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Privatversicherte was nun

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Privatversicherte was nun Powered By Docstoc
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                                                      I  n Berlin können begabte Kinder schon ab der 5. Klasse altsprachige Züge in
                                                         grundständigen Gymnasien besuchen. Der SPD-PDS-Regierung schmeckt
                                                      das nicht mehr, sie will diese Schulform jetzt austrocknen. Aber nein, tönt es
                                                      aus den Parteizentralen: Stimmt ja gar nicht. Protest! Keine falschen Zitate
                                                      bitte! Wir wollen nur, daß die von den Eltern viel zu früh ins Gymnasium ge-
                                                      prügelten Kinder, die Latein lernen wollen, dann auch Altgriechisch lernen
                                                      müssen!1 Gute Idee! Und wenn das nicht hilft, liebe Parteien, dann macht doch
                                                      Aramäisch und nötigenfalls Keilschrift obligatorisch, spätestens dann kehren
                                                      diese krankhaft Bildungswütigen wieder in die „Hatsichlangebewährtschule“
                                                      mit Kuschelecke und ohne Leistungsdruck zurück. Alle sollen gleiche Chancen
                                                      haben, wenn nicht gleich gute, dann wenigstens gleich schlechte!

                                                      Was da in der Bildungspolitik eines eher unbedeutenden Bundeslandes abgeht,
                                                      erleben wir im Großen bei den ebenso überfälligen wie dilettantisch angefaß-
                                                      ten Reformen. Stichwort Gesundheitsreform: Deren Ziele sind klar, mehr Ei-
                  genverantwortung, weniger Bürokratie, Senkung der Lohnnebenkosten. Die verschiedenen Modelle wurden aus-
                  giebig diskutiert. Aber was wird aus dem Wirtschaftszweig, der diesen Zielen schon näher ist als AOK & Co, was
                  wird aus den privaten Krankenversicherern? Und vor allem: Was wird aus ihren Kunden? Dazu fehlen bisher
                  klare Aussagen. Also haben wir einmal nachgefragt, welche Vorstellungen die Bundestagsparteien haben. Uns
                  interessierte, ob sie private Vollversicherungen weiter zulassen wollen oder, falls nicht, welche konkreten Folgen
                                                                                              das für privat Versicherte haben

      Privatversicherte - was nun?
                                                                                              würde. Sie können unseren Brief und
                                                                                              die vollständigen Antworten auf Seite
                                                                                              436 nachlesen.
                                                                                              Die regierende SPD ist ziemlich ehr-
                  lich: „Wie es mit der Gestaltung der PKV en detail weitergeht, ist noch nicht ausdiskutiert.“ Sie empfiehlt,
                  „... die einschlägige Medienberichterstattung der nächsten Monate mitzuverfolgen.“ Aus diesen Medien haben
                  wir inzwischen erfahren, daß die SPD das Thema erst nach den nächsten Wahlen angehen will. Das soll wohl be-
                  ruhigen, bewirkt aber bei mir das Gegenteil: Hat man etwa so brisante Pläne, daß deren Bekanntwerden jede
                  Wahlchance zunichte macht?
                  Die knappe Antwort der CDU lautet: „Das Prämienmodell gilt nur für die gesetzliche KV. Private Versicherte
                  sind davon nicht betroffen. GKV und PKV bleiben weiterhin nebeneinander bestehen.“ Das ist natürlich auch nur
                  die halbe Wahrheit, denn bei Redaktionsschluß galt immer noch, daß die CDU die Prämie Einkommensschwa-
                  cher über eine gewaltige Steuerumverteilung finanzieren will. Aber das wäre dann gesamtgesellschaftliche Soli-
                  darität und damit wohl gerechter als das jetzige Prinzip. Bleibt zu hoffen, daß die Nutznießer dieser Solidarität
                  auch verantwortungsvoll damit umgehen werden.
                  Die CSU hat „noch keine Beschlußfassung über die Grundsätze einer Finanzierungsreform“. Aber: „Das
                  grundsätzliche Problem der Gesundheitspolitik - eine finanzierbare und leistungsstarke medizinische Versorgung
                  der Bevölkerung zu sichern - kann nur durch eine nachhaltige Gesamtkonzeption gelöst werden.“ Aha! Das hät-
                  ten wir nicht gedacht. Aber grundsätzlich liegt die CSU auf CDU-Linie: „Dabei müssen [...] gesetzliche und pri-
                  vate KV auch weiterhin in ihren [...] Grundkonzeptionen bestehen bleiben.“
                  Die FDP will die GKV komplett privatisieren und in die neue PKV Wechselmöglichkeiten und einen Kontrahie-
                  rungszwang für einen Einheitstarif mit Mindestleistungen einführen. Alles Weitere bliebe dann privaten Verein-
                  barungen überlassen.
                  Die PDS hat auch ziemlich radikale Vorstellungen, jedoch in anderer Richtung: Weg mit der Bemessungsgrenze
                  und her mit Beiträgen auf jegliche Einkommen. Die PKV darf nur noch Zusatzleistungen versichern, woran er-
                  kennbar ist, daß die PDS die Früchte ihres Planes für so trocken hält, daß eine zusätzliche Sicherung nötig wird.
                  Sie hofft, daß fallende Beitragssätze den Geringverdienern „erhebliche Einkommensgewinne ... für ergänzende
                  Produkte zum Leistungskatalog der GKV...“ ermöglichen. Könnte das heißen, daß sich Einkommensschwache
                  dank des niedrigen Beitragssatzes eine Zusatzversicherung leisten können, die dem Mittelstand wegen extrem
                  gestiegener Pflichtbeiträge schwer fiele?
                  Die Grünen wollen den Privatversicherten wenigstens einen etwas gepolsterten Übergang in die GKV (sprich:
                  Bürgerversicherung) erlauben, indem sie großzügig gestatten, die angesammelte Altersrückstellung zunächst für
                  eine (offenbar nötige) Zusatzversicherung aufzubrauchen. Dann ist aber Schluß.

                  Fazit: Bei der FDP rannten wir offene Türen ein. Die schwarzen Parteien sind sich uneins und verstecken dies
                  hinter stark verkürzenden Aussagen oder allgemeinem Geschwafel. Die Botschaft der grün-roten Parteien aber
                  klang in meinen Ohren wie: Alle sollen gleiche Chancen haben, wenn nicht gleich gute, dann wenigstens gleich
                  schlechte. Siehe oben!




                  Dr. Felix Blankenstein, Chefredakteur
                  1: Meldung im Berliner Tagesspiegel vom 21.8.2004: „Grüne wollen keine Gymnasien ab 5. Klasse“



ZAHN PRAX 7, 407 (2004)
                                                                                                                             407
Inhalt                                                     Titelbild:
                                                           Kalender „Die Zahnheilkunde
                                                           in der Kunst“, Hrsg. WDS
                                                           Pertermann GmbH, recherchiert
                                                           Siegfried Lorenz




         Praxis
         Modernes Zahnbleichen: Literaturübersicht und             Michael Hopp, Reiner Biffar               410
         Kasuistik

         Pfefferminzzusatz in Alginaten                            Juliane Wegner                            420

         Leistungsvergleich
         Marktübersicht Instrumentendesinfektion                                                             424
         Marktübersicht Händedesinfektion                                                                    432

         Steuern Recht Finanzen
         Wie sich die Parteien die Zukunft der Privaten            Felix Blankenstein                        436
         Krankenversicherung vorstellen

         Die Behandlungskosten -Informationspflicht des            Catharina v. Ziegner                      442
         Zahnarztes gegenüber privat Versicherten

         Veranstaltungen
         Mundspülung mit ätherischen Ölen als Ergänzung zur Plaque-Reduzierung                               450
         14. International Symposium On Dental Hygiene, Madrid

         Zahnaufhellung heute                                                                                452

         Jubiläumstagung der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie e. V. (DGP)                           456
         zum 80. Jahrestag der Gründung der ARPA: Konsens - Dissens in der Parodontologie

         Stark für die Zukunft durch Verantwortung und Innovation: 25 Jahre Aufbau und Leitung               460
         der Shofu Dental GmbH durch Wolfgang van Hall

         Achtes Scientific Meeting von Ivoclar Vivadent:                                                     464
         „Die Zahnmedizin von morgen“

         Rubriken
         Editorial                                                                                           407
         Inhaltsverzeichnis                                                                                  408
         Termine                                                                                             467
         Dental-Ticker                                                                                       465
         IHCF-Newsletter                                                                                     468
         Impressum                                                                                           470

         Produkte
         Neuheiten, Herstellerinformationen                                                                  446




408                                                                                        ZAHN PRAX 7, 408 (2004)
     AZ
Heraeus Kulzer

     409
Praxis

                       Modernes Zahnbleichen:
                       Literaturübersicht und Kasuistik
                       Dr. Michael Hopp, Prof. Dr. Reiner Biffar




         Indizes: Bleaching, laserassistiertes Bleaching, Di-         Abb. 1: Ein Blick auf die Farbskala zeigt
         odenlaser, 980nm-Laser.                                      das Ergebnis.
         Weiße Zähne und braune Haut sind eine kommuni-               kann, wenn Zahnfarbe, Alter und äußeres
         kative Botschaft, sie gelten inzwischen als Zeichen          Erscheinungsbild überhaupt nicht überein-
                                                                      stimmen. Auch hier haben Zahnarzt und
         von Gesundheit, Vitalität aber auch finanzieller             ZMP die Verantwortung über verwendbare
         Leistungsfähigkeit. Entsprechend werden                      Materialien, Methoden, Häufigkeit und vor
         Methoden der „esthetic dentistry“ in den letzten             allem auch Nebenwirkungen des Bleichens
         Jahren verstärkt vom Patienten abgefordert.                  aufzuklären. Aber Bleichen ist nicht nur
         Der folgende Beitrag zeigt die Umsetzung des                 „Wohlfühl-Zahnmedizin“, bei der komplet-
                                                                      te Zahnreihen aufgehellt werden. Einzelne
         Bleachings mit einem marktgängigen Bleich-
                                                                      verfärbte Zähne sind ein Stigma und können
         material. Gleichzeitig bietet er einen Literaturüber-        einen Krankheitswert haben. Bei der nöti-
         blick zum aktuellen Stand der Dinge.                         gen Therapie spart Bleaching gegenüber
                                                                      einer Überkronung oder Verblendung so-
                                                                      wohl solidarisch versicherte als auch private


                       S
                                                                      Kosten und Hartsubstanz!
                             chöne und weiße Zähne sind ein Attri-
                             but der Jugend, stehen aber auch         Was verfärbt die Zähne?
                       gleichzeitig für Gesundheit, Stärke, Dyna-     Farbänderungen an Zähnen können physio-
                       mik und Durchsetzungsfähigkeit. Ein Blick      logisch-altersbedingt, pathologisch durch
                       in die USA zeigt: auch WEISS läßt sich stei-   Mineralisationsstörungen und Fremdstoff-
                       gern und bedarf damit neuer Namen, wie         einlagerungen bei der Zahnentwicklung
                       z. B. California White. In solchen Fällen      oder durch Ein- und Auflagerung von orga-
                       scheint es einen Wettbewerb mit Sanitärke-     nischen und anorganischen Substanzen auf-
                       ramik zu geben, was sogar lächerlich wirken    treten.


410                                                                                       ZAHN PRAX 7, 410-419 (2004)
                                                                                                               Praxis
                                                                                                               xxxxxx




Abb. 2: Ausgangssituation mit Farbe A3 und dunk-      Abb. 3: Entfernung harter Beläge mit
ler.                                                  Ultraschall.
                  Das physiologische Nachdunkeln der Zähne     (grün bis schwarz), Kupfer-Verbindungen
                  geschieht durch lebenslange Produktion von   (grün bis blau), Schwermetallverbindungen,
                  Sekundär- bzw. Tertiärdentin. Mit der zu-    wie Hg und Pb (grau bis schwarz) auftreten.
                  nehmenden Abnutzung des Schmelzes kor-       Verfärbungen durch anorganische/organi-
                  reliert eine Farbentwicklung in Richtung     sche Substanzen sind die Folge der physio-
                  gelblich bis bräunlich-grau.                 logischen Einlagerung von Ca-Phosphaten
                  Verfärbungen entstehen durch alimentäre      und der unphysiologischen Einlagerung von
                  organische Auflagerungen (Tee, Kaffee,       Bakterien- und Blutbestandteilen, Medika-
                  Rotwein, Früchte etc.), Teerprodukte vom     menten und Wurzelfüllmaterialien. Nur ein
                  Rauchen, bakterielle Stoffwechselprodukte,   Teil dieser Verfärbungen ist durch Mundhy-
                  Abbauprodukte körpereigener Substanzen       giene entfernbar, deshalb kommt es allmäh-
                  bei inneren Erkrankungen (Porphyrinab-       lich zur Kumulation der Farbstoffe. Ver-
                  bau).                                        stärkt wird der Effekt durch Rauhigkeiten an
                  Farbveränderungen durch anorganische         der Zahnoberfläche und auf Komposit-Fül-
                  Auflagerungen können durch Fe-Verbin-        lungsflächen, deren organische Matrix eine
                  dungen (gelb bis braun), Mn-Verbindungen     erhöhte Affinität zu organischen Farbstoffen
                                                               hat.

                                                               Bleaching
                                                               Bleichen ist schon in der Mitte des 19. Jahr-
                                                               hunderts beschrieben worden [19, 24], man
                                                               versuchte damals mit H2O2-getränkter
                                                               Baumwolle Schmelzflecken aufzuhellen [4,
                                                               55].
                                                               Grundprinzip ist die Oxidation aufgelager-
                                                               ter Farbstoffe. In der Zahnmedizin werden
                                                               dafür Wasserstoffperoxid, Karbamidperoxi-
                                                               de (Harnstoffperoxide), Natriumcarbonate
                                                               oder Perborat-/H2O2-Zubereitungen ver-
                                                               wendet. Harnstoffperoxide zerfallen in Was-
                                                               serstoffperoxid und Nebenprodukte, so daß
Abb. 4:                                                        die Konzentration der Inhaltsstoffe etwa
Organische                                                     dreimal höher ist als die der bleichwirksa-
Auflagerungen                                                  men Endprodukte entsprechend der H2O2-
können sehr                                                    Konzentration. Mokhlis et al. [38] konnten
effizient mit                                                  bei ihren Untersuchungen mit konzentra-
Air Flow be-                                                   tionsidentischen Karbamid- und H2O2-
seitigt                                                        Bleichgelen keinen Unterschied bezüglich
werden.                                                        des Erfolges feststellen. Geringe Konzentra-


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 Praxis
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                                                                         duziert werden [22]. Gleichzeitig wurde ein
                                                                         Rückgang gingivaler Entzündungen und
                                                                         Blutungen beobachtet.

                                                                         Powerbleaching
                                                                         Neben dem freien Auftrag des Bleichgels
                                                                         werden beim Waiting room-bleaching und
                                                                         Home-Bleaching tiefgezogene, aber auch
                          Abb. 5: Eine Nachpolitur glättet die Ober-     konfektionierte Schienen verwendet [20].
                          fläche.                                        Die Bleichreaktion kann durch blaue Plas-
                                                                         malicht-, blaue Halogenlicht- oder Laser-
                         tionsunterschiede wirken sich nicht auf den
                                                                         lichtbestrahlung der Wellenlängen 488 nm,
                         Enderfolg des Bleichens aus [29]. Bei er-
                                                                         980 nm und 10,6 µm [1, 42, 50] initiiert oder
                         heblichen Konzentrationsunterschieden ist
                                                                         nur unterstützt werden. Heute sind Anregun-
                         die Wirkung bei höher konzentrierten Pro-
                                                                         gen auch für die Wellenlängen 810 und
                         dukten (10 und 16% Karbamidperoxid)
                                                                         1064 nm [27] bekannt. Damit wird die Be-
                         auch signifikant stärker [32]. Matis et al.
                                                                         handlung durch den Zahnarzt effektiver. Um
          Grundprinzip [36] geben Karbamidpräparate ab 10 Pro-           eine gute Lichteinkopplung in das Bleich-
          ist die        zent jedoch schon als wirkungssicher an.
                                                                         material zu gewährleisten, werden sie in
          Oxidation auf- Bei 10 und 16%igem Gel kann bereits nach        Komplementärfarben zur Strahlungsquelle
          gelagerter     zwei Wochen ein konzentrationsabhängiger
                                                                         eingefärbt, was gleichzeitig Schmelz und
          Farbstoffe     Unterschied in der Helligkeit der Zähne ge-
                                                                         Pulpa vor zu starker Erwärmung schützt.
                         sehen werden, der aber nach sechs Wochen
                                                                         Die aufhellende Wirkung von Argonionen-
                         Anwendung nicht mehr auftritt [37]. Das
                                                                         Lasern mit blauem Licht (488 nm) ist be-
                         Aufhellen mit Zahnpasten erfüllt selten die
                                                                         kannt [50]. In den USA sind mehrere Laser
                         Versprechungen der Anbieter [45].
                                                                         dieser Wellenlänge für ästhetische Behand-
                          Je nach Anwendung unterscheidet man zwi-       lungen auf dem Markt, in Deutschland
                          schen In-office-, Walking-Bleaching, Wait-     konnte sich dieses Verfahren, auch zur
                          ing room- und Home-Bleaching. Die nur          Komposithärtung, nicht durchsetzen. Bei
                          vom Zahnarzt einzusetzenden Produkte           der zusätzlichen Anwendung von Strahlung
          Aufhellende     haben eine zumeist viel höhere Wirkstoff-      wird von einem Power-Bleaching gespro-
          Wirkung von     konzentration als Home-Bleachingproduk-        chen, das je nach physikalischer Natur der
          Argonionen-     te. Typische Konzentrationen liegen bei z.     Strahlung zu einem erheblichen Tempera-
          Lasern mit      B. Carbamidperoxidpräparaten zwischen 10       turanstieg und pulpalen Schmerzsensatio-
          blauem Licht    und 35 Prozent.                                nen führen kann [14]. Shin & White [46]
                          Fay et al. [17] stellten nicht nur einen       zeigten bei ihren Untersuchungen mit sicht-
                          Bleicheffekt auf die Zahnhartsubstanz, son-    barem Licht, daß eine hochenergetische Be-
                          dern auch auf Füllungsmaterialien fest. Me-    strahlung des Bleichmaterials zu höheren
                          dikamentenbedingte Verfärbungen, z. B.         Oberflächentemperaturen und somit einer
                          durch Chlorhexidin, können durch Kombi-        kräftigeren Reaktion führt. Es konnte aber




                          Abb. 6: Easydam, ein flüssiger, lichthärten-   Abb. 7: Spritzen und Applikatoren von Ea-
                          der Kofferdamm.                                sydam.



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                                                                                                                   xxxxxx




Abb. 8: Nach Auftragen von Easydam wird die Gin-           Abb. 9: Aushärtung mit Polymerisationslampe.
giva komplett abgedeckt.

                  gezeigt werden, daß bei Verwendung kurz-          Biokompatibilität
                  welligen Lichtes (488 nm) die Temperatur-
                  erhöhung von Schmelz und Pulpa minimal            Kinomoto et al. [30] untersuchten anhand
                  bleibt [56].                                      der Wirkung auf Parodontalzellen die Bio-
                                                                    kompatibilität von Bleichmitteln. Als to-
                  Internes Bleaching                                xischste Substanz stellte sich dabei Natri-
                                                                    umperborat in H2O2 heraus, gefolgt von
                Es ist zwischen dem Bleichen von vitalen
                                                                    H2O2 und Natriumperborat. Bei beiden Sub-
                und marktoten Zähnen zu unterscheiden [9].
                Während das Bleichen vitaler Zähne ein              stanzen fand sich ein massiver Anstieg der
                gleichmäßiger, kurzzeitiger Vorgang ist, der        Zytotoxizität bei einer Konzentration von
                                                                    etwa 5x10-4 mol/l. Im Tierversuch zeigten
Unterschied-li- ganze Zahngruppen umfaßt, wird das Blei-
                chen marktoter Zähne als isolierte Maßnah-          sich nach dem Verschlucken von 5g/kg Kör-
ches
                                                                    pergewicht 6%iger H2O2-Gele schwere Ver-
Bleichen von me am Einzelzahn durchgeführt, wobei vom
                Pulpenkavum aus und/oder an der präparier-          ätzungen der Magenschleimhaut und ein
vitalen und
                ten Hartsubstanz gearbeitet wird [12, 15,           Anstieg der Blutzuckers [39].
marktoten
                35]. Die Dauer kann mehrere Tage betragen.          Beim internen Bleichen ist zu beachten, daß
Zähnen
                                                                    Bleichmittel Füllungs- und Wurzelfüllmate-
                  Kaneko et al. [28] stellten eine Effektivitäts-   rialien nach apikal penetrieren können [11].
                  rangfolge für das interne Bleichen auf: Die       Es zeigt sich, daß eine Hydroxidpenetration
                  wirksamste Variante stellt die Kombination        über das Foramen apikale nur durch Nach-
                  NaBO4 x 4H2O + 30% H2O2 dar, gefolgt              spülen mit Katalase effektiv zu unterbinden
                  von 2Na2CO3 x 3H2O2 + H2O und schließ-            ist [43].
                  lich 2Na2CO3 x 3H2O2 + 30% H2O2.                  Auch bestehende Füllungen sind gegenüber
                  Gebleicht wird oftmals vor einer protheti-        Bleichmaterialien nicht dicht. Gökay et al.
                  schen Versorgung mit Veneers. Aber auch           [21] fanden nach 30minütiger Exposition
                  der ungekehrte Fall ist üblich, die Anpas-        die höchste Peroxidkonzentration in der
                  sung der natürlichen Zähne an die mit             Pulpa.
                  Veneers oder Kronen versorgten Zähne [6].         Bei intakten Zähnen finden sich nach Blea-




                  Abb. 10: Easywhite, ein Pulver-                   Abb. 11: Flüssigkeit, Pulver und
                  Flüssigkeitspräparat auf H2O2-Basis.              Mischgefäß.


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 Praxis
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                          Abb. 12: Das Pulver wird in ent-                 Abb. 13: Das H2O2-Liquid wird zugegeben
                          sprechender Menge vorgelegt.                     …

                          ching keine typischen Hitze-Schock-Protei-       Farbmessung
                          ne 32 (Hämantioxigenase 1) [5]. Dies zeigt,
                          daß die koronalen Zellschichten vitaler Pul-     Die ADA-Guidelines [2] fordern ein Vorge-
                          pen einen Schutzmechanismus gegen oxida-         hen nach Richtlinien mit Dokumentation.
                          tive Einflüsse haben müssen. Die Katalase-       Dies erfolgt in der Praxis üblicherweise mit
                          aktivität geben Esposito et al. [16] für die     Farbringen. Bentley et al. [7] untersuchten
          Dokumen-        gesunde Pulpa mit 1,61±0,23, für die rever-      den Einsatz von Farbmeßsystemen und fan-
          tation mit      sibel geschädigte Pulpa mit 2,99±0,45 und        den, daß die effektivste Messung im blauen
          Farbringen      für die irreversibel geschädigte Pulpa mit       Farbbereich vorgenommen werden kann.
          erforderlich    2,44±0,467 Units/mg an. Offensichtlich
                          kann eine gesunde Pulpa oxidativ wirkende        Hartsubstanzbeeinflussung
                          Radikale entschärfen.                            Wegen der Demineralisation und Härtever-
                          Die Dentinpermeabilität gegenüber Bakteri-       ringerung des Schmelzes nach Bleichen ist
                          en wird von den Bleichmaterialien unter-         eine anschließende Fluoridierung sinnvoll
                          schiedlich beeinflußt [26]. Die höchste Per-     [18]. Der Demineralisationsprozeß be-
                          meabilität wird nach Bleichen mit                schränkt sich jedoch auf die äußeren
                          Natriumperborat in H2O2 gefunden, gefolgt        Schmelzbereiche [40]. Akal et al. [3] fan-
                          von 30%igem H2O2 und Natriumperborat in          den, daß die Härteveränderung des Schmel-
                          Wasser gelöst, was vergleichsweise identi-       zes vom Bleichmaterial abhängig ist, so
                          sche Ergebnisse mit Wasser hat. Bei              führte Yotuel (Biocosmetics, Spanien) unter
                          10%igen Gelen auf Karbamidbasis zeigte           Zusatz von Natriumfluorid sogar zu einer
                          sich ein signifikanter antibakterieller Effekt   Aufhärtung des Schmelzes. Bitter [8] fand
                          [23]. Die Kanzerogenität von Bleichmate-         nach Bleichbehandlung einen Verlust der
                          rialien untersuchen Weitzmann et al. [54].       aprismatischen Schmelzschicht und die
                          Sie fanden kein Anzeichen für potentielle        Freilegung der Schmelzprismen. Ohne zu-
                          Gewebsentartung.                                 sätzliche Schutzmaßnahmen zeigte sich ein
                                                                           weiterführender Schmelzverlust in den fol-
                                                                           genden Wochen.
                                                                           Histochemische Untersuchungen zeigen,
                                                                           daß nach H2O2-Applikation (30%) lediglich
                                                                           im Schmelz das Kalzium/Phosphat-Verhält-
                                                                           nis signifikant erniedrigt ist. In Dentin und
                                                                           Zement wurden bei allen verwendeten
                                                                           Bleichmaterialien erniedrigte Kalzium/-
                                                                           Phosphat-Verhältnisse gefunden [44].
          Abb. 14:                                                         Chung et al. [13] fanden bei Untersuchun-
           … und zu                                                        gen der biomechanischen Eigenschaften
          einer pastös-                                                    von gebleichtem Dentin die stärkste Verrin-
          sahnigen Kon-                                                    gerung der Werte bei 30%igem H2O2, ge-
          sistenz an-                                                      folgt von Natriumperborat und einem Ge-
          gerührt.                                                         misch aus H2O2 und Natriumperborat. Alle


414                                                                                            ZAHN PRAX 7, 410-419 (2004)
   AZ
Thommen

  415
 Praxis
xxxxxx

                                                                         dem Bleichen entfernt werden, beschreiben
                                                                         Bodden & Haywood [10].

