Deliktmerkmale und Strafzumessung bei einem Vergewaltigungsdelikt by sanmelody

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									Deliktmerkmale und Strafzumessung bei einem Vergewaltigungsdelikt:
Vergleich einer Fragebogenstudie mit einer Conjoint-Analyse
Michaela Brocke, Judith Bus, Heinz Holling & Wolfgang Bilsky
Psychologisches Institut IV der Universität Münster

Im vorliegenden Beitrag werden zwei Studien zum Einfluß von Merkmalen des Opfers sowie der Täter-Opfer-
Beziehung auf die Strafzumessung bei einem Vergewaltigungsdelikt dargestellt. Der ersten Studie liegt ein
'between-subjects-Design' zugrunde, das zur Untersuchung von Fragestellungen wie der vorliegenden
üblicherweise zum Einsatz kommt. In der zweiten Studie wurde die adaptive Conjoint-Analyse eingesetzt, die
eine Untersuchung der Fragestellung mittels eines 'within-subjects-Designs' ermöglicht. Während bei der
Untersuchung mit 'between-subjects-Design' der empirisch gesicherte Einfluß von zwei Deliktmerkmalen auf die
Strafzumessung nicht nachgewiesen werden kann, bestätigen die Ergebnisse der Conjoint-Analyse die bereits
vorliegenden Befunde. Durch das der Conjoint-Analyse zugrundeliegende 'within-subjects-Design' kann darüber
hinaus gezeigt werden, daß jedem der drei Merkmale intraindividuell ein unterschiedlich hohes Gewicht bei der
Strafzumessung zukommt und interindividuelle Unterschiede im Strafzumessungsverhalten bestehen.


1       Einleitung

Zahlreiche Studien haben sich in der Vergangenheit mit der Verantwortungszuschreibung und
der Strafzumessung nach Vergewaltigungen auseinandergesetzt (vgl. Krahé, 1985, 1991).
Verschiedentlich wurde dabei die Wirkung potentiell relevanter Variablen auf die
Einschätzung von Opfer und Täter analysiert. Berücksichtigt wurden in diesem
Zusammenhang neben Täter- und Opfermerkmalen auch die Täter-Opfer-Beziehung sowie
Beurteilermerkmale. Die Befunde erwiesen sich allerdings nur zum Teil als konsistent; dies
gilt insbesondere für den Einfluß der Täter-Opfer-Beziehung auf die Strafzumessung und die
Verantwortungszuschreibung (z.B. Bolt & Caswell, 1981; Bridges, 1993; Krulewitz, 1982;
Smith, Keating, Hester & Mitchell, 1976; Szymanski, Devlin, Chrisler & Vyse, 1993).
Unüberprüft blieb bisher, ob und in welche Richtung sich im Falle einer früheren
Partnerschaft die Information, von welchem Partner die Trennung ausging, auf das
Sanktionsverhalten auswirkt.
Zur Prüfung dieser und anderer offener Fragen wurde von Bus (2001) eine Fragebogenstudie
mit juristischen Laien zum Einfluß von Täter-Opfer-Beziehung und Opfervariablen auf die
Strafhärte bei einem Vergewaltigungsdelikt durchgeführt. In dieser Untersuchung hatten die
Probanden die Aufgabe, aus mehreren Sanktionsalternativen diejenige auszuwählen, die aus
ihrer Sicht einer im Rahmen eines 'between-subjects-Design' systematisch variierten
Deliktbeschreibung (Vignette) angemessen erschien. In einer zweiten Studie wurde die
Wirksamkeit der betreffenden Treatmentvariablen erneut, in diesem Fall jedoch im Rahmen
eines 'within-subjects-Design' untersucht. Realisiert wurde diese zweite Untersuchung mittels
einer Conjoint-Analyse (Green & Srinivasan, 1978). Ziel dieses explorativen
Methodenvergleichs war es, Aufschluß über die Einsetzbarkeit conjoint-analytischer
Verfahren im Rahmen des hier interessierenden Forschungskontextes zu gewinnen.
Nachfolgend werden das Design und die Realisierung beider Studien erläutert und die
Ergebnisse einander gegenübergestellt. Da der Einsatz von Conjoint-Analysen in diesem
Forschungskontext unüblich ist, wird das methodische Vorgehen in der zweiten Studie
entsprechend ausführlicher dargestellt.
2       Methode

