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					 Radio-Tipps

 Pressetexte für die Programmwoche              2
 vom 5. bis 11. Januar 2007




                          Legenden
                    WDR 5-Themenwoche
                 vom 6. bis 13. Januar 2008

                    s. gesonderte Pressemappe
                     unter www.presse.WDR.de


Westdeutscher Rundfunk Köln
Pressestelle

Stefanie Schneck
Appellhofplatz 1
50667 Köln
Telefon 0221 220 2075
Fax 0221 220 4910
stefanie.schneck@wdr.de

Fotos abrufbar unter www.ard-foto.de
Redaktionsschluss 26. November 2007
WDR 3, Samstag, 5. Januar 2008, 9.05 - 11. 45 Uhr


Klassik Forum


Historische Aufnahmen mit dem Pianisten Arthur Rubinstein
Mit Thomas Rübenacker

Der 1887 in Polen geborene Arthur Rubinstein war der Bonvivant unter den großen Pianisten des 20.
Jahrhunderts: Mehr interessiert an jungen Frauen, alten Weinen, gutem Essen und edlen Zigarren als am
Klavierüben. Das Resultat schildert er in seiner Autobiografie „My Young Years“ so: „In den Zwanzigerjahren
lebte ich in Paris und Horowitz gastierte. Und ich musste zusehen, wie er Paris meinen Händen entwand – so
konnte es nicht weitergehen! Von Stund’ an übte ich wie ein Besessener.“

Rubinstein wurde zum Antipoden des Hyper-Virtuosen Horowitz: Spieltechnisch vielleicht nicht ganz so
avanciert, aber wie kein anderer dafür begabt, auf dem „Schlaginstrument“ Klavier zu singen. Unvergleichlich
gelang ihm Chopin, aber auch Schumann, Schubert oder Brahms. Mozart entdeckte er relativ spät und
charakterisierte ihn als „leicht für Anfänger, schwer für Virtuosen“.

Mit Jascha Heifetz und Emanuel Feuermann, später Gregor Piatigorsky, bildete Rubinstein ein berühmtes Trio,
das einmal nicht so klang, als ob lediglich drei Solisten zwangsvereint wären. „Ich habe immer Glück gehabt“,
war sein Fazit am Ende eines langen Lebens.


Redaktion Hans Winking
WDR 3, Samstag, 5. Januar 2008, 15.05 - 18.00 Uhr


WDR 3.pm


„Wilde, weise Weiber“
Hexen zwischen Magie und Marktwirtschaft
Von Susanne Rump

Sie sind böse, warzig, alt, besitzen unheimliche Haustiere und sind Märchenfiguren. Sie sind wunderlich,
wissen ungemein viel über Pflanzen und deren Wirkstoffe, sind mitunter gemein und immer irgendwie
gefährlich. Das Hexenbild in Europa hat sich seit dem Mittelalter von Grund auf geändert. Heute sind Hexen
Pädagogen, Kaufleute, Künstler, Beamte oder Hausfrauen. Sie gehen als ganz normale Menschen ihrer Tätigkeit
nach. Sie sind nach außen hin völlig unauffällig und haben mit den Märchenhexen wenig gemeinsam.

Hexen entsprechen einer ganzen Kollektion von Wunschbildern. Sie wenden sich zurück zur Natur und liegen
damit voll im Trend: Rückbesinnung zu Naturmedizin, biologischer Ernährung und Psycho-Hygiene. „Bibi
Blocksberg“ und die „Hexe Lilli“ vermitteln schon Kindern ein positives Hexenbild, sie erfüllen alle Wünsche. Die
Fernseh-Hexen aus Serien wie „Charmed“ und „Sabrina“ wirken intelligent, mächtig, erfolgreich und ungemein
sexy. Sie bedienen damit ein Selbstbild, das besonders für Frauen extrem verlockend ist. Der Hexenmarkt
boomt: Literatur zum neuen Hexenwesen gibt es in rauen Mengen, Hexenläden verkaufen mit großem Erfolg
reichlich magisches Zubehör. WDR 3.pm geht dem Phänomen nach.


Redaktion Gabriele Faust
WDR 3, Samstag, 5. Januar 2007, 18.15 - 20.00 Uhr


Vesper


Gold, Weihrauch und Myrrhe

„Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold,
Weihrauch und Myrrhe.“ So berichtet der Evangelist Matthäus von den Waisen aus dem Morgenland.
Kirchenschriftsteller erhoben sie im 3. Jahrhundert zu „Königen“, ihre Zahl wurde auf drei festgesetzt und seit
dem 8. Jahrhundert bekamen sie die Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“.

Die Vesper widmet sich am Vorabend des Dreikönigstages der Musik zu dem Fest, das auch als Hochfest der
„Erscheinung des Herrn“ gefeiert wird. Beispiele aus dem 16. Jahrhundert, wie Jan Pieterszoon Sweelincks
Motette „Ab Oriente venerunt Magi“ über Georg Philipp Telemanns Drei-Königs-Kantate aus seinem
„Harmonischen Gottesdienst“ bis zum zeitgenössischen „Prélude sur l'Introit de l'Épiphanie“ für Orgel von
Maurice Duruflé, stehen auf dem Programm.


Redaktion Werner Wittersheim
WDR 3, Samstag, 5. Januar 2008, 23.05 - 24.00 Uhr


WDR 3 open: Studio Akustische Kunst


Anderswo
Von Robert HP Platz
Mit Dzuna Kalnina, Sologesang
Text Alban Nikolai Herbst
Realisation Robert HP Platz
Produktion WDR 2008

Was bei Star Treck nur bedrohlich im Raum stand, wird in „Anderswo“ furchtbare Wirklichkeit: Der Untergang
der Welt ist da, dem Menschen bleibt nur die Flucht in die kosmischen Weiten. Das Hörstück „Anderswo“ von
Robert HP Platz ist jedoch weniger ein Science Fiction-Epos über die größte aller irdischen und zugleich
menschlichen Katastrophen als vielmehr eine mythisch besinnliche Klangstudie über Ursprung und Exodus des
Daseins.

Basis dieses Ars Acustica-Werkes ist ein Libretto des Schriftstellers Alban Nikolai Herbst. Er beschreibt die
Situation einer Frau, die, im kosmischen Raum gefangen, sprachlich und gesanglich den Verlauf der Zeit
anhand historischer Weltereignisse und eigenem Erleben erzählt. Robert HP Platz musikalisiert, verklanglicht
die Thematik der Vergänglichkeit menschlicher Existenz: Parallel zum fortschreitenden Ablauf der Zeit altert
nach und nach auch die Stimme der Protagonistin. Diesen Prozess dramatisieren zudem akustische wie
elektronische Klänge und Klangmanipulationen.

Der Komponist und Dirigent Robert HP Platz, geboren 1951 in Baden-Baden, studierte bei Wolfgang Fortner,
Karlheinz Stockhausen und Francis Travis. 1980 Gründung des „Ensemble Köln“, das zahlreiche Preise und
Auszeichnungen erhalten hat. Für das Studio Akustische Kunst realisierte er die Stücke „Requiem“, „Andere
Räume“, „HorizontArchitektur“ und „Tagesschichten“.


Ausstrahlung über UKW in Stereo und über DVB-S (Satellit) in Stereo und 5.1 Surround-Sound.


Redaktion Werner Wittersheim
WDR 4, Samstag, 5. Januar 2008, 8.05 - 8.55 Uhr


In unserem Alter


„Das bisschen Haushalt …“
Hausarbeit gestern und heute
Von Brigitte Froesick

Montags waschen, dienstags bügeln, mittwochs stopfen, freitags einkochen, samstags die Wohnung auf
Hochglanz bringen – so sah der typische Wochenplan der Hausfrau bis in die 1950er Jahre aus. Dazwischen
mussten die Herde gereinigt, die Böden gebohnert und die Teppiche ausgeklopft werden. Und das alles mit der
Hand.

Heute haben elektronisch gesteuerte und vollautomatische Küchengeräte einen Großteil der Arbeit
übernommen. Doch der Alltag ist deshalb nicht unbedingt leichter geworden. Das Bild der Hausfrau zwischen
damals und heute hat sich jedoch erheblich verändert. Geblieben ist die Rollenverteilung: Nach wie vor ist
Waschen, Putzen, Bügeln meist Frauensache.

Redaktion Ulla Foemer
WDR 5, Samstag, 5. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Samstag, 5. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Der Todestag des Mediziners Josef Freiherr von Mering
(5.1.1908)
Von Heide Soltau

Josef von Mering gehört zu jenen Gelehrten des 19. Jahrhunderts, die auf mehreren Gebieten Hervorragendes
leisteten: in der Physiologie, Pharmakologie und der Inneren Medizin. Der 1849 in Köln geborene Mediziner
befasste sich zunächst mit physiologischen Forschungen. Dabei entdeckte er zufällig, zusammen mit Oskar
Minkowski, dass die Produktion des lebenswichtigen Hormons Insulin in der Bauchspeicheldrüse erfolgt. 1890
folgte Mering einem Ruf nach Halle, wo er später ein Ordinariat für Innere Medizin bekam und ein mehrfach
aufgelegtes Lehrbuch der Inneren Medizin verfasste. Daneben fand er noch Zeit für umfangreiche
pharmakologische Untersuchungen. Zusammen mit Emil Fischer entwickelte er das Schlafmittel Veronal und
war an der Synthese und Erprobung des Paracetamol beteiligt, einer schmerzstillenden und fiebersenkenden
Substanz. Mering starb vor 100 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.


