Pervasive Computing zur Qualittssicherung im Gesundheitswesen

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Pervasive Computing zur Qualittssicherung im Gesundheitswesen Powered By Docstoc
					             Pervasive Computing zur
              Qualitätssicherung im
                Gesundheitswesen
FZI
Forschungszentrum
Informatik                     Asarnusch Rashid
an der Universität Karlsruhe
                               22.06.2007
                                                  1
                                  Agenda

Das FZI – kurz vorgestellt
Pervasive Comptung –Visionen und Wirklichkeit
Fragestellung aus der Qualitätssicherung
Erkenntnisse aus dem Projekt PerCoMed
Bedeutung von Pervasive Computing für die
Qualitätssicherung




                                                    2
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                                  Agenda

Das FZI – kurz vorgestellt
Pervasive Comptung –Visionen und Wirklichkeit
Fragestellung aus der Qualitätssicherung
Erkenntnisse aus dem Projekt PerCoMed
Bedeutung von Pervasive Computing für die
Qualitätssicherung




                                                    3
                                                3
      Das FZI ist eine gemeinnützige
Forschungseinrichtung aus Karlsruhe

20 Jahre gemeinnütziger Technologietransfer
Umsatz: 6,4 Mio. € (2004)
Über 130 Projekte unterschiedlicher Größe pro Jahr
Ca. 100 Mitarbeiter, davon 80 Wissenschaftler


 Ausrichtung:
   „Technologietransfer für
   innovative Lösungen in
   der Informationstechnik“



                                                     4
Vier Abteilungen mit Fokus auf drei
            Branchenschwerpunkte




                                      5
Forschungsfelder und Dienstleistungen
                im Gesundheitswesen

       FZI Forschungsfelder                                FZI Dienstleistungen
  Software Engineering, Sanierung, Migration          Technology Assessment            Dienstleistungs-
                                                       Technologieberatung,               gestaltung
        Dienstleistungskonzepte, IT Service                          Mitarbeit an öffentlichen
                Management, SOA                                       Forschungsprojekten
                                                                                                Erstellung, Analyse,
                                                                                                  Bewertung von
                        Forschung                                          Praxis                Systemkonzepten
                          Partnerinstitute am KIT                      FZI Spin-Offs
                                                                                                 Systementwicklung

               Telematik und Tele-                                    Realisierung von Demonstratoren
           medizinische Dienstleistungen                                 und Beispielapplikationen
    Medizinische Sensorik, Transportlogistik                               Schulungen und
    Biosignalverarbeitung                              Begleitung von
                                                    medizinischen Studien   Seminare zu
 Prozessanalysen & Geschäftsmodelle                                       Basistechnologien




                                                                                                                           6
                                                                                                                       6
    Von der Forschung ins Produkt

            2001 – 2002
                                                              2005
            EU-Projekt: CoastBase

            Virtuelles Katalogsystem für Küsten und
            Meeresdaten auf Basis von Metadaten.

            Erstmalig umfangreicher Einsatz von XML zur
            Definition der technischen Schnittstellen und
            des Metadatenschemas.




2002 - 2004
BMBF-Projekt: NOKIS
Flexibler Metadateneditor kompatibel
zum Meta-Datenstandard ISO 19115.                                     disy PRELUDIO
                                                                      Werkzeug zur Verwaltung von
Der Editor kann durch das Konzept der schemagetriebenen Entwicklung   Metadaten:
automatisch aus dem Metadatenschema generiert werden.                 • Schema-unabhängig: z.B. ISO
                                                                         19115, DE-Profil, NOKIS
                                                                      • Web-basiert: Erfassung, Suche,
                                                                         Verwaltung
                                                                      • Plattform- und Datenbank-
                                                                         unabhängig: Oracle,
                                                                         PostgreSQL, etc.


