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Risikoadjustiertes Pricing - Instrument zur Standardisierung der

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Risikoadjustiertes Pricing - Instrument zur Standardisierung der Powered By Docstoc
					                                      Berner Fachhochschule


                                      Hochschule für
                                      Wirtschaft und Verwaltung HSW Bern




     Risikoadjustiertes Pricing
                 -
Instrument zur Standardisierung der
          Preisgestaltung


                   Diplomarbeit



                     im Auftrag der
                 Valiant Bank Bern


                   eingereicht an der

 Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung HSW Bern


                     vorgelegt von
                   Reto Haueter


                      Referentin:

           Maria Camenzind, lic. phil. nat.


                      Korreferent:

        Stephan Frieden, Betriebsökonom FH


                  12. September 2002
HSW Bern                                    Risikoadjustiertes Pricing -
Diplomarbeit                    Instrument zur Standardisierung der Preisgestaltung


1. Inhaltsverzeichnis

Vorwort .....................................................................................................................................
1. Inhaltsverzeichnis.................................................................................................................
2. Management Summary........................................................................................................
3. Einleitung..............................................................................................................................
   3.1 Zielsetzung der Arbeit ....................................................................................................
   3.2 Abgrenzung des Themas ...............................................................................................
   3.3 Aufbau der Arbeit ...........................................................................................................
   3.4 Begriffserklärungen ........................................................................................................
4. Wandel im Kreditgeschäft....................................................................................................
   4.1 Gründe für den Wandel ..................................................................................................
   4.2 Die Situation nach dem Wandel.....................................................................................
   4.3 Ausgangslage bei der Valiant Bank Bern ......................................................................
   4.4 Anforderungen an das risikogerechte Pricing................................................................
5. Modelle in der Theorie .........................................................................................................
   5.1 Traditionelle Verfahren ...................................................................................................
      5.1.1 Expertensysteme.....................................................................................................
      5.1.2 Ratingsysteme für Kredite .......................................................................................
      5.1.3 Kredit Scoring Modelle.............................................................................................
   5.2 Neuere Modelle ..............................................................................................................
      5.2.1 Zeta-Funktion ...........................................................................................................
      5.2.2. Optionspreismodell .................................................................................................
      5.2.3 Value at Risk-Methoden ..........................................................................................
6 Das Ratingsystem der Valiant Bank .....................................................................................
   6.1 Aufbau des Ratings ........................................................................................................
   6.2 Kriterien und Kennzahlen in „RASY EA“ ........................................................................
7 Die Resultate von „RASY EA“ ..............................................................................................
   7.1 Bonitätsklasse und Ausfallwahrscheinlichkeit ...............................................................
   7.2 Erwarteter Ausfall ...........................................................................................................
      7.2.1 Unerwarteter Ausfall ................................................................................................
   7.3 Der Wertberichtigungsbedarf .........................................................................................
8 Systematik zur Standardisierung des Kredit-Pricings ..........................................................
   8.1 Ausgangslage .................................................................................................................
   8.2 Praktischer Approach zur Berechnung der Risikokosten ..............................................
      8.2.1 Berechnung mittels Kreditlaufzeit ............................................................................
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Diplomarbeit                   Instrument zur Standardisierung der Preisgestaltung


      8.2.2 Berechnung mittels „Time to Default“ pro Bonitätsklasse.......................................
      8.2.3 Berechnung mittels durchschnittlicher „Time to Default“ ........................................
      8.2.4 Vergleiche ................................................................................................................
   8.3 Praktischer Approach zur Berechnung konkreter Zinszu- und Abschläge ...................
   8.4 Evaluation mittels Beispiel .............................................................................................
   8.5 Beurteilung .....................................................................................................................
9 Schlussbemerkungen............................................................................................................
   9.1 Zusammenfassung.........................................................................................................
   9.2 Würdigung ......................................................................................................................
   9.3 Offene Fragen ................................................................................................................
   9.4 Ausblick ..........................................................................................................................
10 Literaturverzeichnis .............................................................................................................
11 Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................
12 Tabellenverezichnis ............................................................................................................
13 Anhang ................................................................................................................................
   13.1 Protokoll Kick-off Meeting vom 14.06.02 .....................................................................
   13.2 Protokoll Meeting vom 06.09.02 ..................................................................................
   13.3 Diplomarbeits-Auftrag ..................................................................................................
   13.4 Skript „International Finanace“.....................................................................................
   13.5 Artikel „Alle Probleme gelöst?“.....................................................................................
   13.6 Artikel „Verwirrung im Pricing?“ ...................................................................................
   13.7 Artikel „Ratings Performance 2001“.............................................................................
   13.8 Handbuch RasyEA Kommerzielle................................................................................
14 Erklärung .............................................................................................................................
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2. Management Summary

                                           Idee
Die eklatanten Kreditausfälle der neunziger Jahre haben die Kreditinstitute gezwungen,
ihr Volumendenken über Bord zu werfen und sich vermehrt mit der Bonität ihrer Schuldner
auseinanderzusetzen. Die Auftraggeberin dieser Arbeit verfügt zwar bereits über ein adä-
quates System zur Bonitätsprüfung, hat bis heute jedoch noch kein Pricing umgesetzt,
welches dem Risiko der einzelnen Schuldner entspricht. Ziel der Arbeit ist es, eine Sys-
tematik zu erarbeiten, welche die Valiant Bank zur Standardisierung der Kreditpricings
einsetzen kann.


