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					DIE WUNDER DES PROPHETEN MUHAMMAD (s.a.w.s)

HARUN YAHYA

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INHALT
1. Einleitung Die Wunder, die Gott den Propheten wirken ließ Die Wunder Ibrahims (a.s) Die Wunder des Musa (a.s) Die Wunder des Yunus (a.s) Die Wunder des Zacharias (a.s) Die Wunder Marias (a.s) Die Wunder Jesus‟ (a.s) 2. Die Wunder, die Gott dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) vor seinem Prophetentum wirken ließ 3. Das Wunder der Offenbarung 4. Die Wunder des Qur‟an 5. Die Wunder des edlen Charakters des Propheten Muhammad (s.a.w.s) 6. Einige Wunder aus dem Leben des Propheten Muhammad (s.a.w.s) 7. Die Wirksamkeit der Gebete des Propheten (s.a.w.s) 8. Gottes wundersamer Schutz des Propheten (s.a.w.s) 9. Das Wissen des Verborgenen, das unserem Propheten (s.a.w.s) gegeben wurde 10. Schlussfolgerung

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1. Einleitung
Durch die Geschichte hindurch sandte Gott Seine Propheten, damit sie ihren Völkern den Rechten Weg weisen können und damit sie in dieser und der nächsten Welt Gutes vollbringen können. Der Qur‟an lehrt uns, dass dies eine große Gnade für alle die glauben ist. Gott war wahrlich gegen die Gläubigen gnädig, indem Er unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte erweckte, ihnen Seine Verse zu verlesen, sie zu läutern und das Buch und die Weisheit zu lehren; denn siehe, sie wären zuvor in offenkundigem Irrtum. (Sure Al 'Imran: 164) Und Gott sagte zu Seinem Gesandten Muhammad (s.a.w.s): Und Wir entsandten dich fürwahr als eine Barmherzigkeit für alle Welt. (Sure al-Anbiya': 107) Diese Gesandten waren leitende Lichter für die Gemeinden, zu welchen sie gesandt wurden; sie zeigten ihren Menschen den Rechten Pfad und übermittelten ihnen die Gebote Gottes. Sie überbrachten die Bedeutung, an Gott zu glauben und Seinen Geboten zu folgen, damit sie Erfolg im jenseitigen Leben haben. Im Laufe der Geschichte haben jedoch nur wenige Menschen den Rat befolgt oder geschätzt, welch große Gnade diese Gesandten für sie waren, so wie es der Qur‟an betonte. ... Jedoch die meisten Menschen glauben nicht. (Sure ar-Ra'd: 1) Doch die meisten Menschen glauben es nicht, wie sehr du es auch wünschst. (Sure Yusuf: 103) Das einzige Ziel dieser Gesandten war, das Wort Gottes zu verbreiten. Sie wollten keine materiellen Belohnungen für ihre Arbeit, sondern wünschten nur Gott zu gefallen. Sie waren Menschen mit edlem Charakter und wahrhaftiger Gottesfürchtigkeit (taqwa). Sie erhielten nicht nur keine materiellen Vorteile durch ihre Arbeit, sondern erfuhren durch sie auch große Schwierigkeiten und wurden in verschiedenster Weise in Versuchung geführt als sie versuchten, den Menschen den Glauben zu bringen. Aber diese offensichtlichen Schwierigkeiten dienten nur, um ihren Glauben und Hingabe zu stärken. Als Dank für ihre Hingabe, ihren Glauben, Standfestigkeit, Erhlichkeit und Glaube an Gott, half und unterstützte Er Seine Gesandten, so wie Er es im Qur‟an sagt: Gott hat festgelegt: "Ich werde obsiegen, Ich und meine Gesandten!" Gott ist fürwahr stark, erhaben. (Sure al-Mujadalah: 21) Gott half Seinen Gesandten und jenen, die glaubten mit materieller und geistiger Stärke gegen die Ungläubigen, die sie schädigen wollten. Er vermehrte die Fülle von Gnaden, die Er ihnen schenkte und verschaffte einen Ausweg aus jeder Schwierigkeit. Er vermehrte ihren Mut und ihre Stärke in jedem Mühsal, erleichterte ihre Bürde und verstärkte ihre Entschlossenheit, indem Er sie an Seine Barmherzigkeit erinnerte.

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Gott erzählt uns im Qur‟an von der Unterstützung und dem Schutz, den Er Seinen Propheten und jenen Gläubigen gibt, die ihnen folgen: Siehe, Wir werden Unseren Gesandten und den Gläubigen wahrlich helfen, im irdischen Leben und am Tage, an dein sich die Zeugen erheben. (Sure Ghafir: 51) Gott unterstützte einige Seiner Gesandten, indem Er ihnen Wunder gewährte. Ein Wunder erfordert eine Herausforderung Gottes an seine Schöpfung. Es ist etwas, was Menschen selbst zu tun nicht in der Lage sind; es kann nur durch den Willen Gottes geschehen. Wunder sind von Natur aus ein außergewöhnliches Ereignis und haben deswegen eine enorme Wirkung auf die Menschen. Sie hatten den zweifachen Effekt, Stärkung der Entschlossenheit und des Glaubens derjenigen, die bereits glaubten und den Anschluss vieler Ungläubiger an den Glauben. Diejenigen, die nicht glaubten, wurden herausgefordert, etwas ähnliches zu vollbringen. Waren sie dazu nicht in der Lage, wurde die Botschaft Gottes bestätigt und die Schwäche der Ungläubigen enthüllt.

Die Wunder, die Gott den Propheten wirken ließ
Im Qur‟an gibt es ausführliche Berichte über das Leben der Propheten, über die Wunder mit denen Gott ihren Glauben gestärkt und ihre Botschaft unterstützt hat; und über die Wunder, die Er ihnen als Schutz gegen ihre Leugner gab. Die Propheten Ibrahim (a.s), Musa (a.s) und Jesus (a.s) waren unter diesen Gesandten, denen Gott die Kraft, Wunder zu vollbringen, von denen untern einige angeführt sind.

Die Wunder Ibrahims (a.s)
Das Feuer, in welches Ibrahim (a.s) geworfen wurde, erkaltete: Die Götzenanbeter waren über Ibrahim (a.s) wütend, da er ihre Götter kritisierte, sie verschworen sich gegen ihn, um ihn ins Feuer zu werfen, aber Gott behütete Seinen Gesandten durch ein Wunder. Gott sagte uns im Qur‟an, dass auf Seinen Befehl die Flammen Ibrahim kein Leid zufügten. Wir sprachen: "O Feuer, sei kühl und unschädlich für Ibrahim!" (Sure al-Anbiya': 69) Die Vögel, die Ibrahim (a.s) in Stücke schnitt, kamen lebend zurück zu ihm: Und als Ibrahim sprach: "Mein Herr, zeige mir, wie du die Toten lebendig machst!", sprach Er: "Glaubst du etwa noch nicht?" Er sagte: "Doch! Aber ich möchte in meinem Herzen ganz sicher sein." Er sprach: "So nimm vier Vögel und zähme sie. Dann setze auf jeden Berg einen von ihnen. Dann rufe sie, und sie werden eilends zu dir kommen. Und wisse, dass Gott mächtig und weise ist." (Sure al-Baqara: 260)

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Die Wunder des Musa (a.s)
Gott gab Musa (a.s) die Kraft, Wunder zu vollbringen, die er verwendete, um den Pharao und seine Höflinge auf den Rechten Weg zu bringen. Der Stab von Musa (a.s) wurde eine Schlange und verschlang die Tricks der Zauberer: Er sprach: "Wenn du wahrhaftig mit einem Wunderzeichen kamst, so zeige es her." Da warf er seinen Stab hin und, siehe, er wurde offensichtlich zu einer Schlange. (Sure al-A‟raf: 106-107) “Wirf nur, was du in deiner Rechten hältst. Es wird verschlingen, was sie fabriziert haben. Sie brachten es nur mit einem Zaubertrick zustande. Aber Zauberern ergeht es nicht wohl, wo auch immer." (Sure Ta Ha: 69) Die Hand Musa (a.s) wurde weiß wie Schnee: „Und stecke deine Hand unter deine Achsel. Du wirst sie weiß herausziehen, unbeschädigt -ein weiteres Wunderzeichen! So lassen Wir dich einige Unserer größten Zeichen sehen. ' (Sure Ta Ha: 22-23) Als Musa (a.s) und die Söhne Israels vor dem Pharao und seinen Leuten flohen, erlaubte ein Wunder Gottes heil zu entkommen, während die Ägypter untergingen. Musa (a.s) schlug die See mit seinem Stab und ein Weg öffnete sich: Und as die beiden Gruppen in Sichtweite waren, riefen Musa Gefährten: "Wir werden tatsächlich eingeholt!" Er sprach: "Keineswegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen." Und da offenbarten Wir Musa: "Schlag mit deinem Stab auf das Meer!" Da teilte es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg. Daraufhin ließen Wir die anderen nachkommen. Wir retteten Musa und die mit ihm waren, allesamt. Dann ließen Wir die anderen ertrinken. (Sure ash-Shu'ara': 61-66)

Die Wunder des Yunus (a.s)
Yunus (a.s) wurde auf wunderbare Weise gerettet, nachdem ihn ein Fisch verschlang: Yunus war gewiss auch einer der Gesandten. Als er zum beladenen Schiff floh Warf er Lose und verlor dabei. Dann verschlang ihn der Fisch; denn er verdiente Tadel. Und wenn er (Uns) nicht gepriesen hätte, Wäre er gewiss in seinem Bauch geblieben, bis zum Tage der Auferstehung. Doch Wir warfen ihn auf einen öden Strand, krank wie er war. (Sure as-Saffat: 139-145)

Die Wunder des Zacharias (a.s)
Zacharias (a.s) wurde gesagt, dass er trotz seines Alters ein Kind haben wird:

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Da rief Zacharias zu seinem Herrn und sprach: "Mein Herr, gib mir von Dir gute Nachkommen; Du erhörst ja die Gebete!" Und während er zum Gebete im Tempel stand, riefen ihm die Engel zu: "Gott verheißt dir Johannes, den Bestätiger eines Wortes von Gott, einen Herrn, einen Asketen und Propheten, einen der Rechtschaffenen." Er sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Jungen erhalten, wo das Alter über mich gekommen und meine Frau unfruchtbar ist?" Er sprach: "Gott bewirkt, was Er will." (Sure Al 'Imran: 38-40)

Die Wunder Marias (a.s)
Maria (a.s) hatte immer Essen bei sich: ... So oft Zacharias zu ihr in den Tempel trat, fand er bei ihr Nahrung. Da fragte er: "O Maria, woher hast du das?" Sie antwortete: "Es ist von Gott. Fürwahr, Gott versorgt, wen Er will, ohne zu rechnen." (Sure Al 'Imran: 37)

Die Wunder Jesus‟ (a.s)
Der Qur‟an lehrte uns, dass Jesus (a.s) Wunder von Geburt an und während seines ganzen Lebens vollbrachte: Dann wird Gott sprechen: "O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und deine Mutter, als Ich dich mit heiliger Eingebung stärkte, auf dass du zu den Menschen in der Wiege und als Erwachsener reden solltest. Und als Ich dich die Schrift und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehrte. Und als du mit Meiner Erlaubnis aus Ton die Gestalt eines Vogels formtest, in sie hineinhauchtest und sie mit Meiner Erlaubnis zum Vogel wurde. Und als du mit Meiner Erlaubnis die Blinden und Aussätzigen heiltest und mit meiner Erlaubnis die Toten erwecktest. Und als Ich die Kinder Israels von dir zurückhielt, als du ihnen die deutliche Botschaft brachtest und die Ungläubigen unter ihnen sprachen: "Dies ist nichts als offenkundige Zauberei!". (Sure al-Ma'ida: 110) Und Er wird ihn das Buch und die Weisheit und die Thora und das Evangelium lehren. Und ihn zu den Kindern Israels entsenden: "Siehe, ich komme mit einem Zeichen von euerem Herrn zu euch. Wahrlich, ich will euch aus Ton die Gestalt eines Vogels formen und in sie hauchen. Und mit Gottes Erlaubnis soll sie ein Vogel werden. Und ich will den Blindgeborenen und Aussätzigen heilen und mit Gottes Erlaubnis die Toten lebendig machen, und ich will euch verkünden, was ihr essen und was ihr in eueren Häusern aufspeichern sollt. Siehe, hierin ist wahrlich ein Zeichen für euch, wenn ihr gläubig seid.' (Sure Al 'Imran: 48-49) Im Qur‟an gib es neben den oben angeführten noch viele mehr Wunder. Diese und andere Wunder werden auf Gottes Geheiß vollbracht und so wie Er will. Gott sagt im Qur‟an:

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Und wahrlich, Wir entsandten Gesandte schon vor dir und gaben ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft. Kein Gesandter konnte aber ohne Gottes Erlaubnis Wunder wirken. Jedes Zeitalter hat sein Buch. (Sure ar-Ra'd: 38) Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) war ein gesegneter Mensch, den Gott den Menschen als Beispiel für seine Tugend, seinen starken Glauben und seine Worte und Handlungen sandte. Wie den vorausgegangenen Propheten gab Gott ihm die Erlaubnis, sein ganzes Leben Wunder zu vollbringen, damit die Menschen sie sehen und davon lernen. Nur seine Gefährten konnten einige dieser Wunder bezeugen, aber eine große Anzahl derjenigen, die den Propheten leugneten konnten andere bezeugen. Eine Beschreibung einiger Wunder des Propheten (s.a.w.s) kam durch den Qur‟an zu uns herunter. Wir wissen von anderen durch die Hadithe des Propheten (s.a.w.s) und durch zahlreiche Schriften Islamischer Gelehrter. Durch diese Quellen ist es möglich, die wunderbaren Eigenschaften dieses gesegneten Mannes, der als Gnade auf die Welt gesandt wurde, zu sehen und die Bedeutung der Verwendung des Qur‟an und der Sunnah des Propheten als Wegweiser in unserem täglichen Leben zu verstehen.

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2. Die Wunder, die Gott dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) vor seinem Prophetentum wirken ließ
Nach historischen Texten erhielt Muhammad (s.a.w.s) mit vierzig Jahren die Ehre, Prophet zu sein. Bevor er aber irgendwelche Offenbarungen erhielt, fanden in seinem Leben gewisse übernatürliche Vorkommnisse statt, die auf seine Zukunft hinwiesen. Die Hebamme, ash-Shifa, Mutter des berühmten Gefährten „Abdur-Rahman ibn „Awf, die bei seiner Geburt zur Stelle war sagte aus, dass, als der Prophet (s.a.w.s) auf die Welt kam und in ihren Händen lag, er nießte und sie hörte jemanden sagen: “Gott sei dir barmherzig!” und sie sah, dass der gesamte Horizont vor Licht erstrahlte (Abu Nu‟aym). Wenn der Prophet (s.a.w.s) reiste, war er immer beschattet. Khadijah erwähnte, dass sie, wenn ihr Gatte reiste, zwei Engeln sah, die ihm Schatten spendeten. (Ibn Sa‟d). Halima, seine Ziehmutter aus dem Wüstenstamm der Bani Sa‟d ibn Bakr, sagte, dass sie eine Wolke sah, die ihm Schatten spendete, während er bei ihr war. Eines Tages, als der Prophet (s.a.w.s) auf einer Reise war, setzte er sich unter einen trockenen Baum, um zu rasten. Der Baum wuchs und trieb aus und nach manchen Überlieferungen neigte sich der Schatten des Baumes zu dem Propheten (s.a.w.s), um ihn Schatten zu spenden. Das Gelände um den Baum wurde ebenfalls saftig und grün. Als sich der Moment seines Prophetentums näherte, sah der Prophet (s.a.w.s) in seinem Schlaf Träume mit Vorausahnungen, die sich schließlich bewahrheiteten. Diese Träume erschienen nach der Hadith über einen Zeitraum von sechs Monaten. Imam al-Bukhar, ein angesehener Islamischer Gelehrter berichtet von diesen Träumen in seiner Sammlung. Aisha erzählte: Das Erste womit die Offenbarung für den Gesandten Gottes begann waren richtige Träume in seinem Schlaf. Er hatte nie Träume aber dieser kam wie der Tagesanbruch. (Al-Bukhari) Islamische Gelehrte erklären, dass der Grund der Wahrwerdung dieser Art Träume eine Vorbereitung von Muhammad (s.a.w.s) in seinem Schlaf auf die große Verantwortung des Prophetentums war.

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3. Das Wunder der Offenbarung
Das größte Wunder, welches dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) gestattet wurde, war unzweifelhaft Gottes Offenbarung des Qur‟an. Der Prophet (s.a.w.s) war durch Gott erwählt worden, um Seine Botschaft der Menschheit zu übermitteln. Das war, wie der Qur‟an erläutert, eine große Verantwortung. O du Verhüllter! Steh während der Nacht (im Gebet) außer ein wenig. Die Hälfte davon oder etwas weniger. Oder etwas mehr - und trage den Qur‟an vor, bedächtig und deutlich. Wahrlich Wir werden dir ein gewichtiges Wort anvertrauen. Fürwahr, das Gebet in der Nacht macht stärkeren Eindruck und lässt leichter das richtige Wort finden, Während du am Tage lange den Geschäften nachgehen kannst. So gedenke des Namens deines Herrn und widme dich Ihm voll und ganz. (Sure al-Muzzammil: 1-8)

Die Offenbarung
Die erste Offenbarung kam bald, nachdem Muhammad (s.a.w.s) die wahren Träume zu sehen begann. Wegen diesen Träumen begann er sich in die Höhle von Hira (Ghar Hira‟) auf dem Berg des Lichts (Jabal anNur), ungefähr zwölf Kilometer von Makkah entfernt, zurückzuziehen. Der Prophet (s.a.w.s) war gerade vierzig Jahre alt, als er sich während des Monats Ramadan alleine in der Höhle befand, ihm der Engel Gabriel erschien und ihn aufforderte zu lesen. Diese Begebenheiten sind vollständig in dem Hadith beschrieben: Aisha erzählte: Zu Beginn der Offenbarung an den Gesandten Gottes waren es richtige Träume in seinem Schlaf. Er sah nie einen Traum, dieser kam plötzlich wie der Tagesanbruch. Üblicherweise ging er in die Abgeschiedenheit (der Höhle) von Hira‟, wo er (Gott alleine) ununterbrochen während vieler Nächte anbetete. Er nahm für diesen (Aufenthalt) Vorräte mit sich, dann kam er zu Khadijah zurück um wiederum Essen für eine weitere Zeitdauer mit zu- nehmen. Dann kam plötzlich die Wahrheit auf ihn herab, als er in der Höhle von Hira‟ weilte. Der Engel kam zu ihm in die Höhle und forderte ihn auf zu lesen. Der Prophet antwortete, “Ich kann nicht lesen” (Der Prophet fügte hinzu), “Der Engel ergriff mich kräftig und drückte mich so stark, dass ich es nicht mehr aushalten konnte. Er ließ mich aus und verlangte von mir, dass ich lese, und ich antwortete, “Ich kann nicht lesen,” worauf er mich wieder ergriff und mich ein zweites Mal drückte, bis ich es nicht mehr aushalten konnte. Dann gab er mich frei und verlangte von mir nochmals zu lesen, aber ich antwortete, “Ich kann nicht lesen” oder, “Was soll ich lesen?” Daraufhin ergriff er mich ein drittes Mal, drückte mich und ließ mich los und sagte: “Lies: Im Namen deines Herrn, Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus einem Klumpen. Lies! Denn dein Herr ist gütig, ... was er nicht wusste.” (Sure al-'Alaq: 1-5) Dann kam der Bote Gottes mit ihm zurück ... (Al-Bukhari) Es gibt auch mehrere Verse im Qur‟an, die die Begegnung des Propheten (s.a.w.s) mit dem Engel Gabriel und der Offenbarung des Qur‟an beschreiben: Euer Gefährte irrt nicht und wurde nicht getäuscht. Noch spricht er aus eigenem Antrieb. Er ist nichts anderes als eine ihm geoffenbarte Offenbarung, Die ihn der überaus Mächtige gelehrt hat. Der überaus Weise. Aufrecht stand er da. Am höchsten Horizont. Dann näherte er sich und kam nahe. Bis auf

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zwei Bogen(schüsse) entfernt oder noch näher Und offenbarte seinem Diener, was er zu offenbaren hatte. Sein Herz erlog nicht, was er sah. Wollt ihr ihm denn bestreiten, was er sah? (Sure an-Najm: 2-12) Gemäß einigen Interpretationen des Qur‟an beziehen sich diese Verse auf die Offenbarung des Qur‟an, jedoch einige andere Auslegungen verwenden diese Verse um sich auf das Mi‟raj (Auffahrt zu den Himmeln) zu beziehen. Verschiedene andere Verse belegen die Tatsache, dass es Gabriel war, der den Qur‟an von Gott dem Propheten (s.a.w.s) überbrachte. In diesen Versen wird auf Gabriel als “die reinste Seele (Ruh)” oder “die getreue Seele (Ruh)” verwiesen. Sprich: "Wer auch immer Gabriels Feind ist -ist er es doch, der deinem Herzen mit Gottes Erlaubnis (den Qur‟an) offenbarte als eine Bestätigung des Früheren und eine Rechtleitung und eine Heilsbotschaft für die Gläubigen. (Sure al-Baqara: 97) Sprich: "Der Geist der Heiligkeit hat ihn von deinem Herrn gebracht, in Wahrheit, um die Gläubigen damit zu stärken, und als eine Leitung und Heilsbotschaft für die Gottergebenen." (Sure anNahl: 102) Und siehe, er ist eine Offenbarung des Herrn der Welten. Mit ihm kam der getreue Geist herab. Auf dein Herz, damit du einer der Warner seist. (Sure ash-Shu'ara': 192-194)

Dieser letzte Vers zeigt, dass der Qur‟an direkt in das Herz des Propheten (s.a.w.s) geoffenbart wurde. Das war eine Gnade, die Gott dem Propheten (s.a.w.s) gespendet hat, so wie Gott im Qur‟an sagt: Außer der Barmherzigkeit deines Herrn. Siehe, Seine Huld gegen dich ist groß. (Sure al-Isra': 87) Du selbst konntest nicht hoffen, dass dir das Buch gegeben würde; es war die Barmherzigkeit deines Herrn ... (Sure al-Qasas: 86) Nach der Offenbarung der ersten Verse, ist es überliefert, dass die Offenbarung an den Propheten (s.a.w.s) für eine gewisse Zeit aufhörte. Als die Offenbarungen wieder aufgenommen wurden, erzählte uns der Hadith, dass die nächsten Verse der Anfang der Sure al-Muddaththir waren: O du Bedeckter! Steh auf und warne. Und verherrliche deinen Herrn. (Sure al-Muddaththir: 1-3) Nachdem er diese Verse erhielt, gehorchte der Prophet (s.a.w.s) den Befehlen von Gott und nahm die Verantwortung der Verkündung der Offenbarung wieder auf. Der Prophet (s.a.w.s) erhielt fortgesetzt die Göttlichen Offenbarungen bis zu seinem Tod, dreiundzwanzig Jahre später.

