Politikwissenschaft an der Universität Luzern

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					                                                                                                                                              Newsletter der Universität Luzern
                                                                                                                                                     Ausgabe Nr. 13 / Okt. 2005




                                        Inhalt
                                        Was uns beschäftigt ......................1   Aktivitäten Studierende...............15         Veranstaltungskalender...............20
                                        Lehre – Forschung – Tagungen .....6           Herausgepickt ..............................17   Die andere Seite...........................23
                                        Neuerscheinungen ......................14     Kulturstadt Luzern .......................19




                                          Politikwissenschaft an der Universität Luzern
                                         Ab Wintersemester 2006/07 wird die Politikwissenschaft als neues Fach angeboten


                                                                                      sozialwissenschaftlichen Profil, das –            gewählten Designation der beiden
                                                                                      und das haben die externen Evaluato-             ausgeschriebenen Ordinariate erste
«Weil alles dafür spricht.»                                                           ren am Ende des vergangenen Jahres               Weichenstellungen, die in der weite-
Unter diesem Motto wurde 1997 der                                                     ausdrücklich gestützt – zu einem pas-            ren Arbeit präzisiert werden können.
Universitätsverein gegründet, der                                                     senden Zeitpunkt auch zu einer Um-               Die eine der beiden Professuren ist
mit seinen rund 1700 Mitgliedern der                                                  benennung der Fakultät führen soll.              für «Politische Theorie und Geschich-
Universität im Jahr 2000 zum Durch-                                                                                                    te der politischen Ideen» ausge-
bruch verhalf. Das neue Universi-                                                     Der erste Ausbauschritt beginnt in               schrieben, worin sich dokumentiert,
tätsgesetz wurde damals mit über                                                      diesem Semester mit der Ausschrei-               dass der theoretischen und zugleich
70 % Ja-Stimmen von der Luzerner                                                      bung zweier Ordinariate für Politik-             durch die Geschichte des politischen
Bevölkerung angenommen. Seither                                                       wissenschaft. Die Ausschreibung ist              Denkens informierten Bildung der
ist die Universität eine Erfolgsge-                                                   im Sommer erfolgt und am 7. Sep-                 angehenden Luzerner Politikwissen-
schichte und erlebt einen rasanten                                                    tember hat eine Berufungskommis-                 schaftler eine besondere Bedeutung
Aufschwung. Dank einem modernen         Die Geisteswissenschaftliche Fakul-           sion, die für die koordinierte Beset-            zukommen soll. Die zweite Professur
Aufbau der Studiengänge, grossem        tät der Universität Luzern beginnt            zung beider Professuren zuständig                ist für das Fach «Internationale Be-
Einsatz der Dozierenden in Lehre und    im Wintersemester 2005 / 06 mit der           ist, mit der Sichtung und Prüfung                ziehungen und Global Governance»
Forschung und einem konsequenten        Realisierung ihres Ausbauplans. Die-          der 140 vorliegenden Bewerbungen                 vorgesehen, was die Absicht verrät,
Einbezug der Studierenden bei der       ser Ausbauplan ist durch die Überle-          begonnen. Die Kommission will die-               den Schwerpunkt des Studiums nicht
Umsetzung des Bologna-Modells           gung geleitet, dass mit dem gegen-            se Arbeit schnell vorantreiben. Be-              auf die nationale Politik zu legen,
konnte sie rasch ein eigenes Profil      wärtig vorhandenen sehr schmalen              reits am 19. und 20. Dezember 2005               sondern die Beobachtung nationaler
und ein positives Image gewinnen.       Fächerspektrum – Geschichtswissen-            werden universitätsöffentliche Vor-              Politik einzubetten in das Studium
Nur, die Uni hat kein eigenes Haus,     schaft, Philosophie, Soziologie, Re-          stellungsgespräche stattfinden, zu                der internationalen Zusammenhän-
kein Zentrum, in dem man sich trifft,   ligionswissenschaft und Judaistik –           denen voraussichtlich acht bis zehn              ge, in denen diese Politiken heute
wo alle Fäden zusammenlaufen. Da-       mittel- und langfristig das Überleben         Bewerber und Bewerberinnen ein-                  unweigerlich immer stehen. Der Be-
mit dieses im dafür vorgesehenen        der Fakultät nicht gesichert werden           geladen werden. Auf dieser Basis                 griff der «Global Governance» meint
Postbetriebsgebäude beim Bahnhof        kann. Eine Ergänzung der Fakultät             wird die Kommission zwei Beset-                  in der gegenwärtigen Politikwissen-
realisiert werden kann, setzen sich     um ca. fünf weitere wissenschaftli-           zungsvorschläge für die Professuren              schaft den empirischen Sachverhalt
der Universitätsverein und ein über-    che Disziplinen ist erforderlich, um          erarbeiten.                                      der Entstehung globaler Strukturen
parteiliches Aktionskomitee ein. Als    der Fakultät eine innere wissen-                                                               der Koordination und der Regimebil-
Präsidentin des Universitätsvereins     schaftliche Vielfalt zu ermöglichen,          Ein wichtiger Grund für dieses                   dung, die in den einzelnen Sachge-
zähle ich aber auch voll und ganz auf   die für Studierende attraktive Kom-           schnelle Vorgehen ist, dass der                  bieten, die durch politisches Handeln
Sie, die Studierenden, Dozierenden      binationsmöglichkeiten und fächer-            Studiengang für Politikwissenschaft              gestaltet werden, zur Herausbildung
und Mitarbeitenden der Universität      übergreifende integrierte Studien-            den Studieninteressenten bereits im              vielfältiger und verschiedenartiger
Luzern. Ihr Engagement, Ihre Impulse    programme sichert.                            Wintersemester 2006 / 07 zur Ver-                Formen des globalen Regierens
und Ihre Unterstützung sind gefragt.                                                  fügung stehen soll und es deshalb                führt. Das ist wegen der Neuheit
Nutzen wir also gemeinsam jede          Die zurzeit vorgesehenen neu ein-             vorteilhaft wäre, wenn im Sommer-                der entstehenden Strukturen ein
Möglichkeit, Überzeugungsarbeit zu      zurichtenden Fächer sind die Politik-         semester 2006 ein Politologe oder                äusserst interessantes Studienfeld.
leisten, und uns für das neue Haus      wissenschaft, die Kultur- und Sozial-         eine Politologin bereits in Luzern tä-           Zudem kommen die Akteure und
für die Uni und die PHZ zu engagie-     anthropologie (entspricht dem Fach            tig sein und den neuen Studiengang               Organisationen der «Global Gover-
ren. Packen wir’s an. Weil die Chance   Ethnologie), die Wirtschaftswissen-           vorbereiten könnte.                              nance» (z.B. UNO) natürlich auch als
einmalig ist.                           schaft in der Form einer ökonomischen                                                          potentielle spätere Arbeitgeber und
                                        Theorie der Politik und der Institutio-       Das genaue Profil der in Luzern ent-              Tätigkeitsfelder für angehende Poli-
Helen Leumann                           nen, die Technik- und Wissenschafts-          stehenden Politikwissenschaft wird               tikwissenschaftler in Frage.
Präsidentin Universitätsverein          forschung und schliesslich die kog-           natürlich von den Stelleninhabern
                                        nitive Sozialpsychologie. Mit diesem          entworfen werden, und dieses wird                Auch die Politikwissenschaft wird
Weitere Infos finden Sie auf unserer     Ausbauplan bekennt sich die Geis-             auch ein Thema in den Vorstellungs-              sich in eine interdisziplinäre Ver-
Homepage www.unilu.ch Neubau.           teswissenschaftliche Fakultät zugleich        gesprächen am 19. und 20. Dezember               bundstruktur von Fächern einfügen,
                                        zu einem entschiedenen kultur- und            2005 sein. Andererseits liegen in der            die für die Zukunft der Geisteswis-
                                                                                                                                               Was uns beschäftigt




    senschaftlichen Fakultät charakte-        Nach Einrichtung der Politikwissen-       schaftliche Bedeutung gerade auch        Wirtschaft in die gesellschaftlichen
    ristisch sein soll. Daneben werden        schaft spricht einiges dafür, dass        in der grossen Varianz liegt, die es     Hintergründe und die gesellschaftli-
    wir bei allen einzurichtenden und         die beiden nächsten in der Fakultät       in weltregionaler und in historischer    chen Folgen des Wirtschaftens einem
    auch wiederzubesetzenden Profes-          vorgesehenen Fächer zunächst die          Hinsicht einzubeziehen versteht. Im      globalen Trend in der Studiennach-
    suren sorgfältig auf potentielle Ver-     Kultur- und Sozialanthropologie und       anderen Fall versuchen wir die Wirt-     frage nach wirtschaftswissenschaftli-
    bindungen mit Rechtswissenschaft          danach die Wirtschaftswissenschaft        schaftswissenschaft im Sinn einer        chem Wissen entspricht und dass mit
    und/oder Theologie achten, um auf         in der Form als ökonomische Theo-         Wiederbelebung der politischen Öko-      dieser Art von Schwerpunktbildung
    diese Weise die geringe Grösse der        rie der Politik und der Institutionen     nomie auszulegen. Es gibt viele Indi-    auch attraktive Betätigungsfelder
    Universität Luzern in einen Vorteil       sein werden. Im einen Fall wird der       zien dafür (z.B. die enorme Zunahme      für die Absolventen dieses Studien-
    umzumünzen. Interne Trennlinien           kulturwissenschaftliche Schwerpunkt       von Studierenden an wirtschafts-         gangs erschlossen werden.
    versuchen wir damit in produktive         der Fakultät durch ein zwischen den       wissenschaftlichen Studiengängen
    Zusammenhänge         wechselseitiger     beiden Disziplinengruppen liegen-         in den Vereinigten Staaten), dass                            Prof. Rudolf Stichweh
    Anregung umzusetzen.                      des Fach gestärkt, dessen wissen-         diese Einbettung der Analyse von




                     «Derzeit liegt ein Vergleich mit dem FC Thun nahe»
          Judith Lauber-Hemmig im Gespräch mit dem abtretenden Gründungsdekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät


    Ihre Amtszeit als Gründungsdekan          der neulich in der Champions League       Fakultät viel vorgenommen. Was           fakultären Institutionen. Luzern sollte
    ging am 30. September 2005 zu             während 90 Minuten den vielfachen         haben Sie erreicht, wo gibt es noch      so etwas wie ein schweizerisches La-
    Ende, die Bachelorfeier war sozu-         englischen Meister Arsenal in dessen      Handlungsbedarf? Oder konkret:           bor für universitäre Strukturen wer-
    sagen Ihre letzte Amtshandlung als        eigenem Stadion in Schach hielt und       Welches waren die Highlights in Ih-      den. Diesbezüglich war der Erfolg
    Gründungsdekan der Rechtswissen-          gegen Sparta Prag sogar gewonnen          rer Amtszeit? Gab es auch Flops?         nicht gleichermassen durchschla-
    schaftlichen Fakultät. Welche Gefüh-      hat. Man setzt sich für den andern                                                 gend. Schon das Universitätsgesetz
    le begleiteten Sie dabei?                 und die andere ein und fragt nicht        Tatsächlich begann meine Arbeit          steht, sieht man vom Gründungs-
                                              zuallererst: «Warum soll ich mich         schon im Frühling 2000. Die Vor-         dekanat ab, strukturell gegen ein
    Die Fakultät hat in den ersten vier       hier schon wieder abrackern?»             bereitungen für den Start dauerten       vierjähriges Dekanat. Es sieht ein
    Jahren exzellent gearbeitet. Ich kann                                               rund 18 Monate. Für die Fakultät sel-    zweijähriges Dekanat vor. Die Rechts-
    mit dem Erreichten mehr als zufrie-       Dankbar bin ich vor allem auch an-        ber ging’s dann im Oktober 2001 los.     fakultät wollte ursprünglich einen
    den sein, sodass ich vor allem mit        gesichts des grossen, ja beinahe                                                   Antrag stellen, das Gesetz solle auch
    Dankbarkeit und Zufriedenheit erfüllt     vorbehaltlosen Vertrauens, das mir        Im Leitbild der Fakultät ist eingra-     eine vierjährige Amtsdauer zulassen,
    bin. Dies gilt auch für das Klima in      der Gründungsrektor, Prof. Dr. Walter     viert, dass die Fakultät eine führende   ist inzwischen von diesem Gedanken
    der Fakultät. Es gibt keine über das      Kirchschläger, der amtierende Rek-        Stellung in Studierendenfreundlich-      aber wieder abgekommen, weil sich
    übliche Mass hinausgehenden Span-         tor, Prof. Dr. Markus Ries, der Verwal-   keit einnehmen will und dass sie in      mindestens gegenwärtig ausser mir
    nungen und Unverträglichkeiten. Der       tungsdirektor, Franz Hupfer, sowie        allen Bereichen nach Exzellenz strebt.   niemand fand, der sich vier Jahre
    Teamgeist funktioniert nach wie vor.      der Senat und der Universitätsrat         Wir haben in den ersten vier Jahren      an die Spitze setzen wollte. Mein
    Ihm hat die Fakultät ihren bisherigen     entgegen gebracht haben.                  die studentischen Belange äusserst       Nachfolger, Prof. Jörg Schmid, ist
    Erfolg zu verdanken. Derzeit liegt ein                                              ernst genommen und darin wohl alle       für zwei Jahre gewählt. Er kann sich
    Vergleich mit dem FC Thun nahe.                                                     andern Rechtsfakultäten übertroffen.     selbstverständlich wieder wählen
    Unsere Fakultät gleicht diesem Fuss-      Sie haben sich 2001 bei der Grün-         Dies hat sich ausgezahlt. Unser Ruf      lassen. Ein vierjähriges Dekanat ist
    ballklub aus dem Berner Oberland,         dung der Rechtswissenschaftlichen         bei den Studierenden ist überdurch-      strukturell aber etwas anderes als
                                                                                        schnittlich gut. Ich bin ausserdem       eine Wiederwahl für eine zweite
                                                                                        überzeugt, dass sich der in Luzern er-   Amtsdauer auf dann insgesamt vier
                                                                                        reichte Ausbildungsstand sehen las-      Jahre. Der Planungshorizont ist län-
                                                                                        sen kann und wettbewerbsfähig ist.       ger. Das gilt auch für den Horizont
                                                                                        Wir haben uns die Anerkennung bei        der Verantwortung. Allein schon die-
                                                                                        den Studierenden nicht durch Liebe-      se beiden Faktoren beeinflussen die
                                                                                        dienerei, sondern durch Respekt ge-      Haltung eines Dekans strukturell. Es
                                                                                        genüber den studentischen Anliegen       lohnt sich für zwei Jahre nicht, sich
                                                                                        und durch die stete Bereitschaft zur     in alle Dimensionen des Hochschul-
                                                                                        Verbesserung errungen. Es ist da-        wesens einzuarbeiten, die es einem
                                                                                        mit ein Vertrauenskapital geschaffen     Dekan ermöglichen, die Fakultät mit
                                                                                        worden, von dem wir jetzt bereits        einem Wissensvorsprung gegenüber
                                                                                        zehren können, das aber selbstver-       den anderen Rechtsfakultäten zu lei-
                                                                                        ständlich nur bestehen bleibt, wenn      ten. Aufwand und Ertrag stünden in
                                                                                        die Fakultät der genannten Zielset-      keinem vernünftigen Verhältnis. Im
                                                                                        zung auch in Zukunft treu bleibt.        Weiteren droht bei einem zweijähri-
                                                                                                                                 gen Dekanat das Risiko der «Ochsen-
                                                                                        Ich habe mir im Oktober 2001 al-         tour». Jeder hauptamtliche Professor
                                                                                        lerdings nicht nur für den Aufbau        und jede hauptamtliche Professorin
                                                                                        des Studiums hohe Ziele gesetzt,         ist dem Risiko ausgesetzt, das De-
    Prof. Paul Richli bei der Bachelorfeier 2005                                        sondern auch für die Gestaltung der      kanat übernehmen zu müssen, auch



2
Was uns beschäftigt




wenn man sich für diese Aufgabe          Ist die Gründungsphase wirklich ab-
nicht besonders geeignet fühlt.          geschlossen, herrscht bereits «cou-
                                         rant normal»?

