CAMCORDER%KAUFBERATUNG
Best of Camcorder
Kaufberatung pur: video aktiv präsentiert Ihnen die besten Digital-Camcorder aller Klassen – sozusagen die „Best of” der Tests aus dem Jahr 2002.
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video aktiv hat die besten Camcorder aller Preis- und Leistungsklassen gekürt: vom idealen Einsteigermodell ab knapp 1000 Euro über den besten Mini-Camcorder bis hin zum Top-Profi in Schulterkonstruktion.
Autor: Hans Ernst Fotos: Herzog, Lazi & Lazi; Archiv
wischen 60 und 70 neue Camcorder kommen pro Jahr auf den Markt. video aktiv hat sie fast alle getestet. Deshalb müssen die Testredakteure nicht lange herumdrucksen, wenn es zur Nagelprobe kommt und Leser von ihnen wissen wollen: „Wer ist denn nun der Beste?” Klar ist: Den Besten aller Klassen kann es kaum geben, denn Preis und Leistung stehen meist in einem logischen Spannungsverhältnis. Aber es existiert fast immer ein nahezu ideales Modell für die wichtigsten Anforderungen eines Filmers – und das in fast jeder gängigen Preis- und Leistungsliga. Daher ist es wichtig zu wissen, wer hier die Gewinner sind – schon wegen der bevorstehenden Weihnachtssaison, in der so mancher Testsieger und Kauftipp aus den video aktiv-Tests zu Schnäppchenpreisen zu haben sein könnte. Besonderes Schmankerl dieser Kaufberatung: video aktiv gibt Interna preis – Testredakteure plaudern aus ihrem Nähkästchen. Welche Camcorder die Autoren selbst für ihre eigenen Produktionen verwenden, erfahren Sie auf Seite 32 und 33. Das Spektrum ist auch hier recht breit gefächert – vom Fernsehprofi, der jedes Jahr TV-Dokumentationen dreht, bis hin zum eingefleischten Hobbyfilmer ist im Redaktionsteam alles vertreten. Genauso facettenreich ist daher auch die Palette der von den Testern am liebsten genutzten Camcorder, wenn’s um den eigenen Urlaubsfilm geht. Und so ganz nebenbei verraten die video aktiv-Autoren hier sogar, wie ihr imaginärer Ideal-Camcorder aussieht. Lassen Sie sich überraschen.
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Die besten Camcorder des Jahres
Panasonic NV-GS 3 EG
1. Einsteiger-Camcorder
elten war sich die Redaktion in der Empfehlung für Einsteiger so einig wie in diesem Jahr: Die besten Modelle für Filmanfänger hat Panasonic am Start – die GS-Reihe. Eigentlich hat video
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aktiv den GS 1 getestet (Heft 4/2002), doch der bietet keinen serienmäßigen DV-Input. Da auch Einsteiger irgendwann vielleicht schneiden möchten, empfiehlt video aktiv angesichts der DV-In-Problematik (siehe Seite 6) künftig das ansonsten baugleiche Modell GS 3 (1000 Euro) mit Digitaleingang. Die Vorzüge der GS-Serie: Die Camcorder sind klein, leicht und sehen schick aus, ohne die technischen Qualitäten zu vernachlässigen: TopSchärfe und brauchbare Bilder selbst bei wenig Licht (Lowlight). Das einzige Manko ist der verbesserungswürdige Bildstabilisator.
Schick und scharf: Der GS 3 von Panasonic ist das überzeugendste Angebot für Filmanfänger, die einen kleinen, leichten Camcorder suchen.
Sony DCR-TRV 740 E
2. Preis-Leistungsknüller
o viel Camcorder für so wenig Geld gab’s noch nie: Das Topmodell der aktuellen Digital-8-Linie von Sony ist ein echter Preisbrecher. Für 1050 Euro leistet er sich kaum technische Schwachpunkte und packt an Ausstattung sogar noch einiges drauf, was weit teurere Camcorder nicht zu bieten haben: analoge
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wie digitale Eingänge (die den TRV 740 zum Digitalrecorder machen), Internet- und Multimedia-Features sowie Megapixel-Fotos per Memory-Stick-Speicher. Auf der Habenseite stehen aber auch praxisgerechte Details: sehr guter Autofokus, großer Fokusring und lange Akkulaufzeit. Das etwas klobige, voluminöse ◊ Gehäuse muss man allerdings mögen.
