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Johnny Cash and The Tennessee Three

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Johnny Cash and The Tennessee Three Powered By Docstoc
					   Johnny Cash and The Tennessee Three

Autor: Wolfgang Schragen, 5.D.           Prüfer: Manfred Ofner

Gegenstand: Angewandte Informatik

Schuljahr: 2007/2008          BG/BRG Gleisdorf




                   Grafik 1    Johnny Cash 1969
                                       Inhaltsverzeichnis
1.     Einleitung.................................................................................................................. 1

2.     Entstehung der Gruppe ............................................................................................ 2

3.     Mitglieder .................................................................................................................. 3

     3.1.    Johnny Cash und June Carter ........................................................................... 3

       3.1.1.       Johnny Cash Privat .................................................................................... 3

       3.1.2.       Abhängigkeit .............................................................................................. 5

       3.1.3.       Krankheit .................................................................................................... 6

       3.1.4.       Tod von Johnny & June ............................................................................. 7

     3.2.    Luther Perkins ................................................................................................... 8

       3.2.1.       Karriere ...................................................................................................... 8

       3.2.2.       Tod ............................................................................................................. 9

       3.2.3.       Auszeichnung............................................................................................. 9

     3.3.    Marshall Grant ................................................................................................... 9

       3.3.1.       Karriere .................................................................................................... 10

       3.3.2.       Gegenwart................................................................................................ 10

     3.4.    W.S. Holland ................................................................................................... 10

       3.4.1.       Karriere .................................................................................................... 11

4.     Musikstile................................................................................................................ 12

     4.1.    Country............................................................................................................ 12

     4.2.    Gospel ............................................................................................................. 13

     4.3.    Rockabilly ........................................................................................................ 13

     4.4.    Blues ............................................................................................................... 14

     4.5.    Folk und Pop ................................................................................................... 14

5.     Alben ...................................................................................................................... 16

     5.1.    Johnny Cash at Folsom Prison ....................................................................... 21
6.     Soloprojekte von Johnny Cash ............................................................................... 23

7.     Auszeichnungen ..................................................................................................... 25

     7.1.    Grammy .......................................................................................................... 25

     7.2.    Auszeichnung für Cashs Lebenswerk ............................................................. 25

8.     Zitate ...................................................................................................................... 27

     8.1.    Zitat aus Man in Black: .................................................................................... 27

     8.2.    Harold Reid, The Statler Brothers: .................................................................. 27

     8.3.    Marty Stuart: .................................................................................................... 27

     8.4.    In einem Brief an das 'Country Music'-Magazin schrieb Larry Gatlin:.............. 27

     8.5.    Jerry Lee Lewis hält Cash für: ......................................................................... 27

     8.6.    Cash selbst: .................................................................................................... 28

9.     Zusammenfassung ................................................................................................. 29
                          Abbildungsverzeichnis
Grafik 1   Johnny Cash 1969 ......................................................................................... 1

Grafik 2   June und Johnny Cash .................................................................................. 3

Grafik 3   Grab von John und June ............................................................................... 7

Grafik 4   Luther Perkins................................................................................................ 8

Grafik 5   Marshall Grant (rechts außen) ....................................................................... 9

Grafik 6   „Fluke“ ......................................................................................................... 10

Grafik 7   Johnny Cash at Folsom 1968 Album ........................................................... 21

Grafik 8   Johnny mit Interviewer Nixon ....................................................................... 23

Grafik 9   Luther und Marshall ..................................................................................... 29
Einleitung


1.    Einleitung
Johnny Cash war ein amerikanischer Country-Sänger und Liederschreiber. Er wurde
am 26. Februar 1932 als J. R. Cash in Kingsland, Arkansas, USA geboren und lebte bis
zum 12.September 2003, wo er in Nashville, Tennessee, USA verstarb.

Johnny Cash hatte eine Bassbariton-Stimme und er hat den sogenannten „Boom-
Chicka-Boom“-Sound seiner Begleitband Tennessee Three erschaffen. Er ist bekannt
durch seine kritischen und unkonventionellen Texte. Berühmt ist er durch die Songs
Ring of Fire, I Walk the Line, Folsom Prison Blues,..., aber auch durch seine Auftritte in
den Gefängnissen Folsom Prison und San Quentin. Durch seine kritische Art erhielt er
den Beinamen „Man in Black“. Cash hat mehr als 53 Millionen Tonträger verkauft und
wurde mit zwölf Grammys ausgezeichnet. Er hat etwa 500 Songs geschrieben.




                                         -1-
Entstehung der Gruppe


2.    Entstehung der Gruppe
Tagsüber jobbte Cash als Vertreter für Elektrogeräte, abends spielte er zusammen mit
den Tennessee Two, dem Gitarristen Luther Perkins und dem Bassisten Marshall Grant
(aus denen 1960 mit dem Schlagzeuger W.S. Holland die Tennessee Three wurden) in
verschiedenen Clubs in Memphis. Da Cashs Band zu dieser Zeit noch keinen
Schlagzeuger hatte, ließ Perkins ein Stück Papier hinter die Saiten der Rhythmusgitarre
klemmen; dieses perkussive Schnarren wurde zum typischen Merkmal des berühmten
„Boom-Chicka-Boom“-Sounds. Die Bezeichnung ist eine lautmalerische Beschreibung
für den schnellen, stampfenden Klang ähnlich dem eines fahrenden Zugs.

