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					Marketing                                    79                                       2004-01-17
BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch

                               VII Kommunikationspolitik

3. Definieren Sie den Begriff „Absatzwerbung“! Welchen Zeilen dient die Absatzwerbung?

Buch S.? 21. Auflage
Buch S. 579 20. Auflage

Werbung =      (allgemein formuliert) alle Formen des Versuchs der bewussten Beeinflussung
               von Menschen in Hinblick auf jeden beliebigen Gegenstand

(Absatz-)Werbung = die verkaufspolitischen Zwecken dienende, absichtliche und
                   „zwangfreie“ Einwirkung auf Menschen mit Hilfe spezieller
                   Kommunikationsmittel

Ziele der Werbung = Verbesserung der Absatzbedingungen für das betriebliche
                    Leistungsprogramm „Schaffung eines Nachfragesogs für betriebliche
                    Leistungen“

2 unterschiedliche Werbeansätze
        Image-Werbung
        Produktwerbung


Abb. 89 S. 574 21. Auflage: Emotionale und informative Werbung
Abb. 89 S. 592 20. Auflage: Emotionale und informative Werbung

            Emotionale Werbung                                Informative Werbung
„Konsumgut“                                       „Investitionsgut“
Geringe Aufmerksamkeit                            Hohe Aufmerksamkeit
Aktivierende Prozesse in Vordergrund              Kognitive Prozesse im Vordergrund
Emotionale Signale                                Informative Signale
(Bilder, Farben, Musik u.a.)                      (Technische Daten, Garantieleistung, Preis,
                                                  Bezugsquelle u.a.)
Häufige Wiederholung nötig                        Einmalige Werbung möglich
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BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch

Abb. Mögliche Werbeziele

                                          Information

   -   ein neues Produkt vorstellen                 -    das verfügbare Serviceangebot
   -   auf neue Aufwendungen eines                       beschreiben
       Produktes hinweisen                          -    falsche eindrücke korrigieren
   -   über eine Preisänderung informieren          -    Verbraucherängste abbauen
   -   die Funktionsweise eines Produktes           -    ein Firmenimage aufbauen
       erläutern

                                        Einstellungsänderung

   -   Präferenz für eine Marke aufbauen            -    den Kunden zum sofortigen Kauf
   -   zum Markenwechsel ermutigen                       überreden
   -   die Wahrnehmung von                          -    beim Kunden den Wunsch nach einem
       Produkteigenschaften bei Kunden                   Verkäuferbesuch wecken
       verändern

                                            Erinnerung

   -   Verbraucher daran erinnern, dass sie         -    Verbraucher auch außerhalb der
       das Produkt bald wieder benötigen                 Saison an die Marke erinnern
   -   Verbraucher daran erinnern, wo es            -    Markenbekanntheit erhalten
       eine Marke zu kaufen gibt

Quelle: Kotler, Philip, Bliemel, Friedhelm: Marketing-, Management-Analyse, Planung,
        Umsetzung und Steuerung; 8. Auflage, Stuttgart 1995


4. Verdeutlichen Sie am Beispiel der Werbung von Kreditinstituten die Bandbreite möglicher
Werbeinhalte!

Inhalte von Informationskategorien:
 Informationen über die Leistungen der Bank,
  Geschäftsstellen der Bank,
  Ansprechpartner mit Telefonnummer usw.

Inhalte von Emotionskategorien:
 es wird gezeigt, dass jemand in der Vergangenheit etwas erreicht hat (Ausdruck von
  Anerkennung und Erfolg) z.B. bei der Sparkassenwerbung, wo sich zwei alte Freunde
  treffen und der eine dem anderem Fotos von seinem Haus, Auto und Boot zeigt.
 Vermittlung allgemeiner Zukunftsbezogener Wunschvorstellungen wie Optimismus, Glück
  Gesundheit, Sorgenfreiheit, sichere Zukunft
 Ausdruck von Aktivität und Dynamik
 Vermittlung von Prestige
 Betonung von Tradition, Vertrauen und einem partnerschaftlichen Verhältnis
 Hervorhebung von Naturverbundenheit
 Erotik (Körper reagiert anders als die Moral)
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5. Was versteht man unter dem Begriff „unique selling porposition“ (USP)?

