Docstoc

bungsaufgaben zur Vorlesung

Document Sample
bungsaufgaben zur Vorlesung Powered By Docstoc
					Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer         Wachstum & Struktur             Wintersemester 2005/06




                     Übungsaufgaben zur Vorlesung
                       „Wachstum & Struktur“

1. Einführung und Überblick


(1) Beschreiben Sie den Unterschied zwischen Wachstums- und Konjunkturtheorie!




(2) Unterscheiden Sie zwischen Nominal- und Realgrößen!




(3) Erläutern Sie den Begriff des „wirtschaftlichen Wachstums! Anhand welcher Größe wird
das Wachstum in Volkswirtschaften gemessen? Welche Mängel weist diese Größe auf?




(4) Unterscheiden Sie zwischen positiver und normativer Theorie!




(5) Gegeben sind die folgenden Daten über die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts eines
Landes, BIPreal, BIP je Erwerbstätigen (in €), BIPreal/A:

                Jahr      1999    2000    2001    2002    2003    2004
                   real
               BIP      2853,6 2916,4 2883,6 2966,2 3023,4 3064,6
             BIPreal/A 78200,0 81400,0 81900,0 84800,0 86700,0 88900,0

     a) Berechnen Sie die jährlichen Wachstumsraten des Inlandsprodukts aus den hier
        gegebenen Zahlen (diskrete Wachstumsrate) sowie aus ihrem Logarithmus (stetige
        Wachstumsrate)!

     b) Erklären Sie die Differenz zwischen den in a) errechneten diskreten und stetigen
        Wachstumsraten!

     c) Was können Sie für die Entwicklung der Beschäftigung schließen?
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer           Wachstum & Struktur                Wintersemester 2005/06


(6) Was können Sie über die Wachstumsrate von A sagen, wenn Ihnen die (positiven)
Wachstumsraten von B und C bekannt sind, und die folgenden Zusammenhänge gelten?
(Hinweis: Die Wachstumsrate muss nicht immer exakt berechenbar sein. In diesem Falle sind
z. B. Aussagen über das Vorzeichen der Rate oder ihre Beziehung („größer als“, „zwischen“
etc.) zu den Wachstumsraten von B und C ausreichend.):

        a) A = const. b) A = B/C           c) A = BbCc, b + c = 1   d) A = B · C

     Finden Sie Beispiele dafür, für welche Größen A, B und C stehen könnten.


(7) Um wieviel Prozent muss eine Größe jährlich steigen, um sich

     a) in T Jahren zu ver-v-fachen,

     b) in 10 Jahren zu verdoppeln,

     c) in 20 Jahren zu verdoppeln,

     d) in 10 Jahren zu vervierfachen?
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer                Wachstum & Struktur          Wintersemester 2005/06


2. Postkeynesianische Wachstumsmodelle


2.1 Domar-Modell
(1) Definieren Sie für die Faktoren Arbeit A und Kapital K und das Sozialprodukt Y die
Größen Inputkoeffizient, Faktorintensität, Faktorproduktivität, Grenzproduktivität.


(2) Nennen Sie die Annahmen des Domar-Modells!




(3) Wäre eine alternative Produktionsfunktion in diesem Modellrahmen denkbar?




(4) Erläutern Sie die Modellgleichungen!




(5) Das Domar-Modell wird in drei Versionen behandelt. Berechnen Sie die unterschiedlichen
Lösungen und beschreiben Sie Unterschiede zwischen den Versionen!




(6) Beschreiben Sie das Kausalschema der 1. Version!




(7) Gegeben sei die folgende KEYNESianische Ökonomie:

             Yd = C + I,       I = const.

             Ys = C + S

             S = s·Ys ,    s = const.

     a) Berechnen Sie
        a1) den Effekt einer Erhöhung der Sparquote s und
        a2) den Effekt eines Rückganges der Investitionen I
     jeweils ceteris paribus auf das gleichgewichtige Volkseinkommen. Erläutern Sie, wie
     sich diese Effekte ergeben!
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer         Wachstum & Struktur                Wintersemester 2005/06


     b) Erweitern Sie die Lösung dieses Modells um den DOMARschen Kapazitätseffekt!
        Welche Auswirkungen hat im so erhaltenen DOMAR-Modell eine Erhöhung der
        Sparquote s? Steht Ihre Antwort im Widerspruch zu Aufgabe a1)?


2.2 Harrod-Modell


(1) Stellen Sie den Modellrahmen dar!




(2) Erläutern Sie das Gleichungssystem und berechnen Sie die Lösung für eine Version!