Schließlich stellte Cash sich Sam Phillips, dem Besitzer und Produzenten von Sun
Records vor, der ihn unter Vertrag nahm. Johnny Cashs erste Single bei Sun Records
erschien mit Cry! Cry! Cry! am 21. Juni 1955 und erreichte Platz 14 der Countrycharts;
auf der B-Seite befand sich Hey! Porter. Im August 1955 hatte Cash seinen ersten
großen Auftritt im Vorprogramm von Elvis Presley. Cashs nächste Veröffentlichung,
Folsom Prison Blues mit der Rückseite So Doggone Lonesome, die im Dezember 1955
erschien, erreichte bereits Platz 4 der Country-Charts. I Walk the Line mit der B-Seite
Get Rhythm vom Mai 1956 schaffte es schließlich auf Platz 1 der Country-Charts und
konnte sich auch unter den Top 20 der Pop-Charts platzieren. Am 4. Dezember 1956
fanden die legendären „Sun Session“-Aufnahmen des sogenannten „Million Dollar
Quartetts“ mit den Rock'n'Roll-Größen Carl Perkins, Jerry Lee Lewis und Elvis Presley
statt, die ebenfalls bei Sun Records unter Vertrag waren.

1956 lernte Johnny Cash hinter der Bühne der Country-Radio-Show Grand Ole Opry in
Nashville, die damals noch im Ryman Auditorium aufgezeichnet wurde, seine spätere
Ehefrau June Carter von der berühmten Carter Family kennen, die er schon seit seiner
Kindheit bewunderte. Zu dieser Zeit begann Cash auch, jedes seiner Konzerte mit den
Worten: „Hello, I'm Johnny Cash“ zu eröffnen, was zu seinem Markenzeichen wurde.




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Mitglieder


3.      Mitglieder

     3.1.        Johnny Cash und June Carter




                          Grafik 2      June und Johnny Cash


        3.1.1.          Johnny Cash Privat

Johnny Cash war der Chef der Gruppe. Er erfand den Boom-Chicka-Boom-Sound und
spielte von 1955 bis 2003. Er wuchs in einer armen Farmerfamilie auf. Als erstes, als er
von Zuhause wegging, war er bei der Air Force. Dort schrieb er seine ersten Lieder.
Nach Beendigung seiner Militärzeit in Deutschland mit dem Rang eines Oberfeldwebels
zog Johnny Cash 1954 nach Memphis (Tennessee) und heiratete Vivian Liberto. Aus


                                        -3-
Mitglieder

dieser Ehe stammen seine Töchter Rosanne (* 1955), Kathleen (* 1956), Cindy (* 1959)
und Tara (* 1961). Sie schieden sich jedoch, weil es seine Frau nicht ausgehalten hat
das er immer auf Tour war.

Nachdem sich June Carter wegen Cashs Abhängigkeit lange geweigert hatte, ihn zu
heiraten, nahm sie am 22. Februar 1968 seinen Heiratsantrag, den er ihr auf der Bühne
während eines Konzertes in Ontario in Kanada machte, an. Sie heirateten am 1. März
1968 in Franklin, Kentucky.

Zum Ende der 50er Jahre ging es mit Johnny Cashs Karriere steil bergauf und er war
ständig auf Tournee, was die Ehe mit Vivian Liberto sehr belastete. Cash hielt dem
Konzertstress nur schwer stand und nahm nach eigener Aussage 1957 während einer
Tour mit den Musikern Faron Young und Ferlin Husky seine erste Benzedrintablette. In
der Folgezeit griff er immer häufiger zu Alkohol, Amphetaminen und Barbituraten.

1958 zog Cash mit seiner Familie nach Kalifornien und wechselte zu Columbia
Records, die ihm ein lukratives Angebot gemacht hatten. Hier erschien im November
desselben Jahres das Album The Fabulous Johnny Cash, das unter anderem den Nr.-
1-Hit Don't Take Your Guns to Town enthielt. Mit diesem Album erweiterte Cash sein
Klangspektrum um Pop, Folk und Gospel. Das Album Songs of Our Soil, größtenteils
bei einer einzigen Session im März 1959 aufgenommen, ist wiederum im Americana-Stil
gehalten. Der bekannteste Song hieraus ist Five Feet High and Rising, ein Lied über
das Mississippi-Hochwasser, das in den 1930er Jahren beinahe das Haus der Cashs in
Arkansas weggerissen hätte. Neben Songs auf Englisch hat Cash zwischen 1959 und
1965 auch Songs in Deutsch und Spanisch aufgenommen.

Am 25. März 1963 nahm Cash den Song Ring of Fire auf, der in seiner Version,
unterlegt mit den markanten Mariachi-Trompeten, ein Welthit wurde. Das Lied hatte
Merle Kilgore zusammen mit June Carter geschrieben, die darin Cashs Sucht und ihre
verbotene Liebe zu ihm beschreibt. Cash und Carter waren beide zu diesem Zeitpunkt
noch mit anderen Partnern verheiratet, aber seit langem ineinander verliebt, und seit
1961 wurde Cash von June Carter und der Carter Family auf seinen Tourneen begleitet.

Anfang der 60er Jahre erschienen einige Konzeptalben von Johnny Cash, unter
anderem im September 1964 das wütende Bitter Tears, auf dem sich das Aufkommen
der amerikanischen Indianerbewegung und die zunehmende Empörung über den
Umgang der US-Amerikaner mit den Ureinwohnern des Landes niederschlagen. Auf


                                        -4-
Mitglieder

diesem Album verwendet Cash Stammestrommeln und indianische Gesänge,
identifiziert sich mit den Unterdrückten und bezichtigt die US-amerikanischen
Präsidenten des Betruges an den Indianern. Ein Höhepunkt des Albums ist The Ballad
of Ira Hayes, eine Hymne an den gleichnamigen indianischen Kriegshelden, der als
bettelarmer Alkoholiker starb. Mit diesem in kommerzieller Hinsicht riskanten Projekt
begründete Cash bei der aufkommenden Protestbewegung und der damit verbundenen
Subkultur seinen Ruf als glaubwürdiger Künstler.

