Einfhrung und Problemstellung

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Einfhrung und Problemstellung Powered By Docstoc
					        1.2. Konjunkturmessung in der Praxis
• Hauptindikator BIPreal (Quartalswerte)
• Daneben auch Industrieproduktion (Monatswerte)
                      BIPreal                       Industrieproduktion
     erfaßt      Gesamtwirtschaft            Produzierendes Gewerbe
                                               (ca. 30% der BWS)
enthält noch      Abschreibungen               Abschreibungen und
                                                  Vorleistungen
  Volatilität         geringer                        höher
Erfassung als      Index (real)                        Index (real)
                Mrd. Euro (nominal)
Verfügbarkeit      vierteljährlich                      monatlich
U. van Suntum        Konjunktur und Beschäftigung               WS 2006 1
                                           Überblick VGR-Zusammenhänge
                                           Mrd. € in jeweiligen Preisen, 1999
                                                         Produktionswert PW zu Herstellungspreisen 3507,20

   TG 212,34                     Bruttowertschöpfung BWS zu Herstellungspreisen, 1810,27                              Vorleistungen 1696,93

SUBG 10,61                       Bruttoinlandsprodukt BIP zu Marktpreisen 2012,00

                  Bruttoinvestition Ibr 432,31                 Konsum C 1562,25           (EX – IM) 17,44

              ABS 297,05          I = Inetto 135,26            Konsum C 1562,25                 AB 17,44         EXf – IMf -21,53

              ABS 297,05      Ipr 131,99      Ist 3,27   CST 387,24      Cpr 1175,01              AB + (EXf – IMf)      - 4,09

                                                  Bruttonationaleinkommen BNE          1990,47

             SUB 35,97                  Nettonationaleinkommen (Primäreinkommen) („zu Marktpreisen“) 1693,42

                   Tind 242,13                                 Volkseinkommen Y (= „NNE zu Faktorkosten“) 1487,26

                   Tind 242,13                        AN-Entgelt (Inländer) 1059,51              Untern.- u. Verm.-Eink. 427,75

             SUB 35,97                  Nettonationaleinkommen (Primäreinkommen) („zu Marktpreisen“) 1693,42                          LÜ aus ÜW 9,26

                                                 Verfügbares Einkommen Gesamtwirtschaft YV 1673,68                                  LÜ an ÜW 29,00

                                     Verf. Eink. Staat 377,66                  Verfügbares Eink. Private 1296,02

                                   Konsum C 1562,25                        Sparen Gesamtwirtschaft S 111,43

                              CST 387,24         Cpr 1175,01                 Spriv 121,01                      SStt – 9,58


                                       LÜ an ÜW 29,00                      Sparen Gesamtwirtschaft S 111,43

                                    LÜ aus ÜW 9,26                AB + (EXf – IMf)     - 4,09              I = Inetto 135,26

        U. van Suntum                                    Konjunktur und Beschäftigung                                          WS 2006 2
     Größenordnungen des BIP in Deutschland (2000)
   Entstehungsseite:                                       Verwendungsseite
   Saldo Bankentgelte,                                         Privater Konsum
     Tind Sub 5,8%                                                  56,3%

                                                                Staatskonsum
    Baugewerbe 5,2%                                                19,3%
Übriges prod. Gewerbe 23%               BIP
 (Energie, Vorleistungs-,                                      Ausrüstungsinv.
                                       3961,6                      8,9%
  C- und I-Güter-Prod.)               Mrd. DM
                                                                   Bauten
     Handel, Verkehr,                                              12,3%
    Gastgewerbe 17,7%
                                                             Immaterielle, Nutz-
  Finanz., Vermietung,            Volkseinkommen             tiere, Pflanzen.1,3%
  Untern.-Dienstl. 28,8%          2945,3 Mrd. DM
                                   (Verteilung)               Lageraufbau 0,4%
     Öff. und private                                         Außenbeitrag 1,8%
    Dienstleister 19,5%                                      EX 33,5%, IM 31,6%
                                  W 72% Q 28%
  U. van Suntum             Konjunktur und Beschäftigung             WS 2006 3
           Eigenschaften einzelner Nachfragekomponenten