Redaktion Hildegard Schulte
WDR 5, Samstag, 5. Januar 2008, 16.05 - 17.55 Uhr
WDR 5, Sonntag, 6. Januar 2008, 00.05 - 01.55 Uhr


Unterhaltung am Wochenende


Tegtmeiers Erben 2007
Moderation Heinz Gröning („Der unglaubliche Heinz“)
Aufzeichnung vom 1. Dezember aus den Flottmann-Hallen in Herne

Zum 6. Mal richtete die Stadt Herne zu Ehren von Jürgen von Manger den Kabarett-Preis für Bühnen-Originale
aus. Auch bei der jüngsten Veranstaltung im Dezember konnte sich das Aufgebot von „Tegtmeiers Erben“
sehen lassen. Um einen der schwersten Hüte der Welt, die Adolf-Tegtmeier-Gedächtnis-Mütze in massiver
Bronze, hatten sich über 30 Künstler beworben, von denen sechs für das Finale nominiert wurden: Hans
Gerzlich, Carolin Kebekus, Sebastian Krämer, Cindy aus Marzahn, Chin Meyer und Heinrich del Core .

Die Preisverleihung der Veranstaltungsreihe, die zuvor an mehreren Orten im Ruhrgebiet gastierte, fand
traditionell in den Flottmann-Hallen in Herne statt. Den Ehrenpreis „Tegtmeier 2007“ erhielt Horst Schroth.
Für sein Lebenswerk wurde Gerhard Polt mit dem „Jürgen-von-Manger-Preis“ ausgezeichnet.


Redaktion Hartmut Krause
WDR 5, Samstag, 5. Januar 2008, 20.05 - 22.00 Uhr


Ohrclip – Der Literaturabend


„Uitgelezen“
Ein Lese-Abend mit Margriet de Moor und Cees Nooteboom
Moderation Ludger Kazmierczak

„Uitgelezen“ heißt im Niederländischen nicht nur „ausgelesen“ – so wie man ein Buch zu Ende liest.
„Uitgelezen“ ist jenseits der Grenze auch ein echtes Qualitätsurteil und bedeutet „ausgewählt“ oder
„auserlesen“. Margriet de Moor und Cees Nooteboom haben dieses Prädikat ohne Zweifel verdient. Sie waren
die unumstrittenen Publikumslieblinge der WDR 5-Lese-Reihe mit niederländischen Schriftstellern im Klever
Museum Kurhaus. In der Ausstellungshalle des Museums lasen die beiden Bestseller-Autoren aus ihren
aktuellen Werken: Nooteboom aus seiner gerade veröffentlichten Geschichten-Sammlung „Roter Regen“ und
Margriet de Moor aus ihrem Erfolgsroman „Sturmflut“.

Eine Aufzeichnung der beiden niederländischen Literaturabende im November 2007 in deutscher Sprache.


Redaktion Volker Schaeffer
WDR 3, Sonntag, 6. Januar 2008, 8.30 - 9.00 Uhr
WDR 5, Sonntag, 6. Januar 2008, 22.35 - 23.05 Uhr


Lebenszeichen


Botin zwischen Himmel und Erde
Rose Ausländers Danken, Preisen und Klagen
Von Burkhard Reinartz

Am 3. Januar 1988 starb die jüdische Lyrikerin Rose Ausländer im Alter von siebenundachtzig Jahren in
Düsseldorf. Wie bei kaum einer anderen Künstlerin verbinden sich in ihrem Leben literarisches Werk und
Zeitgeschichte. Die Judenverfolgung, die Emigrationsbewegung kritischer Künstler und Intellektueller in die
USA und die Rückkehr in das „verbrannte Land Deutschland“. Viele von Rose Ausländers Gedichten legen eine
religiöse Spur, sind Zeichen von tastender Gottesberührung. Sie preisen das Göttliche und fragen zweifelnd
nach Gott im Angesicht von persönlichem Leid, Krankheit, Weltkriegen und Holocaust. In den Gedichten Rose
Ausländers schließt sich behutsam die Kluft zwischen Himmel und Erde.


Redaktion Theodor Dierkes
WDR 3, Sonntag, 6. Januar 2008, 12.05 - 13.00 Uhr


Gutenbergs Welt


Geld-Geschäfte, Geld-Gesetze
Darin u. a. ein Gespräch mit Georg M. Oswald über „Vom Geist der Gesetze“
Mit Manuela Reichart
Produktion WDR 2008

Es geht ums Geld, das angeblich nicht glücklich macht, aber beruhigt. Gutenbergs Welt präsentiert Geld-
Geschichten, die das Gegenteil beweisen. Im englischen Klassiker „Die Claverings“ von Anthony Trollope zahlt
eine Frau, die sich für den Reichtum und gegen die Liebe entscheidet, ebenso drauf wie das ehrgeizige Paar,
das glaubt, das Geld läge im Schlafzimmer eines tumben Mannes. Von der Hoffnung auf den großen Coup
erzählt der junge französische Autor Tanguy Viel in „Unverdächtig“. Da sind die Motive des Helden in Alberto
Moravias Roman „Die Verachtung“, von Jean Luc Godard einst mit Brigitte Bardot verfilmt, ungleich
bodenständiger: Er liebt seine schöne Frau und braucht für das Leben mit ihr mehr Geld, als er hat. Deswegen
nimmt der Schriftsteller einen Auftrag an, den er eigentlich verachtet. Dass er bei diesem Geld-Geschäft nicht
nur seine Kunst verrät, sondern auch noch seine Frau verliert, das merkt der Held zu spät.

Wenn schon nicht das Glück, dann kann man sich aber vielleicht Recht und Gesetz kaufen? Der Münchner
Schriftsteller Georg M. Oswald kommt in seinem neuen Roman „Vom Geist der Gesetze“ jedoch zu keinem
beruhigenden Schluss. Im Hauptberuf ist er übrigens Jurist.


Redaktion Imke Wallefeld
WDR 3, Sonntag, 6. Januar 2008, 15.05 - 16.00 Uhr
WDR 3, Montag, 7. Januar 2008, 22.00 - 23.00 Uhr



WDR 3 PHON


i-Pod und Paganini
Die Klassik-Kids
Ein Feature über hochbegabte junge Musiker von Helmut Kopetzky
Produktion RBB 2007

Bernd N., Gymnasiast in der elften Klasse, spielt Geige. Er übt mehre Stunden täglich als Jungstudent des
traditionsreichen „Julius-Stern-Instituts“ zur Förderung hochbegabter Musiker in Berlin. Den
Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ hat er mehrfach gewonnen. Jetzt soll ihm ein erster Preis auf
Landesebene die Tür zum Bundeswettbewerb und dann zur internationalen Karriere aufstoßen. Leider wird es
nur ein dritter Platz, drei Wertungspunkte fehlen, der Traum ist erst mal ausgeträumt.

Heulen und Zähneknirschen unter vielen der 20.000 hochbegabten Geiger, Bläser, Trommler und Sänger aus
der Handy- und iPod-Generation, die jährlich an diesem nationalen Klassikturnier teilnehmen. Für die Wenigen,
die auf der Karriereleiter übrig bleiben, beginnt eine schier endlose Reihe von Herausforderungen, und nach
acht bis zehn Semestern Musikhochschule lauert die Schlangengrube des internationalen Musikgeschäfts.

In WDR 3 PHON wird die Welt der musikalischen Frühentwickler trommelfellnah abgebildet: Unterricht und
häusliches Etüdenspiel, Meisterkurse und Vorspielabende – die ganze Qual der Tonleiter-, Doppelgriff- und
Koloraturübungen und die dramatischen Tage rund um den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Ausstrahlung über UKW in Stereo und über DVB-S (Satellit) in Stereo und 5.1 Surround-Sound.


Redaktion Thomas Nachtigall
WDR 3, Sonntag, 6. Januar 2008, 20.05 - 22.30 Uhr


WDR 3 Bühne: Radio


Gaetano Donizetti
L´elisir d´amore
Aufzeichnung vom Dezember 2007 aus dem Royal Opera House Covent Garden London

Alexandra Kurzak, Adina
Stefano Secco, Nemorino
Ludovic Tézier, Belcore
Paolo Gavanelli, Dr. Dulcamara
Kishani Jayasinghe, Giannetta
Chor und Orchester des Royal Opera House Covent Garden London
Mikko Franck, Leitung

Mit dem „Liebestrank“ steht eines der bekanntesten Stücke aus Gaetano Donizettis Feder auf dem Programm
der renommierten Londoner Oper Covent Garden. Gespannt sein darf man auf den unverwüstlichen Arien-Hit
„Una furtiva lagrima“. Der junge italienische Tenor Stefano Secco debütiert in London in der Partie des
Nemorino. Jung und schon äußerst erfolgreich ist auch seine Mitstreiterin, die polnische Sopranistin
Alexandra Kurzak. Am Pult steht der 28-jährige finnische Dirigent Mikko Franck, der auch Opernchef in Helsinki
ist.


