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Folie 1 - Universitt Augsburg -

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Folie 1 - Universitt Augsburg - Powered By Docstoc
					Chemie des
 Parfums
                             Chemie        Girl‘s Day
                             des Parfums   27.04.2006
    Festkörperchemie / WZU




"Die Geschichte der Zivilisation ist eine Geschichte der Emanzipation des
Menschen von einer Gemeinschaft, deren Mitglieder grob, brutal und von
kleinem Wuchs waren. Jeder Schritt auf dem beschwerlichen Weg hinauf
zu einer differenzierten Lebensweise wurde begleitet von einer
entsprechenden Vervollkommnungin der Kunst der Parfümerie".

Eric Maple (Zit. n. Robbins, Tom: The Jitterberg Perfume)




                                                                 Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU




                                                    Quelle: Auf der Suche nach den verlorenen Düften
                                                           - eine aromatische Kulturgeschichte / Paolo
                                                             Roveseti / Susanne Fischer-Rizzi (Hrsg.) /
                                                                                     IRISIANA-Verlag


                                                                                 Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU




                                                    Brûle-parfum en forme de chariot
                                                    matériau : bronze
                                                    dimension : Ht=30cm
                                                    date : début du 5ème siècle avant J.C
                                                    musée : Louvre




                                                                           Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU
                                                    Französischer Parfumhändler




                                                                     Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU




                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                             Chemie        Girl‘s Day
                             des Parfums   27.04.2006
    Festkörperchemie / WZU



Bis ± 1900 wurde                                    Parfümflakon, reich mit Perlen
Parfum „lose“                                       und Türkisen verziert.
vekauft. Dies
bedeutete, dass                                     Russland, ca. 1850, Privatbesitz

man es zuhause
selbst in einen
schönen Flacon
füllen musste.
Nach 1900
erschienen
kommerzielle
Flacons. Ein Duft
wurde also mit
der Flasche
zusammen
gekauft (so wie
wir es jetzt immer
noch tun)
                                                   Quelle: Auf der Suche nach den verlorenen Düften -
                                                   eine aromatische Kulturgeschichte

                                                   Paolo Roveseti / Susanne Fischer-Rizzi (Hrsg.) / IRISIANA-Verlag

                                                                                                Prof. Dr. Armin Reller
                                                       Chemie                Girl‘s Day
                                                       des Parfums           27.04.2006
         Festkörperchemie / WZU




                 Kostbare indische Parfumflakons zum Umhängen oder zur Befestigung an
                 Gürtel oder Armband


Quelle: Auf der Suche nach den verlorenen Düften / Irisiana Verlag, S. 204                Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU
                                               Olfaktorische Bahnen im Gehirn




                                                                   Prof. Dr. Armin Reller
                                           Chemie            Girl‘s Day
                                           des Parfums       27.04.2006
Festkörperchemie / WZU
                                                                                        Signal der Düfte

                         Passt ein Geruchstoff gut zum
                         Riechrezeptor, dann sendet er
                         ein starkes Signal an Rich-
                         kolben und Riechzentrum.
                         Passt der Stoff schlecht, bleibt
                         das Signal schwach.
                         So entstehen für jeden Duft
                         typische Signalmuster im Hirn.




                          Mit der Luft werden verschiedene Duftstoffe eingeatmet.
                          In der Nase werden sie an der Schleimhaut von Rezeptoren
                          aufgenommen, zu denen sie passen wie Schlüssel zum Schloss.




                                                                                             Prof. Dr. Armin Reller
                                                       Chemie         Girl‘s Day
                                                       des Parfums    27.04.2006
          Festkörperchemie / WZU




                How The Nose Knows: Axel und Buck figured out how the binding of odorants (geometrical shapes at
                bottom) to protein receptors on the surface of cells in the nose causes electrical signals to be sent first
                to a region of the brain called the olfactory bulb and then on to the parts of the brain that control thought
                and emotion


Quelle: Chemical Engineering News / October 11, 2004                                                                   Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU
                                                    Attacke auf die Nase




                                                             Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
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                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
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                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                                                        Chemie                Girl‘s Day
                                                        des Parfums           27.04.2006
          Festkörperchemie / WZU




 Ein tunesischer Fremd-
 Arbeiter sammelt mit
 Hilfe des Kammes in der
 Nähe von Châteudouble
 In den Bergen des Var
 Die gelben Blätter des
 Ginsters.




