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					        „Internet für alle”
       INFORMATIONS-
    UND KOMMUNIKATIONS-
            TECHNIK
IN SCHULE UND GESELLSCHAFT




             1
                              Inhalt
Kontext: Die IKT-Politik in Frankreich

Die Aufgaben der DUI und der SDTICE

Programm „Jugendliche und Familien”

Programm „Infrastrukturen und Dienste”

Programm „Digitale Ressourcen für Schule und Hochschule”

Programm „Nutzungsmöglichkeiten der IKT im Bildungsbereich”

Programm „Ausbildung in IKT und Betreuung”

Programm „Qualität, Aktualität und Verbreitung”
Organigramm

Programme und Projekte

Abkürzungen und Internet-Adressen der Institutionen




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               Internet für alle
               Internet für alle
                   Kontext:
         Die IKT-Politik in Frankreich
D       ie Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist eine klare Priorität
der Regierung. Motiv einer allgemeinen IKT-Verbreitung ist die Weiterentwicklung unserer Werte in
einer neuen Welt. Es geht darum, den Franzosen einen Schlüssel zum kritischen Verständnis einer
neuen Kultur zu geben. Sie sollen die Werkzeuge beherrschen lernen, die bereits eine wichtige
Grundlage unserer Wirtschaft bilden, und die – insbesondere aufgrund ihrer Funktionsweise in
Netzwerken – den sozialen Zusammenhang verändern, da sie das Prinzip der Vernetzung einbringen.
Im November 2002 stellte der Premierminister den Plan RESO/2007 (Pour une RÉpublique
numérique dans la SOciété de l’information – „Für eine digitale Republik in der
Informationsgesellschaft”) auf, der Frankreich ab dem Jahr 2007 einen Spitzenplatz in diesem Bereich
sichern soll. Das Interministerielle Komitee für die Informationsgesellschaft (Comité Interministériel
pour la Société de l'Information, CISI) verfasste am 10. Juli 2003 einen globalen Plan für die
Infrastrukturen, Dienste, Inhalte, die Nutzung und IKT-Ausbildung in der Schule als auch in der
Gesellschaft im Allgemeinen.

Ziele: Zugang zu Internet und IKT für alle Franzosen

Die Initiativen der verschiedenen Ministerien tragen bereits heute ihre Früchte. Niedrigere
Kommunikationsgebühren für Großabnehmer, eine veränderte Reglementierung, die
Kommunikationskampagne „Internet für alle”, die Einführung des Labels „Internet déclaré d’utilité
tout public“ („Internet als Gemeingut“) sowie das „Gesetz über das Vertrauen in die digitale
Wirtschaft” haben einerseits zu einem beträchtlichen Preisrückgang für leistungsstarke
Kommunikationssysteme geführt, anderseits eine Erneuerung und beispiellose Zunahme an Geräten
bei Privatpersonen zur Folge gehabt und einen bemerkenswerten Aufschwung neuer Technologien wie
das Wi-Fi bewirkt. Seit 15 Monaten zeigt Frankreich das schnellste Entwicklungswachstum in ganz
Europa. Diese neue Situation mag den Bestrebungen der privaten Partner zu verdanken sein;
grundlegend ist jedoch die Rolle des Staates als Initiator. Dem Bildungsministerium (Ministère de
l’Éducation Nationale, de l’Enseignement Supérieur et de la Recherche, MENESR) oblag eine zentrale
Rolle bei der Koordinierung der interministeriellen Initiativen, die von der ihm angegliederten
Delegation zur Internetnutzung (Délégation aux Usages de l’Internet, DUI) an ihn heran getragen
wurden. Aufgabe des Ausschusses Informations- und Kommunikationstechnik für die Bildung (Sous-
Direction des Technologies de l’Information et de la Communication pour l’Éducation, SDTICE)
seinerseits ist es, die Entscheidungen für Schulen und Hochschulen umzusetzen. In enger
Zusammenarbeit leiten DUI und SDTICE derzeit 34 Projekte, von denen 24 direkt mit dem Plan
RESO/2007 verknüpft sind. Diese Projekte sind in 6 Rahmenprogrammen zusammengefasst.




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                                 Internet für alle
                  Die Aufgaben der DUI
D       ie Hauptaufgabe der Delegation zur Internetnutzung (DUI), die zum Ministerium für
neue Technologien (MENESR) gehört, ist es, das Internet und die neue Informations- und
Kommunikationstechnik in der Gesellschaft allgemein zugänglich zu machen. Die Gründung
der Delegation wurde im Juli 2003 vom Interministeriellen Komitee für die
Informationsgesellschaft (Comité Interministériel pour la société d'information, CISI) beschlossen.
Sie ist ministeriumsübergreifend und übernahm die Aufgaben der ehemaligen MAPI (Mission für
den öffentlichen Zugang zu Informatik, Internet und Multimedia).

Die wichtigsten Tätigkeitsfelder der Delegation zur Internetnutzung sind:
• Vorschlag und Umsetzung von Maßnahmen, die der allgemeinen Verbreitung der IKT dienen
• Bildung der Familien, Kinder und der Öffentlichkeit
• Harmonisierung der von Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen eingeführten Maßnahmen
• Betreuung der Gebietskörperschaften und privaten Partner
• Einrichtung öffentlicher Internet-Zugangsstellen
• Verbreitung von Informationen und Austausch zwischen den öffentlichen und privaten Akteuren. In
den letzten Monaten verzeichnete Frankreich bei der allgemeinen Verbreitung der IKT-Nutzung das
schnellste Wachstum in Europa. Ziel der Delegation ist es, einen aktiven Beitrag zu leisten, um den
„elektronischen Rückstand“ Frankreichs aufzuholen und bis zum Jahr 2007 den Spitzenplatz unter
den Industrienationen zu erreichen. Die DUI-Projekte, die in enger Zusammenarbeit mit der SDTICE
durchgeführt werden, sind in einem Programm mit dem Titel „Jugendliche und Familien”
zusammengefasst.

Die DUI unterhält die Website http://delegation.internet.gouv.fr.