Die Highlights in meiner Amtsperi-       Die Gründungsphase ist mit Bezug
ode waren die beiden Diplom- und         auf das Studienangebot mehr oder
Promotionsfeiern. Es gibt nichts         weniger abgeschlossen. Das Ba-
Schöneres, als erfolgreichen Absol-      chelorprogramm ist schon seit zwei
ventinnen und Absolventen Diplome        Jahren voll operativ. Das Masterpro-
überreichen zu können, die interes-      gramm tritt im kommenden Winter-
sante und erfüllende Lebensentwür-       semester in sein letztes Semester.
fe und Berufsperspektiven eröffnen.      Die Vorbereitungen dafür habe ich
Die weiteren Highlights waren vor        noch vollumfänglich während mei-
allem die nationalen und internatio-     ner Amtsdauer treffen können. Auch
nalen Rankings, in denen die Fakultät    auf der administrativen Ebene ist
durchwegs auf Spitzenplätzen abge-       die Gründungsphase weitestgehend
schnitten hat.                           abgeschlossen. Im Dekanatssekreta-
                                         riat sind die wesentlichen Prozesse
Zweifellos gab es auch Flops. Der        organisiert. Die Programme für die
grösste Flop und zugleich der fol-       wichtige     Prüfungsadministration     Prof. Paul Richli
genreichste Fehlentscheid der Fakul-     sind geschrieben und weitestgehend
tätsversammlung aus meiner Sicht         erprobt. Auch die Personalstruktur
ist, dass sie es trotz ausgezeichneter   steht fest und die Personalzusam-       müssen, nicht mehr auf der Kom-            bedingungen für Professoren und
Bewerbungslage nicht geschafft hat,      mensetzung hat sich bewährt. Mit        mandobrücke und im Rampenlicht             Professorinnen sowie der für die For-
eine wichtige Professur zu besetzen.     dem Aufbau des Lehrkörpers sind         zu stehen. Immerhin bin ich noch für       schung relevanten Ausstattung. Da
Ich habe es in meiner mittlerweile       wir ebenfalls weit fortgeschritten.     ein Jahr als Prorektor und Strategie-      liegt Luzern gegenüber Basel, Bern
25-jährigen akademischen Karriere        Die Mehrzahl der Stellen ist besetzt.   beauftragter der Universität gewählt.      und Zürich klar im Hintertreffen. Für
vorher noch nie erlebt, dass ein Be-     Die Ausrichtung der in den Jahren       Ich werde mit Rektor Ries und Ver-         die Rechtswissenschaftliche Fakultät
rufungsverfahren ergebnislos einge-      2006 und 2007 noch zu besetzen-         waltungsdirektor Hupfer zusammen           hat sich dies schon mehrfach fatal
stellt werden musste, weil die Fakul-    den Professuren ist bestimmt. Eine      meine Energie darauf verwenden,            ausgewirkt. Der Trägerkanton wird
tätsversammlung Verdächtigungen          weitere Berufungswelle wird jetzt       die Universität als solche und vor al-     in Zukunft noch etwas mehr Geld in
und Gerüchten auf den Leim kroch,        ausgelöst. Die entsprechenden Be-       lem den Neubau voranzubringen.             die Hand nehmen müssen, wenn Lu-
statt sich an Fakten zu halten. Der      rufungskommissionen wird der neue                                                  zern an der Spitze bleiben will. Thun
Universitätsrat hat diesen Entscheid     Dekan präsidieren.                                                                 wird auch Thun bleiben und nicht in
auch ausdrücklich bedauert. An sei-                                                                                         Richtung Arsenal vorrücken können,
ner Stelle hätte ich vielleicht mehr     Die Fakultät hat nicht nur bewiesen,    Wo sehen Sie die Zukunft der kleinen       wenn die Mittelausstattung für den
getan und die Fakultät «ins Gebet        dass sie aufbauwillig und aufbau-       Uni Luzern und der Rechtswissen-           Klub nicht verbessert wird.
genommen».                               fähig ist. Sie hat den Aufbau auch      schftlichen Fakultät?
                                         laufend überprüft und wo nötig
                                         angepasst. Sie verfügt heute über       Die Universität Luzern wird mit ihren
Würden Sie rückblickend etwas an-        ein intelligentes, innovatives und      geplanten 2000 bis 2600 Studieren-         Was geben Sie Ihrem Nachfolger,
ders machen, und was nehmen Sie          zugleich solides Studienprogramm        den und drei Fakultäten immer eine         Prof. Jürg Schmid, mit auf den Weg?
persönlich aus diesem Amt mit?           sowie über zweckmässige Orga-           kleine Universität bleiben. Sie kann
Bekanntlich ist man im Nachhinein        ne und Strukturen. Das Wichtigste       national und international nur eine        Es ist ein Gebot der Klugheit, seinem
immer klüger und man sieht, dass         von allem: Es gibt auf allen Stufen     Rolle spielen, wenn es ihr weiterhin       Nachfolger keine Rezepte auf den
man einzelne Dinge anders hätte          engagierte und kompetente Mitar-        gelingt, in ihren Aktivitätsbereichen      Weg mitzugeben. Wenn überhaupt,
anpacken können oder hätte anpa-         beiterinnen und Mitarbeiter, deren      überdurchschnittliche Leistungen zu        so dürfte dies nicht über ein öffent-
cken sollen. Das geht mir selbst-        gemeinsames Ziel das Wohlergehen        erbringen und einfallsreicher zu sein      liches Medium geschehen. Ich bin
verständlich auch so. Es lohnt sich      der Fakultät und insbesondere auch      als grosse Universitäten. Diesbezüg-       überzeugt, dass Kollege Schmid die
aber nicht, verpassten Chancen           der Studierenden ist.                   lich hat der Universitätsrat bereits Er-   Fakultät auf dem Pfad des Erfolgs
nachzutrauern und sich dadurch                                                   wartungen zum Ausdruck gebracht,           und der Anerkennung weiter führen
die Lebensfreude zu vergällen. Aus                                               denen ich mich voll anschliessen           wird. Er verfügt über einen ausgezei-
meinem Amt nehme ich eine grosse                                                 kann. Es geht nicht zuletzt darum, die     chneten Draht zu den Studentinnen
persönliche Befriedigung mit dem         Was bedeutet der Amtswechsel für        Fakultäten über die Fächer hinweg          und den Studenten. Das ist für unsere
Erreichten mit. Die Fakultät braucht     Sie persönlich? – Ist Langeweile        zu vernetzen sowie interdisziplinä-        Fakultät von besonderer Wichtigkeit.
sich, so wie sie heute da steht, nicht   angesagt, oder starten Sie neue         re Forschung und interdisziplinäre         Im Übrigen wird sich die Fakultätsver-
zu verstecken, weder vor den andern      Projekte?                               Studiengänge zu inszenieren. Was           sammlung mit Sicherheit bemerkbar
Schweizer Rechtsfakultäten noch vor                                              die Rechtswissenschaftliche Fakultät       machen, wenn sie Korrekturen an den
der Universität Luzern als Ganze. Ich    Für mich bedeutet der Amtswechsel,      im Besonderen betrifft, hat sie im         Vorstellungen des Dekans für die Fa-
bin daher der Meinung, dass ich den      dass ich im Wintersemester erstmals     Prinzip eine viel versprechende Zu-        kultätsleitung haben möchte.
Auftrag, den mir der Regierungsrat       seit über sieben Jahren wieder ein      kunft vor sich. Sie gehört mit ihrem
des Kantons Luzern im Frühling           volles Lehrpensum haben werde.          Zielhorizont von 1000 bis 1200 Stu-        Vielen Dank für das Gespräch.
2000 übertragen hat, ordentlich er-      Vor der Übernahme des Gründungs-        dierenden und den geplanten rund
füllt habe.                              dekanats war ich in Basel Vizerektor    18 Professuren zu den strukturell
                                         und hatte schon in jener Funktion ei-   interessantesten Fakultäten. Was sie
                                         ne Reduktion meines Lehrdeputats.       zurzeit vor allem noch braucht, ist
                                         Ich werde mich daran gewöhnen           eine Verbesserung der Anstellungs-




                                                                                                                                                                     3
                                                                                                                                                 Was uns beschäftigt




          Anerkennung der Uni Luzern                                                         Ein Haus für die Universität
              durch den Bundesrat
                                                                                          Seit dem 20. Januar 2005 steht fest:     den kann, braucht es die Zustim-
                                                                                          Die Universität kommt ins Post-          mung der Luzerner Bevölkerung
    Am 22. Juni 2005 war es soweit: Der        Voranschreiten des Projektes anstatt       betriebsgebäude beim Bahnhof             für den benötigten Kredit. In einer
    Bundesrat hat für die Universität          im Herbst 2005 bereits im Juni 2005        Luzern. Doch bis die Studierenden,       ersten Abstimmung vom 12. Februar
    Luzern die schweizerische Anerken-         fällen.                                    Dozierenden und die Verwaltungs-         2006 wir die Stadtbevölkerung zur
    nung im Sinne des Universitätsför-                                                    angestellten das Haus beziehen           für die geplante Nutzung nötigen
    derungsgesetzes beschlossen. Der           Die Konsequenzen aus dem erfolg-           können, werden noch ein paar Jahre       Umzonung und zu einem Beitrag
    historische Entscheid wird wohl in         reichen Verfahren sind enorm:              vergehen und noch ein paar Hürden        der Stadt an die Universität von Fr.
    den Geschichtsbüchern Eingang fin-          • Der Kanton Luzern wird Univer-           zu überwinden sein. Die wichtigs-        8 Mio. Stellung nehmen müssen.
    den. Die Universität Luzern selbst           sitätskanton und erhöht sein bil-        ten Eckdaten seien hier nochmals         Voraussichtlich im November 2006
    wird ein neues Kapitel in ihrer Ge-          dungspolitisches Gewicht markant.        aufgeführt:                              werden die Stimmbürgerinnen und
    schichte aufschlagen können. Man-          • Der Bildungsdirektor wird Mit-           • Januar 2005: Entscheid durch den       Stimmbürger des ganzen Kantons
    chen sind die einzelnen Schritte, die        glied der Schweizerischen Univer-          Regierungsrat für den Standort         zu einer Kreditvorlage über 145 Mio.
    zu diesem positiven Resultat geführt         sitätskonferenz SUK.                       Postbetriebsgebäude                    zu befinden haben. In diesen 145
    haben, bereits bekannt. Trotzdem sei       • Die Rektorenkonferenz der                • Juni 2005: Eröffnung des Architek-     Mio. sind 40 Mio. enthalten, die der
    hier nochmals kurz Revue passiert.           Schweizer Universitäten CRUS               turwettbewerbes für den Umbau          Kanton für die Universität aufbrin-
                                                 erteilte dem Rektor am 7. Juli 2005        des Postbetriebsgebäudes für die       gen muss (35 Mio. bezahlt er an die
    Begonnen hat das Verfahren mit der           das Stimmrecht.                            Universität und die Pädagogische       Pädagogische Hochschule, die eben-
    Erstellung des umfangreichen Aner-         • Die Uni und der Kanton Luzern              Hochschule                             falls ins Postbetriebsgebäude einzie-
    kennungsgesuches. Dieses konnte              profitieren von einem höheren             • 27. Oktober 2005: Einreichen der       hen wird, 47 Mio. bezahlt der Bund,
    der Bildungsdirektor des Kantons             Subventionssatz.                           Wettbewerbsunterlagen                  8 Mio. die Stadt Luzern und 15 Mio.
    Luzern am 22. Juli 2004 beim da-                                                      • 22. Dezember 2005: Bekanntgabe         bestehen aus einem zinslosen Darle-
    maligen Bundesamt für Bildung und          Summa summarum vergrössert                   des Siegerprojektes                    hen der Albert-Köchlin-Stiftung).
    Wissenschaft BBW (heute Staatsse-          sich der finanzielle und bildungspo-        • 12. Februar 2006: Abstimmung in
    kretariat für Bildung und Forschung        litische Entscheidungsspielraum der          der Stadt Luzern über die für den      Um diese Abstimmungen gewinnen
    SBF) fristgerecht einreichen.              Universität Luzern deutlich. Eben-           Umbau des Postbetriebsgebäudes         zu können, ist politische (Vor-) Arbeit
                                               falls können bedeutende wirtschaft-          notwendigen Aenderungen im Zo-         nötig. Deshalb hat der Universitäts-
    In der Folge veranlasste das BBW, in       liche Vorteile für die gesamte Region        nenplan und im Bebauungsplan           verein die Gründung eines Komi-
    Absprache mit der Schweizerischen          Zentralschweiz erwartet werden.              sowie über den Standortbeitrag         tees initiiert, das sich in den beiden
    Universitätskonferenz (SUK), dass                                                       von 8 Mio. der Stadt Luzern für die    Abstimmungen für die Anliegen der
    die Anerkennungsvoraussetzungen            Das Verfahren war in vieler Sicht            Realisierung der Universität           Universität und der Pädagogischen
    vom Organ für Akkreditierung und           einmalig. Die Universität Luzern ist       • voraussichtlich November 2006:         Hochschule engagiert. Eine Arbeits-
    Qualitätssicherung der Schweizeri-         die erste Universität, die auf der           Abstimmung im Kanton Luzern            gruppe ist daran, Argumentarien
    schen Hochschulen OAQ überprüft            Grundlage des oben kurz zusam-               über den Investitionskredit von        zusammen zu stellen, Plakate zu
    werden. Damit war das Anerken-             mengefassten Verfahrens anerkannt            Fr. 145 Mio. für den Kauf und den      entwerfen, Referentinnen und Re-
    nungsverfahren auch seitens des            wurde. Als Projektleiter danke ich           Umbau des Postbetriebsgebäudes         ferenten zu suchen, die sich für die
    Bundes offiziell eröffnet.                  nochmals den Mitarbeiterinnen und            für die Universität Luzern und die     Universität stark machen, eine Ab-
                                               Mitarbeitern herzlich für die gute           Pädagogische Hochschule                stimmungskampagne zu planen und
    Die Überprüfung der Universität Lu-        Zusammenarbeit und wünsche der             • 1. + 2. Quartal 2007: Bauprojekt,      Geld zu sammeln.
    zern erfolgte mit einer mehrstufigen        Universität Luzern für die Heraus-           Baugesuch
    Evaluation. Dabei wurde in einem           forderungen der Zukunft weiterhin          • 2. + 3. Quartal 2007: Baubewilligung   Möchten Sie sich persönlich für die
    ersten Schritt bis Oktober 2004 pro        gutes Gelingen!                            • Herbst 2008: Baubeginn                 Zukunft unserer Universität engagier-
    Fakultät je ein Selbstbeurteilungsbe-                                                 • Ab Herbst 2010: Teilbezug des Ge-      ten? Peter Steiner, Projektleiter der
    richt erstellt. Die Berichte dienten als                         Dr. Michael Dischl     bäudes                                 Kampagne, gibt Ihnen gerne weitere
    solide Grundlage für die im Dezem-                                                    • Herbst 2011: definitiver Bezug          Auskünfte: info@steiner-peter.ch
    ber 2004 stattfindende Peer Review.                                                    Damit dereinst das Gebäude vom
    Während einer ganzen Woche wurde                                                      Kanton gekauft und umgebaut wer-                            Judith Lauber-Hemmig
    die Universität Luzern durchleuchtet
    und mit zahlreichen Mitarbeiterinnen       Publizierte Dokumente
    und Mitarbeitern interessante Ge-
    spräche geführt. Das international zu-     Anerkennungsgesuch:
    sammengesetzte Expertenteam kam            UNETEntry\Info\Anerkennungsgesuch
    in der Folge zu einer uneingeschränkt
    positiven Beurteilung der drei Fakul-      Expertenberichte und Schluss-
    täten, der Zentralen Dienste und der       bericht OAQ:
    gesamten Universität Luzern.               http://www.oaq.ch/pub/de/05_01_01_
                                               beitr_abgeschlossen.php
    Die Ergebnisse dieser Evaluation
    führten zu den positiven Empfehlun-
    gen des OAQ zu Handen der SUK. Die
    SUK schloss sich diesen Empfehlun-
    gen vollumfänglich an und empfahl
    dem Bundesrat, dem Gesuch ohne
    jede Einschränkung stattzugeben.
    Der Bundesrat konnte seinen po-
    sitiven Entscheid dank dem guten
                                                                                          Neuer Standort der Universität Luzern

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Was uns beschäftigt




                                 Der Uni stand das Wasser bis zum Hals

«Nein, eine Katastrophe gab es bei       die Raum- und Betriebsmanagerin
uns nicht!» Tage später, als alles       der Uni, koordinierte derweil das
vorbei war, konnte Verwaltungsdi-        Geschehen an den verschiedenen
rektor Franz Hupfer der Panikma-         Standorten. Unterdessen lief auch
che nichts abgewinnen. «Aber eine        extern die Hilfe von Zivildienst und
gewisse Hochwassergefahr hatten          Feuerwehr an. Die Ufermauer wurde
wir schon», räumt er ein, «deshalb       mit Sandsäcken erhöht, Fenster wur-
hatten wir sofort Massnahmen zur         den abgedichtet. Doch das Wasser
Schadensvermeidung ergriffen, im         war nicht mehr zu halten und drang
Union, in den Kellerräumen und dem       nicht nur draussen über die Ufer,
Erdgeschoss an der Pfistergasse.»         sondern Grundwasser drückte auch
                                         von unten durch die Mauern und den
Sandsäcke vor den Geschäften an          Boden. Die Fluten wurden unbere-
der Pfistergasse, eine Barrikade vor      chenbar und drohten die technischen
dem Haupteingang der Universität,        Anlagen zu zerstören. Die grösste
Absperrungen gegen die Reuss hin,        Gefahr ging jedoch vom alten Oel-
ein reissender Fluss, der über die       tank aus. Ein überfluteter, defekter
Ufer trat: Der Gang an den Arbeits-      Tank hätte zu einer immensen Was-
platz wurde am Dienstag, 23. August,     serverschmutzung führen können,
zum Hindernislauf. «Am Montag war        deshalb wurden eine dauernde              Blick aus dem ersten Stock des Hauptgebäudes an der Pfistergasse
hier eigentlich noch wenig zu spüren,    Ueberwachung des Wasserstandes
das Drama spielte sich in Emmen          und das Absaugen des Grundwas-
und im Entlebuch ab. Ich brauchte        sers angeordnet. Jeweils zwei Per-
zwei Stunden, um von Rothenburg,         sonen (Universitätspersonal) beo-
meinem Wohnort, an die Universität       bachteten in Vier-, bzw. Sechsstun-       Aus erster Hand                         Leo Fuchs, Hauswart
zu gelangen.» Wie Franz Hupfer ging      denschichten die Flut rund um die                                                 Meinen Schreckensmoment hatte
es vielen anderen auch. Es herrsch-      Uhr, um bei einem Wassereinbruch          Andrea Urwyler, Raum- und               ich einen Tag vor der Überschwem-
te Ausnahmezustand vor der Stadt.        unverzüglich die Feuerwehr alarmie-       Betriebsmanagement                      mung: Als ich von den starken Re-
Doch obwohl noch keine direkte Be-       ren zu können. Sie saugten jeweils                                                gengüssen hörte, kam ich früher
drohung auszumachen war, ergriffen       im gesamten Untergeschoss das             Schönster Moment:                       aus dem Wochenende zurück und
die IT Verantwortlichen der Universi-    eindringende Grundwasser ab. Über         Die überwältigende Hilfsbereitschaft    schaute noch am Sonntag nach, ob
tät unter der Leitung von Marco An-      das Wochenende übernahm die Se-           unter den Universitäts-Mitarbeitern.    das Reusswehr geöffnet sei, denn
tonini und der Hauswart, Leo Fuchs,      curitas AG diese Aufgaben.                Es war sehr eindrücklich, als sich am   ich habe so meine Erfahrung mit
die Initiative: Die Server wurden in                                               Mittwochmorgen 10 Minuten nach          dem Hochwasser. Das nur teilweise
aller Eile aus dem Keller geräumt und    Am Montagmorgen, 29. August,              dem Aufruf an die Dekanate ca. 35       geöffnete Wehr liess mich Schlim-
an den Hirschgraben 43 transportiert,    konnte endlich entwarnt werden, und       HelferInnen in der Eingangshalle der    mes erahnen. Gleich am Montag-
und Leo Fuchs organisierte zusätzli-     schon bald standen Tische und Stühle      Pfistergasse einfanden.                  morgen dichtete ich die Kellerwände
che Sandsäcke. Für alle Fälle!           wieder in gewohnter Manier in der                                                 in unserem Hauptgebäude an der
                                         Cafeteria, waren die Sandsäcke ver-       Schreckensmoment:                       Pfistergasse reussseitig mit Sandsä-
Am Mittwoch, 24. August, präsentier-     schwunden und der Spuck zu Ende.          Die Meldung am Dienstag, dass           cken (die ich immer auf Lager habe)
te sich eine weit ernstere Lage. Um 9    Keine Flutwelle, keine Evakuation,        in Grafenort ein Damm gebrochen         ab. Diese Massnahme gab uns an
Uhr morgens wurde entschieden, die       kein Schlamm. Die Uni war mit einem       sei. Dies hätte zur Folge gehabt,       der Uni die nötige Zeit, uns auf eine
ganze EDV aus der Pfistergasse zu         blauen Auge davon gekommen, dank          dass wir mit einer Flutwelle hätten     allfällige Ueberschwemmung vor-
evakuieren, um 10 Uhr ging ein Auf-      weiser Voraussicht der Verantwortli-      rechnen müssen und die Kellerräu-       zubereiten. Dank der guten Koordi-
ruf an alle Mitarbeitenden der Zen-      chen, dank der grossen Hilfsbereit-       me ganz überschwemmt worden             nation von Andrea Urwyler und der
tralen Dienste und der Fakultäten, in    schaft vieler Mitarbeitenden.             wären. Zum Glück entpuppte sich         Hilfsbereitschaft der anwesenden
einer Eilaktion alles Mobiliar aus den                                             diese Meldung als falsch, denn es       Mitarbeitenden und Studierenden
Kellerräumen und dem Erdgeschoss                          Judith Lauber-Hemmig     war «lediglich» ein Damm über-          konnten wir auf die Warnungen des
der Pfistergasse in den 3. Stock zu                                                 laufen.                                 Hochbauamtes für eine eventuelle
verlegen. Rund 35 Personen boten                                                                                           Evakuation des Gebäudes rasch re-
sofort ihre Hilfe an, so dass inner-     Bilanz                                                                            agieren und alles Mobiliar aus dem
halb von zwei Stunden alles geräumt      Aufwand in Personenstunden:                                                       Keller und dem Erdgeschoss räu-
war. Eine sonderbare Atmosphäre          • Informatik            120 Std.          Marco Antonini, Informatik              men, so dass keine nennenswerten
machte sich breit: Draussen die un-      • Gebäudeschutz          50 Std.          «Ich hatte zwei Schreckensmomen-        Schäden entstanden.
bändige Reuss, die immer höher an-       • Wasserabsaugen         80 Std.          te: Zum einen, als am Dienstag-
stieg, drinnen gespenstige Ruhe und      • Hausratsschutz        120 Std.          morgen vom Kanton die Meldung
Leere. Doch die Ruhe war trügerisch,                                               kam, das Wasser würde nochmals
denn hinter den Kulissen herrschte       Vielen Dank!                              25 – 50 cm steigen. Da war für mich
Hochbetrieb. Die Informatiker setzen     An der Pfistergasse erlebte ich eine       klar, wir müssen alles aus dem
alles daran, die Netzwerke wieder in-    grosse Einsatzbereitschaft beim Eva-      Keller räumen. Zum zweiten die
stand zu stellen und die Arbeitsplätze   kuieren, beim Wassersaugen, beim          Meldung vom Mittwochmorgen,
wieder mit E-Mail und Internet zu        Pikett-Dienst und beim Sandsack-          dass ev. das ganze Haus unterspült
versorgen. Die Hauswarte Felix Stoll     transport – das beherzte Zugreifen        und im schlimmsten Fall für längere
(Union) und Leo Fuchs hatten alle        vieler Hände hat mich sehr beein-         Zeit nicht benützbar gewesen wäre,
Hände voll zu tun mit dem Absichern      druckt. Ich danke allen Beteiligten       so dass wir alles hätten evakuieren
der Gebäude und dem Organisieren         für das Geleistete!                       müssen.»
von Sandsäcken. Andrea Urwyler,                              Markus Ries, Rektor