Quelle: du / Heft Nr. 10 / Sebastiao Selgado / Die Welt des Parfums / Oktober 1991 / S. 42   Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU




                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU




                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                                  Chemie        Girl‘s Day
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         Festkörperchemie / WZU




Das Destillieren ist
nichts anderes,
als das Subtile vom
Groben und das
Grobe vom Subtilen
zu scheiden,
das Zerbrechliche oder
Zerstörbare unzerstörbar,
das Materielle unmateriell,
das Leibliche geistig,
das Unschöne
schöner zu machen.

Hieronymus Brunschwig, 1512




                                                             Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
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                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                                     Chemie          Girl‘s Day
                                     des Parfums     27.04.2006
     Festkörperchemie / WZU




Was versteht man unter Expression?
Wie der Name schon sagt, werden die ätherischen Öle (häufig Citrusöle aus Orangen-,
Mandarinenschalen usw.) aus der pflanzlichen Substanz herausgepresst. Es ist ein besonders schonendes
Verfahren
Was versteht man unter Destillation?
Diese Methode eignet sich vor allem für weniger empfindliches pflanzliches Material (z.B. Hölzer und
Kräuter). Dem pflanzlichen Material werden durch Wasserdampf die aromatischen Duftstoffe entzogen. Der
Wasserdampf nimmt sie mit und wird aufgefangen. Anschließend wird aus dem entstandenen
Kondenswasser das ätherische Öl gewonnen. Die Duftmoleküle werden bei dieser Methode höheren
Temperaturen ausgesetzt, weshalb sie weniger schonend ist als die Extraktions- oder Enfleuragemethode.
Was versteht man unter Extraktion?
Durch die Extraktion wird ein Absolue gewonnen. Absolue ist qualitativ hochwertig und kann sehr teuer
sein. Bei der Extraktion werden die aromatischen Substanzen mittels flüchtiger chemischer Lösungsmittel
aus dem pflanzlichen oder tierischen Material gewonnen. Der Vorteil hierbei ist, das die aromatischen
Substanzen nur niedrigen Temperaturen ausgesetzt werden.
Was versteht man unter einer "warmen" Enfleurage, auch Mazeration genannt?
Die Herstellung von Parfüm beruht auf der Aufnahme von aromatischen Substanzen, durch
geruchsneutrale Fette. Es gibt die kalte und die warme Enfleurage (Mazeration). Bei der warmen
Parfümherstellung wird das pflanzliche Material in erhitztes geruchsneutrales Fett eingebracht ( 50-70
Grad). Wie bei der kalten Enfleurage wird das pflanzliche Material so lange erneuert, bis das Fett die
gewünschte Menge an aromatischen Substanzen aufgenommen hat. Bei beiden Arten der
Parfümherstellung wird anschließend das Fett, das die aromatischen Substanzen enthält in Ethylalkohol
getränkt. Daraufhin gehen die aromatischen Substanzen in den Alkohol über.



                                                                                            Prof. Dr. Armin Reller
                                     Chemie          Girl‘s Day
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     Festkörperchemie / WZU




Was versteht man unter einer "kalten" Enfleurage (Parfümherstellung)?
Die Herstellung von Parfüm durch die kalte Enfleurage, beruht auf der Aufnahme von aromatischen
Substanzen, durch geruchsneutrale Fette. Es gibt die kalte und die warme Enfleurage, auch Mazeration
genannt. Bei der besonders schonenden aber auch teuren kalten Enfleurage wird eine Glasplatte mit
geeignetem geruchsneutralem Fett beschichtet. Anschließend wird darauf das pflanzliche Material, wie
z.B. Rosenblätter, auf der Fettschicht verteilt. Innerhalb weniger Tage, sind die aromatischen Substanzen
der Rosenblätter vom Fett aufgenommen worden. Die verbrauchten Rosenblätter können so lange durch
neue ersetzt werden, bis das Fett die gewünschte Menge an aromatischen Substanzen aufgenommen hat.
Bei beiden Arten der Parfümherstellung wird das Fett in Ethylalkohol gewaschen, wodurch die
aromatischen Substanzen vom Fett getrennt werden.
Wie wird Parfüm hergestellt?
Im Prinzip werden aromatische Substanzen gewonnen und in Alkohol und destilliertem Wasser gelöst. Es
gibt zur Gewinnung der aromatischen Substanzen eine ganze Reihe von unterschiedlichen
Herstellungsmethoden wie z.B. die Enfleurage, die warme Enfleurage (Mazeration), die Destillation, die
Expression, die Extraktion mittels Lösungsmittel.




