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Anlage - MdB-Brief Adressen oben Funktion Arial.dot

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Anlage - MdB-Brief Adressen oben Funktion Arial.dot Powered By Docstoc
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                                                                                  Platz der Republik 1
                                                                                  11011 Berlin

                                                                                  Unter den Linden
                             Mechthild Rawert                                     Raum 5.129
                         Mitglied des Deutschen Bundestages
                        Mitglied im Ausschuss für Gesundheit
                                                                                   (030) 227 – 73750
      Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz    (030) 227 – 76250
                                                                                     Mechthild.Rawert@bundestag.de



             Mechthild Rawert, MdB · Platz der Republik 1 · 11011 Berlin          Wahlkreis

                                                                                  Friedrich-Wilhelm-Str. 86
                                                                                  12099 Berlin
     Frau Dr. Czarina Wilpert                                                      (030) 72 01 38 84
                                                                                   (030) 72 01 39 94
     Preisträgerin des Berliner Frauenpreises 2006                                   Mechthild.Rawert@wk.bundestag.de




                                                                                  Berlin, 8. März 2006
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     Berliner Frauenpreis 2006

     Laudatio für Frau Dr. Czarina Wilpert



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     Liebe Czarina,
     lieber Bernhard Wilpert, liebe Karin Wilpert, lieber Vincent,
     sehr geehrter Herr Senator Wolf,
     sehr geehrte Staatssekretärin Ahlers,
     sehr geehrte Mitglieder der Jury,
     liebe Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter,
     sehr geehrte Damen und Herren,

     der diesjährige Berliner Frauenpreis geht an eine Frau, die vor rund 40 Jahren als
     Immigrantin nach Berlin gekommen ist und hier zur Pionierin und noch zu vielem mehr
     wurde:
     Frau Dr. Czarina Wilpert erhält den Berliner Frauenpreis 2006, weil sie für viele Frauen,
     insbesondere für viele Immigrantinnen und für viele junge Frauen zur unterstützenden
     Schrittmacherin in Sachen Selbständigkeit und Emanzipation wurde.
     Czarina Wilpert kannte nach eigenen Aussagen für ihr Leben keine Frau, keinen Mann, die
     ihr als Vorbild dienten. Vielmehr war sie selber es, die in ihrer Familie, in ihrem Leben häufig
     die jeweils Erste war,
         - das erste Mädchen, welches eine höhere Schule besuchte und studierte,
         - das erste Familienmitglied, welches über den Ozean nach Europa zog,
         - die Erste, die eine Doktorarbeit schrieb - und zwar über die „Zukunftsorientierung der
             Kinder von Arbeitsmigranten“.

     Diese „Erste“, die immer was Neues ausprobieren wollte, die immer die Chancen im Neuen
     entdecken und erproben wollte, hat es geschafft:
     Czarina Wilpert ist für viele von uns nicht nur Mentorin und Freundin geworden, nein, sie
     selbst wurde für sehr viele Frauen durch ihre Persönlichkeit und ihre Menschlichkeit sowie
     ihre außerordentlich hohe Fach- und Sozialkompetenz zu einem Vorbild.
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Czarina Wilpert hat sich in ganz besonderer Weise um die Frauen Berlins verdient gemacht -
in einer Stadt, die auch wegen ihrer kulturellen Vielfalt so geschätzt wird. Die Chancen dieser
Vielfalt hat Czarina Wilpert früh erkannt - sehr viel früher als viele andere und sie hat die
Potenziale und Chancen dieser Vielfalt in mannigfacher Form gefördert, ausgebaut und in
Projekten fest verankert, nicht zu schweigen davon, dass sie diesen Prozess der Chancen
wissenschaftlich erforscht und evaluiert hat.

Czarina Wilpert entstammt einer leistungs- und zukunftsorientierten mexikanisch-
amerikanischen Einwandererfamilie in Huerta, Los Angeles, Kalifornien, USA.