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Der Zustand Muhammads (s.a.w.s) während er die Offenbarung erhielt
Es gibt in den Hadith Beschreibungen, wie es für den Propheten (s.a.w.s) war, Offenbarungen zu empfangen. Zum Beispiel hörten die, mit dem Propheten (s.a.w.s) Anwesenden, ein Geräusch wie von Bienensummen, sobald die Offenbarung kam. Andere Quellen sagen, dass das Geräusch wie das Summen der Bienen rund um das Gesicht des Propheten (s.a.w.s) war. Einige Hadith beschreiben den Zustand des Propheten (s.a.w.s), während er die Offenbarung erhält. Aisha erzählte: Al-Harith ibn Hisham fragte den Propheten (s.a.w.s): “Wie kommt die Offenbarung zu dir?” Er sagte, “In verschiedenen Formen kommt der Engel zu mir, manchmal gleicht er dem Geräusch einer läutenden Glocke. Sobald dieser Zustand mich verläßt erinnere ich mich, was der Engel sagte. Diese Art der Offenbarung ist die schwerste für mich; Manchmal kommt der Engel in der Form eines Mannes und spricht mit mir, und ich verstehe und erinnere mich, was er sagt.” (Al-Bukhari) Aisha erzählte: “An einem sehr kalten Tag sah ich den Propheten (s.a.w.s) wie er die Offenbarung erhielt und bemerkte, dass der Schweiß von seiner Stirne tropfte.” (Al-Buhkari und At-Tirmidhi) Zayd ibn Thabit erzählte: “Ich schrieb die Offenbarung Gottes an den Propheten (s.a.w.s). Sobald die Offenbarung kam, befiel ihn eine große Müdigkeit und er hatte Schweißperlen auf der Stirne. Sobald der Zustand der Offenbarung endete rezitierte er und ich schrieb.” (At-Tabarani)i Abu Hurayrah erzählte: “Sobald die Offenbarung Gottes zum Propheten (s.a.w.s) kam, war es, als ob er in Ohnmacht gefallen war.” (Abu Nu'aym)2

Der Qur‟an wurde direkt in das Herz des Propheten (s.a.w.s) geoffenbart
Gott offenbarte den Qur‟an in Abschnitten über einen Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren, direkt in das Herz des Propheten Muhammad (s.a.w.s): Und die Ungläubigen fragen: "Warum ist der Qur‟an nicht auf einmal (als ganzes) auf ihn herabgesandt worden?" Dies, um so dein Herz zu festigen. Und Wir haben ihn in sich stimmig wohl geordnet. (Sure al-Furqan: 32) Während des Zeitraumes der Offenbarung unterstützte Gott Seinen Propheten (s.a.w.s) und half ihm, Seine Botschaft richtig den Menschen zu übermitteln. Gott unterwies den Propheten (s.a.w.s), wie der Qur‟an zu zitieren ist: Bewege deine Zunge nicht zu schnell. Uns obliegt schließlich seine Sammlung und Verlesung. Darum, wenn Wir ihn vortragen lassen, dann folge seiner Vortragsweise aufmerksam. Uns obliegt dann seine Erklärung. (Sure al-Qiyama: 16-19)

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Und erhaben ist Gott, der wahre König! Und übereile dich nicht mit dem (Zitieren des) Qur‟an, bevor er dir vollständig geoffenbart worden ist, sondern sprich: "O mein Herr! Mehre mein Wissen!" (Sure Ta Ha: 114) Er half auch dem Propheten (s.a.w.s), die Verse im Gedächnis zu behalten: Wir werden dich vortragen lehren, und du wirst nichts vergessen. (Sure al-A'la: 6) Die Fähigkeit des Propheten (s.a.w.s), all die Verse des Qur‟an auf diese Art zu lernen ist ein weiteres Wunder, welche Gott ihm gab. In der Lage zu sein, sich an die Verse, sobald er sie benötigte, zu erinnern, machte die Arbeit des da‟wah des Propheten (s.a.w.s) leichter: Und Wir werden dich auf den leichtesten Weg bringen. (Sure al-A'la: 8) Es war auch Gottes Art, den Qur‟an zu beschützen und sicher zu stellen, dass er nicht verzerrt oder vergessen wird. Es ist ein Wunder, welches durch die gewaltige Anzahl an Menschen, die den Qur‟an auswendig können (huffaz), bis heute Fortbestand hat. Trag vor, was dir von dem Buch deines Herrn geoffenbart wurde, Dessen Wort niemand verändert. Niemals findest du Zuflucht, außer bei Ihm. (Sure al-Kahf: 27)

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4. Die Wunder des Qur‟an
Der Qur‟an ist das Wort Gottes, geoffenbart für die gesamte Menschheit und für alle Zeiten. Die Gründe, wofür der Qur‟an als Wunder bezeichnet werden kann sind so zahlreich, dass sie selbst nicht aufgezählt werden können. Es gibt jedoch drei Hauptgründe, die den Qur‟an als Wunder auszeichnen: Seine literarische Vorzüglichkeit, sein Inhalt und sein Schutz durch Gott.

Die literarische Vorzüglichkeit des Qur‟an
Der Qur‟an wurde, wie darin erklärt, den Arabern in arabischer Sprache geoffenbart: Hätten Wir ihn zu einem fremdsprachigen Qur‟an gemacht, hätten sie gewiss gesagt: "Warum sind seine Zeichen nicht deutlich erklärt worden? (Ein Buch) in fremder Sprache und ein Araber?... (Sure Fussilat: 44) Um die literarische Vorzüglichkeit des Qur‟an besser verstehen zu können, ist es nötig, über die Sprache der Araber, denen der Qur‟an geoffenbart wurde, zu lernen. Vor dem Erscheinen des Islam waren Dichtkunst und Literatur in Arabien hoch entwickelt. Es gab erstaunlich originelle Dichter und wortgewandte Personen, die die arabische Sprache äußerst gut beherrschten. Die Literaten eines Stammes wurden gleichwertig mit den größten Heldes des Volkes betrachtet. Auf Grund der Wichtigkeit der Literatur und Rhetorik wurden die Mu‟allaqat (sieben Gedichte von sieben Dichtern) in goldenen Buchstaben geschrieben und an den Wänden der Ka‟bah (Kaaba) aufgehängt.3 Einige davon wurden dem Volk zu großen Anlässen, wie der Markt in Ukkaz, vorgelesen. Sogar beduinische Nomaden rezitierten manchmal Dichtungen, die ebensogut, wenn nicht besser waren als die, der Poeten in den Städten, und die Menschen waren bewegt von ihren Vorträgen.4 Es war deshalb in jener Zeit, als der Qur‟an geoffenbart wurde, dass Wortgewandtheit und Stil der Sprache gut entwickelt waren. Als der Prophet (s.a.w.s) den Qur‟an den Ungläubigen von Makkah rezitierte, waren sogar diese Literaten davon beeindruckt. Manche Menschen traten lediglich nach Anhören der schönen Verse zum Islam über – Umar ibn al-Khattab, einer der erbittertsten Gegner des Islam, konvertierte, nachdem er die ersten Verse der Sure Ta-Ha las. Manche Menschen nahmen den Islam, nachdem sie den Qur‟an hörten, noch nicht an, jedoch konnten sie auch keine Antwort darauf finden. Die Ungläubigen verspotteten den Propheten (s.a.w.s) und bezichtigten ihn, dass er den Qur‟an selbst schrieb: Und die Ungläubigen behaupten: "Dies ist nichts als Betrug, den er sich mit Hilfe anderer Leute ausgedacht hat." Doch sie äußern da nur Ungerechtigkeit und Falschheit. (Sure al-Furqan: 4) Und sie behaupten: "Fabeleien früherer Geschlechter hat er sich aufschreiben lassen; sie werden ihm am Morgen und am Abend vorgelesen."(Sure al-Furqan: 5)

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Gott gab die weiseste Antwort auf die, bis ins einzelne verzierte Rhetorik der Araber und an ihre berühmtesten Dichter und besten Redner und forderte sie heraus, ähnliche Werke zu vollbringen. Und falls ihr über das, was Wir auf Unseren Diener herniedersandten, in Zweifel seid, so bringt eine gleiche Sure hervor und ruft andere Zeugen als Gott an, so ihr wahrhaftig seid. (Sure al-Baqara: 23) Dennoch sagen sie: "Er hat ihn sich ausgedacht!" Sprich: "So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid." (Sure Yunus: 38) Aber Gott weiß, dass niemand in der Lage ist, noch jemals sein wird, dies zu vollbringen: Sprich: "Wahrlich, selbst wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um einen Qur‟an wie diesen hervorzubringen, brächten sie nichts Gleiches hervor, auch wenn die einen den anderen beistünden."(Sure al-Isra': 88) Oder sie behaupten: "Er hat ihn zusammengedichtet!" Sprich: "So bringt zehn gleichwertige Suren herbei, (von euch) erdichtet, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott sofern ihr wahrhaft seid. Und wenn sie euch nicht erhören, dann wisst, dass er aus Gottes Weisheit hinabgesandt wurde, und dass es keinen Gott außer Ihm gibt. Wollt ihr euch nicht (Gott) ergeben?" (Sure Hud: 13-14) Dennoch sagen sie: "Er hat ihn sich ausgedacht!" Sprich: "So bringt (wenigstens) eine einzige ebenbürtige Sure hervor, und ruft dafür an, wen ihr könnt - außer Gott - sofern ihr wahrhaftig seid." Aber was ihr Wissen nicht umfasste und was ihnen noch nicht erläutert worden war, nannten sie Lüge. So leugneten auch jene, die vor ihnen lebten. Und schau, wie das Ende der Ungerechten war! (Sure Yunus: 38-39) Der große Islamische Denker Bediuzzaman Said Nursi beschreibt die Auswirkung der Offenbarung des Qur‟an auf die Araber: Als der Qur‟an geoffenbart wurde, forderte er Experten in vier Bereichen heraus Zuerst verneigten sich die Wortgewandten vor ihm. Sie alle hörten mit Verwunderung zu. Zweitens verblüffte er die Dichter und Redner, so dass sie enstaunt in ihre Finger bissen. Ihre schönsten, in Gold geschriebenen Dichtungen erhielten einen Schlag und die berühmten Sieben Gedichte, die an den Wänden der Ka‟bah (Kaaba) als Gegenstand des Hochmutes aufgehängt waren, wurden heruntergerissen. Drittens brachte er die Wahrsager und Zauberer zum Schweigen. Er ließ sie ihre Entdeckungen von verstecktem Wissen vergessen, was zur Vertreibung des Jinn aus den Himmeln führte und brachte das Weissagen zu einem definitiven Ende. Viertens befreite er alle jenen von Mythos und Phantasien, welche die Ereignisse von längst vergangenen Zeiten und die Fakten der Kosmologie kannten, indem er sie die wahren Geschichten der vergangenen Ereignisse und das erleuchtende Wissen über die Schöpfung lehrte. Aus diesen Gründen verneigten sich diese vier Gruppen vor dem Qur‟an mit Erstaunen

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und Hochachtung und wurden seine Schüler. Keiner von ihnen wagte es jemals wieder, einen einzigen Vers in Zweifel zu ziehen.5 Der Qur‟an ist in solcher Weise geschrieben, dass kein menschliches Wesen etwas ähnliches wiedergeben könnte. Die arabische Sprache selbst ist sehr rein; sie ist nicht so, wie die Araber heute sprechen. Der Qur‟an verkündet seine Botschaft klar und prägnant und doch eloquent. Um die Botschaft des Qur‟an zu verdeutlichen wurden zahlreiche Gleichnisse und Ausdrücke verwendet. So haben Wir den Menschen in diesem Qur‟an allerlei Gleichnisse aufgestellt. Doch der Mensch bestreitet die meisten Dinge. (Sure al-Kahf: 54) Es ist ein Buch von großer Tiefe und vielschichtiger Bedeutung. Selbst ein oberflächliches Lesen des Qur‟an wird erkennen lassen, dass nur eine begrenzte Anzahl von Worten (einige zweitausend) in dem ganzen Qur‟an verwendet wurde, um eine gewaltige Auswahl an Befehlen, Gedanken und Tatsachen zu überliefern. Gerade diese Wiederholungen machen das Buch allen Lesern leicht verständlich und merkbar: Wir machten den Qur‟an gewiss leicht zum Erinnern ... (Sure al-Qamar: 17) Und doch, trotz offensichtlicher Wiederholung von Schlüsselthemen, kann man den Qur‟an nicht als repetitiv bezeichen. Selbst wenn jemand ihn oft in seinem Leben liest, wird er niemals unterlassen, seine Eleganz zu würdigen und nie durch sein Lesen ermüden. Gott hat die schönste Botschaft hinabgesandt: ein Buch, in Einklang mit sich selbst, voll Wiederholung... (Sure az-Zumar: 23)

Der Inhalt des Qur‟an
Der Qur‟an ist in seinem Gehalt einzig, da er eine Göttliche Offenbarung ist. Er beinhaltet die Rechtleitung Gottes für die gesamte Menschheit; er hilft den Menschen, ihr eigenes ich zu erkennen; er gibt Auskunft über die Vergangenheit und die Zukunft, über Dinge, die kein menschliches Wesen noch Geist wissen konnten und alle seine Enthüllungen sind wahr. Außerdem spielte der Qur‟an bereits von 1400 Jahren auf wissenschaftliche Themen an, die erst kürzlich mit Hilfe der Technologie des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts ans Licht kamen. Mit der ehrfurchtsgebietenden Weisheit, die er beinhaltet, der Wahrheit, die die Vergangenheit und Zukunft offenlegt, den Offenbarungen, die die Unwissenheit vertreiben und die Geheimnisse der menschlichen Gesinnung enthüllen, hat der Qur‟an nichts gleichartiges. Sein wundervoller Charakter ist für alle Menschen in der Vergangenheit und der Zukunft maßgebend. Seine Gebote und Verbote sind bis zum Tag des Urteils gültig. Er war, ist und wird für alle Zeiten und für alle Menschen, vom Tage seiner Offenbarung bis zum Letzten Tag maßgeblich sein. ... Und dies ist nur eine Mahnung für die Menschen. (Sure al-Muddaththir: 31)

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Doch dies ist nichts anderes als eine Ermahnung für alle Welt. (Sure al-Qalam: 52) Gott hat im Qur‟an in vielen Versen Seine Eigenschaften, Seine Macht und Seinen Gefallen an Seiner Schöpfung dargestellt. Er offenbart, dass Er das Universum schuf; dass Er frei von weltlichen Bedürfnissen ist; dass Er frei von Fehlern ist; dass Er allwissend und alles-sehend ist. Das ist für uns wichtig, damit wir ein besseres Verständnis des Einen, den wir anbeten, erlangen, so dass wir für Seine Wohltätigkeiten dankbar sein können und uns weiter bemühen, Ihm zu gefallen. Außerdem spricht Gott direkt zu uns, persönlich und kollektiv, zu Moslems und nicht-Moslems, und gib uns Zuversicht und Rückhalt, gute Nachrichten und eine Warnung. Er sagt uns, dass Er unser Freund und Helfer ist und dass die Menschen Ihn in Zeiten der Not anrufen sollen. Da Gott der Schöpfer aller Dinge ist, weiß Er, was für Seine Schöpfung am besten ist, sowohl für die Menschen als auch für sie als ein Ganzes. Deshalb hat Er im Qur‟an die Grenzen Seines Gesetzes (Shariah), innerhalb welchen wir handeln sollen, umrissen. Gott hat im Qur‟an ausdrücklich erklärt, was richtig und falsch ist; was rechtmäßig und was verboten ist: Er ist es, der auf dich das Buch herabsandte. In ihm sind eindeutig klare Verse - sie sind die Mutter des Buchs ... (Sure Al 'Imran: 7) Die im Qur‟an enthaltene Rechtleitung ist voll mit Weisheit und kann ohne Schwierigkeiten erfaßt werden. Die in seinen Versen auferlegten Gebote und Verbote sind klar und leicht verständlich. Ein Mensch mit ernsten Vorsätzen, den Gott auf dem Rechten Weg geleitet hat, kann sie ohne Schwierigkeiten verstehen und sie vollständig in seinem Handeln befolgen. Der Qur‟an ist aber viel mehr als ein Buch mit Vorschriften. Gott offenbarte im Qur‟an, wie man körperlich und geistig gesund sein kann, und was in Zeiten von Schwierigkeiten und unerwarteter Mißgeschicke zu tun ist. Er beschrieb auch unterschiedliche menschliche Charaktere. Gott enthüllte auch Verse, die uns Kenntnisse bei der Lösung von Problemen, sei es persönliche oder gemeinschaftliche, bescherten. In anderen Worten beinhaltet der Qur‟an alle grundlegenden Kenntnisse, die jederzeit im Leben einer Person oder einer Gemeinschaft benötigt werden, gleichgültig, wie unbedeutend sie auch sein mögen. Aber es sind nur jene, die Gott fürchten und seine Gebote und Verbote befolgen, und die sich Ihm in ihrem Herzen unterwerfen, und die der kommenden Welt, der jetzigen den Vorzug geben, sind in der Lage, die Ratschläge des Qur‟an für sich geltend zu machen. Gott sagt im Qur‟an: Wollen sie denn nicht über den Qur‟an nachdenken - oder sind ihre Herzen verriegelt? (Sure Muhammad: 24) Der Qur‟an berichtet uns über vergangene Nationen und Menschen, die Gott leugnen oder Ihm nicht gehorchten, um uns zu helfen, Gottes Gebote in unserem täglichen Leben zu befolgen. Wir erfahren von ihrem Ende und wie sie bestraft wurden, damit auch wir aus der Geschichte eine Lehre ziehen können. Das ist eine Gnade, an der uns Gott teilhaben läßt.

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Dies ist ein Teil der Berichte über Städte, die Wir dir erzählen; einige von ihnen stehen noch, und andere sind wie niedergemäht. (Sure Hud: 100) Diese Geschichten von vergangenen Nationen ist ebenfalls eine Art, den Ungläubigen zu beweisen, dass der Qur‟an das Wort Gottes ist. Der Prophet konnte einen Großteil der geschichtlichen Details nicht wissen, da er von keinem Gelehrten unterrichtet wurde. Er konnte nicht lesen noch schreiben und er ist auch nicht viel gereist. Das beweist, dass er den Qur‟an nicht geschrieben haben kann. Viele Beschreibungen der vergangenen Nationen wurden vor kurzem durch Historiker und Archäologen bestätigt.6 Wahrlich, in den Geschichten über sie finden sich Lehren für die Verständigen. Er ist keine erfundene Geschichte, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine Erklärung aller Dinge und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk. (Sure Yusuf: 111) Im Qur‟an wurden Gebote und Verbote für uns erläutert, damit wir das Beste in der kommenden Welt erreichen. Um uns zu motivieren, mehr Gutes zu tun, beschreibt Gott im Detail, was wir im Jenseits zu erwarten haben. Es hängt von unserer Reinheit tawhid ab und den Taten, die wir in diesem Leben erbracht haben. Der Garten wurde bis ins Detail beschrieben, damit wir uns bemühen, ihn zu erstreben, so Gott will. Gleicherweise wurde ein ebenso graphisches Bild des Höllenfeuers gezeichnet, damit wir uns vom Unglauben, von der offenen oder versteckten Anmaßung, Partner Gottes zu sein und von schlechten Taten distanzieren, da wir das Mißfallen Gottes erregen. Es ist gewiss eine Ermahnung für dich und für dein Volk, und ihr werdet darüber zur Rede gestellt werden. (Sure az-Zukhruf: 44) Gott sagt uns, dass Er uns die Fähigkeit, zwischen richtig und falsch (furqan) zu urteilen, gegeben hat und mit diesem Leistungsvermögen lädt Er uns ein, über seine Schöpfung nachzudenken. Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und die Verschiedenartigkeit euerer Sprachen und euerer (Haut-)Farben. Darin sind fürwahr Zeichen für die Wissenden. (Sure ar-Rum: 22) In mehreren Versen des Qur‟an gibt es Hinweise auf wissenschaftliche Gebiete, die erst vor kurzem von Forschern mit Hilfe von fortgeschrittlicher Technologie oder schwerverständlicher Mathematik weiterentwickelt wurden. Zur Zeit der Offenbarung des Qur‟an war es unmöglich, diese Gebiete wissenschaftlich zu erforschen. Dies ist einmal mehr ein ernstzunehmender Hinweis für jene, die den Qur‟an als Wort Gottes an die Menschheit leugnen. Als der Qur‟an im siebenten Jahrhundert geoffenbart wurde, hatten die Araber unzählige Mythen über die Welt. Sie hatten nicht die Technologie um das Universum zu erforschen noch die Welt der Natur. Sie glaubten in Mythen und Legenden, die von Generation zu Generation überliefert wurden. Sie glaubten z.B. dass der Himmel durch Berge hochgehalten wird; dass die Erde flach wäre und dass hohe Berge an den beiden Enden

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der Welt als Säulen dienten um das Himmelszelt abzustützen. Solcherlei Mythen wurden durch die Offenbarung des Qur‟an ad absurdum geführt. Gott ist es, der die Himmel ohne sichtbare Säulen aufgerichtet hat... (Sure ar-Ra'd: 2) Über dies und viele andere Angelegenheiten vermittelt der Qur‟an wichtige Kenntnisse, die den meisten Menschen dieser Zeit unbekannt waren. Als der Qur‟an heruntergesandt wurde, wußten die Menschen sehr wenig über Astronomie, Physik und Biologie. Er beinhaltete bedeutendes Wissen über viele Dinge, wie die Schöpfung des Universums und der Menschen, die Bestandteile der Atmosphäre und das Gleichgewicht in der Natur. Es gibt wahrhaftig Tatbestände im Qur‟an, welche wir noch nicht verstehen oder schätzen, weil wir noch nicht die Fähigkeit haben, sie zu erfassen. Sehr detailliertes Wissen über diese Welt und die zukünftige wird im Qur‟an vernünftig erklärt. Dies ist die Einzigartikeit des Qur‟an. Obwohl der Qur‟an viel Material für jene mit erforderlichem Verstand, Kenntnis und Gelehrsamkeit hat, benötigt der durchschnittliche Mensch keinen hohen Intellekt, umfassende Kultur oder Geschicklichkeit, um den Qur‟an zu verstehen; man braucht nur Aufrichtigkeit. Der Qur‟an wurde der gesamten Menschheit gesandt, aber er ist nur der Rechte Weg für jene, die Gott fürchten und die an den Letzten Tag glauben: Dies sind die Verse des weisen Buches, Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Rechtschaffenen. (Sure Luqman: 2-3) O ihr Menschen! Nun ist eine Mahnung eueres Herrn zu euch gekommen und eine Arznei für das, was euere Herzen bewegt, und eine Leitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen. (Sure Yunus: 57) Bediuzzaman Said Nursi sagte, dass der Qur‟an ein Führer zur Wahrheit für ergebene Sklaven Gottes ist: Der Allwissende Qur‟an ist der Führer zum Wissen und Bewußtsein, der Führer der Geister und Männer (sowie Frauen), der Lehrer jener, die nach Vollendung streben und der Ausbilder derjenigen, die die Wirklichkeit suchen.7 Der Qur‟an sagt, dass die Worte Gottes genau und vollständig sind und dass eine Person nur dann die Wahrheit erreicht, wenn sie den Qur‟an und die Sunnah des Propheten (s.a.w.s) als Richtlinie nimmt. ... Nichts haben Wir in dem Buch übergangen... (Sure al-An'am: 38) ... Und diejenigen, denen Wir das Buch gaben, wissen, dass es in Wahrheit von deinem Herrn hinabgesandt wurde. So sei keiner der Zweifler. Und das Wort deines Herrn hat sich in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit erfüllt. Niemand vermag Sein Versprechen zu ändern; und Er ist der Hörende, der Wissende. (Sure al-An‟am: 114-115)

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Der Schutz des Qur‟an
Einer der wichtigsten Eigenschaften des Qur‟an ist, dass er, ohne Änderung seit der Zeit, als er dem Prophet Muhammad (s.a.w.s) geoffenbart wurde, zu uns heruntergekommen ist: Wahrlich, Wir sandten die Ermahnung herab, und Wir wollen fürwahr ihr Bewahrer sein. (Sure al-Hidschr: 9) ... Dessen Wort niemand verändert... (Sure al-Kahf: 27) Es ist im Qur‟an selbst erklärt, dass der Qur‟an nicht die erste Offenbarung Gottes an die Menschheit ist: Er hat auf dich das Buch in Wahrheit herabgesandt, bestätigend, was ihm vorausging. Und Er sandte hinab die Thora und das Evangelium-(Schon) zuvor - als eine Rechtleitung für die Menschen... (Sure Al „Imran: 3-4) Das Wunder des Qur‟an ist, dass er die letzte Offenbarung Gottes ist und er wird heute so rezitiert wie vor 1400 Jahren rezitiert. Er wird für allezeit unverändert bleiben. Der originale Zustand der zuvor geoffenbarten Schriften wurde geändert. Über Jahre wurden Zusätze und Änderungen gemacht und einzelne Teile wurden völlig geändert. Wenn aber eine Offenbarung dem Propheten (s.a.w.s) gemacht wurde, befähigte ihn Gott auf wundervolle Weise, sie sich zu merken. Sofort danach ließ der Prophet (s.a.w.s) den Qur‟an von ausgewählten Männern unter den Gefährten, den “Schreibern der Offenbarung”, aufzeichnen. Aus diesem Grund wurde der Qur‟an in schriftlicher Form bewahrt. Während des Kalifates von Abu Bakr wurde der Qur‟an in einem Band gesammelt. Während des Kalifates von Osman wurden zahlreiche Kopien angefertigt und in die großen Städte des Islam versendet. Auf Grund dieses Göttlichen Schutzes ist der Qur‟an ein solch gewaltiges Buch, mit der Erlaubnis und dem Willen Gottes: ... Es ist wahrlich ein erhabenes Buch! Von keiner Seite kann Falschheit an es herankommen. Es ist eine Offenbarung von einem Weisen, Rühmenswerten. (Sure Fussilat: 41-42) Hätten wir diesen Qur‟an auf einen Berg herabgesandt, dann hättest du ihn sich demütigen und aus Ehrfurcht vor Gott sich spalten sehen. Solche Gleichnisse stellen Wir für die Menschen auf, damit sie nachdenklich werden. (Sure al-Hashr: 21) Wenn man den Qur‟an rezitiert, können in dieser und der kommenen Welt vielfältige Wohltaten erworben werden und mehr davon, wenn man ihn versteht.