                                                                                                                                                                   5
                                                                                                                                Lehre – Forschung – Tagungen




          Die leibhaftige Vergangenheit – Die Geschichtswissenschaft
                          und ihre Bilder vom Körper
                                                    Antrittsvorlesung von Prof. Valentin Groebner


    Der 21. Juni 2005 war ein ereignis-    wird aus einem jungen Burschen ein
    reicher Tag. Am Morgen beschloss       altersloser Mann, dem man ansieht,
    der Schweizerische Bundesrat, die      was er erlebt – und wohl auch getan
    Universität Luzern vorbehaltlos als    hat. Es wird sichtbar, wie der Kollek-
    eidgenössische Universität anzuer-     tivkörper Fremdenlegion den indivi-
    kennen, am späten Nachmittag fiel       duellen Körper Silva geprägt hat.
    auf dem gesamten Netz der Schwei-
    zerischen Bundesbahnen SBB der         Silvas Vorgänger stammten – und
    Strom aus, alle Züge und Tausen-       damit wären wir im Spätmittelalter
    de Pendler in der ganzen Schweiz       und in der Frühen Neuzeit ange-
    standen still, und am Abend hielt      kommen – aus den Gebieten der
    Valentin Groebner als Professor an     Eidgenossenschaft. Die französische
    der Universität Luzern für Allgemei-   Fremdenlegion wurde in der ersten
    ne und Schweizer Geschichte des        Hälfte des 19. Jhd. nach der Auflö-
    Mittelalters und der Renaissance im    sung der eidgenössischen Söldner-
    grossen Saal des ehemaligen Hotel      truppen gegründet. Gerade für die
    Union seine Antrittsvorlesung: «Die    Geschichte der Innerschweiz kann
    leibhaftige Vergangenheit. Die Ge-     die Bedeutung der «Fremden Diens-
    schichtswissenschaft und ihre Bilder   te» während mehreren Hundert Jah-
    vom Körper».                           ren kaum überschätzt werden: Die         Valentin Groebner im Gespräch mit dem Filmemacher Daniel Schmid und Wer-
                                           regimentsfähigen Familien betätig-       ner Dubach, CEO und Besitzer der Eichhof Holding AG
    Man könnte meinen, gegen solche        ten sich als Soldherren, eine grosse
    hochaktuellen Ereignisse könne der     Zahl Söldner zog in fremde Kriegs-
    Vortrag eines Historikers im Vorne-    dienste und grosse Geldbeträge           Nicht nur gelehrte Intellektuelle        Söldnern in Norditalien Finger und
    herein nur schlecht ankommen, sei      flossen zurück in die Innerschweiz.       kritisierten das obrigkeitliche Geld-    Bauchfett abgeschnitten und letz-
    zwar sicher intellektuell anregend     Das damalige Soldwesen zeichnete         verdienen mit den Körpern der Un-        teres als medizinische Ingredienz
    und mit interessanten Anekdoten        sich aus durch eine Privatisierung       tertanen. Bekannt ist ein Fall, in dem   in norditalienischen Apotheken für
    gespickt – aber berufshalber wenig     des Gewinns und eine Verlagerung         ein Luzerner Untertane dem regi-         gutes Geld verkauft wurde.
    aktuell und wohl bereits etwas an-     der Kosten auf die öffentliche Hand.     mentsfähigen und mächtigen Sold-
    gestaubt. Doch Valentin Groebner       Die Beliebtheit und das Prestige des     herren Pfyffer vorwarf, dieser würde     Soweit die Körpergeschichte des bru-
    begann seinen mittelalterlichen Vor-   Solddienstes nahmen kontinuierlich       Leute «aberschelmen», d. h. das          talen Soldwesens und des grausligen
    trag – nach einem knappen Überblick    ab, sodass schliesslich die Kompa-       mit Menschen betreiben, was der          Organhandels der Vormoderne: einer
    zum Forschungsstand der Körper-        nien mit Armen und Bettlern gefüllt      Abdecker mit den toten Tieren auf        vergangenen Zeit mit ihren eigenen
    geschichte – mit Porträtfotografien     wurden; rekrutiert – und bewusst         dem Schindanger macht, nämlich           Problemen, die wir zum Glück hinter
    eines jungen Fremdenlegionärs na-      ausser Landes exportiert – wurde,        Tierkadaver ausschlachten und de-        uns gelassen haben. Wir sehen die
    mens Olivier Silva. Silva wurde vor    wer sich nicht wehren konnte. Die        ren Fett, Knochenmehl und Haut zu        Vormoderne gerne scharf getrennt
    seinem Eintritt in die französische    Körper der Söldner waren eine käuf-      Geld machen. Nicht nur in der öko-       von unserer modernen Zeit, vergan-
    Fremdenlegion, und in der Folge        liche Ware. Bereits die Zeitgenossen     nomischen Praxis des Soldwesens          gene Vergangenheit eben. Doch sel-
    alle paar Monate während seiner        kritisierten den Solddienst heftig       gerieten damals Körper oder Kör-         ten genug ist es so eindeutig und klar,
    Dienstzeit immer wieder porträtiert.   als verwerflichen Fleisch- und Blut-      perteile zu käuflicher Handelsware.       was hinter uns und was noch vor uns
    Innerhalb kurzer Zeit verändert sich   verkauf. Valerius Anselm bemerkte        Das Stellen von Ersatzmännern für        liegt. Zum Beispiel Organhandel: Seit-
    dessen Gesicht, dessen Blick, dessen   gar, eidgenössisches Fleisch sei bil-    den Kriegsdienst war üblich: 1476        dem in den 1990er Jahren neue Me-
    Körperhaltung. Vereinfacht gesagt,     liger als Kalbfleisch zu bekommen.        stammten bei einem militärischen         dikamente die Immunabwehr besser
                                                                                    Auszug der Luzerner von 157 Krie-        überbrücken können, finden immer
                                                                                    gern nur 35 aus Luzern, die übrigen      zahlreichere Organe – vor allem Nie-
                                                                                    aus Süddeutschland, die sich quasi       ren – von Armen aus dem Süden und
                                                                                    als «Gastarbeiter» von wehrpflich-        Osten gegen Geld ihren Weg in den
                                                                                    tigen Luzernern hatten verdingen         reichen Westen. Zum Beispiel Soldwe-
                                                                                    lassen. Ebenso verbreitet war bei        sen: Kriege werden zur Zeit nicht nur
                                                                                    Kriegszügen die Praxis der Geisel-       mit den Angehörigen der nationalen
                                                                                    nahme zur lukrativen Eintreibung         Armeen geführt; mehr als die Hälfte
                                                                                    von Lösegeldern. Die Forderung           des Sicherheitspersonals im Irak sind
                                                                                    nach Kompensation verlorener Kör-        zurzeit sogenannte «contractors», An-
                                                                                    perteile in Städten war nichts Unge-     gestellte professioneller Firmen, die
                                                                                    wöhnliches: Man konnte beispiels-        gegen Entgelt im Irak «arbeiten». Vor-
                                                                                    weise für einen verlorenen Finger        moderne Körpergeschichte erweist
                                                                                    720 Pfennige einfordern. Die Luzer-      sich unangenehmerweise als ziemlich
                                                                                    ner – und auch andere – Obrigkeiten      aktuell – oder mit dem Schlusswort
                                                                                    verkauften straffällige Delinquenten     Valentin Groebners gesprochen: «Or-
                                                                                    als Galeerensträflinge an Venedig,        ganhandel und Söldner sind (...) die
                                                                                    gegen ein Entgelt und Spesen ver-        leibhaftige Vergangenheit».
                                                                                    steht sich. Bekannt ist zudem, wie
    Valentin Groebner                                                               von gefallenen eidgenössischen                                     Michael Blatter


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Lehre – Forschung – Tagungen




                                                           «Nostra Aetate»
           Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem 40-Jahr-Jubiläum der Erklärung des II. Vatikanischen Konzils
                              über das Verhältnis der Kirche zu den nicht-christlichen Religionen


Die Erklärung des II. Vatikanischen     Reflection on religious plurality in     für Jüdisch-Christliche Forschung in    bis Anfang 2001 war er Direktor der
Konzils über das Verhältnis der         the western world.                      Luzern hat. Ziel der Stiftung ist es,   Anti-Defamation League in Israel
Kirche zu den nicht-christlichen Re-                                            Menschen auszuzeichnen, die sich        und Spezialist für Inter-Faith Bezie-
ligionen, «Nostra Aetate», öffnete      Am 27. Oktober 2005 findet in Rom        für die Verständigung zwischen Ju-      hungen. Seit 1995 ist er Präsident
neue Wege, mit anderen religiösen       eine Jubiläumsfeier statt, organi-      den und Christen oder im Trialog der    der Weltkonferenz für Religion and
Traditionen in Beziehung zu treten,     siert von der Kommission für die        drei Abrahamsreligionen Judentum,       Frieden (WCRP) und 1998 wurde er
und forderte die Christen zum Dialog    religiösen Beziehungen zum Juden-       Christentum und Islam einsetzen.        Präsident des Internationalen Rates
mit den Juden auf, um das grosse re-    tum. Die Bedeutung und Wirkung                                                  der Christen und Juden, dem 33 Mit-
ligiöse Erbe zu entdecken, das Juden    der Erklärung «Nostra Aetate» wird      Am 3. November 2005 findet in Je-        gliedsorganisationen in 31 Ländern
und Christen gemeinsam ist.             aus jüdischer Sicht von Rabbi David     rusalem die Verleihung des Mount        angehören. Im Jahr 2001 wurde Rab-
                                        Rosen, Jerusalem, und aus katholi-      Zion Award 2005 statt. Diesjähriger     bi David Rosen Internationaler Direk-
Prof. Dr. Verena Lenzen, Professorin    scher Sicht von Kardinal Jean-Marie     Preisträger ist Rabbi David Rosen,      tor für interreligöse Angelegenheiten
für Judaistik und Theologie / Christ-   Lustiger, Paris, gewürdigt. Prof. Dr.   Jerusalem. Seit Jahren fördert er       beim American Jewish Committee.
lich-Jüdisches Gespräch und Leiterin    Verena Lenzen wird an diesem An-        den Dialog zwischen Juden und
des Instituts für Jüdisch-Christliche   lass teilnehmen.                        Christen. Als Vorsteher der jüdischen                            Franz Lienhard
Forschung, nahm vom 8. bis 13. Sep-                                             Gemeinde in Südafrika (1975 – 1979)
tember 2005 an einem internationa-      Im Zusammenhang mit der Erklärung       gründete er das Inter-Faith-Forum,
len Kolloquium des PCID in Mödling      «Nostra Aetate» steht die Mount Zion    dem Juden, Christen und Muslime
bei Wien teil. Das Thema lautete: One   Foundation, eine Stiftung, die 1986     angehören, als Oberrabbiner von
community, a single origin, a com-      von Pfarrer Wilhem Salberg gegrün-      Irland (1979 –1985) den Irischen Rat
mon destiny («Nostra Aetate», 1):       det wurde, und ihren Sitz am Institut   der Christen and Juden. Von 1988




                              Das Kreuz der Kirche mit der Demokratie

                                        christliche Glaube das Reich Gottes,    mokratischen Rechtsstaat ablehnten,     weitergeben. Kirchenzugehörigkeit
                                        das in dieser Welt nicht als politi-    das Gespräch auf der Grundlage          ist gemäss der Bundesverfassung
                                        sche Wirklichkeit existiert und nicht   eben dieses Rechtsstaates miteinan-     freiwillig (Art. 15 Abs. 4 BV). Ob
                                        existieren kann» so Joseph Kardinal     der gesucht.                            jemand dazu gehören will, ist eine
                                        Ratzinger 2005.                                                                 persönliche Entscheidung. Men-
                                                                                Das Zweite Vatikanische Konzil hat      schen sind überzeugt, dass sie mit
                                        Andererseits hat der Philosoph          vor 40 Jahren mit der «Erklärung        ihrem Glauben ein sinnvolles Leben
                                        Jürgen Habermas die Religions-          über die Religionsfreiheit» (1965)      entwerfen können. Dieses Beglei-
                                        gemeinschaften nach dem 11. Sep-        ein neues Kapitel im Verhältnis von     ten und Suchen von Menschen ist
                                        tember 2001 aufgefordert, sich mit      Staat und Kirche aufgeschlagen.         Seelsorge.
                                        dem säkularen Rechtsstaat aus-          Neue Themen beschäftigen seither
                                        einanderzusetzen. Alle Religions-       die Theologie:                          Menschenrechte in den Kirchen?
Der Papst wünsche islamischen Re-       gemeinschaften sollen «aus ihrer                                                Papst Johannes XXIII. hat die All-
ligionsunterricht in den staatlichen    Binnenperspektive das Verhältnis        Konfliktgeschichte von Kirche und        gemeine Erklärung der Menschen-
Schulen Deutschlands. Dies berich-      der religiösen Gemeinde (a) zum         Demokratie                              rechte von 1948 1963 ins kirchliche
tete der nordrheinwestfälische Mi-      freiheitlichen Staat, (b) zu anderen    Bis weit in das 20. Jahrhundert galt    Denken aufgenommen. Der Präsi-
nisterpräsident Rüttgers nach einer     Religionsgemeinschaften und (c)         die Demokratie für die Kirchen nicht    dent des Schweizer Bundesgerichts,
Privataudienz zusammen mit Kanz-        zur säkularisierten Gesellschaft im     als die ideale Staatsform. Seit der     der Bündner Giusep Nay, zeigt sich
lerkandidatin Angela Merkel bei Be-     Ganzen neu bestimmen.»                  Erklärung über die Religionsfreiheit    erstaunt, dass die kath. Kirche im ei-
nedikt XVI. anlässlich des Kölner Be-                                           hat die kath. Kirche versucht, ein      genen Bereich die Menschenrechte
suchs (NZZaS vom 21.8.2005. S. 3).      Der neomarxistische Philosoph Ha-       neues Verhältnis zu den Prinzipien      nicht umsetzt, die sie nach aussen
                                        bermas und der inzwischen zum           von Demokratie und Öffentlichkeit       einfordert. Welche Konsequenzen
Wünscht Papst islamischen Religi-       Vorsteher der römisch-katholischen      zu entwerfen. Sie versteht sich         hat dies für die Schweizer Rechts-
onsunterricht?                          Kirche gewählte Kardinal, Papst         selbst heute als Teil der demokrati-    sprechung, für die Kirchgemeinden
Einerseits hat der christliche Glaube   Benedikt XVI., haben in der Katho-      schen Zivilgesellschaft, als «Gross-    und für die Pfarreien?
«die Idee der politischen Theokratie    lischen Akademie in Bayern ge-          bewegung zur Verteidigung und
aufgehoben. Er hat – modern ausge-      meinsam über die «vorpolitischen        zum Schutz der Würde des Men-           So unzweifelbar der Gedanke der
drückt – die Weltlichkeit des Staates   moralischen     Grundlagen    eines     schen» (Johannes Paul II.).             Menschenrechte sich unter ande-
hergestellt, in dem die Christen mit    freiheitlichen Staates» gesprochen.                                             rem unter christlichem Einfluss
Angehörigen anderer Überzeugun-         Damit haben gewichtige Vertreter        Kirchenaustritt                         entwickelt hat, so unzweifelbar ist
gen in Freiheit zusammenleben,          einer Weltanschauung und einer          In modernen Gesellschaften können       zugleich, dass er gegen erheblichen
zusammengehalten freilich von der       Religionsgemeinschaft, die noch im      Kirchen ihren Glauben nur durch         kirchlichen Widerstand durchgesetzt
gemeinsamen moralischen Verant-         20. Jahrhundert aus unterschiedli-      Zustimmung der Mitglieder von           werden musste.
wortung. Davon unterscheidet der        chen Gründen den freiheitlichen de-     einer Generation an die nächste

                                                                                                                                                                  7
                                                                                                                                    Lehre – Forschung – Tagungen




