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					                                              BASAID
OKTOBER 2009, NR. 24
                                              BULLETIN
                                              Verein für Basishilfe          Association for basic aid
                                                                                             ,
                                                                                                             Association pour l’aide de base
                                              der Mitarbeitenden von Novartis, Syngenta, BASF Clariant, Johnson Controls, Huntsman,
                                              Solvias, aprentas, Vivendi Universal




INHALT
 1 Editorial
 2 REGIONEN:
   Lateinamerika: «PIURA»,
   Neue Tagesklinik in Medio Piura
 4 Afrika: Latrinen? In unserer Gegend
   keinThema – wohl aber in Avédji
 5 Asien: Kinderspital in Vietnam
 6 Asien: BASAID hilft obdachlosen
   Tsunami-Opfer
 8 AKTION:
   Weihnachtsmarkt 2009
 9 DIVERSES:
   Finanzen, Mitglieder
10 Protokoll der GV vom 25. April 2009
12 Beitrittserklärung                         Weihnachtsmarkt bald wieder!



                                               Weltwirtschaftskrise mal aus einer anderen Sicht
                                              Wir alle kennen zu Genüge die Problematik         Was aber mindestens ebenso schlimm ist:
                                              der weltweiten Wirtschaftskrise und deren         Hunderttausende von Immigranten und Im-
                                              Auswirkungen. Viele hat sie schon erreicht,       migrantinnen weltweit sind die Ersten, die
                                              andere wird es noch hart treffen. Doch sind       vom Verlust ihrer Arbeitsstelle betroffen sein
                                              wir als Bürger und Bürgerinnen der soge-          werden und somit weniger Geld in ihre Hei-
IMPRESSUM                                     nannten «1. Welt» tatsächlich die am här-         matländer zu ihren Familien senden können.
Herausgeber: Vorstand und Präsidium BASAID,   testen Betroffenen? Wir alle sind es weiter-      Das waren 2007 laut Schätzungen der Welt-
c/o Novartis AG, CH-4002 Basel,
T 062 868 78 00                               hin gewohnt, fliessendes kaltes und natürlich     bank 318 Milliarden USD gegenüber 104
Präsidium: Luciano Pellegrini (Präsident)     warmes Wasser zu haben. Wir alle geniessen        Milliarden USD für offizielle Entwicklungs-
WST-150.E.07,                                 am Morgen unsere Tasse Kaffee oder Tee mit        hilfe!
T 062 868 78 00, F 062 868 69 91
Helga Schmidt                                 oder ohne Gipfeli – und dies trotz der Wirt-          Sollten wir mit dem, was wir haben, nicht
Hubackerweg 32, 4153 Reinach,                 schaftskrise.                                     umso zufriedener sein und mehr an diejeni-
T 061 711 18 02
Sasank Mohanty, WRO-1080.3.07,
                                                  Aber die wirkliche Krise spielt sich wo-      gen denken, die nahezu nichts haben und
T 061 323 74 30                               anders ab:                                        letztlich am stärksten von der Wirtschafts-
Kasse: Volker Schönfeld, WSJ-360.8.07,        • Mehr als 1 Milliarde Menschen leiden            krise betroffen sind? Packen wir es an, ver-
T 062 868 70 27, F 061 324 93 00
Redaktion: Stella Fiori, WST-150.E.20,          weltweit unter Hunger!                          suchen wir es zumindest. Ein kleiner Beitrag
T 062 868 67 13                               • 880 Millionen Menschen haben weltweit           wäre, wenn Sie zusammen mit dieser Bulle-
Layout: typo.d AG, Reinach                      keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser!          tin-Ausgabe Werbung für BASAID und un-
Druck: Binkert Druck, Laufenburg
Erscheinungsweise: 2 mal pro Jahr             • In Afrika südlich der Sahara gehen 38 Mil-      sere Arbeit machen würden.
Auflage: 2’700 Exemplare                        lionen Kinder im Einschulalter nicht zur            In dieser Ausgabe finden Sie unter ande-
Internet: www.basaid.ch
Mitgliederbeitrag: mind. CHF 20.–/Jahr
                                                Schule!                                         rem die Daten der diesjährigen Weihnachts-
Konto: Postcheck 40-5498-6                    Bedenklich ist in diesem Zusammenhang die         märkte. Wir hoffen auf Ihre aktive Unter-
(rosa Einzahlungsschein),                     traurige Tatsache, dass die Industrienationen     stützung.
BASAID Verein für Basishilfe, 4000 Basel
Zahlungen/Spenden: können direkt              infolge der Wirtschaftskrise die Zuwendun-
an obenstehendes Konto einbezahlt werden      gen für die «3. Welt» bereits gekürzt haben
                                              oder es noch tun werden.

www.basaid.ch                                                                                                               Luciano Pellegrini
2             BASAID BULLETIN Oktober 2009




REGIONEN
                     Neue Tagesklinik in
                        Medio Piura
                                  Piura