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               Internet für alle
          Die Aufgaben der SDTICE
D      er Ausschuss Informations- und Kommunikationstechnik für die Bildung (SDTICE)
innerhalb des Technologie-Ressorts des MENESR (Bildungsministerium) beschäftigt sich im
Wesentlichen mit der Aufgabe, der Erziehungsgemeinschaft das Internet und die neue
Informations- und Kommunikationstechnik allgemein zugänglich zu machen und eine
entsprechende Ausbildung anzubieten. Das Hauptziel für das Bildungssystem ist eine allgemeine
Nutzung der neuen Technologien in drei Jahren, d. h. einen Nutzungsquotienten von mehr als
50%, zu erreichen. Hierzu müssen die pädagogischen Nutzungsmöglichkeiten – der Schlüssel zum
Erfolg - besser bekannt gemacht werden. Überdies ist ein Gesamtplan zur Problemlösung und
Beseitigung auftretender Hindernisse auszuarbeiten.
Die Haupttätigkeitsfelder der SDTICE sind:
• Vorbereitung und Umsetzung eines Orientierungsrahmens zur Entwicklung der Informations- und
Kommunikationstechnik für Schulen und Hochschulen
• Betreuung der Hochschuleinrichtungen, insbesondere anhand des Fachwissens der IKT-Bereiche
ihrer Vierjahresverträge
• Steuerung von Ausbildungsmodellen für die IKT
• Förderung der Herstellung digitaler Ressourcen
• Partnerschaften und Vereinbarungen mit den Gebietskörperschaften und Unternehmen
• Beaufsichtigung der IKT-Bereiche des SCEREN-CNDP und des Nationalen Zentrums für
Fernunterricht CNED
Das Interministerielle Komitee für die Informationsgesellschaft (Comité Interministériel pour la
société d'Information, CISI) vom 10. Juli 2003 beschloss, nach einer Probephase zur allgemeinen
Verbreitung der IKT im Bildungsbereich überzugehen. Die Umsetzung dieser Entscheidungen erfolgt
im Rahmen von folgenden vier Aktionsprogrammen: „Infrastrukturen und Dienste”, „Digitale
Ressourcen”, „Nutzungsmöglichkeiten”, „Ausbildung” und dem Begleitprogramm: „Qualität”.

Die SDTICE unterhält seit mehreren Jahren die Referenz-Website zur IKT im Bildungsbereich:
http://www.educnet.education.fr.




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                         Internet für alle
                           Programm
                   „Jugendliche und Familien’’
Das auf das im Bildungssektor gewonnene Erfahrungsgut und Know-how aufbauende
Programm der Delegation zur Internetnutzung (DUI) besteht darin, Zugang, Nutzung und
Ausbildung in der IKT Jugendlichen, Familien und der Öffentlichkeit allgemein zugänglich
zu machen. Es soll schnellstmöglich auf die Herausforderungen der digitalen
Alphabetisierung reagieren und die Aktivitäten öffentlicher Stellen konsolidieren, um sie - im
gleichen Maße wie wohlvertraute lokale Institutionen - im täglichen Leben der Bevölkerung
zu verankern und ihre gemeinsame Nutzung fördern, kurz: als eine Quelle für sozialen
Mehrwert dienen.

Die „digitale Spaltung“ muss überwunden werden – sowohl in ihren geografischen wie in ihren
sozialen Dimensionen.

Ziele:
• Stärkung der Entwicklung von Infrastrukturen und Ausrüstungen

• Vereinigung der Projekte und Maßnahmen der öffentlichen Internet-Zugangsstellen unter der
Bezeichnung „NetPublic”

• Ausweitung der Maßnahmen zur Sensibilisierung und Ausbildung in IKT-Praktiken und -Techniken

• Erfassung und Bekanntmachung von Szenarien hilfreicher und beispielhafter Nutzung

• Förderung einer zuverlässigen und sicheren Internet-Aneignung und Ausweitung des
Wirkungskreises über Frankreich hinaus

• Verwirklichung der Ziele Frankreichs im Rahmen des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft
(WSIS), insbesondere in der Festigung eines universitätsübergreifenden Wissensnetzes, im Verfassen
einer internationalen Ethikcharta für Internetnutzer und in der Führung einer aktiven Politik zur
Sensibilisierung für den Schutz Minderjähriger.

Maßnahmen:
1 • Privatausrüstungen
Seit November 2003 werden PCs aufgrund von mit Industrie und Verlegern getroffenen
Vereinbarungen unter dem Namen „Internet, déclaré d’utilité tout public” (Internet als Gemeingut) zu
Vorzugsbedingungen angeboten.
Im Dezember 2003 wurde ein Drittel der PCs zu diesen Bedingungen verkauft, und seit Anfang 2004
hat der Verkauf an den Privatverbraucher um 50% zugenommen.

2 • Digitale Strukturverbesserung
Die frankreichweite Einrichtung von High-Speed-Internetzugängen zu erschwinglichen Kosten stellt
einen entscheidenden Schwerpunkt der Strukturverbesserung dar, besonders in ländlichen Gebieten.

Die Bemühungen richten sich auf die alternativen Technologien, insbesondere auf die Koppelung
Satellit/WiFi. Mit mehr als 2.500 „Hot Spots” steht Frankreich heute nach den USA und



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Großbritannien an weltweit dritter Stelle für WiFi-Ausrüstungen. Ab Schuljahresbeginn 2004 werden
durch Ausschreibungen bei den Herstellern nahezu 50% der Universitäten ausgestattet sein.

3 • Die Espaces publics numériques (EPN) und das „NetPublic”-Netz
Mehr als 3.000 öffentliche Internet-Zugangsstellen sind in Frankreich vorhanden. Die Einrichtung
dieser EPN ging entweder aus nationalen Initiativen (Espaces Culture Multimedia, Cyberbases, cyb-
espace-jeune numérique) oder aus Initiativen der Gebietskörperschaften hervor.
Seit Oktober 2003 wird in Koordination mit diesen Körperschaften eine Politik zur Vereinigung dieser
Stellen unter der Marke „NetPublic” verfolgt. So haben der Verband der Bürgermeister Frankreichs
(AMF), die Vereinigung der französischen Departements (ADF) sowie mehrere Regionalräte,
Gemeindezusammenschlüsse und Kommunen sich der Charta „NetPublic” angeschlossen. Die
gemeinsame Zielsetzung für diese Zugangsstellen besteht - über die Bereitstellung der materiellen
Mittel hinaus – in der Förderung der Betreuung neuer Internet-Nutzer durch Einführungskurse in die
Nutzungsmöglichkeiten (z. B. zur Stellensuche oder dem Zugang zu Wissen und Bildung). So können
auch Franzosen, die noch nicht über eine private Ausrüstung verfügen, von den Vorteilen der IKT
profitieren.

4 • Absicherung der Internet-Navigation und ein verstärkter Schutz Minderjähriger

In Zusammenarbeit mit zahlreichen Behörden und insbesondere der Ressorts für Medienentwicklung,
Bildung, Justiz und des Inneren soll der Öffentlichkeit eine gesicherte Navigation garantiert werden.
Die Website www.mineurs.fr, die seit Dezember 2003 online ist, enthält die Mittel zum Schutz
Minderjähriger gegen unzulässige Websites im familiären Rahmen wie auch in der Schule.
Darüber hinaus erschien im BOEN am 26. Februar 2004 ein Rundschreiben, das einen globalen Plan
für die Sicherheit Minderjähriger im Internet in einem pädagogischen Rahmen vorschlägt (siehe
Programm 2).

5 • Ethik und Korrektheit im Internet

Ziel ist die Förderung der Verfassung von „Charten für die korrekte Nutzung” und die Aufstellung
juristischer Richtlinien für das Bildungswesen und die öffentlichen Zugangsstellen für Internet und
Multimedia.
Frankreich hat seine Vision auf internationale Ebene übertragen, indem es auf dem Weltgipfel zur
Informationsgesellschaft (WSIS) im Dezember 2003 eine Ethik- und Moralcharta für das Internet
vorlegte.

