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Zusammenfassung_E-Business0708_Quirin

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Zusammenfassung_E-Business0708_Quirin Powered By Docstoc
					E-Business Zusammenfassung:
1. Kurze Einführung:
- Rasante Entwicklung bei Mobilfunk und Internet durch gezielte Marketing Konzepte, durch welche bestimmte
    Zielgruppen angesprochen werden
- Je mehr Benutzer desto mehr Angebote + Möglichkeiten, somit höherer Nutzen des Mediums
- Die Anzahl der Internetnutzer hat sich von 1999-2008 ca. verfünffacht (ca. von 300 Millionen auf 1,3
    Milliarden)
- Die Anzahl der Mobilfunkkunden ähnlich wie bei Internet
- Zeitraum bis zur Entstehung neuer Technologien wird immer kürzer
→ Aufgrund der Globalisierung und der weltweiten Vernetzung ist es für die Unternehmen unumgänglich, sich an
der Optimierung der Prozesse durch vermehrte Automatisierung zu beteiligen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben
wollen.
→Wandel der Gesellschaft: aus Industriegesellschaft wird immer mehr Informations- und
Kommunikationsgesellschaft.
→durch den Internethandel steigt Konkurrenzdruck für westliche Länder

1.2. Definitionen
Internetökonomie:
- digital basierte Ökonomie (Wirtschaft, wirtschaftl. Struktur), welche die computerbasierte Vernetzung nutzt,
    um Kommunikation, Interaktion (wechselweise Handlung) und Transaktionen (geschäftlicher, meist
    finanzieller Vorgang) in einem globalen Rahmen zu ermöglichen.
- Jener Bereich der Wirtschaft, der durch das Internet entstanden oder zumindest beeinflusst ist.
- Wirtschaftliche Zusammenhänge werden immer bedeutender, durch die Gesetzmäßigkeiten der Netzwerke.

E-Business:
   - beschreibt alle Geschäftsprozesse innerhalb und außerhalb eines Unternehmens, die mit elektronischen
       Medien durchgeführt werden (unabhängig von Größe und Produkt).
   - Umfasst die Unterstützung der Prozesse und Beziehungen zwischen Geschäftspartnern, Mitarbeitern und
       Kunden durch elektronische Medien.
   - Anbahnung, Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels
       elektronischer Netze
   - E-Business ist die integrierte Ausführung aller automatisierbaren Geschäftsprozesse eines Unternehmens
       mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie
E-Commerce:
   - Jede Art wirtschaftlicher Tätigkeit auf der Basis elektronischer Verbindungen.
   - Die digitale Anbahnung, Aushandlung und / oder Abwicklung von Transaktionen zwischen Unternehmen.
   - Hier handelt es sich um eine allgemeine Bezeichnung für den elektronischen Einkauf bzw. Verkauf von
     Dienstleistungen oder Produkten über das Internet oder ein anderes Datennetz.

Übersicht:
    1.3. Begriffsabstimmungen, weitere E-Begriffe und Abgrenzung
    1.3.1.1. Internetökonomie
    -       Das „magische Viereck“ wird teilweise durch die Internetökonomie eliminiert.
    Merkmale der Internetökonomie:

             Digitalisierung:
           o Verlagerung Prozesse von einer bislang realen, physischen Welt in den virtuellen Raum (Cyberspace).
           o Produktionskosten dieser virtuellen Güter beschränken auf die Kosten der ersten Einheit.
             Vernetzung:
                 o Kosten- und Zeitersparnis bei Distribution digitaler Güter
Nutzen steigt    o Gesetz des positiven Netzwerkeffektes
durch Anzahl     o Gesetz der kritischen Masse
                                                           ähnlich
der Nutzer       o Increasing Returns
                  Üblich: Wert eines Gutes steigt mit der Knappheit
                      Hier: Wert des Gutes steigt mit der Verbeitung

              Globalisierung:
        o    Ergebnis aus der Transparenz der Märkte
        o    Grenzüberschreitende Kapitalströme
        o    Globaler Angebotsvergleich für Endkunden
        o    Alle Wirtschaftzweige werde früher oder später davon beeinflusst
        o    Krise am neuen Markt (Informations-Kommunikationstechniken) nur Verzögerung der Entwicklung
        o    Veränderungsprozess ist in allen Bereichen unaufhaltsam (Gesellschaft, Volkswirtschaft, Ökonomie)

    Gesellschaftspolitische Ebene:
    - zunehmende Akzeptanz und Vertrauen in die Internetökonomie
    - stetig neue Technologien in allen Lebensbereichen
    - Information und Wissen werden immer wichtiger -> Information = 5. Element
    - Um gesellschaftlich nicht in eine digitale Kluft abzurutschen, muss der Zugang zur Information
       diskriminierungsfrei möglich sein (Staat in der Verantwortung). Die Teilnahme breiter Bevölkerungsschichten
       an der Internetökonomie muss sichergestellt werden um die eigene Volkswirtschaft am Wachstum der
       Internetökonomie zu beteiligen.