                                   Peru




Das Gebiet Medio Piura ist eine überaus
arme Gegend im Norden Perus, in der Pro-
vinz Piura. Es ist ein ca. 30 Km langer Land-
strich entlang des Flusses Piura, unmittelbar
am Rande einer äusserst trockenen Wüste.
Die Mehrheit der ca. 9000 Einwohner
verteilen sich in 10 Weilern und bebauen das
Niemandsland am Flussufer, das während
der Trockenzeit entsteht. Deswegen werden
sie «orilleros» (vom Spanischen «orilla»,
Flussufer) genannt. Dort pflanzen sie vor-
wiegend Mais und Bohnen für den Eigenge-
brauch und Gemüse zum Verkauf im Markt
der Stadt Piura. Steigt der Fluss aber uner-
wartet an (z.B. nach einem Gewitter in den
Bergen), dann spült er alles weg und die ganze
Arbeit war umsonst. Gibt es ein El Niño Jahr,
wie offenbar für 2009 erwartet, dann bringt
der Fluss monatelang viel zu viel Wasser, so
dass sie nichts anbauen können.                  Eine der zehn Sanitätsposten im Medio Piura.
    Mehr als 80% der Bevölkerung lebt
in selbst gebauten Hütten, mehrheitlich
aus sonnengetrockneten Lehmziegeln und
«quincha», d.h. zusammengeflochtenen
Schilfwänden. Eine Abfall- oder Abwas-
serversorgung existiert nicht, und die
ganze Region ermangelt überhaupt an
jeder Infrastruktur. Es gibt weder Strom-,
noch Wasserversorgung. Das Wasser wird
täglich mit Kanistern vom Fluss her geholt,
meistens durch Kinder und Frauen, und
wird in der Regel direkt konsumiert, denn        Die neue Tagesklinik, kurz nach Bauabschluss.   Die Zahnärztin bei der Arbeit.
                                                                                                   BASAID BULLETIN Oktober 2009              3



                                                                                  LATEINAMERIKA




Wassertransport mit Esel.                                                                          Im Wartesaal der Tagesklinik.



das Brennholz, um es zu kochen ist Mangel-        Während meines vorletzten Besuches in 2004       (1. Phase bis Mitte 2006, 2. Phase bis Mitte
ware und Kerosin zu teuer: Das durch-             äusserte der Projektleiter Dr. Castillo den      2007), und zwar so, dass ein provisorischer
schnittliche Monatseinkommen einer Fami-          Wunsch, eine kleine Tagesklinik zu bauen         Betrieb bereits nach Abschluss der 1. Phase
lie liegt nämlich unter 50 USD. Folge davon       und sie mit geeigneten Diagnose- und Be-         aufgenommen werden konnte. So konnten
sind u.a. chronische Haut-, Augen-, Darm-         handlungsgeräten einzurichten, damit die         im Jahr 2007 bereits über 6’000 Konsulta-
und Lungeninfektionen, hauptsächlich bei          Posten die ernsteren Fälle dorthin über-         tionen durchgeführt werden, und 2008 über
den Kindern, die jährlich bis zu 10 mal an        weisen können, sei es um sie dort zu behan-      8’000, mehr als die Hälfte davon von
schwerem Durchfall erkranken können. Ein          deln, oder auch um sie nach entsprechender       Kindern unter 10 Jahren. Während meines
Hauptgrund dieses Elends ist, dass die Be-        Diagnose weiter an eine kompetente Stelle im     letzten Besuches im März 2007 konnte ich
wohner für den Staat illegale Landbesetzer        Spital der Stadt Piura weiterzuleiten. Eine      die halb fertig gebaute aber bereits voll aus-
sind. Die Weiler existieren offiziell nicht und   einfache zahnmedizinische Praxis sollte auch     gelastete Klinik besuchen und mich wieder
die grosse Mehrheit der Bevölkerung ist über-     eingerichtet werden, denn kaum ein Be-           einmal wundern, wie viel mit relativ beschei-
haupt nicht registriert. Als Folge haben sie      wohner des Medio Piura könnte sich sonst         denen Mitteln erreicht werden kann, wenn
keinen Zugang zu den sowieso spärlichen           irgendwo eine Zahnbehandlung leisten. An-        Menschen mit der richtigen Motivation am
Sozialdiensten des Landes oder der Provinz.       gesichts der Misere, die ich dort selber gese-   Werke sind. Alle Projekte, die wir im Medio
    Seit ca. 15 Jahren betreut die Universität    hen hatte, schien mir dieser Vorschlag sehr      Piura unterstützen haben, waren sehr
Piura zehn sehr einfache Sanitätsposten, so       vernünftig. Kurz darauf schickte er BASAID       konkret, mit realistischen Zielen, klaren Im-
genannte «Postas médicas» im Medio Piura,         einen detaillierten Projektantrag, der von der   plementierungs-plänen und überschaubaren
in Zusammenarbeit mit dem Gesund-                 Lateinamerikagruppe angenommen wurde.            Kosten. Sie entsprachen echten Bedürfnissen
heitsministerium. Jeder Posten wird von           Für 130’000 USD (109’800 von BASAID,             der Lokal-bevölkerung und wurden auch
einer Krankenschwester betreut und zwei           der Rest lokal) sollte ein einfaches Gebäude     planmässig abgeschlossen.
Ärzte teilen sich die Arbeit bei den zehn         (ca. 300 m2) gebaut und anschliessend ein-           Wir sind überzeugt, dass die Verfügbar-
Posten auf. Seit ca. 12 Jahren hat BASAID         gerichtet werden. Die Implementierung            keit eines lokalen, langjährigen Vertrauens-
die Universität Piura in dieser Aufgabe mit       sollte über drei Jahre (2005–2007) laufen.       partners in der Person von Dr. Castillo, mit
konkreten Projekten unterstützt: Einrich-         Der Baubeginn musste dann allerdings um          dem wir während all dieser Jahre zusamme-
tung von Dorfapotheken und eines Analyse-         ca. ein Jahr verschoben werden, weil das Ein-    narbeiten konnten, die beste Garantie für die
labors, Ausbildung von Hebammen, Ankauf           holen aller nötigen Bewilligungen viel länger    Nachhaltigkeit der geleisteten Arbeit bietet.
eines Geländemotorrads für die Mobilität          dauerte als erwartet. Das Gebäude und die                                        Pablo Junquera
der Ärzte, etc. .                                 Einrichtung wurden in zwei Phasen vollendet
4           BASAID BULLETIN Oktober 2009




