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					Jesus von Nazareth
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                                                                                          Von Gary Davidoff


    A. Überblick


(1.) Das Leben des Jesus von Nazareth bis zu Seinem 30. Lebensjahr, wo durch die Jordan-Taufe der Christus in Ihn
einzog
                                                                                                                    1
In diesem Essay werden alle Zusammenhänge dargelegt, welche das Leben des Jesus von Nazareth
                                                       2
bis zu dem Zeitpunkt betreffen, wo ER dem  Christus ab Seinem 30. Lebensjahr als Träger diente.
Von den Teilen des Namens JESUS CHRISTUS (von Rudolf Steiner auch als der CHRISTUS JESUS
bezeichnet) bedeutet JESUS die menschliche Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, der von MARIA
als Nachkomme des Stammes DAVID geboren wurde. Und CHRISTUS ist der verherrlichte Sohn Gottes,
der Welt-Erlöser.
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Durch die Jordan-Taufe ergriff nämlich die Wesenheit des  Christus ( Makrokosmische Prinzipien
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/ Christus-Entität) von den drei Leibern des Jesus von Nazareth Besitz und lebte dreieinhalb Jahre
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lang bis zum 3. April des Jahres 33 (wie STEINER mit okkulter Forschung festgestellt hat) . Das Leben


1
  JESUS (von Nazareth): Die lexikalischen Angaben (Neues Großes Lexikon in Farbe, Sonderausgabe 1989,
Verlagsredaktion Michaela Bauer-Jonis, Bd. I, S.406) zu diesem Stichwort lauten wie folgt: Eigenname des Stifters
des Christentums ( Nachfolge Christi), geboren ca. im Jahre 6 vor unserer Zeitrechnung. Gestorben im Jahre 30
nach Chr. JESUS lehrte ab etwa seinem 30. Lebensjahr als Wanderprediger in Galiläa und Judäa. Um ihn bildete
sich eine Anhängerschaft, aus der er 12 Jünger als engere Begleiter auswählte. Zu seinen religiösen Kerngedanken
gehörte die Auffassung Gottes als eines Vaters und das Kommen eines „Reiches Gottes“. Den Inbegriff seiner
Sittenlehre bildet das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe. Seine Botschaft und seine Verehrung als Messias
und Sohn Gottes brachten ihn in Konflikt mit den Pharisäern und Sadduzäern, die ihn dem römischen Prokurator
PILATUS auslieferten und seine Kreuzigung veranlassten ( Mysterium von Golgatha). Der Glaube an seine
Auferstehung und an seine Wiederkehr wurde von seinen Anhängern über die Grenzen Judäas hinaus verbreitet und
bildet das Fundament des Christentums ( Nachfolge Christi).
Nach BENJAMIN CREME (Maitreyas Mission. Edition Tetraeder, München 2001, S.375) hat Jesus von Nazareth
allerdings vom Jahre 24 vor unserer Zeitrechnung bis zum Jahre 9 nach Chr. als geistiger Lehrer mit einem
Einweihungsgrad von 4.0 gelebt, den er jedoch erst nach der Kreuzigung erreicht hatte. Bis dahin war er als
Eingeweihter 3. Grades geboren worden (CREME/Maitreyas Mission/S.84).
Nach ROBERT A. POWELL (Das größte Geheimnis unseres Zeitalters. Selbstverlag des Verfassers, Kinsau 1999.
Auslieferung durch Verlag Urachhaus, Stuttgart; S.8) ist Jesus von Nazareth am 06.12. im Jahre 2 (bzw. im Jahre 1)
vor unserer Zeitrechnung geboren und am 03.04.33 nach Chr. durch die Kreuzigung gestorben.
2
  CHRISTUS (gr. = der Gesalbte), Übersetzung des hebräischen „mashiah“ (= Messias), „Ehrenname“ für Jesus von
Nazareth (Neues Großes Lexikon I/S.153). So lauten die lexikalischen Angaben. Wer tatsächlich der  Christus
war, findet sich in dem entsprechenden Essay, dessen Veröffentlichung bis spätestens Oktober 2011 von GARY
DAVIDOFF geplant ist. – Wesentliche Darlegungen jedoch gibt es auch schon in dem bereits veröffentlichten Essay
mit dem Titel  Hierarchie, Teil II / Planetare Hierarchie, wo eines der Hauptkapitel „Der Christus“ lautet, da es
über seine Stellung in der spirituellen Hierarchie bzw. über seine Entität dort Differenzen gibt (Anm.d.Verf.).
3
  Solche mit einem waagerechten Pfeil und in kursivem Fett-Druck angesprochenen Begriffe (wie hier  Christus,
 Makrokosmische Prinzipien,  Mysterium von Golgatha und viele andere mehr) sind Titel von weiteren
Essays des hiesigen Autors GARY DAVIDOFF, die sukzessive einer Veröffentlichung zugänglich gemacht werden
oder worden sind (Anm.d.Verf.).
4
  Jede Literaturangabe ist bei ihrem ersten Auftreten im Essay in einer Fußnote vollständig benannt worden, so dass
später darauf zurückgegriffen werden kann (Anm.d.Verf.).
5
  Aussage im LUK.-Ev. (4,6-25) von Jesus: „ ... als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war“
(ROBERT A. POWELL: Chronik des lebendigen Christus. Stuttgart 1998, S.39).
6
  Nach ANNA KATHARINA EMMERICH (Das erste Lehrjahr Jesu / Bd. 2 von 6 Bänden. Christiana-Verlag. Stein
am Rhein / Schweiz. 1997, S.24) fand die Kreuzigung jedoch am 30. März statt, der ein Montag gewesen sein soll.
7
  RUDOLF STEINER: Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit (= GA130). Rudolf
Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1987, S.222.
des  Christus ab der Jordan-Taufe bis vor das  Mysterium von Golgatha ist in dem Essay 
Christus dargestellt.
Zusammenhänge der makrokosmischen Wesenheit des  Christus als Viertem Makrokosmischen
Prinzip und Seinem Impuls für die Entwicklung der Erde und der Menschheit werden dargelegt im Essay
 Makrokosmische Prinzipien / Viertes Makrokosmisches Prinzip / Christus-Impuls, dessen
Veröffentlichung durch GARY DAVIDOFF bis spätestens Ende des Jahres geplant ist.