6 • Erfassung und Förderung der öffentlichen Internetnutzung
Die Einrichtung eines Multimedia-Verzeichnisses zur öffentlichen Nutzung und die Förderung der
Erstellung und Verbreitung von einsehbaren Reportagen im Internet laufen bereits.

7 • Internet-Ausbildung

Die Erstellung von Ausbildungsmodellen durch Integrierung in verschiedene Universitätsabschlüsse
im Rahmen der offenen weiterführenden und Fernausbildung wird mit der Ausbildung der Ausbilder
eingeleitet.
Zum anderen kann die Öffentlichkeit in den „NetPublic”-Stellen einen „Passeport Internet et
Multimedia” (PIM) erwerben.

8 • Online-Ausbildung




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Die Delegation rationalisiert die Ressourcen der Online-Portale für die Bildung und die Zeugnisse zur
Internet-Ausbildung (außerhalb des öffentlichen Schulwesens) und führt diese zur gemeinsamen
Nutzung zusammen.

9 • Mit dem Bildungsministerium gemeinsam durchgeführte Maßnahmen

Zahlreiche Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Ausschuss SDTICE durchgeführt.
Dies ist beispielsweise der Fall beim Plan zum Schutz Minderjähriger, der Operation „Un micro-
portable WiFi pour chaque étudiant” (ein WiFi-PC für jeden Studenten) zum Schuljahresbeginn 2004
sowie der Bereitstellung virtueller Arbeitsplätze und spezifischer digitaler Inhalte (siehe Programme 2
und 3).

10 • Die Operation „Un micro-portable Wi Fi pour chaque étudant“

In Partnerschaft mit den Herstellern, Verlegern, Banken und Universitäten soll jeder Student mit Hilfe
eines 3-Jahreskredites bei täglich 1 € einen Laptop mit einem Grundpreis von etwa 1000 €, der mit
einer WiFi-Karte ausgestattet ist, erwerben und im Gegenzug eine High-Speed-Verbindung auf seinem
Campus gratis nutzen können. Die öffentliche Hand finanziert die Hälfte der Kosten mit der
Übernahme des Anschlusses (über die Finanzierung von Renater und Infrastrukturen), und der Student
zahlt das Gerät auf Raten. Für Stipendiaten oder Studenten, die nicht in der Lage sind, das Gerät zu
finanzieren, ist ein Gratis-Verleih von PCs und freier Zugang zu PC-Pools vorgesehen. Seit September
2004 unterbreiten die Hersteller nach einem Lastenheft der Delegation spezielle Studenten-Angebote.
Im Rahmen der „Universités Numériques en Region” (siehe Programm 2) sind zahlreiche
Universitäten und das Nationale Zentrum für universitäre und schulische Werke (CNOUS) bereit,
dieses Projekt ab Beginn des Universitätsjahres 2004 zu übernehmen. Alle Einzelheiten zu dieser
Operation sind unter folgender Adresse zu finden: http://delegation.internet.gouv.fr/mipe/

11 • Kommunikation
Eine Kommunikationskampagne „Internet tout public” wurde Ende 2003 über den Rundfunk geführt,
um die Einführung des Labels „Internet déclaré d’utilité tout public” zu unterstützen. Eine weitere
Kampagne betrifft die Operation „Micro-portable Wi Fi étudiant” im Oktober 2004. Zusätzliche
Kampagnen sind für die nächsten Monate vorgesehen. Mit Unterstützung des Regionspräfekten wird
die nationale Kommunikation jetzt auf die Gebietskörperschaften übertragen.




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                            Internet für alle
                             Programm
                   „Infrastrukturen und Dienste’’

A        ufgabe dieses Programms ist es, der Bildungsgemeinschaft die entsprechenden Infrastrukturen
und Dienste zur Förderung der IKT-Nutzung bereitzustellen. Alle Bürger, insbesondere jeder Schüler
und jeder Lehrer, soll von einem Arbeitsumfeld profitieren, das an seine Bildungs- oder
Lehrveranstaltungen angepasst ist: Endgeräte, Netzwerke, virtuelle Arbeitsplätze und virtuelle
Schulranzen, Online-Dienste, Nutzerbetreuung. Dieses Programm beruht auf der Verordnung
gemeinsamer Normen und Standards zur Vereinfachung der Kommunikation zwischen Mensch und
Maschine unter allen Bedingungen (Interoperabilität der Infrastrukturen, Dienste und Inhalte).

Ziele:
• Definition der Bedürfnisse der Bildungsgemeinschaft (auf Primär-, Sekundär- und Hochschulebene)
• Hilfe bei der Einrichtung von Intranet-/Internet-Diensten in den Akademien, die auf die spezifischen
Bedürfnisse der EPLE und Schulen eingehen
• Hilfe bei der Einrichtung von elektronischen Arbeitsplätzen (ENT) oder virtuellen Büros und Online-
Diensten, die an die Bedürfnisse der verschiedenen Mitglieder der Bildungsgemeinschaft angepasst
sind
• Unterstützung der Benutzer auf technischer und pädagogischer Ebene
• Betreuung der Projekte Universités Numériques en Régions (UNR)
• Teilnahme am Prozess der internationalen Standardisierung und Normung.

Maßnahmen:

1 • Die Vorbereitung und Herausgabe von Normen, Standards und Informatik-Rahmenplänen
(Veröffentlichung des Entwicklungsplans für Arbeitsumgebungen im September 2003, AFNOR-
Abkommen im Februar 2004). Ziel ist die Veröffentlichung der internationalen Normen, die einen
wesentlichen Teil der französischen Vorschläge beinhalten, ab 2005.

2 • Unterstützung bei der Ausrüstung der Gymnasien, Gesamtschulen und Grundschulen in
Partnerschaft mit den Gebietskörperschaften und Priorität für benachteiligte Zonen. Der PC-Bestand
und die Netzwerkverbindungen wachsen aufgrund einer starken Mobilisierung der lokalen
Körperschaften und des Staates stetig. So kann zu Schuljahresbeginn 2004 mit folgendem Bestand
gerechnet werden:
• 1 PC für 17 Grundschüler
• 1 PC für 9 Schüler der Gesamtschule
• 1 PC für 4,5 Gymnasiasten

2007 sollen 100% der Einrichtungen und Schulen an das Internet angeschlossen sein und ein PC
für 3 Schüler zur Verfügung stehen.