Redaktion Christoph Held
WDR 4, Sonntag, 6. Januar 2008, 17.25 - 19.00 Uhr


Flimmerkiste


Musik aus Film und Musical
Schwerpunkt: Drachen im Film
Mit Katia Franke

Das Fabelwesen Drache ist für viele Fantasy-Autoren die perfekte Verkörperung von Macht, Größe und Magie!
Dabei wird die Märchengestalt nicht zwangsläufig als böse dargestellt. Die Geschichten erdachter Welten
dienen vielen Filmemachern als Vorlage für Fantasy-Spektakel auf der Leinwand!

In der „Unendlichen Geschichte“ freundet sich ein Junge in der Welt der Phantasien mit einem Glücksdrachen
an. In der Verfilmung der „Eragon“-Trilogie übernimmt das Drachenweibchen Saphira die Rolle der treuen
Gefährtin eines Bauernjungen, der in einer schlechten, weil von einem düsteren König beherrschten Welt lebt,
und auch in „Dragonheart“ treten Drache Draco und ein junger Ritter gemeinsam den Kampf gegen einen
bösen König an.
Mit „Dungeons and Dragons“ kam im Jahr 2000 eines der meistverkauften Computerspiele ins Kino mit roten
und goldenen Drachen, welche nur mit dem magischen Zepter zu beherrschen sind.
Ein Anzeichen dafür, dass die Welt aus dem Gleichgewicht geraten ist, ist der Kampf der Drachen
gegeneinander in dem japanischen Anime-Film „Die Chroniken von Erdsee“. Ganz anders der animierte
„Tabaluga“ – ursprünglich von Peter Maffay für die Bühne entwickelt, schaffte es der niedliche, pfiffige Drache
und Freund aller guten Geschöpfe als Trickfilmserienfigur ins Kinderfernsehen.

Katia Franke nimmt die Drachen in der Flimmerkiste genauer unter die Lupe und spielt Musik aus
Drachenfilmen, dem Musical „Tabaluga“ und lässt Marlene Dietrich die Geschichte von „Puff, the magic dragon“
singend erzählen.


Redaktion Jochen Robertz
WDR 5, Sonntag, 6. Januar 2008, 7.05 - 7.30 Uhr
WDR 5, Sonntag, 6. Januar 2008, 19.05 - 19.30 Uhr


Erlebte Geschichten


„Wir wollten Demokratie schaffen“
Liselotte Funke, frühere Bundestagsvizepräsidentin
Von Gisela Keuerleber

Wenn am heutigen Dreikönigstag die Liberalen zu ihrer traditionellen Tagung laden, fällt auch Liselotte Funkes
Blick auf diejenigen, die jetzt an der Spitze ihrer Partei stehen. Liselotte Funke wird in diesem Sommer 90
Jahre alt. Geboren wurde sie in Hagen in Westfalen, ihr Weg führte sie später, nach dem Krieg, in die Politik.
Für die FDP war sie Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen und des Bundestags, sie war Ministerin in
Nordrhein-Westfalen und von 1969 bis 1979 Vizepräsidentin des Bundestags, in den 80er Jahren Beauftragte
der Bundesregierung für Ausländerfragen. Liselotte Funke erzählt in Erlebte Geschichten, wie sie mit ihrer
politischen Arbeit direkt nach 1945 begann, als sie sich an die große Aufgabe machte, Deutschland wieder zu
einem demokratischen Land werden zu lassen.


Redaktion Mark vom Hofe
WDR 5, sonntags, 6. Januar - 27. Januar 2008, 7.30 - 8.00 Uhr
WDR 5, sonntags, 6. Januar - 27. Januar 2008, 22.05 - 22.35 Uhr


Feature: Serie


Väter und Söhne
Eine Serie in 4 Folgen von Christine Sievers und Nicolaus Schröder

Antiautoritäre Bewegung, Vietnamkrieg, sexuelle Revolution, Prag 68, Wiedervereinigung, multikulturelles
Leben – in den letzten 40 Jahren hat die deutsche Gesellschaft tiefgreifende Veränderungen erfahren. In vier
Folgen werden Väter und ihre Söhne vom Leben, ihren Erfahrungen, ihren Hoffnungen und Idealen erzählen.
Wie schreibt sich die Geschichte der Väter in das Leben der Söhne ein? Was haben die Söhne von ihren Vätern
übernommen, was lehnen sie ab? Der Wandel in ihrem Verhältnis zeigt unsere Gesellschaft wie unter einem
Brennglas.

Folge 1 / 6. Januar 2007:               Generation Apo trifft Generation Punk
                                        Von Christine Sievers und Nicolaus Schröder

Als die Söhne gegen die Väter rebellierten, ist der Bruch mit der Tradition Programm. Von der Kindererziehung
und dem Experimentieren mit Lebens- und Beziehungsformen bis hin zur Gründung einer Partei reichen die
Spuren dieser Generation. Wie geht man um mit Vätern, die alles schon einmal gemacht und gedacht haben
und trotzdem immer auf der richtigen Seite standen? Richard David Precht ist Sohn linker Eltern. Über seine
Kindheit hat er ein Buch geschrieben. Sein Vater, Jürgen, kann darin nachlesen, wie man sich fühlt, wenn man
in einer konservativen Provinzschule die Kämpfe der Eltern zu führen hat. Für Peter Schoppe scheinen Ende
der 60er Jahre alle Träume in Erfüllung zu gehen. Gut zehn Jahre später rät er seinem Sohn, die eigenen zu
suchen und zu leben. Doch in der Bundesrepublik herrscht in den 80er Jahren keine Aufbruchstimmung. „No
Future!“ lautet die Antwort des Sohns. Thomas Schoppe bricht die Schule ab und wird Punk. Taugt der 68er
Vater trotzdem zum Rollenvorbild?


Redaktion Ulrich Horstmann


Die Themen der weiteren Folgen:
Folge 2 / 13. Januar 2007:           Friedliche Revolutionäre und sanfte Gewinner
Folge 3 / 20. Januar 2007:           Von Migranten und deutschen Ausländern
Folge 4 / 27. Januar 2007:           Väter von heute – Söhne von gestern
WDR 5, Sonntag, 6. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Sonntag, 6. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Der Geburtstag des Sängers und Schauspielers Adriano Celentano
(6.1.1938)
Von Stefanie Junker

In Deutschland ist er als Schlagersänger bekannt und als Schauspieler in eher mittelmäßigen Komödien. In
Italien ist er ein Superstar. Er tanzt, er singt, er spielt – und er provoziert. Multitalent Adriano Celentano hat
sich im Laufe seiner Karriere immer wieder gewandelt und entwickelt: vom Komiker zum Rocksänger, vom
Sänger zum Schauspieler – und schließlich zum gefeierten Fernseh-Entertainer. Bereits in den 1980er Jahren
brachte er die Zuschauer dazu, die Fernsehgeräte auszuschalten – als Zeichen für den Frieden. Und zwölf
Millionen Zuschauer folgten. Zuletzt sorgte er 2005 mit „Rockpolitik“ für Aufregung, einer Show, die sich gegen
Berlusconi wandte.


Redaktion Michael Rüger
WDR 5, Sonntag 6. Januar 2008, 15.05 - 16.55 Uhr


SpielArt


Es lebe der König!
Moderation Ruth Schiffer

Majestätische Geschichten in der SpielArt. Zum Fest der Heiligen Drei Könige präsentiert Moderatorin Ruth
Schiffer gekrönte Häupter unterschiedlichster Provenienz. Von einem weltberühmten Tenor, dem „König der
Launen“, erzählt Stefano Benni. Slawomir Mrożek schildert ein Schachspiel mit lebendigen Figuren, in dem
jeder König sein will. Das Ende des äthiopischen Herrschers Haile Selassie beschreibt Ryszard Kapuściński,
und was passieren kann, wenn man König anstelle des Königs werden will, berichtet James Thurber.


Redaktion Hans Jacobshagen
WDR 5, sonntags, 6. Januar - 9. März 2008, 19.30 - 20.00 Uhr


Bärenbude – Erst hören... dann träumen!


Zauberin Natur – Verwandlungen
Von Ulrike Klausmann
Regie Petra Feldhoff
Produktion WDR 2000

Am Anfang war das Nichts. Dann ist es explodiert und das Nichts hat sich in Alles verwandelt. Aber nicht ein
für alle Mal. Die Verwandlungen gehen weiter: jeden Tag, in jeder Sekunde. Alles wird ständig zu etwas
Anderem. Eine Quelle wird Bach, der Bach wird Fluss, der Fluss wird Meer, das Meer wird Wolke, die Wolke wird
Regen, der Regen wird Weizen, Baum, Tier oder ... wieder Quelle!

Ulrike Klausmann, geboren 1956 in Köln, schreibt und produziert Hörspiele, Features und Reisereportagen für
verschiedene ARD-Anstalten. 1998 erhielt Sie für die Serie „Erdball“ den CIVIS Sonderpreis.


