Definition von Gewalt

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Definition von Gewalt Powered By Docstoc
					Andrea- S. Bödeker; Auf dem Kamp 11; 28217 Bremen; Martrikkelnr.: 97420; Semester: IV




                    Gewaltdefinitionen
                        (Eine Internetrecherche)




                                Datum: 18.05.04



                               Dozent: Olaf Emig




                Hochschule Bremen; Fachbereich 8; Soziale Arbeit



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Definition von Gewalt

Gewalt als die Gesundheit der Bevölkerung gefährdendes Problem wurde bisher u. a. deshalb
weitgehend ignoriert, weil keine eindeutige Problemdefinition vorliegt. Gewalt ist ein äußerst
diffuses und komplexes Phänomen, das sich einer exakten wissenschaftlichen Definition
entzieht und dessen Definition eher dem Urteil des Einzelnen überlassen bleibt. Die
Vorstellung von akzeptablen und nicht akzeptablen Verhaltensweisen und die Grenzen
dessen, was als Gefährdung empfunden wird, unterliegen kulturellen Einflüssen und sind
fließend, Sa sich Wertvorstellungen und gesellschaftliche Normen ständig wandeln. Noch vor
einer Generation wurde Disziplin in britischen Schulen durchaus ganz normal noch mit dem
Stock durchgesetzt, mit dem die Schüler auf das Gesäß, die Beine oder Hände geschlagen
wurden. Heute kann ein Lehrer, der sich in dieser Form an einem Kind vergreift, dafür
strafrechtlich verfolgt werden.

Es gibt also keinen weltweit einheitlichen Moralkodex, was es zu einer außerordentlich
lohnenden, aber zugleich auch einer schwierigen und heiklen Angelegenheit macht, das
Thema Gewalt in einem globalen Forum anzusprechen. Dennoch muss das unbedingt
geschehen. Es muss der Versuch unternommen werden, zu einem einvernehmlichen
Verständnis der Problematik zu gelangen, und durch due gründliche Auseinandersetzung mit
dem Stellenwert der Menschenrechte globale Verhaltensstandards festzulegen, die dazu
beitragen können, in unserer sich rasch verändernden Welt Leben und Würde des Menschen
zu schützen.

Gewalt lässt sich auf die unterschiedlichste Weise definieren, es kommt immer darauf an, wer
den Begriff definiert und für welchen Zweck dies geschieht. Eine als Instrument des
Strafvollzugs gedachte Definition wird zweifellos anders aussehen als eine für die
Sozialarbeit brauchbare Definition. Die Public Health muss sich die Aufgabe stellen, Gewalt
so zu definieren, dass der Begriff die gesamte Bandbreite der Täterhandlungen und die
subjektive Erfahrung der Opfer einschließt, ohne damit so verwässert zu werden, dass er
seinen Sinn verlier, oder auch so weit gefasst zu werden, dass er die Wechselfälle des
täglichen Lebens als krankhaft einstuft. Ein weltweiter Konsens ist aber auch schon deshalb
notwendig, weil nur so ein Datenvergleich möglich ist und eine tragfähige Wissensgrundlage
geschaffen werden kann.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gewalt folgendermaßen:

Der absichtliche Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichen körperlichem Zwang oder
physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder
Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod,
psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.

Die Definition umfasst zwischenmenschliche Gewalt ebenso wie suizidales Verhalten und
bewaffnete Auseinandersetzungen. Sie schließt die unterschiedlichsten Handlungen ein, d. h.
sie reicht über das konkrete physische Handeln hinaus und bezieht auch Drohungen und
Einschüchertungen in die inhaltliche Reichweite des Begriffs ein. Neben Tod und
Verletzungen umfasst die Definition auch die Unzahl der oftmals weniger offensichtlichen
Folgen gewalttätigen Verhaltens, Wie z. B. psychische Schäden, Deprivation und
Fehlentwicklungen, die das Wohlergehen des einzelnen Menschen, von Familien und ganzen
Gemeinschaften gefährden.
http://www.who.int/violence_injury_prevention/violence/world_report/en/summary_ge.pdf


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Definition Deutschland

Wie in anderen Ländern auch gibt es in Deutschland keine einheitliche Definition des
Begriffs "Gewalt". Häufig wir nicht unterschieden zwischen "Gewalt", "Aggression" oder
"Mobbing", Diese Phänomene sind zwar durchaus verwandt, jedoch nicht gleichzusetzen. In
einigen Studien wird "Gewalt" überhaupt nicht definiert und ein breiter Gewaltbegriff
zugrundegelegt, der verschiedene Unterformen von Gewalt, wie physische Gewalt, verbaler
Druck, sexuelle Belästigung oder sogar strukturelle Gewalt umfasst.

Der Gewaltbegriff hängt ferner von dem Forschungsgebiet ab, in dem eine Studie
durchgeführt wird (Schäfer and Korn, 2000). Während in psychologischen Studien Gewalt
meist als eine Unterform von Aggression angesehen wird, wird in
erziehungswissenschaftlichen Untersuchungen umgekehrt Aggression oft als eine Unterform
von Gewalt betrachtet (vgl. Vieluf, 1993). In soziologischem und kriminologischem Kontext
wird Gewalt allgemein als abweichendes Verhalten definiert.