                                                                         Sensibilität
                                                                         Überempfindliche Zähne und Mißempfin-
                                                                         den nach Bleaching werden im Mittel mit 60
                                                                         Prozent angegeben [33, 51]. Durch Zugabe
                                                                         von Natriumnitrat und Natriumfluorid zu
                                                                         den Bleichgelen oder deren alleinige Appli-
                                                                         kation nach dem Bleichen in Schienen oder
                                                                         mittels Bürste können Hypersensibilitäten
          Abb. 15 (re.)                                                  eingeschränkt werden [25, 48, 49, 52].
          bis 17 (u.):
          Zügiges Auf-                                                   Kasuistik
          tragen einer                                                   Bei einer 27-jährigen Patientin wurde eine
          mindestens                                                     Zahnaufhellung durchgeführt. Das vollstän-
          1 mm dicken                                                    dige Gebiß war saniert und sehr gut ge-
          Gelschicht                                                     pflegt. Die Farbe der Frontzähne entsprach
                                                                         der VITA-Zahnfarbe A3 und dunkler (Abb.
                                                                         2). Die Patientin wurde im Vorgespräch über
                                                                         mögliche Farbbeeinflussungen von vorhan-
                                                                         denen Füllungen und deren eventuelle Neu-
                          Bleachingmaterialien bewirken eine Umbil-      anlagen aufgeklärt.
                          dung von Hydroxylapatit zu primären Kal-       Zunächst wurden die Zähne mit Ultraschall
                          ziumorthophosphaten.                           (Abb. 3) und Pulverstrahlgerät (Airflow,
                          Der Verbund mit zahnfarbenen Füllungsma-       EMS) (Abb. 4) von harten Auflagerungen
                          terialien wird durch Bleaching nur bezüg-      befreit und anschließend mit rotierender
                          lich der Dentinhaftung beeinflußt, die Mi-     Bürste und der Polierpaste (Superpolish,
                          krodurchgängigkeit steigt signifikant [47].    KerrHawe) poliert (Abb. 5).
                          Der Verbund zum Schmelz wird dagegen           Nach dem Einsetzen eines Mundspanners
                          nicht beeinflußt. Bei diesen Untersuchun-      mit Zungenschutz (Creamed) wurde die
                          gen waren die Ergebnisse für Natriumper-       Gingiva mit Easydam (Abb. 6), einem in
                          borat und Karbamidperoxid identisch.           Spritzen abgepackten lichthärtenden Gingi-
                          Dem widersprachen Titley et al. [53] nach      vaschutz (Abb. 7) überzogen und das Mate-
                          ihren Untersuchungen an menschlichem           rial lichtpolymerisiert (Abb. 8 und 9).
                          Schmelz. Sie fanden deutlich geringere         Easywhite (Abb. 10) besteht aus einem Pul-
                          Scherfestigkeitswerte nach dem Bleaching.      ver und einer 35%igen H2O2-Lösung (Abb.
                          Bleichen von strukturell verändertem           11), das Gel wird aus diesen Komponenten
                          Schmelz (Tetrazyklinverfärbungen, Fluoro-      frisch angemischt (Abb. 12 und 13) bis eine
                          se), ist nur eingeschränkt möglich. Eine Me-   kräftig gelb gefärbte, pastös-sahnige Konsi-
                          thode, bei der obere Schmelzschichten vor      stenz erreicht ist (Abb. 14). Das Material




416                                                                                         ZAHN PRAX 7, 410-419 (2004)
                                                                                                                 Praxis
                                                                                                                 xxxxxx

                                                                 Nach dem Bleichen wird das Gel vorsichtig
                                                                 mit Wasserspray direkt in die Absaugung
                                                                 gespült, um ein unkontrolliertes Verbringen
                                                                 in den Mundraum zu verhindern (Abb. 20).
                                                                 Anschließend wird der Dam mit der Pinzet-
                                                                 te gelöst und in einem Stück entfernt (Abb.
                                                                 21). Abbildung 1 zeigt den Erfolg: Eine Auf-
                                                                 hellung von ein bis zwei Farbstufen.
                                                                 Abschließend wird zum Schutz des Schmel-
                                                                 zes ein Fluoridgel (z. B. Elmex Gelee oder
                                                                 ein spezieller Desensitizer) aufgebracht. In
Abb. 18:                                                         keinem Fall dürfen jetzt selbstfärbende Pro-
Aktivierung                                                      dukte wie Duraphat verwendet werden. Im
mittels Laser.                                                   vorliegenden Patientenfall nutzten wir den
                                                                 gelartigen Desensitizer (DeltaMed), der mit
                                                                 einer rotierenden Bürste auf der Oberfläche
                                                                 verteilt wird (Abb. 22). Die angebrochene
                                                                 Spritze wird der Patientin mitgegeben, um
                                                                 den Desensitizer in den folgenden Tagen
                  wird zügig auf die zu bleichenden Zähne-       nach der Mundhygiene überschüssig auf die
                  front einschließlich des jeweils ersten Prä-   gebleichten Zähne aufzutragen. Alternativ
                  molaren aufgetragen (Abb. 15 - 17). Die        kann das Material zur Minimierung von
                  Blasenbildung zeigt den Reaktionsbeginn        Überempfindlichkeit nach Bleichen auch in
                  an, mit dem eine zunehmende Entfärbung         einer Schiene appliziert werden.
                  einhergeht. Ein Durchmischen des aufgetra-     Eine Belehrung über die Verhaltensweisen
                  genen Gels erhöht die Effizienz des Bleich-    und Pflege der Zähne stellt den längerfristi-
                  materials auf der Zahnoberfläche. Um das       gen Erfolg der Behandlung sicher. Eine un-
                  gewünschte Ergebnis zu erreichen, kann der     mittelbar anschließende zweistündige Nah-
                  Bleichvorgang mehrfach mit frisch ange-        rungskarenz hat sich bewährt. In der ersten
                  mischtem Gel wiederholt werden.                Woche, wenigstens aber zwei Tage nach
                  Zur Unterstützung können zusätzlich Plas-      dem Bleichen sind alle stark färbenden Nah-
                  malampen oder Laser mit speziellen Blea-       rungsmittel (Rote Beete, Rotwein, Blaubee-
                  chinghandstücken eingesetzt werden. Im         ren, Brombeeren etc.) verboten, der Kaffee-
                  vorliegenden Fall wurde eine thermokataly-     und Teegenuß sollte eingeschränkt sein. Um
                  tische Aktivierung mit dem Diodenlaser         das Bleichergebnis zu stabilisieren kann ein
                  MDL 15 (Vision) bei einer Leistung von 2,5     zwischenzeitliches Home-Bleaching sinn-
                  Watt im cw-Modus vorgenommen (Abb. 18          voll sein. Es verlängert die Intervalle zwi-
                  und 19). Zum Schutz der Augen müssen alle      schen den professionellen In-office-Blea-
                  Beteiligten Laserschutzbrillen tragen.         chingsitzungen.




Abb. 19: Der korrekte Abstand und die                   Abb. 20: Nach dem Bleichen wird das Gel
Aktivierungszeit sind einzuhalten.                      restlos entfernt.


ZAHN PRAX 7, 410-419 (2004)
                                                                                                        417
 Praxis
xxxxxx




          Abb. 21: Die Easydam-Maske läßt sich in einem         Abb. 22: Zum Schutz der Zähne wird ein
          Stück entfernen.                                      Desensitizer aufgetragen.

                          Schlußfolgerungen                              handlungen und ist damit auch marketing-
                                                                         wirksam.
                          Licht bestimmter Wellenlänge kann Chro-        Die Laseraktivierung des Bleichmaterials ist
                          mogene verändern oder zerstören und die        kein Muß: Easywhite ist für die Anwendung
                          Farbwirkung so aufheben. Das wußten            ohne zusätzliche Licht- und Temperatur-
                          schon unsere Großmütter und brachten ihre      applikation konzipiert worden und in dieser
                          Wäsche zur Bleiche in die Sonne. Ganz ne-      Form sehr effektiv einsetzbar.
                          benbei hatte die Prozedur noch den Vorteil
                          der Keimverringerung. Auch das Bleichen        Dr. Michael Hopp 1, 2
                          der Zähne mit Backpulver oder Ober-            Zahnarztpraxis am Kranoldplatz1
          Wichtig ist die flächenschichtlösung mit Oxalsäure oder        Kranoldplatz 5, 12209 Berlin
          Nachbe-         anderen komplexbildenden Substanzen sind
          handlung der bereits seit langem bekannt. Spätestens mit       Prof. Dr. Reiner Biffar 2
          Zähne           dem Backpulver (Natriumkarbonat) schließt      Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald2
                          sich der Kreis zu den modernen Bleaching-      Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheil-
                          materialien.                                   kunde,
                                                                         Leiter der Abt. f. Zahnärztliche Prothetik
                          Eine Nachbehandlung der Zähne ist wich-
                                                                         und Werkstoffkunde
                          tig: Die Härteverringerung und Texturöff-
                                                                         Rotgerberstraße 8, 17489 Greifswald
                          nung des gebleichten Schmelzes erfordert
                          eine Fluoridieren oder die Anwendung spe-      Literatur
                          zieller Desensitizer. Dadurch kommt es zur     1. ADA-Statement: Laser-assisted Bleaching: An up-date.
                          schadensfreien Hartsubstanzrestrukturierung,   JADA 129, 1484-1487 (1998).
                                                                         2. ADA-Guidelines: Guidelines for the Acceptance of peroxide-
                          da der vorangegangene Demineralisations-       containing oral hygiene Products. JADA 125, 1140-11142
                          prozeß sich auf die äußeren Schmelzberei-      (1994).
                          che beschränkt.                                3. Akal N., Over H., Olmez A., Bodur H.: Effects of carbamide
                                                                         peroxide containing bleaching agents on morphology and sub-
                          Mit den Oxidantien muß verantwortungsbe-       surface hardness of enamel. J Clin Pediatr Dent 25, 293-296
                                                                         (2001).
                          wußt umgegangen werden um keinen Scha-         4. Ames J.W.: Removing stains from mottled enamel. Dent Cos-
                          den zu verursachen. Ebenso müssen Tempe-       mos 24, 1674-1677 (1937).
                                                                         5. Anderson D.G., Chiego D.J. jr., Glickman G.N., McCauley
                          raturentwicklungen und wellenlängenab-         L.K.: A clinical Assessment of the effects of 10 % carbamide
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                                                                         (1999).
                          mo- oder photokatalytische Maßnahmen           6. Barghi N., Morgan J.: Bleaching following porcelain veneers:
                          beachtet werden. Durch die Laserunterstüt-     Clinical cases. Am J Dent 10, 254-256 (1997).
                                                                         7. Bentley C., Leonnard R.H., Nelson Ch., Bentley S.A.: Quan-
                          zung verkürzt und intensiviert sich aber der   tification of vital Bleaching. JADA 130, 809-816 (1999).
                          Bleichprozeß. Außerdem fördert laserassi-      8. Bitter N.C.: Langzeiteffekte des Bleichens auf die Schmel-
                                                                         zoberfläche. Phillip J 17, 197-203 (2000).
                          stiertes Bleichen das Interesse und die Ak-    9. Bizhang M.: Bleichen devitaler und vitaler Zähne; Zahn Prax
                          zeptanz des Patienten gegenüber Laserbe-       3, 194 - 201 (2000).




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                                                                                                                                                             Praxis




                  10. Bodden M.K., Haywood V.B.: Treatment of endemic fluoro-           of hydrogen peroxide and sodium perborate on the micro-
                  sis and tetracycline staining with macroabrasion and nightguard       hardness of human enamel and dentin; J Endodont 20, 61-63
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                  - 232 (1994).                                                         36. Matis B.A., Cochran M.A., Eckert G.J., Carlson T.J.: The ef-
                  12. Carillo A., Arredonto Trevino M.V., Haywood V.B.: Simul-          ficacy and safety of a 10% carbamide peroxide bleaching gel.
                  taneous bleaching of vital teeth and an open-chamber nonvital         Quintessence Int 29, 555-563 (1998).
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                  648 (1998).                                                           cal evaluation of bleaching agents of different concentrations.
                  13. Chung H.K., Palamara J.E.A., Messer H.H.: Effect of hy-           Quintessence Int 31, 303-310 (2000).
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                  developing tooth sensitivity and gingival irritation associated       of hydrogen peroxide on oral carcinogenesis in hampsters. J Pe-
                  with nightguard vital bleaching. Quintessence Int 28, 527-534         riodontol 57, 685-688 (1986).
                  (1997).                                                               55. Younger H.B.: Bleaching mottled enamel. Tex Dent J 60,
                  32. Leonard R.H., Sharma A, Haywood V.B.: Use of different            467-470 (1942).
                  concentrations of carbamide peroxide for bleaching teeth: An in       56. Zwahlen B.J., Fife C.G., Ludlow T.N., et al: Absorbance of
                  vitro study. Quintessence Int 29, 503-507 (1998).                     light and heat by tooth bleaching agents (abstract). J Dent Res
                  33. Leonard H. jr.: Efficacy, longevity, side effects, and patients   77 (spec iss A) 134 (1998).
                  perceptions of nightguard vital bleaching. Compend Contin
                  Educ Dent 19, 766-781 (1998).
                  34. Lewinstein I., Hirschfeld Z., Stabholz A., Rotstein I.: Effect




ZAHN PRAX 7, 410-419 (2004)
                                                                                                                                                  419
 Praxis
xxxxxx

                          Pfefferminzzusatz in Alginaten
                          Juliane Wegner




          Indizes: Menzol, Allergie, Pfefferminz, Alginat.             sungen, Prothesenhaft- und reinigungsmit-
          Es sind oft nur harmlose Kleinigkeiten, die den ge-          tel, Polierpasten und Kaugummis enthalten
                                                                       Menthol, auch manche Zahnseiden, Kälte-
          wohnten Behandlungsablauf durcheinander bringen
                                                                       sprays und viele Abformmaterialien sind
          können. Wenn z. B. Patienten nachgewiesener-                 damit geschmacklich aufgepeppt. Nicht
          maßen auf Substanzen allergisch reagieren, die uns           immer findet man das Menthol bei den In-
          alltäglich umgeben.                                          haltsangaben, bisweilen ist es unter dem

                          S   ind solche Reaktionen routinemäßig in
                              der Anamnese abgefragt und damit be-
                         kannt geworden, kann man die jeweiligen
                                                                       Summenbegriff „Aroma“ versteckt. Man
                                                                       entdeckt es allerdings auch ohne exakte De-
                                                                       klaration sofort bei einer Geruchs- oder Ge-
                                                                       schmacksprobe: Menthol ist auch in einer
                         Allergene meiden und dem Problem um so
                                                                       Verdünnung von 1:100.000 noch eindeutig
                         leichter aus dem Weg gehen, je weniger ver-
                                                                       erkennbar. Auch das Pfefferminz-Aroma
                         breitet diese Substanz ist. Als Beispiele
                                                                       enthält als Hauptbestandteil Menthol und
                         seien nur Latex und Eugenol genannt.
          Menthol findet                                               seine chemisch sehr nahe verwandten (und
                         Eine unserer Patientinnen im klinischen
          sich in fast                                                 kreuzreagierenden)       Stoffe    Menthon,
                         Kurs des 4. Studienjahres gab während der
          jedem                                                        Menthylacetat und Neomenthol. Menthon
                         Planung ihrer prothetischen Versorgung
          Produkt der                                                  ist in der speziellen Minz-Züchtung Spear-
                         eine Mentholallergie an. Bei der Überle-
          Mundhygiene                                                  mint anstelle des Menthols enthalten.
                         gung, ob sie im Laufe der üblichen Behand-
                         lung mit diesem Hauptbestandteil des Pfef-    Minze ist aber nicht nur ein Marketingsignal
                         ferminzöls in Kontakt kommen könnte,          für „Erfrischung“ („Ist es zu stark - bist Du
                         fanden sich überraschend viele Materialien,   zu schwach!“), sie wirkt in bestimmten
                         die mit „frischem Minzgeschmack“ verse-       Grenzen auch leicht analgetisch, antisep-
                         hen sind. Fast alle Zahnpasten, Mundspüllö-   tisch, antiviral und antimykotisch.


420                                                                                        ZAHN PRAX 7, 420-423 (2004)
                  Einige der sonst üblicherweise mit Minzaro-
                  ma versetzten Produkte gibt es speziell für
                  die Anhänger der Homöopathie auch aus-
                  drücklich als mentholfreie Variante zu kau-
                  fen (z. B. Elmex®). Ansonsten scheint man
                  mit dieser Substanz recht freizügig umzuge-
                  hen.
                  Bei unserer Mentholallergikerin zeigte sich
                  nach der Befunderhebung schon bei der Si-
                  tuationsabformung ein Problem: Alle am
                  Hause verwendeten Alginate waren mit
                  Pfefferminze versetzt. Das Problem ließ
                  sich zwar mit einem teureren Silikonma-
                  terial rasch lösen, trotzdem wollten wir nun
                  wissen, ob es für Fälle, bei denen Pfeffer-
                  minz aus den verschiedensten Gründen ge-
                  mieden werden sollte, auf dem hiesigen
                  Markt überhaupt geeignete Alginate gäbe.
                  In fünf gängigen Dentalkatalogen fanden
Trügerisch:
Der Zusatz
                  wir insgesamt 37 Alginatmaterialien ver-
                  schiedener Hersteller. Die Katalogangaben
                                                                     AZ
Menthol ist       reichten jedoch nicht aus, um Rückschlüsse
nicht immer       auf die verwendeten Aromastoffe ziehen zu
deklariert        können. Mitunter waren die Aussagen über
                  den Geschmack des jeweiligen Alginates          SkyDental
                  sogar irreführend, wenn beispielsweise bei
                  einem Material mit eindeutigem Vanille-
                  und Mentholgeschmack nur das Vanillearo-
                                                                     421
                  ma deklariert war.
                  Daraufhin wandten wir uns an 19 Alginat-
                  hersteller, schilderten die oben genannte Al-
                  lergieproblematik und baten um Auskunft
                  über die Zusammensetzung ihrer Produkte.
                  Insgesamt taten sich die Firmen schwer
                  damit, sich gegenüber Zahnmedizinstuden-
                  ten über die Inhaltsangaben ihrer Produkte
                  zu äußern.
                  Lediglich zwei Firmen (Heraeus Kulzer
                  und Dentsply) waren sehr engagiert und
                  übermittelten eine genaue Aufstellung der
                  Inhalts- und Aromastoffe.
                  Drei Hersteller (3M Espe, R-Dental und
                  Cadco) machten immerhin gezielte Aussa-
                  gen über die verwendeten Aromen.
                  Zwölf Firmen übermittelten auf unsere An-
                  frage hin lediglich die Sicherheitsdatenblät-
                  ter (SDB) der Alginate. Die dort standardi-
                  siert abgeforderten Angaben über die
                  Bestandteile (Punkt 2 des SDB) reichten zur


ZAHN PRAX 7, 420-423 (2004)
 Praxis
xxxxxx

                                                                                                             telef.
          Firma                       Produkt                    Katalogangabe        SDB-Angabe             Auskunft
          Acteon Germany7             Orthofast                  Aprikose            Aprikosengeruch
                                      Chromalg`x                                     Himbeer-/Erdbeer-
                                                                                     geruch


          DC Central9                 DC Alginat                                     kein SDB                geschmacks-
                                                                                                             neutral

          Dentsply De                 blend-a-print                                  Pfefferminz-Aroma
          Trey1, 2, 3, 4, 5           Blueprint Cremix           Pfefferminz         Pfefferminzöl

          Dentaurum                   Orthalginat                Krauseminzaroma                             Minze
                                                                 Vanille                                     Vanille

          Dentsply Caulk3             Jeltrate
                                      Jeltrate Plus

          Dux Dental1, 6              Cadco Image Alginat                            kein SDB, aber Pro      Limone
                                                                                     spekt mit Angabe:
                                                                                     Limonengeruch


          GC1, 2, 3, 4, 5             Aroma fine dust free -     geschmacks-        „charakteristisch“
                                       normal                    neutral/Minzgeruch
                                      Aroma fine dust free -     geschmacks-        „charakteristisch“
                                      fast                       neutral/Minzgeruch



          Henry Schein Dentina5       Alginat Schein - regular   Pfefferminz         Pfefferminz-Aroma
                                      Alginat Schein - fast      Pfefferminz         Pfefferminz-Aroma
                                      Alginate Plus                                  Pfefferminzgeruch
                                      Krom Alginate Plus                             Pfefferminzgeruch


          Heraeus Kulzer1, 2, 3, 4,   Alginoplast                geschmacksneutral   Pfefferminzöl
                                      Alginoplast sh             geschmacksneutral   Pfefferminzöl
                                      Xantalgin select           Pfefferminz         Pfefferminzöl
                                      Xantalgin crono            Pfefferminz         Pfefferminzöl

          Ivoclar Vivadent1, 2, 3     Vival NF                   Pfefferminz         Aroma


          Kaniedenta9                 Tetrachrom                                     Pfefferminzgeruch

          Kent Dental3                Alginate Fast                                  Pfefferminzgeruch
                                      Alginate Extra             Spearmint           Pfefferminzgeruch       Vanille


          Müller Dental1, 3, 5        Algi Star                  Tutti Frutti        Minze-Vanille-
                                                                                     Geruch
                                      Tricolor Algin                                 Pfefferminzgeruch




422                                                                                               ZAHN PRAX 7, 420-423 (2004)
                                                                                                                          Praxis

                                                                                                             telef.
Firma                         Produkt                     Katalogangabe            SDB-Angabe                Auskunft

M + W Dental4                 Algicit                     Pfefferminz              Pfefferminzgeruch
                              Algicit quick               Pfefferminz              Pfefferminzgeruch
                              Algicit color               Pfefferminz              Pfefferminzgeruch

omni dent2                    Alginat                     Pfefferminz              „produktspezifisch“
                              Omnicolor Universal         Vanille                  Pfefferminzgeruch
                              Alginat


R-Dental1                     Indikator Alginat           Vanille                 Minze-Vanille-
                                                                                  Aroma

                              Trealgin Chromatic          Pfefferminz              Pfefferminzgeruch
Weil Dental1, 3, 4


Septodont - Pharma            Plastalgin Ortho            Aprikose                 kein SDB
Dental3

Zhermack8                     Hydrogum                    Minze                    Pfefferminzgeruch
                              Orthoprint                  Vanille                  Vanille-Geruch
                              Tropicalgin                 Mango                    Tropic-Mango-
                                                                                   Ger uch



3M Espe1, 2, 3, 4, 5          Palgat                                               Pfefferminz-Aroma
                              Palgat plus                                          Pfefferminz-Aroma

Erhältlich bei : 1) Thicodent, 2) Dental Union, 3) Nordenta, 4) M + W Dental, 5) Henry Schein Dentina, 6) Böse Dental,
                 7) Acteon Germany, 8) Zhermack, 9) im Internet


                   Klärung jedoch nicht aus. Indirekt konnten             Durch die allgemein sorglose Verwendung
                   wir anhand des unter Punkt 9 (physikalische            von Aromastoffen in Nahrungsmitteln und
                   und chemische Eigenschaften) angegebe-                 Kosmetika ist mit stetig steigenden Allergie-
                   nen Geruchs auf das verwendete Aroma                   zahlen zu rechnen, die sich dann auch
                   schließen.                                             während zahnärztlicher Behandlungen ma-
                   Schließlich waren zwei Hersteller (DC-                 nifestieren können. Gerade für Einrichtun-
                   Dental Central und Septodont) nicht in der             gen mit größeren Patientenzahlen lohnt es
                   Lage, den Inhalt des von ihnen vertriebenen            sich, ein mentholfreies Alginat bereitzuhal-
                   Alginats zu benennen.                                  ten, zumal das Vorhandensein oder Fehlen
                                                                          dieses Geschmackskorrigens die übrigen
                   Unsere Nachforschungen ergaben schließ-                Eigenschaften der Materialien nicht beein-
                   lich, daß von den 37 Alginaten fünf ohne               flußt.
                   Mentholzusätze erhältlich sind. Davon sind
                   vier Produkte (Fa. Acteon: Orthofast, Chro-            Eine zweite Schlußfolgerung ist: Man sollte
                   malg’x; Fa. Zhermack: Orthoprint, Tropi-               sich bei Fragen an die Hersteller von Den-
                   calgin) auf dem SDB ausdrücklich als men-              talprodukten grundsätzlich nicht mit Allge-
                   tholfrei deklariert, bei dem Produkt Image             meinplätzen abspeisen lassen - es geht um
                   Alginat (Fa. Cadco) ist diese Aussage im               die Sicherheit unserer Patienten!
                   Prospekt enthalten und wurde uns bei einer
                   telefonischen Nachfrage bestätigt.                     Cand. med. dent. Juliane Wegner
                                                                          Charité-Universitätsmedizin Berlin
                   Die Tabelle zeigt die Recherche-Ergebnisse             Zentrum für Zahnmedizin (CVK)
                   von 37 Alginaten.                                      Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin


ZAHN PRAX 7, 420-423 (2004)
                                                                                                                         423
Leistungs-
 vergleich                        Instrumenten-Desinfektionsmittel




   Hersteller / Vertrieb               ALPRO Dental Produkte GmbH                B. Braun Melsungen AG                   B. Braun Melsungen AG
                                       Mooswiesenstraße 9                        Carl-Braun-Straße 1                     Carl-Braun-Straße 1
                                       78112 St. Georgen                         34212 Melsungen                         34212 Melsungen
                                       Tel. 0 77 25 / 93 92-0                    Tel. 0 56 61 / 71 32 88                 Tel. 0 56 61 / 71 32 88
   Produktname                         BIB forte                                 Stabimed®                               Helipur® H plus N
   DGHM-gelistet?                      ja                                        ja                                      ja
   Seit wann auf dem Markt?            1998                                      1997 (2002 optimiert)                   1997
   Wirkungsmechanismus                 membranaktive Tensid, QAV und             Alkylamin-basiert                       Aldehyde und Alkohole
                                       Alkylamin                                                                         (formaldehydfrei)
   Desinfizierende Wirkstoffe (in %)   11 g tertiäres Alkylamin, 8,5 g Tri-      20%                                     20%
                                       alkylethoxyammoniumpropionat