Czarina spricht Englisch, Französisch, Deutsch und - wie sie es nennt - „Familien-Spanisch“.
Englisch ist wohl heute am ehesten ihre Muttersprache. Beim Umzug nach Berlin schien ihr
die neue Sprache Deutsch erst ein Problem, doch durch ihr weitgehend deutschsprachiges
Umfeld war sie gezwungen, Deutsch lernen zu müssen.
Und das erfolgreich: Für ihre erste Stelle an der TU Berlin sollte sie einen Sprachtest
machen. Bei der Anmeldung hatte man ihr aber gesagt, der Test sei überflüssig, weil sie die
Sprache bereits so gut beherrsche. Sie selbst ist überzeugt, dass sie die Prüfung zum
damaligen Zeitpunkt nicht bestanden hätte. „Es gehört immer auch ein bisschen Glück zum
Leben“, sagt sie heute. Sie weiß aber auch: „Man braucht sehr viel Mut, sich in der
Gesellschaft eigenständig zu integrieren.“ Diesen Mut hatte sie - und gibt ihn seither an
Frauen weiter, die in einer ähnlichen Situation sind wie sie damals. Auch dafür wird sie heute
ausgezeichnet.

Nach ihrem Studienabschluss (M.A. Soziologie, Nebenfächer Psychologie,
Bildungsökonomie) an der Technischen Universität Berlin 1974 hat Czarina Wilpert unter
anderem als Sozialforscherin am Wissenschaftszentrum Berlin, dem Institut für Soziologie
der TU Berlin und am Bundesinstitut für Berufsbildung vor allem zu internationalen
Migrations- und Einwanderungsfragen geforscht.

In den 70gern war die Soziologie noch eine Männerdomäne und Frauen eine Seltenheit. Die
Chance, diesen Weg gehen zu können, hat ihr Rainer Mackensen, damals Professor an der
TU Berlin, gegeben. Er hat Czarina Wilpert ernst genommen, sie respektiert und ihr den
nötigen Freiraum für ihre wissenschaftliche Arbeit gegeben - und dafür ist sie ihm noch heute
dankbar. Denn sie musste sich in zweifacher Hinsicht durchsetzen: Als Frau und als
Einwanderin in Deutschland.

Niemand wird bestreiten, dass ihre eigene Biographie und die damit verbundenen Lebens-
und Lernerfahrungen wegweisend für ihre berufliche Arbeit gewesen ist und sie zu einem
Thema geführt hat, für das sie sich seither beharrlich einsetzt:
Die Entdeckung, das Erleben unterschiedlicher Kulturen ist eine Bereicherung und kann
auch zu einer individuellen „neuen Heimat“ führen.

Mitte der 70er Jahre forschte Czarina Wilpert in einem international besetzten Team am
Wissenschaftszentrum Berlin zum Thema „Internationale Migration“. Hier wurde ihr klar, dass
in Deutschland zahlreiche kulturelle Stereotypen über „die Anderen“ vorherrschten -
Stereotypen, deren Inhalte von der Mehrheitsgesellschaft abgelehnt wurden. Es waren
„Bilder“, Bilder die Bilder schaffen, die aber den Menschen nicht als Individuum sahen. Für
Czarina Wilpert aber stand immer der Mensch, die Person mit ihren subjektiven Wünschen,
Hoffnungen, Begabungen und Talenten im Mittelpunkt.

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Besonders beeindruckt haben sie im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit vor allem die jungen
Frauen der ersten Generation der Einwanderer. Deren ausgeprägtes Selbstbewusstsein
zeigten Czarina Wilpert, welches Potenzial diese Frauen hatten.
Und dieser Eindruck bestätigte sich im Laufe ihrer wissenschaftlichen Arbeit immer wieder:
Diese Einwanderinnen aller Altersgruppen verfügen über besondere Ressourcen,
Fähigkeiten und Energien - diese ganz besonderen Ressourcen, Fähigkeiten und Energien
kamen und kommen auf dem hiesigen Arbeitsmarkt allerdings nicht entsprechend zum
Einsatz.