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... Von Gott ist zu euch nunmehr ein Licht und ein deutliches Buch gekommen, Womit Gott zu Wegen des Heils leitet, wer Sein Wohlgefallen anstrebt, und sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und auf einen rechten Pfad führt. (Sure al-Ma'ida: 15-16) Dies dient der Einsicht der Menschen und ist eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die ihres Glaubens gewiss sind. (Sure al-Dschathiya: 20) Unter der Autorität von „Abdullah ibn Mas‟ud wurde erzählt, dass der Prophet (s.a.w.s) sagte: Der Qur‟an ist ein Fürbitter. Er wurde geschaffen um Fürsprache einzulegen und es ist rechtmäßig, daran zu glauben. Wer immer ihn vor sich legt, den wird er ins Paradies geleiten; wer ihn aber hinter sich legt, den wird er ins Höllenfeuer lenken.‟ (At-Tarabani) Die Rezitation des Qur‟an bringt dem Herzen Ruhe und Friede der Seele. Er ist eine Führung und Gnade von Gott für alle Gläubigen. ... sollten die Herzen im Gedanken an Gott denn nicht in Frieden sein? (Sure Ra'd: 28) Und wenn der Quran verlesen wird, so hört zu und schweigt, damit ihr Barmherzigkeit findet... (Sure al-A‟raf: 204)

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5. Die Wunder des edlen Charakters des Propheten Muhammad (s.a.w.s)
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) war ein gesegneter und in den Augen Gottes hoch verehrter Mensch. Gott schuf ihn gehorsam zu sein und machte ihn in der Welt groß; sein Charakter machte ihn zu dem Vertrauenswürdigsten aller Menschen und er war für die anderen ein Beispiel durch seine Ehrlichkeit. Er war ein edler Gesandter Gottes, dessen taqwa, Charakter und Gemüt beispielhaft waren. Mit seiner Barmherzigkeit, Höflichkeit, feinsinnigem Verständnis, Vertrauen in Gott und geduldiger Entschlossenheit ist er ein geistiger Führer für die gesamte Menschheit und ein Beispiel für uns alle. Ibrahim ibn Muhammad, ein Enkel von Ali sagte dieses über den Propheten (s.a.w.s): Immer wenn Ali die edlen Eigenschaften des Gesandten Gottes beschrieb, sagte er: “Er war der Edelmütigste und der Ehrlichste. Er war der Gutherzigste. Jeder der ihn plötzlich sah wäre eingeschüchtert. Jeder, der mit ihm in engeren Kontakt kam und von seinem außerordentlichen Charakter wußte, liebte ihn.” Einer der ihn beschrieb sagte: “Ich habe nie jemanden wie ihn gesehen, weder vor ihm noch nach ihm.” (AtTirmidhi) In der Gemeinde, wo er lebte war der Prophet (s.a.w.s) als al-Amin (der Vertrauenswürdige) gut bekannt; alle stimmten überein, dass er ehrlich und verläßlich war. Das Gesicht des Propheten (s.a.w.s) strahlte ein erhabenes Licht aus, welches jeden, der es sah, von seiner Ehrhaftigkeit überzeugte. Jedermann, der auf seine Stimme des Gewissens hörte, während er mit ihm sprach oder sich in ein Gespräch mit ihm einschaltete, verstand, dass er etwas Besonderes war; Sie sahen zahlreiche Beweise, dass er ein Prophet war. Er war intelligent und einsichtig und auf Grund seines vorzüglichen Charakters wandten sich sogar Ungläubige an ihn, um Mißverständnisse, die sich unter ihnen ergaben, zu lösen. Ibn Sa‟d erzählte die folgende Beschreibung, die er von Ibn „Asakir über die Tugend und Güte des Propheten (s.a.w.s), die die Gefährten immerfort bezeugen konnten, erhielt. Gottes Prophet wuchs als der Beste unter den Menschen hinsichtlich Erhlichkeit, edlen Charakter, größter Vollendung in gesellschaftlicher Beziehung, Großzügigkeit im nachbarschaftlichen Zusammenleben, Fortschrittlichkeit in Liebenswürdigkeit und Wahrhaftigkeit. Er legte auf Höflichkeit und gute Manieren größten Wert. Er kam mit allen gut zurecht. Deswegen wurde er al-Amin – der Wahrhaftigste und Vertrauenswürdigste – genannt.8 Ibn Sa‟d erzählte die folgende Begebenheit von Ibn Hisham: In der Zeit der Unwissenheit vor dem Islam wandte sich jeder an Gottes Propheten, um Streitigkeiten zu schlichten.9 Ya‟qub ibn Sufyan und al-Bayhaqi erhielten von Ibn Shihab die folgende Erzählung: Als die Quraysh die Ka‟ba neu errichteten, begannen sie über die Verlegung des Schwarzen Steins zu streiten. Jeder Stamm wollte daran beteiligt sein. Dann sagten sie: “Laß uns denjenigen, der über diese Straße kommt einsetzen, zwischen uns zu schlichten.” Der Erste, der sich näherte war der Prophet Muhammad, der noch ein junger Mann war. (Er war nach einer glaubwürdigen Quelle fünfundreißig Jahre alt.) Sie benannten ihn als Schlichter. Er sagte, “Bringt ein Bodentuch.”Das Tuch wurde gebracht. Er sagte: “Legt nun gemeinsam

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den Stein auf das Tuch,” Als sich der Stein auf dem Tuch befand sagte er, “Der Älteste jedes Stammes möge kommen und das Ende des Tuches halten.” Sie trugen den Stein auf diese Weise zu seinem Platz. Er ging dann hinauf und stetzte den Stein, den er von ihnen genommen hat, anseinen Platz. Als er älter wurde gewann er die Liebe und den Respekt von allen. Der Ruhm seiner Ehrlichkeit ließ ihm den Namen al-Amin (der Vertrauenswürdigste) gewinnen. Das war noch bevor er die Offenbarungen erhielt.10 Die Haltung der Ungläubigen änderte sich jedoch, nachdem der Qur‟an dem Propheten (s.a.w.s) geoffenbart wurde. Sie versuchten ihr Äußerstes um die Verbreitung des Islam zu verhindern und obwohl sie sahen, dass der Prophet (s.a.w.s) sowohl in seinem privaten Leben als auch charakterlich gut war, verschworen sie sich, um ihm Leid zuzufügen. Gott erzählt uns darüber im Qur‟an: Sie wunderten sich, dass ein Warner aus ihrer eigenen Mitte zu ihnen kam, und so sagten die Ungläubigen: "Dies ist ein Zauberer, ein Lügner!” (Sure Sad: 4) Dennoch wurden diejenigen, die einen guten, gesegneten und von Gott auserwählten Mann verleumdeten Zeugen seiner Verdienste. Sie sahen mit ihren eigenen Augen Muhammad‟s (s.a.w.s) Treue zu seinen Versprechungen, seine Loyalität, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Güte zu Witwen und Weisen und Menschen in Not und seine Großzügigkeit zu, und sein Interesse für die Mitmenschen. Die Vorzüglichkeit seines Charakter und seines Benehmens erregte die Aufmerksamkeit der Umwelt und er war ein vertrauter, geliebter und respektierter Freund vieler Menschen. Nach Islamischen Quellen gab es einen Mann mit dem Namen Nadr ibn al-Harith, der den Propheten (s.a.w.s) verleumdete. Eines Tages traf er sich mit den Führern der Quraysh und erzählte ihnen folgendes über den von Gott gesegneten Gesandten: Quraysh , ich schwöre, dass ihr heute etwas hören werdet, das euch zuvor nie zu Ohren gekommen ist. Von jüngster Kindheit an war Muhammad euer meist Geliebter, der größte Sprecher der Wahrheit und derjenige, der den größten Respekt verdiente. Als er älter war und Gottes Buch brachte sagtet ihr, dass er ein Zauberer sei. Ich schwöre, er ist kein Zauberer. Wir haben viele Zauberer gesehen. Wir haben gesehen, wie sie auf Knoten hauchten. Ihr nanntet ihm einen Seher. Ich schwöre, er ist auch kein Seher. Wieviele Seher haben wir gesehen und wurden Zeuge von ihren Reden? Ihr nanntet ihn einen Dichter. Ich schwöre, er ist kein Dichter. Wieviele Gedichte haben wir gelernt und ihre Versmaße gehört. Ihr nanntet ihn einen Verrückten. Ich schwöre, er ist nicht verrückt. Zeigt er irgenwelche Zeichen von Ohnmacht, Unsinn oder Anfällen? Quraysh, denkt gut und entscheidet ...11 Der große Islamische Gelehrte Imam al-Ghazali berichtet über den vorzüglichen Charakter des Propheten (s.a.w.s). Er erhielt seine Informationen von wichtigen Hadith Gelehrten wie At-Tirmidhi, At-Tabarani, Imam al-Bukhari, Imam Muslim, Imam Ahmad, Abu Daqud und Ibn Majah: Der Prophet war der geduldigste aller Menschen, der heldenhafteste, der beste Richter und jemand, der den meisten verzeiht. Er war der mildtätigste aller Menschen. Er hortete nicht die Vorräte seiner Familie als es Gott gefiel, ihm mehr als für ein Jahr zu geben. Was zuviel war, gab er üblicherweise als Almosen (sadaqah). Er gab oft Sadaqah demjenigen, der ihn um nichts bat, sogar von seinen eingelagerten Vorräten. Er sprach die Wahrheit, obwohl sie ihm und seinen Gefährten manchmals Unannehmlichkeiten bereitete.

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Er nahm Einladungen zu Hochzeiten an, besuchte die Kranken und die Gestorbenen und begleitete Begräbnisse. Er war der Bescheidenste, ohne Stolz und seine Zunge war äußerst redegewandt ohne langatmig zu werden. Er war von schönem Körperbau. Er ging sogar zu weit entfernten Orten, um die Kranken zu besuchen, ... er saß mit den Armen und Mittellosen, aß mit ihnen, er ehrte die Adeligen, empfahl ihnen, gute Dinge zu verrichten und freundlich zu den Vewandten zu sein. Er behandelte niemand barsch und nahm Entschuldigungen an. Er pflegte zu scherzen aber sprach die Wahrheit. Er hielt harmlosen Sport und Spiel für gesetzmäßig, spielte mit seinen Frauen und machte Rennen mit ihnen. Er setzte die Armen nicht für ihre Armut herunter und er zeigte keinen Respekt vor dem Eigentum der Reichen. Er rief oft Leute zu Gott.12 Gott war wegen seines edlen Charakter, wegen seiner außergewöhnlichen Entschlossenheit angesichts von Mißgeschick und wegen seiner großzügigen Natur über den Propheten (s.a.w.s) erfreut und beschrieb seine Tugenden im Qur‟an: Und du erhältst wahrlich unendlichen Lohn. Und du bist fürwahr von edler Natur. (Sure alQalam: 3-4) Dies ist wahrlich das Wort eines ehrenwerten Gesandten. (Sure al-Haqqa: 40) Die Kombination von Gottes Hilfe, Seiner Göttlichen Offenbarung mit der Charakterstärke des Propheten war es, dass innerhalb eines kurzen Zeitabschnitts von dreiundzwanzig Jahren eine ganze Gesellschaft aus der Dunkelheit heraus in das Licht geführt wurde. Menschen, die ihre Frauen mißhandelten und weibliche Babys lebendig begruben, die arme Leute und Sklaven quälten, wurden barmherzig und gerecht im Lichte des Islam. Menschen, die Götzenbilder aus Stein anbeten und an zahllosen Mythen und Aberglauben festhielten, glaubten jetzt an den einen Gott. Um diese grundlegende und andauernde Änderung zu Stande zubringen erduldete der Prophet (s.a.w.s) viele Leiden. Ungläubige boten ihm große materielle Belohnungen an, wenn er aufhörte, das Wort Gottes zu predigen, aber der Prophet (s.a.w.s) wies all diese Angebote zurück. Er war ein Mensch mit Prinzipien der nur die Anerkennung duch Gott und das Beste für den Islam und die Muslime wünschte. Er hoffte auf Gottes Hilfe selbst in den schwierigsten Situationen und er glaubte, dass Er ihn und die Gläubigen triumphieren lassen wird. Gott belohnte ihn und die Gläubigen, indem Er ihnen half und Schutz gewährte vor jenen, die keinen Glauben hatte.

Das Wunder des ungelehrten Propheten (s.a.w.s) (Ummi)
Als der Prophet (s.a.w.s) den Qur‟an erhielt, konnte er weder lesen noch schreiben; in anderen Worten, er war ungelehrt. Das war eines der wichtigsten Hinweise, dass er ein Prophet war. Obwohl sie wußten, dass der Prophet (s.a.w.s) ungelehrt war, akzeptierten die Ungläubigen nicht, dass der Qur‟an ihm geoffenbart wurde und beschuldigten ihn, ihn selbst zu schreiben. Jedoch kannten die Ungläubigen den Propheten schon vor seinem Prophetentum und waren sich sehr wohl bewusst, dass er nicht die Kenntnisse dafür hatte. Gott sagt im Qur‟an:

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Und so ließen Wir dir auf Unser Geheiß von Unserem Geist offenbaren. Du wusstest zuvor nicht, was die Schrift und was der Glaube war. Jedoch machten Wir es zu einem Licht, mit dem Wir leiten, wen von Unseren Dienern Wir wollen. Du leitest fürwahr auf den geraden Weg. (Sure ash-Shura: 52) ... Und Gott hat die Schrift und die Weisheit hinabgesandt und hat dich gelehrt, was du nicht wusstest. Und Gottes Gnade gegen dich war groß. (Sure an-Nisa': 113) Der Prophet (s.a.w.s) überbrachte den Qur‟an der Menschheit als eine “Offenbarung von Gott”; er behauptete niemals ein Schriftsteller oder ein Dichter zu sein und erinnerte die Menschen, dass sie ihn jahrelang kannten, bevor er Prophet wurde. Sprich: "Hätte Gott dies gewollt, hätte ich ihn euch nicht vorgetragen und euch nicht damit belehrt. Ich hatte doch schon ein Leben lang unter euch gelebt. Begreift ihr denn nicht?" (Sure Yunus: 16) Ungeachtet der Tatsache, dass er ungelehrt war, überbrachte der Prophet (s.a.w.s) seine Nachricht sehr effektiv. Gott gab ihm mittels Offenbarung was die Tora und Bibel beinhalten. Als Gott den Qur‟an offenbarte, gab Er ihm die Kenntnis anderer geoffenbarter Bücher und Gesellschaften, die vorausgegangen sind. Dies wäre ohne Gottes Offenbarung an den Propheten (s.a.w.s) unmöglich gewesen. Al-Ghazali erläutert die Eigenschaften des Propheten (s.a.w.s): Der Charakter und das Benehmen des Propheten, seine Handlungen, Geschäftsführung, Behandlung der verschiedenen Klassen der Menschen, seine Art, ihnen den geraden Weg zu zeigen, seine wunderbaren Antworten auf verschiedene schwierige und heikle Fragen, seine unermüdlichen Bemühungen für das Wohl der Menschen, seine gute Führung im Hinblick auf die offenen Gesetze der Shari‟ah; alle diese Tatsachen führen zu der Schlussfolgerung, dass diese ohne Hilfe von einer unsichtbaren Hand jenseits der Kraft eines Mannes liegen. Es ist für einen Heuchler oder Lügner unmöglich. Die Menschen bezeugten, nachdem sie seinen Körperbau und seine Fähigkeiten sahen, dass er ein großer und wahrhaftiger, von Gott gesendeter Mann ist. Gott gab ihm diese Fähigkeiten, obwohl er ungelehrt war und keine Ausbildung hatte und immer unter des Lesens unkundigen Arabern lebte. Obwohl er ungelehrt war, ein Waise und schwach, wie konnte er sich solch einen guten Charakter und Benehmen und Kenntnisse über Gott aneignen ohne natürliche bzw. übernatürliche Erziehung? Seine wahren und richtigen Kenntnisse über die früheren Propheten, der Friede sei mit ihnen, zeigen, dass er ein wahrer Gesandten Gottes ist, weil er diese Wahrheiten durch die Offenbarung erfuhr. Wie konnte er wissen, was jenseits der Meschheit war, wenn er keine Offenbarung erhielt?13 Alle die ihn kannten, einschließlich Ungläubige, waren sich bewusst, dass der Prophet (s.a.w.s) nie mit Gelehrten zusammensaß, um eine Bildung zu erwerben; die Weisheit in seinen Aussagen konnte nur ein von Gott seinem Gesandten geschenktes Wunder sein. Gott sagt im Qur‟an: Du hast vor ihm kein Buch vorgetragen, noch schriebst du eines mit deiner Hand. Sonst hätten diejenigen, die es für falsch erklären, deswegen Zweifel geäußert. (Sure al-'Ankabut: 48)

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Die Encyclopaedia of Seerah beschreibt, wie die großen Kenntnisse, die Gott Muhammad (s.a.w.s) gegeben hat, Beweise sind, dass er Sein Gesandten ist. Der Prophet Muhammad war ungelehrt, er konnte nicht lesen noch schreiben. Weder die Mitglieder der Familie, in der er aufwuchs, noch diejenigen die ihm nahe standen, noch die Menschen von Makkah sahen ihn jemals ein Buch angreifen oder eine Feder zu halten. Aus diesem Grund ist der Qur‟an das Meer an Kenntnissen, das ihm geoffenbart wurde, ein einziges Wunder. Der Text beinhaltet Schätze von Informationen, wie z.B. das Hauptthema aller alten Göttlichen Schriften, Erzählungen von ehemaligen Propheten, Religionen und deren Glauben, alte Geschichte, Zivilisationen, Kulturen und Wirtschaftsräume, Politik und Moralwerte. ... Die Tatsache, dass er, obwohl ungelehrt, vor den Ungläubigen mit einem Buch erschienen ist, ist auf alle Fälle der größte Beweis seines Prophetentums.14

Jüdische Gelehrte anerkennen den Propheten (s.a.w.s)
Juden und Christen, im Qur‟an als die “Menschen des Buches” beschrieben, haben gewisse Verfälschungen in ihrem Glauben und Praktiken, dennoch folgen sie einer Religion, die ursprünglich von Gott herniedergesandt wurde. Und glaubt an das, was Ich zur Bestätigung euerer Schrift herabsandte, und seid nicht die ersten, die es leugnen, und verkauft nicht meine Botschaft für einen winzigen Preis. Mich allein sollt ihr fürchten. (Sure al-Baqara: 41) Die Ankunft eines ungelehrten Propheten (s.a.w.s) wurde in der Tora und Bibel angekündigt. Deswegen wussten die Gelehrten dieses Buches über den Propheten Muhammad (s.a.w.s) und auch über die Offenbarung des Qur‟an, als das endgültige Wort Gottes: Und wahrlich, er ist in den vorausgegangenen (Offenbarungs-)Schriften enthalten. Dass Weise der Kinder Israels ihn anerkennen, wird ihnen dies denn kein Zeichen sein? (Sure ash-Shu'ara': 196-197) Imam Sa‟id Hawa, der interpretierende Gelehrte, erklärte diese Verse des Qur‟an in seinem Werk Al-Asas fi‟t-Tafsir auf folgende Art: Es ist gewiss, dass der Qur‟an in früheren Büchern erwähnt wurde. Mit anderen Worten, in früheren Schriften gab es Hinweise auf den Qur‟an, bzw. Gedanken, die er enthält wurden von den Propheten anderer Gemeinden übermittelt und existierten in ihren Büchern, so wie sie Gott geoffenbart hat und wie man es in den Göttlichen Texten sehen kann. ... gemäßigte und ehrliche jüdische Gelehrte wissen, dass die Tawrah, Psalmen und Injil (Tora, Psalmen und Bibel) den Inhalt des Qur‟an enthalten und dass jedes Element in ihm die Wahrheit Gottes ist, und dass dies das letzte Buch und der letzte Prophet ist, von dem die alten Schriften sprechen.15 Als der Prophet (s.a.w.s) kam, erkannten viele jüdische und christliche Gelehrten, dass er der ungelehrte Prophet war, was in ihren Schriften vorhergesagt wurde. Der Prophet (s.a.w.s) wusste durch die Offenbarung des Qur‟an von dem Inhalt der Tora und Bibel und über die Geschichte der Bani Isra‟il, wie es der folgende Vers versinnbildlicht:

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O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, mit der Ich euch begnadete, und haltet euer Versprechen Mir gegenüber, dann will auch Ich halten, was Ich euch verheißen habe. Mich allein sollt ihr ehren. Und glaubt an das, was Ich zur Bestätigung euerer Schrift herabsandte, und seid nicht die ersten, die es leugnen, und verkauft nicht meine Botschaft für einen winzigen Preis. Mich allein sollt ihr fürchten. Und kleidet nicht die Wahrheit in Lüge, und verbergt nicht die Wahrheit wider Wissen. (Sure al-Baqara: 40-42) Als Muhammad (s.a.w.s) ihnen diese Verse vorlas, erkannten die Gelehrten der Israeliten in ihm den Gesandten, dessen Ankunft sie erwartet haben. Die Menschen des Buches sahen, dass er der Gesandten Gottes war und dass er in jeder Beziehung die Wahrheit sprach. In seiner Lebensart und Charakter war er jener gesegnete Gesandten, dessen Kommen in der Tora und Bibel vorhergesagt wurde. Der Qur‟an sagt: Jene, die dem Gesandten, dem des Lesens und Schreibens unkundigen Propheten, folgen werden, über den sie bei sich in der Thora und dem Evangelium geschrieben finden: Gebieten wird er ihnen, was Rechtens ist, und das Unrechte verbieten, und wird ihnen die guten (Speisen) erlauben und die schlechten verbieten. Und er wird ihnen ihre Last und die Fesseln, die ihnen angelegt wären, abnehmen. Und jenen, die an seine Mission glauben und ihn unterstützen und ihm helfen und dem Licht folgen werden, das mit ihm hinabgesandt wird, ihnen wird es wohlergehen. (Sure al-A'raf: 157) Der Islamische Gelehrte Omer Nasuhi Bilmen erklärte diese Verse in seinem Kommentar des Qur‟an wie folgt: Diese Verse offenbaren, dass diejenigen, die von den ausgezeichneten Eigenschaften, den besten Taten und Vortrefflichkeiten in dieser und der jenseitigen Welt erfüllt sind, Anhänger des Khatam al-Anbiya (Letzter Prophet) sind: Diejenigen, die den Prophet Muhammad folgen – dem das Heilige Buch, welches das Wissen der Vergangenheit und der Zukunft beinhaltet, geoffenbart wurde, obwohl er weder von jemandem ablas noch etwas schrieb – erwerben die Ehre, seiner Gesellschaft anzugehören. In der Tawrah und Injil (Tora und Bibel) gibt es Hinweise auf seinen Namen oder seinen Charakter. Denn es ist unzweifelhaft, dass er mit seinem Namen und mit seinem Charakter in diesen Büchern erwähnt wurde. Würde der Prophet Muhammad behaupten, dass man sich auf ihn bezieht und es daher einen Grund für seine Ablehnung gibt, wenn es nicht in den Büchern so geschrieben stünde? Er ist solch ein großer Prophet, dass er allen, die er zum Glauben ruft (die gesamte Menschheit), befiehlt und empfiehlt, die Gebote Gottes zu respektieren und zu ehren, richtigen Glauben und Moral zu erwerben und Zuneigung zu Tieren zu zeigen (und er verbietet das Schlechte).16 Die Tatsache, dass die Ankunft des Propheten (s.a.w.s) und seine Eigenschaften den Menschen des Buches vorhergesagt wurden, ist ein weiteres Wunder, welches mit ihm verbunden ist. Jene unter den Menschen des Buches, die mit Glauben und gesundem Menschenverstand ihren Intellekt verwendeten um die Dinge, die sie sahen zu bedenken, haben diese offenkundliche Wahrheit bestätigt.

