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Kein Folientitel

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  • pg 1
									                      Von Fen Kang und René Apel
                      Bilanzierung von
                  Fremdwährungsgeschäften

                                 Gliederung
1. Einleitung
2. Fundamentale Bilanzierungsprinzipien
         2.1 Realisationsprinzip
         2.2 Imparitätsprinzip

3. Bilanzierung von Fremdwährungsgeschäften
         3.1 Bilanzierung von Fremdwährungsforderungen
         3.2 Bilanzierung von Fremdwährungsverbindlichkeiten

4. Bilanzierung bei Kurssicherung (Devisentermingeschäft)
5. Schlussbetrachtung
                     Von Fen Kang und René Apel

                            1. Einleitung


• Internationalisierung der Wirtschaftsbeziehungen
• zunehmenden internationalen Beteiligungsaktivitäten
• Aufstellung des Jahresabschluss in Euro (§ 244 HGB)
• spezieller Währungsrisiko in Fremdwährungsgeschäfte
• Unsicherheit für die Unternehmen wegen Kursveränderung
• potentiellen Risiko/Währungschance
• Umrechnung aller abschlussrelevanten Fremdwährungsbeträge in €
     - Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Fremdwährung,
     - Valutaforderungen und Valutaverbindlichkeiten)
• allgemeinene Bewertungsgrundsätze
      - Realisationsprinzip
      - Imparitätsprinzip
                          Von Fen Kang und René Apel

                           2.1 Realisationsprinzip


    „... Gewinnbeiträge sind nur zu berücksichtigen, wenn sie am
    Abschlussstichtag realisiert sind.“ (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB)
    Grundsatz: Aufwendungen und Erträge sind dann anzusetzen, wenn die
    Leistung in Anspruch genommen, bzw. erbracht wurde.

•   Den realisierten Erträgen sind diejenigen Ausgaben als Aufwand
    gegenüberzustellen, die diese alimentiert haben.
•   Verkaufsgeschäft darf nicht als Ertrag bilanziert werden, solange
    lediglich der Kaufvertrag geschlossen wurde.
•   bei Dauerschuldverhältnissen: Realisation von Erträgen parallel zur
    vertraglich vereinbarten Zeitdauer der Erbringung der Dienstleistung
    (regelmäßige Zahlungen an Stichtagen)
    Vermögensgegenstände sind höchstens mit den Anschaffungs- oder
    Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen anzusetzen.
                          Von Fen Kang und René Apel

                            2.1 Realisationsprinzip


    Anschaffungskostenprinzip (folgt aus dem Realisationsprinzip)
• ohne Anschaffungs- oder Herstellungskosten keine Aktivierbarkeit
     (speziell immaterielle Vermögensgegenstände, z.B. selbsterstellte
     Patente)
•    Erstansatz: Beschaffungsvorgänge im Rahmen der betrieblichen
     Wertschöpfung sind grundsätzlich erfolgsneutral.
•    Höchstansatz: Kein Ausweis von Wertsteigerungen am ruhenden
     Vermögen über die Anschaffungs- und Herstellungskosten
•    Realisationsprinzip aus §252 bezieht sich konzeptionell gleichermaßen
     auf Erträge (”Umsatz- / Erlösrealisation“) und auf Aufwendungen
     (”Aufwandsrealisation“).
     Grundsätzlich werden Aufwendungen gleichzeitig mit den Erträgen
     realisiert, zu deren Entstehung sie getätigt wurden. (”Ertrags-
     alimentationsprinzip“)
                        Von Fen Kang und René Apel

                           2.2 Imparitätsprinzip


„... Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum
Abschlussstichtag entstanden sind, zu berücksichtigen“
(§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).
        Grundsatz: Gewinne dürfen erst im Zeitpunkt ihrer Realisierung
        ausgewiesen werden; Verluste müssen schon vor Ihrem Eintritt
        berücksichtigt werden, wenn sie in der Vergangenheit verursacht
        wurden.
• Oberbegriff für Verlustantizipationsprinzip und Realisationsprinzip
• Verlustantizipationsgebot vs. Gewinnantizipationsverbot

