Seite 17: Weitere Projektunterlagen by hiddenstash

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Onlineanhang zur Diplompublikation "Hidden Stash / Politsong 2011" von Remo H�berli, Institut HyperWerk HGK, FHNW, August 2011

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									         	 		 	     &	Politsong	2011

           Onlineanhang zur Diplomdokumentation,
                                        Seite 17

                     Sammlung Projektunterlagen
                                   Remo Häberli




	 		 	
02   �������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������   onlineanhang	-	sammlung	Projektunterlagen




                                                                                          onlineAnhAng
Diplomdolumentation S. 17
                                                                                           sAMMlUng	weiterer	ProJeKtUnterlAgen

                                                                                           Aushänge der Austellung, OpenHouse,
                                                                                           Institut HyperWerk, 14.Januar 2011




                                                                                            hiddenstash.ch
                                                                                                                                                                                    Hidden Stash – The Network Music Company
                                                                                            clapped.ch
                                                                                            select-start.ch                                                                         Im Team entwickeln wir ein Geschäftsmodell für den Bereich
                                                                                            hyperwerk.ch                                                                            der Produktion (Recording bis Mastering, Promo, visuelle Ge-
                                                                                                                                                                                    staltung, Eventorganisation, Booking, Manager).
                                                                                            PROJECT BACKGROUND:

                                                                                            Technologische und gesellschaftli-                                                      Durch Einbinden der einzeln aufgebauten Netzwerke unserer
                                                                                            che Entwicklungen haben dazu                                                            Mitstreiter kann so ein nachhaltiges Wachstum erfolgen, das
                                                                                            geführt, dass Künstler immer öfter                                                      im eigentlichen Sinne als Geschäftsmodell nicht kopierbar ist.
                                                                                            neue Wege suchen um mediale
                                                                                            Aufmerksamkeit zu erregen oder
                                                                                                                                                                                    Das führt dazu, dass die Qualität der Arbeit automatisch in
                                                                                            ihre Musik direkt der breiten Masse
                                                                                            verfügbar und bekannt zu machen.                                                        den Vordergrund gerückt wird und somit weniger die einzelnen
                                                                                                                                                                                    Personen als Dienstleister im Zentrum stehen.
                                                                                            Der Weg über einen Plattenkonzern
                                                                                            scheint in Zeiten von sozialen Netz-Wir sind überzeugt, dass die Vorbehalte sich vertraglich zu
                                                                                            werken und Informationsplattformen
                                                                                                                                etwas zu verpflichten in Zukunft grösser werden. Hunderte von
                                                                                            unwichtiger als je zuvor.
                                                                                                                                mehr oder weniger innnovativen Modellen bieten jedem die
                                                                                            Diese Entwicklungen dürfen aber     Möglichkeit, ohne grossen Aufwand von einer grossen Masse
                                                                                            auch im physikalischen Entstehun-   gehört zu werden. Da aber nicht jeder Künstler ein Allrounder
                                                                                            gsprozess eines zu vermarktenden    ist, sehen wir es als zukunftsweisend, ihm die Arbeit anzubi-
                                                                                            Produkts nicht ausser Acht gelassen
                                                                                                                                eten, die er selbst nicht ausführen kann oder nicht ausführen
                                                                                            werden.
                                                                                                                                will.
                                                                                            Zudem ist es auch für “klassische”
                                                                                            Labels unabdingbar, vorhandene                                                          Da dies als reine Dienstleistung geschieht geht der Kunde
                                                                                            Arbeitsabläufe und Vertriebstrat-                                                       keine langwierigen vertraglichen Verpflichtungen ein und bleibt
                                                                                            egien zu überdenken, neue Ge-
                                                                                                                                                                                    in seinen Entscheidungen frei und uneingeschränkt. Mit der
                                                                                            schäftsmodelle zu erkunden und
                                                                                            gegebenenfalls den aktuellen Trends                                                     Ausnahme von Auftragskompositionen ist Hidden Stash auch
                                                                                            anzupassen.                                                                             für die zukünftig hitzigen Diskussionen betreffend Urheber-
                                                                                                                                                                                    und Verlagsrechten gewappnet und kann allfällige Veränder-
                                                                                                                                                                                    ungen im System jederzeit auf das Geschäftsmodell anwen-
                                                                                            Im Rahmen meiner mittlerweile
                                                                                                                                                                                    den. Durch unsere vernetzte Infrastruktur lönnen Ressourcen
                                                                                            10jährigen Tätigkeit im Bereich
                                                                                            der Musikproduktion und Ton-                                                            gemeinsam genutzt werden. Zudem wird durch die aktive
                                                                                            technik beschäftige ich mich am                                                         Auseinandersetzung mit den einzelnen Aufträgen jeweils ein
                                                                                            Institut HyperWerk der Hochschule                                                       verhältnismässiger Produktionsprozess gestaltet, der sowohl
                                                                                            für Gestaltung und Kunst in Ba-                                                         Anspruch, Qualität aber auch die finanziellen Möglichkeiten
                                                                                            sel mit aktuellen und zukünftigen
                                                                                                                                                                                    und die Fähigkeiten des Kunden berücksichtigt.
                                                                                            Wertschöpfungsmöglichkeiten der
                                                                                            Musikindustrie.
                                                                                                                                                                                    Diese individuelle Prozessgestaltung führt zu einer stärkeren
                                                                                            Meine Forschung- und Diplomarbeit                                                       Auseinandersetzung des Künstlers mit seinem Projekt. Durch
                                                                                            gliedert sich in zwei Hauptbereiche.                                                    Einbinden des Netzwerks können zudem auch Hi-End-Dien-
                                                                                            Einerseits der Aufbau des Ge-
                                                                                                                                                                                    stleistungen angeboten werden, was wiederum denen, die
                                                                                            schäftsmodells und andererseits die
                                                                                            Förderung des Dialog zwischen allen                                                     Hi-End Dienstleistungen anbieten können hilft, weitere Jobs zu
                                                                                            Akteuren der Musikindustrie, den                                                        akquirieren um so ihre Infrastruktur zu ammortisieren und ihr
                                                                                            Hidden Stash Playgrounds.                                                               Netzwerk zu vergrössern.
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        Hidden Stash – The Network Music Company
        Im Team entwickeln wir ein Geschäftsmodell für den Bereich der Produktion (Recording
        bis Mastering, Promo, visuelle Gestaltung, Eventorganisation, Booking, Management).