   Zusätze                             nichtionische Tenside,                    keine                                   keine
                                       Komplexbildner

   Einfärbung                          ja, bläulich                              ja                                      ja
   Indikation                          Desinfektion und Reinigung von            Instrumentenreinigungs- und             Reinigung und Desinfektion von
                                       rotierenden zahnärztlichen Instru-        -desinfektionsmittel für zahnärzt-      empfindlicheren Instrumenten
                                       menten (Gummipolierer, Arkan-             liche und chirurgische Instrumen-       einschließlich flexiblen Endosko-
                                       sassteine etc.) und zahnärztlichem        te, starre Endoskope, flexible En-      pen und thermolabilem Gut
                                       Instrumentarium                           doskope etc.
   Mikrobielles Wirkungsspektrum       bakterizid (inkl. TBC), fungizid,         bakterizid, tuberkuloizid, fungizid,    bakterizid, tuberkuloizid, fungizid,
                                       viruzid (HBV, HIV, HCV)                   virusinaktivierend (inkl. HBV, HIV)     viruzid (inkl. HBV, HIV - auch
                                                                                                                         unter Eiweißbelastung)
   Wirksamkeit gegen unbehüllte        nicht nachgewiesen                        ja                                      ja
   Viren?
   Einwirkzeit                         1%-ig in 60 Minuten                       2%: 15 Minuten                          1,5%: 15 Minuten
                                       2%-ig in 5 Minuten (Ultraschall)          1%: 30 Minuten                          1%: 30 Minuten
                                                                                 0,5%: 60 Minuten                        1%: 60 Minuten
   Anwendungsmenge                     1%-ige Anwendung: 10 ml und               0,5%-ige Lösung: 5 ml                   1%-ige Lösung : 10 ml
                                       990 ml Wasser                             1,0%-ige Lösung: 10 ml                  1,5%-ige Lösung: 15 ml
                                                                                 2,0%-ige Lösung: 20 ml                  2,0%-ige Lösung: 20 ml
   Haltbarkeit                         Flüssigkeitskonzentrat: 36 Monate         Gebrauchslösung: bis zu 14 Tage         unbelastete Gebrauchslösung: bis
                                       Gebrauchslösung unbenutzt: 4 Wo-          Standzeit; Konzentrat: 2 Jahre          zu 14 Tage Standzeit; Konzentrat: 2
                                       chen                                                                              Jahre
   Vorsichtsmaßnahmen                  Hinweise laut Gefahrstoffverord-          Hinweise laut Gefahrstoffverord-        Angaben laut Gefahrstoffverord-
                                       nung                                      nung                                    nung

   Wissenschaftliche Referenzen        Prof. Dr. Werner, Schwerin; Prof. Dr.     DGHM-Gutachten                          DGHM-Gutachten
                                       Schubert, Frankfurt; Prof. Dr. Frösner,   zu allen Referenz-Viren Gutachten       zu allen Referenz-Viren Gutachten
                                       München, Dr. Steinmann (Bremen)           vorhanden                               vorhanden
   Mitlieferbare Spender bzw.          Dosierhilfe in Flasche integriert         separat erhältlich                      separat erhältlich
   Dosiergeräte oder Pumpen?
   Abpackung                           1-Liter-Dosierflasche                     100 ml / 1.000 ml / 5-Liter-Kanister    100 ml / 1.000 ml / 5-Liter-Kanister

   Besonderheiten                      ein Produkt für Bohrer und                aldehyd-, phenol-, QAV-frei, nach       formaldehydfrei
                                       Instrumente, aldehyd-, phenol-            neuesten DGHM-Methoden getestet
                                       und halogenfrei



  424                                                                                                               ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                                    Leistungs-
                                                                                                                                                    vergleich




Hersteller / Vertrieb               Dürr Dental GmbH & Co. KG                  Dürr Dental GmbH & Co. KG                  Dürr Dental GmbH & Co. KG
                                    Höpfigheimer Straße 17                     Höpfigheimer Straße 17                     Höpfigheimer Straße 17
                                    74321 Bietigheim-Bissingen                 74321 Bietigheim-Bissingen                 74321 Bietigheim-Bissingen
                                    Tel. 0 71 42 / 7 05-0                      Tel. 0 71 42 / 7 05-0                      Tel. 0 71 42 / 7 05-0
Produktname                         ID 212 forte                               ID 213                                     ID 220
DGHM-gelistet?                      ja                                         ja                                         ja
Seit wann auf dem Markt?            1997                                       1993                                       1986
Wirkungsmechanismus                 Alkylamine und quartäre                    Alkylamine und quartäre                    Alkohole in alkalischem Milieu
                                    Ammoniumverbindungen                       Ammoniumverbindungen
Desinfizierende Wirkstoffe (in %)   quartäre Ammoniumverbindungen, Al-         quartäre Ammoniumverbindungen, Al-         Alkohole, Kaliumhydroxid, Kom-
                                    kylamine, Guanidinverbindungen, nicht-     kylamine, Guanidinverbindungen, nicht-
                                    ionische Tenside, alkalische Reinigungs-   ionische Tenside, alkalische Reinigungs-   plexbildner, Korrosionsinhibitoren
                                    komponenten, Komplexbildner und            komponenten, Komplexbildner und            und Hilfsstoffe in wässriger Lösung
                                    Hilfsstoffe in wässriger Lösung            Hilfsstoffe in wässriger Lösung
Zusätze                             Farbstoff, Korrosionsschutz                Farbstoff, Korrosionsschutz                Farbstoff, Korrosionsschutz


Einfärbung                          klare, hellblaue Lösung                    klare, hellblaue Lösung                    klare, hellblaue Lösung
Indikation                          Desinfektion und Reinigung des             Desinfektion und Reinigung des             aldehydfreie Gebrauchslösung für
                                    allg. u. chirurg. Instrumentariums         allg. u. chirurg. Instrumentariums         die gleichzeitige Desinfektion und
                                    sowie von alkali- u. alkoholemp-           sowie von alkali- und alkoholemp-          Reinigung rotierender Instrumente
                                    findlichem rotierendem Instrumen-          findlichem rotierendem Instrumen-          in Klinik, Praxis und Labor
                                    tarium in Klinik, Praxis und Labor         tarium in Klinik, Praxis und Labor
Mikrobielles Wirkungsspektrum       bakterizid, tuberkulozid, fungizid,        bakterizid, tuberkulozid, fungizid,        bakterizid, tuberkulozid, fungizid,
                                    viruzid (behüllte Viren, unbehüllte        viruzid (alle (un-)behüllten Viren         viruzid inkl. HBV, HCV und HIV
                                    Adeno-Viren, HBV, HCV und HIV)             inkl. HBV, HCV und HIV)
Wirksamkeit gegen unbehüllte        Adeno-Viren                                alle unbehüllten Viren                     nein
Viren?
Einwirkzeit                         Tauchbad 2%: 60 Minuten oder               Tauchbad 2%: 60 Minuten                    Tauchbad: 15 Minuten
                                    4%: 30 Minuten;                            Ultraschallbad 2%: 10 Minuten              Ultraschallbad: 5 Minuten
                                    Ultraschallbad 4%: 15 Minuten
Anwendungsmenge                     2%: 20 ml pro Liter                        2%: 20 ml pro Liter                        je nach Größe des Desinfektions-
                                    4%: 40 ml pro Liter                                                                   behälters

Haltbarkeit                         in Abhängigkeit der Verschmutzung          in Abhängigkeit der Verschmutzung          in Abhängigkeit der Verschmutzung
                                    maximal 7 Tage                             maximal 14 Tage                            maximal 7 Tage

Vorsichtsmaßnahmen                  laut Gefahrstoffverordnung als ät-         laut Gefahrstoffverordnung als ät-         laut Gefahrstoffverordnung als rei-
                                    zend gekennzeichnet; Schutzhand-           zend gekennzeichnet; Schutzhand-           zend gekennzeichnet, Tragen von
                                    schuhe und Schutzbrille tragen             schuhe und Schutzbrille tragen             Schutzhandschuhen empfohlen
Wissenschaftliche Referenzen        durch Gutachten belegt, geprüft            durch Gutachten belegt, geprüft            durch Gutachten belegt, geprüft
                                    nach aktuellen DGHM-Richtlinien            nach aktuellen DGHM-Richtlinien            nach aktuellen DGHM-Richtlinien

Mitlieferbare Spender bzw.          Dosierhilfe im Flaschenverschluß           Dosierhilfe im Flaschenverschluß           Dosierhilfe im Flaschenverschluß
Dosiergeräte oder Pumpen?           integriert                                 integriert                                 integriert
Abpackung                           2,5 Liter                                  2,5 Liter                                  2,5 Liter

Besonderheiten                      aldehydfrei, hervorragende                 aldehydfrei, hervorragende                 aldehydfreie Gebrauchslösung,
                                    Reinigungswirkung und                      Reinigungswirkung und                      hervorragende Reinigungswirkung
                                    Materialverträglichkeit                    Materialverträglichkeit                    und Materialverträglichkeit


          ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                            425
Leistungs-
 vergleich                        Instrumenten-Desinfektionsmittel




   Hersteller / Vertrieb               Ecolab Deutschland GmbH                     Ecolab Deutschland GmbH                  Ecolab Deutschland GmbH
                                       Postfach 13 04 06                           Postfach 13 04 06                        Postfach 13 04 06
                                       40554 Düsseldorf                            40554 Düsseldorf                         40554 Düsseldorf
                                       Tel. 02 11 / 98 93-0                        Tel. 02 11 / 98 93-0                     Tel. 02 11 / 98 93-0
   Produktname                         Sekusept® Pulver CLASSIC                    Sekusept® PLUS                           Sekusept® forte S
   DGHM-gelistet?                      ja                                          ja                                       ja
   Seit wann auf dem Markt?            seit über 30 Jahren                         1993                                     keine Angabe
   Wirkungsmechanismus                 Aktiv-Sauerstoff                            Glucoprotamin                            Aldehyde

   Desinfizierende Wirkstoffe (in %)   20% Natriumperbonat,                        25% Glucoprotamin                        9,9% Gluteral, 9,8% Formaldehyd
                                       15% Tetraacetylethlendiamin
                                       (TAED)
   Zusätze                             keine                                       Farbstoffe, nichtionische Tenside, Lö-   nichtionische und ionische Tenside,
                                                                                   sungsmittel, Komplexbildner, Reini-      Korrosionsinhibitoren, Farb- und
                                                                                   gungsverstärker, Korrosionsinhibito-
                                                                                   ren, Duftstoffe                          Duftstoffe
   Einfärbung                          nein                                        ja                                       ja
   Indikation                          reinigende Desinfektion von med.            zur reinigenden Desinfektion von         zur reinigenden Desinfektion von
                                       Instr. aus Metall, Kunststoff, Elasto-      medizinischen Instrumenten aus           med. Instr. aus Metall, Kunststoff,
                                       mere, Glas, Inkubatoren, Wannen für         Metall, Kunststoff, Glas; ther-          Glas; thermostabile und -labile
                                       med. Bäder sowie Prothesen; zur             mostabile und -labile medizini-          med. Instrumente (z.B. flexible
                                       Flächendesinfektion geeignet                sche Instrumente und Endoskope           Endoskope u. Anästhesiezubehör)
   Mikrobielles Wirkungsspektrum       gegen Viren, HBV, HIV in DNS-               gegen Bakterien (inkl. TBC), Pilze,      wirksam gegen Viren, HBV, HIV in
                                       Polymerasetest, Rota-, Adeno-,              Adeno-, Papova-, Vakzinia-Viren,         DNS-Polymerasetest, Adeno-, Po-
                                       Popova-, Vakzinia- und Polio-Virus          HBV (im MAD-Test), HIV                   pova-, Vakzinia- sowie Polio-Virus
   Wirksamkeit gegen unbehüllte        ja                                          ja                                       ja
   Viren?
   Einwirkzeit                         2% - 60 Minuten; Ultraschall: 15 Minuten;   1,5%: 1 Stunde                           1%: 60 Minuten
                                       Flächendesinf.: 0,5% - 4 Stunden, 1,5% -    2,5%: 30 Minuten                         2%: 30 Minuten
                                       1 Stunde; Badewanne: 2% - 2 Minuten         4,0%: 15 Minuten                         3%: 15 Minuten
   Anwendungsmenge                     siehe Einwirkzeiten                         siehe Einwirkzeiten                      siehe Einwirkzeiten


   Haltbarkeit                         3 Jahre                                     5 Jahre                                  3 Jahre


   Vorsichtsmaßnahmen                  nicht verschlucken, nicht in die            nicht verschlucken, nicht in die         nicht verschlucken, nicht in die
                                       Augen bringen, darf nicht in die            Augen bringen, Schutzkleidung,           Augen bringen, Schutzkleidung,
                                       Hände von Kindern gelangen                  -handschuhe, -brille tragen              -handschuhe, -brille tragen
   Wissenschaftliche Referenzen        DGHM-Zertifizierung für die                 viruswirksam nach DVV-Methode,           viruswirksam nach DVV-Methode,
                                       Fläche, viruswirksam dann DVV-              Gutachten                                Gutachten
                                       Methode, Gutachten
   Mitlieferbare Spender bzw.          ---                                         ---                                      ---
   Dosiergeräte oder Pumpen?
   Abpackung                           2-kg-Kunststoffeimer mit Meßlöffel          2-Liter-Grifflasche, 6-Liter-            2-Liter-Grifflasche,
                                       10-kg-Kunststoffeimer mit Meßlöffel         Kanister, 200-Liter-Faß                  6-Liter-Kunststoffkanister
   Besonderheiten                      für Flächendesinfektion geeignet            empfohlen von OLYMPUS                    schnelle Einwirkzeiten,
                                                                                                                            besonders materialschonend




  426                                                                                                                  ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                                            Leistungs-
                                                                                                                                                            vergleich




Ecolab Deutschland                         Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG             IC Medical System GmbH,                 Dr. Ihde Dental GmbH München
Postfach 13 04 06                          Trophagener Weg 25                        Endersbacherstr. 12, 71404 Korb         Erfurter Str. 19
40554 Düsseldorf                           32657 Lemgo                               Tel. 0 71 51 / 6 19 85                  85386 Eching / München
Tel. 02 11 / 98 93-0                       Tel. 0 52 61 / 7 01-0                                                             Tel. 0 89 / 31 97 61-0
Sekusept® aktiv                            KOMET DC1®                                IRA-DES                                 Dr. Ihde forte Instrumentenbad
zertifiziert                               ja                                        nein                                    ja
2002                                       1999                                      2001                                    2001
Teeressigsäure                             membranaktive Biozide                     ---                                     quaternäre Verbindung,
                                                                                                                             Guanidinderivat, Alkylaminderivat
50% Natriumperboratmonohydrat,             9,9% tert. Alkylaminderivat               oligomere Phosphate, Natrium-           siehe Wirkungsmechanismus
25% Tetraacetylethlendiamin                8,4% quaternäre Verbindung                chlorisocyanurat
(TAED)
nichtionische Tenside, Lösungs-            5-15% Pflegemittel, <1% Farbstoffe,       Pflegemittel und Korrosionsinhibitor    Pflegemittel und Korrosionsschutz
mittel, Komplexbildner, Korrosions-        30-50% Komplexbildner, PH-Stabi-
inhibitoren, Duftstoffe                    lisatoren, Korrosionsschutz
nein                                       ja                                        nein                                    ja
thermostabile u. -labile med. Instrumen-   Desinfektions- u. Reinigungskon-          Reinigung und Desinfektion (ma-         Instrumentendesinfektion für den-
te inkl. flexibler Endoskope, Endoskop-    zentrat für alle zahnärztlichen In-       nuell, maschinell)                      tal-medizinischen Bereich, Glas,
aufbereitung im Zirkulationsverfahren,     strumente (rotierende, allg. Endo-                                                Porzellan, Gummi, Kunststoff,
manuelle Vorreinigung vor maschineller     dontie-, Aluminiuminstrumente)                                                    Metall usw.
Aufbereitung, Ultraschall-Anwendung
gegen Viren, HBV, HIV, Rota-,              bakterizid (inkl. TBC), fungizid,         bakterizid, fungizid,                   bakterizid, inkl. Tbc; Pilze, HBV,
Adeno-, Popova-, Vakzinia-, Polio-         viruzid (HBV,HCV, HIV)                    virusinaktivierend                      HIV, HCV, Rota-Viren
Virus und Sporen
ja                                         nein                                      ja                                      ja

1% - 1 Stunde, 2% - 15 Minuten; HBV/HIV:   Bohrerbad: bei 1% Konzentration           chemo-thermisch bei 65 °C ca. 20 Min.   1%: 60 Minuten; 2%: 30 Minuten
1% - 15 Minuten, 2% - 5 Minuten, DVV-      60 Minuten; Ultraschall: bei 2%           (maschinell),                           4%: 15 Minuten;
Viren: 1% - 1 Stunde, 2% - 15 Minuten      Konzentration 5 Minuten                   manuell: 1% - 15 Minuten (Reinigung)    HCV: 1% - 5 Minuten
siehe Einwirkzeiten                        10g pro Liter Gebrauchslösung             manuell: 2 Meßlöffel auf 3 Liter        Desinfektionswanne 4 Liter, siehe
                                                                                     Wasser, maschinell: nach Dosier-        Einwirkzeit
                                                                                     anleitung
18 Monate                                  ungebrauchtes Konzentrat: 3 Jahre,        3 Jahre                                 3 Jahre
                                           ungebrauchte Gebrauchslösung: 4                                                   ein Ansatz hält ca. 7 Tage - je nach
                                           Wochen, benutzte Lösung: 1 Woche                                                  Verschmutzung
nicht verschlucken, nicht in die           Haut- und Augenschutz beachten            siehe Sicherheitsdatenblatt             R22       S26
Augen bringen, darf nicht in die                                                                                             R34       S36/37/39
Hände von Kindern gelangen                                                                                                   S1/2      S45
viruswirksam nach DVV-Methode,             Prof. Dr. Werner (Schwerin), Prof. Dr..   Gutachten Prof. Wille IKI Institut      Prof. Dr. med. Werner, Schwerin;
Gutachten, DGHM zertifiziert               Schubert (Frankfurt), Dr. Steinmann       für Krankenhaushygiene Gießen           Dr. med. Steinmann, Bremen;
                                           (Bremen), Prof. Dr. Frösner (München)                                             Institut Dr. Färber, Gießen
---                                        1-Liter-Flasche mit Dosierhilfe           Spender: Dosierlöffel                   Dosierungspumpe für Kanister
                                                                                                                             1-Liter-Dosierflasche: Auslaufhahn
6-kg-Kunststoffeimer mit                   1-Liter-Flasche oder Vorratspack:         5-kg-Eimer                              1 Liter / 5 Liter / 10 Liter
Meßbecher                                  2 x 3 Liter
schnelle Einwirkzeiten                     geeignet für gesamtes ärztliches          Ideal für die maschinelle Instru-       geeignet für gesamtes ärztliches
besonders materialschonend                 Instrumentarium, inkl. Endoskope          mentenaufbereitung in Chemo-            Instrumentarium
                                                                                     und Thermodesinfektion


               ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                                427
Leistungs-
 vergleich                        Instrumenten-Desinfektionsmittel




   Hersteller / Vertrieb               Kaniedenta                              Kaniedenta                                 Kaniedenta
                                       Zum Haberland 36                        Zum Haberland 36                           Zum Haberland 36
                                       32051 Herford                           32051 Herford                              32051 Herford

   Produktname                         Kanisept AF                             Kanisept forte                             Kanizin
   DGHM-gelistet?                      ja                                      nein, geprüft nach DGHM                    ja
   Seit wann auf dem Markt?            1998                                    1998                                       1995
   Wirkungsmechanismus                 BigManide, Ammoniumchlorid              Aldehyde                                   Kalilauge

   Desinfizierende Wirkstoffe (in %)   keine Angabe                            Methaol, Pentondial                        Kaliumhydroxid



   Zusätze                             --                                      --                                         --


   Einfärbung                          nein                                    nein                                       nein
   Indikation                          Desinfektion und                        Desinfektion und                           Desinfektionsmittel für
                                       -reinigung von dentalmedizini-          -reinigung von dentalmedizini-             rotierende Instrumente
                                       schem Instrumentarium                   schem Instrumentarium


   Mikrobielles Wirkungsspektrum       bakterizid, fungizid, sponizid, viru-   bakterizid, fungizid, sponizid, tu-        bakterizid, fungizid, viruzid,
                                       zid, tuberkulozid                       berkulozid, viruzid inkl. HBV /            tuberkulozid
                                                                               HIV, Polioviren
   Wirksamkeit gegen unbehüllte        ja                                      ja                                         ja
   Viren?
   Einwirkzeit                         1,5 %: 60 Min.                          1 %: 60 Min.                               5 MIn. nach DGHM
                                       4 %: 15 Min.                            1,5 %: 30 Min.
                                                                               2 %: 15 Min.
   Anwendungsmenge                     siehe Einwirkzeit                       siehe Einwirkzeit                          je nach Größe des
                                                                                                                          Desinfektionsbehälters

   Haltbarkeit                         2 Jahre                                 2 Jahre                                    2 Jahre


   Vorsichtsmaßnahmen                  gemäß Anwendungshinweis                 gemäß Anwendungshinweis                    gemäß Anwendungshinweis



   Wissenschaftliche Referenzen        Prof. Dr. Schubert,                     geprüft nach den Richtlinien der           Prof. Dr. Schubert,
                                       Dr. Steinmann, Prof. Dr. Frösner,       DGHM                                       Prof. Dr. Werner, Dr. Steinmann
                                       Prof. Dr. Werner
   Mitlieferbare Spender bzw.          Dosierpumpe l. Kanister, Kanister-      Dosierpumpe l. Kanister, Kanister-         Kanisterumfüllhahn
   Dosiergeräte oder Pumpen?           umfüllhahn, 1 l-Dosierflasche           hahn, 1 l-Dosierflasche
   Abpackung                                                                   1 l Dosierspender, 10 l Kanister           2 l- Flasche, 10 l-Kanister

   Besonderheiten                                                              starke Reinigungsaktivität und sehr        verwendbar im Ultraschallbad,
                                                                               guter Korrosionsschutz                     schnelle Sofortwirkung




  428                                                                                                                ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                             Leistungs-
                                                                                                                                             vergleich




OMNIDENT Dentalhandels GmbH          OMNIDENT Dentalhandels GmbH            Schülke & Mayr GmbH, Robert-           Schülke & Mayr GmbH, Robert-
Gutenbergring 7-9                    Gutenbergring 7-9                      Koch-Str. 2, 22851 Norderstedt         Koch-Str. 2, 22846 Norderstedt
63110 Rodgau Nieder-Roden            63110 Rodgau Nieder-Roden              Vertrieb: Dentalfachhandel             Vertrieb: Dentalfachhandel
Tel. 0 61 06 / 8 74-0                Tel. 0 61 06 / 8 74-0                  Tel. 0 40 / 52 10 06 66                Tel. 0 40 / 52 10 06 66
Omnidrill                            Omnisept                               Grotanat® Bohrerbad                    Lysetol® Med
ja                                   ja                                     ja                                     ja
2002                                 2002                                   keine Angabe                           1992
---                                                                         ---                                    ---

quartäre Ammoniumverbindung,         Cocospropylendiaminguanidindiacetat,   Kaliumhydroxyd, 2-Propanol,            quarternäre Ammoniumverbindungen,
Biguamide                            Didecylpolyoethylammoniumpropionat     2-Ethylhexanol                         Phenoxypropanole, Benzalkoniumchlorid


keine                                keine                                  keine                                  keine


ja, leicht hellgrün                  ja                                     nein                                   ja
Einwirkzeit nach DGHM               Instrumentarium nach Gebrauch           manuelle Desinfektion von              manuelle Desinfektion von
konzentriert 15 Minuten             in Gebrauchslösung einlegen,            rotierenden Instrumenten               chirurgischen Instrumenten
                                    vollständig benetzen,
                                    anschließend abspülen und
                                    trocknen
bakterizid, tuberkulozid, fungizid, bakterizid, tuberkulozid, fungizid,     Bakterien, Pilze, Tb, Polio, Papova-   Bakterien (inkl. Tb), Pilze, HBV,
virusinaktivierend (HBV, HIV, HCV) virusinaktivierend (HBV, HIV,            Viren, Adeno-Viren, Vaccinia-Viren     HIV, HCV, Adeno-/Rotavirus
                                    HCB), sporozid                          HBV, HCV, HIV
nein                                nein                                    ---                                    ---

15 Minuten                           1%: 60 Minuten                         konz. 30 Minuten                       5%: 15 Minuten
                                     2%: 30 Minuten                         (gebrauchsfertige Lösung), konz. 15    4%: 30 Minuten
                                     3%: 15 Minuten                         Min. mit Ultraschall                   2%: 60 Minuten
gebrauchsfertiges Präparat,          1%-, 2%- und 3%-ige Lösung             ---                                    ---
Instrumentarium in unverdünnte
Lösung legen
ca. 3 Jahre nach Herstellung          Konzentrat ca. 3 Jahre                3 Jahre                                Konzentrat 3 Jahre
                                      ab Herstellung,                                                              Standzeit der Gebrauchslösung:
                                      angesetzte Lösung 14 Tage                                                    7 Tage
Schutzhandschuhe tragen,              Schutzhandschuhe, Schutzbrille,       Bohrer nicht abspülen, sondern         ---
Haut-/ Augenkontakt meiden            Gesichtsschutz tragen                 trocknen lassen