                                               von Katholikinnen, Protestanten und        onsgemeinschaften vorsieht, trotz      dem Publikum stellen.
    Gleichtstellung der Frau in der Kirche     Muslimen, von nichtreligiösen Men-         oder gerade wegen der Beteili-         Studierenden der Universität Luzern
    Das Zweite Vatikanische Konzil for-        schen und religiösen Fundamen-             gung der Kirchen.                      mit gültiger Legi wird der Tagungs-
    muliert, es gebe «in Christus und          talisten sind die Religionsgemein-       Die Erklärung der Religionsfreiheit      beitrag erlassen. Sie bezahlen nur
    in der Kirche keine Ungleichheit           schaften herausgefordert, in Dialog      des Konzils vor 40 Jahren hat inzwi-     Fr. 20.– für Mittagessen, Getränke,
    aufgrund von Rasse und Volkszu-            zu treten mit der freiheitlich-demo-     schen auch die katholische Kirche        Apero. Anmeldeschluss: 27. Oktober
    gehörigkeit, sozialer Stellung oder        kratischen Rechtskultur. Die Kirchen     sichtbar verändert. Einmal genauer       2007.
    Geschlecht.» (LG 32) Daher müsse           müssen ihr Verhältnis zum liberalen      hinzuschauen, was sich da gewan-
    «jede Form einer Diskriminierung           Staat, zu anderen Religionsgemein-       delt hat, würde sich lohnen. Das 40                           Prof. Adrian Loretan
    … beseitigt werden, da sie dem Plan        schaften und zur zunehmend säkula-       Jahr Jubiläum der Konzilserklärung
    Gottes widerspricht.» (GS 29) Bei          ren Gesellschaft neu bestimmen. So       über die Religionsfreiheit scheint       Anmeldung /Auskunft
    der Gleichstellung von Mann und            kommt es vor,                            mir ein geeigneter Anlass.               Tagung vom 29. Oktober 2005
    Frau in geweihten Ämtern hat diese         • dass in französischen, katholi-
    Entwicklung allerdings noch nicht            schen Privatschulen islamische         Das Romerohaus in Luzern und die         info@romerohaus.ch
    stattgefunden. Doch auf Dauer wird           Mädchen ihr Kopftuch tragen;           Professur für Kirchen- und Staats-       www.unilu.ch/tf/kr
    sich die Kirche der rechtlichen Ent-       • dass der Papst sich für den Reli-      kirchenrecht der Universität Luzern
    wicklung nicht entziehen können,             gionsunterricht der Muslimen in        nehmen dies zum Anlass einer             Anmeldung bis zum 27. Oktober 2005
    will sie die jungen Frauen – und mit         deutschen staatlichen Schulen          Tagung (Infos siehe Kasten). Dazu        möglich.
    ihnen die Weitergabe des Glaubens            einsetzt,                              sind alle Interessierten eingeladen.
    an die nächste Generation – nicht          • dass der Schlussbericht der            Experten aus Rechtsstaat (Bundes-
    verlieren.                                   Arbeitsgruppe Staat – Kirchen /        gerichtspräsident Dr. Giusep Nay)
                                                 Glaubensgemeinschaften der To-         und Kirche (Dr. Daniel Kosch und
    Vision: friedliches Zusammenleben            talrevision der Luzerner Staatsver-    Prof. Dr. Adrian Loretan) und Gleich-
    der Religionen                               fassung die rechtliche Möglichkeit     stellungsfragen (Dr. Stella Ahlers)
    Für ein friedliches Zusammenleben            der Anerkennung weiterer Religi-       werden sich auch den Fragen aus




                                           Uni Luzern knüpft Bande nach China

                                               einer anderen Universität im In- oder    Erfahrungen zu sammeln», sagt            rechtswissenschaftlichen Fakultäten
                                               Ausland. In den ersten vier Jahren       Prof. Andreas Furrer, der diese Ko-      gibt auch den Dozierenden die Mög-
                                               seit der Gründung schloss die Rechts-    operation eingefädelt hat. Er war        lichkeit, die unterschiedlichen recht-
                                               wissenschaftliche Fakultät solche        mit einer Wirtschaftsdelegation der      lichen Traditionen zu studieren und
                                               Kooperationsverträge vor allem mit       Zentralschweiz und Zürich in China       sich gegenseitig kennen zu lernen.
                                               Universitäten im deutschen, französi-    und besuchte neben der Universität       Die Konkretisierung und Umsetzung
                                               schen und italienischen Sprachraum       Nanchang auch verschiedene Ansied-       dieses Kooperationsvertrages wird
                                               im In- und Ausland ab. Nun soll für      lungsprojekte von KMU in Nanchang        jedoch von den finanziellen Möglich-
                                               die Studierenden auch der wichtige       und Shanghai. Nanchang liegt süd-        keiten abhängen. Unsere noch junge
                                               englischsprachige Bereich erschlos-      westlich von Shanghai und hat fast 5     Rechtswissenschaftliche Fakultät wird
                                               sen werden. Die Rechtswissenschaft-      Millionen Einwohner. Sie gilt als eine   auf Drittmittel angewiesen sein, um
               Prof. A. Furrer                 liche Fakultät wird in absehbarer Zeit   der stark wachsenden Wirtschafts-        den chinesischen Studierenden einen
                                               dazu auch englischsprachige Kurse        metropolen, welche schweizerischen       Studienplatz in der Schweiz finanzie-
    Am 8. September unterzeichnete             anbieten, um die eigenen Studieren-      Unternehmen grosse Chancen bietet.       ren zu können.
    Markus Ries, Rektor der Universität        den in diese zunehmend wichtige          Die Kooperation zwischen den beiden                        Judith Lauber-Hemmig
    Luzern, einen Kooperationsvertrag          Fachsprache einzuführen, und um
    mit der Universität Nanchang / China.      den ausländischen Studierenden
    Dies ermöglicht den Rechtswissen-          ein attraktives Angebot offerieren zu
    schaftlichen Fakultäten beider Univer-     können. Damit ist die Grundlage für
    sitäten eine engere Zusammenarbeit,        einen Austausch der Studierenden
    insbesondere einen Austausch von           mit englischsprachigen Universitä-       Partneruniversitäten Internationaler Studierendenaustausch
    Studierenden und Dozierenden.              ten gelegt. Der Kooperationsvertrag
                                               mit Nanchang ist hierfür ein erster      Die Universität Luzern verfügt über Studierendenaustauschabkommen mit
    Mit diesem Kooperationsvertrag baut        Baustein.                                Universitäten aus:
    die Universität Luzern ihr internatio-
    nales Netzwerk weiter aus und kann         Die Universität Nanchang bietet für      Tasmania (Australien), Nanchang (China), Berlin, Bonn, Eichstatt-Ingolstadt,
    somit den Studierenden zusätzliche         die Studierenden der Rechtswissen-       Freiburg, Greifswald, Heidelberg, München, Münster, Potsdam, Regens-
    Möglichkeiten anbieten, im Verlaufe        schaftlichen Fakultät der Universität    burg, Tübingen, Würzburg (Deutschland), Lille, Paris (Frankreich), Tel Aviv
    ihres Studiums ein Semester an einer       Luzern verschiedene Kurse in eng-        (Israel), Catania, Genua, Mailand, Modena, Pavia, Rom, Varese (Italien), Vil-
    ausländischen Universität zu studie-       lischer Sprache an. «Dies ist eine       nius (Litauen), Innsbruck, Salzburg, Wien (Österreich), Krakau (Polen).
    ren. Das in Luzern bereits gut etablier-   einmalige Gelegenheit, in eine uns
    te Bologna-Modell erleichtert die An-      fremde Kultur einzutauchen und
    erkennung von Studienleistungen an         wichtige fachliche und menschliche       Weitere Informationen finden Sie unter www.unilu.ch/unilu/14202.htm



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Lehre – Forschung – Tagungen




                  131 Bachelors der Rechtswissenschaften diplomiert
Am Freitag, 16. September 2005,           von der Professor Walther Hug-
fand die zweite Diplom- und Promo-        Stiftung zugesprochenen Professor
tionsfeier der Rechtswissenschaftli-      Walther Hug-Preis geehrt. Dieser
chen Fakultät statt. 131 Studierende,     Preis zeichnet Verfasserinnen oder
davon 79 Frauen (60 %) erhielten ein      Verfasser der besten Dissertationen
Bachelor-Diplom. Sie gehören damit        aus, die an schweizerischen Univer-
zu den zweiten Absolventinnen und         sitäten abgenommen wurden. Die
Absolventen der im Jahr 2001 ge-          Dissertationen müssen einen Bezug
gründeten Rechtswissenschaftlichen        zum schweizerischen Recht auf-
Fakultät der Universität Luzern.          weisen. Die Preisträgerinnen und
                                          Preisträger werden aus denjenigen
Mit Michael Günter und Fabienne           Personen evaluiert, deren Disserta-
Helfenstein schlossen zwei Studie-        tion die höchste Bewertung erfah-
rende mit der Bestnote «summa             ren hatte. Der Preis beträgt zurzeit
cum laude» (mit höchstem Lob), ab,        Fr. 3000.–, ausgezeichnet werden
15 weitere mit einem «magna cum           jährlich zwischen 15 und 30 Disser-
laude» (mit grossem Lob). Den Preis       tationen. Zweck der Professor Walt-
des Universitätsvereins für die bes-      her Hug-Stiftung zur Förderung der
te Bachelorprüfung wurde Fabienne         rechtswissenschaftlichen Forschung
Helfenstein zugesprochen.                 ist die (finanzielle) Unterstützung        Prof. Paul Richli überreicht Fabienne Helfenstein den Preis des Universitätsver-
                                          der schweizerischen rechtswissen-         eins für die beste Bachelorprüfung.
An der Diplom- und Promotionsfeier        schaftlichen Forschung.
erhielten die Juristinnen Valérie An-
ne Meyer und Monika Ruggli sowie          Die Diplom- und Promotionsfeier           solvent, Roman Wülser, hat neben            dem Ensemble des Orchesters der
der Jurist Christian Schauer ein Dok-     ist durch eine festliche, aber keine      der Ansprache von Gründungsde-              Universität Luzern.
tordiplom. Zudem wurden Dr. Karin         pompöse Kultur geprägt, bei der die       kan Paul Richli eine kurze Rede ge-
Müller, Dr. Dorothee Schramm sowie        Absolventinnen und Absolventen            halten. Umrahmt wurde die Feier                           Judith Lauber-Hemmig
Dr. Stephan Hördegen für den Ihnen        im Zentrum stehen. Der jüngste Ab-        durch musikalische Einlagen mit




                                                            «Alle Optionen offen halten»
                Kurzinterviews mit den Prof. Walther Hug-Preisträgern Dr. Stefan Hördegen, Dr. Karin Müller und Dr. Dorothee Schramm



Was bedeutet für Sie der Prof. Walther    Sie haben die Uni Luzern unterdessen      Welchen Tipp geben Sie den «frischen»       D. Sch.: Den Doktorierenden rate
Hug-Preis?                                verlassen. Hat der Preis einen Einfluss    Bachelors und Doktoranden für ein er-       ich, sich weder von Dritten noch
                                          auf Ihre berufliche Weiterentwick-         folgreiches Studium / Doktorat?             vom eigenen «Schweinehund» ent-
St. H.:Sehr viel, da ich viel Herzblut    lung / Stellensuche (gehabt)?                                                         mutigen zu lassen, die Diss in Ruhe
für diese Arbeit hingegeben habe                                                    St. H.: Wenn ich in der Situation eines     «reifen» zu lassen und keine Angst
und hierfür von «offizieller Seite» nun    St. H.: Er wird insofern einen Einfluss    Bachelors wäre, würde den Master mit        davor zu haben, in der Schlusspha-
prämiert wurde. Ich bin mir natürlich     auf meine berufliche Weiterentwick-        der Einstellung angehen, dass ich mir       se die Diss noch einmal neu und aus
bewusst, dass viele günstige Faktoren     lung haben, als ich mich in Zukunft       für die spätere berufliche Tätigkeit alle    einem Guss hinunterzuschreiben.
zu diesem Erfolg beigetragen haben        weiterhin wissenschaftlich betätigen      Optionen offen halten möchte (ausser        Mein Tipp für die frischen Bachelors:
(optimales Arbeitsumfeld, Studien-        möchte. In Bezug auf die Stellensuche     ich wüsste schon ganz genau, was für        Schaut bei der Fächer- und Prakti-
aufenthalt im Ausland, Freundeskreis      kann ich die Frage nicht beantworten,     mich nicht in Fage bzw. eben in Frage       kumswahl nicht nur auf Credits und
etc.), also nicht nur meine eigenen       da ich mich in den Vorbereitungen zur     käme; aber wer weiss das in diesem          Prüfungsordnungen, sondern auch
wissenschaftlichen Fähigkeiten.           Anwaltsprüfung befinde und ich mich        Lebensabschnitt schon so genau, zu-         auf das, was Euch wirklich interes-
                                          somit zurzeit noch nirgends um eine       mal der berufliche Werdegang auch            siert und wozu Ihr später vielleicht
                                          Stelle beworben habe.                     von Zufällen abhängt?). D. h. auch ver-     keine Gelegenheit mehr haben wer-
K. M.: Es ist für mich eine grosse Eh-                                              suchen, notenmässig einigermassen           det. Ihr belegt schlussendlich Eure
re, diese renommierte Auszeichnung                                                  gut abzuschliessen, weil dies in der        Fächer nicht, um die Prüfung zu be-
zu erhalten. Der Preis ist für mich ein   K. M.: Der Preis motiviert und bestärkt   leistungsorientierten Arbeitswelt nun       stehen und möglichst schnell durch-
Zeichen der Anerkennung meiner wis-       mich, meine wissenschaftliche Lauf-       mal eine nicht zu unterschätzende Rol-      zukommen, sondern um danach in
senschaftlichen Leistung.                 bahn weiter zu verfolgen.                 le spielt. Für das Doktorat empfehle        der Lage zu sein, Euren Beruf auszu-
                                                                                    ich, sich ein Thema auszuwählen, dass       üben. Viel Erfolg Euch allen!
                                                                                    einem auch persönlich interessiert
D. Sch.: Neben der grossen Freude         D. Sch.: Bislang hat der Preis noch       und nicht nur für das Curriculum (ver-
und Ehre stellt der Preis für mich die    keine spürbaren Auswirkungen ge-          meintlich) nützlich ist, denn es ist auch
Bestätigung dar, dass das jahrelange      habt, das kann sich aber bei meiner       bei einem schnellen «Durchziehen» ei-
Schwitzen schlussendlich zu einem Er-     nächsten Stellensuche ändern. Der         ner Diss. viel kostbare Lebenszeit, die
gebnis geführt hat, das auch aus Sicht    Preis stellt sicher einen wichtigen Bo-   damit verbracht wird.
Dritter die Mühe wert war.                nus dar, aber ich werde vielleicht nie
                                          erfahren, welchen Einfluss er konkret
                                          gehabt hat.




                                                                                                                                                                        9
                                                                                                                                    Lehre – Forschung – Tagungen




                  Vielfalt der Kulturen                                                Rationierung im Gesundheitswesen
                       Tagung vom 25. / 26. November 2005                                   Interdisziplinäres Symposium an der Universität Luzern und
                                                                                                   am Kantonsspital Luzern, 2./3. Dezember 2005

     Die Vielfalt der Kulturen gilt oft als   Die Schweiz, als Kleinstaat äusserst     Seit Jahren steigen die Kosten für die    schaften, Pharmaindustrie, Sozialwis-
     ein Kennzeichen Europas. Seine           vielfältig in seinen Kulturen, steht     solidarisch finanzierte gesundheitli-      senschaften, Politik und Ethik nach. In
     Grenzen sind zwar nicht festgelegt,      vor denselben Problemen. Sie gilt        che Versorgung. Die Finanzierung der      einer abschliessenden Podiumsrunde
     doch reicht es weiter als das Terri-     im Gesamten als europaskeptisch.         Krankenkassenprämien und Selbst-          wird gefragt, ob wir in Zukunft mit
     torium der jetzigen eu. Die Unter-       Die politisch Verantwortlichen ver-      behalte ist für viele Haushalte proble-   einer impliziten oder expliziten Rati-
     schiede der Lebensformen, Rechts-        meiden eine klare Stellungnahme,         matisch geworden, steigende Spital-       onierung im Gesundheitswesen zu
     und Steuersysteme, politischen           so dass keine rationale Diskussion       kosten belasten die Kantonsbudgets.       rechnen haben bzw. welche Möglich-
     Ordnungen, Sprachen und der              zum Prozess der Europäisierung           Der medizinische Fortschritt und die      keiten in diesem Bereich sozialethisch
     geschichtlich bedingten Verhaltens-      zustande kommt, der grundsätz-           demographische Entwicklung werden         wünschbar und politisch auch reali-
     weisen zur eigenen Vergangenheit         lich umfassender ist als bloss die       diesen Druck weiterhin verstärken,        sierbar sind.
     und zu der sich schnell verändern-       Frage über einen Beitritt zur eu.        so dass sich die Gesundheitspolitik
     den Gegenwart bilden zweifellos          Damit sei angedeutet, dass es eines      in Bezug auf die Finanzierung der         Das Symposium ist Teil eines vom
     einen Reichtum an Lebensqualität,        neuen Ansatzes bedarf, um über           Gesundheitskosten herausgefordert         Schweizerischen Nationalfonds finan-
     aber zugleich auch ein Potential an      die Schranken nationalstaatlichen        sieht.                                    zierten Forschungsprojekts, das sich
     Spannungen und Konflikten. So             Denkens hinauszukommen – nicht                                                     zum Ziel gesetzt hat, ethische Leitlini-
     scheint jedes europäische Land zu        nur in der Schweiz, sondern auch         Wo liegen genau die Probleme?             en zur Rationierung im Gesundheits-
     jedem andern Land Europas und vor        in allen Staaten, die sich trotz allen   Welche Finanzierungs- und Ratio-          wesen zuhanden der schweizerischen
     allem gegenüber der sich konstitu-       Vorbehalten europäisch nennen.           nierungsvorschläge werden heute           Gesundheitspolitik zu erarbeiten. Die
     ierenden Europäischen Union ein                                                   diskutiert, welche ethischen Implika-     Teilnahme steht allen Interessierten
     besonderes Verhältnis auszubilden.                                                tionen enthalten sie? Besteht heute       offen.
     Auch gewaltsame Konflikte sind an         Anmeldung /Auskunft                      bereits eine Praxis der Rationierung
     verschiedenen Orten latent.              Pia Anderhub-Melliger                    am Krankenbett? Wie sind die kon-               Dr. Markus Zimmermann-Acklin
                                              Berglistrasse 55                         kreten Vorschläge der Stärkung der
     Vor die Fragen der kulturellen Sub-      6003 Luzern                              Eigenverantwortung, der Berücksich-
     stanz werden heute die europäi-                                                   tigung der Kosten-Effektivität und der    Anmeldung /Auskunft
     schen Bevölkerungen durch den            Tel. / Fax: 041 240 64 35                Altersrationierung aus ethischer Sicht    Institut für Sozialethik
     Kontakt mit der islamischen Kultur       anderhub@gmx.ch                          zu beurteilen? Diesen und weiteren        Gibraltarstrasse 3
     und der Immigration nicht-europäi-       www.lucerna.ch                           Fragen gehen wir unter Beteiligung        6003 Luzern
     scher Menschengruppen gestellt.                                                   von Expertinnen und Experten aus
                                                                                       den Bereichen Gesundheitsökono-           Tel. 041 228 55 31
                                                                                       mie, Medizin, Recht, Pflegewissen-         ise@unilu.ch