                                        Grundlage
Grundlage für diese Arbeit bietet einerseits die Literatur zum Thema Kreditrisikomanage-
ment und risikogerechtes Pricing, andererseits das von der Auftraggeberin verwendete
Ratingsystem „RASY EA“, welches die Schuldner in zehn Bonitätsklassen aufteilt und den
erwarteten Ausfall je Klasse quantifiziert. Nebst diesen Grundlagen muss der Geschäfts-
politik der Valiant Bank Rechnung getragen werden. Die Auftraggeberin will ihr Kreditpri-
cing zwar standardisieren, jedoch muss das Resultat der Arbeit auf genügend Akzeptanz
seitens der Mitarbeiter und Kunden stossen. Das heisst, das Zinszuschläge für Kunden
mit schlechterer Bonität eine gewisse Grenze nicht übersteigen dürfen. Konkret wird von
einem Maximalzinssatz von 10 % p.a. ausgegangen. Die erarbeitete Systematik muss
weiter flexibel und einfach überschaubar sein, damit sie von den Frontmitarbeitern ohne
weiteres nachvollzogen werden kann.


                                         Methode
Zuerst vertiefte der Verfasser seine Kenntnisse zum Thema durch Studium der entspre-
chenden Literatur. In der Arbeit werden dementsprechend die wichtigsten Modelle zur
Quantifizierung und Klassifizierung von Kreditrisiken erklärt. Die gesuchte Systematik soll
schlussendlich auf dem Ratingsystem „RASY EA“ aufbauen. Aus diesem Grund wird in
der Arbeit das Ratingsystem der Valiant Bank genauer untersucht und erklärt. In einem
weiteren Schritt geht es darum, die Ergebnisse die das Ratingsystem liefert, mit den ge-
wonnen Erkenntnissen aus der Theorie zu kombinieren und so eine Systematik zur Ges-
taltung des Kreditpricings zu kreieren. Ausgehend vom erwarteten Ausfall je Bonitätsklas-
se, der Uneinbringlichkeitsquote und der nachstehenden Formel
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      erwartete Ausfallwahrscheinlichkeit * massgebende Kredithöhe zum Zeitpunkt
                         des Ausfalls * Uneinbringlichkeitsquote


wird der erwartete Ausfall berechnet, welcher den Risikokosten der Bank entspricht und
für die Festlegung des Pricings massgebend ist. Durch ausklammern der Kredithöhe wird
ein erwarteter Ausfall in Prozenten von Blankoanteil bestimmt, welcher annualisiert die
Risikokosten in Prozent pro Jahr darstellt. Um die Flexibilität der Systematik zu erhöhen
wird nicht von den einzelnen Risikokosten ausgegangen, sondern von der Differenz zwi-
schen den Kosten einer Basisklasse und der gesuchten Bonitätsklasse. Als Basisklasse
ist die Klasse zu verstehen, in der weder ein Zu- noch ein Abschlag verrechnet wird. Da
die Basisklasse jedoch nicht eindeutig bestimmt werden kann, wird mit den Klassen 4 bis
6 aus „RASY EA“ gearbeitet. So entstehen Zu- und Abschläge welche praxistauglich und
anpassbar sind. Um eine gute Lösung zu gewährleisten wird die Annualisierung des er-
warteten Ausfalls mit drei verschiedenen Laufzeiten und zum Teil mit einer Gewichtung
der Ratingklassen vorgenommen, was zu unterschiedlichen Resultaten führt.


                                      Ergebnisse
Aus den verschiedenen Verfahren geht hervor, dass die Berechnung der Risikokosten mit
einer Laufzeit von 15 Jahren und der Ratingklasse 6 als Basisklasse die besten Ergebnis-
se bringt. Einerseits entspricht diese Laufzeit in etwa dem Amortisationszyklus eines ge-
werblich orientierten Unternehmens und andererseits entsprechen auch die risikoab-
hängigen Zu- und Abschläge mit Werten von – 0,50% für die Klasse 1 und + 3,50 % für
die Klasse 10 am besten den Vorstellungen der Auftraggeberin. Die Ratingklasse 6 wie-
derum ist die letzte Klasse, in der keine Rückstellungen gebildet werden müssen, also
durchaus vertretbar als Basisklasse in der ein Basiszinssatz ohne Zu- oder Abschläge
angewendet wird.

				
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