                                                                                                         7
Partner und Kunden (Auswahl)




                               8
Vier Abteilungen mit Fokus auf drei
            Branchenschwerpunkte




                                      9
                           Kompetenznetzwerk
Intelligent Systems and
 Production Engineering
                      • Prof. Dr. Dr.-Ing. J. Ovtcharova
                           • Prof. Dr.-Ing. R. Dillmann
                                • Prof. Dr. rer. nat. P. Levi
              Embedded Systems and • Prof. Dr.-Ing. Kai Furmans
                   Sensor Engineering    • Prof. Dr. rer. nat. W. Rosenstiel
                                            • Prof. Dr.-Ing K.-D. Müller-Glaser
• Prof. Dr. rer. nat. R. Reussner               • Dr.-Ing. W. Stork
  • Prof. W. Tichy, Ph.D.                           • Prof. Dr.-Ing. J. Becker
   • Prof. Dr. rer. nat. G. Goos
     • Prof. Dr. rer. nat. A. Oberweis Software Engineering
       • Prof. Dr.-Ing. P. C. Lockemann
         • Prof. Dr. rer. nat. W. Stucky     Information Process Engineering

           • Prof. Dr. rer. nat. R. Studer
             • Prof. Dr. rer. pol. Ch. Weinhardt

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  Der Forschungsbereich IPE

23 Wissenschaftliche Mitarbeiter
+ Gastwissenschaftler
+ studentische Mitarbeiter
4 Professoren der Universität Karlsruhe (TH) als
Direktoren mit weiteren ca. 60 wissenschaftlichen
Mitarbeitern in verwandten Themen am AIFB, IPD & IW
Enge Zusammenarbeit mit Spin-Off Unternehmen und
Kooperationspartnern
Jährlich ca. 30 laufende Projekte auf nationaler und
internationaler Ebene




                                                       11
Das Team




           12
                                   Agenda

Das FZI – kurz vorgestellt
Fragestellung aus der Qualitätssicherung
Pervasive Comptung: Visionen & Wirklichkeit
Erkenntnisse aus dem Projekt PerCoMed
Bedeutung von Pervasive Computing für die
Qualitätssicherung




                                              13
                                              13
Qualitätssicherung im Gesundheitswesen

  Ursache für die bislang zögerliche Entwicklung
  der Qualitätssicherung in der
  Gesundheitsversorgung sind
   • der erforderliche Mehraufwand an finanzieller
     Unterstützung und Personal (komplexes
     Unterfangen) und
   • der Mangel an Standards, Normen,
     Bewertungskriterien, Indikatoren für Qualität
  Ziel: Sicherheit der Patienten bzw. der
  Gesellschaft garantieren
                                                     14
                                                     14
                                   Agenda

Das FZI – kurz vorgestellt
Fragestellung aus der Qualitätssicherung
Pervasive Comptung: Visionen & Wirklichkeit
Erkenntnisse aus dem Projekt PerCoMed
Bedeutung von Pervasive Computing für die
Qualitätssicherung




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             Pervasive Computing –
Durchdringende Technologie im Alltag




                        „Es gibt keine mobilen Killerapplikation“


         „Tragfähige Finanzierungsformen sind erfolgskritisch –
             insbesondere beim Transfer aus FuE in die Praxis“

            „Es fehlt eine sektoren-übergreifende Betrachtung“
                                                                    16
                 Stimmen des FZI Anwendertages, 6.07.2006           16
                                   Agenda

Das FZI – kurz vorgestellt
Fragestellung aus der Qualitätssicherung
Pervasive Comptung: Visionen & Wirklichkeit
Erkenntnisse aus dem Projekt PerCoMed
Bedeutung von Pervasive Computing für die
Qualitätssicherung




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 Pervasive Computing in der Medizin –
                  Kritisch hinterfragt




Was funktioniert im Realeinsatz (nicht)?
Was schafft Nutzen? Wo sind Risiken?
Wer profitiert konkret? Welche Erwartungen
existieren?
Wer verliert, hat Bedenken?
… Chancen und Risiken für
Stakeholder und Politik?
                                             18
                                             18
Auftraggeber ist das Bundesministerium
             für Bildung und Forschung
     Gesellschaftliche,
 ökonomische, medizinische                     • Dialog mit Branche
    und technologische                         • PR
       Faktoren im                             • Politikberatung
    Gesundheitswesen



                               Fallstudien         Workshops
             Trend-
                                    &                  &
             analyse                                Experten-
                             Generalisierung
                                                   gespräche


              Chancen und Risiken identifizieren
              Fokus: Fallstudien zu Schlaganfall
                     und Multiple Sklerose


                                                                      19
                                                                           19
              PerCoMed Vorgehensweise