      3.1.2.           Abhängigkeit

Obwohl Johnny Cash seinen Fans das romantische Image vom Outlaw verkaufte, war
er nur einige Male kurzfristig wegen kleinerer Vergehen im Gefängnis. Am 27. Juni
1965 verursachte er durch einen defekten Auspuff seines Wohnmobils im Los-Padres-
Nationalpark ein Großfeuer, das 205 Hektar Wald vernichtete; Cash musste 82.000
Dollar Schadenersatz zahlen. Am 4. Oktober 1965 wurde er auf dem Internationalen
Flughafen von El Paso, Texas, verhaftet, als er in seinem Gitarrenkoffer über 1000
Amphetamintabletten von Mexiko in die USA geschmuggelt hatte.

Seine Tablettenabhängigkeit war auf dem Höhepunkt angekommen, was zur Scheidung
von Vivian Liberto, Gewaltausbrüchen auf der Bühne und einigen Konzertabsagen
führte. Cash magerte auf 70 kg bei einer Größe von 1,87 m ab, seine Stimme wurde
brüchig. 1967 teilte er sich für einige Zeit ein Appartement mit dem Country-Sänger
Waylon Jennings, der ebenfalls tablettensüchtig war. Dann kaufte Cash ein Haus am
Old Hickory Lake in Hendersonville in der Nähe von Nashville.

Anfang Oktober 1967, nachdem er mehrere Tage nicht gegessen und geschlafen hatte,
zog Cash sich in die Nickajack-Höhle in der Nähe von Chattanooga zurück und legte
sich dort hin, um zu sterben. Er schrieb in seiner Autobiographie, dass ihm dort
irgendwann klar wurde, dass er seinen Todeszeitpunkt nicht selbst bestimmen könne.
Zitat: „Ich würde sterben, wenn Gott die Zeit für gekommen hielt, und nicht, wenn ich es
wollte.“ June Carter und ihre Eltern standen Cash bei seinem nun folgenden
schwierigen Entzug zur Seite und schirmten ihn vor allem von Leuten ab, die ihm
Tabletten besorgt hatten. Am 11. November 1967 gab Cash an der Highschool von
Hendersonville sein erstes Konzert in nüchternem Zustand seit mehr als zehn Jahren.




                                        -5-
Mitglieder

       3.1.3.            Krankheit

Im Oktober 1997 wurde Johnny Cash bei einem Auftritt in Flint, Michigan beinahe
ohnmächtig, als er ein Plektrum aufheben wollte. Die anschließende Untersuchung
ergab zunächst den Verdacht, dass Cash an der Parkinson-Krankheit leide. Es dauerte
lange, bis die Ärzte schließlich herausfanden, woran Cash tatsächlich erkrankt war.
Anfang 1999 wurde bei ihm das Shy-Drager-Syndrom diagnostiziert, eine Parkinson-
ähnliche Krankheit, die nicht heilbar ist. Wenig später wurde Cash mitgeteilt, dass er
nicht am Shy-Drager-Syndrom erkrankt sei, sondern an autonomer Neuropathie, einer
Erkrankung des Nervensystems, bei ihm vermutlich infolge von Diabetes. Cash äußerte
später, er habe gewusst, dass er nicht an einer Krankheit leide, die ihn geistig
schwächen würde. Cash kämpfte gegen die Krankheit an, und im Frühjahr 1999 teilte er
der Zeitung USA Today mit, dass er sich vorgenommen habe, den Namen der
Krankheit zu vergessen und ihr keinen Raum in seinem Leben zu geben. Er wolle
positiv denken und nicht glauben, dass er eines Tages behindert sein werde.

Am 6. April 1999 wurde ihm zu Ehren im Hammerstein Ballroom in Manhattan, New
York City das Konzert An All Star Tribute To Johnny Cash aufgezeichnet, bei dem viele
Weltstars seine Lieder sangen. Es wurde am 18. April 1999 beim amerikanischen
Fernsehsender TNT ausgestrahlt. Cash trat, stark geschwächt und zur Verwunderung
und Freude des Publikums, auch selbst auf. Es war sein letzter Auftritt auf einer großen
Bühne, danach spielte er nur noch im Carter Family Fold, einer gemeinnützigen
Einrichtung der Carter-Familie zur Erhaltung traditioneller Musik in Bristol, Virginia.

Cash musste mehrmals mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert
werden. Im Oktober 2001 wurde er so krank, dass die Ärzte ihn für eine Woche in ein
künstliches Koma versetzen mussten. Des Weiteren litt Cash durch starkes Asthma
ständig unter Atemnot, außerdem war seine Sehkraft durch ein Glaukom stark
zurückgegangen.




                                          -6-
Mitglieder

      3.1.4.           Tod von Johnny & June




                          Grafik 3     Grab von John und June

Am 15. Mai 2003 starb Johnny Cashs Ehefrau June Carter Cash im Alter von 73 Jahren
an den Folgen einer Herzklappenoperation. Die beiden waren 35 Jahre miteinander
verheiratet. Bei ihrer Beerdigung saß Cash bereits im Rollstuhl. Zehn Tage nach ihrem
Tod sagte Cash, er müsse wieder ins Studio und weiterarbeiten: „Ich möchte Musik
machen und arbeiten, so gut ich kann. Sie würde das wollen, und ich will es auch.“
Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Johnny Cash am 5. Juli 2003 bei einem Konzert
im Carter Family Fold. Das letzte Musikstück, das Cash drei Wochen vor seinem Tod
aufgenommen hat, ist laut John Carter Cash das Traditional Engine 143.

Am 11. September 2003 telefonierte Rick Rubin zum letzten Mal mit Cash, um ihm
mitzuteilen, dass er ihm Abmischungen für die CD-Box Unearthed schicken würde.
Cash konnte sie sich nicht mehr anhören, er starb am nächsten Tag, dem 12.
September 2003, im Alter von 71 Jahren im Baptist Hospital in Nashville an
Lungenversagen. Johnny Cash wurde neben seiner Frau auf dem Friedhof „Memory
Gardens“ nahe seinem Wohnhaus in Hendersonville, Tennessee, bestattet.