Im Alltag wird Gewalt meist mit körperlichen Übergriffen oder kriminellem Verhalten
assoziiert. Nach einer Studie von Schwind et al. (1995) bringen Schüler, Lehrer, Schulleiter
oder Eltern vor allem Verhaltensweisen wie körperliche Übergriffe, Bedrohung mit einer
Waffe, Erpressung oder Vandalismus mit Gewalt in Zusammenhang. Verbale Ausfälle, wie
Beschimpfen oder Beleidigen, werden hingegen von sehr viel weniger Befragten mit Gewalt
assoziiert.

Im Zusammenhang mit Gewalt in der Schule werden in den vergangenen Jahren statt des
Begriffes "Gewalt" zunehmend die Begriff "Bullying" oder "Mobbing" verwandt, die im
Deutschen u.a. mit "Schikanieren" oder "Stänkern" übersetzt wurden. "Bullying" oder
"Mobbing" kennzeichnet eine Verhaltensweise, die sich nur teilweise mit "Gewalt"
überschneidet und deren Schwerpunkt vor allem auf Gruppenaktivitäten liegt. Stellvertretend
sei hier folgende Mobbing-Definition genannt:

"Ein Schüler oder eine Schülerin ist Gewalt ausgesetzt oder wird gemobbt, wenn er / sie
wiederholt und über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines / einer oder mehrerer
anderer Schüler oder Schülerinnen ausgesetzt ist. Negative Handlungen können begangen
werden mit Worten (Drohen, Spotten etc.) durch Körperkontakt (Schlagen, Stoßen etc.) bzw.
ohne Worte oder Körperkontakt (Gesten, Auschluß aus einer Gruppe etc.). Der Begriff des
Mobbing wird hingegen nicht gebraucht, wenn zwei Schüler oder Schülerinnen, die
körperlich bzw. seelisch gleich stark sind, miteinander kämpfen oder streiten. Es muß also
immer ein Ungleichgewicht der Kräfte vorliegen." (Hanewinkel & Knaack, 1997, S. 34)
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Definition Dänemark

In recent years there has been some focus on bullying in Denmark. Several researchers have
produced definitions on bullying:

Bullying is repeated, long-term negative behaviour which leads to an individual or group
being victimised by another individual or group. It can be verbal i.e. insults and name calling
or physical i.e. physical violence or having personal belongings taken. It can be direct, as
described, or indirect, for example, social isolation or being expelled by the group.
Bullying creates an imbalance of power in which the victim usually loses status and self-

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esteem and thereby becomes helpless in front of the bully(ies). Bullying can, in its extreme,
lead to an individual/group being totally segregated socially.
(Eva Pernille Due, Bjørn E. Holstein & Per Schultz Jørgensen, 2001)
Bullying is the absence or corruption of social norms. Therefore bullying may be prevented
through making changes to the social norms and/or behaviours. This isn't easy because
bullying isn't just one thing. Therefore it's important to look for the source of the bullying.
(Per Kjeldsen, Psychologist and Consultant for the Ministry of Education )
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Definition Finnland

In Finland the word "koulukiusaaminen" (school bullying) is generally used when talking
about mental and physical violence in school. The word "kouluväkivalta" (school violence) is
not used as commonly as "koulukiusaaminen" because this latter term includes both physical
and mental violence. Mental violence has gained more attention as it goes unnoticed more
easily than direct physical violence. "Koulukiusaaminen" has been defined in the following
way:

"Bullying (koulukiusaaminen) is a chain of events where one or more pupils is/are repeatedly
and continuously subordinated physically or psychically, directly or indirectly by one or more
pupils. Becoming bullied is a subjective experience."
(Penttilä, 1993)

According to researcher Sauli Puukari, the most common form of bullying in Finnish schools
is harassment.

"…it [harassment] can include mockery, scoffing, name calling and gossiping. Girls are more
likely to use harassment than physical violence."
(Puukari, 2001)

It has also been suggested in the media that it is better to talk about school violence rather
than bullying so that the problem is not underestimated.

Bullying, as well as physical violence are both a more male than female phenomena. Physical
violence in schools is typically a male phenomenon in Finland. The most typical form of
"koulukiusaaminen" is verbal harassment: mockery, scoffing, name-calling and gossiping.
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Definition Portugal

In Portugal there are two approaches to researching violence in schools. The first one focuses
on discipline, comprising of disciplinary measures for any pupil displaying disruptive
behaviour in the classroom or against school rules, be it violent or non-violent (Estrela, 1986;
1998; Amado, 1989; 2001; Freire, 1995; 2001; Veiga, 1995; 1999). In the second approach,
violence is studied as a social/psychological phenomenon (Costa & Vale, 1998; Pereira. et al.,
1996; Almeida, 1999).