Trendanalyse                               Fallstudie I und II
Stakeholderanalyse                           Fokusgruppen




                      Thesenbildung
                     Expertenworkshop

                        Auswertung
               Generalisierung der Ergebnisse



                                                                 20
                                                                  20
                     Fallstudie 1: Stroke Angel
                                   • Technische Analyse der Lösung
                                   • Medizinische Analyse des LAPPS
Patientkarten-                     • Ökonomische Analyse von Effizienz-
  lesegerät                                      wirkung und Akzeptanz


                                         GS
                                           M/G
                                                 PR
                                                     S
                                       (Ve Inter
                                          rsc net/
                                              hlü VP
                                                 sse N
                                                    lun
                                                        g   )




          BRK                                                   Stroke-Unit
          KV Rhön-Grabfeld   Notarzt                            Bad Neustadt
                                                                               21
                                                                                21
             Ziele der Stroke Angel Partner

Medizinisch
 • Verbesserung der präklinischen Schlaganfall-Versorgung
 • Größere Sicherheit bei Erkennung von Schlaganfällen durch
   den Rettungsdienst: Evaluation des LAPSS
 • Verkürzung der „Time-to-Imaging“
 • Erhöhung der Lyserate

Organisatorisch-technisch
 • Standardisierung der präklinischen Datenerhebung
 • Vollständige Datenübermittlung an der Schnittstelle
   Rettungsdienst - Klinik
 • Frühzeitige Alarmierung der Klinik mit vollständiger und
   zuverlässiger Information
 • Frühzeitige Bereitstellung von Ressourcen in Stroke Unit und
   Bildgebung                                                     22
                                                                  22
                                 Ergebnisse der Fallstudie 1
                                                              • Technisch: Funktionsfähig
                                                              • Medizinisch: Vielversprechend
Patientkarten-                                                • Ökonomisch: Interessant
  lesegerät Alle Stroke           LAPSS        LAPSS
                      Angel-      positiv      negativ
                     Patienten


       n=               55          34           21
                                                                  GS
  Zeit vor Ort*       00:25        00:27       00:22                M/G
                                                Klinikmanagement/ -leitung
                                                                               PR
                                                   Qualitätssignale/ Reputation (Differenzierungsfaktor)
                                                                                      S
    Fahrzeit*         00:20        00:20       00:21
                                                              (Ve Inter
                                                   Sicherung Fallzahlen (Refinanzierbarkeit/
                                                   Kostenneutralität)
                                                                    rsc net/
                                                                Rettungsassistenten
  Time to cCT*                                   Arzt                    hlü VP
                                                                    Optimale Patientenversorgung (Trefferquote,
   in der Klinik
                      01:00        00:38        1:36                           sse N
                                                                    Entscheidungsunterstützung, …)
                                                   Höhere Erfolgsquote (Einweisungspräzision,
                                                                                     lun
                                                                    Qualifizierteres Aufgabenfeld, Kompetenz- / Aufgabenerweiterung
                                                   Behandlungserfolg,…)
                                                                                          g)
                                                                    (Respekt, Notkompetenz, …)
                                                   Effiziente Betreuung (Rechtzeitige Alarmierung,
                                                                    Reduzierung
                                                   Reibungslose Aufnahme …) administrative Tätigkeit (Protokollierung, …)
                                                   Konkrete klinische Studien (LAPPS, Lysetherapie,
                                                   …)           Rettungsdienstmanagement
                                                                   Ausführliche Dokumentation (Finanzierung, ...)
                                                                   Wertbeitrag des Rettungsdienst (Transparenz der Leistung,
                                                                   Kostenneutralität, …)

                                                               Notärzte
                                                                  Höhere Erfolgsquote (Einweisungspräzision, Behandlungserfolg,…),
                   BRK                                                                              Stroke-Unit
                                                                  (Bedenken: Kann Technik den Arzt vor Ort ersetzen?)