• Privater Verbrauch (PV) mit ca. 60% größte Einzelkomponente,
  aber eher träge und nachlaufend
• Staatsverbrauch sehr gering (nicht zu verwechseln mit Staatsquote!)
• Ausrüstungsinvestitionen schwanken am stärksten, laufen eher vor
• Bauinvestitionen oft mit Sonderzyklen (z.B. Aufbau Ost),
  Wohnungsbau dominiert mit ca. 60%
• Lagerinvestitionen extrem volatil, oft auch negativ (oft Aus-
  gleichsgröße für Abgleich Entstehungs- und Verwendungsseite)
• Exporte stark abhängig von Welthandel, meist starker Gleichlauf
  mit Importen
• Außenbeitrag (Ex – Im) in Deutschland meist positiv, sehr volatil



  U. van Suntum         Konjunktur und Beschäftigung    WS 2006 4
U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 5
U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 6
U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 7
       Typischer Ablauf eines Aufschwungs in Deutschland

• Welthandel zieht an, Exporte steigen (vor allem Investitionsgüter)
• Geschäftsklima (Erwartungen!) und Gewinne (Residualeinkommen)
   bzw. Gewinnerwartungen bessern sich
• Investitionen steigen in Abhängigkeit von Kapazitätsengpässen
  (auch Ersatzinvestitionen sind einkommenswirksam!)
• Lohnquote sinkt (Kontrakteinkommen!), trotzdem zunächst kaum
  Beschäftigungszuwächse (anders als in USA!)
• Importe steigen (Vorprodukte!), trotzdem steigt Außenbeitrag
• nach längerem Aufschwung allmählich mehr offene Stellen,
  weniger Kurzarbeiter, Beschäftigungsanstieg
• Verfügbare Einkommen der Privaten HH steigen wg.
  Beschäftigungszunahme und Tariferhöhungen
• Privater Verbrauch nimmt zu, Binnenkonjunktur springt an
• Erzeuger- und Verbraucherpreise steigen, oft schon vorher Zinsen
 U. van Suntum         Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 8
            Typischer Ablauf eines Abschwungs in Deutschland


• Welthandel läßt nach, Exporte sinken oder nehmen kaum noch zu
• und/oder: Geldpolitik strafft die Zügel wg. Inflation
• und/oder: Investitionen erlahmen wg. hoher Zinsen und/oder
  zunächst genügend hoher Kapazitäten (Bau!)
• Geschäftsklima und Gewinne/Gewinnerwartungen verschlechtern sich
  rapide (Residualeinkommen, Löhne sind irreversibel gestiegen)
• Lohnquote steigt, aber Beschäftigungszuwachs nimmt ab oder
   wird negativ, auch Abbau von Überstunden
• Verfügbare Einkommen der Privaten HH nehmen ab wg. Inflation
   und Beschäftigungsabbau
• Privater Verbrauch stagniert oder nimmt ab, weitere Verschlechterung
  der Gewinnerwartungen
• Investitionen werden weiter eingeschränkt, evntl. sogar negativ
   U. van Suntum         Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 9
            Weitere wichtige stilisierte Fakten

Sparquote der priv. HH steigt im Aufschwung, sinkt im Abschwung
(wg. steigender Gewinnquote und Überraschung/Sperrklinkeneffekt)
=> wirkt stabilisierend



                                                     Marginale
                                                     Konsum-
                                                     quote c = 1-s

                                                     ALG




U. van Suntum         Konjunktur und Beschäftigung     WS 2006 10
              Weitere wichtige stilisierte Fakten

Lohnquote steigt im Abschwung, sinkt im Aufschwung
(Tarifbindung, Residualeinkommen, Nachholeffekte)
=> wirkt destabilisierend

                    Gewinne




                                                        Unternehmens
                                                        erträge
                                                       Lohnkosten



  U. van Suntum         Konjunktur und Beschäftigung     WS 2006 11
             Weitere wichtige stilisierte Fakten
Zuerst steigt reales BIP, später die Preise („Überhitzungs- bzw.
Kochplatteneffekt“)
(Kapazitätsauslastung, Lohnpolitik)
=> wirkt destabilisierend (und verführerisch für die Politik!)