Violent behaviour is seen as being distinct from other types of behaviour because it involves a
set of behaviours that may have a severely negative physical or emotional impact on the

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people involved. Violence presents a specific kind of disciplinary problem to schools.

Violence in schools can be defined as being a considerable amount of antisocial behaviour
carried out by a pupil or teacher, and it includes any kind of aggressive behaviour, vandalism,
theft or bullying. These problems are associated with sufferance, difficulties in the moral
development and self-esteem of the victims and aggressors. This phenomenon also has a large
implication for our fundamental democratic principles and human rights.

The Portuguese expression "maltrato entre iguais" (school bullying) is seen as a subset of
school violence. We refer to the Olweus (2000) definition, according to which, "a student is
bullied or victimised when he or she is exposed, repeatedly and over time, to negative actions
on the part of one or more other students". The term bullying should be used when an
asymmetric power relationship exists between students. School bullying can be carried out by
a single student or by a group.

The studies on this particular kind of violence, show that it affects adolescents as much as
children and this is a great concern for educators because of its influence on children's
development.

In Portugal, as in other countries, girls are more frequently victims of indirect bullying (like
social exclusion, pejorative rumours, and so on) and boys are more frequently victims of
physical aggression and threat (Pereira et al, 1996).
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Definition Großbritannien

School violence is nearly always called bullying in the UK. These two terms are very closely
related. Both refer to an act that causes physical or psychological harm, though as outlined
below bullying is usually the repetition of these acts.

There has been a growth of interest and research into this area over the past decade and this
has led to an increase in the types of behaviours that are being included under the umbrella
term 'bullying'. A widely used and inclusive definition of bullying devised by Olweus (1993)
and extended slightly by Whitney and Smith (1993), specifies that bullying:

   is an aggressive act
   with an imbalance of power
   has some element of repetition
   can be physical, verbal or indirect (i.e. sending nasty notes, exclusion from group).


The definition of bullying itself is beginning to be viewed as problematic. The outcome of a
conflict for a pupil (both externally, i.e. reaction from school, parents, etc. and internally, i.e.
effects on self-esteem, concept of self, etc.) is very much determined by identifying the
behaviour as 'bullying' and responding to it as such (see Glover et al., 2000).

Definition currently seems to be source dependent. For example, research suggests that
teachers are less likely to identify behaviour as 'bullying' when the aggression concerns
finance, dress, intelligence and sporting prowess than when it concerns race, religion or
learning disabilities (Glover et al., 2001). This problem also applies to homophobic bullying

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which appears to be increasing in schools (Rivers, 1997). Some behaviours are not being
tackled as effectively as others due to a lack of consensus regarding the definition of bullying.

The definition of 'indirect' bullying is also being redefined throughout the UK with regards to
new technology. The idea that bullying takes place in and around school and through physical
or verbal confrontation has had to be reworked with the vast increase in bullying using mobile
phones and the Internet. These technologies are allowing bullying to occur without the
traditional restrictions of physical location or time.
Bullying is currently defined in a variety of ways in UK literature. We need to strike a balance
between being too specific, and thus not giving weight to conflicts which fall outside of the
definition, and too general, which could allow almost any interaction to be framed within an
aggressive context.
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Definition International

Defining what violence is, is an important precondition when discussing prevalence, sources
and implications for intervention and prevention initiatives. This is especially important for
international projects and discussions, as culture and history, language and the educational
system have an impact on what is perceived as violence.

"Violence" is often mixed with other terms describing similar phenomena, like "bullying" or
"aggression". While for instance some definitions focus on physical violence, some others
also include verbal and mental forms. There is even no agreement between different
disciplines executing studies on violence (Schäfer & Korn, 2000).

Two internationally common definitions of violence are the ones from Olweus and the World
Health Organisation (WHO):

Olweus (1999, p. 12): Violence is "aggressive behaviour where the actor or perpetrator uses
his or her own body or an object (including a weapon) to inflict (relatively serious) injury or
discomfort upon another individual".

WHO (1999, p.2): "The intentional use of physical force or power, threatened or actual,
against oneself, another person, or against a group or community, that either results in or has
a high likelihood of resulting in injury, death, psychological harm, mal-development, or
deprivation."

When talking about violence in school, the term "bullying" or its equivalent in other
languages is usually used (Finnish: "koulukiusaaminen", Danish: "mobbe", German:
"Mobbing", Portuguese: "maltrato entre iguais").

A common definition of bullying is given by Olweus (1993, p. 9):

"A student is being bullied or victimised when he or she is exposed, repeatedly and over time,
to negative actions on the part of one or more other students."


