Tag des offenen Denkmals by nyut545e2

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									Tag des offenen Denkmals
7. bis 9. September 2007
Orte der Einkehr und des Gebets
Titelabbildung:
St. Maximilian-Kolbe, Wilhelmsburg




Danksagung
Für die großzügige Unterstützung des
Kulturprogramms (S. 44/45) danken wir der IBA
Hamburg, der Gemeinnützigen Treuhandstelle e.V.,
ExxonMobil und allen nach Programmdruck
hinzugekommenen Förderern.




Die Doppelausstellung in St. Maximilian Kolbe ist
ein Projekt des IBA Kunst- und Kultursommers
2007, der Teil der Auftaktpräsentation der ersten
Internationalen Bauausstellung in Hamburg
ist Weitere Infos unter: www.iba-hamburg.de


Aktuelles Programm und Programmänderungen:
www.denkmalstiftung.de
www.kulturbehoerde.hamburg.de




Bundesweite Koordination
                                                                  



     Inhalt

 5   Geleitwort
 6   Denkmalschutzamt Hamburg
 7   Stiftung Denkmalpflege Hamburg
 8   Vorwort
 9   Auftaktveranstaltung
10   Themenpakete
12   Ausstellungen
1   Hauptkirche St. Jacobi, Hamburg-Altstadt
     Mahnmal St. Nikolai, Hamburg-Altstadt
14 SPURENSUCHEN
15   Simeonkirche, Hamburg-Hamm
     Dreifaltigkeitskirche, Hamm-Nord
16   Hauptkirche St. Katharinen, Hamburg-Altstadt
17   Flussschifferkirche, Hamburg-Altstadt
     Englisch-Bischöfliche Kirche St. Thomas à Becket, Neustadt
18   Benediktenkirken – Dänische Seemannskirche, Neustadt
     Schwedische Gustav-Adolfs-Kirche, Neustadt
19   Finnische Seemannskirche, Neustadt
     Friedenskirche, St. Pauli
20   St. Petri-Begräbniskapelle, St. Pauli
     Kirche des Hl. Johann von Kronstadt, St. Pauli
21   Evangelisch-Reformierte Kirche, Altona-Altstadt
     Paul-Gerhardt-Kirche, Bahrenfeld
22   St. Pauli Kirche, Altona-Altstadt
     Hauptkirche St. Trinitatis, Altona-Altstadt
2   Maria Grün, Blankenese
     Rolf-Liebermann-Studio des NDR in der
     ehemaligen Tempel-Synagoge, Harvestehude
24   Hauptkirche St. Nikolai, Harvestehude
25   Schröderstiftkapelle, Rotherbaum
     Christuskirche Eimsbüttel, Eimsbüttel
26   St. Johannis Harvestehude, Harvestehude
     Moschee an der Alster, Uhlenhorst
27   Russisch-Orthodoxe Kirche des Hl. Prokopij, Stellingen
     St. Martinus, Eppendorf
28   Dominikanerkloster und St. Sophienkirche, Barmbek-Süd
29   Bugenhagenkirche, Barmbek-Süd
     Kapelle des kath. Marienkrankenhaus, Hohenfelde
0   Frohbotschaftskirche, Dulsberg
     Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Dulsberg
1   Jüdischer Friedhof, Wandsbek
     Christuskirche Wandsbek-Markt, Wandsbek
2   Kapellenführung auf dem Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttel
     Das Riedemann-Mausoleum auf dem
     Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttel
   Kriegsgräber auf dem Friedhof, Ohlsdorf Fuhlsbüttel
     Der Garten der Frauen auf dem Friedhof
     Ohlsdorf, Fuhlsbüttel
4   Erlöserkirche, Farmsen-Berne
     Heilig Kreuz Volksdorf, Volksdorf
5   Kirche Bergstedt, Bergstedt
     Kirche Alt-Rahlstedt, Rahlstedt
6   St. Nicolai Altengamme, Altengamme
     Der Alte Friedhof Harburg, Harburg
7   Wilhelmsburger Friedhofskapelle, Wilhelmsburg
     St. Maximilian-Kolbe, Wilhelmsburg
8   Sinstorfer Kirche, Sinstorf
     St. Pankratius, Neuenfelde
9   Nacht der Kirchen
40   Jenischpark, Klein Flottbek
     50er Schuppen, Kleiner Grasbrook
     Brückenrundfahrt, Hamburg
41   Gedenkstätte Neuengamme, Neuengamme
     Oberpostdirektion, Hamburg Neustadt
     Gewerkschaftshaus, St. Georg
42   Metropolregion
44   Kulturprogramm – „Kunst im Bau“
46   Impressum
                                                                        5



Geleitwort

Hamburgs Stadtbild ist seit jeher von seinen Kirchen geprägt.
Durch die ehrwürdigen Hauptkirchen ebenso wie durch die
Gebäude der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, um die
sich in der Nachkriegszeit wieder aufgebaute oder neue Stadt-
viertel gruppieren. In ihrer historischen und baukünstlerischen
Bedeutung wie auch in ihrem geistlichen und geistigen Leben
stellen die Kirchen eine kulturelle Bereicherung der Hansestadt
dar. Ihre architektonische Qualität und die oft herausragende
künstlerische Ausstattung setzen wesentliche Akzente in der
Hamburger Denkmallandschaft. Auch das reiche Angebot an
Musik, das in den Kirchen geboten wird, ist aus unserer Stadt
nicht mehr wegzudenken.

Allerdings gibt es auch Probleme: den Gemeinden fällt es immer
schwerer, ihre Kirchbauten zu unterhalten. Daher ist es umso
wichtiger, die Aufmerksamkeit auf diese Kulturorte zu richten und
ihre Bedeutung als vielfältige gesellschaftliche und kulturelle Frei-
räume für die Stadt zu dokumentieren. Eine besondere Gelegen-
heit hierzu bietet der diesjährige Tag des offenen Denkmals, der
unter dem Motto „Orte der Einkehr und des Gebets – historische
Sakralbauten“ steht. Die Kirchen öffnen ihre Tore und laden zur
Besichtigung und zum Dialog ein. Auch die großen nichtchristli-
chen Religionsgemeinschaften wie die Muslime beteiligen sich an
diesem Tag des offenen Denkmals und unterstreichen so den
weltoffenen Geist unserer Stadt.

Ein zusätzliches Kulturprogramm mit Filmen, Konzerten,
Lesungen und Ausstellungen rundet das Programm ab.
Für die zahlreichen Führungen und kulturellen Begleitveran-
staltungen des diesjährigen Tags des offenen Denkmals wünsche
ich Ihnen jede Menge neue Erkenntnisse und viel Vergnügen!



Prof. Dr. Karin v. Welck
Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg
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    Denkmalschutzamt Hamburg

    1920 wurde in Hamburg die staatliche Denkmalpflege eingerich-
    tet. Grundlage bildet heute das inzwischen mehrfach novellierte
    Denkmalschutzgesetz vom 3. Dezember 1973. Danach sind die
    Kulturdenkmale wissenschaftlich zu erforschen, zu schützen und
    zu erhalten sowie in die städtebauliche Entwicklung einzubinden.
    Voraussetzung ist, dass an ihrer Erhaltung aus historischen, wis-
    senschaftlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Gründen ein
    öffentliches Interesse besteht. Bislang konnten von etwa 2800
    Einzeldenkmalen und 2100 Ensembles etwa 1350 Objekte for-
    mell unter Schutz gestellt werden: vorgeschichtliche Grabhügel,
    Kirchen, Bauern- und Bürgerhäuser, Fabrikanlagen und auch
    Schiffe.

    Die Denkmaleigenschaft festzustellen, ist Aufgabe des Referates
    Inventarisation. Die Denkmale eines ganzen Stadtteils werden
    in der so genannten „Denkmaltopografie“ publiziert, besonde-
    re Denkmalgattungen oder Themen in den „Arbeitsheften zur
    Denkmalpflege in Hamburg“.

    Hauptaufgabe des Referates Bau- und Kunstdenkmalpflege ist
    die Beratung der Denkmaleigentümer bei Instandsetzungs- und
    Umnutzungsvorhaben. Denkmalbedingter Mehraufwand kann
    durch Zuschüsse gefördert werden; erforderliche Aufwendungen
    für die Erhaltung oder die sinnvolle Nutzung von Baudenkmalen
    können unter bestimmten Voraussetzungen erhöht abgeschrieben
    werden.

    Das Denkmalamt verfügt über eine eigene Restaurierungswerk-
    statt, eine umfangreiche bau- und kunstgeschichtliche Bibliothek
    und ein Bildarchiv, das mehr als 700.000 Motive vom Großen
    Brand 1842 bis in die Gegenwart enthält.




    Kulturbehörde–Denkmalschutzamt, Imstedt 20, 22083 Hamburg
    E-Mail: denkmalschutzamt@kb.hamburg.de
                                                                    7



Stiftung Denkmalpflege Hamburg

Seit 29 Jahren betreibt die Stiftung Denkmalpflege Hamburg akti-
ve Denkmalerhaltung und –pflege in der Hansestadt. Zahlreiche
stadthistorisch wertvolle Bauten hat die Stiftung erworben und
saniert.

Die eigenen Gebäude der Stiftung bilden, nach dem Vorbild des
National Trust in Großbritannien, einen Kern genuin Hamburger
Baukultur der letzten Jahrhunderte: Vom letzten Gang des berüch-
tigten Gängeviertels in der Neustadt, dem Bäckerbreitergang, über
das Kanzlerhaus in Harburg zur Holländermühle in Bergedorf geht
das Spektrum der stiftungseigenen Baudenkmäler. Sie werden nach
dem neuesten restauratorischen Wissensstand erhalten und sach-
gerecht genutzt. Die Mieteinnahmen kommen neuen
Denkmalprojekten zugute.

Die Stiftung erhielt in den vergangenen Jahren jährliche Spenden
und Zuwendungen bis zu 400.00 Euro. Diese Spenden werden nicht
für Verwaltungskosten verwendet, sondern kommen ohne jeden
Abzug den Not leidenden Bau- und Kulturdenkmälern zugute. So
konnten in den vergangenen 10 Jahren die Kaiserstatuen am
Rathaus, der Stuhlmannbrunnen in Altona, das Gymnasium Allee,
das Kaisertor am Jenischpark und der jüdische Friedhof König-
straße restauriert werden. Derzeit ist die Stiftung Denkmalpflege
um die Restaurierung des Schillerdenkmals am Dammtor bemüht.

Auch Sie können durch Ihre Spende die Stiftung Denkmalpflege
bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen. Auf Wunsch erhal-
ten Sie selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Spendenkonto:
HSH Nordbank, BLZ 210 500 00, Konto 317 867 100




Dragonerstall 13, 20355 Hamburg, www.denkmalstiftung.de
E-Mail: stiftungdenkmalpflegehamburg@t-online.de
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    Vorwort

    Sakralbauten – ein konventionelles Thema für eine Denkmal-
    führung? Sie gehören zu den Baugattungen, derer sich die
    Denkmalpflege seit jeher angenommen hat. Große Kirchbauten
    sind oft die ersten Anlaufpunkte für Besucher einer fremden
    Stadt, sind sie doch Zeugnisse der Geschichte und der Baukunst
    vergangener Epochen.