                                                                                            Prof. Dr. Armin Reller
                                                        Chemie                Girl‘s Day
                                                        des Parfums           27.04.2006
          Festkörperchemie / WZU




 Die Bauern bedienen
 die primitiven Destilla-
 tionsanlagen selbst.




Quelle: du / Heft Nr. 10 / Sebastiao Selgado / Die Welt des Parfums / Oktober 1991 / S. 33   Prof. Dr. Armin Reller
                                  Chemie        Girl‘s Day
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                         Laboratoire des alambics - Parfumerie Bruno Court - Grasse


                                                                          Prof. Dr. Armin Reller
                                                        Chemie                Girl‘s Day
                                                        des Parfums           27.04.2006
          Festkörperchemie / WZU




 Die Kessel werden
 nach jedem Destil-
 lationsvorgang sorg-
 fältig gereinigt, um
 Rückstände anderer
 Duftstoffe zu ver-
 meiden.




Quelle: du / Heft Nr. 10 / Sebastiao Selgado / Die Welt des Parfums / Oktober 1991 / S. 49   Prof. Dr. Armin Reller
                                 Chemie        Girl‘s Day
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        Festkörperchemie / WZU




 An der Duftorgel
 arbeitete der
 Parfümeur.

 Die Basisdüfte
 waren so
 innerhalb seines
 Handbereiches.
 Hier entwarf er
 seine neuen
 Kreationen.

 Das Rezept blieb
 natürlich geheim.



http://www.parfummuseum.nl                                  Prof. Dr. Armin Reller
                                   Chemie        Girl‘s Day
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Quelle: Museum Grasse                                         Prof. Dr. Armin Reller
                                                        Chemie                Girl‘s Day
                                                        des Parfums           27.04.2006
          Festkörperchemie / WZU




Der Parfümeur bedient sich
bei der Komposition eines
Parfums immer häufiger
technischer Hilfsmittel, um
die einzelnen Geruchsnoten
elektronisch festzuhalten.
Er hat so die Möglichkeit,
diese unendlich oft variieren
zu lassen.




Quelle: du / Heft Nr. 10 / Sebastiao Selgado / Die Welt des Parfums / Oktober 1991 / S. 51   Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
Festkörperchemie / WZU
                                                    Schweisspore




                                                       Prof. Dr. Armin Reller
                                              Chemie         Girl‘s Day
                                              des Parfums    27.04.2006
    Festkörperchemie / WZU
                                                             Vanille - Schote mit Verführungskraft

In Kaufhäusern z.B. werden die Verkaufsräume häufig mit
Vanilleduft aromatisiert. Vanille wirkt stimmungshebend
und weckt Erinnerungen an Kindheit und Geborgenheit.                      Vanille ist einer der lieblichsten Düfte der Welt.
Dies soll die Kauflust fördern. Lavendelduft dagegen wirkt                Was Wunder, lieben ihn Köche, Parfümeure,
beruhigend und wird somit gerne von Unternehmen in der                    Raucher und die ganze Lebensmittelindustrie.
Umtausch- und Reklamationsabteilung eingesetzt.
                                                                          …Die Lebensmittelindustrie verwendet heute
                                                                          zu 90 % synthetische Vanillearomen.
                                                                          Wirkliche Vanilleliebhaber indes schwören auf
                                                                          natürliche Vanille aus Madagaskar oder von
                                                                          der französischen Insel La Réunion. Zwar
                                                                          stammt die Pflanze – eine Orchideenart, die an
                                                                          einem Wirtsbaum wächst – ursprünglich aus
                                                                          Zentralamerika. Doch die edelsten Schoten
                                                                          kommen heute aus dem Indischen Ozean.
                                                                          Allerdings: Es fehlt der Kolibri, der in Mexiko
                                                                          die Vanilleorchideen bestäubt. Deshalb müssen
                                                                          auf La Réunion und Madagaskar die Pflanzen
                                                                          in mühevoller Handarbeit geschlechtlich mit-
                                                                          einander vereint werden. Ebenso aufwendig
                                                                          ist der Trocknungs- und Fermentierungspro-
                                                                          zess, der aus den unscheinbaren, geschmack-
                                                                          losen grünen Schoten die wohlriechenden
                                                                          schwarzbraunen Vanillestängel macht. Zwar ist
                                                                          das Vanillin der wichtigste Aromaträger. Doch
                                                                          für den vollendeten echten Vanilleduft sind
                                                                          noch rund 40 weitere Aromastoffe verantwort-
                                                                          lich….