Sowohl die Fragebogenstudie als auch die Conjoint-Analyse basieren auf einem 223-
faktoriellen Design. Als unabhängige Variablen fungierten jeweils zwei Opfervariablen,
'Alkoholisierung' und 'Verhalten des Opfers' (beide zweigestuft), sowie die Variable 'Täter-
Opfer-Beziehung' (dreigestuft). Durch Kombination der in Tabelle 1 zusammengefaßten
Fallmerkmale ergaben sich insgesamt 12 verschiedene Fallkonstellationen, die den Probanden
in Form von Vignetten vorgegeben wurden. Eine von ihnen ist nachfolgend in der in Studie 1
verwendeten Form zur Veranschaulichung wiedergegeben.

      Frau T., eine 28–jährige Frau, hat auf einer Geburtstagsfeier ihrer Freundin zufällig
      ihren ehemaligen Lebensgefährten getroffen. Frau T. hat sich von diesem vor 4
      Monaten getrennt. Da Frau T. sich ziemlich beschwipst fühlt, wird sie nach der
      Geburtstagsfeier von ihrem ehemaligen Lebensgefährten zu Fuß nach Hause gebracht.
      Vor ihrer Tür erbittet er Zutritt in ihre Wohnung, um sich ein Taxi zu rufen. In ihrem
      Wohnzimmer beginnt er, sie zu küssen. Als Frau T. versucht, dies zu verhindern, greift
      er ihren Arm, um sie wieder zu küssen. Frau T. schreit und versucht ihn von sich zu
      schubsen, aber er stößt sie auf die Couch und vergewaltigt sie.

Tabelle 1: Untersuchte Faktoren / Fallmerkmale und ihre jeweiligen Ausprägungen
Faktor / Merkmal                  Ausprägungen
Verhalten des Opfers              sie bittet ihn in ihre Wohnung
                                  (provozierendes Verhalten)
                                  er erbittet sich unter einem Vorwand Zutritt zu ihrer Wohnung
                                  (kein provozierendes Verhalten)
Alkoholisierung                   das Opfer ist beschwipst
                                  das Opfer hat keinen Alkohol getrunken
Täter-Opfer-Beziehung             Täter und Opfer sind flüchtig miteinander bekannt
                                  Täter und Opfer waren ein Paar, er hat sich von ihr getrennt
                                  Täter und Opfer waren ein Paar, sie hat sich von ihm getrennt

Abhängige Variable war die je individuelle Strafzumessung. Nach dem Lesen der jeweiligen
Deliktbeschreibung bestand die Aufgabe des Probanden darin, in standardisierter Form auf
die geschilderte Straftat zu reagieren.
Neben den genannten Variablen wurden in beiden Studien mehrere Beurteilermerkmale
erfaßt, die im Rahmen der Fragebogenstudie (Studie 1) als Kovariablen zur Kontrolle der
nicht auf die experimentellen Variablen zurückzuführenden Varianz zwischen den Probanden
dienten. Hierbei handelte es sich um folgende Variablen:

- allgemeine Strafhärtetendenz, gemessen mit der Skala zur Erfassung der
Strafhärteeinstellung von Bilsky, Mecklenburg und Wetzels (1993);
- Akzeptanz von Vergewaltigungsmythen, erfaßt mit einer Kurzform der Illinois Rape Myth
Acceptance Scale (IRMA-SF) von Payne, Lonsway und Fitzgerald (1999; Übersetzung von
Bus, 2001);
- Opfer- und Täterempathie, erfaßt mit einer gekürzten und modifizierten Form der Rape
Empathy Scale (Deitz, Thiemann Blackwell, Daley & Bentley, 1982; vgl. Bus, 2001);
- direkte oder indirekte Opfererfahrung (ein Item).
Darüber hinaus wurde das Geschlecht der Probanden als weitere zu kontrollierende Variable
berücksichtigt. Nachfolgend werden die beiden Studien im Hinblick auf die untersuchten
Stichproben, das methodische Vorgehen sowie die Datenauswertung näher erläutert.

