50 Jahre by chenmeixiu

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									                             50 Jahre
                                1959 – 2009
                                              Verband der
                                              Privatkliniken in
                                              Schleswig-Holstein e.V.
                                              (VPK SH)




Verband der Privatkliniken
in Schleswig-Holstein e.V.
Feldstraße 75 · 24105 Kiel
Telefon: 0431- 840 35
Telefax: 0431- 840 55
mail@vpksh.de
www.vpksh.de
Inhalt                                    Seite



         Vorwort                          2-3



         Geschichte des Verbandes

Gründung                                  4-5
Aufgaben                                    5



         Vorstand

Vorsitzende                                    6
Stellvertretende Vorsitzende                   7
Vorstand heute                                 8
Geschäftsführung                               9



         Mitgliederstruktur im Wandel   10 - 14



         Mitglieder des VPKSH           15 - 19



         Grundsätze des VPKSH               20



         Ausgewählte Tätigkeitsfelder

DRG-System                              21 - 22
Krankenhausplanung                      22 - 23
Qualitätssicherung                           24
Situation der Reha-Kliniken                  25
Information und Kommunikation                26



         Partner des VPKSH

Bundesverband                           27 - 29
Landesebene                                  29



         Schlußwort und Ausblick        30 - 31

                                           1
 Vorwort



                                                 Bereits zum Zeitpunkt der Gründung des          Die Kehrseite dieser Verbesserungen waren       Als Zeitzeuge der 50jährigen Geschichte
                                                 Verbandes, Ende der fünfziger Jahre, machte     überproportional steigende Ausgaben der         des Verbandes wie auch der Entwicklung
                                                 die angespannte finanzielle Situation der ge-   GKV für die stationäre Versorgung. So setz-     und Veränderung der Kliniken in Schleswig-
                                                 setzlichen Krankenversicherung eine Reform      te bereits wenige Jahre später die Diskussion   Holstein freue ich mich über das Zustande-
                                                 notwendig, um Leistungen zu verbessern und      um die Kostenexplosion (in Wirklichkeit eine    kommen dieser kleinen Gedenkschrift. Es ist
                                                 die Beiträge zu stabilisieren. Die vom dama-    Leistungsexplosion) ein und mit ihr eine Kos-   nicht Gegenstand dieser Festschrift, sämtli-
                                                 ligen Bundesarbeitsminister Theodor Blank       tendämpfungspolitik.                            che Reformschritte detailliert aufzuzeigen,
                                                 initiierte Reform scheiterte jedoch. Ebenso                                                     zu analysieren und abschließend zu bewer-
                                                 gelang es nicht, die Kostenunterdeckung der     Seit Mitte der 70er Jahre zählt die Kos-        ten. Vielmehr soll diese kurze Broschüre die
                                                 Krankenhäuser, die von der Verordnung PR        tendämpfung in der GKV zu den vordring-         Bedeutung einer soliden und schlagkräftigen
                                                 7/54 über Pflegesätze von Krankenanstalten      lichsten Zielen der Gesundheitspolitik. Mit     Interessenvertretung untermauern, die ihre
                                                 ausgelöst wurde, zu beseitigen.                 immer neuen Gesetzen versuchten wechseln-       Mitglieder – in diesem Fall die Privatkliniken
                                                                                                 de Bundesregierungen die Ausgabenexpan-         in Schleswig-Holstein – darin unterstützt,
                                                 Erst mit dem als Jahrhundertgesetz gepriese-    sion in den Griff zu bekommen. Nahezu 20        trotz aller finanzieller Restriktionen eine sta-
                                                 nen Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG)        Reformen wurden von 1977 bis 2009 auf den       tionäre Versorgung der Patienten auf hohem
                                                 trat im Jahr 1972 ein grundlegender System-     Weg gebracht. Hektisch und mit unverbes-        Niveau mit einem am Bedarf orientierten Zu-
Dr. med. Hans Hermann Lubinus                    wechsel zur wirtschaftlichen Sicherung der      serlichem Optimismus wurden dabei immer         gang, ohne Ausschluß von bestimmten Perso-
                                                 hochdefizitären Kliniken und zur Befriedigung   die gleichen Rezepte angewandt. Auch Bun-       nen oder Gruppen, sicherzustellen.
50 Jahre Verband der Privatkliniken in           des enormen baulichen Nachholbedarfs ein:       desgesundheitsminister Horst Seehofer ist im
Schleswig-Holstein sind mit einer Vielzahl       Die bis dahin geltende monistische Finanzie-    Jahr 1992 auf diesem Weg weitergegangen.        Und das haben die schleswig-holsteinischen
von Gesetzesänderungen im Gesundheits-           rung wurde durch eine duale Krankenhausfi-      Sein zweifelhaftes Verdienst ist es, daß er     Kliniken in bemerkenswerter Art und Wei-
wesen und einem strukturellen Wandel in          nanzierung abgelöst. Zudem wurde mit dem        konsequenter voranschritt als der vor ihm zu-   se gezeigt. Trotz des niedrigen landesweiten
der Krankenhauslandschaft verbunden. Die         KHG der Selbstkostendeckungsgrundsatz           ständige Minister Norbert Blüm. Wenn Blüm       Basisfallwertes haben sich alle Krankenhaus-
Zeitspanne ist gekennzeichnet von einer an-      gesetzlich festgeschrieben (ein Prinzip, aber   sich noch Kostenbegrenzung vom steuernden       träger im Land, so auch die privaten Kliniken,
haltenden wirtschaftlich prekären Situation      keine Garantie). Danach sollten die Investi-    Eingreifen gestärkter Krankenkassen erhoffte,   der Verantwortung für eine wirtschaftliche
der Kliniken und dem Bemühen des Staates         tionsförderung durch die öffentliche Hand       hat Seehofer diese Steuerung durch eine ge-     Leistungserbringung gestellt.
und der Krankenhausträger, Defizite zu ver-      und die Erlöse aus den Pflegesätzen zusam-      setzliche Begrenzung der Ausgabenzuwächse
meiden oder jedenfalls zu verringern. Sie wird   men die Selbstkosten eines sparsam wirt-        bei Krankenhäusern ersetzt.
begleitet von Reformvorhaben, die zum Ziel       schaftenden und leistungsfähigen Kranken-
hatten, die Ausgaben für Gesundheit und de-      hauses decken.                                  Diese von ihm dekretierte Budgetdeckelung
ren Steigerungen in Einklang zu bringen mit                                                      gilt im Grundsatz bis heute fort. Daran ha-
den Einnahmen der Gesetzlichen Krankenver-                                                       ben auch die in der Folgezeit verschiedenen     Dr. med. Hans Hermann Lubinus
sicherung (GKV).                                                                                 leistungsorientierten Entgeltsysteme mit Ge-    Kiel, im Mai 2009
                                                                                                 winn- und Verlustrisiken, über Fallpauschalen
                                                                                                 und Sonderentgelten bis hin zum heutigen
                                                                                                 System der Diagnosis-Related-Groups (DRGs),
                                                                                                 mit denen das Selbstkostendeckungsprinzip
                                                                                                 wieder aufgehoben wurde, nichts geändert.




  2                                                                                                                                                                                         3
 Geschichte des Verbandes



Gründung                                                                                                                                             Aufgaben