(3) Ist im Harrod-Modell ein ins Negative umschlagendes Wachstum des Sozialprodukts
möglich?




(4) Vervollständigen Sie: Ein (dynamisches) Gleichgewicht liegt nach Harrod vor, wenn ...




(5) Das Harrod-Modell besitzt die „Wachstum auf Messers Schneide“-Eigenschaft. Was
bedeutet das und ist das von Nachteil?




2.3 Unterschiede zwischen Domar- und Harrod-Modell


(1) Erläutern Sie den zentralen Unterschied zwischen beiden Modellen!




(2) Unterscheiden Sie zwischen κ und v!
Interpretieren Sie inhaltlich die „Stabilitätsbedingung“ v = !
Wäre langfristig eine Situation v ≠ κ denkbar?
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer         Wachstum & Struktur                   Wintersemester 2005/06


2.4 Die Instabilität des Harrod-Modells


(1) Nennen Sie die Aussagen des Harrod-Modells über die Instabilität des Wachstums!




(2) Beschreiben Sie die Folgen einer Abweichung der tatsächlichen von der befriedigenden
Wachstumsrate!




(3) Welche Anpassungsmechanismen führen zu einer Entwicklung von Output und Arbeit „im
Gleichschritt“?
        a) Was würde in Kaldors Ansatz geschehen, wenn sG < sL wäre?
        b) Welche Vorstellung über die Faktorentlohnung liegt dem Malthusschen
        Erklärungsansatz zugrunde?




3. Neoklassische Wachstumstheorie


3.1 Makroökonomische Produktionsfunktion


(1) Welche Annahmen werden in der neoklassischen Wachstumstheorie über die
Produktionsfunktion getroffen?




(2) Definieren sie die partiellen Produktionselastizitäten der Inputfaktoren!
        a) Welcher Zusammenhang lässt sich zwischen den Wachstumsraten des Outputs und
        den Wachstumsraten des Inputs herstellen?
        b) Zu welchem Ergebnis führt lineare Homogenität in diesem Zusammenhang?




(3) Wie hoch sind die partiellen Produktionselastizitäten bei folgender Cobb-Douglas-
Produktionsfunktion Y = A0,8K0,5?
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer       Wachstum & Struktur                 Wintersemester 2005/06


(4) Von 1960 bis 1970 ist das Anlagevermögen in Deutschland um 60% gestiegen. Die Zahl
der Erwerbstätigen erhöhte sich lediglich um 1,6%. In beiden Jahren war die Faktorauslastung
in etwa gleich hoch.
     a) Was ließe sich bei Annahme einer COBB-DOUGLAS-Produktionsfunktion Y = A0,7K0,3
        für die Entwicklung des realen BIP innerhalb dieser 10 Jahre vermuten?
     b) Tatsächlich stieg das BIPreal in diesem Zeitraum um 43,3%. Wie würden Sie die
        Annahmen über die Koeffizienten der Produktionsfunktion modifizieren?




3.2 Grenzproduktivitästheorie


(1) Nennen Sie die Annahmen der Grenzproduktivitätstheorie!
Nehmen Sie zu eventuellen Widersprüchen Stellung!




(2) Geben sie Bedingungen 1.Ordnung des Gewinnmaximierungskalküls der Unternehmen an
und interpretieren Sie diese!




(3) Erläutern Sie die möglichen Interpretationen der Optimalitätsbedingung!




(4) Erläutern Sie die Bedeutung der Exponenten der Cobb-Douglas Produktionsfunktion
Y = AK!




3.3 Das Wachstumsmodell von Solow



(1) Beschreiben Sie die Unterschiede in den Annahmen des neoklassischen Solow-Modells zu
postkeynesianischen Modellen!
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer        Wachstum & Struktur                  Wintersemester 2005/06


(2) Wie ist ein Gleichgewicht in einem neoklassischen Wachstumsmodell definiert? Existiert
so ein Gleichgewicht?




(3) Beschreiben Sie die Entwicklung der Kapitalintensität im Zeitablauf! Zu welchem
Ergebnis kommen Sie?




(4) Wie kommt im Solow-Modell Wachstum zustande?




(5) Stellen Sie das Solow-Modell grafisch dar!
Wo liegt das Gleichgewicht und warum?
Wie liest man die folgenden Größen ab: Pro-Kopf-Konsum, Arbeitsproduktivität, Kapital-
intensität, Kapitalproduktivität, Grenzproduktivität des Kapitals, Pro-Kopf-Ersparnis,
Wachstumsrate der Kapitalintensität, Kapitalkoeffizient?