                                                                                                         Prof. Dr. Armin Reller
                            Chemie        Girl‘s Day
                            des Parfums   27.04.2006
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                         Die Herkunft verschiedener pflanzlicher Duftstoffe




                                                                Prof. Dr. Armin Reller
                         Chemie        Girl‘s Day
                         des Parfums   27.04.2006
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                                                    Prof. Dr. Armin Reller
                                  Chemie        Girl‘s Day
                                  des Parfums   27.04.2006
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                         Seit Jahrhunderten ist der Gebrauch von Parfum ein
                         fester Bestandteil unseres zivilisierten Lebens. Dabei
                         sind Duftrichtungen, die Männern und Frauen zusagen,
                         durchaus unterschiedlich, wenn auch einige Düfte
                         beiden Geschlechtern gleich gut zu gefallen scheinen,
                         wie z.B. Chypre.

                         Die folgende Übersicht basiert auf der Vorstellung, dass
                         jedes Parfum von einem “Thema” dominiert wird,
                         welches die Parfümeure verschieden interpretieren
                         können. Die zur Charakterisierung der Düfte
                         verwendeten Begriffe sind grösstenteils der
                         Alltagssprache entnommen; erklärungsbedürftig sind
                         Chypre (assoziieren Sie damit die betörenden Düfte
                         des östlichen Mittelmeerraumes), Fougère (farnartig),
                         Grün (nach frischen Gräsern und Blättern), Aldehyd
                         (synthetisch, nach der Stoffklasse der Aldehyde
                         benannt) und Amber (schwere, intensive
                         Blütenaromen).
                                                                         Prof. Dr. Armin Reller
                                                     Chemie        Girl‘s Day
                                                     des Parfums   27.04.2006
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                                       Die charakteristischen Noten einflussreicher Parfums


      Parfum                Dekade           Kopfnote                   Herznote           Basisnote
      Quelque Fleurs 1900/10                 grün                       Rose, Jasmin       Sandelholz, Eichenmoos
      Chypre         1910/20                 Bergamotte                 Rose, Jasmin       Eichenmoos
      Shalimar       1910/20                 Zitrone                    Patchouli*         Opopanax
      Chanel N° 5    1920/30                 Aldehyd                    Ylang-Ylang        Vetiver
      Soir de Paris 1930/40                  Veilchen                   Lindenblüten       Vetiver, Styrax
      Ma Griffe      1940/50                 Gardenie                   Jasmin, Rose       Styrax, Eichenmoos
      Femme          1940/50                 Pfirsich, Pflaume          Jasmin             Eichenmoos, Vanille
      Miss Dior      1950/60                 Aldehyd                    Jasmin             Patchouli, Amber
      Fidji          1960/70                 Galbanum, Hyazinthe        Nelke, Iris        Vetiver, Moschus
      Charlie        1970/80                 Zitrus                     Jasmin, Tuberose   Zeder, Sandelholz
      Chloé          1970/80                 Kokusnuss                  Tuberose           Moschus
      Opium          1970/80                 Aldehyd                    Nelke              Benzoin, Tolu-Balsam
      Anaïs Anaïs    1970/80                 Grün, Laub                 Jasmin             Zeder, Vanille
      Poison         1980/90                 Piment, Pflaume            Rose, Tuberose,    Heliotrop, Vanille
                                                                        Ylang-Ylang

