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Prüfungsbereich Verkauf und Marketing

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Prüfungsbereich  Verkauf und Marketing Powered By Docstoc
					                                       Abschlussprüfung für Verkäufer/Verkäuferin

Die Abschlussprüfung für Verkäufer/Verkäuferin beinhaltet eine schriftliche und mündliche Prüfung(Fallbezogenes Fachgespräch).
Schriftliche und mündliche Prüfung werden bei der Ermittlung der Endnote mit jeweils 50 % gewichtet.
Für den mündlichen Prüfungsbereich ist ein „Fallbezogenes Fachgespräch“ unter Berücksichtigung von Warenbereich und Wahlbausteinen
vorgesehen(15 Minuten Vorbereitung und 20 Minuten Fachgespräch).
Erstmals wird die Aufgabenstellung für die schriftliche Abschlussprüfung im Winter 2005/06 bundeseinheitlich erfolgen.

Die schriftliche Abschlussprüfung für den Beruf Verkäufer/Verkäuferin gliedert sich in drei Prüfungsbereiche:

Prüfungsbereich Verkauf und Marketing
Die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten. Es werden Aufgaben in ungebundener Form gestellt, d.h. diese Aufgaben müssen mit eigenen Worten
beantwortet werden. Insgesamt können 100 Punkte erzielt werden.

Prüfungsbereich Warenwirtschaft und Rechnungswesen
Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. Es werden Aufgaben in ungebundener und gebundener Form gestellt, die maschinell auswertbar
(„programmiert“) sind. Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden.

Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
Die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten. Es werden Aufgaben in ungebundener und gebundener Form gestellt, die maschinell auswertbar
(„programmiert“) sind. Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden.

Das Ziel der neuen Prüfungsanforderungen ist, die Handlungs- und Praxisorientierung der Abschlussprüfungen zu verstärken.
In diesem Sinne sind Situationsaufgaben am besten geeignet. Dabei sollen sich die Fragestellungen möglichst auf reale Handlungssituationen
aus der beruflichen Praxis beziehen. Ferner sollten die Prüfungsaufgaben soweit wie möglich mit entsprechenden Unterlagen angereichert
werden.
Grundsätzlich sind die im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie der im Berufsschulunterricht vermittelte
Lehrstoff, so weit er für die Berufsausbildung wesentlich ist, prüfungsrelevant.
Im Rahmen der Fragenkomplexe können auch fachbezogene Rechenaufgaben gestellt werden.
Die Fertigkeiten und Kenntnisse der Wahlqualifikationseinheiten sind nicht Gegenstand der schriftlichen Abschlussprüfung.

In der folgenden Aufstellung werden in Anlehnung an den AkA-Prüfungskatalog Hinweise auf die wichtigsten Prüfungsinhalte in den einzelnen
Prüfungsbereichen gegeben.
Prüfungsgebiete
In Klammern ist der Aufgabenanteil in ca. % angegeben.
Prüfungsbereich: Verkauf und
Marketing                                Fragenkomplexe und Themenkreise
( 50 % Anteil an der Endnote für die
schriftliche Prüfung)
01 Information und Kommunikation (15)     -   Internet und interne Warenwirtschaftssysteme, Kundendateien, Renner- und Pennerlisten
                                          -   Datenerfassung, -pflege und -auswertung, Datenerfassungsgeräte, Kassensysteme
                                          -   Datenschutz
                                          -   Teambildung/Teamarbeit, Lern- und Arbeitstechniken
                                          -   Konfliktursachen und Konfliktlösung

02 Warensortiment (15)                    -   Sortimentsstruktur und Sortimentsbegriffe
                                          -   Produktinformation und Informationsquellen, Warenbeschreibungsbogen
                                          -   Warenkennzeichnung (Gütezeichen, Markenzeichen, Umweltzeichen etc.)
                                          -   Verkaufsformen (Bedienung, Selbstbedienung, Vorwahl)
                                          -   Waren und ihre Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt

03 Grundlagen von Beratung und Verkauf    -   Kundenorientierung als Leitbild
   (30)                                   -   Kundenbindung
                                          -   Phasen des Verkaufsgespräches
                                          -   Ansprüche an den Verkäufer, Rolle des Verkäufers als Berater, Werbeträger etc.
                                          -   Kundenerwartungen/Ansprüche (Gebrauchswert, Geltungswert etc.)
                                          -   Kundengespräche führen (Verbaler/Nonverbaler Ausdruck, Körpersprache, Fragetechnik)
                                          -   Kundeneinwände und Konfliktlösung
                                          -   Ergänzungsartikel und Alternativangebote
                                          -   Reklamation und Umtausch/Kulanzumtausch
                                          -   Verbrauchsgüterkauf (Mängel, Gewährleistung, Rechte)