                                        -7-
Mitglieder

   3.2.        Luther Perkins




                             Grafik 4     Luther Perkins

Luther Monroe Perkins (* 8. Januar 1928 in Memphis (Tennessee); † 5. August 1968 in
Nashville) war ein US-amerikanischer Gitarrist und Mitglied von Johnny Cashs Band
Tennessee Three.

      3.2.1.          Karriere

Perkins, der nicht mit dem Musiker Carl Perkins verwandt war, arbeitete als
Automechaniker in Memphis, Tennessee. Abends spielte er in Clubs Gitarre;
zusammen mit seinem Freund, dem Bassisten Marshall Grant nannten sie sich
„Tennessee Two“. Die beiden lernten 1955 den damals noch unbekannten Johnny
Cash kennen und erhielten mit ihm zusammen einen Plattenvertrag beim Plattenlabel
Sun Records.

Da Cashs Band zu dieser Zeit noch keinen Schlagzeuger hatte, schob er ein Stück
Papier zwischen die Saiten seiner Rhythmusgitarre, um den Sound einer Snare Drum
zu imitieren; dieses perkussive Schnarren war ein charakteristisches Element des
berühmten „Boom-Chicka-Boom“-Sounds. Die Bezeichnung ist eine lautmalerische
Beschreibung für den schnellen, stampfenden Klang ähnlich dem eines fahrenden
Zugs. Als 1960 W.S. Holland als Drummer zu den beiden stieß, nannte sich die Band
„Tennessee Three“.




                                        -8-
Mitglieder

      3.2.2.           Tod

Perkins arbeitete mit Cash zusammen, bis er 1968 im Alter von 40 Jahren beim Brand
seines Wohnhauses ums Leben kam. Die Feuerwehr vermutete, dass Perkins mit einer
brennenden Zigarette eingeschlafen war; dies konnte aber nie zweifelsfrei festgestellt
werden. Dieser Umstand wurde auch in der filmischen Cash-Biografie Walk the Line
aufgegriffen. Bei einer nächtlichen Busfahrt zu einem Konzert bemerkt Cash eine
glühende Zigarette im Mund des schlafenden Perkins und drückt sie aus.

Luther Perkins wurde auf dem Friedhof „Memory Gardens“ in Hendersonville
(Tennessee) beerdigt, auf dem später auch Johnny Cash und dessen Frau June Carter
Cash beigesetzt wurden.

      3.2.3.           Auszeichnung

Wegen seiner Verdienste um das Genre wurde Luther Perkins in der Rockabilly Hall of
Fame geehrt.

   3.3.        Marshall Grant




                       Grafik 5     Marshall Grant (rechts außen)

Marshall Grant (* 5. Mai 1928), aufgewachsen in North Carolina in Bessemer City, war
Bassist in der Begleitband des Country-Musikers Johnny Cash, den Tennessee Three.




                                       -9-
Mitglieder

      3.3.1.           Karriere

Grant arbeitete zunächst als Mechaniker in Memphis, Tennessee, nebenbei spielte er
Bass, zusammen mit Gitarrist Luther Perkins nannten sie sich "Tennessee Two". Mit
Johnny Cash erhielten sie 1955 einen Plattenvertrag beim Label Sun Records. Auch als
Komponist betätigte Grant erfolgreich, er schrieb für Cash und dessen Frau June Carter
Cash das Duett Long Legged Guitar Pickin' Man. Marshall Grant verließ 1980 die 1960
um den Schlagzeuger W.S. Holland angewachsene und in Tennessee Three
umbenannte Band, bei der der 1968 verstorbene Gitarrist Perkins durch Bob Wootton
ersetzt worden war. 1999 stand er ein letztes Mal zusammen mit Cash und Holland auf
der Bühne.

Von den 1980er Jahren bis zu ihrem Rückzug aus dem Musikgeschäft im Jahr 2002
war Grant Manager der Countryband Statler Brothers.

      3.3.2.           Gegenwart

Grant hat sich aus dem Musikgeschäft zurückgezogen und lebt mit seiner Frau Etta in
Hernando, Mississippi. 2005 brachte er seine Autobiographie I Was There When It
Happened - My Life With Johnny Cash heraus.

   3.4.        W.S. Holland




                                  Grafik 6        „Fluke“

                                         - 10 -
Mitglieder

W.S. „Fluke“ Holland (* 22. April 1935 in Saltillo, Tennessee), ist der Schlagzeuger der
Begleitband des Country-Musikers Johnny Cash, den Tennessee Three.

      3.4.1.            Karriere

Die Musikkarriere Hollands (dessen Vorname tatsächlich W.S. lautet) begann 1954
beim Plattenlabel Sun Records als Schlagzeuger des Country-Musikers Carl Perkins. Er
spielte bei jeder Veröffentlichung von Perkins bei Sun Records das Schlagzeug, so
auch bei Perkins Hit Blue Suede Shoes. Holland tourte in den 1950er Jahren mit
Musiklegenden wie Elvis Presley, Roy Orbison oder Jerry Lee Lewis.

1960 wurde Holland neben Gitarrist Luther Perkins und Bassist Marshall Grant das
dritte Mitglied der Begleitband von Johnny Cash, den Tennessee Two, die sich von
diesem Zeitpunkt an Tennessee Three nannten.

Johnny Cash soll zu Holland gesagt haben: „I want you to work with me every show I
play for as long as I'm in the business“ (etwa „Ich will, dass du in meiner Band spielst,
solange ich im Geschäft bin“). Dies tat W.S. Holland bis 1997, dem Jahr, in dem Johnny
Cash aus gesundheitlichen Gründen das Touren aufgeben musste. Für das All Star
Tribute To Johnny Cash-Konzert kehrte er 1999 zusammen mit Marshall Grant ein
letztes Mal gemeinsam mit Johnny Cash in New York City auf die Bühne zurück.

Noch heute ist W.S. Holland mit Bob Wootton, der Gitarrist Perkins nach dessen Tod
ersetzte, aktives Mitglied der Tennessee Three.