3 • Allgemeine Verbreitung der Online-Arbeitsplätze: Der Espace Numérique de travail (ENT) in
Gymnasien, Gesamtschulen und Schulen. Für einen Schüler bedeutet ein digitaler Arbeitsplatz die
Möglichkeit, in oder außerhalb der Schuleinrichtung bei freier Zeiteinteilung online auf sein
Klassenbuch und seine Noten zugreifen sowie von Lehrern bereitgestellte Dokumente oder


                                                  9
Kurselemente einsehen zu können, oder mit seinen Klassenkameraden zusammenzuarbeiten. Die
Gesamtheit dieser maßgeschneiderten und gesicherten Online-Dienste, die neben den Schülern und
Lehrern auch den anderen Mitgliedern der Bildungsgemeinschaft - insbesondere den Eltern -
zugänglich sind, wird ab 2004 - 2005 mehr als 5.000 Lehrern und 60.000 Schülern angeboten. Für
die erste Phase der allgemeinen Verbreitung (2004 - 2006) sind öffentliche Gelder in Höhe von 30
Mio. € (50% auf Staatskosten, 50% auf Kosten der lokalen Körperschaften) vorgesehen.

Im Jahr 2007 sollen alle Schüler und Lehrkräfte, vom Kindergarten bis zur Abschlussklasse,
über einen virtuellen Arbeitsplatz verfügen. Die Gesamtkosten des Projekts (außer Personalkosten)
werden auf 60 Mio. € geschätzt. (http://www.educnet.education.fr/equip/ent.htm).

4 • Entwicklung der elektronischen Arbeitsplätze im Rahmen der Universités Numériques en
Régions. Die Einrichtung der „UNR“ wurde vom Interministeriellen Komitee für Raumplanung am
13. Dezember 2002 beschlossen. Hierdurch sollen (auf der Basis der Erfahrungen von 68 virtuellen
Universitäten) auf regionaler Ebene und in enger Partnerschaft mit den Regionalräten die
Infrastrukturen, Dienste und elektronischen Arbeitsplätze der Lehrkräfte und Studenten
zusammengeführt werden.
Es werden folgende Ziele angestrebt:
• Entwicklung digitaler Online-Dienste für Studenten (Dienste, die die Ausbildung aber auch das
Universitätsleben im weiteren Sinne betreffen) ab 2007
• Verpflichtung der Institutionen allen Studenten, insbesondere den Bedürftigsten den Internetzugang
zu erleichtern (gemeinsame oder individuelle Ausrüstung, Netzwerke, individueller und kostenfreier
High-Speed-Zugang usw.)
Einer Ausschreibung im Mai 2003 folgend wurden zehn Regionen mit insgesamt mehr als 50% aller
französischen Universitäten zur Einrichtung einer UNR ausgewählt. Diese zehn Projekte erfordern
nahezu 50 Mio. €.

5 • Entwicklung alternativer Technologien für den Internet-Zugang in Schulen, Gesamtschulen,
Gymnasien und Hochschuleinrichtungen, wie z. B. die Ausrüstung für kabellose WiFi-Anschlüsse
Eine Testphase lief 2003 - 2004 in 80 Grundschulen.
Bei den Universitäten sind es ab Semesterbeginn 2004 mehr als 40% der Einrichtungen, die
zumindest mit einem WiFi-Anschluss ausgerüstet sind. Geplant ist die Steigerung von 600
Anschlüssen im September 2004 auf 3.000 im September 2007 (Programm „Jugendliche und
Familien”, s. o.).

6 • Plan zum Schutz der Minderjährigen in Anbetracht der Gefahren der Kinderpornographie und
Cyber-Kriminalität
Der nationale Plan zum systematischen Schutz der Schüler (BOEN vom 26. Februar 2004)
konzentriert sich auf zwei Prioritäten:
• zum einen die Ausbildung, Sensibilisierung und Verantwortungsbildung der Schüler, Lehrkräfte und
Bildungsteams in Bezug auf die Besonderheiten des Internets (Charta der guten Nutzung)
• zum anderen die Unterstützung der Bildungsteams durch die Bereitstellung von Hilfsmitteln, die es
ihnen ermöglichen, die den Schülern zur Verfügung gestellten Informationen auszuwählen oder zu
kontrollieren, beispielsweise durch Filtersysteme (Bereitstellung einer nationalen „schwarzen Liste“
strafbarer Websites). 2004 – 2005 wird für die Realisierung dieser Maßnahmen ein Budget von
7,5 Mio. € bereitgestellt.

7 • Optimierung der Benutzerbetreuung:



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Eine Rationalisierung der Unterstützungs- und Betreuungsdienste ist im Gange: Alle Akademien
arbeiten auf verschiedenen Ebenen an Methoden zur Vereinfachung und Professionalisierung der
Benutzerbetreuung (Einrichtung von Plattformen vom Typ „Call Center”, derzeitige Überarbeitung
des Statuts der Lehrkräfte „Referent für IKT im Bildungsbereich” in den Einrichtungen, Partnerschaft
mit lokalen Körperschaften zur technischen Betreuung).

Zunahme der Internet-Anschlüsse
0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% 100,00% 1997 2000 2003
Schulen
Gesamtschulen
Gymnasien
0 50 000 100 000 150 000 200 000 250 000 300 000 350 000 400 000 450 000 500 000
 1997 2000 2003
Zunahme der PCs
Schulen
Gesamtschulen
                                               Gymnasien




                                                  11
               Internet für alle
   Programm „Digitale Ressourcen für Schule
             und Hochschule’’

D        ieses Programm fördert die Erstellung und Verbreitung qualitativ wertvoller digitaler
pädagogischer Inhalte für die Gesamtheit der Schüler, Studenten und Lehrkräfte. Es soll den Platz
Frankreichs – und somit Europas – in den Wissensindustrien festigen.

Ziele:
• Festlegung eines Rahmensplans für digitale Editionen, der den Anforderungen der Schüler,
Studenten und Lehrkräfte gerecht wird
• Förderung der Einrichtung hochwertiger pädagogischer Multimedia-Systeme und der Fortführung
einer französischen Editionsindustrie für Schulen und Universitäten
• Unterstützung bei der Verbreitung von digitalen Ressourcen, die sich am besten für eine bestimmte
pädagogische Nutzung eignen, in den wichtigsten Wissensbereichen

Maßnahmen:
• Das SCHéma de l’Édition Numérique pour l’Éducation (Rahmenplan für digitale Editionen für
das Bildungswesen, SCHENE)
Dieser im Oktober 2003 eingeführte Rahmenplan markiert einen strategischen Wendepunkt, denn
erstmalig ergriff das Ministerium durch die Veröffentlichung eines Rahmenplans mit den von den
Lehrkräften gewünschten Inhalten die Initiative, Forderungen zu stellen. Es wurden fachspezifische
und fachübergreifende akademische Expertengruppen (Konvergenz der Programme mehrerer
spezieller Fachrichtungen) gebildet, die folgende Aufgaben erfüllen sollen:
• Aufstellung einer Bilanz der bestehenden Ressourcen (verfügbare, bekannt zu machende, zu
professionalisierende Produkte usw.)
• Beantwortung der Frage: Welche „digitalen Objekte” erwarten wir für jedes einzelne Element des
Programms einer Fachrichtung, um auf die Problematik des Unterrichts einzugehen? Die ersten
Ergebnisse, die ab September 2004 zu erwarten sind, betreffen die 7. Klasse und die Sekundarstufe.
Diese „digitalen Objekte” werden, nach einer Präsentation vor der Multimediakommission (s. u.), die
Elemente für eine Ausschreibung an die Verleger bilden - unter der Berücksichtigung der geltenden
Normen und Standards (Interoperabilität usw.). Dieses Projekt wird 2004 – 2005 schrittweise auf alle
Ebenen und Fachrichtungen ausgeweitet und soll mehr als 2.000 Lehrkräfte in den Akademien sowie
die Prüfungsausschüsse mobilisieren.