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6. Einige Wunder aus dem Leben des Propheten Muhammad (s.a.w.s)
Es gibt eine Anzahl von Wunder, die der Prophet (s.a.w.s) während seines Lebens vollbringen durfte. Wie schon vorher erwähnt, ist die Offenbarung des Qur‟an und der Qur‟an selbst das größte dieser Wunder. Der hervorragende Charakter des Propheten, seine Taten und sogar seine Hadithe sind alles Wunder. Es gibt einige andere Wunder, die während des Lebens des Propheten (s.a.w.s) vollbracht, und im Qur‟an und der Seerah (die Biographie des Propheten) beschrieben wurden. Nachfolgend ist eine Auswahl einiger dieser wunderbaren Ereignisse. Die Nachtreise des Propheten (s.a.w.s) und die Auffahrt zu den Himmeln (al-Isra’ wa’l-Mi’raj) Eines der bedeutendsten Wunder, die im Leben des Propheten (s.a.w.s) vollbracht wurden war die alIsra‟ wa‟l Mi‟raj (Die Nachtreise und die Auffahrt zum Himmel), welche ungefähr 17 Monate vor der Hijrah stattfand. Die Nachreise (Isra') ist in dem ersten Vers der Sure al-Isra beschrieben: Gepriesen sei Der, Der seinen Diener des Nachts von der unverletzlichen Moschee zur fernsten Moschee führte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, um ihm einige von Unseren Zeichen zu zeigen. Wahrlich, Er ist der Hörende, der Schauende. (Sure al-Isra: 1) Gemäß dem Hadith schlief der Prophet (s.a.w.s) neben der Ka‟bah (Kaaba) als ihm Jibril (Gabriel) erschien, setzte ihn auf ein weißes Tier, halb Maultier, halb Esel, Buraq genannt, und brachte ihn von der Masjid al-Haram zur der Masjid al-Aqsa. Die Masjid al-Haram ist die große Moschee in Makkah und die Masjid al-Aqsa ist die Moschee in Jerusalem (das Wort aqsa bedeutet weitest); die Entfernung zwischen diesen zwei Orten beträgt ungefähr 1235 Kilometer. Der Prophet (s.a.w.s) begab sich von der Masjid al-Aqsa auf die zweite Etappe seiner Reise – die Auffahrt zu den Himmeln (Mi‟raj) zu den Sidrat al-Muntaha (Lote-Baum der obersten Grenze) und, gemäß dem Hadith, jenseits von dort zur Gegenwart Gottes, gepriesen sei Er, und seine Begegnung mit Ihm. Ibn Kathir sagte, dass wenigstens fünfundzwanzig seiner Gefährten übermittelten die Erzählung von der Nachtreise des Propheten (s.a.w.s) aber diese Anzahl könnte auch fünfundvierzig gewesen sein. Die als die Verläßlichsten anerkannten Erzählungen sind die von Anas ibn Malik, Abu Hurayrah, Abu Sa'id al-Khudri, Malik ibn Sa'sa', Abu Dharr al-Ghifari, Abdullah ibn 'Abbas, Abdullah ibn Mas'ud und Umm Hani. Der Hadith gibt sehr detaillierte Informationen über das, was der Prophet (s.a.w.s) während seiner Mi‟raj sah. In einem anderen Hadith der Muslime, erzählt von Anas ibn Malik, erfahren wir von den Begebenheiten, die sich während seiner wundersamen Reise ereignet haben. Als der Prophet (s.a.w.s) mit Jibril (Gabriel) zu den Himmeln auffuhr, begegnete er die Propheten Adam (a.s), „Isa (a.s), Yahya (a.s), Yusuf (a.s), Idris (a.s), Harun (a.s), Musa (a.s) und Ibrahim (a.s). Er kam dann zum Sidrat al-Muntaha und erhielt eine Offenbarung (Sure alBaqara: 285).Von dort brachte man den Propheten (s.a.w.s) zu Gott und es war dort, wo er das Gebot, dass Muslime beten (salah) müssen, erhielt.

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Der Qur‟an beschreibt ebenfalls die Auffahrt des Propheten (s.a.w.s) zum Sidrat al-Muntaha: Und wahrlich, er sah ihn noch ein zweites Mal. Bei dem Lotosbaum am äußersten Ende. Neben dem Garten der Geborgenheit, Als den Lotosbaum verhüllte, was ihn verhüllte. Da wich der Blick nicht aus, noch schweifte er ab. Wahrlich, er sah einige der größten Wunder seines Herrn! (Sure an-Nadschm: 13-18) Nach seiner Rückkehr erzählte der Prophet (s.a.w.s) den Quraysh die Begebenheiten der vorangegangenen Nacht. Die Ungläubigen und sogar einige schwächere Muslime zweifelten an dem Wunder des Mi‟raj und wandten sich an Abu Bakr mit grundlosen Anschuldigungen gegen den Propheten (s.a.w.s). Als die Ungläubigen Abu Bakr fragten, ob er die Erzählung der Nachtreise glaubte und ob er weiterhin an den Propheten (s.a.w.s) glaubte, sagte er: “Wenn er es sagte, ja, dann glaube ich ihm.” Für seine Treue in dieser Beziehung gab der Prophet (s.a.w.s) Abu Bakr den Titel al-Sidd (Vollkommen Treuer). Die Ungläubigen befragten den Propheten (s.a.w.s), um herauszufinden, ob er die Wahrheit spricht. Er war in der Lage, alle ihre Fragen vollständig zu beantworten. Hier sind die Berichte darüber im Hadith: Sie sagten: “Kannst du uns die Masjid al-Aqsa beschreiben?”. Einige von ihnen waren dort und haben sie gesehen. Der Prophet sagte: “Ich begann die Moschee zu beschreiben. Bei der Schilderung einiger Stellen bekam ich Zweifel. Umgehend wurde die Moschee gebracht und vor das Haus des Iqal oder Aqil gestellt. Ich schaute darauf und begann die Moschee zu beschreiben. Nach der Ansprache des Propheten sagten sie: “Was die Beschreibung betrifft, bei Gott, sie war zutreffend!” (Imam Ahmad, Musnad) “Ich erinnere mich, als ich auf der al-Hijr war und die Quraysh mich über die Nachtreise befragten. Sie fragten mich Dinge über das Bayt al-Maqdis, aber ich war nicht sicher ... Dann gab mir Gott das Bayt alMaqdis zu sehen und da war nichts, was sie mich fragten, worüber ich nicht berichtet habe.17 Trotzdem weigerten sich die Ungläubigen an das Wunder der Auffahrt zu glauben und wollten Beweise. Mit Gottes Hilfe war der Prophet (s.a.w.s) in der Lage, ihnen die geforderten Beweise zu bringen und sie konnten das nicht verleugnen. Sie sagten zu dem Propheten, “Was ist dein Beweis?” Der Prophet antwortete: “Ich begegnete eine Karawane, die den Quraysh gehörte. Das war dort und dort. Die Karawane fürchtete sich vor uns und änderte die Richtung. In der Karawane gab es ein Kamel, beladen mit einem schwarzen und weißen Sack, dieses Kamel schrie plötzlich und fiel zusammen. Als die Karawane zurückkam fragten sie, was passierte und sie beschrieben den Zwischenfall so wie der Prophet es tat. ”18 Die Nachtreise und die Auffahrt (Isra‟ wa Mi‟raj) war eines der großen Wunder, die der Prophet (s.a.w.s) wirkte und es verlieh seiner Botschaft viel Stärke. Die Ereignisse selbst waren große Wunder so wie die Tatsache, dass Gott Seinem Gesandten half, die Zweifel der Ungläubigen zu beseitigen. Auf diese Weise wurde der Prophet (s.a.w.s) als ehrlicher Mensch gesehen.

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Gott spaltete den Mond für den Propheten (s.a.w.s) in zwei Teile
Der Prophet (s.a.w.s) durfte ein anderes außergewöhnliches Wunder vollbringen, bei welchem der Mond, so wie es im Qur‟an geschrieben steht, in zwei Teile geteilt wurde. Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond. (Sure al-Qamar: 1) Der Satz “und der Mond wurde gespaltet” (wa‟nshaqqa al-qamar) ist ein Verbalsatz, der aus den Worten “spalten” und “Mond” besteht. Das Verb “spalten” leitet sich von der arabischen Wurzel ab, die “teilen” im Sinn “des Erscheines einer Pflanze, nachdem die Erde gepflügt wurde”, bedeutet. In diesem Sinn bedeutet “teilen” soviel wie “geteilt werden”, “in Stücke geschnitten werden” oder “getrennt werden”. Die Geschichte der Teilung des Mondes wird in den Werken der großen Gelehrten des Hadith, so wie Imam al-Bukhari, Imam Muslim, at-Tirmidhi, Ahmad ibn Hanbal, Abu Dawud, Al-Hakim, Al-Bayhaqi, und Abu Nu'aym erzählt.19 Abdullah ibn Mas'ud (sagte): “Wir waren in Mina mit dem Gesandten Gottes, als sich der Mond in zwei Teile teilte. Ein Teil befand sich jenseits des Berges und der andere befand sich auf dieser Seite des Berges. Der Gesandte Gottes sagte zu uns: “Bezeuge dies.” (Muslim) Abdullah ibn Mas'ud berichtete, dass der Mond während des Lebens des Propheten in zwei Teile gespaltet war. Der Berg bedeckte einen seiner Hälften und der andere Teil befand sich über dem Berg und Gott sagte: “Bezeuge dies.” (Muslim) Während des Lebens des Propheten Gottes war der Mond in zwei Teile geteilt; ein Teil blieb über dem Berg und der andere Teil befand sich jenseits des Berges. Daraufhin sagte der Gesandten Gottes, “Bezeuge dieses Wunder” (Al-Bukhari). In der Tat, es waren die Menschen aus Makkah, die vom Propheten (s.a.w.s) ein klares Zeichen Gottes verlangten, und der Prophet (s.a.w.s) hat, mit der Einwilligung Gottes, ihnen die Spaltung des Mondes gezeigt: Die Menschen von Makkah verlangten vom Gesandten Gottes ein Zeichen zu zeigen (Wunder) und er zeigte ihnen zweimal die Spaltung des Mondes. (Muslim) Trotz der klaren und unbestreitbaren Art dieses Wunders stellten es die Götzendiener der Quraysh in Abrede und weigerten sich zu glauben. Sie konnten jedoch nicht bestreiten, was sie gesehen haben und deswegen beschlossen sie, dieses Wunder zu diffamieren, indem sie es Hexerei oder Zauberei nannten: Doch wenn sie ein Zeichen sehen, wenden sie sich ab und sagen: "Ewige Zauberei!" Und sie leugnen und folgen ihren Begierden. Dabei steht alles schon fest. (Sure al-Qamar: 2-3) Würden sie doch sagen: "Unsere Blicke sind (nur) berauscht! Ja, wir sind bestimmt verzauberte Leute!" (Sure al-Hidschr: 15) Bediuzzaman Said Nursi erzählte, dass dieses Wunder von vielen Gefährten bezeugt wurde, und er berichtete uns, wie ohnmächtig die Götzendiener angesichts dieses Geschehens waren. Unter seinen größten Wundern ist die Spaltung des Mondes ein mutawatir [überliefert bei so vielen Menschen in jeder Generation, dass ein Zweifel unmöglich erscheint]. Diese Wunder wurde duch zahlreiche

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Wege erzählt, bis zu Grad des tawatur, und durch die führenden Gefährten wie Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas, Ibn 'Umar, 'Ali, Anas und Hudhayfah. Außerdem verkündete der Qur‟an dieses höchste Wunder der ganzen Welt: Genaht ist die Stunde und gespalten wird der Mond. (Sure al-Qamar: 1) Selbst starrköpfige Ungläubige dieser Zeit konnten diesen Vers nicht verleugnen; alles was sie sagten war, “Es ist Zauberei”. Demnach waren sogar Ungläubige der Spaltung des Mondes gewiss.20 Nursi setzt fort mit der Erklärung des Grundes der subtilen Art dieses Wunders: Wunder werden vollbracht, um den Anspruch auf das Prophetenamt zu bestätigen und Verleumder zu überzeugen, jedoch nicht, um sie zum Glauben zu zwingen. Dieses Wunder wurde benötigt, um jene zu überzeugen, die schon von dem Prophetentum Muhammad‟s gehört haben, damit es von anderen Seiten der Welt gesehen werden kann, oder um es in einer unbestreitbaren und eindeutigen Weise zu zeigen. Es wäre deshalb entgegengesetzt der Allwissenheit des Schöpfers und der Zweckbestimmung des Menschens im Universum, nämlich den Weg für den Geist zu öffnen, ohne den freien Willen einzuschränken. Wenn der Allwissende Schöpfer, in Übereinstimmung mit den Launen der materialistischen Philosophen, den Mond für einige Stunden in der selben Stellung gelassen hätte, um es der ganzen Welt zu zeigen, und wenn diese Tatsache dabei von allen Historikern aufgezeichnet worden wäre, hätte man es als eines der astronomischen Vorkommnisse behandelt, ohne Bezug auf die Berufung Muhammad‟s als Gesandten und ohne Berücksichtigung eines Beweises für sein Prophetenamt. Oder wäre es ein derart offensichtliches Wunder gewesen, dass es den Glauben aufgezwungen, und demnach den freien Willen unterbunden hätte. Die Konsequenz wäre gewesen, dass Kohle und Diamant (oder Abu Jahl und Abu Bakr) das selbe gewesen wäre und die Funktion des Menschen im Universum wäre verloren gewesen ...21

Bäume antworteten dem Propheten (s.a.w.s)
Es gibt eine Anzahl von Hadithen, die beschreiben, wie Bäume dem Propheten (s.a.w.s) gehorchten und auf seine Fragen antworteten. Zum Beispiel bezeugte ein Mimosenstrauch die Einheit Gottes und das Prophetentum Muhammad‟s (s.a.w.s), nachdem der Prophet (s.a.w.s) selbst ihn dazu aufgefordert hat. Ibn „Umar sagte: “Wir waren mit dem Gesandten Gottes auf einer Reise, als ein Beduine des Weges kam, und er fragte ihn: “Beduine, wohin gehst du?” Er antwortete: “Zu meiner Familie.” Er sagte: “Willst du etwas Gutes tun?” Der Mann fagte: “Was ist es?” Der Prophet sagte: “Dass du bezeugst, dass es nur einen Gott alleine gibt, ohne Partner und dass Muhammad sein Sklave und Gesandten ist.”. Der Beduine fragte: “Wer wird bezeugen, was du sagst?” “Dieser Mimosenstrauch.” Der Strauch bewegte sich vom Rand des Flußbettes, die Erde zerfurchend, bis er vor ihm stand und er forderte von ihm dreimal, das Zeugnis abzulegen. Der Strauch tat so und kehrte an seinen Platz zurück. (Ad-Darimi, al-Bayhaqi and al-Bazzar)22 Sogar die unbelebten Felsen grüßten den Propheten (s.a.w.s), wenn er vorbei kam und bezeugten seine Stellung als Gesandter Gottes. Ali und andere erzählten: Einst spazierte ich mit dem Propheten in der Umgebung von Makkah und ich bemerkte, dass kein Baum und kein Fels ihn vorübergehen ließen, ohne zu murmeln: Der Friede sei mit dir, Gesandten Gottes. (At-Tirmidhi)

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Mit Gottes Erlaubnis bewegten sich die Bäume für die Bequemlichkeit und Behagen des Propheten (s.a.w.s). Der folgende Hadith ist einer von vielen, die sich darauf beziehen: Ibn Furak erwähnte, dass der Prophet während des Ta‟if Feldzuges in der Nacht reiste, als er schläfrig wurde. Ein Lote-Baum, der auf seinem Weg stand spaltete sich in zwei Hälften und ließ ihn dazwischen durchgehen. Die Stämme dieser Hälften verblieben bis heute und sind gut bekannt.23 Es gibt eine gutbekannte Geschichte des Propheten (s.a.w.s) ist, als er, gegen eine spezielle Palme gelehnt, sein Khutbah übergab. Als der minbar für ihn gebaut wurde und die Palme nicht länger benötigt wurde, ächzte und weinte sie aus Liebe zum Propheten (s.a.w.s): Jabir ibn 'Abdullah sagte: “Die Moschee wurde aus den Stämmen der Palmen, mit einem daraufliegenden Dach gebaut. Als der Prophet zu den Menschen sprach, lehnte er sich gegen einen dieser Stämme. Als der minbar für ihn gebaut war, hörte er, wie aus dem Stamm ein Laut wievon einem Kamel kam.” (Al-Bukhari)24

Überfluß an Essen und Wasser
Gott erwies dem Propheten (s.a.w.s) während seines ganzen Lebens zahlreiche Wohltaten wie Überfluss und Fruchtbarkeit. Auf allem, was er berührte oder durch seine Anwesenheit ehrte war barakah durch den Willen Gottes. Es gibt Berichte in den Hadith vom, Überfluss an Nahrung und Wasser in der Gegenwart der Propheten (s.a.w.s), selbst wenn es eine augenscheinliche Knappheit gab. Bei einer Gelegenheit gab es nicht genug Wasser für die Leute für ihr Wudu‟, und dennoch konnten es viele Leute durch ein Wunder des Propheten (s.a.w.s) verrichten. Anas ibn Malik sagte, “Ich sah den Gesandten Gottes zur Zeit des „Asr Gebets. Die Leute suchten Wasser für ihr Wudu‟ und konnten keines finden, dann brachte man dem Gesandten Gottes etwas Wudu‟-Wasser. Er legte seine Hand in das Gefäß und befahl den Leuten, Wudu‟ daraus zu verrichten. Er fügte hinzu, “Ich sah das Wasser aus seinen Fingern fließen und alle, bis zum letzten Mann, verrichteten damit Wudu‟.” (Muslim und alBukhari)25 Jabir ibn „Abdullah berichtet in einem Sahih Hadith, dass es bei einer anderen Gelegenheit in alHudaybiyah eine Knappheit an Wudu‟-Wasser gab. Der Prophet (s.a.w.s) tauchte seine Finger in das Gefäß und einige 15.000 Menschen konnten davon ihr Wudu‟ verrichten.26 Es gibt gleichartige Berichte wo tatsächlich Wasser zwischen den Fingern des Propheten (s.a.w.s) herausfloss. Ibn Abbas berichtete: Auf einer Reise, als der Gesandten Gottes am Morgen erschien, war für die Truppe kein Wasser geblieben. Jemand sagte, “Prophet Gottes, die Armee hat kein Wasser!” “Gibt es überhaupt nichts, auch nicht ein wenig?” “Ja!” Sofort brachte man eine Schale mit ein wenig Wasser. Der Prophet legte seine Finger an den Rand der Schale und öffnete sie. Wasser floß aus der rechten Seite seines Finger, wie aus einem Brunnen. Er befahl Bilal, die Leute zu rufen: “[Komm zu] dem gesegneten Wasser!” (Ibn Hanbal, al-Bayhaqi, Bazzar, at-Tabarani und Abu Nu'aym)27 Ziyad ibn al-Harith as-Suda'i erzählten: Der Prophet reiste: Er hielt vor dem Morgengrauen an. Er erschien und sagte zu mir: “Bruder des [Stammes der] Suda, gibt es hier etwas Wasser?”