    Volkswirtschaftliche Ebene:
    - Die Internetökonomie bewirkt das Zusammenwachsen zuvor noch getrennter Branchen oder Bereiche.
    - z.B. das Zusammenwachsen der Bereiche Telekommunikation, Information sowie Medien.
    - VoIP (Voice over IP) und digitales Fernsehen stellen die neusten Ausprägungen dieser Entwicklung dar.
    - Der Verlust von geographischen Schranken (Distanzen, Grenzen, …) führt auch zum Verlust
       volkswirtschaftlicher Grenzen.
    Betriebswirtschaftliche Ebene:
    - Erheblicher Einfluss der
       Internetökonomie auf die gesamte
       Wertschöpfungskette eines
       Unternehmens.
    - Dies führt zur Anpassungen in allen
       Bereichen. (Organisationsstrukturen und
       Prozesse werden den neuen
       Rahmenbedingungen angepasst und mit
       deren Hilfe optimiert.
    - Neue Vertriebswege (Onlineshops)
       entstehen der globale Wettbewerb steigt.
    - Das führt zur Innovationskonkurrenz
       und zur Verkürzung der
       Produktlebenszyklen.
    !CHARAKTERISKTIKA DER
    INTERNETÖKONOMIE! 
1.3.1.2 E-Business
-  Bedeutung: Gestaltung von Geschäftsprozessen bzw. Transaktionen.
-  Dafür: direkte oder teilweise auch indirekte Inanspruchnahme elektronischer Medien und oder Netzwerke.
-  Ein weiter Bestandteil ist der Kreis der an den Prozessen beteiligten Akteure. Diese könne somit je nach
   Auslegung Personen, Organisationen oder andere beteiligte sein.
→ E-Business ist jede rechnerunterstützte Kommunikationsanwendung
  in und zwischen Akteuren.
→ „Unter dem Begriff Electronic Business wird die Anbahnung sowie
  die teilweise respektive vollständige Unterstützung, Abwicklung
  und Aufrechterhaltung von Leistungsaustausch-prozessen mittels
  elektronischer Netze verstanden.“
Klassifizierung von Akteure und
Interaktionsmuster:
-   Consumer
    (Kunden, Käufer, Konsumenten, …)
-   Business
    (Unternehmen, Händler, …)
-   Administration
    (Öffentliche Verwaltung)
Interaktionsmustermatrix des E-Business
Beispiele für entstehende Beziehungen:
-   C2A: Der Bürger nimmt über E-Mail Kontakt zur Stadtverwaltung auf um seinen neuen Wohnsitz zu melden.
-   C2B: Eine Privatperson bietet seine Dienste als freier Mitarbeiter einem Unternehmen via Internet an.
-   C2C: Ebay, mobile.de, Foren oder z.B. Lehrer bietet Lernmaterial zum downloaden an
-   B2A: öffentliche Beschaffungsverfahren (z.B. Büromaterial von Händler für Behhörden)
-   B2B: Elektronische Handelsplattformen wie restposten.de (z.B. BMW kauft im Onlineshop von ZF Teile)
-   B2C: amazon.com oder quelle.de (online einkaufen z.B. Man bestellt sich online eine Fahrkarte bei der Bahn)
-   A2A: Datenabgleich zwischen Finanzamt und einem weiterem Amt oder Austausch von Polizei mit Interpol.
-   A2B: Abgabe statistischer Daten von Unternehmen über das Internet an das statistische Bundesamt auf deren
    Homepage oder Polizei schickt Anfrage für neue Fahrzeuge an BMW per Mail
-   A2C: Möglichkeit der Anfrage von Briefwahlunterlagen auf der Homepage der Stadt. (z.B. Lohnsteuerausgleich)

1.3.1.3 E-Commerce
    -   Die digitale Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Transaktionen zwischen
        Wirtschaftssubjekten
    -   Beinhaltet Austauschprozesse, wobei Leistungs- und Zahlungsprozesse eine wichtige Rolle spielen

Klassifizierung von Akteure und Interaktionsmuster:
-   Consumer                                                                                    Consumer               Consumer
    (Kunden, Käufer, Konsumenten, …)                                                 Consumer      to                     to
                                                             Anbieter der Leistung




                                                                                                Business               Consumer
-   Business
    (Unternehmen, Händler, …)
                                                                                                Business               Business
                                                                                     Business      to                     to
                                                                                                Business               Business


Interaktionsmustermatrix des E-Commerce 
                                                                                                Business               Consumer
 E-Commerce ist ein Ausschnitt von E-Business
-   Teil des E-Business, dass die Vereinbarung und                                                  Nachfrager der Leistung

    Abwicklung rechtsverbindlicher Geschäfte
    beschreibt.
Im E-Commerce werden drei Transaktionsphasen durchlaufen:

               -     Information
               -     Vereinbarung
               -     Abwicklung
1.3.2 Weitere E-Begriffe
1.3.2.1 Beispiele weiterer E-Begriffe




1.3.2.2 E-Procurement
-   elektronische Unterstützung der Beschaffungsprozesse (Einkauf) eines Unternehmens mittels Neuer Medien.
-   Während ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) häufig die Beschaffung direkter Güter unterstützen,
    kommen in letzter Zeit Systeme unter dem Namen Desktop Purchasing System (DPS) auf den Markt, die den
    Einkauf indirekter Güter unterstützen.
-   Organisiert wird E-Procurement im Rahmen des Supply Chain Managements (SCM), welches die
    beschaffungsorientierten Maßnahmen im E-Business-Konzept einer Unternehmung definiert.