Die Hürden, mit denen diese Frauen tagtäglich konfrontiert werden, sind vielfältig:
    - Oft werden ihre im Herkunftsland gesammelten Abschlüsse und Berufserfahrungen in
       Deutschland nicht anerkannt. Nicht nur bei der Arbeitssuche, auch bei der Aus- und
       Weiterbildung stoßen die meisten von ihnen auf gesetzliche Barrieren.
    - Probleme entstehen auch durch die mangelnde Erfahrung der Migrantinnen im
       Umgang mit deutschen Behörden, aber auch in der oft mangelnden Bereitschaft der
       Behörden, die Frauen aufzuklären und zu beraten,
    - ganz zu schweigen von der direkten Diskriminierung seitens potenzieller Arbeitgeber
       und des sozialen Umfelds.

Solche Hürden überwindbar zu machen und Migrantinnen den Zugang zu einem
selbstbestimmten Leben zu ermöglichen, dafür hat sich Czarina Wilpert hier in Berlin im
besten Sinne „nachhaltig“ engagiert - ich kann aus Zeitgründen nur auf ausgewählte
Engagementfelder hinweisen:

Gemeinsam mit der UNESCO führte sie 1988 eine internationale Tagung zum Thema
„Frauen und Migration“ an der TU Berlin durch und erfuhr auf diese Weise von Projekten in
England, in denen motivierte Migrantinnen und langzeitarbeitslose Frauen auf eine eigene
Existenzgründung vorbereitet wurden. Gemeinsam mit Zekiye Sarpyel und Cidem Eren
setzte Czarina Wilpert sich für die Umsetzung dieser Idee in Berlin ein. Diese Gruppe von
Frauen der zweiten Generation war überzeugt, dass sie die wirtschaftlichen und sozialen
Benachteiligungen, mit denen Migrantinnen in Deutschland konfrontiert sind, sehr viel
genauer als die Elterngeneration reflektieren und sich tatkräftiger für Veränderungen
einsetzen konnten. Aus diesem Gedanken heraus gründeten sie 1990 die „Initiative
Selbstständiger Migrantinnen (I.S.I.)“ Erklärtes Ziel von I.S.I. war von Anfang an:
Das Projekt sollte Migrantinnen helfen, ökonomisch auf eigenen Füßen zu stehen und sich
so aus der familiären und staatlichen Abhängigkeit zu lösen. Die Grundannahme war:
Migrantinnen, die das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Prägungen bewältigen müssen,
haben ein besonders feines Gespür für die sich ständig wandelnden Bedürfnisse einer
Gesellschaft.

Für Czarina Wilpert waren diese Frauen aufgrund ihrer interkulturellen Kompetenz deshalb
geradezu prädestiniert für gute und innovative Geschäftsideen:
I.S.I. bildet im Rahmen des Programms „Existenzgründung für Migrantinnen“ (E.f.I.) seit
nunmehr gut 15 Jahren Frauen mit Migrationshintergrund ein Jahr lang unter anderem in
EDV, Betriebswirtschaftslehre, Buchführung und Interkultureller Kompetenz aus. Der Verein
bietet außerdem ein in Berlin einzigartiges Beratungsangebot von Migrantinnen für
Migrantinnen an, die sich mit Weiterbildungs- oder Existenzgründungsplänen tragen.



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Der Erfolg lässt sich leicht ablesen: Vor dem Programm waren 85 Prozent der Frauen nicht
berufstätig, nach der Ausbildung sind zwei Drittel von ihnen erwerbstätig oder selbstständig.

Wichtiger als die Zahlen sind aber die persönlichen Erfolge, die Geschichten der Frauen: Für
Bogumilla Sobjieraj-Swiderska aus Polen war die Fortbildung „Existenzgründungen für
Migrantinnen“ der „wichtigste Schritt in meinem Leben in Deutschland“.
Und das ist es ja, worum es geht: dass diese Frauen um ihre Potenziale wissen und dem
Leben hier in Deutschland mit Mut und Optimismus entgegen sehen.