USP = unique selling porposition
      „einzigartiger Verkaufsvorteil“

Aufgabe der Werbung unter dem Aspekt ist es, einen entscheidenden Produktvorteil
gegenüber der Konkurrenz herauszuarbeiten.


6. Welche Rahmenbedingungen nehmen einen erheblichen Einfluss auf die Ausgestaltung
   der Absatzwerbung von Unternehmungen?

   1. Phänomen gesättigter Märkte:
      - Marktpotential ist gleich Markvolumen in einem gesättigten Markt
      - Marktpotential ist also ausgeschöpft
      - in einem gesättigten Markt sind die Produkte austauschbar

   2. die zunehmende Informationsbelastung:
      - Verhältnis von Erhalt der Informationen und Verarbeitung der Informationen ist sehr
        ungleich (Informationsüberflutung)



   Lösung: - emotionale, erlebnisbetonte Werbung
             (sich aus der Problematik der gesättigten Märkte hervorheben)

               - bildbetonte Werbung
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Abb. Mögliche Werbethemen (-inhalte) und ihre Kreative Umsetzung

Werbethema                                      Kreative Umsetzung
Unser Auto ist vielseitig                       >> Fiat Panda: die Tolle Koste <<

Alkoholfreies Bier seht normalem Bier in        >> Claustahler,
nichts nach                                        alles, was ein Bier braucht. <<

Bestellen Sie nicht irgend ein Bier, sondern    >> Bitte ein Bit <<
unsere Marke.

Unsere Farbenfrohe junge Mode, wird             >> United Colors of Benetton <<
weltweit getragen.

Mit unserem Weinbrand feiert man.               >> Wenn einen so etwas Schönes wird
                                                   beschert, das ist schon einen Asbach
                                                   Uralt wert. <<

Unsere Finanzierungsangebot ermöglicht          >> Volksbanken und Raiffeisenbanken: Wir
Ihnen vieles.                                      machen den Weg frei. <<

Unsere Autos sind fortschrittlich.              >> Toyota – nichts ist unmöglich. <<
Der Käfer hält länger als andere Autos.         >> Er läuft und läuft und läuft ... <<

Wir sind keine gewöhnliches Restaurant.         >> McDonalds – das etwas andere
                                                   Restaurant. <<

Quelle: Kotler, Philip, Bliemel, Friedhelm: Marketing-, Management-Analyse, Planung,
        Umsetzung und Steuerung; 8. Auflage, Stuttgart 1995
        S. 970


7. Unterscheiden und erläutern sie die Begriffe „Werbemittel“ und „Werbeträger“!

Werbemittel = verbale bzw. visuelle Gestaltung der Werbebotschaft (des Werbeinhalts)

Werbeträger = Medium, das die Werbebotschaft (den Werbeinhalt) übermittelt

Abb. 81 S. 562 21. Auflage: Werbemittel und Werbeträger
Abb. 81 S. 580 20. Auflage: Werbemittel und Werbeträger

               Werbemittel                                          Werbeträger
Anzeigen in Insertionsmedien                        Zeitungen, Zeitschriften, Telefonbücher usw.
Werbefilme                                          Fernsehprogramme, Kinos
Rundfunkspots                                       Rundfunkprogramme
Plakate                                             Plakatsäulen, öffentliche Verkehrsmittel,
                                                    Fußballstadien usw.
Internet                                            Internet
Marketing                                      83                                2004-01-17
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sog. Sandwischmann:            Mann als Burger verkleidet


sog. „wandelnde Werbung“


8. Beschreiben Sie eine Stufenmodell der Werbewirkung!

Stufenmodell der Werbewirkung
      beschreibt (versucht zu beschreiben) den psychischen Prozess zwischen
      Werbemittelkontakt und Kaufakt.

z.B.   AIDA - Schema
       A     Attention         (Aufmerksamkeit)
       I     Interest          (Interesse)
       D     Desire            (Kaufwunsch)
       A     Action            (Aktion, d.h. der Kauf)

       Verdeutlicht, wie Werbesubjekte (wir) nach dem Wunsch
       des Werbetreibenden reagieren sollen.


anderes Werbewirkungsmodell:

               Werbekontakt
               Informationsaufnahme
               Informationsverarbeitung
               Informationsspeicherung
               Einstellungswirkung
               Kauf


Wirksame Werbung ist:
       aktivierend
       strukturiert
       verständlich
       einprägsam
       emotional motivierend


9. Welcher Methoden zur Festlegung des Werbeetats bedient sich die Praxis?

Wenn mit der Werbung höhere Erlöse erzielt werden können und diese höher sind, als die
ausgelegen Werbemittel für dieses Produkt, dann lohnt sich Werbung zu schalten.