(2.) Die außergewöhnliche Tatsache von zwei zur gleichen Zeit und im ungefähr gleichen Alter lebenden Jesus-Knaben /
Das Mysterium der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria
Jesus von Nazareth, welcher der Wesenheit des  Christus ( Makrokosmische Prinzipien /
Christus-Entität) als Persönlichkeit diente, hatte ganz besondere Daseinsbedingungen, die sich in der
außergewöhnlichen Tatsache von zwei zur gleichen Zeit und im ungefähr gleichen Alter lebenden
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JESUS-Knaben begründen . Dadurch erklärt sich insbesondere die Verwandlung, welche die Eltern des
einen JESUS-Knaben in dessen 12. Lebensjahr erleben mussten, als dieser im Tempel mit den
Schriftgelehrten disputierte.
Mit der Zeugung und Geburt des Jesus von Nazareth ist verbunden das Mysterium der Unbefleckten
Empfängnis der Jungfrau Maria, welches äußerst umstritten ist. Hier im Essay werden verschiedene
Standpunkte aus esoterischer Sicht dargelegt. Unbestreitbar ist jedoch, dass die Jungfrau MARIA der
reine Spiegel Gottes war. Durch sie strahlte das wahre Wesen der himmlischen Lichtjungfrau in die
Menschheit ein. Durch die Jungfräulichkeit MARIAs wurde die Weiblichkeit von EVA aus dem Dienst
LUZIFERs ( Widergöttliche Wesenheiten, Teil II) erlöst. Dabei ist die reine himmlische Lichtjungfrau
zwar identisch mit der UR-Mutter, nicht aber mit der All-Mutter und seit der Himmelfahrt ist die
Lichtjungfrau identisch mit dem Heiligen Geist.

(3.a) Das erwachsene Leben des Jesus von Nazareth aus der Sicht von drei verschiedenen Geistesforschern / Mögliche
Ehe oder Zeugung von Kindern
Auch über das erwachsene Leben des Jesus von Nazareth existieren unterschiedliche okkulte
Forschungsergebnisse. Über die tieferen seelischen Leiden, die Jesus von Nazareth bereits in Seinem
Leben vor der Jordan-Taufe durchgemacht hat, berichtet insbesondere Rudolf Steiner (
Anthroposophische Bewegung, Teil II). Bei DOWLING wird das Leben JESU mehr als eine Abfolge
von Einweihungs-Prüfungen aufgegriffen, wo JESUS auch bezüglich Seiner Neigungen der irdischen
Liebe zu einer Frau geprüft worden ist.
Inwieweit es möglich ist, dass Jesus von Nazareth verheiratet gewesen war oder sogar Kinder gezeugt
haben soll, wird in diesem Zusammenhang ausführlich abgehandelt.