Prof. Schubert;                       Prof. Werner;                         diverse Gutachten zur Mikrobiolo-      diverse Gutachten zur Anwen-
Dr. Weidner                           Prof. Schubert                        gie, Anwendungstechnik, Material-      dungstechnik, Mikrobiologie,
                                                                            verträglichkeit                        Materialverträglichkeit
Kanisterhahn                          Kanisterhalter                        Kanisterhahn, Kanisterpumpe            2 Liter Flaschendosierer,
Dosierpumpe                           Dosierpumpe                                                                  Kanisterhahn, Kanisterpumpe
2-Liter-Flasche                       1-Liter-Dosierflasche                 2 Liter und 5 Liter                    2 Liter und 5 Liter
10-Liter-Kanister                     10-Liter-Kanister
---                                   Kombinationspräparat: Desinfek-       im Ultraschallbad einsetzbar,          aldehydfrei, im Ultraschallbad
                                      tion und gleichzeitig Reinigung       für Präzisionsinstrumente,             einsetzbar
                                                                            aldehydfrei, gebrauchsfertig


           ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                     429
Leistungs-
 vergleich                        Instrumenten-Desinfektionsmittel




   Hersteller / Vertrieb               Merz Consumer Care GmbH                Metasys Medizintechnik GmbH           Micro-Mega AG Deutschland
                                       Bereich Hygiene, Frankfurt/M.          Florianstraße 3                       Obere Zeil 6-8
                                       Merz Dental GmbH, Lütjenburg           A-6063 Rum bei Innsbruck              61440 Oberursel
                                       Tel. 0 43 81 / 4 03 - 416 / -417       Tel. ++ 43 (5 12) 20 54 20            Tel. 0 61 71 / 5 89 30
   Produktname                         Mucocit-T                              Green & Clean IDN                     Micro-Mega 2001
   DGHM-gelistet?                      ja                                     ja                                    ja
   Seit wann auf dem Markt?            ---                                    1997                                  1997
   Wirkungsmechanismus                 quartäre Ammoniumverbindung            quartäre Ammoniumverbindungen         Benzyl-dimethyl-alkyl-ammoniumchlo-
                                                                                                                    rid, Bis-(3-aminopropyl)dodecylamin
   Desinfizierende Wirkstoffe (in %)   7,0 g N, N-Didecyl-N-methylpoly-       weniger als 10% quartäre Ammoni-      quartäre Ammoniumsalze,
                                       (oxethyl)-ammoniumpropionat, 4,64 g
                                       Aklylpropylendiamin-1,5-bisquanidi-    umverbindungen                        Aminoessigsäure
                                       niumacetat, 2,0 g Bis-(aminopropyl)-
                                       laurylamin
   Zusätze                             Reinigungsverstärker, Hilfsstoffe      keine, für die Anwendung im Ultra-    keine
                                                                              schallbad geeignet

   Einfärbung                          ja                                     ja                                    ja
   Indikation                          Instrumentendesinfektion und           Reinigung und Desinfektion von        Zahnmedizinische Präparationen,
                                       -reinigung in Klinik, Praxis und       Instrumenten und Bohrern              zahnmedizinische Endobehand-
                                       Labor                                                                        lungen


   Mikrobielles Wirkungsspektrum       Bakterien, Pilze, HBV, Tbc, HIV,       HBV, HIV, Tb, bakterizid, fungizid,   HBV, HIV, TBB, bakterizid,
                                       HCV, MRSA, EHEC, Adenoviren,           Adeno- und Papovavirus                fungizid
                                       Papovaviren
   Wirksamkeit gegen unbehüllte        keine Angabe                           ja                                    keine Angabe
   Viren?
   Einwirkzeit                         1% - 60 Minuten, 2% - 30 Minuten,      15 - 60 Minuten                       HBV/HIV: 5 Minuten, Bakterien/
                                       3% - 15 Minuten                                                              Pilze: 30 Minuten, TBB: 60 Minuten
                                       HCV: 1% - 15 Minuten
   Anwendungsmenge                     1 - 3%-ige Lösung                      1,5% - 4 %                            Lösung 2%


   Haltbarkeit                         24 Monate                              3 Jahre                               Konzentrat: 3 Jahre


   Vorsichtsmaßnahmen                  Schutzhandschuhe und/oder              reizend                               reizend,
                                       Schutzkleidung                                                               Haut-/ Augenkontakt meiden

   Wissenschaftliche Referenzen        Prof. Schubert, Frankfurt;             Dr. med.Färber; Frösner;              Prof. Dr. med. R. Schubert;
                                       Dr. Steinmann, Bremen;                 Schubert; H.-P. Werner                Prof. Dr. med. H.-P. Werner
                                       Dr. Färber, Gießen
   Mitlieferbare Spender bzw.          Dosierkopf und Kanisterhahn            Dosierbecher                          Kippdosierer 20 ml
   Dosiergeräte oder Pumpen?
   Abpackung                           2-Liter-Flasche, 5-Liter-Kanister      2 x 2-Liter-Flasche                   2-Liter-Henkelflasche
                                                                              1 x 2-Liter-Flasche
   Besonderheiten                      Materialschonendes Wirkprinzip         hohe Materialverträglichkeit; ge-     keine
                                       auch für empfindliche Instrumenta-     eignet für Instrumente und Bohrer
                                       rien geeignet



  430                                                                                                          ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
 AZ
Ecolab

 431
Leistungs-
 vergleich


                                 Hände-Desinfektionsmittel




  Hersteller/Vertrieb                ALPRO Dental-Produkte GmbH                 B. Braun Melsungen AG                        B. Braun Melsungen AG
                                     Mooswiesenstr. 9                           Carl-Braun-Str. 1                            Carl-Braun-Str. 1
                                     78112 St. Georgen                          34212 Melsungen                              34212 Melsungen
                                     Tel. 0 77 25 / 93 92-0                     Tel. 0 56 61 / 71-32 88                      Tel. 0 56 61 / 71-32 88
  Produktname                        CREMANA® -wash-antibac                     Promanum® N                                  Softa-Man®
  DGHM-gelistet?                     nein                                       ja                                           ja
  Seit wann auf dem Markt            2001                                       1978                                         1983
  Wirkungsmechanismus                membranaktive Tenside, Ethanol,            Ethanol, Propanol                            Ethanol, Propanol
                                     Propanol
  Desinfizierende Wirkstoffe (in%)   40 % Ethanol/Isopropanol, <5 % QAV         83,4%                                        63%
                                     Diclenyldimethylammoniumchlorid

  Zusätze (in %)                     keine                                      keine                                        keine

  Einfärbung ? (ja/nein)             ja, grünlich                               ja                                           nein
  Indikation                         desinfizierende Händewaschung              hygienische und chirurgische                 hygienische und chirurgische
                                     nach DIN EN 1499                           Händedesinfektion                            Händedesinfektion
  Mikrobielles Wirkungsspektrum      bakterizid, fungizid, viruzid              bakterizid (inkl. MRSA),                     bakterizid (inkl. MRSA), tuberkulozid, fungizid,
                                                                                tuberkulozid, fungizid, viruzid (HBV/HIV),   viruzid (HIV, Rota, Herpes simplex, Vaccinia,
                                     (HBV/HIV)
                                                                                HCV, Noroviren, Rotavirten                   HBV, Adenoviren), HCV, Noroviren


  Wirksamkeit gegen unbehüllte       ja                                         ja                                           ja
  Viren?
  Einwirkzeit                        bakterizid, fungizid in 30 sec.,           hyg. 30 sec.                                 hyg. 30 sec.
                                     viruzid (HBV/HIV) in 1 min.                chir. 3 Minuten                              chir. 3 Minuten
  Anwendungsmenge                    ca. 3 ml                                   hyg. 3 ml                                    hyg. 3 ml
                                                                                chir. mind. 2 x 5 ml                         chir. mind. 2 x 5 ml
  Haltbarkeit                        3 Jahre                                    5 Jahre                                      5 Jahre
  Vorsichtsmaßnahmen                 Hinweise laut Gefahrenstoff-               Hinweise laut Gefahrenstoff-                 Hinweise laut Gefahrenstoff-
                                     verordnung                                 verordnung                                   verordnung
  Wissenschaftliche Referenzen       Prof. Marth, Univ. Graz; Prof. Tronnier,   Gutachten für DGHM und RKI-Li-               Gutachten für DGHM und RKI-Li-
                                     Witten; Prof. Frösner, Univ. München       stung und Wirksamkeit vorhanden              stung und Wirksamkeit vorhanden
  Mitlieferbare Spender bzw.         -                                          separat erhältlich                           separat erhältlich
  Dosiergeräte oder Pumpen?
  Abpackung (Größe bzw. Masse)       500 ml Flasche, 5 l Kanister               100 ml Kittelflasche / 500 ml und            100 ml Kittelflasche / 500 ml und
                                                                                1000 ml Spenderflaschen /                    1000 ml Spenderflaschen /
                                                                                1000 ml Varioflasche / 5 l Kanister          1000 ml Varioflasche / 5 l Kanister
  Besonderheiten                     hygienische Händewaschung,                 allergenarm parfümiert,                      Farbstoff-frei, ohne Zusatzstoffe,
                                     biologisch abbaubar                        RKI-gelistet                                 allergenarm parfümiert, RKI-gelistet
  Preis                              8,25 Euro / 65, 50 Euro                    auf Anfrage                                  auf Anfrage




  432                                                                                                                    ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                                       Leistungs-
                                                                                                                                                       vergleich




Hersteller/Vertrieb                   Metasys Medizintechnik GmbH               Schülke & Mayr GmbH                     Schülke & Mayr GmbH
                                      Florianstr. 3                             Robert-Koch-Str. 2, 22846 Norder-       Robert-Koch-Str. 2, 22846 Norder-
                                      A - 6063 Rum bei Innsbruck                stedt Vertrieb: Dentalfachhandel        stedt Vertrieb: Dentalfachhandel
                                      Tel. ++43(512)20 54 20                    Tel. 0 40 / 52 100 666                  Tel. 0 40 / 52 100 666
Produktname                           Green & Clean HD                          Desderman® N                            Desmanol®
DGHM-gelistet?                        ja                                        ja                                      ja
Seit wann auf dem Markt               1997                                      1998                                    1980
Wirkungsmechanismus                   synergetische Verbindung von 1-Propanol   -                                       -
                                      und 2-Propanol und quartäre Ammonium-
                                      verbindung
Desinfizierende Wirkstoffe (in%)      1-Propanol: 30% 0,15 %                    78,2 g Ethanol (96%)                    32,251 g 1-Propanol / 20,985 g 2-Propanol
                                      2-Propanol: 45%                                                                   / 4,2 g Chlorhexidingluconatlsg 20%
                                      Didecyldimethylammoniumchlorid
                                                                                0,1 g 2-Biphenylol
Zusätze (in %)                        0,15% Hautschutzpflege, 75% Alko-         Hautschutzpflege, Konservierungs-       Hautschutzpflege, Konservierungs-
                                      hole, 0,15% quartäre Ammoniumverb.        stoff, Farbstoff E 131, E 104, Parfüm   stoff, Farbstoffe, Parfüm
Einfärbung ? (ja/nein)                nein                                      ja                                      ja
Indikation                            hygienische und chirurgische              hygienische und chirurgische            hygienische und chirurgische
                                      Händedesinfektion                         Händedesinfektion                       Händedesinfektion
Mikrobielles Wirkungsspektrum         HBV, HIV, Tbc, bakterizid,                DGHM inkl. Tb, MRSA, VRE,               Bakterien (inkl. Tb), Pilze, lipophile
                                      fungizid                                  EHEC, HIV/HBV, HAV, HCV, Vac-           Viren (inkl. HBV, HIV, HCV, Vacci-
                                                                                cinia, Adeno-, Polio-, Herpes-Viren     nia- u. Rota-Viren)
Wirksamkeit gegen unbehüllte          --                                        ja                                      ja (Rota)
Viren?
Einwirkzeit                           hyg. 30 sec.                              hyg. 30 sec.                            hyg. 30 sec.
                                      chir. 5 Minuten                           chir. 3 Minuten                         chir. 3 Minuten
Anwendungsmenge                       hyg. 3 ml                                 Hände während der gesamten Ap-          Hände während der gesamten Ap-
                                      chir. 10 ml                               plikationszeit angefeuchtet halten      plikationszeit angefeuchtet halten
Haltbarkeit                           4 Jahre                                   5 Jahre                                 5 Jahre
Vorsichtsmaßnahmen                    leicht entzündbar                         R11: leicht entzündlich                 -

Wissenschaftliche Referenzen          Drs. Döhner, Marth, Schubert, Frösner,    siehe www.schuelke-mayr.com             siehe www.schuelke-mayr.com
                                      Fritsch
Mitlieferbare Spender bzw.            Spender                                   Spender (SM1, KH Eurospender),          Spender (SM1, KH Eurospender),
Dosiergeräte oder Pumpen?                                                       Dosierpumpen                            Dosierpumpen
Abpackung (Größe bzw. Masse)          Einführset: 5 x 750 ml Flasche +          150, 450, 1000 ml, 5 l                  150, 450, 1000 ml, 10 l
                                      Dosierflasche

Besonderheiten                        natürliche Feuchthaltemittel,             Hautverträglichkeit geprüft im SELS-    Hautschützend und pflegend durch
                                      natürliche Hautpflegestoffe               Verfahren, ausgeprägtes Wirkspektrum    Rückfettungssystem
Preis                                 33,40 Euro                                                                        --




              ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                              433
Leistungs-
 vergleich


                                   Hände-Desinfektionsmittel




    Hersteller/Vertrieb                Ecolab Deutschland GmbH                   Ecolab Deutschland GmbH                   Dürr Dental
                                       Postfach 13 04 06                         Postfach 13 04 06                         Hoepfigheimer Str. 17
                                       40554 Düsseldorf                          40554 Düsseldorf                          74321 Bietigheim-Bissingen
                                       Tel. 02 11 / 98 93-515                    Tel. 02 11 / 98 93-515                    Tel. 0 71 42 / 70 5-0
    Produktname                        Skinman® soft                             Skinman® asept                            HD 410
    DGHM-gelistet?                     ja                                        ja                                        ja
    Seit wann auf dem Markt            1995                                      2001                                      1988
    Wirkungsmechanismus                Alkohol                                   Alkohol                                   Alkohol u. quartäre Ammoniumver-
                                                                                                                           bindungen
    Desinfizierende Wirkstoffe (in%)   60 g 2-Propanol, 0,15 g Benzalko-         70 g 1-Propanol                           1-Propanol, 2-Propanol, hautmilde
                                       niumchlorid, 0,1 g Undecylensäure                                                   quartäre Ammoniumverbindung
    Zusätze (in %)                     Hautschutz, Pflegemittel,                 Hautschutz, Pflegemittel                  Farbstoff, rückfettende und pfle-
                                       Farbstoffe                                                                          gende Komponenten
    Einfärbung ? (ja/nein)             ja                                        nein                                      ja
    Indikation                         hygienische und chirurgische              hygienische und chirurgische              hygienische und chirurgische
                                       Händedesinfektion                         Händedesinfektion                         Händedesinfektion
    Mikrobielles Wirkungsspektrum      gegen Bakterien (inkl. Tbc), Pilze, He-   gegen Bakterien (inkl. Tbc), Pilze, He-   Bakterien inkl. Mykobakterien, Pilze,
                                       patitis-B-Viren, HIV, Rota- und Her-      patitis-B-Viren, HIV, Rota-, Adeno-       Viren (behüllte Viren, HBV, HCV,
                                       pesviren                                  und Herpesviren                           HIV)
    Wirksamkeit gegen unbehüllte       ja (außer Poliovirus)                     ja (außer Poliovirus)                     ja, außer Polio-Virus
    Viren?
    Einwirkzeit                        hyg. 30 sec.                              hyg. 30 sec.                              hyg. 30 sec.
                                       chir. 2 x 1,5 Minuten                     chir. 2 x 1,5 Minuten                     chir. 5 Minuten
    Anwendungsmenge                    hyg. 3 ml                                 hyg. 3 ml                                 hyg. 3 ml
                                       chir. 2 x 5 ml                            chir. 2 x 5 ml                            chir. 10 ml
    Haltbarkeit                        5 Jahre                                   3 Jahre                                   4 Jahre
    Vorsichtsmaßnahmen                 nicht in Flammen sprühen, Vorsicht        nicht in Flammen sprühen, Vorsicht        entzündlich, Augenkontakt meiden
                                       bei alkhoholempf. Oberflächen             bei alkhoholempf. Oberflächen
    Wissenschaftliche Referenzen       RKI Liste, DGHM Zertifizierung,           DGHM Zertifizierung,                      mehrere unabhängige Gutachten.
                                                                                                                           DGHM-Zertifizierung
                                       Gutachten                                 Gutachten
    Mitlieferbare Spender bzw.         1 ml Pumpe, Wandspender 500 ml            1 ml Pumpe, Wandspender 500 ml            Dosierpumpe oder Universal-
    Dosiergeräte oder Pumpen?          Wandspender 1000 ml                       Wandspender 1000 ml                       präparatespende
    Abpackung (Größe bzw. Masse)       50 x 100 ml, 24 x 500 ml, 12 x 1 l,       50 x 100 ml, 24 x 500 ml, 12 x 1 l,       2,5 Liter oder 400 ml
                                       1x5l                                      1x5l

    Besonderheiten                     echtes Arzneimittel                       echtes Arzneimittel                       Arzneimittel. Sehr gute, klinisch geprüfte Haut-
                                                                                                                           verträglichkeit m. pfleg. u. rückfett. Komponen-
                                                                                                                           ten. Remanenzwwirkung
    Preis                              auf Anfrage                               auf Anfrage                               auf Anfrage beim Dentaldepot




  434                                                                                                              ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                                          Leistungs-
                                                                                                                                                          vergleich




Hersteller/Vertrieb                   KANIEDENTA                                KANIEDENTA                             Merz Consumer Care GmbH
                                      Zum Haberland 36                          Zum Haberland 36                       Ber. Hygiene, Frankfurt. Vertrieb:
                                      32051 Herford                             32051 Herford                          Merz Dental GmbH, Lütjenburg
                                      Tel.: 05221-34550                         Tel.: 05221-34551                      Tel. 0 43 81 / 403-416/-417
Produktname                           Kaniderm                                  Kanisept med                           Mucasept-A
DGHM-gelistet?                        ja                                        ja                                     ja
Seit wann auf dem Markt               1995                                      1999                                   -
Wirkungsmechanismus                   Alkohol                                   Biguanide                              Ethanol, 2-Propanol

Desinfizierende Wirkstoffe (in%)      2-Propanol                                Polyhexamid                            70g 2-Propanol, 10 g Ethanol

Zusätze (in %)                        --                                        --                                     -

Einfärbung ? (ja/nein)                nein                                      nein                                   nein
Indikation                            hygienische und chirurgische              hygienische Händewaschung und          hygienische und chirurgische
                                      Händedesinfektion                         Händedekontamination                   Händedesinfektion
Mikrobielles Wirkungsspektrum         bakterizid, fungizid, tuberkulozid,       bakterizid, fungizid, viruzid inkl.    gemäß DGHM: HBV/HIV, HCV,
                                      viruzid inkl. HVB / HCV / HIV             HBV / HIV                              Tbc, Rota

Wirksamkeit gegen unbehüllte          ja                                        --                                     ja
Viren?
Einwirkzeit                           .hyg. 30 sec                              30 sec.                                hyg. 30 sec, Chir. 3 min. HBV/HIV:
                                      chir. 3 Minuten                                                                  5 min., HCV: 30 sec, Rota: 1 min.
Anwendungsmenge                       hyg. 3 ml                                 3 ml                                   hyg. 3 ml
                                      chir. 2 x 5 ml                                                                   chir. 2 x 5 ml
Haltbarkeit                           3 Jahre                                   3 Jahre                                36 Monate
Vorsichtsmaßnahmen                    gemäß Anwendungshinweis                   gemäß Anwendungshinweis                gemäß Anwendungshinweis

Wissenschaftliche Referenzen          Prof. Dr. Wille, Dr. Steinmann,           Prof. Dr. Schubert, Prof. Dr. Marth    Dr. Steinmann; Dr. Schwalbach,
                                      Prof. Dr. Schubert                                                               Prof. Frösner, Prof. Schubert
Mitlieferbare Spender bzw.            Wandspender, Kanisterumfüllhahn,          Wandspender, Dosierpumpe,              Wandspender, Handdosierpumpe,
Dosiergeräte oder Pumpen?             Dosierpumpe                               Kanisterauslaufhahn                    Kanisterhahn
Abpackung (Größe bzw. Masse)          1 l Flasche, 10 l Kanister,               1 l Flasche, 5 l Kanister              Kittel-Flasche 200 ml, Spender-
                                      10 l Kanister                                                                    Flasche 1 l; Kanister 5 l

Besonderheiten                        sehr hautfreundlich, parfümfrei, völlig   hautfreundlicher pH-Wert, sehr wirt-   hautschonend und pflegend durch
                                      frei von Zusatzstoffen                    schaftlich, spart einen Arbeitsgang    Rückfettungssystem

Preis                                 auf Anfrage                               auf Anfrage                            Kittelfl. 4,60 Euro / 12,70 Euro 1 Liter/
                                                                                                                       54,90 Euro 5 Liter




              ZAHN PRAX 7, 424-435 (2004)
                                                                                                                                                435
 Steuern
   Recht
Finanzen


                                  Wie sich die Parteien die
                                  Zukunft der Privaten
                                  Krankenversicherung
                                  vorstellen




           Etwa 200 Gesundheitskosten-Dämpfungsgesetze                    seine Bürger aufzufassen. Die Aussage
           haben sich die bisherigen Bundesregierungen                    manches aus einem schönen und teuren Ur-
                                                                          laub Heimkehrenden „Das war es mir wert“
           erdacht, trotzdem scheint das auf dem Solidarprin-
                                                                          ist von Patienten nach erfolgreicher aber
           zip fußende Gesundheitswesen ständig vor dem                   zuzahlungspflichtiger Therapie selten zu
           Finanzkollaps zu stehen. Dabei stagnierten die                 hören.
           Kosten während der letzten 30 Jahre etwa bei 6 bis
                                                                          Dieser Mentalität sind aber auch die Regie-
           7 % des Bruttosozialproduktes.                                 renden verbunden. Anstatt das System zu re-
                                                                          formieren haben sie immer nur mehr Geld

                           L    ediglich während der deutschen Wie-
                                dervereinigung gab es einen vorüber-
                          gehenden Anstieg um 1 %. Eine echte Ko-
                                                                          hineingegeben. Jetzt zieht man die Neid-
                                                                          Karte und will mehr Versicherte in das Sy-
                                                                          stem zwingen. Und das klingt ja auch gut:
           Höhere Lebens- stenexplosion ist das nicht. Allerdings sieht   Privatversicherte hätten sich bisher der Soli-
           erwartung -    der Durchschnittsversicherte nur das Stei-      darität entzogen, das müsse nun ein Ende
           höhere Kosten gen seines Beitragssatzes von einst 8,5 %        haben. In keiner Diskussion wird jedoch er-
                          auf mittlerweile über 14 %. Aber dafür er-      wähnt, daß auch privat Versicherte regel-
                          hält er eben auch viel mehr Leistungen als      mäßig zuzahlen, nämlich ihre Selbstbeteili-
                          früher: Es gibt Medikamente, die einst Un-      gung. Und keine Stammtischrunde bedenkt,
                          heilbares heilen können, es gibt Untersu-       wie deutlich die Kosten für die Arbeitgeber
                          chungsmethoden, die einst Unentdeckbares        (auch die öffentlichen!) steigen werden,
                          entdecken, es gibt Implantate, die einst Un-    wenn alle Beamten, alle gutbezahlten Ange-
                          ersetzbares ersetzen können. Der Durch-         stellten und alle Krankenhaus- bzw. Univer-
                          schnittsversicherte wird älter und bekommt      sitätsärzte in die GKV gezwungen werden
                          daher Krankheiten, die bei geringerer Le-       und damit einen wesentlich höheren Arbeit-
                          benserwartung nicht eintraten. Niemand          geberanteil beanspruchen. Gern wird ver-
                          will das ernsthaft zurückdrehen. Aber es ist    gessen, daß auch die PKV ein großer Arbeit-
                          in Deutschland immer noch weit verbreitet,      geber und damit Steuerzahler ist, und daß
                          auch die Kosten für einfachste Therapien als    die Durchschnittspraxen ohne die Einkünfte
                          komplette Pflichtleistung des Staates für       von den Privatpatienten kaum noch den


436                                                                                               ZAHN PRAX 7, 436 (2004)
                  Kassenpatienten zur Verfügung stünden.
                  Man gehe in die Brandenburgische Provinz
                  und besehe sich den dortigen Ärztemangel!
                  Alle Parteien sind sich nun einig, daß dem-
                  nächst ein grundsätzlicher Wandel in der
                  Gesundheitspolitik nötig sei, das Konzept
                  ist jedoch strittig. So strittig, daß darüber
                  womöglich Koalitionen platzen, Polit-
                  Schwestern sich trennen, Kanzlerkandida-
                  tinnen stürzen und braune Truppen in Parla-
                  mente einziehen.
                  Aber bei diesem Streit mogeln sich die Ver-
                  antwortlichen an einer Frage am liebsten
                  vorbei: Was soll aus den Privatversicherten
                  werden, was aus ihren gesetzlich vorge-
                  schriebenen Altersrücklagen? Wie utopisch
                  könnten deren Prämien wachsen, wenn die
                  privaten Gesellschaften per Gesetz keinen
                  mehr aufnehmen dürfen und damit ausge-
                  trocknet werden?
                  Wir haben den im Bundestag vertretenen
                  Parteien dazu acht Fragen vorgelegt:
                  1.) Soll es die private Krankenversicherung
                  weiterhin auch als Vollversicherung geben       Anzeige
                  und wie sollen dann die Kriterien zur Auf-
                  nahme neuer Versicherter sein?                   Loser
                  2.) Wenn nach Ihrem Konzept keine weitere
                  Neuaufnahme für eine Krankenvollversi-
                  cherung möglich sein sollte, müßten die          437
                  restlichen Versicherten der jeweiligen Ge-
                  sellschaften mit enorm steigenden Beiträgen
                  rechnen, da keine jungen Menschen mit ent-
                  sprechend niedrigen Krankheitskosten
                  („gute“ Risiken) mehr dazu kämen. Die bis-
                  herige, gesetzlich vorgeschriebene Alters-
                  rückstellung würde dafür bei weitem nicht
                  ausreichen. Wollen Sie diesem Anstieg ent-
                  gegen wirken oder ihn als Anreiz zum Ver-
                  lassen der PKV nutzen?
                  3.) Was soll mit den angesparten Altersrück-
                  stellungen der momentan privat Kranken-
                  versicherten geschehen, falls Sie in der PKV
                  keine Vollversicherung mehr zulassen
                  möchten?
                  4.) Sollen Ihrer Meinung nach die privaten
                  Krankenversicherungen in den derzeit be-
                  stehenden Risikoausgleich zwischen der ge-
                  setzlichen Versicherungen einbezogen wer-
                  den?
                  5.) Sollen Privatversicherte nach Ihren Vor-
                  stellungen künftig zusätzlich zur PKV auch

ZAHN PRAX 7, 437 (2004)
 Steuern
   Recht
Finanzen

           in die GKV einzahlen und woran sollte sich      ren allmählich den Überblick. Wie wollen
           die Höhe dieser zweiten Einzahlung orien-       Sie mit Ihrem Konzept künftig verhindern,
           tieren?                                         daß dieser Verwaltungsaufwand bei Kassen
                                                           und Vertragszahnärzten weiterhin steigt?
           6.) Welche Leistungen dürfen Privatversi-
                                                           Wie wollen Sie konkret dazu beitragen, hier
           cherte von der GKV erwarten, wenn Sie per
                                                           sogar eine Vereinfachung herbeizuführen?
           Gesetz dazu gezwungen werden, neben
           ihrer bisherigen Versicherung auch dort         Die Antworten der Parteien (außer bei den
           Beiträge zu zahlen?                             Grünen) gehen nach altbekanntem Muster
                                                           oft nur nebensätzlich auf die gestellten Fra-
           7.) Wie sollten für den Fall einer Doppelver-
                                                           gen ein, strotzen statt dessen (außer bei der
           sicherung in GKV und PKV die jeweiligen
                                                           CDU) vor lauter Allgemeinplätzen. Wir
           Leistungen voneinander getrennt werden?
                                                           geben sie nachfolgend wieder, gekürzt um
           8.) Momentan ist die Abrechnung ärztli-         die üblichen Grußformeln.
           cher/zahnärztlicher Leistungen in der PKV       Beim Lesen sollten Sie die Berechnungen
           denkbar einfach und unbürokratisch. Dage-       der Hans-Böckler-Stiftung im Hinterkopf
           gen wachsen in der GKV die Abrechnungs-         haben, der zufolge die Einbeziehung der Pri-
           bestimmungen monatlich um neue Regeln.          vatversicherten in die GKV die Beiträge bis
           Der Verwaltungsaufwand ist enorm, selbst        zum Jahr 2015 nur um 0,2 Prozent absenken
           diesbezüglich erfahrene Helferinnen verlie-     könne.