    In Hamburg lässt sich an diesem Wochenende eine spannende
    Vielzahl sakraler Räume entdecken – Hauptkirchen, Vorortkirchen,
    Kapellen und Synagogen. Man findet sie unter der Erde, wie im
    Riedemann-Mausoleum, auf dem Wasser, wie in der Flussschiffer-
    kirche, oder auf den Türmen hoch in der Luft.

    Altona gewährte einst als selbstständige Stadt vielen Religions-
    flüchtlingen Zuflucht und Rechte. Aber auch in Harburg, Wands-
    bek und in den ländlichen Gebieten künden vielfältige Bau-
    zeugnisse christlicher, jüdischer und muslimischer Bekenntnisse
    von der Weltoffenheit der Hansestadt.

    Unterschiedliche Religionen, historische Stile und theologisch
    begründete Raumkonzepte bestimmen das Bild. Herausragende
    Meisterwerke der Baukunst besitzt Hamburg unter den Nachkriegs-
    kirchen, mit ihren skulpturalen Baukörpern, visionären Raumer-
    findungen und großartigen Fensterbildern und Lichtkonzepten.
    Sie sind jedoch zunehmend durch die schwierige Finanzsituation
    der Gemeinden bedroht. Daher ist ihnen auch eine Ausstellung
    in der Freien Akademie der Künste gewidmet.

    Wir laden Sie herzlich ein, diese Orte religiösen Lebens in Ham-
    burg und in der Metropolregion am Tag des offenen Denkmals
    zu besuchen. Allen ehrenamtlichen Führern und Helfern danken
    wir herzlich für ihr großes Engagement, ebenso wie den vielen
    Gemeinden, die zusätzlich ein vielseitiges Kulturprogramm
    ermöglicht haben.

    Irina v. Jagow                 Frank Pieter Hesse
    Stiftung Denkmalpflege         Denkmalpfleger der Freien
    Hamburg                        und Hansestadt Hamburg
                                                                     9



           Auftaktveranstaltung am 7.9.2007
          „Religion und Baukunst“


1:00 h   Begrüßung und Einleitung

1:0 h   Werkbericht Christuskirche, Stölken Schmidt
          Architekten BDA

14:00 h   Die Moschee – ein Ort der Besinnung und
          Zusammenkunft, Dr. Djavad Mohagheghi

14:0 h   Der Tempel in der Oberstraße – Synagogen-
          architektur in der Weimarer Republik,
          Dr. Ulrich Knufinke M.A.

15:00 h   St. Jacobi – eine mittelalterliche Kirche im
          heutigen Hamburg, Alk Arwed Friedrichsen

15:0 h   Pause

16:00 h   Wenn der Vorhang im Tempel zerreißt –
          oder zerrissen wird. Orte, Funktionen und
          Konflikte von heiligen Räumen in der Stadt,
          Prof. Dr. Wolfgang Grünberg

16:0 h   Nachkriegskirchenbau aus der Sicht eines
          Architekten, Prof. Friedhelm Grundmann

17:00 h   Himmelhochjauchzend ... – Hamburgs
          Nachkriegskirchen in Generationswechsel und
          Nutzungswandel, Dipl.-Theol. Matthias Ludwig

17:0 h   Möglichkeiten der Kirchennutzungen:
          Veranstalten statt Verunstalten!
          Prof. Anna Katharina Zülch

18:00 h   Pause

18.0 h   Podiumsveranstaltung: „Kirchenbauten in
          der Stadt – Denkmäler als soziale und kulturelle
          Freiräume“ (bis ca. 20.00 Uhr), mit Bischöfin Jepsen,
          Generalvikar Spiza, Staatsrat Dr. Gottschalck,
          Prof. Dr. Grünberg (Theolog. Seminar),
          Prof. Anna K. Zülch (Denkmalrat), Robert Leicht („Zeit“)

          Adresse: Hauptkirche St. Jacobi/ Steinstraße
          Verantwortlich: Denkmalschutzamt
          Katrin.meyer@kb.hamburg.de, Tel.: 040 - 42963 3356
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     Themenpaket
     Mögliche Kombinationen
     von Führungen



     Nachkriegskirchen
     Fr. 20 h  St. Maximilian Kolbe,
               Wilhelmsburg (mit Vernissage)
     Sa. 21 h  Simeonkirche, Hamm (mit
               Illumination)
     So. 9 h   Dietrich-Bonhoeffer-Kirche,
               Dulsberg
     So. 11 h  Erlöserkirche, Farmsen-Berne
     So. 13 h  Dreifaltigkeitskirche,
               Hamm-Nord
     So. 15 h  Paul-Gerhardt-Kirche,
               Bahrenfeld



     Religionen
     Sa. 10 h    Moschee, Uhlenhorst
     Sa. 13 h    Engl.-bischöfl. Kirche St.
                 Thomas à Becket,
                 Hamburg-Neustadt
     Sa. 16:15 h Russ. orth. Kirche des
                 Hl. Prokopij, Stellingen
     So. 13 h    Nordische Seemannskirchen,
                 Hamburg-Neustadt
     So. 16 h    Ehem. Synagoge Rolf-Lieber
                 mann-Studio, Harvestehude
                 (Anmeldung erforderlich,
                 s. S. 23)
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Ungewöhnliche Orte
Sa. und So. 11 bis 18 h Friedhofskapelle
            (mit Parkfest), Wilhelmsburg
Sa. 14h     Riedemann-Mausoleum,
            (mit Konzert) Friedhof Ohlsd.
So. 11h     Flussschifferkirche, Altstadt
So. 13h     Begräbniskapelle St. Petri,
            St. Pauli
So. 16h     Marienkrankenhaus,
            Hohenfelde



Historische Orgelrundfahrt
mit dem Organisten und Orgelbeauf-
tragten G.Seggermann und Erläuterungen
zu den besuchten Kirchen und Orgeln
Sa. 9h     St. Jacobi, barocke
           Schnittger-Orgel, Altstadt
Sa. 10:30h Nikolaikirche zu Billwerder,
           Rother-Orgel (1913),
           Billwerder
Sa. 13:45h Heinrich-Hertz-Schule, Hans
           Henny Jahnn-Orgel (1930),
           Winterhude
Sa. 15:30h Studio I des NDR, Welt-Funk-
           Orgel, Harvestehude
Sa. 17h    St. Sophienkirche (1995/97),
           Sauer-Orgel, Barmbek

Hinweis: Orgel-Rundfahrt mit Bus,
15 Euro, Anmeldung bis 3.9.,
kristina.sassenscheidt@kb.hamburg.de
oder 040-42863 3536

Mittagspause im Landhaus Walter
(nicht im Preis inbegriffen)
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                           Ausstellungen
                           „Baukunst von morgen!“
                           Hamburgs Kirchen der Nach-
                            kriegszeit

                           Sie schienen manchmal wie aus einer
                           anderen Zeit – fremdartige Gebilde mitten
                           im kriegszerstörten Hamburg. Otto Bart-
                           ning sah in ihnen die „Baukunst von mor-
                           gen“ (1953). Die Ausstellung möchte auf
                           die Besonderheiten und Schönheiten dieser
                           wichtigen und unverzichtbaren Hamburger
                           Baukunstwerke aufmerksam machen. Mit
                           schwindender Finanz- und Mitgliederstärke
                           der beiden großen Konfessionen stehen
Adresse: Freie Akademie
der Künste in Hamburg,     Nachkriegskirchen wieder in der Diskussion:
Klosterwall 23             Viele werden heute in Frage gestellt, eini-
Öffnungszeiten: 5.9. bis   gen droht der Abriss.
7.10.2007, Di. bis So.
11 bis 18 h                Infos: Katrin Meyer, 040 - 42863 3356,
                           katrin.meyer@kb.hamburg.de


                           Schätze! Kirchen des
                           20. Jahrhunderts

Adresse: St. Jacobi/       Moderne Kirchen sind Schätze mit vielen
Steinstraße                Gesichtern: Aussagekräftige Räume für
Öffnungszeiten:            geistliches Leben und gottesdienstliches
Mo. bis Sa.: 10 bis 17h,   Feiern, prägende Baukunstwerke in Dorf
am 9.9., 12:30 bis 17h
                           und Stadtteil, spannende Orte voller Kultur
                           und Geschichte(n). In der Ausstellung soll
                           deutlich werden, das auch in schwierigen
                           Zeiten moderne Kirchen keine „Problem-
                           fälle“, sondern von überraschender Schön-
                           heit, Bedeutung und Nutzungsvielfalt sind.
                           Vom 23.8. bis zum 20.9. wird die von
                           einer Theologin und Kunsthistorikerin
                           erarbeitete Wanderausstellung in der
                           Hauptkirche St. Jacobi zu sehen sein.

                           Infos: Katrin Meyer, 040 - 42863 3356,
                           katrin.meyer@kb.hamburg.de
                                                                  1

Hamburg-Altstadt
Hauptkirche St. Jacobi

Mit dem Bau der Hauptkirche wurde Mitte
des 14. Jahrhunderts begonnen. Die
Bomben des 2. Weltkrieges verschonten
auch St. Jakobi nicht. Während das
Kirchenschiff der Hallenkirche rekonstru-
iert wurde, erhielt der Turm einen moder-
nen Aufbau von den Architekten Hopp &
Jäger. Die Führungen in St. Jacobi wollen
den Spuren der Nachkriegszeit nachge-
hen, den Wiederaufbau erläutern und die
sich in der Kirche befindende Restaurie-    Adresse: Jakobikirch-
rungswerkstatt des Denkmalschutzamtes       hof 22
                                            Kirchenführungen: Sa.
Hamburg zeigen.
                                            11 und 14h, So. 12:30 h
                                            Werkstattführungen:
Infos: Kristina Sassenscheidt,              Sa. 12, 13 und 15 h
040 - 42863 3536,                           (nur mit Voranmeldung,
kristina.sassenscheidt@kb.hamburg.de        s. Infos)
                                            Gottesdienst: So. 10 h


Hamburg-Altstadt
Mahnmal St. Nikolai

Der Turm der Nikolaikirche weist auf die
mehrfach zerstörte Kirche, die heute als
Ruine ein Mahnmal gegen den Krieg ist.
Im späten 12. Jh. gegründet, wurde der
Bau beim großen Hamburger Brand 1842
zerstört und bis 1874 im neogotischen
Stil neu errichtet. Nach der Zerstörung     Adresse: Willy-Brandt-
des Kirchenschiffs im Zweiten Weltkrieg     Str. 60
nicht wieder aufgebaut, beherbergt das      Führungen: So. 11 und
                                            15 h(Dokumentations-
Kellergewölbe heute ein Dokumen-
                                            zentrum), 11, 12 und
tationszentrum. 1993 erhielt der Kirch-     13 h (Glockenspiel und
turm ein Carillon mit 51 Glocken, seit      Spielkabine, Anmeldung
2005 gibt es den Panoramalift.              unter 040 - 37 11 25 erfor-
                                            derlich!) 17h Konzert
                                            Vokalensemble
Infos: Förderkreis „Rettet die
                                            Öffnungszeiten: So. 10
Nikolaikirche“ e.V., 040 - 3711 25,         bis 18h
www.mahnmal-st-nikolai.de
14



                          SPURENSUCHE

                          Die Spurensucher nähern sich dem
                          Schwerpunktthema in drei Rundgängen
                          (Teilnahme kostenlos). Infos für alle
                          Veranstaltungen: Sabine Homan-Engel,
                          040 - 4128 1087, info@spurensuchen.de

                          Jüdische Spuren im Grindelviertel
Führung: So. 10 bis       Zwischen 1941 und 1945 wurden rund
12:30 h                   6.000 Hamburger Juden in Ghettos und
Adresse: Platz der        Konzentrationslager deportiert. Auf einer
jüdischen Deportierten
                          Spurensuche im Grindelviertel entdek-
Moorweidenstraße 36
                          ken Sie Synagogen und andere jüdische
                          Institutionen und erfahren von den
                          Menschen, die bis zu ihrer Deportation
                          im Grindel lebten.

