädchen und Pfer-             bertierende Mädchen wiehernd träu-         wertig gegenüberzustellen. Fürsorge
den benannt, wobei auf eine Zuord-          men” 8), schreibt selbst eine Frau im      und Pflege ermöglichen dem Mäd-
nung in weiblich und männlich ver-          Stern und projiziert damit männliche       chen ein gutes Kennenlernen des Tie-
zichtet wird.                               Anschauungen auf die Reiterinnen.          res, eine erste Kontaktaufnahme und




4
    Schwerpunkt
sie machen das Leben und Miteinan-
der im Stall aus. Leider ist es so, daß in
vielen Reitställen die ’Pferde-Liebe’
ausgenutzt wird, indem Mädchen die-
se Pflegedienste unentgeltlich erledi-
gen.
Häufig gelockt mit dem Versprechen,
nach dem Putzen auch das Pferd
’mal’ reiten zu dürfen, unterliegen die
Mädchen der ’alt-bewährten’ Teilung
in ’Pflegen im Stall / innen’ und ’Rei-
ten / außen’. Sie hoffen auf die Aner-
kennung ihrer Leistungen, das Zuk-
kerbrot ‚Reiten’, unterliegen aber
häufig der Reduktion auf die Pflege
und den Stall, wie Frauen der Reduk-
tion auf Kinder und Küche.

Abschließend läßt sich sagen, daß
die Begegnung mit Pferden für Mäd-           auch Thesen und Ziele weiter und ge-        Anmerkungen:
chen vielfältige Möglichkeiten bietet,       nauer zu überprüfen. Darüber hinaus
                                                                                         1)
ihren Körper und alle Sinne, ihre Emo-       überlegen wir, die Begegnungen von           Nach Auskunft der Deutschen Reiterlichen
tionalität und das eigene Handeln                                                        Vereinigung, Warendorf 12.4.1995
                                             Mädchen und Pferden gezielter für
                                                                                         2)
’bewußt’ zu erleben und daß es               Mädchen mit Gewalterfahrungen zu             Vgl. Karl W. Bauer, H. Hengst; Wirklichkeit
„durch eine solchermaßen erweiter-           nutzen. Konzeptionelle Überlegungen         aus zweiter Hand, Reinbeck bei Hamburg
te Selbstwahrnehmung zur Stärkung                                                        1980, S. 184 ff
                                             hierzu stehen noch aus.
                                                                                         3)
des Selbstbewußtseins in bezug auf                                                         Antje Jäger; Entwicklung im Galopp? Die
                                             Da alle am Projekt beteiligten Frauen       Beziehung zum Pferd als Möglichkeit zur
das eigene Können und zu einer Si-
                                             am Austausch mit anderen Frauen,            Bearbeitung jugendspezifischer Entwick-
cherheit in bezug auf die eigenen
                                             die mit Mädchen und Pferden arbei-          lungsaufgaben bei Mädchen, Diplomar-
Gefühle kommen kann.” 10)                                                                beit an der Ev. Stiftungsfachhochschule
                                             ten, interessiert sind, steht die Planung
                                             eines Fachtages und einer Fortbildung       Nürnberg, o.J.
Wir sehen, daß die vielfältigen Bedeu-                                                   Konstanze Schleehaut;” So leidenschaft-
                                             zum Thema „Mädchen und Pferde”
tungsebenen genutzt werden kön-                                                          lich, so richtig”, Die besondere Bedeutung
                                             voraussichtlich noch im Herbst ’95 oder
nen, um ’heil-werdend’ zu wirken. Dies                                                   des Pferdes für Mädchen, Diplomarbeit am
                                             im Frühjahr ’96 in Aussicht.
bedeutet die Integration aller Mög-                                                      FB Erziehungswissenschaften der TU Berlin,
lichkeiten, ob sie nun als weibliche         In diesem Sommer, vom 22.-25.6.95,          Dezember 1993
oder als männliche Aspekte betitelt          gibt es wieder ein Seminar für Mäd-         4)
                                                                                           Helga Adolph, H. A. Euler; Gesamthoch-
werden, um auf dem Weg zur ’Neuen            chen ab 12 Jahren mit dem Titel „Aben-      schule Kassel, FB 03
Identität’ für Mädchen einen Schritt         teuer Pferd”. Plätze sind noch frei !       5)
                                                                                           Marlene Baum; Das Pferd als Symbol,
voranzukommen. Die Lust und Freu-                                                        Frankfurt a.M. 1991
                                             Kontaktmöglichkeiten:
de an der Begegnung mit Pferden,                                                         6)
                                                                                              Marlene Baum; a. a. o., S. 68
                                             Anne Christoph, Tel. 0421/ 2769711
an der Bewegung, am Ausprobieren                                                         7)
                                                                                              Marlene Baum; a. a. O., S. 121
                                             Ursula Grzeschke, JBS Bredbeck, Tel.
aller Möglichkeiten, an der aktiven                                                      8)
                                                                                           Paula Almquist; Wenn kleine Mädchen
                                             04791/ 7041
Hin- und Abwendung zum Tier, zur                                                         wiehern, Stern 21/94, S. 98
Natur und zu anderen Mädchen und             Die Vorstellung des Projektes „Mäd-         9)
                                                                                              Vgl. Marlene Baum; a. a. o., S. 124
Menschen ist dabei der positive Aus-         chen und Pferde” erfolgt auf S. 14+15.      10)
                                                                                               Konstanze Schleehauf; a.a. o., S. 67
gangsimpuls.

              Ausblick                                               Eine Pferdegeschichte...
Die Arbeit mit den Mädchen und den              „Das Pferd gehört einem kleinen Mädchen, aber sie möchte es nicht mehr
Pferden ist auch für uns Pädagogin-             haben, weil es einen Unfall hatte und seitdem nicht mehr geritten werden
nen von großem Wert und vielschich-             darf, weil es total entstellt ist.
tiger Intensität. Neben hoher Konzen-           Der Unfall passierte so:
tration und verantwortlicher Präsenz,
die uns über einen meist sehr langen             Die Mutter wurde verkauft, aber da war es noch im Bauch von ihr. Der
Tag hinweg abverlangt wird, macht               Transport sollte zwölf Stunden dauern. Nach ca. sieben Stunden passierte
es viel Freude mit ’Mensch und Tier’            es dann: Ich wurde geboren. Es regnete sehr stark, so daß die ganze Straße
zusammenzusein.                                 überschwemmt wurde. Plötzlich kam das Auto ins Schleudern und raste in
                                                einen Graben. Ich dachte, gleich kommt jemand und holt mich und
Wir hoffen, daß die Projektarbeit trotz         meine Mutter heraus, aber nichts geschah.
erhöhter Kosten weitergeführt werden
                                                Aber nach ganz langer Zeit kam dann doch jemand. Als ich aufstehen
kann, um die Erfahrungen zu festigen,
                                                wollte, konnte ich es nicht.
das Konzept zu differenzieren wie




                                                                                                                                    5
                                                    Weser-Ems      Regionales
        Arbeitskreis Mädchenarbeit in Osnabrück
Der Arbeitskreis Mädchenarbeit Osnabrück besteht seit 1990 und setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen
der Stadtteiltreffs, der Jugend- und Gemeinschaftszentren der Stadt Osnabrück und der Familienbildungsstätten,
des Mädchenzentrums, des lnternationalen Bundes für Sozialarbeit, der Arbeiterwohlfahrt und der Gemein-
den.

Ziel des Arbeitskreises ist die Ver-                                                wird deshalb in den Sommer-
netzung der gesamtstadt-                                                            ferien 1995 wiederholt.
bezogenen Mädchenarbeit.
Weitere Ziele sind die Förde-                                                        In den Herbstferien 1994 wa-
rung des Bewußtseins für die                                                         ren die Pädagoginnen dann
Notwendigkeit einer eigenstän-                                                       startbereit, um die „Mädchen
digen Mädchenarbeit und die                                                          Kunst- und Kulturtage” durch-
Unterstützung der parteilichen                                                       zuführen. In der Zeit vom 24.-
Arbeit mit Mädchen.                                                                  29. Oktober fanden elf ver-
                                                                                     schiedene Workshops für
Um die Ziele politisch zu festi-                                                     Mädchen im Alter von 11 -21
                                               Das Logo der Mädchen-Kunst
gen treffen wir uns regelmäßig                                                       Jahren in den Zentren statt.
                                               und Kulturtage in Osnabrück
mit den Osnabrücker Politike-                                                        Die Mädchen konnten z. B. in
rinnen. Diese Treffen dienen                                                         einem Mädchenrockwork-
dem Informationsaustausch               darf, eine längere Freizeit durch-           shop in Mikros schreien, die
und der gegenseitigen Unterstüt-        zuführen.                              Hüften beim orientalischen Bauch-
zung. Dank dieser Zusammenar-                                                  tanz oder beim Afrikanischen Tanz
beit haben wir durchsetzen kön-         Im Februar 1994 haben wir eine         schwingen, Grundgriffe der Selbst-
nen, daß eine ABM-Stelle zur För-       Podiumsdiskussion mit dem Titel        verteidigung ausprobieren, sich
derung der Mädchenarbeit ein-           „Zwischen Lippenstift und Rotstift”    künstlerisch mit der Airbrushpistole
gerichtet wurde. Diese Stelle exi-      zum Thema „Mädchenpolitik in Os-       oder bei Holzarbeiten betätigen
stierte bereits schon einmal für zwei   nabrück” veranstaltet. Dieser          und vieles, vieles mehr. Höhepunkt
Jahre, war aber seit 1992 nicht         Abend war allerdings nicht in er-      dieser Woche war die rauschen-
besetzt. Stephanie Bunke-Wald-          ster Linie für Mädchen gedacht,        de Abschlußfete, die aus mehre-
mann ist seit November 1994             sondern für die interessierte Allge-   ren Teilen bestand, u. a. einem
Stelleninhaberin und koordiniert        meinheit.                              Vorführteil, wo die Mädchen ihre
neben anderen Aufgaben im                                                      neuerworbenen Fähigkeiten den
Mädchenbereich die gesamt-              ln den Sommerferien 1994 pack-         anderen vorstellen konnten, der
stadtbezogene Mädchenarbeit.            ten drei Pädagoginnen und 16           berühmten Osnabrücker Mäd-
                                        Mädchen für zwei Wochen ihre           chenrockband „Die Schweine”,
In regelmäßigen Abständen orga-         Badesachen und fuhren nach             einem Luftballonwettbewerb und
nisiert der Arbeitskreis gesamtstadt-   Sparndam, nahe Osnabrücks hol-         einer vielfältigen Ausstellung krea-
bezogene Aktionen für Mädchen,          ländischer Partnerstadt Haarlem.       tiver Ergebnisse aus den Mädchen-
um Solidarität und Stärkung unter-      Die Mädchen im Alter von 11 bis 17     gruppen.
einander zu fördern. Die erste grö-     Jahren kamen größtenteils aus den
                                                                               aus: Neue Osnabrücker
ßere Aktion war 1992 „Mädchen           Mädchengruppen in den Zentren.         Zeitung: 12.11.94
erobern die Straße”, wo Mädchen         Dieses erleichterte den Zugang
einen Tag lang in der Osnabrücker       zu den Mädchen und
Innenstadt die Möglichkeit gege-
ben wurde ihr Können und ihre
Fähigkeiten publik zu machen. Die                                                                     Die beiden
Mädchen haben z. B. Jazztanz,                                                                  Veranstaltungen
Akrobatik und „Cheerleeding” auf                                                 „Mädchen erobern die Straße”
einer großen Bühne vorgeführt.                                                 und „Mädchen Kunst- und Kultur-
                                                       deren stürmischen       tage” wurden zu großen Teilen
In den Sommerferien 1993 haben          Welt der Gefühle: Freundschaft,        vom Niedersächsischen Landes-
wir einen „Schnupperurlaub” für         Verliebtheit, Eifersucht und Heim-     jugendamt finanziell gefördert. Die
Mädchen auf Norderney für drei          weh. Diese Freizeit war bei den        restlichen Aktionen sind aus unse-
Tage angeboten. Aufgrund der            Mädchen sowohl als auch bei den        rem Mädchenetat der Stadt Os-
tollen Resonanz, entstand der Be-       Pädagoginnen ein voller Erfolg und     nabrück finanziert worden. > > >




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         Regionales                                   Weser-Ems


> > > Für 1995 haben wir uns vorgenom-      f Eine 12-tägige Sommer-Freizeit       wir sind für alles Neue offen, wen-
     men, weiterhin gesamtstadt-              in Sparndam, mit Wasser, Sonne       det Euch einfach an unsere
     bezogene Veranstaltungen für             und viel Spaß                        gesamtstadtbezogene Koordina-
     Mädchen durchzuführen:                                                        torin zur Förderung der Mädchen-
                                            f Eine einwöchige spannende
                                                                                   arbeit:
                                              Herbstferienaktion für Mäd-
     f Ein Projekt zur Berufsfindung und
                                              chen, die nicht wegfahren.
       Lebensplanung von Mädchen
       das Stephanie Funke-Wald-            Falls auch lhr ähnliche Veranstal-     Stadt Osnabrück/Jugendamt
       mann ausgearbeitet hat und in        tungen durchführen möchtet,            Stephanie Funke-Waldmann
       Zusammenarbeit mit den Päd-          oder tolle Ideen habt, was wir als     Postfach 4460, 49034 Osnabrück
       agoginnen aus den Zentren            nächstes anbieten können, denn         Tel: 05 41 / 3 23 - 23 77   ∆
       durchführt.


       ||||||||||||||||
           Mädchenkalender 95/96
                                                 Mädchenguppen. Er er-             zentren und dem Landkreis Fries-
                                                 scheint im Juni ’95 und wird in   land finanziert. Für eventuelle wei-
                                                 den Jugendzentren an die          tere Kalender bräuchten wird
                                                 Mädchen kostenlos verteilt.       dann noch einige Sponsoren.

                                                 Über den Inhalt:                  Dieser Artikel wurde vom Jugend-
                                                                                   zentrum Sande geschrieben.
                                                 In diesem Kalender stellen sich
                                                 die einzelnen Mädchen-            Kontakt:
                                                 gruppen vor. Einige haben         JZ Sande, Kerstin Schlage,
                                                 daraus eine Fotostory ge-         Hauptstraße 78, 26452 Sande,
                                                 macht, andere haben sich          Tel.: 0 44 22 / 34 51            ∆
                                                 durch Fotos oder Text vorge-
                                                 stellt. Das selbstentworfene
                                                 Kalendarium wird durch ei-
                                                 gene Gedichte, Erlebnisbe-           Die beiden Fotos zeigen zwei der
                                                 richte, Sprüche und Bilder auf-       Mädchengruppen, die an dem
                                                 gelockert. Ein Teil des Kalen-       Mädchenkalender mitgearbeitet
                                                 ders beschäftigt sich ausführ-                                haben.
                                                 lich mit den verschie-
                                                 denen Verhütungs-
                                                 methoden und ei-
                                                 nem Fremdwörter-
                                                 lexikon zum Thema
                                                 Sexualität.

     Die Mitarbeiterinnen der Jugend-       Ein anderer Bericht be-
     zentren Jever, Wangerland, Varel,      schäftigt sich mit Hilfen bei
     Schortens, Zetel und Sande sowie       Regelschmerzen und da-
     die Kreisjugendpflegerin des Land-     zugehörend liegt ein Men-
     kreises und die Kreisjugenddia-        struationskalender bei.
     konie treffen sich ca. einmal im
     Monat zum Arbeitskreis Mädchen-        Dieser Mädchenkalender
     arbeit Friesland. Dort wird über die   ist ein Versuch, zu sehen,
     verschiedenen Mädchengrup-             wie diese Gemeinschafts-
     pen, Planungen für Aktivitäten und     arbeit bei den Mädchen
     Konzepte gesprochen. Dabei ent-        ankommt, um dann im
     stand auch die Idee zum Mäd-           nächsten Jahr einen neu-
     chenkalender.                          en Kalender zu gestalten.