Nicht selbstverständlich: praktische Funktionen wie ein griffiger Scharfstellring und Megapixel-Chip für bessere Digitalfotos.
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◊ Sony DCR-PC 101 E
3. Hochkant-Mini
rundsätzlich sind Mini-Camcorder in Hochkant-Bauweise immer etwas teurer als gleich gute, aber konventionell gebaute Modelle. Zudem kranken viele der Winzlinge generell an schlechter Bildqualität bei wenig Licht – der Tribut für die Mini-Objektive. Nicht so der neue PC 101 von Sony (siehe Test auf Seite 20) für
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1700 Euro – eine echte Überraschung im Minimalisten-Bereich. Zu den ordentlichen Leistungen in Bild und Ton kommen eine Akkulaufzeit von sage und schreibe 165 Minuten (Sucherbetrieb) und praktische Funktionen wie Analog- plus Digitaleingang sowie integrierte Mikrofon- und Kopfhörerbuchsen.
Minimalist: Der PC 101 von Sony ist der Beweis dafür, dass Minis nicht unbedingt schlechter sein müssen.
Sony DCR-IP 55 E
4. Multimedia-Camcorder
it Micro-MV führte Sony im Jahr 2001 ein drittes digitales Bandformat für Camcorder ein – nach DV und D8. Allerdings arbeiten die neuen Micro-Camcorder im trendigen Kompressionsformat MPEG-2 – wie die DVD. Mehr als andere Neukonstruktionen wusste der IP 55 (2150 Euro) im video aktiv-Test (5/2002)
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Retro-Look: Das Super-8Design des IP 55 steht im Widerspruch zu den zukunftsweisenden Funktionen.
aber auch mit ordentlicher Bildqualität zu überzeugen. Und packte zudem das bis dato satteste Paket an wegweisenden Multimedia-Funktionen in das winzige Gehäuse im Super-8-Design: drahtlose Internet-Verbindung per Bluetooth-Handy oder -Modem, die Mail-, Webcam- und Browser-Funktionen sind intus – der Camcorder wird zur Surf-Station.
KAUFBERATUNG
Martin Biebel Hans Ernst
Hand aufs Herz: video aktiv hat die eigenen Tester nach ihren Lieblingscamcordern gefragt. Hier sind die Antworten – Kaufberatung ganz privat. Das waren die vier Punkte: 1. Für meine eigenen Produktionen nutze ich am liebsten: 2. Wenn ich in den Urlaub fahre, nehme ich als Camcorder mit: 3. Wenn ich auf optimales PreisLeistungsverhältnis achten müsste, kaufe ich für meine Zwecke: 4. Mein absoluter Ideal-Camcorder sieht so aus:
1. Ganz konventionell: Sony Betacam-SP-Kamera BVW 400 mit Fuji-Zoomobjektiv 8-120, die Kamera meines Hauptproduktionsstudios. Wenn’s kleiner und versteckter gehen muss, vertraue ich auf meinen Sony VX 1000. 2. Den Panasonic DS 55, die schmalste Querformat-Kamera, die Panasonic je gebaut hat. Dennoch bietet sie viele manuelle Funktionen. 3. Die Frage stellt sich für mich so nicht. Ich glaube, dass ich in einen Sony IMX-MPEG-2Camcorder investieren muss. Der kostet derzeit zwar um die 36 000 Euro, dafür stehe ich mit diesem offenen System für die nächsten zehn Jahre auf der sicheren Seite. 4. Er verwendet die knopfgroße, blaue LaserDVD, findet ohne Spulen jede Bandstelle direkt und schneidet schon im Gerät. Seine Daten kann jeder PC oder DVD-Player lesen.
1. Den Canon XL 1 (S). Für meine Konzertmitschnitte ist er ideal, da er sehr lichtempfindlich ist und vier separat nutzbare Tonspuren sowie einen Wechselobjektivanschluss bietet. Das optionale 3fach-Weitwinkelzoom ist auf der Bühne einfach traumhaft. 2. Nur einen ganz kleinen, leichten Camcorder - aber keinen Hochkant. Am liebsten was im Stil des Canon MV 500 oder Panasonic GS 1/3. Früher war’s sogar nur ein winziger Panasonic DS 1 ohne Display und ohne Schnickschnack. 3. Die Quersumme aus Preis und Leistung ist für mich der Canon XM 2: gute LowlightEigenschaften und relativ flexibel beim Ton. 4. Mein Ideal-Camcorder hat die Bildqualität des VX 2000, das Tonteil und die Wechseloptik vom Canon XL 1 S und lässt sich mit und ohne integriertes Schulterstativ benutzen.