Zweck des Imparitätsprinzips
Vermögensnachweis
Periodenabgrenzung
Reduzierung des Periodenerfolgs

Erfasst nur vorhersehbare Risiken und Verluste (in Zusammenhang mit
Vermögensgegenständen, Schulden und schwebenden Geschäften)
                            Von Fen Kang und René Apel

                               2.2 Imparitätsprinzip


    Niederstwertprinzip (folgt aus dem Imparitätsprinzip)

•    Vermögensgegenstände, für die mehrere Wertansätze in Frage kommen,
     grundsätzlich mit dem niedrigsten Wert zu bilanzieren, um eine verlustfreie
     Bewertung zu gewährleisten.

•    Strenges Niederstwertprinzip
     gem. § 253 III HGB, für Vermögensgegenstände, die im Umlaufvermögen
     ausgewiesen werden. Für diese besteht Abwertungspflicht auf den
     niedrigeren Wert.
                            Von Fen Kang und René Apel

                               2.2 Imparitätsprinzip


    Niederstwertprinzip (folgt aus dem Imparitätsprinzip)
    (Fortsetzung)

•    Gemildertes Niederstwertprinzip
     gem. § 253 II HGB, für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens,
     für die eine Abwertungspflicht auf den niedrigeren Wert nur bei einer
     dauerhaften Wertminderung besteht, während bei einer vorübergehenden
     Wertminderung ein Abschreibungswahlrecht gilt.
     Für Kapitalgesellschaften ist dieses gemilderte Niederstwertprinzip nicht
     für das ganze Anlagevermögen, sondern gem. § 279 I HGB nur für das
     Finanzanlagevermögen anzuwenden.
•    Als erweitertes Niederstwertprinzip wird die Vorschrift in § 253 III 3 HGB
     bezeichnet, wonach im Umlaufvermögen zusätzlich Abschreibungen
     wegen zukünftiger Wertschwankungen erfolgen können.
                         Von Fen Kang und René Apel
                   3.1 Bilanzierung von Fremd-
                      währungsforderungen

1) Realisationsprinzip

a) Anschaffungswert der Darlehensforderung
   Anschaffungskosten (§ 255 Abs.1 HGB) :“Aufwendungen, die geleistet
   werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und in
   betriebsbereiten Zustand zu versetzen”
   (§ 255 Abs.1 S.2 HGB) : Zu den Anschaffungskosten gehören auch die
   Nebenkosten

   Besonderheit des Darlehens:
   Das Bilanzrecht bietet bei Darlehensnebenkosten keine Verteilungs-
   möglichkeiten mittels Abschreibung
   - Abgangswert grundsätzlich in Höhe des Kapitalbetrags
   - bilanzielle Werterhöhung durch Aktivierung von Nebenkosten
   Darlehensforderung = hingegebene Kapitalbetrag (Nennbetrag)
                       Von Fen Kang und René Apel
                   3.1 Bilanzierung von Fremd-
                      währungsforderungen

b) maßgebliche Umrechnungskurs im Anschaffungszeitpunkt
   Erfolgsneutralität
- erfolgsneutrale Bilanzierung des Fremdwährungsdarlehens im
   Zeitpunkt der Darlehensauszahlung
- maßgeblich für die Erstbuchung ist Stichtagskurs,
   Erfolgsneutralitätsprinzip erfordert Geldkurs
- (potentielle) Differenz zw. Zu- und Abgangswert bereits im
   Zugangszeitpunkt erfolgswirksam zu buchen

Beispiel:
Darlehen USD 1Mio.
Briefkurs (am Zugangstag): 0,751 = 751000 Euro
Geldkurs (am Zugangstag): 0,746 = 746000 Euro
Darlehensgeber: 751000€ als Beschaffungskosten für Devisen
nur 746000 € aktivieren,
Differenz 5000 € als Aufwand buchen
    Drohverlustantizipation entsprecht vorsichtigen Bilanzierung
                        Von Fen Kang und René Apel
                  3.1 Bilanzierung von Fremd-
                     währungsforderungen
2.) Imparitätsprinzip