     Der Taschenkalender ist eine Zu-       Dieser Prototyp wird von
     sammenarbeit der einzelnen             den einzelnen Jugend-



                                                                                                                  7
                                                             Lüneburg       Regionales
                                                                                         halten die Fotogeschichten, eigene
„Kre-a(k)tiv-Tage für Mädchen”                                                           Gedichte über die gemeinsame Wo-
                                                                                         che und Interviews zum Thema: Mäd-
Zum zweiten Mal fanden in den Osterferien die Kre-a(k)tiv - Tage für Mädchen im          chen und Kre-a(k)tiv-Tage.
Alter von 13 - 15 Jahren im Landkreis Harburg statt. Während dieser fünf Tage ging
es um typisches und untypisches Mädchen- und Jungenverhalten, die Auseinan-              Statements der Mädchen: „lch fand
dersetzung mit Schönheitsidealen und Lebensvorstellungen ( Wie möchte ich                die Freizeit echt gut, weil wir viel Spaß,
werden? Wie möchte ich auf keinen Fall werden?).Dabei fielen verschiedene                Spiel und Spannung hatten und die
vorurteilsbehaftete und angstbesetzte Aussagen zur lesbischen Lebensweise, so            Betreuerinnen ganz nett waren!” „Geil,
daß wir spontan das Thema „Lesbischsein” aufgegriffen haben. Die Vorstellungen           weil es war lustig, alles das zu machen,
der Mädchen über die Lebensform (z.B. Treffpunkte) von Lesben waren sehr                 was wir Kreatives gemacht haben (au-
unterschiedlich. Insgesamt haben wir bei der Auswertung festgestellt, daß die            ßer das frühe Aufstehen)l” „Gut, weil es
Mädchen eher vorurteilsfrei sind und sie die gesellschaftlichen Strukturen, die für      Spaß gemacht hat, die Gipsmasken zu
die Isolation lesbischer Mädchen und Frauen verantwortlich sind, erkennen.               machen und die anderen zu schmin-
Einige forderten ein offensiveres Auftreten der Lesben, „ wenn sich Frauen zuein-        ken! Und weil nur Mädchen da waren!”
ander hingezogen fühlen, sollen sie sich nicht verstellen und dazu stehen.”              „lch fand’s gut, mal ohne Jungs zu
                                                                                         verreisen!” „Wir finden es alle schade,
Ein großes Vergnügen für die Mädchen          In dem Workshop „Gipsen und Herstel-       daß die Mädchenfreizeit schon zu Ende
war ein Brainstorming zum Thema               len eines Reliefs” stellten die Mädchen    ist.”
„Mädchen”. Hierzu haben wir ein gro-          Gipsmasken, Hand-, Fuß- und Armab-
ßes Blatt Papier auf die Erde gelegt und      drücke her, die wir nach dem Trocknen      Referentinnen:
alle Mädchen schrieben unter großem           auf eine große Holzplatte gegipst ha-      Svenja Mehrtens, Wiebke Herrmann
Gekicher und mit verstohlenen Blicken         ben. Das entstandene Reliefbild ha-        Kreisjugendpflege, Landkreis Harburg
ihre Gedanken dazu auf, dabei wuchs           ben wir als Andenken an die Mädchen                                               ∆
der Mut, auch Begriffe über Sexualität        - Kre-a(k)tiv - Tage 95 und zur Raumge-
aufzuschreiben.                               staltung dem Haus geschenkt.

Die Mädchen hatten die Woche über             Das Abendprogramm gestalteten wir
viele Möglichkeiten, ihre kreativen und       gemeinsam mit den Mädchen, dazu
künstlerischen Fähigkeiten zu entfalten.      gab es selbstgemachte Pizza, Obstsa-
In verschiedenen Workshops wurde              lat oder Fruchtbowle. Zum Ausklang
fotografiert, Fotos entwickelt, ge-           lasen wir jeden Abend eine Geschich-
schminkt und gegipst.                         te aus dem Buch „Mal stark, mal
                                              schwach, mal still, mal laut Geschichten   Bildungs-
                                              über Mädchen von heute” - in diesem
                                              Buch sind die Geschichten vom              initiative für
                                              Geschichtenwettbewerb für Mädchen
                                              der Städte Oldenburg und Delmenhorst       Frauen und
                                              gesammelt.                                 Mädchen
                                              Das abrupte Ende der Geschichte „Die       Bei der WEIBSBILD-ung e.V. in
                                              Bankräuberin” (abgedruckt in der letz-     Volzendorf werden ab sofort
                                              ten Ausgabe der Donna Lotta) ließ die      neue Seminare angeboten. Das
                                              Teilnehmerinnen etwas mißmutig wer-        Halbjahresprogramm 1995 be-
                                              den, hatten sie doch mit einem realisti-   inhaltet u.a.: Selbstverteidigung
Das gegenseitige Schminken und an-            scheren Ende gerechnet. Am letzten         für Frauen (Wen-Do), einen Eng-
schließende Fotografieren im aufge-           Abend haben wir eine Igelball-Massa-       lisch-Sprachkurs für Anfängerin-
bauten Studio stand hoch im Kurs. Eini-       ge angeleitet, die zwar manchmal kit-      nen, ein Pferdeseminar, Yoga-
ge Mädchen entwarfen mit ihren „Mas-          zelig war, aber den Mädchen so viel        und Massagekurs, eine Volmond-
ken” Werbung für die großartigsten            Spaß gemacht hat, daß sie für den          Kanutour und einen fortlaufen-
Pflegeprodukte. Ihre Übertreibungen           folgenden Morgen - vor dem Frühstück!      den Kurs für Mütter mit kleinen
verdeutlichten die überzogenen Ver-           - eine „Guten-Morgen - Massage” for-       Kindern auf dem Land.
sprechen der Werbebranche.                    derten.
                                                                                         Das Programm kann gegen Rück-
Spannend war dann im Schwarz/Weiß -           Am Ende des Seminars konnten die           porto angefordert werden bei:
Fotolabor besonders das Entwickeln der        Mädchen eine kleine Zeitung über die       WEIBSBILD-ung e.V. , Volzendorf
Filme im Stockdunkeln! - und der Bilder       - viel zu schnell vergangenen - Kre-       Nr. 13, 29485 Lemgow , Telefoni-
bei Rotlicht. Heimlich wurden Aus-            a(k)tiv-Tage mitnehmen, darin u.a. ent-    sche Auskünfte unter: 05883 / 1494
schnittsvergrößerungen von Schnapp-
schüssen entwickelt. Es entstanden ins-                                                  Außerdem:
gesamt drei Fotogeschichten zu den
Themen Eifersucht, Mädchenfreund-                                                        Seit ca. 2,5 Jahren gibt es dort
schaft und Außenseiterin. Sie sammelten                                                  einen Arbeitskreis Mädchenarbeit
die Ideen, entwarfen die Geschichte,                                                     in Zusammenarbeit mit der Kreis-
führten selbst Regie, waren Darstellerin                                                 jugendpflege Lüchow-Dannen-
und setzten die Texte unter die Fotos. Da                                                berg. Interessierte Frauen aus der
die Texte möglichst kurz gehalten wur-                                                   Mädchenarbeit können sich mel-
den, sind leider einige Inhalte, die in der                                              den bei WEIBSBILD-ung oder bei
Diskussion und Bearbeitung der Ge-                                                       der Jugendpflege Lüchow-Dan-
schichte auftauchten, weggefallen.                                                       nenberg:Tel.: 05841 / 120351




8
    Regionales                                       Lüneburg



                 Perspektiven in der Mädchenarbeit
    Der erste Fachtag für Frauen in der Mädchenarbeit im Regierungsbezirk Lüneburg
Der erste Fachtag für Frauen in der        chenwochen und um Räume für Mäd-           in der patriarchalen Öffentlichkeit of-
Mädchenarbeit im Regierungsbezirk          chen, wie um die Anerkennung ihrer         fensiver vertreten, da die Mädchen-
Lüneburg hat stattgefunden. Am 20.         Arbeit. Häufig auch um die Motivation      referentinnen im Modellprojekt als
Februar 1995 trafen sich über 30 Frau-     der Mädchen selbst. Sie greifen beste-     Vorreiterinnen in der feministischen
en in der Jugendbildungsstätte             hende Strukturen an, besonders in der      Mädchenarbeit gesehen werden.
Bredbeck zu einem Austauch über            aktuellen Auseinandersetzung des
pädagogische und politische Aspek-         KJHG, wenn dieses mädchenspezifisch        Eine wichtige Diskussion über die Fra-
te ihrer Mädchenarbeit. Initiatorin des    interpretiert und umgesetzt werden soll,   ge „High-light”-Pädagogik versus all-
Fachtages war Ursula Grzeschke, eine       und sind nicht länger gewillt, die Krise   täglicher Mädchenarbeit entfachte
der Mädchenreferentinnen des Nie-          der Jugendarbeit durch ihren pädago-       in der Arbeitsgruppe über Mädchen-
ders. Modellprojektes „Mädchen in          gischen Einsatz in der Jugend- und         arbeitskreise, die sich ansonsten über
der Jugendarbeit”, die nach mehr als       damit Jungenarbeit auszugleichen.          Strukturen und Leitungsfragen ausein-
drei Jahren Modellprojektarbeit ein-                                                  andersetzte.
lud, um Rückschau zu halten, die           Am Nachmittag gab es - neben einer
Mädchenarbeit zu reflektieren und in       Materialienbörse und eines Bücherti-       Das Feedback einer Teilnehmerin zu
gemeinsamer Runde mit möglichst vie-       sches - drei Arbeitsgruppen zu den         diesem Fachtag zeigt stellvertretend
len Frauen und Vertreterinnen aus          Themen: Mädchenpolitik, Mädchen-           das breite Echo „Wir sind durch die
Mädchenarbeitskreisen Neues zu pla-        arbeitskreisarbeit und Mädchenarbeit       Tagung wunderbar gestärkt für die
nen, wie auch die Mädchenarbeit im         vorort.                                    Mädchenarbeit”. Am 25. Okt. 1995
Lande zu vernetzen.                                                                   findet der zweite Fachtag ebenfalls in
                                           Diskutiert wurde z.B. über die Notwen-     der Jugendbildungsstätte Bredbeck
Die Veranstaltung begann mit einem         digkeit von konzeptioneller Auseinan-      statt. Gästin der Veranstaltung ist Ani-
Referat zur „Politischen Standortbe-       dersetzung in der konkreten Mädchen-       ta Heiliger, Mitarbeiterin am Deutschen
stimmung der Mädchenarbeit” von            arbeit und die Notwendigkeit von Fort-     Jugendinstitut in München in der Mäd-
Sabine Sundermeyer, der Koordinato-        bildungen für Mitarbeiterinnen, da fest-   chen- und Frauenforschung. Sie spricht
rin des o.g. Modellprojektes. Sabine       zustellen ist, daß besonders Neuein-       zum Thema „Mädchenarbeit Mäd-
Sundermeyer machte in ihren Ausfüh-        steigerinnen über wenig „Know-how”         chenpolitik - Handlungsmöglichkeiten
rungen deutlich, vor welche vielfälti-     in der methodisch-didaktischen Arbeit      für eine emanzipatorische Mädchen-
gen Aufgaben Mädchenarbeiterin-            mit Mädchen verfügen.                      forderung”.
nen gestellt sind. Als „Querrulantin qua
Amt” sind sie in der hiesigen Männer-      In der Arbeitsgruppe „Mädchen-             Anmeldung: Jugendbildungsstätte
welt der Jugendarbeit allerorten we-       politik” wurden Stimmen laut, die for-     Bredbeck (s.Seite 22)
nig beliebt und ringen um Zeit für         derten, die Frauen des Modellprojekts
Mädchentage, -projekte und Mäd-            müßten ihren feministischen Anspruch       Ingrid Haase                           ∆


   Ungleiche Chancen von Mädchen und                                                     Neuer „AK Mädchenarbeit”




                                                                                         r
    Jungen nehmen wir nicht länger hin                                                     im Landkreis Rotenburg
                                                                                           Das 1 Treffen des neuen
Im Landkreis Celle gibt es jetzt auch      arbeit und Mädchenthemen, die Pla-               Arbeitskreises war am
einen Mädchenarbeitskreis. Er wurde        nung, Organisation und Durchführung
im November ’94 gegründet, und hier        von Veranstaltungen und Projekten            23.5.1995 im Kreishaus Roten-
arbeiten ca. 30 Frauen aus den Berei-      und die Erarbeitung einer Konzeption          burg. Nähere Informationen
chen Schule, Arbeiterwohlfahrt (aus-       für die Mädchenarbeit. Geplant wird            und Kontaktmöglichkeit:
ländische Mädchen), Sport, Jugend-         momentan, im September/Oktober                Karin Heitmann•Werkstatt-
zentren, Psychologische Beratungsstel-     Mädchenprojektwochen mit viel Ac-            Gemeinde•Tel.: 04266 / 2398
le, Berufsgruppe gegen sexuellen Miß-      tion durchzuführen und ein Handbuch
brauch, Kirche, Nds. Mädchenmodell-        für Mädchen zu erstellen. Die Mäd-
projekt, Arbeitsamt, CVJM, Jugend-         chenarbeitsgemeinschaft ist ein regel-
hilfe und Frauenbeauftragte.               mäßiges Forum für Fachfrauen sowie
                                           alle interessierten Frauen aus dem
Zentrales Anliegen des Mädchen-            Landkreis Celle, die direkt oder indi-
arbeitskreises ist der Abbau von ge-       rekt in der Mädchenarbeit tätig sind.
sellschaftlicher Benachteiligung und       Ganz besonders freuen wird uns, wenn
die Förderung der Chancengleichheit        Mädchen und vermehrt junge Frauen
von Mädchen.                               (einige arbeiten schon mit) bei uns
                                           mitarbeiten würden.
In diesem Arbeitskreis erfolgen ein
gemeinsamer Informationsaustausch,         Weitere Infos bei der Frauenbeauf-
gegenseitige Unterstützung, eine Ko-       tragten des Landkreises Celle,
operation und Koordination der ver-        Ingrid Bednarz, Trift 26, 29221 Celle,     Auvh Mädchen schmökern schon mal…
schiedenen Institutionen, inhaltliche      Tel.: 05141/916331.                        hier bei der 2. Schreibwerkstatt „Wir sind
Auseinandersetzung mit Mädchen-                                                 ∆     stark und zärtlich” in Bredbeck.




                                                                                                                          9
                                                           Hannover       Regionales
                   Eine Sporthalle voller Mädchen !!!
                        Ein Bericht über ein Modellprojekt im Tischtennis-Sport,
              initiiert vom Tischtennisverband und der Sportjugend Niedersachsen
                                                        Schlägergewöhnung durch        und mittlerweile auch an Punktspielen
                                                        verschiedenartige Aufga-       teilnehmen.
                                                        ben des Spielens mit dem
                                                        Ball z.B. innerhalb eines      Den Zahlen der Statistik des Landes-
                                                        Hindernisparcoures, das Er-    sportbundes Niedersachsens folgernd
                                                        möglichen der individuellen    gehört Tischtennis eher der „Jungen-
                                                        Betreuung jedes Mädchens       domäne” an, was auch im Koope-
                                                        in der Übungsstunde, das ge-   rationsverein in Döhren der Fall gewe-
                                                        genseitige Loben und die       sen ist. Die Tatsache daß sich die An-
                                                        Lernlust der Mädchen füh-      zahl der Mädchen dort von 0 auf 25
                                                        ren innerhalb kürzester Zeit   Mädchen (Tendenz steigend) gestei-
Jeden Mittwoch von 17.00 Uhr bis 19.00      zum sicheren Umgang mit Ball und           gert hat, ist mit Sicherheit auf das Kon-
Uhr wird es laut und quirlig in der Turn-   Schläger. Nach einem letzten Tobe-         zept zurückzuführen, in dem
halle der Grundschule Hannover-             spiel (z.B. Lichter werden gelöscht und
Döhren. Ca. 25 Mädchen im Alter von         „die Dunkelheit in der Halle” wird mit     x die Interessen der Mädchen und
9 bis 15 Jahren, fünf unterschiedlichen     viel Bewegung „angebrüllt”) verwöh-           sie selbst im Mittelpunkt stehen,
Nationen angehörig                          nen sich die Mädchen gegenseitig:          x die Freude an der Bewegung/am
                                                                                          eigenen Körper ausgebaut wird,
x nehmen sich erst einmal einen Fuß-        x inspiriert durch Geschichten der Trai-
                                               nerinnen oder Mädchen, „laufen          x Mädchenfreundschaften unter-
  ball/Handballt/Volleyball oder die                                                      stützt werden,
  „Rugby-Pille” um sie anderen Mäd-            Igelbälle über den Rücken”, oder
  chen zuzuspielen,                                             x ein Verwöhn-         x Ballängste als „Mädchendomäne”
                                                                tunnel, in dem alle       ad absurdum geführt werden,
x jagen sich mit viel Stimme
  durch die gesamte Halle,                                      Muskelpartien aus-     x Mut, Ausdauer, Kraft, Durchset-
                                                                geklopft und aus-         zungsvermögen ebenso selbstver-
x klettern und springen auf                                                               ständlich wie Einfühlungsvermögen,
  die Weichbodenmatte,                                          gestrichen wer-
                                                                den, sorgt bei al-        Gefühle zeigen, sich selbst und an-
  die noch an der Wand                                                                    deren etwas Gutes zu tun als positi-
  verankert ist,                                                len für Entspan-
                                                                nung, oder                ves Eigenes erfahren wird.
x machen erste Schlag-                                                                 Gäbe es mehr von Sportstunden die-
  übungen mit unterschied-                                      x das Rollen von
                                                                Tennisbällen unter     ser Art, würden diese „Räume” (Sport-
  lichen Rückschlagspielen                                                             hallen, Sportplätze), in denen Mäd-
  (Tischtennis, Federball,                                      den Füßen regt
                                                                den Körper sanft       chen positive Gegenerfahrungen zu
  Indiaka etc.)                                                                        einschränkenden Alltagserlebnissen
                                                                bis unter die Kopf-
und nehmen mit viel Bewe-                                       haut an oder aber      machen können, noch mehr dazu
gungslust den Raum ein!!!                                                              genutzt werden, wäre der „Nebenef-
                                                                x Bewegungen,
                                                                die nach Musik in      fekt” mit Sicherheit
Nach einem gemeinsamen
„Hallo” im Kreis, in der jede                                   der Luft gemacht       x keine so starke Fluktuation von Mäd-
berichten kann, was sie                                         wurden, werden             chen ab dem 13. Lebensjahr im
Wichtiges erlebt hat, wo ge-                                    anschließend mit           organisierten Vereinssport,
meinsam überlegt wird, ob                                       Stiften auf großen     x keine sogenannten Mädchen-/
die Planung für den heutigen Tag mit                            Papierbögen wei-           Jungensportarten !
den Interessen der Mädchen überein-            tergeführt, die Kunstwerke und das
                                               Gefühl, das diese Kunstwerke ent-       An dieser Stelle noch einmal ganz lie-
stimmt, beginnt das Aufwärmen. Zwei                                                    ben Dank an Brigitte und Karin, die
Mädchen, die sich in der letzten Sport-        stehen ließ, noch einmal nachvoll-
                                               zogen, oder aber                        diese Mädchengruppe als Übungs-
stunde für diesen Bereich gemeldet                                                     leiterinnen jetzt weiterführen!
haben, führen mit allen anderen ei-         x eigene Abenteuer, die bei Phanta-
genverantwortlich ihr Lieblings-Be-            siereisen entstehen, wiederum mit       Thekla Lorenz
wegungsspiel durch. Mit oder ohne              den anderen erlebt.                     Sportjugend Niedersachsen
Musik, fangend, koordinierend, mit viel     Abschließend wird die nächste              (Adresse siehe S. 22)
Körperkontakt, mutig oder schnell,          Übungsstunde oder ein anstehendes                                                ∆
kraftvoll oder behutsam wird der Kör-       Fest oder ein Nachmittag zu Themen
per erwärmt. Neue Mädchen werden            wie „Freundinnen” gemeinsam verab-
gerade hier spielend in die Gruppe          redet.
aufgenommen.
                                            „Was haben sie mit meiner Tochter
Anschließend geht es zur Hauptsport-        gemacht? Sie hat bisher verschiede-
art der Übungsstunde, dem Tischten-         ne Sportarten probiert und immer wie-
nis. Die Mädchen bauen die Platten          der aufgehört. Jetzt ist sie Mittwochs
eigenverantwortlich, jeweils zu dritt auf   nicht mehr zu bremsen!” Der Kom-
und wechseln sich an den unterschied-       mentar dieser Mutter gibt die Motiva-
lichen Stationen (spielerische Übun-        tion der Mädchen wieder, die regel-
gen Rück-/Vorhand, Angabe etc.) ab.         mäßig zu ihrem Tischtennis kommen