1.3.2.3 E-Organisation
-   Die elektronische Unterstützung der internen Kommunikation (zwischen Mitarbeitern).
-   Ziel: viel know-how und tacit-knowledge (implizites wissen) in Informationssysteme abzubilden.
-   Geprägt durch den Einsatz von Intranets, Document Management Systemen, Content Management Systemen,
    Groupware und dem gesamten Bereich der Office Automation → Knowledge Management.
1.3.2.4 E-Government
Aufteilung in zwei Unterkategorien: „E-Policy" und „interaktives EGovernment"

-   Bei der E-Policy legt der Staat die Rahmenbedingungen für den Einsatz von Informationstechnologie fest (z.B.
    Gesetze, Subventionen, Start-Up Hilfe).
-   Beim interaktiven E-Goverment hingegen ist der Staat als eigener Teilnehmer in der virtuellen Welt zu
    sehen (z.B. werden Dienstleistungen und Informationen des Staates über Internet zur Verfügung gestellt. Es
    bildet somit das staatliche Gegenstück von E-Commerce).

1.3.2.5 E-Communication
Electronic Communication beinhaltet die entgeltliche und unentgeltliche Bereitstellung und Nutzung
netzwerkbasierter und elektronischer Kommunikationsplattformen → Jede Art elektrischer Kommunikation
Bsp.: Video oder E-Mail Konferenzen (wechselseitiger Kommunikationsprozess)

1.3.2.6 E-Education
-   Aus- und Weiterbildungsleistungen über elektronische Netzwerke.
Vorteile: Resourceneffizienz, Raum / Zeit unabhängig, Kosteneffizient, Personalisierung.
Ausprägungen: Multimediale Lernmodule zum Selbststudieren, Video-Konferenz, E-Mail bei Fragen,
Kommunikationsplattform (Schüler-Lehrer)
 effizientere (wirkungsvollere) Gestaltung gegenüber herkömmlichen Methoden
    (Aggregation=Ansammlung/Vereinigung und Distribution=Verteilung der Lehrinhalte effizienter)
1.3.2.7 E-Information und Entertainment
-   die Bereitstellung von informierenden und/oder unterhaltenden Inhalten und Konzepten für Dritte mittels
    elektronischer Netze.
-   die Applikationen der Informations- und Kommunikationstechnologie genutzt, um einer Vielzahl von
    Empfängern den Zugang zu entscheidungsrelevanten, zeitsensitiven oder anregenden Inhalten zu ermöglichen.
Auch hierfür gelten alle Eigenschaften immaterieller Güter:
                -   Reproduzierbarkeit
                -   Schnelle und günstige Distribution (Verteilung)
                -   Zeitunabhängigkeit
→ Effizienz- und Kostenvorteile

1.3.3 Abgrenzungen und Zusammenhänge der einzelnen Begriffe
- täglich kommen neue Begriffe dazu




Übersicht der Begriffsabgrenzungen

Ein Interaktionsmuster einzelner E-Begriffe der Gesamtüberblick.
Begriffe im E-Business Umfeld
Wichtig: Alle diese Definitionen grenzen die
Aktivitäten des Electronic Business
voneinander ab und beschreiben deren
„Reinformen" in der Theorie. In
der Praxis sind diese jedoch oftmals kombiniert
anzutreffen. Dadurch
wird eine eindeutige Abgrenzung nicht immer
möglich sein.



1.4 Entwicklungsstufen im E-Business (wichtig)
Grundlegend unterscheidet man im Rahmen des E-Business je nach Grad der Geschäftstätigkeit bzw.
Wertschöpfung und je nach Ausprägung der Komplexität des Prozesses in 4 Stufen. Diese sind:
Stufe 1: Statische Präsentation:
Bereitstellung von allgemeinen Unternehmens- und Produktinformationen, die sich nicht ändern
Stufe 2: Kommunikative Interaktion:
Individuell abrufbare Angebote, Begrüßungen mit Namen (z.B. über Cookies), die sich nicht ändern.

Stufe3: Kommerzielle Transaktion:
Auslösen einer Bestellung (Onlinetransaktion) bzw. jede andere Art von Vertragsabschlüssen
Stufe 4: Wert- und Partnerintegration:
Direktes Einbinden von Transaktionspartnern in den Wertschöpfungsprozess. Eine Ausprägung hiervon währe
beispielsweise das Supply Chain Management (SCM) in Form von beispielsweise Just in Time Delivery.
                                                                                Übung: Ordnen Sie nachfolgend
                                                                                Beispiele aus dem Bereich des E-
                                                                                Business einer dieser Stufen zu.
                                                                                - Eine junge Frau geht bei amazon auf die
                                                                                Webside und bekommt als Angebot ein
                                                                                neues Buch zum Thema Fotografieren
                                                                                angeboten. Da Sie sich sehr für dieses
                                                                                Hobby interessiert und auch bereits
                                                                                mehrfach Bücher dazu gekauft hat, bestellt
                                                                                Sie auch dieses Buch.  Stufe 3
                                                                                - Mit Hilfe des Routenplaners unter Aral.de
                                                                                erstellt die Sekretärin die Anfahrtsskizze
                                                                                für den Chef, welcher einen neuen Kunden
                                                                                besuchen will.  Stufe 2
                                                                                - Eine Firma wickelt ihre täglichen
                                                                                Zahlungen über das Online- Business
                                                                                Portal ihrer Bank ab.  Stufe 3 / eher 4!