                                                       Wachstumsrate
                                                       BIPreal
                                                         Inflationsrate
     M           M             M                M


 U. van Suntum          Konjunktur und Beschäftigung     WS 2006 12
                     Inflationsraten und Zuwachsraten BIP
                                 in Deutschland
8
7
6
5
4
3
2
1
0
-1 1961 1965 1969 1973 1977 1981 1985 1989 1993 1997 2001
-2

                             Inflationsrate      Zuwachsrate BIP

     U. van Suntum            Konjunktur und Beschäftigung         WS 2006 13
U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 14
  Kernproblem der Konjunktur: Erklärung der Wendepunkte
                   Unterer Wendepunkt:
• Oft ausgelöst durch Weltkonjunktur
• Binnenwirtschaftliche Auslöser: Niedrige Zinsen, Ersatzbedarf
  bei Investoren und Konsumenten
• automatische Stabilisatoren: AL-Versicherung, autonomer Konsum,
  abnehmende Gewinnsteuerbelastung, sinkende Importe
• Staatsausgaben bzw. -verschuldung

                  Oberer Wendepunkt:
• Oft ausgelöst durch nachlassende Weltkonjunktur
• Binnenwirtschaftliche Auslöser: Hohe Zinsen, Kaufkraftverluste
  durch Inflation, abgeschlossener Kapazitätsaufbau, expansive
  Lohnpolitik, (heimliche) Steuerprogression
• oft auch Folge vorhergehender Übertreibung (Immobilien- oder
 Aktienblasen => Platzen führt zu starken Vermögensverlusten)
 U. van Suntum        Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 15
U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 16
U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 17
     Unterschied zwischen „real“ und „nominal“ ist immer ein
                   Preisindex bzw. „Deflator“

      Im Basisjahr gilt                                Im Folgejahr gilt
      definitionsgemäß:                        (Annahme: Produktionsanstieg um 20%,
                                                    Preisniveauanstieg um 10%)

„in Preisen          „in jeweiligen           „in Preisen         „in jeweiligen
 von 2000“            Preisen“                 von 2000“           Preisen“


BIPreal * Deflator = BIPnom                   BIPreal * Deflator = BIPnom

200 *              1 = 200                    240 *           1,1 = 264


     Basisjahr (2000)                            Folgejahr (2001)

   U. van Suntum               Konjunktur und Beschäftigung               WS 2006 18
              Seit der VGR-Revision 2005 wird das reale BIP
                 nur noch als Kettenindexreihe berechnet:
Im Basisjahr gilt definitionsgemäß:               IndexBIPreal  100
                                                           2000




                                                         2001              2001          2001
 Im Folgejahr gilt IndexBIP2001  100 * BIP  100 * BIP / Defl
                                           real
                           real             2000       2000   2000
                                                    BIPreal          BIP          / Defl
                                                    BIP2002          BIP2002 / Defl2002
                         IndexBIP    2002
                                    real     100 *    real
                                                        2001
                                                              100 *
                                                    BIPreal          BIP2001 / Defl2001


         • Im ersten Folgejahr kein Unterschied zu früherer Methode
         • In weiteren Jahren jedoch etwas andere Ergebnisse für BIPreal
         • Grund: Verwendung „hedonischer“ Preisindizes (berücksichtigen
           Qualitätsänderungen der Produkte)
         • Nachteil: reales BIP entspricht nicht mehr exakt der Summe
           der einzelnen Nachfragekomponenten I, C, G und EX-IM

   Quelle dazu: DB-Research, Statistisches Bundesamt revidiert VGR, 15. Februar 2005
     U. van Suntum               Konjunktur und Beschäftigung               WS 2006 19
Konjunkturrelevante Zeitreihen werden durch folgende
Komponenten beeinflußt:

• Trend (Wachstumspfad)
• Konjunkturkomponente (systematische, ökonomisch bedingte Schwankungen)
• Saisonkomponente (jährlich prinzipiell gleiche Einflüsse, z.B. Winter)
• Kalenderkomponente (Lage der Feiertage, Brückentage, Ferienbeginn, Schaltjahr)
• restliche oder irreguläre Komponenten (Ferienbeginn, Vorzieheffekte, Witterung)

 (Trend und Konjunktur (Zyklus) ergeben zusammen die „glatte Komponente“)

  Ursprungsdaten (Originaldaten) / Saisonfaktor = saisonbereinigte Daten

  Alternativen zur (recht aufwendigen) Saisonbereinigung:

  • Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
  • Bildung von gleitenden Jahresdurchschnitten (s.u.)


