Theorie - Public Space Server Linz
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Kommunikationskünste.doc (A0024) art of objects
Kommunikationskünste
Theorie
Kommunikatives Handeln (Habermas)
Menschliche Kommunikation (Watzlawick, Beavin, Jackson)
Minimalbedingungen der Kommunikation in der Kunst: Im Prinzip ist ja jedes Kunstwerk ein
Kommunikationsangebot. Dieses „statische“ Angebot soll hier aber nicht weiter betrachtet werden.
Alles ist Kommunikation, alles ist Wahrnehmung, ...
Siehe: Lehrbücher zur visuellen Kommunikation
Was könnten nun entspr. dynamische Kommunikationsangebote sein:
Gesprächssituationen, Dialogsituationen, Diskussionssituationen, ...
Flow – unmittelbarste Kommunikation
Das Feld der Kunst ist ein eigenes kommunikatives Teilsystem. Hier sollen aber nicht die
Teilsysteme nach Luhmann betrachtet werden. Siehe Studie zu den „Spielregeln der Kunst“.
Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, derart, daß letzterer den
ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist.
Was braucht Kommunikation (A024)
2 Personen für face to face
Eine offene Kommunikationsumgebung (Inhalte, Datenbanken, Chat-Umgebungen, .... im Internet)
Wirkansprüche der Kommunikation
Leeres Gerede, Zwangsbeglückung, Selbstdarstellung ... sind hier weniger gefragt.
/vs/
Veränderungsanspruch (politisch, sozial, moralisch, ...)
Handlungswirksame Kommunikation
Emotionale Betroffenheit (div. Performances)
Subversion (Siehe: Kommunikationsguerilla)
Gesellschaftsrelevanz der Kommunikation (LiquidCom)
Kommunikation ist Verbrechen (Nieslony)
Es gibt kein Publikum, aber immer ein Gegenüber (aus der Tiefe der Begegnung) (Boris)
Bei Kommunikation geht es um Beziehungsformen
Kunstkonstituive Funktionen (Reinold Schmücker) Siehe: Wirkungssicht
Die Sinnfrage für kommunikative Kunstformen kann aus der Sicht der Funktionen relativ einfach
geklärt werden. Die Objektsicht (und viele andere Sichten, wie die ästhetische) spielen dabei eine
untergeordnete Rolle:
Appelative Funktionen (Einen Appell übermitteln)
Aufforderung für Krisengebiete aktiv zu werden (Hohenbüchler)
Aufforderung für Außenseiter aktiv zu werden (Gefängnisprojekte)
Motivationsfunktionen
ethisch-explorative Funktionen
Politische Funktionen, ideologische Funktionen
kommunikative Funktionen (als eine der externen Funktionen der Kunst)
emotive Funktionen (U.a. durch gestaltete Atmosphären)
geselligkeitskonstitutive Funktionen
Unterhaltungsfunktionen
Identitätsbildungsfunktion
Distanzierungsfunktionen (reflexive Distanznahme)
Kunst als Kommunikationsritual
Vergl. ASA: Gabe als Gesellschaftssinn
Die Gabe ist das größte, das älteste, das schwingenste Netz das existiert (Tiravanija)
Welche Rolle spielen Diskurse
Kam es zu einer Neustrukturierung relevanter (Kunst-)Kommunikation?
Warum kann bei Kunstraum, TransPublic, Depot, ... von Diskursräumen gesprochen werden?
Stehen diese Institutionen für eine bestimmte Kunstform? Oder geht es um Begleitangebote?
Kunst & Kultur (Kommunikation statt Kunst?)
Interessiert sich das Kunstfeld für div. politische Fragestellungen, oder haben verschiedene Kultur-
Institutionen (Soziale Projekte, Medienprojekte, etc. - MAIS) gelernt mit den Ressourcen der
Kunst-Räume umzugehen? (Vergl. Spielregeln der Kunst)
Performance als soziale politische Strategie (Siehe Detailbetrachtung: Performance-Studie)
Community Art Projects (Regina Hellwig-Schmidt, Horst Konietzny, Regina Frank,
S.A.C. Modellers Club)
Kunstspezifische Formen der Kommunikation
Im Performance-Bereich wurden einige Formen entwickelt (bzw. wiederentdeckt).