      «Zukunft von Religion in Europa»                                                  «Körper – Normen – Geschlechter»
     Symposium zum Jubiläum 20 Jahre Religionswissenschaft in Luzern                                       Gender Studies-Ringveranstaltung

     Seit 20 Jahren kann Religionswis-        Die Tagung wird Überlegungen und         «Ist es ein Junge oder ein Mäd-           Die Veranstaltung soll aus transdis-
     senschaft in Luzern studiert werden.     Perspektiven entwickeln, wie die         chen?» So lautet meist die erste Fra-     ziplinären Perspektiven Einblicke in
     Der Lehrstuhl für Religionswissen-       religiöse Landschaft 2025 in Europa      ge bei der Geburt eines Menschen.         die Gender Studies vermitteln und
     schaft wurde 1985 an der Theologi-       aussehen könnte und welche neuen         Die Zuordnung zu einem Geschlecht         Grundbegriffe wie z.B. ‹Sex› und
     schen Fakultät eingerichtet, wech-       Konstellationen möglich und wahr-        ist im gegenwärtigen Rechtssystem         ‹Gender› erklären.
     selte zusammen mit Philosophie           scheinlich sind. Zugleich ist mitzu-     eine Voraussetzung für den Zugang
     und Geschichte 1993 an die Geistes-      denken, welche neuen Aufgaben            zu Rechten. Die theologische, juristi-                            Isabel Miko Iso
     wissenschaftliche Fakultät und kann      einer gegenwartsorientierten Reli-       sche und gesellschaftliche Relevanz
     seit 2003 auch als Hauptfach studiert    gionsforschung in solch veränderter      der Kategorie ‚Geschlecht‘ soll in
     werden. Das 20-jährige Bestehen          Situation zukommen könnten.              dieser interfakultären Veranstaltung      Auskunft
     des Religionswissenschaftlichen Se-                                               beleuchtet werden. Die Schnittmen-        Beauftragte für Gender Studies
     minars soll mit diesem Jubiläums-                       Samuel-Martin Behloul     ge der Forschungsfelder Körper,           Isabel Miko Iso
     symposium gefeiert werden.                                                        Normen und Geschlechter soll aus          Kasernenplatz 3
                                                                                       der Sicht der Gender Studies und          6003 Luzern
     Die eintägige Tagung will nicht          Anmeldung /Auskunft                      anderer interdisziplinärer Perspek-
     primär auf 20 Jahre Bestehen zu-         Religionsw. Seminar                      tiven analysiert werden. Die Frage,       Tel. 041 228 72 45
     rückblicken. Vielmehr wird der Blick     Kasernenplatz 3                          wie Sex und Gender miteinander            isabelmiko.iso@unilu.ch
     nach vorne gerichtet. Wie wird die       6003 Luzern                              verwoben sind, wird im Zentrum
     Religionslandschaft in Europa in 20                                               stehen. Unterschiedliche nationale
     Jahren aussehen? Welche neuen            Tel. 041 228 73 88                       und internationale Referierende
     Themen und Fragen werden Reli-           relsem@unilu.ch                          geben Einblick in ihre aktuellen
     gion und Gesellschaft aufwerfen?                                                  Forschungen zu Manipulationen am
     Und wie wird sich die Religionswis-                                               Körper und den dahinterstehenden
     senschaft zu diesen neuen Themen                                                  gesellschaftlich geteilten Geschlech-
     und zu den Veränderungen positi-                                                  tervorstellungen, religiösen Moti-
     onieren?                                                                          ven und Gesetzen.

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Lehre – Forschung – Tagungen




                                         Sechzig Jahre Vereinte Nationen
                                                             Interfakultäre Ringveranstaltung


Die Vereinten Nationen wurden           Gebiet; Förderung und Festigung der        Erfolge sind besonders bei der Deko-     prozess als auch über wesentliche
1945 als Nachfolge-Organisation         Achtung der Menschenrechte. Die im         lonisierung und der Entwicklung des      Schwerpunkte der Tätigkeit der UNO
des gescheiterten Völkerbundes          Oktober 1945 in Kraft getretene Char-      Völkerrechts zu verzeichnen; ande-       und über Zukunftsperspektiven in-
von zunächst 51 Staaten gegründet.      ta der Vereinten Nationen enthält das      rerseits haben der Ost-West-Konflikt      formiert, nachgedacht und diskutiert
Vor allem auf dem Hintergrund der       Gebot der friedlichen Streiterledigung     und der Nord-Süd-Gegensatz sowie         werden soll.
bitteren Erfahrungen des Zweiten        und ein Gewaltverbot.                      weitere Machtinteressen sich auch
Weltkrieges verpflichtete sich die                                                  immer wieder als Verhinderungsfak-                                  Markus Babo
neue Weltorganisation für folgende      Dass diese Ziele und Verpflichtungen        toren ausgewirkt.
Ziele: Wahrung des Weltfriedens und     in unseren Zeiten einer fortschreiten-
der internationalen Sicherheit; Ent-    den Globalisierung und verschärfter        Aus Anlass dieses weltweit bedeuten-
wicklung freundschaftlicher, auf dem    Weltprobleme an Aktualität nicht nur       den Jubiläums bereitete eine Gruppe      Anmeldung /Auskunft
Grundsatz der Gleichberechtigung        nichts eingebüsst, sondern eher noch       von Professorinnen und Professoren       Institut für Sozialethik
und Selbstbestimmung der Völker         gewonnen haben, ist offenkundig.           aus allen drei Fakultäten der Uni-       Gibraltarstrasse 3
beruhender zwischenstaatlicher Be-      Dabei ist freilich auch nicht zu überse-   versität Luzern eine – auch für die      6003 Luzern
ziehungen; Förderung internationaler    hen, dass die genannten Ziele in den       breitere Öffentlichkeit zugängliche
Zusammenarbeit auf wirtschaftli-        zurückliegenden 60 Jahren nur teil-        – Ringveranstaltung vor, in deren Ver-   Tel. 041 228 55 31
chem, sozialem und humanitärem          weise verwirklicht werden konnten;         lauf sowohl über den Entstehungs-        ise@unilu.ch




        Luzerner Wirtschaftstage                                                                   Wissenschafts-Café
       31. Oktober bis 2. November 2005 im KKL Luzern
                                                                                   Das «Wissenschafts-Café» ist ein         Die Bevölkerung in der Region soll
                                                                                   Projekt von Science et Cité. Es soll     einen leichten Zugang zu den an der
Das KMU-Institut der Universität Lu-    Wählen Sie aus dem Programm die            eine regelmässige Veranstaltung          Universität tätigen Menschen und
zern präsentiert Ihnen in Zusammen-     Kurse und Workshops, die Sie inter-        sein, die jeweils einem bestimmten       zum Wissen, das sie vermitteln und
arbeit mit verschiedenen Partnern die   essieren. Die Themen sind vielfältig,      Forschungsthema gewidmet ist.            erforschen, erhalten.
Luzerner Wirtschaftstage. Es erwartet   wie z. B.: «Chancen und Risiken in
Sie ein abwechslungsreiches und in-     der Unternehmensnachfolge» oder            «BürgerInnen und Wissenschafte-          Folgende Themen stehen auf dem
teressantes Programm.                   «Zeitgemässe Betriebsorganisation»         rInnen treffen sich zur Apérozeit in     Programm:
                                        oder belegen Sie einen Führungs-           einem Café, in einem Bistrot oder        8. November 2005
Die Luzerner Wirtschaftstage bieten     Kurs zum Thema «Veränderungspro-           einem anderen öffentlich zugäng-         «Wissenschaft und Wirtschaft» mit
Ihnen:                                  zesse erfolgreich gestalten (Change        lichen Raum. Auf Referate und auf        Herrn Alex Bruckert, Direktor der
• Dialog zwischen Politik und Wirt-     Management)».                              ein Podium wird verzichtet, die          Zentralschweizer Handelskammer,
  schaft zu aktuellen Fragen rund um                                               Experten sind auf derselben Stufe        Prof. Daniel Girsberger, Leitung
  KMU und KMU-Politik                   Die beiden Weiterbildungstage bieten       wie das Publikum. Unter der Lei-         KMU-Institut der Universität Lu-
• Networking für KMU-Führungskräf-      eine abwechslungsreiche Mischung           tung einer Moderatorin oder eines        zern, Prof. Karl Hofstetter, Schindler
  te, Beraterinnen und Berater von      aus Erfahrungsberichten von KMU            Moderators entsteht ein Gespräch         Management Ltd., Universitätsrat
  KMU sowie PolitikerInnen              (z. B. innovative Nachfolgeplanung),       zwischen dem Publikum und den            und u.a.
• Weiterbildung im KMU-Recht            Referaten von Experten (z. B. Steu-        Experten und Expertinnen: beide
  (rechtliche, wirtschaftliche und      erpolitik für KMU) sowie Kursen und        stellen Fragen, geben Meinungen          6. Dezember 2005
  steuerliche Aspekte)                  Workshops.                                 ab, nehmen Einschätzungen vor.           «Wissenschaftskommunikation»
                                                                                   Die Wahl der Themen wird auf die         mit Prof. Gaetano Romano, Dr. Jo-
Programm                                Neben anregenden Diskussionen, in-         Befindlichkeit der Bevölkerung, al-       hannes Kaufmann, Vizedirektor BBT
31. Oktober 2005:                       teressanter Weiterbildung und span-        lenfalls auch der Forschenden und        und Universitätsrat u.a., Moderation
Überregulierung – administrative Hür-   nenden Begegnungen geben Ihnen             auf das aktuelle Geschehen abge-         Beat Glogger, Leiter Studiengang
den für KMU                             die Luzerner Wirtschaftstage auch          stimmt. Die Wissenschafts-Cafés          «Wissenschaftskommunikation» am
Publikumstag – freier Eintritt          Impulse für neue, kreative Ideen.          sollen zu einer festen Institution im    MAZ (www.scitec-media.ch)
Politik und Wirtschaft im Gespräch:                                                Dialog zwischen Gesellschaft und
Treffen Sie Bundesrat Joseph Deiss,     Mehr Informationen finden Sie unter         Wissenschaft sowie im kulturellen        7. Februar 2006
Ständerätin Simonetta Sommaruga,        www.luzerner-wirtschaftstage.ch            Veranstaltungskalender der ver-          «Dan Browns Sakrileg – Dichtung
Nationalrat Ruedi Lustenberger, Mo-                                                schiedenen Städte werden.»               und Wahrheit» mit den Theologen
derator Stephan Klapproth und wei-                                Ruth Aregger                                              Prof. Wolfgang Müller und Prof.
tere Persönlichkeiten am Eröffnungs-                                               Das Wissenschafts-Café in Luzern         Markus Ries, dem Historiker Prof.
tag live im KKL. Verfolgen Sie die                                                 Das Wissenschafts-Café wird von          Valentin Groebner und der Anglistin
Podiumsdiskussion und geniessen                                                    der Stelle für Oeffetlichkeitarbeit      Prof. Elisabeth Bronfen, Zürich
Sie anschliessend den Gratis-Apéro.     Anmeldung /Auskunft                        der Universität Luzern organisert
                                        KMU-Institut der Universität Luzern        und findet im kommenden Winter-           Jeweils am ersten Dienstag im Mo-
1. und 2. November 2005:                Tel. 041 228 77 34                         semester 3 × statt. Ziel ist, die Uni-   nat trifft man sich um 19.30 Uhr im
KMU im Wandel / KMU und                 info@luzerner-wirtschaftstage.ch           versität, deren Dozierende und For-      ehemaligen Hotel Union.
Regulierung – Weiterbildungstage        www.luzerner-wirtschaftstage.ch            schungsfelder bekannt zu machen.                              Judith Lauber-Hemmig




                                                                                                                                                                        11
                                                                                                                                   Lehre – Forschung – Tagungen




                       Politik der Götter                                               Spiritualität und Leitungskultur
            Europa, der neue Fundamentalismus – und die Schweiz                            in kirchlichen Strukturen
         Lesung und Gespräch mit Gret Haller, Leitung Adrian Loretan

     Religionen spielen in der US-ame-        EuropäerInnen, die Achtung der                                                    Geist, kennt «Leerräume» (Peter
     rikanischen Gesellschaft eine ent-       Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit                                                Handke). Der Vision des «und» von
     scheidende Rolle. Dabei wird das         und die Stärkung des Völkerrechts                                                 Spiritualität, Supervision, Organisa-
     Verhältnis zwischen Religion und         als ausschliesslichen Massstab für                                                tionsentwicklung und Recht ist diese
     Staat in den USA anders verstanden       verantwortliches politisches Handeln                                              Tagung verpflichtet. Fachpersonen
     als in Europa. Dieses US-amerikani-      gelten zu lassen.                                                                 aus diesen Bereichen werden in ei-
     sche Verständnis will sich ausbrei-                                                                                        ne spirituell geprägte Leitungskultur
     ten und neue Märkte erobern. Das         Gret Haller analysiert aber auch das                                              einführen mittels Impulsreferaten
     europäische Selbstverständnis ist        Verhältnis der Schweiz zu Europa und                                              und Übungen.
     herausgefordert: Das Prinzip der         den USA, präsentiert Innenansichten
     Gleichheit wird durch die Vorstellung    einer Politikerin zu Geschichte und                                                                Prof. Adrian Loretan
     von Auserwähltheit in Frage gestellt,    Gegenwart – und porträtiert die Eid-
     Recht durch Moral und die universale     genossenschaft als einen Staat am        Die Tagung will Impulse geben zur
     Geltung der Menschenrechte durch         politischen Scheideweg zwischen          Frage, wie in der Kirche geleitet
     die Einteilung der Menschen in gute      Auserwähltheitsdenken und europä-        wird und Entscheidungen getroffen        Auskunft
     und böse ausser Kraft gesetzt.           ischer Integration.                      werden. An der Tagung sollen Ideen       Professur für Kirchenrecht
                                                                                       vorgestellt werden, wie Entschei-        und Staatskirchenrecht
     In ihrem jüngsten Buch zeigt Gret                                                 dungsprozesse in Pfarreien und           Gibraltarstr. 3
     Haller auf, dass diese Kennzeichen                                                Kirchgemeinden sinnvoll ablaufen         6003 Luzern
     fundamentalistischen Denkens nicht       Auskunft                                 können, damit sowohl die persön-
     nur den Islamismus prägen, sondern       RomeroHaus Luzern                        liche innere Haltung als auch der        kirchenrecht@unilu.ch
     auch das Selbstverständnis der US-       Kreuzbuchstrasse 44                      Umgang mit der Machtfrage in der         www.unilu.ch/tf/kr
     amerikanischen Nation. Sie beschreibt    6006 Luzern                              Gruppe berücksichtig wird.
     die Konsequenzen einer Übernahme
     des US-amerikanischen Wirtschafts-       Tel. 041 375 72 72                       Eine Leitungskultur, die Raum
     modells für Europa – und ermutigt         info@romerohaus.ch                      schafft für das Wirken von Gottes




                                              OR-Repetitorium in Schwarzenberg

     Auch dieses Jahr fand wieder ein OR-     men werden? Was raten wir dem
     Repetitorium statt, diesmal unter der    Grundstückeigentümer, der plötzlich
     Leitung von Prof. Jörg Schmid und        feststellt, dass die neu festgelegte
     verschiedenen Tutorinnen und Tuto-       Lawinenzone auch seine Bauparzel-
     ren (Prof. Regina Aebi-Müller, Diana     le umfasst? Wer schuldet wem was
     Akikol, Franziska Betschart, Raphaël     woraus, wenn ein Pianist als Opfer
     Haas, Bettina Hürlimann-Kaup, The-       einer misslungenen Fussoperation
     res Oertli, Rainer Wey, Simon Wolfer).   ein Klavierkonzert in der Tonhalle
     Am 4. und 5. Juli 2005 reisten je        Zürich absagen muss?
     rund 80 Jus-Studierende aus dem 4.
     Semester für einen Tag ins Bildungs-     Bei der Falllösung wurden die Stu-
     zentrum Matt bei Schwarzenberg.          dierenden von den Tutorinnen und
                                              Tutoren unterstützt, die gelegentlich
     Als Prüfungsvorbereitung wurden          ordnend in die heftigen Diskussio-
     in Kleingruppen zahlreiche Fälle         nen eingreifen mussten.
     zum Allgemeinen Teil des Obliga-
     tionenrechts besprochen. Gefragt         Nach anderthalb Stunden intensiver
     war in erster Linie die Mitarbeit der    Denkarbeit genossen alle das reich-
     Studierenden: Sie mussten den Fall       haltige Znünibuffet. Frisch gestärkt     Jus-Studierende bei der Prüfungsvorbereitung
     lesen und verstehen, und in der Dis-     mit Früchten und Gipfeli erhielt jede
     kussion Lösungsvorschläge erarbei-       Gruppe einen anderen Tutor oder          auch mit köstlichen Mittagessen. Die     Plenum konnten die letzten Unklar-
     ten. So wurden z.B. folgende Fragen      eine andere Tutorin, der / die weitere   ländliche Umgebung am Fusse des          heiten zum Prüfungsstoff bespro-
     erörtert: Wer bezahlt, wenn bei einer    spannende Fälle vorbereitet hatte.       Pilatus verleitete anschliessend viele   chen werden.
     WG-Party die Wohnung angezün-            Das Bildungszentrum bot nicht nur        zu einem kurzen Spaziergang, bevor
     det wird und die Ledermöbel und          ideale Räume für die Gruppenar-          die Übungsstunden des Nachmit-                                  Raphaël Haas
     stilvollen Tapeten Opfer der Flam-       beiten, sondern verwöhnte uns            tags begannen. Im abschliessenden                          Franziska Betschart




12
Lehre – Forschung – Tagungen




                   Wirtschaftsmacht soll sinnvoll eingesetzt werden
                                    Engagierter Auftritt der Autorin Zoë Jenny bei «Philosophie + Management»