Am 9. Mai 1959 gaben die Gründungsmit-             Sie legten damit den Grundstein für eine er-     Zum ersten Vorsitzenden wählten die Grün-        Satzungsgemäßer Zweck des Zusammen-
glieder dem Verband, der damals noch unter         folgreiche in 50 Jahren stetig wachsende und     dungsmitglieder am 09. Mai 1959 Dr. Wilhelm      schlusses war, die privaten Krankenanstalten
der Bezeichnung Landesverband der privaten         sich verfestigende Verbandsarbeit im Sinne der   Heise, zum stellvertretenden Vorsitzenden Dr.    in Schleswig-Holstein zusammenzufassen,
Krankenanstalten in Schleswig-Holstein fir-        Kliniken in privater Trägerschaft im Lande.      Wilhelm Jensen und zum Schriftführer Dr.         ihre Leistungsfähigkeit durch Erfahrungsaus-
mierte, seine erste Satzung.                                                                        Ernst Kaerger.                                   tausch in medizinischer, volksgesundheitli-
                                                                                                                                                     cher und krankenpflegerischer Hinsicht auf
                                                                                                    Insgesamt 48 Kliniken in privater Trägerschaft   den neuesten Stand der wissenschaftlichen
Zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes gehörten u.a.:
                                                                                                    weist das Statistische Landesamt Schleswig-      Entwicklung zu halten und die Belange der
                                                                                                    Holstein mit Stand 30. Juni 1959 aus. Von        privaten Krankenanstalten nach außen hin zu
                                                                                                    den damaligen Mitgliedern des VPKSH ge-          vertreten.
      Dr. med. Wilhelm Heise
                                                                                                    hören dem Verband heute lediglich noch vier
      Privatklinik Dr. Heise (Chirurgie), Rendsburg
                                                                                                    Kliniken an:                                     Heute führt der Verband nicht nur einen
                                                                                                                                                     neuen Namen (Privatkliniken statt Privat-
      Dr. med. Wilhelm Jensen
                                                                                                           Park-Klinik, Kiel                         krankenanstalten), geändert haben sich auch
      Klinik Dr. Jensen (Chirurgie / Orthopädie), Kiel
                                                                                                           (vormals: Parksanatorium )                seine Aufgaben. Nunmehr im Vordergrund
                                                                                                                                                     stehen aufgrund der anhaltenden ange-
      Dr. med. Ernst Kaerger
                                                                                                           Klinik Flechsig, Kiel                     spannten finanziellen Situation der Kliniken
      Klinik Dr. Kaerger (Chirurgie / Orthopädie), Kiel
                                                                                                                                                     die Themenbereiche Ökonomie und Qualität.
                                                                                                           Lubinus Clinicum, Kiel                    Er berät und informiert hierzu seine Mitglie-
      Dr. med. Klaus Hollenbach
                                                                                                           (vormals: Klinik Dr. Lubinus)             der über Qualitätssicherung, technische Ent-
      Privatklinik „Am Teich“ (Gynäkologie / Chirurgie), Neumünster
                                                                                                                                                     wicklungen, Gesetzesvorgaben und Verände-
                                                                                                           Klinik Dr. Winkler, Husum                 rungen im Gesundheitswesen. Seine Gremien
      Dr. med. Franz Ohlsen
                                                                                                                                                     wirken zudem bei der Ausarbeitung von Ge-
      Privatklinik Dr. Ohlsen (Gynäkologie / Geburtshilfe), Flensburg
                                                                                                                                                     setzen und Verordnungen auf Landes- und
                                                                                                                                                     Bundesebene mit. Hierbei kann auf die Erfah-
      Dr. med. Hans Lubinus, Dr. med. Hans Hermann Lubinus
                                                                                                                                                     rung und Praxisnähe der Mitglieder gesetzt
      Klinik Dr. Lubinus (Chirurgie / Orthopädie), Kiel
                                                                                                                                                     werden, denn sie tauschen wissenschaftliche,
                                                                                                                                                     medizinische, wirtschaftliche, rechtliche und
      Paul Henkel (Geschäftsführer)
                                                                                                                                                     sozialpolitische Informationen aus. Somit ist
      „Parksanatorium” (Allgemeine Krankenanstalt), Kiel
                                                                                                                                                     gewährleistet, daß die gemeinschaftlich in-
                                                                                                                                                     teressierenden Fragen auf kurzem Wege er-
      Dr. med. Johannes Hauschildt
                                                                                                                                                     örtert und Probleme gelöst werden können.
      Privatklinik Dr. Hauschildt (Chirurgie), Wattenbek
                                                                                                                                                     In diesem Spannungsfeld sieht der Verband
                                                                                                                                                     seine Kernaufgaben (mehr über die Aufgaben
      Dr. med. Wilhelm Zimmermann
                                                                                                                                                     des Verbandes lesen Sie in der Rubrik ausge-
      Privatklinik Dr. Zimmermann (Entbindungsanstalt), Schönberg / Holstein
                                                                                                                                                     wählte Tätigkeitsfelder).
      Dr. med. Fähndrich
      Frauenklinik Dr. Fähndrich (Gynäkologie / Geburtshilfe), Eckernförde




  4                                                                                                                                                                                           5
Vorstand



Vorsitzende                                                                     Stellvertretende Vorsitzende




1959 - 1968   Dr. med. Wilhelm Heise                                            1959 - 1962    Dr. med. Wilhelm Jensen
              Privatklinik Dr. Heise (Chirurgie), Rendsburg                                    Klinik Dr. Jensen (Chirurgie / Orthopädie), Kiel

1968 - 1978   Dr. med. Klaus Hollenbach                                         1962 - 1987    Dr. med. Hans Lubinus
              Privatklinik „Am Teich“ (Gynäkologie / Chirurgie), Neumünster                    Klinik Dr. Lubinus (Chirurgie / Orthopädie), Kiel

1978 - 1987   Dr. med. Hans Flechsig                                            1987 - 1999    Dr. med. Uwe Dümmer
              Klinik Dr. Flechsig (HNO), Kiel                                                  Chirurgisch-Orthopädische Klinik Dr. Dümmer
1987 - 1996   Beisitzer                                                                        (Chirurgie / Orthopädie), Pinneberg

1987 - 2003   Dr. med. Jürgen Mau                                               1999 - 2002    Prof. Günther Jansen
              Park-Klinik Kiel (Gynäkologie / Chirurgie / Innere / HNO), Kiel                  Park-Klinik Manhagen (Orthopädie), Großhansdorf
2003 - 2005   Beisitzer                                                         2002 - 2003    Beisitzer
2005 - 2008   stellvertretender Vorsitzender
seit 2008     Beisitzer                                                         2002 - 2005    Rolf Becker
                                                                                               Klinik Dr. Flechsig (HNO), Kiel
seit 2003     Dr. med. Philipp Lubinus                                          1996 - 2002    Beisitzer
              Lubinus Clinicum (Chirurgie / Orthopädie), Kiel
1996 - 2003   Beisitzer                                                         2005 - 2008    Dr. med. Jürgen Mau
                                                                                               Park-Klinik Kiel (Gynäkologie / Chirurgie / Innere / HNO), Kiel

                                                                                seit 2008      Dr. sc. pol. Christian J. Rotering
                                                                                               Park-Klinik Manhagen (Orthopädie), Großhansdorf
                                                                                2002 - 2008    Beisitzer




6                                                                                                                                                                7
 Vorstand



Vorstand heute                                                                          Geschäftsführung

 Vorsitzender        Dr. med. Philipp Lubinus                                           Von Beginn an nahm Landrat a.D. Peter Orlow-
                     Geschäftsführer Lubinus Clinicum, Kiel                             ski, von 1952 bis 1976 Geschäftsführer der
                                                                                        Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein
                                                                                        e.V. (KGSH), die Aufgabe des Geschäftsfüh-
                                                                                        rers für den VPKSH nebenamtlich wahr. Die-
                                                                                        se Personal- und Sachunion von KGSH und
                                                                                        VPKSH wurde von 1976 - 1988 mit Dr. Karl
                                                                                        Hermann Junghärtchen und seit 1988 von            Bernd Krämer
                                                                                        Bernd Krämer fortgesetzt.

                                                                                        Weitere ständige, nebenberuflich für den Ver-
                     Dr. med. Philipp Lubinus                                           band tätige Mitarbeiter, sind die Referentin
                                                                                        Ulrike Petersen (Dipl.-Betriebswirtin FH) und
                                                                                        der Referent André Daniel Jackson (Dipl.-
 stellvertretender   Dr. sc. pol. Christian J. Rotering                                 Kaufmann FH). Für zusätzliche Aufgaben
 Vorsitzender        Geschäftsführer Park-Klinik Manhagen, Großhansdorf                 zieht der Verband freie Mitarbeiter hinzu.

                                                                                        Die Aufgabenfelder der Geschäftsstelle er-
                                                                                        strecken sich auf Politik und Recht, auf Finan-   Ulrike Petersen
 Beisitzer           Dr. med. Jürgen Mau                                                zierung und Planung, auf Qualitätssicherung
                     Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kiel                und Qualitätsmanagement, auf Rehabilitation
                                                                                        und Pflege, auf Presse- und Öffentlichkeitsar-
                     Thomas Fettweiß
                                                                                        beit, auf Marketing und Analysen sowie auf
                     Geschäftsführer Ostseeklinik Schönberg-Holm, Ostseebad Schönberg
                                                                                        Internet und Administration.
                     Dr. med. Martin Völckers
                     Geschäftsführer Park-Klinik, Kiel

                     Gerald Meyes
                     Verwaltungsleiter Klinik Dr. Winkler, Husum

                     Manfred Volmer                                                                                                       André Daniel Jackson
                     Kaufmännischer Leiter Klinikum Neustadt, Neustadt




  8                                                                                                                                                              9
 Mitgliederstruktur im Wandel



Das Krankenhauswesen in der Bundesrepu-          Kennzeichnend für die Zeit Ende der 50er Jah-     Hielt man Ende der 50er Jahre 100 Betten für        Betten sogar auf ein Fünftel und damit auf
blik, so auch in Schleswig-Holstein, hat in      re in Schleswig-Holstein ist eine Vielzahl von    einen wirtschaftlichen Krankenhausbetrieb           einige wenige Kliniken geschrumpft. Sie spie-
den letzten fünfzig Jahren einen grundle-        kleinen Privatkliniken mit durchschnittlich 26    noch für ausreichend, so lag diese Mindest-         len auch bezogen auf den Anteil der Betten
genden Strukturwandel erfahren. So gab es        Betten, die häufig lediglich eine Fachdisziplin   größe Mitte der 60er Jahre bereits bei 120 -        an der Gesamtbettenzahl im Vergleich zum
in Schleswig-Holstein im Jahr 1959 noch          vorhielten. Mehr als 90 Prozent der Kliniken      150 Betten, derzeit dürfte sie bei 200 Betten       Jahr 1959 nur noch eine untergeordnete Rol-
insgesamt 141 Krankenhäuser (davon 48 in         hatten weniger als 50 Betten, über zwei Drit-     und mehr liegen. Im Laufe der fünf Jahrzehn-        le. Die durchschnittliche Betriebsgröße der
privater Trägerschaft), im Jahr 2009 werden      tel der Kliniken sogar weniger als 25 Betten.     te hat sich die Struktur der Krankenhäuser          einzelnen Kliniken ist deutlich auf 136 Betten
lediglich noch 92 Kliniken gezählt, darunter     Zu den mit Abstand größten Kliniken zähl-         nach Bettengrößenklassen hin zu größeren,           gestiegen.
34 Privatkliniken. Die Zahl der Krankenhaus-     ten in dieser Zeit die Klinik Dr. Lubinus mit     leistungsfähigeren Einheiten stark verändert.
betten sank in diesem Zeitraum von rund          187 Betten und das Parksanatorium mit 89
25.200 auf 14.800 Betten. Nahm 1959 jeder        Betten. Betreiber der Kliniken waren zumeist      Im Jahr 2009 verfügt jede dritte Klinik in pri-
neunte Einwohner im Durchschnitt einmal          niedergelassene Ärzte. Aus diesen Ursprüngen      vater Trägerschaft über mehr als 150 Betten.
im Jahr das Krankenhaus in Anspruch, so ist      heraus resultiert in Schleswig-Holstein der im    Die Zahl der Privatkliniken mit weniger als 50
es heute bereits jeder fünfte. Die Dauer des     Vergleich zu anderen Bundesländern schon          Betten ist auf rund 40 Prozent und der An-
durchschnittlichen Klinikaufenthaltes sank       immer recht hohe Anteil an Belegkliniken.         teil der privaten Kliniken mit weniger als 25
von 28,5 Tagen im Jahr 1959 auf unter 8 Tage
in der Gegenwart.