Viele Formen finden sich aber auch im Unterhaltungs- und Therapiebereich.
Ansprüche von TransPublic
Siehe auch: Manifeste
Keine Objekte, keine Flachware, ... => Es zählt das Tun, das Kommunizieren
kommunizieren, diskutieren, tauschen, lesen, trinken, ...
Siehe dazu Detailstudie: TransForm (am Rande der Kunst)
Bzgl. der Tauschprojekte vergl. Clegg & Guttmann
Welche Rolle spielen Objekte in den Kommunikationskünsten?
Kommunikationstechnologische Infrastruktur (Telefon, Fax, Internet, ...)
Das kommunikative Setting gestalten (TransPublic)
Klimatisches Setting
Halbverspiegelte Wände, die Rezipienten in Kommunikation/Beziehung treten lassen (Dan Graham)
Telefon-performance (Markus Hensler, Stadtwerkstatt, Thortsten Kellermann, u.v.a.)
Tele-Performances (Stadtwerkstatt – Checkpoint) (Mia Zabelka)
Participation-Tele-Performance (Nam June Paik, Allan Kaprow)
Es gibt aber nicht um die Objekte: Es zählt das Tun, das Kommunizieren
Das Angebot richtet sich unvermittelt (ohne das Kunstobjekt) direkt an den Rezipienten, bzw.
wandelt sich der Rezipient zum Beteiligten, zum Mittäter.
Rolle diverser Objekte für die Kommunikation (A024)
Bar-Möbel (Schulter an Schulter)
Kleine Tische (sich nahe kommen) Vergl. Mediendeck OK – ständig wechseln
small table – small talk; wechseln; sich dazustellen; kleine Inseln für Separtisten
Stehtische /vs/ Sitztische; Stehkonferenz, Stehbar, Stehtisch
Die Kunst der Portionierung (große Tafel /vs/ kleine „Anhaltspunkte“)
Kleine Kommunikationshappen (u. kleine Gusto-Häppchen)
Die Kunst der kleinen Beiträge s.o.
Künstler als Gestalter von Bar-Situationen (Kropshofer, Biennale Venedig,...)
Künstler als Arbeitstischbauer
Künstler als Tischspezialisten (Nieslony hat 100te Projekte gesammelt)
Leute an einen Tisch bringen (art of objects)
Der Tisch steht für das „Thema“, für den Anlaß
Tischtauschprojekte – Der Tisch wird zum Anlaß für Einladungen oder den Besuch
„wildfremder“ Teilnehmer.
Gesprächsrunden ohne Tisch setzen die Teilnehmer extrem aus. Der Tisch bringt nahe, schafft aber
auch die notwendige Distanz.
Früher (80er) waren es eher sitzende Sofa-Situationen (Vergl. Sitzmöbel in einem der
Stadtwerkstatt-Bücher). Stadtwerkstatt als die sitzende Fraktion? ... die nun zum Sesselwerfer
wurden.
Das Depot Wien (in der Urfassung Stella Rolig) schuf einen zentralen Prototyp einer
multifunktionalen Service-Einrichtung. Die Spuren können bis zu TransPublic verfolgt werden.
Kunstangebote in Automaten: Migro-Museum
Für das Gelingen der Kommunikation ist es sehr wichtig die Verhaltensweisen der Rezipienten zu
kennen und wirksam zu beeinflussen. Man muß die Rezipienten aus der flüchtigen Betrachtung
heraus reißen. Gut hat ein Projekt in Venedig funktioniert: „der Wand etwas schenken“ => Münze
=> Automat => Kekse. Das Ergebnis waren sehr viele Kleinstbeiträger vieler bekannter Personen;
man suchte in der Folge nach ... „wer war schon aller da“ (spannender als ein Galeriebuch)
Gastrecht (A024)
Tischtauschprojekte (Nieslony, Fabrikanten) haben das Gastrecht wieder thematisiert. Das
Gastrecht wieder einfordern.