                                                                                                                       AFRIKA


                                                         Latrinen?
                                       In unserer Gegend kein Thema – wohl aber in Avédji




                                                                                                                                  Lomé
Avédji ist ein Quartier (etwa 4000 Einwoh-        übergabe. Nicht nur lösen die Latrinen
                                                                                                                                Togo
ner) an der nördlichen Peripherie von Lomé,       grosse Hygieneprobleme für die Schüler, Leh-
der Hauptstadt von Togo, zehn Kilometer           rer und zahlreiche Anwohner, sie bringen
vom Zentrum. Speziell an Avédji ist, dass es      dem CEGIL d’Avédji auch viel Prestige-
ein CEGIL hat; ein Collège d’Initiative Lo-       Punkte; wurde doch das CEGIL mit einem
cale. Das heisst, dass das Collège aus der Ini-   Schlage von den Behörden zum Examens-
tiative der Eltern der Schüler entstanden ist     standort erklärt für «candidats au brevet
und auch so betrieben wird. Die Stadt, der        d’études» auch mehrerer Collèges anderer
Staat, die Behörden haben da also nichts bei-     Quartiere von Lomé. (Das brevet d’études
getragen. (Staatliche Collèges werden ge-         berechtigt auch zum Übertritt ans Lycée
meinhin mit CEG bezeichnet: Collège Edu-          (Gymnasium).) Die Acteurs Réunis werden
cation Générale.) Was das CEGIL nicht hat         jetzt bestürmt von anderen Schulen mit glei-
(heute können wir sagen hatte) sind (waren)       chen Problemen, sprich, es hagelt jetzt Fi-
Latrinen. Und da lag das ganz grosse Pro-         nanzierungsbegehren für Latrinenprojekte.
blem: 1200 Schüler, 25 Lehrer und sehr zahl-          Mit der Errichtung von Latrinen ist es
reiche Anwohner: keine Latrinen!!! Details        aber jeweils nicht getan. Die Funktionstüch-
der Beschreibung kann ich Ihnen wohl er-          tigkeit muss gewährleistet werden. Daher be-
sparen. Nur dies noch: Dass die Anwohner          rufen die A. R. stets ein Comité de Gestion
ihr «grosses Geschäft» nicht vor der eigenen      (COGES) aus dem Kreis der Begünstigten
Haustüre verrichteten, sondern in nächster        (Benützer) und bilden dieses auch aus.
Umgebung des CEGIL, also quasi auf öf-                                      Erich Schnurrenberger
fentlichem Grund, verschlimmerte die Situa-
tion zusätzlich noch beträchtlich.
    Also war der Wunsch nach dem Bau von
Latrinen zuoberst auf der Prioritätenliste der
Schulleitung und des Elternkomitees. Die El-
tern hatten schon mit dem Bau des Latrinen-
schachtes begonnen. Unsere lokalen Partner
– die Acteurs Réunis (A. R.) –werden wegen
ihrer zupackenden Art und ihrer Zuverläs-
sigkeit vor Ort immer bekannter.
    So kam es auch zum Kontakt mit der
Schulleitung des CEGIL. Vier Kabinen mit
Steh-WCs à la turque waren ursprünglich           Fallgruben (betoniert).                           Stehtoilette à la turque.
vorgesehen; sieben und eine Dusche sind es
geworden – in Rekordzeit errichtet. Am 14.
April 2009 habe ich den Zahlungsauftrag
(7100 Euro) unterschrieben, wohl Ende
April hat die BKB die Zahlung ausgeführt,
am 13. Juni hat die Schlüsselübergabe ans El-
tern-Comité und die Schulleitung stattge-
funden; rechtzeitig vor den Examen für das
brevet d’études das am Ende des 10. Schul-
jahres erworben werden kann.
    Jean-Bosco von den A. R. – unser ein-
satzfreudiger Betreuer des Projektes – be-
richtet von einer sehr glücklichen, aber auch     Latrinen im Bau.                                  Links vorne die Sickergrube (rund, gedeckt).
emotionalen Schar anlässlich der Schlüssel-                                                         Muss von Zeit zu Zeit geleert werden.
                                                    BASAID BULLETIN Oktober 2009             5
                                                                         ASIEN


«Steter Tropfen höhlt den Stein»
                  Kinderspital in Can Tho/Vietnam
          Vietnam




               Can Tho

                                                    Im Frühjahr 2008 waren Simon Rey und ich
                                                    in Vietnam und besuchten dort unsere Pro-
                                                    jekte. Anlässlich dieser Reise haben wir auch
                                                    unser altes Projekt, das Kinderspital in Can
                                                    Tho, aufgesucht, um im Rahmen eines Au-
                                                    dits den Zustand der Laboratorien und der
                                                    Operationssäle zu überprüfen. Alle Labora-
                                                    torien waren in einwandfreiem Zusand, hin-
                                                    gegen fanden wir viele Mängel in und um die
                                                    Operationsräume. Die beobachteten Miss-
                                                    tände wurden der Spitalleitung mitgeteilt
                                                    und Korrekturmassnahmen wurden uns zu-
                                                    gesichert.
                                                        Zu meinem grossen Erstaunen und
                                                    Freude erhielt ich im Frühjahr dieses Jahres
                                                    (1 Jahr später) von einer Schweizer Kran-
                                                    kenschwester, welche seit Jahren dort arbei-
                                                    tet, den nachstehenden Brief, welcher bestä-
                                                    tigt, dass nun alle Mängel die wir gefunden
                                                    hatten behoben wurden. Luciano Pellegrini