(3.b) Die Weisheit sollte unabhängig von der Lokalisation auf der Erde gefunden werden; deshalb Fragwürdigkeit der
Reisen von JESUS
Nach DOWLING soll Jesus von Nazareth des weiteren bereits von Seinem 12. Lebensjahr an fast
ununterbrochen auf weiten Reisen in fremden Ländern gewesen sein, was wiederum mit den Erlebnissen
des JESUS nach STEINER völlig unvereinbar ist. Gemäß dem URANTIA-Buch soll JESUS zwar auch
viele Länder bereits haben, allerdings nur zwischen seinem 29. bis 31. Lebensjahr.
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Im Zusammenhang mit => Apollonius von Tyana legt STEINER auch dar, wie Jesus von Nazareth
gerade dafür stand, dass die Weisheit unabhängig von der Lokalisation auf der Erde selber gefunden
werde. Denn der  Christus hat Seinen Erdenwandel auf einem verhältnismäßig kleinen Fleck
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verbracht und von dem gesprochen, was ER aus außerirdischen Welten auf die Erde gebracht hat .
DOWLING anerkennt jedenfalls auch die Göttlichkeit des  Christus, wie sie insbesondere in den
Essays  Christus und  Makrokosmische Prinzipien dargelegt ist. Dies ist wiederum bei BO-YIN-
RA nicht der Fall. Bei ihm ist Jesus von Nazareth „nur“ ein hoher Meister ( Diener des Logos, Teil I).
Auch bei BO-YIN-RA spielt die Schulung und Einweihung des Jesus von Nazareth durch orientalische
Meister eine größere Rolle, wo JESUS darauf vorbereitet wurde, anderen Menschen göttliche Weisheit
vermitteln zu können. Dadurch wurde JESUS als ein Meister der Lichterkenntnis geweiht, als ein
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Liebender im Lichte, als ein Leuchtender unter den Leuchtenden .

(4.a) Wiederverkörperung des Zarathustra-Ichs in Apollonius von Tyana und in Meister Jesus


8
  RUDOLF STEINER: Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit (= GA15). Rudolf Steiner Verlag,
Dornach/Schweiz 1987, S.52.
9
  Solche mit einem waagerechten Doppelpfeil und in kursivem Einfachdruck unterstrichene Begriffe (wie hier z.B.
=> Apollonius von Tyana und weitere solche Begriffe) sind Hinweise auf Titel von Kapiteln (oder Unterkapiteln) in
dem hiesigen Essay (Anm.d.Verf.).
10
   RUDOLF STEINER: Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwicklung (= GA203). Rudolf Steiner
Verlag, Dornach/Schweiz 1989, S.298.
11
   BO-YIN-RA (geistiger Name von Josef Anton Schneiderfranken): Die Weisheit des Johannes. Kober`sche
Verlagsbuchhandlung Bern, 1924/1979.
Nach STEINER muss nun bezüglich der Höhe der Einweihung bei Jesus von Nazareth sehr
unterschieden werden zwischen dem JESUS bis zur Jordan-Taufe und dem  Christus in JESUS ab
der Taufe. Vor der Taufe war ER durchaus ein Eingeweihter durch das Ich des ZARATHUSTRA, welches
in ihm lebte. Danach war ER dann kein Eingeweihter mehr, sondern ein einfacher Mensch, in welchem
aber der Sohn Gottes wohnte.
Dies spielt eine Rolle in dem Zusammenhang, wo die menschliche Individualität des Jesus von
Nazareth sich einige Jahre nach der Kreuzigung im  Mysterium von Golgatha wiederverkörperte als
Apollonius von Tyana und wiederum nach dieser Inkarnation über viele Jahrhunderte als Meister
Jesus für die geistige  Hierarchie in der Menschheit tätig sein soll.
Dabei darf auf keinen Fall verwechselt werden, dass es sich hier nicht um die göttliche Wesenheit des 
Christus handelt, der nie wieder in einer physischen Inkarnation erschienen ist und auch niemals wieder
erscheinen wird, wie dies jedoch fälschlicherweise von dem sog. Lord Maitreya ( Wirken der B

