Wissenschaftliche Grundlagen der Rhetorik
Dozent/Dozentin: Veranstaltungsart: Veranstaltungsbeschrieb: Prof. Dr. iur. Ulrich Falk Gastlehrveranstaltung Rhetorik wurde in der griechischen und römischen Antike auf hohem Niveau gelehrt und angewendet, nicht zuletzt in der Kunst der Gerichtsrede. Auf dem Weg zur Moderne geriet die Rhetorik in Misskredit und wurde wissenschaftlich geradezu geächtet. Die Missverständnisse beginnen schon bei der nur scheinbar trivialen Frage, was man eigentlich unter „Rhetorik“ genau verstehen soll. Zu wenig Beachtung finden – dem aktuellen öffentlichen Interesse an Rhetorik zum Trotz – die wissenschaftlichen Grundlagen, die Erklärungen dafür bieten, wie rhetorische Kunstgriffe ihre Wirkung erzielen (oder mitunter auch verfehlen). Die einführende Gastlehrveranstaltung konzentriert sich auf drei Kernpunkte: Begriff der Rhetorik – Historische Grundlagen – Psychologische Grundlagen. Die Veranstaltung beleuchtet das schillernde Phänomen „Rhetorik“ aus wissenschaftlicher Perspektive. Es handelt sich also – das ist zu betonen nicht um eine marktübliche Rhetorikschulung. Als Nebeneffekt werden sich für die Studierenden freilich auch Einsichten ergeben, die zur Verbesserung der eigenen „rhetorischen“ Fähigkeiten beitragen können. 1 Semesterwochenstunde Keine Deutsch Textsammlung (siehe unten) Schriftliche Prüfung, pass or fail 2 ufalk@uni-mannheim.de Die Lehrveranstaltung findet in geblockter Form am 1.-2. Mai 2009 statt.
Lernziele:
Anzahl Wochenstunden: Voraussetzungen/Vorkenntnisse: Durchführungssprache: Material: Prüfungsmodus: ECTS-Credits: Kontakt: Ergänzende Hinweise: Literatur: 1. • Was ist unentbehrlich?
Der Gastdozent wird den angemeldeten Studierenden einen Monat vor Beginn der Lehrveranstaltung eine nicht sehr umfangreiche Sammlung mit Texten in elektronischer Form zugänglich machen. Die Studierenden werden dringend gebeten, diese Texte zur Vorbereitung mindestens einmal gründlich zu lesen. Weitere Literatur Zur wissenschaftlich vertieften Behandlung (fast) aller Fragen bietet eine unerschöpfliche Informationsquelle: Historisches Wörterbuch der Rhetorik, herausgegeben von GERD UEDING, Verlag Max Niemeyer Tübingen; erschienen sind seit 1992 bislang 8 Bände im Umfang von jeweils rund 750 Seiten, zuletzt Band 8 (Rhet-St) im Jahr 2007. Zur Vertiefung eignet sich für Studierende der Rechtswissenschaft das große Lehrbuch von W OLFGANG GAST, Juristische Rhetorik, Verlag C.F. Müller, 4. Aufl. Heidelberg 2006, 473 Seiten. Aus der reichhaltigen Einführungsliteratur sei herausgehoben ein Sammelband mit Kurzbeiträgen zu vielen praktischen Aspekten: Rhetorik. Eine interdisziplinäre Einführung in die rhetorische Praxis, herausgegeben von ROUVEN SOUDRY, Verlag C.F. Müller, 2. Aufl. 2006, 204 Seiten. Die erfolgreiche Vermarktung der Rhetorik-Schulung illustriert z.B. RUPERT LAY, Dialektik für Manager. Methoden des erfolgreichen Angriffs und der Abwehr, Signum-Verlag, 20. Aufl. 2003, 264 Seiten. In die traditionsreiche Geschichte der Rhetorik führen z.B. ein: MANFRED FUHRMANN, Die antike Rhetorik, Verlag C.H. Beck, 5. Aufl. 2003, 160 Seiten, und (vertieft) JOACHIM KNAPE, Allgemeine Rhetorik. Stationen der Theoriegeschichte, Reclam-Verlag, Stuttgart 2000, 340 Seiten. Den Missbrauch rhetorischer Mittel in der Diskussion mit einem „Gegner“ veranschaulicht treffend, in einigen Punkten geradezu entlarvend ARTHUR SCHOPENHAUER, Eristische Dialektik. Die Kunst, Recht zu behalten in 38 Kunstgriffen dargestellt, Haffmanns Verlag Zürich bei Zweitausendeins, 6. Aufl. 2007, 96 Seiten.
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