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Even this very broad and general definition does not include the whole range of violent acts
(e.g. it does not mention violent or aggressive acts from teachers against pupils).
Nevertheless, in the VISIONARY project we agree with this definition by Olweus as it is
broad enough to unite the different perspectives of our countries and is a good starting point
for discussions about violence in school, bullying and its prevention.
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Unsere gemeinsame Gewaltdefinition lautet: Gewalt ist die Verletzung der psychischen
und/oder körperlichen Integrität einer Person und umfasst alle Erscheinungsformen von
physischen, psychischen und sexuellen Übergriffen.
http://gemeinsamgegengewalt.at/familie.html


   Schülerzitate Gewalt ist:

      Ausübung von Herrschaft und Macht.
      Nötigung, Erpressung, Vergewaltigung und Raub.
      das Bedrohen eines Menschen mit einer Waffe.
      häufig vorkommend in der Schule.
      für einige die einzige Lösung ihrer Probleme.
      Anwendung von physischen oder psychischem Zwang.
       http://www.zum.de/Faecher/Materialien/dbk/gewalt.htm

Gewalt

im Strafrecht neben der Drohung Tatbestandsmerkmal verschiedener Delikte gegen die
persönliche Freiheit (z. B. Nötigung). Unter Gewalt fällt sowohl die absolute Gewalt
(lateinisch vis absoluta), d. h. das Unmöglichmachen der Willensbildung oder -betätigung,
wie die kompulsive Gewalt (lateinisch vis compulsiva), d. h. das Zufügen gegenwärtiger Übel,
um einen psychischen Zwang auszuüben. www.wissen.de


Gewalt

Allg.: G. bezeichnet den Einsatz von physischem oder psychischem Zwang gegenüber
Menschen sowie die physische Einwirkung auf Tiere oder Sachen. Soziolog.: Gewalt bedeutet
den Einsatz physischer oder psychischer Mittel, um einer anderen Person gegen ihren Willen
a) Schaden zuzufügen, b) sie dem eigenen Willen zu unterwerfen (sie zu beherrschen) oder c)
der solchermaßen ausgeübten G. durch Gegen-G. zu begegnen. Pol.: Mit dem Begriff Staats-
G. werden die (legitim angewandten) Mittel zur Durchsetzung der herrschenden
Rechtsordnung bezeichnet. Es wird zwischen Gebietshoheit (Herrschaftsmacht über ein
Gebiet und dort lebende Menschen) und Personalhoheit (alle Angehörigen dieses Staates)
unterschieden.

http://www.bpb.de/publikationen/0SFAG6,0,0,Gewalt_und_Gesellschaft.html




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       Gewaltdefinition

       Eine allgemeine Definition zur Gewalt kann nur besagen, dass Kraft gegen
       Sachen und Personen gerichtet wird, wobei Gewalt gegen Personen zugleich
       bedeutet, dass sie gegen dessen Willen gerichtet ist.

       Neben diesem rein physischen Gewaltbegriff werden auch "strukturelle
       Gewalt", soziologische und psychologische Gewaltbegriffe vertreten.
       http://www.inidia.de/gewaltdefinition.htm

Zusammenfassung

1. Gewalt ist jedes Handeln, welches potentiell realisierbare grundlegende menschliche
Bedürfnisse durch direkte (personale) und/oder strukturelle und/oder kulturelle Determinanten
beeinträchtigt, einschränkt oder deren Befriedigung verhindert. Jeder kann, muß aber nicht
gewalttätig sein.
2. Gewalt gegen alte Menschen ist Menschenrechtsverletzung. Menschenrechte zu achten und
zu schützen ist nicht nur Verpflichtung aller staatlichen Gewalt, sondern auch moralische
Aufgabe eines jeden Bürgers. Die oft anzutreffende Gleichgültigkeit gegenüber
Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen von psychisch kranken alten Menschen ist
der Boden für Gewalt.
3. Direkte Gewalt lässt sich eher objektivieren und bezieht sich auf körperliche und
psychische Gewalt, finanzielle Ausnutzung, Einschränkung des freien Willens sowie der
passiven und aktiven Vernachlässigung.
4. Strukturelle Gewalt ("Schreibtisch-Täter") ist eher verdeckt und weniger faßbar als direkte.
Vielfältige sich widersprechende Vorschriften und Gesetze fördern die strukturelle Gewalt.
Die gehorsame und gedankenlose Ausführung von inhumanen Anordnungen,
Dienstanweisungen sowie undifferenzierte Gesetzesauslegung fördern Gewalt.
5. Kulturelle Gewalt bezieht sich auf immanente Wertvorstellungen und kollektive Vorurteile,
die eine Verringerung von Gewalt erheblich erschweren.
http://www.hsm-bonn.de/Schriften/Gewalt1.html




Ich möchte daher meinen folgenden Ausführungen eine Definition in Anlehnung an das
Konzept von Garbarino, Guttmann und Seeley (1986) zugrunde legen, wonach unter
psychischer Gewalt alle Handlungen und Unterlassungen von Eltern und Bezugspersonen
verstanden werden, die Kinder ängstigen, überfordern, ihnen dass Gefühl der eigenen
Wertlosigkeit vermitteln und sie in ihrer psychischen und/oder körperlichen Entwicklung
beeinträchtigen können. Dazu zählen grundsätzlich nicht nur extreme Formen seelischer
Grausamkeit, sondern auch auf den ersten Blick harmlose Varianten elterlichen Verhaltens
wie z. B. ständiges Schimpfen oder die demonstrative Bevorzugung eines Geschwisterkindes.
http://epsy15.psy.univie.ac.at/Referat-BMUJF99.pdf