        Durch Einbinden der einzeln aufgebauten Netzwerke unserer Partner und Mitarbeiter
        kann so ein nachhaltiges Wachstum erfolgen, das im eigentlichen Sinne als Geschäfts-
        modell nicht kopierbar ist, sondern über einen längeren Zeitraum aufgebaut wird.

        Dementsprechend steht von Anfang an die Qualität des Outputs im Zentrum und weniger
        das Verkaufstalent oder die unverhältnismässigen Preise eines einzelnen Dienstleisters.

        Wir sind überzeugt, dass vor allem bei Bands und professionellen Musikern die Vorbe-
        halte sich vertraglich zu etwas zu verpflichten in Zukunft grösser werden.

        Hunderte von mehr oder weniger innnovativen Modellen bieten jedem die Möglichkeit,
        ohne grossen Aufwand von einer grossen Masse gehört zu werden. Da aber nicht jeder
        Künstler oder Auftrageber ein Allrounder ist, sehen wir es als zukunftsweisend, ihm die
        Arbeit anzubieten, die er selbst nicht ausführen kann oder nicht ausführen will.

        Da dies als reine Dienstleistung geschieht geht der Kunde keine langwierigen vertragli-
        chen Verpflichtungen ein und bleibt in seinen Entscheidungen frei und uneingeschränkt.
        Mit Vorbehalten bei Auftragskompositionen ist Hidden Stash auch für die zukünftig hitzi-
        gen Diskussionen betreffend Urheber und Verlagsrechten gewappnet und kann allfällige
        Veränderungen im “System” jederzeit auf den Geschäftsbetrieb anwenden.