      *Patchouli wird aus den Blüten eines indonesischen Strauches, gewonnen und hat einen intensiv holzig
      süsslichen, balsamartigen Geruch mit würzigen Untertönen




Quelle: John Emsley, Wiley-VCH - Parfum, Portwein, PVC...,                                             Prof. Dr. Armin Reller
                                      Chemie          Girl‘s Day
                                      des Parfums     27.04.2006
    Festkörperchemie / WZU
                                                             Die Bestandteile von Chanel N° 5




Kopfnote        Hauptbestandteil:            Aldehyd
                Nebenbestandteile:           Bergamotte (eine Zitrusfrucht), Zitrone und Neroli

Herznote         Hauptbestandteil:           Ylang-Ylang
                 Nebenbestandteile:          Jasmin, Rose, Maiglöckchen und Iris. Das Iris-Öl wird
                                                                  Iris pallida
                                             aus den Wurzeln von gewonnen, die in der
                                             Toskana wächst. Es hat einen warmholzigen, veilchen-
                                             artigen Duft

Basisnote       Hauptbestandteil:            Vetiver
                Nebenbestandteile:           Sandelholz, Zedernholz, Amber, Vanille, Zibet und Moschus.
                                             Vetiveröl wird aus einer tropischen Grasart extrahiert und
                                             duftet schwer nach Erde und Holz. Natürliches Zibet- und
                                             Moschusöl sind sehr stark nach Urin und Kot riechende
                                             tierische Sekrete, während ihre synthetischen Gegen-
                                             stücke eher süsslich riechen. In der Parfumindustrie
                                             werden übrigens heutzutage kaum noch tierische
                                             Produkte verwendet.




                                                                                                  Prof. Dr. Armin Reller
                                  Chemie        Girl‘s Day
                                  des Parfums   27.04.2006
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                                                                          Feminine Düfte



Floral             Grün                  Chanel N° 19, Calvin Klein
                   Fruchtig              Eau de Givenchy
                   Frisch                Anais Anais
                   Floral                Quelques Fleurs, Fidji, Charlie, Chloe, Giorgio
                   Aldehyd               Chanel N°5, Je Reviens
                   Amber                 Blue Grass, Poision, Charles of the Ritz
Oriental           Amber                 Obsession, Samsara, Shalimar
                   Würzig                Coco Chanel, Opium, White Diamonds
Chypre             Fruchtig              Fèmme
                   Floral-Animalisch     Miss Dior, Intimate, Timeless
                   Floral                Ysatis, Ma Giffe
                   Frisch                4711 Kölnisch Wasser
                   Grün                  Armani




                                                                               Prof. Dr. Armin Reller
                                  Chemie         Girl‘s Day
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                                                                         Maskuline Düfte

Lavendel                 Frisch                 Englisch Lavender
                         Würzig                 Acqua di Sélva, V by Viktor

Fougère                  Frisch                 Drakkar, Nir, Jazz, Eternity of Men
                         Floral                 Dunhill, Paco Rabanne pour homme
                         Holzig                 Sandalwood, Kouros
                         Amber                  Blue Stratos, Brut, Imperial Leather

Oriental                 Würzig                 Ègoiste, Old Spice
                         Amber                  Ealenciaga pur homme, Relax

Chypre                   Holzig                 Giorgio for men
                         Leder                  Macasar, Aramis, Denim
                         Konifere               Men
                         Frisch                 Aqua Velva, Ice Blue
                         Grün                   Fahrenheit