                          Kathedralen des Verkehrs
Führung: So. 14 bis 17h   Bahnhöfe spiegeln in einzigartiger Weise
Treffpunkt: Bahnhof       die Sozial- und Kulturgeschichte der
Dammtor, Ausgang          Stadt Hamburg wider, als Verbindung
Planten un Blomen/Dag-
Hammarskjöld-Platz
                          von Wohnvierteln und Vororten zu den
Hinweis: HVV-Ticket       Arbeitsplätzen und ins Zentrum. Aus den
notwendig!                Grenzen der Wälle entsprungen wurde
                          das aufzubauende Nahverkehrsnetz zu
                          einem Motor der Citybildung. Mit ihrer
                          Architektur verweisen die Bahnhöfe auf
                          den sozialen Standard der jeweiligen
                          Stadtteile. Geboten wird eine Stadt- und
                          Untergrund-Bahnspaziergangsfahrt.


                          „Fruhnslüd im Alten Hamburg“
Führung: So. 15 bis 17h   Von St. Katharinen zur Zitronenjette,
Treffpunkt:               von Heiligen und unheiligen Frauen,
St. Katharinen,           von Hökerinnen, Huren und Kökschen:
Katharinenkirchhof 1
                          Entdecken Sie das alte Hamburg aus der
                          Perspektive unterschiedlicher Frauen, die
                          im Schatten der Katharinenkirche und
                          des Michels zu Hause waren.
                                                                 15

Hamm-Süd
Simeonkirche

Die Kirche wurde 1965 – 66 für die Ev.
Luth. Gemeinde erbaut. Architekten waren
F. Grundmann, H. Kuhn und F. Zeuner. Die
asymmetrischen Kuben lassen den „Inter-
nationalen Stil“ der 1920er und 1930er
Jahre fortleben. Kraftvolle Sichtbeton-     Adresse: Sievekings-
elemente erinnern an Le Corbusiers Spät-    allee 12b
werk. Innen ergänzen plastische Beton-      Führung: Sa. 21h
                                            Licht-Klang-Installation:
arbeiten von H. Kock das Gesamtkunst-       Sa. 21:30h (s. Kultur-
werk. Heute wird es als „Kirche des Hl.     programm S. 45)
Nikolaos“ von der griechisch-orthodoxen
Kirche genutzt und am Samstagabend mit
einer Illumination inszeniert.

Infos: Kristina Sassenscheidt,
040 - 42863 3536, kristina.sassenscheidt@
kb.hamburg.de



Hamm-Nord
Dreifaltigkeitskirche

Kühn ragt der freistehende Turm der
Hammer Kirche in den Himmel und eben-
so gewagt steigt das Kirchendach nach
Osten hin an. In ihrer ungewöhnlichen
Gestalt markiert die Kirche den Beginn
der kirchenbaulichen Nachkriegsmo-
derne in Hamburg. 1957 wurde das
Gebäude nach Plänen des Architekten
Reinhard Riemerschmid fertig gestellt.
Der Kirchenvorplatz wird von der
geschwungenen Eingangsfassade umfasst.
Im Innern erweckt die Stahlbetonkon-        Adresse: Horner Weg 2
struktion Assoziationen an einen offenen    Führung: So. 13h,
Dachstuhl.                                  abends Gospelkonzert


Infos: Pastor Henschen,
040 - 2190 1214, www.hammer-kirche.de
16

                             Hamburg-Altstadt
                             Hauptkirche St. Katharinen

                             Mit dem Bau der Hauptkirche St.
                             Katharinen wurde nach 1350 begonnen,
                             etwa 100 Jahre später war sie fertig
                             gestellt. Entstanden ist ein hochgoti-
                             sches Gebäude, in dem auch noch Reste
                             eines Vorgängerbaus von 1250 zu finden
                             sind. Die ehemals reiche Ausstattung der
                             Kirche ging im Zweiten Weltkrieg verlo-
                             ren. Der Kirchraum fasziniert dennoch
                             durch seine Höhe, durch die stolzen
                             Säulen und seine helle Ausstrahlung.
Adresse: Katharinen-         Die Fenster sind Fenster zum Himmel
kirchhof 1                   und erzählen von der Geschichte Gottes
Gottesdienst: So. 11h        und den Menschen. Auch die Kunstwerke
Führungen zu Kirche
und Turm: So. stündlich
                             in den Arkaden und an den Wänden
von 13 bis 18 h              sind Ausdruck des christlichen Glaubens
Spirituelle Sonder-          aus den unterschiedlichsten Zeiten der
führung: So. 15h             Geschichte dieser Kirche.
Kultur: Fr. 21 h Lesung im   Am Freitagabend wird der Hamburger
Turmzimmer (s. S. 44)
                             Autor Benjamin Maack im Turmzimmer
                             der Kirche lesen und in über 50 m Höhe
                             distanzierte Betrachtungen über die Welt
                             anstellen (s. Kulturprogramm S. 44).

                             Infos: Pastor Frank Engelbrecht,
                             040 - 3037 4733,
                             engelbrecht@katharinen-hamburg.de
                                                                    17

Hamburg-Altstadt
Flussschifferkirche

Die Flussschifferkirche ist auf einem sog.
Weserleichter erbaut und wurde nach
ihrem Umbau zur Kirche 1952 vom Haupt-
pastor von St. Katharinen eingeweiht.
Als Deutschlands einzige schwimmende
Kirche ist sie immer in Bewegung: Von        Adresse: Hohe Brücke 2
ihrem ersten Liegeplatz an der Norderelb-    in der HafenCity
brücke kam sie über die Veddel an ihren      Gottesdienst: So. 15 h
                                             Kaffee, Kuchen und musi-
aktuellen Liegeplatz in der HafenCity.       kalische Impressionen:
Samstag findet ein Konzert mit               So. 11 bis 15h
G. Tiedemann, Sonntag ein Gottesdienst       Konzert: Sa. 18h
und später ein Souljazzkonzert der Band      Konzert: So. 20h
„DER KOSMISCHE SOUVERäN“ statt.              Souljazz (s. Kultur-
                                             programm S. 45)

Infos: Pastor Frank Engelbrecht,
040 - 3037 4733,
engelbrecht@flussschifferkirche.de



Neustadt
Englisch-Bischöfliche Kirche
St. Thomas à Becket

1838 wurde die turmlose neo-klassizis-
tische Kirche unter dem Namen „Church of
England“ eingeweiht. Die Fassade der
Nordseite wird von dem ionischen Säulen-     Adresse: Zeughaus-
portikus beherrscht. Nach Beschädigungen     markt 22
im 2. Weltkrieg wurde die Kirche 1947        Führungen, Vorträge
                                             und Konzerte:
als „The English Church of St. Thomas à
                                             Sa. lfd. 10 bis 18 h
Becket“ wieder eingeweiht, zur Ehre des
Patrons der Merchant Adventurers und
ehemaligen Erzbischofs von Canterbury
und Kanzlers von England, der 1170 als
Märtyrer starb.

Infos: Chaplain Roger White,
040 - 4392 334,
St.Thomas.Becket@t-online.de
18

                          Neustadt
                          Benediktenkirken –
                          Dänische Seemannskirche

                          Die im 19. Jh. entstandenen skandina-
                          vischen Seemannsmissionen kümmerten
                          sich um die Seeleute aus Skandinavien.
                          Seit 1875 gibt es die Dänische Seemanns-
                          kirche. Nach mehreren Standortwechseln
                          wurde nach dem 2. Weltkrieg der Bau der
                          heutigen Kirche begonnen. Der Komplex
                          fasst Wohnungen und einen Kirchensaal
                          mit zuschaltbaren Räumen in der ersten
                          Etage zusammen. Ein Turm an der Straße
Adresse: Ditmar-Koel-     ergänzt das Ensemble. 1952 fand die
Straße 2                  Einweihung dieses Gemeindezentrums
Führungen: Sa. 14h, So.   statt.
stündl. 10 bis 15h

                          Infos: Henrik Fossing, 040 - 3713 00,
                          hamborg@dankirke.de



                          Neustadt
                          Schwedische Gustaf-Adolfs-
                          Kirche

                          Bereits 1883 begann in Hamburg die
                          schwedische Gemeindearbeit. Zu die-
                          sem Zeitpunkt gab es in der Hansestadt
                          bereits eine große schwedische Kolonie,
                          der Hafen war wichtiger Anlaufpunkt für
                          schwedische Schiffe. Am 12. Mai 1907
                          wurde das neu gebaute Kirchengebäude
                          eingeweiht.
                          Während des Zweiten Weltkrieges war die
                          schwedische Kirche eines der wenigen
Adresse: Ditmar-Koel-     Gebäude im Hafengebiet, das nicht von
Straße 36                 Bomben zerstört wurde. Bis 1956 befand
Führungen: Sa. 14:30h,
                          sich hier auch die schwedische Schule.
So. 13 :30 h und 16h

                          Infos: Kristina Ekelund, 040 - 804 465,
                          info@snenskakyrkanhamburg.de
                                                                   19

Neustadt
Finnische Seemannskirche

Die Finnische Seemannskiche ist seit
1901 in Hamburg tätig. Nachdem das
erste Gebäude von 1926 im Zweiten
Weltkrieg zerstört wurde, bauten
die Architekten Pertti Ahola und
Dieter Langmaack 1966 das heutige
Kirchengebäude im Stil zeitgenössischer
finnischer Architektur.
Zusätzlich zu den kirchlichen Diensten
wird in der Kirche das Finnland-Zentrum
betrieben, in dem finnische Kultur ver-
schiedener Arten vorgestellt wird.         Adresse: Ditmar-Koel-
                                           Straße 6
Infos: Pastor Olli-Pekka Silfverhuth,      Führungen: Sa. und
                                           So. 13h
0171 - 6002 168,
olli-pekka.silfverhuth@merimieskirkko.fi




St. Pauli
Friedenskirche

Die Friedenskirche Altona, heute in
Hamburg-St. Pauli gelegen, eine der
neogotischen Altonaer Stadterweiterungs-
kirchen, ist ein Spätwerk des berühmten
Kirchenbaumeisters Johannes Otzen. Im
Innenraum mehrfach umgeformt veran-        Adresse: Otzenstraße 19
schaulicht sie eindrucksvoll die Ausein-   Führungen: So. lfd.
andersetzungen um die Kirchenraum-         14 bis 17h
gestaltung im 20. Jahrhundert. Nun ist
sie Teil der neuen Gemeinde Altona-Ost,
und wiederum steht ein weiterer Wandel
in der Nutzung an. Das St. Pauli-Archiv
und Mitglieder des Kirchenvorstands füh-
ren durch die Kirche und auf den Turm.