        Nebst einem Hauptquartier im Aufbau verfügt Hidden Stash vor allem über eine breit ver-
        netzte Infrastruktur. Zudem wird durch die aktive Auseinandersetzung mit den einzelnen
        Aufträgen jeweils ein verhältnismässiger Produktionsprozess gestaltet, der sowohl
        Anspruch, Qualität aber auch die finanziellen Möglichkeiten und die Fähigkeiten der
        Band, des Sängers und des Kunden aus der Privatwirtschaft berücksichtigt.

        Diese individuelle Prozessgestaltung führt zu einer stärkeren Auseinandersetzung des
        Künstlers/Kunden mit seinem Projekt. Durch Einbinden unseres Netzwerks können zu-
        dem auch Hi-End-Dienstleistungen angeboten werden, was wiederum denen, die Hi-End
        Dienstleistungen anbieten können hilft, weitere Jobs zu akquirieren um so ihre Infrastruk-
        tur zu ammortisieren und ihr Netzwerk zu vergrössern.
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                                         HINTERGRUND DES PROJEKTS

                                         Technologische und gesellschaftliche Entwicklungen haben dazu
                                         geführt, dass Künstler immer öfter neue Wege suchen um mediale
                                         Aufmerksamkeit zu erregen oder ihre Musik direkt der breiten Masse
                                         verfügbar und bekannt zu machen.

                                         Der direkte Weg über einen Plattenkonzern scheint in Zeiten von sozialen
                                         Netzwerken und Informationsplattformen unwichtiger als je zuvor. Diese
                                         Entwicklungen dürfen aber auch im physikalischen Entstehungsprozess
                                         eines zu vermarktenden Produkts nicht ausser Acht gelassen werden.

                                         Zudem ist es auch für “klassische” Independent-Labels unabdingbar,
                                         vorhandene Arbeitsabläufe und Vertriebstrategien zu überdenken, neue
                                         Geschäftsmodelle zu erkunden und gegebenenfalls den aktuellen Trends
                                         anzupassen.

                                         Im Rahmen meiner mittlerweile zehnjährigen Tätigkeit im Bereich der
                                         Musikproduktion und Tontechnik und nach vielseitigen Erfahrungen im
                                         Berich der TV-Produktion beschäftige ich mich am Institut HyperWerk
                                         der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel mit aktuellen und
                                         zukünftigen Wertschöpfungsmöglichkeiten der Musikindustrie.

                                         Meine Diplomarbeit gliedert sich in zwei Hauptbereiche. Einerseits der
                                         Aufbau des Geschäftsmodells und andererseits die Förderung des Dia-
                                         logs zwischen allen Akteuren der Musikindustrie, um gemeinsam neue
                                         Strategien zu entwickeln, die Prognosen von Veränderungen miteinbezie-
                                         hen.




                                         Remo Häberli, Diplomjahrgang 2011 DIECI, Institut HyperWerk HGK FHNW
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      Recording Industry On Internet Music Downloads
      Quelle: 12.1.2011, 16:44: http://www.thebacklinkspeople.com/recording-industry-on-internet-music-downloads/



      JANUARY 9, 2011 BY BACKLINKS

      Music listening has been a relaxing pass time for people since the beginning of human existence.
      In bygone years, people had to buy compact disks to get their music, recently, it is simple and
      convenient to not only listen to your favorite music for but you download it for your future listen-
      ing pleasure. From the viewpoint of the consumer, this is very simple and convenient. However,
      from the music industry perspective, this has created a dilemma as sales continue to decline.

      Nowadays, you can get free music by simply logging on to the internet and finding websites that
      let you listen and download your favorite hits. The internet is available just about everywhere. It
      is rare to find someone who does not make use of it. We all use it for different reasons. One of
      which is to listen to internet radio. Some internet radio sites offer live streaming of music while
      others also feature free music download. Now, this presented a problem. The files associated
      with this music are copyright, and they are often disseminated without the express permission of
      their owner.