      Private Krankenhäuser nach Bettengrößenklassen                                 1959               Private Krankenhäuser nach Bettengrößenklassen                                    2009
      Schleswig-Holstein                                                                                Schleswig-Holstein




       64,6
                                                                                                                                                               78,8




              34,6          34,7
                     27,1                                                                                                                               35,3

                                          16,0                                                            20,6                           26,5
                                                         14,7                                                            17,6
                                    6,3                                                                                                         14,7
                                                                            Kliniken in %                                       4,4
                                                                                                                                                                                 Kliniken in %
                                                   2,1                                                           2,1
                                                                            Betten in %                                                                                          Betten in %
         < 25         25 - 50       50 - 150        > 150                                                   < 25          25 - 50        50 - 150         > 150




 10                                                                                                                                                                                              11
 Mitgliederstruktur im Wandel



Diese Entwicklung in der Betriebsgröße der        ligen Martin-Luther-Krankenhauses und der        Die Zahl der Betten der freigemeinnützigen           Heute beschäftigen die Privatkliniken mehr
privaten Kliniken in Schleswig-Holstein re-       Fachklinik für Psychiatrie in Schleswig durch    und kommunalen Krankenhäuser ist stark               als 7.000 Vollkräfte, darunter etwa knapp
sultiert aus der Neugründung von Kliniken         die Damp Gruppe, des Kreiskrankenhauses Kal-     rückläufig. Bezogen auf den Betrachtungs-            900 Ärzte, rund 200 Belegärzte, 2.300 Pflege-
wie etwa der Klinik Waldwiese in Kiel (1970),     tenkirchen durch die Paracelsus-Kliniken und     zeitraum hat sich die Zahl der Betten der            kräfte und 1.400 Vollkräfte im medizinisch-
der Ostseeklinik Damp (1973), der Augenklinik     des Kreiskrankenhauses Bad Segeberg durch        freigemeinnützigen Krankenhäuser um 43,7             technischen Dienst und im Funktionsdienst.
Bellevue in Kiel (1985), der Curschmann Kli-      die Segeberger Kliniken Gruppe sowie aus der     Prozent und die der öffentlich-rechtlichen           Sie behandeln über 170.000 Patienten jähr-
nik in Timmendorfer Strand (1988), der Park-      Privatisierung der ehemaligen Psychiatrischen    Krankenhäuser sogar um 61,4 Prozent ver-             lich vollstationär. Im Jahr 2008 hatten die
Klinik Manhagen (1991), der Medizinisch-          Fachkliniken des Landes in Heiligenhafen und     mindert. Gewinner dieser Entwicklung sind            Privatkliniken einen Gesamtumsatz von rund
Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt            Neustadt durch die Ameos Gruppe.                 die privaten Kliniken. Die Zahl ihrer Kranken-       500 Mio. Euro. Ihr Marktanteil in Schleswig-
(1993), aber auch vor allem aus der Über-                                                          hausbetten hat sich annähernd vervierfacht.          Holstein gemessen am Umsatz beträgt rund
nahme größerer kommunaler Krankenhäuser           Aufgrund dieser vor allem in den 90er Jahren                                                          27 Prozent (Abbildung).
durch private Klinikkonzerne, wie etwa des        einsetzenden Privatisierungswelle hat sich die   Die Bedeutung der lokalen Privatkliniken wie
Kreiskrankenhauses Neustadt durch die Schön       Verteilung auf die verschiedenen Trägergrup-     auch der überregional tätigen Klinikkonzerne
Kliniken, der übrigen Kliniken des Kreises Ost-   pen in Schleswig-Holstein sowohl bezogen         für die flächendeckende Versorgung der Be-
holstein und der Hansestadt Lübeck durch die      auf die Zahl der Kliniken als auch der Betten    völkerung in Schleswig-Holstein hat im Zeit-
Sana-Kliniken, des Kreiskrankenhauses Bad         wesentlich verändert.                            ablauf zugenommen.
Oldesloe und der AWO Nordseeklinik Wester-
land durch die Asklepios Kliniken, des ehema-




       Betten nach Krankenhausträgern                                         1959 - 2009              Marktanteile nach Krankenhausträgern                                                  2008
       in Schleswig-Holstein                                                                           in Schleswig-Holstein

                  öffentlich
                   18.574
       20.000
                                                                                                                                                                  lokale
                                                                                                                           Freigemeinnützige                     Anbieter
                                                                                                                                 18%                               6%
       15.000

                                                                                                                                                                                 Ameos Gruppe
                                                   öffentlich
                                                     7.170                                                                                                                       Asklepios Kliniken
       10.000                                                                                            Kommunen                                                                Damp Gruppe
                                                        freigemeinnützig                                   32%                                      Private
                                                              3.040                                                                                  27%                         Helios Kliniken
                       freigemeinnützig                              privat
                             5.396                                                                                                                                               Paracelsus Kliniken
                                                                     4.658
        5.000                                                                                                                                                                    Sana Kliniken
                                                                                    - 61,4%                                                                                      Schön Kliniken
                                      privat
                                      1.269                                         - 43,7%                                                                                      Vitanas

           0                                                                      + 267,1%                                                                        Klinik-
                                                                                                                                UKSH                             Konzerne
                               1959                             2009                                                            23%                                21%




  12                                                                                                                                                                                                   13
 Mitgliederstruktur im Wandel                                                                         Mitglieder des VPKSH



Diese Entwicklung ist jedoch nicht gradlinig,     klinik Marne, die Klinik Dr. Knees in Sche-        Akut                                         Klinik Flechsig
sondern eher wellenförmig verlaufen. So sind      nefeld, die Chirurgisch-Orthopädische Klinik                                                    Klinik & Fachärzte für HNO
seit Ende der 50er Jahre neue Privatkliniken      Dr. Dümmer in Pinneberg, die Paracelsus-Kli-       Augenklinik Bellevue                         Chemnitzstraße 33
entstanden, andere wiederum haben in die-         nik Glückstadt, die Klinik Dr. Hartmann in Itze-   Inhaber Prof. Dr. med. Detlef Uthoff         24116 Kiel
sem Zeitraum ihren Betrieb eingestellt oder       hoe, die Chirurgische Privatklinik Dr. Lehmann     Lindenallee 21                               Telefon: 0 431 / 3397 - 100
sind von kommunalen oder freigemeinnützi-         in Neumünster und die Margarethen-Klinik           24105 Kiel                                   Telefax: 0 431 / 3397 - 139
gen Trägern übernommen worden.                    Dr. Franke in Kappeln.                             Telefon: 0 431 / 30108 - 0                   info@klinik-flechsig.de
                                                                                                     Telefax: 0 431 / 30108 - 40                  www.klinik-flechsig.de
Bereits in den 70er und 80er Jahren fand          Heute vertritt der VPKSH 30 Kliniken in pri-       info@augenklinik-bellevue.de
ein regelrechtes Sterben von Privatkliniken       vater Trägerschaft. Privat heißt dabei nur, daß    www.augenklinik-bellevue.de                  Klinik Klosterstraße GbR
statt. Und alleine seit Mitte der 90er Jahre      die Klinik privat geführt wird. Jeder kann die                                                  Klosterstraße 63 - 65
haben aufgrund von betriebswirtschaftlichen       Leistungen von Privatkliniken in Anspruch          HELIOS Agnes Karll                           24536 Neumünster
Überlegungen oder aber aufgrund kranken-          nehmen unabhängig davon, ob er Kassen-             Krankenhaus Bad Schwartau                    Telefon: 0 4321 / 9276 - 0
hausplanerischer Entscheidungen des Landes        oder Privatpatient ist. Die Mitgliedskliniken      Am Hochkamp 21                               Telefax: 0 4321 / 9276 - 22
etliche Kliniken ihren Betrieb eingestellt oder   sind sowohl Akut- als auch Rehakliniken un-        23611 Bad Schwartau                          info@klinik-klosterstrasse.de
die Trägerschaft gewechselt.                      terschiedlicher Größe.                             Telefon: 0 451 / 200 - 70                    www.klinik-klosterstrasse.de
                                                                                                     Telefax: 0 451 / 241 - 12
Dazu zählen Mitgliedskliniken des Verbandes                                                          postmaster@badschwartau.helios-kliniken.de   Klinikum Neustadt
wie die Kliniken Dr. Pantke, Dr. Fuhrer und                                                          www.helios-kliniken.de                       Am Kiebitzberg 10
Dr. Jensen in Kiel, die Klinik Dr. Conrad in                                                                                                      23730 Neustadt in Holstein
Eckernförde, die Privatklinik Dr. Dunkelmann,                                                        Klinik Ahrensburg                            Telefon: 0 4561 / 54 - 0
die Belegklinik West, das Ärztehaus Mürwik                                                           Betreiber GmbH & Co.KG                       Telefax: 0 4561 / 54 - 1091
und die Fördeklinik in Flensburg, die Privat-                                                        Manhagener Allee 56                          KlinikumNeustadt@schoen-kliniken.de
                                                                                                     22926 Ahrensburg                             www.schoen-kliniken.de
                                                                                                     Telefon: 0 4102 / 5153 - 0
                                                                                                     Telefax: 0 4102 / 5153 - 60                  Laserklinik Kiel GmbH & Co.KG
                                                                                                     info@klinikahrensburg.de                     Jungfernstieg 44
                                                                                                     www.klinik-ahrensburg.de                     24116 Kiel
                                                                                                                                                  Telefon: 0 431 / 950 - 80
                                                                                                     Klinik Dr. Winkler                           Telefax: 0 431 / 940 - 30
                                                                                                     KLW Krankenhausbetriebsgesellschaft mbH      laserklinikkiel@hotmail.com
                                                                                                     & Co. KG                                     www.laserklinik-kiel.de
                                                                                                     Brinckmannstraße 6
                                                                                                     25813 Husum/Nordsee                          Lubinus Clinicum GmbH & Co. KG
                                                                                                     Telefon: 0 4841 / 6911 - 0                   Steenbeker Weg 25
                                                                                                     Telefax: 0 4841 / 6911 - 59                  24106 Kiel
                                                                                                     klinik-winkler@foni.net                      Telefon: 0 431 / 388 - 0
                                                                                                     www.klinik-winkler.de                        Telefax: 0 431 / 388 - 240
                                                                                                                                                  info@lubinus-clinicum.de
                                                                                                                                                  www.lubinus-klinik.de