10
    Regionales                                           Hannover


Unfaßbar: Zu Ostern erschien
vielen Hildesheimerinnen die                                           Fit Frech Fetzig
                                                     Das ’Forum Mädchenarbeit im Landkreis Hameln - Pyrmont’ ist ein
         Wilde Hilde                                 Zusammenschluß der Institutionen aus den kreisangehörigen Städten
Pünktlich (etwa jedes Jahr) am Gründon-              und Gemeinden des Lankreises Hameln - Pyrmont.
nerstag ist die 3. Ausgabe der Hildesheimer          Dazu gehören: Jugendpflege der        stitutionen und Mädchengruppen
Mädchenzeitschrift Wilde Hilde erschienen.           Stadt Bad Münder, Mütterzentrum       aus dem gesamten Landkreis ge-
(An alle, die verzweifelt versucht haben, sie        Hameln, AKAK (Arbeitskreis auslän-    meinsam organisiert wurde.
zu abonnieren: Soweit sind wir noch nicht)           discher Kinder), Regenbogen der
Die Redakteurinnen, es sind ihrer sieben, ha-        Stadt Hameln, Kinderschutzbund        Die Mädchenkulturwoche wurde
ben auch diesmal keine Mühen gescheut,               Springe, Kreisjugendamt Abt. Ju-      im Oktober 94 als eine Aktion in
um einen bunten Inhalt präsentieren zu kön-          gendpflege des Landkreises Ha-        den Herbstferien durchgeführt.
nen (wie immer schwarz auf weiß auf das              meln - Pyrmont, Jugendzentrum
gute Umweltfreundliche gedruckt), der den            Bad Pyrmont, Jugendwerkstatt Salz-    ln dieser Woche konnten Mädchen
Leserinnen hoffentlich ein paar interessante                            hemmendorf,        sich ausprobieren, kennenlernen
und insbesondere amüsante Lesestündchen                                 Frauenbüro         und gemeinsam ihre Fähigkeiten
bescheren wird. Was hat die Wilde Hilde Nr.                             der Stadt Hess.    und Stärken in verschiedenen Be-
1/95 zu bieten? Nun ja, halten wir uns nicht zu                         Oldendorf, der     reichen entdecken. Unter dem
bedeckt, obgleich die Spannung durchaus
gewahrt bleiben soll….Wir haben uns in der
Tat allerhand Gedanken gemacht und die-
se mit Raffinesse und unglaublichem Charme
zu Papier gebracht. Worüber? Über gna-
denlose Bleikristallflächen, 13 Freitage, ko-
mische Erwachsene, Wochenendrituale,
Männerträume (halt! stop! verkehrt!
TRAUMATA), Pumps, die von 300 auf 299 DM
runtergehandelt wurden und Blondinen. Also
alles hochbrisante Themen. Nebenbei konn-
ten wir es nicht unterlassen, die Hildesheimer
Bevölkerung, vom Säugling bis zur Greisin,
über ihre wahre Meinung bezüglich ihrer
homosexuellen Mitmenschen zu befragen.
Erkennen sie sie an als solche, oder geben
sie womöglich offen zu, daß sie Homos für            Verein gegen sexuelle Gewalt an       Motto „Fit, Frech, Fetzig” fand ein
krank, langweilig, verrückt etc. halten. Oder        Mädchen und Frauen, Frauen-           buntes, vielfältiges Programm mit
haben sie endlich begriffen, daß sie genau-          zentrum Hameln und außerdem en-       verschiedenen Veranstaltungen,
so (un-)normal sind wie Heteros? Die Wilde           gagierte und interessierte nicht      Seminaren und Workshops, verteilt
Hilde verrät jetzt, wie es wirklich ist. Damit das   institutionierte Frauen aus dem       auf mehrere Orte des Landkreises,
(Un-)Wissen jener, die noch keine Lesbe und          Landkreis.                            statt.
keinen Schwulen zum Kreis ihrer Freunde
oder Bekannten zählen können, nicht län-             Das ’Forum Mädchenarbeit im           Im Kultur- und Jugendzentrum „Re-
ger nur auf Informationen aus Filmen wie             Landkreis Hameln - Pyrmont’ hat       genbogen” in Hameln gab es
’Der bewegte Mann’ oder dem, was ihre                sich im Dezember 1993 gegründet       bspw. als Folge dieser Mädchen-
Großmütter erzählen, reduziert bleibt, ha-           und triff sich seitdem regelmäßig     aktionswochen einen regelrechten
ben wir auch noch ein exklusives Interview           im Gesamtforum, in Arbeitsgemein-     „Boom” für die Mädchenarbeit:
mit einer lesbischen Frau geführt. Das ist           schaften oder Untergruppen.           zwischen 50-60 Mädchen im Alter
noch nicht allzuviel zum Thema, doch für                                                   von 14-18 Jahren, aber auch Mäd-
mehr war vorerst keine Zeit. Jetzt haben wir         Zielsetzung ist die Vernetzung der    chen ab 12 Jahren besuchen jetzt
doch viel mehr verraten, als anfänglich ge-          Mädchenarbeit / - gruppen des         den dortigen Mädchentag.
plant - hoffentlich genug, um die kluge Lese-        Landkreises, ein dadurch gewähr-
rin zum Kauf einer Wilde Hilde animiert zu           leisteter ständiger lnformations-     Das „FORUM MÄDCHENARBEIT”
haben. Zu einem niedrigen Preis zuzügl. Por-         austausch, gemeinsame Projekt-        plant auch für 1995 weitere Mäd-
to kann die Wilde Hilde unter folgender Adres-       überlegungen und -durchfüh-           chenaktionswochen zum Themen-
se bestellt werden:                                  rungen und dadurch Kostenteilung,     bereich Berufsorientierung. Ferner
             Redaktion Wilde Hilde                   gegenseitige Unterstützung durch      fand in diesem Jahr schon eine
               Haus der Jugend                       Teamarbeit, Anliegen von Mäd-         Fortbildung zum „Selbst- und Zeit-
                Steingrube 19a                       chen öffentlich zu machen, Prä-       management” in Zusammenarbeit
               31141 Hildesheim                      ventionsarbeit für Mädchen zu lei-    mit der Frauenbeauftragten des
                                                     sten, kontinuierlich und kooperativ   Landkreises Hameln-Pyrmont statt.
P.S. Wie bitte? Das alles klingt unerhört prot-      arbeiten zu können und gemein-        Kontakt zum „Forum”: u.a. Frauen-
zig? Unerhört mag sein. Aber hoffentlich nicht       sam Argebote für Mädchen zu           büro Landkreis Hameln-Pyrmont
auch ungelesen - Schließlich ist eine Vorab-         schaffen.
Empörung auch ein guter Grund, die Wilde                                                   Kirsten Wente • Tel.: 05151/903-225
Hilde (die ihrem Namen Ehre machen muß)              Aus diesen Anliegen heraus ist die    oder:
einmal zu lesen. Denn nur die, die sie gelesen       Idee zu einer Mädchenkulturwoche      Kulturzentrum „Regenbogen”
hat, darf sie ungestraft verreißen (oder eben        entstanden, welche erstmals in Zu-    Cornelia Bieringer u. Uta Kaußler
auch nicht).                                ∆        sammenarbeit verschiedenster In-      Tel.: 05151 / 202-548 oder 413 ∆




                                                                                                                    11
                                                   Braunschweig            Regionales
Internationaler Frauentag                                                      emanzipation
     auch für Mädchen                                                               als kleines mädchen
Unter diesem Motto fand bei uns im Café LUZIE am 6.Mai ein Kultur -
und Kreativnachmittag für Mädchen und Frauen statt.                                   wollte ich immer
                                                                                    eine prinzessin sein
Beginnen sollte das ganze Spek-      sein. Die restlichen geplanten Pro-
takel um 16.30 Uhr mit dem Ein-      grammpunkte sind anschließend                auf einer erbse vielleicht
treffen vieler Mädchen und Frau-     allerdings leider ausgefallen.                  mit langem haar
en zum Klönen, bis zum Auftritt
der Chansongruppe des Gym-           Einen bitteren Beigeschmack hat
                                                                                     gläsernen schuhn
nasiums „Kleine Burg”. Gewartet      diese Veranstaltung trotz allem                   und oben auf
haben wir schließlich länger als     hinterlassen und die ganze Zeit           ein käppchen aus rotem samt
geplant, um dann die ganze Ver-      schon schwirrt mir seither die Fra-
anstaltung doch in einem klei-       ge im Kopf herum: Warum? Mal
nem Kreis stattfinden zu lassen.     ehrlich ihr Frauen und Mädchen:            später erst sagte mann mir
                                     Habt ihr Euch durch die Werbung
Den anwesenden Frauen und            angesprochen gefühlt oder lief               ich müsse dafür frösche
Mädchen jedenfalls hat das Pro-      überhaupt zu wenig Werbung?                            küssen
gramm der Chansongruppe gut          (Oder gibt es etwa keine interes-
gefallen. Angesagt war Lachen        sierten Mädchen mehr…?)                           im ofen backen
„Non Stop”. Es wurden einige                                                          und meine süßen
Frauentypen parodiert und ver-       Falls ihr alles überhaupt, ganz an-
wirrende beinahe dadaistische        ders gemacht hättet dann
                                                                                            Früchte
Texte vorgetragen. Anschließend      kommt doch einfach vorbei und                   zu markte tragen
hat uns dann ein weiterer Teil un-   macht es das nächste mal bes-
serer Besucherinnen verlassen        ser. Wir sind lernfähig und können
                                                                                      im langen haar
und ich will an dieser Stelle auch   jede motivierte Besserwisserin ge-             die prinzen hängen
nicht verheimlichen, daß ich ziem-   brauchen. Entmutigen lassen wir                 und auf dem wege
lich enttäuscht war. Fanny Dober-    uns auf jeden Fall nicht. Also auf
auer, die uns anschließend noch      ein Neues.                                         kleider opfern
ein Gitarren- und Gesangssolo                                                      nie in den wald gehen
vorgetragen hat, ließ sich zum       Eure Aktiven aus dem Café LUZIE
Glück davon nicht beirren und so                                                  und das bett mit sieben
wurde es für uns LUZIES dann auch    gez.: ALEX, Café Luzie (Adresse                   männern teilen
noch ein schönes Beisammen-          s.S. Seite 22), Braunschweig
                                                                                           bis ich in
                                                                                     den brunnen falle
 rrrrrrrrrrrrrrrrrr                                                                 zum betten machen
Zur Werbung für die Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag                   und helden gebären
gestalteten junge Frauen des Mädchenprojekts „Minna Faß-
hauer”* in Braunschweig eine Plakatwand unter
dem Motto „Anecken statt wegstecken”.                                                also schnitt ich mir
* Das Mädchenprojekt                                                                    die haare ab
„Minna Faßhauer” ist                                                                warf all die kleider
eine gemeinsame Initia-
tive der SJD-Die Falken                                                                in den brunnen
und des Jugendwerks                                                                   und ritt in hosen
der Awo, Bezirksver-
band Braunschweig im                                                                auf einer axt davon
Rahmen des nds.                                                                     mir meine schwarze
Modellprojekts „Mäd-
chen in der Jugendar-                                                                 katze zu suchen
beit”. Kontakt: Marian-
ne Putzker, Tel.: 0531/
75865                                                                                        ALEX
Das Mädchenprojekt
plant, aufgrund der                                                        Das Gedicht wurde zu folgendem Buchtitel
Nachfrage vieler                                                           geschrieben, den wir hier als Tip weiterge-
Mädchenarbeiter-
                                                                           ben:
innen, für die „Don-
na Lotta/Heft 6”,
                                                                           „Wir pfeifen auf den Märchenprinzen”
die Geschichte
des 8. März für                                                            Lesben erzählen ihre Geschichte
Mädchen zu beschreiben.                                                    PURPLE-SIGN-Verlag




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                                                                                    Regionales                                          Braunschweig


                                                                                                                                                                              Acht Jahre
                                                                                                                                                                            überregionaler
                                                                                                                                                                        Arbeitskreis „Mädchen in
                                                                                                                                                                         der Jugendarbeit“ im
                                                                                                      Ein Präventions-Projekt gegen sexuelle                               Regierungsbezirk
                                                                                                             Gewalt mit Fiuren-Theater                                       Braunschweig
                                                                                                                    Für Kinder im Grundschulalter                     Seit acht Jahren tagt der Arbeitskreis
                                                                                                                                                                      Mädchen in der Jugendarbeit im Re-
                                                                                                                                                                      gierungsbezirk Braunschweig. Jährlich
                                                                                         Das Stück                   Prävention ist dringend nötig                    finden ca 6 Treffen statt. Tagungsorte
                                                                                bietet, eingebunden in den Prä-      Kinder sind in keinem Alter vor sexueller Ge-    sind Treffpunkte/Anlaufstellen wie z.B.
                                                                                ventionsunterricht, Kindern und      walt sicher. Jedes 2. bis 4. Mädchen und         Jugendzentren für Mädchen und junge
                                                                                Lehrerinnen einen guten Ein-         jeder 6. bis 10. Junge sind davon betroffen.     Frauen. Diese Treffpunkte sind i.d.R
                                                                                stieg in die Auseinanderset-         In den meisten Fällen beginnt sexuelle Ge-       auch die Arbeitsstätten der im Arbeits-
                                                                                zung mit dem schwierigen The-        walt zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr d.h.     kreis vertretenen Frauen. Somit gewin-
                                                                                ma „sexuelle Gewalt”.                im Grundschulalter. 10% aller betroffenen Kin-   nen wir gleichzeitig einen Einblick in des
                                                                                Wir greifen in unserem Stück         der sind in diesem Alter.                        Arbeitsfeld von „Kolleginnen” und in die
                                                                                wichtige Präventionsinhalte                                                           jeweilige Mädchenarbeit sowie deren
                                                                                                                     Damit steht die Notwendigkeit und Wichtig-       Problematik bzw. Besonderheit vor Ort.
                                                                                auf, wie angenehme und un-           keit präventiver Erziehung im Kindergarten
                                                                                angenehme Gefühle, körperli-         und in der Grundschule außer Frage.
                                                                                che Selbstbestimmung, Nein-                                                          Im Jahre 1987 wurde die Konzeption
                                                                                Sagen, gute und schlechte Ge-        Wir möchten Lehrerinnen ermutigen und mit       „Mädchen in Häusern der Offenen Tür”
                                                                                heimnisse und Hilfe-Holen.           unserem Angebot dabei unterstützen das          von ca. 30 Pädagoginnen im Arbeits-
                                                                                                                     Thema Prävention regelmäßig in den Unter-       kreis erstellt (bei Monika Heim erhält-
                                                                                Das Thema „sexuelle Gewalt”          richt einzubeziehen.                            lich). Weiterhin trug der Arbeitskreis 1988/
                                                                                wird in einer für Kinder gut ver-                                                    89 eine umfangreiche Praxismappe zur
                                                                                ständlichen und deutlichen                      Was wir anbieten                     Mädchenarbeit zusammen (leider nicht
                                                                                Form angesprochen. Wir haben         Emanzipatorische Präventionsarbeit läßt sich erhältlich).
                                                                                darauf geachtet, daß das Stück       nicht auf Verhaltensregeln reduzieren. Viel-
                                                                                auf betroffene Kinder möglichst      mehr bedeutet sie eine kontinuierliche Erzie- Die Inhalte unserer Fachtagung sind
                                                                                wenig bedrohlich wirkt. So wird      hungshaltung. Daher umfaßt unser Projekt ganz unterschiedlich; gemeinsam pla-
                                                                                z B. die sexuelle Gewalt selbst      die folgenden zusammengehörigen Ange- nen wir ein Halbjahresprogramm über
                                                                                nicht szenisch dargestellt.          bote:                                           aktuelle Themen wie z.B. sexueller Miß-
                                                                                Wir möchten den betroffenen          • Wir stellen unser Projekt an Schulen, z.B. in brauch, weibliche Suchtproblematik,
                                                                                Kindern zeigen, daß sie nicht           Fachkonferenzen, vor.                        Rhetorik, die uns interessieren. Einzelne
                                                                                allein sind, sondern daß es vie-                                                     Teilnehmerinnen bereiten das Thema,
                                                                                                                     • Wir bieten Fortbildungen für Lehrerinnen teilweise mit Hilfe einer Fachfrau/Refe-
Hinweis: Der Text ist in gekürzter Form dem Faltblatt des Projekts entnommen.