2 • Eine erste Phase des Aufbaus der elektronischen Wissensdatenbank (Espace Numérique des
Savoirs, ENS) erstreckte sich von Februar 2003 bis Juni 2004. Sie diente zum Testen der Prä-
Konfiguration eines Portals für frei zugängliche digitale Ressourcen mit pädagogischen
Nutzungsrechten in einem Panel von 1.500 Einrichtungen (Schulen, Gesamtschulen und öffentliche
Gymnasien, IUFM, Zentren des SCEREN-Netzes). Das Ziel dieses Tests war die Erfassung von
Relevanzindikatoren sowohl in Bezug auf die gewählte technische Lösung als auch hinsichtlich der
pädagogischen Nutzungsmöglichkeiten. Ein Auswertungsbericht wird Ende 2004 veröffentlicht. Erste
Rückmeldungen zeigen, dass die Online-Verbreitung pädagogischer hochwertiger Ressourcen über
eine einzige Plattform den realen Erwartungen der Lehrkräfte entspricht.




                                                  12
Seit Sommer 2003 wird parallel zur Entwicklung der Testphase darüber nachgedacht, welche Formen
die allgemeine Nutzbarmachung der ENS annehmen könnte. Diese Überlegungen wurden Anfang
2004 mit der Bildung von zwei wirtschaftlichen Interessengruppen konkret umgesetzt: dem Canal
Numérique des Savoirs (CNS) und dem Kiosque Numérique pour l’Éducation (KNE), die insgesamt
45 öffentliche und private Verleger vereinen. Diese beiden Konsortien haben zwei Verkaufskataloge
mit ihren Produkten zusammengestellt, die den interessierten Gebietskörperschaften vorgelegt werden
(der erste Test betrifft die Aktion „Ordina 13” des Conseil Général des Bouches-du-Rhône) und
anhand derer die Bildungseinrichtungen ihre eigene Auswahl digitaler Ressourcen treffen können.
Nach der vom Ministerium finanzierten Testphase sollte sich schrittweise ein dauerhaft
wirtschaftliches Modell etablieren. So ist in Zukunft ein größeres Angebot und eine finanzielle
Beteiligung der Einrichtungen vorgesehen, die durch Gebietskörperschaften unterstützt werden
können. Für das Schuljahr 2004 - 2005 hat das Ministerium ein Budgetübertragungsverfahren für 600
Schuleinrichtungen beschlossen, die im Vorjahr Mitglieder des ENS-Panels waren. Auf diese Weise
sollen sie Zugang zu mehr Online-Ressourcen erhalten und somit zu „Schaufenstern” für diese neuen
Angebote pädagogischer Online-Dienste werden. Darüber hinaus wurde in Partnerschaft mit dem
Fernsehsender France 5 ein Internet-Bildungsfernsehen eingerichtet (Oktober 2003). Ziel ist, den
Einrichtungen ab dem Schuljahresbeginn 2005 Zugang zu einem Online-Wissenssender zu
ermöglichen.

3 • Umgestaltung des Fördersystems für die Produktion und des Systems zur Verbreitung und
Betreuung vor Ort
Seit der Einführung des Fördermodells im September 1998 wurden 150 Projekte zur Entwicklung
von digitalen Ressourcen und Diensten finanziell unterstützt (durchschnittlich 57.000 € pro Projekt),
50 davon im Hochschulbereich. Überdies erhielten während des gleichen Zeitraums 650 Produkte das
Gütezeichen RIP „Reconnu d’Intérêt Pédagogique“ („von anerkannt pädagogischem Interesse”), das
eine zielgerichtete Verbreitung ermöglichte. Anschließend wurden die Verfahren überarbeitet
(insbesondere durch die Reform der Multimediakommission im März 2004), um folgende Ziele zu
erreichen:
• Ausrichtung der digitalen Editionen nach dem SCHéma de l’Édition Numérique pour l’Éducation
(SCHENE)
• Bemühung um ein gerechtes Gleichgewicht zwischen der Wahrung der Autorenrechte und dem
Recht auf Wissen
• Weiterentwicklung des Gütezeichens RIP zur besseren Multimedia-Verbreitung für das
Bildungswesen
• Förderung des Zugangs zu Ressourcen innerhalb der Universités Numériques Thématiques (UNT,
siehe Programm 4).

Zum anderen ist die Rationalisierung der Websites des Bildungswesens im Gange, und die Aufgaben
des SCEREN-CNDP wurden auf die Einrichtung eines Ressourcenpools (ein Element für diesen Pool
wird aus der Ressourcensammlung des SCHENE-Projekts hervorgehen), einer Nutzungsagentur und
Verbreitungsmaßnahmen ausgerichtet.

4 • Projektleitung für den Start der Online-Aktionen in Übereinstimmung mit den nationalen
Prioritäten
So gingen die Website „Bien Lire”, als Bestandteil der Präventivmaßnahmen gegen den
Analphabetismus, im September 2003 und die Website „Primlangues” zur Unterstützung des
Sprachunterrichts in der Grundschule zum Schuljahresbeginn 2002 online. Die derzeitige Priorität
besteht in der Erstellung einer Anwendung zur „Verkehrssicherheitserziehung”, für die im April 2004
eine Ausschreibung zur Projektbetreuung veröffentlicht wurde. Die Anwendung soll im März 2006


                                                 13
funktionieren, dem voraussichtlichen Prüfungstermin für das Zeugnis „Verkehrssicherheit” in
elektronischer Form.

5 • Die Neuorganisation des Internetfernsehens für den Hochschulbereich (Canal U, dessen
Projektleitung dem CERIMES übertragen wurde) soll in Verbindung mit den Universités Numériques
Thématiques (siehe Programm 4) ab Ende 2004 ein „Internet-Fernsehen” für Fachbereiche der höheren
Bildung anbieten.




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             Internet für alle
Programm „Nutzungsmöglichkeiten der IKT im
            Bildungsbereich’’

D        ieses Programm soll dazu dienen, die derzeit bestehenden pädagogischen
Nutzungsmöglichkeiten vom Kindergarten bis zur Universität zu erfassen, elektronisch umzusetzen
und für den gemeinsamen Gebrauch zusammenzuführen.