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“Nein, ausgenommen einer ganz kleinen Menge, die dir nicht genügen würde,” sagte ich. “Gib es in eine Schale und bringe es mir,” befahl er. Ich tat was er sagte. Er legte seine Hände in das Wasser. Ich sah, dass zwischen seinen zwei Fingern Wasser wie aus einer Quelle floss. Dann befahl er, “Ruf alle meine Gefährten, die Wasser benötigen!” Ich rief sie. Jeder nahm soviel Wasser wie er wollte. … … Wir sagten: “Gesandten Gottes! Wir haben eine Quelle. Hier gibt es im Winter viel Wasser und wir werden es sammeln. aber im Sommer zieht sich das Wasser zurück und wir verteilen uns auf andere Quellen, rund umher. Wir wurden Muslime. Denndoch sind wir von Feinden umringt. Bitte bete zu Gott, dass Er das Wasser in unserer Quelle reichlicher macht. Auf diese Weise müssen wir uns nicht nach rechts und links verteilen, sondern können immer um unsere Quelle sein.” Daraufhin verlangte er, dass man ihm sieben Steine bringe. Er rieb diese in seinen Händen und betete über ihnen. Dann befahl er: “Nehmt diese Steine und sobald ihr die Quelle erreicht habt, werft einen nach dem anderen hinein und nennt den Namen Gottes!” Wir taten was er uns auftrug. Nachher konnten wir nicht den Boden von ihr [er meinte die Quelle] sehen. (Al-Harith ibn Usamah in his Musnad, al-Bayhaqi und Abu Nu'aym)28 Ein anderer Hadith erzählt, dass aus der Stelle, wo der Prophet mit dem Fuß stieß, Wasser herausquoll. „Amr ibn Shu‟ayb erzählte, dass er einmal in Dhu‟l-Majaz hinter dem Propheten ritt, als Abu Talib zu ihm sagte, “Ich habe Durst und habe kein Wasser bei mir.” Der Prophet stieg ab, schlug mit seinen Füßen auf die Erde und Wasser kam heraus. Er sagte, “Trinke.”29 Auf die gleiche Weise erzählten seine Gefährten, dass bei Essen in Gegenwart des Propheten (s.a.w.s) niemals die Nahrung knapp wurde und dass sich jeder der Anwesenden satt erheben konnte: In dem Hadith von Anas über die Hochzeit des Gesandten Gottes, sagte er, “Meine Mutter, Umm Sulaym, bereitete “hays” und ich gab sie in einen Topf und brachte sie zum Gesandten Gottes und er sagte: “Stelle ihn nieder und lade den Soundso ein und wen immer du triffst.” Ich lud alle ein und vergaß keinen, den ich traf, bis sie das Suffah (eine an die Moschee des Propheten in Madinah angebaute Veranda, wo arme Muslime normalerweise schlafen) den den Raum füllten. Der Prophet stelle den Topf vor sich hin und tauchte drei Finger hinein. Die Leute begannen zu essen und verließen dann den Ort. Das Gefäß verblieb so, wie es am Anfang war. Es waren einundsiebzig oder zweiundsiebzig Gäste. (Muslim and al-Bukhari)30 Bei einer anderen Gelegenheit bereitete Abu Ayyub nur genug Essen für den Propheten (s.a.w.s) und Abu Bakr. Er erzählte, dass der Prophet (s.a.w.s) ihm sagte, “Lade dreißig der Adeligen von Ansar ein.” Er lud sie ein und sie aßen und gingen dann. Später sagte er, “Lade sechzig weitere ein,” und dasselbe passierte. Dann sagte er, “Lade siebzig weitere ein,” und sie sättigten sich und es blieb noch etwas übrig. Keiner von ihnen ging ohne Muslim zu werden und huldigten ihm. Abu Ayyub sagte, dass insgesamt einhundertachtzig Männer von dem Speisen aßen. (At-Tabarani and al-Bayhaqi)31 Abu Hurayrah erzählte, dass der Prophet (s.a.w.s) ihn zu einer anderen Gelegenheit sagte, die Leute von Suffah zu laden. Er versammelte sie und ein Teller wurde vor sie gestellt und sie aßen was sie wollten und gingen danach. Das Essen blieb so, wie es serviert wurde, mit Ausnahme, dass die Spuren der Finger darauf blieben.32 Das sind gerade einige Beispiele der physischen Wunder, die Gott dem Propheten (s.a.w.s) gestattete. Es gab keinen Moment im Leben des Propheten (s.a.w.s), wo es keine Wunder gab. Es gab außergwöhnliche und

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doch unleugenbare einzelne Begebenheiten, so wie die Auffahrt zu den Himmeln und die Spaltung des Mondes, oder auch die häufiger erzählten Begenheiten wie die Bäume, die den Propheten (s.a.w.s) grüßten. Diese Wunder dienten um die Botschaft Gottes zu unterstützen; um die Entschlossenheit der Gläubigen zu stärken und um Ungläubige einzuladen, den Glauben anzunehmen. Da jedoch Gott den Menschen einen freien Willen gegeben hat, erwählte nicht jeder, der diese Wunder bezeugen konnte den Glauben. Niemals behauptete der Prophet (s.a.w.s), dass er die Macht hätte, diese Wunder zu vollbringen. Sie wurden dem Propheten (s.a.w.s) von Gott gewährt. Der Prophet (s.a.w.s) war ein gesegneter Mann und in seiner Gegenwart war eine große barakah, so wie wir bei dem Überfluss von Speise und Wasser gesehen haben. Es gab auch eine große barakah in seinen Gebeten für die Menschen.

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7. Die Wirksamkeit der Gebete des Propheten (s.a.w.s)
Wie alle anderen Propheten hatte der Prophet Muhammad (s.a.w.s) eine innige Verbundenheit mit Gott; er war ein aufrichtiger Sklave mit tiefem Glauben und einer starken takwa. Gott erhörte seine Gebete und das ermöglichte seinen Gefährten und alle anderen um ihn, zahlreiche Wunder zu bezeugen. Die Gebete (du‟a) des Propheten Muhammad (s.a.w.s) hatten eine starke barakah und einige Hadithe beschreiben diese Gebete im Einzelnen und wie sie beantwortet wurden.

Die Gebete des Propheten um Regen (istisqaa) wurden von Gott erhört
In einem Hadith gibt es eine dataillierte Schilderung des Gebets des Propheten (s.a.w.s) um Regen und dessen Erhörung durch Gott. Anas erzählte: Ein Mann ging am Freitag in die Moschee wo sich gerade der Prophet an die Leute wandte. Der Mann sagte: “Gesandter Gottes, unser Besitz wurde zerstört und wir haben keine Transportmöglichkeit zum Markt. Erbitte Regen für uns.” Der Prophet erhob seine Hände uns sagte: “Oh Gott, gib uns Regen. “Oh Gott, gib uns Regen. “Oh Gott, gib uns Regen. Bei Gott, zu dieser Zeit waren keine Wolken am Himmel und kein Haus oder Gebäude befand sich zwischen uns und dem Berg. Hinter dem Berg aber erhob sich eine Wolke, in Form eines Schildes. Mit der Zeit erreichte sie die Mitte des Himmels, sie brach auseinander und es begann zu regnen. (Al-Bukhari und Muslim) Anas ibn Malik erzählte: Ein Mann kam zum Gesandten Gottes und sagte, “Gesandter Gottes, unsere Tiere sterben und unsere Kamele sind zu schwach, um zu gehen, bete zu Gott.” Der Gesandte Gottes betete und es regnete von einem jumu‟ah (Freitag) bis zum nächsten. (Malik‟s Muwatta) oder “... und es regnete von diesem bis zum nächsten Freitag.” (Al-Bukhari)

Gefährten, die die Wohltaten der Gebete des Propheten erhielten
Der Prophet war eine fürsorgende und barmherzige Person, die immer für die Gläubigen ein großes Interesse zeigte. Der Qur‟an erwähnte dies:
Wahrlich, nun kam bereits ein Gesandter aus euerer Mitte zu euch. Schwer liegen euere Missetaten auf ihm. Fürsorglich ist er für euch! Gegen die Gläubigen (aber) ist er gütig und barmherzig. (Sure atTauba: 128) In den Hadithen gab er viele Empfehlungen für ihre Gesundheit, Sicherheit und Glauben und er begegneten ihnen mit Mitleid und Barmherzigkeit. Er betete wegen vieler Dinge im Namen seiner Gefährten zu Gott. Im Qur‟an sagt Gott folgendes über die Gebete des Propheten (s.a.w.s) zu Gunsten der Gläubigen:

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... und bete für sie. Siehe, deine Gebete bringen ihnen Beruhigung. Und Gott ist hörend und wissend. (Sure at-Tauba: 103) Demnach wissen wir aus dem Qur‟an, dass die Gefährten Ruhe und Seelenfrieden durch die Gebete des Propheten (s.a.w.s) erhielten. Der Hadith erzählt uns, dass die Gebete erhört wurden, wenn der Prophet (s.a.w.s) um Gesundheit und ein langes Leben für einige seiner Gefährten betete. Wir erfahren z.B. von Ibn Kathir, dass die Gebete des Propheten (s.a.w.s) einige der Gefährten wieder jung machten: Es wurde auch erklärt, dass jene Gefährten, für die der Prophet um ein langes Leben betete, hundert Jahre lebten.33 Er streichelte den Kopf eines anderen Gefährten und betete, Gott, mache ihn schön und gib, dass diese Schönheit lange anhält und das Gesicht dieses Gefährten blieb jung und hübsch bis er starb.34 Der Prophet betete auch für ihren materiellen Wohlstand. Anas erzählte: Der Prophet sagte, “Oh Gott! Gib ihm (d.h. Anas) Besitz und Kinder und segne ihn.” Folglich bin ich einer der Reichsten unter den Ansar und hatte zahlreiche Kinder. (Al-Bukhari and Muslim) Der Prophet Gottes sagte zu „Abd ar-Rahman ibn „Awf, „Gott möge dich reich machen!‟ Ibn Sa‟d und alBayhaqi erzählen dies aus einer anderen Quelle und fügen hinzu: Abd ar-Rahman sagte ihnen, “Ich wurde so reich, dass ich unter jedem Stein, den ich aufhebe, Gold oder Silber finde.”35 Der Prophet Gottes betete für al-Baraqi. Dieser erreichte mit dem Handel ein derart hohes Niveau, dass er wusste, selbst wenn er Erde verkaufte, würde er auch daran verdienen. Abu „Uqayl sagte: Wenn sein Großvater „Abdullah ibn Hisham auf den Markt ging, um Weizen zu kaufen, traf er Ibn az-Zubayr und Ibn Umar, die ihn aufforderten: „Sei unser Partner! Weil der Prophet Gottes für dich um Reichtum gebetet hat‟. Daraufhin teilte er den Weizen mit ihnen. Dennoch wurde die Ladung auf seinem Kamel nie leichter. Er kehrte damit nach Hause zurück.37

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8. Gottes wundersamer Schutz des Propheten (s.a.w.s)
Wie wir gesehen haben, war der Prophet (s.a.w.s), noch bevor er das Wort Gottes darlegte, unter allen als al-Amin bekannt, was seine Vertrauenswürdigkeit zeigte. Leute, die in seiner Gemeinde lebten, vertrauten ihm bedingungslos und wählten ihn wegen seiner Güte und Gerechtigkeit als Schlichter für viele ihrer Probleme. Da er intelligent, vorwärts denkend, einsichtsvoll und sorgfältig war in allem, was er tat, hatte er den Respekt und die Verehrung von allen um ihn herum erworben. Als der Prophet (s.a.w.s) aber anfing, die Leute anzurufen, um an Gott zu glauben und ihren Götzen abzusagen, veränderte sich plötzlich die Einstellung vieler ungläubiger Mitglieder seiner Gemeinde. Die Götzendiener reagierten auf den Ruf des Propheten (s.a.w.s) nach Gerechtigkeit und Wahrheit mit Beleidigungen, so wie es im Qur‟an geschrieben steht: Und sie sagen: "O du, auf den die Warnung (angeblich) herabgesandt worden ist, du bist wahrlich besessen! Warum bringst du uns keine Engel, wenn du glaubwürdig bist?" (Sure al-Hidschr: 6-7) Der Prophet (s.a.w.s) wurde beschimpft, lächerlich gemacht und war vielen grundlosen Anschuldigungen ausgesetzt. Selbst unter diesen Umständen fuhr er ruhig fort, die Lehren des Qur‟an zu verbreiten. Diese Lehren aber verursachten Mißgunst und Groll unter den Götzendienern, die von Ungerechtigkeit und Unterdrückung Profit zogen und fürchteten, daß sie ihren weltlichen Status, ihren Rang und materiellen Reichtum verlieren würden, wenn der Islam sich ausbreitete. Nur eine kleine Minderheit von Leuten sah ein, was für ein Segen der Prophet (s.a.w.s) und die Weisheit seiner Lehren war. Die Götzendiener unternahmen alles ihnen Mögliche, um dem Propheten (s.a.w.s) und denen, die glaubten, das Leben zu erschweren. Die Muslime wurden von den Menschen, unter denen sie lebten, boykottiert und sogar gefoltert und ermordet. Wegen diesem feindseligen Umfeld in Makkah waren der Prophet (s.a.w.s) und seine Gefährten gezwungen, nach Madinah auszuwandern. Obwohl der Prophet und die Gläubigen von den Ansar von Madinah empfangen wurden, waren die Juden von Madinah weniger gastfreundlich. Es ist ein Zeugnis der Charakterstärke des Propheten (s.a.w.s), dass er niemals einen Groll gegen diejenigen hegte, die ihm übel wollten. Die gefährlichste Gruppe der Gegner des Propheten (s.a.w.s) in Madinah waren aber die Heuchler. Sie täuschten vor, dass sie glaubten, und verbrachten ihre Zeit mit dem Propheten (s.a.w.s), verschwörten sich aber mit den Ungläubigen gegen ihn. In Anbetracht dessen, dass die Sicherheit des Propheten (s.a.w.s) durch diese unterschiedlichen Gruppen von Menschen gefährdet war, war es ein großes Wunder, dass der Prophet (s.a.w.s) auf keinerlei Weise in diesem Kampf geschädigt wurde (mit Ausnahme einiger gebrochener Zähne und Wunden, die er am Tag von Uhud erlitten hatte). Im Qur‟an versprach Gott den Propheten (s.a.w.s) vor Leuten, die ihn schädigen wollten, zu beschützen: Gott wird dich vor den Menschen beschützen; siehe, Gott leitet nicht die Ungläubigen. (Sure alMa'ida: 67)

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Gottes Versprechen wurde durch viele Wunder geoffenbart. Die Leugner, Götzendiener und Heuchler, die den Propheten (s.a.w.s) schädigen oder sogar töten wollten, waren nicht dazu in der Lage. Ihre Komplotte und Fallen wurden jedesmal vereitelt. Als die Muslime gezwungen waren, gegen die Ungläubigen zu kämpfen, beschützte Gott den Propheten (s.a.w.s) und unterstützte die Gläubigen gegen die offenbar stärkeren und größeren Armeen der Ungläubigen. Das Ergebnis war, dass die Gläubigen in ihrem Glauben bestärkt wurden und dass einige Ungläubige zum Islam übertraten. Der Prophet (s.a.w.s) war imstande, seine Mission bis zum Ende fortzuführen. Wie der Qur‟an sagt, war dies ein Wunder, und es gibt viele Geschichten über den Propheten (s.a.w.s) in den Hadithen.

Die Ungläubigen konnten den Propheten (s.a.w.s) in Makkah nicht töten
Die Ungläubigen fühlten sich durch die Ausbreitung des Islam gefährdet, da er ihren Status und Reichtum gefährdete. Sie versammelten sich, um zu besprechen, wie sie den Propheten (s.a.w.s) überreden konnten aufzugeben, oder, wenn dies scheitern sollte, wie er zu töten sei. Gott wußte von diesen Komplotten und Plänen und fasste sie im Qur‟an zusammen: Und damals als die Ungläubigen Pläne gegen dich schmiedeten, um dich festzunehmen oder zu ermorden oder zu vertreiben: Sie schmiedeten Pläne und Gott schmiedete Pläne; doch Gott ist der Beste im Pläneschmieden. (Sure an-Anfal: 30) Anfangs boten die Ungläubigen dem Propheten (s.a.w.s) weltliche Vorteile an, so wie Reichtum und Position, als Anreiz die Verkündung seiner Botschaft aufzugeben. In seinem Musnad erzählt Ibn Abi Shaybah von diesem ungehörigen Angebot, das ´Uthbah dem Propheten (s.a.w.s) unterbreitete: Wenn du Geld willst werden wir genug Geld einsammeln, so dass du der Reichste unter uns wirst. Wenn du Herrschaft willst, werden wir dich als unseren Herrscher nehmen und niemals über eine Angelegenheit ohne deine Zustimmung entscheiden. Wenn du ein Königreich willst, werden wir dich zum König krönen. Da die Ungläubigen Reichtum und Macht sehr hochschätzten, gingen sie davon aus, dass der Prophet dieses offenbar großzügige Angebot annehmen würde. Sie wünschen, dass du entgegenkommend bist, dann wollten auch sie entgegenkommend sein. (Sure al-Qalam: 9) Der Prophet (s.a.w.s) war aber nur darum besorgt, Gottes Zustimmung zu gewinnen, und ersehnte nur seine Belohnung, darum schlug er alle ihre Angebote aus. Nachdem sie gescheitert waren, den Propheten (s.a.w.s) mit materiellen Versprechen von seinem Vorhaben abzubringen, wurden die Ungläubigen wütend und fingen an, ein Komplott zu schmieden, um ihn gefangen zu nehmen. Gemäß Ibn Ishaq trafen sich die Quraysh und beratschlagten über den Propheten (s.a.w.s) und sagten sich:

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“Ihr wisst zu welchem Ausmaß dieses Individuum gelangt ist”. Daraufhin begannen sie zu diskutieren. Einer von ihnen sagte: “Lasst uns ihn irgendwo einkerkern, sodass er zu niemandem spricht, und lasst uns ihn dort aufbewahren, bis er stirbt! Lasst uns ihm nur so wenig Essen geben um ihn am Leben zu erhalten!” Die Ungläubigen konnten allerdings zu keiner Übereinstimmung kommen und entschieden stattdessen ihn ins Exil zu schicken. Auch dies wurde als unangebracht angesehen, weil sie empfanden, dass Prophet Muhammad (s.a.w.s) die Unterstützung eines Arabischen Stammes in Anspruch nehmen würde, der sich dann an ihnen rächen würde. Abu Jahl, ein Onkel des Propheten (s.a.w.s), der dem Islam feindlich entgegen stand, schlug vor, dass es das Beste wäre, den Propheten (s.a.w.s) zu töten.38 So stark war sein Hass gegenüber seinem Neffen, dass er keine Gelegenheit ausließ, den Propheten (s.a.w.s) zu bedrohen. Imam al-Bukhari erzählt hiervon im Folgenden über Ibn´Abbas: Abu Jahl sagte: “Wenn ich Muhammad an der Ka´bah (Kaaba) beten sehe, werde ich auf seinen Nacken treten.” Als der Prophet davon hörte, sagte er: “Wenn er dies tut, werden ihn die Engel fortreissen.” ( AlBukhari) Abu Jahl ging sogar soweit, diese Drohung wahrzumachen, und dieses Ereignis wird in der Seerah erzählt: ... Abu Jahl, einen schweren Stein schleppend, um seinen Eid zu erfüllen [ihn zu töten], staunte, als er sich dem Propheten näherte, der demütig in seinem Gebet vertieft war. Bevor Abu Jahl in der Lage war, nahe genug an den Propheten zu gelangen, wandte er sich in tödlicher Angst ab. Seine Hand begann, sich um den Stein zu verkrallen, woraufhin er ihn fallen ließ und so schnell er konnte davonlief. Quraysh eilte zu ihm und fragte ihn, was über ihn gekommen sei, woraufhin er ihnen antwortete, dass er ein angsteinflößendes Kamel gesehen hatte, mit einem entsetzlich großen Kopf, enormen Schultern und einem furchterregenden Satz von Zähnen, das aussah, als würde es ihn auffressen. Später erzählte der Prophet seinen Gefährten, dass das Kamel niemand anders als Jibril war, und wäre Abu Jahl geblieben, hätte es ihn in der Tat gefressen.39 Selbst als der Prophet (s.a.w.s) Vorbereitungen traf, Makkah zu verlassen, um nach Madinah zu gehen, gebrauchten die Ungläubigen diese Gelegenheit, ein Komplott zu schmieden, um ihn zu töten, als er sein Haus verließ. Sie baten starke junge Männer aus allen Stämmen, ausgestattet mit Waffen, sich vor dem Haus des Propheten (s.a.w.s) zu versammeln, um ihn zu töten. Der Plan bestand darin, dass alle Männer zugleich zuschlagen würden, sodass die Verantwortung für den Tod des Propheten (s.a.w.s) nicht auf einen Stamm alleine fallen würde. Der Engel Jibril (Gabriel) aber kam in jener Nacht zum Propheten (s.a.w.s) und teilte ihm mit, dass er nicht in seinem eigenen Bett schlafen solle. Der Prophet (s.a.w.s) bat Ali, dass er anstelle seiner an seinem Ort schlafen solle, wissend, dass seinem Neffen kein Schaden zukommen würde. Die jungen Männer hatten sich bereits außerhalb des Hauses des Propheten (s.a.w.s) versammelt, als er noch drinnen war. In genau dem Moment, als der Prophet (s.a.w.s) das Haus verließ, nahm Gott die Sicht der Männer, sodass niemand sah, dass er aufbrach. Die Männer warteten die ganze Nacht vor dem Haus des Propheten (s.a.w.s) und waren wütend, als am nächsten Morgen Ali aus dem Haus kam, und sie feststellten, dass ihr Plan, den Propheten (s.a.w.s) zu töten, komplett fehlgeschlagen war.40

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Die Wunder, die Gott in der Höhle vollbrachte, um den Propheten (s.a.w.s) zu schützen
Während Ali im Bett des Propheten (s.a.w.s) schlief, hielt sich der Prophet (s.a.w.s) im Haus eines engen Freundes auf, Abu Bakr. Zusammen brachen sie auf, um nach Madinah zu gehen. Der Prophet (s.a.w.s) wußte, dass der erste Ort, an dem die Götzendiener nach ihm suchen würden, die Madinah-Straße im Norden sein würde. Aus diesem Grund beschloß er, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Dies war die Straße nach Yemen, südlich von Makkah. Nachdem sie 6 Kilometer entlang dieser Straße marschiert waren, kamen sie zu dem Berg namens Thawr. Dies war ein hoher Berg, der schwer und gefährlich zu erklimmen war. Der Prophet (s.a.w.s) versteckte sich dort mit seinem zuverlässigen Freund Abu Bakr für 3 Nächte. Gemäß den Quellen wird diese Höhle im Berg Thawr ´Athal` genannt.41 In der Zwischenzeit blockierten die Quraysh alle Straßen und stellten bewaffnete Männer auf, die dort patroullierten, um den Propheten (s.a.w.s) zu finden. Männer, sowohl auf dem Pferd als auch zu Fuß, durchkämmten das Gebiet nach Fußabdrücken. Sie zerstreuten sich über die Berghänge und –täler. Auf ihrer Suche nach dem Propheten (s.a.w.s) kamen die Verfolger bis zum Eingang der Höhle. In dem Augenblick legte Prophet Muhammad (s.a.w.s) sein gesamtes Vertrauen in Gott, und, wie in anderen Situationen in seinem Leben, wurde auch hier dem Propheten (s.a.w.s) der Wille Gottes zuteil. Als die Götzendiener letztlich auf ihrer Verfolgung des Propheten (s.a.w.s) und Abu Bakr den Eingang der Höhle erreichten, sahen sie am Eingang ein Spinnennetz und stellten fest, dass dort Tauben ihr Netz errichtet und Eier gelegt hatten. Die Quraysh schlossen daraus, dass niemand kürzlich die Höhle hätte betreten können, und wendeten sich ab. Dies war ein großes Wunder Gottes, der die Spinne dazu veranlasste, ein Netz am Höhleneingang zu weben, und die Tauben dort plazierte. Dem Propheten (s.a.w.s) und seinem Gefährten geschah in der Höhle nichts, und es ist sicherlich ein Wunder, dass Gott ihn mit unsichtbaren Armeen unterstützte und ihm ein Gefühl für Sicherheit und Wohlergehen gab. Der Qur‟an berichtet: Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) dass ihm bereits Gott geholfen hat als ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren, und als er zu seinem Gefährten sprach: "Sei nicht traurig! Siehe, Gott ist mit uns." Da sandte Gott Seinen großen Frieden auf ihn nieder und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht. Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Gottes Wort überlegen. Und Gott ist mächtig und weise. (Sure at-Tauba: 40) Im Tafsir Ibn Kathir wird dieses Wunder wie folgt erklärt: Gott sagt “wenn ihr ihm nicht beisteht”, das bedeutet, dass es egal ist, dass ihr dem Propheten Muhammad nicht geholfen habt, denn Gott half ihm wie er ihm half als “ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren”. Diese Ausweisung ist ein Hinweis auf das Jahr, in dem die Götzendiener versuchten, den Propheten zu töten. Er entkam ihnen, mit seinem Gefährten. Sie beide verbargen sich für 3 Nächte in der Höhle von Thawr, während der zahlreiche Feind in fruchtloser Suche nach ihnen herumstreifte. Es war dann, als Abu Bakr Angst hatte, dass die Ungläubigen sie nicht sehen und ihnen Schaden zufügen würden. Der Prophet aber war sich sicher ob des Schutzes und der Unterstützung Gottes, und so beruhigte er Abu Bakr.