                                                                                len anderen auch so geht.
                                                                                                                        zum Thema „sexuelle Gewalt und Präven- rentin, vor. lm ersten Halbjahr 1995 ha-
                                                                                Darüberhinaus wollen wir für die        tion” an.
                                                                                Gefühle betroffener Kinder und                                                       ben wir uns unter anderem mit Budge-
                                                                                die Signale, die sie an ihre Um-     • Wir spielen das Figurentheaterstück „Komm tierung und Social Sponsering beschäf-
                                                                                welt aussenden, sensibilisieren.        Paula, trau Dich!”.                          tigt, jetzt ist unser Schwerpunkt „Konkur-
                                                                                Das Medium Figurentheater            • Wir bieten eine von uns zusammengestellte renz - Kompetenz - Konflikte unter Frau-
                                                                                halten wir für ausgesprochen            Arbeitsmappe mit Unterrichtsmaterialien en”.
                                                                                gut geeignet, dieses Thema              für Lehrerinnen an.
                                                                                aufzugreifen, da es sowohl           • Wir unterstützen Lehrerinnen bei der Vor- Die Tagungen, zu denen das Nds. Lan-
                                                                                Gefühle auslöst als auch, be-           bereitung von Elternabenden oder be- desjugendamt einlädt, sind überregio-
                                                                                                                        gleiten diese.                               nal und werden i.d.R. vom Arbeitgeber
                                                                                sonders für betroffene Mäd-
                                                                                                                                                                     als Fortbildung anerkannt. Alle Frauen
                                                                                chen und Jungen, die wichtige        • Wir leiten Berufsgruppen für Lehrerinnen die erst seit kurzem oder schon länger in
                                                                                Möglichkeit zur Distanzierung           zum Thema „sexuelle Gewalt” an.              der Mädchenarbeit tätig sind können
                                                                                bietet.                              • In der Beratungsstelle gibt es Beratungs teilnehmen und haben gleichzeitig Aus-
                                                                                            Inhalt                      und Gruppenangebote für betroffene tausch - sowie Informationsmöglich-
                                                                                                                        Mädchen.                                     keiten über ihre Arbeitsgebiete.
                                                                                Die beiden Hauptfiguren Pau-
                                                                                la und Maxi sind „dicke Freun-                 Unsere Zielgruppe                      Die nächste Tagung ist am 25. Septem-
                                                                                dinnen”. Gemeinsam gehen sie
                                                                                                                     Mädchen und Jungen im Grundschulalter,           ber; im November (01.-03. 11.95) findet
                                                                                in die zweite Klasse zu Frau Tan-
                                                                                                                     sowie Eltern, Lehrerinnen, Erzieherinnen, The-   eine dreitägige Fortbildung zu dem The-
                                                                                ne, genannt „Tännchen”.              rapeutinnen etc.                                 ma „Konkurrenz - Kompetenz - Konflikte
                                                                                Nicht mit in die Schule geht         Kontakt:                                         unter Frauen” anhand der Methode
                                                                                Maxi’s Katze Rosine, dafür ist                                                        pädagogisches Rollenspiel statt. Nähe-
                                                                                Paula’s Puppe Julchen immer          Zerrspiegel, Beratungsstelle gegen sexuelle
                                                                                                                     Gewalt an Mädchen und Frauen, Kupferwete         re Informationen über diesen Arbeits-
                                                                                dabei.                                                                                kreis geben Monika Heim, Mädchen-
                                                                                                                     7, 38100 Braunschweig, Telefon: 0531 / 126282
                                                                                Die Geschichte spielt zu Hause                                                        referentin Stadt Braunschweig oder Sa-
                                                                                in Maxi’s Kinderzimmer und in        Wolfsburger Figuentheater Compagnie, Neue        bine Huth, Mädchencafé Wolfsburg (Tel.:
                                                                                der Schule.                          Straße 15, 38444 Wolfsburg, Tel.: 05365/8641     0 53 61 / 2 20 88 oder 2 40 72).




                                                                                                                                                                                                      13
                                                                                                   Praxis
                         Projekt „Mädchen und Pferde”
   Rahmenbedingungen                        Aspekte zu vermitteln und hier einen        Pferd. So können die Reiterinnen z.B.
                                            Ausgleich zu schaffen. Dies ist die Ziel-   beim ’Huffolge-Raten’ intensiv den
Das Projekt „Mädchen und Pferde”            perspektive unseres Projektes.              Rhythmus des Pferdeschrittes erspüren
ist ein Gemeinschaftsprojekt der                                                        und sich der Bewegung spielerisch
Jugendbildungsstätte Bredbeck im            Wesentlich ist uns dabei die Gruppen-       anpassen und sich tragen lassen.
Landkreis Osterholz und des „Lütt’n         arbeit und die sich daraus ergeben-
Peerhoff”, Heilpäd. Reiterhof in Lilien-    den Methoden. Daneben arbeiten wir          „Ich finde es gut, daß wir genügend
thal im Rahmen des Nds. Modell-             mit verschiedenen Medien und Mate-          Zeit haben, um die Pferde und die
projektes „Mädchen in der Jugend-           rialien, die es den Mädchen ermögli-        andere Art zu reiten kennenzulernen.”
arbeit”. Die Leitung haben Ursula           chen, sich kreativ auszudrücken ( z. B.     Sandra, 13 J.
Grzeschke, Mädchenreferentin der
JBS Bredbeck und Anne Christoph,
Päd. Psychotherapeutin und Reit-
therapeutin HPR auf dem „Lütt’n
Peerhoff”. Beide verfügen neben der
pädagogischen Erfahrung und Pra-
xis auch über eine psychotherapeu-
tische Zusatzausbildung.

Sie werden unterstützt von zwei Prak-
tikantinnen des „Lütt’n Peerhoff”.

12 Mädchen im Alter von 12–16 Jah-
ren haben ein Wochenende lang die
Möglichkeit, sich mit 10 verschiede-
nen Pferden auseinanderzusetzen
und neue Wege in der „Begegnung
mit Pferden” zu entdecken.

In den Jahren 1992 und 1993 fanden
jeweils ein Projektwochenende, 1994
drei Wochenenden statt, davon ein
Aufbauwochenende für Mädchen,
die schon an einem der ersten Semi-
nare teilgenommen hatten. Die Se-
minare finden immer großes Interes-
se und sind schnell ausgebucht.

Aufgrund von Beobachtungen und
Erfahrungen sowohl im Pferde-, als
auch im Bereich der Mädchen-
pädagogik entdeckten wir vor drei
Jahren unabhängig voneinander,              Malen, Geschichten schreiben, mit Ton       e Führung,   Durchsetzungsvermö-
daß es spezifische Zusammenhänge            arbeiten).                                     gen, Selbstbewußtsein
zwischen Mädchen und Pferden gibt.
                                            Anhand einiger Beispiele läßt sich dies     Die meisten Mädchen, die an unse-
Wir entwickelten gemeinsam ein Kon-         erläutern.                                  ren bisherigen Seminaren teilgenom-
zept, um diesen Zusammenhängen                                                          men haben, hatten große Schwierig-
auf die Spur zu kommen und um her-          e Körpererleben und Lebenslust              keiten, sich angemessen der Situati-
auszufinden, ob ein gezielter Einsatz                                                   on dem Pferd gegenüber zu verhal-
von Pferden unsere Ziele in der             Dadurch, daß uns das Reiten nicht           ten, vor allem wenn ihr Durchsetzungs-
Mädchenpädagogik unterstützen               unter dem Aspekt der Leistung und           vermögen und ihr Wille gefragt wa-
und/oder bereichern kann.                   des Vergleiches, sondern unter dem          ren. Die Führung für ein Pferd zu über-
                                            des Körpererlebens auf dem Pferd            nehmen, bedeutet für die Mädchen,
Wichtig bei der Planung war uns auch,       wichtig ist, stehen an unseren Wochen-      sich selbstbewußt zu entscheiden, was
den Mädchen einen völlig anderen,           enden z.B. das Reiten in verschiede-        sie mit dem Pferd tun wollen und dies
neuen Zugang zu Pferden zu ermög-           nen Körperpositionen, das Achten auf        dann auch evtl. gegen den Willen
lichen, als der, den sie von Reitställen,   die eigene und die Atmung des Pfer-         des Pferdes durchzusetzen und das
Ponyhöfen, etc. her kennen.                 des sowie das ’Blind’- Reiten als me-       Pferd davon zu überzeugen, daß es
               Inhalte                      thodische Schritte im Vordergrund. Um       das ’Richtige’ mitmacht. Wenn dies
                                            sich auf diese Dinge intensiv einlassen     in kleinen Teilen gelingt, und sei es nur,
Ableitend aus den theoretischen Er-         zu können, werden die Reiterinnen           daß das Pferd an der Stelle linksherum
läuterungen bietet uns das Pferd als        zunächst von den anderen Mädchen            geht, wo das Mädchen es möchte
’Mittler’ zwischen den Geschlechtern        auf dem Pferd geführt. Dabei über-          oder den Huf gibt, den das Mädchen
die Möglichkeit, den Mädchen eine           nehmen ausdrücklich die Führerinnen         auskratzen will, so bedeutet dies für
’Gleichwertigkeit’ dieser beiden            die Verantwortung für das jeweilige         sie einen großen Schritt hin zu mehr         >>>



14
          Praxis
>>>   Selbstvertrauen und einem Bewußt-            in der Mädchengruppe im Umgang             e Reflexion    der eigenen Rolle als
      sein für ihre eigene Stärke und Durch-       mit den Pferden eher als ’ranghöher’          Mädchen
      setzungskraft.                               erleben, können sie neue Erfahrun-
                                                   gen sammeln.                               „Hottehü war von Anfang an dick und
      „Heute habe ich zum ersten Mal er-                                                      es sah anders aus, als die anderen. …Er
      lebt, daß es Spaß macht, sich mit            In ausschließlicher Gemeinschaft mit       hatte einen ziemlich kleinen Körper,
      einem Pferd zu streiten und daß das          Mädchen und Frauen Umgang mit              der dazu noch dick war. …Er probierte
      Pferd dann das macht, was ich will !”        Pferden zu haben, ist für die meisten      abzunehmen, aber es gelang ihm
      Anja, 13 J.                                  Mädchen, die ihre Reit- und sonstigen      nicht. Seine Eltern waren sehr angese-
                                                   Pferdeerfahrungen in ’patriarchalen’       hene Pferde. Sie waren nie stolz auf ihn.
      e Grenzerfahrungen, -erweiterungen           Reitställen mit Männern als Reitlehrern,   Nach ihrer Meinung machte er alles
                                                   Privatpferdebesitzern, etc. gesammelt      falsch. …Als die anderen schon schlie-
      Das Risiko, den Boden unter den Fü-          haben, völlig neu und wird von den         fen, dachte er daran, irgend etwas zu
      ßen zu verlieren - das kostet Mut. Wich-     meisten als sehr positiv empfunden.        machen, damit seine Eltern stolz auf
      tig für unsere Arbeit: kleine Schritte ins                                              ihn sein konnten. …” Antje, 13 J.
      ’Wagnis’ Reiten und den Umgang mit           „Ich fand es gut, daß es ohne Jungen
      dem großen Lebewesen Pferd: im-              war. Jungen hätten sich gleich das         In den Vorstellungen der Mädchen,
      mer wieder die Möglichkeit zu bieten,        Beste ausgesucht… Jungen lachen            wie Pferde am liebsten leben würden
      sich dafür oder auch dagegen zu              über die Schwächeren.” Nina, 12 J.         oder wie sie leben müssen, spiegelt
      entscheiden, etwas Neues auszupro-                                                      sich oft ihre eigene Geschichte, ver-
      bieren. Anreize zu schaffen, Grenzen         „Ohne Jungs konnte man mal offen           steckte Träume und Wünsche, aber
      zu erweitern aber auch Schutzräume           reden über die Erfahrungen.” Miriam,       auch manchmal massive Ängste.
      zu bieten, Grenzen bewußt zu erle-           13 J.                                      Über diese Projektionen und ihr be-
      ben und zu akzeptieren. Z.B. ein Mäd-                                                   hutsames Bewußtmachen entdecken
      chen, das sich nicht zutraut, freihän-       e Einheit Mensch - Tier, Naturbezug,       die Mädchen ihre eigene Rolle und
      dig zu traben oder ein bestimmtes               Achtung voreinander und vor dem         ihre Lebenssituation neu und/oder an-
      Pferd zu führen, ist damit nicht ’weni-         Tier, Verantwortung für das Tier        ders, als sie sich bisher wahrgenom-
      ger wert’ oder eine ’Angsthäsin’.                                                       men haben.
                                                   Eng mit dem vorangegangenen Punkt
      „Ich fand es gut, keine Angst haben          ist dieser verknüpft.                      Ihr ’Schatten’ (n.C.G.Jung) kann sich
      zu müssen, wenn man was nicht                                                           in der Phantasie hervorwagen und
      kann!” Maren, 14 J.                          Wir alle verleben in diesen Seminaren      das Mädchen hat die Chance, ihn als
                                                   den größten Teil der Zeit zusammen -       Teil ihrer selbst zu verstehen und viel-
      Vor allem kommt es uns darauf an,            im Stall und draußen in der Natur. Auf     leicht sogar zu akzeptieren und in ei-
      dies die Mädchen bewußt erleben              dem Hof leben außer den Pferden            nem späteren Schritt anzunehmen.
      und entscheiden zu lassen. Ihnen im-         noch ein Esel, drei Ziegen, mehrere        Auch schon in den Gesprächen über
      mer wieder vor Augen zu halten, daß          Katzen und ein Hund. Die Mädchen           die Pferde selbst kommen ihre Über-
      sie es selbst in der Hand haben, den         erleben diese Tiere - besonders die        tragungen zutage. „Lif” ist für die eine
      nächsten Schritt zu wagen oder es            Pferde - hautnah vom morgendlichen         ’häßlich’ und ’ruppig’, für eine ande-
      lieber zu lassen und ihr eigenes ’Tem-       bis zum abendlichen Füttern, beim          re ’anhänglich’ und ’lieb’. Dadurch,
      po’ zu finden.                               Misten und im sonstigen Umgang mit         daß dasselbe Pferd für zwei Mädchen
                                                   ihnen und beim Reiten.                     etwas völlig anderes bedeuten kann,
      Unbedingte Voraussetzung für solche                                                     verstehen sie den Zusammenhang
      Arbeit ist eine sehr gute Zusammenar-        „Ich finde gut, daß hier beachtet wird,    zwischen ihren Einschätzungen des
      beit zwischen dem Pferd und mir als RT.      daß es den Pferden gut geht”, sagt         Pferdes und ihren eigenen Eigenschaf-
      Und das wiederum bedingt eine ent-           Anna in der Mittagspause.                  ten. Auffallend dabei immer wieder,
      sprechend gründliche, spezielle Aus-                                                    daß sich die meisten Mädchen selber
      bildung dieser Pferde für diese Arbeit.      Erst füttern wir die Pferde und wenn       eher ’negative’ Eigenschaften zu-
                                                   diese genüßlich kauen, machen wir          schreiben, als ’positive’.
      e Gemeinschaft, Solidarität, Freund-         Picknick im Stallgang neben ihnen.
         schaften erleben                                                                     Insgesamt haben sie aber wesentlich
                                                   „Am liebsten würde ich heute nacht         größere Schwierigkeiten, überhaupt
      Ganz bewußt arbeiten wir hier mit            hier in der Box bei Svalur schlafen !”,    etwas Negatives zu benennen, z.B.
      einer Gruppe von Mädchen und ei-             Wiebke, 13 J.                              ein Pferd NICHT zu mögen. Allenfalls
      ner Gruppe von Pferden. Über das                                                        ist es ’nicht soo schön’.
      Gruppen-/Herdenverhalten der Pfer-           Mädchen suchen und finden relativ
      de, z.B. Rangordnung beim Fressen,           schnell über den Umgang mit dem            „Ich kann keine negativen Eigen-
      Drohen, Spielen und Toben, Beschüt-          Pferd Bezug zur Natur. Gerne über-         schaften finden, ich finde alle Pferde
      zen und Bewachen der ’rangnied-              nehmen viele von ihnen die Pflege          süß !” Danica, 13 J.
      rigeren’ durch die ’ranghöheren’ Pfer-       und Versorgung der Pferde, denn sie
      de, etc. kommen wir mit den Mäd-             ist ihnen manchmal wichtiger als das       Wichtig ist uns auch hier, den Mäd-
      chen immer wieder, z.B. in der Mit-          Reiten selbst.                             chen einen ’wertfreien’ Raum für ihre
      tagspause, die im Stall bei den Pfer-                                                   Phantasien und Projektionen zu ge-
      den stattfindet, ins Gespräch. Über          „Ich fand gut, das Leben der Pferde        ben und sie in ihren Stärken und ihrem
      das Beobachten und Vergleichen               kennengelernt zu haben - auch alle         Selbstvertrauen zu bestätigen, sowie
      können sie ihre Rolle in der Gruppe, in      Arbeiten mit den Pferden… auch das         ihnen durch unseren eigenen bewuß-
      Freundschaften und in der Familie            Ausmisten.” sagt Christina im Auswer-      ten Umgang mit Kritik Erlaubnis zu ge-
      reflektieren. Indem sie z.B. als ’Rang-      tungsgespräch am Ende des Semi-            ben, ’Negatives’ zu äußern und da-
      niedrige’ in ihrer Herkunftsfamilie sich     nars.                                      mit ernst genommen zu werden. ∆