Ziele:
• Entwicklung der Nutzung der IKT, die an die Bedürfnisse der jeweiligen Fachrichtungen auf allen
Bildungsebenen angepasst werden
• Anregung zur Umsetzung und allgemeinen Bereitstellung pädagogischer Nutzungsmöglichkeiten
• Betreuung der pädagogischen Veränderungen, die mit der Nutzung dieser Technologien verbunden
sind
• Organisation der Umgestaltung der französischen virtuellen Universitäten in Fachzentren: die
Universités Numériques Thématiques (UNT).

Maßnahmen:
1 • Erfassung der relevanten Nutzungsmöglichkeiten vor Ort in Verbindung mit dem Projekt
SCHENE. Die Erfassung und Indexierung akademischer Ressourcen wurde seit mehreren Jahren
durchgeführt, um einfache und mühelos umzusetzende Beispiele für nahezu alle Fachrichtungen der
Sekundarstufe bereitzustellen (http://www.educnet.education.fr/secondaire/disciplines.htm). Diese
Arbeit geht mit Informationsmaßnahmen einher (Aushänge in den EPLE, Brief „IKT’ ÉDU et
disciplines” usw.). Die Nutzungsagentur des CNDP wird ab 2005 für die Verbreitung dieser
Ressourcen verantwortlich sein.
2 • Eine besondere Aktion für das Grundschulwesen wurde 2004 gestartet. Nach der Bildung einer
Indexierungsbasis werden 2005 ein Vereinigungsmodell für die pädagogischen Szenarios zur
Integration der IKT (PRIMTICE) sowie Gestaltungsmittel entwickelt
(http://www.educnet.education.fr/primaire/default.htm).

3 • Die Universités Numériques Thématiques, Institutionen „ohne Mauern”, folgen den 64
französischen virtuellen Universitäten, die aus den 3 Projektausschreibungen der Jahre 2000, 2001
und 2002 hervorgingen und derzeit in Betrieb sind, jedoch noch nicht die entscheidende Größe
erreicht haben, um auf nationaler und internationaler Ebene zu wirken. Ziel ist die Einrichtung von
Fachzentren in Form von Universités Numériques Thématiques durch Zusammenschluss der
bestehenden virtuellen Universitäten. Die ersten UNT werden bereits gebildet: in Medizin,
Ingenieurwesen, Jura und Betriebswirtschaft. Sie fassen die Ressourcen und fachspezifische
Anwendungen zur gemeinsamen Nutzung zusammen und verbreiten diese online.
Bis 2007 sollen 10 große Online-Universitäten von internationalem Ausmaß eingerichtet
werden.




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                     Internet für alle
             Programm „Ausbildung in IKT und
                       Betreuung’’

Z      iel dieses Programms ist es, die Ausbildungsmaßnahmen für die IKT und die Betreuung der
Benutzer auszuweiten und zu systematisieren. Diese Maßnahmen richten sich an die
Bildungsgemeinschaft: Betreuungspersonal, Lehrer, insbesondere Ausbilder, ATOS- und ITARF-
Personal. In gleicher Weise richten Sie sich an die Schüler: mit der allgemeinen Einführung eines
Brevet Internet et Informatique (B2i®) und der Einrichtung eines Certificat informatique et internet
(C2i®) für Hochschulen. Überdies soll dieses Programm neue Ausbildungsmodelle, die sich auf
elektronische Arbeits- und Lernplätze stützen, testen und fördern. Anlässlich der nächsten und
umfassenden Erneuerung des Lehrpersonals nimmt die allgemeine Verbreitung der IKT in der
pädagogischen Praxis während ihrer IUFM-Ausbildung eine prioritäre Stellung ein.

Ziele:
1 • Erlernen und Beherrschen der IKT auf allen Ebenen des Bildungswegs (Schule und Universität)

2 • Verbreitung des Zeugnisses in den IUFM (C2i Niveau 2); Einrichtung von Informatik-Zeugnissen
für andere fachliche Orientierungen (C2i Niveau 2 “Rechtsberufe” usw.) auf Master-Niveau

3 • Ausbildung des Betreuungspersonals (Direktions-, Prüfungs-, aber auch Verwaltungspersonal)

4 • Ausbildung der IUFM-Ausbilder

5 • Ausbildung des Personals an Universitäten

6 • Verfolgung einer stets aktuellen und zukunftsorientierten Politik in Bezug auf neue
Ausbildungsmodelle

Maßnahmen:
1 • Verbreitung des Brevet informatique et internet (B2i) für Schüler und des Certificat informatique
et internet (Niveau 1) für Studenten auf der Ebene der Licence.
Die B2i école, collège und lycée bescheinigen die von den Schülern während ihrer gesamten
Schullaufbahn entwickelten Kompetenzen. Diese Kompetenzen werden im Laufe verschiedener
Veranstaltungen in allen Unterrichtsfächern erworben.

Diese Maßnahme zielt darauf ab, dass jeder Schüler, der die Gesamtschule verlässt oder seine
Pflichtschulzeit beendet, das B2i collège (Niveau 2) vorweisen kann. Die Berücksichtigung der
B2i-Kompetenzen wird in die Gesamtschulprogramme aufgenommen, die zum Schuljahresbeginn
2005 in Kraft treten, und für die Prüfungen und Reifezeugnisse, insbesondere mittlere Reife und
Abitur, geprüft.
Ab 2007 wird jeder Schüler, der eine Bildungsebene über der Pflichtschulzeit abschließt, in
Besitz des B2i lycée (Niveau 3) sein.



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Das Certificat informatique et internet (C2i) Niveau 1, die Weiterführung des B2i, bescheinigt
Studenten die Beherrschung der notwendigen Kompetenzen zur Fortführung des höheren
Bildungsweges. Diese Maßnahme wird seit Schuljahresbeginn 2003 getestet und ist derzeit an den
Universitäten bereits weit verbreitet. Ab 2007 soll das Zertifikat zur Aufnahme in ein IUFM
obligatorisch sein.

2 • Die Einrichtung eines Certificat informatique et internet für die Lehrkräfte in den IUFM soll
im Verlauf des Schuljahres 2004 – 2005 getestet werden. Die IUFM, die sich der Bedeutung des C2i
für die Ausbildung ihrer Referendare bewusst sind, zeigten sich äußerst aufgeschlossen gegenüber
einer Testphase dieses C2i (23 von 31 IUFM).

2007 wird dieses C2i Niveau 2 „Enseignant” obligatorisch für die Anerkennung des Abschlusses
bei Verlassen eines IUFM. Ein C2i Niveau 2 „Métiers du Droit“ wird zudem im Verlauf des Jahres
2005 -2006 in freiwillig teilnehmenden Universitäten erprobt.

3 • Die Ausbildung des Personals, insbesondere der IUFM-Ausbilder, aber auch des Hochschul-,
Prüfungs- und Direktionspersonals läuft seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit den anderen
Ressorts des Ministeriums, der ESEN (École Supérieure de l’Éducation Nationale) und der CDIUFM
(Conférence des Directeurs d’IUFM). Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der
anderen SDTICE-Programme.