      Who did not hear about the lawsuits filed by the Recording Industry Association of America or the
      RIAA? These charges were levied against internet users from all stratas of life. Its goal is not only
      to preserve the integrity of the copyright materials but most importantly augment the declining
      music industry sales. After coming to the conclusion that their efforts were not fruitful, the RIAA
      altered their tactics and halted their practice of suing individual internet users.

      Some of these law suits are still proceeding, however, efforts are now focused in a different di-
      rection. Instead of pursuing individual internet users, a letter of complaint is being issued to the
      internet service provider of suspected offenders. This enables the enforcement of music copy-
      right increasingly efficient. Certainly, you cannot download any music files without an internet
      connection, consequently, if you are blocked from accessing these sites by your internet service
      provider, you won’t have the ability to download these files any longer. Cooperating with internet
      service providers is an order of magnitude easier than pursuing individuals in court. This effort
      has enabled the RIAA to filter out common users from the list of illegal copyright violators. Much
      of this music is obtained from an internet radio station.

      The fact that the RIAA initiatives to stop music piracy and copyright infringement did not seem to
      work at all, the supreme court was compelled not to review the case. This decision has triggered
      another action from the RIAA. Instead of pursuing users who download music files, they have
      decided to pursue only users who have uploaded in excess of 1000 files. This means that even if
      you download copyright materials, you are safe from charges as long as you will not upload these
      files for someone else’s benefits.
      There is no doubt that illegal music downloading is having an adverse effect on the music indus-
      try. With the advent of internet radio and music download web sites, there needs to be a clearer
      understanding of which actions constitute copyright infringement.
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                                 Music sales in 2010 show little if no upward movement
                                 Quelle: 11.1.2011, 19:24: http://talkingdigital.wordpress.com/2011/01/09/music-sales-in-2010-show-little-if-no-upward-move-
                                 ment-2/

                                 Publiziert am 9.1.2011

                                 Throughout the last decade digital has been a friend and also an enemy to the recording industry.
                                 A friend in that digital sales had been growing strongly in unit terms, but an enemy in that digital was also
                                 the channel that allowed music to be freely exchanged without any money changing hands.
                                 And whilst the Internet has no doubt helped significantly build the live music economy over the last de-
                                 cade it hasn’t as yet translated to a sizeable revenue jump for the recording industry in the same period.
                                 Recently released 2010 sales numbers from both the UK and US further demonstrate this.

                                 US album sales dropped 13% in 2010 (down to 326m from 374m in 09) and overall volume sales (physi-
                                 cal and digital, albums and singles) dropped 2.5%. Digital track sales were steady at 1.17 billion units, but
                                 this does little to offset the losses incurred from a significant drop in album sales. Albums are traditionally
                                 where labels make their money, whereas singles serve generally as a marketing tool.

                                 2010 marks the first year in the US digital sales haven’t grown at double digital or near double digital per-
                                 centages.

                                 In the US (like Australia) digital sales increases are not offsetting physical sales decreases. In fact, the gap
                                 is widening. So, if the Internet is allowing people to listen to more music than ever before (as is the com-
                                 mon consensus) this is not translating in revenue for the labels.
                                 The UK numbers aren’t any better. Overall album sales dropped 7% despite a 30% increase in digital al-
                                 bum sales. In 2010 119m albums sold, compared to 128.9m in 2009 and 154.7m in 2006.

                                 Single sales were up, hitting 161.8m in 2010, a 5.9% increase. Overall sales volume year on year was
                                 steady. However, the figure isn’t one to celebrate. For every album format that didn’t sell, a single format
                                 did. However, you generally make 10-12x the revenue on an album than on a single … so for every $10
                                 lost only $1 was found.

                                 Australian 2010 numbers aren’t out yet, but the 2009 numbers were promising. Unit sales were up signifi-
                                 cantly (due to a large increase in the ‘digital other’ category which includes ringtones and other ‘one off
                                 payments’), and total revenue for the same period was up $18m to $446m. If Australia follows in the same
                                 direction as the UK has in 2010, it will be difficult to avoid a sizeable revenue dip. A 7% album sales drop
                                 would result in a revenue decrease of approx. $23-25m. Even if single sales are up 10% this would only
                                 plug $3.5m of the gap.