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Mit der Ermächtigung durch Anas berichtete Imam Ahmad, dass Abu Bakr as-Siddig sagte: Ich war in Begleitung des Propheten in der Höhle, und als ich die Ungläubigen sah, sagte ich: ´Bote Gottes! Wenn einer von ihnen (den Leugnern) zu seinen Füßen schauen würde, würde er uns unter seinen Füßen sehen.` Er sagte: ´Was denkst Du über zwei (Menschen), von denen der dritte Gott ist?` (Al-Bukhari und Muslim schrieben den selben Hadith.) Deswegen sagt Gott, “Da sandte Gott Seinen großen Frieden auf ihn nieder”, das bedeutet, dass Er Seinen Frieden, Seine Ruhe und Unterstützung hinab zum Propheten schickte. Und “stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht seht”, das bedeutet die Engel. Was den Vers “Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen und Gottes Wort überlegen” angeht, sagte Ibn Abbas: “Das Wort der kuffar bezieht sich auf die Gemeinschaft der Partner mit Gott, während das Wort Gottes sich auf ´La ilaha ill'Allah` bezieht.”42

Gott unterstützte den Propheten (s.a.w.s) und die Gläubigen während der Schlacht
Die Offenbarung des Qur‟an an den Propheten (s.a.w.s) dauerte 23 Jahre. Während der ersten 13 Jahre lebten die Muslime unter den Götzendienern von Makkah und litten unter großer Unterdrückung. Viele Muslime wurden körperlich gefoltert, einige wurden getötet, anderen wurden ihre Häuser und Besitztümer geplündert und sie waren ständig Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Trotz all diesem lebten die Muslime, ohne Gewalt zu ergreifen, stets versuchend, mit den Götzendienern Frieden zu schließen. Schließlich, als der Druck durch Götzendiener unerträglich wurde, zogen die Muslime in die Stadt Yathrib (später Madinah genannt) und gründeten mit beiden, den Arabern und den Juden, ihre eigene Gesellschaft. Gott gab sodann den Muslimen die Erlaubnis sich selbst zu verteidigen, wenn sie von den Ungläubigen standen. Als die Ungläubigen gegen die Muslime Krieg führten, unterstützte Gott den Propheten (s.a.w.s) mit vielen psychologischen, spirituellen und physischen Wundern, um ihm zu helfen, dass er sich selbst verteidigte und den Islam ausbreitete. Der Prophet (s.a.w.s) war ein tapferer Mensch, der im offenen Kampf kämpfte und dem Feind persönlich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand. Obwohl er in der ersten Reihe kämpfte, wurde er nie getötet und kehrte durch ein Wunder Gottes unverletzt aus der Schlacht zurück. Ibn Hanbal, At-Tabarani und Abu Nu'aym erzählen das Folgende in Bezug auf dieses Wunder von Abu Jad´an: Ich sah den Propheten. Ein Mann wurde zu ihm gebracht. “Dieser Mann wollte Euch töten” sagten sie. Daraufhin sagte der Prophet Gottes: “Habt keine Angst! Habt keine Angst! Selbst wenn ihr es gewünscht hättet, hätte Gott es nicht zugelassen, dass Ihr mir Ärger bereitet.”43 Obwohl er wußte, dass er das Ziel der Götzendiener und Lügner war, versicherte der Prophet stets, dass die Gläubigen in Sicherheit waren. Der Prophet selbst wußte, dass er auf dem Schlachtfeld unter Gottes Schutz stand, und er gab sich Ihm in seine Hände, niemanden fürchtend außer Ihm. Die beachtenswerteste Schlacht, bei der Gott dem Propheten (s.a.w.s) und den Gläubigen zur Seite stand, war die Schlacht von Badr, welche im Ramadan des zweiten Jahres nach der Hijrah gefochten wurde. Hier stand Gott dem Propheten (s.a.w.s) und den Gläubigen mit psychologischen, spirituellen und physischen Wundern zur Seite, die begannen noch bevor die Kämpfe angefangen hatten.

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Und auch bei Badr half euch Gott, als ihr verächtlich erschient; darum fürchtet Gott: vielleicht seid ihr dankbar. (Sure Al 'Imran: 123) Bevor die beiden Seiten tatsächlich den Kampf anfingen, sahen beide, die Ungläubigen und die Gläubigen, die Armee des jeweils anderen kleiner als sie tatsächlich war. Dies wird im Qur‟an beschrieben: Gott zeigte sie dir in deinem Traume als wenig zahlreich; hätte Er sie dir als sehr zahlreich gezeigt, wahrlich, ihr wärt kleinmütig gewesen und hättet über die Sache miteinander gehadert. Gott aber bewahrte euch (davor). Siehe, Er kennt das Innerste der Brüste. Und beim Zusammentreffen ließ Er sie in eueren Augen als wenige erscheinen und verkleinerte euch in ihren Augen, damit Gott eine Sache vollendete, die geschehen sollte. Und zu Gott kehren alle Dinge zurück. (Sure al-Anfal: 43-44) Hinter diesem Wunder Gottes steckte eine große Weisheit. Als die Muslime sahen, dass die Armee der Götzendiener weniger zahlreich war als in Wirklichkeit, gab es ihnen Stärke und erhöhte ihre Moral. Und als die Ungläubigen die Muslimische Armee sahen, dass sie in der Unterzahl zu ihrer war, wurden sie nachlässig und dazu verleitet zu glauben, dass sie auf leichte Weise siegreich sein würden. Ibn Kathir interpretiert den Vers wie folgt: Gottes Vers “Und beim Zusammentreffen (mit der Armee der Ungläubigen) ließ Er sie in eueren Augen als wenige erscheinen” zeigt die Barmherzigkeit und Güte Gottes gegenüber seinen gläubigen Sklaven. Er brachte die Muslime dazu, die Götzendiener von Quraysh als wenige in ihren Augen zu sehen, um sie zu ermutigen die Ungläubigen anzugreifen. Abu Ishaq as-Sabi'i erzählte, dass Abdullah Ibn Mas'ud sagte: Gott zeigte uns die Armee der Qurayshi als wenige in unseren Augen, sodass ich einen Mann fragte, der zu meiner Seite stand: ´Es sind 70, oder?`. Und er sagte: ´Nein, es sind 100.` Wir nahmen uns dann einen Mann der Qurayshi Armee und fragten ihn bezüglich ihrer Anzahl. Er sagte: ´Wir waren 1000 Kämpfer.` ... Gott hatte die Gegenerschaft zwischen den Muslimen und den Ungläubigen angereizt und verursacht, dass jede Partei in den Augen der anderen kleiner erschien, sodass sie die Schlacht nicht fürchteten.44 Die Schlacht von Badr stellt einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Islam dar. Die Muslime hätten in der Nacht vor der Schlacht besorgt und ängstlich sein müssen, mit unruhigem Schlaf. Dennoch schliefen sie diese Nacht gründlich und erholsam, sodass sie erfrischt und ruhig aufwachten. Auch dies war ein Wunder Gottes: (Erinnert euch) als euch dann Schlaf überkam, wie als Zusicherung von Ihm. … (Sure al-Anfal: 11) Auch schickte Gott diese Nacht Regen über die Muslime hinab. Auch hier stand große Weisheit dahinter, wie im Qur‟an erklärt: ... und Er vom Himmel Regen auf euch hinabsandte, um euch damit zu reinigen und euch von den Einflüsterungen des Satans zu befreien und im Innersten zu festigen und eueren Schritten Halt zu geben. (Sure al-Anfal: 11)

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Der leichte Regen erfrischte die Muslime, und gab ihnen Wasser zum Trinken und für Wudu´. Der Ort, an dem die Muslimische Armee ihr Lager aufgeschlagen hatte, war sandig, und so war es schwer, auf ihm zu gehen, da ihre Füße in den Boden sanken. Das Regenwasser trug dazu bei, dass der Boden fest wurde, was den Muslimen erleichterte voranzugehen und ihren “Schritten Halt zu geben”. Daher war die Moral der Muslime hoch, noch bevor die Schlacht begonnen hatte, und ihre Herzen waren ruhig. Als die Schlacht dann tatsächlich begonnen hatte, flehte der Prophet (s.a.w.s) Gott an ihm und den Muslimen zu helfen. Gott reagierte unmittelbar auf die Bitte des Propheten (s.a.w.s), indem Er eine große Anzahl von Engeln herabschickte, um die Anzahl der Muslime aufzublähen und ihnen beim Kämpfen beizustehen. (Erinnert euch) als ihr zu euerem Herrn um Hilfe schriet und Er euch antwortete: "Siehe, Ich werde euch mit tausend Engeln helfen, einer dem anderen folgend, "Sagte Gott dies als Freudenbotschaft und um damit euere Herzen zu beruhigen; denn der Sieg kommt ja nur von Gott. Siehe, Gott ist mächtig und weise. (Sure al-Anfal: 9-10) In seinem Kommentar beschreibt as-Sabundi die Hilfe der Engel wie folgt: Indem er sagte, dass er beistehen würde “mit tausend Engeln helfen, einer dem anderen folgend”, offenbarte Gott, dass er sein Gebet erhört hatte. Kommentatoren sagen, dass gemäß dem Hadith Jibril (Gabriel) 500 Engel herabbrachte und mit ihnen am rechten Flügel der Armee kämpfte. Auch Mika´il brachte 500 Engel. Sie kämpften am linken Flügel der Armee. Abgesehen von Badr war es nicht möglich festzustellen, bei welchen Schlachten die Engel mitkämpften. In anderen Schlachten kamen die Engel herab, um die Anzahl der Muslime größer wirken zu lassen, aber sie kämpften nicht. Omer Nasuhi Bilmen führt weiter aus: Der Prophet betete mit den Worten “Herr! Gewährt mir den Sieg, den Ihr versprochen habt”, und fiel in einen leichten Schlummer und wachte unmittelbar mit einem Lächeln auf. Er richtete sich an Abu Bakr, der zu seiner Seite war. “Eine Freudenbotschaft, Abu Bakr! Jibril und eine große Anzahl Engel sind zu unserer Unterstützung gekommen” sagte er. Er zog sodann seine Rüstung an und verließ das Zelt. Eine Anzahl Muslimischer Krieger war besorgt über die Anzahl der größeren feindlichen Armee, die an den Kämpfen teilnehmen würde. Daraufhin wurde die Freudenbotschaft mitgeteilt, dass den Muslimen Hilfe zukommen würde durch die Anwesenheit Gottes anhand von Engeln. Gemäß dem Bericht stieg in diesem Moment ein starker Wind auf und niemand konnte etwas sehen. Dies war ein Zeichen, dass Jibril (Gabriel) und eine große Anzahl Engel zum Schlachtfeld gekommen waren. Diese Engel ritten auf weißen Pferden und erschienen in der Gestalt von weißen und gelben Menschen, und sie nahmen physisch an der Schlacht von Badr teil. Während der Schlacht von Badr kamen erst 1000 Engel, um den Muslimen beizustehen, dann 2000, und dann 3000, bis ihre Anzahl schließlich 5000 erreichte.45 Die Wirkung, die Gläubigen mit Engeln zu unterstützen, war zweifaltig: auf der einen Seite half dies den Muslimen, und es flößte den Herzen des Gegners Schrecken ein. Ibn Kathir schließt dies mit in seinen Kommentar ein: Abu Hurayrah berichtete, dass der Prophet sagte: “Mir wurde geholfen durch Schrecken (eingeflößt in die Herzen meiner Gegner) und mir wurden präzise umfangreiche Worte gegeben.” (Muslim)46

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Der Qur‟an erklärt wie in der Schlacht von Badr die Ungläubigen, die zuvor die Muslime als wenige gesehen hatten, die Muslimischen Armee kleiner sahen, als sie tatsächlich waren: Für euch gab es bereits ein Zeichen, als zwei Gruppen aufeinander stießen: Eine Gruppe kämpfte auf Gottes Weg, die andere war ungläubig. Die letzteren sahen sie mit eigenen Augen als doppelt soviel als sie selber. Und Gott stärkt mit Seiner Hilfe, wen Er will. Siehe, hierin ist wahrlich eine Lehre für die Verständigen. (Sure Al 'Imran: 13) Durch ein Wunder Gottes sahen die Ungläubigen doppelt so viele Muslime als sie selbst waren, und dies bewirkte, dass sie ängstlich wurden und in Panik gerieten. Dies war eine weitere Weise, wie Gott den Muslimen half und die Ungläubigen erniedrigte. Auch in anderen Schlachten wurden Engel geschickt, um die Anzahl der Gläubigen aufzublähen, sodass die Muslimische Armee zahlreicher und stärker erschien. Der folgende Vers bezieht sich auf die Schlacht von Hunayn, gefochten im 8-ten Jahr nach der Hijrah: Doch dann sandte Gott Seine große Ruhe auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen nieder und schickte Heerscharen herab, die ihr nicht saht, und strafte die Ungläubigen. Das ist der Lohn der Ungläubigen. (Sure at-Tauba: 26) Während der Zeit des Propheten war es ein Wunder, dass die Muslime fühlten, dass sie nicht ängstlich und zögerlich wurden, als sie den feindlichen Armeen gegenüber standen. Der Qur‟an erzählt uns, dass die Ungläubigen viele starke Männer zusammenbrachten, um die Muslime zu verletzen und zu unterdrücken, die in der Unterzahl waren. In dieser Situation wandten sich die Muslime ergebenst an Gott und legten ihr Vertrauen in Ihn. Auf grund seines Schutzes und seiner Unterstützung waren sie reichlich gesegnet und hatten eine sichere Rückkehr. Dies war ein weiteres Wunder, das Gott den Muslimen in der Schlacht gab, zahlreiche starke und standhafte Krieger zu besiegen. O du Prophet! Feuere die Gläubigen zum Kampf an! Sind auch nur zwanzig Standhafte unter euch, können sie zweihundert überwinden. Und wenn unter euch hundert sind, so können sie tausend der Ungläubigen überwinden, weil diese ein Volk ohne Einsicht sind. Für jetzt hat es euch Gott leichter gemacht; denn Er weiß um euere Schwäche. Wenn also unter euch hundert Standhafte sind, sollen sie zweihundert überwinden; und wenn unter euch tausend sind, sollen sie mit Gottes Erlaubnis zweitausend überwinden. Und Gott ist mit den Standhaften. (Sure al-Anfal: 65-66) Ein Kommentar im Qur‟an fasst die Gründe zusammen, weshalb Gott den Muslimen so starke Unterstützung beistellte – die Tatsache war, dass sie taqwa (Gottesfurcht) und sabr (Beharrlichkeit) besaßen. Nachdem der allmächtige Gott uns verboten hat Vertraute außerhalb unserer eigenen Leute zu nehmen und uns die Gründe genannt hat, versprach Er, dass Er alle Fallen und Fallstricke der Ungläubigen zunichte machen würde, solange wir taqwa hätten und beharrlich wären. Er wies zwei Gelegenheiten hin, in denen er als der Beschützer der Gläubigen agierte, die eine am Tag von Uhud, die andere am Tag von Badr. An diesen

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beiden Tagen vereitelte Gott die Fallen und Fallstricke der Ungläubigen, wegen der Taqwa und Beharrlichkeit der Gläubigen. Der Beweis, dass diese beiden Zwischenfälle als Beispiele angegeben wurden, dass Gott als Beschützer der Gläubigen handelte und die Fallen und Fallstricke ihrer Gegner zunichte machte, liegt in der Tatsache, dass Standhaftigkeit und Taqwa im vorangehenden Vers genannt werden: “Aber wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid, kann ihre List euch nichts anhaben.”47 Für ihre Taqwa und ihr Sabr wurden die Muslime mit Seelenfrieden und spirituellem sowie materiellem Wohlergehen belohnt. Diejenigen, zu denen die Leute sagten: "Passt auf! Die Leute haben sich bereits gegen euch zusammengeschart: Nehmt euch vor ihnen in Acht!" Diese wurden im Glauben nur stärker und sprachen: "Uns genügt Gott. Er ist unser bester Garant!" Sie kehrten mit Gottes Gnade und Huld zurück, ohne dass sie ein Übel getroffen hätte, und sie strebten nach dem Wohlgefallen Gottes; und Gott ist voll großer Huld. (Sure Al 'Imran: 173-174) Trotz der Tatsache, dass den Götzendienern alle notwendigen Mittel zur Verfügung standen, ihre Pläne umzusetzen, waren sie dennoch erfolglos. Dies, weil der Prophet (s.a.w.s) eine gesegnete Person war, die unter dem Schutz Gottes handelte. Gott entschied, dass sie auf wundersame Weise dem Propheten (s.a.w.s) keinen Schaden zufügen konnten: ... kann ihre List euch nichts anhaben. Siehe, Gott umschließt alles, was sie tun. (Sure Al 'Imran: 120) In anderen Versen versprach Gott, dass dem Propheten (s.a.w.s) niemand jeglichen phyischen oder spirituellen Schaden zufügen könne: Und ohne Gottes Gnade und Barmherzigkeit gegen dich hätte ein Teil von ihnen gewiss versucht, dich irrezuführen. Aber sie führen nur sich selber irre, ohne dir das geringste zu schaden. Und Gott hat die Schrift und die Weisheit hinabgesandt und hat dich gelehrt, was du nicht wusstest. Und Gottes Gnade gegen dich war groß. (Sure an-Nisa': 113) Sie lauschen jeder Lüge und verschlingen Unerlaubtes! So sie zu dir kommen, richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab. Wenn du dich von ihnen abwendest, werden sie dir nichts zuleide tun. Und wenn du richtest, richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Siehe, Gott liebt die Gerechtigkeit Übenden. (Sure al-Ma'ida: 42)

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9. Das Wissen des Verborgenen, das unserem Propheten (s.a.w.s) gegeben wurde
Nur Gott besitzt das vollständige Wissen über das Verborgene. Er kennt jedes Detail über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Gott erschuf die Zeit und lehrte die Menschen diesen Begriff. Gott kennt und kontrolliert alles, was im Universum geschieht. Er kennt das Geheimnis von Allem. Trotzdem kann er sich entscheiden, einen Teil seines Wissens seinen auserwählten Gesandten mitzugeben, in dem Maße, wie es ihm gefällt: Er kennt das Verborgene und Er teilt keinem Seine Geheimnisse mit. Außer einem Gesandten, der Ihm wohlgefällt. Dann lässt Er vor Ihm und hinter ihm eine Wache aufziehen. (Sure al-Dschinn: 26-27) Gemäß dem Qur‟an waren die Propheten Yusuf (a.s), Isa (a.s) und Muhammad (s.a.w.s) auserwählte Gesandten Gottes, denen etwas Wissen über das Verborgene gegeben wurde. Gott offenbarte dem Propheten (s.a.w.s) viele Geheimnisse; er wußte von vergangenen Vorkommnissen, die niemand sonst wissen konnte, und von vielen Ereignissen, die in der Zukunft stattfinden würden. Dies ist eine Schilderung von (dir) Unbekanntem, die Wir dir offenbaren... (Sure Yusuf: 102) Dieses Wissen des Verborgenen war keine angeborene Fähigkeit des Propheten (s.a.w.s). Es war ein Wunder, das ihm von Gott geschenkt wurde. Er übermittelte das Wissen des Verborgenen in dem Maße, wie Gott es bestimmte. Während seines Lebens teilte der Prophet (s.a.w.s) den Leuten Dinge mit, die nur von Gottes Offenbarung gewusst werden konnten, und das war ein Zeichen, dass er in der Tat ein Prophet war. Trotz dieser Kenntnis und gehorsam zu dem folgenden Vers blieb der Prophet (s.a.w.s) jedoch höchst bescheiden und demütig: Sprich: "Ich vermag nicht, mir selbst zu nutzen oder zu schaden, es sei denn, wie Gott will. Und wenn ich das Verborgene kannte, wahrlich, dann hätte ich des Guten in Menge und nichts Schlimmes berührte mich. Ich bin nur ein Warner und ein Verkünder froher Botschaft für ein gläubiges Volk." (Sure al-A'raf: 188) Der Prophet erhielt dieses einzigartige Wissen vom Qur‟an und von anderen Göttlichen Offenbarungen, die ihm gegeben wurden. Einiges von diesem Wissen betraf Ereignisse der unmittelbaren Zukunft, wie der bevorstehende Sieg in der Schlacht, einiges von dem Wissen betraf Ereignisse, die einige Jahre nach seinem Tod stattfinden würden, wie das Martyrium einiger seiner Gefährten; während anderes besonderes Wissen wiederum, wie die Zeichen des Letzten Tages, noch immer, 1400 Jahre nachdem sie zum ersten Mal angekündigt wurden, bezeugt werden. Al-Bukhari, Muslim, Abu Dawud, At-Tirmidhi, An-Nasa'i, Ibn Majah

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und andere stimmen in bezug auf die Wahrheit des Wissens des Verborgenen überein, wie es in den Geschichten über den Propheten im Hadith erzählt wird.