Darauf zielt auch der Verein AKARSU ab, den Czarina Wilpert gemeinsam mit der Initiatorin
Sevin Celebi und anderen 1984 mit ins Leben gerufen hat. Motiv für die Gründung des
Vereins waren hier die zahlreichen Zugangsbarrieren von Migrantinnen beispielsweise in der
Gesundheitsversorgung bzw. auch die hohe Quote der Ausbildungsabbrecherinnen unter
ihnen. AKARSU kümmert sich um die Gesundheitsförderung und -prävention von
Migrantinnen, bereitet sie auf eine Ausbildung vor und begleitet sie währenddessen. Der
Verein macht seine Arbeit so gut, dass er 2002 für seine herausragenden Leistungen vom
Bundespräsidenten mit dem Integrationspreis ausgezeichnet wurde.

Seit Anfang der 90ger Jahre hat sich Czarina Wilpert verstärkt der anwendungsorientierten
Forschung zugewandt. Dieses ist auch einem Wandel der Sozialwissenschaften
zuzuschreiben. Sie war der Meinung „ Wir wissen bereits viel“.

Czarina Wilpert beschäftigte sich daher u. a. verstärkt mit der Umsetzung von Erkenntnissen
über die Bedürfnisse und Potenziale von Migrantinnen und Jugendlichen aus
eingewanderten Familien in modellhafte Bildungsangebote und Ansätze. Als Folge ihrer
damaligen Forschungsarbeit mit Jugendlichen aus Einwandererfamilien erarbeitete sie
gemeinsam mit Mansure Uslu die Konzeption für das Projekt MIBA. MIBA steht für
„Mehrsprachige Migrantinnen in Beruf und Ausbildung“ und richtete sich an Töchter von
Migrantinnen mit Realschulabschluss. Ziel war es, diese Mädchen in zukunftsträchtigen
Berufen auszubilden - und dabei gezielt ihre Mehrsprachigkeit als wichtige Qualifikation für
sich selbst, aber auch für die Gesellschaft insgesamt einzubeziehen.


Sehr geehrte Damen und Herren,

kulturelle Vielfalt als Bereicherung zu sehen und auf diese Weise Diskriminierungen abbauen
zu können, von diesem so genannten Diversity-Ansatz ist Czarina Wilpert fest überzeugt.
Dem Konzept liegt die Annahme zugrunde, den Beitrag von Menschen mit ihrer spezifischen
biografischen Lebenserfahrung nicht als Mangel sondern als chancenreiche soziale
Ressource wahrzunehmen: Das sind zum Beispiel spezifische Lebenserfahrungen aufgrund
der Religion, der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, des Alters, der
Körperlichkeit und der sexuellen Orientierung. Die Anerkennung von Vielfalt, die Akzeptanz
von "Anderen" wird hierbei als Chance begriffen, sich als Gesellschaft, als Gesamtheit
vollständiger zu entfalten. Das hat inzwischen auch die Wirtschaft verstanden.




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Seit 1994 ist Czarina Wilpert aktiv in der Antidiskriminierungs- und Diversity-Bildungsarbeit,
die darauf abzielt, Vielfalt positiv zu gestalten, Vorurteile, Diskriminierung und Rassismus in
Deutschland und in Europa abzubauen.

Um das Diversity-Konzept auch hier in Berlin in Unternehmen, in der öffentlichen Verwaltung
und in Schulen zu etablieren, hat Wilpert 1996 den Verein „Eine Welt der Vielfalt“ e.V.
mitbegründet und ist hier noch heute Vorstandsmitglied. „Eine Welt der Vielfalt“ setzt
Programme und Konzepte zu Diversity-Trainings im Rahmen nationaler und internationaler
Projekte in Berlin erfolgreich um. Als Koordinatorin des Pilotprojekts „Berlin Stadt der Vielfalt“
hat Czarina Wilpert in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeauftragten Berlin von 2002 bis
2004 Berliner Verwaltungsangestellte in Workshops sensibilisiert für die Vielfalt von
Lebensweisen und Formen der Diskriminierung.