Infos: St. Pauli-Archiv e. V.,
040 - 319 4772, st.pauli-archiv@web.de
20

                            St. Pauli
                            St. Petri Begräbniskapelle

                            Als „Pforte für den letzten Weg der
                            stillen Gäste“ entwarf der Hamburger
                            Architekt J. A. Arens die im Jahre 1802
                            erbaute „St. Petri Todtencapelle“ im
                            klassizistischen Stil, das letzte Relikt
Adresse: St. Petersburger   der Dammtorfriedhöfe. Der Raum besteht
Straße (zwischen Tor 1      aus einer Rotunde, die mit einer flachen
und Tor 2 der Hamburg
                            Kuppel überwölbt und mit einem qua-
Messe)
Führungen: Sa. 13 bis       derförmigen Bauteil durchdrungen ist.
17 h, So. 13 bis 17h        Seitlich befinden sich Räume für Wärter,
Vorträge: Sa. 14 und        Totengräber und Geräte. Die Kapelle ist
16 h, So. 14 und 16h        zum ersten Mal öffentlich zugänglich. In
                            einer kleinen Ausstellung wird ihre wech-
                            selhafte Geschichte gezeigt.

                            Infos: Klaus Helbing, 040 - 411 66 79 16,
                            K. Helbing@Hamburg.de



                            St. Pauli
                            Kirche des Heiligen Johann
                            von Kronstadt

                            Die Gnadenkirche wurde 1907 als evange-
                            lisch-lutherische Kirche von Fernando
                            Lorenzen erbaut. Im Jahr 2004 fand die
                            Entwidmung der Kirche statt. Mittler-
                            weilerweile ist die russisch-orthodoxe
                            Gemeinde des Hl. Johann von Kronstadt
                            in den neoromanischen Zentralbau einge-
                            zogen. Zurzeit finden Umbauarbeiten
                            statt, unter anderem wird die Kirche mit
                            wertvollen Ikonenmalereien versehen, um
Adresse: Karolinenstraße    den liturgischen Bedürfnissen der neuen
Führung: So 15h             Gemeinde nachzukommen.

                            Infos: Priester Sergij Baburin,
                            040 - 2487 0740,
                            info@hamburg-hram.de
                                                                  21

Altona-Altstadt
Evangelisch-Reformierte
Kirche

Der 1966 eingeweihte Kirchbau vom
Schweizer Architekten B. Huber ersetzt
ein klassizistisches Gebäude, das auf der
Elbseite der Palmaille gelegen war. Der
Baukomplex erweckt den Eindruck von
Wohnburg und Tempel zugleich. Ein
Innenhof verbindet Wohnungszugänge
und den Kircheneingang. Warme Back-         Adresse: Palmaille 2 – 4
steine und helle Holzbänke machen den       Führungen: So. 15 h
                                            und 17h
Kirchraum zu einem Ort der Geborgen-
                                            Kino: Sa. 20h,
heit. Bemerkenswert ist die barocke Orgel   „Italienisch für Anfänger“
von Jürgen Ahrend. Am Samstagabend          (Eintritt frei, s.
wird „Italienisch für Anfänger“ gezeigt.    Kulturprogramm S. 45)

Infos: Pastorin Ulrike Litschel,
040 - 38 29 19, ulitschel@t-online.de



Bahrenfeld
Paul-Gerhardt-Kirche

Mitte der fünfziger Jahre entstand
die Kirche nach Entwürfen von Otto
Andersen. Der durch seinen Säulenkranz
gekennzeichnete Bau verbindet Skelett-
konstruktion und moderne Materialien
mit einem traditionellen Grund- und         Adresse: Bei der Paul-
Aufriss. Der rechteckige Kirchenraum mit    Gerhardt-Kirche 2
dem gesonderten Altarraum folgt kirchen-    Führungen: So. 15 h
baulich den Rummelsberger Grundsätzen,
die 1951 auf dem Kirchenbautag der
evangelischen Kirche vorgeschlagen wur-
den. Er ist damit ein eindrucksvolles
Beispiel für den Kirchenbau der 1950er
Jahre.

Infos: Martin Kinzinger,
040 - 42863 3940, www.pgk-altona.de
22

                             Altona-Altstadt
                             St. Pauli Kirche

                             Die St. Pauli Kirche ist das evangelische
                             Gotteshaus für Schanze, Karo und Kiez.
                             Von der bereits 1682 für die westliche
                             Vorstadt, dem Hamburger Berg, gebau-
                             ten Fachwerkkirche blieben nach den
                             napoleonischen Kriegen nur Kruzifix,
                             Taufstein und Paulusfigur erhalten.
                             Der neue klassizistische Bau von 1820
Adresse: Pinnasberg 80       wurde von C. L. Wimmel geplant und
Gottesdienst: So. 11h        bietet heute vielfältige Möglichkeiten für
Führungen: So. 13, 14        Veranstaltungen. Die Rundgänge zeigen
und 15 h
Jeweils im Anschluss
                             die Kirche, führen aber auch durch den
Orgelmusik unter             wunderschönen alten Kirchgarten mit
dem Motto: „Von der          weiteren Kirchgebäuden.
Marseillaise zur St. Pauli
Hymne“                       Infos: Kirchenbüro, 040 - 31 26 96,
                             www.stpaulikirche.de



                             Altona-Altstadt
                             Hauptkirche St. Trinitatis

                             1743 wurde die ev.-luth. Hauptkirche
                             in Altona zum ersten Mal erwähnt. Es
                             handelt sich um einen barocken Bau auf
                             kreuzförmigen Grundriss. Der Westturm
                             ist eingezogen, das Backsteinmauerwerk
                             mit Sandstein gegliedert.
                             Die einst reiche Innenausstattung fiel
                             den Bomben des 2. Weltkriegs zum Opfer,
Adresse: Kirchenstraße 40    ab 1958 wurde die Kirche in vereinfach-
Führung: So. 16h             ter Form wieder aufgebaut.
Gottesdienst: So. 10h
Öffnungszeiten: Sa. 10
bis19 h, So. 8:30 bis 22h,
                             Infos: Pastor Michael Fridestzky,
Ausstellung über das         040 - 3802 3164,
Fischmarktviertel und die    info@hauptkirche-altona.de
Kirche
                                                                    2

Blankenese
Maria Grün

Die katholische Kirche Maria Grün in
Blankenense gilt als bedeutender Kirchen-
bau der Weimarer Republik und steht
in enger Verbindung zu den Idealen
des Neuen Bauens. 1929/30 realisierte
Clemens Holzmeister den Entwurf.
Konsequent wird der Kreis im Grundriss      Adresse: Schenefelder
des Zentralbaus und der Zylinderform der    Landstraße 3
                                            Führung: So. 06.09.,
Baukörper umgesetzt. Als Symbol für
                                            13:30, 15:00h
Geborgenheit und Einheit, erzeugt er
eine räumliche Nähe von Pfarrer und
Gemeinde und verleiht den Forderungen
der liturgischen Reformbewegungen
Ausdruck.

Infos: Katrin Meyer, 040 - 42863 3356,
katrin.meyer@kb.hamburg.de



Harvestehude
Rolf-Liebermann-Studio
des NDR in der ehemaligen
Tempel-Synagoge

Das heutige Rolf-Liebermann-Studio
befindet sich in der ehem. Tempel-Syna-
goge, die als einer der bedeutendsten
modernen Sakralbauten noch erhalten         Adresse: Oberstraße 122
ist. Nach ihrer Schändung und Profanie-     Führung: So. 16h (nur
rung im ´Dritten Reich´ wurde sie 1950      mit Voranmeldung bis
                                            zum 06.09., s. Infos)
vom damaligen NWDR zum Sendesaal
                                            durch Dipl. Ing. Wolfgang
umgebaut. Mit einer Modernisierung im       Schmietendorf
Jahre 2000 gelang es, dem ehemaligen
Synagogenbau mit der Umwandlung zu
einem anspruchsvollen Konzertsaal „seine
Würde als Bauwerk“ wiederzugeben.

Infos: Tel.: 040 - 42863 3536,
kristina.sassenscheidt@kb.hamburg.de
24

                            Harvestehude
                            Hauptkirche St. Nikolai

                            Die neue Hauptkirche St. Nikolai wurde
                            1956 aus der City an den Klosterstern
                            im Stadtteil Harvestehude verlegt.
                            Zunächst versammelte sich die Gemeinde
                            in einem Konzertsaal, den ein Pianist
                            nach dem 2. Weltkrieg an seine Villa
                            am Harvestehuder Weg 91, dem heuti-
                            gen Kinderhaus St. Nikolai, angebaut
                            hatte. Erst 1960 wurde nach den Plänen
                            von Gerhard Langmaack der Grundstein
                            für die neue Hauptkirche St. Nikolai
Führungen:                  am Klosterstern gelegt, die am 30.
So. 13 h „Auf Schatzsuche   September 1962 in Anwesenheit des
in der Kirche“ – eine       damaligen Hamburger Innensenators
Führung für Erwachsene
und Kinder                  Helmut Schmidt durch Bischof Witte ein-
So. 15 h – Elisabeth        geweiht wurde.
Coester, Fritz Fleer und
Oskar Kokoschka –           Emporenkonzert: So. 18 h, Musik und
Künstler und ihre Werke     Texte zur Ausstellung des jüdischen
in St. Nikolai
Gottesdienst: So. 10h       Künstlers Arnold Daghani
Konzert: So. 18h            Felix Mendelssohn Bartholdy:
                            Streichquartett Es-Dur op. 12
                            Alexander Tausmann: Triptych
                            Streichquartett der Hamburger Camerata:
                            Meike Thiessen, Violine
                            Matthias Brommann, Violine
                            Andrea Hummel, Viola
                            Serge Novikov, Violoncello
                            Sarah Kattih, Sprecherin

                            Texte von Sandra Kirsch, Josefa Metz,
                            Uriel Birnbaum u. a.

                            Karten an der Abendkasse 10 Euro

                            Infos: Pastorin Dr. Birgit Vocka,
                            040 - 4411 3418,
                            B.vocka@hauptkirche-stnikolai.de
                                                                      25

Rotherbaum
Marmorkapelle im
Schröderstift

Das Schröderstift wurde 1851 – 1852 für
die Stiftung des Johann H. Schröder als
Dreiflügelanlage erbaut, in deren Mitte
sich die Kapelle befindet. Als der Begräb-
nisplatz des Stifters geschlossen wurde,     Adresse:
veranlassten seine Kinder den Umbau der      Schröderstiftstraße 34
Kapelle durch A. Petersen 1894- 1896 zu      Öffnungszeit:
                                             So. 12 bis 18h
einer prächtigen, marmornen Grabkapelle      Führungen: So. 14
im Rundbogenstil. Dabei blieben nur die      und 16h
Kuppel und der mittlere Teil der Fassade
erhalten. Heute dient der Bau als Altar-
raum für die koptisch-orthodoxe und die
äthiopisch-orthodoxe Gemeinde.