Praktikerverfahren:
 Umsatz (Gewinn)
 Budget der Konkurrenz
 Höhe der verfügbaren finanziellen Mittel
 ein operationales Werbeziel.
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Abb. 85 S. 569 21. Auflage: Schwächer der Praktikerverfahren
Abb. 85 S. 587 20. Auflage: Schwächer der Praktikerverfahren

  Orientierungsgröße                                   Schwachpunkte
Umsatz (Gewinn)                    -    sachlogisch falsch
                                   -    prozyklische Wirkung
                                   -    willkürlicher Prozentsatz
Konkurrenzbudget                   -    künftiges Konkurrenzbudget unbekannt
                                   -    Orientierung an Desorientierung
Finanzielle Mittel                 -    sachlogisch falsch
                                   -    prozyklische Wirkung
Operationale Werbeziele            -    Werbewirkung einzelner Maßnahmen nicht exakt
                                        prognostizierbar


Beispiel:
Ein Marktforschungsinstitut hat festgestellt, dass der Bekanntheitsgrad eines Produktes
(gemessen an Personen, die das betreffende Produkt kennen) von den
Werbeaufwendungen abhängt, wenn diese größer als 50.000,- € sind. Der Zusammenhang
zwischen dem Bekanntheitsgrad und den Werbeaufwendungen kann mit folgender Formel
annähernd bestimmt werden:
N = 10.000 mal Wurzel aus (W – 50.000) für W größer gleich 50.000;
Wobei N die Zahl derjenigen Personen angibt, die das Produkt kennen,
und W die Werbeaufwendungen in Euro darstellen.

a) Berechnen Sie den Bekanntheitsgrad bei einem Werbeaufwand von 300.000,- €!

       N=      10.000 * √ (W – 50.000)                            für W ≥ 50.000
       N=      10.000 * √ (300.000 – 50.000)
       N=      10.000 * √ 250.000
       N=      10.0000 * 500
       N=      5.000.000

b) Man hat einen Bekanntheitsgrad von sechs Millionen festgestellt. Wie hoch ist der
dazugehörige Werbeaufwand?

       N       =       10.000 * √ (W – 50.000)                            für W ≥ 50.000
6.000.000      =       10.000 * √ (W – 50.000)             | / 10.000
       600     =       √ (W – 50.000)                      | Quadrieren
600 * 600      =       √ (W – 50.000) * √ (W – 50.000)
360.000        =       W – 50.000                          | + 50.000
410.000        =       W
       W       =       410.000
Marketing                                           85                                        2004-01-17
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10. Erläutern Sie den Unterschied zwischen „Inter-Mediaselektion” und „Intra-
Mediaselektion”!

Inter-Mediaselektion =           Auswahl zwischen Werbeträgergruppen

Intra-Mediaselektion =           Auswahl eines oder mehrerer Werbeträger innerhalb einer
                                 Werbeträgergruppe

z.B. Ich will Fernsehwerbung betreiben.
Auswahl des Fernsehens als Werbeträger. Doch ich kann dann zwischen den einzelnen
Sendern im Fernsehen auswählen.


Abb. Kostenbeispiele für die Belegung von ausgewählten Werbeträgern (ca. Preise)

Quelle: Kotler, Philip, Bliemel, Friedhelm: Marketing-, Management-Analyse, Planung,
        Umsetzung und Steuerung; 8. Auflage, Stuttgart 1995
        S. 979


11. Nach welchen Kriterien richte sich die Auswahl der Werbeträger?

 Verbreitungsgras des Mediums
 Reichweite des Mediums
 Kontaktwahrscheinlichkeit
 Werbeträgerimage


12. Was versteht man in der Werbung unter dem so genannten „Tausenderpreis“

Die werbestärksten Branchen in Deutschland

Rangfolge der Brutto-Medien-Investitionen 2002, Werte gerundet

Branchen                                         2002               2001        Vergleich
                                                                                                 Rang-folge
                                                                               2002/2001 in
                                                                                                   2001
Rangfolge 2002                                in Mio Euro        in Mio Euro     Prozent