   U. van Suntum             Konjunktur und Beschäftigung          WS 2006 20
                 Saison- und Kalendereffekte

  BIPreal

                                                       saisonbereinigt

                                                      Ursprungswerte




             Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1

• Unterschiedliche Saisonbereinigungsverfahren z.B. Census II X 12
  Arima, Berliner Verfahren (BV4.1)
• Arbeitstageeffekte durch Brückentage, Urlaubs- und Feiertage
• Verzerrungen durch Ferien, Wetter, Vorzieheffekte , Großaufträge
 U. van Suntum         Konjunktur und Beschäftigung    WS 2006 21
             Jahreswachstum: Durchschnitts- vs. Verlaufsrate

  BIPreal                                  Überhang
                                                          Unterhang


                      JD                             JD
                                                          BIPreal
                                                          saisonbereinigt



              Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1

• Im Jahresdurchschnitt hier Nullwachstum
• Im Jahresverlauf Wachstum im ersten, Schrumpfung im zweiten Jahr
• Über- bzw Unterhang = BIPsaisonber.(Q4)/BIP(JD)-1 (in%)
  U. van Suntum            Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 22
Wie hoch ist in der unten tabellarisch beschriebenen
Volkswirtschaft im Jahr                                2002 der statistische
Über- bzw. Unterhang?

(Angabe bitte in % auf 1 Kommastelle gerundet)




Jahr                                                         Produktionspotential
         Quartal BIP real saisonbereinigtBIP real Ursprungswerte
  2000   I                      100,00                100,00      120,00
  2000   II                     103,00                113,00      144,00
  2000   III                    104,00                125,40      172,80
  2000   IV                     103,00                136,73      207,36
  2001   I                      102,00                149,08      248,83
  2001   II                     104,00                166,91      298,60
  2001   III                    105,00                185,20      358,32
  2001   IV                     103,00                200,20      429,98
  2002   I                      106,00                226,05      515,98
  2002   II                     108,00                252,92      619,17
  2002   III                    109,00                280,55      743,01
  2002   IV                     108,00                306,03      891,61
  2003   I                      107,00                333,80     1069,93
  2003   II                     106,00                364,06     1283,92
  2003   III                    105,00                397,03     1540,70
  2003   IV                     108,00                448,08     1848,84

                              Lösung:                                          0,2%
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U. van Suntum   Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 25
     Alternative Wachstumsraten:                             BIPt
                                                         g          1
1. Zuwachsrate gegen Vorjahresquartal                       BIPt  4


                                               +0,5%


           Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4                          Q1



                  2001                    2002                2003

                     Nachteil: Basiseffekte, volatil

  U. van Suntum           Konjunktur und Beschäftigung           WS 2006 26
       Alternative Wachstumsraten:                             BIPt
                                                            g         1
     2. Zuwachsrate gegen Vorquartal                           BIPt 1
                                               4
                                   BIP 
Hochgerechnet auf 1 Jahr:          BIP   1
                                        t
                                            
                                      t 1                +0,2%


           Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4                             Q1



                   2001                      2002               2003

                  Nachteil: extrem volatil, abhängig von
                  Saisonbereinigungsverfahren
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                                                                  t

Alternative Wachstumsraten:                                       BIP      t
   3. Gleitende Jahresrate                                  g   t 3
                                                                 t 4
                                                                                1
                                                                  BIP
                                                                 t 7
                                                                            t
                                      + 0,5%




          Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4                                     Q1



                 2001                        2002                       2003

                        Nachteil: relativ träge, später
                        Wendepunkt (etwa wie ALG)
 U. van Suntum               Konjunktur und Beschäftigung                  WS 2006 28
                                     Zuwachsraten BIP für Deutschland im
                               Zuwachsraten BIP fürDeutschland im Vergleich Vergleich
8,0%




6,0%




4,0%




2,0%




0,0%
      2




                     3




                                   4




                                                 5




                                                               6




                                                                             7




                                                                                           8




                                                                                                         9




                                                                                                                       0




                                                                                                                                     1




                                                                                                                                                    2




                                                                                                                                                                  3
            93




                          94




                                        95




                                                      96




                                                                    97




                                                                                  98




                                                                                                99




                                                                                                              00




                                                                                                                            01




                                                                                                                                           02




                                                                                                                                                         03
    .9




                   .9




                                 .9




                                               .9




                                                             .9




                                                                           .9




                                                                                         .9




                                                                                                       .9




                                                                                                                     .0




                                                                                                                                   .0




                                                                                                                                                  .0




                                                                                                                                                                .0
           II.