Infos: Wittfried Malik, 040 - 5535 734,
hollnagel-malik@gmx.de



Eimsbüttel
Ev. - Luth. Christuskirche

Die reich verzierte neugotische, von Prof.
J. Otzen gebaute Kirche ist 1883 zum
ersten Mal in Dienst genommen worden.
Ihr Wiederaufbau nach den Zerstörungen
im 2. Weltkrieg erfolgte im Geist der
50er Jahre. Heute wird diese Gestaltung
nicht mehr als stimmig empfunden.
Stölken Schmidt Architekten BDA haben
ein Konzept entwickelt, das die alte
Schicht Otzens wieder hervorholt. Alle
Etappen der Baugeschichte werden nun
ablesbar sein. Die Pläne der Architekten
werden in der Ausstellung „Umgestaltung      Adresse: Bei der Christus-
Christuskirche“ präsentiert.                 kirche 2
                                             Öffnungszeiten der
                                             Ausstellung: Sa. 14 bis
Infos: Pastor Martin Ahlers,                 18 h, So. 12 bis 16 h
040 - 4210 6336, martin-ahlers@gmx.de        Gottesdienst: So. 11 h
26

                            Harvestehude
                            St. Johannis Harvestehude

                            Die neogotische Backsteinkirche St.
                            Johannis-Harvestehude des Architekten
                            Hauers von 1882 ist in der Hansestadt
                            eines der eindruckvollsten Baudenkmäler
                            der Jahrhundertwende. Sie ist in Architek-
                            tur und künstlerischer Ausstattung weit-
                            gehend original erhalten, nach wie vor
Adresse: Heimhuder          vermittelt sie fast bis ins letzte Detail
Straße 92                   eine geschlossene Komposition neugoti-
Kinderführung:
                            schen Formempfindens. Dazu gehören
Sa. 11 h, So. 13h
Architekt.-spirit.          unter anderem die Kirchenbänke, Stühle,
Führung: Sa. 13h,           Lesepulte, der Orgelprospekt, der Terraz-
So. 15 h                    zo-Fußboden und die Deckengemälde.
Theolog.-kunstgeschichtl.
Führung: So. 17h
                            Infos: Pastorin Brigitta Heubach-
Orgelkonzert: Sa. 20h
Gottesdienst: So. 10h mit   Gundlach, 040 - 4488 48,
Chor-/Orgelkonzert          heubach-gundlach@gmx.de



                            Uhlenhorst
                            Moschee an der Alster

                            1953 gründeten Muslime in Hamburg
                            einen Verein zum Moscheebau.
                            Traditionelle und moderne Architektur
                            finden hier ihre harmonische Eintracht.
                            Besondere Beachtung gilt den Kuppeln,
                            die mit ihren Malereien ein außerge-
                            wöhnliches Kunstwerk darstellen, ebenso
                            wie den Einlegearbeiten in Kachelmosaik
                            und Spiegel. Das Islamische Zentrum
                            bietet Möglichkeiten zu Gebet, Einkehr,
Adresse: Schöne             Kennenlernen und zum Dialog und ist für
Aussicht 36                 jeden Interessenten offen.
Führungen: Sa. 10, 12,
14 und 16 h
                            Infos: Islamisches Zentrum Hamburg,
Hinweis: Auch außerhalb
der Führungen kann die      Dr. Djavad Mohagheghi, 040 - 2294 8637,
Moschee besichtigt          info@izhamburg.com
werden.
                                                                  27

Stellingen
Russisch-Orthodoxe Kirche des
Heiligen Prokopij

An russische Klöster erinnert der charak-
teristische Bau mit der blauen Zwiebel-
haube mit Sternen, grünem Kupferdach
und weißen Mauern aus der 1. Hälfte der
1968er Jahre. Der Architekt A. S. Nürn-
berg orientierte sich an nordrussischen
Vorbildern. So entspricht der kreuzförmi-
ge Grundriss und die Ausstattung der
Ordnung orthodoxer Kirchen: Der Altar-
raum ist durch eine Wand, die Ikono-
stase, abgetrennt, die Bilder von bibli-
schen Personen zeigt.                        Adresse:
                                             Hagenbeckstraße 10
Infos: Katrin Meyer,                         Führung: Sa. 16:15 h
                                             Gottesdienst: Sa. 17 h,
040 - 42863 3356,                            ab 19:30h offene Kirche
katrin.meyer@kb.hamburg.de



Eppendorf
St. Martinus

Die Kirche wurde 1949 im Rahmen des
Notkirchenprogramms von Otto Bartning
und dem Hilfswerk der evangelischen
Kirche gebaut. Dabei wurden deutsch-
landweit Holzbinderkonstruktionen als
Gerüst für neue (Not-)Kirchen an Gemein-
den geliefert, deren Kirchen zerstört wur-   Adresse: Martinistraße 31
den. Hinzu kamen vorgefertigte Fenster,      Führung: Sa. 14:30 h
Türen, Gestühl und Emporen. Die Wände
wurden dann in Eigenleistung mit unter-
schiedlichsten, gerade verfügbaren
Materialien errichtet (hier Kalksandstein,
geschlämmt). Diese Kirche entstand
unter G. Langmaack.

Infos: Jan Lubitz,
jan.lubitz@hamburg.de
28

                          Barmbek-Süd
                          Dominikanerkloster und
                          St. Sophienkirche

                          Barmbek war im ausgehenden 19. Jh.
                          Wohnsitz vieler Hafen- und Industrie-
                          arbeiter. Mit dem Anstieg der Bevölke-
                          rungszahlen im Zuge der Industrialisie-
                          rung entstand der Bedarf nach einem
                          Gotteshaus für die wachsende katholische
                          Gemeinde des Stadtteils. Der Industrielle
                          Wilhelm Anton Riedemann (siehe
                          Riedemann-Mausoleum S. 32) ermöglich-
                          te den Bau der Kirche. 1900 wurde sie
                          geweiht. Auf Wunsch des Auftraggebers
Adresse: Weidestraße 53   lehnte sich der Bau an westfälische mit-
Führungen: So. stündl.    telalterliche Hallenkirchen an und unter-
von 12 bis 17 h           schied sich so von den gleichzeitig ent-
                          standenen evangelischen Kirchen, z.B. in
                          der Wahl des dreischiffigen Typus und der
                          Kombination von Werkstein und Back-
                          stein. Nach erheblichen Kriegsschäden
                          wurde sie rekonstruiert und prägt noch
                          heute das Aussehen des Stadtteils.

                          Im Jahre 1962 wurde das Dominikaner-
                          kloster in Hamburg neu gegründet.
                          Bereits 1240 gab es ein Kloster der Domi-
                          nikaner, St. Johannis auf dem heutigen
                          Rathausmarkt. Das in den 1960er Jahren
                          von den Architekten Rau, Bunsmann,
                          Scharf entworfene Klostergebäude ist um
                          einen runden Hof angelegt, die Räume
                          werden durch einen außen liegenden Flur
                          erschlossen. Zum Klostergebäude gehört
                          eine Kapelle auf fünfeckigem Grundriss.
                          An den fensterlosen Wänden befinden
                          sich die Sitzbänke, Tageslicht fällt durch
                          eine Glaskuppel im Dach ein.

                          Infos: Pfarrer Thomas Krauth,
                          040 - 2999 2234, www.sankt-sophien.de
                                                                29

Barmbek-Süd
Bugenhagenkirche

Die 1929 erbaute Bugenhagenkirche ist
einer der bedeutendsten Hamburger
Sakralbauten der Weimarer Republik. Als
konzeptionelle Innovation lagen Gemein-
desaal und Kirchenraum übereinander.
1996 – 98 wurde der Bau restauriert und
durch Abbruch einer Zwischendecke eine
neue Eingangshalle geschaffen. Die
historischen Qualitäten sind durch den      Adresse: Biedermannplatz
Umbau wieder freigelegt und behutsam        17/19
                                            Führung: Sa. 11h
ergänzt. Dabei respektieren die Eingriffe
das architektonische Gefüge und bleiben
als eigene Zeitschicht identifizierbar.

Infos: Prof. Bernhard Hirche,
040 - 280 4242,
www.architekt.b.hirche@t-online.de



Hohenfelde
Kapelle des kath.
Marienkrankenhauses

Das Marienkrankenhaus bietet über 140
Jahre Kompetenz und Nächstenliebe. Den
Grundstein setzten 1864 die Schwestern
des Ordens vom Hl. Karl Borromäus. Sie
legten das noch heute bindende Gelübde
ab, sich jedem in Barmherzigkeit zuzuwen-
den. Im Haus finden sich u. a. modernste
Medizintechnik und eine Kapelle in der
Gottesdienste gehalten werden. Mit dem
Marienaltar von Ludwig Nolde (1926)
wurde ein außergewöhnliches, mit vielen     Adresse: Alfredstraße 9,
Motiven aus der Heilslehre gestaltetes      Haus 1, Haupteingang
Bildwerk geschaffen.                        Führung: So. 14 und 16 h


Infos: Sr. Ansgara, Oberin des Kath.
Marienkrankenhauses, 040 - 2546 1205
0

                           Dulsberg
                           Frohbotschaftskirche

                           Mitten auf dem Dulsberg, auf dem
                           Straßburger Platz, steht die Frohbot-
                           schaftskirche. Sie ist eine der wenigen
                           Kirchen, die in den 1940er Jahren ent-
                           standen sind. Aufgrund ihrer Lage und
                           markanten Silhouette ist sie weithin
                           sichtbar und prägt den Stadtteil Duls-
                           berg. Im Rahmen der Kirchenführungen
                           wird die Möglichkeit angeboten, auch
                           den Turm zu besteigen und den Dulsberg
                           von oben zu besichtigen. Dabei ist gut
Adresse: Straßburger       zu erkennen, was Fritz Schuhmacher mit
Platz 2                    dem Stichwort „reformierter Wohnungs-
Führungen: So. 12
                           bau“ gemeint hat.
und 16 h
Konzert: So. 17h, freier
Eintritt                   Infos: Hannegret Riepkes,
                           040 - 6116 7194, www.kirche-dulsberg.de



                           Dulsberg
                           Dietrich-Bonhoeffer-Kirche

                           Nach schweren Zerstörungen im Zweiten
                           Weltkrieg wurde Dulsberg in 1950er
                           Jahren wieder aufgebaut. 1967/69 ent-
                           stand diese bemerkenswerte Kirche nach
                           den Plänen des Architekten G. Laage als
Adresse: Dulsberg Süd 26   ein aus kubischen Formen bestehendes
Führungen: So. stündlich   Ensemble, das sich um einen Hof grup-
von 9 bis 17 h             piert, wodurch dem Besucher eine Art
                           „Marktplatz-Situation“ präsentiert wird.
                           Im schlichten Inneren der Kirche sind
                           vor allem die Glasfenster besonders
                           sehenswert. Zurzeit steht die moderne
                           Kirche nach einer Gemeindefusion leer.

                           Infos: Ev.-Luth. Kirchengemeinde
                           Hamburg-Dulsberg, 040 - 6169 80,
                           buero@kirche-dulsberg.de
                                                                     1

Wandsbek
Jüdischer Friedhof

Unter den jüdischen Friedhöfen der »Drei
Gemeinden« (AHU) zählt der fast 5.000
Quadratmeter große Friedhof an der
Königsreihe mit seinen 1.006 Steinen
zu den kleinsten jüdischen Friedhöfen
im Hamburger Raum. Der älteste erhal-
tene Grabstein stammt aus dem Jahr
1675. Neben Mitgliedern der Wandsbeker
Gemeinde fanden hier auch Mitglieder
der Gemeinde in Hamburg ihre letzte
Ruhe. Mitte der 1880er Jahre verfügte
die Regierung von Schleswig-Holstein die      Adresse: Königsreihe
Schließung des nahezu vollständig beleg-      Führung: So. 11h
ten Friedhofs.