                                                                                                                            15
                                                                                                                             Buntes
                               t in Nie                                     dersachsen:
Ne ues Mädchen – & Frauenprojek

                 Hof Scharrel                                                       n Schwerpun
                                                                   rojekt mit de novierte Hof
                                                                                                    k-

                                  Mädchen–        und Frauenp                      u re
                ist ein neues                                  ar 1995. Der ne mgebung.
Hof Scharrel                                  ffnet im Janu                      nU
                  d Tag     ungshaus, erö einer schönen ländliche
ten Tanzen un lich von Bremen in                                                        (d a vo n e in
                                                                       i Zi m m e rn                                            Aus– und
lie gt 50 km süd                         10 –1 2 Be   tt e n in d re        moderne Bä
                                                                                             der und
                        a u s b ie te t                   , zwei neue integrierter Küchen-
                   sh
 D a s Ta g u n g immer” mit zwei Bette fußboden und
                    nz
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                                                                                                                          Weiterbildungsinstitut
 „Betreuerinne ßen Gruppenraum mit Ko en: mit oder ohne Bettw
  einen 95 qm
                  gro                              u wähl                                nsion (vege-                      exklusiv für Frauen
                                  uses kann fra                         bis zur Vollpe
  zeile. Im Se rvice des Ha von der Selbstversorgung erheit ist, daß kleinere
                    dreinigung,                           Eine Besond en Konditionen das                                  Perspectiva , das Au
  oder ohne En nicht) ist vieles möglich.                               ndert                                                                           s– und Wei-
  tarisch –   oder                       Frauen)    zu leicht verä e Parallelgruppe!                                      terbildungsinstitut exklu
                                                                                                                                                           siv für Frau-
                   is  6 Mädchen/ tzen können, also ohn                                             den                   en, Bödekerstraße 68
   Gruppen (b                            nu                                        s dieses Jahr ng                                                    , 30161 Han-
                       ganz für sich                              resses gibt e                                           no ve r, Te l.: 05 11 –3
   Tagungshaus                        der geä     ußerten Inte Projekt–/Konzeptvorstellu -                                Sprechzeiten: Di. u. Do
                                                                                                                                                        13 39 0, te l.
                     s immer wie                           faßt die                           m Hinein                                                   . 14–15 Uhr,
   Aufgrund de Hof Scharrel”. Der Tag um ine warme Mahlzeit zu                                         gs-               Mi . 16 –1 7 Uh r (so nst
    „Schn  uppertag                  htigung      sowie e                Hauses. N    ach der Mitta ”                    antworterin), Fax: 33
                                                                                                                                                            An ruf be -
    und Tagun      gshausbesic rvorragende Küche des                         eilende Krä    fte im Tanz                                                  2143. Per-
                                                                                                                         spectiva ist ein Aus–
                     auch in die he hnitt aus meiner Arbeit „H essen, Übernachtung                                                                    und Weiter-
    schnuppern                     Aussc                          te. A bend                      n oder                 bildungsinstitut von
                      ich einen                 ruppen anbie                     e dicke Socke lben                                                    Fra
     pause stelle            für Mädcheng rständlich möglich. Bitt                                                       Frauen. Es wurde 1994 uen für
                       uch                                                                      n ha                                                     vo
     vor, die ich a                     selbstve                               iträge für de                             na Lunar und Ira Morga n Marti-
                       k im Haus ist                           n. Kostenbe
     und Frühstüc                        iso hle mitbringe ndessen) bitte erfragen!                                     det und setzt sich parte gegrün-
                                                                                                                                                          n
                        ohne Gumm ittag– und Abe                                                                                                        ilich für die
     Hausschuhe                        hl. M                                                                            Interessen von Fraue
      oder ganz    en Tag (einsc                                                                                                                     n un
                                                                                                                        chen ein. Es ist ihnen ein d Mäd-
                                             1995                                             harrel 23b,
                             sowie 26.09.                                   nbacher*, Sc                                                                 Anliegen,
      Te rmine: 16.09.                    l, Anna C     laudia Reiche                                                   daß zu ihren Kursang
                                                                                                                                                      eboten les-
                           Hof Scharre                                                                 hren             bische, bisexuelle, he
      Anmeldung: dt, Tel.: 05442/8538                                                   hen Berufsja ni                                               terosexuel-
       49406 Eydels
                          te                                          lpädagogisc                        a             le, ausländische, de
                                         r, nach    etlichen sozia en Ausbildungen bei Dhy le                                                       utsche, be-
                         ichenbache                         eit und d                          d Gabrie                hin de rte un d nic htb
       *Anna C. Re                           /Frauenarb                         anismus) un                                                            eh ind ert e
                            –/Mädchen–                        hiran (Scham                      ) biete ich            Frauen und Mädche
       in der Jugend n der Cherokee), Ute Sc amische Tanztherapie                                                      ma ße n wi llk om me
                                                                                                                                                     n gleicher-
        Ywahoo (Le
                         hre                   Tanz – Bio    dyn
                                                                                wie z. B. die  Kurse „Tanz                                         n sin d. Ein
                            nde Kräfte im                     ne Arbeit an,                        operati-            Hauptziel der Perspec
        Fischer (Heile inem Haus– meine eige henfreizeiten – auch in Ko                                                darin berufliche Persp
                                                                                                                                                   tiva besteht
        nunmehr –i      n me                 ramm für M     ädc                                                                                       ektiven für
                              d mein Prog                                                                  ier-       Frauen in freien Beruf
        der Hyäne” un ppenleiterinnen.                                                     5 (bitte frank                                           en sichtbar
                            ru                                            en im Juni ’9                               zu machen und Ausb
         on mit den G                        as Tagun    gshaus erschi                                                diesen Bereichen du
                                                                                                                                                    ildungen in
                             spekt über d                                                                                                        rchzuführen.
         Das neue Pro ag, längliches Format).                                                                         Dabei werden nebe
                                                                                                                                                 n Ausbildun-
                              hl
         ter Rückumsc                                                                                                 gen zur Heilpraktikerin
                                                                                                                                                     auch Aus-
                                                                                                                      bildungen zur WenD
                                                                                                                                                   o–Trainerin
                                                                                                                     angeboten. Darüberh
                                                                                                                                                    inaus führt
                                                                                                                     die Perspectiva in Zu
                                                       Tel.: 0511/14033. La Strada: Café –                                                        sammenar-
                                                                                                                     beit mit anderen Ve
                                                       Beratung – Streetwork. Allgemeine                                                         ranstalterin-
                                                                                                                     nen oder in Eigenreg
                                                       Angebote: Küche zur Selbstversor-                                                          ie einzelne
                                                                                                                     Kursangebote durch
                                                       gung, Waschmaschine und Trock-                                                          . Perspectiva
                                                                                                                     hat drei Schwerpunkte
                                                       ner, Dusche und Waschmöglichkeit,                                                           : 1.) Ausbil-
                                                                                                                     dungen zur Heilprak
                                                       Schreibtisch, Telefon und Büroma-                                                          tikerin, 2.)
                                                                                                                    Theater, 3.) WenDo,
                                                       terial, Zeitschriften, Bücher, kein Zu-                                                 Selbstvertei-
                                                                                                                    digung und Selbstbe
                                                       tritt für Männer während der Öff-                                                          hauptung.
                                                                                                                    WenDo–Angebote
                                                       nungszeiten, absolutes Verbot von                                                     beispielswei-
                                                                                                                    se: Intensivseminare
      La Strada – Anlauf–                              Drogenkonsum und –handel, Prä-                              oder mehrere Tage für er zwei
                                                                                                                                                 üb
                                                                                                                                                  Mädchen
                                                       vention, Öffentlichkeitsarbeit,                             im Alter von 6–8 Jahre
     und Beratungsstelle für                           Wundversorgung, Betreuung von                               13–16 Jahren, Frauen,
                                                                                                                                                n, 9–12 und
                                                                                                                                               ältere Frau-
                                                       Substituierten (Mädchen und Frau-                           en, Pädagoginnen/F
       drogenabhängige                                 en, die Ersatzdrogen erhalten), Be-                        Mädchenarbeit, Vo
                                                                                                                                             rauen in der
                                                       ratung für Institutionen. Schwer-                                                      rträge und
      Mädchen und Frauen.                              punkt Beratung: Unterstützung bei
                                                                                                                  Einführungsveranstalt
                                                                                                                  zelstunden, Jahresgr
                                                                                                                                             ungen, Ein-
     La Strada ist ein Projekt des Vereins             ambulanter/stationärer Therapie,                                                      uppen, wö-
                                                                                                                  chentliche Trainingsg
     PHOENIX e.V., gemeinnützig und                    bei klinischem Entzug, bei der                                                       ruppen über
                                                                                                                  einen längeren Zeitra
     als besonders förderungswürdig an-                Kostenklärung zur Therapie, bei Kri-                                                   um, Ausbil-
                                                                                                                  dung zur WenDo–Tra
     erkannt. La Strada befindet sich in               sen, Gruppenangebote, für Part-                                                      inerin.
     der Goethestr. 42, 30169 Hannover                 nerInnen, Eltern und Angehörige.
     (Postanschrift: Postfach 4762, 30047              Café: Ruhe–/Schutzmöglichkeit,
                                                                                                                  (Auszüge aus dem Pro
     Hannover), Tel.+ Fax: 0511/14023,                 Spritzentausch, Reden/Informieren.                                             spekt)




      16
   Buntes
                                                                                                                 In femmes
 Lesbische Mädchenarbeit – LAMBDA e.V.                                                                          Institut von Frauen
Seit 1990 machen wir uns für die Inter-    Das Jugendnetzwerk bietet Dir Mög-                                         für Frauen
essen lesbischer und schwuler Jugend-      lichkeiten, bei verschiedenen Projek-
licher stark. Zu unseren Arbeits-          ten aktiv zu sein. Hast Du Interesse an                               Bar bar a Dav id,
schwerpunkten gehören der Aufbau           lesbischer Jugendarbeit, Mädchen-                                   Christine Linz, Christi-
und die Unterstützung von Jugend-          arbeit, Sexualpädagogik, Coming                                   ne Schröder, Leni Müs-
gruppen vor Ort, sexualpädagogische        Out(–Gruppen), feministischer Heran-                            sing und Uta Schneider
Aufklärungsarbeit an Schulen, Ferien-      gehensweise, Erstellen von Lesben-                            sind InFemmes – Institut
freizeiten, Jugendaustausche und           broschüren (Coming Out, Sexualität,                         von Frauen für Frauen GbR,
                                                                                            Fort– und Weiterbildung zum The
Wochenendfahrten, Schulungen und           Aids,...), Mitarbeit beim Taschenkalen-                                                   ma
                                                                                            „sexueller Mißbrauch”, Marienstra
Weiterbildungsveranstaltungen für eh-      der 1996, internationalen Jugendaus-                                                       ße
                                                                                            30, 30171 Hannover. Das Fort
renamtliche MitarbeiterInnen und an-       tauschen, (Ferien–)Freizeiten, oder                                                      bil-
                                                                                            dungsinstitut InFemmes will zum
dere Interessierte aus dem gesamten        selbst Ideen? Dann raffe Dich auf, trau                                                The-
                                                                                            me nbe reic h des sex uel len
Bundesgebiet.                              Dich, wie auch immer und schreibe                                                      Miß -
                                                                                            brauchs fundierte Fort– und We
Das Ziel für die lesbische Jugendar-       an:                                                                                     iter-
                                                                                            bildung anbieten. Die Gründerinn
beit in unserem Verband ist der Auf-       Jugendnetzwerk LAMBDA e.V., – les-                                                        en
                                                                                            von InFemmes sind Fachfrauen
bau einer Vernetzungsstruktur, die mit     bische Jugendarbeit –, z.H. Uschi                                                       aus
                                                                                           der Praxis mit langjähriger Erfa
den Frauen und lesbischen Initiativen      Guthknecht / Bundesvorstand, Chaus-                                                 hrung
                                                                                           in Anlauf– und Beratungsstellen
an allen Orten erwächst. Mit dem           seestr. 8, 10115 Berlin.                                                                  für
                                                                                           Mädchen und Frauen. Seit 199
Anspruch konsequent feministisch ar-                                                                                           3 pla-
                                           Kontakt in Niedersachsen: Jugend-               nen sie InFemmes: das erste
beiten zu wollen, erwarten uns Ausein-                                                                                          Fort–
                                           netzwerk LAMBDA e.V., Karlstr. 97,              und Weiterbildungszentrum zum
andersetzungen nach innen und nach                                                                                                o.g.
                                           38106 Braunschweig, Tel./Fax: 0531/             Themenbereich in Norddeutschlan
außen. Es geht uns darum, unter denk-                                                                                                d.
                                           344883                                         Jetzt ist die Gründungsphase vorb
bar guten Voraussetzungen Mäd-                                                                                                        ei
                                                                                          und es liegt das erste Program
                                                 Außerdem: LAMBDA ist seit der                                                 m für
chen–, Frauen–, Lesbenarbeit zu ma-
chen und eigene Strukturen für die
Zukunft zu schaffen: unter Deiner Mit-
wirkung!                                   !     18.Vollversammlung im März 1995
                                                 Mitgliedsverband im Landes-
                                                 jugendring Niedersachsen e.V.
                                                                                          1995 vor. Ziel ist es Kompetenz
                                                                                          vermitteln, um auf die Situatio
                                                                                          troffener adäquat zu reagieren,
                                                                                          Folgen sexuellen Mißbrauchs kon
                                                                                         quent wahrzunehmen, sowie Ver
                                                                                         beitungs– und Heilungsprozess
                                                                                                                               en zu
                                                                                                                               n Be-
                                                                                                                                  die
                                                                                                                                  se-
                                                                                                                                  ar-
                                                                                                                              e ein-
                                                                                         leiten und begleiten zu können
                                                                                                                               . Die
                                                                                         Frauen von InFemmes wollen
                                                                                                                             einen
                               Lesben in der
                                                                                         selbstverständlichen Umgan
                                                                                                                             g mit
                                                                                         dem Thema „sexueller Mißbra
                                   MädchenarbAeit its-
                                                                                                                               uch”
                                                                                         vermitteln. Das Angebot richtet
                                                                                                                                sich
                                              rbe                                        an interessierte Frauen, die mit
                                                        hem                                                                   sexu-
                                         Hallo! Welc             r Mäd-                 ell mißbrauchten Mädchen und
                                       kreis „L esben in de h an-                       en zu tun haben oder am The
                                                                                                                              Frau-
                                                   kann    ich mic                                                              ma
                                    chenarbeit”                    s noch               interessiert sind. Desweiteren rich
                                                  der gibt es un                                                                 tet
                                    schließen? O ersachsen? Mel-                        es sich an weibliche Fachkräfte
                                                                                                                                aus
                                                  ied
                                   gar nicht in N e, wenn ihr Inter-                    unterschiedlichen Berufsfelder
                                                                                                                            n, die
                                                    itt
                                det  Euch doch b h, Anregungen                         sich zum o.g. Themenkomplex in
                                                                                                                               den
                                esse nac  h Austausc          enarbeit
                                                                                       Bereichen Beratung, Therapie,
                                                                                                                               Auf-
                                              her Zusamm                               deckung, Intervention und Präv
                               und politisc                                                                                   enti-
                               habt bei:                                               on weiterbilden möchten. Das
                                                                                                                              Insti-
                               Silke Ahrens,                                           tut InFemmes trägt der verstärk
                                                             f 6,                                                              ten
                                             e r Sc h u lh o                           Nachfrage von sozialen Fachkrä
                              A m H o ltu m ln                                                                               ften,
                                              te                                       die in ihren Institutionen mit bet
            never give up     27308 Kirchlin                                                                                roffe-
                                                                                       nen Mädchen und Frauen arb
                                                                                                                            eiten
                                                                                       oder einen Verdacht auf sexu
                                                                                                                             ellen
                                                                                       Mißbrauch haben, Rechnung.
                                                                                                                          Durch
                                                                                      Fort– und Weiterbildung will InFe
                                                                                                                               m-
                                                                                      mes für die Problematik des sexu
                                                                                                                                el-
                                                                                      len Mißbrauchs sensibilisieren,
                                                                                                                            Ursa-
                                                                                      chen und Dynamik des Mißbra
                                                                                                                            uchs
                                                                                      offen legen, die Notwendigkeit
                                                                                                                              der
                                                                                      angemessenen Hilfe im Berufsleb
                                                                                                                               en
                                                                                      verdeutlichen und der Prävent
                                                                                                                              ion
                                                                                      einen größeren Stellenwert im
                                                                                                                          Alltag
                                                                                      geben. Bei Rückfragen ist InFemm
                                                                                                                               es
                                                                                     auch per Fax, 0511/855594 ode
                                                                                                                            r te-
                                                                                     lefonisch jeden 2. und 4. Donners
                                                                                                                             tag
                                                                                     im Monat von 17–19 Uhr unte
                                                                                                                          r Tel.:
                                                                                     0511/855594 zu erreichen. Das
                                                                                                                            Pro-
                                                                                     gramm 1995 kann angefordert
                                                                                                                           wer-
                                                                                     den.