Fragen der Tischordnung (A024)
Große Tische, große Veranstaltungen brauchen auch strengere Gestaltungen. Mit der
Tischordnungen können Kommunikationsbedingungen geschaffen werden. Man versucht zu
verhindern, daß immer diejenigen aufeinanderkleben, die sich seit Ewigkeiten kennen.
Die kluge Wahl der ZusammenSetzung
Der Grad der öffentlichen Zugänglichkeit (A024)
Grad der Öffentlichkeit der OK-Bibliothek; Büchermöbel Stifter-Galerie
TransPublic als Auslagensituation
Zeitschriftenprojekte in Cafe-Häusern
Öffentlich ausgesetzt sein; man kann sich nicht verstecken
Die Kunst Kommunikationssettings zu schaffen (A024)
Das Setting bringt dich zu etwas, was du sonst nicht tun würdest (Stadtwerkstatt G. Ritter)
Ambiente für face-to-face Kommunikation schaffen
Startbedingungen & Klima (Siehe Studie zur Atmosphäre)
Settings, die primär auf Atmosphäre beruhen (Kropshofer)
Büchertisch als Startbedingung
Regelsystem als Starthilfe, damit alles klar ist
(Man nimmt etwas mit, man bietet etwas, kommt ins Gespräch, ...)
Einstiegssätze als Hilfe
Swinger-Rahmen (Jeder mit jedem)
Ohne Setting fällt schnell auf, das man eigentlich niemanden kennt. Das Setting ist sehr wichtig,
um auch neue Personen „einzuführen“. Der Gruppenzwang ist nicht zu unterschätzen – irgendwie
kennt doch jeder jeden.
Auslagensituationen sind schonungslos – wenig outsider-freundlich. Ein großer Raum – Kontrolle
von innen und dann noch von außen vollständig einsehbar (fast so stark kontrolliert wie ein
Dorfplatz).
Performance in der Auslage – „ausgesetzt“ sein; in der Auslage „sitzen“
Dieses Ausgesetztsein schafft jedoch eine Verbindlichkeit, die auch für „art of objects“ von
Bedeutung ist. Es macht einen großen Unterschied, ob etwas privat hinter verschlossenen Türen
stattfindet oder öffentlich einsehbar ist.
Der Dorfboden als Setting (A024)
Projekt Dorfboden in Weibern (Bruckmüller, Fabrikanten). Ein nachaltiges Projekt, dem es gelang
alle Interessenslagen aus Kultur und Sport auf den Boden zu bringen. Viele Teilnehmer stellten sich
erstmals einer größeren Öffentlichkeit. Jeder Teilnehmer hatte irgendeinen Bezug zu Weibern.
Ein negatives Gegenbeispiel wird die Landesausstellung zur Festkultur: Es kommt zu einer
fragwürdigen Verpflanzung div. Festrituale an einen Ort.
Weiters ist das Projekt von Clegg & Guttmann in Grieskirchen total gescheitert. Es hat
atmosphärisch nicht funktioniert. Es wurde kein „menschlicher“ Kommunikationsrahmen
geschaffen; die AktivistInnen des Ortes wurde auf peinliche Art und Weise „ausgestellt“. Das
Thema war aufgezwungen, der Moderator konnte nicht Fuß fassen, niemand hatte etwas relevantes
zu präsentieren.
Zusätzlich ist bei Clegg & Guttmann immer öfter zu kritisieren, wie sie das Scheitern in
aufwändigen Dokumentation als Pseudostudie soziologisch verklären.
Klausur-Setting (A024)
Extremes Aufeinaderkleben in Bunkern (Paolo Bianchi)
Skripts für Kommunikationsabläufe (A024)
Restaurant-Skript
Vergl. Studie zu den Verben
Prinzip der Gabe (A024)
Die initiale Gabe ist bei vielen Projekten der Ausgangssituation für die Kommunikation
(Vergl. auch TransPublic).