(6) Beschreiben Sie die Stabilität des Solow-Modells auf unterschiedliche Weise?




Aufgabe 2: (Neoklassische Wachstumstheorie, 20 Punkte) SS 2003
Stellen Sie das Wachstumsmodell von Solow kurz dar. Erläutern Sie verbal und graphisch
(ggf. unter Zuhilfenahme von Formeln), was im SOLOW-Modell kurz- und langfristig passiert,
wenn die Sparquote (exogen) erhöht wird! (Hinweis: Das SOLOW-Modell soll nicht im Detail
dargestellt werden. Sie können davon ausgehen, dass die Pro-Kopf-Produktionsfunktion y =
                                        
f(k) und die dynamische Grundgleichung k = sf(k)  wAk gegeben sind.)



(7) Was passiert im Solow-Modell bei einer Änderung der Wachstumsrate der Arbeit?




Aufgabe 2: (Substitutionselastizität, 14 Punkte) WS 00/01

(a) Wie ist die Substitutionselastizität einer Produktionsfunktion definiert? Beschreiben Sie
    die in der Substitutionselastizität zum Ausdruck kommende ökonomische Aussage über
    die Produktionsfunktion!
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer         Wachstum & Struktur                  Wintersemester 2005/06


(b) Warum wird die Substitutionselastizität              üblicherweise   nur   für   homogene
    Produktionsfunktionen definiert?
(c) Was können Sie über die Substitutionselastizität der Produktionsfunktion Y=A0,75  K0,25
    sagen? (keine Rechnung!)



(1) Zeigen Sie, dass die CES-ProduktionsfunktionY = [δA -ρ + (1-δ)K-ρ]-1/ρ linear homogen
ist!




(2) Bestimmen Sie die Substitutionselastizität der CES-Produktionsfunktion!




(3) Unterscheiden Sie die Fälle ρ  0, ρ  ∞, ρ  -1!




4. Technischer Fortschritt
4.1 Begriff des technischen Fortschritts


(1) Was versteht man unter der Faktorgebundenheit des technischen Fortschritts? Wie verhält
es sich dabei mit der Autonomie des technischen Fortschritts?




(2) Wie wird technischer Fortschritt in der Produktionsfunktion berücksichtigt?




(3) Stellen Sie technischen Fortschritt graphisch dar!




4.2 Neutralität des technischen Fortschritts


(1) Was ist mit Neutralität des technischen Fortschritts gemeint?




Aufgabe 3: (Technischer Fortschritt, 13 Punkte) SS 2003
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer         Wachstum & Struktur                  Wintersemester 2005/06


„Technischer Fortschritt heißt neutral im Sinne von Hicks, wenn durch den technischen
Fortschritt weder Kapitalintensität noch Lohn- und Zinsquote verändert werden.“ Nehmen Sie
zu dieser Aussage Stellung! (Hinweis eine graphische Darstellung wäre hilfreich.)


(2) a) Erläutern Sie Harrod-neutralen technischen Fortschritt!
b) Wie lässt sich in diesem Fall arbeits- und kapitalsparender technischer Fortschritt
darstellen?




(4) Wie verhält es sich mit der Neutralität des technischen Fortschritts bei Cobb-Douglas-
Produktionsfunktionen?


(5) Beschreiben Sie die Wirkung eines einmaligen technischen Fortschritts anhand des Solow-
Modells!




(6) Begründen Sie die Vorgehensweise Arbeit in Effizienzeinheiten auszudrücken! Beurteilen
Sie diese Vorgehensweise kritisch!




5. Optimales Wachstum



(1) Wie ist optimales Wachstum definiert? Welche Größe muss sich in diesem Modellrahmen
anpassen?




(2) Beurteilen Sie in diesem Zusammenhang eine Sparquote von a) 0,80 und b) 0,03!




(3) Erläutern Sie die so genannte „Golden Rule“ sowohl produktions- als auch
verteilungstheoretisch!
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer        Wachstum & Struktur                  Wintersemester 2005/06


6. Wachstum und Umwelt
(1) Erläutern Sie Grenzen des Wachstums!


(2) Erläutern Sie kurz die Zusammenhänge des postkeynesianischen Wachstumsmodells mit
Umwelt!