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Musikstile


4.      Musikstile

     4.1.    Country

Country-Musik [ˈkʌntri] ist eine aus den USA stammende Musikrichtung, die Anfang des
20. Jahrhunderts aus traditionellen Elementen der Volksmusik der europäischen
Zuwanderervölker – insbesondere aus Irland und England – hervorging. Die
ursprünglich in den südlichen Appalachen beheimatete Hillbilly-Musik entwickelte sich
durch urbane Einflüsse und Übernahme von Elementen anderer Musik-Genres – wie
etwa dem Blues – zur heutigen Country-Musik.

Der oft als Synonym gebrauchte Begriff Country & Western beziehungsweise C&W ist
irreführend, da er suggeriert, dass es sich hierbei um ein einheitliches Genre handle.
Der Begriff geht zurück auf eine Chart-Bezeichnung, unter der das amerikanische
Billboard-Magazine in den 1940er-Jahren Titel aus den Genres Country- und Western-
Musik gemeinsam aufgelistet hat.

Die Geschichte der Country-Musik ist durch drei überschneidende Bewegungen
geprägt:

Die Traditionalisten befürworten eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen textlichen
und musikalischen Themen.

Die Erneuerer experimentieren mit neuen Stilvarianten, Ausdrucksformen und
Instrumenten.

Die Kommerzorientierten suchen die Nähe zur Popmusik, um ein möglichst großes
Publikum anzusprechen.

Ein typisches Merkmal der Countrymusik sind direkte Texte, die sich oft auf die
amerikanischen Lebensverhältnisse beziehen, persönliche Erfahrungen beschreiben,
aktuelle Ereignisse kommentieren und nicht selten auch humorvoll sind.

Beim traditionellen Country werden hauptsächlich Saiteninstrumente wie Gitarre, Banjo,
Mandoline, Bass oder Fiddle (eine einfache Geige), aber auch Akkordeon, Klavier oder
Mundharmonika verwendet. Einige vor allem in der ersten Jahrhunderthälfte populäre
Instrumente wie die Autoharp oder die Steel Guitar sind außerhalb der Country-Musik
nahezu unbekannt. Im zeitgenössischen Country kommen in Anlehnung an die
Instrumentierung der Rockmusik Schlagzeug sowie Elektrogitarre und -Bass hinzu.

                                       - 12 -
Musikstile

   4.2.      Gospel

Gospel (von englisch: gospel = Evangelium, Gute Nachricht; hergeleitet vom
altenglischen gōdspel, gōd = gut und spel = Erzählung, Nachricht) oder Gospelmusik
bezeichnet christliche afro-amerikanische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Im
engeren Sinne wird unter Gospel die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden
verstanden, die sich durch Jazz- und Blueseinflüsse auszeichnet (siehe Black Gospel).
In weiterem Sinn wird der Begriff auch für christliche Musik im angelsächsischen Raum
bis hin zu christlicher Popmusik im Allgemeinen verwendet.

In einem gedruckten Werk wurde der Ausdruck „Gospelsong“ erstmals vermutlich 1874
von Philipp P. Bliss verwendet und zwar für eine Sammlung seiner Kompositionen für
das gemeinschaftliche Singen bei religiösen Versammlungen: „Gospel Songs, A Choice
Collection Of Hymns And Tunes“

Der Begriff „Gospelsong“ wurde und wird in mehreren Zusammenhängen verwendet.
Zuerst stand er neben Begriffen wie „Hymns“, „Psalms“, „Chant“, „Chorals“ für Lieder,
die in den Kirchen der weißen Bevölkerung Amerikas gesungen wurde.

Stark beeinflusst wurde der Begriff in seiner heutigen Ausprägung jedoch Anfang der
30er Jahre des 20. Jahrhunderts als Bezeichnung der religiösen Lieder der
afroamerikanischen Kirchen in Nordamerika. Diese Lieder waren eine Weiterführung
der „Negro Spirituals“ unter starker Einbeziehung von Jazz- und Blueselementen. Diese
Art von Gospelmusik, auch mit „black gospel“ oder „negro gospel“ bezeichnet, war
meistens der Gemeindegesang oder wurde solistisch vorgetragen, in kleinen
Gesangsgruppen oder von Chören gesungen und oftmals von einer Jazzband mit
Schlagzeug, Bass, Klavier und Orgel begleitet.

   4.3.      Rockabilly

Rockabilly ist eine der Spielarten des Rock 'n' Roll. Sie entstand Mitte der 1950er Jahre,
als junge Musiker in den amerikanischen Südstaaten den schwarzen Rhythm & Blues
auf ihre Art und mit den ihnen vertrauten Instrumenten neu interpretierten und mit
Country-Musik vermischten.

Da der Boom dieser Musik, die zunächst keinen einheitlichen Namen hatte und
zuweilen einfach unter Pop, Country oder Rhythm and Blues eingeordnet wurde, nicht
über die Grenzen der Südstaaten hinausging, versuchten einige Interpreten etwa ab

                                         - 13 -
Musikstile

1956 den ländlichen Unterton dieses Stils abzuschütteln, um auch überregional Erfolg
zu haben. Der Begriff Rockabilly setzte sich nur allmählich durch, denn die Assoziation
mit Hillbilly (= Landei, Hinterwäldler) betonte das Provinzielle, Ländliche dieser Musik.

Populär und einem breiten Publikum bekannt wurde der Begriff erst im Zuge des
Rockabilly-Revivals Anfang der 1980er Jahre. Auch heute noch gibt es auf der ganzen
Welt (vor allem in Europa und Japan) eine kleine Rockabilly-Szene mit Konzerten,
regelmäßigen Zusammenkünften, Oldtimer-Treffen oder speziellen Zeitschriften.