Infos: Michael Halévy, docteur ès-lettres,
040 - 4771 25, mihalevy@alice-dsl.de



Wandsbek
Christuskirche Wandsbek-
Markt

An exponierter Stelle am Wandsbeker
Markt befindet sich der mittlerweile dritte
Nachfolgebau der ersten Wandsbeker
Kirche. 1953/55 und 1963/65 entstand
nach Plänen von Hopp & Jäger das Kirchen-
gebäude in zwei Bauphasen mit einem
weithin sichtbaren, seitlich gestellten
Kirchenturm, der im Zuge einer Straßen-
verbreiterung entstanden ist. Teile des
alten Kirchhofs mit der Grabstätte von
Matthias Claudius und dem Mausoleum           Adresse: Robert-
Schimmelmann liegen neben der Kirche.         Schuman-Brücke 3
                                              Öffnungszeiten: Sa. 11
                                              bis 15h
Infos: Christuskirchengemeinde
Wandsbek, 040 - 6522 000,
webmaster@christuskirche-wandsbek.de
2

                            Fuhlsbüttel
                            Die Kapellen auf dem Friedhof
                            Ohlsdorf

                            Die Kapellen im alten Teil des Friedhofs
                            sind nach dem Gestaltungswillen des
                            Friedhofsdirektors W. Cordes malerisch
                            historistisch geprägt und ergänzen die
                            Parklandschaft architektonisch.
                            Im Gegensatz dazu stehen die Kapelle
                            13 und das Krematorium von Fritz
                            Schumacher als zeittypische Klinker-
                            bauten mit strengen Formen in formal
Adresse: Fuhlsbüttler       gestalteter Friedhofslandschaft. Die
Straße 756                  Kapellen 2, 8, 11, 12 und 13 und Feier-
Führungen: So. Busfahr-
                            hallen werden geöffnet sein und bei
ten 10 und 13h (Treffp.
hinter dem Verwaltungs      einer Bustour angefahren.
gebäude) Öffnungszeiten
Kapellen und Feier-         Info: Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.,
halle B: So. 10 bis 15h,    040 - 500 533 87, info@fof-ohlsdorf.de
Führungen auf Wunsch


                            Fuhlsbüttel
                            Das Riedemann-Mausoleum auf
                            dem Friedhof Ohlsdorf

                            Das Riedemann-Mausoleum ist eines
                            der eindruckvollsten Mausoleen auf dem
                            Ohlsdorfer Friedhof. Essogründer Wilhelm
                            Anton Riedemann ließ die prächtige Grab-
                            stätte 1905/06 vom Rathausbaumeister
                            Martin Haller im neoromanischen Stil für
Adresse: Friedhof           seine Tochter Sophie errichten. Riedemann
Ohlsdorf, hinter dem        selbst wurde nie hier beigesetzt, das
anonymen Urnenhain          Mausoleum in den 1950er Jahren geräumt.
bei Kapelle 8
Führung: Sa. 14h,
                            Es steht mit kreuzförmigem Grundriss
anschließend Konzert        erhöht auf einem Hügel über einer Krypta.
(s. Kulturprogramm S. 44)   Es gibt eine Führung und ein Konzert.
Hinweis: Bitte
Taschenlampen oder          Infos: Dr. Eberhardt Kändler,
Kerzen mitbringen!
                            040 - 536 14 01, ekaendler@t-online.de
                                                                  

Fuhlsbüttel
Kriegsgräber auf dem
Friedhof Ohlsdorf

Auf dem größten Parkfriedhof der Welt
ruhen mehr als 52.000 Kriegstote aus bei-
den Weltkriegen. An der Sorbusallee, liegt
ein 15.000ha großer, mehrfach unterteil-
ter Bereich für etwa 3000 Opfer aus mehr
als 28 Ländern, die während des 2. Welt-     Adresse: Ohlsdorfer
krieges in Hamburg umgekommen sind.          Friedhof, Eingang
Seit 1942 in Betrieb wurde der Komplex       Bramfeld, Treffpunkt:
                                             Gräber von Opfern ver-
nach Kriegsende umgestaltet.                 schiedener Nationen
Niederländische, polnische und russische     an der Sorbusallee,
Gräberanlagen sind in sich abgeschlossen.    Informationsstand
                                             Volksbund Deutsche
Infos: Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge    Kriegsgräberfürsorge e.V.
                                             Führungen: 11 und 12 h;
e.V. Landesverband HH,                       11:30h Peter- und Paul-
040 - 2590 91, www.volksbund.de              Chor, St. Petersburg




Fuhlsbüttel
Der Garten der Frauen auf dem
Ohlsdorfer Friedhof

Der Garten der Frauen wird von einem
Verein getragen und wurde 2001 einge-
weiht. Das europaweit einzigartige Projekt
ist ein Ort der Erinnerung mit histori-
schen Grabsteinen bedeutender Frauen
Hamburgs. Auf buchförmigen Tafeln sind
ihre Viten aufgeführt. Der Verein präsen-    Adresse: Historischer
tiert mit Führungen im nahe gelegenen        Wasserturm an der
hist. Wasserturm an der Cordesallee die      Cordesallee in Nähe der
                                             Kapelle 10 des Ohlsdorfer
Ausstellung „Bertha Keyser, Der Engel von    Friedhofes.
St. Pauli“. Zu den Führungen um 11 und       Führungen: So. 11,
13 Uhr wird die Schauspielerin Herma         13 und 15h durch die
Koehn Bertha Keyser in Szene setzen.         Ausstellung, 12, 14 und
                                             16h durch den Garten
Infos: Dr. Rita Bake, 040 - 5604 462,
rita.bake@hamburg.de
4

                           Farmsen-Berne
                           Erlöserkirche

                           In den 1950er Jahren entstanden am
                           Stadtrand Hamburgs Großwohnsiedlungen,
                           die dem städtebaulichen Leitbild der auf-
                           gelockerten, grünen Wohnstadt folgten.
                           Die Erlöserkirche wurde 1958/60 inmitten
Adresse: Bramfelder        der Gartenstadt Farmsen nach Entwürfen
Weg 25                     von K. Schwarze errichtet. Auffällig sind
Führungen: So. halb-       die Schalenkonstruktion, der Sichtbeton
stündlich von 11 bis 14h
Konzert: So. 18h,
                           des Turmes, die modernen Materialien,
Streicherensemble mit      z.B. die diversen Kunststeinsorten an
Werken von J.S. Bach,      Altar, Taufstein und Kanzel, und die
Eintritt AK 8 Euro         Aluminiumfassade. Der Bau vereint die
                           Möglichkeiten seiner Zeit und entspricht
                           der Modernität der Siedlung.

                           Infos: Pastorin Dr. Christa Usarski,
                           040 - 678 6940, buero@kirche-in-farbe.de



                           Volksdorf
                           Heilig Kreuz Volksdorf

                           Nach Aufsiedelung Volksdorfs wurde 1934
                           eine erste katholische Kirche erbaut.
                           1964 – 65 wurde sie durch dieses katholi-
                           sche Gemeindezentrum ersetzt, die Plänen
                           hierzu stammen von den Architekten
                           J. Rau und W. Bunsmann. Der gegliederte
Adresse: Farmsener         Baukörper umfasst Pfarr- und Gemeinde-
Landstraße 181             haus sowie die Kirche mit ihrem zeltarti-
Führungen: Sa. lfd. von    gen Dach. Als erster Neubau in Hamburg
10 bis 12 h
                           nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil
                           verkörpert die Kirche dessen Reformen:
                           Taufe und Altar liegen inmitten der um
                           sie versammelten Gemeinde.

                           Infos: Pfarrer Gerhard Staudt,
                           040 - 603 15 227,
                           staudt@heilig-kreuz-volksdorf.de
                                                                 5

Bergstedt
Kirche Bergstedt

Die Kirche zu Bergstedt zählt zu den
ältesten Kirchen in Hamburg. 1248
erstmals erwähnt spiegelt ihr Bauwerk
eine lebhafte Geschichte wieder.
älteste Teile – wie das Mauerwerk, die
Altarplatte, die Weihekreuze – und auch
Ausbauten des siebzehnten und acht-
zehnten Jahrhunderts – die Deckenmale-
reien, die Orgel aus der Werkstatt des
Arp Schnittger und der Taufengel –
bilden einen besonderen Kirchraum.
                                            Adresse: Bergstedter
Infos: Ev.-Luth. Kirchengemeinde            Kirchenstraße 7
                                            Führung: So. 13, 14
Bergstedt, 040 - 604 9156
                                            und 16h
christianbutt@alice-dsl.de                  Turmbesteigung:
                                            12 und 15h
                                            Öffnungszeiten: So. 11
                                            bis 18h


Rahlstedt
Kirche in Alt-Rahlstedt

Die Kirche wurde 1248 erstmals urkund-
lich erwähnt. An das um 1200 entstande-
ne Langschiff wurde etwa 20 Jahre später
eine neue Apsis angebaut.
Die Vorhalle an der Westseite kam Ende
des 17. Jh.s hinzu, über ihr ragt der 36m
hohe, von einem Wetterhahn gekrönte
Turm von 1706 empor. Zu den Kunst-
schätzen zählen ein Triumphkreuz aus
dem 14. und zwei Apostelfiguren aus
dem 15. Jh. Besonders sehenswert ist die
Barockkanzel von 1634.                      Adresse: Rahlstedter
                                            Straße 79
Infos: Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt,       Öffnungszeiten: So. 8 bis
                                            10h und 13 bis 18 h
040 - 677 3445,
pastor.stoeber@kirche-alt-rahlstedt.de
6

                            Altengamme
                            St. Nicolai Altengamme

                            Die Kirche St. Nicolai wurde in der ersten
                            Hälfte des 13. Jh.s als Feldsteinbau
                            errichtet, Reste des mittelalterlichen
                            Mauerwerks sind erkennbar. Ihre
                            heutige Gestalt erhielt sie hauptsäch-
                            lich durch umfangreiche Erneuerungs-
Adresse: Kirchenstegel 13   maßnahmen 1748 – 1752. Die flache
Führungen: Sa. 12 und       Balkendecke wurde entfernt und ein
17 h, Kirchenerkundung
                            Tonnengewölbe mit blauer Bemalung und
für Kinder 15 h, So. 12
und 14 h,                   aufgesetzten Sternen eingefügt. Dank
Gottesdienst: So. 10h       ihrer reichen Innenausstattung genießt
Öffnungszeiten: Sa.         sie als „am besten erhaltenes Ensemble
und So 9 bis 20h,           der schmuckfreudigen Vierländer
Ausstellung: „Kirche im
                            Volkskunst“ überregionale Bekanntheit.
Spiegel der Zeit“

                            Infos: Martin Waltsgott, 040 - 723 61 54,
                            Pfarramt@kirche-altengamme.de



                            Harburg
                            Der Alte Friedhof Harburg –
                            Gräber erzählen Geschichte

                            Wie ein offenes Geschichtsbuch liegt
                            der Alte Friedhof an der Bremer Straße
                            mitten in Harburg. Die alten Gräber
                            erzählen viel von Harburger Familien,
Treffpunkt: „Soldat“ vor    Persönlichkeiten, Künstlern und berichten
der Johanniskirche an der   vom „who is who“ im Harburg des 19.
Bremer Straße               und 20. Jh.s. Wer weiß schon, dass dort
Führung: So. 11h
                            eine seinerzeit in ganz Europa bekannte
                            Schaustellerfamilie und ein Düsseldorfer
                            Künstler ihre letzte Ruhestätte gefun-
                            den haben oder der Erbauer des
                            Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald,
                            ein Grabmal geschaffen hat.