438                                                                               ZAHN PRAX 7, 438 (2004)
                          Antwort der F D P*
                               (*per E-Mail)




                                                  AZ


                                               Beycodent
                                                  439




ZAHN PRAX 7, 439 (2004)
 Steuern
   Recht
Finanzen




440        ZAHN PRAX 7, 440 (2004)
     AZ
Good-Dr. Europe
     441
 Steuern
   Recht                             Die Behandlungskosten -
Finanzen
                                     Informationspflicht des Zahnarztes
                                     gegenüber privat Versicherten




           Zahnärztliche Behandlungen sind regelmäßig mit                  gen erstatten. Medizinisch notwendig ist
           recht hohen Kosten für den Patienten verbunden.                 eine Heilbehandlung im Allgemeinen dann,
                                                                           wenn eine wissenschaftlich anerkannte Be-
           Insbesondere bei zahnärztlich-prothetischen Be-
                                                                           handlungsmethode zur Verfügung steht, die
           handlungen fallen Kosten an, die der Patient selbst             geeignet ist, die Krankheit zu heilen oder zu
           an den Zahnarzt entrichten muß, ohne daß er die                 lindern (BGHZ 99, 228). Die Frage der me-
           Behandlungs- oder Materialkosten durch seine pri-               dizinischen Notwendigkeit richtet sich
           vate Krankenversicherung erstattet erhält. Fraglich             somit, so wurde ausdrücklich in einer Ent-
           ist, ob und inwieweit der Zahnarzt verpflichtet ist,            scheidung des Bundesgerichtshofs im Jahr
                                                                           2003 festgestellt, ausschließlich nach objek-
           den privat versicherten Patienten vor dem Beginn                tiven medizinischen Befunden. Die Vertret-
           einer zahnärztlichen Behandlung, besonders vor                  barkeit unter Kostenaspekten der Versiche-
           einer zahnärztlich-prothetischen Behandlung, auf                rung ist dabei irrelevant, so daß von zwei
           die Höhe der zu erwartenden Kosten hinzuweisen.                 medizinisch gleichwertigen Behandlungs-
                                                                           methoden nicht zwingend allein die günsti-


                            W
                                                                           gere Methode erstattungsfähig ist (BGH
                                     ird zwischen dem Zahnarzt und
                                                                           NJW 2003, 1596).
                                     einem privat versicherten Patienten
                            ein Behandlungsvertrag geschlossen, so be-     Umfang der wirtschaftlichen Be-
                            steht ein direktes Anspruchsverhältnis zwi-
                            schen den Parteien auf sorgfaltsgerechte Be-
                                                                           ratungspflicht
                            handlung einerseits und Vergütung des          Zwar ist der Erstattungsanspruch des Patien-
                            Behandlungshonorars andererseits.              ten gegenüber seiner Versicherung
                                                                           grundsätzlich getrennt von dem Zahlungs-
                            Erstattungsanspruch des                        anspruch des Zahnarztes. Allerdings wird
                            Patienten                                      zunehmend von der Rechtsprechung ver-
           Medizinische                                                    langt, daß der Zahnarzt seinen Patienten
           Notwendigkeit    Dem privat versicherten Patienten steht
                                                                           über die aus der geplanten Behandlung re-
           aufgrund ob-     gegen seine private Krankenversicherung
                                                                           sultierenden Kosten sowie etwaige Erstat-
           jektiver medi-   lediglich ein Erstattungsanspruch zu. Die
                                                                           tungsschwierigkeiten informiert.
           zinischer Be-    Krankenversicherung muß gemäß § 178 b
           funde            Abs. 1 des Versicherungsvertragsgesetzes       Die Information über die Höhe der zu er-
                            die Kosten einer medizinisch not-wendigen      wartenden Behandlungskosten zählt nach
                            Heilbehandlung im Rahmen der im Versi-         der überwiegenden Rechtsprechung nicht
                            cherungsvertrag getroffenen Vereinbarun-       zur Selbstbestimmungsaufklärung im Sin-


442                                                                                               ZAHN PRAX 7, 442 (2004)
                                                                                                               Steuern
                                                                                                               Recht
                                                                                                               Finanzen




                 ne einer Risikoaufklärung. Denn die Infor-     traglichen Nebenpflichten zwingend ver-
                 mation über die Kosten dient nicht dazu, den   pflichtet, den Patienten über die zu erwar-
                 Patienten vor überraschenden Beeinträchti-     tenden Kosten der Behandlung zu informie-
                 gungen seiner körperlichen Integrität, son-    ren (Kammergericht Berlin, VersR 2000,
                 dern lediglich vor überraschenden finanziel-   89; OLG Stuttgart, OLGR 2002, 350). Auf
Der Zahnarzt len Belastungen zu schützen (AG                    Grund der unterschiedlichsten Vertragsge-
muß seinen Pa- Frankfurt/M. v. 27.10.1995, Az.: 31 C            staltungsmöglichkeiten ist es einem Zahn-
tienten über die 1221/93; AG Königstein v. 25.9.1991, Az.:      arzt allerdings nicht zuzumuten, den Patien-
Kosten           21 C 352/91). Vielmehr darf die wirtschaft-    ten im Einzelnen über die Möglichkeiten der
informieren      liche Beratungspflicht nicht überspannt        Kostenerstattung zu beraten. Denn es kann
                 werden und allenfalls als Neben- und           nicht die Aufgabe des Zahnarztes sein, die
                 Schutzpflicht aus dem Behandlungsvertrag       Absicherung des Patienten gegen die entste-
                 im Sinne einer Informationspflicht betrach-    henden Zahnbehandlungskosten abzuklop-
                 tet werden (OLG Köln NJW 1987, 2304).          fen und entweder die Behandlung dement-
                 Das bedeutet, daß die Wirksamkeit des Be-      sprechend auszurichten oder dem Patienten
                 handlungsvertrages auch bei Versäumnis         entsprechende Hinweise zu erteilen (OLG
                 der Kosteninformation nicht beeinträchtigt     Köln NJW 1987, 2304). Es liegt vielmehr
                 wird.                                          im Verantwortungsbereich des privat versi-
                                                                cherten Patienten, den Umfang der Kosten-
                Ist für den Zahnarzt allerdings erkennbar,
                                                                erstattung mit der Versicherung selbst abzu-
                daß der Patient in Bezug auf die wirtschaft-
                                                                stimmen.
                lichen Begleitumstände, sei es die Höhe der
                Kosten oder deren Erstattungsfähigkeit, im      Allerdings kann der Zahnarzt seinen An-
                Irrtum liegt, so ist er im Rahmen seiner ver-   spruch an den Patienten auf Honorarzahlung




                                              AZ
                                          Calessco443
 Steuern
   Recht
Finanzen




                          verlieren, wenn der Zahnarzt Kenntnis darü-      Nach der Rechtsprechung müssen in dem
                          ber hat oder haben müßte, daß die Behand-        Heil- und Kostenplan allerdings nicht nur
                          lungskosten nicht oder teilweise nicht über-     die absehbaren Behandlungsmaßnahmen,
                          nommen werden. Dies ist besonders aktuell        sondern auch alle voraussehbaren Beson-
                          geworden mit der Entscheidung des Bun-           derheiten der Behandlung, die die Berech-
                          desgerichtshofs vom 27.05.2004 (Az.: III         nung des 3,5fachen Steigerungssatzes be-
                          ZR 264/03), in der die fehlende Berech-          gründen würden, erfaßt sein (OLG Köln v.
           Der Zahnarzt nungsfähigkeit von Verbrauchsmaterialien           21.8.1996, Az.: 5 U 196/95; OLG Köln
           muß nicht im sowie Lagerhaltungs-, Beschaffungs- oder           VersR 1998, 1284). Nur soweit die Schwie-
           Einzelnen über Gestehungskosten festgestellt worden ist.        rigkeiten nicht absehbar waren, sind Fakto-
           die            Auch die Kosten für Implantatbohrer oder         rerhöhungen gegenüber dem Heil- und Ko-
           Möglichkeiten -fräsen, die mit einmaliger Anwendung ver-        stenplan zulässig. Weiterhin muß dem Heil-
           der Kosten-    braucht sind, sollen danach nur ausnahms-        und Kostenplan eine Kostenvorausberech-
           erstattung     weise erstattungs- bzw. berechnungsfähig         nung für die zahntechnischen Leistungen
           beraten        sein. In diesen Fällen muß der Zahnarzt den      beigefügt werden.
                          Patienten mit aller Deutlichkeit auf das Ko-
                          stenerstattungsrisiko bzw. auf die aufgrund      Fazit
                          der aktuellen Rechtsprechung zu erwartende       Da also die Information des Patienten über
                          Erstattungsverweigerung der Versicherung         die Behandlungskosten nicht dessen Selbst-
                          hinweisen.                                       bestimmungsrecht betrifft, sondern viel-
                           Gleiches gilt für den Fall, daß dem Zahnarzt    mehr allenfalls eine Nebenpflicht aus dem
                           bereits bekannt ist, daß die Notwendigkeit      Behandlungsvertrag darstellt, so ist nicht der
                           der von ihm vorgeschlagenen Behandlung          Zahnarzt für die tatsächliche Durchführung
                           von den Kostenerstattungsstellen regel-         der Kostenberatung beweisbelastet (OLG
                           mäßig nicht anerkannt wird (BGH VersR           Celle v. 28.5.2001, Az.: 1 U 28/00). Aller-
                           1983, 443; OLG Köln OLGZ 1988, 212;             dings kann das Unterlassen der Kosteninfor-
                           OLG Köln MedR 1997, 273). Dies trifft           mation dazu führen, daß dem Patienten
                           auch zu, wenn der Zahnarzt wegen dauer-         gegen den Zahnarzt ein Schadensersatzan-
                           haft fehlerhafter Abrechnung oder dauerhaf-     spruch aus positiver Vertragsverletzung zu-
           Kein            ter Unwirtschaftlichkeit von der Erstattung     steht, der auf die Befreiung von der Ho-
           Anspruch auf    in der privaten Krankenversicherung ausge-      norarforderung gerichtet ist, so daß der Arzt
           Honorar         schlossen worden ist (OLG Köln MedR             seinen Anspruch auf Honorarzahlung ver-
           bei Kenntnis    1996, 318; OLG München OLG-R 1999,              liert (OLG Hamm NJW 1995, 790; LG Bre-
           über un-        189).                                           men NJW 1991b, 2353; KG Berlin VersR
           zureichende                                                     2000, 89).
           Übernahme       Inhalt des Heil- und                            Insofern kann dem Zahnarzt nur dringend
           der Behand-     Kostenplans                                     geraten werden, den Patient möglichst um-
           lungskosten     Um der nebenvertraglichen Hinweispflicht        fassend über die zu erwartenden und voraus-
                           zu entsprechen, ist vom Zahnarzt ein sog.       sehbaren Kosten vor Beginn der Behand-
                           Heil- und Kostenplan zu erstellen. Der Heil-    lung zu informieren.
                           und Kostenplan hat alle Behandlungsmaß-
                           nahmen zu enthalten, die sich bereits bei der   Catharina v. Ziegner
                           Planung als erforderlich zeigen. Unvorher-      Sozietät Dr. Rehborn
                           gesehene Behandlungsmaßnahmen können            Kurfürstendamm 184
                           daher dennoch erbracht und berechnet wer-       10707 Berlin
                           den, auch wenn sie nicht im Heil- und Ko-
                           stenplan enthalten waren (LG Wuppertal v.
                           2.10.1990, Az.: 5 O 2/89).




444                                                                                                ZAHN PRAX 7, 444 (2004)
      AZ

IC Medical System
      445
    Hersteller-
    xxxxxx
informationen



                  Zahnkronen ohne Abdruck

                  M        it dem Calessco-System können Zahnkronen innerhalb
                           einer einzigen Behandlungssitzung angefertigt werden. Die
                  vorgefertigten Kunststoff-Kronenhülsen sind dem natürlichen Zahn
                  in Anatomie, Farbgebung und Größe nachgebildet. Das System stellt
                  dem behandelnden Arzt nicht nur eine einzelne Zahnersatzhülse zur
                  Verfügung, sondern ein ganzes Sortiment an Backenzähnen für
                  Unter- und Oberkiefer in verschiedenen Ausführungen. Der Zahn-
                  arzt modelliert direkt im Mund des Patienten eine paßgenaue Ein-
                  zelkrone aus hochvernetztem Dentalkunststoff. Die exakte Formgebung der Innenseite der Zahnhülse er-
                  folgt durch ein abgestimmtes Ergänzungsmaterial (pastöser/fließender Dentalkunststoff), wodurch ein
                  paßgenaues Anliegen an den Zahnstumpf bzw. an den zu restaurierenden Zahn gewährleistet ist. Der Den-
                  talkunststoff wird so in die innere Ausnehmung der Zahnersatzhülse gefüllt, daß er den zwischen Zahnhül-
                  se und geschliffenem Zahnstumpf vorhandenen Hohlraum schlüssig auffüllt. Überschüssiger Kunststoff
                  quillt beim Aufsetzen und der Positionierung der Zahnhülse heraus und kann dort zur Gestaltung des Kro-
                  nenrandes genutzt werden. Die Krone wird wie ein Inlay adhäsiv befestigt. Die provisorische Versorgung
                  des beschiffenen Zahnes bis zur zahntechnischen Fertigung des Zahnersatzes entfällt, ebenso die kostenin-
                  tensive Zahntechnik im Labor. Diese Restauration bietet als permanente Kronenversorgung vielfältige
                  Möglichkeiten, auch als semipermanente Versorgung auf Sofortimplantaten.
                  Kontakt: Calessco, Bremerhaven



                  Faserverstärktes Artikulationspapier

                                                                            D    as neue progressiv flexible Artikulations-
                                                                                 papier mit hohem Farbspeichervolumen
                                                                          paßt sich exakt der Okklusalfläche an. Mit seiner
                                                                          progressiven Farbtönung markiert es präzise die
                                                                          okklusalen Kontaktpunkte oder zentrischen
                                                                          Stops. Das neue, nur 100 µm dünne Papier ist mit
                                                                          hydrophilen Wachsen und pharmazeutischen
                                                                          Ölen imprägniert. Durch die einzigartige Kombi-
                  nation mit dem Haftvermittler Transculase® lassen sich auch schwierige Kontakte auf hochglanzpolierten
                  Metallen, hochglanzgebrannter Keramik oder feuchten Oberflächen überprüfen.
                  Kontakt: Bausch KG, Köln



                  Instrumentendesinfektion

                  D       as Dr. Ihde Instrumentenbad enthält Korrosionsstabilisa-
                          toren für den Schutz der teueren Ausrüstung und ist für
                  das normale Instrumentenbad ebenso geeignet wie für ein Ul-
                  traschallbad oder die Zirkulationsverfahren. Das Konzentrat
                  stellt sicher, daß die Dekontamination effektiv stattfindet und
                  daß die Instrumente keinen Schaden nehmen. Es werden weder
                  Dichtungen noch Lager angegriffen, was zur vorzeitigen Repa-
                  raturbedürftigkeit führen würde. Auch das Bohrerbad ist eine
                  schonende und trotzdem effektive Desinfektion der rotierenden
                  Instrumente. Es enthält ebenfalls einen Korrosionsschutz und
                  verhindert so, daß die Schneidleistung abfällt.
                  Kontakt: Dr. Ihde, Uetliburg



    446                                                                                                ZAHN PRAX 7, 446 (2004)
                                                                                                                Hersteller-
                                                                                                                informationen


Kamera von Zahnärzten für Zahnärzte

M       it der neuen Whicam wurde erstmals eine Kamera zusammen mit den „Verbrauchern“
        entwickelt. Sie deckt vom Makro-Bereich (ca. 200fache Vergrößerung) bis zur Face-
Aufnahme den kompletten Bedarf ab. Die Schnellaufladeeinheit und die große Kapazität des
Lithium Ion Akku´s machen einen Dauerbetrieb von über sechs Stunden möglich. Der Lade-
zustand wird durch ein LED-Licht angezeigt. Bis zu 32 Bilder können direkt in einem Funk-
empfänger gespeichert werden. Nach der Aufnahme können 16 Bilder gleichzeitig auf dem
Monitor dargestellt und über die einfach zu bedienende Cursor-Steuerung nochmals einzeln
als Großaufnahme aufgerufen werden. Der Funkempfänger ermöglicht eine Vielfalt von
Anschlußmöglichkeiten, bis zu vier Funkempfänger können durch Knopfdruck selektiv
angesteuert werden. Der in die Kamera eingebaute Laser-Pointer dient als „verlängerter
Arm“ um den Patienten die Diagnose besser zu vermitteln. Zudem enthält die Kamera
eine Röntgen-Bild-Funktion. Ein hochwertiges Metallgehäuse im ergonomischen Design und eine
exakte Verarbeitung unterstreichen die hohe Qualität dieser Kamera.
Kontakt: GoodDrs Europe, Fritzlar



                            Plaque sichtbar machen

                            D     as neue Plaque-Einfärbemittel Mira-2-Ton Tablet, ist eine erythrosin-
                                  freie Kautablette, die auf Lebensmittelfarbe basiert. Die Praxis kennt
                            das Produkt bereits seit Jahren in flüssiger Form. Neben dem gleichen Wirk-
                            mechanismus färbt die neue Kautablette ältere Plaque blau und neuere rosa.
                            Die Einfärbung läßt sich durch Spülen oder normales Zähneputzen ganz
                            einfach wieder entfernen. Ideal zur Präsentation auf der Theke am Empfang
                            oder im Prophylaxeraum eignet sich das neue handliche Display mit 24
                            Packungen und 15 Patientenbroschüren. Als Produkt der mira dent Prophy-
                            laxemarke wird es exklusiv in der Zahnarztpraxis und Apotheke angeboten.
                            Kontakt: Hager & Werken, Duisburg



Vielseitige und günstige Ozon-Therapie

M        it einer neuartigen Ozon-Erzeugung ermöglicht das neue Ultraozon-System eine direkte Behand-
         lungsmethode. Da das System ausschließlich mit einer minimalen und daher verträglichen Konzen-
tration, ohne einen abzusaugenden Überschußanteil, arbeitet, ist die Behandlung für Zahnarzt und Patient ab-
solut sicher. Ozon zerfällt unter Abgabe eines Sauerstoffatoms in Sauerstoff und bei Wasserstoffperoxyd
zusätzlich in Wasser. Daraus ergibt sich, daß die Zerfallsprodukte nicht toxisch sind und nicht zu Resistenz-
bildungen bei Bakterien, Viren oder Pilzen führen. Die Sauerstoffatome durchlöchern die Zellmembranen der
Bakterien, indem sie die Doppelkohlenstoffbrücken der Proteine zerstören.
Dies funktioniert nur bei der zellkernlosen Spezies, weshalb körpereigene Zel-
len nicht angegriffen werden. Die Ozon-Therapie ist non-invasiv, nahezu
schmerzfrei und völlig frei von Nebenwirkungen. Das Ozon wird durch ein
elektromagnetisches Feld direkt an der Stelle des Ansatzstückes erzeugt. Für
die verschiedenen Indikationen stehen sechs unterschiedlich geformte Aufsat-
zelemente zur Verfügung. Über einen Regler kann die Stromstärke und damit
die Ozonkonzentration eingestellt werden. Die Hauptanwendungsgebiete sind
Entzündungsbehandlung und Entzündungsprophylaxe, Kariesbehandlung und
Wundbehandlung. Das Gerät kann als Tischgerät oder als integrierte Einbau-
variante geordert werden.
Kontakt: Ultradent, München


ZAHN PRAX 7, 447 (2004)
                                                                                                       447
    Hersteller-
informationen



                  Innovative Software für Prophylaxe-Praktiker

                                                              D   ie neue zahnärztliche Software Dentodine des Zahn-
                                                                  arztes Dr. Klaus-Dieter Bastendorf basiert auf sei-
                                                           nem seit etwa 25 Jahren fortgeschriebenen und bewährten
                                                           Praxiskonzept. Mit einer konsequent durchstrukturierten
                                                           Benutzeroberfläche, die anwenderfreundlich gestaltet ist,
                                                           erhält der Praktiker ein Instrument, das eine ebenso einfa-
                                                           che wie bedarfsorientierte Prophylaxe ermöglicht. Haupt-
                                                           bestandteil des hochwertigen Praxis-Tools ist ein Prädikti-
                                                           onsmodell, das Patienten mit Karies- und/ oder PAR-Risiko
                                                           ermittelt. Mithilfe eines Fragebogens für den Patienten
                                                           können die wichtigsten Antworten in einem Kariesbefund-
                  Erhebungsbogen mit einer Punktzahl bewertet werden. Aus der Summe anamnestischer und diagno-
                  stischer Punktbewertungen wird das Vorliegen des individuellen Kariesrisikos ermittelt. Als Ender-
                  gebnis liefert das Programm die Basis für die Indikationsstellung der individuell benötigten
                  Prophylaxemaßnahmen sowie die begleitende Erfolgskontrolle. Ähnlich arbeitet das Programm bei
                  der ebenfalls enthaltenen Parodontalen Grunduntersuchung. Zudem ermöglicht die Software die elek-
                  tronische Erfassung und Auswertung der „Mundgesundheitsdaten“. Das Programm ist unter gängigen
                  Microsoft Windows-Installationen lauffähig. Eine Microsoft Access Runtime Version sowie der
                  Microsoft Internet Explorer 5.0 werden mitgeliefert. Die Demoversion ist für eine Schutzgebühr von
                  10 Euro erhältlich.
                  Kontakt: Blend-a-med, Schwalbach

                  Selbstadhäsiver Haftliner

                  D       as neu entwickelte Cumdente Dentinpflaster ist ein lichthär-
                          tender Haftliner auf Komposit-Adhäsiv-Basis. Allein ange-
                  wandt schützt es empfindliche Zahnhälse und verschließt Dentin-
                  kanälchen zuverlässig bis tief unter die Oberfläche. Die
                  Anwendung führt so zur anhaltenden Reduktion von Hypersensi-
                  bilitäten, wie sie bei freiliegenden Zahnhälsen, nach professionel-
                  ler Zahnreinigung oder nach Bleaching auftreten können. Es wirkt
                  sofort, ist einfach in der Anwendung und schont das Zahnfleisch. Das Dentinpflaster eignet sich zudem
                  auch als Wundverband und ergibt für nahezu alle gängigen lichthärtenden Komposit- und Kompomer-
                  materialien, ohne vorausgehende Ätzung, sehr hohe Haftwerte an Schmelz- und Dentin.
                  Kontakt: Cumdente, Tübingen