Der Prophet (s.a.w.s) wusste von Ereignissen, von denen niemand sonst wissen konnte
Der Prophet (s.a.w.s) wusste manchmal von Ereignissen und Vorkommnissen, von denen niemand sonst wissen konnte. Das ist so, weil Gott ihm dieses Wissen offenbarte. Bei einer Gelegenheit spricht Gott im Qur‟an über ein Geheimnis, das der Prophet (s.a.w.s) einer seiner Frauen anvertraute. Dennoch teilte sie das Geheimnis einer anderen Person mit. Gott erzählte dies dem Propheten (s.a.w.s). Als der Prophet (s.a.w.s) seiner Frau sagte, dass er wüsste, was sie getan hatte, fragte sie ihn, wer ihm das gesagte hatte. Darauhin sagte der Prophet (s.a.w.s), dass Gott ihn informiert hatte. Gott erzählt uns im Qur‟an von diesem Vorkommnis: Als der Prophet einer seiner Gattinnen vertraulich etwas mitteilte, sie es aber weitersagte und Gott ihm davon Kunde gab, da ließ er einen Teil davon wissen und verschwieg einen Teil. Und als er es ihr vorhielt, fragte sie: "Wer hat dir dies gesagt?" Er antwortete: "Gesagt hat es mir der Wissende, der Weise." (Sure at-Tahrim: 3) Bei einer anderen Gelegenheit, nach der Schlacht von Badr, war einer der Gefangenen der Muslime Abbas, der Onkel des Propheten (s.a.w.s), der zu jener Zeit ein Ungläubiger gewesen war. Als der Prophet (s.a.w.s) von ihm verlangte, daß er den Muslimen Lösegeld zahlen solle, teilt der Onkel ihm mit, dass er dessen unfähig sei, da er kein Geld besaß. Der Prophet (s.a.w.s) fragte daraufhin seinen Onkel, was mit Geld geschehen sei, welches die Frau von Abbas, Umm al-Fadl, nach seinem Verlangen für ihn aufbewahren sollte, als er nach Makkah zur Schlacht ging. Abbas fragte den Propheten (s.a.w.s), wie er darüber Bescheid wusste, da sie in der Nacht stattgefunden hatte, als niemand sonst anwesend war. Der Prophet (s.a.w.s) antwortete ihm, dass ihm Gott geoffenbart hatte. Zu dem Zeitpunkt begriff Abbas, dass Muhammad (s.a.w.s) der wahre Bote Gottes war, und dass er den Islam mit ganzem Herzen akzeptiert hatte. (Musnad Ahmad, Muslim und Tafsir Ibn Kathir) Gott informierte den Propheten (s.a.w.s) durch Offenbarungen im Qur‟an auch über die verborgene Seite einiger Leute und ihrer innersten Gedanken und Handlungen. Er enthüllte die Lügen der Heuchler und ihre wahren Absichten hinter den falschen Worten. Auf diese Weise war der Prophet (s.a.w.s) imstande zu ermitteln, wer ein wahrer Muslim und wer ein Heuchler war, und auf wen er sich verlassen konnte. Dies war wahrlich ein großer Beistand und Schutz Gottes für den Propheten (s.a.w.s), der ein Ziel für die Heuchler war. Gott informierte den Propheten (s.a.w.s) auch, wie er zu handeln und was er zu sagen hätte: Dann, nach dem Kummer, sandte Er auf euch ein Gefühl von ungestörter Sicherheit nieder. Schläfrigkeit überkam einen Teil von euch; ein anderer Teil aber kümmerte sich nur um sich selbst und begann, ungerecht über Gott zu denken, in heidnischem Denken. Sie sprachen: "Haben wir hier irgend etwas zu sagen?" Sprich: "Siehe, alle Entscheidung liegt bei Gott." Sie verbargen in ihren Seelen, was sie dir nicht mitteilten, indem sie sprachen: "Hätten wir etwas zu sagen gehabt, lägen wir hier nicht erschlagen!" Sprich: "Wärt ihr auch in eueren Häusern gewesen, wahrlich, jene, denen der Tod

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bestimmt war, wären zu ihrer Todesstätte aufgebrochen. Dies damit Gott prüfe, was in eueren Brüsten ist, und erforsche, was in eueren Herzen ist. Und Gott kennt das Innerste der Brüste." (Sure Al 'Imran: 154) Und sie spielen Gehorsam vor. Sobald sie jedoch von dir weggehen, brütet ein Teil von ihnen des Nachts etwas anderes aus als was sie sagten. Gott aber schreibt auf, was sie ausbrüten. Darum wende dich von ihnen ab und vertraue auf Gott; und Gott genügt als Beschützer. (Sure an-Nisa': 81) Die Zuhausegebliebenen von den Wüstenarabern werden dir sagen: "Wir hatten mit unseren Herden und unseren Familien zu tun. Darum bitte für uns um Verzeihung!" Sie sprechen mit ihren Zungen, was nicht in ihren Herzen ist! Sprich: "Wer vermag etwas für euch bei Gott auszurichten, wenn Er euch schaden oder euch nützlich sein will? Nein! Gott weiß genau, was ihr tut. (Sure al-Fath: 11) (Noch) andere haben eine Moschee erbaut, um Unheil, Unglauben und Spaltung unter den Gläubigen zu stiften. und als Rückhalt für den, welcher zuvor Gott und Seinen Gesandten bekämpft hatte. Und wahrlich, sie schwören: "Wir bezwecken ja nur Gutes!" Aber Gott ist Zeuge, dass sie Lügner sind. Stehe niemals (als Betender) in ihr. Wahrlich, es gibt eine Moschee, vom ersten Tag an auf Frömmigkeit gegründet; geziemender ist es, dass du in ihr stehst. In ihr sind Leute, die sich zu läutern wünschen; und Gott liebt die sich Läuternden. (Sure at-Tauba: 107-108)

Der Prophet (s.a.w.s) gab Antworten, bevor die Menschen die Fragen stellten
Gemäß dem Hadith war der Prophet (s.a.w.s) imstande Fragen zu beantworten, bevor sie gestellt wurden; zu wissen, wer sein Haus besuchen oder einen Raum betreten würde, bevor es jemand tatsächlich tat, und zu wissen, warum jemand zu spät kam.48 Es gibt viele Beispiele dieser Wunder im Hadith. In einem Hadith gibt der Prophet (s.a.w.s) eine Antwort auf eine Frage, über die Abu Sufyan ibn al-Harith nachdachte: Abu Sufyan würde in einer Ecke der Moschee sitzen. Eines Tages verließ der Prophet sein Haus, eingehüllt in seine Kleidung. Von dort, wo er saß, sagte Abu Sufyan: “Ich wundere mich, wie er siegreich sein konnte.” Der Prophet näherte sich Abu Sufyan und schlug ihm mit der Hand auf den Rücken, sagend: “Ich besiegte Dich durch Gottes Hilfe.” Abu Sufyan erwiderte: “Ich bin Zeuge, dass Du der Prophet Gottes bist.” (Ibn al-Harith; Ibn Hajar al-'Asqalani, al-Matalib al-Aliyah) Es gibt einen Hadith über Wabisah ibn Masad, in dem ein Beispiel davon enthalten ist, wie der Prophet (s.a.w.s) eine Frage verstehen und beantworten konnte, die eine Person erst noch im Gedanken formulierte: Wabisah ibn Ma'bad sagte: “Ich kam zum Gesandten Gottes und er sagte “Du bist gekommen, um über Frömmigkeit (birr) zu fragen?” Ich sagte: “ja!” Er sagte: “Frag Dein Herzen nach einem Urteil. Frömmigkeit ist das, wogegen das Selbst und das Herz ruhig ist. Pietätlosigkeit (ithm) ist das, was das Selbst in Unruhe versetzt und dassich unruhig in der Brust auf und ab bewegt, obwohl die Leute öfters ein Urteil über Dich abgeben [so, wie es die Sache zulässt]” . (Ein guter Hadith, der in den 2 Musnad der Imame Ahmad ibn Hanbal und ad-Darimi erzählt wird, mit einem guten Isnad.)

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Ein weiteres Beispiel, wie der Prophet (s.a.w.s) die Gedanken und Absichten einer Person wissen konnte, ist im Hadith ersichtlich, wie Abu'd-Darda zum Muslim wurde: Abu´d-Darda betete ein Götzenbild an. Abdullah ibn Rawahah and Abu Salamah zogen los und zerstörten das Götzenbild. Als Abu´d-Darda kam und das Götzenbild in diesem Zustand sah, konnte er es nicht unterlassen, [zum Götzenbild] zu sagen: “Schämst Du Dich nicht, konntest Du Dich nicht verteidigen?” Als er später zum Propheten kam, sah ihn Ibn Rawahah des Weges kommen und sagte: “Das ist Abu´d-Darda. Er muß gekommen sein, um nach uns zu schauen!” Der Prophet Gottes sagte: “Nein! Er kommt, um Muslim zu werden. Mein Herr versprach, dass Abu´d-Darda ein Muslim werden würde.”49

Der Prophet (s.a.w.s) sagte seinen Gefährten seinen eigenen Tod voraus
Es war ein Wunder des Propheten Muhammad (s.a.w.s), dass Gott ihm die Fähigkeit gewährte, seinen eigenen Tod und den seiner engen Gefährten vorherzusagen. Im Hadith sagte der Prophet (s.a.w.s), dass er als erster unter den Gefährten sterben würde: Der Prophet Gottes sah uns an und sagte: “Ihr meint, dass ich der letzte bin, der sterben wird. Seid gewarnt! Ich werde noch vor euch allen sterben! Ihr werdet nach mir sterben.”50 Es erzählte 'Uqbah ibn 'Amir: Der Prophet ging hinaus und führte das Beerdigungs-Gebet für die Märtyrer (der Schlacht) von Uhud aus, dann stieg er hinauf zum Minbar und sagte:”Ich werde euch vorangehen, und ich bin ein Zeuge gegen euch, und – durch Gott! – starre ich grade auf meinen Teich. Und mir wurden die Schlüssel zu den Schatzkammern der Erde gegeben.” – “Und – bei Gott! Ich fürchte nicht, dass ihr nach mir Götzendiener werdet, aber ich fürchte, dass ihr um sie [die Schatzkammern] streiten werdet.” (AlBukhari) Abu Muwyahibah erzählte: Der Gesandte Gottes rief mitten in der Nacht nach mir und sagte mir: “Abu Muwayhibah. Mir wurde aufgetragen, für die Märtyrer von Baqi´ [Friedhof] um Vergebung zu beten, also folge mir.” Ich ging mit ihm, und als er unter ihnen stand, sagte er: “Der Frieden sei mit euch, Bewohner der Gräber. Möge die Situation, in der ihr seid, angenehmer sein als die Situation der Leute, denn Widerwärtigkeiten sind wie dunkle Flicken der Nacht angerückt, eine nach der anderen folgend, und jede ist schlimmer als die vorherige.” Dann näherte er sich mir und sagte: “Abu Muwayhibah, mir wurden die Schlüssel zu den Schatzkammern der Welt und einem dauerhaften Leben in ihnen gegeben, gefolgt vom Garten, und mir wurde die Wahl zwischen diesen und dem Treffen mit meinem Herrn und dem Garten gegeben, also entschied ich mich für das Treffen mit meinem Herrn und dem Garten.” (At-Tabari, Ahmad, Ibn Sa'd, alBaghawi und Ibn Mandah) Der Prophet (s.a.w.s) lieferte viele Details zu seinem herannahenden Tod, sogar die Ankündigung, an welchem Tag und in welcher Stadt er von dieser Welt gehen würde: ... Ich wurde am Montag geboren. Die Offenbarung kam am Montag. Ich zog fort am Montag und ich werde am Montag sterben.51 Ibn Abbas erzählte: “Der Prophet wurde an einem Montag geboren, er wurde an einem Montag zum Propheten, er zog an einem Montag von Makkah fort und betrat Madinah an einem Montag. Makkah wurde [dem Islam] an einem Montag geöffnet, und er starb an einem Montag.” (Ibn Hanbal und al-Bayhaqi)52

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Der Platz, zu dem ich ausgewandert bin und an dem ich sterben werde – wo ich beerdigt werden soll, wenn ich sterbe – ist Madinah.53 Madinah ist, wohin ich ausgewandert bin. Ich werde dort sterben und aufsteigen!54

Der Prophet (s.a.w.s) sagte den Märtyrertod einiger seiner Gefährten voraus
Als Wunder Gottes kündigte der Prophet (s.a.w.s), genauso wie er seinen eigenen Tod voraussagte, den Tod einiger seiner Gefährten an, lange bevor sie starben. In diesen Hadithen gibt es viele Details zum Tod der Gefährten. Er sagte, dass einige Gefährten den Märtyrertod sterben würden, und er enthüllte den Ort, wo sie sterben würden.

Der Prophet (s.a.w.s) sagte den Märtyrertod von Umar voraus
Es erzählte Anas bin Malik: “Der Prophet erklomm einmal den Berg Uhud mit Abu Bakr, ´Umar und `Uthman. Der Berg erzitterte ihnen. Der Prophet sagte (zum Berg): Sei beständig, Uhud! Denn auf Dir befinden sich nicht mehr als ein Prophet, ein Siddiq und 2 Märtyrer.” (Al-Bukhari)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte den Märtyrertod von Uthman voraus
Ibn 'Adi und Ibn 'Asakir erzählten von Anas: “Der Gesandte Gottes sagte: ´Uthman! Dir wird das Kalifat nach mir gegeben, aber die Heuchler werden wollen, dass Du es ablehnst. Lehn es nicht ab, sondern faste an diesem Tag, sodass du das Fasten mit mir unterbrechen kannst.`” (Erzählt von Anas durch Ibn 'Asakir in Tarikh Dimashq) At-Tabarani und al-Bayhaqi erzählten von Zayd ibn Arqam: “Der Prophet schickte mich aus, indem er sagte: `Geh und treffe Abu Bakr. Du wirst ihn in seinem Haus sitzend antreffend, eingehüllt in seine Kleidung, mit hochgezogenen Beinen. Gib ihm die Freudenbotschaft vom Garten. Gehe sodann zum Berg, bis Du `Umar findest, der einen Esel reitet, und dessen hohes Gerüst sich in der Ferne abzeichnet. Gib ihm die Freudenbotschaft vom Garten. Dann gehe zu `Uthman, den Du auf dem Markt findest, beim Verkaufen und Einkaufen. Und gib ihm die Freudenbotschaft vom Garten, nach einem grauenhaften Leidensweg.` Ich ging los und fand sie, so wie es der Bote gesagt hatte, und ich teilte es ihnen mit.” (Zayd ibn Arqam erzählte dies, und es ist übermittelt durch at-Tabarani in al-Awsat, al-Bayhaqi in Dala'il an-nubuwwah, und adh-Dhahabi im Siyar) At-Tabarani erzählte von Zayd ibn Thabit, der erzählte, dass er den Propheten sagen hörte: “Uthman besuchte mich, als einer der Engel bei mir war, und letzterer sagte: ´Das ist ein Märtyrer, seine eigenen Leute werden ihn ermorden. Wir scheuen ihn.`” (Zayd ibn Thabit erzählte dies, und es ist übermittelt durch atTabarani in al-Kabir 5:159)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte den Märtyrertod von ´Ali voraus
Al Hakim – der dies als korrekt deklarierte – und Abu Nu´aym erzählten von ´Ammar ibn Yasir, dass der Prophet zu ´Ali sagte: “Der größte aller Leute ist der, welcher Dich hier schlagen wird.” – ein Hinweis auf seinen Tempel – “bis Blut dies aufsaugt” – ein Hinweis auf seinen Bart. (Ahmad in seinem Musnad, an-Nasa'i in as-Sunan al-Kubra, Abu Nu'ayms Dala'il an-Nubuwwah, und al-Hakim)

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Al-Tabarani und Abu Nu'aym erzählten von Jabir ibn Samurah, der sagte: ”“Der Gesandte Gottes sagte zu ´Ali: ´Dir wird Herrschaft und Kalifat gegeben; und wahrlich, dies wird damit rotgefärbt sein,` ein Hinweis auf seinen Bart mit [Blut vom] Kopf.” (At-Tabarani in al-Kabir und al-Awsat) Al Hakim erzählte von Anas, der sagte: Ich ging mit dem Propheten hinein und sah ´Ali, der krank da lag, während Abu Bakr und `Umar ihn besuchten. Der eine von ihnen sagte zum anderen: ´Ich glaub nicht, dass er überleben wird´, wohingegen der Gesandte Gottes sagte: `In Wahrheit wird er nur ermordet sterben.` (Al Hakim)

Der Prophet (s.a.w.s) sagte den Märtyrertod von Husayn voraus
Ibn Rahwayh, al-Bayhaqi, und Abu Nu'aym erzählten von Umm Salamah, “Der Gesandte Gottes legte sich eines Tages hin und erwachte, eine handvoll rote Erde in der Hand haltend, die er hin und her drehte. Ich sagte: ´Was ist diese Erde, Gesandter Gottes?` Er antwortete: `Jibril informierte mich, dass dieser Eine – er meinte Husayn – im Land des Iraq getötet werden würde, und dies ist seine Ruhestätte.`” (Erzählt von Umm Salamah durch Ibn Abi 'Asim in al-Ahad wa al-Mathani, at-Tabarani in al-Kabir, und al-Hakim) Ibn as-Sakan, al-Baghawi, und Abu Nu'aym erzählten von Anas ibn al-Harith, der sagte: “Ich hörte den Gesandten Gottes sagen: ´Wahrlich dieser mein Sohn – er meinte Husayn – wird in einem Land namens Kerbela getötet. Wer auch immer von euch dann anwesend sein wird, helft ihm!` Demzufolge ging Anas ibn alHarith nach Kerbela, wo er mit Husayn getötet wurde.” (Erzählt von Suhaym, von Anas ibn Malik durch Abu Nu'aym im Dala'il und al-Baghawi und Ibn as-Sakan in deren Compendia zu den Gefährten. Vgl. Ibn Hajar, Isabah; al-Bukhari, al-Tarikh al-Kabir; al-Isti'ab; al-Khasa'is al-Kubra) Diese Vorhersagen des Märtyrertodes von Umar, Uthman, Ali und Husayn bewahrheiteten sich im Anschluß, und nach dem Propheten starben viele aufrichtige Muslime, die die große Verantwortung für die Ausbreitung des Islam auf sich nahmen, den Märtyrertod. Es gibt auch viele Verse im Qur‟an und Hadith, die den Sieg gewisser Armeen und die Eroberung vieler Gegenden erzählen, viele Jahre bevor diese Ereginisse eintraten.

Der Sieg der Byzantiner
Eine der Vorhersagen im Qur‟an über die Zukunft befindet sich am Anfang der Sure ar-Rum. In diesem Vers sagt Gott, dass das Byzantinische Imperium eine Niederlage erfahren hat, aber dass es bald wieder siegreich sein würde: A. L. M. Besiegt sind die Byzantiner Im Land nahebei. Aber nach ihrer Niederlage werden sie siegen, In wenigen Jahren. Gott steht die Entscheidung zu, vorher wie nachher. Und an jenem Tage werden die Gläubigen frohlocken. (Sure ar-Rum: 1-4) Der Ausdruck “In wenigen Jahren” bedeutet 3-9 Jahre. 613 hatten die Zoroastrischen Perser die Christlichen Byzantiner bei Antiochia besiegt, und sie waren weiterhin siegreich über Damaskus, Kilikien, Tarsus, Armenien und Jerusalem. Der Verlust von Jerusalem 614 und die Zerstörung der Grabeskirche war ein besonders großer Schlag für die Byzantiner.55 Diese Qur‟anischen Verse, die den Sieg der Byzantiner ankündigen, wurden ungefähr 7 Jahre später, um 620 herabgeschickt.

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In jener Zeit gab es eine Menge ernsthafter Bedrohungen für die Byzantiner, nicht nur von den Persern, sondern auch von den Avaren, Slaven und Lombarden. Die Avaren waren bis zu den Mauern von Konstantinopel gelangt. Der Byzantinische Imperator Heraklius hatte angeordnet, dass das Gold und Silber der Kirchen eingeschmolzen und in Geld umgewandelt werden sollte, um die Kosten der Armee zu finanzieren. Nicht zufrieden damit, ließ er sogar Bronze-Statuen einschmelzen und das Metall dafür zu verwendem Münzen herzustellen. Viele Gouverneure rebellierten gegen Heraklius, und es kam zu dem Punkt, wo das Imperium dabei war auseinandergerissen zu werden. Die Situation war so schlimm, dass erwartet wurde, dass das Byzantinische Imperium zusammenbrechen würde, und die Arabischen Götzendiener waren überzeugt, dass sich die Prophezeiungen des Qur‟an niemals bewahrheiten würden. Dennoch drang Heraklius 622 in Armenien ein und besiegt die Perser in einer Reihe von Schlachten.56 Im Dezember 627 gab es eine große Schlacht zwischen den Byzantinern und den Persern in der Nähe der Ruinen von Nineveh, 50 Kilometer östlich vom Fluss Tigris, in der Nähe des späteren Bagdad. Hier schlugen die Byzantiner die Perser. Einige Monate später waren die Perser gezwungen ein Abkommen zu unterzeichnen, um die besetzten Gegenden an die Byzantiner zurückzugeben.57 Der Byzantinische Sieg über den Persischen Imperator, Khosrow II, war vollendet, als Jerusalem zurückgegeben wurde und die Grabeskirche wieder unter Christliche Kontrolle kam.58 Demnach geschah der Sieg der Byzantiner, den Gott offenbart und der Prophet (s.a.w.s) verkündet hat, auf wundersame Weise innerhalb von 3-9 Jahren, wie der Vers es sagt.

Die Öffnung von Makkah zum Islam
Als die Muslime von Makkah nach Madinah ausgewandert waren, machten es ihnen die Ungläuben sehr schwer zurückzukehren, und sie hinderten sie daran, ihr Hajj oder ´Umrah auszuüben. Des weiteren versuchten die Ungläubigen von Makkah wiederholt die Muslime in Madinah anzugreifen, aber sie waren nicht erfolgreich. Ungefähr 6 Jahre nach der Hijrah hatte der Prophet (s.a.w.s) einen Traum, dass er und einige seiner Gefährten den tawaf um die Kab´ah in thram in vollständiger Sicherheit und ohne Angst vor Angriffen ausführten. Der Prophet (s.a.w.s) teilte diese gute Nachricht sofort seinen Gefährten mit. Al-Bukhari erzählt diese Geschichte von Abu Musa über die Öffnung von Makkah: Der Prophet sagte: “Ich sah in einem Traum, dass ich ein Schwert schwang, und es zerbrach in der Mitte, und sehet, das symbolisiert die Todesopfer, die die Gläubigen am Tag (der Schlacht) von Uhud erlitten hatten. Dann schwang ich das Schwert erneut, und es wurde besser, als es jemals war, und sehet, das symbolisiert die Öffnung von Makkah (zum Islam), die Gott hervorgebracht hat, und die Versammlung der Gläubigen.” (Al-Bukhari) Als eine Hilfe und Unterstützung für den Propheten (s.a.w.s) offenbarte Gott den 27-ten Vers der Sure alFath, in welchem er sagte, dass der Traum wahr war, und dass, wenn Er es wollte, die Gefährten Makkah betreten würden:

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Wahrlich, Gott wird das Traumgesicht Seines Gesandten wahrmachen: Er wird euch, so wie Gott es will, in völliger Sicherheit in die unverletzliche Moschee führen, mit geschorenem Haupt oder gekürztem Haar. Fürchtet euch nicht; denn Er weiß, was ihr nicht wisst. Und Er hat euch außer diesem einen weiteren nahen Sieg bestimmt. (Sure al-Fath: 27) In Dhu'l-Qadah of 6AH machte sich der Prophet (s.a.w.s) mit 1500 Leuten auf den Weg nach Makkah, um ´Umrah auszuüben. Das verärgerte die Götzendiener von Makkah, die ausmarschierten, um sie aufzuhalten. Der Prophet (s.a.w.s) und die Muslime begaben sich auf eine Ebene namens Hudaybiyah nördlich von Makkah und schlugen dort das Lager auf. Die Götzendiener und die Muslime traten in Verhandlungen und es wurde ein Friedensvertrag namens Vertrag von Hudaybiyah unterzeichnet. Das ermöglichte den Muslimen, unter anderem, im folgenden Jahr zurückzukehren und ihre ´Umrah in Sicherheit auszuüben, wie es vormals im Ayat 26 der Sure al-Fath prophezeit wurde. Im Tafsir al-Jalalayn wird dieses Ayat wie folgt beschrieben: Im Jahr Hudaybiyah, vor dem Aufbruch, sah der Bote Gottes in einem Traum, dass er Makkah betreten würde, er und seine Gefährten, und dass sie ihre Haare abschneiden und kürzen würden, und so teilte er dies seinen Gefährten mit und sie freuten sich. Als sie mit ihm auszogen blockierten die Ungläubigen bei Hudaybiyah. Sie kehrten zurück, was schwer für sie war, und einige der Heuchler fielen in Zweifel, so ist es geoffenbarte ... “[Er wusste, was Du nicht wusstest, und bestimmte, an stelle von diesem,] einen bevorstehenden Sieg”, was die Öffnung von Kaybar zum Islam war. Und der Traum wurde im anschließenden Jahr wahr.59

Die Öffnung von Ägypten zum Islam
Abu Dharr berichtete den Propheten sagen: Du wirst bald Ägypten erobern, und das ist ein Land, in dem der Qirat60 genannt wird. Wenn Du es also eroberst, behandle seine Einwohner gut. (Muslim) In diesem Hadith kündigte der Prophet (s.a.w.s) die herannahende Öffnung Ägyptens zum Islam an. Zum Zeitpunkt der Ankündigung regierten die Römer Ägypten, und die Muslime waren nicht imstande es mit der Römischen Armee aufzunehmen. Dennoch bewahrheiteten sich die Worte des Propheten (s.a.w.s). Nicht lange nach seinem Tod, im Jahre 641 während des Kalifats von ´Umar, öffneten die Muslime unter der Führung von 'Amr ibn al-'As Ägypten dem Islam.61

Die Einnahme der Länder von Rom und Persien
Khosrow wird sterben, und es wird keinen Khosrow nach ihm geben. Cäsar wird sterben, und es wird keinen Cäsar nach ihm geben, aber Ihr werdet ihre Schätze auf Gottes Weise verteilen. (Muslim) Das Wort Khosrow war der Name, der für alte Persische Könige verwendet wurde. Das Wort Cäsar war die Bezeichnung des Römischen Imperators, und nach dem Fall des Weströmischen Reichs verwendeten nur noch Könige von Byzanz diesen Titel. Der Prophet (s.a.w.s) kündigte in dem Hadith an, dass die Schatzkammern dieser beiden Könige in Muslimische Hände fallen würden. Zum Zeitpunkt dieser Ankündigung besaßen die Muslime weder die militärische Stärke noch die ökonomische Organisation, um solche Siege zu erringen, da das Byzantinische und Persische Reich sehr mächtig waren. Dennoch entfalteten sich die Ereignisse wie vorhergesagt. Während des Kalifats von Umar wurde Persien besiegt, was der Herrschaft der Khosrows ein Ende brachte.