Im Tausch ist die Gabe schon stark abgeschwächt. Die Beschenkung ohne Grund hält kaum wer
aus (die Macht der Verbindlichkeit).
Die Kunst der kleinen Beiträge /vs/ Große Gesten (A024)
Auch das Projekt AOO kann so verstanden werden.
Man muß wieder kleine Formen entwickeln, da der große Rahmen in der Regel der Kommunikation
nicht wirklich dienlich ist. Je größer die Form, desto Monolog.
5 Personen sind eigentlich bereits eine kritische Größenordnung
Kleine Beiträge muß nicht „quick & dirty“ heißen. Klein heißt nur, die Chance nutzen, etwas im
Gespräch gemeinsam weiter zu entwickeln.
Unmittelbarkeit der Kommunikationskunst
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Kunstprojekte als kommunikative Praxis
Internet-Projekte als Kommunikationsprojekte
net-Kategorie der Ars Electronica
Sie weiters: Mail-Art; eMail-Art; emoticons; Kartenpost-Kunst
Technisch vermittelte Kommunikation (A024)
2 Liegen über Kamera verkoppelt (Paul Sermon)
Bewegungsmuster kommunizieren (Bump Installation)
Die Bretter könnten auch „codiert“ werden, was aber (gottseidank) nicht erfolgte
Bewegung über Netzkommunikation erzeugen (Balken – Kriesche)
Seilschwingungen kommunizieren
Winke/Winke-Maschinen (G. Stocker)
face to face Kommunikation
Das Zusammenbringen von spannenden Menschen als Projekt
Fabrikanten: Eisendorf, LiquidCom
Konfrontieren interessanter Menschen in dialogischen Situationen
Fabrikanten: Dialoge (Vergl. „dialogical“ performance)
Design spezieller Arbeitskreise im Kunstfeld
Austesten kommunikativer settings: ARGE Kulturtheorie
Gespräche als Performance (Hinrich Sachs)
Mit Leuten auf der Straße kommunizieren (Tatsumi Orimoto)
Die Kunst der Ausstellung
Kommunikationskunst ist schwer (über mehrere Tage) ausstellbar. In der Regel bekommt man nur
das Setting und Relikte mit, wenn man nicht am Tag der Eröffnung dabei sein kann.
Eigentümlich eingefrorene Kommunikationssituationen (Kritik von A. Creischer)
TransPublic zu Gast in der Secession wäre ein Fehler (A024)
Die Ausstellung als kommunikative Gesamtstruktur.
Ausgestellte Kommunikationskonzepte: Ausstellungsformen der Kunst ausstellen
Performance als Führung (A. Fraser, C.P. Müller, Christel Burmeister)
Kommunikationsperformance (Wulle Konsumkunst)
Kommunikation als Kunst (Robert Reschkowski)
Kommunikationsangebote im Rahmen von Großausstellungen: 100 Tage bei und vor der
documenta.
Gestaltung dieser Veranstaltungen (Zobernig, West)
Rolle der Diskurse (A024)
Gegenwärtige Kunst braucht als Stilmittel einen „hohen“ Diskurs, ähnlich wie seit 150 Jahren die
Vernissage. Die Kunsthalle Tirol hatte zu jeder Ausstellung einen „Begleitdiskurs“.
Gegenwärtige Kunst kann zT. sogar ohne die Ausstellung auskommen (Basis, Depot, TransPublic).
Die Kunst Cafes im Kontext von Ausstellungen zu plazieren (A024)
Das neue Depot: Durch das Cafe in den Diskursraum. Sehr gelungene Vor/Neben-Lagerung des
Cafes in der ehem. Kunsthalle. Ähnlich ist die Situierung im Cafe „Stern“.
Warum das Kaffee im Eingangsbereich des Künsterhauses „zerfällt“.
Kunstwerke als Katalysator für Kommunikation (A024)
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Kommunikation und Atmosphären
Atmosphäre als Charakter einer kommunikativen Situation (G. Böhme).