Gewalt entsteht, wenn Differenzen durch (Identitäts-) Fixierungen zu festen Grundsätzen
werden, die nicht mehr verhandelbar sind. (Edgar Forster)
http://home.datacomm.ch/pms-kohler/Referat090102.pdf


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Definitionen Gewalt
(Bremer Gewaltstudie 2003)

Verstoß gegen normative moralische Kategorien
zeitliche und räumliche Bindung

Dimensionen von Gewalt

1. Moralisch diskreditierter Zwang, der zu körperlichen Schädigungen führt
2.Androhung von körperlichen Schädigungen mit dem Motiv, dass sich das Opfer dem
Willen der Täter unterwirft (Erpressung, Raub, „abziehen“)
3.Gewalt gegen Sachen von Mitschülern und der Institution Schule (Vandalismus)
4.Verbale/psychische Gewalt
5.Strukturelle Gewalt

http://walk-on.de/


Gewaltdefinition von Johan Galtung

Der Friedensforscher Johann Galtung weist darauf hin, dass drei unterschiedliche Formen von
Gewalt (direkte oder persönliche Gewalt, kulturelle und strukturelle Gewalt) von einander
abhängig und gemeinsam auftreten. In diesem »Dreieck der Gewalt« kann in jeder »Ecke«
Gewalt ausbrechen und wird dann leicht auf die anderen Formen übertragen.

Kulturelle Gewalt
Unter »kultureller Gewalt« wir jede Eigenschaft einer Kultur bezeichnet, mit de-ren Hilfe
direkte oder strukturelle Gewalt legitimiert werden kann. Diese Form der Gewalt tötet nicht
oder macht niemand zum Krüppel, aber sie trägt zur Rechtfertigung bei. Ein typisches
Beispiel ist die rechtsextreme Ideologie der Un-gleichheit, deren extremste Form die Theorie
vom Herrenvolk darstellt.

Personale Gewalt und Strukturelle Gewalt
Den Typ von Gewalt, bei dem es einen Akteur gibt, bezeichnen wir als personale oder direkte
Gewalt. Die Gewalt ohne einen Akteur wird als strukturelle oder in-direkte Gewalt
bezeichnet. In beiden Fällen können Individuen im doppelten Sinn der Wörter getötet oder
verstümmelt, geschlagen oder verletzt und durch den strategischen Einsatz von Zuckerbrot
und Peitsche manipuliert werden. Aber während diese Konsequenzen im ersten Fall auf
konkrete Personen als Akteure zurückzuführen sind, ist das im zweiten Fall unmöglich
geworden. Hier tritt nie-mand in Erscheinung, der einem anderen direkt Schaden zufügen
könnte. Die Gewalt ist in das System eingebaut und äußert sich in ungleichen Machtverhält-
nissen und folglich in ungleichen Lebenschancen.
Quelle
Vgl. Galtung, J.: Frieden mit friedlichen Mitteln, Leske + Buderich: Opladen, 1998, hier
jedoch zitiert und dargestellt nach Jäger, U., Rechtsex-tremismus und Gewalt, Tübingen:
Verein für Friedenspädagogik, 1993
http://www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/konfliktloesung/hintergrundtexte/gewalt_johann_galtung.php




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                                 C. Akte häuslicher Gewalt

11. Als "häusliche Gewalt" ist jede geschlechtsspezifische körperliche, seelische und sexuelle
Mißhandlung, die von einem Familienmitglied gegen eine Frau in der Familie verübt wird,
oder jeder Versuch einer solchen Mißhandlung zu bezeichnen, von einfacher
Körperverletzung bis hin zu schwerer Körperverletzung, Entführung, Drohungen,
Einschüchterung, Nötigung, Verfolgung, Beschimpfung, gewaltsamem oder rechtswidrigem
Eindringen in die Wohnung, Brandstiftung, Zerstörung von Eigentum, sexueller Gewalt,
Vergewaltigung in der Ehe, Gewalt im Zusammenhang mit der Mitgift oder dem Brautpreis,
Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane, Gewalt im Zusammenhang mit
Ausbeutung durch Prostitution und Gewalt gegen Haushaltsangestellte.
http://www.un.org/Depts/german/wiso/mr_1.html#II




2. Definition allgemein


Der Begriff Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, fertigmachen (mob
= Pöbel, mobbish = pöbelhaft).
Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler Gewalt gegen Personen über längere Zeit mit
dem Ziel der sozialen Ausgrenzung. Es kann sich dabei um verbale und/oder physische
Gewalt handeln.
Am Arbeitsplatz wird unter Mobbing eine konfliktbeladene Kommunikation unter Kollegen
oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden. Nicht jede Feindseligkeit
zwischen Menschen, die zusammen arbeiten müssen, ist Mobbing. Es geht vielmehr um
häufiger und länger anhaltende, systematische und auf eine Person gerichtete Schikanen.
Mobbing richtet enormen Schaden an, sowohl bei dem betroffenen Opfer, als auch auf
betriebs- und volkswirtschaftlicher Ebene. Inzwischen gibt es vielerorts Beratungsstellen für
Mobbingopfer. Für Führungskräfte und Betriebs- bzw. Personalräte werden Schulungen zur
Verhinderung von Mobbing angeboten.
http://www.schulberatung.bayern.de/vpmob.htm#2.%20De