  14                                                                                                                                                                                    15
 Mitglieder des VPKSH



Ostseeklinik Kiel GmbH               Park-Klinik GmbH                        Segeberger Kliniken GmbH
                                                                                                                            Reha
Hamburger Chaussee 77                Goethestraße 11                         Allgemeine Klinik
24113 Kiel                           24116 Kiel                              Krankenhausstraße 2                            AHG Klinik Holstein
Telefon: 0 431 / 72063 - 00          Telefon: 0 431 / 5909 - 0               23795 Bad Segeberg                             Weidenweg 9 - 15
Telefax: 0 431 / 72063 - 15          Telefax: 0 431 / 5909 - 111             Telefon: 0 4551 / 802 - 4901                   23562 Lübeck
eckhard.mueller@damp.de              kontakt@park-klinik-kiel.de             Telefax: 0 4551 / 802 - 4850                   Telefon: 0 451 / 5894 - 0
www.ostseeklinik-kiel.de             www.park-klinik-kiel.de                 info@segebergerkliniken.de                     Telefax: 0 451 / 5894 - 200
                                                                             www.segebergerkliniken.de                      holstein@ahg.de
Ostseeklinik Kiel GmbH               Park-Klinik Manhagen                                                                   www.ahg.de
Standort Wellingdorf                 Sieker Landstraße 19                    Tagesklinik für Allergie und
Schönberger Straße 5 - 11            22927 Großhansdorf                      Hautkrankheiten Dr. Brüning                    AOK – Nordseeklinik
24148 Kiel                           Telefon: 0 4102 / 605 - 0               Schönberger Straße 72                          Fachklinik für Mutter und Kind
Telefon: 0 431 / 72063 - 00          Telefax: 0 4102 / 605 - 190             24148 Kiel                                     Strunwai 23
Telefax: 0 431 / 72063 - 15          mails@manhagen.de                       Telefon: 0 431 / 72 60 65                      25946 Norddorf/Amrum
eckhard.mueller@damp.de              www.park-klinik-manhagen.de             Telefax: 0 431 / 72 20 10                      Telefon: 0 4682 / 37 - 0
www.ostseeklinik-kiel.de                                                     dr.h.bruening@gmx.de                           Telefax: 0 4682 / 2749
                                     Praxisklinik Kronshagen GmbH & Co. KG   www.dermakiel.de                               info@aok-nordseeklinik.de
Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland   Eichkoppelweg 74                                                                       www.aok-nordseeklinik.de
Invasorenpfad 1040                   24119 Kronshagen                        Vincemus-Klinik, Privatklinik für plastische
27498 Helgoland                      Telefon: 0 431 / 54566 - 55             und wiederherstellende Chirurgie               Klinikum Neustadt
Telefon: 0 4725 / 803 - 0            Telefax: 0 431 / 54566 - 59             Am Ostersielzug 7 / Brückenstraße 1a           Am Kiebitzberg 10
Telefax: 0 4725 / 803 - 125          praxisklinik@pkkh.de                    25840 Friedrichstadt                           23730 Neustadt in Holstein
helgoland@pk-mx.de                   www.praxisklinik-kronshagen.de          Telefon: 0 4881 / 17 17                        Telefon: 0 4561 / 54 - 0
www.paracelsus-kliniken.de                                                   Telefax: 0 4881 / 75 56                        Telefax: 0 4561 / 54 - 1091
                                     Sana Kliniken Lübeck GmbH               info@vincemus-klinik.de                        KlinikumNeustadt@schoen-kliniken.de
Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg   Kronsforder Allee 71-73                 www.vincemus-klinik.de                         www.schoen-kliniken.de
Wilstedter Straße 134                23560 Lübeck
24558 Henstedt-Ulzburg               Telefon: 0 451 / 585 - 01                                                              Nordsee Reha-Klinikum St. Peter-Ording
Telefon: 0 4193 / 70 - 0             Telefax: 0 451 / 585 - 1234                                                            Klinik I
Telefax: 0 4193 / 70 - 1019          info@sana-luebeck.de                                                                   Fritz-Wischer-Straße 3
henstedt@pk-mx.de                    www.sana-luebeck.de                                                                    25826 St. Peter-Ording
www.paracelsus-kliniken.de                                                                                                  Telefon: 0 4863 / 706 - 01
                                     Sana Kliniken Ostholstein GmbH                                                         Telefax: 0 4863 / 706 - 1799
Paracelsus-Klinik Kaltenkirchen      Hospitalstraße 22                                                                      verw-nr1@rehaklinik.de
Alvesloher Straße 29                 23701 Eutin                                                                            www.rehaklinik.de
24568 Kaltenkirchen                  Telefon: 0 4521 / 787 - 1316
Telefon: 0 4191 / 96 - 0             Telefax: 0 4521 / 787 - 1309
Telefax: 0 4191 / 96 - 1021          info@sana-oh.de
henstedt@pk-mx.de                    www.sana-oh.de
www.paracelsus-kliniken.de




 16                                                                                                                                                               17
 Mitglieder des VPKSH



Nordsee Reha-Klinikum St. Peter-Ording      Reha-Klinik Damp GmbH
Klinik II                                   Seute-Deern-Ring 30
Wohldweg 7                                  24351 Ostseebad Damp
25826 St. Peter-Ording                      Telefon: 0 4352 / 80 - 8303
Telefon: 0 4863 / 706 - 02                  Telefax: 0 4352 / 80 - 8390
Telefax: 0 4863 / 706 - 2799                reha-damp@damp.de
                                                                                     Westerland
verw-nr2@rehaklinik.de                      www.rehaklinik-damp.de
www.rehaklinik.de                                                                                     Niebüll                 Flensburg
                                            Reha-Klinik Schloß Schönhagen GmbH
                                                                                              Wyk auf Föhr                                     Kappeln
Ostseeklinik Grömitz                        Schloßstraße 1
                                                                                       Amrum
Rehabilitationsklinik für Mutter und Kind   24398 Ostseebad Schönhagen                                                                             Brodersby
                                                                                                             Bredstedt
                                                                                                                                                    Damp
Blankwasserweg 65                           Telefon: 0 4644 / 90 - 1711
                                                                                                                                      Schleswig
23743 Ostseeheilbad Grömitz                 Telefax: 0 4644 / 90 - 1800                                         Husum                                                                              Burg
Telefon: 0 4562 / 254 - 0                   reha-ssh@damp.de                                                                                                        Schönberg-Holm
Telefax: 0 4562 / 254 - 199                 www.reha-klinik-schoenhagen.de                    St. Peter Ording           Friedrichstadt                                                    Heiligenhafen
                                                                                                            Tönning                    Rendsburg         Kiel
info@ostseeklinik-groemitz.de                                                                                                                                                            Oldenburg
www.ostseeklinik-groemitz.de                Rehabilitationsklinik Nordfriesland                                                                                 Preetz
                                            Wohldweg 9                            Helgoland                     Heide                                                       Bad Malente
                                                                                                                                                                                           Grömitz
                                                                                                                                                                              Eutin
Ostseeklinik Schönberg-Holm                 25826 St. Peter-Ording                                                                                                   Plön             Neustadt
An den Salzwiesen 1                         Telefon: 0 4863 / 401 - 0                                                          Aukrug              Neumünster
24217 Ostseebad Schönberg/Holstein          Telefax: 0 4863 / 401 - 512                                                                                                               Timmendorfer Strand
Telefon: 0 4344 / 37 - 0                    nordfriesland@hamm-kliniken.de                                      Brunsbüttel    Itzehoe                    Bad Segeberg
                                                                                                                                              Bad Bramstedt                        Bad Schwartau
Telefax: 0 4344 / 37 - 666                  www.hamm-kliniken.de                                                                       Kaltenkirchen                               Lübeck
info@okli-holm.de                                                                                                        Glückstadt
                                                                                                                                                                    Bad Oldesloe
www.ostseeklinik-schoenberg-holm.de         Segeberger Kliniken GmbH                                                                  Elmshorn Henstedt-
                                                                                                                                               Ulzburg
                                            Am Kurpark 1                                                                                                        Ahrensburg            Ratzeburg
                                                                                                                                        Pinneberg                Großhans-
Park-Klinik Manhagen                        23795 Bad Segeberg                                                                                                   dorf
                                                                                                                                       Wedel
Sieker Landstraße 19                        Telefon: 0 4551 / 802 - 4901                                                                      Hamburg
22927 Großhansdorf                          Telefax: 0 4551 / 802 - 4850                                                                                         Reinbek
Telefon: 0 4102 / 605 - 0                   info@segebergerkliniken.de                                                                                              Geesthacht
Telefax: 0 4102 / 605 - 190                 www.segebergerkliniken.de
mails@manhagen.de
www.park-klinik-manhagen.de