Zoë Jenny trat am 9. Juli im Rah-        In ihren Romanen zeigt Zoë Jenny ih-     Hörerinnen und Hörer. «So weit sind
men des Moduls «Management»              re grosse Sprachkraft vor allem durch    die Welten der Schriftstellerei und des
der Kursstufe II im Hotel Seeblick in    eine einfühlsame Nachzeichnung der       Managements gar nicht auseinander»,
Emmetten / NW auf. Dabei warnte          Stimmung, Haltung und Charaktere         so das Urteil eines Teilnehmenden im
die Literatin vor den Folgen eines       jugendlicher Aussenseiter und solcher    Rückblick.
auf sinnentleertes Gewinnstreben         Liebesbeziehungen, die aufgrund kul-
beschränkten Managements, das zu         tureller Unterschiede eigentlich gar     Gemessen an den vielen positiven
einer «globalen moralischen Verwahr-     nicht möglich sein können. Was sollte    Reaktionen der Kursteilnehmerschaft
losung» führe.                           sie erfahrenen Managern mit ganz an-     war dieser Auftritt ein Erfolg – für
                                         deren Problemen im NDS P+M über-         Zoë Jenny, aber auch für die Idee,
1997 gewann Jenny mit ihrem Erst-        haupt zu sagen haben?                    Management für einmal von einer
lings-Roman «Das Blütenstaubzim-                                                  (scheinbar) ganz anderen Optik her
mer» mehrere wichtige Literaturpreise    Zoë Jenny hat ihre Aufgabe souverän      in den Blick nehmen zu lassen. Ein
und wurde zu einer Art «Shooting-        gemeistert. Sie erzählte von überfor-    willkommener Nebeneffekt war die –
Star» der jungen Literaturszene. Die     derten Managern und von solchen,         wohlwollend-kritische- Berichterstat-
in Basel aufgewachsene, 31-jährige       die ihre Aufgabe so erfüllen, wie man    tung in der Weltwoche vom 14. Juli.
Autorin hat in der Zwischenzeit meh-     es sich nur wünschen kann: sach- und
rere andere Romane und ein Kinder-       humangerecht zugleich. In ihre zahl-                          Dr. Martin Brasser   Zoë Jenny
buch veröffentlicht. «Das Blütenstaub-   reichen sprechenden Beispiele flocht
zimmer» ist bis heute in 26 Sprachen     sie ihre eigene Hoffnung vom «hu-
übersetzt. Derzeit lebt und arbeitet     manen Kapital» ein – und traf dabei
Zoë Jenny in London.                     genau die Grundintentionen ihrer




     Ausflug der Theologischen Fakultät nach Colmar und Eguisheim

Am frühen Morgen des 21. Mai traf        Am späteren Mittag ging es weiter
sich eine reisefreudige Gruppe von       nach Eguisheim, dem Geburtsort von
Studierenden,     Professoren  und       Papst Leo IX.; ein Ort, wo sich Wein-
Assistenten auf dem Buspark am           gott Bacchus sicherlich wohl gefühlt
Kasernenplatz. Nach einem kurzen         hätte. In der Kellerei Paul Zinck er-
Zwischenhalt in Olten, wo weitere        fuhren wir so einiges über den Wein-
Studierende zustiegen, ging es wei-      anbau im Elsass. Die anschliessende
ter über Basel nach Colmar. Unser        Degustation liess keine Wünsche of-
Busfahrer Laurent wusste uns gut zu      fen und tat den trockenen Kehlen gut.
unterhalten.                             Zum Abschluss genehmigten wir uns
                                         ein feines Elsässer Abendessen im
In Colmar angekommen, besuchten          Restaurant Caveau Bacchus, um dann
wir zuerst das Unterlinden Museum,       frisch gestärkt die Heimfahrt anzutre-
mit dem berühmten Isenheimer-Al-         ten. Auf der Heimfahrt wurde geschla-
tar von Mathias Grünewald, span-         fen, gelacht und philosophiert über
nend und anschaulich erklärt von         die These «Im Anfang war das Wort –
Professor Wolfgang Müller (Herzli-       oder doch das Vorwort?» von Massi-
chen Dank!). Nach einer kurzen Mit-      mo Rocchi.
tagspause brachen wir zu einer etwa
zweistündigen Stadtführung mit dem       Unser Chauffeur brachte uns sicher
Schwerpunkt «le judaïsme à Colmar»       nach Luzern zurück, wo wir nach
auf, wo wir interessante Details über    einem langen und spannenden Tag
die Geschichte der Stadt erfuhren.       gegen Mitternacht ankamen.
Glücklicherweise spielte das Wetter
mit, die drohenden Wolken am Him-        Bilder von diesem Tag kann man un-
mel verschonten uns (wer da wohl         ter   http://ausflug-colmar.magix.net
seine Hand über uns hielt?).             bewundern.
                                                                    Mirjam Koch




                                                                                                                                        13
                                                                                                                                                    Neuerscheinungen




                Religiöser Pluralismus                                                           Forschung am Menschen

     Martin Baumann / Samuel M. Behloul                                              Peter G. Kirchschläger / Andréa Bel-
     (Hrsg.), Religiöser Pluralismus. Empi-                                          liger / David J. Krieger (Hrsg.), For-
     rische Studien und analytische Pers-                                            schung am Menschen, Science &
     pektiven, Bielefeld transcript-Verlag,                                          Society Band II,
     2005.
                                                                                     Dürfen Forscherinnen und Forscher
                                                                                     Embryonen und Föten für den me-
     Das Buch geht zurück auf die In-                                                dizinischen Fortschritt verwenden?
     ternationale    Jahrestagung     der                                            Wie soll die Verwendung von me-
     Schweizerischen Gesellschaft für                                                dizinischen Daten geregelt werden,
     Religionswissenschaft, die anläss-                                              welche für andere Zwecke erfasst
     lich der Errichtung der Religions-                                              wurden (z. B. Blutproben)? Worin
     wissenschaft als Hauptfach an der                                               bestehen die Hoffnungen und Gren-
     Universität Luzern im Oktober 2003                                              zen der klinischen Tests? Wie verhält
     in Luzern stattfand. Die Tagung                                                 sich die Politik bzw. die Gesellschaft
     stand unter dem Thema «Religions-                                               angesichts dieser brisanten wissen-
     pluralismus im lokalen Raum». Die                                               schaftspolitischen Fragen? Das Bun-
     doppelte Zielsetzung der Tagung                                                 desgesetz über die Forschung am
     bestand einerseits darin, Erfahrun-      che und philosophische – Zugänge       Menschen wird Bereiche regeln, die       die klinischen Tests, die biomedizini-
     gen mit religiös pluralen Situatio-      und Perspektiven aufzuzeigen, sich     bisher kaum oder überhaupt nicht         sche Forschung an Embryonen und
     nen in anderen westlichen Ländern        mit dem Phänomen Religion und          gesetzlich erfasst sind. Wegen der       Föten sowie den Umgang mit ent-
     (Kanada, Grossbritannien, Ruanda         seiner immer grösser werdenden         Fortschritte in der biomedizinischen     nommenem biolo gischem Material
     und Deutschland) zu präsentieren         gesellschafts-politischen Relevanz     Forschung wächst der gesetzliche         (u. a. Plazenta, Nabelschnurblut, Ge-
     und andererseits darin, die religiö-     auseinanderzusetzen.                   Regelungsbedarf für Bereiche wie         webeproben).
     se Vielfalt in der Schweiz und Pro-
     jekte lokaler Religionserhebungen        Interdisziplinär konzipiert, zeigt
     vorzustellen. Die für die anvisierte     dieses Buch in historischer und
     Publikation vorgesehenen Beiträ-         gegenwartsbezogener Perspektive
     ge aus der Tagung werden durch           die Komplexität und den Facetten-
     Beiträge aus der interdisziplinären      reichtum des religiösen Pluralismus
     Vortragsreihe «Wie viel Religion(en)     auf, der unsere gesellschaftliche       Menschenrechte
     verträgt eine Gesellschaft» ergänzt.     Wirklichkeit zunehmend bestimmt.
     Die Vortragsreihe wurde vom Reli-        Die Beiträge zeigen, wie der Heraus-    und Wirtschaft
     gionswissenschaftlichen     Seminar      forderung des Religionspluralismus
     Luzern im Wintersemester 03 / 04         im europäischen und aussereuro-
     durchgeführt und hatte zum Ziel,         päischen Raum begegnet wird und        Peter G. Kirchschläger / Thomas
     unterschiedliche – religionswissen-      welche grosse Bandbreite an The-       Kirchschläger /Andréa Belliger /
     schaftliche, soziologische, rechtli-     men hierbei zu Tage tritt.             David J. Krieger (Hrsg.), «Menschen-
                                                                                     rechte und Wirtschaft im Spannungs-
                                                                                     feld zwischen State und Nonstate
                                                                                     Actors», Internationales Menschen-
                                                                                     rechtsforum Luzern (IHRF) Band II,
                                                                                     Stämpfli Verlag Bern
                             Bruder Jesus

     Verena Lenzen, Schalom Ben-Cho-
     rin, Bruder Jesus, Der Nazarener in                                                                                      Impressum
     jüdischer Sicht, Gütersloh, 2005
                                                                                                                              Herausgeberin:
     Wie wird Jesus von Nazareth aus jü-                                                                                      Universität Luzern
     discher Sicht wahrgenommen?
                                                                                                                              Redaktion:
     Der vorliegende Band zählt zu den                                                                                        Universität Luzern
     klassischen Studien der modernen                                                                                         Stelle für Öffentlichkeitsarbeit
     jüdischen Jesusforschung. Der Autor                                                                                      Judith Lauber-Hemmig/Nadja Kümin
     wendet sich gleichermassen an The-                                                                                       Pfistergasse 20, 6003 Luzern,
     ologen und Laien und berücksichtigt                                                                                      Tel. 041 228 78 11
     Ergebnisse sowohl der christlichen                                                                                       E-Mail: judith.lauber@unilu.ch
     als auch der jüdischen Auslegung.
     Mit Einfühlungsvermögen führt er                                                                                         Erscheint 2 x pro Semester
     uns näher an den Menschen Jesus                                                                                          (Anfang / Mitte)
     heran.




14
Aktivitäten Studierende




                              «Dem lebendigen Geist» –
                 ein studentischer Auslandsaufenthalt in Heidelberg

Als ich im Sommer 2003 einen             schönen Ausblick auf das alte Schloss
Städteausflug in die romantisch ge-       und den befreiend kühlen Wind des
zeichnete süddeutsche Stadt Heidel-      Neckartals zu geniessen. Auf dem
berg unternahm, war der Entscheid        Philosophenweg zu spazieren und in
meinerseits bereits gefällt: In dieser   die Ferne zu blicken erleichtert selbst
von so vielen genialen Geistern be-      jedem unromantischen Menschen
reisten Stadt würde ich nur allzu ger-   das Lesen des der Stadt Heidelberg
ne zwei Semester meiner Studien-         gewidmeten Gedichts aus der Feder
zeit verbringen. – Nun, nachdem ich      Friedrich Hölderlins:
wieder nach Hause zurückgekehrt          «Lang lieb’ ich dich schon, möchte
bin, sehe ich, dass die motivierende     dich, mir zur Lust, Mutter nennen
Erwartungshaltung nicht unerfüllt        und dir schenken ein kunstloses
geblieben ist.                           Lied, Du, der Vaterlandsstädte Länd-
                                         lichschönste, so viel ich sah...»
Den zu Beginn ein wenig schockie-
renden Andrang zimmersuchender           Ich ermangelte nicht der Zeit, um
Studenten konnte ich erfreulicher-       dergleichen zu lesen, denn dank
weise umgehen. Gleich mein erstes        der kompetenten Koordinatorin stu-
Telephonat an eine vom Studenten-        dentischer Mobilität des Luzerner
werk – eine verzweifelten Studenten      Kanzlei-Teams und der freundlichen        Blick auf Heidelberg
zur Seite stehende Organisation –        Aufnahme des gut organisierten
ausgehängte Zimmervermietungs-           Akademischen Auslandsamts in
Adresse hatte seinen Zweck erfüllt.      Heidelberg verlief der Studienbeginn      Ich besuchte weitere Seminare und       tuts, als auch die teilweise beachtlich
Das ist in Heidelberg leider nicht       ohne weitere Komplikationen.              Vorlesungen bei Professoren, von        engagierten Studierenden verschie-
der Normalfall! Nachdem ich also         Nachdem ich aus dem erfreulich            denen ich bis anhin lediglich über-     denster Nationen.
freundliche Aufnahme in einer nicht      grossen, jedoch nicht unüberschau-        fordernd schwierige Texte zu lesen      Hat man abends die «Studiererei»
allzu luxuriösen, jedoch nahe der Alt-   baren Veranstaltungsverzeichnis der       bekam, konnte während des Veran-        satt, gesellt man sich mit Freunden
stadt und Uni gelegenen, WG fand,        Philosophen, Musikwissenschaftler         staltungsbesuchs jedoch feststellen,    unweit der Uni in die «Untere Stras-
konnte ich mich in der wunderschö-       und Historiker die interessanten Ver-     dass man diese Leute besser ver-        se», wo man in einer der vielen Knei-
nen, vom Krieg verschonten Altstadt      anstaltungen herausgeschrieben hat-       steht, wenn man sie «live» zu hören     pen ein gut deutsches Weizenbier
Heidelbergs ein wenig umsehen: In        te, konnte das Semester also begin-       bekommt. Ich meine in diesem Jahr       geniessen kann – gegessen hat man
allen Gässchen und Strassen irren        nen. Am Montag fand ein Seminar zu        mitunter gelernt zu haben, dass es      dadurch auch bereits.
Studenten umher, Touristen bela-         Descartes’ Meditationes bei einem         wichtig ist, sich während des Stu-
gern zu Wochenendbeginn die rie-         Professor statt, den ich im Verlauf der   diums in Veranstaltungen möglichst      Rückblickend kann ich sagen, dass
sige autofreie Hauptstrasse, welche      zwei Semester zunehmend schätzen          verschiedener Dozenten zu setzen.       das Studieren im nicht allzu fremden
unüberschaubar viele Einkaufsmög-        lernte. Andreas Kemmerling eröffne-       Ich glaube, man gewinnt dadurch,        Ausland mich fachlich angenehm
lichkeiten bietet, viele schöne Kaf-     te das anfangs ein wenig überfüllte       zusätzlich zu der Einsicht, dass ein    gefordert hat und ich viele inter-
fees, Kneipen, überaus verlockende       Seminar – es nahmen nahezu fünfzig        und derselbe Text sehr verschieden      essante Kontakte knüpfen konnte.
Buchläden und Antiquariate. Wem          Studierende teil – mit einer mir bis      ausgelegt werden kann, einen hilf-      Ich kann einen Auslandsaufenthalt
das ganze Konsumgetümmel zu unü-         dahin unbekannten Frage: Kann der         reichen Vergleichsmassstab, neue        in Heidelberg also nur wärmstens
bersichtlich wird, dem steht auch die    allmächtige Gott einen Stein erschaf-     Anregungen und vielleicht auch Vor-     empfehlen.
Möglichkeit offen, sich an das idylli-   fen, der so schwer wiegt, dass Gott       bilder. Arbeitsmotivierend zeigt sich
sche Grün des Neckarflusses zu be-        selbst nicht mehr im Stande ist, ihn      sowohl die ansehnlich ausgestattete                                 Yves Bossart
geben und auf der alten Brücke den       hochzuheben?                              Bibliothek des philosophischen Insti-




                                Gabi Kopp illustriert das uniluAktuell

                                         Wir möchten die Ernsthaftigkeit un-       ten jenseits von Wissenschaft, Lehre    NZZ, Facts, Weltwoche, Tagesanzei-
                                         seres Newsletter künftig mit einem        und Forschung…                          ger u. a.). Gabi Kopp zeichnet Car-
                                         aktuellen Comic der Luzerner Illust-                                              toons, Comics und Illustrationen
                                         ratorin Gabi Kopp auflockern. Sie ist      Gabi Kopp wurde 1958 in Luzern          und ist bekannt für ihre witzigen
                                         zurzeit selber Studentin an der hgk       geboren, ihre Ausbildung erhielt sie    Objekte und künstlerischen Raum-
                                         Luzern und macht das Nachdiplom-          an der hgk Luzern und am Central        gestaltungen.
                                         studium «Digitale Medien».                St.Martins College of Art in London.
                                                                                   Seit fast 20 Jahren arbeitet sie als                       Judith Lauber-Hemmig
                                         Ihre Vorstellungen und Ideen zum          Illustratorin und Cartoonistin für
                                         Universitäts- und Studentenleben          Presse und Verlage im In- und Aus-
                                         geben Aufschluss über die Realitä-        land (Annabelle, NZZ am Sonntag,




                                                                                                                                                                      15
                                                                                                                                            Aktivitäten Studierende




                     Studierendenorganisation der Uni Luzern – 2OO5/2OO6

     Die SOL ist die Studierendenorga-         Bologna-Reform und bringt Ände-
     nisation der Uni Luzern und wurde         rungsvorschläge (-wünsche, -ideen)
     im Jahre 2000 ins Leben gerufen.          bei den entsprechenden Stellen der
     Jede Studentin, jeder Student ist         Uni ein.
     mit ihrer / seiner Immatrikulation an
     der Uni Luzern automatisch auch           Ein weiteres Anliegen der SOL ist es,
     (stimmberechtigtes!) Mitglied der         die Angebote der Fachschaften für
     SOL und kann Aufgaben innerhalb           die Studierenden anzugleichen. Ein
     der SOL wahrnehmen oder eigene            erster Schritt wird sein, mit den Fach-
     Anregungen einbringen.                    schaften ihre Angebote bezüglich
                                               Mobilitätsprogramm zu besprechen
     Nachdem die vorangegangenen Stu-          und nötigenfalls innerhalb der Fach-
     dierenden bereits gute Aufbauarbeit       schaften beim Aufbau der geeigne-
     für die SOL geleistet haben, setzt sich   ten Strukturen zu helfen. Ziel soll es
     der aktuelle SOL-Vorstand zum Ziel,       sein, allen am Mobilitätsprogramm
     die Strukturen weiter auszubauen          teilnehmenden Studierenden ein
     und die Mitarbeit der Studierenden        ansprechendes Mindestangebot an
     an «ihrer» Uni zu fördern. Um nicht       Dienstleistungen anbieten zu kön-
     planlos irgendwelche Strukturen zu        nen.
     bilden, orientiert sich die SOL an
     den Strukturen der Fachschaft der         Durch die zusätzliche Arbeitsteilung
     Rechtsfakultät (FAJU). Analog zu          zwischen Vorstand und Ressortleite-       nes Gewicht in die Abstimmungen           Gruppierungen an der Uni geschaf-
     deren BereichsleiterInnen stehen          rInnen kann sich der Vorstand ver-        einbringen kann, umso stärker en-         fen werden.
     dem Vorstand der SOL neu Ressort-         mehrt auf seine Kernaufgaben kon-         gagiert sie sich aktiv im Umfeld des
     leiterInnen mit den Ressorts Kultur,      zentrieren. Neben der Betreuung der       VSS. So findet Anfang November die         Um diese Ziele zu erreichen, benötigt
     Dienstleistung und Information zur        diversen Uni-Gremien (Uni-Leitung,        Vollversammlung des VSS mit etwa          die SOL eine aktive Mitarbeit ihrer
     Seite.                                    Senat, Kommissionen), hat der Vor-        50 Delegierten an der Uni Luzern          Mitglieder. Die Uni Luzern bietet
                                               stand, insbesondere der erweiterte        statt. Neben dem leiblichen Wohl ist      ihren Studierenden die einmalige
     Aufgabe der RessortleiterInnen ist es,    Vorstand mit den Fachschaftsver-          die SOL hierbei auch für die Organi-      Gelegenheit, sich aktiv und mit
     die Ideen, Anregungen und Proble-         tretungen und der VSS-Vertretung,         sation der Infrastruktur, die Anfahrts-   grosser Mitsprachemöglichkeit am
     me der Studierenden aufzunehmen,          seine politische Verantwortung ge-        dokumentation und die Organisation        Aufbau einer kleinen, aber feinen
     zu bündeln und – nach Rücksprache         genüber den Studierenden wahrzu-          von     Übernachtungsmöglichkeiten        Uni zu beteiligen. Diese Chance will
     mit dem Vorstand – entsprechende          nehmen.                                   zuständig.                                die SOL nutzen.
     Task Forces zu bilden. Diese erstel-
     len ein Aufgabenheft, organisieren        Auf Bundesebene ist die Uni Luzern        Auch innerhalb des Ressorts Kultur        Für Fragen ist die SOL unter der
     die notwendigen Kommunikations-           im Verband der Schweizer Studie-          geht es der SOL mehr darum, die An-       Email sol@stud.unilu.ch erreichbar.
     strukturen und fungieren als direkte      rendenschaften vertreten. Der VSS         gebote besser zu kommunizieren. An        Auf der Homepage http://www.sol-
     Anlaufstelle für die Uni und die Stu-     vertritt seit 1920 die Interessen der     der Uni Luzern werden einige Events       unilu.ch finden sich weitere Informa-
     dierenden.                                Studierenden in der Schweiz. Er ko-       organisiert, auffällig ist lediglich,     tionen sowie die Emailadressen der
                                               ordiniert die Anliegen seiner Mitglie-    dass diese jeweils sehr einseitig be-     zuständigen Personen.
     Eine solche Anlaufstelle ist die Bolo-    der und kooperiert mit nationalen         sucht sind. Eine gemeinsame Infor-
     gna Task Force. Sie ist zuständig bei     und internationalen Gremien. Auch         mations- und Kommunikationsplatt-                                     Lea Bähler
     Fragen und Problemen im Zusam-            wenn die SOL für die Uni Luzern           form soll hier in Zusammenarbeit
     menhang mit den Konsequenzen der          jeweils nur ein verhältnismässig klei-    mit den verschiedenen kulturellen




                                    Der Studikiosk ab Oktober O5 im Union!!