                                 The likely result – lost revenue of anywhere from $20-$22m and a 5% year on year dip for 2010.

                                 The question the labels want answered is – can the Internet and its alternative revenue models (stream-
                                 ing models, all you can eat models) not only salvage any losses but steadily build revenue over time for
                                 the labels? Or is it too late and has the music market become more about live performance than recorded
                                 music?

                                 It’s hard to say. But the live concert market in Australia (and globally) is significant in scale. The music fes-
                                 tival market alone would be worth $150-230m in annual revenue alone in Australia, and a large tour with a
                                 marquee act in this territory can gross revenue around $12-15m. The live music industry in Australia would
                                 now be significantly larger than the recording industry.

                                 At the same time, an album that goes double platinum in this country is lucky to generate $2.8 in total
                                 revenue.
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       US Supreme Court macht Weg für Kartellklage gegen Musikindustrie frei
       Quelle: 11.1.2011, 21:10: http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Supreme-Court-macht-Weg-fuer-Kartellklage-gegen-Musi-
       kindustrie-frei-1167343.html

       Publiziert am 10.01.2011 19:56




       Der oberste US-Gerichtshof hat den Weg für eine Kartellklage gegen die “Big Four”
       der Musikbranche endgültig frei gemacht. Der US Supreme Court wies einen letz-
       ten Einspruch der vier beklagten Labels zurück, berichtet die Wirtschaftsnachrich-
       tenagentur Bloomberg am Montag. Demnach kann das Verfahren gegen Sony Mu-
       sic, Vivendi-Universal, Warner Music und EMI mit der Beweisaufnahme beginnen.

       Den Unternehmen wird vorgeworfen, sich in den Anfangszeiten des Online-Musik-
       vertriebs über das Internet bei den Preisen für Musikdownloads abgesprochen zu
       haben. Dabei geht es unter anderem um die vor einigen Jahren von den “Big Four”
       initiierten Plattformen Pressplay und MusicNet. Von den Tochterunternehmen sollen
       sich die Labels jeweils in Nebenabsprachen garantiert haben lassen, dass sie keine
       schlechteren Konditionen erhalten als andere Rechteinhaber. Darüber hinaus sollen
       sich die Labels auf Großhandelspreise für Musikdownloads verständigt haben.

       In dem Verfahren sind verschiedene Klagen aus den Jahren 2005 und 2006 zusam-
       mengefasst. 2008 war die Klage von einem New Yorker Bundesgericht in erster In-
       stanz abgewiesen und das Verfahren eingestellt worden. Ein Berufungsgericht hatte
       allerdings befunden, die Vorwürfe seien plausibel genug und die Fortführung des
       Verfahrens angeordnet. Den dagegen von den Labels eingelegten Einspruch wies
       der Supreme Court nun zurück. (vbr)
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                                 Kitas sollen an die GEMA zahlen
                                 Quelle: 12.1.2011, 13:15: http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/Kitas-sollen-an-die-GEMA-zahlen/29886

                                 Publiziert am 10.01.2011




                                 Jungpolitiker fordern Neuregulierung für die Kinder- und Jugendstätten im Land

                                 Die Musikindustrie hat eine neue Einnahmequelle entdeckt: Kinder- und Jugendein-
                                 richtungen. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Ver-
                                 vielfältigungsrechte (GEMA) hat jetzt bundesweit Einrichtungen angeschrieben. Wer
                                 Liedtexte kopiert oder öffentliche Aufführungen plant, der soll auch zahlen.

                                 Für bis zu 500 Kopien würden 56 Euro, bis 1.000 Kopien seien es 112 Euro, bis
                                 1.500 Kopien 168 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer fällig. In Anbetracht dessen
                                 müssten die Erzieherinnen und Erzieher dokumentieren, welches Lied wann gesun-
                                 gen wurde und wie viele Kopien angefertigt worden sind.