   4.4.         Blues

Blues ist eine vokale und instrumentale Musikform, die sich in der afroamerikanischen
Gesellschaft in den USA Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt hat. Der
Blues bildet die Wurzel eines Großteils der populären nordamerikanischen Musik. Jazz,
Rock und Soul sind eng mit dem Blues verwandt. Selbst in aktuellen Stilrichtungen wie
Hip-Hop ist ein Nachhall des Blues zu spüren. Das Wort Blues leitet sich von der
bildhaften englischen Beschreibung I’ve got the blues (wörtlich: ich habe die "Blauen")
bzw. I feel blue (ich bin traurig) ab.

   4.5.         Folk und Pop

Folk [foʊk] (engl.: folk von Folklore; die Volkskultur, in diesem Fall Musik betreffend) ist
ein Genre der populären Musik. Seine Anhänger begreifen es in der Regel als eine
zeitgenössische Variante der Volksmusik. Besonders gebräuchlich ist der Begriff für
Musik,    die    sich   auf   englische,   schottische,   irische,   nordamerikanische   oder
skandinavische Volksmusik stützt. Seit den 1960er Jahren wird die Bezeichnung
Folkmusik       allerdings    unabhängig   vom       englischen   Sprachraum   für   jedwede
Kategorisierung von Musik verwendet, die ihren Ausgangspunkt in der Volksmusik der
jeweiligen Herkunftsländer hat (z. B. bretonische Folkmusik, sardische Folkmusik). Der
Begriff hat sich seit den 1970er Jahren auch für die moderne Folklore-Bewegung in
Deutschland etabliert.

Ausgehend von Frankreich versteht man unter Folk auch eine lebendige Volkstanz und
Volkstanz-Musik Bewegung. Der Balfolk ist ein Volkstanzabend, der in Alltagkleidung
und mit Live-Musik stattfindet.

Popmusik ist eine Abkürzung von „populäre Musik“ und bezeichnet Unterhaltungsmusik.
Der Begriff bezeichnet einerseits bei der breiten Masse sehr beliebte und somit
                                            - 14 -
Musikstile

kommerziell erfolgreiche Musik, andererseits einen eingängigen, harmonischen und
melodiösen Stil, in Abgrenzung zur Rockmusik mit ihren raueren, wilderen
Ausdruckformen.




                                    - 15 -
Alben


5.      Alben
1950er

•          1957: Johnny Cash With His Hot and Blue Guitar

•          1959: Johnny Cash Sings the Songs That Made Him Famous

•          1959: The Fabulous Johnny Cash

•          1959: Johnny Cash Sings Hank Williams

•          1959: Greatest Hits

1960er

•          1960: Songs Of Our Soil

•          1960: Hymns By Johnny Cash

•          1960: Now, There Was a Song!

•          1960: Ride This Train

•          1961: Now Here's Johnny Cash

•          1962: Hymns from the Heart

•          1962: The Sound of Johnny Cash

•          1962: All Aboard the Blue Train

•          1963: Blood, Sweat, and Tears

•          1963: Ring of Fire

•          1963: The Christmas Spirit

•          1964: Keep on the Sunny Side

•          1964: I Walk the Line

•          1964: The Original Sun Sound of Johnny Cash

•          1964: Bitter Tears: Ballads of the American Indian

•          1964: Live at Newport

•          1965: Orange Blossom Special

•          1965: Ballads of the True West

                                        - 16 -
Alben

•        1965: Mean as Hell

•        1966: Everybody Loves a Nut

•        1966: Happiness is You

•        1967: From Sea to Shining Sea

•        1967: Johnny Cash's Greatest Hits

•        1967: Carryin' on with Cash and Carter

•        1968: At Folsom Prison

•        1968: True West

•        1969: The Holy Land

•        1969: At San Quentin

•        1969: Johnny Cash

•        1969: Story Songs of the Trains and Rivers

•        1969: Get Rhythm

1970er

•        1970: Johnny Cash Sings Folsom Prison Blues

•        1970: The Blue Train

•        1970: Johnny Cash Sings the Greatest Hits

•        1970: Johnny Cash: The Legend

•        1970: The Walls of a Prison

•        1970: Sunday Down South

•        1970: Showtime

•        1970: Hello, I'm Johnny Cash

•        1970: The Singing Storyteller

•        1970: The World of Johnny Cash

•        1970: Johnny Cash Sings I Walk the Line

•        1970: The Rough Cut King of Country Music


                                   - 17 -
Alben

•       1970: The Johnny Cash Show

•       1970: I Walk the Line - Movie Soundtrack

•       1971: Little Fauss and Big Halsy - Movie Soundtrack

•       1971: Man in Black

•       1971: Johnny Cash and Jerry Lee Lewis Sing Hank Williams

•       1971: Johnny Cash: The Man, His World, His Music

•       1971: The Johnny Cash Collection: Greatest Hits Volume II

•       1971: Understand Your Man

•       1971: Original Golden Hits, Volume III

•       1972: A Thing Called Love

•       1972: Give My Love to Rose

•       1972: America - A 200-Year Salute in Story And Song

•       1972: The Johnny Cash Songbook

•       1972: Christmas: The Johnny Cash Family

•       1973: Any Old Wind That Blows

•       1973: The Gospel Road

•       1973: Now, There Was a Song

•       1973: The Fabulous Johnny Cash

•       1973: Johnny Cash and His Woman

•       1973: Sunday Morning Coming Down

•       1973: Ballads of the American Indian

•       1974: Pa Osteraker (live in Sweden)