                  Lukrativ für den Behandler, streßfrei für den Patienten

                  D     as neue XpWhiteTM In-Office Bleaching-System hellt in nur einer Sitzung und ohne Licht hochwirk-
                        sam die Zähne auf. So kann dem Patienten nicht nur im Rahmen einer ästhetischen Restauration,
                  sondern zum Beispiel bei der Prophylaxebehandlung spontan das Bleichen seiner Zähne angeboten werden.
                                                       In nur 30 Minuten hellt das 2-Komponentenmaterial (35 Prozent
                                                       Wasserstoffperoxid) vitale und devitale Zähne auf. Dabei ist ein flüs-
                                                       siger Kofferdam zum Schutz des Zahnfleisches unerläßlich. Hierfür
                                                       gibt es jetzt die flexible Zahnfleischmaske XpDamTM. Es wird auf
                                                       einer Spritze auf das Zahnfleisch aufgetragen und lichtgehärtet. Das
                                                       Produkt läßt sich auch interdental gut verteilen und entwickelt keine
                                                       für den Patienten unangenehme Wärme. Zudem läßt es sich nach
                                                       dem Bleaching sehr leicht entfernen.
                                                       Kontakt: Asami Tanaka Dental, Friedrichsdorf




    448                                                                                                 ZAHN PRAX 7, 448 (2004)
                                                                                                                 Hersteller-
                                                                                                                 informationen


Hochästhetisches Kronen- und Brückenmaterial

                                                 M         it StructurPremium gibt es jetzt das erste proviso-
                                                           rische Kronen- und Brückenmaterial mit Mate-
                                                 rialeigenschaften eines Feinstpartikel-Komposits. Für das
                                                 hochleistungsstarke Provisorienmaterial wurde eine ausge-
                                                 klügelte Materialzusammensetzung entwickelt: Neue Füll-
                                                 stoffkombinationen sorgen für noch mehr Festigkeit und
                                                 strahlenden Glanz. Neue Harze garantieren eine bessere
                                                 Durchhärtung und hohe Transluzenz für noch mehr Ästhe-
                                                 tik, neue Initiatoren erhöhen die Endhärte und verlängern
                                                 die elastische Phase. Mit der dreifach optimierten Struktur
                                                 erreicht das Produkt Materialeigenschaften eines Hybrid-
                                                 komposits. Mit einer Bruchfestigkeit von 1000 N bei
                                                 dreigliedrigen Brücken und einer Biegefestigkeit von 140
MPa liegen die Material-Werte 50 Prozent über denen vergleichbarer Materialien. Diese ausgesprochene
hohe Stabilität und Frakturresistenz minimiert das Risiko einer wiederholten Provisorienfertigung. Die gerin-
ge Polymerisationsschrumpfung des Materials optimiert die Paßgenauigkeit der fertigen Provisorien. Die
sehr geringe Wasseraufnahme hält die Provisorien zudem farbstabil. Die fünf Farbvarianten sind fluoreszie-
rend und bieten damit in allen Lichtverhältnissen eine gesteigerte Brillianz. Die exzellenten Produkteigen-
schaften ermöglichen eine bequeme Anwendung und eine komfortable Politur. Die bewährte 1:1-Kartusche
mit den besonders kleinen Mischkanülen sorgt zusätzlich für eine wirtschaftliche Applikation und sparsamen
Materialverbrauch.
Kontakt: Voco, Cuxhaven


                                                        Bitte senden Sie mir/uns nähere Informationen zu
                                                        folgenden Themen/Produkten:

                                                        r Zahnkronen ohne Abdruck

   Info-Service                                           (Calessco)
                                                        r Faserverstärktes Artikulationspapier
                                                          (Bausch)
                                                        r Instrumentendesinfektion
   Absender:                                              (Dr. Ihde)
   __________________________________
                                                        r Kamera von Zahnärzten für Zahnärzte
   __________________________________                     (GoodDrs Europe)
   __________________________________                   r Plaque sichtbar machen
                                                          (Hager & Werken)
   __________________________________
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                                                        r Hochästhetisches Kronen- und Brücken-
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ZAHN PRAX 7, 449 (2004)
                                                                                                        449
Industrie                                             Mundspülung mit ätheri-
  Report
                                                      schen Ölen als Ergänzung
                                                      zur Plaque-Reduzierung
                                                      14. International Symposium On
                                                      Dental Hygiene, Madrid




            Kann eine Mundspülung mit ätherischen Ölen die               v. li. n. re.: Dr. Kerstin Öhrn, Prof. Tony
            Mundhygiene entscheidend verbessern? Diese                   Santos, Prof. Robin Seymour.
            Frage beantworteten internationale Experten anläß-
            lich des 14. International Symposiums On Dental              45 bis 60 Prozent der Erwachsenen in Groß-
            Hygiene in Madrid anhand aktueller Untersuchun-              britannien leiden unter mittelschweren bis
                                                                         schweren Erkrankungen von Zähnen und
            gen. Vorgestellt wurden neue Studiendaten zur
                                                                         Zahnfleisch [3], in Spanien liegt die Zahl der
            Wirksamkeit von Listerine, einer Mundspülung                 Parodontalerkrankungen sogar bei über 90
            mit ätherischen Ölen, gegen Plaque und Gingivitis.           Prozent - eine Erhebung in den USA ergab


                           Z
                                                                         ein ähnliches Ergebnis [4]. Besorgt äußerte
                                 usätzlich zum Zähneputzen und dem       sich Seymour über das häufige Auftreten
                                 Gebrauch von Zahnseide verringert       schon bei Jugendlichen: „Künftig ist mit
                           Listerine das Auftreten von Gingivitis um     einer hohen Zahl von Zahnschäden in den
                           21 Prozent und die Plaqueneubildung um 52     USA und in Europa zu rechnen.“ Ursache
                           Prozent gegenüber dem Gebrauch einer          der hohen Prävalenz von Parodontalerkran-
                           Kontroll-Lösung [1]. „Die optimale Mund-      kungen ist nach Ansicht der Experten eine
            Die optimale   hygiene ist eine Kombination aus Zähne-       mangelnde Mundhygiene.
            Mundhygiene    putzen, der Verwendung von Zahnseide und
            ist eine       dem Gebrauch einer Mundspülung mit äthe-      Motivationsprobleme bei der me-
            Kombination    rischen Ölen“, folgerte Prof. Robin Sey-
                           mour, Newcastle. Im langfristigen Vergleich
                                                                         chanischen Pflege
                           reduziere Listerine interproximale Plaque     In Untersuchungen europäischer Pflegerou-
                           sogar stärker als Zahnseide. Dies belegten    tinen wurde von den befragten Erwachsenen
                           zwei Studien mit über 600 Probanden, in       zweimal tägliches Zähneputzen am häufig-
                           denen die ausschließliche Verwendung der      sten angegeben. Die Hälfte der Erhebungs-
                           Mundspülung zusätzlich zum Zähneputzen        teilnehmer verwendete zusätzlich eine wei-
                           über einen Zeitraum von sechs Monaten mit     tere Mundhygienemaßnahme - in der Regel
                           einer Kombination aus Zähneputzen und         Zahnseide [5]. Nur 22 Prozent von ihnen
                           Zahnseide verglichen wurde [2]. Vor dem       gab jedoch an, sie auch regelmäßig zu be-
                           Hintergrund weltweit alarmierender Zahlen     nutzen [6]. In einer von Prof. Tony Santos,
                           bei Parodontalerkrankungen forderten die      Barcelona, vorgestellten Studie lag diese
                           Experten eine Ergänzung der mechanischen      Zahl in Spanien mit nur 5 Prozent noch
                           Mundhygiene. Im täglichen Gebrauch seien      deutlich darunter [7]. Als Ursache kristalli-
                           Mundspülungen mit ätherischen Ölen hier-      sierten sich mehrere Faktoren heraus: So
                           für sehr gut geeignet.                        würden viele Patienten wünschen, weniger


 450                                                                                             ZAHN PRAX 7, 450 (2004)
                                                                                                                             Industrie
                                                                                                                             Report

               Zeit auf ihre Mundhygiene verwenden zu         Patienten-Mitarbeit verbessern
               müssen - insbesondere der Gebrauch von
               Zahnseide sei aufwendig. Zudem wurde           Dr. Kerstin Öhrn, President of the Interna-
               mangelnde Motivation als Grund angege-         tional Federation of International Hygie-
               ben. Prof. Seymour beobachtete, daß selbst     nists, Borlänge (Schweden), forderte ein stär-
               bei Patienten, die zunächst regelmäßig und     keres Engagement von Dentalhygienikern
               gründlich fädelten, schon nach wenigen         und dentalen Fachkräften bei der Förderung
               Wochen die Bereitschaft nachließ. Um die-      der Patientenmotivation: Es sei wichtig, Pa-
               ses Pflegedefizit zu beheben, sei eine anti-   tienten mit in Behandlungsentscheidungen
               septische Mundspülung eine optimale Er-        einzubeziehen, um ihre Mitarbeit zu verbes-
               gänzung der Mundhygienemaßnahmen.              sern. Ziel müsse es sein, das Patienten-Inter-
               Seymour bestätigte dabei die hohe Wirk-        esse an einem gesunden Lebensstil zu
               samkeit von Listerine auf der Basis ätheri-    wecken und zu fördern. So könnte eine um-
               scher Öle anhand einer kürzlich durchge-       fassende Beratung, beispielsweise in Sachen
               führten Studie: In der an 237 erwachsenen      Raucherentwöhnung, zahngesündere Ernäh-
Mehr           Probanden durchgeführten Untersuchung          rung oder effizientere Mundhygiene-Maß-
Eigenver-      konnte Listerine das Auftreten von Gingivi-    nahmen durchaus erfolgversprechend sein.
antwortung für tis (-21 Prozent) und die Plaquebildung (-52
den Patienten Prozent) gegenüber einer Placebo Spüllö-        Literatur
               sung verringern [1].                           1. Sharma N. et al.: JADA 2004; 135: 496-504.
               Prof. Tony Santos hob weitere Eigenschaf-      2. Sharma N. et al.: Am J Dent 2002; 15: 351-355 / Weitere
               ten der Mundspülung mit ätherischen Ölen       Daten können beim Verfasser angefordert werden.
                                                              3. Adult Dental Health Survey 2000 / Morris A. J. et al.: Br
               wie ihre umfassende Wirksamkeit - insbe-       Dent J 2001; 191: 186-192.
               sondere beim Durchdringen des Biofilms -       4. Llodra-Calvo J. C. et al.: Revista del Consejo General de
                                                              Colegios de Odontologos y Estomatologos de Espana 2002;
               und den Schutz des Gleichgewichts der          7: 19-6 / Albandar, J. M. & Rams, T. E.: Periodontology
               Mundflora hervor, welche diese Mundspü-        2000 2002; 29: 7-10.
               lung zum Mittel der Wahl für den ergänzen-     5. Adult Dental Health Survey 2000.
                                                              6. Lang W. P. et al.: J Clin Periodontol 1994; 21: 194-198 /
               den dauerhaften und täglichen Gebrauch         Weitere Daten können beim Verfasser angefordert werden.
               machten.                                       7. Libro Blanco de la Ondoto - Estomatologia 1997.




                                                                                                                      451
Industrie
  Report


                         Zahnaufhellung heute




            Noch vor zehn Jahren wurden Anbieter und An-               eine Übersicht über die heutigen Behand-
            wender von Bleaching-Produkten eher belächelt,             lungsmethoden Hilfestellung leisten:
            da man diesem neuen Trend keine Durchsetzung               1. Zahncreme mit aufhellender
            auf dem Markt zutraute. Zahnärzte, die sich mit            Wirkung
            diesem Thema auseinander setzten, fragten genau-
            so mißmutig wie die Anwender: „Schädigt das Ma-            Etwa 25 % der verkauften Zahncremes ver-
                                                                       sprechen eine aufhellende Wirkung. Auch in
            terial die Zähne wirklich nicht?“                          dieser Zahl zeigt sich der starke Wunsch in
                                                                       der Bevölkerung nach weißen Zähnen. Die-

                         H      eute vergeht bei den Fachtiteln kein
                                Monat ohne entsprechende Berichte
                         über das Thema Zahnaufhellung. Auch die
                                                                       ses Ergebnis erreicht man mit diversen En-
                                                                       zymen oder antibakteriellen Wirkstoffen
                                                                       sowie abrasiven Schleifpartikeln. Aufgrund
                         Werbung spiegelt den Trend wieder: unter-     der kurzen Einwirkzeit ist jedoch keine Auf-
                         schiedliche Produkte werden von Herstel-      hellung der Zahnhartsubstanz zu erreichen.
                         lern aus aller Welt beworben. Die ständig     Lediglich oberflächliche Ablagerungen und
                         steigende Nachfrage verlangt dabei zuneh-     Verfärbungen in Form von Belägen können
                         mend nach höherprozentigen Wirkstoffen.       entfernt oder gehemmt werden. Je abrasiver
                         Die anfängliche Fragestellung nach der        dabei die Zahncreme ist, desto eher sind
                         Schädigung rückte dabei eher in den Hin-      diese Beläge auch zu entfernen, umso
                         tergrund. Betrachtet man die Vielfalt der     größer sind jedoch auch die auf Dauer zu er-
                         Möglichkeiten zur Zahnaufhellung, so ver-     wartenden Putzschäden. Insofern sollte dem
                         liert man leicht den Überblick. Daher soll    Patienten von Zahncremes mit hohem Abra-


 452                                                                                          ZAHN PRAX 7, 452 (2004)
                                                                                                                   Industrie
                                                                                                                   xxxxxx
                                                                                                                   Report

                  sionswert abgeraten werden. Empfehlens-
                  wert sind dagegen Zahncremes, die mit anti-
                  bakteriellen Wirkstoffen die Belagsneubil-
                  dung und Zahnsteinbildung hemmen und so
                  das erreichte Ergebnis nach einer professio-
                  nellen Zahnreinigung oder einer Bleichbe-
                  handlung so lange wie möglich aufrecht er-
                  halten. Es ist dabei auf einen möglichst nied-
                  rigen Abrasions-, bei gleichzeitig hohem
                  Reinigungsindex zu achten (PCR/RDA-
                  Verhältnis > 1,5).

                  2. Professionelle Zahnreinigung
                  Viele Zahnärzte bieten die professionelle
                  Zahnreinigung heute schon als obligatori-
Empfehlens-       sche Prophylaxemaßnahme an. Dabei kön-
wert:             nen oberflächliche Beläge und Verfärbun-
                                                                   beworben, um eine entsprechende Markt-
Zahncremes        gen mit abrasiven Schleifpasten, Airflow
                                                                   einführung zu erreichen. Nach einiger Zeit
mit anti-         o.ä. gezielt entfernt werden. In vielen Fällen
                                                                   verkaufte man sie dann im Direktmarkt zu
bakteriellen      erreicht man damit bereits ein zufriedenstel-
                                                                   weitaus günstigerem Preis direkt an den
Wirkstoffen       lendes Ergebnis hinsichtlich der Zahnauf-
                                                                   Endverbraucher. Genau dieser günstige
                  hellung. Die Belagsneubildung läßt sich da-
                                                                   Preis macht diese Alternativen für den Pa-
                  durch zunächst nicht beeinflussen. Hier ist
                                                                   tienten interessant. Trotzdem sollte der
                  die tägliche Pflege mit einer der oben be-
                                                                   Zahnarzt diese Varianten nicht anbieten, um
                  schriebenen Zahncreme von Nutzen. Indi-
                                                                   sich mit dem professionellen System vom
                  rekt sind also beide Methoden bei der opti-
                                                                   Massenmarkt abzugrenzen. Die klassische
                  sche Zahnaufhellung behilflich.
                                                                   Form des Home-Bleaching ist immer noch
                  3. Home-Bleaching                                die sicherste Variante der Zahnaufhellung
                                                                   und die individuell gefertigte Zahnschiene
                  Unter diesen Bereich fallen mittlerweile         verspricht dabei auch den höchsten Kom-
                  eine Vielzahl von Behandlungsmethoden            fort. Diese Vorteile haben eben ihren Preis,
                  und Wirkstoffkonzentrationen. Im Dental-         den sich mit Sicherheit nur ein bestimmtes
                  markt sind immer noch die Behandlung mit         Klientel leisten kann und will. Daß diese
                  der professionell gefertigten Zahnschiene        beiden Märkte gut nebeneinander existieren
                  und Bleichgele auf Carbamid-Peroxid-Basis        können, sehen wir am Beispiel der USA.
                   am häufigsten. Die angebotenen Konzen-          Hier bieten Supermärkte bereits seit über
                              trationen reichen hier von 10-22%    zehn Jahren Billigprodukte an und trotzdem
                              bzw. 3-8 % Peroxid-Anteil. Alter-    werden viele Bleich-Behandlungen in den
                             nativen hierzu sind konfektio-        Zahnarztpraxen für durchschnittlich 500
                            nierte, teilweise thermoplastische     Dollar durchgeführt.
                           Schienenrohlinge, mit Bleichgel be-
                          schichtete Plaststreifen oder Gele       4. Office-Bleaching
                         zum direkten Auftragen auf die
                                                                   Alle Bleich-Behandlungen, die in der Zahn-
                        Zähne, unter Verzicht auf jegliche
                                                                   arztpraxis erfolgen, werden als (In-) Office-
                       Form von Zahnschienen. All diesen Al-
                                                                   Bleaching bezeichnet. Da hier drei wesent-
                      ternativen ist gemeinsam, daß sie wohl
                                                                   lich unterschiedliche Behandlungsansätze
                     eher für den Massenmarkt, zum direkten
                                                                   angewendet werden können, sind zwei die-
                    Abverkauf an den Endverbraucher ent-
                                                                   ser Methoden in weitere Unterpunkte aufge-
                   wickelt wurden, da der Zahnarzt nicht
                                                                   teilt.
                  zwingend in das System eingebunden ist.
                  Dies hat sich in der Vergangenheit auch          4a) Zahnschiene
                  schon bei einigen Produkten gezeigt.             Als erste Bleaching-Methode (und in stei-
                  Zunächst wurden sie in der Zahnärzteschaft       gender Folge der Wirkstoffkonzentration)

ZAHN PRAX 7, 453 (2004)
                                                                                                          453
Industrie
  Report

                            ist die Behandlung mittels Zahnschiene im        Regel der Wirkstoff, ein Gelbildner und ggf.
                            Wartezimmer der Praxis zu nennen. Hier           ein Aktivator. Ein falsches Mischungsver-
                            verwendet man in der Regel Carbamid-             hältnis, zuviel oder zu wenig Bleichmittel
                            Peroxid-Gele in Konzentrationen von 30-          und ein schlechtes Handling beim Auftragen
                            35 % (entspricht 10-13 % Peroxid-Anteil).        der Masse auf die Zähne sind hier die Feh-
                            Die Zahnschiene entspricht der Ausführung        lerquellen. Eine wesentliche Verbesserung
                            des Home-Bleaching und wird häufig nach          hierzu bilden jedoch Ein-Komponenten-Sy-
                            Initialbehandlung in der Praxis auch für Fol-    steme, die bereits gebrauchsfertig geliefert
                            gebehandlungen zuhause eingesetzt. Der           werden, wie das WHITE SMILE Power-
                            Vorteil der Bleichbehandlung in der Praxis       Bleaching. Da das Gel in einer Spritze abge-
            Die Qual        liegt dabei auf der Hand. Der Zahnarzt kann      füllt ist, läßt es sich bequem auftragen und
            der Wahl        die Behandlungssequenz vom Befüllen und          dosieren. Ebenso kann es mit einer Wechsel-
                            Einsetzen der Zahnschienen bis zum Entfer-       kanüle wieder verwendet werden. Eine wei-
                            nen der Zahnschienen kontrollieren. Die für      tere Verbesserung des heutigen Power-Blea-
                            30-60 Minuten zum Einsatz kommende               ching liegt in der Verwendung eines
                            Konzentration ist dabei deutlich höher als       lichthärtenden Gingiva-Schutzes. Hierbei
                            beim Home-Bleaching und führt zu schnel-         können schneller und für Arzt und Patienten
                            leren Anfangserfolgen. Damit ist eine weite-     angenehmer als mit dem Kofferdam, beide
                            re Abgrenzung zu den Produkten des Mas-          Zahnreihen gemeinsam behandelt werden.
                            senmarktes gegeben.                              Auch beim Aufhellen nur einzelner Zähne
                                                                             bietet dieser Gingiva-Schutz deutliche Vor-
                            4b) Power-Bleaching
                                                                             teile. Nun haben findige Marketingstrategen
                            Auch als Chairside-Bleaching bezeichnet          teilweise ominöse Speziallampen zur Akti-
                            kommen hier Bleichmittel mit 30-40 %             vierung des Bleichgels entwickelt. Neueste
                            Peroxid-Anteil zum Einsatz. Diese älteste        Studien zeigten, daß sich kein signifikanter
                            Bleaching-Methode wurde durch den Ein-           Unterschied im Bleichergebnis erzielen läßt,
                            satz verschiedener Bleichmittel und diverser     unabhängig ob mit oder ohne Lampe behan-
                            Geräte auf den neuesten Stand gebracht.          delt wurde. Zum Einsatz kommen in der
                            Man mischt häufig zwei bis drei Kompo-           Regel UV-, Plasma-Lampen, Laser- oder
                            nenten vor der Anwendung zusammen um             Wärmelampen. Bei allen Systemen soll
                            das Bleichmittel zu erhalten. Dies sind in der   durch die Energiezufuhr entstehende




            Die Produktpalette von WHITE SMILE stellt die Unterschiede nochmals tabellarisch dar. Weitere Informa-
            tionen unter: www.whitesmile.de


 454                                                                                                ZAHN PRAX 7, 454 (2004)
                  Wärme den Zerfall des Wirkstoffes be-
                  schleunigen. Je Bleichsequenz verbleibt das
                  Gel ca. 10-15 min. auf den Zähnen. Zwei bis
                  vier Bleichsequenzen je Sitzung sind nor-
                  mal. Somit dauert eine Behandlung ca. eine
                  Stunde. In vielen Fällen sind jedoch mehre-
                  re Behandlungen erforderlich, um eine
                  nachhaltige Aufhellung zu erhalten. Genau
                  darin liegt auch der Nachteil des Power-Ble-
                  aching. Sämtliche Nach- und Folgebehand-
                  lungen erfordern stets den gleichen Auf-
                  wand, also auch hohe Kosten für den
                  Patienten.
               4c) Walking-Bleaching
               Eine weitere Bleichmethode in der Zahn-
               arztpraxis ist das Aufhellen marktoter
               Zähne. Alle Bleichgele vom 10 %igen Carb-
               amid-Peroxid bis zum Power-Bleaching
               können hierfür verwendet werden. Das
               koronale Pulpenkavum wird von innen
               eröffnet und nach entsprechender Füllung
               und Versiegelung der Wurzel das Gel in die
               Krone eingebracht und provisorisch ver-
               schlossen. Als Trennschicht zwischen Gel
               und Provisorium kann ein Schwämmchen
                                                                       AZ
               oder ein Wattepad verwendet werden. Als
               Provisorium empfiehlt sich Zement. Sollte
Bei intensiver wenig Platz für Gel und Provisorium vor-
Verfärbung     handen sein, muß die Wurzelfüllung weiter           White Smile
sollten auch   unterhalb der Gingivalinie enden, um so
höher-         etwas mehr Platz zu schaffen. Das Gel soll-
               te jeweils 3-7 Tage im Zahn wirken können.
                                                                      455
prozentige
Bleichmittel   Je stärker die Verfärbung ist, desto höher-
bevorzugt wer- prozentiger sollte das Bleichmittel sein und
den            desto öfter muß die Behandlung wiederholt
               werden, bevor die Krone endgültig gefüllt
               wird.

                  Zahnarzt und Patient wählen die spezifische
                  Behandlungsmethode aus. Bei intensiver
                  oder krankhafter Verfärbung sollten eher die
                  Behandlungsmethoden mit den höherpro-
                  zentigen Bleichmitteln zum Einsatz kom-
                  men, um die Behandlungsdauer nicht
                  unnötig in die Länge zu ziehen. Je empfind-
                  licher der Patient auf die Behandlung rea-
                  giert, desto niedriger sollte die Konzentrati-
                  on gewählt werden. Eine professionelle
                  Zahnreinigung sollte ggf. jeder Bleichbe-
                  handlung vorausgehen. Die richtige Zahn-
                  creme erhält bei entsprechender Tagespfle-
                  ge das erreichte Ergebnis lange aufrecht.
                                                  Werner Rühl

ZAHN PRAX 7, 455 (2004)
Industrie
  Report

                                                                     Jubiläumstagung der
                                                                     Deutschen Gesellschaft
                                                                     für Parodontologie e. V.
                                                                     (DGP) zum 80. Jahrestag
                                                                     der Gründung der ARPA
                                                                     Konsens -
                                                                     Dissens in der
                                                                     Parodontologie
                                                                     Abb. links: Mit dem Parodontalen Scree-
                                                                     ning Index (PSI) steht dem Zahnarzt eine
                                                                     neue, einfache und für den Patienten
                                                                     schmerzfreie Methode zur Früherkennung
                                                                     von Gingivitis und Parodontitis zur Verfü-
                                                                     gung. Die Untersuchung mit einer speziel-
                                                                     len Parodontalsonde liefert dem Zahnarzt
                                                                     erste Informationen über Schwere und Be-
                                                                     handlungsbedarf .