Es geht darum, eine gute Kommunikationsatmosphäre zu schaffen: Gesprächsatmosphäre,
Arbeitsatmosphäre, Cafehaus-Atmosphäre (Vergl. auch Studie von Peter Arlt)
Schaffung von Kommunikationsräumen (Rirkrit Tiravanija, Die Fabrikanten, TransPublic,
Constanza Camelot)
Kommunikative Atmosphären als Setting in der Kunst: Rirkrit Tiravanija, Stadtwerkstatt,
Die Fabrikanten, TransPublic
TransPublic als „Klimareaktor“ (Vergl. Konzept von Mike Hentz)
Kommunikative Atmosphärengestalter: Zeremonienmeister, Mediatoren, Moderatoren,
Gastgeber (M. Hentz, H. Kropshofer)
Kommunikation & Emotion
Performance und Kommunikation
Wie kann eine Abgrenzung zum Performance-Bereich erfolgen?
Performance als Kommunikationslabor (Nenad Bogdanovic)
Konfliktgespräche als Service
Kommunikationsprojekte (Chuke Stake, Pomodoro Bolzano, Max de Well, Hinrich Sachs)
Performance als Symposium, Gesprächsrunde, inszenierte Begegnung
(Adi Hoesle, Die Fabrikanten)
Frage- und Gesprächsperformance (forced entertainement)
Spezifische Sprech- und Zeigepraxis (INFuG)
Vermeidung von Kommunikation (VLIES)
Schreierische Kommunikationsperformances (Christoph Schlingensief)
Kommunikation als Attitüde (Wochenklausur, Christoph Schlingensief)
Kommunikation als Stilmittel
Serviceleistungen und Kommunikation
Das Service ist das Medium. Service als Technik der Weitergabe.
Weg vom Warenbegriff (ASA)
ASA Projekte: Die Gabe – Gabe als Gesellschaftssinn
ASA Dienstleistungen: Gerüchte streuen (echte K-Arbeit)
Dienstleistungssicht = Servicesicht
Dienstleistung in der Community, Dienstleistung für den Rezipienten, Kunst als Dienstleistung
Kommunikative Begleitveranstaltungen großer Ausstellungen ausgestalten: F. West, Zobernig
Tauschprojekte und Bibliotheksprojekte als Kommunikation (Meier, Kropshofer)
Das Büro als Ausstellungsansatz / Infoläden / Archive als Ausstellung
„Informationsdienst“ (Ute Meta Bauer) / BüroBert – Düsseldorf / Infoladen Papier Tiger – Berlin) /
Infoladen LC 36 – Köln / Group Material / Paper Tiger TV – N.Y. / 11 Wochen Klausur – eine
Intervention zur Lage der Obdachlosen – Wiener Sezession 1993 / 8 Wochen Klausur –
Interventionen zur Drogenpolitik – Shedhalle Zürich 1994)
Netzwerkgedanke (Jürgen Olbrich) (ASA) Das Dazwischen schaffen
Elektronische Netzwerkarbeit (Cesar Figueiredo, Nieslony, Padellun, Bernd von den Brincken)
Kann jede Art von Organisationsarbeit der Kommunikation zugeordnet werden? (A024)
Pumpwerk für Afrika; Geld für einen Orangenhain (dem Dorf ein Garten zurück geben)
Tigerpark-Projekt als Service: (Lobnig) (A024)
Lapidare Ausgangsangebote: Künstler kochen; einen ersten Akt setzen, damit etwas passieren
kann. Es steht auch ein Tigerpark-Raum zur Verfügung. Die Künstler wohnen im Viertel – es ist
also dauerhaftes persönliches Anliegen. Lokale Kommunikation (face to face) fördern.
Aber warum ist es Kunst? ... aus der Haltung heraus. Es ist auch ein Film entstanden.
Solange nicht auf „Kunsthaftigkeit“ beharrt wird ( ... ist die Sache ok).
Kunstgespräche als Service: Stiftergalerie, Landesgalerie, OK, art of objects, Sonntagsmatinee in
der Galerie der Stadt Linz
Serviceleistung als „Ersatz“ für das Sozialsystem (A024)
Aus den USA wurden Projekttypen nach Österreich/BRD importiert, die ihre Wurzel im schlechten
US-Sozialsystem haben. Dort haben sich u.a. KünstlerInnen sozialer Probleme angenommen.