2.1   Fragebogenstudie (Studie 1)

Versuchspersonen
An Studie 1 nahmen insgesamt 333 Studenten (200 Frauen und 133 Männer) im Alter von 19
bis 61 Jahren (xmed=24) teil. Von den befragten Personen gaben 63% an, nie zuvor, 22%
einmal und 15% mehrmals selbst oder indirekt über nahestehende Personen sexuelle Gewalt
erfahren zu haben.

Methodisches Vorgehen
Die Datenerhebung fand mittels eines schriftlich zu bearbeitenden dreiteiligen Fragebogens
statt. Zunächst wurde jedem Probanden nach dem Zufallsprinzip eine der zwölf Vignetten
(Fallkonstellationen) zur Beurteilung zugewiesen. Die vorzunehmende Beurteilung wurde in
einer gleichzeitig vorgelegten Instruktion erläutert. Sie bestand in einer dichotomen
Entscheidung über die Verhängung einer Freiheitsstrafe ("keine Freiheitsstrafe" versus
"Freiheitsstrafe") und, im Falle einer Freiheitsstrafe, der Bestimmung eines als angemessen
erachteten Strafmaßes anhand einer 16-stufigen Skala ('ein halbes Jahr', 'ein Jahr', ..., jeweils
im Jahresabstand zunehmend). Diese Strafhärteskalierung war in Anlehnung an eine
entsprechende Aktenanalyse von Gregor (1987) gewählt worden (vgl. Bus, 2001). Im
Anschluß an die Deliktbeurteilung wurden im zweiten Teil der Befragung die zuvor
genannten Beurteilermerkmale (Kovariablen), im dritten abschließend einige demographische
Angaben zur Person erfaßt.

Datenauswertung
Die Prüfung der Treatmenteffekte erfolgte in einem ersten Schritt durch eine univariate
Varianzanalyse mit den Fallmerkmalen als unabhängige Variablen und der zugemessenen
Strafe als abhängige Variable. In einem zweiten Schritt wurde darauf aufbauend analysiert, ob
durch zusätzliche Berücksichtigung der Beurteilermerkmale im Rahmen einer
Kovarianzanalyse eine bessere Absicherung der Treatmenteffekte möglich ist.

2.2   Conjoint-Analyse (Studie 2)

Versuchspersonen
An Studie 2 nahmen 75 Studenten (62 Frauen und 13 Männer) im Alter von 19 bis 44 Jahren
(xmed = 20) teil. Der Anteil derjenigen Personen, die sexuelle Gewalt zuvor direkt oder
indirekt erfahren hatten, ist demjenigen in Studie 1 vergleichbar: 69% hatten nie, 18% einmal
und 12 % mehrmals entsprechende Erfahrungen gemacht.

Methodisches Vorgehen
Die Strafhärtemessung und die Erfassung der Beurteilermerkmale erfolgte in
computergestützter Form. Da auf letztere an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird,
beschränkt sich die folgende Darstellung auf zentrale Aspekte der mittels Conjoint-Analyse
durchgeführten Strafhärtemessung.
Den Probanden wurde zunächst die Untersuchungsthematik sowie die Bearbeitung der im
Rahmen der Conjoint-Analyse vorgegebenen Aufgaben (Deliktbeschreibungen) mündlich
erläutert. Da in der Conjoint-Analyse im Vergleich zur Studie mit between-subjects-Design
allein die Merkmalsausprägungen für die Delikte dargeboten werden, wurde den Probanden in
der mündlichen Instruktion als Rahmen zur Einbettung der dargebotenen
Merkmalsausprägungen die Rahmenhandlung der ersten Studie genannt. Die Vorgabe der
jeweiligen Fallinformationen und die Erfassung der auf sie bezogenen Strafe erfolgte
anschließend computerunterstützt unter Verwendung des Programms Alasca von Holling,
Jütting und Großmann (2000). Hierbei hatten die Probanden nach einer
Rangordnungsaufgabe, die ausschließlich dem Vertrautwerden mit den untersuchten
Merkmalsausprägungen diente, 25 Paarvergleichsaufgaben sowie acht
Objektsbeurteilungsaufgaben zu bearbeiten. Vor der Bearbeitung der Aufgaben wurde den
Probanden während der Datenerhebung ein weiteres Mal die zuvor in mündlicher Form
gegebene Instruktion erneut in schriftlicher Form dargeboten.
Bei jedem Paarvergleich wurden den Probanden zwei Varianten des Vergewaltigungsdeliktes
vorgegeben, die sich im Hinblick auf die in Tabelle 1 zusammengefaßten Merkmale
unterschieden. Die Aufgabe der Probanden bestand darin, auf einer 7-stufigen Ratingskala
anzugeben, welche der beiden Varianten härter zu bestrafen ist (s. Abbildung 1). Um aus den
abgegebenen Urteilen der Personen auf den Einfluß der präsentierten Merkmale auf die
Strafentscheidung schließen zu können, wurden die Probanden darauf hingewiesen, daß sich
die präsentierten Delikte allein in den beschriebenen Merkmalsausprägungen unterscheiden.