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Vor dem Tod von Heraklius, dem Cäsar jener Zeit, im Jahr 641, geriet die Schatzkammer während des Kalifats von Abu Bakr in Muslimische Hände. Viele Zentren unter der Herrschaft des Imperators wurden erobert, darunter Jordanien, Palästina, Damaskus, Jerusalem, Syrien und Ägypten. Konstantinopel wurde schließlich 1453 vom Ottomanischen Sultan, Fatih Sultan Mehmed (Mehmed der Eroberer),62 in Erfüllung eines Hadith des Gesandten Gottes, das vom Imam Ahmad aufgezeichnet wurde, eingenommen. Im Anschluss an den Fall des Oströmischen Imperiums wurde der Titel Cäsar (Qaisar) nicht mehr verwendet. Demnach traten all diese größeren Siege, die vom ökonomischen und politischen Standpunkt als unmöglich erschienen, während der Zeit des Propheten (s.a.w.s) als Wunder hervor, die Gott Muhammad (s.a.w.s) und seinen Nachfolgern gegeben hatte.

Die Ankündigung des Todes des Persers Khosrow durch den Propheten (s.a.w.s)
Zeit seines Lebens sandte der Prophet (s.a.w.s) seine Botschaft mittels Boten und Briefen an Herrscher und Administratoren, in dener er sie aufrief, sich dem Islam zu unterwerfen. Historische Quellen berichten uns, dass einige von ihnen diesen Aufruf unmittelbar beachteten, und dass andere auf ihrer Ablehnung beharrten, wobei sie sich mit Götzendienern, Heuchlern und Ungläubigen zusammentaten. Einer der Herrscher, die der Prophet (s.a.w.s) eingeladen hatte, den Islam zu akzeptieren, war der Persische Khosrow seiner Zeit, Parviz ibn Hurmuz. Muhammad (s.a.w.s) schickte Abdullah ibn Hudhafah als Boten zu ihm. Ibn Hurmuz aber wies die Botschaft des Propheten (s.a.w.s) ab, und zeigte sich den Muslimen gegenüber feindselig. Er sandte 2 Boten aus um den Muslimen mitzuteilen, dass sie sich ihnen unterwerfen sollten. Zunächst lud der Prophet (s.a.w.s) die 2 Boten ein um den Islam zu akzeptieren; dann verließ er sie und teilte ihnen mit, dass er ihnen seine Entscheidung am folgenden Tage kundgeben würde.63 Am folgenden Tag gab der Prophet (s.a.w.s) den Boten diese Nachricht, die er von Gott erhalten hatte: Gott wird Khosrow viele Widerwärtigkeiten schicken vermittels seines Sohnes Shirevey, der ihn in solchoder-solchem Monat, an solch-oder-solcher Nacht, zu solch-oder-solcher Stunde töten würde! (Tafsir of Imam at-Tabari) Er teilte ihnen auch persönlich mit, dass sie dem Administrator des Yemen, Badhan, der die Botschaft von Khosrow weitergeleitet hatte, sagten: Sagt ihm, dass sich meine Religion und mein Imperium weit über das Königreich von Khosrow erstrecken werden; und sagt ihm von mir: “Nimm den Islam an, und ich werde Dich in dem bestätigen, was Du hast, und ich werde Dich zum König über die Leute von Yemen ernennen.” (At-Tabari) Die Botschafter kehrten sodann nach Yemen zurück und erzählten, was geschehen war. Badhan sagte: “Wir werden sehen, was als nächstes geschieht. Wenn das, was er gesagt hat, wahr ist, dann ist er der Prophet, den Gott gesandt hat!” (At-Tabari) Sodann drehte er sich zu seinen Männern und fragte sie, was sie von ihm hielten. Die Botschafter waren höchst beeindruckt vom Propheten (s.a.w.s) und sagten: “Wir haben noch nie einen Herrscher gesehen, majestätischer, furchtloser und ungeschützter als er. Er wandelt demütig unter den Menschen.” Badhan wartete eine zeitlang, und dann wollte er sehen, ob das, was der Prophet (s.a.w.s) über Khosrow gesagt hatte, wahr werden würde. Als er sah, dass dem so war, kündigte er an, dass er sich sicher sei, dass der Prophet (s.a.w.s) der Gesandte Gottes sei. Gemäß dem Hadith und anderen historischen Dokumenten hatte

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Badhan einen Brief erhalten, den Khosrows Sohn, Shireveyh geschrieben hatte: “Ich habe den Khosrow getötet. Wenn Euch dieser Brief erreicht, nehmt den Eid der Loyalität von den Leuten in meinem Namen. Hinsichtlich dessen, was Khosrow euch geschrieben hat, wartet und unternehmt nichts, bis ein neuer Befehl von mir kommt.” (At-Tabari) Als Badhan und seine Männer nachrechneten, erkannten sie, dass all dies geschah, wie der Prophet sagte, dass es geschehen würde64. Badhan kam nach diesem Wunder zum Glauben, und er akzeptierte den Islam, gefolgt von den Yemeni Abna.65 Badhan wurde der erste Gouverneur, der vom Propheten (s.a.w.s) ernannt wurde, und der erste Persische Gouverneur, der Muslim war.66

Zeichen des Letzten Tages
Es gibt eine Anzahl von Vorhersagen über Ereignisse in ferner Zukunft, von denen wir schon jetzt sehen, dass sie sich entfalten, 1400 Jahre, nachdem sie der Prophet (s.a.w.s) erwähnt hatte. Anas ibn Malik sagte: “Ich werde Dir ein Hadith vortragen, das ich vom Gesandten Gottes gehört habe, und dass Dir niemand nach mir mitteilen wird. Ich hörte ihn sagen: ´Unter den Zeichen der Stunde wird das Verschwinden des Wissens und das Erscheinen der Ignoranz sein, Ehebruch wird vorherrschenund das Trinken von Wein wird üblich sein. Die Zahl der Männer wird abnehmen und die Zahl der Frauen zunehmen, bis es 50 Frauen gibt, die von einem Mann ausgehalten werden müssen.`” (Berichtet in den 2 Sahihs vom Hadith von 'Abd Rabbihi) Abdullah sagte: “Der Prophet sagte: ´Gerade vor dieser Stunde wird es Tage geben, an denen das Wissen verschwinden und die Ignoranz erscheinen wird, und es wird viel Töten geben.`” (Ibn Majah; auch erzählt von al-Bukhari und Muslim, vom Hadith von al-A'mash.) Abdullah ibn 'Umar sagte: Der Gesandte Gottes kam zu uns und sagte: ´Versammlung der Muhajirun, es gibt 5 Dinge, welche, wenn ihr von ihnen versucht werdet [dann gibt es verschiedene Arten der Bestrafung, die euch widerfahren werden] – und ich suche die Zuflucht bei Gott, wenn ihr auf sie trifft: Wenn sich Unanständigkeit in einem Volk verbreitet, in solchem Maße, dass es öffentlich gemacht wird, wird sich eine Plage unter ihnen ausbreiten, und Krankheiten, die niemals unter ihren Vorgängern in der Vergangenheit auftraten. Wenn sie zu knapp bemessen und wiegen, werden sie von Dürre und schwerwiegendem Leid und der Tyrannei ihres Herrschers aufgesucht. Wenn sie die zakah auf ihr Eigentum verweigern, wird ihnen der Regen vom Himmel ausbleiben, und wäre es nicht für die Tiere, wäre ihnen kein Regen gegeben. Wenn sie das Abkommen mit Gott brechen und das Abkommen mit Seinem Gesandten, gibt Gott einem Feind von außen Autorität über sie, der sich einiges von dem nimmt, was ihnen gehört. Und solange ihre Herrscher nicht anhand des Buches Gottes herrschen und ihre Enthscheidungen nicht auf der Basis treffen, was Gott offenbart hat, wird Gott sie mit Kriegen bestrafen. (Ibn Majah)

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10. Schlussfolgerung
Ein Wunder ist ein außergewöhnliches Ereignis, das jenseits des Blickwinkels der Menschen liegt. Es kann nur ein Zeichen von Gott sein. Ein Wunder muss nicht einfach ein außerordentliches physikalisches Ereignis sein, wie die Teilung des Meeres (wie Musa a. s. gewährt) oder die Heilung eines Blinden (wie ´Isa a.s. gewährt). Gottes Unterstützung Seiner Propheten, Seine Offenbarungen, Seine Hilfe in Zeiten der Krise, so klein sie auch erscheinen mögen, sind auch Wunder. Dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) war eine Anzahl von Wundern gewährt, und diese berührten jeden Aspekt seines Lebens. Ihm waren außergewöhnliche Wunder gewährt, wie die Nacht-Reise nach Al-Quds, und den Aufstieg zu den Himmeln, welche, auch wenn nicht durch Andere bezeugt, durch Belege unterstützt wurden, denen sie glauben mussten. Ihm waren physikalische Wunder gegeben, wie das Fließen von Wasser aus seinen Fingern, welche von denen bezeugt wurden, die zu jener Zeit anwesend waren. Zusätzlich war ihm Wissen des Verborgenen durch Göttliche Offenbarung gewährt und Hilfe gegen seine Feinde auf unterschiedliche Weise. In der Tat war alles an diesem Propheten einzigartig und gesegnet, an seinen Worten, seinen Gebeten und seinem Charakter. Die Gründe für die Wunder waren so vielfältig wie die Wunder selbst. Einige Wunder sollten die Entschlossenheit der Muslime stärken und ihnen Ermutigung und Unterstützung geben, spirituell sowie physisch. Ein Beispiel hiervon ist der Beistand, den Gott den Muslimen bei Badr gab. Einige Wunder schützten den Propheten (s.a.w.s) vor seinen Feinden. Diese reichen von der Offenbarung Gottes über die Verschwörungen und Pläne der Ungläubigen, bis hin zur physischen Unterstützung bei der Plazierung des Spinnenetzes am Eingang der Höhle, in der sich der Prophet (s.a.w.s) mit seinen Gefährten vor den Ungläubigen versteckte. Andere Wunder wurden gegeben, um den Propheten (s.a.w.s) als wahrhafte Person darzustellen und um seine Botschaft zu unterstützen, wie zum Beispiel der Baum, der die Einheit Gottes und das Botentum Muhammads (s.a.w.s) bezeugte. Wunder wurden auch auf Anfragen der Menschen gewährt. Die Menschen von Makkah hatten den Propheten Muhammad (s.a.w.s) nach einem Wunder gebeten, und so zeigte Gott ihnen die Spaltung des Mondes. Wunder haben einige Menschen dazu gebracht, zum Glauben zu gelangen, während andere hart-herzig blieben, die Zeichen Gottes der Hexerei und Magie zuordnet. Es liegt in den Kräften von Gott Wunder zu zeigen, die jedermann gläubig machen würden: Wenn Wir wollten, würden Wir auf sie vom Himmel ein Wunder hinabsenden, dem sich ihre Nacken unterwürfig beugen worden. (Sure ash-Shu'ara': 4) Trotzdem steht dies dem freien Willen entgegen, den Gott uns gegeben hat, der es uns ermöglicht, zwischen richtig und falsch zu entscheiden. In der Tat ist ein Wunder eine Art, um zwischen denen zu unterscheiden, die wahrlich glauben, und denen, die nicht. Gott hat uns im Qur‟an von der Antwort derjenigen erzählt, die glauben: Sie sagten: "Preis Dir, wir haben nur Wissen von dem, was Du uns lehrst; siehe, Du bist der Wissende, der Weise." (Sure al-Baqara: 32)

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… und derjenigen, die das abstreiten: Als Wir zwei zu ihnen entsandten, bezichtigen sie beide der Lüge, so dass Wir sie mit einem dritten verstärkten. Da sprachen sie: "Seht, wir sind zu euch entsandt." Sie antworteten: "Ihr seid doch nur Menschen wie wir. Und der Erbarmer hat nichts herabgesandt. Ihr seid nichts als Lügner!" (Sure Ya Sin: 14-15) Während die Wunder, die allen Propheten (s.a.w.s) gewährt wurden, wichtig waren, waren die Wunder, die dem Propheten Muhammad (s.a.w.s) gewährt wurden, unterschiedlich in einer bedeutenderen Hinsicht – dass sie von viel mehr Leuten miterlebt wurden. Die Wunder beispielsweise, die `Isa (a.s) und Musa (a.s) gewährt wurden, wurden nur von den Menschen miterlebt, die zu jener bestimmten Zeit anwesend waren. Die Wunder des Propheten (s.a.w.s) allerdings wurden breiter miterlebt. Sicherlich wurden die Wunder, die während seines Lebens stattfanden, von denen miterlebt, die anwesend waren, aber er hat uns Wunder hinterlassen, die noch nach seinem Tod bezeugt wurden, wie die Vorhersage des Märtyrertodes seiner Gefährten und die Eroberung gewisser Länder. Trotzdem ist das am meisten beständige Wunder, das durch Milliarden Menschen durch die Zeitalter und die Welt hindurch miterlebt wurde, der Qur‟an selbst. Er ist wundersam auf die Weise, in der er komponiert wurde, auf die Weise, wie er offenbart wurde, und auf die Weise, in der erhalten geblieben ist. Das Prophet (s.a.w.s) hat uns mit dem Wunder des Qur‟an gelassen, exakt so wie es ihm offenbart wurde. Mit dem freien Willen, den Gott gegeben hat, kann man mit Intelligenz auf dieses Wunder antworten, indem man es liest und seine Anforderungen befolgt, oder man kann es ableugnen, indem man sich von ihm abkehrt. Die, denen Wir die Schrift gaben und die sie richtig lesen, glauben an sie. Wer aber nicht an sie glaubt, das sind die Verlorenen. (Sure al-Baqara: 121)

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Fußnoten
1 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 298 2 ebenda, S. 300 3 'Mu'allaqat': http://www.britannica.com/eb/article-9054111 4 Ahmet Cevdet Pasa, Muallim Mahir iz, Peygamber Efendimiz (sav) (Our Prophet [saas]), Izmir, Isik Publications, 1996, S. 55-56 5 Bediuzzaman Said Nursi, Risale-i Nur Collection, "The Letters: The Nineteenth Letter, Eighteenth Sign, Second Remark", http://www.risale-inur.com.tr/rnk/eng/letters/19letter.html 6 See Perished Nations, Harun Yahya, Ta-Ha Publishers Ltd., 2002 7 Bediuzzaman Said Nursi, Risale-i Nur Collection, "The Letters: The Twenty-sixth Letter, The First Topic", http://www.risale-inur.com.tr/rnk/eng/words/15th_word.htm 8 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 237 9 ebenda, S. 238 10 ebenda, S. 237 11 ebenda, S. 286 12 Imam al-Ghazali, Ihya Ulum-ud-din (Revival of the Sciences of the Deen), trans. by Sitki Gulle, Huzur Publishings, Istanbul, 1998, S. 795-796 13 Imam al-Ghazali, Ihya 'ulum ad-din (Revival of the Sciences of the Deen), vol. II, English Translation by Fazlul Karim, Islamic Book Services, New Delhi, 2001, S. 252 14 Afzalur Rahman, Encyclopaedia of Seerah: Muhammad (saas), Inkilap Publishing, Istanbul, 1996, S. 162 15 Imam Sa'id Hawa, al-Asas fi't-Tafsir (The Basics of Qur'anic Commentary), Samil Yayinevi, Istanbul, 1991, S. 332 16 Omer Nasuhi Bilmen, Ku'ran-i Kerim'in Turkçe Meali (Tafsir of the Qur'an), vol. 2, Bilmen Basim ve Yayinevi, Istanbul, S. 1101-1102 17 Ibn Kathir, Tafsir of Qur'an with Hadiths, vol. 9, Istanbul, Cagri Publications, 1996, S. 4623 18 ebenda, S. 4615 19 Ilyas Celebi, Itikadi Açidan Uzak ve Yakin Gelecekle Ilgili Haberler (Faith-Related Prophecies for the Far and Near Future), Istanbul, 1996, S.161 20 Bediuzzaman Said Nursi, Risale-i Nur Collection, "The Letters: The Nineteenth Letter, Seventeenth Sign", http://www.risale-inur.com.tr/rnk/eng/letters/19letter.html 21 Ibid., http://www.risale-inur.com.tr/rnk/eng/letters/19letter.html 22 Qadi 'Iyad Ibn Musa al-Yahsubi, Muhammad Messenger of God Ash-Shifa, trans. Bewley, Madinah Press Inverness, Scotland, 3rd print, 1999, S. 165 23 ebenda, S. 167 24 ebenda, S. 168 25 ebenda, S. 169 26 ebenda, S. 158-159

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27 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 536 28 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 535 29 Qadi 'Iyad Ibn Musa al-Yahsubi, Muhammad Messenger of God Ash-Shifa, S. 161 30 ebenda, S.163-164 31 ebenda, S. 162 32 ebenda, S. 162 33 Ibn Kathir, The Virtues and Noble Character of the Prophet Muhammad (saas), Istanbul, Celik Yayinevi, 1982, S. 325 34 ebenda, S. 316, 327 35 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 851 36 ebenda, S. 854 37 ebenda, S. 856 38 Afzalur Rahman, Encyclopaedia of Seerah: Muhammad (saas), vol. III, Inkilap Publishing, Istanbul, 1996, S. 104 39 Shaykha Anne Khadeijah Darwish and Shaykh Ahmad Darwish, The Millennium Biography of Muhammad (saas) The Prophet of God, www.God.com 40 According to documents from Islamic and historical sources the Prophet left his home in the 14th year after becoming a prophet on the 27th day of the month of Safar (the second Arabic lunar month) 41 Omer Nasuhi Bilmen, Ku'ran-i Kerim'in Turkçe Meali (Tafsir of the Qur'an), vol. 3, Bilmen Basim ve Yayinevi, Istanbul, S. 1270 42 Tafsir Ibn Kathir, abridged by Sheikh Muhammad Nasib Ar-Rafa'i, Al-Firdous Ltd., London: 2002, S.145146; hadith from Musnad Ahmad, Sahih al-Bukhari: 3653 and Sahih Muslim: 2381 43 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 316 44 Ibn Kathir, Tafsir al-Qur'an al-'Adhim, Cagri Yayinlari, Istanbul, 1991, S. 3318 45 Omer Nasuhi Bilmen, Ku'ran-i Kerim'in Turkce Meali Alisi ve Tefsiri (Tafsir of the Noble Qur'an), Band. 1, Bilmen Publishings, Istanbul, S. 451 46 Ibn Kathir, Tafsir of Qur'an with Hadiths, vol. 7, Istanbul, Cagri Publications, 1993, S. 3447 47 Sa'id Hawa, al-Asas fi't-tafsir (The Basics of Qur'anic Commentary), Samil Yayinevi, Istanbul: 1991, Band. 2, S. 444 As-Suyuti, Tahdhib al-khasa'is al-nabawiyyah al-kubra (The Awesome Characteristics of the Prophet [saas]), Iz Publication, Istanbul, 2003, S. 688-689 49 ebenda, S. 690 50 ebenda, S. 1115 51 ebenda, S. 1120 52 ebenda, S. 1120 53 ebenda, S. 1120 54 ebenda, S. 1121 55 "Heraclius;" http://en.wikipedia.org/wiki/Heraclius 56 "Heraclius 610-641;" http://fstav.freeservers.com/emperors/heraclius.html

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57 Warren T. Treadgold, A History of the Byzantine State and Society, Stanford, California, Stanford University Press, 1997, S. 287-299 58 http://web.genie.it/utenti/i/inanna/livello2-i/mediterraneo-1-i.htm; http://impearls.blogspot.com/2003_12_07_impearls_archive.html; http://en.wikipedia.org/wiki/Heraclius 59 Tafsir al-Jalalayn, Faith Enes Publishing, İstanbul, 1997, Band. III, S. 1843 60 The people of knowledge say that the qirat is a sub-division of a dinar or a dirham 61 "The Arab Conquest of Egypt;" http://www.nationmaster.com/encyclopedia/History-of-early-Arab-Egypt 62 "Fatih" means literally "Opener", just as "fath" means "opening", i.e. the opening to Islam. 63 "Chosroes II, Siroes, and Prophet Muhammad (628 CE);" http://www.cyberistan.org/islamic/chosroes.html 64 Salih Suruc, Kainatin Efendisi Peygamberimizin Hayati (The Life of the Prophet [saas]), Yeni Asya Publications, Istanbul, 1998, S. 225 65 "Chosroes II, Siroes, and Prophet Muhammad (628 CE);" http://www.cyberistan.org/islamic/chosroes.html 66 Salih Suruc, Kainatin Efendisi Peygamberimizin Hayati (The Life of the Prophet [saas]), Yeni Asya Publications, Istanbul, 1998, S. 225

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Durch die Geschichte hindurch sandte Gott Seine Propheten, damit sie ihnen Völkern den Rechten Pfad weisen können. Einige dieser Propheten vollbrachten durch Gottes Wille Wunder, um ihre Göttliche Nachricht zu unterstützen. Die Propheten Ibrahim (a.s), Musa (a.s) und Jesus (a.s) waren einige dieser Gesandten, denen Gott die Kraft, Wunder zu wirken, geschenkt hat und diese sind im Qur‟an niedergeschrieben. Auf die gleiche Weise gab Gott die Erlaubnis, dass der Prophet Muhammad (s.a.w.s) sein ganzes Leben Wunder vollbrachte, damit die Menschen sie sehen und davon lernen. Viele davon sind gut bekannt, so wie die Nachtreise und die Auffahrt zu den Himmeln. Andere sind wieder weniger bekannt, so wie das Fließen von Wasser aus den Fingern des Propheten (s.a.w.s). Dieses Buch erforscht die Natur eines Wunders, die Gründe, und warum Propheten Wunder wirken dürfen. Es betrachtet im Einzelnen die Wunder, die der Prophet Muhammad (s.a.w.s) wirkte, so wie sie in den autentischen Quellen des Qur‟an und der Sunnah aufgezeichnet sind.


				
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