•       1974: Ragged Old Flag

•       1974: Five Feet High and Rising

•       1974: The Junkie and the Juicehead Minus Me

•       1975: Johnny Cash Sings Precious Memories


                                    - 18 -
Alben

•        1975: The Children's Album

•        1975: John R. Cash

•        1975: Ridin' the Rails

•        1975: Welcome to Europe

•        1975: Look at Them Beans

•        1976: Strawberry Cake

•        1976: One Piece at a Time

•        1976: Destination Victoria Station

•        1977: The Last Gunfighter Ballad

•        1977: The Rambler

•        1978: 20 Foot Tappin Greats

•        1978: I Would Like to See You Again

•        1978: Greatest Hits, Volume III

•        1979: Gone Girl

•        1979: Silver

1980er

•        1980: A Believer Sings the Truth

•        1980: Rockabilly Blues

•        1980: Classic Christmas

•        1981: The Baron

•        1981: Encore

•        1982: The Survivors

•        1982: A Believer Sings the Truth, Volume I

•        1982: The Adventures of Johnny Cash

•        1983: Johnny Cash - Biggest Hits

•        1983: Johnny 99


                                    - 19 -
Alben

•           1983: In Prague LIVE

•           1983: Songs of Love and Life

•           1984: I Believe

•           1985: Highwayman

•           1985: Rainbow

•           1986: Class of '55: Cash, Perkins, Orbison & Lewis

•           1986: Heroes: Johnny Cash and Waylon Jennings

•           1986: Believe in Him

•           1987: Johnny Cash is Coming to Town

•           1988: Water From the Wells of Home

1990er

•           1990: Boom Chicka Boom

•           1990: Highwayman 2

•           1991: The Mystery of Life

•           1994: Wanted Man

•           1994: American Recordings

•           1995: Highwaymen: The Road Goes on Forever

•           1996: American II: Unchained

•           1998: VH1 Storytellers: Johnny Cash and Willie Nelson (live)

Seit 2000

•           2000: American III: Solitary Man

•           2002: American IV: The Man Comes Around

•           2002: At Madison Square Garden

•           2003: Unearthed

•           2004: My Mother's Hymn Book

•           2005: Ring Of Fire - The Legend Of Johnny Cash


                                        - 20 -
Alben

•             2006: Personal File - Homerecordings

•             2006: American V: A Hundred Highways

•             2007: The Great Lost Performance

    5.1.      Johnny Cash at Folsom Prison

Das wohl berühmteste Album von Johnny Cash ist die Aufnahme im Gefängnis von
Folsom. Die Songs wurden dort im Jahr 1968 live aufgenommen.




                       Grafik 7      Johnny Cash at Folsom 1968 Album

           1. Folsom Prison Blues

           2. Busted

           3. Dark at the dungeon

           4. I still miss someone

           5. Cocaine Blues

           6. 25 minutes to go

           7. Orange Blossom Special

           8. The long black veil

           9. Send a picture of mother

           10. The wall


                                          - 21 -
Alben

        11. Dirty old egg-suckin´dog

        12. Flushed from the bathroom of your heart

        13. Joe Bean

        14. Jackson ( with June Carter)

        15. Give my love to rose

        16. I got stripes

        17. The legend of John Henry´s hammer

        18. Green, Green Grass of home

        19. Greystone Chapel




                                       - 22 -
Soloprojekte von Johnny Cash

6.    Soloprojekte von Johnny Cash




                       Grafik 8     Johnny mit Interviewer Nixon

1994 bot ihm Rick Rubin, der eigentlich als Produzent von Hip-Hop- und Metalbands
wie Run-DMC, den Beastie Boys oder Slayer bekannt war, einen Plattenvertrag an. Für
das erste gemeinsame Album mit dem Titel American Recordings machten die beiden
viele Experimente. Zunächst wurde in Rubins Wohnzimmer ein Demoband nur mit
Johnny Cash und seiner akustischen Gitarre produziert, dann arbeitete Cash mit
verschiedenen Konstellationen von Bands zusammen, um herauszufinden, wie der
„neue“ Cash-Sound klingen sollte. Schließlich entschieden Cash und Rubin sich für die
minimalistische Version, wie sie auf dem ursprünglichen Demoband zu hören war. Sie
setzten ein Konzert im Viper Room in Los Angeles an und verwendeten die Live-
Versionen zweier Songs für das Album.

Eröffnet wird American Recordings mit Delia's Gone, einer Ballade über einen Mörder,
in der Tradition von Cashs düstersten Songs. Mit dem dazugehörigen Video, in dem
Topmodel Kate Moss die Hauptrolle spielt, wurde Cash schließlich auch dem jüngeren
„MTV-Publikum“ bekannt. Eines der weiteren Highlights des Albums ist Bird on a Wire,
ein Song, der ursprünglich von Leonard Cohen stammt.

Für das zweite Album Unchained im Jahr 1996 holte sich Cash Begleitmusiker von Tom
Petty & the Heartbreakers, den Red Hot Chili Peppers und Fleetwood Mac. Als
Höhepunkte dieses Albums gelten Tom Pettys Southern Accents und das inbrünstig
gesungene Spiritual. Bei den Aufnahmen zu diesem Album ging es Cash gesundheitlich
schon so schlecht, dass er zwischendurch immer wieder Pausen einlegen musste. Er
hatte sich die Blockhütte, die er in den 70ern gegenüber seinem Wohnhaus errichtet
hatte, nun endgültig als Studio „Cash Cabin“ hergerichtet, damit er ungestört an den


                                        - 23 -
Soloprojekte von Johnny Cash

Aufnahmen arbeiten konnte, ohne weit fahren zu müssen. Viele Songs der „American-
Reihe“ wurden hier aufgenommen und sein Sohn John war als Co-Produzent und
zweiter Toningenieur an diesen Aufnahmen beteiligt.

Auf dem im Oktober 2000 erschienen Album American III – Solitary Man klingt Cashs
sonst so fester Bariton erstmals brüchig; auffällig zu hören ist dies bei Tom Pettys I
won’t back down. Einer der für Johnny Cash ungewöhnlichsten Titel auf diesem Album
ist Nick Caves The Mercy Seat, der Monolog eines in der Todeszelle wartenden
Strafgefangenen und nach Cashs eigenen Angaben einer seiner Lieblingssongs.