- Durch eine Online Lagersystem beim Kunden werden täglich alle Entnahmen des Kunden aus dem Konsignationslager an
den Lieferanten gemeldet, wonach die Abrechnung und die Wiederbefüllung des Lagers ohne zusätzliche Bestellung des
Kunden erfolgt.  Stufe 4
- Zum Übersetzen der Englisch Präsentation geht der Marketing Mitarbeiter Online und nutzt die Webside leo.dict.org der Tu
Müchen.  Stufe 2
- Um sicher zu gehen, dass das Schwimmbad auch geöffnet ist, schaut die junge Mutter im Internet auf die Homepage des
Freizeitbades nach den Öffnungszeiten.  Stufe 1

1.5 Grundlagen des Internet
1.5.1 Eigenschaften des Internet
-   ein riesiges, weltweites, offenes-. Rechnernetz.
-   allgemein zugänglich
-   jeder - Betrieb oder Privatperson - kann sein Rechnernetz oder seinen Einzelrechner anschließen und mit allen
    anderen angeschlossenen
-   Benutzern relativ kostengünstig kommunizieren.
-   dezentral organisiert
-   Die verwendeten Übertragungstechniken sind äußerst robust und erlauben einen theoretisch beinahe
    unbegrenzten Ausbau des Netzes.
-   Die Anzahl der angeschlossenen Rechner (User) nimmt stetig zu

1.5.2 Architektur und technische Grundlagen des Internet
-   Nicht ein einziges Netzwerk, besteht aus mehreren 100.000, über den Globus verteilten, miteinander
    gekoppelten Einzelnetzen.
-   Die Kommunikation erfolgt über TCP/IP.
-   Militär setzte dies als erstes ein: für ausfallsichere Kommunikation zwischen Kommandozentralen
-   Jeder PCr, der ans Internet angebunden ist, besitzt eine IP-Adresse, mit der eindeutig identifiziert werden kann
-   IP ist 32 Bits lang und besteht aus vier voneinander durch Punkte getrennten Zahlen, Jede Zahl maximal 256
    Werte. Bsp: 192.168.2.32
    Domain (= Verwaltungsgebiet), der ein bestimmter Internet-Rechner zugehört. Bsp.: wu-wien.ac.at „at" gibt
    an, dass sich der Rechner in Österreich befindet, „ac", dass er dem akademischen Netz zugeordnet ist.
    „wuwien" beschreibt einen Teilbereich dieses Netzes (eben die Wirtschaftsuniversität Wien).
-   Internet-Computer besitzen auch einen Namen. Der oben genannte Rechner heißt beispielsweise isis. Will man
    nun einen Computer im Internet erreichen, so ist dazu entweder seine IP-Adresse (zum Beispiel 137.208.8.4)
    oder sein „vollständiger" Name, beispielsweise isis.wuwien.ac.at, erforderlich.
-   Namen erleichtern das Arbeiten, weil man Namen besser merken kann als Zahlen.
-   Diese Namen werden wiederum maschinenseitig von speziellen Systemen, den Domain-Name-Servern (DNS),
    in die entsprechende IP-Adresse „übersetzt".
-   Gleich wie die IP-Adresse ist auch die Domain etwas einmaliges. Es gibt sie kein zweites Mal im Internet und
    die Vergabe des Namens findet über zentrale Stellen statt. (National Denic/ International NIC).
-   neuen Standard für IP-Adressierung das so genannte IPV6 (alte Masken um 2 Felder erweitert → 6 Zahlen
-   Der Begriff des Routing beschreibt den Vorgang, wie die Daten von einem Rechner zum anderen gelangen.
-   Routing heißt, das richtige „Zustellen" von Datenpaketen. Es funktioniert grundsätzlich ähnlich wie das
    Weiterleiten von Postsendungen: Die „Postbeamten" beim Routing sind so genannte Router. Diese „wissen",
    wo sich das, der Zieladresse nächstgelegene Postamt (Router), befindet und leiten das Datenpaket
    entsprechend weiter. Von dort wird es wiederum weitergeschickt, usw. Datenpakete verlassen also das lokale
    Netz oder den privaten Rechner über einen Router und können über mehrere fremde Netzstrecken (national
    oder international) bis zum Empfänger geführt werden.

1.5.3 TCP/IP – Das Protokoll des Internet (Transmission Control Protocol / Internet Protocol)
-   Für Kommunikation zwischen Computern
-   im gesamten Internet standardmäßig TCP/IP als einheitliches Protokoll
-   stellt eine kostengünstige und betriebssichere Form der Kommunikationsarchitektur für die Verbindung von
    Rechnern unterschiedlicher Hersteller dar.
-   Es ist in vier Schichten unterteilt und dient sowohl als Anwendungs- als auch als Transportprotokoll.