                  Abbildung 1: Beispiel einer Paarvergleichsaufgabe in Alasca

Die Delikt-Paare waren zunächst anhand von zwei (10 Aufgaben), anschließend anhand von
drei Merkmalen (15 Aufgaben) zu vergleichen. Die Vorgabe des nächsten Delikt-Paares
erfolgte in Abhängigkeit von den zuvor abgegebenen Urteilen des Probanden. Bei dieser
Form der adaptiven Conjoint-Analyse ist sichergestellt, daß der jeweils nächste Vergleich die
größtmögliche Information zur Schätzung des Einflusses der Merkmalsausprägungen auf die
Strafzumessung liefert. Konkret bedeutet dies, daß nach jeder bearbeiteten Aufgabe eine neue
Schätzung der Ergebnisparameter vorgenommen wird.
Im letzten Teil der Conjoint-Analyse wurden den Probanden in adaptiver Sequenz acht
Objektbeurteilungsaufgaben vorgelegt (s. Abbildung 2). Dabei wurde jeweils ein Delikt
mittels der untersuchten Merkmalsausprägungen beschrieben. Die Probanden gaben auf einer
9-stufigen Skala an, wie hoch der Täter bestraft werden sollte. Die Pole der Skala wurden in
Anlehnung an Studie 1 in den mündlichen Instruktionen mit einer unteren Grenze von einem
halben Jahr und einer oberen Grenze von 15 Jahren Freiheitsstrafe verankert.
               Abbildung 2: Beispiel einer Objektbeurteilungsaufgabe in Alasca