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Die besten Camcorder des Jahres
Sony DCR-TRV 50 E
5. Bester 1-Chip-Mini
anche Leser waren offenbar etwas verunsichert: Kann es denn sein, so fragten sie, dass der 2000 Euro teure Sony DCR-TRV 50, das Topmodell der 1-Chip-Klasse, in der Endabrechnung sogar manchen 3-Chip-Camcorder hinter sich lässt (Test in 5/2002)? Es kann – der TRV 50 erwies sich als unspektakuläres, aber wunderbar ausgeglichen operierendes Arbeitspferd ohne gravierende Schwachpunkte. Das galt ja schon für den berühmten Vorläufer TRV 30. Wer also einen kompakten Camcorder mit mehr als ordentlicher Bildqualität oder eine Zweitkamera für den Einsatz zusammen mit einem Sony-3-Chip sucht, der ist mit dem 50er gut beraten.
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Schlicht, aber wirkungsvoll: Dem TRV 50 sieht man nicht unbedingt an, dass er der derzeit beste 1-Chip-Camcorder ist.
Mini-Knipser: Der Canon MV X2i schlug sich im Fotovergleich wacker – selbst gegen Modelle der 2- und 3Megapixel-Liga.
Canon MV X2i
6. Foto-Camcorder
igentlich hatte die Redaktion in dieser Kategorie blind auf einen der neuen Mega-Stars von Panasonic (MX 500) oder Sony (IP 220) gesetzt. Aber gut, dass video aktiv getestet hat. Denn der Fotovergleich der Camcorder dieser Aus-
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gabe auf Seite 28 zeigt ein sehr gemischtes Bild: Bei ausreichend Licht glänzte der MX 500 mit Top-Auflösung. Doch bei wenig Licht lieferte die stimmigsten Digitalfotos der Canon-Mini MV X2i (1800 Euro; Test Seite 20). Auch er ist nicht ohne Fehl und Tadel, aber
ein überzeugendes Angebot, wenn es darum geht, Foto- wie Videokamera in einem kompakten Gehäuse zu vereinen. Ideal für alle, die auf Reisen nur eine Bildmaschine mitnehmen möchten. Alternative: der neue Sony IP 220, teurer und im exotischeren Micro-MV. ◊
Sven Heinzer
Reinhard Otter
Jürgen Schoppmann
1. Der Canon XM 2 ist für mich ideal. Er ist nicht allzu groß, sorgt bei Doku-Aufnahmen nicht sofort für Aufsehen und bringt eine sehr gute Bildqualität, vor allem bei Lowlight. Mit dem Mikrofonadapter MA-300 und der manuellen Tonaussteuerung ist auch professioneller Ton möglich. 2. Den Sony PC 120. Er passt in die Jackentasche, liefert eine gute Bildqualität und lässt sich in allen möglichen und unmöglichen Situationen einsetzen – dank akzeptabler Fotofunktion und Infrarotaufnahme bei Nacht. 3. Den GX 7 von Panasonic, ein MegapixelCamcorder mit guter Bildqualität, ordentlichem Ton und guten Lowlight-Qualitäten. 4. Hätte der Canon XM 2 noch eine Wechseloptik, wäre er schon der ideale Camcorder für mich.
1. Den Canon XM 2. Er ist kompakt genug, um ihn immer parat zu haben und bietet – abgesehen vom XL 1 – als einziger 3-ChipCamcorder eine echte Weitwinkeleinstellung. 2. Im Urlaub filme ich gerne unauffällig und nehme den Camcorder auf dem MountainBike oder im Kletterrucksack mit. Das klappt am besten mit einem Hochkant-Mini. Sobald die Nachbearbeitung mit Micro-MV funktioniert, steckt der IP 55 in meiner Reisetasche. 3. Bei hochwertigen Camcordern zweifellos den Canon XM 2. Für den Privateinsatz würde ich hier den Sony TRV 740 wählen. 4. Er ist im Format möglichst kompakt, arbeitet mit Wechseloptiken und speichert Bild und Ton in besserer Qualität als heutige MPEG-2Modelle auf einer wieder beschreibbaren DVD – oder künftig auf Blu Ray-Disc.