Die allgemeine Verbreitung der kontinuierlichen Fortbildung des gesamten Personals gründet sich auf
die Entwicklung von Online-Hilfsmitteln für das Selbststudium und neue Ausbildungsstrategien, die
sich auf die IKT stützen (Plattform für den virtuellen Klassenraum, Online-Schaltungen für
Versammlungen und Fern-Teamwork usw.).




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                     Internet für alle
             Programm „Qualität, Aktualität und
                      Verbreitung’’

H        ierbei handelt es sich um ein fachübergreifendes Begleitprogramm zur Projektleitung und
Unterstützung der von der SDTICE durchgeführten Maßnahmen. Es steht in logischem
Zusammenhang mit der Neuformulierung der Finanzgesetzgebung (LOLF). Mit der Einrichtung einer
Matrizenstruktur und einer Untergliederung in Projekte, ermöglicht die Transparenz der SDTICE-
Projekte und ihrer Abwicklung eine gute interne Kommunikation.

Ziele:
• Verbesserung der Projektleitungsmethoden
• Einrichtung eines dokumentarischen und methodischen Bezugssystems
Maßnahmen:
1 • Definition und Engagement für ein Qualitätssystem, um eine Methodik und gemeinsame
Arbeitswerkzeuge bereitzustellen und den Informationenfluss innerhalb der Fachausschüsse zu
harmonisieren

2 • Leitung des Zentrums für Multimediaressourcen und der Website EDUCNET, um über die
Maßnahmen des Ministeriums zu informieren, die pädagogische Praxis zu erleichtern und Foren für
die IKT im Bildungsbereich bereitzustellen

3 • Gewährleistung eines aktuellen technologischen Stands mit der Organisation von Seminaren über
aktuelle Themen und die technische Entwicklung

4 • Ausbildung zur Projektleitung

5 • Erarbeitung von Steuerungsmitteln und Gradmessern




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   Organigramm der DUI und dem
             SDTICE
                      Delegierter und Vizedirektor: Benoît Sillard
             Stellvertretende Vizedirektorin: Béatrice du Lau d’Allemans




Netz CTICE Béatrice du Lau 99 25
Netz Grundschulwesen
Netz Höheres Schulwesen M-Christine Milot 81 28
Netz Universitäten Jean-Pierre Nougier 86 28
Netz Öffentlich/Privat Pierre Pérez 99 69
Netz Körperschaften François Bocquet 0662364404
Netz Europa/intern. Odile de Chalendar 80 06 gemeinsam mit SDTICE und DUI: Delegation

Kommunikation Geneviève Cuisset 98 32 Finanzgruppe Catherine Capradossi 85 18

Generalsekretär: Pierre Pérez 99 69
Programm 1 „Jugendliche und Familien” Leiter: Pierre Pérez: 99 69 Missionsbeauftragter: Bernard
Descargues: 99 21 Stellvertreter: Christian Vanin: 80 04

B1 Abteilung „Nutzung und Dienste“ Leiter: Daniel Richard 80 50
Programm 2 „Infrastrukturen und Dienste” Leiter: Alain Béthuys: 80 03 Stellvertreter: Nicolas Chung:
82 27
Programm 4 „Nutzungsmöglichkeiten der IKT im Bildungsbereich” Leiter: Daniel Richard: 80 50
Stellvertreterin: Marie-Christine Milot: 81 28

B2 Abteilung „Digitale Ressourcen“ Leiter: Gilles Braun 80 29
Programm 3 „Digitale Ressourcen” Leiter: Gilles Braun: 80 29 Stellvertreter: Alain Dermbert: 81 36

B3 Büro „Ausbildung, IKT und Qualität” Büroleiter: Jean-Paul Bellier 88 72
Programm 5 „IKT-Ausbildung im Bildungsbereich und Betreuung” Leiter: Jean-Paul Bellier: 88 72
Programm 6 „Qualität, Aktualität und Verbreitung” Leiter: Jean-François Pillou: 81 43


Hinweis: Alle Telefonnummern beginnen mit +33 (0)1 55 55 gefolgt von den 4
angegebenen Ziffern. Alle E-Mail-Adressen sind in folgender Form angegeben:
prenom-compose.nom@education.gouv.fr




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Liste der Abkürzungen
ADF Association des Départements de France (http://www.departement.org) (Vereinigung der
französischen Departements)

ADSL Asymetric Digital Subscriber Line

AFNOR Association Française de NORmalisation (Französische Gesellschaft für Normung)

AMF Association des Maires de France (Verband der Bürgermeister Frankreichs)
(http://www.amf.asso.fr)

B2i® Brevet informatique et internet (Abschlusszeugnis Informatik und Internet an Schulen)
(http://www.educnet.education.fr/formation/B2i.htm)

BOEN Bulletin Officiel de l’Éducation Nationale (offizielles Mitteilungsblatt des Bildungswesens)
(http://www.education.gouv.fr/bo/)

C2i® Certificat informatique et internet (Zeugnis Informatik und Internet an Hochschulen)
(http://www.educnet.education.fr/formation/C2i.htm)

CDDP Centre Départemental de Documentation Pédagogique (Dokumentationszentrum für das
Bildungswesen des Departements)

CERIMES CEntre de Ressources et d’Information sur les Multimédias pour l’Enseignement Supérieur
(http://www.cerimes.education.fr) (Zentrum für Ressourcen und Informationen zu Multimedia im
Hochschulwesen

CISI Comité Interministériel pour la Société de l'Information (Interministerielles Komitee für die
Informationsgesellschaft)

CNDP Centre National de Documentation Pédagogique (Nationales Dokumentationszentrum für das
Bildungswesen) (http://www.cndp.fr)

CNED Centre National d’Enseignement à Distance (Nationales Zentrum für Fernunterricht)
(http://www.cned.fr)

CNOUS Centre National des Oeuvres Universitaires et Scolaires (Nationales Zentrum für universitäre
und schulische Werke) (http://www.cnous.fr)

CNS Canal Numérique des Savoirs (http://www.cns-edu.net/) (Verzeichnis elektronischer
Bildungsinhalte)

CRDP Centre Régional de Documentation Pédagogique (Regionales Dokumentationszentrum für das
Bildungswesen) (http://www.cndp.fr)

DPMA Direction des Personnels, de la Modernisation et de l’Administration du MENESR (Ressort
Personal, Modernisierung und Verwaltung im französischen Bildungsministerium)

DT Direction de la Technologie du MENESR (Technikressort im Bildungsministerium)



                                                  20
DUI Délégation aux Usages de l’Internet (http://www.delegation.internet.gouv.fr) (Delegation zur
Internetnutzung)

ENS Espace Numérique des Savoirs (http://www.educnet.education.fr/res/ens.htm) (elektronische
Wissensdatenbank)

ENT Espace (Environnement) Numérique de Travail (http://www.educnet.education.fr/equip/ent.htm)
(elektronischer Arbeitsplatz, elektronisches Arbeitsumfeld)