(4.b) Die Doppelinkarnation zwischen Michael von Nebadon und Sananda Esu Immanuel Kumara
Eine variierende Sichtweise über die sog. Doppelinkarnation von JESUS CHRISTUS wird in dem
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URANTIA-Buch gegeben und sich daran z.T. anschließende Internetseiten. Entscheidend ist danach,
dass nicht der Ewige SOHN in JESUS CHRISTUS inkarniert war, sondern dass dies „nur“ MICHAEL von
Nebadon, der Schöpfersohn unseres Lokaluniversums, gewesen sein soll. Dieser hatte eine
Doppelinkarnation ab der Jordan-Taufe mit SANANDA ESU IMMANUEL KUMARA. Andeutungen darüber
finden sich in den beiden letzten Kapiteln des hiesigen Essays über Jesus von Nazareth. Die
Hauptproblematik wird jedoch in dem anschließend zu veröffentlichenden Essay  Christus behandelt
werden.

(5.) Das dreieinhalb-jährige Leben des Jesus mit der Christus-Entität von der Jordan-Taufe bis zum Mysterium von
Golgatha
Das dreieinhalb-jährige Leben des  Christus, also des Jesus von Nazareth mit der Christus-Entität
( Makrokosmische Prinzipien, Teil B) war ganz anders als jedes andere menschliche Leben. Denn
schon von der Jordantaufe angefangen, war dieses Leben des  Christus in dem Leib des Jesus von
Nazareth ein langsamer Prozess des Sterbens. Und an der Grenze des Auseinanderfallens war dieser
Leib angekommen, als das  Mysterium von Golgatha eintrat.
In diesem  Mysterium von Golgatha sind nun die drei Leiber des Jesus von Nazareth mit der
Christus-Entität hindurch gegangen. Die Auferstehung fand entsprechend am dritten Tag nach der
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Kreuzigung statt, am 06. 04. 33 nach Chr. . Das Besondere an dem  Mysterium von Golgatha ist,
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dass dort einmalig ein Gott gestorben ist, ein Gott den Tod überwunden hat . Alle Zusammenhänge des
 Christus seit dem => Abendmahl, JESU Gebetskampf im Garten => Gethsemane, die => Via
Dolorosa einschließlich der Kreuzigung, der anschließenden => Auferstehung und die Geschehnisse bis
zur => Himmelfahrt und noch weiter bis zum => Pfingst-Ereignis sind dargelegt im Essay  Mysterium
von Golgatha, welches bereits veröffentlicht wurde.

(6.) Der Aufstieg des Christus nach der Himmelfahrt zum Vater durch die Planetensphären und dann Sein Wiederabstieg
bis zur ätherischen Ebene im 20. Jahrhundert
Der Aufstieg des Christus nach der => Himmelfahrt zum Vater durch die Planetensphären und dann
Sein Wiederabstieg bis zur ätherischen Ebene im 20. Jahrhundert und alle damit verbundenen
Zusammenhänge sind geschildert im Essay  Apokalyptisches Geschehen / Wiederkunft Christi,
das ebenfalls bereits veröffentlicht wurde.
Während der  Christus in der 4. nachatlantischen Kulturepoche ( Zeiträume der
Erdenentwicklung) aus kosmischen Höhen zur Zeit von Palästina in den physischen Leib des Jesus
von Nazareth heruntergestiegen ist, werden in unserer jetzigen Europäischen Kulturepoche (
Zeiträume der Erdenentwicklung) die Menschen durch die Verdichtung der intellektuellen Kräfte fähig
werden, den  Christus als Äthergestalt zu sehen. Dies wird ab 1930 für die nächsten 3000 Jahre
möglich werden, bis ungefähr zum Jahre 5000 nach Chr. eine genügende Anzahl von Menschen keine
Evangelien ( Mysterium von Golgatha / =>Bedeutung der Evangelien) mehr brauchen werden, weil
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sie dem  Christus in ihrer eigenen Seele begegnet sind . Weil die Menschen ab 1930 prinzipiell fähig