1. Den Canon XM 2. Bei mir stehen oft Familienfeiern und Parties auf dem Programm, da sind Lichtstärke gefragt, viel Weitwinkel, guter Ton und ein wirksamer Bildstabilisator. 2. Den Panasonic NV-GX 7. Ich will den Camcorder stets dabeihaben, er muss deshalb kompakt sein, aber sich gut bedienen lassen. 3. Den Canon XM 2, denn hier stimmen die inneren Werte, und ich kann alle erdenklichen Faktoren auch individuell einstellen, etwa die Bildschärfe oder die Farbtemperatur. 4. Beim Design würde ich einen guten alten Bekannten, den Canon A2, bevorzugen. Dieses Hi8-Modell von 1991 war so ähnlich wie eine Spiegelreflex-Kamera aufgebaut und ließ sich mit zwei Händen besonders sicher führen. Natürlich mit modernster Digitaltechnik und den inneren Qualitäten des Sony VX 2000.
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Die besten Camcorder des Jahres
◊ Canon XM 2
7. Kompakter 3-Chip
erart überschwänglich titelt video aktiv nicht alle Tage: „Der Überflieger” hieß es in Heft 6/2002, oder noch besser: „Der beste Camcorder des Jahres”. Der Superlativ galt dem knapp 3000 Euro teuren Canon XM 2 – eine perfekte Mi-
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schung aus praxisnahen Features, Top-Bildqualität (gerade im kritischen Lowlight-Bereich) und manuellen Möglichkeiten, bei denen selbst TV-Profis mit der Zunge schnalzen. Der XM 2 verwies die Klassenkonkurrenten von Sony und Panasonic auf die Plätze.
Überflieger: Im 3-Chip-Bereich ist der neue Canon bei Preis-Leistung ungeschlagen.
Sony DCR-VX 2000 E
8. Lowlight-Camcorder
as zu Beginn des Digitalzeitalters die legendäre „Königin der Nacht” von Panasonic war, ist seit den Tests in Heft 5/2000 und Heller Kopf: Der VX 2000 ist 5/2001 das Sony-Flaggschiff VX 2000 (4600 Euro): die Camcornoch immer der hellder-Referenz bei Aufnahmen mit sichtigste DV-Camcorder.
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wenig Licht. Stimmiger und heller, bei gleichzeitig minimalem Rauschen, bannt kein anderer DVCamcorder Lowlight-Szenen aufs Tape. Nachdrücklich empfiehlt sich der 2000er vielen Profis, die einen kompakten Digitalo als Backing-Kamera suchen.
Canon XL 1 S
9. Spezial-Camcorder
ieser Canon ist erste Wahl für Filmer, wenn es etwas spezieller wird: Tierfilmer schwören auf ihn wegen seines Wechselobjektivanschlusses, der auch Canon-Fotooptiken akzeptiert. Mit einem XL 1 stürmte vor kurzem video aktivAutor und Extremfilmer Martin
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Gremmelspacher den Gipfel eines Himalaya-Riesen (Report im nächsten Heft). Und vor allem Konzert- und Musikfilmer finden dank der exklusiven 4-Kanal-Tontechnik an ihm Gefallen. Fast überflüssig zu erwähnen, dass der Spezialist seit Heft 6/2001 die Bestenliste anführt.
Tonmeister: Mit optionalem Zubehör wie der Schulterstütze MA-200 wird der XL 1 S zum 4-Kanal-Tonstudio.
JVC GY-DV 500/DV 5000
10. Profi-DV
enn JVC Professional es schafft, die Qualitäten des Vorgängers GY-DV 500 auch im neuen ProfiDV-Modell DV 5000 zu erhalten, dann könnte der 5000er der neue
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Dazugelernt: Der neue JVC-Profi bietet ein Klapp-Display und ein Kombilaufwerk für Mini-DV- wie DV-Tapes.
Knüller im Profi-DV-Bereich werden. Diese Einschränkung muss video aktiv derzeit noch machen, denn bislang war der Neue (Preis: ab 6500 Euro, mit Objektiv) nur auf Messen zu bewundern. Der Test (voraussichtlich in der nächsten Ausgabe) wird zeigen, ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt waren. 2
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