      Vorher    Nachher                             Hier der original Wortlaut auf französisch:




      Vorher    Nachher




      Vorher    Nachher
6           BASAID BULLETIN Oktober 2009




                                                                                                                        ASIEN

                             BASAID hilft obdachlosen
                                Tsunami-Opfern
      Am 26.Dezember 2004 ereignete sich im Indischen Ozean ein gewaltiges Seebeben, das als Folge eine
       Flutwelle auslöste. Die Flutwelle riss über 200’000 Menschen in Indonesien, Thailand, Sri Lanka und
                            Indien in den Tod. Abertausende verloren ihr gesamtes Hab und Gut.
    BASAID sammelte im Januar 2005 für die Opfer der Flutkatastrophe und dank Ihrer Spendenbereitschaft
      konnten zahlreiche Projekte zum Wiederaufbau finanziert werden. BASAID kooperiert mit lokalen oder
        spezialisierten Organisationen. In Sri Lanka wurde TSUNAMI HANDAID (www.tsunami-handaid.ch)
    als Partner gewählt. Die Organisation wird geleitet von Sujeewa Fernando, die ursprünglich aus Sri Lanka
          stammt, nun aber schon seit 20 Jahren in der Schweiz wohnt. Frau Fernando hat bis heute über
           50 Häuser für Opfer der Flutkatastrophe in Sri Lanka gebaut, eine bewundernswerte Leistung!



Ein Reisebericht aus Sri Lanka:
Es ist April 2009, eine buntgewürfelte
Gruppe von 9 «Häuserbauern» aus ganz
Europa hat sich auf den Weg nach Sri Lanka
gemacht. Ich habe mich dieses Jahr dem
Freiwilligen-Programm von TSUNAMI
HANDAID angeschlossen, die nun schon
zum 5.Mal ihre Ferien in Sri Lanka verbrin-
gen, um den Häuserbau für Opfer der Tsu-
nami-Katastrophe zu unterstützen. BASAID
hat insgesamt 10 Häuser finanziert (6 Häu-
ser in 2009, 4 in 2008), Grund genug, sich
vor Ort zu überzeugen, dass das Geld zweck-
gerecht verwendet wird.
   Es ist unser erster Arbeitstag, alle warten
gespannt am ersten Morgen vor dem Hotel.
Der Bus, der uns zur Baustelle bringen wird,
biegt um die Ecke... Gut ausgerüstet mit Es-
senspaketen und Wasserflaschen versehen,
machen wir uns wohlgelaunt auf den Weg
ins Landesinnere nach Banderagama, wo            Haus von 2008.
dieses Jahr 17 Häuser für 17 Familien, die
immer noch obdachlos sind, gebaut werden.
Der kleine Bus schüttelt uns eine halbe          werden, wohnen bereits in provisorisch auf-       gearbeitet wird. Einige der zukünftigen
Stunde über staubige und löchrige Strassen,      gebauten kleinen Häuschen auf der Bau-            Hausbewohner helfen uns und wir bilden
vorbei an allem, was sich auf einer Strasse      stelle. Es sieht alles ordentlich aus, die Bau-   eine Kette. Bis zur Mittagspause haben wir
bewegen kann: Fussgänger, Kühe, Hunde,           arbeiter sind fleissig. Allerdings gibt es        ca. 300 (3 – 4kg schwere) Steine 100m wei-
Lastwagen, Dreirad-Fahrzeuge und vielen          praktisch keine Hilfsmittel: Schaufeln und        terbewegt. Motiviert sind alle bei der Arbeit.
Radfahrern. Eine letzte waghalsig enge           1 Schubkarren sind alles, was wir auf der         Die blassen Hilfsarbeiter aus Europa sind alle
Kurve, wir sind mitten im Wald und steigen       Baustelle vorfinden. Alles andere ist Hand-       gut ausgestattet mit schweren Schuhen,
aus: auf einer Lichtung, an einem stei-          arbeit ...                                        Handschuhen und Schirmmützen. Insekten-
len Hang stehen «unsere» 17 TSUNAMI-                Die Sonne brennt unbarmherzig auf uns          mittel und Sonnenmilch verkleben sich all-
HANDAID Häuser, im Rohbau bereits, da            herab und bevor wir überhaupt mit der Ar-         mählich mit Sand und Schweiss auf unserer
lokale Handwerker schon vor 6 Wochen mit         beit angefangen haben, rinnt uns schon der        Haut. Unsere lokalen Helfer haben gröss-
den Bauarbeiten begonnen haben.                  Schweiss: es sind ca. 35 Grad Celcius im          tenteils weder Schuhe noch Mützen. Dafür
   Wir sehen uns vor Ort um, die zukünfti-       Schatten und nahezu 100% Luftfeuchtig-            sind sie um so unermüdlicher in ihrem Ein-
gen Bewohner der neuen Häuser mustern uns        keit. Es geht an die Arbeit: unsere kleine Ar-    satz. Eine Wasserflasche nach der anderen
ebenfalls neugierig. Die meisten der 17 Fa-      beitsgruppe hilft Bausteine den Berg hinauf-      leert sich und endlich ist Mittagspause. Alle
milien, die hier ein neues Zuhause finden        zutransportieren, wo noch weiter am Rohbau        freiwilligen Helfer sind erschöpft, wir sind
                                                                                                BASAID BULLETIN Oktober 2009               7




                  Avissavella

                           Sri Lanka

                                                Sandtransport nach oben.                          Häuser im Rohbau.