                                                                                                                     17
                            Lesen, Sehen & Hören
  „Zwischen                                                                     ISA–Kongreß
    Alltag                                                                   „Not macht erfinderisch...”, ISA–
                                                                             Kongress vom 20.–22.09.1995 in Koope-
                                                                             ration mit dem Amt für Kinder, Jugend-
und Abenteuer”                                                               liche und Familien in Münster. Aus dem
                                                                             Angebot: 20.09., 14.30 Uhr, „Jungen/
Erlebnispädagogik                                                            Mädchen, Väter/Mütter in Not” – Der
                                                                             kleine Unterschied mit großen Folgen!,
       in der                                                                ReferentIn: Gabi Macke, Essen; Prof.
                                                                             Dr. Uwe Sielert, Kronshagen, Moderati-
  Mädchenarbeit.                                                             on: Claudia Wallner, Münster,
Unter diesem Titel ist die Doku-
mentation der gleichnamigen                                                  21.09., 14.30 Uhr, „Die Geschlechter-
Tagung, die im November                                                      frage stellt sich auch in der Jugend-
1994 im Jugendhof Stein-             Neue emanzipatorische                   hilfe” – Parteiliche Angebote für Mäd-
kimmen stattfand, erhältlich.                                                chen und junge Frauen, Referentin-
Angesichts der mittlerweile
                                          Kinder– und                        nen: Ursula Grzeschke, Bredbeck;
verbreiteten Angebote für              Jugendbücher für                      Anneke Garst, Bremen, Anmeldung: bis
Mädchen im erlebnispäda-                                                     zum 09.09.1995 beim Institut für soziale
                                      Mädchen und Jungen                     Arbeit e.V., Studtstr. 20, 48149 Münster,
gogischen Bereich, sollte die
Tagung Möglichkeiten bieten                                                  Tel.: 0251/20701
zu reflektieren, welches eigent-    Die Empfehlungsliste „Laura legt los”
lich die pädagogischen Moti-        umfaßt 86 Buchtitel aus den Berei-
vationen für diese Angebote         chen Bilder–, Kinder– und Jugend-
sind, welche Erfahrungen            buch, ausgewählt aus den Neuer-
Mädchen mit Erlebnispäda-           scheinungen der Jahre 1992 bis Früh-
gogik machen können und             jahr 1994 unter antisexistischen und
welche Chance diese Erfah-          antirassistischen Gesichtspunkten.
rungen zu einer Erweiterung         Die Broschüre ist in erster Linie als
ihres Handlungsspielraums bie-      Orientierungshilfe für Eltern und päd-
ten. Dokumentiert sind die          agogische MittlerInnen gedacht
Vorträge zu den Themen:             und soll in Zukunft regelmäßig ak-          „Mädchen und/oder/
                                    tualisiert und überarbeitet werden.
„Abenteuer, Wagnis, Risiko im
Mädchenalltag” – Überlegun-         „Laura legt los”, Verein Nana
                                                                                 mit/gegen Gewalt”,
gen zum Stellenwert erlebnis-       Bunilda, Göttingen (Hg.), Bezugs-        Eine Ausgabe (3/94) des AgAG–Infor-
pädagogischer Ansätze in der        adresse: Nana Bunilda e.V., Regina       mationsdienstes befaßt sich mit der The-
Mädchenarbeit, „Wir haben           Meyer, Burgstr. 21, 37073 Göttingen      matik „Mädchen und Gewalt”. Zwar ist
eine Schwäche für weibliche                                                  unstrittig, daß die Mehrzahl der Ge-
Stärke” – Erlebnispädagogik in                                               walttaten von Jungen bzw. Männern
der Pfadfinderinnenschaft St.
Georg, „Aufbruch zu neuen
Ufern” – Möglichkeiten und
                                          Neues                              begangen werden, doch auch Mäd-
                                                                             chen und Frauen sind auf unterschied-
                                                                             liche Art und Weise in Gewalthand-
Grenzen abenteuerlicher Hel-
dinnen in der zeitgenössischen
Jugendliteratur.
                                         Mädchen–                            lungen verstrickt: Sie akzeptieren oder
                                                                             unterstützen von Männern ausgeübte
                                                                             Gewalt; manche werden auch selbst

Ferner sind die beiden Work-
                                          Video                              gewalttätig. Die Beiträge dieses Heftes
                                                                             behandeln die Thematik von verschie-
                                                                             denen Seiten. Im Schwerpunkt wird auf
shops der Tagung dokumen-            „Mensch Mädchen”, ein 35–
tiert, die sicherlich einen klei-                                            die geschlechtsspezifischen Aspekte
                                     minütiges Video, das im Rahmen          von Gewalt, Rechtsextremismus und
nen Fundus an Ideen zum Um-          des Praxis– und Forschungs-
gang mit dem Thema in der                                                    Fremdenfeindlichkeit eingegangen. Ein
                                     projektes „Mädchen in der               weiterer Aufsatz stellt die Beziehung
Mädchenarbeit geboten ha-            Jugendhilfeplanung” in Tübingen
ben: „Abenteuer beim unter-                                                  zwischen Frauen und Gewalt in histori-
                                     / Baden–Württemberg, entstan-           schen Zusammenhängen dar. Des-
wegs sein” – Praxis und Erpro-       den ist (1995). Ein Film über, von
bung sog. „Hayk’s”, „Aben-                                                   weiteren werden mehrere aktuelle For-
                                     und mit Mädchen aus Mössingen           schungen zur Problematik vorgestellt
teuer und Heldinnen” – Spiele-       und Tübingen. Die 8–15jährigen
rische Arbeit und Umgang mit                                                 und eine umfangreiche Literaturliste zu
                                     Mädchen geben durch Interviews          dem Themenkomplex „Frauen und
Vorlagen aus der Abenteuer-          und selbstentworfene szenische
literatur mit weiblichen Prot-                                               Rechtsextremismus/Gewalt” veröffent-
                                     Darstellungen Einblick in ihr Leben,    licht., Bezugsadresse: Informations-
agonistinnen. Die Broschüre          ihre Wünsche und ihre Probleme.
kann bestellt werden bei:                                                    dienst AgAG, IFFJ/ISS, Straße des 17.
                                     Für einen erschwinglichen An-           Juni 112, 10623 Berlin, Tel.: 030/39001–
                                     schaffungspreis unter Tel.: 07071/      133.
Jugendhof Steinkimmen,               204–702 zu bestellen oder bei Ur-
z.Hd. C. Lesk oder P. Nischwitz,     sula Grzeschke, Andrea Theis oder
27777          Ganderkesee,          Sabine Sundermeyer (Adressen
Tel.: 04222/40827 oder 40828         siehe Seite 22) zu entleihen.




18
   Lesen, Sehen & Hören
    Petra Schmidt über:                     „Außenräume für                            Leserinnen
  Mädchen
   in der
                                            Mädchenträume”
                                            lautet die Diplomarbeit zweier Frei-
                                            raum- und Landschaftsplanerinnen.
                                                                                        Briefe
                                                                                   Wo sind die lesbischen Mädchen?
                                            Ihr Anliegen ist, die Raumaneignung
Stadtplanung.                               jugendlicher Mädchen draußen zu
                                            fördern, wofür ein planerischer
                                            Handlungsansatz dargelegt wird.
                                                                                   „Das darf doch nicht wahr
                                                                                   sein!”...freudig nahm ich das neue
                                                                                   „Mädchenbuch vom Landkreis Ost-
   Bolzplätze – und was                     Beteiligungsaktivitäten mit 12 ju-     erholz” in die Hand – schöne Texte,
          sonst?                            gendlichen Mädchen in einem Dorf       gute Bilder, nett gemacht und be-
                                            bei Hannover zeigen beispielhaft       stimmt gut für viele Mädchen UND
Es ist offensichtlich: Die öffentlichen                                            wo sind die lesbischen Mädchen?
Räume für Mädchen sind eng und              die praktische Umsetzung dieses
                                            Ansatzes auf.                          Wo der Hinweis auf lesbisch sein,
unattraktiv, ja vielleicht sogar zum                                               wenigstens irgendwo mal das Wort
Davonlaufen! Auf alle Fälle ist „...die                                            LESBEN oder mindestens etwas zu
                                            Die Arbeit (gegen erschwingliche
ungleiche Verteilung öffentlicher                                                  HOMOSEXUALITÄT. Oder gibt es das
                                            Unkosten) sowie Informationen sind
Mittel und öffentlicher Räume...                                                   etwa auf dem Land nicht? Oder
                                            erhältlich bei: Annette Weber und
auch eine ungleiche Verteilung von                                                 nicht in Euren Köpfen? Was nicht
                                            Karin Leven, Liebigstraße 35, 30163
Entwicklungschancen. Dadurch                                                       sein darf – gibt es trotzdem!! Heide
                                            Hannover
werden Mädchen in ihren Entfal-                                                    und Uschi, das darf doch nicht wahr
tungs– und Spielräumen einge-                                                      sein!!
schränkt.” (Prof. Dr. Heide Pfarr, S.9).                                           S. Ahrens
Das Buch ist eine Sammlung von
Fachbeiträgen und geschrieben
von Frauen, die sich anläßlich der
Fachtagung „Mädchen in der
                                             Sprungbrett                           Kritik zur Kenntnis genommen!
                                                                                   Wir haben die Kritik zur Kenntnis
Stadtplanung” 1992 in Wiesbaden                Die schwul-lesbische                genommen. Sie ist Anlaß zur erneu-
trafen. Die vorliegenden elf Beiträ-              Jugendzeitung                    ten Auseinandersetzung über das
ge bieten eine Annäherung aus                                                      Mädchenbuch im Arbeitskreis
verschiedenen Disziplinen zum The-                                                 „Frauen in der Mädchenarbeit” im
ma „Mädchen in der Stadtpla-                SPRUNGBRETT – Die schwul–lesbi-        Landkreis Osterholz.
nung” und belegen eindrucksvoll,            sche Jugendzeitung aus Nord-           Ursula Grzeschke
an welch unterschiedlichen Stand-           rhein–Westfalen, Probeheft für
orten zu diesem Thema bereits kon-          wenig Geld bei: SPRUNGBRETT,
                                            Gladbacher Str. 21, 50672 Köln.        (Anm.d.Red.: Wir begrüßen es,
kret–praktisch, empirisch und theo-                                                wenn Kritik auf direktem Wege ge-
retisch gearbeitet wird: Es kommen          Sehr empfehlenswert, professio-
                                            nell gemacht!                          äußert wird und nicht wie in diesem
Sozialwissenschaftlerinnen zu Wort,                                                Fall über die „Donna Lotta” läuft)
die zum Thema bereits empirische
Untersuchungen durchgeführt ha-
ben. Oder: Die Begründungs-
zusammenhänge über die Ver-
drängung von Mädchen aus dem
öffentlichen Raum werden heraus-
gearbeitet und es werden Hand-
                                           (Foto: Schohaja Staffler)                       Der Sprung
lungsstrategien entwickelt zur
(Ver-)Änderung. Oder: Beobach-
tungen in einer Pilotstudie werden
vor dem theoretischen Hintergrund
von Mädchensozialisation reflek-
tiert und dann in den Zusammen-
hang von Körperkarrieren, Raum-
aneignung und Persönlichkeitsent-
wicklung gestellt. Oder: „Beobach-
tungen einer Planerin”. Oder: Der
andere Bericht informiert über das
Modell „Mädchen in Bewegung”,
das seit 1991 in Marburg läuft, oder...
Diese Zusammenfassung über
„Mädchen in der Stadtplanung” ist
aktuell, gut lesbar und informativ:
Flade, A./Kustor–Hüttl, B. (Hrsg.)
„Mädchen in der Stadtplanung.
Bolzplätze – und was sonst?”, Deut-
scher Studienverlag, 1993, 195 Sei-
ten, (aus: „Spielraum” 2/1994).




                                                                                                              19
                                                                                                                              Über uns
                           Betrifft: Mädchen unter 14 Jahren
Liebe Frauen aus der Mädchenarbeit!                                Konzeptionen die Arbeit mit diesen Al-                         Aus diesem Grund halten wir vielfälti-
                                                                   tersgruppen zu unterstützen. Dies auch                         ge Formen der Mädchenarbeit mit
Durch unsere Kooperationen mit zahl-                               vor dem Hintergrund, daß Mädchen in                            unter 14 jährigen für wichtig.
reichen Mitarbeiterinnen aus der                                   den Altersgruppen unter 14 Jahren in
Mädchenarbeit wissen wir, daß sich in                              ihren Rollenvorstellungen noch nicht                           Allerdings haben wir im Modellprojekt
den letzten ein bis zwei Jahren in der                             so festgelegt sind, und eine Förderung                         zunehmend die Schwierigkeit, bei
Mädchenarbeit bezogen auf die Al-                                  und Unterstützung zur Entwicklung                              Bildungsmaßnahmen mit jüngeren
tersgruppen der Mädchen, die für An-                               selbstbestimmter Handlungsmöglich-                             Mädchen finanziell zu kooperieren.
gebote ansprechbar sind, einiges ent-                              keiten gute Chancen hat. Zudem sind                            Vorgaben im Rahmen des Nds.
wickelt hat. So sind auch bei uns im                               Mädchen nicht erst ab dem 14. Le-                              Jugendförderungsgesetzes (JFG), und
Modellprojekt Veranstaltungen durch-                               bensjahr mit Fragen und Themen be-                             damit auch die Richtlinien des Nds.
geführt geworden, an denen Mäd-                                    schäftigt, die sich mit der Entwicklung                        Modellprojekts „Mädchen in der Ju-
chen im Alter von ca. 10/11 Jahren                                 von Vorstellungen zu ihrer Rolle als                           gendarbeit” schreiben die Teilnahme
teilgenommen haben.                                                Mädchen /Frau auseinandersetzen. Es                            von 14jährigen zumindest mit 50 % der
                                                                   besteht die berechtigte Annahme,                               Teilnehmerinnenzahl bei Bildungs-
Einerseits kommen wir damit der Ent-                               daß durch frühzeitige mädchen-                                 maßnahmen vor. Dies berücksichtigt
wicklung nach, daß sich jüngere Mäd-                               spezifische Angebote die Möglichkeit                           nicht die o.g. Entwicklungen.
chen für Angebote in der Jugendar-                                 einer Auseinandersetzung auf ver-
beit/ Mädchenarbeit ansprechen las-                                schiedenen Ebenen um die Ambiva-                               Wir wollen uns mädchenpolitisch ins-
sen, sehr motiviert und mit viel Interes-                          lenz gesellschaftlicher Rollenerwar-                           besondere auf Landesebene für eine
se dabei sind. Weiterhin ist zu beob-                              tungen und eine Stärkung von Selbst-                           Öffnung der Diskussion zu bestehen-
achten, daß diese Altersgruppen auch                               bewußtsein gefördert werden kann.                              den gesetzlichen Vorgaben und Richt-
längerfristig in den Jugendeinrichtun-                             Damit kann versucht werden, einem                              linien einsetzen, da mittlerweile Unter-
gen bleiben und sozusagen eine „So-                                Rückgriff der Mädchen auf traditio-                            suchungen aus der Jugendforschung
zialisierung in und für Mädchen-                                   nelle Rollenvorgaben in der Pubertät                           wiedergeben, daß der Jugendbegriff
gruppen” stattfindet. Wenn wir, ent-                               und danach Alternativen zu bieten                              und Jugendsozialisation sich nicht strikt
sprechend unserer Aufgabe, mit vie-                                und einem allgemein beobachtbaren                              am Alter von 14 Jahren festmachen
len Praxisfeldern zusammenarbeiten,                                „Rückzug” der Mädchen (biographi-                              läßt.
heißt das selbstverständlich auch für                              scher „Knick” im Selbstbewußtsein) in
unsere Kooperationen, mit speziellen                               diesem Alter entgegenzuwirken.                                 >>>


FRAGEBOGEN
(bitte kopieren und ausfüllen)
                                                                                Um einen Eindruck über die geleistete Mädchenarbeit mit unter 14jäh-
                                                                                rigen Mädchen zu erhalten, möchten wir alle interessierten Frauen
                                                                                bitten, uns mit der Beantwortung des Fragebogens zu unterstützen.