                            Infos: Dr. Rüdiger Articus,
                            040 - 42871 3882
                                                                   7

Wilhelmsburg
Wilhelmsburger
Friedhofskapelle

Zwischen Bäumen und verwitterten
Grabsteinen steht die über 100-jährige
Kapelle auf dem zukünftigen Gelände der
Internationalen Gartenschau 2013.
Als Friedhofskapelle im neugotischen Stil     Ort: Mengestraße, Ecke
erbaut, diente sie nach dem 2. Weltkrieg      Georg-Wilhelmstraße
                                              Öffnungszeiten: Sa. und
als Kirche und nach jahrelangem
                                              So. 11 bis 18h
Leerstand zuletzt sogar als Werkstatt.        Kultur: Fest „Sommer
Denkmalgerecht saniert wird sie nun           im Park“ mit Kunst und
Ausstellungsraum für vielfältige Projekte.    Kulinarischem
Jetzt ist sie erstmalig wieder öffentlich
zugänglich, und das Fest „Sommer im
Park“ lockt die ganze Familie.

Infos: IGS Hamburg, 040 - 2263 1920,
www.igs-hh.de



Wilhelmsburg
St. Maximilian Kolbe

Die kath. Kirche plante in den 1970er
Jahren ein Gemeindezentrum für das nach
der Flutkatastrophe neu entstandene
Zuzugsgebiet Kirchdorf. Das 1974 fertigge-
stellte Werk des Architekten Jo Filke zählt
zu den außergewöhnlichsten Kirchen-
bauten Hamburgs. Die sich zum Himmel
empor windende Turm-Spirale ist in ihrer
Form auch im Inneren erlebbar. Der Boden
ist teilweise mit Waschkies ausgelegt, der    Adresse: Krieterstraße
seltene Mineralien enthält. Die Ausstel-      bei Nr. 9 (S Wilhelmsburg)
lungen „Rausch und Mysterien“ und „the        Kirchenführung und
                                              Vernissage: Fr. 20 h
inflatable church“ sind zu sehen.             (s. Kulturprogramm S. 44)
                                              Öffnungszeiten der
Infos: Kristina Sassenscheidt,                Ausstellung: 8. bis
040 - 42863 3536,                             16.9.07 tägl. mind.
kristina.sassenscheidt@kb.hamburg.de          16 bis 19h
8

                          Sinstorf
                          Sinstorfer Kirche

                          Die kleine Dorfkirche erzählt die Geschich-
                          te des Christentums in unserer Region.
                          Als eine der ältesten Kirchengründungen
                          auf Hamburger Boden. Zu Beginn des 9.
                          Jh. wurde sie im Zuge einer ersten
                          Mission als Holzkirche gebaut. Im 11. Jh.
                          wurde ihr Nachfolgebau durch eine
                          Feldsteinkirche ersetzt, von der noch
                          Teile in der Nordwand erhalten sind.
                          Reste einer Wehranlage weisen auf ihre
                          besondere Bedeutung im Mittelalter hin.
Adresse: Sinstorfer       Die Ausstattung aus dem 17. Jh. wurde
Kirchenweg                in den 1970er Jahren wieder hergestellt.
Führung: So. 12h,
Entdeckungsreise          Infos: Pastorin Dr. Hella Lemke,
für Kinder: So. 17h       040 - 7511 6769,
Orgelvorführung: 17:30h   Hella-Lemke@kirche-sinstorf.de




                          Neuenfelde
                          St. Pankratius

                          Die Kirche wurde vor 325 Jahren errichtet
                          und ist ein barocker Orgel-Wallfahrtsort.
                          Hier baute Arp Schnitger, Nordeuropas
                          bedeutendster Orgelbauer, seine größte
                          erhaltene, zweimanualige Orgel (1684-
Adresse: Organistenweg    1688) und seinen eigenen Kirchenstuhl
Gottesdienst: So. 9:30h   und fand schließlich auch seine letzte
Führung: mit Orgelvor-    Ruhe.
führung So. 16:30h
Öffnungszeiten: Sa./So.   Die Holztonnendecke wurde 1683 reich
von 9 bis mind. 16h       ausgemalt und 2005 restauriert. Sie zeigt
                          das Jüngste Gericht.

                          Infos: Ev.-luth. St. Pankratius-
                          Kirchengemeinde in Hamburg-Neuenfelde,
                          040 - 745 9296,
                          KircheNeuenfelde@gmx.de
                                                                   9

Programmhinweis
Nacht der Kirchen am 15.09. –
Kirche erleben

Gregorianische Gesänge. Gemeinsame
Gebete. Biblische Speisen. Dazu: Pfeiler,
die in den Himmel streben. Kühn
geschwungene Dächer. Reich verzierte
Portale. Kirchen sind oft architektonische   Hinweis: nähere
und kunsthistorische Meisterleistungen.      Informationen unter
Aber sie sind nicht nur das, sondern         www.ndkh.de
immer auch mehr. Durch das Leben, den
Geist, der in ihr wohnt, wird eine Kirche
erst zum Gotteshaus.

Am Sonnabend, dem 15. September –
eine Woche nach dem Tag des offenen
Denkmals – laden 140 evangelische,
katholische und freikirchliche Kirchen
von Elmshorn bis Bergedorf, von Blanke-
nese bis Lütjensee, von Quickborn bis
Harburg ein, Kirche als Stätte geistigen
und gesellschaftlichen Lebens zu erfah-
ren.

Als Raum, der Fragen erlaubt und Ant-
worten geben kann. Unter dem Motto
„Den Himmel erden“ lockt auch die vierte
Nacht der Kirchen mit einem spannen-
den und abwechslungsreichen Programm:
vital und fröhlich, voller Spiritualität
und Sinnlichkeit, Gesang und Gebeten.
Zwischen Mauern, die alt sein mögen,
aber in einem Geist, der auch nach 2 000
Jahren noch jung ist.

Das ausführliche Programmheft zur
Nacht der Kirchen gibt es ab Mitte
August in allen Gemeinden oder unter
www.ndkh.de.

Infos: Winfried Hardt,
040 - 3689 378, wh@ndkh.de
40

                             Klein Flottbek
                             Jenischpark

Treffpunkt: Eingang          Der Jenischpark umfasst im Wesentlichen
Hochrad 75, Weiße Mauer      den „Süderpark“ des ehemaligen Muster-
Führungen: Sa. 16h           gutes von Caspar Voght. 1927 wurde
(Kunst und Geschichte),
So. 14 h (Sanierung und      er öffentlich zugänglich. Das Landhaus
Pflege), 17 h (Gutshof und   Voght neben dem Jenischpark ist umge-
Quellental)                  ben von Resten der alten Hofanlage.
Am Sonntag findet ab
13 h das Sommerfest des      Infos: Verein Freunde des Jenischparks
Jenischparkvereins statt.
                             e.V., 040 - 42811 2396,
                             info@jenischparkverein.de

                             Kleiner Grasbrook
                             50er Kaischuppen

Adresse: Australiastraße     Mit der Containerschifffahrt änderte sich
(Infos zur Anfahrt:          der Hafen: Kaikräne verschwanden, Hafen-
www.stiftung-hamburg-        becken wurden zugeschüttet und Schuppen
maritim.de oder
www.museum-der-arbeit.       abgebrochen. Die „50er Schuppen“ sind
de/Hafen)                    das letzte kaiserzeitliche Schuppenensem-
Führungen:                   ble mit hist. Hafenanlagen, Lagerschuppen
So. stündl. 10 bis 18h       und Stückgutfrachter.

                             Infos: Stiftung Hamburg Maritim, 040 -
                             7810 4848, www.stiftung-hamburg-maritim.de

                             Hamburg
                             Brücken

Treffpunkte: Südseite        Es werden Brücken über Gewässer vorge-
der Winterhuderbrücke        stellt, die für die Besucher auf dem Weg
und Nordseite der            zu Kirchen eine Bedeutung haben. Die
Reimersbrücke
Führungen: So. 11:30h
                             Winterhuderbrücke bei St. Johannis in
Winterhude, 15h              Eppendorf und die Brooks-, Hohe-, Holz-
Reimersbrücke                und Reimersbrücke bei St. Katharinen
                             werden vorgestellt.

                             Infos: Eduard Claussen,
                             elclaussen@web.de
                                                                41

Neuengamme
„Haus des Gedenkens“ und
 Parkanlage in der KZ-Gedenk-
 stätte Neuengamme

Zum 50. Jahrestag des Kriegsendes wurde     Adresse: KZ-Gedenkstätte
1995 ein Gedenkhaus für das stille Geden-   Neuengamme, Jean-
ken zu geschaffen, das seine Geschichte     Dolidier-Weg 75
                                            Treffpunkt: Haus des
nicht verschweigt. Die Namen der Toten      Gedenkens
und die bedeutendsten noch existierenden    Führung: So. 11 und
Dokumente des KZs werden präsentiert.       14h (Gedenkräume in
                                            der KZ-Gedenkstätte
Infos: Karin Schawe, 040 - 42813 1536       Neuengamme)


Hamburg Neustadt
Oberpostdirektion

Die ehem. Oberpostdirektion Hamburg         Adresse: Gorch-Fock-Wall
wurde 1882/87 erbaut. Heute ist hier u.     1 (Museumskasse)
                                            Führung: So. 14:30 h
a. das Museum für Kommunikation unter-
                                            Öffnungszeiten: 10 bis
gebracht. In diesem Jahr feiert es sein     18h, währenddessen
70-jähriges Bestehen und bietet ein         öffentliche Führungen
umfangreiches Jubiläumsprogramm.

Infos: Museum für Kommunikation,
040 - 357 636 0, www.mst.de

St. Georg
Gewerkschaftshaus

1906 eröffnete August Bebel das Gewerk-     Adresse: Besenbinder-
schaftshaus in Hamburg als „geistige        hof 60
Waffenschmiede des Proletariats“.           Führungen: So. 10, 14
                                            und 16h
Momentan wird der Bau behutsam reno-
viert. Die Ausstellung des Museum der
Arbeit „100 Jahre Gewerkschaftshaus
Hamburg“ zeigt die Baugeschichte. Bei
den Führungen werden sonst unzugäng-
liche Räume gezeigt.

