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									                                                             Theologische Fakultät/Kultur- und
                                                               Sozialwissenschaftliche Fakultät
Tutorat Judaistik KSF                                Institut für Jüdisch-Christliche Forschung




Frühjahrsemester 2009

Titel:         Tutorat zur Vorlesung „Bilder jüdischer Geschichte“
               von Prof. Dr. Michael Brenner

Leitung:       Ingrid Kaufmann, Stauffacherstrasse 227, 8004 Zürich
               Tel. 043 317 95 20
               Email: ingridkaufmann@bluewin.ch

Daten:         Provisorische Termine
               Mittwoch, 18. 2. 2009, 8.30-10.00
               Freitag, 20.2. 2009, 8.30-10.00
               Mittwoch, 25. 2. 2009, 8.30-10.00
               Mittwoch, 4. 3. 2009, 8.30-10.00
               Mittwoch, 11. 3. 2009, 8.30-10.00
               Mittwoch, 18. 3. 2009, 8.30-10.00

Raum:          Raum 203K, Kasernenplatz 3, 6003 Luzern

Ziel dieses Tutorates ist das Studium von Quellentexten von der Bibel über rabbi-
nische und mittelalterliche Quellen bis zu modernen Texten hinsichtlich des Bil-
derverbotes. Die Lektüre der Quellentexte kann je nach Zusammensetzung der
Teilnehmenden zusätzlich in hebräischer Sprache erfolgen. Zudem kann anhand
der Betrachtung mittelalterlicher Bilder untersucht werden, ob und wie sich die
Menschen an ein Bilderverbot gehalten haben.

Möglicher Aufbau
  - Das biblische Bilderverbot als zentrales Anliegen des Monotheismus :
      Lektüre von Ex 20, 4-5, Dtn 5, 8-9, Dtn 4, 15ff. Unterscheidung zwischen
      den Begriffen pessel und tmuna. (evt. auch Lektüre und Diskussion von
      Jan Assmanns Artikel „Was ist so schlimm an den Bildern?“
  - Rabbinische Quellen: MISCHNA. (Für diejenigen, die nicht wissen, was
      die Mischna ist, eine kleine Einleitung). Lektüre der Mischna, Traktat Awo-
      da Sara III 1-4. Die Verhinderung von Götzendienst und der Fokus darauf
      wie die Bilder verwendet werden.
  - Rabbinische Quellen: BAYLONISCHER TALMUD. (Für diejenigen, die
      nicht wissen, was der Talmud ist, eine kleine Einleitung). Lektüre vom
      Traktat Awoda Sara Fol 43a (als Beispiel der vertiefenden Diskussion der
      Mischna) und von Rosch Haschana 24b (als Beispiel dafür, dass die Ge-
      fahr des Götzendienstes auch innerhalb des biblischen Textes lauert: Ver-
      bot der Darstellung der vier Gesichter von Ezechiels Vision des göttlichen
      Thronwagens.)
  - Mittelalterliche Quellen: Maimonides: Unkörperlichkeit des einen Gottes
      im Führer der Unschlüssigen, Präzisierung der Halacha in der Mischne
      Tora und seine offene Haltung gegenüber Bildern in den Acht Kapiteln. –
       Responsa: Meir ben Baruch von Rothenburg, Sefer Chassidim, Jüdisch-
       christliche Divergenzen (Gegenseitige Idolatrievorwürfe).
   -   Jüdische Buch- und Wandmalerei des Mittelalters. Wurden Bilderverbote
       befolgt, und wenn ja, wie? Ambrosianische Bibel (aschkenasisch), Cerve-
       ra Bibel (sephardisch), Dreiteiliger Machsor (aschkenasisch), Machsor von
       Leipzig (aschkenasisch), Goldene Haggada (sephardisch), Sarajewo-
       Haggada (sephardisch), Kaufmann-Haggada (sephardisch), Machsor von
       Worms (aschkenasisch). Die Fresken an der Brunngasse 8 in Zürich.
   -   Quellen des 19. und 20. Jahrhunderts. Der jüdische „Volksgeist“ – (Evt.
       Hegel), Buber: Juden als Ohrenmenschen statt Augenmenschen. Die Ent-
       deckung von Dura Europos als Wendepunkt. Diskussion: Warum ist die
       Vorstellung von der jüdischen Bildlosigkeit immer noch so attraktiv? –
       Schlussdiskussion und Fazit.


Anmeldung in der Liste beim Sekretariat IJCF oder per e-mail ijcf@unilu.ch oder
ingridkaufmann@bluewin.ch

Name                Vorname             E-Mail                         Fakultät




CP: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Tutoraten erhalten keine SCP,
sondern reguläre Credit Points (anrechenbar unter den freien Studienleis-
tungen)
Bei 12 Terminen à 1.5h, 2 CP, bei 6 Terminen à 1.5h, 1 CP für die Teilnahme und
Anfertigung von Sitzungsprotokollen.




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