                                 “Aus unserer Sicht ist die Bildung und Erziehung von Kindern eine sehr anspruchs-
                                 volle und zukunftsweisende Aufgabe sowie Herausforderung zugleich, welche nicht
                                 durch einen bürokratischen Mehraufwand belastet werden darf”, erklärte Kevin
                                 Müller, kommunalpolitischer Sprecher der Jusos Sachsen-Anhalt. “Dazu kommt die
                                 finanzielle Belastung für die Kinder- und Jugendeinrichtungen und somit auch für
                                 die Kommunen, welche wir scharf ablehnen.” Die finanzielle Situation der Städte
                                 und Gemeinden sei durch die Finanzkrise bereits prekär und dürfe nicht durch weit-
                                 ere zusätzliche Ausgaben verschlechtert werden. “Folglich fordern wir die Bundes-
                                 regierung auf, die Kindertagesstätten von den GEMA-Gebühren zu befreien und
                                 die hierfür notwendigen gesetzlichen Vorkehrungen zu treffen. Wir wollen weiterhin
                                 lachende, singende und fröhliche Kinder in unseren Kindertagesstätten.”
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 Saftige Geldstrafen - Justiz startet Grossangriff auf die Raubkopierer
 Quelle: 12.1.2011, 16:16: http://www.express.de/ratgeber/digital/justiz-startet-grossangriff-auf-die-raubkopier-
 er/-/2492/5117270/-/index.html
 Publiziert am 09.01.2011

 Hunderttausende bekommen derzeit Post. Es geht um illegale Downloads aus dem Internet und um
 Abmahngebühren von bis zu 20 000 Euro. Dann kommt die Unsicherheit: Habe ich so etwas mal
 gemacht? Vielleicht meine Kinder? Die Justiz hat schon Personal aufgestockt, um der Flut von Anträgen
 und Verfahren Herr zu werden. Und immer mehr werden zur Kasse gebeten.

 Ilona C. (22, alle Namen geändert) gefällt „Somewhere over the Rainbow“. Deshalb hat sie das Lied aus
 dem Netz heruntergeladen. Jetzt soll sie 450 Euro dafür zahlen. Genau wie Peter Z. (54), bei dem Sohn
 Nick (13) der Übeltäter war. Und Damian P. (34), der das Lied nicht mag, noch nie etwas „gesaugt“ hat und
 auch keine Verwandten hat, die so etwas tun.

 Sie alle sind von der gigantischen Abmahnwelle erfasst worden, die Anwälte im Auftrag der Plattenfirmen
 lostreten. „Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Betrugsmasche“, sagt Christian Solmecke, Fachan-
 walt für Urheberrecht aus Köln. Er vertritt Betroffene. „In vielen Fällen sind die Forderungen berechtigt,
 aber die Höhe ist vollkommen überzogen. “

 Tauschbörsen überwacht

 Wie kommen die Anwaltskanzleien auf die Anschlussinhaber? „Die Plattenfirmen lassen Tauschbörsen wie
 Kazaa oder Emule im Internet überwachen, auf denen illegal urheberrechtlich geschützte Werke herun-
 tergeladen werden können“, so Solmecke.
 Sie sichern Computeradressen (IP-Adressen) mit einer Software. So gingen auch Ilona C. und Nick Z. ins
 Netz.

 Doch das Programm macht Fehler, deshalb werden auch Unschuldige wie Damian P. zur Kasse gebeten.
 Die Anwälte der Musikindustrie beantragen die Herausgabe der Anschlussinhaber - die bekommen Post.
 Köln ist das Epizentrum der Abmahnwelle: Eine Vielzahl der Anträge landet hier, weil der größte Provider,
 die Telekom, in den Zuständigkeitsbereich des Landgerichts Köln fällt. „2009 hatten wir um die 500 An-
 träge pro Monat“, sagt Gerichtssprecher Dirk Eßer, „2010 waren es schon 1000.“

 6000 Euro Strafe pro Lied

 Hinter jedem einzelnen Antrag stecken Tausende Verbraucher. Angesichts der Flut mussten allein in Köln
 zehn neue Richter eingestellt werden. Die Provider geben nach Gerichtsbeschlüssen mehrere Millionen IP-
 Adressen pro Jahr heraus.