                                                                                ≈ OSI-
                                                          TCP/IP-Schicht                           Beispiel
                                                                                Schicht
                                                       Anwendungsschicht          5–7        HTTP, FTP, SMTP
                                                         Transportschicht           4            TCP, UDP
                                                          Internetschicht           3             IPv4,IPv6
                                                                                               Ethernet, Token
                                                        Netzzugangsschicht        1–2
                                                                                                 Ring, FDDI

1.5.4 Dienste des Internet im Überblick



                                                     - Spricht man vom Internet, so meint man damit oft
                                                     verschiedene Dienste, wie z.B. E-Mail, WWW, Chat oder
                                                     Newsgroups.
                                                     - es kommen ständig neue Dienste dazu
                                                     - Das Internet selbst stellt lediglich die Infrastruktur zur
                                                     Verfügung. Ein Nutzen für die Anwender entsteht erst
                                                     dadurch, dass basierend auf der Struktur des Internets dem
                                                     Anwender verschiedene Dienste zur Verfügung stehen.




1.5.5 Elektronische Post (E-Mail)
-   Die wichtigsten Bestandteile einer E-Mail sind zum einen der Header (E-Mail-Adresse des Empfängers) und
    zum anderen der Body (Nachrichteninhalt evtl. mit Anhang) oder Text.
-   E-Mailverkehr läuft über Server (Mail-, Zwischen- und Ziel-) mit Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) ab.

Verwendete Protokolle:
SMTP: ist ein Protokoll zum Mailversand und -transport.
POP3: dient zum Abruf von Mails von einem Mailserver.
IMAP: dient dazu, auf Mailboxen zuzugreifen, die auf Mailservern liegen.
SMAP: ist eine Weiterentwicklung von IMAP.
UUCP: ist ein Protokoll, mit dem E-Mails gesammelt werden und beim nächsten Verbindungsaufbau verschickt
werden. Durch zunehmende günstige und permanente Vernetzung hat es heute stark an Bedeutung verloren.
1.5.6 World Wide Web (WWW)
-   1993 der erste WWW-Browser (MOSAIC). Beginn des Siegeszuges des World Wide Web.
-   Alle Informationen im WWW können mit Links verknüpft werden.
-   Benutz http-Protokoll zur Übertragung von Daten (Hyper Text Transfer Protocol).

Das WWW basiert auf drei Kernstandards:
HTTP als Protokoll, mit dem der Browser Informationen vom Webserver anfordern kann.
HTML als Dokumentenbeschreibungssprache, die festlegt, wie die Information gegliedert ist und wie die
Dokumente verknüpft sind (Hyperlinks).
URLs als eindeutige Adresse bzw. Bezeichnung einer Ressource (z. B. einer Webseite), die in Hyperlinks
verwendet wird.