                   KV Rhön-Grabfeld         Notarzt                                                 Bad Neustadt
                                                                                                                                      23
                                                                                                                                       23
            Fallstudie 2: MS Nurses

Chronisch (keine Heilung)
Ungewisser Ursprung
Autoimmunkrankheit des Gehirns
Vielschichtig in der Ausprägung
Quantifizierung mit EDSS Score, Fatigue
Score
Wenig Information über Verlauf


                                          24
                                          24
Momentaufnahme bei Arztkontrolle und
   Berichterstattung reichen nicht aus
 Gesundheitszustand des Patienten nur bei
 Kontrolluntersuchung erhebbar
 Wie kann man mehr hilfreiche Informationen
 über den Zeitraum zwischen den Kontrollen
 erhalten?
 Mobilität und Bewegung sind ein wesentliches
 Maß in der MS Behandlung
                               Kurtzke JF. (1983)

                               Beer und Kesselring (1988)

                               Einarsson U. et al. (2006)

                               Daumer, Thaler et al. (2007)
                                                              25
                                                              25
    Symptome bei Erstmanifestation der
                   Multiplen Sklereose

Symptome                   Bei Beginn der Krankheit
  Sensibilitätsstörungen   41,3 %
  Sehstörungen             36,9 %
  Gangstörungen            31,8 %
  Paresen                  23,4%
  Schwindel                8,0 %
  Fatigue                  1,6 %
  ...


                                                                   26
                                      Beer und Kesselring (1988)
                                                                   26
Mobilität ist ein wesentliches Maß in der
                          MS Behandlung
 Inaktivität / Ermüdung (Fatique)
 Gleichgewichtsstörungen
 Asymmetrie / einseitige Lähmungen
 (Beinahe-)Stürze

  Primäres Ziel: Anzeichen für Verschlechterung
 frühzeitig erkennen und Maßnahmen ergreifen




                                                  27
                                                  27
actibelt: Gürtel misst und analysiert die
      Bewegung von Menschen mit MS




                                            28
                                            28
             Kann der Gürtel actibelt
       Menschen mit MS unterstützen?
Medizinische Studie
• Gibt es einen Zusammenhang zwischen
  Bewegung und Gesundheitszustand?
• Welche Anzeichen für Verschlechterungen
  sind aus dem Bewegungsprofil zu
  erkennen?
Benutzerakzeptanz
• Stört der Gürtel im Alltag?
• Halten die Patienten den Gürtel für sinnvoll?

                                                  29
                                                  29
            Kann der Gürtel actibelt
      Menschen mit MS unterstützen?

1          Patientenaufklärung

2   Eine Woche den Gürtel ausprobieren
                         Medizinische Studie

3         Fragebogen ausfüllen
                         Benutzerakzeptanz


4    An Diskussionsgruppen teilnehmen
                         Benutzerakzeptanz


                                               30
                                               30
             Angestrebte Ergebnisse

Aussagen zur Benutzerakzeptanz und zur
zukünftigen Finanzierungsform
Analyse der Anreizsysteme
Zusammenhang zwischen Medizin und
Bewegung identifizieren
Genauigkeit der Analysesoftware verbessern




                                             31
                                             31
                                   Agenda

Das FZI – kurz vorgestellt
Pervasive Comptung: Visionen & Wirklichkeit
Fragestellung aus der Qualitätssicherung
Erkenntnisse aus dem Projekt PerCoMed
Bedeutung von Pervasive Computing für die
Qualitätssicherung




                                              32
                                              32
Pervasive Computing kann einen Beitrag
          zur Qualitätssicherung leisten
Prozessqualität
   Transparanz schaffen zu Zeit, Kosten und Leistungen
   Qualitätskriterien (z.B. Trefferquote „Richtiges
   Krankenhaus“) definieren
Strukturqualität
   Qualifikation der Mitarbeiter sicherstellen bzw. steigern
   Klinische Forschung ermöglichen bzw. verbessern
   Verbesserter sektoren-übergreifender Informationsfluss
           Sicherheit mit Pervasive Computing
Ergebnisqualität
           im Behandlungsprozess und
   Erhöhung des Therapieerfolges (z.B. Lyse,
           auch Mobilität)
   Sicherstellung schon zum “Gesund bleiben” erhöhen!
   Erhöhung des Patientenzulaufes                              33
                                                               33
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Asarnusch Rashid
FZI Forschungszentrum Informatik
rashid@fzi.de




                                                 www.stroke-angel.de
                                               www.percomed.de

                                   www.msnurses.de                34
                                                                  34