Redaktion Monika Frederking
„Kultursponsoring“ 
Programmschwerpunkt auf WDR 3 vom 7. - 13. Januar 2008


WDR 3, Montag - Freitag, 7. - 11. Januar 2008, 6.05 - 9.00 Uhr
Mosaik
Mit freundlicher Unterstützung


WDR 3, Montag - Freitag, 7. - 11. Januar 2008, 17.05 - 20.00 Uhr
Resonanzen
Mit freundlicher Unterstützung


Große Stadien tragen die Namen von Konzernen, Leichtathleten laufen mit Werbeaufdrucken über die Ziellinie:
Sportsponsoring ist weit verbreitet – und selten nimmt jemand Anstoß daran. Anders in der Kultur und in der
Musik. Die Liaison zwischen Wirtschaft und Kultur ist sensibel. Die Unternehmen sind zurückhaltender, das
Publikum deutlich empfindlicher, wenn die Werbung zu brachial erfolgt. Was sind die Hintergründe der
unterschiedlichen Handhabe des Sponsorings, welche Beweggründe haben die großen Unternehmen, sich eher
beim Sport als bei der Kultur zu engagieren, wie werden die Entscheidungen für oder gegen eine Unterstützung
gefällt?

Mit diesen und weiteren Fragen im Umfeld des Sponsorings beschäftigt sich das Kulturradio WDR 3 in seinem
Programmschwerpunkt vom 7. bis zum 13. Januar 2008. Die Kulturmagazine Mosaik (zwischen 8.05 und 9.00
Uhr) und Resonanzen (zwischen 19.05 und 19.45 Uhr) befassen sich mit dem Thema Sponsoring und bitten
Kultursponsoren zum Gespräch. Gefragt wird nicht nur, was die Wirtschaft für die Kultur, sondern auch was die
Kultur für die Wirtschaft tun kann.

Das Kulturpolitische Forum WDR 3 schließt den Themenschwerpunkt mit einer Podiumsdiskussion am Sonntag,
13. Januar, von 19.05 bis 20.00 Uhr ab.


Redaktion Simone Thielmann
WDR 3, Montag, 7. Januar 2008, 15.05 - 17.00 Uhr


Musikpassagen


„... besonders geliebt und auch nach proportion beschenckt...“
Musiker und ihre Mäzene – Mäzene und ihre Musiker
Mit Richard Lorber

Das Verhältnis zwischen Künstlern und ihren Mäzenen ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, zugleich eine
Gradwanderung zwischen Bevormundung und „Lobhudelei“. Dieses sensible Gleichgewicht in der Waage zu
halten, ist auch für Künstler eine Kunst.

Das Wechselspiel zwischen Musikern und Mäzenen bietet zu allen Zeiten interessante Einblicke in das Kultur-
und das politische Leben: Johann Sebastian Bach etwa wurde – laut Aussage seines Sohnes Carl Philipp
Emanuel – von seinem Förderer Christian von Sachsen-Weißenfels „… besonders geliebt und … beschenckt“,
zumindest als er seinem Fürsten zum Geburtstag eine ansehnliche Kantate komponierte. Weniger erfolgreich
war Wolfgang Amadeus Mozart, der sich zeitlebens mit nur mäßigem Erfolg um einen Mäzen bemühte. Zwar
war der musikbegeisterte Baron van Swieten der Musik Mozarts nicht abgeneigt, sein Herz schlug vor allem
für die Oratorien Joseph Haydns, zu dessen „Jahreszeiten“ er gar das Libretto lieferte. Auch von einem
Musikmäzen aus jüngerer Zeit ist in den Musikpassagen die Rede, von dem Unternehmer, Dirigenten und
Sammler Paul Sacher, ohne den die Musikwelt des 20. Jahrhunderts um einiges ärmer wäre.


Redaktion Susanne Ockelmann
WDR 3, Montag, 7. Januar 2008, 20.05 - 22.00 Uhr


WDR 3 Konzert


Erskine_Lê_Benita
Mit Michael Rüsenberg
Aufnahme aus dem Bielefelder Bunker Ulmenwall

Peter Erskine - dr, Nguyên Lê - git, Michel Benita - b,

Freunde des „progressiven Rock“ erinnern sich gern an die frühen 1970er, an ELP Emerson, Lake & Palmer.
Freunde einer poporientierten Jazzmusik pilgern heute zu e.s.t., dem Esbjörn Svens son Trio aus Schweden.
Mit diesem verbindet E_L_B außer des Trio-Formates nichts. In lockerer Folge, seit einem halben Dutzend
Jahren, tritt E_L_B zusammen auf; schon deshalb besitzen ihre Konzerte den Charme des Exklusiven einmal
davon abgesehen, dass bei einem Trio mit diesen Charakterköpfen aus den USA und Frankreich niemals etwas
schiefgehen kann.


Redaktion Bernd Hoffmann
WDR 3, Montag, 7. Januar 2008, 23.05 - 24.00 Uhr
WDR 3 open: pop drei

1LIVE, Dienstag, 22. Januar 2008, 23.00 - 24.00 Uhr
1LIVE Plan B Soundstories


Sowieso der Apparat erwürgt dem Zeit –
katastrophale Gespräche mit der Amme
Von Guido Graf und Peter Dittmer
Mit Urs Allemann, Barbara Bongartz, Andreas Dorau, Birgit Kempker
Musik Mouse On Mars, Regie Thomas Wolfertz, Produktion WDR 2005
Mit Urs Allemann, Barbara Bongartz, Andreas Dorau u. a.

Eine Versuchsanordnung ohne doppelten Boden: Vier lebendige Menschen, Insassen der täglichen
Kommunikationskompetenz, unterhalten sich mit einer echten Maschine. Die Autoren tippen ihre
Gesprächsangebote ein – der Apparat, die „Amme“, antwortet mit Bildschirmtext und allerlei
Geräuschaufwand. Das Hörspiel hört und liest mit. Das Ergebnis: Die Entschlüsselung des Small Talk. Scham,
Missgunst, dezente Wut, genervte Heiterkeit und Allerweltsprobleme ohne Ende. Ein Kinderspiel. Die Amme hakt
nach, wird pampig, verheddert sich in dubiosen Ausflüchten, stellt freche Behauptungen auf. Groteske
Rededuelle sind die Folge. Es geht um nichts und um alles. Um die Frage: Wer spricht? Und: Wie funktioniert die
Katastrophe der kommunikativen Maschine-Gesellschaft? Mensch und Maschine kommen sich in Streit,
Intimität und in ihren jeweiligen Unvollkommenheiten näher. Was ist Intelligenz? Der Apparat, die Amme, nimmt
jede Gewissheit. Kommunikation ist nicht, was gelingt, sondern die Fehler, Sprünge, die Vieldeutigkeiten und
Paradoxien, das Unwahrscheinliche. Vier Duellanten spielen ein einfach kompliziertes Spiel mit der Amme,
Mouse On Mars geben dem Ganzen die musikalische Dimension.

Guido Graf, geboren 1966, lebt in Jarlingen und arbeitet als freier Autor für Radio und Printmedien.Peter
Dittmer, geboren 1958, ist Künstler in Berlin. Er baute 10 Jahre lang an der „Amme“. In Dresden studierte er
Malerei, arbeitete als Bühnenbildner, Regisseur und Dramaturg an verschiedenen Theatern. Zu seinen Arbeiten
zählen Audio- und Videoperformances, Lärmobjekte und Lärminstallationen.

Das Hörspielprojekt wurde mit einem Stipendium der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen gefördert.

Redaktion Martina Müller-Wallraf

Das Hörspiel steht nach der Ausstrahlung befristet zum kostenlosen Download im Internet. Informationen und
Download unter www.wdr.de/radio sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Sender..
WDR 4, Montag, 7. Januar 2008, 21.05 - 22.00 Uhr


WDR 4 für Liebhaber – Schellack-Schätzchen


Als Swingtanzen verboten war
Die vergessenen Hundertjährigen
Von Wolfgang Kowalewski

Sänger Tino Rossi, der bekannteste Korse nach Napoleon Bonaparte, dessen Karriere in Frankreich über 40
Jahre andauerte, wurde zu Lebzeiten fast wie ein Nationalheiliger verehrt. Er nahm über 1200 Lieder für die
Schallplatte auf und wirkte in 28 Spielfilmen mit. Tino Rossi ist einer der vergessenen Hundertjährigen des
Jahres 2007, die in der Fülle der Gedenktage nicht mit einer eigenen Sendung gewürdigt werden konnten.
Diese Ausgabe der Schellack-Schätzchen möchte das Versäumnis nachholen. Hinzu treten weitere vergessene
Künstler, wie die Komponisten Werner Kleine und Erich Börschel.
Kleines Chanson „Peterle“ und Börschels „Spatzenkonzert“ wurden zu Klassikern ihres Genres und werden
noch immer heute gespielt.
Auch an den Pianisten und Arrangeur der Comedian Harmonists – Erich Bootz – wird von Wolfgang Kowalewski
mit Musikbeispielen und einer Kurzbiografie erinnert.


Redaktion Winfried Fechner
WDR 5, Montag, 7. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Montag, 7. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Walter Hallstein wird erster Präsident der EWG-Kommission
(7.1.1958)
Von Katrin Brand

Vor 50 Jahren war Europa noch überschaubar: Deutschland, Frankreich, Italien und die drei Benelux-Staaten
hatten gerade die Römischen Verträge unterzeichnet und sich zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft
zusammengefunden. Doch auch im „Europa der 6“ wurde ähnlich heftig gestritten wie heute im „Europa der
27“. Immer ging es um die Kernfrage, ob Europa nur ein gemeinsamer Markt oder eine wirkliche politische
Union werden solle. Walter Hallstein, ein 1901 geborener Jurist und Politiker aus Mainz, gehörte zu denen, die
damals für ein kleines, aber vereintes Europa kämpften. Als Staatssekretär unter Konrad Adenauer prägte er
die deutsche Europapolitik der Nachkriegsjahre und verschaffte sich so viel Ansehen bei den Nachbarn, dass
er am 7.1.1958 der erste Kommissionspräsident der EWG wurde.