 18                                                                                                                                                                                               19
 Grundsätze des VPKSH                                                                             Ausgewählte Tätigkeitsfelder



Privates Engagement von Ärzten ist bereits       Um die Herausforderungen des Gesundheits-       Neben der politischen Interessenvertretung       Dieses neue Vergütungssystem hat die bis-
seit Beginn des 20. Jahrhunderts unverzicht-     wesens mit seiner demografischen und me-        gehört die Beratung und Information der Mit-     herige, weitgehend tagesbezogene Kranken-
barer Bestandteil der Gesundheitsversorgung.     dizinischen Entwicklung zu meistern, vertritt   glieder in allen Fragen, die das Gesundheits-    hausfinanzierung abgelöst.
Ursprünglich zur Überbrückung der Versor-        der VPKSH folgende Forderungen:                 wesen betreffen, sowie die Unterstützung bei
gungslücke für Arme gedacht, ist auch heute                                                      Verhandlungen mit den Kostenträgern und          Um dieses DRG-System einzuführen, mußten
noch der Aufbau und die Weiterentwicklung               Wettbewerbliche Organisation des         die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mit-       zunächst die notwendigen strukturellen und
des Gesundheitswesens stark von den Privat-      Gesundheitswesens mit klaren rechtlichen        arbeiter zu den originären Tätigkeitsschwer-     ordnungspolitischen    Rahmenbedingungen
kliniken geprägt. Die Prinzipien Humanität       Rahmenbedingungen, vor allem in den Berei-      punkten des Verbandes.                           geschaffen werden. In den Krankenhäusern
und Wirtschaftlichkeit bleiben Maßstäbe für      chen Preis-, Leistungs- und Qualitätswettbe-                                                     war eine Reorganisation bestehender Struk-
die Zukunft. Dies gilt umso mehr unter finan-    werb;                                           Die vergangenen zehn Jahre waren insbeson-       turen notwendig, was z.B. die Entstehung
ziellen und personellen Herausforderungen                                                        dere von der Umstellung auf ein neues Ab-        neuer Arbeitsfelder und Personalqualifikati-
durch das diagnosebezogene Klinikabrech-                 mehr Transparenz und Stärkung der       rechnungssystem in den Krankenhäusern und        onen umfaßte. So sind seither neue Arbeits-
nungssystem (DRGs), den sich anbahnenden         Selbstverwaltung;                               zunehmende Qualitätsanforderungen ge-            felder wie die des medizinischen Kodierers
Ärztemangel und steigende Personal- und                                                          prägt. Ein über die Jahrzehnte hinweg immer      entstanden und das medizinische Controlling
Sachkosten einerseits sowie den begrenzten               Anerkennung privater Unternehmer        wiederkehrendes Thema betrifft die Anpas-        wird heute durch Fachärzte mit betriebswirt-
Klinikbudgets andererseits.                      als erforderliche Partner im Gesundheitswe-     sung bzw. Fortschreibung der Krankenhaus-        schaftlichen und IT-Kenntnissen verstärkt.
                                                 sen;                                            planung für das Land Schleswig-Holstein.         Der VPKSH hat gemeinsam mit der Landes-
Neben interdisziplinärer Zusammenarbeit                                                                                                           krankenhausgesellschaft für die Qualifizie-
müssen nunmehr auch Managementkennt-                    Überwindung der sektoralen Leis-         Die Informations- und Beratungsaufgaben          rung des Krankenhauspersonals im Jahr 2003
nisse in den Kliniken umgesetzt werden, um       tungserbringung;                                sowie die Interessenvertretung des VPKSH         die sogenannte Kodierschule eingerichtet.
eine moderne Betriebsführung zu gewährleis-                                                      sind breit gefächert. Aus diesem Grund wer-      Noch heute werden regelmäßig Einführungs-
ten. In Schleswig-Holstein wie auch bundes-               Anerkennung der Kliniken und Re-       den im Folgenden nur einige wenige Tätig-        und Auffrischungsseminare angeboten.
weit ist zu beobachten, daß der Anteil an Pri-   habilitationseinrichtungen als Kompetenz-       keitsschwerpunkte und Höhepunkte in der
vatkliniken in der Trägerlandschaft zunimmt.     zentren für Akutkrankheiten bzw. chronische     Verbandsgeschichte kurz beschrieben.             Zentrale Themen waren zudem die Identifizie-
Grund dafür ist der Vorteil der privat geführ-   Krankheiten und postakute Versorgung.                                                            rung von Verbesserungspotentialen in der Be-
ten Häuser durch ihre Unabhängigkeit und                                                         DRG-System                                       handlungsqualität, der optimale Einsatz von
Flexibilität beim Einsatz ihrer finanziellen                                                                                                      Ressourcen (Personal- und Sachmittel) und
Mittel sowie ihre kurzen Entscheidungswege.                                                      Die größte An- und Herausforderung für die       die Erhöhung der Effizienz von Leistungspro-
Priorität haben dabei die Bedürfnisse der Pa-                                                    Krankenhäuser in den letzten Jahren war die      zessen. Ein Krankenhaus, das im neuen Ver-
tienten und die Anforderungen der Ärzte für                                                      Umstellung der Krankenhausabrechnungen           gütungssystem erfolgreich sein will, muß
ihre medizinischen Leistungen sowie Qua-                                                         auf ein fallpauschaliertes Entgeltsystem. Seit
litätssicherung, Aus- und Weiterbildung als                                                      dem Jahr 2005 (seit dem 01.01.2003 optional,     – die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
auch die Ausstattung der Kliniken.                                                               im Jahr 2004 budgetneutral) rechnen die Kli-       sensibilisieren, schulen und qualifizieren,
                                                                                                 niken ihre Leistungen nach diagnosebezoge-       - die Kosten- und Leistungsrechnung
                                                                                                 nen Fallgruppen ab. Mit diesem DRG-System          anpassen,
                                                                                                 als Grundlage eines leistungsorientierten        - Prozesse optimieren, Effizienz und
                                                                                                 Vergütungssystems werden alle Behand-              Qualität steigern,
                                                                                                 lungsfälle nach pauschalierten Preisen ver-      - die Kodierqualität verbessern und ein
                                                                                                 gütet. Dabei orientieren sich die Pauschalen       Medizinisches Controlling errichten sowie
                                                                                                 am durchschnittlichen Behandlungsaufwand         - Managementinformationssysteme aus-
                                                                                                 eines standardisierten Behandlungsfalles.          bauen.