                                               was du gerne im Sortiment erwei-          Da wir auch versuchen, Studieren-         Achtung
                                               tert haben möchtest.                      den einen kleinen Nebenverdienst          Aus logistischen Gründen können
                                                                                         zu ermöglichen, suchen wir noch           wir in den ersten zwei Wochen keine
                                               Während der Versuchsphase be-             einen Mitarbeiter oder eine Mitar-        Skripten im «Union» anbieten. Bitte
                                               dienen wir dich jeweils Montag            beiterin. Wenn du mindestens 2 – 3        bezieh deine Unterlagen in der Vor-
     Dank der guten Zusammenarbeit             bis Freitag von 12.00 – 13.00 Uhr.        Mittagsschichten über das ganze           verkaufswoche oder in der ersten
     mit der Verwaltung der Unilu, kön-        Zudem kannst du jederzeit das Be-         Wintersemester abdecken kannst,           Vorlesungswoche im Studiladen
     nen wir dich ab Beginn des Winter-        stellformular ausfüllen und in den        so melde dich per email bei uns.          am Hirschengraben. Vielen Dank für
     semesters nun auch im Hotel UNIon         Studiladen-Briefkasten werfen. Das        (studentenladen@stud.unilu.ch)            dein Verständnis.
     bedienen. Wir werden jeweils über         Gewünschte wird dir dann ins «Uni-
     die Mittagszeit ein kleines Lädeli im     on» geliefert und du kannst es bei                                  Monika Hauser
     Foyer betreiben. So kannst du ein         der nächsten Vorlesung über den
     Buch bestellen, dich mit Schreibma-       Mittag einfach an der Theke (gegen
     terial eindecken oder uns mitteilen,      Barzahlung) beziehen.



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Herausgepickt




              Die Uni an der Zebi                                                    Hochschulsport Campus Luzern

                                        Auftritt der Gymnasien des Kantons       Teilnahmeberechtigt sind alle Stu-
                                        Luzern, und neu ist auch die Prä-        dierenden und Angestellten der
                                        sentation der Ausbildungsverbünde        Universität Luzern, der Fachhoch-
                                        Zentralschweiz an einem Stand.           schule Zentralschweiz und ihren Teil-
                                                                                 schulen Luzern, der Pädagogischen
                                        Weitere Informationen sind auf der       Hochschule Luzern sowie des AAL.
                                        Internetseite www.zebi.ch zu finden.
                                                                                 Sportprogramm siehe unter:
Bereits zum dritten Mal beteiligt                         Judith Lauber-Hemmig   www.hscl.ch
sich die Universität Luzern mit ei-
nem Stand an der Zebi, der Zen-                                                  Im Angebot findest du
tralschweizer Bildungsmesse. 140                                                 • regelmässige Trainings
Aussteller werden die Hallen – ge-      Jobangebot für Studierende               • Kurse und Weekends
mäss einer Medienmitteilung – bis       Die Stelle für Öffentlichkeitsarbeit,    • spezielle Anlässe, wie z. B. die
auf den letzten Platz füllen. 120 Be-   die den Stand organisiert, sucht           Volleynight
rufe aus 22 Berufsfeldern werden        noch Studierende für die Standbe-
vorgestellt. Die zebi findet vom 10.     treuung. Bitte melden Sie sich bei       Hast du Freude an der Bewegung?            Foto: Marc Weiler
bis 15. November auf dem Messege-       Judith Lauber-Hemmig, Informati-         Suchst du durch Bewegung einen
lände Allmend in Luzern statt.          onsbeauftragte Universität Luzern.       Ausgleich zu deinem Studium?
                                        judith.lauber@unilu.ch                                                              Vorliebe zu Ballspielen, führt dich
Der grösste Zentralschweizer Bil-                                                Der Hochschulsport Campus Luzern           in die Natur.
dungstreffpunkt richtet sich an Ju-                                              bietet dir Trainings für deine persön-
gendliche der Sekundarstufe I, die                                               liche Fitness, dein physisches und         Besuche den Hochschulsport Cam-
vor der Berufswahl stehen, und an                                                psychisches Wohlbefinden, ermög-            pus Luzern, mach mit und bleib fit!
Erwachsene mit Weiterbildungs-                                                   licht dir, neue Sportarten kennen
wünschen. Neu ist der gemeinsame                                                 zu lernen, gibt dir Raum für deine                                 Patrick Udvardi




       Mit neuem Chorleiter in die dritte Saison                                                                            Informationstag

Der Chor der Universität Luzern         Dirigenten wichtige musikalische         schule Luzern, arbeitet nebenbei als       Am 25. November 2005 findet an
wird im Wintersemester 05 / 06 von      Inputs erhielt. ‹ Klavier ohne Noten ›   Chorleiter des SENTImentalchors in         der Uni Luzern der Informationstag
Lorenz Ulrich geleitet – im Sommer-     und ‹ Trompete mit Dirigent › übten      Kriens, als Informatiker und Tontech-      für Studieninteressierte statt. Auf
semester übernimmt Rolf Stucki den      mit der Zeit eine solche Faszination     niker. Er ist Gründungsmitglied des        dem Programm stehen generelle
Taktstock.                              aus, dass ich die Musik zum Beruf        Luzerner Vereins «Musical Fever»           Informationen über die einzelnen
                                        machen wollte. Nur, wie konnte ich       und war Musikalischer Leiter und           Fakultäten   sowie    verschiedene
Es war nicht ganz einfach, die frei     das alles in einem Musikstudium          Arrangeur verschiedener Musical-           Schnuppervorlesungen.
werdende Stelle des Chorleiters         unterbringen? In Luzern fand ich die     und Musikprojekte. «Ich verstehe
neu zu besetzen – die Mitglieder des    richtige Musikhochschule dafür und       mich selber als banalen Unterhal-          Ort: Union, Löwenstrasse 16
Unichors hatten buchstäblich die        ich begann Schulmusik, Chor-leitung      tungsmusiker. Es geht mir also nicht       Zeit: 10.15 – 16.00 Uhr
Qual der Wahl. Nach einem längeren      und Trompete zu studieren.»              darum, zur eigenen Befriedigung            Info: nadja.kuemin@unilu.ch
Auswahlverfahren entschieden sich                                                möglichst Komplexes und Kompli-
die Sängerinnen und Sänger, den         Rolf Stucki wusste anlässlich eines      ziertes zu machen, um es gemacht           Weitere Informationen finden Sie
27 jährigen Rolf Stucki zu ihrem neu-   Probedirigates die Sängerinnen und       zu haben, sondern darum, Freude zu         auf unserer Website www.unilu.ch.
en Dirigenten zu wählen. In diesem      Sänger für sich zu gewinnen – durch      haben und Freude zu bereiten.» Und
Sommer hat er an der Musikhoch-         seine fachliche Kompetenz einer-         damit trifft er genau den Geschmack
schule Luzern sein Studium in Chor-     seits, aber auch durch seine gewin-      des Unichors.
leitung abgeschlossen, nachdem er       nende Art andererseits. So freuen
schon vor einem Jahr sein Diplom        sich die Mitglieder des Chores auf       Die Proben im Wintersemester be-
in Schulmusik II erhalten hatte. Zu     eine spannende und hoffentlich           ginnen am 25. Oktober 2005 im Uni-
seiner «Berufung», die Musik zu sei-    fruchtbare Zusammenarbeit.               on – jeweils von 19.00 bis 21.00 Uhr.
nem beruflichen Betätigungsfeld zu                                                Neue Sängerinnen und Sänger sind
machen, sagt Rolf Stucki: «Angefan-     Interimistische Leitung im WS 05 / 06    jederzeit herzlich willkommen.
gen hat es mit dem Klavier, auf dem     Weil der neue Chorleiter im Winter-
ich als Kind oft stundenlang ohne       halbjahr anderweitige Engagements                                 Karin Saturnino
Noten herumspielte und ob dieser        hat (er wirkt im Musical «Jonas und
Klangwelt so fasziniert war, dass       Madeleine» mit, das demnächst Pre-
ich die Zeit vergass. Mein eigentli-    miere im KKL Luzern feiert), wird
ches Hauptinstrument wurde dann         der Chor im Wintersemester interi-
aber die Trompete, mit der ich in       mistisch von Lorenz Ulrich geleitet.
Sinfonieorchestern und Big Bands        Lorenz Ulrich studiert Schulmusik
mitspielte und von verschiedenen        und Chorleitung an der Musikhoch-                                                   Interessentin am Infotag 2004

                                                                                                                                                                      17
                                                                                                                                                  Herausgepickt




        Neues vom Religionspädagogi-                                                                          StuWo Luzern
             schen Institut RPI
                                                                                      Anfangs Jahr wurde der Verein Stu-
                                                                                      dentisches Wohnen Luzern durch
     Umzug                                   • in die Pfistergasse 20 (an unseren      die Vertreter der Uni, FHZ, PHZ und
     Das RPI zieht Ende Oktober an den         alten Standort)                        Stadt Luzern gegründet. Der Verein
     Kasernenplatz 1, 3. Stock (Gebäude        K1       Grundkurs                     setzt sich zum Ziel, den Studieren-
     der Akademie für Erwachsenenbil-        • an den Kasernenplatz 3                 den in Luzern günstigen Wohnraum         Andererseits gibt sie auf der Home-
     dung).                                    301 K Aufbau I                         zur Verfügung zu stellen und trägt       page www.stuwo-luzern.ch Vermie-
                                             • an den St.-Karli-Quai 12               dazu bei, dass der Ruf als Hochschul-    terinnen von einzelnen Zimmern
     Die neue Lösung hat viele Vorteile:       SK 505 Aufbau II                       standort gestärkt wird. Denn Luzern      oder Wohnung die Möglichkeit, die-
     Das ganze Team befindet sich nun                                                  kann nur dann als Hochschulstand-        se auf einem quasi schwarzen Brett
     in einer geschlossenen räumlichen                                                ort erlebbar gemacht werden, wenn        selber aufzuschalten und wieder zu
     Einheit. Zudem wird es über ein         33 Neustudierende am RPI                 die Studierenden auch im Raum Lu-        löschen.
     «Lehrerzimmer» verfügen, was die        Am Dienstag, 30. August 2005, konn-      zern wohnen und leben.
     vielen spontanen Sitzungen erleich-     te mit insgesamt 71 Studierenden                                                  Mitte Oktober konnten an der See-
     tert. Mit 34 m2 verfügt das RPI über    das Studienjahr 2005 / 06 mit einem      Einerseits mietet die StuWo bei          burgstrasse 35 die ersten von insge-
     einen grösseren Seminarraum als         feierlichen Gottesdienst im Seminar      Liegenschaftsbesitzer / innen Woh-       samt 20 Zimmern bezogen werden.
     bisher. Die RPI-Bibliothek bleibt an    St. Beat, Luzern eröffnet werden.        nungen mit mehreren Wohnein-             Die StuWo hat mit den Rita Schwes-
     der Pfistergasse 20.                                                              heiten und vermietet diese weiter.       tern einen langfristigen Mietvertrag
                                                                                      Dadurch entfällt für die Eigentümer      abgeschlossen. Dadurch kommt der
     Die meisten Lehrveranstaltungen         Informationstag, 19. November 2005       der Mehraufwand durch mögliche           1969 angebaute Haustrakt – damals
     finden jetzt nicht mehr in nächster      Was macht eine Religionspädago-          Wechsel nach einem oder zwei Se-         als Töchterwohnheim genutzt – wie-
     Nähe statt, sondern erfordern kurze     gin, ein Religionspädagoge?              mestern. Die Verwaltung wird durch       derum jungen Menschen zugute.
     Fusswege:                                                                        die GSW (Gemeinschaftsstiftung zur
                                                                                      Erhaltung und Schaffung von preis-       Die Eröffnung fand am 21. Okto-
                                                                                      günstigem Wohnraum) sicherge-            ber 2005 statt.
                                                                                      stellt. Beide, GSW und StuWo, sind
                                                                                      nicht gewinnorientiert.                                       Werner Wobmann




               1O. November 2OO5: Tochtertag an der Universität Luzern

                                             vielfältigen Umfeld. Die genannten       Beruf und Familienaufgaben verbin-       bringen. Auch in diesem Umfeld sind
                                             Berufe sind sowohl für Mädchen als       den können:                              zahlreiche Anregungen geplant:
                                             auch für Jungen oft nicht erreichbar,    -> Für Mädchen ist die Vereinbarkeit
                                             und die Illusionen verflüchtigen sich     von Familie und Erwerbsarbeit eine       Für einen Blick in die Arbeit einer
                                             mit zunehmendem Alter. Bei Ent-          zentrale Begründung für die Berufs-      Professorin steht der Besuch einer
                                             scheidungen im Verlaufe der Berufs-      wahl – Karrieremöglichkeiten stehen      Vorlesung und einer Übung auf dem
                                             findung zeigen sich allerdings einige     für sie an letzter Stelle.               Programm. Ein Besuch der Informa-
                                             geschlechtstypische Fakten:                                                       tikabteilung sowie in der campus-
                                                                                      Um diese Unterschiede aufzuwei-          kinderkrippe ist ebenso vorgesehen
                                             Die Auswahl schränkt sich bei den        chen und die beruflichen Horizonte        wie der Einblick in die Aufgaben der
                                             Mädchen massiv ein: So wird aus          zu erweitern, findet bereits zum 5.       Öffentlichkeitsarbeit und des Raum-
                                             der Pilotin die Lehrerin, aus der Ärz-   Mal schweizweit der Tochtertag statt.    managements.
                                             tin die Krankenschwester, aus der        An diesem Motivationstag erhalten
                                             Lastwagenführerin die Sekretärin.        Mädchen die Möglichkeit, neue Fa-        Angesprochen werden Mädchen
                                             -> Das gewählte Berufsspektrum der       cetten des Berufslebens kennen zu        speziell von der 5. – 7. Klasse. Die
     Das Berufsspektrum erweitern –          Mädchen ist nach wie vor wesentlich      lernen. Sie können beim Besuch ei-       Lehrpersonen sind über diesen Ak-
     Männer und Frauen in der Arbeits-       kleiner als dasjenige der Jungen.        nes Arbeitsumfeldes über verschie-       tionstag informiert.
     welt erleben – eigene berufliche Per-                                             dene Berufslaufbahnen nachdenken
     spektiven entwickeln.                   Mädchen sind in der Schule mindes-       und eigene Perspektiven entwickeln.      Per Mail wurde innerhalb der Uni-
                                             tens so erfolgreich wie die Jungen,      Dem gegenüber soll der Tag in der        versität eine Ausschreibung ver-
     Was möchtest du denn einmal wer-        sie setzen diese schulischen Quali-      Schule auch für Jungen genutzt wer-      sandt. Weitere Programme können
     den? Diese oft gestellte Frage eröff-   fikationen jedoch nicht in berufliche      den, damit sie sich mit unterschiedli-   angefordert werden bei:
     net neugierigen Erwachsenen einen       Positionen um:                           chen Lebensentwürfen auseinander-        nadja.kuemin@unilu.ch
     Blick in die Träume und Zukunftsvor-    -> Junge Männer erhalten häufiger         setzen können.
     stellungen der Kinder. Mit den ge-      Lehrstellen in Berufen mit höherem                                                                        Barbara Müller
     nannten Berufen verbinden Jungen        Ansehen und Stellen mit besseren         Die Universität Luzern bietet Ihren
     und Mädchen zunächst nicht nur be-      Karrierechancen.                         Mitarbeitenden und Studierenden
     kannte Rollenbilder, sondern auch                                                die Gelegenheit, einem Mädchen –
     unvoreingenommen Idealvorstel-          Bereits bei der Berufswahl ist es für    sei es Tochter, Nichte, Patenkind… –
     lungen und Erfahrungen aus ihrem        Mädchen wichtig, dass sie einmal         den Universitätsbetrieb näher zu

18
Kulturstadt Luzern




                            Kunstmuseum Luzern: Angebot für die Unilu

Magie und Verwandlung – Über die         «Studentenfutter» – Kunstführungen        Credits for Art – Kunst und Bildung       Freier Eintritt für Studierende und
Kraft von Bildern, Worten und sym-       von Studierenden für Studierende          im Kunstmuseum Luzern                     Dozierende für eine Unterrichtsein-
bolischen Handlungen in Kunst und        Zur Ausstellung «a kind of magic –        Während der Ausstellung «a kind of        heit vom 24.10. – 26. 11.2005.
Religion                                 Die Kunst des Verwandelns».               magic – die Kunst des Verwandelns»
Kunstbetrachtung und Gespräch in         16., 23. und 24. Nov. 2005 je von         öffnet sich das Kunstmuseum Lu-           Zu Sondertarifen
der Ausstellung «a kind of magic –       17.30 – 18.30 Uhr                         zern in besonderer Weise allen            Standardführungen und interdiszip-
Die Kunst des Verwandelns». Mit                                                    Dozierenden und Studierenden der          linäre Spezialführungen
Brigitt Bürgi, Ko-Kuratorin der Aus-     Zur Jahresausstellung «Zentral-           Universität Luzern und der Zentral-
stellung und Dr. Urs Winter, Dozent      schweizer Kunstschaffen 2005». 18.,       schweizer Fachhochschulen.                Auskunft und Anmeldung:
am Religionspädagogischen Institut       19. und 25. Jan. 2006 je von 17.30 –                                                Doris Bucher
der Universität Luzern. Mittwoch         18.30 Uhr, in den Ausstellungsräu-        Gratisangebote                            (041 226 78 00
16. Nov. 2005, 19.00 – 20.30 Uhr, in     men des Kunstmuseums Luzern.              Einführung für Dozierende in die          doris.bucher@kunstmuseumluzern.ch)
den Ausstellungsräumen des Kunst-        Eintritt und Führung gratis mit Stu-      Ausstellung «a kind of magic – die
museums Luzern, Eintritt Fr. 5.– plus    dentInnenausweis.                         Kunst des Verwandelns»
Museumsticket. Eine Veranstaltung                                                  Mittwoch 19. Okt., 17.15 – 19 Uhr, Don-
des Kunstmuseums Luzern in Zu-                                                     nerstag 27. Okt., 18.15 – 20.00 Uhr
sammenarbeit mit der Universität                                                   (Anmeldung erwünscht)
Luzern.