Datenauswertung
Die Conjoint-Analyse ermittelt vorrangig zwei Arten von Ergebnisparametern, die den
Einfluß der variierten unabhängigen Variablen auf die abhängige Variable beschreiben.
Hierbei handelt es sich um sogenannte 'Teilnutzenwerte' der untersuchten
Merkmalsausprägungen (Faktorstufen) und um 'Wichtigkeiten' der Merkmale (Faktoren).
Die Teilnutzenwerte werden nachfolgend als Strafwerte interpretiert, da sie indizieren, ob und
in welchem Ausmaß der jeweiligen Merkmalsausprägung eine strafverschärfende Wirkung
beigemessen wird. Die Wichtigkeiten geben an, welchen Einfluß dem jeweiligen Merkmal
insgesamt bei einer Strafzumessung zukommt. Beide werden wie folgt bestimmt.
Aus den Urteilen eines Probanden, d.h. den insgesamt 33 Antworten aus den Paarvergleichen
und Objektbeurteilungen, werden zunächst mittels linearer Regression Beta-Gewichte der
Merkmalsausprägungen der beurteilten Objekte (hier: der Deliktvarianten) ermittelt; diese
entsprechen den Teilnutzenwerten (hier: den Straf- bzw. Einflußwerten), die den
Merkmalsausprägungen zukommen. Das Verfahren erfordert, daß sich der
'Gesamtnutzenwert' eines Objektes additiv aus den Teilnutzenwerten der einzelnen
Merkmalsausprägungen zusammensetzt (vgl. Jungermann, Pfister & Fischer, 1998; s. aber
Abelson & Levi, 1985) und sich die Merkmalsausprägungen nicht gegenseitig beeinflussen,
d.h. unabhängig voneinander sind. Die Wichtigkeiten der Merkmale sind dann für jedes
Merkmal durch die Spanne der Teilnutzenwerte seiner Ausprägungen zu ermitteln, d.h. der
niedrigste Teilnutzenwert der Merkmalsausprägung wird vom höchsten subtrahiert.
Teilnutzenwerte der Merkmalsausprägungen und Wichtigkeiten werden bei der Conjoint-
Analyse auf individueller Ebene ermittelt. Zur anschließenden Aggregation der individuellen
Beta-Gewichte wird eine Normierung der Teilnutzenwerte vorgenommen, die eine
interindividuelle Vergleichbarkeit herstellt. Dabei wird der Merkmalsausprägung mit dem
höchsten Beta-Gewicht ein Wert von 100 zugewiesen, die Ausprägungen jedes Merkmals mit
dem geringsten Beta-Gewicht wird auf Null gesetzt (s. Backhaus, Erichson, Plinkel &
Weiber, 2000). Alle übrigen Ausprägungen werden entsprechend normiert.
In der vorliegenden Untersuchung bezog sich die Auswertung der Daten somit zunächst auf
die Ermittlung der Strafwerte (Teilnutzenwerte) der Merkmalsausprägungen und
Wichtigkeiten der Merkmale (Alkoholisierung, Verhalten des Opfers und Täter-Opfer-
Beziehung) auf Stichprobenebene. Beide wurden anhand der Antworten aus den
Paarvergleichen sowie Objektbeurteilungen ermittelt. Zuvor wurde dazu in einem ersten
Schritt durch ein Regressionsmodell mit Interaktionstermen geprüft, ob die Annahme der
Unabhängigkeit der Ausprägungen zutrifft.
Durch die Aggregation der Strafwerte können allerdings Unterschiede in den Relationen der
Strafwerte zwischen Personen bzw. Personengruppen unentdeckt bleiben (s. Schubert, 1991).
Mißt beispielsweise eine Probandengruppe der Merkmalsausprägung 'das Opfer ist
alkoholisiert' einen höheren Strafwert zu als der Ausprägung 'das Opfer hat keinen Alkohol
getrunken' und liegt bei einer zweiten Gruppe von Probanden kein Unterschied zwischen den
Strafwerten dieser Merkmalsausprägungen vor, so würde das Strafwerte-Profil der zweiten
Gruppe durch die Aggregation der Strafwerte 'verloren gehen'. Daher wurde in einem zweiten
Schritt eine hierarchische Clusteranalyse (Ward-Verfahren; quadrierte euklidische Distanz)
auf Basis der individuellen, normierten Strafwerte (Teilnutzenwerte) durchgeführt, um
Personengruppen zu identifizieren, die durch unterschiedliche Gewichtungen der
Merkmalsausprägungen der beurteilten Deliktvarianten gekennzeichnet sind (vgl. Backhaus et
al., 2000).


3     Ergebnisse

3.1    Ergebnisse der Fragebogenstudie (Studie 1)

Die im Rahmen der konventionellen Fragebogenstudie erhobenen Daten wurden in einem
ersten Schritt einer dreifaktoriellen Varianzanalyse mit dem Strafmaß als abhängige Variable
und den beiden Opfervariablen sowie der Täter-Opfer-Beziehung als unabhängigen Variablen
unterzogen. Keines der drei Deliktmerkmale leistete einen signifikanten Beitrag zur
Vorhersage des Strafmaßes (vgl. Tabelle 2). In einem erweiterten Modell mit Zwei- und
Dreifach-Interaktionen der unabhängigen Variablen ließen sich ebenfalls keine signifikanten
Haupt- und Interaktionseffekte nachweisen.
In einem zweiten Analyseschritt wurden die Beurteilermerkmale zusätzlich als Kovariablen
berücksichtigt. Die Ergebnisse der entsprechenden mehrfaktoriellen Kovarianzanalyse sind in
Tabelle 3 wiedergegeben; wie ersichtlich, konnte in diesem Fall ein signifikanter Einfluß der
Täter-Opfer-Beziehung nachgewiesen werden (R2 = 0.18, adjustiertes R2 = 0.15).
Tabelle 2: Ergebnisse der univariaten Varianzanalyse mit den Deliktmerkmalen
Quelle                     Quadratsumme               df           Mittel der           F      p
                                                                   Quadrate
Korrigiertes Modell                      85.99             4              21.49         1.28       0.31
Konstanter Term                     11310.84               1          11310.84        635.60       0.00
Alkoholisierung                           4.78             1                   4.78     0.27       0.61
Täter-Opfer-Beziehung                    80.54             2              40.27         2.26       0.11
Verhalten des Opfers                      0.39             1                   0.39     0.02       0.88
Fehler                                5712.35           321               17.79
Gesamt                              17071.00            326