                                                                                                 s Welche Erfahrungen machst Du in Bezug auf die unter-
Fragen:                                                                                            schiedlichen Altersgruppen?
s Gibt es Mädchen unter 14 Jahren in Deiner Einrichtung?
  (bitte Altersgruppe und ca.-Zahl, evt.in % der                                                     ............................................................................................
  BesucherInnenzahl angeben)                                                                         ............................................................................................
                                                                                                     ............................................................................................
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                                                                                                 s Hälst Du es für wichtig, daß die Altersgruppe der jünge-
s Werden spezielle Angebote für diese Altersgruppe im                                              ren Mädchen im Rahmen von Jugendarbeit/Mädchen-
  Rahmen von Mädchenarbeit gemacht? Welche The-                                                    arbeit angesprochen wird? Wenn ja, warum?
  men u. Interessen der Mädchen werden aufgegriffen?
  In welcher Form?                                                                                   ............................................................................................
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  ............................................................................................   s Sind Dir Schwierigkeiten bekannt im Hinblick auf Durch-
                                                                                                   führung, Finanzierung oder Anerkennung von Angebo-
s Gibt es Mädchen über 14 Jahren in Deiner Einrichtung?                                            ten für diese Altersgruppe?
  (bitte Altersgruppe und ca.-Zahl, evt.in % der
  BesucherInnenzahl angeben)                                                                         ............................................................................................
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s Werden spezielle Angebote für diese Altersgruppe im                                            Bitte bis zum 20.10.1995 einsenden an: Jugendhof Stein-
  Rahmen von Mädchenarbeit gemacht? Welche The-                                                  kimmen, Peggi Nischwitz, Nds. Modellprojekt „Mädchen in
  men u. Interessen der Mädchen werden aufgegriffen?                                             der Jugendarbeit”, 27777 Ganderkesee
  In welcher Form?
                                                                                                 Name und Adresse:
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  ............................................................................................   ............................................................................................
  ............................................................................................   (ist uns für Rückfragen wichtig, wird aber vertraulich behandelt)




20
    Über uns
 Mädchen erobern sich die Welt
 3. Aktionstag für Mädchen und junge Frauen in Niedersachsen
 Programm                                      5. Square-Dance: Let´s go square-
 Freitag, 8.9.95
                                                  danzing!                                8. und
                                               6. Märchen aus 1001 Nacht: Ge-
 f 18 Uhr: internationales, kaltes Buffet
                                                  schichten aus dem Orient malen,        9.9.1995
 f 19.30 Uhr: Eröffnung des Abends:               lesen, spielen
    o Begrüßung o „Falkapella” o Sket-         7. Tonarbeiten: Geschichten von Göt-
    che, Live-Musik, Comedy, Clowne-              tinnen mit Ton gestalten
    rie + Kabarett von Comic on!, Köln
                                               8. Tavot: Was ist das? Karten legen
    o DISCO DISCO mit DJane o Feuer-
                                                  selbstgemacht
    spucken o Anti-Alk-Cocktail-Bar
                                               9. Trommeln: afrikanische Trommeln
 Samstag, 9.9.95 (Schulfrei !!!)
                                                  und Tänze kennenlernen
 f 10-16 Uhr: Viele tolle Workshops für
                                               10. Multiplikatorinnen-Workshop: Aus-
    Mädchen und Frauen
                                                  ländische Mädchen in der Mäd-
 f 16 Uhr: Abschlußveranstaltung:                 chenarbeit
    S(T)rickliesel sitzt nicht brav zu Haus,
    sondern erobert sich die Welt!             Veranstalterinnen: Die Mädchen-
                                                                                                   Video
 f Mädchen zeigen ihre Produkte des            referentinnen des Nds. Modellprojekts         Mädchen mischen auf!
    Tages                                      „Mädchen in der Jugendarbeit”
                                                                                           Der 2. Aktionstag für
                                               Kosten: 30 DM                                                     Mädchen und
 f Wir machen ein gemeinsames                                                              junge Frauen, der nie
                                                                                                                    dersachsen-
    Kunstwerk                                  Anmeldung: Bitte bis zum 18.8.95 bei        weit im Sept. 1994 un
                                                                                                                 ter dem Motto
 f 18 Uhr: ENDE                                der Koordinationsstelle des Nds.            „M äd ch en mi sc he
                                                                                                                   n au f!! !” in
                                               Modellprojekts „Mädchen in der Ju-         Verden stattfand, ist
                                                                                                                 nun als Video
 Workshops                                     gendarbeit”, Am Jugendhof 17, 27283        erhältlich. Die 20 mi
                                                                                                                  nütige Doku-
                                               Verden, Telefon : 04 231 / 72 33 7,        mentation veransch
 1. Kalligraphie: japanische Schriftzei-                                                                         aulicht diese
                                               Telefax: 04 231 / 97 40 22                 Veranstaltung, an de
    chen malen                                                                                                      r 150 Mäd-
                                               Eine Pädagogin kann mit mind. 3 bis        chen, junge Frauen,
 2. Flamenco-Tanzen: Gefühle durch                                                                                 Pädagogin-
                                               max. 7 Mädchen teilnehmen, da un-          nen und Politikerinn
    Hände und Füße ausdrücken                                                                                  en teilgenom-
                                               sere Plätze begrenzt sind (Pädagogin-      men hatten.
 3. Bauchtanz: orientalischen Tänze            nen können leider nicht allein teilneh-
    kennenlernen                               men). Zu- oder Absagen wird es ca. 14      Für Interessierte: Bei de
                                                                                                                    n Mädchen-
 4. Lieder der Welt: Gesang und Rhyth-         Tage vorher geben. Hier spielt die         referentinnen und de
                                                                                                                   r Koordinato-
    mus aus verschiedenen Ländern              Glücksfee eine Rolle.                ∆     rin (Adressen siehe
                                                                                                                  S. 22) ist das
                                                                                          Video kostenlos zu leih
                                                                                                                     en.
            Annette Düring war wichtig
              für das Modellprojekt                                         Mädchenarbeit hält Einzug in
Nach 5 Jahren Vorstandstätigkeit beim Landesjugendring Nds.,
schied Annette Düring bei der 18. Vollversammlung des Ljr. in
                                                                            Jugendverbandsstrukturen!
Gifhorn aus diesem Amt aus. Seit 1991 war ein Arbeitsschwerpunkt        Die DLRG-Jugend, besonders die Mitarbeiterinnen
ihrer Vorstandstätigkeit die fachliche Begleitung der Koordina-         des Mädchenarbeitskreises, haben einen dicken Er-
torin im Nds. Modellprojekt „Mädchen in der Jugendarbeit”.              folg vorzuweisen. Im Landesjugendvorstand des Ver-
Außerdem war Annette Düring presserechtlich verantwortlich              bandes sitzt jetzt eine Frau (Ute Eggers) mit einem
für die Zeitung zur Mädchenarbeit in Niedersachsen „Donna               Ressort „Mädchen in der Jugendarbeit”. Durch eine
Lotta”.                                                                 Änderung der Jugendordnung ist es nun allen Unter-
                                                                        gliederungen in Niedersachsen möglich ein Frau mit
Desweiteren engagierte                   Frau Düring sich 5 Jahre       Stimme für die Mädchen in ihre Vorstände zu wählen.
lang als Vorsitzende der AG              Mädchenarbeit des Lan-         Außerdem sind die neuen Regelwerke der Verbands-
desbeirats für Jugendarbeit              (LBR). Diese AG war und        struktur geschlechtsneutral formuliert und mit einer
ist zuständig für die Be-                   gleitung des Nieders.       (soll)Quote für alle Gremien versehen. Damit haben
Modellprojekts „Mäd-                          chen in der Jugend-       die engagierten Frauen eine Aufwertung der
arbeit”. Die 24 weibli-                        chen Delegierten         Mädchenarbeit (gleichberechtigt zu Fahrten, Lager,
der 18. VV bedank-                              ten sich bei Annet-     Kindergruppenarbeit, Jugendpolitische Bildung, …)
te Düring für ihr En-                            gagement und           und bessere Kooperationsmöglichkeiten bewirkt.
Durchhaltevermö-                                 gen mit je einer
Rose (siehe Foto).                               Auch die Mitarbei-     Die nachfolgenden Mädchengenerationen werden
terinnen des Mo-                                 dellprojekts drük-     sich zukünftig (zumindest formal) für Gremien-
ken hiermit ihren                                Dank für den Ein-      positionen angesprochen fühlen. An der Gremien-
satz aus, den Annette                        Düring bereit war zu       kultur wird weitergearbeitet.
zeigen, wenn es um                          die Unterstützung des
Modellprojekts ging.                                              ∆     Herzlichen Glückwunsch, Frauen und weiter so!        ∆


                                                                                                                    21
                                                                    Über uns
            Beauties from the sea                                               Die
                                                                          Mädchenreferentin
                                                                            Monika Heim
                                                                        ist im 2. Halbjahr 1995 im
                                                                        Mädchencafé Luzie, An der
                                                                        Neustadtmühle 3. 38100 Braun-
                                                                        schweig, Tel.: 0531/4708532 je-
                                                                        den 1. und 3. Dienstag im Mo-
                                                                        nat persönlich zu erreichen.




                              Sie erreichen die Mädchenreferentinnen:
Dienstsitz                                      Referentinnen            Träger-in u. Zuständigkeit

Ev. Jugendhof Sachsenhain                     Sabine Sundermeyer      Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Am Jugendhof 17                                  Koordinatorin          • zuständig für die Koordination des
27283 Verden / Aller                                                                          Gesamtprojekts
Tel.: 0 42 31 / 7 23 37; Fax: 97 40 22                                                   Tel.: 05 11 / 80 50 55

Ev. Jugendhof Sachsenhain                      Christiane Meiners                      Evangelische Jugend
Am Jugendhof 17                                                     in der Ev. luth. Landeskirche Hannovers
27283 Verden / Aller                                                • zuständig für den Bereich der Ev. luth.
Tel.: 0 42 31 / 7 23 37; Fax: 97 40 22                                               Landeskirche Hannovers

DLRG-Jugend Niedersachsen                        Andrea Theis       DLRG–Jugend im LV Niedersachsen e.V.
Karl-Thiele-Weg 41                                                     • zuständig für den Regierungsbezirk
30519 Hannover                                                                                    Lüneburg
Tel.: 0 5 11 / 8 37 92 12; Fax: 83 36 64

Mädchen- u. Frauenprojekt                      Marianne Putzker                         SJD-Die Falken und
„Minna Faßhauer”                                                      Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt
Helmstedter Str. 163, 38102 Braunschweig                               • zuständig für den Regierungsbezirk
Tel.: 05 31 / 7 58 65; Fax: 57 01 01                                                         Braunschweig

Sportjugend (sjn)                                Thekla Lorenz            Sportjugend im Landessportbund
Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10                                                     Niedersachsen e.V. (sjn)
30169 Hannover                                                         • zuständig für den Regierungsbezirk
 Tel.: 05 11 / 12 68-2 52; Fax.: 12 68-2 42                                                      Hannover

Jugendhof Steinkimmen                           Peggi Nischwitz                Jugendhof Steinkimmen e.V.
27777 Ganderkesee                                                      • zuständig für den Regierungsbezirk
Tel.: 0 42 22 / 4 08 28; Fax: 4 08 39                                                            Hannover



Jugendhof Steinkimmen                            Cornelia Lesk                 Jugendhof Steinkimmen e.V.
27777 Ganderkesee                                                      • zuständig für den Regierungsbezirk
Tel.: 0 42 22 / 4 08 27; Fax: 4 08 39                                                            Weser-Ems



Jugendbildungsstätte Bredbeck                  Ursula Grzeschke            Landkreis Osterholz-Scharmbeck
An der Wassermühle 30                                                  • zuständig für den Regierungsbezirk
27711 Osterholz-Scharmbeck                                                                        Lüneburg
Tel.: 0 47 91 / 70 41

Stadt Braunschweig , Jugendamt                   Monika Heim                            Stadt Braunschweig
Abteilung Jugendförderung                                              • zuständig für den Regierungsbezirk
Eiermarkt 4-5, 38100 Braunschweig                                                             Braunschweig
Tel.: 05 31 / 4 70-84 85; Fax: 4 70-84 04