Redaktion Ronald Feisel
WDR 5, Montag, 7. Januar 2008, 16.05 - 17.00 Uhr
WDR 5, Montag, 8. Januar 2008, 22.05 - 23.00 Uhr


Leonardo – Wissenschaft und mehr
Darin: Schwerpunkt


Die Geschichte der Medizin
Serie in 12 Folgen

Folge 8:      Das 19. Jahrhundert – endlich eine Narkose
              Von Susanne Billig und Petra Geist
              Musik Thomas Wolter

Im 19. Jahrhundert vollzieht sich die Geburt der wissenschaftlichen Medizin, wie wir sie heute gewohnt sind.
Mit neuen Techniken, wie dem Stethoskop und dem Mikroskop, blicken Ärzte ins Innere ihrer Patienten. Riesige
Klinikkomplexe schießen aus dem Boden. Doch die Bevölkerung fühlt sich vom Krankenhaus eingeschüchtert,
denn die Armen dienen als erstes „klinisches Material“. Sie sterben in Massen, denn die hygienischen Zustände
in den Kliniken sind katastrophal. Trotzdem: Die Erfindung der Äther-Narkose wird zu einer der größten
Revolutionen in der Medizin, und mit der Entdeckung der Impfung entwickeln sich nun auch
Therapiemöglichkeiten gegen die großen Volksseuchen.


Redaktion Peter Ehmer und Christina Sartori



Folge 9 am 14. Januar:
Das 20. Jahrhundert (1900-1945) – Jahrzehnte der Forschung
1LIVE, Dienstag, 8. Januar 2008, 23.00 - 24.00 Uhr


1LIVE Plan B Soundstories


Karl Marx: Das Kapital, Band 1
Von Helgard Haug und Daniel Wetzel (Rimini Protokoll)
Realisation die Autoren
Produktion DLF/WDR 2007

Die große Analyse von Karl Marx hat einen prominenten Platz im Kanon jener Bücher, die alle kennen und
keiner gelesen hat. Für die Autoren geht es nicht um einen Abgesang und auch nicht um graue Theorie. Die
sieben Siegel dieses Buches können nur mit Hilfe von Menschen geöffnet werden, die mit ihm gelebt haben. Es
geht nicht so sehr darum, was darin steckt, sondern wo in der Gesellschaft es steckt, wer es benutzt und
kennt, welcher politischen Couleur und wirtschaftlichen Praxis auch immer. Das Stück führt die Fäden eines
internationalen Casting- und Forschungsprojektes zusammen, bei dem Menschen aus unterschiedlichen
Gegenden Europas in ihrer Sprache und mit ihren Biografien unterschiedliche Perspektiven auf dieses zu dicke
Buch beitragen und vertreten.

Helgard Haug und Daniel Wetzel, beide Jahrgang 1969, sind Theater- und Hörspielmacher. Hörspiel-Vorlage ist
ihr Marx-Projekt am Düsseldorfer Schauspielhaus, das mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2007
ausgezeichnet wurde. Das Hörspiel wurde gefördert durch die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen.

Redaktion Martina Müller-Wallraf
WDR 3, Dienstag, 8. Januar 2008, 15.05 - 17.00 Uhr


Musikpassagen


„Vive la France – Musik aus der Grande Nation“
Mit Catrin Möderler

Frankreich – das Land der Eleganz, des Stils, der Kultur – und der Musik. Die Schönheit französischer
Schlösser, die Noblesse ihrer Räume, ihres Mobiliars, der Chic französischer Mode – alles spiegelt sich wieder
in der Musik der Grande Nation.

Die Musikpassagen führen durch die Opernhäuser und Konzertsäle unseres westlichen Nachbarlandes,
lauschen Liebesschwüren und Hexentänzen, verweilen am Meer genauso, wie im Salon. Und beweisen: Nicht
nur für kulinarische, sondern auch für musikalische Gourmets gibt es ein Leben wie Gott in Frankreich!


Redaktion Bernhard Wallerius
WDR 3, Dienstag, 8. Januar 2008, 22.00 - 23.00 Uhr


WDR 3 DISKURS


SeelenRätsel
Eine Erkundung
Ein Feature von Angelika Brauer
Produktion WDR 2004

Nichts bleibt, wie es ist. Mit der immer präziseren Erkenntnis der Neurowissenschaften wächst die
Befürchtung, wir müssten unser Menschenbild korrigieren: Ist vielleicht nicht nur der freie Wille, sondern auch
die Seele eine Illusion?

Doch bevor wir uns selbst entzaubern: Welches Bild haben wir denn überhaupt von der Seele? Geradezu
inflationär ist sie in aller Munde. Ständig sollen wir ihr mit „Streicheleinheiten“ gut tun und sie „baumeln“
lassen – aber wovon ist eigentlich die Rede, wenn die Seele im Gerede ist?

Was verbinden Philosophen, Hirnforscher, Reiseleiter und Psychoanalytiker mit dieser schwer bestimmbaren
Innerlichkeit? Und warum ist die Geschichte der Seele immer eine Geschichte des Konflikts? Weshalb lässt uns
– von der Antike bis zur Wellness-Bewegung der Gegenwart – das Ideal der Harmonie nicht los?


Redaktion Gisela Corves
WDR 3, Dienstag, 8. Januar, 2008, 23.05 - 24.00 Uhr


WDR 3 open: Soundworld


Ein Schweizer sucht den Blues
Die Geschichte des Professors Walter Liniger
Von Nicolas Tribes

Vor einem Vierteljahrhundert übersiedelte der Berner Hochschulabsolvent und schweizerische Schulmeister
Walter Liniger in die USA, wo er lange Zeit am Bluesarchiv der University of Mississippi arbeitete. Irgendwann
hatte er genug von der grauen Theorie und begab sich auf die Suche nach dem echten Blues. Zehn Jahre lang
zog er mit einem Urgestein des Mississippi Blues, James Son Thomas, von Bühne zu Bühne.
1987 bekam Liniger für eine gemeinsame Platte mit seinem Lehrmeister den W. C. Handy Award, die höchste
Auszeichnung für einen Bluesmusiker. Die Zeit mit Son Thomas brachte Liniger dazu, sein komplettes Wissen
über diese Musik in Frage zu stellen. Mittlerweile ist Liniger Professor an der University of South Carolina, wo
er versucht, Theorie und Praxis des Blues in Einklang zu bringen.


Redaktion Werner Fuhr
WDR 5, Dienstag, 8. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Dienstag, 8. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Der Todestag des Malers und Schriftstellers Kurt Schwitters
(8.1.1948)
Von Heide Schwochow

Wer ist Anna? Anna ist eine Blume, die wahre Blüten treibt. Er nennt sie Anna Blume. Anne Blume ist seine
poetische Geliebte, die Er zur Schlachtbank treibt. Ja, Er schlachtet Anna Blume mit eigenen Händen und
ergötzt sich an ihrem Blut. Diesen Vorgang nennt Er „Merz“. Was für ein Irrsinn! Die Kunstkritiker beschimpfen
ihn als fürchterlichen „Dilettanten“. Nicht einzuordnen, dieser Mann! Er weigert sich sogar, als Dadaist,
Expressionist oder Konstruktivist zu gelten. Er hasst Ismen. „Im Paradies der Kunst geht man barfuß“, sagt Er.
Deshalb kreiert Er „Merz“, seine eigene Kunstform. Wer Er ist?
Sein Name ist Kurt Schwitters. Er wurde am 20. Juni 1887 in Hannover geboren und starb am 8. Januar 1948
in England. Ein Avantgardist, ein Maler, ein Dichter – aber was war er für ein Mensch?


Redaktion Hildegard Schulte
WDR 5, Dienstag, 8. Januar 2008, 12.05 - 13.00 Uhr


Scala – Aktuelles aus der Kultur


Das poetisch-historische Kino der Gebrüder Taviani
Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Die Gebrüder Taviani sind eine Institution im europäischen Kino: Paolo und Vittorio Taviani begannen in den
fünfziger Jahren, politische Kurzfilme zu drehen, zunächst als Assistenten von Roberto Rosselini.
Unzertrennlich sind die Brüder auch bei der Arbeit an ihren eigenen Filmen geblieben, die bei aller Bildkraft
und Erzählkunst immer der politischen Analyse verpflichtet blieben. „Padre Padrone“ oder „Die Nacht von San
Lorenzo“ sind Meisterwerke des poetisch-historischen Kinos. Auch wenn ihre späteren Filme deutlich milder
ausfielen, gelang es den Tavianis doch immer wieder, zu ihrer ganz eigenen Linie zurückzufinden: zur Frage
nach den Bedingungen und dem Scheitern der Revolte in der Geschichte. Ihr neuer Film „Das Haus der
Lerchen“ erzählt von zwei türkischen Brüdern, in der Türkei und in Italien lebend, die sich auf die Suche nach
ihren armenischen Wurzeln machen.
Zum Filmstart porträtiert Scala das italienische Filmemacher-Brüderpaar.