Zitrus                   Floral                 Eau sauvage
                         Fantasy                Englisch Leather, Onyx, Tabac Riginal
                         Frisch                 Drakkar
                                                                                Prof. Dr. Armin Reller
                                        Chemie          Girl‘s Day
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                                                                            Wieviel Duft für‘s Geld?
Was erhalten wir eigentlich als Gegenwert für unser Geld, wenn wir in einer Parfümerie einen dieser faszinie-
renden Flacons erwerben? Chemisch gesehen lautet die ernüchternde Antwort: nicht sehr viel! In unserem
Flacon befindet sich niemals reiner Duftstoff (oder ein Gemisch mehrerer); immer sind die Duftstoffe in
Alkohol gelöst und damit verdünnt. Das ist auch notwendig, denn reine Duftstoffe sind so intensiv, dass ein
noch so kleiner Tropfen davon viel zu stark wäre. Die meisten Düfte werden in verschiedenen Stärken
angeboten. Der Preisunterschied zwischen „Parfüm“ und „Eau de Toilette“ ist enorm, er reflektiert die
Unterschied in Konzentration und Alkoholgehalt der Lösung. Die Handelsbezeichnungen auf den Parfumver-
packungen bedeuten etwa folgendes:

                                   Konzentration an                    Alkoholgehalt
                                   Duftstoff (in %)                    (in Volumen %)
        Parfum                              15                                  95
        Parfum de Toilette                   8                                  90
        Eau de Toilette                      4                                  80
        Eau de Cologne                       3                                  70
        Splash Cologne                       1                                  70

Die in dieser Aufstellung genannten Gehaltsangaben entsprechen dem Minimum dessen, was man für sein
Geld erwarten kann; manche Parfums können einen Gehalt an Duftstoff von bis zu 30 % haben, und
ähnliche Verhältnisse gelten für die übrigen Klassen. Nicht nur der Anteil an Duftstoff, auch der Alkoholgehalt
unterscheidet die Klassen. Übrigens sind manche Düfte nur als „schwaches Eau de Toilette“ oder „Eau de
Cologne“ erhältlich. Zwar entspricht „Eau“ in diesen Namen dem französischen Wort für „Wasser“, doch
handelt es sich auch hierbei im wesentlichen um alkoholische Lösungen.

                                                                                                 Prof. Dr. Armin Reller
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Dali liebte Blumen-Duft und Blüten im Haar
Seit frühester Kinderzeit mit einem ausgeprägten Geruchs-Sinn ausgestattet,
hatte sich Dalí schon als junger Mann angewöhnt, sich häufig mit duftenden
Blumen hinter dem Ohr zu schmücken. Duftende Pomaden gaben seinem
kohlschwarzen Haar ein dandyhaftes Aussehen.
In der Ferienzeit im heimatlichen Cadaqués tauschte er die blumig duftende
Pomade gegen eine selbstverfertigte Mischung aus Terpentinen und Harzen
aus, mit denen er seine Frisur befestigte. Dazu ein Geranien- oder
Jasminzweig hinter einem Ohr, - so ausgestattet malte er seine ersten
Meisterwerke in Öl nach der Landschaft rund um Cadaqués „immer umgeben
von meiner Wolke aus balsamischem Harz und Blumenduft..."
Als er Jahre später in Paris inzwischen zusammen mit seiner Muse und
späteren Ehefrau Gala die Bekanntschaft mit den Größen aus der Welt der
Mode und der Parfums machte, zeichnete er sich bald aus durch sein sicheres
Gespür für Kunst und Kommerz- aber auch für edle Düfte und Essenzen.
Von seiner jahrzehntelangen Freundschaft zu Coco Chanel und Elsa
Schiaparelli wissen heute nur noch wenige Kunst- oder Parfumsammler. Für
Elsa Schiaparelli, ihre ausgefallene Mode und ihre Parfums war Dalí ein
unermüdlicher Ideen-Lieferant.

                                                                   Prof. Dr. Armin Reller
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Nr.      Stoffgruppe            Name                      Trivialname       Summenformel