1.5.7 Peer-to-Peer-Dienste ( Wikipedia mal anschauen)
-   Das Peer-to-Peer-Konzept beruht im Prinzip darauf, dass mehrere Rechner zu einem Netzwerk verbunden
    werden, innerhalb dessen sie sich wechselseitig Ressourcen zur Verfügung stellen können, etwa Nachrichten,
    Dateien, Rechenkapazitäten, Speicher, Bandbreiten usw. (z.B. Kazaa, Gnutella…Emule)
-   Die Rechner sind dabei keiner zentralen Instanz untergeordnet, sondern treten als Gleichberechtigte („Peers")
    auf, die Ressourcen sowohl anbieten als auch nachfragen können.
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Rechner zu einem Peer-to-Peer-Netz zusammenzuschließen:
-   Im ersten Fall ist neben den „Peers" noch ein Server in das Netzwerk eingebunden, der die Kommunikation
    zwischen den Peers koordiniert und insofern die Rolle eines Intermediärs übernimmt. Dieser Server verfügt
    beispielsweise über eine Datenbank mit so genannten Meta-Informationen, d.h. Informationen über die
    Dateien oder Dienste, welche die einzelnen Rechner im Netz zur Verfügung stellen können. Er wird deshalb
    auch als zentraler Verzeichnisserver bezeichnet. Darüber hinaus teilt dieser Server anfragenden Peers mit,
    welche Peers gerade online sind. Weil dieser Netztyp noch der Client-Server-Architektur ähnelt, auf der auch
    der EMail- Dienst und das WWW beruhen, spricht man auch von einem hybriden oder serverbasierten Peer-to-
    Peer-Netz. Beispiel:Napster
-   Ohne koordinierenden Server kommt dagegen die vollständige Peer-to-Peer-Architektur aus. In einem solchen
    reinen oder serverlosen Peer-to- Peer-Netz muß ein Peer selbst dafür sorgen, dass er die übrigen Rechner des
    gleichen Netzwerks erreicht. Er gibt z.B. Suchbegriffe ein, die von seiner P2P-Software unterstützt werden,
    etwa Dateinamen. Danach sucht das Programm nach anderen Rechnern, die gerade online sind und die gleiche
    P2P-Software installiert haben. Findet es solche Peers, so wird geprüft, ob die gewünschte Datei dort
    vorhanden ist. Falls der angefragte Peer den Wunsch nicht erfüllen kann, leitet er die Anfrage an andere Peers
    weiter, die wiederum eigene Anfragen stellen können. Eine solche Suchanfrage wird somit nach dem
    „Schneeballprinzip" weitergeleitet, bis die nachgefragte Datei gefunden oder aber die Suche nach einer fest
    vorgegebenen Anzahl von Weiterleitungen als erfolglos abgebrochen wird. Ein positives Suchergebnis wird
    dem Nachfrager anonym gemeldet. Dieser kann sich dann die gewünschte Datei direkt vom anbietenden
    Rechner herunterladen. Ein prominentes Beispiel für ein serverloses, dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk ist
    Gnutella, das auf dem Gnutella-Protokoll beruht, einem Gruppenmitgliedschafts- und Suchprotokoll, das zur
    Suche nach Dateien im Internet verwendet wird. Ein weiteres Beispiel ist das erwähnte Programm Kazaa.
Neben den bisher beschriebenen Peer-to-Peer Diensten aus dem Bereich des File-Sharing, gibt es jedoch auch
noch viele weitere Anwendungen. Beispielhaft wären das Instant Messaging (1:1 „Chat“) oder Webservices zu
nennen. Darüber hinaus spielt jedoch auch das Grid Computing eine immer größere Rolle:
- Das Grid bezeichnet eine virtuelle Plattform für verteiltes Rechen- und Datenmanagement.
- vereinigt Rechen- und Speicherressourcen in ähnlicher Weise, wie das Internet Informationsquellen, um eine
   virtuelle Informationsplattform zu bilden
- Dabei bedient sich das Grid Computing der Leistung unbenutzter PCs, Server oder Serverfarmen. So wird es
   möglich, große Rechenprojekte, die auf einzelnen Computern in überschaubarer Zeit gar nicht ausführbar
   wären, in absehbarer Zeit zu lösen.
- Große Grid sind oft geographisch weit verteilt, heterogen (andersartig) in ihrer Zusammensetzung und meist
   dynamisch. → Gesamtleistung schwankt je nach Anzahl der momentan angeschlossenen Rechner.
→Grids vereinen zumeist geographisch weit verteilte Ressourcen zu effizienten, leistungsstarken, virtuellen
Superrechnern.
Großbritannien gibt es in diesem Bereich das so genannte e-Science Programm, welches sowohl für die Forschung
als auch für die Industrie eine zukunftsweisende Grid Application entwickelt.68 Ziel ist es, ein weltweites Grid
aufzubauen, das wissenschaftliche Forschungen oder auch industrielle Entwicklungen, ganz gleich welcher
Fachrichtung, bei aufwändigen Berechnungen auf Basis riesiger Datenmengen, erfolgreich unterstützen kann.
→ Zukünftig soll das Grid nicht nur die Basis für e-Science, sondern auch für e-Business, e-Government und e-
Life darstellen.
- Das leistungsstärkste heterogene Grid ist dabei das TeraGrid. Es verbindet zahlreiche geographisch getrennte
Systeme in den USA zu einem extrem leistungsstarken Rechnerverbund
1.5.8 FTP – File Transfer Protokoll
- „Klassischer" Internet-Dienst für Dateitransfer
- Übertragung von Daten und Programmen zwischen Computern, die miteinander über das Internet verbunden
  sind.
- Dabei wird zunächst der Rechner, mit dem die Daten ausgetauscht werden sollen, angerufen. Danach können
  Daten auf einen FTP-Server mittels Upload übertragen und dort in Verzeichnissen gespeichert werden, von wo
  sie mittels Download durch andere Nutzer abgerufen und auf deren Computer transferiert werden können.
→ Diese Einschaltung eines FTP-Servers in den Kommunikationsvorgang bildet einen maßgeblichen Unterschied
  zur (reinen) P2P-Kommunikation.
- FTP bedeutend für Aktualisierung von WWW-Seiten und für die Online-Übertragung von Software.

2. Internet als elektronischer Marktplatz
2.1. Merkmale und Typen elektronischer Märkte
Hauptfunktion: Matching oder die Koordination von Angebot und Nachfrage mit Hilfe informationstechnischer
Systeme.
3 Phasen:            (1) Informationsphase – Anbahnung = Information
                     (2) Vereinbarungsphase – Aushandlung = Vertragsabschluss
                     (3) Abwicklungsphase – Abwicklung = Vertragserfüllung
Organisatorisch idealtypische Unterteilung:
Zentral organisierte elektronische Märkte: Marktbetreiber = Eigentümer (= Infrastrukturanbieter)
Dezentral organisierte elektronische Märkte: Nachfrager und Anbieter bedienen sich einer gegebenen
Infrastruktur ohne dass der Betreiber an der Transaktion beteiligt ist – durch P2P Computing immer bedeutsamer.
Weitere Unterscheidungsformen:                                          Horizontal                                                 Vertikal