Zukünftige Bewohner der 17 Häuser.                                                                Sujeewa Fernando im Gespräch mit
                                                                                                  dem Vorarbeiter.


voller Bewunderung für die «echten» Bauar-      um die absolute Leistung, sondern um die          Die Männer in den Familien, vor der Kata-
beiter, die ununterbrochen weiterarbeiten.      Geste. Die Familien, Bauarbeiter und auch         strophe meist Fischer, müssen sich nun nach
    Die Kinder, die uns morgens noch miss-      lokale Behörden sind beeindruckt, dass die        anderen Erwebsquellen umsehen. Viele ver-
trauisch aus der Ferne beobachtet haben,        Leute aus Europa nicht nur zum Schauen            suchen als Hilfsarbeiter in oft weit entfern-
sind in der Zwischenzeit mitten unter uns.      hierhergekommen sind, sondern handfest            ten Städten ein wenig Geld zu verdienen.
Ihr grösster Spass ist es, unsere Bauhand-      mit anpacken.                                         Wir erleben viel Neues, Spannendes, In-
schuhe anzuziehen und herumzualbern.               Im Verlauf von unserem Aufenthalt besu-        teressantes in den 2 Wochen in Sri Lanka und
Nach der Mittagspause schleppen wir noch        chen wir noch 3 Orte, an denen in 2007 und        alle sind immer wieder beeindruckt von dem
mehr Backsteine, einige bewegen Sandhäu-        2008 von TSUNAMI HANDAID Häuser ge-               unermüdlichen Willen von Sujeewa Fer-
fen von einem Haus zum anderen. Auch an         baut wurden. Alle sind in einem guten Zu-         nando, den Häuserbau voranzutreiben, Hin-
den restlichen Arbeitstagen bleibt unsere       stand und die Familien, die darin wohnen,         dernisse aus dem Weg zu räumen. Jeder kann
Arbeit einfach: Steine schleppen, Boden mit-    begrüssen uns jedesmal sehr herzlich. Es sind     sich davon überzeugen, dass alles genau ge-
tels Hacken nivellieren, Schlitze für Elek-     bescheidene Unterkünfte und die meisten           plant, organisiert, dokumentiert und kon-
troleitungen hämmern. Unser Beitrag am          Räume sind nur spärlich möbliert. Auch            trolliert wird. Hier wird jeder gespendete
Bau der 17 Häuser wird am Ende beschei-         nach 4 Jahren kämpfen die Familien weiter-        Franken sorgsam verwendet !
den sein, aber wie so oft, geht es hier nicht   hin, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.         Andrea Brodbeck (andrea.brodbeck@web.de)
8   BASAID BULLETIN Oktober 2009




AKTION                                            WEIHNACHTSBAZAR

        BASAID-Weihnachtsmarkt 2009
              Unser traditioneller Weihnachtsmarkt findet wie üblich in den Personalrestaurants
                                   im November gemäss folgenden Daten statt.




                                      VERANSTALTUNGSORTE              TERMINE
                                      WST-215   Novartis              Mo + Di    02. + 03. Nov.
                                      WSJ-501                         Mi + Do    04. + 05. Nov.
                                      WSH-2062                        Di               10. Nov.
                                      WMO-312                         Mi               11. Nov.
                                      Werk Nyon La Pagode             Do               12. Nov.
                                      WRO-1005                        Mo + Di    16. + 17. Nov.
                                      WRO-1241 Schoren                Mi + Do    18. + 19. Nov.
                                      WKL-610                         Mo + Di    23. + 24. Nov.
                                      WST-810   Syngenta              Mi + Do    25. + 26. Nov.

                                      ÖFFNUNGSZEITEN                  Jeweils von 11.00 – 13.30 Uhr

                                      Profitieren Sie von unserem vielseitigen Angebot!




                                                                               Wettbewerb am
                                                                               Weihnachtsmarkt
                                                                               Auslösung einer Holzskulptur unseres lang-
                                                                               jährigen Partners und Künstlers in Togo. Nä-
                                                                               heres dazu am Stand des Weihnachtsmarktes.
                                                                                  Alle Teilnehmer nehmen automatisch an
                                                                               der Verlosung einer Holzskulptur teil.
                                                                                                  BASAID BULLETIN Oktober 2009                9