1        einwertige Alkohole    Methanol                 Methanol           CH3OH
2        einwertige Alkohole    Ethanol                  Ethanol            C2H5OH
3        einwertige Alkohole    Propanol                 Isopropanol        CH3-CHOH-CH3
4        Keton                  Propanon                 Aceton             CH3-CO-CH3
5        Keton                  Ethylmethylketon         Ethylmethylketon   CH3-CH2-CO-CH3
6        Aldehyd / Alkanale     Methanal                 Formaldehyd        H-CHO
7        Halogenalkane          Trichlormethan           Chloroform         CHCl3
8        Halogenalkane          Dichlormethan            Methylenchlorid    CH2Cl2
9        Ester                  Essigsäureethylester     Ethylacetat        CH3-COO-CH2-CH3
10       Ester                   Methacrylsäuremethylester                  CH2=C(CH3)CO2CH3
11       Ether                   Diethylether                               C4H10O
12       Ether                   Butylmethylether                           (CH3)3COCH3
13       Amine                   Methylamin                                 CH3-NH2
14       Amine                   Ethylamin                                  CH3-CH2-NH2
15       Amine                   Ammoniak               Salmiak             NH3
16       Karbonsäure             Ethansäure             Essigsäure          CH3COOH
17       Kohlenwasserstoff       n-Hexan                Hexan               CH3-(CH2)4-CH3
18       Kohlenwasserstoff       n-Heptan               Heptan              CH3-(CH2)4-CH3
19       Schwefelwasserstoff     Schwefelwasserstoff                        H2S
20       aromat. Kohlenwasserst. Methylbenzol           Toluol              C6H5-CH3
                                                                                     Prof. Dr. Armin Reller
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Bildquelle: aviso 1/2002 - Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst                   Prof. Dr. Armin Reller
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                         Shakespeare, Luther: Blast Winde und spaltet krachend die Backen




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                                                                                                             Dufthistorie
  Die Griechen benutzten elegante Gefäße aus Keramik und Terrakotta, um duftende Öle aufzubewahren.
  Mit parfümierten Ölen salbten sie ihre berühmten Athleten. Beii Männern und bei Frauen war das Benutzen von Düften weit
  verbreitet.

  Die Ägypter brachten ihren Göttern Düfte als Opfergaben. Sie balsamierten ihre Toten u.a. mit ätherischen Ölen ein. Ihren
  letzten Ruhestätten wurden Flakons mit parfümierten Ölen beigelegt. Sie verbrannten Extrakte aus Weihrauch, Myrrhe,
  Wacholder und Zimt in ihren Tempeln. Duftrezepte waren an den Wänden ihrer Tempel eingraviert.

  Die Römer waren die ersten, die Glasflaschen benutzten. Sie parfümierten nicht nur ihren Körper, sondern auch das Haar,
  die Kleidung, das Bett und die Matratze, ihren Lieblingssklaven und ihr Pferd ...Außerdem parfümierten sie ihre Tempel, die
  Wände ihrer Zelte und ihre Sänfte. Selbst die Segel ihrer Schiffe wurden parfümiert.

  Die Menschen im alten Orient waren bekannt dafür, dass sie viel Wert auf sinnliche und schöne Dinge legten. Die Araber
  erfreuten sich an Düften jeglicher Art. Sie waren die ersten, die Alkohol benutzten, um das Prinzip der Destillierung
  anzuwenden, so wie wir es heute kennen.

  Im frühen Mittelalter des Abendlandes wurde Parfum ausschließlich zu religiösen Zwecken eingesetzt. Weihrauch und
  Myrrhe wurden in Kirchen verbrannt. Das Tragen von Düften wurde als gottlos betrachtet.

  In der Renaissance lebte das Benutzen von Düften wieder auf. Katharina von Medici nahm ihren persönlichen Parfumeur mit
  nach Frankreich. Sie beauftrage ihre Lederhersteller damit, ihre Lederhandschuhe zu parfümieren. Das hatte zur Folge, dass
  sich in Grasse sowohl die Leder- als auch die Parfumindustrie ausbreitete. Zu Zeiten Louis XV. erreichte das Benutzen von
  Parfums seinen Höhepunkt. Dem König wird nachgesagt, er hätte jede Stunde seinen Duft gewechselt. Für jedes Parfum
  besaß er edle Flaschen.

  Im 19. Jahrhundert entstanden die ersten Dufthäuser, in denen man vorproduzierte Düfte erwerben konnte. Um die
  Jahrhundertwende entdeckte man Aldehyd. Einer der ersten großen Parfumeure war Coty. Später beteiligten sich auch viele
  Modedesigner aus der Haute Couture an der Kreation von Parfums. In einem typischen Duft dieser Zeit waren Bergamotte,
  Zitrone, Vetivergras, Eichenmoos, Sandelholz, Rosen und Jasmin enthalten.