Redaktion Heidi Schöder
WDR 5, dienstags, 8. - 29. Januar 2008, 14.10 - 15.00 Uhr


LILIPUZ – Radio für Kinder – Hörspiel


Neues vom Räuber Hotzenplotz 3
Hörspiel in 4 Folgen
Von Otfried Preußler
Bearbeitung Ingeborg Tröndle
Regie Frank-Erich Hübner
Produktion WDR 2008

Der Räuber Hotzenplotz ist zurück. Er wurde aus dem Spritzenhaus entlassen, ganz amtlich, mit „echten“
Entlassungspapieren. Nun macht er sich zur Großmutter auf und stattet ihr einen Besuch ab. Aber nicht um die
Kaffeemühle zu rauben, wie man meinen möchte, sondern um sie um Entschuldigung zu bitten. Hotzenplotz hat
nämlich nachgedacht und sich verändert. Er möchte kein Räuber mehr sein. Das Problem ist nur, dass ihm
niemand glaubt. Als nun die Zauberkugel der Wahrsagerin Frau Schlotterbeck verschwindet, verdächtigen alle
den Räuber Hotzenplotz.

Otfried Preußler, geboren am 20. Oktober 1923, stammt aus Reichenberg in Böhmen. Nach dem Krieg und fünf
Jahren in sowjetischer Gefangenschaft kam er nach Oberbayern. Sich selbst mit Vorliebe als
Geschichtenerzähler bezeichnend, gilt er heute als einer der namhaftesten und erfolgreichsten Autoren
Deutschlands. Preußlers Kinder- und Jugendbücher haben inzwischen eine Gesamtauflage von über 40
Millionen Exemplaren erreicht und liegen in zahlreichen Übersetzungen vor. Seine Bühnenstücke zählen zu den
meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters .

Redaktion Ulla Illerhaus



Teil 1 / 8. Januar            Der Mann in den Gartenbüschen
Teil 2 / 16. Januar           Ein Ameisenhaufen, der es in sich hat
Teil 3 / 22. Januar           Eine unruhige Nacht
Teil 4 / 29. Januar        Zauberkraut und Zukunftspläne
WDR 3, Mittwoch, 9. Januar 2008, 15.05 - 17.00 Uhr


Musikpassagen


Zwischen den Geschlechtern
Mit Kerstin Kilanowski

Eigentlich ist alles klar definiert. Bass, Bariton, Tenor – das sind die Männer. Alt, Mezzosopran, Sopran gehört
den Frauen. Sie spielt Querflöte und Harfe. Er nimmt sich Pauken und Trompeten zur Brust.
Und dennoch: Das Androgyne spielt in der Musik eine faszinierende Rolle. Ob in der Oper, im Chanson oder bis
hin zum Rock: Es sind die Uneindeutigen mit zwittriger Ausstrahlung, die oft besonders glamourös und
anziehend erscheinen. In der Renaissance und im Barock wurden die Stars unter den Kastraten geradezu
fanatisch verehrt. Zum Glück werden schon lange keine kleine Jungen mehr entmannt, um Zeit ihres Lebens
das besondere Timbre ihrer klaren Silberstimmen zu bewahren. Aber auch die heutigen Countertenöre
schillern in ihren hohen Stimmlagen deutlich bunter als ihre tiefer liegenden männlichen Kollegen.
Im Kabarett wiederum betören Frauen im Smoking mit dunklen, erotischen Stimmen. Im Pop überschreiten
fabelhafte Kunstwesen alle Geschlechtergrenzen. Und wer noch immer glaubt, dass Frauen hinter die Geige
gehören, darf sich wundern. Viele der spannendsten Kompositionen mit Elektronik, Syntheziser und
Soundtüfteleien am Computer stammen von Frauen.
Ein musikalisches Verwirrspiel.


Redaktion Susanne Ockelmann
WDR 3, Mittwoch, 9. Januar 2008, 22.00 - 23.00 Uhr


WDR 3 HOERSPIEL


Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir

Sie rächt sich durch den Monolog
Von Simone de Beauvoir
Aus dem Französischen von Ulla Hengst
Regie Friedhelm Ortmann, Produktion WDR 1973
Mit Maria Becker

Das Flaubert-Zitat „Sie rächt sich durch den Monolog“ inspirierte Simone de Beauvoir zu ihrem Hörtext: Das
Portrait einer Frau, die in der Silvesternacht vergeblich versucht, ihre selbstverschuldete Isolation
aufzuheben. Die Autorin zu ihrem Buch „Eine gebrochene Frau“, dessen Mittelstück dieser Monolog bildet:
„Glückliche Menschen haben keine Geschichte. Erst in der Zerrüttung, in der Trauer, wenn man sich gebrochen
fühlt, wenn man merkt, dass man sich selbst entgleitet, hat man das Bedürfnis, von sich selbst zu erzählen. Ich
fühle mich mit allen Frauen verbunden, die ihr Leben auf sich nehmen und dafür kämpfen, dass es glücklich
wird; aber das hindert mich nicht daran, mich besonders für jene Frauen zu interessieren, die dabei mehr
oder weniger gescheitert sind, und darüber hinaus für all die Niederlagen, die es in jedem Leben gibt.“

Simone de Beauvoir, 1908 in Paris geboren, studierte an der Sorbonne Philosophie, bereiste Nordafrika und
Amerika. 1943 gab sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Jean-Paul Sartre den Lehrberuf auf und lebte
fortan als Schriftstellerin. Für ihren großangelegten Schlüsselroman „Die Mandarins von Paris“ (1954), der die
intellektuelle Elite der IV. Republik porträtiert, erhielt sie den Prix Goncourt. Ähnliches Echo fand ihr
soziologischer Essay „Das Alter“ (1970), in dem sie die Situation der alten Menschen in Frankreich darstellt.
Ihr Buch „Das andere Geschlecht“ („Le Deuxième Sexe“, 1949) gilt als zentraler Text der Feminismus-Debatte.
Am 9. Januar 2008 wäre Simone de Beauvoir 100 Jahre alt geworden.


Redaktion Götz Schmedes
WDR 4, Mittwoch, 9. Januar 2008, 21.05 - 22.00 Uhr


WDR 4 für Liebhaber


Zauber der Melodien
Klassiker der Salonmusik – mal anders
Von Suitbert Kempkes

Der Salon war das Empfangszimmer in großbürgerlichen Häusern des 19. Jahrhunderts und dort wurde an
manchen Abenden für Gäste musiziert. Töchter und Söhne durften so manches Musikstück auf Violine und
Klavier zum Besten geben. Typisch für die Musik im Salon waren die kleinen Orchester: einige Streicher, ein
Klavier und mindestens ein paar Holzbläser. Der Bedarf an Musik für solche Besetzungen war groß und viele
Komponisten schrieben Melodien, die Evergreens wurden. Solche Klassiker der Salonmusik sind in WDR 4 für
Liebhaber zu hören – nicht in der klassischen Besetzung, sondern in Bearbeitungen. Mit dabei sind neuere
Versionen von „Der Schlittschuhläufer“, das „Poem“, „Auf einem persischen Markt“ und „Toselli-Serenade“.


Redaktion Andreas Herkendell
WDR 5, Mittwoch, 9. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Mittwoch, 9. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir

Der Geburtstag der Schriftstellerin Simone de Beauvoir
(09.01.1908)
Von Sabine Mann

Welche junge Frau kennt noch Simone de Beauvoir? Die umstrittene Schriftstellerin, Sartre-Gefährtin und
Philosophin der Nachkriegszeit? Heute distanzieren sich viele ihrer geistigen Töchter von der Galionsfigur der
Frauenbewegung der 1970er Jahre. Von den Enkelinnen ganz zu schweigen. Die so intensiv das Leben lebende
und liebende Autorin ist vor allem Studienstoff geworden. Im Ausland. Dabei sprechen ihre Romanheldinnen
eine ganz direkte, alltägliche Sprache. Und noch immer wird ihre 1949 veröffentlichte revolutionäre
Bestandsaufnahme des Frauseins – „Das andere Geschlecht“ – irgendwo auf der Welt neu entdeckt. Oder
wieder.


Redaktion Hildegard Schulte
WDR 5, Mittwoch, 9. Januar 2008, 12.05 - 13.00 Uhr
WDR 5, Mittwoch, 9. Januar 2008, 21.05 - 22.00 Uhr


Scala – Aktuelles aus der Kultur


Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir

Die heilige Simone der Frauenbewegung
Besichtigung der de Beauvoir
Von Mitu M. Sanyal

Sogar wer wirklich überhaupt keine Ahnung von Feminismus hat, kennt den Satz: „Man wird nicht als Frau
geboren, man wird dazu gemacht.“ Seine Autorin, Simone de Beauvoir, avancierte mit ihrem Buch „Das andere
Geschlecht“ zur Initiatorin und Galionsfigur der neuen Frauenbewegung: Sainte Simone und Superwoman in
einer Person. Dadurch wurde ihr Werk jedoch häufig auf seine feministischen Inhalte reduziert. Beauvoirs
Schriften gegen den Kolonialismus sind zu großen Teilen noch nicht einmal ins Deutsche übersetzt. Und obwohl
sie eine herausragende Persönlichkeit war, sind weder ihr Leben noch ihre berühmte Beziehung zu Sartre
über Kritik erhaben. So war Simone de Beauvoir die erste, die sich vorwarf, während der deutschen Besatzung
von Paris mehr mit ihren zahlreichen Liebhabern und Liebhaberinnen beschäftigt gewesen zu sein, als sich
gegen den Faschismus auszusprechen. Scala widmet der berühmtesten französischen Intellektuellen zum 100.
Geburtstag ein Portrait.