DIVERSES                       FINANZEN, MITGLIEDERZAHL
Finanzen                                         Errata                                             Vielen Dank unserer aufmerksamen Leser-
Liebe Mitglieder, liebe Gönnerinnen und          Leider haben sich in der März-Ausgabe un-          schaft, die uns auf die Spur dieser Fehler ge-
Gönner, wie jedes Jahr ist auch unserer          seres Bulletin (Nr.23) zwei kleinere Druck-        führt hat.
Herbstausgabe 2009 nochmals ein Einzah-          fehler eingeschlichen, wir bitten dies zu ent-         Weiterhin hat sich bei der diesjährigen
lungsschein beigelegt. Dieser ist insbeson-      schuldigen, nachfolgend die Berichtigungen:        GV-Präsentation der Zahlen vom 2008 der
dere für all jene unserer zahlreichen Freunde    • auf der Seite 13 oben muss es nicht «Bud-        Fehlerteufel auf die Seite der Jahresrechnung
und Spender gedacht, die bislang noch keine        get 2007» sondern richtig «Budget 2008»          2008 in die Schlussbilanz geschlichen. Hier
Gelegenheit oder Zeit gefunden haben, den          heissen,                                         nochmals die korrekten Zahlen, wie sie zur
ersten Zahlschein vom April diesen Jahres        • auf der Seite 16 unten muss es bei «IT» un-      Buchprüfung vorlagen und bereits im Bulle-
einzusetzen.                                       ter «Internet, Software, Hardware» nicht         tin Nr. 23 richtig veröffentlicht worden sind:
    Wie Sie sicherlich wissen, werden alle         «2’000.– CHF» sondern richtig nur «1’000.–
Spenden unserer Mitglieder und Gönner von          CHF» heissen.
der Firma Novartis in gleicher Höhe gutge-
schrieben.
    Im Jahr 2008 kamen auf diese Weise be-       Schlussbilanz per 31. Dezember 2008                                             2008 Aktiva
merkenswerte 370’000.– CHF an Spenden-           Postcheck- und Bankguthaben                                                 168’790.72 CHF
aufkommen zusammen, ein wirklich beacht-         Wertschriften                                                             1’461'268.54 CHF
liches Ergebnis, auf das wir alle stolz sein     Eidgenössische Verrechnungssteuer                                             2'224.95 CHF
können!                                          Transitorische Aktiven (= Marchzins 2008)                                    11’724.72 CHF
    An dieser Stelle möchte ich Ihnen persön-    Total Aktiven                                                         CHF 1’644’008.93 CHF
lich gerne einen ganz herzlichen Dank für
jede einzelne Spende aussprechen.
    Mit unserem bisherigen Spendenergebnis       Schlussbilanz per 31. Dezember 2008                                              2008 Passiva
von 109’000.– CHF (bis Oktober) kann un-         Kreditoren                                                                      2’816.95 CHF
sere Arbeit auch im nächsten Jahr kontinu-       Rückstellungen (Tsunami)                                                       90’472.50 CHF
ierlich weitergeführt werden.                    Kapital BASAID                                                                272’299.74 CHF
    Dabei hoffen wir alle natürlich ganz be-     G. Lehmann Fonds                                                            1’205’745.66 CHF
sonders, unser letztjähriges Ergebnis auch       Total Passiven                                                              1’571’334.85 CHF
2009 wieder zu erreichen, und bedanken uns       Minderaufwand per 31.12.2008                                                   72’674.08 CHF
dafür schon jetzt bei all unseren Mitgliedern,                                                                               1'644'008.93 CHF
unseren zahlreichen Gönnerinnen und Gön-
nern und allen, die unsere Arbeit mit BASAID     Auch hier nochmals die Bitte um Entschuldigung für diese Fehler bei der Präsentation der
erst ermöglichen.                                Jahreszahlen 2008.
            Volker Schönfeld, BASAID Kassier                                                                    Volker Schönfeld, BASAID Kassier




                                                  In eigener Sache – Mitgliederbestand

                                                  2666    (Stand 10. Oktober 2008)                  Wir sind froh um jede zusätzliche Mitglied-
                                                  – 35    Austritte (inkl. Todesfälle)              schaft, damit unsere Projekte im üblichen
                                                  – 27    nicht nachvollziehbare Adressen           Umfang umgesetzt werden können.
                                                  + 94    Eintritte anlässlich unserer Bazare          Erfreulicherweise bringt uns jeder Basar
                                                          (dazu 64 Mutationen)                      die entscheidende Anzahl neuer Mitglieder.
                                                                                                       Wir sind aber trotzdem auf die persönli-
                                                  2698 (Stand 10. Februar 2009)                     che Anwerbung durch überzeugte Mitglie-
                                                  – 57 Austritte (Todesfälle und nicht              der angewiesen, um den Stand einigermas-
                                                       nachvollziehbare Adressen )                  sen zu halten.
                                                  + 6 (4 persönliche Kontakte und                      Macht bitte mit und seid motiviert euren
                                                       Internet und 2 nach Beitrag in               Mindestbeitrag wie durch viele Mitglieder
                                                       «Novartis live»)                             angemessen zu erhöhen, dies hilft auch mit,
                                                                                                    unsere Mittel zu erhöhen.
                                                  2647 (Stand 21. Juli 2009)                           Danke
                                                                                                                               Giovanni Bonavia
                                                                                                                         Datenverwalter BASAID
10         BASAID BULLETIN Oktober 2009