            Die organisatorisch gelungene, von 1200 Teil-            Diagnostik - Klassifikation
            nehmern besuchte Veranstaltung vom 9. - 11.              Dr. Armitage, University of California in
            September 2004 in Dresden bot mit nationalen und         San Francisco, stellte zunächst das 1999 in
            internationalen Referenten ein interessantes             einem Workshop erarbeitete neue Klassifi-
            Programm mit z. T. kontrovers geführten Diskus-          kations-System vor, nach dem altersbezoge-
            sionen. Bezüglich neuer Therapieansätze zeigte           ne Begriffe wie z. B. juvenile Parodontitis
                                                                     oder Erwachsenenparodontitis nicht mehr
            sich jedoch bei allen Referenten eine mehr oder
                                                                     verwandt werden sollten. Insbesondere der
            minder einheitliche Linie als state of the art in der    Begriff „juvenile Parodontitis“ sei zu kriti-
            Bekämpfung der Parodontitis.                             sieren, da die Grenze zwischen Jugendli-


                          D
                                                                     chem und Erwachsenem unsicher sei. Er er-
                                 rei Themenbereiche bestimmten das   läuterte den Begriff der „aggressiven Par-
                                 wissenschaftliche Hauptprogramm     odontitis“ und ging dann noch einmal auf
                          dieser Tagung:                             den Unterschied zwischen Klassifikation
                          1. Diagnostik - Klassifikation             und Diagnose ein. Klassifikations-Systeme
                          2. Mechanische Infektionsbekämpfung        seien im Gegensatz zu Diagnosen gruppen-
                          3. Regenerative Parodontitistherapie -     bezogen und stellten nicht notwendigerwei-
                             Implantat                               se die Grundlage für die individuelle Be-
                                                                     handlungsbedürftigkeit dar.
                          Nach der Begrüßung und Einführung mit
                          einem Festvortrag zum 80. Jahrestag der    Er unterstrich, daß die Therapie sowohl die
                          Gründung der ARPA begann das wissen-       Klassifikation als auch die Diagnose verän-
                          schaftliche Hauptprogramm am Donnerstag    dern könne. Den diagnostischen Nutzen mi-
                          vormittag mit dem Thema Diagnostik -       krobieller Testsysteme hält er für zu gering,
                          Klassifikation.                            da ca. 50 % (!) der subgingivalen Flora der-


 456                                                                                        ZAHN PRAX 7, 456 (2004)
                                                                                                                    Industrie
                                                                                                                    Report

                  zeit sowieso nicht kultiviert werden können       Stunden erfolgen solle. Grund dafür sei die
                  und die Therapie der aggressiven PA oh-           schnelle Rekolonisation und somit Reinfek-
                  nehin nicht erregerspezifisch sondern mit         tion bereits behandelter Taschen durch nicht
                  Breitbandantibiose erfolgt.                       entfernte Konkremente und (supra)gingiva-
                  Prof. van der Velden, Academic Centre for         le Plaque. Kritik wegen möglicher Neben-
                  Dentistry in Amsterdam, der 2000 eine             wirkungen für den Patienten entgegnete er
                  Klassifikation basierend auf dem Ausmaß,          mit der Aussage, daß bis auf einen leichten
                  der Schwierigkeit und dem Alter des Patien-       Anstieg der Körpertemperatur am zweiten
                  ten erarbeitet hatte, stellte in seinem folgen-   Tag der Behandlung keine Nebenwirkungen
                  den Vortrag verschiedene, bis dato existente      beobachtet worden seien.
                  Klassifikations-Systeme vor. Im Gegensatz         Im folgenden Vortrag berichtete Dr. Wenn-
Zeitersparnis     zu seinem Vorredner kritisierte er den Be-        ström, Sahlgrenska Academy in Göteborg,
bei der           griff der „aggressiven Parodontitis“, da bei      über sein Konzept der „Pharmako-mechani-
Desinfektion      diesem Begriff das Wissen um die Vorge-           schen Infektionskontrolle“ (PMIK). Auch er
durch Ultra-      schichte des Patienten fehle. Er plädierte für    befürwortet die „full-mouth-disinfection“,
schallgeräte      altersabhängige Kriterien bei der Wahl von        bevorzugt aber aus Gründen der Zeiterspar-
                  Begrifflichkeiten für Klassifikations-Syste-      nis Ultraschallgeräte. Zusätzlich empfiehlt
                  me und wies darauf hin, daß das gezielte          er die lokale Gabe von Antibiotika, vor
                  Screening nach approximalen Taschen mit           allem bei parodontalen Taschen mit mehr
                  Sondierungstiefen von 2-5 mm hilfreich sei        als 5 mm Taschentiefe und bei Rauchern.
                  für die Erstellung einer Frühdiagnose und         Antibiotikum der Wahl sei Doxycyclin oder
                  somit der Prävention der juvenilen/aggres-        Minocyclin; Metronidazol sei (besonders
                  siven PA.                                         für Raucher) weniger zu empfehlen. Die
                                                                    Gefahr, Resistenzen zu entwickeln, sei bei
                  Mechanische Infektionsbekämp-                     lokaler Gabe praktisch nicht vorhanden.
                  fung                                              Den letzten Vortrag des ersten Kongreßtages
                  Nach diesem eher akademischen Streit ging         hielt Prof. Jepsen, Universität Bonn. An-
                  es am Nachmittag mit der Thematik Mecha-          hand evidenzbasierter Studien bot er einen
                  nische Infektionsbekämpfung weiter. Dr.           umfassenden Überblick zu verschiedenen
                  Quirynen, Catholic University in Leuven           Fragestellungen v. a. in Bezug auf die In-
                  (Belgien), propagierte sein System der            strumentierung. Hinsichtlich der Effektivität
                  „Full-mouth-disinfection“, nach dem die           von Handinstrumentierung und Schall-Ul-
                  subgingivale Desinfektion und Konkremen-          traschallgeräten erwiesen sich beide Techni-
                  tentfernung neben einer zusätzlichen Desin-       ken als gleich gut geeignet. Jedoch unter-
                  fektion der noch nicht behandelten Taschen        scheiden sie sich in puncto Hartsubstanzab-
                  sowie aller oralen Nischen innerhalb von 24       trag. Wodurch der Praktiker geneigt sein




                                                           Typisches Erscheinungsbild einer Parodontitis im
                                                           Erwachsenenalter. Das Zahnfleisch ist gerötet und
Gesundes Zahnfleisch hat eine blassrosa Farbe, füllt       teilweise geschwollen, andererseits fehlt es zwi-
die Zwischenräume zwischen den Zähnen vollstän-            schen den Zähnen. Die Zähne sind gelockert, der
dig aus und blutet bei Berührung nicht. Die Zähne          knöcherne Unterbau ist zum Teil verloren gegangen.
sind belagfrei.                                            Die Zahnfleischtaschen sind sehr tief.


ZAHN PRAX 7, 457 (2004)
                                                                                                           457
Industrie
  Report

                            könnte, die Initialbehandlung per Handin-       Im Vortrag von Dr. Needleman, Eastman
                            strumentierung vorzunehmen und erst im          Dental Institute in London, ging es um die
                            Recall die schonenderen Schall-/ Ultra-         regenerative Therapie unter besonderer
                            schallgeräte zu verwenden.                      Berücksichtigung evidenz-basierter Daten.
                                                                            Seine Fragestellungen waren
                         Im Gegensatz zu seinen Vorrednern, die ein-
                         deutige Vorteile in der „Full-mouth-disin-         1. der Erfolg regenerativer Techniken mit-
                         fection“ sahen, konnte Jepsen anhand einer         tels Knochenersatzmaterialien, Schmelzma-
                         in seiner Abteilung durchgeführten Studie          trixproteinen sowie GTR versus Lappen-
                         nachweisen, daß keine signifikanten Unter-         Operationen und
                         schiede in Bezug auf Sondierungstiefen und         2. die Vorhersagbarkeit des Effektes rege-
            Mehr         Attachmentgewinn         zwischen       einer      nerativer Therapiemittel.
            Attachment-  wöchentlichen quadrantenweisen Therapie            Studien zeigten, daß mittels EMD und GTR
            Gewinn durch und der „Full-mouth-disinfection“ bestan-          mehr Attachment-Gewinn sowie geringere
            EMD und      den. Einzig in Bezug auf die Anzahl der            Taschentiefen erreicht werden als mit allei-
            GTR          Sondierungsblutungen schnitt auch hier die         niger Lappen-Operation. Eine Übereinstim-
                         Testgruppe (FMD) nach sechs Monaten sig-           mung aller Studien sei jedoch nicht gege-
                         nifikant besser ab. Sein Vortrag befaßte sich      ben; auch die Vorhersagbarkeit regenerati-
                         auch mit der Thematik Vector-System,               ver Techniken sei unklar. Diese hänge vor
                         Laser, Konkrementdetektion sowie der par-          allem von den chirurgischen Fähigkeiten
                         odontalen Reinfektion.                             des Behandlers, von der Patientenauswahl
                                                                            und erst zuletzt vom Material ab.
                            Regenerative Parodontitistherapie
                            - Implantat                                     Im dritten und letzten Vortrag zu diesem
                                                                            Themenkomplex referierte Prof. Trombelli,
                            Großes Thema des zweiten Tages der Ju-          Universität Ferrara in Italien, über die Aus-
                            biläumstagung war die Regenerative Par-         heilung intraossärer Defekte nach regenera-
                            odontitistherapie - Implantat. In den folgen-   tiver Therapie in Abhängigkeit von der De-
                            den Beiträgen wurde insbesondere der            fektmorphologie. Eine wissenschaftliche
                            Einsatz von Schmelzmatrixproteinen (Em-         Evidenz über die Defektmorphologie als In-
                            dogain) bei der Regeneration intraossärer       dikation für Knochenersatzmaterialien sei
                            Defekte diskutiert.                             jedoch nicht gegeben. Resümierend wurde
                            Dr. Sculean, Johannes-Gutenberg-Univer-         festgehalten, daß bei allem Erfolg regenera-
                            sität in Mainz, befaßte sich intensiv mit dem   tiver Therapiemittel verschiedenste Fakto-
                            Thema Emdogain (EMD), v. a. im Vergleich        ren wie z. B. Lappen-Design, Lappen-Ad-
                            zu alternativen Techniken wie der Guided        aptation, Nahttechnik und Instrumente in
                            Tissue Regeneration (GTR) oder der Lap-         der Gesamtheit den Behandlungserfolg be-
                            pen-Operation bzw. Kombinationstherapi-         einflussen.
                            en. Quintessenz seiner Studien ist, daß
                                                                            Zahlreiche Kurzvorträge rund um die drei
                                EMD im Rahmen der chirurgischen
                                                                            Hauptthemen sowie eine Stipvisite in der
                            Parodontaltherapie die Wundheilung und
                                                                            fast fertiggestellten Frauenkirche rundeten
                            die Regeneration intraossärer Defekte för-
                                                                            den Besuch der Jubiläumstagung in Dres-
                            dert,
                                                                            den ab und ließen den Teilnehmer mit vielen
                                EMD im Rahmen nichtchirurgischer
                                                                            neu gewonnenen Eindrücken wieder nach
                            PA-Therapie keine histologischen Verände-
                                                                            Hause fahren.
                            rungen zeigt,
                                die Kombinationstherapie von Lappen-
                            Operation und EMD eine bessere Regenera-
                                                                            Dr. Sonja Tai, Hajo Hantel
                            tion zeigt als die alleinige Lappen-Operati-
                                                                            Charité-Universitätsmedizin Berlin
                            on,
                                                                            Zentrum für Zahnmedizin (CVK)
                                der Einsatz von EMD und GTR ähnli-
                                                                            Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
                            che Ergebnisse zeigt,
                                die Kombinationstherapie EMD/GTR
                            keine besseren Resultate aufweist.


 458                                                                                               ZAHN PRAX 7, 458 (2004)
  AZ

Lifecore
  459
Industrie
  Report


                            Stark für die Zukunft
                            durch Verantwortung und Innovation:
                            25 Jahre Aufbau und Leitung der Shofu Dental GmbH
                            durch Wolfgang van Hall




            Rechts: Aktu-
            elles Firmen-
            gebäude der
            Shofu Dental
            GmbH


            Unten:
            Das erste
            Gebäude 1978


                                                                      „A      uch wenn er noch so klein ist - der
                                                                              Dentalmarkt ist ständigen Veränderun-
                                                                      gen ausgesetzt, auf jeder IDS findet man neue
                                                                      Unternehmen, andere gibt es nicht mehr,
                                                                      neue Zusammenschlüsse haben stattgefun-
                                                                      den, der Ansprechpartner eines Unterneh-
                                                                      mens arbeitet nun für den Wettbewerber usw.
                                                                      Shofu hingegen hat stets ein Bild von Konti-
                                                                      nuität und gelassener Selbstsicherheit ausge-
                                                                      strahlt - eine Selbstsicherheit, die nur der ste-
                                                                      tige      Erfolg     unter    einer      starken
                                                                      Führungspersönlichkeit verleihen kann. Was
                                                                      steckt dahinter - bitte beschreiben Sie kurz
                                                                      Ihre Entwicklung in Ratingen:
            Den Erfolg eines Dentalunternehmens innerhalb von         Als die Shofu Dental GmbH 1978 in Ratin-
            25 Jahren seit der Gründung kontinuierlich zu steigern,   gen gegründet wurde, hatte sie drei Mitarbei-
                                                                      ter - und mit Steinen, Polierern und Amalgam
            ist eine beachtliche Leistung: Die Shofu Dental GmbH      auch nicht mehr Produkte im Angebot. Ur-
            in Ratingen kann mit ihrem Geschäftsführer Wolfgang       sprünglich bedienten wir nur den deutsch-
            van Hall auf eine echte Erfolgsstory blicken, an deren    sprachigen Markt, aber Anfang der 1980er
            Fortsetzung unvermindert weiter gearbeitet wird. Wie      Jahre begann die internationale Ausrichtung
            konnte und kann man die ständigen Veränderungen           unseres Unternehmens. Wir haben ein weit-
                                                                      reichendes Händlernetzwerk im Ausland auf-
            des Dentalmarktes im Laufe der Zeit so souverän
                                                                      gebaut, das auf vertrauensvoller Kooperation
            meistern? Über die Philosophie seiner Arbeit und die      basiert. Mit einigen dieser Händler arbeiten
            darauf aufbauende langfristige Positionierung der         wir nun bereits über 20 Jahre zusammen, was
            Shofu Dental GmbH sprach Herr van Hall mit uns:           uns eine gewisse Stabilität gibt. Unser Ver-


 460                                                                                           ZAHN PRAX 7, 460 (2004)
                                                                                                                    Industrie
                                                                                                                    Report

                                                                  nicht abgeschlossen.

                                                                  Ihr Know-how über die Dentalbranche ist
                                                                  enorm, Sie haben viele Veränderungen erlebt
Geschäftsfüh-
                                                                  und erfolgreich gemeistert. Derzeit ist wieder
rer der
                                                                  eine erhebliche Verunsicherung im Dental-
Shofu Dental
                                                                  markt zu spüren, viele Firmen klagen über
GmbH: Wolf-
                                                                  Umsatzeinbrüche. Mit welchen Mitteln mei-
gang van Hall
                                                                  stern Sie diese vermeintlich schwierige Zeit?
                                                                  Hier muß man in ersten Linie zwischen den
                                                                  Anbietern von Einrichtungen und von Ver-
                                                                  brauchsmaterialien, zu den wir zählen, unter-
                                                                  scheiden.
                                                                  Umsatzeinbrüche konnten wir bisher nicht
                                                                  verzeichnen. Erfahrungsgemäß bringt aber
                                                                  jede Veränderung des Marktes eine gewisse
                triebsgebiet reicht heute über ganz Europa        Verunsicherung mit sich, die erst einmal zu
                hinaus über den mittleren Osten bis nach          Umsatzschwankungen führt. Meistens sind
                Südafrika. In England besteht seit 1993 eine      diese aber nur vorübergehend und pendeln
                eigene Niederlassung, die ausschließlich          sich in einem überschaubaren Zeitraum wie-
                Großbritannien und Irland betreut. Seit 2002      der ein. Allein durch Gesundheitsreformen,
                wird der niederländische Markt durch ein ei-      neue Technologien, Produktinnovationen und
                genes Marketingbüro vor Ort betreut.              sich wandelnde Händlerstrukturen bleibt der
                Kontinuierlich haben wir dazu unsere Pro-         Dentalmarkt, auch gerade international gese-
                duktpalette erweitert und den Bedürfnissen        hen, immer in Bewegung. Neuerungen wer-
                der Zahnärzte und Zahntechniker in unserem        den dabei oft erst einmal skeptisch betrachtet,
                Verkaufsgebiet angepaßt. So konnten wir un-       aber jede Veränderung bringt auch erneut die
                seren Umsatz von Jahr zu Jahr stetig steigern     Chance, sich zu positionieren und im Markt
                und in den Ausbau des Unternehmens inve-          zu bestehen.
                stieren. Heute beschäftigen wir in Ratingen       Unsere Unternehmensstrategie ist langfristig
                insgesamt 28 Mitarbeiter, von denen übrigens      ausgerichtet, gewisse Marktunsicherheiten
                nicht nur ich dieses Jahr mein 25- jähriges Ju-   sind somit berücksichtigt. Daher reagieren
                biläum feiere. Anita Belikat, die vielen De-      wir nicht kurzfristig auf jede Verunsicherung.
                potmitarbeitern und Kunden als kompetente         Gerade in diesen unsicheren Zeiten unterstüt-
                Ansprechpartnerin im Verkauf bekannt ist,         zen wir die Zahnärzte und Zahntechniker
                fing am 01.09.1979 als Auszubildende an -         weiterhin durch kompetente Beratung und
                übrigens auch eine Tradition, die wir prinzipi-   bemühen uns kontinuierlich, den Kunden
                ell fortführen: Nachwuchs auszubilden und         Produkte anzubieten, die durch Qualität über-
                zu fördern.                                       zeugen und ihren Bedürfnissen entsprechen.
                Bei all diesen Erfolgen ist aber die Entwick-     Da Shofu in der ganzen Welt präsent ist, sind
                lung der Shofu Dental GmbH noch lange             Sie auch weltweit unterwegs und kennen die




                                                          AZ

                                                    Dr. Ihde
                                                      461
Industrie
  Report

                                                                              Henry Schein Gruppe zeigt, daß Deutschland
                                                                              auch von außen als führend wahrgenommen
                                                                              wird und man hier nach starken Partnern sucht,
                                                                              um von diesem Markt zu profitieren.

                                                                              Welche Ihrer zahlreichen Aufgaben ist für Sie
                                                                              die reizvollste?
                                                                              Das ist nicht leicht zu beantworten. Gerade die
                                                                              Vielfältigkeit meiner Tätigkeit macht sie für
                                                                              mich so interessant, ich möchte keine meiner
                                                                              Aufgaben missen: Es ist sicher besonders reiz-
                                                                              voll, den Markt genau zu beobachten und ge-
                            internationalen Dentalmärkte. Inwieweit           meinsam mit unserem japanischen Mutter-
                            kann Deutschland denn wirklich noch über-         haus an neuen Produktentwicklungen zu
                            zeugt sein, eine führende Posi-tion in der Welt   arbeiten. Doch liegt mir gerade auch die gute
                            einzunehmen?                                      Zusammenarbeit mit den Verbrauchern, dem
                            Deutschland nimmt nach wie vor eine führen-       Dentalhandel und unseren Partnern in der Indu-
                            de Position im dentalen Weltmarkt ein. Die        strie sehr am Herzen, denn diese gute Zusam-
                            Wurzeln der dentalen Industrie liegen in          menarbeit ist die Basis unseres Erfolges. Unser
            Die Shofu-Pro- Deutschland, und auch heute befinden sich          größter Erfolgsfaktur aber sind die Mitarbeiter,
            duktpalette     die meisten Produktionsstätten hier, ebenso       die z.T. schon sehr lange bei uns tätig sind und
            reicht von ro- wie die Unternehmensleitungen und Haupt-           alle Entwicklungen mittragen. Ihnen eine gute
            tierenden In-   quartiere - Ausgangspunkt für unternehmeri-       Führungskraft, aber auch ein vertrauensvoller
            strumenten,     sches Handeln und Produktinnovationen.            Ansprechpartner zu sein, ist mir besonders
            Dentalkeramik Viele Neuentwicklungen auf dem dentalen             wichtig. Ich bin bemüht, jede Herausforderung
            und Verblend- Markt sind „Made in Germany“.                       meiner Arbeit gleich gut zu bewältigen und
            kunststoffen    Außerdem ist die in Köln stattfindende IDS die    immer wieder Neues dazuzulernen, denn wie
            über Füllungs- weltgrößte Dentalmesse und weit mehr als           sagte Thomas Edison so passend: „Wer auf-
            materialien     eine Produktausstellung. Wesentliche Innova-      hört dazuzulernen, hat aufgehört gut zu sein.“
            und Adhäsive tionen werden grundsätzlich dort vorgestellt,
            bis hin zu La- so daß kein Entscheidungsträger aus Handel,        Nach 25 Jahren Shofu Dental Ratingen:
            borkleingerä- Industrie, Praxis oder Labor, der auf dem neu-      Könnten Sie sich für Ihr weiteres Berufsleben
            ten.            sten Stand der Entwicklungen sein möchte,         noch eine andere Aufgabe, z.B. im japani-
                            diese Messe missen kann und will. Auch beim       schen Mutterhaus vorstellen?
                            Dentalhandel zeigt sich die Stärke des deut-      Mein Platz ist eindeutig in Ratingen. Ich habe
                            schen Marktes: Im Europa der offenen Gren-        dieses Unternehmen von Anfang an mit aufge-
            Wolfgang van zen erweitern viele deutsche Depots auch ihr         baut und bin sehr stolz auf das, was wir hier in
            Hall und seine Geschäft in Richtung Ausland, gleichermaßen        den letzten 25 Jahren geschaffen haben. Aber
            „Rechte Hand“ lassen sich ausländische Händler in Deutsch-        es war nie meine Art, mich auf Lorbeeren aus-
            Nina Middendorf land nieder. Die Übernahme eines nicht uner-      zuruhen. Ich habe immer neue Ziele gesetzt
                            heblichen Anteils deutscher Depots durch die      und mich neuen Herausforderungen gestellt,
                                                                              denn nur kontinuierlicher Einsatz ermöglicht
                                                                              dauerhaften Erfolg. Ich habe aus Japan immer
                                                                              große Unterstützung erfahren, Katei Shofu
                                                                              war Zeit seines Lebens ein Mentor für mich.
                                                                              Die Frage, meinen Wirkungskreis in Richtung
                                                                              Japan zu verlegen, hat sich mir trotzdem nie
                                                                              gestellt. Ich habe noch viele Visionen für die
                                                                              Zukunft der Shofu Dental GmbH und möchte
                                                                              diese gern hier vor Ort mit meinem Team in
                                                                              die Tat umsetzen.
                                                                                                              Manfred Flohr

                                                                                               “
 462                                                                                                   ZAHN PRAX 7, 462 (2004)
Die IHCF-
Förder-
mitgliedschaft
       Zeigen Sie Ihren
       Patienten für welche Art
       der Zahnheilkunde Sie
       stehen!                                                                                        Auszug aus der
       Jede(r) gesundheitsorientierte                                                              IHCF-Ethik-Erklärung
       Zahnärztin/Zahnarzt kann Fördermitglied werden,
       wenn die IHCF-Ethik-Erklärung mitgetragen                                      Eine Hauptfunktion der IHCF besteht darin, die Übertragung wis-
       wird.                                                                          senschaftlich gesicherter präventiver Zahnmedizin in effiziente
       Jahresbeitrag: 90,– pro Kalenderjahr.                                          Gesundheitsbetreuung zu fördern.
       Hierfür erhält jedes IHCF-Mitglied                                             Unsere Praxis folgt dem Konzept zur Steigerung der Gesundheit
       nach Zahlungseingang:                                                          und sieht sich somit notwendigerweise einer modernen präventiv-
                                                                                      orientierten Zahnheilkunde verpflichtet, die sich wie folgt defi-
       • Bevorzugte Teilnahme an Aktionstagen                                         niert:
       • 20% Rabatt auf alle Kurse des Z.A.P.F. e.V.
       • Großes Poster „Ethik-Erklärung“ der IHCF für Ihre                            1. Wir nehmen uns angemessen Zeit, mit Ihnen zu sprechen über
         Praxis                                                                          Ihre Bedenken, Ängste und Erwartungen.
       • 10 Broschüren „Jeder Zahn sitzt lebenslänglich“
                                                                                      2. Wir untersuchen Ihre oralen Verhältnisse gesamthaft, um hier-
       • 10 Broschüren „Mein Kind bleibt kariesfrei“
                                                                                         durch unter anderem den Status der Karies, des Parodontiums
       • Spezialpreis auf alle IHCF-Broschüren
                                                                                         und des oralen Gewebes systematisch einschätzen und doku-
       • Mitgliedsabzeichen
                                                                                         mentieren zu können.
       • Jahresabonnement (Wert: 20.–)
         ZAHNARZT & PRAXIS international                                              3. Im Falle aktiver Karies oder Parodontopathien werden mög-
                                                                                         liche Ursachen mit Ihnen besprochen und Schritte unter-
Die Fördermittel helfen der IHCF-Stiftung zur Förderung                                  nommen, die Erkrankung zu stoppen. In Ergänzung wird eine
der Gesundheit                                                                           Risikoanalyse basierend auf diagnostischen Ergebnissen durch-
• das Organisationsbüro zu betreiben                                                     geführt.
• den Austausch mit dem Scientific Board zu führen                                    4. Unser Team verfolgt eine präventive Praxisphilosophie, einsch-
• die Internetpräsenz zu aktualisieren                                                   ließlich der Beratung zum Gebrauch sicherer und effizienter
• Aktionstage durchzuführen                                                              Produkte zur Prävention oraler Erkrankungen.
                                                                                      5. Wir handeln vorausschauend im Bemühen um ein Konzept zur
r Ja, ich werde Fördermitglied der IHCF                                                  Krankheitskontrolle.
   und anerkenne die IHCF-Ethik-Erklärung                                             6. Bei jeder eventuell notwendigen invasiven Behandlung ent-
                                                                                         scheiden wir mit Ihnen: „Was ist eher im Sinne eines Langzeit-
                                                                                         erhalts Ihrer oralen Gesundheit: Durchführung der invasiven
 Praxisanschrift / Praxisstempel                                                         Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt – oder im Moment eine
                                                                                         nicht-invasive Alternative einzuleiten?“
                                                                                      7. Wir geben Ihnen schriftliche Behandlungspläne
                                                                                         einschließlich Kostenschätzung für das Erreichen oraler und
                                                                                         dentaler Gesundheit,
                                                                                               im Einklang mit Ihren Wünschen als unserem Patienten
                                                                                               um Sie in eine präventive Richtung zu leiten –
                                                                                               Ihr Denken für präventive Ideen zu öffnen
                                                                                               daß Sie akzeptieren, zu Ihrem Wohle eventuell einige nicht
r Ja, ich möchte auf der Internetseite der IHCF                                                perfekte aber klinisch akzeptable Restaurationen oder
                                                                                               Funktionskompromisse zu belassen, statt automatisch auf-
   als Fördermitglied genannt werden
                                                                                               wendige, restaurative Maßnahme zu starten
                                                                                               um Ihre Verantwortung für die eigene Mundhygiene zu
                                                                                               stärken und unsere präventive Behandlung regelmäßig
                                                                                               durchführen zu lassen
Unterschrift:   ...................................................................            unser Können durch Fortbildung kontinuierlich zu erhöhen
                                                                                               und die erzielten Ergebnisse regelmäßig zu
Datum:   ..........................................................................            dokumentieren, um für Sie das IHCF Ziel



                                                                                                           „22 – 77 – 99“
Einsenden an:
                                                                                                   22 Zähne im Alter von 77 Jahren
IHCF Stiftung zur Förderung der Gesundheit
Austrasse 24 / P.O.Box 1246
                                                                                                      für 99% der Bevölkerung
FL-9490 Vaduz / Liechtenstein
                                                                                                    zu erreichen oder sogar zu überbieten.
oder per Fax an 0 04 23 / 2 37 28 51
Industrie
  Report


                             Achtes Scientific Meeting von Ivoclar Vivadent

                             „Die Zahnmedizin von morgen“




            Prof. Dr. Paul
            Sharpe (links)
            und Dr.Volker
            Rheinberger
            (rechts).