 Warum wird gerade jetzt so viel abgemahnt? „Weil immer mehr Anwaltskanzleien im Auftrag der Musikin-
 dustrie Adressen ermitteln“, sagt Eßer. „Vor zwei Jahren waren es deutschlandweit zwei bis drei, heute
 sind es zwei Dutzend.“
 Zum Jahresende kamen außerdem besonders viele Briefe, um eine Verjährung zu verhindern. „Die Aus-
 wertung der IP-Adressen und die Beantragung der Herausgabe, die seit 2008 möglich ist, dauert lange“,
 sagt Christian Solmecke. „Einige Verstöße aus 2008 werden jetzt erst geahndet.“

 Die Abmahnung kostet Geld. 15 Euro pro Lied sind genauso möglich wie 200 Euro, das jeweilige Gericht
 entscheidet. Wer die kompletten Top 100 getauscht hat, muss mit bis zu 20000 Euro rechnen. Kommt es
 zum Prozess, sind bis 6000 Euro Strafe pro Titel drin. Eine Vielzahl der Verfahren wird vor dem Landgericht
 Köln verhandelt. „Es gilt als besonders streng“, sagt Solmecke.

 Wer tatsächlich „gesaugt“, seinen Zugang nicht ausreichend geschützt hat oder wessen Kinder illegal
 heruntergeladen haben, muss zahlen. Anwälte können aber zumindest die Höhe der Forderungen herun-
 terschrauben, damit der vermeintlich kostenlose Ohrwurm nicht zum finanziellen Ruin führt.
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                                     Die bescheuerte Musikindustrie und die egoistischen Filesharer
                                     Quelle: 08.1.2011, 16:16: http://saschalobo.com/2010/07/08/die-bescheuerte-musikindustrie-und-die-egoistischen-filesharer/
                                     Publiziert am 07.08.2010

                                     Da sind zwei extremistische Parteien, die einander gegenüberstehen: die Musikindustrie und die Filesharer
                                     (Extremisten sind die jeweils schlimmen Finger darunter). Beide nutzen auch die Sprache, um ihr Tun zu
                                     rechtfertigen – die Musikindustrie zeigt mit dem Wort “Raubkopie” (das ich versuche, nicht zu verwenden),
                                     in welche sittlichen Ebenen des Verbrechens sie den 15jährigen Filesharer einordnet. Entsprechend kämpft
                                     sie dafür, dass von der Netzsperre bis zur Three-Strikes-Regel kein Mittel überzogen scheint, um diese
                                     garstigen, gesellschaftsbedrohenden Räuberhorden zu stoppen. Ein einfacher Tipp für die Musikindustrie:
                                     mit der konsequenten Verwendung des Begriffs “Massenmordkopie” liesse sich vielleicht erreichen, dass
                                     im Zuge der Prävention das Internet insgesamt verboten wird.

                                     Auf der anderen Seite sind nicht die Scharfmacher, sondern die Schönredner, auch unter ihnen sind Ex-
                                     tremisten, die alles abmildern wollen, alles nicht so schlimm, von “klauen” zu sprechen ist juristisch auch
                                     falsch und irgendwie profitiert ja auch der Künstler davon, er weiss es bloss nicht. Diese Schönredner sind
                                     Egoisten, weil sie nicht bezahlen wollen für das Werk, das andere Leute geschaffen haben und sie sind
                                     unehrlich, weil sie eher die Realität verbal verbiegen wollen, als sich einzugestehen, dass sie “stehlen”.
                                     Oder “erschleichen”. Oder wie man auch immer diese verbotene, moralisch fragwürdige Handlung nennen
                                     möchte, ohne sie als “vergütungsfreien Konsum im digitalen Raum” in buntes Geschenkpapier einzuwick-
                                     eln. Ein einfacher Tipp für die hartnäckigen Filesharer: wenn man Filesharing so wie UrbanP1rate als Mar-
                                     ketingdienstleistung für den Künstler versteht, dann sollte man konsequenterweise für diese Leistung auch
                                     Geld verlangen. Also flugs eine Rechnung an das Management derjenigen Künstler geschrieben, die Ihr in
                                     den letzten Jahren so downgeloadet und weiterverteilt habt, da kommt doch bestimmt einiges zusammen.