FINANZEN                                                                            PROTOKOLL GV


     Protokoll der GV vom 25. April 2009
     Begrüssung (Helga Schmidt)                                          4.   Ziele und Schwerpunkte 2009 (Luciano Pellegrini)
     Die Sitzung beginnt pünktlich um 17.00 Uhr. Erstmals findet              • Unsere neue Kommunikationsplattform muss noch attrakti-
     die GV in neuer Umgebung statt, nämlich in der Basler Mis-                 ver gestaltet und gefüllt werden. Die Zugänglichkeit muss für
     sion, Basel. Helga Schmidt begrüsst alle Anwesenden und be-                alle interessierten Leute erleichtert werden; dies in erster Li-
     dankt sich speziell bei Alex Schulze, bzw. bei Prof. K. Leisinger          nie für die Mitglieder und Sponsoren.
     für den anschliessenden Apéro, den die Novartis-Stiftung über-           • Bulletins, Flyers, Veranstaltungen: die Idee eines eventuellen
     nehmen wird.                                                               Rock-Konzertes im September, um jüngere Leute auf Basaid
           Helga Schmidt bedankt sich auch bei Frau Magdalena                   aufmerksam zu machen, wurde erwähnt.
     Zimmermann für ihre Bereitschaft, uns über die Ursprünge und             • Aufbau eines Archivs.
     die Geschichte der Basler Mission, über das heutige Wirken und           • Courant normal – Aktivitäten
     die Ziele dieser Organisation zu berichten.
                                                                         5.   Budget 2009
1.   Protokoll vom 2. April 2008                                              Wie in den Jahren zuvor, wird das Gesamtbudget vorgestellt.
     Das Protokoll der GV vom 2. April 2008 wird ohne Gegen-                  Einzelheiten des Budgets können dem Bulletin Nr. 23 entnom-
     stimme und ohne Enthaltung von der Versammlung genehmigt.                men werden. Eine Auswahl neuer Projekte wird der Versamm-
                                                                              lung wie folgt präsentiert:
2.   Jahresbericht 2008
     2.1 Courant normal                                                       5.1 AFRIKA
         • Unterstützung und Betreuung der bewilligten Projekte               Erich Schnurrenberger
         • Bearbeitung von Anträgen                                           > Das Dispensaire Anyedi, Togo
         • Rasche Hilfe                                                       Gesundheitsstation. Erste medizinische Anlaufstelle in sehr
         • 2 Bulletins                                                        abgelegener Gegend (Malaria, Magen-Darm-Erkrankungen,
         • Mitgliederversammlung                                              Schlangenbisse, schwierige Geburten).
         • 10 Vorstandssitzungen                                              Lokalbeitrag:                               CHF 10’000.–
         • Weihnachtsbasar.                                                   Beitrag Basaid:                             CHF 25’000.–

     2.2. Erreichte Ziele                                                     > Brunnenbohrung Kakiri, Uganda
          • Neue Internet-Plattform                                           Ziel ist die Wasserversorgung der Bevölkerung.
          • Ausflug und Meeting in Dornhof (neue Fachgruppen)                 Lokaler Beitrag der Kirchgemeinde:              CHF 3’000.–
          • 4 Besuche von Projekten (Audit) in Guatemala, Indien,             Beitrag Basaid:                                CHF 24’000.–
            Togo, Vietnam
          • Stabilisierung der Mitgliederzahl.                                5.2 FERNOST
                                                                              Simon Rey
     2.3 Noch nicht erreichte Ziele                                           > Giao Hoi Phat Giao-Ho Chi Minh, Vietnam
         • Aufbau eines Archivs.                                              Waisenhaus
                                                                              Ziel: Strukturerweiterung.
3.   Finanzen (Volker Schönfeld)                                              Lokalbeitrag:                      Mitarbeit der Bauern
     Tagespräsident: Felix Müller)                                            Beitrag Basaid:                          CHF 20’000.–
     Abnahme der Jahresrechnung
     Bericht der Revisoren                                                    > Maison du Bonheur, Ho Chi Minh, Vietnam
     Entlastung des Vorstandes                                                Waisenhaus
                                                                              Hygienestation, Trinkwasser, Elektro-Installationen.
     Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Mehrertrag von CHF               Lokalbeitrag:                               Freiwillige, Bauer
     72’674.08 ab. Weitere Einzelheiten können dem Bulletin Nr.               Anteil Basaid:                                  CHF 13’000.–
     23 entnommen werden. Bei der Präsentation der Zahlen hat
     sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Die richtigen Zahlen sind        > Association Thean Thor, Batdâmbâng, Kambodscha
     die, welche im Bulletin Nr. 23 gedruckt wurden. Diese Zahlen             Zentrum für AIDS Infizierte
     werden von der Versammlung gutgeheissen und demzufolge                   Ziele: Regenwassersammlung, Medikamente;
     werden auf dieser Basis Erfolgsrechnung, Bilanz und Reviso-              lokaler Partner Thean Thor;
     renbericht ohne Gegenstimme und Enthaltung akzeptiert. Kas-              Anteil Basaid:                           CHF 7’000.–
     sier und Revisoren sind damit entlastet.
                                                                                               BASAID BULLETIN Oktober 2009               11



     5.3 SUBKONTINENT                                                         • Mike Brändle – arbeitet bei Peter Häfliger und ist für den tech-
     Wayne Craig                                                                nischen Teil des Internets zuständig,
     > Bodenverbesserung von Land, Havargao, Indien                           • Rena Snoy – ist neu in der Gruppe Subkontinent,
     Verbesserung der landwirtschaftlichen                                    • Peter Wachtl – übernimmt die Angelegenheit Dankesbriefe.
     Existenz von 1000 Personen.
     Lokaler Partner ITWDP                                                    Alle werden herzlich von Helga Schmidt willkommen geheis-
     Anteil Basaid:                           CHF 10’000.–                    sen und mit einer Rose beschenkt.