       Definition und Skizzierung des Forschungsstandes

Hurrelmann definiert schulische Gewalt als "das Spektrum von vorsätzlichen Angriffen und
Übergriffen auf die körperliche, psychische und soziale Unversehrtheit, also Tätigkeiten und
Handlungen, die physische und psychische Schmerzen oder Verletzungen bei Schülern und
Lehrern innerhalb und außerhalb des Unterrichtsbetriebes zur Folge haben können. Gewalt an
Schulen umfaßt auch Aktivitäten, die auf Beschädigung von Gegenständen im schulischen
Raum gerichtet sind" (Hurrelmann 1991, 103).

http://www.socionet.de/gewalt.shtml




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2.1 Definition nach GALTUNG

Der Begriff der strukturellen (indirekten) Gewalt geht auf Johann Galtung zurück. Der
Gewaltbegriff wird von ihm auch am weitreichensten differenziert. Er unterscheidet zwischen
manifester, latenter, intendierter, nicht - intendierter, struktureller und personaler Gewalt. Die
strukturelle und personale Gewalt können sich durch psychische, physische, objektbezogene
und objektlose Gewaltausführungen äußern, dabei kann die Intention eine positive oder
negative Einflußnahme sein. Bei der direkt und personal bezeichneten Gewalt gibt es einen
Akteur und das Objekt der Gewalt nimmt diese normalerweise auch wahr. Die indirekte,
strukturelle Gewalt wird vom Objekt dagegen nur schwer wahrgenommen, da es bei dieser
keinen Akteur gibt, sondern die Gewalt in das System von repressiven Strukturen eingebaut
ist. Sie äußert sich durch ungleiche Macht- und Lebenverhältnisse. (vgl. J. Galtung, 1975,
S.12)
Galtung geht von einem Ist - Zustand, sowie einem erstrebenswerten Zustand der
Selbstverwirklichung aus. Und Gewalt ist der Faktor, der diese mögliche
Selbstverwirklichung verhindert. "Gewalt liegt dann vor, wenn Menschen so beeinflußt
werden, daß ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre
aktuelle potentielle Verwirklichung." (ebd., S.9)
Das Maß der potentiellen Verwirklichung richtet sich nach Galtung an den Möglichkeiten,
Einsichten und Hilfsmitteln, die der jeweilige einzelne Mensch in sich trägt.
http://home.t-online.de/home/johannes.gutenberg/gewalt60.html#Gewaltbegriffs

2.2 Bestimmung des Gewaltbegriffs (nach Theunert, 1987, S.42)

Helga Theunert kritisiert an der sehr detaillierten Begriffsbestimmung von Galtung die
fehlende Berücksichtigung der historischen Dimension. Positiv bewertet sie bei dieser
Definition jedoch die Einführung des Begriffs der strukturellen Gewalt, weil dadurch der
herkömmliche eingeschränkte Gewaltbegriff überwunden wurde. Unter Einbeziehung der
strukturellen Gewalt, definiert sie Gewalt als "...die Manifestation von Macht und/oder
Herrschaft, mit der Folge, und/oder dem Ziel der Schädigung von einzelnen oder Gruppen
von Menschen." (Theunert, 1987, S.40)
Macht ist die Chance einer Person, Gruppe oder Institution, die eigenen Interessen gegenüber
anderen, auch gegen deren Widerstand, durchzusetzen. Die Mittel zur Machtausübung können
von geringen persönlichen Fähigkeiten, bis zu effektiveren gesellschaftlich anwendbaren
Mitteln reichen. Die Art der Mittel bestimmt dabei die Wirksamkeit. Herrschaft ist eine
spezifische Form von Machtausübung, die von Theunert "institutionalisierte Machtausübung"
genannt wird. Sie führt durch gesellschaftlich festgelegte Positionen wie Sitte, Brauch und
Recht zur Differenzierung der Gesellschaft in Herrschende und Beherrschte.
Erstes Bestimmungskriterium für die Gewalt ist für sie die bewirkte Schädigung, das Ziel der
Gewaltausübung ist dabei sekundär. Als zweites Bewertungskriterium definiert sie, daß die
"...Gewalt an die Ausübung oder Existenz von Macht und Herrschaft gebunden ist. Macht und
Herrschaft gründen auf die Verfügung über Machtmittel, die die Voraussetzungen zur
Gewaltanwendung schaffen." (Theunert, 1987, S.41)
http://home.t-online.de/home/johannes.gutenberg/gewalt60.html#Gewaltbegriffs




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Formen der Gewalt

Physische Gewalt:
Schläge, Tritte, Ohrfeigen, beissen, anspucken, mit Füssen treten, würgen, einsperren,
brennen, mit Waffe verletzen usw.