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 Ausgewählte Tätigkeitsfelder



Die Privatkliniken in Schleswig-Holstein ha-   Privatkliniken des Deutschen Krankenhaus-        dungsrecht. Um in den Krankenhausplan auf-
ben sich dieser Herausforderung von Beginn     instituts (DKI) im März 2007 schätzen privat     genommen zu werden, muß ein Krankenhaus
an gestellt. Wie eine Umfrage des VPKSH        geführte Kliniken ihre wirtschaftliche Situa-    leistungsfähig, wirtschaftlich und bedarfs-
aus dem Sommer 2003 belegt, haben bereits      tion weit besser ein als Kliniken öffentlicher   notwendig sein.
mehrere Mitglieder das Optionsjahr genutzt,    und freigemeinnütziger Träger. Der VPKSH
um das Abrechnungssystem komplett um-          wird seine Mitglieder in diesem Prozeß wei-      Ein wichtiges Entscheidungsgremium für die
zustellen und somit frühzeitig Erfahrungen     terhin unterstützen, indem er sich auch künf-    Krankenhausplanung in Schleswig-Holstein
mit dem DRG-System zu sammeln. Andere          tig für angemessene und gerechte Rahmen-         ist die sogenannte Beteiligtenrunde gemäß
Privatkliniken haben zu dieser Zeit das neue   bedingungen einsetzt.                            19 AG-KHG. Die Federführung über die Kran-
und alte Abrechnungssystem parallel lau-                                                        kenhausplanung hat heute das Ministerium
fen lassen, um die Scharfschaltung ab 2005     Krankenhausplanung                               für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend
zu erleichtern. Die Umfrage des Verbandes                                                       und Senioren des Landes Schleswig-Holstein
brachte auch zutage, daß die Privatkliniken    Die Zuständigkeit für die Krankenhäuser in       (MSGF). Der VPKSH hat in der Beteiligtenrun-
ein besonders hohes Maß an Flexibilität und    Schleswig-Holstein ging im Jahr 1971 vom         de ein Anhörungsrecht, von dem er immer
Individualität bieten, sie für das neue DRG-   Innenministerium auf das Sozialministerium       - insbesondere bei den umfassenden Fort-
System ausgezeichnet gerüstet sind, der me-    über. Eine gesetzlich verankerte Kranken-        schreibungen des Krankenhausplanes in den
dizinisch hohe Standard sogar aus dem Aus-     hausbedarfsplanung gab es vor diesem Zeit-       Jahren 1989/90 und 1999/2000 - konsequent
land bestätigt wird und die Bereitschaft für   punkt noch nicht. Diese ergab sich erst aus      Gebrauch gemacht hat.                           Dr. med. Jürgen Mau
Kooperationen aber auch Innovationen und       dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG)
Investitionen beispielhaft sind.               von 1972. Die Krankenhausbedarfsplanung          Zu beiden Fortschreibungszeitpunkten hatte      Im Rahmen der Krankenhausplanung mahn-
                                               wurde damals den Bundesländern übertra-          das Land ein Gutachten bei der Gesellschaft     te Dr. Mau auch immer wieder ein beson-
Wie auch alle anderen Krankenhäuser in         gen. Die Länder hatten Krankenhauspläne zu       für Systemberatung im Gesundheitswesen          deres Augenmerk auf die Qualifizierung von
Schleswig-Holstein mußten die Privatklini-     erstellen, welche die für die Versorgung der     (GSbG) in Auftrag gegeben. Die Gutachten        Nachwuchskräften im medizinisch-ärztlichen
ken bei der Umstellung auf das DRG-System      Bevölkerung bedarfsnotwendigen Kranken-          enthielten damals auch Empfehlungen, meh-       Bereich an. Entsprechend setzte er sich für
mit der Benachteiligung fertig werden, auf-    häuser vor allem nach Standorten, Fachab-        rere kleinere Privatkliniken aus dem Kranken-   qualifizierte Aus- und Weiterbildungsmög-
grund der von jeher hohen Wirtschaftlichkeit   teilungen und Bettenzahlen ausweisen. An-        hausplan herauszunehmen (siehe auch Mit-        lichkeiten am Universitätsklinikum Schles-
der schleswig-holsteinischen Kliniken auf      spruch auf Übernahme der Investitionskosten      gliederstruktur im Wandel).                     wig-Holstein ein, da nach seiner festen
dem niedrigsten Landesbasisfallwert aller      durch das Land sowie auf den Abschluß von                                                        Überzeugung hiervon alle Krankenhäuser in
Bundesländer festgeschrieben zu werden.        Vergütungsverträgen mit den Krankenkassen        Dem besonderen Engagement des damaligen         Schleswig-Holstein profitierten.
Gemeinsam mit anderen Verbänden hat der        hatten fortan nur noch die in den Kranken-       Vorsitzenden des VPKSH, Dr. Jürgen Mau, ist
VPKSH daher vehement die Einführung eines      hausplan aufgenommenen Krankenhäuser.            es zuzuschreiben, daß den Empfehlungen des      Die Krankenhausplanung wird auch in Zu-
bundesweiten Basisfallwertes eingefordert.     Für Krankenhäuser ist daher die Aufnahme         Gutachters nur in Einzelfällen gefolgt wurde.   kunft von großer Bedeutung für die schles-
Er konnte dabei auf die Unterstützung des      und der Verbleib im Krankenhausplan von          Insbesondere seine Argumentation, daß die       wig-holsteinischen Krankenhäuser sein. Die
Landes setzen. Inzwischen zeichnet sich ab,    existentieller Bedeutung.                        betroffenen Einrichtungen durchaus wichtige     aktuelle demografische Entwicklung, wonach
daß dieses Ziel vom Jahr 2014 an weitgehend                                                     Nischen in der flächendeckenden Versorgung      es immer ältere, häufig an mehreren Erkran-
erreicht sein wird.                            Seit Einführung der Krankenhausbedarfs-          der Bevölkerung abdeckten und gerade auch       kungen leidende Patienten geben wird, macht
                                               planung stimmen sich die Länder über die         kleinere Belegkrankenhäuser besonders pa-       eine flächendeckende Versorgung dringend
Trotz dieses schwierigen Umstellungsprozes-    Aufnahme von Krankenhäusern in den Kran-         tientennahe Versorgungsangebote vorhielten,     erforderlich. Hierfür und für die Wahrung der
ses werden die Privatkliniken in Schleswig-    kenhausplan insbesondere mit den Kranken-        konnte die Beteiligtenrunde vom Verbleib im     Trägervielfalt unter den Kliniken wird sich der
Holstein auch zukünftig ihre Chancen zu        kassen, den Kommunen sowie der Kranken-          Krankenhausplan überzeugen.                     VPKSH auch künftig engagieren.
nutzen wissen. Denn nach einer Studie zur      hausgesellschaft ab. In strittigen Fällen ha-
Wirtschaftlichkeit schleswig-holsteinischer    ben die Länder jedoch das Letztentschei-



 22                                                                                                                                                                                       23
 Ausgewählte Tätigkeitsfelder



Qualitätssicherung                                                                                Situation der Reha-Kliniken

Qualitätssicherung und Qualitätsmanage-                                                           Die medizinische stationäre Rehabilitation ist   pazitäten, die das Angebot lediglich vergrö-
ment sind unverzichtbare Bestandteile der                                                         heute neben der ambulanten und akut-sta-         ßern, zu schaffen.
Kliniken für ihren Erfolg und ihre Leistungs-                                                     tionären Krankenversorgung als dritte Säule
fähigkeit im Wettbewerb des Gesundheitswe-                                                        des Gesundheitswesens im Fünften, Sechsten       Der Aktionsplan ist in den Folgejahren mehr-
sens.                                                                                             und Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB)          fach an aktuelle Entwicklungen angepaßt
                                                                                                  gesetzlich verankert. Anders als bei den Kran-   worden, um medizinisch-technische Neue-
Der VPKSH unterstützt dabei seine Mitglieder                                                      kenhäusern gibt es für diesen Versorgungsbe-     rungen zu berücksichtigen und um erfolgrei-
mit mehreren Standbeinen:                                                                         reich jedoch kein einheitliches Abrechnungs-     che neue Behandlungsmethoden aufnehmen
                                                                                                  system. Vielmehr müssen die Reha-Kliniken        zu können.
         dem Gütesiegel Medizinische Reha-                                                        einzeln in Verträgen mit den Kostenträgern
bilitation in geprüfter Qualität für Rehabili-                                                    (Krankenkassen und Rentenversicherung) für       Um Gleichberechtigung in den Preisverhand-
tationseinrichtungen,                            fahren unterziehen. Mit dem Gütesiegel sind      sie möglichst auskömmliche Tagessätze oder       lungen mit den Kostenträgern zu erzielen,
                                                 die Mitgliedskliniken dafür bestens gerüstet.    Fallpauschalen aushandeln. In Zeiten knapper     fordert der VPKSH die Einrichtung einer
        der Projektgeschäftsstelle ProQS für     Denn der 20 Punkte umfassende Kriterienka-       finanzieller Ressourcen im Gesundheitswesen      Schiedsstelle, wie sie für die Krankenhäuser
die gesetzlich vorgeschriebene externe ver-      talog greift genau die Grundvoraussetzungen      stellt sich dies als zunehmend schwierig dar.    schon lange besteht. Außerdem ist aus Sicht
gleichende Qualitätssicherung,                   auf, die für ein Qualitätsmanagement unab-       Da die Verhandlungsmacht der Reha-Kliniken       des VPKSH auch die Vorgabe eines Orientie-
                                                 dingbar notwendig sind, wie zum Beispiel:        gegenüber den Krankenkassen eher schwach         rungswertes für Budgetsteigerungen sinnvoll.
        mit Informationsveranstaltungen und      Patienten- und Mitarbeiterorientierung, in-      ist, werden den Rehaeinrichtungen die Preise     In beiden Fällen ist der Gesetzgeber gefor-
Beratungsleistungen zu den Strukturierten        dikationsspezifische Rehabilitationskonzep-      oftmals diktiert.                                dert, entsprechende gesetzliche Regelungen
Qualitätsberichten, die die Akutkliniken seit    te, Führungskräftequalifikation, Entwicklung                                                      auf den Weg zu bringen.
2005 im Abstand von zwei Jahren im Internet      eines Unternehmensleitbildes, Beteiligung        Erschwerend kommt hinzu, daß die Reha-
veröffentlichen müssen.                          an internen und externen Qualitätssiche-         Kliniken in der Vergangenheit zum Teil er-       Zudem hat sich der VPKSH bereits mit der
                                                 rungsverfahren, Benennung von Qualitäts-         hebliche Belegungsschwankungen verkraf-          Einführung eines einheitlichen Abrechnungs-
Das Gütesiegel Medizinische Rehabilitati-        managementbeauftragten, Einrichtung eines        ten mußten. Besonders in den Jahren 1996         systems für Reha-Kliniken befaßt. Hierzu hat
on in geprüfter Qualität darf als besonderes     Beschwerde- und Fehlermanagements.               - 1999 war dieses Marktsegment von einer         er ein Pilotprojekt zur Ermittlung von Reha-
Erfolgsmodell hervorgehoben werden. Es                                                            regelrechten Krise erschüttert. Seither haben    bilitationsbehandlungsgruppen finanziell un-
ist für Reha-Kliniken ein ideales Instrument     Von den 28 Reha-Einrichtungen beider Ver-        sich dem VPKSH zunehmend auch Reha-Kli-          terstützt, das unter der wissenschaftlichen
zur Standortbestimmung des klinikinternen        bände haben sich bislang 16 für das Güte-        niken angeschlossen.                             Begleitung des Instituts für Gesundheitsöko-
Qualitätsmanagements. Dieses am täglichen        siegel akkreditieren lassen, 12 davon bereits                                                     nomik (IfG München) in den Jahren 2006 -
Klinikgeschehen orientierte Gütesiegel wurde     zum zweiten und 7 Kliniken sogar schon zum       Um die Existenz der schleswig-holsteinischen     2008 durchgeführt wurde.
bereits vor neun Jahren vom VPKSH und der        dritten Mal. Das Gütesiegel verdient man sich    Reha-Kliniken langfristig zu sichern, hat sich
KGSH gemeinsam ins Leben gerufen. Beide          durch herausragende, überprüfbare Qualität,      der VPKSH von Beginn an im Jahr 1997 dem         Mittelfristiges Ziel aus Sicht des VPKSH ist es,
Klinikverbände bewiesen damit Weitblick,         die alle drei Jahre erneut anhand der 20 Prüf-   Aktionsplan Vorsorge- und Rehabilitations-       ähnlich dem DRG-System für Krankenhäuser
denn zwischenzeitlich sind Reha-Kliniken         kriterien und vor einer Prüfungskommission,      standort Schleswig-Holstein angeschlossen.       auch ein einheitliches Abrechnungssystem
qua Gesetz dazu verpflichtet, ein Qualitäts-     dem sogenannten Begehungsteam (B-Team),          Unter dem Dach des MSGF bekennen sich da-        für Reha-Kliniken einzuführen.
management einzuführen und weiterzuent-          unter Beweis gestellt werden muß. Allein im      rin die Verbände der Leistungserbringer und
wickeln. Zum Nachweis der erfolgreichen          Jahr 2009 stehen vier Re-Akkreditierungen        der Kostenträger, die bestehenden Angebote
Umsetzung des Qualitätsmanagements müs-          an – eine stolze Bilanz einer für die Kliniken   der Reha-Kliniken zu erhalten und zugleich
sen sich die Kliniken künftig sogar in regel-    freiwilligen Maßnahme. – Weitere Informati-      Sorge dafür zu tragen, keine zusätzlichen Ka-
mäßigen Abständen einem Zertifizierungsver-      onen: www.reha-im-norden.de