Quelle: www.anziehungskraft.de/duftportal                                                                       Prof. Dr. Armin Reller
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  Rezeptur für ein Damenparfum (es gehört in die Gruppe animalisch, ledrig, Moschus):

  "Königin der Nacht"

  Basisnoten
  2 Tr. Bitterfrisch
  2 Tr. Amber Oriental
  2 Tr. Animalisch
  44 Tr. Holz Klassisch
  34 Tr. Jasmin
  Zusatznoten:
  10 Tr.. Moschus, 25%ig
  2 Tr. Leder, 2,5%ig
  1 Tr. Zimtrindenöl, 25%ig
  Verdünnung zum Parfum:
  1/3 ML (24 Tr.) Kosmetisches Basiswasser
  Verdünnung zum Eau de Parfum:
  1 3/4 ML (96 Tr. ) Kosmetischem Basiswasser
  zum Eau de Toilette:
  2 2/3 ML (144 Tr.) Kosmetisches Basiswasser

Quelle: http://www.potpourri.de/rezepte/Parfumbaukasten.pdf                        Prof. Dr. Armin Reller
                                                  Chemie              Girl‘s Day
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Quelle: Jürgen Raab / Die soziale Konstruktion olfaktorischer Wahrnehmung - Eine Soziologie des Geruchs   Prof. Dr. Armin Reller
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Literatur

Barlösius, Eva: Über den Geruch. Langfristige Wandlungen der Wahrnehmung, Kontrolle
und Gestaltung von Riechendem. In: Kuzmics, Helmut/Mörth, Ingo, 1991, S.243-256.
Brand, Joseph T.: Mechanismen der Signalumwandlung beim Riechen. Wie Gerüche von
der Nase wahrgenommen werden. In : Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, 1995, S.98-108.
Burdach, Konrad J.: Geschmack und Geruch. Gustatorische, olfaktorische und trigeminale
Wahrnehmung. Huber, Stuttgart: 1988.
Corbin, Alain: Pesthauch und Blütenduft. Eine Geschichte des Geruchs. Fischer, Frankfurt
am Main: 1988 (1982).
Ebberfeld, Ingelore: Zivilisierter Körpergeruch. Über das Parfüm. In: Universitas. 49.Jg.,
Nr. 575, Mai 1994, S.476-484.
Faure, Paul: Magie der Düfte. Eine Kulturgeschichte der Wohlgerüche. Von den Pharaonen
zu den Römern. Deutscher Taschenbuch Verlag, München: 1993 (1987).
Hatt, Hans: "Etwas stinkt mir gewaltig" oder was Gerüche verraten. Signalübertragung an
Riechzellen äußerst komplex. In: Forschung. Mitteilungen der DFG, 4/1994, S.14-16.
Kennedy, Margit: Von Lüften und Düften in Gebäuden und Städten. In: Kunst- und
Ausstellungshalle der Bundesrepublik, 1995, S.150-164.
Laporte, Dominique: Eine gelehrte Geschichte der Scheiße. Frankfurter Verlagsanstalt,
Frankfurt am Main: 1991.


                                                                                 Prof. Dr. Armin Reller
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Le Guérer, Annik: Die Macht der Gerüche. Eine Philosophie der Nase. Klett-Cotta, Stuttgart:
1992.
Matzkowski, Bernd: Erläuterungen zu: Patrik Süskind "Das Parfüm". Bange, Hollfeld: 1994.
Mechsner, Franz: Immer der Nase nach. In: Geo – Das neue Bild der Erde, Nr. 4, April, 1987,
S.14-34.
Montgomery, Sy: Die diskrete Herrschaft der Düfte. Unbekanntes über das Riechen. In:
Change. Das Umweltmagazin von Hoechst. 1996, S.30-35.
Ohloff, Günther: Irdische Düfte – Himmlische Lust: Eine Kulturgeschichte der Duftstoffe.
Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin: 1992.
Rimmel, Eugene: Magie der Düfte. Die klassische Geschichte des Parfüms. Parkland Verlag,
Stuttgart: 1993 (1865).




                                                                               Prof. Dr. Armin Reller

				
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