Psychische Gewalt:
Demütigungen, Abwertungen, Beschimpfungen, Drohungen, lächerlich machen, Kontrolle
von Essen, Trinken, Schlafen etc., Aufstellen von Verboten, mit Waffe bedrohen usw.

Sexuelle Gewalt:
Vergewaltigung, Zwang zu Geschlechtsverkehr oder anderen Sexualpraktiken, erzwungenes
Anschauen von Pornofilmen oder -bildern usw.

Strukturelle Gewalt:
Gesetze, die Frauen oder eine Frauengruppe benachteiligen, (z.B. dass die
Aufenthaltsbewilligung von Migrantinnen an den Verbleib beim misshandelnden Ehemann
gebunden ist.) Gesellschaftliche Normen, die Frauen oder eine Frauengruppe benachteiligen,
(z.B. typische Frauenarbeiten wie haushalten, Kinder erziehen, Betagte pflegen usw. sind
weniger wert und somit auch schlecht oder gar nicht bezahlt).
http://www.frauenhaus-luzern.ch/


Gewaltmonopol

Politischer Grundsatz, nach dem ausschließlich dem Staat das "Monopol physischer
Gewaltsamkeit" (Max Weber) zukommt und damit vor allem die innere Souveränität des
Staates von keiner anderen Macht in Frage gestellt wird. Von struktureller Gewalt wird dann
gesprochen, wenn der Staat mittels seiner Organe, Institutionen und (z.B. Gesetzgebungs-
)Verfahren sowie über die Art und Weise der Bevorzugung oder Benachteiligung von
Gruppen nur einseitig die Interessen bestimmter Teile der Gesellschaft vertritt und andere
Interessen diskriminiert.

http://www.bpb.de/popup_lemmata/M8W5X5/Gewalthtml



Gewalt im privaten Raum, die „in der Familie“ ausgeübt wird, auch häusliche Gewalt
genannt, ist die verbreitetste Form der Gewalt. Für Verletzungen bei Frauen ist häusliche
Gewalt die häufigste Ursache, häufiger als Verkehrsunfälle, Überfälle und Vergewaltigung
zusammen genommen. Ihr Zuhause ist der gefährlichste Ort für eine Frau.

http://www.frauenrechte.de/




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Zum Begriff „Gewalt"

Den Begriff „Gewalt" verwende ich als intentionalen Handlungsbegriff. „Gewalt" ist jede
gewollte Verletzung der körperlichen Integrität einer Person sowie auch deren Androhung
(vgl. Nini, 1995; Lempert/ Oelemann, 1995). Dazu zählen auch alle Formen von sexualisierter
Gewalt.

http://www.plattform.at/zeitung_eins_98/bild_vom_gewaltttigen.htm



Strukturelle Gewalt

nach J. Galtung die im gesellschaftlichen System immanente Gewalt, die sich in der
Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten des Menschen und deren Verwirklichung äußert.
Sichtbare Zeichen einer strukturellen Gewalt sind ungleiche Macht- und Besitzverhältnisse
sowie ungleiche Lebenschancen.

http://www.wissen.de



Strukturelle Gewalt ist Begriff der von Johan Galtung geprägt wurde. Der komplexe
Gewaltbegriff sieht Gewalt dort, wo „eine Differenz zwischen dem, was sein könnte
(Potentialität), und dem, was ist (Aktualität), ausgemacht werden kann“.

Beispiele

      ungerechte Verteilung des global erwirtschafteten Einkommens
      unterschiedliche Lebenserwartungen
      ungleiche Arbeitsverteilung
      digitale Spaltung der Weltbevölkerung

Sein Ansatz unterscheidet u.a. zwischen (direkter) interpersonaler und (indirekter)
struktureller Gewalt. Unter interpersoneller Gewalt wird die von einem einzelnen Menschen
einem anderen einzelnen Menschen unmittelbar zugefügte Gewalt verstanden. Strukturelle
Gewalt sind „alle(n) Formen von Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen durch den
Menschen, des Menschen durch den Staat, eines Volkes durch ein anderes Volk“ (Zitiert nach
Johannes Paul II.; Dem Frieden in der Welt eine neue Chance. Botschaft zur Feier des
Weltfriedenstages am 1.1.1980; in: L`Osservatore Romano 9 (Nr. 51-52, 21.12.1979) 1-3).
Gewalt wird hier auf Gewaltverhältnisse und systembedingte Gewaltphänomene hin befragt.

http://www.definition-info.de/Strukturelle_Gewalt.html



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Ganz allgemein ist Gewalt Handeln, oft auch soziales Handeln. Daher ist es für den Akteur,
also den Täter, subjektiv mit Sinn verbunden. Dieser Sinn kann einmal instrumentell sein -
der Akteur versucht, z. T. auch mangels anderer Mittel durch den Gewalteinsatz ein
bestimmtes Ziel zu erreichen. Ein Beispiel ist die Gewalt in der Erziehung. Zum anderen kann
der Sinn expressiv bedingt sein, wenn der Gewalteinsatz der Selbstdarstellung und
Selbstvergewisserung dient wie beispielsweise bei der Skinhead-Gewalt.