22
    Termine
Angebote für Mädchen
und junge Frauen                                                                              von Juli bis Dezember 1995
           Juli                    September                              Oktober                                   November
01.–14.07. „RaWaKa–Spaß-         08.–09.09. „Mädchen         Herbstferien „1. Mädchenwoche im Flek-        November „Stärker als ihr denkt
tour” (Rad–Wandern–Ka-           erobern sich die Welt!”,    ken Ottersberg”, für Mädchen und junge        – Die neuen Bücher für Mäd-
nu) für Mädchen ab 14 Jah-       3. Nds. Aktionstag, für     Frauen ab 12 Jahren, Ort: in verschiede-      chen” (+ Rahmenprogramm)
ren, Ort: Ostsee, Anmel-         Mädchen (ab 12 Jah-         nen Gemeinden im Flecken Ottersberg,          für Mädchen + Pädagoginnen,
dung + Infos: Monika Heim        ren), junge Frauen und      Anmeldung+Infos: Frauenbeauftragte Ul-        Ort: Braunschweig, Anmeldung
(siehe Seite 22)                 Pädagoginnen (siehe         rike Hiller, Flecken Ottersberg, Grüne Str.   + Infos: Monika Heim (siehe Sei-
                                 auch S. 21), Ort: Ev.       2, 28870 Ottersberg, Tel.: 04205/3170–22      te 22)
03.–06.07. „Verrückte Skulp-     Jugendhof Sachsen-
turen”: Aus Ytong–Steinen        hain, 27283 Verden,         01.–08.10. „Insel–Freiheit–Abenteuer”, für    04.–05.11.„ Mit 15 hast Du noch Träu-
sollen mit Hammer und Mei-       Anmeldung+Infos: Sa-        13–16jährige Mädchen, Ort: Spiekeroog,        me – warum sollen sie nicht wahr
ßel Masken, Phantasiewe-         bine Sundermeyer (sie-      Anmeldung+Infos: Christiane Meiners           werden?”, Seminar zur Lebens-
sen oder menschliche Fi-         he S. 22)                   (siehe S. 22)                                 planung und Berufsorientierung für
guren herausgeschlagen           08.–10.09. „WenDo–                                                        Mädchen, ab 14 Jahren, Ort: Land-
werden. Für Mädchen von          Kurs” (Selbstverteidi-      02.–06.10.„Wild und Witzig” – Eine            kreis Goslar, Anmeldung + Infos:
10–15 Jahren, Ort: Mäd-          gung und Selbstbe-          Mädchenwoche im Herbst mit Work-              Referat für Gleichstellungsfragen,
chentreff „Xana”, Posthorn-      hauptung), für Mäd-         shops: Fotografie, Film, Tanz, Rockmusik,     Frau Siglinde Müller, LK Goslar, Tel.:
str. 12, 30449 Hannover, An-     chen und junge Frauen       Trommeln u.a., für interessierte Mädchen      05321/76440
meldung bis zum 28.06. +         ab 16 Jahren, Ort: Ju-      ab 12 Jahren, Ort: Jugendbildungsstätte       10.–12.11. „Frauen nehmen ab und
Infos: Mädchentreff „Xa-         gendbildungsstätte          Bredbeck, Anmeldung+Infos: Ursula             zu ab und zu – Ein Seminar für Mäd-
na”, Tel.: 0511/440857           Bredbeck, Anmeldung         Grzeschke (siehe S. 22)                       chen / junge Frauen mit Eßstörun-
                                 + Infos: Monika Mas-                                                      gen”, für Mädchen und Frauen ab
10.–16.07. „Reit– und Zelt-                                  07.–08.10.„WenDo – Selbstverteidigung
freizeit”, für Mädchen von       sanz, Nds. Landjugend,      und Selbstbehauptung für junge Frau-          16 Jahren, (bei großer Anmeldezahl
10–15 Jahren. Dieser Kurs ist    Mars–La–Tour–Str. 6,        en”, ab 16 Jahren, Ort: Falkenheim            wird je nach Alter in 2 Gruppen ge-
für Mädchen, die schon           26121 Oldenburg, Tel.:      „Freundschaft” in der Asse (Groß Denkte       arbeitet) Ort: Jugendbildungsstätte
mehr Reiterfahrung haben.        0441/801–219                bei Braunschweig), Anmeldung+Infos:           Bredbeck, Anmeldung+Infos: Ursu-
Ort: Scharrel (bei Barnstorf),   09.09. „Hokus Pokus–        Marianne Putzker (siehe S. 22)                la Grzeschke (siehe S. 22)
Anmeldung+Infos: EPONA           Mädchentag”, 1. Akti-       09.–11.10.„ WenDo”, für Mädchen ab 14         10.–12.11. „Flirten”–eine Videostory”,
e.V., Scharrel 23b, 49406        onstag für Mädchen          Jahren, Ort: Landkreis Goslar, Anmel-         Erstellung eines Video–Films in Mäd-
Eydelstedt, Tel.: 05442/8581     und junge Frauen des        dung+Infos: Referat für Gleichstellungs-      chen– und Jungengruppe, ab 15
15.–22.07. „Abenteurerin-        Jugendrotkreuzes            fragen, Frau Siglinde Müller, LK Goslar,      Jahren, Ort: Bremen, Anmeldung +
nen unterwegs – Kanu-            (DRK–Landesverband          Tel.: 05321/76440                             Infos: Andrea Theis (siehe S. 22)
fahren, Schwimmen, Zel-          Niedersachsen) für
ten”, die Tour beginnt und       Mädchen und junge           13.–15.10. „WenDo Selbstverteidigung für      11.–12.11. „Schwarzes Theater –
endet in Wesenberg, für          Frauen ab 14 Jahren,        junge Frauen”, von 18–27 Jahren, Ort:         „Wenn Hände und Füße zu tanzen
Mädchen von 14–18 Jah-           Ort: Jugendbildungs-        Barsinghausen, JUBIF, Anmeldung+Infos:        beginnen...”, für Mädchen ab 12
ren, Ort: auf der Mecklen-       stätte Clüverswerder,       DGB–Jugend Nds./Bremen, Dreyerstr. 6,         Jahren, Ort: Falkenheim „Freund-
burgischen Seenplatte,           Anmeldung + Infos:          30169 Hannover, Tel.: 0511/1260161            schaft” in der Asse (Groß Denkte bei
Anmeldung+Infos: Mäd-            Jugendrotkreuz, DRK–                                                      Braunschweig), Anmeldung+Infos:
chen in Fahrt e.V., Weden-       Landesverband Nie-                                                        Marianne Putzker (siehe S. 22)
                                 dersachsen e.V., Erwin-     14.–15.10. „Entspannende Übungen im
weg 33, 27367 Hassendorf,
                                 str. 7, 30175 Hannover,     und am Wasser”, ab 15 Jahre, Ort: Han-        18.–19.11. „WenDo” – Selbstverteidi-
Tel.: 04264/1405
                                 Tel.: 0511/2800059          nover, Anmeldung+Infos: Andrea Theis          gung und –behauptung, für Mäd-
19.–29.07. „Abenteuer Hajk”                                  (s. Seite 22)                                 chen von 10–12 Jahren, Ort: Braun-
– Wandern und zelten in          22.–24.09.„ Mädchen–                                                      schweig, Anmeldung+Infos: Arbeits-
der Eifel, abseits der Wege,     u. Frauenkulturspek-        16.–20.10. „Wege und Möglichkeiten der        kreis Mädchen, Eva Viedt, Tel.: 0531/
Hotels und Zeltplätze, für       takel in der Asse”, für     Selbstbehauptung am Beispiel des              49017 o. 8
Mädchen und junge Frau-          Mädchen und Frauen          WenDo”, Bildungsurlaub, für junge Frau-       24.–26.11. „Geschlechtsbewußte
en von 16–20 Jahren, Ort:        ab 13 Jahren, Ort: Fal-     en ab 17 Jahren, Ort: Bordenau bei Han-       Pädagogik”, für 15–20jährige Ju-
Ahrhütte/Eifel, Anmeldung        kenheim „Freundschaft”      nover, Anmeldung+Infos: DAG–Jugend            gendgruppenleiterinnen, Ort: Ev.
+Infos: Pfadfinderinnen-         in der Asse (Groß Denkte    Niedersachsen, Heidemarie Brands,             Jugendhof Sachsenhain, Verden,
schaft St. Georg, Engelbo-       bei Braunschweig), An-      Hildesheimerstr. 17, 30169 Hannover, Tel.:    Anmeldung+Infos: Christiane Mei-
steler Damm 72, 30167 Han-       meldung+Infos: Mari-        0511/28093–52                                 ners (siehe S. 22)
nover, Tel.: 0511/704361         anne Putzker (siehe Sei-
                                                             20.–22.10. „Liebe, Lust und Leidenschaft”,
                                 te 22)
                                                             für Mädchen ab 15 Jahren, Ort: NN,                      Dezember
        August                   29.09.–06.10. „Frauen in    Anmeldung+Infos: Pfadfinderinnenschaft        08.–10.12. „Im richtigen Moment das
18.–20.08. „Fahrradtour”, für    Italien”, für junge Frau-   St. Georg, Adresse s.o., Tel.: 0511/704361    richtige Wort” – Verhandlungs– und
Mädchen ab 15 Jahren,            en von 18–26 Jahren,                                                      Argumentationstraining für Frauen,
Ort: Landkreis Hannover,         Ort: Veneto – Toscana,      28.–29.10. „Wenn die Liebe losgeht...”,       für junge Frauen ab 17 Jahren, Ort:
Anmeldung+Infos: Pfad-           Anmeldung+Infos: Mo-        Seminar zu Liebe und Sexualität, für Mäd-     Bordenau bei Hannover, Anmel-
finderinnenschaft St. Ge-        nika Massanz, Nds.          chen ab 15 Jahren, Ort: Faßberg,              dung + Infos: DAG–Jugend Nieder-
org, Adresse s.o., Tel.: 0511/   Landjugend, Adresse         Anmeldung+Infos: Andrea Theis (siehe          sachsen, Heidemarie Brands, Adres-
704361                           s.o., Tel.: 0441/801–219    Seite 22)                                     se s.o., Tel.: 0511/28093–52




                                                                                                                                      23
                                                                                                                   Termine
 Fortbildungsangebote
 für Multiplikatorinnen                                                                                    von Juli bis Dezember 1995
         Juli                       September                            Oktober                                       November
03.–08.07. „Weiblich-        04.–06.09. „Prävention von sexu-         09.–13.10. „Erlebnis/      01.–03.11. „Rollenspiele in der pädagogischen Arbeit mit
keit als Chance – Per-       eller Gewalt gegen Mädchen”,             Abenteuer/Magie –          Mädchen”, für Multiplikatorinnen und interessierte Frauen,
spektiven II”, 9. Fach-      für Mitarbeiterinnen in Jugend-          Der ’andere’ Sport”,       Ort: NN, Anmeldung+Infos: Sabine Huth, Mädchencafé Wolfs-
tagung für Praktikerin-      arbeit und Schule, Ort: Bad              für Jugendgruppen-         burg, Tel.: 05361/22088 und Monika Heim (siehe S. 22)
nen aus der Mädchen-         Sachsa, Anmeldung + Infos: Mo-           leiterinnen, Übungslei-
arbeit und aus angren-       nika Heim (siehe S. 22)                  terinnen und Frauen,       03.–04.11. „Sexueller Mißbrauch von Mädchen – was kann
zenden Arbeitsberei-                                                  die Interesse an der       ich tun?”, für Jugendgruppenleiterinnen, Übungsleiterinnen,
chen, Ort: Berlin, An-       11.–14.09. Fortbildungsreihe:            erlebnis– und aben-        Trainerinnen und Mitarbeiterinnen aus Sportvereinen ab 16
meldung bis 15.06. +         „Spiel–Bewegung–Tanz in der              teuersport– orientier-     Jhr., Ort: Hannover, Anmeld.+Infos: Thekla Lorenz (siehe S. 22)
Infos: Wannseeheim für       Mädchenarbeit”, Teil I von insge-        ten Arbeit mit Mäd-        03.–05.11. „BIODANZA – aus dem Raum des Herzens tanzen”,
Jugendarbeit e.V., Ulla      samt 4 Teilen (Teil II 11.-14.12.1995,   chen haben, Ort:           Fortbildung für haupt– und nebenberufliche Mitarbeiterinnen
Politowski, Hohenzol-        Teil III und IV im 1. Halbjahr 1996),    Clausthal–Zellerfeld,      aus der Jugend– bzw. Mädchenarbeit sowie interessierte
lernstr. 14, 14109 Berlin,   für Frauen, die .-Mädchenarbeit          Anmeldung + Infos:         Frauen und Mädchen ab 16 Jahren, Ort: Jugendbildungsstätte
Tel.: 030/8053087, Fax:      machen (wollen),. Ort: Jugend-           Thekla Lorenz (siehe       Bredbeck, Anmeldung+Infos: Ursula Grzeschke (siehe S. 22)
030/8053140                  hof Steinkimmen, Anmeldung +             Seite 22)
                             Infos: Theresia Volk, Jugendhof                                     03.–05.11. „Schweigen ist Silber – Reden ist Gold”, ein Mäd-
19.–29.07. „Mädchen          Steinkimmen, 27777 Ganderke-             20.–22.10. „Durch Dick     chen– und Frauenseminar um Rhetorik, Mitsprache und Durch-
wollen was erleben”,         see, Tel.: 04222/408–19                  und Dünn” – Fortbil-       setzungsfähigkeit, für Multiplikatorinnen ab 16 Jahren, Ort:
eine Fortbildung zur                                                  dung zum Thema Eß-         Jugendfreizeitstätte Einbeck, Anmeldung + Infos: Jugend-
                             20.–21.09. „Diaphragma für Mäd-
Erlebnispädagogik in                                                  störungen, für haupt–      rotkreuz, DRK–Landesverband Nds. e.V., Erwinstr. 7, 30175
                             chen – Verhütungsgespräche in
der feministischen                                                    und nebenamtliche          Hannover, Tel.: 0511/2800059
                             der Jugendarbeit”, für Mitarbei-
Mädchenarbeit (Bil-          terinnen in Jugendarbeit und             Mitarbeiterinnen in
dungsurlaub ist bean-                                                 der Jugendarbeit, die      03.–05.11. „Meine Güte, so ein schweres Thema in meiner
                             Schule, Ort: Göttingen, Anmel-
tragt), Ort: Ahrhütte/Ei-                                             mit Mädchen arbei-         Praxis” – Feministische Beratung von Mädchen und Frauen
                             dung+Infos: Frauengesundheits-
fel, Anmeldung + Infos:                                               ten (möchten), Ort:        mit sexuellen Mißbrauchserfahrungen, Ort: Kulturbunker Han-
                             zentrum Göttingen e. V., Tel.:
Pfadfinderinnenschaft                                                 Jugendbildungsstät-        nover, Bunnenbergstr. 16 A, Anmeld. bis 06.09.+Infos: InFemmes
                             0551/484530 und Monika Heim
St. Georg, Engelbo-                                                   te Bredbeck, Anmel-        GbR, Marienstr. 30, 30171 Hannover, Tel.: 0511/855594
                             (siehe S. 22)
steler Damm 72, 30167                                                 dung + Infos: Ursula
Hannover, Tel.: 0511/        21.–22.09. „Mädchenarbeit, Pla-          Grzeschke (s. S. 22)       06.–08.11. „Spiele in der Mädchenarbeit”, Kennenlern-,
704361                       nen–Initiieren–Durchführen–Re-                                      Bewegungs- und Rollenspiele, Fortbildung für Frauen aus der
                             flektieren”, für Mitarbeiterinnen        23.10. „Frauen – Stra-     Jugendarbeit. Ort: Jugendhof Steinkimmen, Anmeldung +
                             in Jugendarbeit und Schule, Ort:         tegien”, für Multiplika-   Infos: Cornelia Lesk (siehe S. 22)
21.–30.07. „In Schwin-
                             Wolfenbüttel, Anmeldung+Infos:           torinnen aus der ev.
delnden Höhen – Mäd-                                                                             10.–12.11. „Frauenforschung in der Bibel”, Ort: Hildesheim,
                             LK Goslar, Referat für Gleich-           Jugend, Ort: Ev. Ju-
chen und Frauen wol-                                                                             Anmeldung+Infos: Pfadfinderinnenschaft St. Georg, Adresse
                             stellungsfragen, Frau Siglinde Mül-      gendhof Sachsen-
len was erleben”, 1. Teil,                                                                       s.o., Tel.: 0511/704361
                             ler, Tel.: 05321/76440 und Monika        hain, Verden, Anmel-
für haupt– und neben-
                             Heim (siehe S. 22)                       dung + Infos: Christia-    15.–17.11. „Wen Do” – Selbstbehauptung und Selbstverteidi-
amtliche Mitarbeiterin-
nen aus der Jugendar-        22.–24.09. „Augen–Blicke”. Foto–         ne Meiners (s. S. 22)      gung als integraler Bestandteil von Mädchenarbeit”, für Frau-
beit, die mit Mädchen        Werkstatt: Portrait–Fotografie in                                   en, die mit Mädchen arbeiten wollen, Ort: Jugendhof Stein-
erlebnispädagogisch          der Mädchenarbeit, Fortbildung                                      kimmen, Anmeldung+Infos: Theresia Volk, Adresse s.o., Tel.:
                                                                      25.10. „2. Fachtag für
arbeiten (möchten)           für Frauen, die mit Mädchen und                                     04222/408–19
                                                                      die Mädchenarbeit
und für andere interes-      jungen Frauen arbeiten oder ar-          im Regierungsbezirk
sierte junge Frauen ab       beiten möchten, Ort: Jugendhof                                      17.–18.11. „Jetzt rede ich!” Rhetorik–Grundkurs, für junge
                                                                      Lüneburg”, zum The-        Frauen aus der Jugendverbandsarbeit ab 16 Jahren, Ort:
18 Jahren, Ort: „Sale-       Steinkimmen, Anmeldung+Infos:            ma „Mädchenarbeit
cina”, Maloja, Schweiz,      Peggi Nischwitz (siehe Seite 22)                                    Gailhof bei Hannover, Anmeld.+Infos: Thekla Lorenz (s. S. 22)
                                                                      – Mädchenpolitik,
Anmeldung + Infos: Ur-                                                Handlungsmöglich-          17.–19.11. „Weiblichkeit plus Sinnlichkeit”, ein Wochenend-
sula Grzeschke (siehe        22.–24.09. „Mädchen– und Jun-            keiten für eine eman-      seminar über weibliche Sexualität für Frauen, Ort: Bremen,
Seite 22)                    genarbeit im Jugendverband”,             zipatorische Mäd-          Anmeldung+Infos: PROFAMILIA Bremen, Stader Str. 35, 28205
                             für ehrenamtliche Teamerinnen,           chenförderung”, für        Bremen, Tel.: 0421/4988485
     August                  Ort: Clausthal–Zellerfeld, Anmel-        Mitarbeiterinnen und
                                                                      Mitarbeiter aus der        20.–22.11. „Töchter und Mütter”– Fortbildung für haupt– und
                             dung+Infos: Andrea Theis (s.S. 22)
08.08., 14 Uhr „Mäd-                                                  Mädchen–/Jugend-           nebenberufliche Mitarbeiterinnen in der Jugendarbeit, die
chenarbeit”, Vortrag         25.09. „Konkurrenz–Kompetenz–            arbeit, Ort: Jugend-       mit Mädchen arbeiten (möchten), Ort: Jugendbildungsstätte
und Diskussion für Frau-     Konflikte”, für Multiplikatorinnen       bildungsstätte Bred-       Bredbeck, Anmeldung+Infos: Ursula Grzeschke (siehe S. 22)
en, die in der Mäd-          und interessierte Frauen, Ort:           beck, Anmeldung +
chenarbeit tätig sind,                                                                           29.11.–01.12. „Pornographie in der Jugendarbeit”, ein Semi-
                             Raum Braunschweig–Wolfen-                Infos: Ursula Grzesch-     nar für LehrerInnen und MitarbeiterInnen in der Jugendarbeit,
Ort: Landkreis Schaum-       büttel–Gifhorn–Wolfsburg, An-            ke (siehe S. 22)
burg, Jahnstr. 20, 31655                                                                         Ort: Bremen, Anmeldung+Infos: PROFAMILIA Bremen, Adres-
                             meldung+Infos: Monika Heim                                          se s.o., Tel.: 0421/4988485
Stadthagen, Anmel-           (siehe S. 22)                            27.–29.10. „Tanz der
dung + Infos: Tel.:
05721/703–254, Fax:
05721 /703–299
                             27.–29.09. „Denk–Bar”, Fachta-
                                                                      Hyäne – Herbst (tran-
                                                                      ce) tanz”, biodynami-                            Dezember
                             gung zur feministischen Mäd-             sche Körperarbeit          01.–03.12. „ROT–GELB–BLAU – Farben als Kraftquellen”, ein
25.–26.08. „Geliebte         chenarbeit, für alle Pädagogin-          und Massage für Frau-      Kreativseminar für (junge) Frauen ab 18 Jhr., Ort: Jugendbil-
Freundinnen!?”, für          nen, die im Bereich der Mäd-             en, Ort: Hof Scharrel,     dungsstätte Bredbeck, Anmeld.+Infos: Ursula Grzeschke (s. S. 22)
Mütter mit ihren 8–          chenarbeit tätig sind, Ort: Dör-         Anmeldung + Infos:
                             verden, Tagungshaus Drübber-             Hof Scharrel, Anna C.      04.–06.12. „Märchenhafte Frauen” – Märchen–Szenen, –Rol-
11jährigen Töchtern,
                             holz, Anmeldung+Infos: Pfad-             Reichenbacher,             len, –Spiele in der Mädchenarbeit, für Frauen, die mit Mäd-
Ort: Celle, Anmeldung
                             finderinnenschaft St. Georg,             Adresse s.o., Tel.:        chen arbeiten (wollen), Ort: Jugendhof Steinkimmen, Anmel-
+ Infos: Christiane Mei-
                             Adresse s.o., Tel.: 0511/704361          05442/8538                 dung + Infos: Theresia Volk, Adresse s.o., Tel.: 04222/408–19
ners (siehe S. 22)




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