                                                     - Branchenübergreifendes Portfolio                      - Branchenspezifisches Portfilio
(1) B2B-Märkte                         - Ausrichtung auf Funktionen bzw. Prozesse                       - Ausrichtung auf Branche und deren Bedürfnisse
                                       - C-Artikel, MRO-Artikel                                         - A-, B- und C-Artikel
(2) B2C-Marktplätze
(3) C2C-Märkte
(4) Horizontale Märkte - branchenübergreifend gleiches Produkt                                                  Branche A                 Branche B
                                                                                                                (z.B. Stahl)             (z.B. Chemie
(5) Vertikale Märkte -
branchenspezifisch unterschiedliche Produkte
(6) Neutrale Märkte -                                                                                   Vertikaler Marktplatz A    Vertikaler Marktplatz B
von Dritten eingerichtet, nicht von Nachfragern und auch nicht                                              (z.B. MetalSite)         (z.B. e-chemicals)
von Anbietern (z.B. Ebay)
(7) Käuferdominierte Märkte -          Funktion I (z.B. MRO)          Horizontaler Marktplatz I (z.B. MRO.com, Mercateo.com)
zum Bündeln von Einkaufsmacht
(z.B. Käufer sagt was er will und
Verkäufer mit billigstem Angebot       Funktion II (z.B. Zeitarbeit)  Horizontaler Marktplatz II (z.B. Employease, eLance)

„bekommt“.
(8) Verkäuferdominierte Märkte -
                                       Funktion III (z.B.Energie)     Horizontaler Marktplatz III (z.B. Youtilities)
von Anbietern zum Verkaufszweck
organisiert
(9) Metamärkte – sachlich zusammenhängende Leistungen in Gesamtangeboten für Kunden gebündelt. (z.B.
AutoScout24 -> Alles rund ums Auto, Fahrzeug, Versicherung, Finanzierung, Service, Ersatzteile…)
2.2 Phasen einer Handelstransaktion (wichtig)
3 Phasen der Koordination bezüglich der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage:

1. Informationsphase (Anbahnung)
-       Elektronische Präsentation des Angebots durch Online- Produktkataloge, Werbung Online Shops…
-       Elektronische Präsentation der Nachfrage durch Suchdienste, Online-Ausschreibungskataloge, Online-
        Percurement-Systeme…

2. Vereinbarungsphase (Aushandlung)
-       Einigung der Transaktionspartner über Leistung und Gegenleistung (Vertragskonditionen)
-       Elektronischer Vertragsabschluss durch eine digitale Signatur und Trust Center (Treuhändler) bzw. Electronic
        Notary Services (elektronischer Notare)

3. Abwicklungsphase (Abwicklung)
-       Elektronische bzw. elektronisch unterstützte Leistungsbereitschaft.

                                      Kontakt-
                                     aufnahme      Vertrags-
                                                    schluss

     Mögliche
    Optionen           Angebots-
       und              katalog
    Geschäfts-
      regeln




                         Informations-   Verhandlungs-   Abwicklungs-
                             phase           phase         phase

2.3 Volumen einer Handelstransaktion
Gerade im B2C-Bereich werden Transaktionen häufig nach ihrem Volumen Unterschieden.
Einteilung nach Merz:
Macropayments (> 1.000 €) z.B. bei Autos, Laptops etc
-       Feste Beziehung zwischen den Transaktionspartnern.
-       Hierbei tritt die Abwicklung der Zahlungstransaktion in den Hintergrund.
-       Vertrauensbildung zwischen Personen und Unternehmen findet zumeist offline statt.
Medium Payments (5-1.000 €) z.B. Kleidung, Schuhe, Spielzeug etc
-       Liegen in dem Bereich der heute durch Kreditkarten abgedeckt werden kann.
-       Keine bestehende oder feste Vertrauensbeziehung auf persönlicher Ebene.
-       Vertrauenswürdige Dritte wie Kreditkartengesellschaften, die auch das Risiko tragen.
Micropayments (0,1-5 €) z.B. SMS, Klingeltöne etc
-       In der realen Welt wird hier häufig Münzgeld eingesetzt.
-       Im Cyberspace hat sich noch kein vorrangiges Zahlungsverfahren durchgesetzt.
-       Ansätze über die Telekommunikationsanbieter existieren.
Nanopayments (0,001-0,1 €) z.B. Werbung, Finanzabfragen etc
-       Aufwand eines Micorpayment-Verfahrens rechnet sich hier nicht.
-       Zwei Lösungen: Entweder Güter ohne Bezahlung oder Simple Verfahren ohne Kryptografie.
Zeropayment (0 €) z.B. Eine Firma stellt das Werbebanner einer anderen Firma auf die Homepage und umgekehrt
-       Z.B. 2 Unternehmen referenzirren sich durch gegenseitige Verwendung ihrer Werbebanner.
-       Dabei fließt kein Geld aber dennoch findet eine ökonomische Transaktion statt.
2.4 Koordinationsprozesse auf elektronischen Märkten
-   Unvollständige Markttransparenz und keine autonome Preisbildung
-   Durch das enorme Wachstum der Informationsangebote -> Informationsüberflutung
-   Heil unterscheidet grundlegend zwischen 3 Arten von Cybermediaries:
    1. Suchwerkzeuge (Suchmaschinen wie www.google.de und Portal Sites wie de.yahoo.com)
                -   Helfen dem Nutzer beim Einstieg als erste Orientierung
    2. Inhaltpaketierer, Online-Dienste (AOL, T-Online), elektronische Einkaufszentren (Electronic Mall
       Bodensee) und Metamärkte (billiger.de)
    3. Intelligente Software- oder Internetagenten (z.B. man beauftragt eine Firma/Person etwas für einen zu suchen)
Grundlegend finden in allen 3 Phasen einer Handelstransaktion statt. Prozesse in den Phasen:

    1. Informationsphase (Anbahnung)
-   Matching der Angebots- und Nachfrage-präsentation – Ermöglichen der Kommunikation und Interaktion
    zwischen Anbieter und Nachfrager.