04 Servicebereich Kasse (15)              -   Tätigkeiten/Abläufe
                                          -   Kassierregeln und kundenorientiertes Verhalten an der Kasse
                                          -   Zahlungsmöglichkeiten (z.B. Bargeld, Bankkarte, ....)
                                          -   Preisnachlässe
                                           -   Kassentechnische Abwicklung von Umtausch und Reklamation
                                           -   Kassenbelege

05 Marketinggrundlagen (25)                -   Aufgaben, Ziele, Arten und Zielgruppen der Werbung
                                           -   Werbeträger/Werbemittel
                                           -   Werbeplan (Streugebiet, Streuzeit, Werbebudget, Werbeerfolgskontrolle)
                                           -   Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
                                           -   Aktionen/Events
                                           -   Warenpräsentation in den verschiedenen Verkaufsformen
                                           -   Regalzonen
                                           -   Verbundplatzierung/Zweitplatzierung
                                           -   Visual Merchandising (Kundenlaufstudien, Blockbildung, Erlebniskauf, Verkaufsatmosphäre)
                                           -   Serviceleistungen (warenbezogen, zahlungsbezogen, kundenbezogen)
                                           -   Preisangabenverordnung/Preisauszeichnung
                                           -   Preisgestaltung in Abhängigkeit von Standort, Trends, Kosten, Mitbewerber, Konjunktur,
                                               Preisbildung
                                           -   Preisänderungen (Gewinnspanne, Nachfrage)

Prüfungsbereich: Warenwirtschaft und Fragenkomplexe und Themenkreise
Rechnungswesen (30 % Anteil an der
Endnote für die schriftliche Prüfung)
01 Warenwirtschaft                         -   Ziele und Aufgaben der Warenwirtschaft (Lieferbereitschaft, Bestandsüberwachung
     Grundlagen der Warenwirtschaft (10)       Bestandsoptimierung)
                                           -   Aufbau eines betrieblichen Warenwirtschaftssystems
                                           -   Erfassung von Warenbewegungen (Ein- und Ausgänge, Sortimentslücken, Abverkäufe)
                                           -   Auswertung von Statistiken
                                           -   Datenerfassung und Datenverarbeitung (Scanner, MDE-Geräte, Datenkassen, elektronische
                                               Waagen)
                                           -   Bestellmengenermittlung
                                           -   Datensicherung und Datenschutz
       Bestandskontrolle, Inventur (15)   -   Artikelgenaue Erfassung von Warenbewegungen und Belegkontrolle (Bestandslisten,
                                              Wareneingänge, Umsätze etc.)
                                          -   Lagerbestandskontrolle/Lagerkennziffern (Mindestbestand, Meldebestand, Höchstbestand,
                                              durchschnittlicher Lagerbestand, durchschnittliche Lagerdauer, Umschlagshäufigkeit)
                                          -   Inventur (Arten und Ablauf)
                                          -   Ursachen und Vermeidung von Inventurdifferenzen (Bestandskorrekturen, Verhinderung von
                                              Diebstahl etc.)

                                          -   Prüfung und Erfassung der Wareneingänge
      Wareneingang, Warenlagerung (15)    -   Rechtliche Vorschriften bei der Warenannahme (Mängelfeststellung und Rügefristen etc.)
                                          -   Warenpflege/Warenkontrolle
                                          -   Unfallverhütungsvorschriften und Sicherheitsvorschriften

                                          -   Kassenbericht erstellen (Tageslosung, Kassenbelege, Kassenabrechnung, Kassenabschluss)
            Kassenabrechnung (10)         -   Ursachen für Kassendifferenzen erkennen (Eingabefehler, Wechselgeld, Kassensturz)

02 Grundlagen des Rechnungswesens         -   Belege rechnerisch kontrollieren
      Rechenvorgänge in der Praxis (30)   -   Dreisatz-, Prozent- und Durchschnittsrechnen anwenden (Preisänderungen, Umsatzkennzahlen,
                                              Bilanzauswertung, Lagerkennziffern etc.)
                                          -   Wareneinsatz ermitteln und GuV-Rechnung
                                          -   Kosten, Umsatz, Ertrag
                                          -   Statistische Darstellungen (Tabellen, Diagramme)
                                          -   Zeit- und Betriebsvergleiche vornehmen