Redaktion Sefa Inci Suvak
WDR 5, Mittwoch, 9. Januar 2008, 15.05 - 16.00 Uhr
WDR 5, Donnerstag, 10. Januar 2008, 00.05 - 01.00 Uhr


WDR 5 LebensArt
Live mit Hörern und Experten


Extreme Erlebnisse verarbeiten
Wege aus dem Trauma

Der Wagen kracht ungebremst in die Leitplanke. Blitzeis! Seine kleine Tochter wird für immer ein Krüppel sein.
Die Bilder und Geräusche des Unfalles verfolgen ihn. Er leidet unter Ängsten und Depressionen. Selbstvorwürfe
quälen ihn. Er ist traumatisiert. Doch die aktive Auseinandersetzung mit dem Trauma kann zu dessen
Bewältigung führen. Er wird zwar den Unfall nie vergessen, aber er kann lernen, damit zu leben. WDR 5
LebensArt widmet sich extremen Erlebnissen und ihrer Verarbeitung.


Hörerinnen und Hörer können sich über das kostenlose WDR 5 Hörertelefon 0800 5678 555 live von 15.05 -
16.00 Uhr an der Sendung beteiligen.


Redaktion Jürgen Orthaus
WDR 5, Mittwoch, 9. Januar 2008, 16.05 - 17.00 Uhr
WDR 5, Mittwoch, 9. Januar 2008, 22.05 - 23.00 Uhr


Leonardo – Wissenschaft und mehr
Darin: Schwerpunkt


Selbstlos selbst im Rattenkäfig – Wissenschaftler untersuchen altruistisches Verhalten bei Tieren
Von Rainer B. Langen

Nur Menschen helfen jemandem, ohne dafür eine Gegenleistung zu bekommen. Davon ging man lange Zeit ganz
selbstverständlich aus. Aber so einzigartig scheinen wir Menschen nun doch nicht zu sein. Auch Tiere handeln
selbstlos. Vampirfledermäuse geben einem hungernden Artgenossen Futter ab. Elefanten ziehen verwaiste
Jungtiere auf. Und Ratten schieben sich im Labor Futter zu – aus reiner Hilfsbereitschaft, wie es scheint.
Wissenschaftler finden immer mehr Beispiele für Altruismus im Tierreich und stellen gleichzeitig die Frage, ob
nicht doch ein Fünkchen Eigennutz hinter der ganzen Sache stecken könnte.


Redaktion Monika Kunze
1LIVE, Donnerstag, 10. Januar 2008, 23.00 - 24.00 Uhr – Teil 1
1LIVE, Donnerstag, 17. Januar 2008, 23.00 - 24.00 Uhr – Teil 2


1LIVE Plan B Krimi


Die Fee mit dem Schießgewehr
Von Daniel Pennac
Aus dem Französischen von Wolfgang Rentz
Musik Henrik Albrecht
Regie Leonhard Koppelmann
Produktion WDR 1997

Mit Matthias Leja, Alexandra von Schwerin, Katharina Palm, Horst Bollmann, Michael Habeck u. a.

Teil 1 / 10.01.07         Die Stadt ist das Lieblingsfutter der Hunde
Teil 2 / 17.01.07         Mörder ist einer, der das Leben zu leicht nimmt

Ein Schlitzer geht um in Belleville, Paris. Diesmal sind seine Opfer armselige Rentner. Verständlich, dass die
Angst regiert. Und nachvollziehbar auch, dass ein altes Mütterchen aus Versehen einen jungen Polizisten
mitten auf der Straße erschießt und seinen Kopf dabei in eine blutige Blume verwandelt. Oder doch nicht?
Zumindest Ben Malaussène findet das nicht ungewöhnlich, denn er kennt die Rentner im Viertel. Schließlich
wohnt ein ganzer Club drogenabhängiger Opas bei ihm zu Hause und teilt sich den Raum mit Bens unzähligen
Geschwistern. Der Polizist Pastor hofft, die tödliche Rasierklinge bei Ben zu finden.

Daniel Pennac wurde 1944 – zufällig in Casablanca – geboren und lebt heute in Paris als Lehrer und
Schriftsteller. Sein Roman „La fee carabine“ wurde u. a. mit dem Prix Mystère de la Critique ausgezeichnet.


Redaktion Isabel Platthaus
WDR 3, Donnerstag, 10. Januar 2008, 15.05 - 17.00 Uhr


Musikpassagen


Aida, Arena und d’Annunzio
Musik in Verona und rund um den Gardasee
Mit Ulrich Mutz

„Heute abend hätte ich können in Verona sein, aber es lag mir noch eine herrliche Naturwirkung an der Seite,
ein köstliches Schauspiel, der Gardasee, den wollte ich nicht versäumen, und ich bin herrlich für meinen
Umweg belohnt“, bekannte 1786 der Italienreisende Johann Wolfgang von Goethe. Heutige Kulturtouristen
folgen dem Dichterfürsten insoweit nach, als sie den Opernbesuch in der monumentalen Arena di Verona
vorzugsweise mit einem beschaulichen Aufenthalt am Lago di Garda kombinieren. Die Kulturlandschaft rund
um den See hat auch musikalisch noch mehr zu bieten als Verdis „Aida“ und die antike Arena, die während des
Festspielsommers mehr als eine halbe Million Besucher anzieht. So erbaute sich im mondänen Gardone
Gabriele d’Annunzio eine Traumvilla mit Park, sein „Vittoriale“. Gemeinsam mit Claude Debussy schuf der „Fin-
de-siècle“-Dichter ein Mysteriendrama über den Heiligen Sebastian. Beides, „Vittoriale“ und „Sebastian“, sind
auf ihre Art Gesamtkunstwerke.


Redaktion Christoph Held
WDR 3, Donnerstag, 10. Januar 2008, 22.00 - 23.00 Uhr


WDR 3 ART


Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir

Die Goldmine meines Lebens
Eine Erinnerung an Simone de Beauvoir
Von Walter van Rossum
Produktion WDR 2008

Simone de Beauvoir gehörte zweifelsohne zu den einflussreichsten Frauen des vergangenen Jahrhunderts. Als
Autorin von „Das andere Geschlecht“ wurde sie berühmt. Doch diese Feministin war vor allem unorthodox. Als
eine der jüngsten Absolventinnen aller Zeiten der berüchtigten französischen Elitezuchtanstalt „Ecole normale
supérieure“ wählte sie weder eine sichere Beamtenlaufbahn, noch die schickliche Karriere einer Gattin und
Mutter, sie verliebte sich in einen so brillanten wie hässlichen Studienkollegen: Jean-Paul Sartre. Und die
beiden hatten nichts Geringeres vor, als die Welt und sich zu neu zu erfinden. Die Voraussetzung dafür war:
sich und die Welt komplett in Frage zu stellen. Und so entstanden beider Werke jenseits der Pfade der Kunst
und der akademischen Exzellenz. Und ein Leben, das beide als Teil ihres Werks verstanden und als Goldmine
entdeckten.


Redaktion Imke Wallefeld
WDR 3, Donnerstag, 10. Januar 2008, 23.05 - 24.00 Uhr


WDR 3 open: WortLaut


Emoticon
Ein psychophysischer Sprachtest
Von Annette Brüggemann
Produktion WDR 2008

Wissenschaftler erforschen die sprachliche Oberfläche: An der Humboldt-Universität Berlin wird zur Zeit an
einem „Lexikon der gefühlten Sprache“ gearbeitet. Mit einem interaktiven Tool im Netz kann man dort einzelne
Begriffe emotional bewerten. Das liefert interessante Zwischenergebnisse: „Manager“ klingt für die meisten
nicht besser als „Metzger“.

Welchen Geschmack hat Sprache? WDR 3 open: WortLaut konstruiert eine eigene Testreihe und sucht bei
Werbetextern, Softwareprogrammieren und Lautpoeten nach der (Un-)Lust am Text.


Redaktion Adrian Winkler
WDR 5, Donnerstag, 10. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Donnerstag, 10. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Die erste U-Bahn der Welt wird in London eröffnet
(10.1.1863)
Eine Sendung von Ralph Erdenberger

Es ist das älteste und längste U-Bahn-Netz der Welt: Die „London Underground“ ist 145 Jahre alt und derzeit
408 Kilometer lang. Täglich benutzen bis zu 3,5 Millionen Fahrgäste „the tube“ – die „Röhre“, wie sie aufgrund
ihrer runden, engen Tunnel gern genannt wird. Ohne ihr schnelles Verkehrssystem würde London täglich den
Verkehrsinfarkt erleben. Am 10. Januar 1863 fuhr die erste U-Bahn, damals eine mit Dampf betriebene,
unterirdische Eisenbahn. Die Strecke führte von Paddington zur Farringdon Street. Am ersten Betriebstag
fuhren 40.000 Personen mit der neuen Bahn. Wie kam es zur Idee, Eisenbahnen unterirdisch fahren zu lassen?
Warum wurde die Londoner U-Bahn so erfolgreich? Und wie er-„fahren“ die Fahrgäste das Leben im
röhrenförmigen Untergrund heute?