Infos: Deutscher Gewerkschaftsbund
Hamburg, 040 - 2858 246, schue@dgb.de
42

                            Metropolregion
                            Landkreis Harburg
Infos: Wolfgang Küchen-     Rosengarten: Kreuzkirche,
meister, 04171 - 6933 65,   Toestedt: St. Johannes der Täufer,
w.kuechenmeister@           Hanstedt: St. Jakobi,
lkharburg.de                Egestorf: St. Stephani,
Adresse: Landkreis          Undeloh: St. Magdalenen,
Harburg, Untere             Salzhausen: St. Johannis,
Denkmalschutzbehörde        Stelle/Fliegenberg: Martin-luther-King-
                            Kirche


                            Metropolregion
                            Kreis Herzogtum Lauenburg

Infos: Frau Helmert,        Mölln: St. Nicolai Kirche:
04541 - 888 452,            Führungen: 12 – 16h
helmert@kreis-rz.de         Mustin: Maria-Magdalenen Kirche:
Adresse: Kreis Herzog-      11:30 – 18h
tum Lauenburg,              Ratzeburg: Dom: Führungen: 12, 14, 16h
Untere Denkmalschutz-       Seedorf: St. Clemens-St. Katharine: 11 – 18 h
behörde
                            Weitere Angebote:
                            Breitenfelde: Kirche,
                            Brunstorf: Elisabethkirche,
                            Gudow: St. Marienkirche,
                            Niendorf/St: St. Anna Kirche,
                            Siebenbäumen: St. Marienkirche,
                            Tramm: Kapelle


                            Metropolregion
                            Stadt Stade

Infos: Oswald Lämmel,        St. Cosmae et Damiani: Leben u. Wirken der
04141 - 401 337,             Hl. Gertrud; Leben u. Wirken der
oswald.laemmel@stadt-        Hl. Elisabeth; 10h
stade.de                     St. Wilhadi: Besichtigung und Orgelkonzert;
Adresse: Stadt Stade         15:15h
Planungs- und Hoch-          Bischofskrypta Zeughaus: Führungen:
bauamt                       11, 13 und 15h
Untere Denkmalschutz-        St. Josefs Kapelle: 10h
behörde                      St. Nicolai in Bützfleth: Führung und
                             Orgelkonzert 16:15h
                            „Die Stadt der Kirchspiele“: Stadtrundgang
                             10, 12, 14h
                                                                  4

Metropolregion
Landkreis und Stadt Lüneburg

Gottesdienste und Führungen:                 Infos: Gunnar Schulze,
Adendorf: Emmausgemeinde,                    04131 - 261 462, gunnar.
Artkenburg: Kichengemeinde, 10h,             schulze@landkreis-luene-
Barskamp: St. Vitus, 10 – 18h,               burg.de, Dr. Edgar Ring,
Deutsch Evern: Kirchengemeinde, 10h,         04131 - 309 499,
Heiligenthal: Kapelle Gutshof 10– 18h,       edgar.ring@stadt.
                                             lueneburg.de
Amelinghausen: Kirchengemeinde, ab 10h       Adressen: Landkreis
Bardowick: St. Dionys: Gottesdienst 9:30h,   Lüneburg, Fachdienst
geöffnet bis 19h                             Bauen
Dom zu Bardowick: Gottesdienst 10h,          Stadt Lüneburg, Untere
Konzert: 16 und 17h Konzert,                 Denkmalschutzbehörde
Vesperliturgie: 18h,
Barnstedt: Gutskapelle: Meditative Musik,
19:15 h Schlussandacht

Lüneburg:
St. Marien: Gottesdienst 10, 18h
Führung: 11:15, 17h
St. Michaelis: 12 – 18h,
Glockenspiel 12:15, 17.15h,
Kurzandacht 13:30, 15:30, 17:30h
Kloster Lüne: Gottesdienst 10 h,
Führungen 11:30 – 13:30h, 14:30 – 17h
St. Nicolai: Gottesdienst 10 h, Führungen
12, 13, 14, 15, 16h, Konzert 20h



Metropolregion
Landkreis Stormarn

Eröffnung der Ausstellung
„Alexis de Chateauneuf und der
Alte Friedhof Oldesloe“
Die Ausstellung des Kreisarchivs Stormarn    Infos: Jens Heinrich
und des Stadtarchivs Bad Oldesloe zeigt      Weich, 04531 - 160 277,
Archivalien, Dokumente: u.a. Baupläne,       www.kreis-stormarn.de
Schriftstücke und Fotos zum Tor des          Adresse: Foyer Gebäude F,
Friedhofs, der 1824 eingerichtet wurde.      Mommsenstr. 14,
Die Ausstellung macht die Planungs-          (Kreisarchiv Stormarn)
geschichte des Bauwerks und sein bauhisto-   23843 Bad Oldesloe.
risches Umfeld zum Themenschwerpunkt.        Führung: So. 12.30 h
                                             (Friedhof Bahnhofsstraße)
                                             Ausstellungseröffnung:
                                             So. 11h
44



     Kunst im Bau

     Vernissage zur Doppelausstellung,
     Fr.20h, St. Maximilian Kolbe (S.7)

     „Rausch und Mysterien“
     von Arne Lösekann und Anna Goldmund ist
     eine Wanderausstellung, die durch Kirchen,
     Nachtklubs und Galerien zieht. Die illustrier-
     ten Photoprints stellen assoziativ Bezüge
     zwischen spirituellen und nächtlichen
     Stimmungen her. (www.creativchaos.de)

     „the inflatable church“
     von Susanne Ludwig thematisiert in Fotos,
     Video und Texten eine aufblasbare Plastik-
     kirche und andere Modernitätsbestrebungen
     der Kirche. Sie hinterfragt den Wandel von
     der Selbstverständlichkeit des christlichen
     Glaubens zum „Marketingprodukt Christ-
     licher Glaube“. (www.susalu.de)

     Öffnungszeiten:
     8. – 16.9.07 tägl. mind. 16 bis 19h


     Lesung, Fr. 21h,
     Turmraum St. Katharinen (S. 16)
     8-wöchige Turmbesteigung und anschlie-
     ßende Lesung mit Benjamin Maack,
     Kurzgeschichten und distanzierte Betrach-
     tungen aus über 50 Meter Höhe.
     Festes Schuhwerk und Reiseproviant sind
     selbst mitzubringen.


     Konzert, Sa. 14h,
     Riedemann-Mausoleum (S. 2)
     Überirdisches und Unterirdisches, Tangos
     und Totengesänge, und am Saxophon
     Dirk Zygar. Das über hundertjährige, Mauso-
     leum auf dem Friedhof Ohlsdorf ist normaler-
     weise für die Öffentlichkeit nicht zugäng-
     lich – für das Konzert mit einer Gebäude-
     führung wird es zum einzigen Mal in diesem
     Jahr geöffnet.
                                                                    45




Licht-Klang-Performance, Sa. 21:0h,
St. Simeon-Kirche (S.15)
Hören, Sehen, Schmecken: eine spät-
sommerliche Nachtperformance wird die
von einer griech.-orth. Gemeinde umge-
nutzte Kirche kurzzeitig erneut verwan-
deln. Die griechisch anmutende, weiße
Kirchturmwand wird zur Projektionsfläche
der Lichtkünstlerin Katrin Bethge
(www.katrinbethge.de). Musiker Hannes
Wienert und Komponist Sascha Demand
bringen mit komponierten und improvi-
sierten Klangflächen das Licht zum Klingen.
Dazu werden Oliven und Tsaziki gereicht.
(21h Kirchenführung)


Kinofilm, Sa. 20 h,
Reformierte Kirche an der
Palmaille (S. 21)
Der wunderbare Dogma-Film „Italienisch für
Anfänger“ zeigt, wie ein Volkshochschulkurs
Pastoren, Friseusen und Kellner einer
dänischen Vorstadt zusammenbringt. Auch
in dem Altonaer Kirchenbau von 1966
einen regelmäßig Kinovorführungen die
Gemeinschaft.


Souljazz-Konzert, So. 20 h,
Flussschifferkirche (S. 17)
DER KOSMISCHE SOUVERäN ist aus fernen
Planetensystemen auf die Erde gekommen,
um den Menschen den Soul zurückzu-
bringen. Diesmal liefert er ihn auf dem
Wasserweg – es spielen Sandra Hempe (git),
Sebastian Hoffmann (tb), Jörg Hochapfel
(keys), Oliver Karstens (b) und Derek
Scherzer (dr).

                                              Alle Veranstaltungen
                                              am Tag des offenen
Infos: Kristina Sassenscheidt,                Denkmals sind kosten-
040 - 42863 3536,                             los sofern nicht anders
kristina.sassenscheidt@kb.hamburg.de          angegeben.
46


     Impressum
     Fotos:                                  Klaus Helbing
     Bergstedter Kirche                      Susanna Helmert
     Katrin Bethge                           Bernhardt Hirche
     Mauricio Bustamente                     Islamisches Zentrum Hamburg
     Denkmalschutzamt                        Kath. Marienkrankenhaus GmbH
     Denkmalschutzamt Bildarchiv             Kirche des Hl. Johann von Kronstadt
     Deutscher Gewerkschaftsbund Hamburg     Wolfgang Küchenmeister
     Dorfmüller und Krüger                   Oswald Lämmel
     Jan Dube                                Hella Lemke
     Englische Kirche                        Wittfried Malik
     Anna Goldmund                           Museum für Kommunikation Hamburg
     Hamburger Friedhöfe (AöR)               Hannegret Riepkes
     Heilig Kreuz Volksdorf                  Karin Schawe
     Klaus Helbing                           Wolfgang Schmietendorf
     Brigitta Heubach-Gundlach               Gunnar Schulze
     Sebastian Hoffmann                      Schwedische Seemannskirche
     Islamisches Zentrum Hamburg             Günter Seggermann
     Mathias Lintl                           SPURENSUCHEN
     Arne Lösekann                           Stiftung Denkmalpflege
     Susanne Ludwig                          Stiftung Hamburg Maritim
     Wittfried Malik                         St. Johannis Harvestehude
     SPURENSUCHEN                            St. Nikolai
     Staatsarchiv                            St. Pankratius Kirchengemeinde
     Stiftung Denkmalpflege                  St. Pauli-Archiv e.V.
     St. Nicolai Altengamme                  St. Pauli-Kirche
     St. Pankratius Kirchengemeinde          Michael Studemund – Halevy
     St. Pauli-Kirche                        Christa Ursarski
     Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge      Martin Waltsgott
     Landesverband Hamburg                   Jens-Heinrich Weich
     Madeleine Kjaer-Walker                  Caroline Weiland
                                             Roger White
     Texte:
                                             Paul Ziegler
     Martin Ahlers
     Bergstedter Kirche                      Redaktionelle Bearbeitung und
     Karin Berkemann                         Koordination:
     Dr. Rüdiger Articus                     Denkmalschutzamt, Katrin Meyer,
     Dr. Rita Bake                           Kristina Sassenscheidt
     Dr. Oktavia Christ                      Stiftung Denkmalpflege Hamburg,
     Dansk Sømandskirke Hamborg              Irina von Jagow
     Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e. V.   Druck:
     Denkmalschutzamt
                                             Friedr. Prieß Buchdruckerei GmbH
     Deutscher Gewerkschaftsbund Hamburg
     Finnische Seemannskirche                Gestaltung:
     Förderkreis „Rettet die                 Annrika Kiefer Kommunikationsdesign
     Nikolaikirche“ e.V.
     Freunde des Jenischparks e.V.           Auflage: 20.000
     Winfried Hardt                          Hamburg, Juni 2007

								
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