 24                                                                                                                                                                                           25
 Ausgewählte Tätigkeitsfelder                                                                   Partner des VPKSH



Information und Kommunikation                                                                  Bundesverband

Seine Mitglieder aktuell zu informieren, ist    Rubriken wie Termine, Meldungen und Presse     Der VPKSH hat sich von jeher für einen           nun die Änderungswünsche der sogenannten
schon immer ein besonderes Anliegen des         über alle wesentlichen Neuigkeiten im Ge-      schlagkräftigen Dachverband eingesetzt. So       ‚Newcomer ‘ und noch dazu ‚Nordlichter ‘.
VPKSH gewesen. Dabei hat die Form des           sundheitswesen und in der privaten Klinik-     ist es auch maßgeblich dem Engagement von        Unmöglich!
Newsletters via E-Mail die einstigen Rund-      landschaft. Mitgliedern des Verbandes wie      Dr. Hans Flechsig zuzuschreiben, daß der Ge-
schreiben in Papierform schon seit geraumer     auch registrierten Interessenten bietet der    schäftssitz des Bundesverbandes Deutscher        Wir ‚Umstürzler ‘ – und dazu gehörten die Lan-
Zeit abgelöst. Und daß der VPKSH bei seiner     VPKSH zudem zusätzliche Dienste an: Einen      Privatkliniken (BDPK) Anfang der 80er Jahre      desverbände von Baden-Württemberg, Berlin
Kommunikation mit der Zeit geht, zeigt auch     kostenfreien Newsletter und einen Zugang       von München nach Bonn verlegt wurde.             und Schleswig-Holstein und nicht zuletzt Dr.
der Internetauftritt des Verbandes. Die Web-    zum geschlossenen Extranet-Bereich, der den                                                     Krukemeyer, Inhaber der Paracelsus-Kliniken,
site www.vpksh.de hat sich mittlerweile etab-   direkten Zugriff auf weitere wichtige Infor-                                                    haben nicht locker gelassen. Es wurden so-
liert und findet sowohl bei Mitgliedskranken-   mationen aus den Bereichen Politik, Kran-                                                       gar auf Verdacht Räume in Bonn angemietet,
häusern als auch in der Öffentlichkeit großen   kenhäuser, Reha-Kliniken, Steuern und Recht,                                                    ... und sage und schreibe fast drei Jahre von
Zuspruch. Zeitnah berichtet wird über diese     Tarif und Personal, Medizin, Telematik sowie                                                    den oben beschriebenen bezahlt .... Erst dann
neue Plattform in drei täglich aktualisierten   Qualitätssicherung bietet.                                                                      gelang nach hitzigen Debatten und sogar
                                                                                                                                                Austrittserklärungen der Umzug nach Bonn.
                                                                                                                                                Auch an der Wahl des neuen Geschäftsfüh-
                                                                                                                                                rers war ich nicht unbeteiligt, ohne mir allein
                                                                                                                                                das Verdienst an den Hut stecken zu wollen.“
                                                                                                                                                (Dr. Hans Flechsig - Erinnerungen eines Kieler
                                                                                                                                                Arztes, Walter G. Mühlau 1988, Seite 243 f.)

                                                                                                                                                Die Geschäfte des BDPK wurden von 1982 an
                                                                                                                                                hauptamtlich von Wolfram L. Boschke, zuvor
                                                                                                                                                Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Kieler Insti-
                                                                                                                                                tut für Gesundheits-System-Forschung (IGSF)
                                                                                               Dr. med. Hans Flechsig                           von Prof. Dr. med. Fritz Beske geführt. Auch
                                                                                                                                                die Präsidentschaft des BDPK wurde in dieser
                                                                                               Dr. Hans Flechsig schreibt dazu in seinen Er-    Zeit (1979 - 1991) von dem in Preetz (Schles-
                                                                                               innerungen eines Kieler Arztes:                  wig-Holstein) wohnenden Dr. Karl-Heinz Dro-
                                                                                                                                                gula wahrgenommen. An dessen Wahl war
                                                                                               „Eines war ein paar einsichtigen Leuten auch     Dr. Hans Flechsig nach eigenen Schilderun-
                                                                                               in anderen Bundesländern klar: Unser Verband     gen ebenfalls nicht ganz unschuldig, da er
                                                                                               mußte in Bonn angesiedelt werden, denn hier      sich erlaubt hatte, in Wiesbaden eine bereits
                                                                                               wurde unsere Politik gemacht und nicht in        im voraus bestimmte Wahl zu torpedieren
                                                                                               München. Eine Repräsentanz in der Bundes-        und dafür zu sorgen, daß mindestens zwei
                                                                                               hauptstadt war unabdingbar, wenn man am          Kandidaten wenigstens ein Statement über
                                                                                               politischen Puls mitfühlen wollte; daß das den   ihre künftige Arbeit abzugeben hatten, was
                                                                                               Bayern überhaupt nicht paßte, war voraus-        dazu führte, daß der Favorit stürzte. (Ebenda,
                                                                                               sehbar und sogar verständlich. Es war doch       Seite 234)
                                                                                               alles gut gelaufen in der Vergangenheit und




 26                                                                                                                                                                                       27
 Partner des VPKSH