Da die Täter-Opfer-Beziehung dreifach gestuft vorliegt, wurden als a-posteriori Vergleiche
zwischen den Merkmalsausprägungen Helmert-Kontraste berechnet, um zu prüfen, ob sich
die einzelnen Merkmalsausprägungen signifikant voneinander unterscheiden. Bei Helmert-
Konstrasten wird die Auswirkung einer jeden Merkmalsausprägung mit der mittleren
Auswirkung aller folgenden Ausprägungen verglichen. Hier zeigte sich ein signifikanter
(p=0.02) Unterschied in der Strafzumessung zwischen der Alternative 'flüchtig bekannt' und
den beiden anderen Merkmalsausprägungen, die auf eine frühere Partnerschaft von Täter und
Opfer hinweisen. Die Information, von welcher Seite die Beendigung der Partnerschaft
ausging, führte nach den Ergebnissen des Helmert-Kontrastes zu keinem signifikanten
Unterschied in der Strafzumessung.

Tabelle 3: Ergebnisse der Kovarianzanalyse mit den Delikt- und Beurteilermerkmalen
Quelle                        Quadratsumme                      df       Mittel der   F          p
                                                                         Quadrate
Korrigiertes Modell                         1047.26              11          95.21        6.29       0.00
Konstanter Term                                36.52                 1       36.52        2.41       0.12
Alkoholisierung                                24.83                 1       24.83        1.64       0.20
Täter-Opfer-Beziehung                          95.68                 2       47.84        3.16       0.04
Verhalten des Opfers                             1.29                1         1.29       0.09       0.77
Geschlecht                                     44.39                 1       44.39        2.93       0.09
Opfererfahrung                                175.43                 2       87.72        5.79       0.00
Opferempathie                                  52.56                 1       52.56        3.47       0.06
Täterempathie                                    2.02                1         2.02       0.13       0.72
Mythenakzeptanz                               328.23                 1      328.23    21.69          0.00
Strafhärteeinstellung                         194.91                 1      194.91    12.88          0.00
Fehler                                      4751.07             314          15.13
Gesamt                                     17071.00             326

Insgesamt zeigte sich in der Fragebogenstudie somit allein ein signifikanter Unterschied in
der Strafzumessung zwischen zwei Ausprägungen der Variable 'Täter-Opfer-Beziehung'. Die
Variablen 'Alkoholisierung' und 'Verhalten des Opfers' wiesen entgegen bisherigen
Forschungsbefunden (z.B. Best & Demmin, 1982; Schuller & Wall, 1998; Schult &
Schneider, 1991; Workman & Freeburg, 1999) keinen Einfluß auf das von den Probanden
präferierte Strafmaß auf.