Marketingprojekte als Service (A024)
Marketing als Begleitmaßnahme diverser Projekte
Geld für Sozialprojekte sammeln
Marketing als ausschließliche Maßnahme diverser Künstler (Selbstdarstellungskünstler)
(Com & Com), Benetton
Kommunikation der Fabrikanten
Siehe Studie: Wer fliegt – Abenteuer Kommunikation 9.9.1994
Kommunikative Settings sind ein zentrales Thema der Fabrikanten.
Kommunikation jenseits der Normen und jenseits des Alltags
LiquidCom – Ein internationaler Kongreß zur Schaffung lebendiger Kommunikations-Szenarien
(Der blaue Kompressor, Büro für ungewöhnliche Maßnahmen, Story Dealers, Sabotage
Communications, Udo Noll, Peter Trachsel – Hasena, Hofmann & Lindholms Lebensversicherung,
Mexx Seidl & Hubert Lepka ev., Die Reinigungsgesellschaft)
Workshop-Charakter; eine Woche Programm haben; temporär dazu stoßen
Die Arbeit von Kommunikationsagenturen soll hier nicht weiter betrachtet werden, auch wenn
es bei Unterhaltungsangeboten Überschneidungen mit Angeboten im Kunstfeld geben kann.
Darstellungskonzepte bei Udo Wid
Neben der Werkpräsentation (inkl. Meßdienstleistung) hat für Udo Wid die kommunikative
Vermittlung einen hohen Stellenwert. Vorträge sind das Ausgangsangebot; sie sollen die Grundlage
für weiterführende Gespräche bilden.
Aber auch sein Aufenthalt in Wohn/Meß-Installation (mit Fenster und Klingel) kann als
Dienstleistungs-Setting verstanden werden.
Vergleiche: Der Vermittlungsaspekt eines Kunstwerkes wird als Kommunikationsvorgang erkannt
und als solcher thematisiert („bildung“ steir. Herbst 1999)
Vergleiche: Wochenklausur als Darstellungskunst
Vermittlungsleistungen (A024)
Die ElektroLobby (ars electronica) als notwendige Vermittlungsleistung für Computerspiele und div.
Multimedia-Projekte (A024)
Wochenklausur als Kommunikationskunst ?
Projekte von Katharina Lenz: Sich an diversen Erhebungen beteiligen, sich in eine Erarbeitung
einbringen
Mißbrauchsituationen – Parasitäre Kommunikation
U.a. bei den Interviewsituationen von Honetschläger in Japan bekommt man diesen Eindruck.
Wochenklausur und auch Projekte der Hohenbüchler-Schwestern sind in dieser Hinsicht
problematisch.
Kommunikationsguerilla
Eine bestimmte Haltung gegenüber politischer Kommunikation
Festgefahrene Kommunikationsweise unterlaufen
Destruktion von Kommunikation (Ralf Filges)
(Sabotage Communications)
Aus der Sicht der Verben
Kommunizierendes Tun
Unterhaltungskünste (A024)
Man geht hin und will unterhalten werden. Kein eigenes schauen und lesen und weiterdenken. Man
lauscht was sich da im Vortrag, in der Diskussion in der lecture performance abspielt.
Auch K.Lenz könnte im diesem Sinne unterhaltsam sein.
Kommunikationsformen des Kunstsystems analysieren (A024)
1984 hat das Projekt „unter jeder Kunst“ eine Ausstellung als reines Vernissage-Event inszeniert.
K-Kunst, die Bedingungen der Kommunikation offen legt.
Kommunikationsbedingungenanalyse-Kunst
Rollenwechsel im Kunstsystem (A. Fraser)
Vergl. dazu auch: Spielregeln der Kunst – Machtverhältnisse im System der Kunst
Diese Machtverhältnisse sind immer auch Kommunikationsverhältnisse (Microphysik der Macht).
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