Gewalt ist ein Moment von Macht: es wird Zwang eingesetzt, um den eigenen Willen gegen
den Willen eines anderen durchzusetzen. Dies kann sowohl ein Einzel- als auch ein
Gruppenwillen sein, der versucht, in einem gemeinsamen Lebensraum bestimmte Ziele zu
verwirklichen. Auf jeden Fall entsteht dabei eine Asymmetrie in der Beziehung: Eine
Seite(Einzelperson oder Gruppe), hat keine Möglichkeit, die Zwangsanwendung zu
verhindern. Damit ein Handeln als Gewalt bezeichnet werden kann, muss sich der Zwang
gegen ein Bewusstsein oder zum Bewusstsein Fähiges richten: Nur ein Bewusstsein kann sich
willentlich gegen die Zumutung von Zwang wehren. Durch den Zwang erfolgt die
(absichtliche) Schädigung anderer Menschen. Zur Gewalt gehört also ein Opfer: eine Person,
der objektiv ein Schaden entsteht und die sich subjektiv geschädigt fühlt.

Ein entscheidendes Kriterium für Gewalt ist die Illegitimität des Zwangseinsatzes: Repressive
Gewalt, zwangsweise ohne oder gegen den Willen der "Unterworfenen" ausgeübt, gilt als
nichtlegitim (violence); Begegnet Macht der freiwilligen Zustimmung, so hat sie die Gestalt
der Autorität bzw. von Herrschaft. Legt die Autorität ihren Willen von außen zwingend fest,
hat sie die Form der Gewalt. Wird Macht ohne Rücksicht auf den Konsensus der Beherrschten
ausgeübt, gewinnt sie den Charakter des Zwangs. In der öffentlich-politischen Diskussion gilt
als Gewalt gerade der Einsatz von Zwang durch den dazu nicht legitimierten Bürger. Dahinter
steht, dass in modernen Gesellschaften der Staat das Monopol zur legitimen Ausübung von
körperlichem Zwang beansprucht (Machtstaat).

Ein großes Problem bei der Gewalt ist die Erfassung, denn es gibt keine eindeutigen Kriterien
für die Abgrenzung.Es wird unterschieden zwischen einem engen Gewaltbegriff auf der einen
und einem weiten Begriff auf der anderen Seite, wobei beide aus methodischer Sicht
Probleme aufweisen. Der enge Gewaltbegriff beschränkt sich auf die zielgerichtete, direkte
physische Schädigung, der weiter gefasste Gewaltbegriff umfasst zusätzlich die psychische
bzw. verbale Gewalt, teilweise auch den Vandalismus und in seiner weitesten auch die
"strukturelle Gewalt" ein. Unter "struktureller Gewalt" wird dabei jegliche Beeinträchtigung
der Persönlichkeitsentwicklung durch die sozialen Verhältnisse (z.B. durch Armut)
verstanden. Problematisch sind aber auch die Übergänge: Wann ist ein Verhalten z. B. noch
eine eher spielerische körperliche Auseinandersetzung, ein Kräftemessen, wann ist es Gewalt?

http://www.definition-info.de/Gewalt.html




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Linkliste:

http://www.who.int/violence_injury_prevention/violence/world_report/en/summary_ge.pdf

http://www.gewalt-in-der-schule.info/

http://gemeinsamgegengewalt.at/familie.html

http://www.zum.de/Faecher/Materialien/dbk/gewalt.htm

www.wissen.de

http://www.bpb.de/publikationen/0SFAG6,0,0,Gewalt_und_Gesellschaft.html

http://www.inidia.de/gewaltdefinition.htm

http://www.hsm-bonn.de/Schriften/Gewalt1.html

http://epsy15.psy.univie.ac.at/Referat-BMUJF99.pdf

http://home.datacomm.ch/pms-kohler/Referat090102.pdf

http://walk-on.de/

http://www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/konfliktloesung/hintergrundtexte/gewalt_joha
nn_galtung.php

http://www.un.org/Depts/german/wiso/mr_1.html#II

http://www.schulberatung.bayern.de/vpmob.htm#2.%20De

http://www.socionet.de/gewalt.shtml

http://home.t-online.de/home/johannes.gutenberg/gewalt60.html#Gewaltbegriffs

http://www.frauenhaus-luzern.ch/

http://www.bpb.de/popup_lemmata/M8W5X5/Gewalthtml

http://www.frauenrechte.de/

http://www.plattform.at/zeitung_eins_98/bild_vom_gewaltttigen.htm

http://www.wissen.de

http://www.definition-info.de/Strukturelle_Gewalt.html

http://www.definition-info.de/Gewalt.html



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