3.2   Ergebnisse der Conjoint-Analyse (Studie 2)

Im ersten Auswertungsschritt der Conjoint-Studie wurde die Unabhängigkeit der
Deliktmerkmale über eine lineare Regression der Urteile der Probanden geprüft. Während in
diesem Gesamtmodell jede der unabhängigen Variablen einen signifikanten Beitrag zur
Vorhersage der Antwort der Probanden leistete, ergab sich kein signifikanter Beitrag der
Interaktionen zwischen den unabhängigen Variablen. Die Unabhängigkeit der Merkmale ist
insofern gegeben (s. Tabelle 4).
Tabelle 4: Ergebnisse der linearen Regression (effektkodierte Deliktmerkmale)
unabhängige Variablen                                               B       SF    Beta         t          p
provokatives Verhalten (Verhalten des Opfers 1)                  -0.66 0.02       -0.50 -28.72 0.00
Alkoholisierung (Alkoholisierung 1)                              0.10     0.02    0.08       4.41 0.00
flüchtig bekannt (Täter-Opfer-Beziehung 1)                       0.26     0.04    0.15       7.32 0.00
Paar, Täter hat sich getrennt (Täter-Opfer-Beziehung 2) -0.22 0.04                -0.13      -6.04 0.00
Alkoholisierung 1 x Täter-Opfer-Beziehung 1                      0.02     0.02    0.02       0.83 0.41
Alkoholisierung 1 x Täter-Opfer-Beziehung 2                      -0.02 0.02       -0.01      -0.70 0.48
Verhalten des Opfers 1 x Alkoholisierung 1                       0.01     0.01    0.02       0.94 0.35
Verhalten des Opfers 1 x Täter-Opfer-Beziehung 1                 -0.01 0.02       -0.01      -0.33 0.74
Verhalten des Opfers 1 x Täter-Opfer-Beziehung 2                 -0.03 0.02       -0.03      -1.49 0.14
Anmerkung: B=nicht standardisierte Koeffizienten, Beta=standardisierte Koeffizienten, SF=Standardfehler

Nach Normierung der durch Regressionen ermittelten individuellen Strafwerte ergaben sich
die in Abbildung 3 wiedergegebenen mittleren Strafwerte für die untersuchten
Merkmalsausprägungen. Die graphische Darstellung der mittleren Strafwerte zeigt, daß die
einzelnen Deliktmerkmale einen unterschiedlichen Einfluß auf die Strafzumessung ausüben.



     p iV
     ra e
     oea
     vs l
      o rn
      k h
      tv t
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Abbildung 3: Einflußgewichte der Deliktmerkmalsausprägungen bei der Strafzumessung


Auf aggregierter Ebene kommt dabei dem Verhalten des Opfers der höchste Einfluß auf die
Strafzumessung zu: Liegt 'kein provokatives Verhalten' des Opfers vor, so fällt das Strafmaß
für den Täter höher aus. Der zweithöchste mittlere Strafwert wurde für die
Merkmalsausprägung 'Täter und Opfer sind flüchtig bekannt' ermittelt; demzufolge wird in
entsprechenden Fällen ein höheres Strafmaß gewählt als bei Delikten, bei denen von einem
hohen Maß an Vertrautheit zwischen Täter und Opfer auszugehen ist. Der Unterschied
zwischen den entsprechenden Strafwerten des Merkmals 'Alkoholisierung' schließlich fällt
relativ gering aus; hier weisen die Ergebnisse darauf hin, daß auf aggregierter Ebene bei
Vorliegen einer Alkoholisierung des Opfers eine leicht höhere Strafe gewählt wird.
In Abbildung 4 sind die Wichtigkeiten der drei Faktoren (Merkmale) dargestellt, die sich
durch die Spanne ihrer Ausprägungen ergeben; bei dieser Darstellung wurde dem Merkmal
mit dem höchsten Einflußgewicht der Wert 100 zugeordnet. Hier zeigt sich auf andere Weise,
daß dem Merkmal Alkoholisierung die geringste, dem Verhalten des Opfers demgegenüber
die größte Bedeutung bei der Strafzumessung zukommt.



     Verhalten des Opfers


     Alkoholisierung


     Täter-Opfer-Beziehung

                             0           20           40           60       80   100

                                                    Wichtigkeiten (0-100)