1. Massen-Medien                                1 752,8            1 702,5        + 3,0              1

2. Auto-Markt                                   1 629,6            1 542,6        + 5,6              2

3. Handels-Organisationen                       1 331,8            1 245,8        + 6,9              3

4.Pharmazie Publikumswerbung                     591,8             572,4          + 3,4              7

5. Schokolade + Süsswaren                        582,4             603,7          - 3,5              5

6. Telekommunikation*                            582,0                -             -                 -

7. Spezial-Versender                             447,3             592,2          - 24,5             6
Marketing                                                           86                                    2004-01-17
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8. Finanzdienstleistungen**                                      431,8                     -       -              -

9. Unternehmens-Werbung                                          360,1                   364,7   - 1,3           10

10.Bier                                                          347,4                   361,3   - 3,8           11

11.Bekleidungs-Zubehör                                           317,7                   301,3   + 5,4           13

12.Haarpflege                                                    279,7                   271,9   + 2,8           15

13.Reise-Gesellschaften                                          263,0                   245,1   + 7,3           18

14.Bild- und Tonträger                                           244,8                   234,4   + 4,4           19

15.Alkoholfreie Getränke                                         244,3                   291,5   - 16,2          14

16.Versicherungen                                                227,3                   319,2   - 28,8          12

17.Waschmittel                                                   217,9                   181,2   + 20,2          23

18.Pflegende Kosmetik                                            205,3                   178,2   + 15,2          25

19. Pelze                                                        196,5                   180,9   + 8,6           24

20.Finanzanlagen**                                               186,1                     -       -              -

21.Altersvorsorge                                                185,4                     -       -              -

22.Körperschaften                                                183,1                   177,6   + 3,1           26

23.Computer + Zusatzgeräte                                       182,5                   249,3   - 26,8          17

24.Möbel + Einrichtung                                           182,1                   203,3   - 10,4          20

25.Kunst + Kultur                                                173,8                   144,2   + 20,5          30
Quelle: Nielsen Media Research GmbH (Hamburg)/ZAW-Berechnung, Stand: 19.02.2003
* Wegen Umstrukturierung mit dem Vorjahr nicht vergleichbar
** Wegen Umstrukturierung des Bereichs Finanzmärkte mit dem Vorjahr nicht vergleichbar
ZAW-Jahrbuch "Werbung in Deutschland 2003"
Marketing                                                                87                                                            2004-01-17
BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch



Werbeträger in Deutschland

Mediengruppe                                        Anzahl 1               Ver-                           Auflage2                             Ver-
                                                                         änderung                                                            änderung
                                                                          Prozent                                                             Prozent
                                               1997 2002                                                 1997 2002

Tageszeitungen                           402               385                - 4,2             30,1 Mio             27,8 Mio                   - 7,6

Wochenzeitungen                           25                   25               -               2,2 Mio               2,0 Mio                   - 9,1

Anzeigenblätter3                        1 316             1292                - 1,8             84,0 Mio             86,8 Mio                   + 3,3

Publikumszeitschriften                   778               831              + 6,8              142,1 Mio             139,8 Mio                  - 1,6

Fachzeitschriften                       1 029             1 088             + 5,7               25,4 Mio             26,1 Mio                   + 2,8

Kundenzeitschriften                       60                   81          + 35,0               29,6 Mio             63,4 Mio                 + 114,2

Telekommunikations-
                                          96               190             + 98,0               30,0 Mio             39,0 Mio                  + 30,0
verzeichnisse4

Massendrucksachen/
                                           -                   -                -               5,9 Mrd               6,5 Mrd                  + 10,2
Infopost5

TV-Programme                                                                                  31,5 Mio 36,0 Mio
bundesweit, landes-weit,                  94               133             + 41,5                                                              + 14,3
regional u. lokal6                                                                              angemeldete TV-Geräte8

Hörfunkprogramme                                                                              35,3 Mio 40,9 Mio
bundesweit, landesweit,                  227               274             + 20,7                                                              + 15,9
regional u. lokal7                                                                          angemeldete Hörfunk-Geräte             8


                                                                                                 - 40,2 Mrd11
                      9                        10
Online-Angebote                          55                395                  -                                                                  -
                                                                                                       Seitenkontakte

                                         419
Außenwerbung12                                           389773                 -                  -                     -                         -
                                        645*)