Das Engagement und die Einflußnahme von
Dr. Flechsig auf Bundesebene wurden von sei-
nem Nachfolger im Amt des Vorsitzenden des
VPKSH, Dr. Jürgen Mau, nahtlos fortgesetzt.
In unzähligen BDPK-Präsidiumssitzungen und
Mitgliederversammlungen hat sich Dr. Mau
engagiert für die Interessen der Mitglieder
des Landesverbandes Schleswig-Holstein ein-
gesetzt und sich aufgrund seines fundierten
Fachwissens und seiner ausgleichenden Art
beim Bundesverband und den anderen Lan-
desverbänden hohes Ansehen und Respekt
verschafft.
                                                                                                 BDPK-Bundeskongreß 2008 in Kiel
Nicht selten war es Dr. Mau, der bei den häu-
fig sehr ausführlichen und weitschweifenden                                                      Mit dem Bundesverband, in dem weitere 11        Anerkennung kann nun festgestellt werden,
Diskussionen im Präsidium den Abschluß der                                                       Landesverbände organisiert sind, besteht eine   daß das MSGF für die Belange der Verbands-
Beratungen anmahnte und zur abschließen-                                                         sehr gute und partnerschaftliche Zusammen-      mitglieder stets Verständnis hatte und immer
den Abstimmung aufforderte. Auch bei Sat-                                                        arbeit. Auf diese Weise ist die Wahrung der     bemüht war, die drei Säulen im Krankenhaus-
zungsänderungen zählte er zu denjenigen                                                          Verbandsinteressen auch über die Landes-        bereich – öffentlich-rechtliche, freigemein-
Präsidiumsmitgliedern, die sich mit der Sat-     Martin Kayenburg, Landtagspräsident             grenze Schleswig-Holsteins hinaus gewähr-       nützige und private Krankenhausträger – als
zung und den Änderungsvorschlägen dezi-                                                          leistet.                                        gleichrangig zu sehen.
diert auseinandersetzten. Wesentlich für ihn
waren immer pragmatische Ansätze, die den        Bundeskongresses Ökonomie Macht Medizin.        Landesebene                                     Wesentlich ist auch der Kontakt zu den ge-
rechtlichen Ansprüchen genügten, zugleich        Der BDPK wollte damit zeigen, daß die bevor-                                                    setzlichen Krankenkassen und der privaten
aber auch eine möglichst große Interessen-       stehenden Herausforderungen des deutschen       Enge Kooperation verbindet den VPKSH auf        Krankenversicherung. Wegen der guten per-
vielfalt zuließen.                               Gesundheitswesens am besten bewältigt           Landesebene mit der KGSH. Die Geschäfte des     sönlichen Kontakte und der ständigen Zusam-
                                                 werden können, wenn dieser Gestaltungskraft     VPKSH werden traditionell von den KGSH-         menarbeit ist auch hier ein partnerschaftli-
Auch heute engagieren sich die Geschäfts-        des Marktes noch mehr vertraut wird. Deut-      Geschäftsführern wahrgenommen. Diese bun-       ches Verhältnis erwachsen. Dies zeigt sich
stelle und Vorstandsmitglieder des VPKSH         lich gemacht werden sollte, daß zwischen        desweit einmalige Konstellation hat sich über   zum Beispiel in der konstruktiven, gemein-
in den verschiedenen Entscheidungsgremien        Ökonomie und Medizin kein Widerspruch           die Jahrzehnte hinweg bewährt, da sie trotz     samen Zusammenarbeit bei der Umsetzung
des Bundesverbandes und in weiteren Fach-        besteht, sondern daß mit Ökonomie kostba-       aller Konkurrenz zwischen den verschiedenen     externer Qualitätssicherungsmaßnahmen.
ausschüssen und Facharbeitsgruppen für die       re Ressourcen im Gesundheitswesen sinn-         Trägergruppen zu einer kooperativen und ver-
Akut-, Beleg- und Rehakliniken sowie zur         voll und effizient eingesetzt werden - zum      trauensvollen Zusammenarbeit beiträgt.          Ständiger Kontakt und Austausch wird mit
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.               Nutzen der Patienten und der Gesellschaft.                                                      den Abgeordneten des Bundes- und Land-
                                                 Dazu diskutierten an beiden Kongreßtagen        Wegen der stets guten Zusammenarbeit mit        tages, den Landtagsfraktionen sowie den
Zweimal in der Verbandsgeschichte, in den        in Kiel rund 200 Experten, darunter Patien-     dem Sozialministerium und der Mitwirkung        Vertretungen der Ärzte wie der Ärztekammer
Jahren 1981 und 2008, fand der jährliche         tenvertreter und Sozialverbände, Mediziner      in den verschiedenen Ausschüssen und Un-        Schleswig-Holstein und der Kassenärztlichen
Bundeskongreß in Kiel statt. Beide Veranstal-    und ärztliche Standesvertreter, Vertreter von   terausschüssen wie beispielsweise der Betei-    Vereinigung Schleswig-Holstein sowie wei-
tungen waren sehr gut gelungen und sind für      Krankenkassen und der Rentenversicherung,       ligtenrunde zur Krankenhausplanung konnte       teren Berufsverbänden wie z.B. denen der
alle Teilnehmer in guter Erinnerung geblieben.   Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler sowie    erreicht werden, daß die schleswig-holsteini-   Zahnärzte und Apotheker gepflegt.
Im Jahr 2008 lautete das Motto des BDPK-         Krankenhausmanager.                             schen Privatkliniken aus der Versorgung der
                                                                                                 Bevölkerung nicht wegzudenken sind. Mit

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 Schlußwort und Ausblick



Konstanz ist das herausragende Merkmal des         Auch künftig wird sich der VPKSH konsequent     Private Kliniken verstehen sich nicht als Ex-
VPKSH, und Konstanz umschreibt auch am             für eine flächendeckende, für jedermann zu-     perimentierfeld. Sie praktizieren das Bewähr-
treffendsten den Anspruch des Verbandes an         gängige Krankenversorgung in Schleswig-         te, sind jedoch dem Fortschritt gegenüber
das Leistungsangebot, das er für seine Mit-        Holstein einsetzen. Er wird die Mitgliedskli-   aufgeschlossen. Wer in einer privaten Klinik
glieder in der Vergangenheit vorgehalten hat       niken bei diesem Unterfangen nach Kräften       behandelt wird, weiß, daß ihm der Fortschritt
und künftig anbieten wird. Denn Konstanz           unterstützen.                                   zur Seite steht, denn eine an den medizini-
steht unter anderem als Synonym für Bestän-                                                        schen Erfordernissen orientierte Führung ist
digkeit, Beharrlichkeit, Unbeirrbarkeit, Zuver-    Eine besondere Herausforderung für die Kli-     eine wesentliche Voraussetzung für den gu-
lässigkeit, Loyalität, Bestimmtheit, Stabilität,   niken wird dabei der demografische Wandel       ten Ruf einer Klinik und Garant für ihr Beste-
Haltbarkeit, Wiederkehr und Weiterbestehen.        darstellen, der für die kommenden Jahre         hen im zunehmenden Wettbewerb.
Diese Tugenden sind aus unserer Sicht un-          durchschnittlich ältere und komplexer er-
abdingbar für eine seriöse und erfolgreiche        krankte Patienten erwarten läßt.                Die Prinzipien Humanität und Wirtschaftlich-
Verbandsarbeit.                                                                                    keit sind daher weiterhin die Maßstäbe für
                                                   Der VPKSH sieht sich und seine Mitglieder       die Zukunft. Und die Privatkliniken in Schles-
Konstanz zeigt sich auch über alle fünf Jahr-      für diese Zukunft gut gewappnet, denn wie       wig-Holstein bleiben verläßliche Partner für
zehnte des Bestehens des Verbandes in der          auch eine aktuelle Studie des RWI Essen und     die Patienten und für die Kostenträger. Der
Zusammensetzung des Vorstandes und bei             des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG      VPKSH wird sich dabei weiterhin für sicheren
der Geschäftsführung. Während der nunmehr          München) belegt, können private Kliniken im     Halt und Zusammengehörigkeit in einem sich
abgelaufenen 50 Jahre wurde die Verbands-          Durchschnitt wirtschaftlicher arbeiten, weil    im Wandel befindlichen Gesundheitswesen
arbeit ganz wesentlich durch die Persön-           ihre Sach- und Personalkosten im Verhältnis     einsetzen.
lichkeiten seiner Vorstandsmitglieder und          zum Umsatz geringer ausfallen als die von
Geschäftsführer geprägt, die in großer Kon-        Krankenhäusern in freigemeinnütziger oder
tinuität stets bereit waren, sich oft und unter    öffentlicher Trägerschaft.                      Die Zukunft . . .
großem persönlichen Einsatz für die Interes-
sen der Mitglieder einzusetzen.                    Die Patientenversorgung wird dadurch nicht      Die Zukunft hat viele Namen.
                                                   schlechter. Im Gegenteil: Um den einzelnen      Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.
Stellvertretend für alle seien hier die lang-      Patienten kümmern sich in Krankenhäusern        Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
jährigen Vorsitzenden Dr. Hans Flechsig und        in privater Trägerschaft durchweg mehr Ärzte    Für die Tapferen ist sie die Chance.
Dr. Jürgen Mau sowie die stellvertretenden         und Pflegefachkräfte als in öffentlichen oder
Vorsitzenden Dr. Hans Hermann Lubinus und          freigemeinnützigen Krankenhäusern. Auch         Victor Hugo
Dr. Uwe Dümmer genannt. Der amtierende             die Ausgaben für den medizinischen Bedarf
Vorsitzende, Dr. Philipp Lubinus, ist bereits      als Anteil an den Sachkosten sind in Kranken-
seit 1996 im Vorstand des Verbandes tätig.         häusern in privater Trägerschaft im Vergleich
Diese Kontinuität hat den Verband in Zeiten        höher.
stetigen Wandels und ständig neuer Heraus-
forderungen, sei es in Form von Gesundheits-
reformen, von medizinischem Fortschritt oder
neuen Qualitätsanforderungen, stabil und
zuverlässig gemacht.




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Impressum                    Mit freundlicher Unterstützung

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in Schleswig-Holstein e.V.
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Mai 2009

                             Stadtwaldpark 10
                             34212 Melsungen




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