EPLE Établissement Public Local d’Enseignement (Collège, Lycée) öffentliche lokale
Bildungseinrichtung (Collège, Lycée)

EPN Espace Public Numérique (http://delegation.internet.gouv.fr/acces/index.htm), öffentliche
Internet-Zugangsstelle

ESEN Ecole Supérieure de l’Education Nationale (http://www.esen.education.fr/) (staatliche
Hochschule)

IUFM Institut Universitaire de Formation des Maîtres (Universitätsinstitut für Lehrerausbildung)
(http://www.iufm.fr)

KNE Kiosque Numérique de l’Éducation (http://www.kiosque-
edu.com/frontoffice/pages/Accueil.aspx)
(Verzeichnis elektronischer Bildungsinhalte)

MAPI Mission d’Accès Public à l’Informatique, l’Internet et au Multimédia (Mission für den
öffentlichen Zugang zu Informatik, Internet und Multimedia)

MENESR Ministère de l’Éducation Nationale, de l’Enseignement Supérieur et de la Recherche
(http://www.education.gouv.fr) (Ministerium für Bildung, Hochschule und Forschung)

PIM Passeport Internet et Multimédia (http://delegation.internet.gouv.fr/pim/index.htm)

RESO/2007 plan pour une RÉpublique numérique dans la SOciété de l’information, Plan „Für eine
digitale Republik in der Informationsgesellschaft“ (http://www.internet.gouv.fr)

RIP Reconnu d’Intérêt Pédagogique Gütesiegel „Von anerkannt pädagogischem Interesse“
(http://www.educnet.education.fr/res/projets.htm)

SCEREN Services Culture, Éditions, Ressources pour l’Éducation Nationale (CNDP-CRDP-CDDP)
(Kultur-, Verlags- und Ressourcendienst für das staatliche Bildungswesen)

SCHENE SCHéma de l’Édition Numérique pour l’Éducation (Rahmenplan für digitale Editionen für
das Bildungswesen) (http://www.educnet.education.fr/res/schene.htm)

SDTICE Sous-Direction des Technologies de l’Information et de la Communication pour l’Éducation
(Ausschuss Informations- und Kommunikationstechnik für die Bildung)
(http://www.educnet.education.fr)

WSIS World Summit for the Information Society, Weltgipfel für die Informationsgesellschaft
(http://www.internet.gouv.fr/rubrique.php3?id_rubrique=329)

TIC(E) Technologies de l’Information et de la Communication (pour l’Enseignement), Informations-
und Kommunikationstechnik (IKT)(für die Bildung)



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TOS Personnels Techniques, Ouvriers et de Services (Technisches, Bedienungs- und Service-
Personal)

UNR Université Numérique en Région (http://www.educnet.education.fr/superieur/unr.htm) (regionale
Online-Universität)

UNT Université Numérique Thématique (http://www.educnet.education.fr/superieur/unt.htm) (Online-
Universität)

Wi Fi Wireless Fidelity (Bezeichnung eines amerikanischen Wirtschaftskonsortiums, die WiFi-
Alliance) (http://www.educnet.education.fr/dossier/wifi/default.htm)




Internet für alle
Programme und Projekte
„Internet als Gemeingut“
Laptop-Operationen
Nutzungsanleitung für High-Speed
Impulse zur Entwicklung der Infrastrukturen und Ausrüstungen
Förderung der Charta NET PUBLIC und öffentlicher Internet-Zugangsstellen
Passport Internet et Multimedia
Ausbilder
Ausbau der Ausbildungsmaßnahmen
Erfassung und Bekanntmachung öffentlicher Internet-Nutzungsmöglichkeiten
Durchsetzung der Ethikgrundsätze und Sicherheitspraktiken
Ausweitung auf internationale Ebene (2. Phase des Weltgipfels für die
Informationsgesellschaft: WSIS)
Charta der Rechte im Internet
Sicherheit der Minderjährigen
Wissensnetze
Programm „Jugendliche und Familien”

Rahmenplan – SCHéma de l’Édition Numérique pour l’Éducation
Förderung der digitalen Editionen für Schulen und Universitäten
ENS – Espace numérique des savoirs
Förderung der nationalen Prioritäten
„Lesen lernen”
„PrimLangues” (Spracherwerb in der Grundschule)
„Verkehrssicherheit”
Programm “Ausbildung IKT und Begleitung”

B2i – Brevet informatique et internet
C2i Certificat informatique et internet
IKT-Ausbildung im Bildungsbereich und Betreuung der Ausbilder
IKT-Ausbildung im Bildungsbereich und Betreuung des Hochschulpersonals
IKT-Ausbildung im Bildungsbereich und Betreuung des Betreuungspersonals
NEF Nouveaux environnements pour la formation


                                               22
Programm „Ausbildung in den IKT und Betreuung”

Programm „Infrastrukturen und Dienste”
Infrastrukturen
Entwicklungsplan für Infrastrukturen
S2i2e Service Internet/Intranet in Schuleinrichtungen
Sicherheit der Informationssysteme
Schutz der Minderjährigen
Normen und Standards
Elektronische Arbeitumgebungen (oder -plätze)
SNET Schéma Directeur des Environnement de Travail
ENT Environnements Numériques de Travail
UNR Universités Numériques en Région
Elektronische Arbeitsumfelder in der Hochschulbildung
Elektronische Arbeitsumfelder in der Hochschulbildung

Betreuung der Benutzer
Unterstützung der IKT-Benutzer
Aufgaben und Berufe des Personals für die Entwicklung der IKT-Nutzung im
Bildungsbereich

Programm „Nutzungsmöglichkeiten der IKT im Bildungsbereich”
IKT im Grundschulewesen
IKT im Höheren Schulwesen
IKT an Hochschulen
UNT Universités Numériques Thématiques
Medienwissenschaft
Ingenieurwesen
Jura
Betriebswirtschaft
Geophysik
Sprachen
Mensch-Maschine-Schnittstelle

Programm „Qualität, Aktualität und Verbreitung”
Aufstellung eines Qualitätsmaßstabs
Websites
Educnet
Delegation zur Internetnutzung
Mineurs.fr
Portal Science.gouv.fr
CRM Zentrum für Multimedia-Ressourcen
CICO Interne Koordinierungs- und Organisationsgruppe
Technischer Support




                                           23
Delegation zur Internetnutzung

Ausschuss Informations- und
Kommunikationstechnik
für die Bildung

Thematik
Informations- und
Kommunikationstechnik
Titel des Dokuments
„INTERNET FÜR ALLE”
Informations-
und Kommunikationstechnik
in Schule und Gesellschaft

Herausgeber
Delegation für die Internetnutzung
Ressort Technologie

Kontakt
comtice@education.gouv.fr
Herausgabe
September 2004
Weitere Informationen:
www.educnet.education.fr
www.delegation.internet.gouv.fr
Fotos
Ariane Corelli
Realisierung
DVI Communication
                                 Internet für alle – Die IKT in Schule und Gesellschaft




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DOCUMENT INFO