            Bereits zum achten Mal trafen sich 60 führende                  zu nachwachsenden, den so genannten
            Experten aus aller Welt Mitte September zum                     „echten dritten Zähnen“. Ein Zahnkeimling
                                                                            wird in den Kiefer gepflanzt, der dann im
            dreitägigen Scientific Meeting von Ivoclar Viva-
                                                                            Mund des Patienten zu einem neuen Zahn
            dent in Liechtenstein. Dabei wurden firmeninterne               heranwächst. Die Experimente bei Tieren
            und externe Forschungsergebnisse präsentiert,                   sind erfolgreich verlaufen. „Es wird aller-
            Gastreferenten sprachen zu aktuellen Trends und                 dings noch einige Jahre dauern, bis wir
            Chancen in der Dentalmedizin.                                   tatsächlich bei Erwachsenen Zähne nach-
                                                                            wachsen lassen können“, räumte Paul Shar-

                             D      as diesjährige Scientific Meeting von
                                    Ivoclar Vivadent stand ganz im Zei-
                             chen der dentalen Biotechnologie. Prof.
                                                                            pe ein.

                                                                            Weitere Gastreferenten sprachen über
                                                                            CAD/CAM in der Zahnmedizin (Prof. Dr.
                             Paul T. Sharpe, Londoner King's College,
                                                                            Werner Mörmann, Universität Zürich), das
                             referierte dabei über seine Forschungsarbeit
                                                                            Potential von Nanopartikel-verstärkten
                                                                            Kompositen (Prof. Jon Goldberg, Universi-
                                                                            ty of Connecticut) und die aktuellen Ent-
                                                                            wicklungen in der Wurzelbehandlung (PD
                                                                            Dr. Claudia Barthel, Heinrich-Heine-Uni-
                                                                            versität Düsseldorf). „In einem kleinen
                                                                            Land wie Liechtenstein mit wenig Rohstof-
                                                                            fen ist die Forschung enorm wichtig. Daher
                                                                            investieren wir sehr viel in die Forschung
                                                                            und Entwicklung, um auf dem aktuellen
                                                                            Stand der Wissenschaft zu blieben“, betonte
                                                                            Dr. Volker Rheinberger, Forschungsleiter
                                                                            und Mitglied der Geschäftsleitung von
            Prof. Dr. Mörmann beim achten Scientific Meeting von            Ivoclar Vivadent in Liechtenstein, ab-
            Ivoclar Vivadent in Schaan                                      schließend.


 464                                                                                              ZAHN PRAX 7, 464 (2004)
                                                                                                             DENTAL
                                                                                                             ticker



DENTALticker
        Der Newsletter für die Dentalbranche
Praktiker-Preis der Deutschen Gesell-                                 KaVo erhält den
schaft für Kinderzahnheilkunde 2004                                   „iF design award 2004“

D     er GABA-Praktiker-Preis für Kinderzahnheil-
      kunde wurde an die Forschergruppe Dr. Lutz
Laurisch Korschenbroich, Dr. Gabriele Viergutz und
                                                                      D        er „iF Wettbewerb“ zählt zu
                                                                               den bedeutendsten Design-
                                                                        wettbewerben der Welt und ver-
                  Prof. Dr. Gisela Hetzer, Dres-      zeichnet in jedem Jahr mehr als 1.800 Anmeldun-
                  den, für eine Arbeit über „Karies   gen aus 30 Ländern. Insgesamt erhielten dieses Jahr
                  als Infektionskrankheit“ verlie-    513 von 1.458 Anwärtern das iF Label für hervorra-
                  hen. Sie untersuchten durch Be-     gende Gestaltungsqualität. FLEXspace nahm in der
                  obachtung an Zwillingspaaren        Disziplin „Product Design“ am Wettbewerb teil.
                  die „Etablierung von Mutans-St-     Die Jury stellte dieses Jahr einen neuen
                  reptokokken bei Kindern“.           Trend fest, nach dem gerade die Pro-
                                                      dukte im Investitionsgüterbereich die
                                                      größte Innovationskraft und die besten
50 Jahre DETAX                                        Design-Lösungen hervorbrachten.

A      m 18. September 2004 wurde das DETAX
       Firmengelände zu einer märchenhaften Ku-       Neue Adressdatenbank

                                                      D
                   lisse aus 1000 und einer Nacht:
                   Man feierte das 50. Firmen-               ie Firma EuroDataDent, spezialisiert auf ak-
                   jubiläum mit einem rauschen-              tuelle Adressdatenbanken der Dentalbranche
                   den „Fest der Sinne“. Über 800     (Zahnärzte, Dental-Labors, Praxislabors, Implanto-
                   Gästen bot sich ein Bild wie       logen, Kieferorthopäden), bietet neu auf dem Markt
                   aus dem fernen Orient.             ihre Dienste an. Weitere Informationen unter
                                                      www.eurodatadent.de.




                                                  AZ
                                                 Bausch
                                                  465
  DENT.
PL@NET       = hat die Zeichen                       = bemerkenswert                          = dem Umfeld entsprechend
               der Zeit erkannt                                                                 professioneller Auftritt

          http://www.gceurope.com
          M        ehr Information, mehr Service und
                   mehr Frische bietet die inhaltlich und
          optisch komplett überarbeitete Website von
          GC Europe. Die Dental Care Company bietet
          eine verbesserte Navigationsstruktur mit über-
          sichtlicher und schlüssiger Benutzeroberfläche
          sowie zahlreiche neue Serviceangebote in je-
          weils acht Sprachen. Der neue Seitenaufbau
          ermöglicht einen schnellen Informations- und
          Datenzugriff. Mit der Volltextsuche können
          die umfangreichen Informationen zielgerichtet
          und zügig erschlossen werden. In den sieben
          Hauptrubriken Produkte, Firma, Neuigkeiten,
          Events, Kontakt, Downloads und Fortbildung finden sich viele Kontestinformationen. Im Bereich Produkte erhal-
          ten die Besucher einen immer aktuellen Überblick über das stetig wachsende Sortiment sowie Anwendungs- und
          Verarbeitungstips. Zahlreiche Links eröffnen viele weitere Details zu Produkten und Niederlassungen.


                                      http://www.creation-willigeller.com
                                                                              A     b sofort präsentiert sich der grafisch und
                                                                                    inhaltlich überarbeitete Internetauftritt
                                                                            des Keramikspezialisten Wille Geller Creation
                                                                            aus der Schweiz. Neben dem übersichtlichen
                                                                            und eleganten Design erwartet die Besucher
                                                                            eine verbesserte Navigation und stets aktuali-
                                                                            sierte Informationen. Die flache Struktur und
                                                                            der einheitliche Seitenaufbau ermöglichen
                                                                            eine schnelle Orientierung. Durch bewußten
                                                                            Verzicht auf Flash-Animation und proprietäre
                                                                            Codierung werden die Seiten umgehend gela-
                                                                            den. Der deutsch- und englischsprachige Web-
                                                                            auftritt gliedert sich in sechs Themenbereiche.
          Ein ganz neues Instrument ist der Seminar- und Kurskalender im Bereich News/Events. Schwerpunkt der
          Website ist der Bereich Produkte mit allen relevanten Informationen zu den Keramikmassen.


          http://www.roche.de
          Ü      ber 15.000 Seiten umfaßt die Webseite
                 des auch in der Forschung tätigen Arznei-
          mittelherstellers Hoffmann-La Roche AG und
          der Roche Diagnostics GmbH. Das in der
          Krebstherapie weltweit führende Pharmaunter-
          nehmen beschreibt auf seiner Homepage aus-
          führlich Krankheitsbilder und Therapien.
          Schwerpunkte sind Krebsforschung, Herz- und
          Nierenkrankheiten, Infektionskrankheiten, Neu-
          rologie, Übergewicht und Organtransplantatio-
          nen. Wichtig für Zahnärzte sind die Informatio-
          nen zur Therapie der Hepatitis C, die in manchen
          Fällen bei eigener Erkrankung zu Berufsverbo-
          ten geführt hat. Für den Arztbereich der Hompage ist ein Paßwort erforderlich.



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                                                                                                                                                                                                                                            Termine


Okto-                                                                                                                              Thema                              Referenten                  Ort          Veranstalter              Preis
                                                                                              29.-30. Herbsttagung Stuttgart                                          Priv. Dr. Rainer Hahn       Stuttgart    Dental School             auf Anfrage
                                                                                                                                                                                                               Tel.: 07071 / 975 57 23
                                                                                              30.                                  „Komposite und Adhäsiv-            Prof. Dr. Thomas Attin      Göttingen    Initiative WsE            auf Anfrage
                                                                                                                                   systeme - der aktuelle Stand“      OA Dr. Uwe Blunck                        Tel.: 0700 / 999 222 92




Novem-                                                                                                                             Thema                              Referenten                  Ort          Veranstalter              Preis
                                                                                                                                                                                                                                         ZA 238 Euro,
                                                                                              3.                                   Prophylaxe Workshop                DH Sylvia Fresmann,         Heidelberg   praxisDienste             Mitarb. 190
                                                                                                                                                                                                                                         Euro (zuzgl.
                                                                                                                                                                      DH Mariya Krauß                          Tel.: 06221/ 64 997113    MwSt.)
                                                                                              4.-5.                                Cerec Spezial - 3D Gnatho-     ®
                                                                                                                                                                      Dr. Helmut Kassak           Langen       VITA Zahnfabrik           580 Euro
                                                                                                                                   logie für Fortgeschrittene                                                  07761 / 562 235
                                                                                              5.                                   Effiziente Abdrucknahme            Dr. Margit Weiss            Senden       bredent                   auf Anfrage
                                                                                                                                                                                                               Tel.: 07309 / 87 22 53
                                                                                              5.-6.                                13. Kongreß für präv. Zahn-        diverse                     Düsseldorf   blend-a-med               auf Anfrage
                                                                                                                                   heilkunde: Mundgesundheit                                                   Tel.: 0800 / 100 67 31
                                                                                                                                   und Allgemeinerkrankungen                                                   (gebührenfrei)
                                                                                              11.-12. Partielle Prothese von A-Z:                                     ZA Ernst Otto               Nienburg     INPUT dentacolleg         700 Euro
                                                                                                                                          Präparations- u. Abdruck-   Mahmke                      /Weser       Tel.: 040 / 284 99 100    zuzgl. MwSt.
                                                                                                                                          techniken
                                                                                              13.                                  Das C&B&I-Konzept in der           Dr. Guido-Jan Kisters       Witten       Nobel Biocare             325 Euro
                                                                                                                                   modernen Praxis                                                             Tel.: 0221 / 500 85 00
                                                                                              19.                                  Weiße Zähne - Bleaching im         Dr. M. Lenhard              Schaan       Ivoclar Vivadent          auf Anfrage
                                                                                                                                   Jahr 2004                          Schweiz                                  Tel.: 00423 / 235 3255
                                                                                              26.                                  Merz Dental Aspekte                ZTM G.J. Golze,             Berlin       Merz Dental GmbH          auf Anfrage
                                                                                                                                   - Strategie, Marketing             Pater Dr. Dr. H.-J. Zoche                04381 / 403 415




                                                           ZP          inter
                                                                            natio
                                                                            PRA
                                                                                 nal
                                                                                 XIS
                                                                                                                                                                                KOMPAKT
                                                                                                                                                                                     2004
                                                                      ZT
                                                                   NAR
                                                                ZAH
               2004
         rgang
   6. Jah




                                                                           PAKT
                                                                        KOM
                                  er
                            Dezemb
                                                        nal
                                                 ernatio
                                           IS int
                                       PRAX




                                          E         GI E
                                      TAL
                                 D E N ANTOLO
                                                               &
                                                          ARZT




                                                                                                                                                        bezahlt
                                                                                                                                   il         Entgelt
                                                      ZAHN




                                      L
                                                                                                                             Rottwe     trieb
                                                                                                                        8628




                                 IM P
                                                                                                          verlag 22, D-7         Postver
                                                                                                    flohr                    959
                                                                                                     Hauptst
                                                                                                              raße
                                                                                                                N     1612-5
                                                                                                          89 ISS

                                              r gie
                                                                                                     E 478


                                         zembelo
                                                                        dDe nto


                                                                                                                                                                           Freuen Sie sich schon heute
                                                                         o
                                                        & Pa
                                                            ro          8   2004
                     2004
                gang
         7. Jahr




                                                                        KOM
                                                                            PAK
                                                                               T
                                                                                                                                                                                  auf die einzigartigen
                                 er
                                   Dezemb




                                                                                                                                                                       Marktübersichten zu sämtlichen
                                                                OGIE
                                                             TOL
                                                          LAN
                                                     E IMP




                                                         le
                                                  tiona
                                             terna
                                                                                                                               il
                                                                                                                         Rottwe
                                                  TAL




                                                              IK
                                                                                                                   8628            ahlt
                                                                                                     verlag 22, D-7        gelt bez
                                                                                               flohr




                                                      CHN
                                                                                                                      b Ent


                                       Das in
                                               DEN




                                                                                                         raße
                                                                                                Hauptst       tvertrie
                                                                                                     23 Pos
                                                          ber                                   E 439       988




                                                                                                                                                                         Themenbereichen
                                                NTE 2004
                                                                                                      1610-9
                                                     Dezem                                       ISSN




                                             ZAH 6 IN
                                             MA GAZ
 2004
        rgang
  7. Jah




                                                                                                                                                                      der Zahnmedizin und
                     ber




                                                                            PAKT
                Dezem




                                                                        KOM
                                   ZIN




                                                                                                                                                                              Zahntechnik.
                               MAGA
                                                                CHNIK
                                                            HNTE
                                                      ale ZA
                                               rnation
                                       Das inte




                                                                                                                                                     bezahlt
                                                                                         er                                    il          Entgelt
                                                                                                                         Rottwe      trieb
                                                                                   Dezemb                           8628




                                                                            12
                                                                                                      verlag 22, D-7          Postver
                                                                                                flohr                    197

                                                                                    2004         Hauptst
                                                                                                          raße
                                                                                                            N     1433-6
                                                                                                      24 ISS
                                                                                                 E 439
Newsletter




                              Newsletter 6/04
                              IHCF - Stiftung zur Förderung der Gesundheit


             IHCF - Newsletter „Science goes Clinic“

             The long-term effect of a plaque control program on tooth mortality, caries and peri-
             odontal disease in adults. Results after 30 years of maintenance


             D     er Biofilm, der sich auf Zahnoberflächen bildet, ist die Hauptursache von Karies und Parodontopathi-
                   en. Für die Prävention dieser Erkrankungen ist es erforderlich, sich auf neue Methoden zu konzentrie-
             ren, um gerade diese Ursache zu bekämpfen.
             Ziel der Studie: Die Beobachtung von Zahnverlust über einen Zeitraum von 30 Jahren in einer Patienten-
             gruppe, die in ein sorgfältig organisiertes Plaque-Kontroll-Programm eingebunden war. Zusätzlich wurde ein
             Vergleich gezogen zu Probanden, die 1972 bzw. 2002 im Alter von 51-65 Jahren waren.
             Hierzu wurden 1971 und 1972 mehr als 550 Probanden rekrutiert und in eine Test- (370) und Kontrollgrup-
             pe (180) aufgeteilt. Die Kontrollgruppe mußte aus ethischen Gründen nach sechs Jahren aufgelöst werden,
             die Testgruppe wurde jedoch über 30 Jahre betreut und abschließend nachuntersucht. Dabei wurden nach 3,
             6, 15 und 30 Jahren die Variablen Plaque, Karies, Sondierungstiefe, Rezessionen und CPITN festgehalten.
             Die Probanden erhielten umfassende Information und Instruktion. Nach individuellem Risikofaktor bekamen
             sie zusätzlich in den ersten zwei Jahren alle zwei Monate, in den Folgejahren 3-30 einmal alle 3-12 Monate
             eine Re-Instruktion einschließlich angezeigter Zwischenraumpflege (Bürstchen, Dentaltape, Zahnhölzer),
             sowie nach Anfärbung der Zähne eine professionelle Zahnreinigung.
             Ergebisse: Nur wenige Zähne gingen während der 30 Jahre verloren; je nach Altersgruppe 0,4 bis 1,8. Die
             Hauptursache für Zahnverlust waren Wurzelfrakturen; nur 21 Zähne gingen wegen progressiver Parodontitis
             oder Karies verloren. Die durchschnittliche Zahl neuer kariöser Läsionen lag bei lediglich 1,2; 1,7 und 2,1 in
             den drei Altersgruppen. Ungefähr 80 % der Karies wurde als Sekundärkaries klassifiziert. Die meisten Zahn-
             flächen, bukkal ausgenommen, zeigten keine Zeichen für Attachmentverlust. An den Approximalflächen
             konnte zwischen 1972 und 2002 sogar ein geringer Attachmentgewinn in allen Altersgruppen beobachtet
             werden.
                                                                                  P. AXELSSON, B. NYSTRÖM and J. LINDHE
                                                                                              Journal Of Clinical Periodontology
                                                                                    Volume 31 Issue 9 Page 749 - September 2004


             Fazit für die Praxis: (Zusammenfassung der Veröffentlichungen aus dieser Studie)
             Karies, und zu einem großen Teil auch die Parodontitis, kann durch ein risikobasiertes, regelmäßig durchge-
             führtes Biofimmanagement (PZR) nahezu vollständig vermieden werden. Die Ergebnisse von Axelsson und
             Lindhe im Jahr 1981 zeigten, daß sich nach sechsjähriger professioneller Betreuung nur durchschnittlich 0,2
             neue kariöse Läsionen entwickelt hatten, während in der Kontrollgruppe ohne PZR, mit nur einmal jährlicher
             Kontrolle durch den Zahnarzt, 14 Läsionen festgestellt wurden. Aus ethischen Gründen wurde damals die
             Kontrollgruppe aufgelöst.



  468                                                                                                   ZAHN PRAX 7, 468 (2004)
                  Nach 15 Jahren professioneller Prophylaxe
                  hatten sich durchschnittlich nur 0,9 neue ka-
                  riöse Läsionen entwickelt. Hiervon entfiel
                  der überwiegende Teil auf eine Sekundärka-
                  ries. Nur ein sehr kleiner Teil der Karies (0,1
                  DFS) entstand an zuvor gesunden Zahn-
                  flächen (Axelsson et al. 1991).
                  Nach 30 Jahren der Betreuung waren von
                  den ursprünglich 375 Patienten noch 257
                  untersucht worden, die sich heute in drei Al-
                  tersgruppen unterteilen. Gruppe 1: 50 - 65
                  Jahre alt, Gruppe 2: 66 - 80 Jahre alt und
                  Gruppe 3: 81 - 95 Jahre alt. Hatten 1972 im
                  Schnitt alle Teilnehmer der Studie 25,77
                  Zähne, so hatten sie 30 Jahre später immer
                  noch 25,1 Zähne, d. h. in 30 Jahren wurden
                  über alle Studienteilnehmer gerade 0,67
                  Zähne verloren. Nahezu 65 % aller Patien-
                  ten haben keinen Zahn verloren, 17 % haben
                  einen Zahn verloren und 12 % zwei Zähne
                  (Axelsson 2004). Die Betreuungsfrequenz
                  war für 60 % der Patienten eine professio-
                  nelle Zahnreinigung im Jahr, für 30 % der
                  Probanden zweimal pro Jahr und nur in 10
                                                                    AZ
                  % der Fälle mußten drei bis vier professio-
                  nelle Zahnreinigungssitzungen pro Jahr an-
                  gesetzt werden.
                  Diese überzeugenden Ergebnisse an mehr
                                                                    KSI
                  als 250 Langzeitbetreuten zeigen, daß die
                  Vision der eigenen, gesunden Zähne für ein        469
                  Leben lang, Realität geworden ist. Zur
                  Überraschung kam hinzu, daß diese frappie-
                  renden Ergebnisse nicht mit einer regel-
                  mäßigen PZR alle drei Monate, sondern
                  auch mit nur einer bis zwei Betreuungs-Sit-
                  zungen pro Jahr erzielt wurden. Eine pro-
                  fessionelle Zahnprophylaxe mit System ist
                  deshalb der Schlüssel zu lebenslanger
                  Mundgesundheit.

                  Mit Hilfe des OHManagement-Konzepts und
                  der OHManagement Software, basierend
                  auf Empfehlungen des Scientific Boards der
                  IHCF, läßt sich in jeder Praxis eine solcher-
                  massen organisierte, systematische, risiko-
                  orientierte Prävention durchführen und der
                  Erfolg dokumentieren. Daher ist diese Soft-
                  ware auch wesentlicher Bestandteil der im
                  letzten IHCF Newsletter vorgestellten go-
                  Dentis-Partnerschaft (weitere Informationen:
                  www.goDentis.de und ww.ohmanager.org)



ZAHN PRAX 7, 469 (2004)
                                                                          469
Impressum



            VORschau           ZP
                                                                                Praxis
                                                                                Das 44. Streitgespräch über „Die Therapie
                                                                                von Funktionsstörungen“ referiert Dr. Eck-
                                                                                hard Busche: Es wurde u. a. erörtert, in-
                               ZAHNARZT & PRAXIS international                  wiefern die prothetische Therapie von CMD
                                                                                und das Management der Symptome evi-
                                           November 2004                        denzbasiert sind.
                                                                                Die Angst von Patienten ist in der Zahnarzt-
                                                                                praxis eine weit verbreitete Problematik.
                                                                                Dabei sind die Ausprägungen unterschied-
                                                                                lich und reichen vom leichten Unwohlsein
                                                                                bis hin zur manifesten Dentalphobie. Dipl.
                                                                                Psych. Frank Hagenow liefert in Teil 2 sei-
                                                                                ner Abhandlung Tips für den Umgang mit
                                                                                Angstpatienten.

                                                                                Marktübersicht
                                                                                Der Leistungsvergleich von Dr. Bernd
                                                                                Wöstmann und Dr. Peter Rehmann stellt die
                                                                                erhältlichen Abformmassen im Überblick
                                                                                vor.




                                                                                                      Impressum
            Verlag:    flohr verlag, Hauptstraße 22, 78628 Rottweil   Jahresabonnement:              Euro 20,–
                       Tel. 07 41 / 942 40-0, Fax: 942 40-99                                         (Einzelpreis Euro 5,–)
                       E-Mail: mailbox@flohr-verlag.de                Abo-Service                    Regine Sieber
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            Herausgeber          Manfred Flohr                                                       Dr. Frank-Peter Strietzel
                                 manfred.flohr@flohr-verlag.de                                       Prof. Dr. Klaus Peter Lange
                                                                                                     Prof. Dr. Engelke
            Bereichsleitung      Pia Flohr
                                                                                                     Prof. Dr. Brita
                                 pia.flohr@flohr-verlag.de
                                                                                                     Willershausen
            Chefredaktion        Dr. Felix Blankenstein                                              Dr. Werner Hotz
                                 mailbox@flohr-verlag.de                                             Dr. Rolf Semmler
            RedaktionDr. Jutta Wohlfeil                                                              PD Dr. Peter Jöhren
                                 jutta.wohlfeil@flohr-verlag.de                                      Dr. Paul Weigl
                                                                                                     Dr. Ulrich Koke
            Anzeigen             Sabine Bugla                                                        Dr. C. Gabriel
                                 sabine.bugla@t-online.de                                            Kerstin Salhoff
            Stellenanzeigen      Monika Kustermann                                                   Dr. Walter Wille-Kollmar

            Anzeigenpreisliste Nr. 7 vom 1. November 2003             Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge sowie die Abbil-
                                                                      dungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist
            Erscheinungsweise Februar, März, Mai, Juni,               ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und strafbar.
                              September, Oktober, November,           Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mi-
                              Dezember (KOMPAKT)                      kroverfilmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in
                                                                      elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur
            Jahrgang             7. Jahrgang 2004                     mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Re-
                                                                      daktion wird das volle Einverständnis zur vollständigen oder
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            Druckerei Koelblin-Fortuna Druck, Baden-Baden             Es gelten die AGB, Gerichtsstand ist Rottweil.




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