Aufgabe 1: (Wachstum und Umwelt, 20 Punkte) SS 2004
Stellen Sie das postkeynesianische Wachstumsmodell erweitert um die Variable
Umweltverschmutzungszustand (P) dar. Gehen Sie dabei von folgenden Zusammenhängen
aus:
–   Die Zunahme von P ist proportional zum Sozialprodukt.
–   P lässt sich durch Kapitaleinsatz (KU) mit konstantem Kapitalkoeffizienten (μ) verringern.



7. Wachstumspolitik



(1) Nennen Sie die wirtschaftspolitischen Ziele des Stabilitätsgesetzes! Unterscheiden Sie
hiervon die Ziele des Stabilitäts- und Wachstumspakts!




(2) Beschreiben Sie kurz wirtschaftspolitische Maßnahmen zur quantitativen und qualitativen
Mehrung des Faktors Arbeit!




(3) Erläutern Sie wirtschaftspolitische Maßnahmen, die im Falle I ≠ S von einer Regierung
getroffen werden können!


(4) Warum sollte der Staat technischen Fortschritt fördern?


(5) Beschreiben Sie die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftspolitik und Inflation!
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer       Wachstum & Struktur                   Wintersemester 2005/06




(6) Der Merkantilist SIR THOMAS MUN (1571-1641) schrieb: „The ordinary means therefore
to increase our wealth and treasure is by Forraign Trade, wherein wee must ever observe this
rule; to sell more to strangers yearly than wee consume of theirs in value.“ Kommentieren
Sie!


(7) Welche Zusammenhänge bestehen zwischen den wirtschaftspolitischen Zielen
„Wachstum“ und „außenwirtschaftliches Gleichgewicht“?




8. Wirtschaftsstruktur


(1) Beschreiben Sie in welche Sektoren FOURASTIÉ die Wirtschaft einteilte! Welche
Entwicklung prognostizierte er?



(2) Welches Problem besteht bei den Ausführungen von FOURASTIÉ?




(3) Lassen sich FOURASTIÉS          prognostizierte      Entwicklungen    der   Sektorstruktur
mikroökonomisch begründen?




(3) Welche Kritik kann man am FOURASTIÉschen 3-Sektoren-Modell äußern?




Technischer Fortschritt und Beschäftigung


„Immer mehr Arbeitsplätze werden gestrichen, da fortschrittliche Maschinen den Menschen
ersetzen“. Kommentieren Sie diese Pressemeldung!
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer             Wachstum & Struktur                        Wintersemester 2005/06


9. Input-Output-Analyse



(1) Erläutern Sie schematisch den Aufbau einer Input-Output-Tabelle!




(2) Welche Steuern werden in der I-O-Tabelle erfasst? Wie sind diese zu interpretieren?




(Reduzierte) Input-Output-Tabelle für Deutschland
 von          an     Sektor I    Sektor II Sektor III    C         G         Z          Ex         
 Sektor I             244 460     277 584    139 532 253 211           0         270 133 018 1 048 075
 Sektor II              68 241    624 059    285 496 771 167           0 662 511 457 140 2 868 614
 Sektor III             93 882    306 653    950 293 773 212 631 680       13 839      66 042 2 835 601
 Abschreibungen         65 119     84 456    269 785
 Löhne                164 678     590 574 1 019 378
 Gewinne                60 928    101 851    552 491
 Importe              183 338     389 616     62 766
 Steuern                38 290    137 435     41 385
 Übergang auf         129 139     356 386 - 485 525
 Ansch.preise
                  1 048 075 2 868 614 2 835 601

Quelle: StBA (1997), S. 692f., Sektor I = Sektoren 1-3, II = 4-9, III = 10-12.



(3) Interpretieren Sie die vier in der obigen I-O-Tabelle schattierten Felder!
(4) Welche wichtige Konsistenzbedingung erfüllt auch die obige Tabelle?
(5) Ermitteln Sie die Matrix der Inputkoeffizienten! Welche zentrale Annahme wird im
offenen statischen Input-Output-Modell über die Inputkoeffizienten getroffen?




(6) Warum bezeichnet man das offene statische Input-Output-Modell als nachfrageorientiert?




(7) Berechnen Sie die Leontief-Matrix (K) aus der Inputkoeffizientenmatrix (A):
Lehrstuhl Prof. Dr. U. Meyer       Wachstum & Struktur                 Wintersemester 2005/06


        0,3 0,5 
a) A =            
        0, 2 0, 4 
        0,8 0,6 
b) A =           
        0, 4 0,7 
Wie hoch ist die erforderliche Produktion x bei einer Endnachfrage für zwei Güter von
    20 
f=  
    35 

				
DOCUMENT INFO