                         II.




                                       II.




                                                     II.




                                                                   II.




                                                                                 II.




                                                                                               II.




                                                                                                             II.




                                                                                                                           II.




                                                                                                                                          II.




                                                                                                                                                        II.
  IV




                 IV




                               IV




                                             IV




                                                           IV




                                                                         IV




                                                                                       IV




                                                                                                     IV




                                                                                                                   IV




                                                                                                                                 IV




                                                                                                                                                IV




                                                                                                                                                              IV
                                                                         gleitende Jahresrate
-2,0%
                                                                         Zuwachs gegen Vorjahresquartal

                                                                         saisonbereinigter zuwachs gegen Vorquartal

                                                                         Kapazitätsauslastung ifo VG
-4,0%

          U. van Suntum                                    Konjunktur und Beschäftigung                                                  WS 2006 29
            BIP in gleitender Jahresrate und Kapazitätsauslastung nach ifo
                           HB-Frühindikator und Kapazitätsauslastung nach ifo
8,0%




6,0%




4,0%




2,0%




0,0%
        IV.92   IV.93    IV.94   IV.95   IV.96   IV.97        IV.98       IV.99        IV.00   IV.01    IV.02   IV.03



                                                         gleitende Jahresrate
-2,0%

                                                         Kapazitätsauslastung ifo VG

                                                         HB-Frühindikator-Prognose
-4,0%



         U. van Suntum                   Konjunktur und Beschäftigung                                  WS 2006 30
                                            Ifo-Kapazitätsauslastung undgl.gleitende Jahresrate BIP
                                                    Kapazitätsauslastung ifo VG und    Jahresrate BIP
                                                                      (I/93 – IV/03)
                                                                      (I/93 bis IV/03)

                           4,0%


                           3,5%
                                                                                             2
                           3,0%                                                             R = 0,7414
                           2,5%
BIP gleitende Jahresrate




                           2,0%


                           1,5%


                           1,0%


                           0,5%


                           0,0%
                              76,0%                78,0%   80,0%            82,0%           84,0%        86,0%        88,0%
                           -0,5%


                           -1,0%


                           -1,5%
                                                                     Kapazitätsauslastung




                                   U. van Suntum             Konjunktur und Beschäftigung                WS 2006 31
                            Prognose HB-Frühindikator und Ist-Werte gl. Jahresrate BIP
                                     Prognose HB-Frühindikator und Ist-Werte gleitende Jahresrate
                                                        (I/93 –IV/03)
                                                           (I/93 bis
                                                                     IV/03)
                                                5,0%



                                                4,0%

                                                                                          R2 = 0,9314
                                                3,0%
Indikatorprognose




                                                2,0%



                                                1,0%



                                                0,0%
                    -1,5%    -1,0%      -0,5%       0,0%   0,5%     1,0%           1,5%   2,0%   2,5%   3,0%    3,5%   4,0%


                                                -1,0%



                                                -2,0%
                                                                        Ist-Wert



                        U. van Suntum                      Konjunktur und Beschäftigung                  WS 2006 32
            HB-Frühindikator Deutschland:
        Zeitstruktur und Gewichte der Einzelreihen
                AE          AE      Umsatz IFO       ZEW- Indi-
                Industrie   Bau     EH     Geschäfts Konj.- kator
                                           -Erwart. Erwart.