12
   (Das) URANTIA-Buch. Urantia-Foundation, Chicago/Illinois, 2005 German Translation. (Das Buch kann aus
dem Internet heruntergeladen werden für 40 Tage kostenlos, für längere Zeit müsste es bezahlt werden, z.B. über
<www. wikipedia .de> unter der TIN: UF-GER-001 World-2005-1.6 und weiteren downloads). - Das gebundene
Buch kann über den Buchhandel durch den Verlag „Die Silberschnur“ erworben werden. Es umfasst 2096 Seiten
und ist in der 2. Auflage 2008 erschienen über die Urantia-Foundation. Informationen über <www. urantia . org>.
Die Abschnitts-Nummern der PC-downloads entsprechen im wesentlichen den Buchseiten.
13
   POWELL/Geheimnis/S.8
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   POWELL/Geheimnis/S.9
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   STEINER/GA130/S.48f.
werden können, den  Christus in seiner Äthergestalt zu sehen, deshalb kommt ER niemals wieder im
physischen Leibe ( Apokalyptisches Geschehen / Wiederkunft Christi).

(7.) Die Stiftung des Christentums geschah nicht durch Jesus, sondern durch die unpersönliche Tatsache des Mysteriums
von Golgatha
Jesus von Nazareth gilt als der Stifter des Christentums ( Nachfolge Christi), was aber so nicht der
Fall ist. Das Christentum geht zurück auf die unpersönliche Tatsache des  Mysteriums von
Golgatha. Jesus von Nazareth unterscheidet sich auch von anderen Religionsstiftern, z.B. von dem
Gautama Buddha ( Buddhismus), der sich aufgeschwungen hat zu einem vollständigen Gleichmaß
aller Leidenschaften und Begierden. Von JESUS dagegen wird geschildert, dass ER in Zorn geriet, dass
ER die Tische der Wechsler umwarf und sie aus dem Tempel trieb, dass ER Worte des leidenschaftlichen
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Zornes ausrief .

(8.) Die Jesuiten meinen mit „Jesus“ ein anderes Wesen als den Jesus Christus / Noch ein anderer „Jesus“ war Jeshu ben
Pandira, der künftige Maitreya-Buddha
Der Name „Jesus“ wird nach Angaben von Rudolf Steiner ( Anthroposophische Bewegung) auch
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von den Jesuiten verwendet, bedeutet dort jedoch jemand ganz anderes als Jesus von Nazareth (oder
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als JESUS CHRISTUS oder als  Christus). Die Jesuiten meinen mit „Jesus“ ein gewisses Wesen ,
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welches sie ihren Anführer „Jesus“ nennen, dem sie zugehören und für den sie als Soldaten kämpfen .
An anderer Stelle legt STEINER dar, dass die Jesuiten das Jesus-Prinzip bezüglich des Willens
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vollkommen überzogen haben , so dass man ahnen kann, dass der Wille ahrimanisiert (
Widergöttliche Wesenheiten; Teil II) wurde, vor allem, weil damit ein okkulter Machtmissbrauch möglich
ist.
Es gab ca. 100 Jahre vor Jesus von Nazareth übrigens einen Mann, der ebenfalls den Vornamen
„Jesus“ trug, der konkret JESHU ben PANDIRA hieß und der oft mit dem Jesus von Nazareth
verwechselt wurde und wird. JESHU ben PANDIRA war allerdings auch eine bedeutsame Individualität,
über die Näheres im Kapitel  Wirken der Bodhisattvas ausgesagt ist; denn er wird in ca. 3000 Jahren
der sog. Maitreya-Buddha sein.
Sonstige Anmerkung für die kommenden Kapitel: Überschneidungen von Darlegungen in den
verschiedenen Kapiteln sind wegen der engen inhaltlichen Zusammenhänge zwangsläufig unumgänglich,
wurden aber so gering wie möglich gehalten.


…………………
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16
   STEINER/GA130/S.281
17
   Jesuiten: Mitglieder der 1534 von IGNATIUS von LOYOLA begründeten „Gesellschaft Jesu“ (Societas Jesu, SJ);
1540 von Papst PAUL dem III. bestätigt; bedeutende Kämpfer der Gegenreformation; 1773 Aufhebung des Ordens;
1814 wieder hergestellt; in Deutschland 1872 bis 1917 verboten; größter katholischer Orden (Meyers
Taschenlexikon, Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Leipzig-Mannheim 2006, S.334).
18
   welches aber von Rudolf Steiner niemals näher benannt wurde (PETER TRADOWSKY: Demetrius im
Entwicklungsgang des Christentums. Philosophisch-anthroposophischer Verlag am Goetheanum, Dornach / Schweiz
1989, S.449).
19
   RUDOLF STEINER: Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung (= GA199).
Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz 1985, S.33.
20
   TRADOWSKY/S.384f.

				
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