Redaktion Michael Rüger
WDR 5, Donnerstag, 10. Januar 2008, 15.05 - 16.00 Uhr
WDR 5, Freitag,11. Januar 2008, 00.05 - 01.00 Uhr


WDR 5 LebensArt
Live mit Hörern und Experten


Wo man singt, ...
oder: der eigene Körper als Musikinstrument –
Singen im Chor fördert Herz und Hirn

Singen im Chor macht vielen Menschen Freude, ganz gleich, ob sie sich nun zum Einüben klassischer Lieder,
Kirchenoratorien, Gospelsongs oder zum Obertonsingen treffen. Regelmäßiges Singen fördert das
Gemeinschaftsgefühl. Singen heißt verstehen und genau hinhören: auf sich selbst und auf die anderen. Es
bedeutet emotionale Kommunikation, die unabhängig von Sprache funktioniert, und ist ein guter Ausgleich zum
Alltagsstress. Experten wissen mittlerweile auch, dass die musikalische Betätigung sogar zur Therapie bei
schweren Krankheiten eingesetzt werden kann. Beispielsweise können Parkinson-Patienten durch das Singen
im Chor präzises Sprechen üben.
Wie das Singen im Chor Herz und Hirn fördert, darum geht es in der WDR 5 LebensArt.

Hörerinnen und Hörer können sich über das kostenlose WDR 5 Aktionstelefon 0800/5678-555 live an der
Sendung beteiligen.


Redaktion Heidi Schöder
1LIVE, Freitag, 11. Januar 2007, 20.00 - 01.00 Uhr


1LIVE Plan B – Klubbing


„Maries Gespenster” Von Simona Ryser
Moderation Mike Litt
Musik DJ Larse

Marie erstellt Arbeitslisten: Was muss sie erledigen und was kauft sie ein. Das Einteilen und Aufteilen ihres
Alltags beruhigt sie und gibt ihr Halt. Denn seitdem ihre Mutter gestorben ist, hat sich Marie nicht mehr im
Griff. Bestimmte die kranke Mutter jahrelang ihren Rhythmus, muss Marie jetzt ihr eigenes Leben gestalten
und für sich selbst definieren, was sie überhaupt will. Aber Marie hat keinen Plan. Sie irrt durch die Stadt, trifft
sich mit Männern und lässt sich von ihnen aushalten. Sie hangelt sich mit Fernsehgucken und Shopping durch
den Alltag. Eines Tages passiert das Unglaubliche: Sie entdeckt ihre Mutter im Linienbus, im Kaufhaus und in
den Straßen der Stadt.

Die Autorin Simona Ryser erzählt in einem schnörkellosen, episodenhaften Stil über eine junge Frau, die mit
ihrem alten Leben aufräumen will und zwischen Aufbruch, Verlustangst und Abenteuerlust umherirrt.

 Simona Ryser wurde in Zürich geboren und studierte Philosophie und deutsche Literatur. Sie arbeite als
Opernsängerin und Verlagslektorin. Heute wohnt Simona Ryser als freie Autorin und Hörspielregisseurin in
Zürich und leitet eine Musiktheatergruppe. „Maries Gespenster“ – mit dem Simona Ryser zur Radiolesung am
11. Januar ab 23 Uhr in 1LIVE Klubbing kommt – ist ihr Debutroman.


Redaktion Wolfram Kähler
WDR 3, Freitag, 11. Januar 2008, 15.05 - 17.00 Uhr


Musikpassagen


Prager Sinfonien
Mit Volker Frech

(Zusammen-)Klänge aus und über Prag: Alexander Zemlinsky schrieb hier sein bekanntestes Werk, die
„Lyrische Suite“; der in Wien nicht mehr gelittene Mozart feierte in der Moldaustadt späte Erfolge und ließ
deshalb an Ort und Stelle auch gleich seine 38. Sinfonie uraufführen – ob er sie für Prag schrieb, ist allerdings
mehr als fraglich. Eindeutig sind die Bezüge hingegen bei Josef Suk und Petr Eben: Suks Praga handelt von der
Schlacht der Hussiten gegen Kaiser Sigismund.F Eben schrieb sein Prager Te Deum 1989 anlässlich der
Befreiung seiner tschechischen Heimat. Mit der 1. Sinfonie meldete sich Erwin Schulhoff 1925 orchestral in
seiner Heimatstadt zurück; ein ewiges „Adé“ von der „Goldenen Stadt“ ist hingegen mit Gideon Kleins Werk
verbunden: Der tschechische Komponist wurde 1941 aus Prag nach Theresienstadt deportiert; hier schrieb er
1944 seine letzte Komposition, das Trio für Streicher, welches als Partita für Streichorchester rekonstruiert
und instrumentiert wurde.


Redaktion Harry Vogt
WDR 3, Freitag, 11. Januar 2008, 20.05 - 22.30 Uhr


WDR 3 Konzert


Das WDR Sinfonieorchester Köln
Live-Übertragung aus der Kölner Philharmonie

Igor Strawinskij
Scherzo fantastique
für großes Orchester op. 3

Alexander Glasunow
Konzert a-moll
für Violine und Orchester op. 82

Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 4 c-moll op. 43

Hilary Hahn, Violine
WDR Sinfonieorchester Köln
Leitung: Semyon Bychkov

Drei russische Kompositionen mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, und am Pult der 1952 in Leningrad
geborene Semyon Bychkov – das lässt eine authentische Interpretation erwarten.
Igor Strawinskijs Scherzo fantastique als fulminanter Auftakt und Schostakowitschs 4. Sinfonie zum Finale
dieses Abends rahmen das 1904 komponierte Violinkonzert op. 82 von Alexander Glasunow ein. Solistin ist die
junge amerikanische Geigerin Hilary Hahn, die seit Mitte der 90-er Jahre weltweit eine beispiellose Karriere
gemacht hat. Beim WDR Sinfonieorchester ist sie zum dritten Mal zu Gast.

Ausstrahlung über UKW in Stereo und über DVB-S (Satellit) in Stereo und 5.1 Surround-Sound.

Redaktion Christoph Held
WDR 5, Freitag, 11. Januar 2008, 9.05 - 9.20 Uhr
WDR 3, Freitag, 11. Januar 2008, 11.45 - 12.00 Uhr


ZeitZeichen


Die Besetzung des Ruhrgebiets durch Franzosen und Belgier
(11.1.1923)
Eine Sendung von Heiner Wember

Dem Deutschen Reich waren von den Siegermächten des Ersten Weltkriegs hohe Reparationslasten
aufgebürdet worden. Der Krieg hatte schließlich nicht Deutschland verwüstet, sondern die Schlachtfelder
lagen in Belgien und in Frankreich. Vor allem die französische Deutschlandpolitik war aber auch darauf
ausgerichtet, den Nachbarn wirtschaftlich klein zu halten. Als das krisengeschüttelte Deutschland Anfang 1923
angeblich nicht genug Reparationen abgeliefert hatte – unter anderem Telegraphenmasten – besetzten bis zu
100.000 französische und belgische Soldaten das Ruhrgebiet. Die Weimarer Republik reagierte mit passivem
Widerstand. Die folgenden wirtschaftlichen Schäden durch Produktionsausfälle waren enorm, die Inflation
geriet außer Kontrolle. Am Ende musste der neue Reichskanzler Gustav Stresemann den Ruhrkampf
abbrechen. Großbritannien und die USA sorgten im Gegenzug dafür, dass Frankreich keinen Zugriff auf das
Ruhrgebiet behielt. Stresemann und der neue französische Außenminister Briand betrieben nun erstmals eine
Annäherungspolitik, doch zu einer dauerhaften Aussöhnung der Erzfeinde Deutschland und Frankreich sollte es
erst nach dem Zweiten Weltkrieg kommen.


Redaktion Ronald Feisel
WDR 5, Freitag, 11. Januar 2008, 15.05 - 16.00 Uhr
WDR 5, Samstag, 12. Januar 2008, 00.05 - 01.00 Uhr


Thema NRW – Studio Düsseldorf


60 Jahre und kein Ende
Der Kampfmittelräumdienst in Nordrhein-Westfalen

Fast täglich stoßen auch heute noch, 60 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, Bauarbeiter auf nicht explodierte
Sprengkörper. 243 mal wurde allein Düsseldorf im 2. Weltkrieg von Bombern der Alliierten angegriffen.
Anderen Städten, wie Duisburg, Krefeld, Köln und Essen ging es nicht besser. Eine Vielzahl der Bomben und
Granaten explodierten nicht. Blindgänger liegen noch heute zuhauf im Boden, durch zunehmende Verrottung
werden sie immer gefährlicher, ihre Entschärfung immer komplizierter.
Thema NRW zeigt, wie sich der Kampfmittelräumdienst in NRW nach wie vor bemüht, das brisante Erbe zu
beseitigen. Dazu werten die Experten alte Luftaufnahmen der Alliierten aus. Große Grundstücke werden vor
dem Bebauen oder vor Großereignissen, wie dem Weltjugendtag, mit Sonden systematisch abgesucht.


Redaktion Ernst Pfeffer

				
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