Mit Johnny Cashs letztem zu Lebzeiten veröffentlichten Album, American IV - The Man
Comes Around vom November 2002 gelang ihm mit einem 2. Platz in den Country-
Charts noch einmal ein großer Erfolg. Cashs Gesang ist hier fragil, zurückhaltend und
würdevoll. Man hört ihm an, dass er schwer krank ist, die Gebrochenheit seiner Stimme
passt jedoch zum Grundton des Albums, das vorwiegend von Liebe, Tod und dem
Leben danach handelt. Mit dem Titelsong The Man Comes Around machte Cash
deutlich, dass er nach wie vor auf der Höhe seiner Schaffenskraft als Songwriter war.
Das Video des Nine Inch Nails-Coversongs Hurt wurde mit dem MTV Video-Music-
Award und einem Grammy ausgezeichnet. Beim letzten Song des Albums, We’ll Meet
Again, unterstützte ihn gesanglich und instrumental die gesamte „Cash-Gang“ inklusive
des Personals. Diese vier letzten Alben von Johnny Cash der American-Recordings-
Reihe fanden weltweit auch außerhalb der Countryszene große Anerkennung.




                                       - 24 -
Auszeichnungen


7.       Auszeichnungen

     7.1.     Grammy

Best Country & Western Performance, Duo             "Jackson" (mit June Carter)

1968          CMA       Album Of The Year           "Johnny Cash At Folsom Prison"

1968          Grammy    Best Male Country Vocal Performance "Folsom               Prison
Blues"

1969          CMA       Album Of The Year           "Johnny Cash At San Quentin
Prison"

1969          CMA       Entertainer of the Year

1969          CMA       Male Vocalist Of The Year

1969          CMA       Single Of The Year          "A Boy Named Sue"

1969          CMA       Vocal Group Of The Year mit June Carter

1969          Grammy    Best Male Country Vocal Performance "A Boy Named Sue"

1970          Grammy    Best Country Performance By A Duo Or Group            "If      I
Were A Carpenter"

1985          ACM       Single Of The Year          "Highwayman"

1994          Grammy    Best Contemporary Folk Album              "American
Recordings"

1997          Grammy    Best Country Album          "Unchained"

1999          Grammy    Lifetime Achievement Award

     7.2.     Auszeichnung für Cashs Lebenswerk

2000          Grammy    Best Male Country Vocal Performance "Solitary Man"

2002          Grammy    Best Male Country Vocal Performance "Give My Love To
Rose"

2003          CMA       Album Of The Year           "American IV: The Man Comes
Around"

2003          CMA       Music Video Of The Year "Hurt"
                                     - 25 -
Auszeichnungen

2003        CMA          Single Of The Year      "Hurt"

2004        Grammy       Best Short Form Music Video      "Hurt"

Nashville Songwriters Hall of Fame

Country Music Hall of Fame

Rock and Roll Hall of Fame




                                     - 26 -
Zitate


8.       Zitate

     8.1.     Zitat aus Man in Black:

“I wear the black for the poor and the beaten down,

Livin' in the hopeless, hungry side of town,

I wear it for the prisoner who has long paid for his crime,

But is there because he's a victim of the time.”

     8.2.     Harold Reid, The Statler Brothers:

"Wir haben von Johnny Cash mehr gelernt, als von jedem anderen sonst. Das war
Ausbildung für Fortgeschrittene."

     8.3.     Marty Stuart:

"Johnny Cash ist der Grund, weshalb ich überhaupt Country-Music spiele. Er war
einfach anders, größer als das Leben selbst. Er weiß, wie er einen Raum mit seiner
Persönlichkeit ausfüllen kann. Elvis Presley konnte das auch. Bob Dylan kann das.
Geronimo hatte vielleicht auch das Zeug dazu, genau wie Jesus Christus. Und eben
Johnny Cash."

     8.4.     In einem Brief an das 'Country Music'-Magazin schrieb
         Larry Gatlin:

"Ich würde dich auch lieben, wenn du nicht der erste gewesen wärst, der mit mir
Freundschaft schloß, als ich nach Nashville kam und mich nicht landesweit ins
Fernsehen gebracht und dich nicht für meine Songs interessiert hättest."

     8.5.     Jerry Lee Lewis hält Cash für:

"eine Inspiration für alle, die ihn kennen". Und Carl Perkins, mit dem Cash lange Jahre
für Sun Records Platten aufnahm, sagt mit Stolz: "Johnny ist einer der besten Kumpel,
die ich kenne."




                                          - 27 -
Zitate

   8.6.       Cash selbst:

„Ich würde sterben, wenn Gott die Zeit für gekommen hielt, und nicht, wenn ich es
wollte.“


                        Quellenverzeichnis
Zitat 8.1 aus Man in Black: www.wikipedia.de/johnnycash

Zitate 8.2 -8.5:         www.bear-family.de/tabel1/neuheit/feb2002/johnny_cash.htm
- 51k -

Zitat von Cash 8.6       www.wikipedia.de/johnnycash




                                      - 28 -
Zusammenfassung


9.     Zusammenfassung
Man kann zusammenfassen, dass Johnny Cash und seine Band sehr erfolgreich waren
und mehr als 100 Platten aufnahm. Er hat mehrere Musikstile wie Country, Rock n Roll
und Gospel verkörpert. Der erste Sänger der Welt, der in einem Gefängnis auftrat war
Johnny Cash. Cash erreichte mehrere große Auszeichnungen und war und ist sehr
beliebt.

Mir persönlich gefällt die Gruppe, weil dieser Unglaubliche Sound faszinierend ist. Ich
bin durch den Biographischen Film „Walk the Line“ auf die Gruppe gekommen. Die
Hauptdarstellerin Reese Witherspoon, die June Carter gespielt hatte, wurde sogar mit
einem Oscar ausgezeichnet.

Für diese Arbeit habe ich Informationen aus Wikipedia und Bilder aus Google
herausgeholt. Die Arbeit hat einige Stunden gebraucht. Mir hat es Spaß gemacht, denn
mich hat dieses Thema interessiert.

Die Tennessee Three gehen auch heute noch auf Tournee.




                            Grafik 9     Luther und Marshall




                                       - 29 -

				
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