    Kalkulation (20)                      -   Kalkulationsschema
                                          -   Bezugs-, Verkaufs- und Vorwärts/Rückwärtskalkulation
                                          -   Kalkulationszuschlag, -abschlag, -faktor, Handelsspanne
                                          -   Rabatte, Skonti, Bezugskosten, Handlungskosten, Gewinn, Umsatzsteuer unterscheiden
Prüfungsbereich: Wirtschafts- und
Sozialkunde (20 % Anteil an der         Fragenkomplexe und Themenkreise
Endnote für die schriftliche Prüfung)
01 Grundlagen des Wirtschaftens (15)     -   Stellung des Einzelhandels in der Gesamtwirtschaft
                                         -   Aufgaben des Einzelhandels in der Gesamtwirtschaft (Raumüberbrückung, Zeitüberbrückung,
                                             Mengenausgleich, Sortimentsbildung, Service)
                                         -   Ökonomisches Prinzip (Minimal- und Maximalprinzip)
                                         -   Unternehmensziele und mögliche Zielkonflikte (Gewinnerzielung, Rentabilität,
                                             Wirtschaftlichkeit, Arbeitsplatzsicherung, Umweltverträglichkeit)
                                         -   Horizontale und vertikale Kooperation im Einzelhandel (z.B. Einkaufsgenossenschaften/Rack-
                                             jobber)
                                         -   Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
                                         -   Einfacher Wirtschaftskreislauf (Geld- und Güterströme zwischen Haushalten und Unternehmen)
                                         -   Funktion des Marktes und Preisbildung ( Angebot, Nachfrage, Gleichgewichtspreis)
                                         -   Verbraucherberatung und Verbraucherschutz (z.B. Kennzeichnungspflicht)

02 Rechtliche Rahmenbedingungen des      -   Rechtsfähigkeit /Geschäftsfähigkeit / Eigentumsvorbehalt /Natürliche und juristische
Wirtschaftens (35)                           Person/Besitz/Eigentum
                                         -   Willenserklärungen / Rechtsgeschäfte (einseitige, zweiseitige, Anfechtbarkeit, Nichtigkeit)
                                         -   Zustandekommen des Kaufvertrages ( Erfüllungs- und Verpflichtungsgeschäft)
                                         -   Inhalt des Kaufvertrages (Lieferungs- und Zahlungsbedingungen etc.)
                                         -   Störungen bei der Erfüllung des Kaufvertrages ( Gewährleistung, Garantie, Produkthaftung,
                                             Schlechtleistung, Nicht-Rechtzeitig-Lieferung,.....)

03 Menschliche Arbeit im Betrieb (35)    -   Aufbau von Einzelhandelsbetrieben (Organisationsstruktur)
                                         -   Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Ämter und Behörden (IHK, Finanzamt, Agentur für
                                             Arbeit, Berufsgenossenschaft etc.)
                                         -   Rechtliche Gesichtspunkte für den Betrieb z.B. Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitszeitgesetz,
                                             Betriebsvereinbarung
                                         -   Arbeitsverträge und Berufsausbildungsvertrag
                                         -   Arbeitsplatzbeschreibung und Stellenausschreibung
                                         -   Zustandekommen und Inhalt von Tarifverträgen (Manteltarifvertrag, Lohn- und
                                             Gehaltstarifvertrag)
                                         -   Tarifpartner/ Tarifautonomie/ Streik/ Aussperrung
                                         -   Arbeitsschutzbestimmungen (Berufsbildungsgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz,
                                              Kündigungsschutzgesetz)
                                          -   Träger und Leistungen der Sozialversicherung ( Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege-,
                                              Unfallversicherung)
                                          -   Mitbestimmung im Betrieb (Betriebsrat, Jugend und Auszubildendenvertretung,
                                              Betriebsversammlung)

04 Arbeitssicherheit, Umweltschutz (15)   -   Arbeitsschutz und Unfallverhütungsvorschriften
                                          -   Verhalten bei Unfällen und Bränden
                                          -   Umweltschutz im Betrieb
                                          -   Verpackungsverordnung/ Recycling
                                          -   Energieeinsparung bei Transport und Lagerung der Ware
Hinweise zu Rechenaufgaben
                             -   Bei Ergebnissen mit Dezimalstellen ist – sofern keine berufsspezifische Rundungsregeln
                                 anzuwenden oder keine Rundungshinweise angegeben sind – so genau wie möglich zu rechnen.
                                 Bei Zwischenergebnissen sollten alle Nachkommastellen im Taschenrechner bleiben und das
                                 Endergebnis ist auf die vorgegebene Dezimalstellenzahl kaufmännisch zu runden.
                             -   Für die Kalkulation gilt folgendes Schema:
                                 Listenpreis
                                 ./. Rabatt
                                 Zieleinkaufspreis
                                 ./. Skonto
                                  Bareinkaufspreis
                                  + Bezugskosten
                                  Bezugspreis (Einstandspreis)
                                  + Handlungskosten
                                   Selbstkostenpreis
                                  + Gewinn
                                 Nettoverkaufspreis
                                 + Umsatzsteuer
                                 Bruttoverkaufspreis

                             -   Bei der Berechnung des Kalkulationsfaktors, des Kalkulationszuschlages/-zuschlagsatzes sowie
                                 des Kalkulationsabschlages/-abschlagsatzes ist die Umsatzsteuer einzubeziehen
                                 (Bruttoverkaufspreis)
                             -   Die Handelsspanne bezieht sich auf den Nettoverkaufspreis, die Umsatzsteuer ist nicht zu
                                 berücksichtigen.

				
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