     > Projekt für Einkommensverbesserung – gemeinsames                  7.   Wahl des Vorstandes
     Projekt mit langjährigem Partner RCFC in Calcutta                        Alle bisherigen und neuen Leute werden ohne Gegenstimme
     Nutzung freier Kapazitäten zur Herstellung                               und ohne Enthaltung von der Versammlung gewählt.
     von Prothesen und Verkauf derselben.
     Begünstigte: 40 behinderte Kinder.                                  8.   Referat
     Anteil Basaid:                             CHF 15’000.–                  Helga Schmidt stellt kurz Frau Magdalena Zimmermann, un-
                                                                              sere diesjährige Referentin, vor und bedankt sich bei ihr für ihre
     > Brückenbau in Tibet                                                    Bereitschaft, uns einen Einblick in die Entstehungsgeschichte
     zur Verbindung mit 3 Dörfern, bzw.                                       der Basler Mission zu geben. Magdalena Zimmermann ist
     350 Personen und 3750 Tieren.                                            Theologin und steht bereits seit 12 Jahren im Dienste der Bas-
     Lokaler Partner: Kloster + viel freiwillige                              ler Mission. Sie erzählt uns, dass «Mission» und «Chemie»
     Arbeit und Bezahlung des Projetleiters                                   nicht so gegensätzlich sind, wie man das a priori geneigt ist zu
     Anteil Basaid:                                   CHF 30’000.–            glauben. Die Familien Sarrasin und Merian haben allerhand
                                                                              dazu beigetragen, dass diese Institution entstehen konnte. Über
     5.4 LATEINAMERIKA                                                        deren Motivation allerdings weiss man nichts Genaues, aber
     Pablo Junquera                                                           möglicherweise hat das viele Geld des «Daigs» für ein schlech-
     > La Dorada, Kolumbien                                                   tes Gewissen gesorgt und letztendlich zu dieser grosszügigen
     Projekt für die Friedenserziehung, bzw. Erziehung                        Geste geführt.
     um die Gewalt zu durchbrechen.                                                 Hiernach noch einige Daten: 1815; Gründungsjahr. Erste
     Gemeinsames Projekt mit lokalem Partner Apoyar.                          Feldarbeiten im Kaukasus (1. Station); dann folgten Ghana,
     Einmaliger Beitrag von Basaid von              CHF 26’000.–              Südindien, China, Kamerun Indien, Westafrika.
                                                                                    Am Anfang entsandte die Basler Mission nur Männer (Zö-
     > Landmaschinenzentrum, Cañete, Piura, Peru                              libatsverpflichtung) nach Übersee. Bald stellte sich heraus, dass
     Ausbildung von Kleinbauern und Zugang zu land-                           die Missionare mit ihrem Gedankengut die einheimischen
     wirtschaftlichen Maschinen. Lokaler Partner PROSIP.                      Frauen nur schlecht erreichen konnten. Daraufhin wurden
     Anteil Basaid verteilt auf 2 Jahre:           USD 34’000.–               Frauen in Basel zugelassen, die in die entlegenen Gebiete reis-
     Zahlungen USD 16’000.– (2009) und USD 18’000.– (2010).                   ten. Sie mussten sich verpflichten einen Missionar zu heiraten,
                                                                              ehe sie für ihre kommende Arbeit ausgebildet wurden. Oft
     > Centro de Mujeres, Medio Piura, Peru                                   kannten sie den Mann gar nicht, bis sie an ihrem Zielort ange-
     Bildungszentrum für ca. 500 Frauen –                                     kommen waren.
     Alphabetisierung, Gesundheitserziehung, Kochen, usw.                           Um 1950 wurde die missionarische Tätigkeit in Basel ein-
     Lokaler Partner: Uni in Piura.                                           gestellt. Es folgte eine Partnerschaft zu den Partnerkirchen vor
     Anteil Basaid: zahlbar in 2 Tranchen         USD 36’750.–                Ort. Das in Basel vorhandene Knowhow steht allen zur Verfü-
     USD 20’000.– (2009) und Rest 2010.                                       gung. Basel ist nach wie vor die Wiege der Organisationen und
                                                                              sieht sich als deren Mutter.
     Das Budget 2009 in seiner Gesamtheit wird mit einer Gegen-
     stimme von der Versammlung angenommen.                                   Der Vortrag von Frau Zimmermann war kurzweilig, bereichert
                                                                              mit viel Wissen und Geschichte und gespickt mit Anekdoten.
6.   Mutationen (Helga Schmidt)                                               Am Schluss wurde noch ein Film vorgeführt, in welchem viele
     Es gab folgende Austritte während des Jahres 2008:                       Mitarbeiter zu Worte kamen.
     • Pierre Petitjean – hat während vieler Jahre den Sektor IT be-
       treut.                                                            9.   Schluss
     • Nicole Wöhr – hat in den letzten Jahren das Bulletin redigiert.        Die GV endet gegen 19 Uhr. Der anschliessende Apéro findet
     Beiden dankt Helga Schmidt herzlich für ihr Engagement.                  wie in den Jahren zuvor statt. Er wird auch in diesem Jahr von
     Leider sind beide Personen abwesend. Eine kleine Aufmerk-                der Novartis-Stiftung für Nachhaltige Entwicklung angeboten.
     samkeit wird ihnen zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.               Vielen Dank nochmals an dieser Stelle.

     Neu zum Vorstand hinzugekommen ist                                  Geschäftsjahr: 2008
     • Wayne Craig – von der Gruppe Subkontinent                         Teilnehmer: 48 Anwesende
                                                                         Entschuldigt: 0 Personen
     Neu für diverse Arbeitsgruppen konnten gewonnen                     Tagespräsident: Felix Müller
     werden:                                                             (ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung gewählt)
     • Stella Fiori – Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bulletin,         Verteiler: Vereinsmitglieder, Novartis Stiftung, Syngenta Stiftung
12       BASAID BULLETIN Oktober 2009




 Beitrittserklärung – Bulletin d’Adhésion –
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posted:3/17/2011
language:German
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