                                                                                            143,1 Mio 163,9 Mio
Kino (Leinwände)13                      4 284             4 868            + 13,6                                                              + 14,5
                                                                                                       Kinobesucher

1) IVW-geprüfte Titel und Angebote (gilt für Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Publikumszeitschriften, Fachzeitschriften, Kundenzeitschriften,
Telekommunikationsverzeichnisse)
2) Tatsächlich verbreitete Auflage lt. IVW jeweils viertes Quartal
3) Quelle: BVDA, Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter
4) Ab dem 1. Quartal 1999 Ausweitung der bisherigen Mediengattung "Branchen-Telefonbücher Gelbe Seiten", daher Daten nur bedingt vergleichbar
5) Quelle: Deutsche Post AG
6) Deutschsprachige, terrestrisch, digital, via Kabel oder Satellit verbreitete werbefinanzierte Sender mit mindestens werktäglich 30-minütigem originärem
Programm. Nicht berücksichtigt wurden 167
Kleinstsender, die teils auch werbefinanziert sind, aber meist nur von wenigen hundert Haushalten gesehen werden können und nicht täglich originär
senden. Quelle: ZAW-Recherche und
Landesmedienzentralen.
7) Werbungtreibende Hörfunkangebote, Quelle: ag.ma, ARD-Werbung Sales&Services.
8) Gebühreneinzugszentrale, Stand: 31.12.2002. Von der genannten Summe sind bei TV 33,2 Mio Geräte gebührenpflichtig, beim Hörfunk 37,7 Mio
9) IVW gemeldete Angebote, Jahreswert
10) Bezogen auf die Erstkontrolle 11/1997
11) PageImpression, Jahreswert; 1.1.2002 Einführung des neuen Messsystems SZM (Skaliebares Zentrales Messverfahren)
12) Werbeflächen Plakatanschlag und beleuchtete Vitrinen. Quelle: MVA Tarifdatenbank FAW, Stand: März 2003; *) bezogen auf das Jahr 1999
13) Quelle: FFA Berlin
Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ZAW-Jahrbuch "Werbung in Deutschland 2003"
Marketing                                                               88                                                       2004-01-17
BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch

Netto-Werbeeinnahmen erfassbarer Werbeträger
in Deutschland
in Mio Euro

Gebiet                                                                       Deutschland

                                               Pro-                          Pro-                      Pro-                       Pro-
Werbeträger                      1999                        2000                          2001                     2002
                                               zent                          zent                      zent                       zent

Tageszeitungen                   6 066,43        + 3,4       6 556,55         + 8,1        5 642,16     - 14,0      4 936,70     - 12,5

Fernsehen                        4 317,55        + 6,8       4 709,14         + 9,1        4 469,03      - 5,1      3 956,41     - 11,5

Werbung per Post                 3 309,85        + 3,8       3 383,49         + 2,2        3 255,78      - 3,7      3 334,67      + 2,4

Publikumszeitschriften           2 006,51        + 7,4       2 247,32         +12,0        2 092,45      - 6,9      1 934,79      - 7,5

Anzeigenblätter                  1 742,33         - 1,1      1 791,87         + 2,8        1 742,00      - 2,8      1 656,00      - 4,9

Verzeichnis-Medien               1 227,10        + 2,4       1 268,00         + 3,3        1 269,40      + 0,1      1 249,90      - 1,5

Fachzeitschriften                1 189,78        + 2,4       1 267,00         + 6,5        1 074,00      -15,2        966,00     - 10,1

Außenwerbung                       681,71             -*       746,23         + 9,5         759,71       + 1,8        713,45      - 6,1

Hörfunk                            690,93        +14,3         732,93         + 6,1         677,98       - 7,5        595,12     - 12,2

Wochen-/
                                   261,32        + 4,8         277,63         + 6,2         286,73      +3,3*         267,80      - 6,6
Sonntagszeitungen

Online-Angebote                     76,69        + 200         153,39         + 100         185,00      +20,6         227,00    + 22,7

Filmtheater                        172,36        + 4,2         175,12         + 1,6         170,22       - 2,8        160,52      - 5,7

Zeitungssupplements                 73,32        - 20,6         67,59          - 7,8         66,70       + 2,3         68,30      + 2,4

Gesamt                          21 815,88        + 4,9      23 376,26         + 7,1    21 691,16         - 7,2     20 066,66      - 7,5



