PowerPoint Prsentation GTZ Leerfolie deutsch Stand November

					 Die Bedeutung der Waldbewirtschaftung und
des Walderhalts für die Katastrophenvorsorge
                       Naturschutz in Zeiten des Klimawandels,
                        Vilm 23.-28.7.2007




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Was hat der Wald mit Naturkatastrophen zu
         tun? – Einige Beispiele
   Haiti, 2004: Durch den Tropensturm Jeanne
   und die durch ihn hervorgerufenen
   Überschwemmungen sterben über 5000
   Menschen
   Philippinen, 2004: 1600 Menschen sterben
   durch Überschwemmungen und
   Hangrutschungen, hervorgerufen durch
   Starkregen
   Sri Lanka, 26.12.2004: 30.000 Menschen
   sterben durch einen Tsunami

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Was hat der Wald mit Naturkatastrophen zu
         tun? – Einige Beispiele
   Haiti, 2004: 98% des ursprünglichen
   Baumbestandes gerodet
   Philippinen, 2004: Präsidentin Gloria Arroyo
   nennt Entwaldung als eine der Hauptursachen
   Sri Lanka, 26.12.2004: “An assessment made
   for the Batticola district, Sri Lanka, found that
   the mangroves, coconut plantations and scrub
   forest reduced the incoming tsunami, estimated
   to be 6 metres high, to about 40 cm height by
   the time it reached the village of Nasiva, one
   kilometre inland.” (UN, 2006, S.8)


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Risikoanalyse I: Katastrophenursachen
                      Meteorologische Ursachen
Überschwemmungen und Hochwasser durch Starkniederschläge und
tropische Wirbelstürme
Stürme und Starkniederschläge: Sturmschäden
Dürren: Ernteausfälle, Waldbrände
Hagel und Frost: Ernteausfälle, Blitzschlag
Massenbewegungen (Hangrutschungen verursacht durch Hochwasser,
Starkregen, Verlagerung von Flüssen)
Erosion, Bodenabtrag durch Wasser und Wind
Waldbrand

                      Geologische Ursachen
Erdbeben: Tsunamis, Flutwellen, Massenbewegungen
Vulkanausbrüche: Lava- und Schlammströme
Massenbewegungen durch Erdbeben

                             Sonstige
Epidemien, Tier- und Pflanzenkrankheiten und Schädlinge

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    Wald als Instrument der Katastrophenvorsorge:
           Maßnahmen des Forstsektors 1


                 Überschwemmungen, Hochwasser
Stopp der Entwaldung; nachhaltige Waldwirtschaft (selektive
  Stammentnahme); vereinzelt Aufforstung in Küstenzonen

                            Sturmschäden
Nachhaltige Waldwirtschaft: Vermeidung von Monokulturen

               Massenbewegungen (Hangrutschung etc.)
Aufforstung; Stopp der Entwaldung; nachhaltige Waldwirtschaft



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Wald als Instrument der Katastrophenvorsorge:
       Maßnahmen des Forstsektors 2

                   Erosion, Bodenabtrag
Aufforstung; Stopp der Entwaldung; nachhaltige
  Waldwirtschaft

                     Waldbrand
Wenig Handlungsmöglichkeiten, u.a. Vermeidung von
 Monokulturen; nachhaltige Waldwirtschaft

           Epidemien, Krankheiten, Schädlinge
Nachhaltige Waldbewirtschaftung; Vermeidung von
  Monokulturen


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Die Elemente des Katastrophenrisikos
             Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme, Dürre,
             Physische Faktoren
             Überschwemmungen, Erosion etc.


             Räumliche Verteilung
             Ökonomische Faktoren




             Zeitliches Auftreten
             Sozio-politische Faktoren




             Umweltfaktoren
             Intensität




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Risikoanalyse II: Anfälligkeitsfaktoren

 Wald-EZ kann folgende Anfälligkeitsfaktoren
  beeinflussen:
  1. Soziale Anfälligkeitsfaktoren
  2. Ökonomische Anfälligkeitsfaktoren
  3. Umwelt-Faktoren




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           Soziale Anfälligkeitsfaktoren

Wald-EZ kann zur Stärkung der Institutionen und von
Good Governance beitragen, z.B. Forest Law
Enforcement, Governance and Trade (FLEGT)
Schaffung von langfristigen Perspektiven:
Rechtssicherheit als Rahmen für Anpassungsprozesse
an den Klimawandel (Planungshorizont,
Investitionssicherheit etc.)
Stärkung von Eigentumsrechten der Bevölkerung
(smallholders), um Wiederaufbau nach Katastrophen zu
beschleunigen
Community Based Forest Management:
Dezentralisierung von Entscheidungsprozessen,
Einbezug traditionellen Wissens
Capacity Development, um Entwaldung zu verhindern


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          Ökonomische Anfälligkeitsfaktoren

Das Überleben von 1,6 Mrd. Menschen weltweit hängt von
Wäldern ab – sie sind ein wesentliches „Überlebensmittel“ für
Arme: Wald liefert Brennstoff, Baumaterialien, Medizin,
Nahrung und Tierfutter
Gerade nach Katastrophen werden Wälder als „last resort“ oft
übernutzt und degradieren⇒zusätzliches Katastrophenrisiko
Nachhaltige Waldwirtschaft und Diversifizierung sichern
Widerstandsfähigkeit des Ökosystems Wald und damit die
Katastrophenresistenz von Einkommen
Waldnutzungsformen alternativ zum Einschlag: Ökotourismus,
CDM, Non Wood Forest Products




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             Umweltfaktoren

Wald stabilisiert Böden, reguliert den
Grundwasserspiegel, befestigt Küsten und
speichert Biodiversität
Nachhaltiges Waldmanagement sichert
Biodiversität ⇒ größere Resistenz des
Ökosystems gegenüber Schocks (wichtig in
Katastrophenzeiten)
Nachhaltiges Waldmanagement verhindert
Landdegradierung und mindert damit auch die
Vulnerabilität der Landwirtschaft


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Wald als Instrument der Katastrophenvorsorge –
                  alles neu?
  Keine neuen Ansätze durch Wald-EZ, sondern Einsatz
  bekannter Instrumente für den Erhalt der (Wald-
  )Biodiversität: Good Governance, Law Enforcement,
  Einsatz überlieferten Wissens, Instrumente der
  naturnahen Bewirtschaftung etc.
  Durch seine Multifunktionalität eignet sich Wald nicht nur
  als Instrument im Rahmen von NAPAs:
  Armutsreduktionspotential, Payment for Environmental
  Services, CDM, etc.
  Um all diese Funktionen erfüllen zu können, ist es
  unbedingt notwendig, die Ökosystemleistungen des
  Waldes zu erhalten, denn:



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       Wald kann nur dann als Instrument des
       Katastrophenrisikomanagements eingesetzt werden, wenn
       er selbst vor negativen Auswirkungen des Klimawandels
       geschützt wird


      Klimawandel:
Temperatur, Niederschlag,   Widerstandskraft des Waldes,
 extreme Wetterereignisse     Wachstum, Produktivität,
                               Ökosystemfunktionen


                                                             Rolle des Waldes
                                                              als Instrument
                                                         der Katastrophenvorsorge




                                Lokale institutionelle
                             Kapazitäten der Anpassung
                                an den Klimawandel



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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

               tangmar.marmon@gtz.de




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