Günstiger als ins Kino kommen junge Leute ins Luzerner Theater!

Dass ein Theaterbesuch auch für          das Herz von Anne Truelove. Da dient
ein beschränktes Studentenbudget         sich ihm der Teufel an, er verspricht
erschwinglich ist, beweisen die in-      Geld und die Erfüllung von drei
teressanten Angebote des Luzerner        Wünschen. Tom erträumt sich Spass,
Theaters für junge Menschen bis 21       Glück und Ruhm – und entkommt
Jahre, für Lehrlinge und StudentIn-      doch nicht der Leere seines Lebens.
nen bis 30 Jahre. Aber auch mit dem      Am Schluss wird abgerechnet, man
Spielplan 2005/06 wollen die Theater-    spielt um alles: die Seele. Doch dann
verantwortlichen ein junges Publikum     zieht Tom eine Karte, die der Teufel
für dieses vielfältige Medium begeis-    übersehen hat ...
tern und klare Akzente im Bereich        Vorstellungen: 05.10., 23.10., 27.10.,
Innovation, Gedächtnis und Unterhal-     02.11., 11.11., 17.11., 02.12., jeweils
tung setzen. Das Programm soll die       19.30 Uhr
Wünsche der BesucherInnen erfüllen
aber auch Neugierde auf Neues und
Unbekanntes wecken.
                                                                                   Hans Schenker und Elisabeth Kopp in «Der Geizige» am Luzerner Theater
Angebot für StudentInnen und Lehr-
linge bis 30 Jahre, Jugendliche bis
21 Jahre:                                                                          Im Foyer des Theaters zeigen Studen-      gerade für Luzern berühmten –
                                                                                   tInnen der HGKL eine Videoinstallati-     Totentanzdarstellungen über die
Last-Minute-Ticket zum Preis von                                                   on zum Thema Geiz. Dafür haben sie        rätselhaften Bilder eines Hierony-
Fr. 15.–: 15 Minuten vor Vorstellungs-                                             PassantInnen in Luzern zum Thema          mus Bosch bis zu Comics, wie Walt
beginn sind die besten Plätze für Fr.                                              befragt und Molières Texte zitieren       Disneys Animationsfilm «Skeleton
15.– zu haben!                                                                     lassen.                                   Dance» aus dem Jahr 1929 und im
                                                                                   Vorstellungen: 07.10., 09.10., 13.10.,    weiteren Sinn zum Gruftikult.
Wahl-Abo zum Preis von Fr. 80.–:                                                   20.10., 23.10. (20.00 Uhr), 29.10.,
8 Vorstellungsbesuche (4× Schau-                                                   09.11., 12.11., 19.11., 16.12.2005, je-   Premiere am 5. November 2005, 19.30
spiel, 2× Oper, 2× Tanz) und dazu als                                              weils 19.30 Uhr                           Uhr. Vorstellungen bis Dezember
Geschenk der Ausweis des Jugend-                                                                                             2005: 10.11., 13.11. (14.00 und 19.30
Theaterclubs. (Mit diesem erhält man     Marc-Olivier Ötterli als Nick Shadow                                                Uhr), 23.11., 03.12. (20.00 Uhr), 10.12.
schon im Vorverkauf 50% Rabatt im        in «The Rake‘s Progress»                  Tanz mit dem Tod                          (20.00 Uhr), jeweils 19.30 Uhr
Luzerner Theater und im Kleintheater                                               In ihrem neuen Tanztheaterstück
am Bundesplatz.                                                                    befasst sich Verena Weiss auf ganz        Reservationen: 041 228 14 14,
                                         Der Geizige – Komödie von Molière         unterschiedliche Weise mit dem The-       www.luzernertheater.ch
Jetzt im Programm des Luzerner           Molières «Der Geizige» hat alles, was     ma Tod und Teufel. Die Figuren von
Theaters:                                eine Komödie zu bieten hat: Witz,         Tod und Teufel, das Paradies und die                              Judith Bachmann
The Rake’s Progress – Oper in drei       Tempo, abgründige Situationen,            Hölle sind zu allen Zeiten Themen
Akten von Igor Strawinsky                schillernde Figuren – und eine überra-    gewesen, die den Menschen be-
Tom Rakewell besitzt alles, was man      gend komische Titelrolle. Dabei liefert   schäftigen, die er ebenso verdrängt
für ein erfolgreiches Leben braucht:     er eine rasante Charakterstudie eines     wie thematisiert. Das Spektrum der
Jugend, Schönheit, Intelligenz und       unglaublichen Geizhalses.                 Darstellungsformen reicht von den –

                                                                                                                                                                        19
                                                                                                                                   Veranstaltungskalender




     Wann         Was                                                                         Wo                          Auskünfte erteilt

     27.10.2005   Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»               Universität Luzern          Beauftragte für Gender Studies
                                                                                              Hörsaal 1                   Universität Luzern
                  Thema                                                                       Pfistergasse 20              Isabel Miko Iso
                  Gender Studies als Genealogie. Eine Einführung.                             6003 Luzern
                  Prof. Philipp Sarasin, Sozial- und Wissenschaftsgeschichte, Zürich                                      isabelmiko.iso@unilu.ch

                  Zeit
                  17.15 – 19.00 Uhr


     29.10.2005   Gemeinsame Tagung des RomeroHauses sowie der Professur für Kirchen-         RomeroHaus                  RomeroHaus Luzern
                  recht und Staatskirchenrecht                                                Kreuzbuchstrasse 44
                                                                                              6006 Luzern                 Tel. 041 375 72 72
                  Thema
                  Das Kreuz der Kirche mit der Demokratie – Zum Verhältnis von katholischer
                  Kirche und Rechtsstaat

                  Zeit
                  9.30 – 16.45 Uhr


     31.10. –     Luzerner Wirtschaftstage 2005 – Publikums- und                              Kultur- und Kongresszent-   Institut für KMU- und
     02.11.2005   Weiterbildungsveranstaltung                                                 rum Luzern KKL              Wirtschaftsrecht
                                                                                                                          Ruth Aregger
                  Thema
                  Recht und Wirtschaft im Gespräch                                                                        Tel. 041 228 77 28

                  Weitere Informationen
                  www.luzerner-wirtschaftstage.ch


     03.11.2005   Dies academicus 2005                                                        Kultur- und Kongresszent-   Rektorat
                                                                                              rum Luzern KKL              Gabriela Koch

                                                                                                                          Tel. 041 228 61 26


     08.11.2005   Forum Religionsunterricht                                                   Universität Luzern          Religionspädagogisches Institut
                                                                                              Hörsaal K1                  Sekretariat
                  Thema                                                                       Pfistergasse 20
                  Das Berufsbild des Religionspädagogen / der Religionspädagogin und des      6003 Luzern                 Tel 041 228 55 20
                  Katecheten / der Katechetin in der katholischen Kirche                                                  irma.steiger@unilu.ch

                  Referent
                  Nick Sieber, Leiter Arbeitsstelle der Interdiözesanen Katechetischen
                  Kommission

                  Zeit
                  18.00 – 19.30 Uhr


     08.11.2005   Wissenschafts-Café                                                          Universität Luzern          Stelle für Öffentlichkeitsarbeit
                                                                                              Union                       Judith Lauber-Hemmig
                  Thema                                                                       Löwenstrasse 16
                  Wissenschaft und Wirtschaft. Was erwarten sie voneinander.                  6004 Luzern                 Tel. 041 228 78 11

                  Zeit
                  19.30 – 21.00 Uhr


     10.11.2005   Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»               Universität Luzern          Beauftragte für Gender Studies
                                                                                              Hörsaal 1                   Universität Luzern
                  Thema                                                                       Pfistergasse 20              Isabel Miko Iso
                  Schafft der Blick des Mannes die Frau? Philosophische Überlegungen und      6003 Luzern
                  Differenzierungen.                                                                                      isabelmiko.iso@unilu.ch
                  Dr. Lisa Schmuckli, Philosophie und Psychoanalyse, Luzern

                  Zeit
                  17.15 – 19.00 Uhr


     10.11.2005   Podiumsgespräch des Historischen Seminars mit Michael Gasser, Staatsar-     Universität Luzern          Historisches Seminar
                  chiv Zug                                                                    Union – U1.05
                                                                                              Löwenstrasse 16             Tel. 041 228 55 38
                  Thema                                                                       6004 Luzern
                  HistorikerIn gesucht – Arbeitsmarkt Geschichte

                  Zeit
                  17.15 – 19.00 Uhr


     12.11.2005   Symposium zum Jubiläum «20 Jahre Religionswissenschaft in Luzern»           Universität Luzern          Religionswissenschaftliches
                                                                                              Union                       Seminar
                  Thema                                                                       Löwenstrasse 16             Christine Waghorn
                  Zukunft von Religion in Europa – Religionswissenschaftliche Perspektiven    6004 Luzern
                                                                                                                          Tel. 041 228 73 88
                  Zeit
                  10.00 – 17.00 Uhr



20
Veranstaltungskalender




Wann          Was                                                                           Wo                    Auskünfte erteilt

16.11.2005    Ringveranstaltung zum Thema «60 Jahre Vereinte Nationen»                      Universität Luzern    Institut für Sozialethik
                                                                                            Hörsaal 1             Berta Oehen
              Thema                                                                         Pfistergasse 20
              Entstehungsprozess und Gründungsziele der UNO                                 6003 Luzern           Tel. 041 228 55 31

              Zeit
              18.15 – 20.00 Uhr


17.11.2005    Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern    Beauftragte für Gender Studies
                                                                                            Hörsaal 1             Universität Luzern
              Thema                                                                         Pfistergasse 20        Isabel Miko Iso
              Die Hautfarbe hat einen Körper: Geschlechts- und ‹Rassen›-Unterschiede im     6003 Luzern
              Mittelalter und in der Renaissance.                                                                 isabelmiko.iso@unilu.ch
              Prof. Valentin Groebner, Geschichte, Luzern

              Zeit
              17.15 – 19.00 Uhr


19.11.2005    Informationstag des Religionspädagogischen Instituts RPI                      Universität Luzern    Religionspädagogisches Institut RPI
                                                                                            Pfistergasse 20        Erica Hunkeler
              Thema                                                                         Hörsaal 1
              Was macht eine Religionspädagogin / ein Religionspädagoge?                    Luzern                Tel. 041 228 55 20
              Information, Begegnung, Einzelberatung

              Zeit
              10.15 – 13.00 Uhr


24.11.2005    Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern    Beauftragte für Gender Studies
                                                                                            Hörsaal 1             Universität Luzern
              Thema                                                                         Pfistergasse 20        Isabel Miko Iso
              Körper – Macht – Frömmigkeit. Systematisch-theologische Bemerkungen           6003 Luzern
              zum Verhältnis von Körper und Geschlecht.                                                           isabelmiko.iso@unilu.ch
              Dr. Regine Munz, Evangelische Theologie, Basel

              Zeit
              17.15 – 19.00 Uhr


25.11.2005    Informationstag der Universität Luzern für Maturandinnen und Maturanden       Universität Luzern    Stelle für Öffentlichkeitsarbeit
                                                                                            Union                 Nadja Kümin
              Zeit                                                                          Löwenstrasse 16
              10.15 – 16.00 Uhr                                                             6003 Luzern           Tel. 041 228 78 12

              Das detaillierte Programm finden Sie auf unserer Website www.unilu.ch


29.11.2005    Vortrag von Prof. Dr. Dominique Bourel (Universität Sorbonne / CNRS, Paris)   Universität Luzern    Philosophisches Seminar
                                                                                            Hörsaal 1
              Thema                                                                         Pfistergasse 20        Tel. 041 228 61 27
              Die Mendelssohn-Legende in Europa                                             6003 Luzern

              Zeit
              19.15 Uhr


30.11.2005    Ringveranstaltung zum Thema «60 Jahre Vereinte Nationen»                      Universität Luzern    Institut für Sozialethik
                                                                                            Hörsaal 1             Berta Oehen
              Thema                                                                         Pfistergasse 20
              Internationale Strafgerichtsbarkeit                                           6003 Luzern           Tel. 041 228 55 31

              Zeit
              18.15 – 20.00 Uhr


01.12.2005    Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern    Beauftragte für Gender Studies
                                                                                            Hörsaal 1             Universität Luzern
              Thema                                                                         Pfistergasse 20        Isabel Miko Iso
              Lokale Schönheitskonkurrenzen und Identitätspolitiken. Ethnologische Pers-    6003 Luzern
              pektiven auf ein globales Phänomen.                                                                 isabelmiko.iso@unilu.ch
              PD Dr. Andrea Lauser, Religionswissenschaft und Ethnologie, Marburg

              Zeit
              17.15 – 19.00 Uhr


02.12.2005    Veranstaltung des Historischen Seminars zum Gebrauch historischen             Universität Luzern    Historisches Seminar
              Materials mit Jürg Frischknecht, Alex Capus und Felicitas Hoppe               Union – Artistenbar   Djamila Röösli
                                                                                            Löwenstrasse 16
              Thema                                                                         6004 Luzern           Tel. 041 228 55 38
              Der Zauber von altem Zeug. Historisches Material, literarischer Gebrauch.

              Zeit
              15.00 – 19.00 Uhr




                                                                                                                                                        21
                                                                                                                                   Veranstaltungskalender




     Wann            Was                                                                           Wo                     Auskünfte erteilt

     2./3. 12.2005   Interdisziplinäres Symposium                                                  Universität Luzern     Institut für Sozialethik
                                                                                                                          Gibraltarstrasse 3
                     Thema                                                                                                Postfach 7763
                     Rationierung im Gesundheitswesen                                              Kantonsspital Luzern   6000 Luzern 7
                                                                                                                          markus.zimmermann@unilu.ch
                     Leitung
                     Prof. Dr. Hans Halter                                                         Auditorium HSW
                     Dr. Markus Zimmermann-Acklin

                     Das detailierte Programm finden Sie unter:
                     http://www.unilu.ch/tf/6720.htm


     06.12.2005      Wissenschafts-Café                                                            Universität Luzern     Stelle für Öffentlichkeitsarbeit
                                                                                                   Union                  Judith Lauber-Hemmig
                     Thema                                                                         Löwenstrasse 16
                     Wissenschaft / Forschung und Medien, Wissenschaftskommunikation               6004 Luzern            Tel. 041 228 78 11

                     Zeit
                     19.30-21.00 Uhr


     13.12.2005      Forum Religionsunterricht                                                     Universität Luzern     Religionspädagogisches Institut
                                                                                                   Hörsaal K1             Sekretariat
                     Thema                                                                         Pfistergasse 20
                     Katechese in der reformierten Kirche der Deutschschweiz                       6003 Luzern            Tel 041 228 55 20
                                                                                                                          irma.steiger@unilu.ch
                     Referent
                     Prof. Dr. Werner Kramer, emeritierter Professor für Praktische Theologie an
                     der Universität Zürich

                     Zeit
                     18.00 – 19.30 Uhr


     14.12.2005      Ringveranstaltung zum Thema «60 Jahre Vereinte Nationen»                      Universität Luzern     Institut für Sozialethik
                                                                                                   Hörsaal 1              Berta Oehen
                     Thema                                                                         Pfistergasse 20
                     Einsatz der UNO zur Friedenssicherung                                         6003 Luzern            Tel. 041 228 55 31

                     Zeit
                     18.15 – 20.00 Uhr


     15.12.2005      Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern     Beauftragte für Gender Studies
                                                                                                   Hörsaal 1              Universität Luzern
                     Thema                                                                         Pfistergasse 20         Isabel Miko Iso
                     Geschlechtskörper und Sexualität im Islam.                                    6003 Luzern
                     Dr. Farideh Akashe-Böhme, Soziologie, Darmstadt                                                      isabelmiko.iso@unilu.ch

                     Zeit
                     17.15 – 19.00 Uhr


     22.12.2005      Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern     Beauftragte für Gender Studies
                                                                                                   Hörsaal 1              Universität Luzern
                     Thema                                                                         Pfistergasse 20         Isabel Miko Iso
                     Nicht konforme Geschlechtskörper und das Recht.                               6003 Luzern
                     Dr. Michelle Cottier, Legal Gender Studies, Familienrecht und                                        isabelmiko.iso@unilu.ch
                     Rechtssoziologie, Basel

                     Zeit
                     17.15 – 19.00 Uhr


     12.01.2006      Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern     Beauftragte für Gender Studies
                                                                                                   Hörsaal 1              Universität Luzern
                     Thema                                                                         Pfistergasse 20         Isabel Miko Iso
                     Zwang gegen Einsicht: Bevölkerungspolitik, Staat und Gender.                  6003 Luzern
                     Prof. Shalini Randeria, Ethnologie, Zürich                                                           isabelmiko.iso@unilu.ch

                     Zeit
                     17.15 – 19.00 Uhr


     19.01.2006      Interfakultäre Ringvorlesung «Körper – Normen – Geschlechter»                 Universität Luzern     Beauftragte für Gender Studies
                                                                                                   Hörsaal 1              Universität Luzern
                     Zeit                                                                          Pfistergasse 20         Isabel Miko Iso
                     17.15 – 19.00 Uhr                                                             6003 Luzern
                                                                                                                          isabelmiko.iso@unilu.ch




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                           Wir wünschen lehrreiche Stunden.




                                                                        ot:
                                                       Studentenangeb
                                                                          .–
                                                      3 Mona te für Fr. 30

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