Netto – nach Abzug von Mengen- und Malrabatten sowie Mittlerprovisionen, sofern nicht anders bezeichnet; vor Skonti, ohne Produktionskosten
*) Wegen unterschiedlicher Repräsentanz in der Erhebungsgruppe nur bedingt mit Vorjahr vergleichbar


Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), ZAW-Jahrbuch "Werbung in Deutschland 2003"




Tausenderpreis =                 Mittel (Berechnungsweise) zur Bestimmung der relativen
                                 Vorteilhaftigkeit eines Werbeträgers
                                 = Kosten pro Tausend

Die Frage ist allerdings was?

Mögliche Ausformulierung z.B.
  - pro Tausend Auflage
  - pro Tausend erreichte Leser, Seher oder Hörer
  - pro Tausende ereichte Zielpersonen
Marketing                                     89                              2004-01-17
BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch

Tausender-Auflagen (bzw. Empfänger)-Preis =

           Werbekosten der Anzeige
                                                   * 1000
 Auslagenhöhe (Druckauflage, Vertriebsauflage,
 Verkaufsauflage)
                                                            Kosten der potentiellen
                       oder                                 Erreichbarkeit
                                                            (Ungesichteter Wert)
                                                            Weil z.B. die Zeitung
           Werbekosten des Spots                            weggeschmissen wird,
                                                   * 1000   ohne gelesen zu werden.
          Zahl der Empfangsgeräte



Tausender-Leser (bzw. Hörer, bzw. Seher)-Preis =

           Werbekosten der Anzeige
                                                   * 1000
        erreichte Leser pro Auflage

                                                            gewichteter Wert
                       oder                                 Erreichbarkeit
                                                            (quantitative Reichweite
                                                            des Werbeträgers)
           Werbekosten des Spots
                                                   * 1000
   erreichte Hörer bzw. Seher pro Sendung



Tausender-Zielgruppen-Preis =

           Werbekosten der Anzeige
                                                   * 1000
 erreichte Zielpersonen bei den Leser pro
 Auflage
                                                            gewichteter Wert
                       oder                                 Erreichbarkeit
                                                            (qualitative Reichweite
                                                            des Werbeträgers)
           Werbekosten des Spots
                                                   * 1000
 erreichte Zielpersonen bei den Hörern bzw.
 Sehern pro Sendung
Marketing                                        90                                   2004-01-17
BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch

13. Gegeben sind folgende Daten:

Zeitungen                                             I                       II

Tausenderpreis (ungewichtet)                     15,- €                     20,- €

Vertriebsauflage                         150.000 Exemplare            150.000 Exemplare

Gesamtbevölkerung im                          1.000.000                   1.000.000
Verbreitungsgebiet                            Menschen                    Menschen

Quantitative Reichweite                          30 %                       30 %

Anteil der Zielpersonen                          30 %                       50 %
(qualitative Reichweite)

In welcher der beiden Zeitungen soll die Anzeige geschaltet werden?


Kriterium 1: Tausender-Auflagen-Preis

               I        15,- €
                                        Die jeweiligen Werbekosten pro Tausend Auflage.
               II       20,- €

               I < II  I


Kriterium 2: Tausender-Leser-Preis

Rückrechnung der Werbekosten der Anzeige:

     Werbekosten der Anzeige
                                        * 1000
        Vertriebsauflage

I
        x
     150.000       * 1000 = 15            2.250,-


II
        x
     150.000       * 1000 = 20            3.000,-
Marketing                                    91                      2004-01-17
BWL / Univ.-Prof. Dr. Gerd Waschbusch

I
       2.250
1.000.000 * 0,30      * 1000 = 7,50 €


II
       3.000
1.000.000 * 0,30      * 1000 = 10,- €


               I < II  I



Kriterium 3: Tausender-Zielgruppen-Preis

I
       2.250
1.000.000 * 0,30 * 0,30 * 1000 = 25,- €
Es kostet mich 25,- €, damit ich 1000 Zielpersonen erriechen kann.

II
       3.000
                          * 1000 = 20,- €
1.000.000 * 0,30 * 0,50
Es kostet mich 20,- €, damit ich 1000 Zielpersonen erriechen kann.


               I > II  II



Klausurrelevant Fragenkatalog 1 bis 6

				
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posted:8/1/2011
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