   Feb           11%        24% 11%
   Mär                                            14%       40%
   Apr
   Mai                                                            100%
   Jun
                                                              Prognose
                                                              BIP 3. Vj.
U. van Suntum                Konjunktur und Beschäftigung         WS 2006 33
                                      Beispielaufgabe:
 Geben Sie an, ob sich nach den Daten der untenstehenden Tabelle die
 betreffende Volkswirtschaft im                            2. Quartal 2002   im Aufschwung
 oder im Abschwung befindet:

 Konzept des Sachverständigenrates
 Konzept der Zuwachsrate gegen Vorjahresquartal
 Konzept der Zuwachsrate gegen Vorquartal
 Konzept der gleitenden Jahresrate

 Saisonbereinigte Angaben:
 Jahr Quartal                                              Produktionspotential
                                                  BIP real BIP nominal
   2000 I                                          100,00           120,00
   2000 II                                         105,00           120,60
   2000 III                                        107,00           121,20
   2000 IV                                         109,00           121,81
   2001 I                                          106,00           122,42
   2001 II                                         104,00           123,03
   2001 III                                        103,00           123,65
   2001 IV                                         102,00           124,26
   2002 I                                          104,00           124,88
   2002 II                                         102,50           125,51
   2002 III                                        105,00           126,14
   2002 IV                                         106,00           126,77
   2003 I                                          104,00           127,40
   2003 II                                         102,00           128,04
   2003 III                                        105,00           128,68
   2003 IV                                         107,00           129,32

U. van Suntum                    Konjunktur und Beschäftigung                     WS 2006 34
                        Lösung Beispielaufgabe:
Geben Sie an, ob sich nach den Daten der untenstehenden Tabelle die
betreffende Volkswirtschaft im                            2. Quartal 2002   im Aufschwung
oder im Abschwung befindet:

Konzept des Sachverständigenrates                                           Abschwung
Konzept der Zuwachsrate gegen Vorjahresquartal                              Aufschwung
Konzept der Zuwachsrate gegen Vorquartal                                    Abschwung
Konzept der gleitenden Jahresrate                                           Abschwung
           Lösung: gün = Aufschwung, rot = Abschwung

          ALG PP     Zuwachs VJ-Quartal Zuwachs Vorquartal gl. Jahresrate
 2000 I        83,3%
 2000 II       87,1%                                   5,0%
 2000 III      88,3%                                 1,90%
 2000 IV       89,5%                                 1,87%
 2001 I        86,6%              6,00%             -2,75%
 2001 II       84,5%             -0,95%             -1,89%
 2001 III      83,3%             -3,74%             -0,96%
 2001 IV       82,1%             -6,42%             -0,97%          -1,4%
 2002 I        83,3%             -1,89%              1,96%         -3,28%
 2002 II       81,7%             -1,44%             -1,44%         -3,40%
 2002 III      83,2%              1,94%              2,44%         -2,01%
 2002 IV       83,6%              3,92%              0,95%          0,60%
 2003 I        81,6%              0,00%             -1,89%          1,09%
 2003 II       79,7%             -0,49%             -1,92%          1,34%
 2003 III      81,6%              0,00%              2,94%          0,85%
 2003 IV       82,7%              0,94%              1,90%          0,12%
 U. van Suntum                 Konjunktur und Beschäftigung                                 WS 2006 35
                  Grafische Darstellung des
                     Aufgabenbeispiels
6,00%

4,00%

2,00%

0,00%
            IV    I      II      III       IV       I         II    III        IV
-2,00%
          2001   2002   2002   2002       2002    2003    2003     2003      2003

-4,00%
                                       Zuwachs gegen VJ-Quartal

-6,00%                                 Zuwachs gegen Vorquartal
                                       gleitende Jahresrate
-8,00%

U. van Suntum            Konjunktur und Beschäftigung                     WS 2006 36
                 Zusammenfassung
• Konjunkturzyklen werden unterschiedlich abgegrenzt
  (nämlich wie?)
• Phaseneinteilung und Wendepunkte abhängig von
  jeweiliger Konjunkturdefinition (erläutern)
• Verschiedene Zuwachsraten liefern unterschiedlich
  erratische Konjunkturverläufe (erläutern)
• Zuwachsrate gegen Vorquartal nur sinnvoll bei
  saisonbereinigten Daten, dito hochgerechnete
  Jahresrate (warum?)
• Konjunkturindikatoren können der Referenzgröße
  (z.B. ALG) vor-, gleich- oder nachlaufen (Beispiele?)
 U. van Suntum      Konjunktur und Beschäftigung   WS 2006 37

				
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