                                     Und jetzt die Überraschung: die beiden extremistischen Pole – sie brauchen einander. Dringend. Sie bilden
                                     eine Art Gleichgewicht des Schreckens wie seinerzeit die Falken in den USA und in der UdSSR. Dieter
                                     Gorny braucht UrbanP1rate braucht Dieter Gorny. So haben beide Feindbilder: der eine geht damit in
                                     der Politik hausieren und versucht mit schrecklichen Worten und Bildern und Zahlen, die Gesetzgebung
                                     in seinem Sinne zu beeinflussen. Der andere rechtfertigt mit diesem grauenvollen Verhalten seine illega-
                                     len Handlungen und verklärt diese entweder zur “Revolution”, weil die Musikindustrie mit allen Mitteln
                                     bekämpft werden muss, oder gar als “Vorteil für die Künstler”. Die Falken beider Seiten können nicht ohne
                                     einander, das zeigt die Geschichte, und die Leidtragenden sind auf beiden Seiten diejenigen, die Vernunft
                                     und Einsicht walten lassen wollen:

                                     Die Musiker und Labels, die im Netz nicht den Feind sehen, aber trotzdem gern Musik verkaufen würden,
                                     um davon zu leben. Und die Musikhörer, die gern für Musik bezahlen, wenn man sie bloß zu ihren Rah-
                                     menbedingungen lässt – so wie man es als Kunde aus ungefähr allen anderen Branchen gewohnt ist.

                                     Insofern möchte ich diesen emotionalen und in Teilen polemischen Artikel mit einem versöhnlichen Aufruf
                                     beenden: unerlaubtes Filesharing ist kein Kapitalverbrechen, sondern in erster Linie eine Dämlichkeit. Sie
                                     erschwert Musikern, auch in Zukunft schöne Musik zu machen. Menschen, die Musik illegal downloaden,
                                     sollten einfach damit aufhören, sie machen die Welt so besser. Und die Musikindustrie möchte bitte akzep-
                                     tieren, dass die Kontrolle über die Distributionsinfrastruktur, die sie jahrelang ausgeübt hat, so nicht mehr
                                     existiert und dass sie sich neu ausrichten muss, mit Strukturen, die den Kontrollverlust nutzen, anstatt ihn
                                     zu bekämpfen. Das ist auch gar nicht so schlimm.

                                     Die gesamte Zivilisation beruht nicht auf der Androhung drakonischer Sanktionen – sondern auf Freiwil-
                                     ligkeit. Schon immer. Hier, in Berlin, gibt es eine große Anzahl von öffentlichen Blumenbeeten (ja, ich
                                     wähle ein kitschiges Schlussbild, absichtlich). Sie sind wunderschön, und ich bin sicher, dass man nichts
                                     zu befürchten hat, wenn man ein paar Blumen abreisst. Trotzdem sehen die allermeisten Menschen ein,
                                     dass man besser Blumen im Laden nebenan kauft, anstatt sie kostenlos abzurupfen. Ausser einer handvoll
                                     15jähriger. Aber damit muss man leben. Kann man auch.
onlineanhang	-	sammlung	Projektunterlagen      �������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������������   11




        hidden     STASH
                   Technologische und gesellschaftliche
                   Entwicklungen veränderten die
                   Musikindustrie in den letzten Jahren
                   massgeblich.

                   hiddenSTASH versuchte diese
                   Veränderungen zu verstehen und
                   entwickelte ein Geschäftsmodell im
                   Bereich der Dienstleistungen rund
                   um die Musikproduktion.

                   Zusätzlich entstanden Ideen, um die
                   Vielfalt der Schweizer Musikszene
                   an die Oberfläche zu holen.

                   Durch den dortigen Austausch
                   und Dialog können neue Strategien
                   entwickelt und auf aktuelle
                   Veränderungen reagiert werden.


                   www.hiddenstash.ch

								
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