Sie sehen, meine sehr geehrten Damen und Herren,

Die Liste der Verdienste von Czarina Wilpert um die Frauen in dieser Stadt ist lang - zu lang,
um sie hier an dieser Stelle vollständig darzustellen.
Viel zu wenig gewürdigt habe ich die Wissenschaftlerin Wilpert, die Mitglied in zahlreichen
wissenschaftlichen Organisationen ist, unzählige internationale Symposien durchgeführt und
europäische Arbeitsgruppen koordiniert sowie unendlich viele Vorträge im In- und Ausland
gehalten hat.

Geehrt wird Czarina Wilpert hier und heute, sehr geehrte Damen und Herren, für ihr
langjähriges Engagement für die Integration von immigrierten Frauen in Deutschland und
ihren Einsatz im Bereich der Existenzgründungen von Migrantinnen. Es ist ihr Beitrag für
eine multikulturelle Gesellschaft, für die es in diesem Land aus ihrer Sicht niemals ein
Konzept gegeben hat. Wie ein solches Konzept aussehen und dass es funktionieren kann,
hat sie - die Immigrantin in Deutschland - selbst uns allen - die meisten von uns
deutschstämmig - mit ihrer Arbeit unter Beweis gestellt.

„Wir sind noch lange kein Integrationsland“, hat sie mir kürzlich gesagt. Dafür braucht es aus
ihrer Sicht vor allem eine radikale Umstrukturierung des hiesigen Bildungssystems: Die
Schulklassen müssten halbiert werden, damit die Migrantenkinder die deutsche Sprache
besser lernen können. Czarina Wilpert fordert außerdem mehr Lehrerinnen und Lehrer - und
zwar unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Für eine Welt, ein Land, eine Stadt der Vielfalt
rät sie der deutschen Gesellschaft vor allem den Blick zu öffnen, Mut zur Differenzierung und
zu Innovationen zu haben.

Der Abriss über Czarina Wilpert, den ich Ihnen gerade gegeben habe, hat Ihnen, sehr
geehrte Damen und Herren, hoffentlich eines deutlich gemacht:
Der diesjährigen Preisträgerin des Berliner Frauenpreises geht es zentral um die subjektiven,
die sozialen und ökonomischen Chancen von Vielfalt und damit auch um die Chancen einer
multikulturellen Gesellschaft. „Integration“ ist kein andauernder „Karneval der Kulturen“, in
dem mit viel Aufwand und auch Freude das Bunte, das „Andere“ Zuschauerinnen und
Zuschauern geboten wird. „Integration in Berlin“ bedeutet eine Aufhebung von
Darstellerinnen und Darstellern auf der einen und Zuschauerinnen und Zuschauer auf der
anderen Seite. Integration verändert den Alltag von uns allen, verändert uns alle und
bereichert uns im besten Falle alle.

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Das Credo von Czarina „Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner / ihrer jeweils eigenen
Geschichte und dem eigenen Potenzial“ fordert uns heraus. Denn es ist unser aller Aufgabe,
ihr bzw. ihm die Chance zu geben, aus dem Brunnen der eigenen Talente schöpfen zu
können.


Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht zufällig wird der Berliner Frauenpreis alljährlich am Internationalen Frauentag verliehen.
In diesem Jahr hat der Gedenktag seitens der Vereinten Nationen den Themenschwerpunkt
„Frauen in Entscheidungspositionen“. Weltweit wird heute daran erinnert, dass Frauen nach
wie vor nicht gleiche Chancen und Zugänge wie Männer haben, eine Führungsposition zu
erreichen. Auch dieser Herausforderung zur Veränderung müssen wir uns unbedingt und
zwingend stellen.

Ich meine, neben den zwingend notwendigen gesellschaftlichen Maßnahmen braucht es
dazu auch Frauen wie Czarina Wilpert. Frauen, die als Vorbild dienen und anderen Frauen
Mut machen, ihren individuellen Weg entschlossen zu gehen. Und Frauen, die deutlich
machen, dass Vielfalt - auch die Vielfalt der Geschlechter - ein Gewinn für die Gesellschaft
und jede bzw. jede Einzelne/n ist.


Liebe Czarina,

ich danke dir für dein Dasein und dein Sosein

- und Ihnen allen danke ich für ihre Aufmerksamkeit.




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