    2. Vereinbarungsphase (Aushandlung)
-   Prüfen der Identität der beteiligten Vertragspartner und Autosirrung der Vertragsinhalte durch digitale
    Signaturen (Private – public key) bzw. Trust Center bzw. Electronic notary services.

    3. Abwicklungspahse (Erfüllung)
-   Neben konventioneller Form der Bezahlung z.B. elektronische Zahlungssysteme

2.5 Akteure auf elektronischen Märkten
Grundlegend kann man zwischen Anbietern und Nachfragern unterscheiden


                                                        Marktfunktionsbegründende Intermediäre
                                                        Schaffen einen virtuellen Begegnungsraum zwischen
                                                        Anbietern und Nachfragern. Auf zentral organisierten
                                                        Märkten sind dies zumeist die Marktbetreiber selbst,
                                                        welche zugleich für die benötigte Infrastruktur sorgen

                                                        Marktfunktionssichernden Intermediäre
                                                        Versuchen Marktunvollkommenheit zu reduzieren und die
                                                        Effizienz der Nutzer zu steigern. Z.B. erhöhen die
                                                        Marktransparenz (Inhaltspaketirrer oder Suchmaschinen)
                                                        oder sichern Transaktionen ab (Treuhändler, elektronischer
                                                        Notar,…)




2.6 Reale Ausprägungen elektronischer Märkte
                -   Ursprung bereits in den 60er und 70er Jahren basierend auf anderen informationstechnischen
                    Plattformen (Vorreiterrolle übernahmen Finanzsektoren mit dem sogenannten CATS
                    (Computer Assisted Traiding System) (erstes elektronisches Börsenhandelsystem).
                -   Bald darauf folgte CRS (Computerreservierungssysteme) für den Luftfahrtsektor. Der Zugriff
                    war früher lediglich auf den Business Sektor beschränkt. Mittlerweile haben auch die Internet
                    Endkunden die Möglichkeit darauf zuzugreifen. (Z.B. Bahnreservierungen)
Merkmale ausgewählter elektronischer Märkte nach Fritz (mit Bezug auf Heil)
                                                                                          Proprietäre
                                                               Computerreservierungs-
        Merkmale           Ausprägungen         Finanzmärkte                                Online          www
                                                                   systeme (CRS)         Dienste (OLD)
                           zentral (Typ A)           x                   x                     x              x
    Marktorganisation
                          dezentral (Typ B)                                                                   x
                               offen                                                                          x
       Marktzutritt
                           geschlossen               x                    x                     x             x
                            Konsument                                    (x)                    x             x
       Nachfrager
                           Unternehmen               x                    x                    (x)            x
                          Realgüter (Waren,                               x                     x             x
        Güterart               Dienste)
                         Nominalgüter (Geld)         x                                                        x
                               jung                                                             x             x
    Lebenszyklusphase
                                reif                 x                    x                                   x
                               hoch                  x                    x                                   x
Spezialisierungsgrad
                              niedrig                                                           x             x

Nach Fritz haben sich die elektronischen Finanzmärkte zwischenzeitlich nicht nur etabliert, sondern dominieren in
zunehmendem Maße den Börsenhandel. Die größte Computerbörse ist das Systeme NASDAQ (National
Association of Securities Dealers Automated Quotations) der New Yorker Börse mit mehr als 5000 gelisteten
Aktiengesellschaften. Weiteres Beispiel: XETRA (Exchange Electronic Trading) der deutschen Börse.
Neben der bisher erwähnten Systemen richten sich viele Anbieter neuerer Systeme im www vor allem an private
Kunden. Z.B. Gebrauchtwagenbörsen wie Mobile.de oder AutoScout24. Bereits 2002 sollen nach
Expertenschätzungen über 30% aller privaten Autoverkäufe über elektronische Börsen abgewickelt worden sein.

2.7 Veränderte Wettbewerbsbedingungen
-     Durch das Internet nimmt die Informationsasymmetrie zwischen Anbieter und Nachfrager immer mehr ab
      (kein anderes Medium ermöglicht eine so schnelle und effiziente Vergleichbarkeit von Produkten
      verschiedenster Anbieter)
-     Erhöhte Markttransparenz und sinkende Kundenloyalität
-     Unterstützend gibt es so genannte Preisvergleichsdienste wie guenstiger.de
-     Diese Markttransparenz geht folglich mit einer Wettbewerbsintensivierung einher
-     Senkt die Markteintrittsbarrieren
-     Verschmelzung der T.I.M.E.S-Industrie
-     Geographische Grenzen weitestgehend bedeutungslos
-     Es wird vom Hyperwettbewerb gesprochen
Zusätzlich stellt auch die Ausschaltung klassischer Intermediäre (Hersteller – Großhändler – Zwischenhändler –
Einzelhändler) eine deutliche Wettbewerbsveränderung dar.



                                            Klassischer Ablauf


                                                 Zwischen-                                  Konsument /
       Hersteller         Großhändler                                Einzelhändler
                                                  händler                                    Endkunde



                                          Ablauf über das Internet

     Disintermediation

				
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posted:7/12/2011
language:German
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