Abbildung 4: Wichtigkeiten der Deliktmerkmale bei der Strafzumessung


Die mit den individuellen normierten Strafwerten durchgeführte hierarchische Clusteranalyse
legte eine Vier-Cluster-Lösung nahe. In Abbildung 5 sind für jedes der vier Cluster die
mittleren Strafwerte der Merkmalsausprägungen als Profile darstellt. Die Profile
charakterisieren Probandengruppen, die sich in der Gewichtung der Merkmalsausprägungen
unterscheiden.
Allen Probandengruppen ist gemeinsam, daß sie im Hinblick auf das Verhalten des Opfers der
Merkmalsausprägung 'kein provokatives Verhalten' einen höheren Strafwert, d.h.
strafverschärfende Bedeutung beimessen.
Bezüglich des Merkmals Alkoholisierung lassen sich die vier Cluster in zwei Gruppen
aufteilen. Die Probanden des Clusters 1 (n=15) und Clusters 3 (n=12) messen der
Merkmalsausprägung 'das Opfer ist alkoholisiert' einen höheren Strafwert zu, die Cluster 2
(n=29) und Cluster 4 (n=19) demgegenüber der Merkmalsausprägung 'das Opfer hat keinen
Alkohol getrunken'.
Beide Gruppen von Clustern unterscheiden sich intern schließlich in der Gewichtung der
Merkmalsausprägungen der Täter-Opfer-Beziehung: Hier weist jedes der vier ermittelten
Cluster eine unterschiedliche Konstellation der Strafwerte auf (s. Abbildung 5).
Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Clusteranalyse, daß die einzelnen Deliktmerkmale bei
der Zumessung einer Strafe von verschiedenen Personen unterschiedlich gewichtet werden.
Die Analyse von interindividuellen Unterschieden bzw. die Aufdeckung von „typischen“
Profilen von Subgruppen wurde durch die mit der Conjoint-Analyse ermittelten individuellen
Strafwerte ermöglicht.
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Abbildung 5: Profile der mittels Clusteranalyse identifizierten Probandengruppen


4    Zusammenfassende Bewertung

Unser Methodenvergleich hat gezeigt, daß im Rahmen einer konventionellen, auf einem
between-subjects-Design basierenden Fragebogenstudie ein unmittelbarer Nachweis des
erwarteten Einflusses ausgewählter Fallvariablen auf die Sanktionierung eines
Vergewaltigungsdelikts nicht möglich war. Erst nach statistischer Kontrolle individueller
Unterschiede hinsichtlich mehrerer Beurteilermerkmale konnte ein signifikanter Einfluß eines
der drei untersuchten Deliktmerkmale - der 'Täter-Opfer-Beziehung' - auf die für angemessen
gehaltene Strafhöhe nachgewiesen werden.
Demgegenüber konnte mit der Conjoint-Analyse ermittelt werden, welche Gewichte den drei
untersuchten Deliktmerkmalen bei der Strafzumessung zukommen. Auf aggregierter und auf
individueller Ebene war dabei dem Verhalten des Opfers der mit Abstand höchste Einfluß auf
die Strafzumessung beizumessen. Insbesondere für die Gewichtung der Merkmale 'Täter-
Opfer-Beziehung' und 'Alkoholisierung des Opfers' ließen sich zudem mittels Clusterung der
conjointanalytischen Daten Subgruppen identifizieren, die durch unterschiedliche
Gewichtungen der Merkmalsausprägungen charakterisiert sind.
Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen die in einer weiteren Untersuchung zur
Strafzumessung gemachten positiven Erfahrungen mit der Verwendung der adaptiven
Conjoint-Analyse. Dort hatte Göldenitz (2001), unter Bezugnahme auf eine entsprechende
Studie von Reichert (1999), ebenfalls mittels der Conjoint-Analyse den Einfluß von Alter des
Täters, Geständigkeit, Schwere der Tat und Vorstrafen auf die Strafzumessung bei einem
Diebstahls- und einem Körperverletzungsdelikt bestimmen können.
Der Einsatz von Conjoint-Analysen innerhalb der Strafzumessungsforschung ist sicherlich
ungewöhnlich. Dies spricht jedoch nicht gegen ihre grundsätzliche Verwendbarkeit in diesem
Forschungsfeld sondern dürfte eher bereichsspezifische Arbeitsgewohnheiten
charakterisieren. Tatsächlich gestattet es die adaptive Form der Conjoint-Analyse, die
innerhalb der experimentellen Psychologie vielfach bewährte, jedoch zeitlich aufwendige
Methode des Paarvergleichs aufgrund iterativer Schätzalgorithmen effektiv und ökonomisch
für die Untersuchung von Strafzumessungsentscheidungen im Bereich einer
grundlagenorientierten Forschung zu nutzen. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei, den im
Kontext der Conjoint-Analyse üblichen Begriff des 'Nutzen' in angemessener Weise auf die
jeder Strafzumessung vorausgehende Entscheidungsfindung zu übertragen.


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