Bewertung der Fremdwährungsdarlehen
Abschreibungen des Fremdwährungsdarlehens, wenn Verlust
drohen bzw. die Zeitwert gefallen ist.
- Abschreibungen auf die Forderungsbeträge
• Umrechnungskurs steigt, Buchungswert ändert nicht
• Umrechnungskurs sinkt, dann Abschreibung auf beizulegenden Wert
    (Verlust realisiert beim Abgang der Forderung)
• nachträglich steigt Umrechnungskurs:
    Zuschreibung bis Anschaffungskosten
- Forderung nicht veräußern
     • keine Verluste i.S.v. Vermögensminderung
     • Abschreibung mit milden Niederstwertprinzip
- Forderung veräußern (gleiches Ergebnis)
     • Abzinsung der Forderung mit Marktzins
     • ermittelter Barwert unter Anschaffungswert
     • Abschreibung mit strenges Niederstwertprinzip
                      Von Fen Kang und René Apel
                  3.1 Bilanzierung von Fremd-
                     währungsforderungen

Zu bilanzierende Gegenwert in inländischen GE
    Zeitwert der Forderung in Fremdwährung x Umrechnungskurs
relevantes Umrechnungskurs am Abschlussstichtag:
Kassakurs oder Terminkurs ?

EG-Bankbilanzlinie: Umrechnung der „auf ausländische Währung
lautenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum Kassakurs am
Bilanzstichtag“
- unterstellt, dass die Forderung am Abschlußstichtag fällig
- Forderungswert und Umrechnungskurs auf gleicher Zeitpunkt
- Ermittlung des Barwertes der Forderung in Fremdwährung und
    Umrechnung mit Kassakurs

Beachtung auf Realisationsprinzip:
- Anschaffungswert (umgerechnet in Inlandswährung) darf nicht
   überschritten werden
                        Von Fen Kang und René Apel
                    3.2 Bilanzierung von Fremd-
                    währungsverbindlichkeiten

Zugangswerte im Zeitpunkt der Entstehung:
• Grundsätzlich ist es wie bei den Forderungen, die Verbindlichkeiten sollen
  auch erfolgsneutral bilanziert werden und haben einen Anschaffungswert.
• Dieses erreicht man, indem die Passivzugänge mit Anschaffungswerten
  des in Höhe des Korrespondierenden Aktivzuganges ansetzt.
• Auch Nennbetrag genannt.
Die Frage nach dem Umrechnungskurs:
• Unumstritten wird wie bei den Forderungen der Umrechnungskurs im
  Zugangszeitpunkt (Kassakurs) genommen.
• Doch hier stellt sich weiter die Frage ob der Geld- oder Briefkurs
  verwendet wird.
                      Von Fen Kang und René Apel
                   3.2 Bilanzierung von Fremd-
                   währungsverbindlichkeiten

• Adler/Düring/Schmaltz plädieren für die Umrechnung zum Briefkurs, da
  dies den Grundsätzen ordnungsgemäßer Bilanzierung entspricht, aber
  ohne explizit auf diese Frage einzugehen.
• Doch bei der Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehen fließen dem
  Schuldner entsprechend Devisen zu. Um diese im Inland nutzen zu
  können, muss man dieses am Devisenkassamarkt verkaufen. Daraus
  lässt sich ableiten, das der Geldkurs der maßgebliche Umrechnungskurs
  ist.
• Dieses ist nirgendwo im Gesetz genau niedergeschrieben und auch die
  deutsche Rechtssprechung sehr schwammige Aussagen darüber trifft,
  streiten sich im diesen Punkt schon länger die Gelehrten.
                          Von Fen Kang und René Apel
                      3.2 Bilanzierung von Fremd-
                      währungsverbindlichkeiten

  Bilanzierung zum Bilanzstichtag
• „Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag ..... anzusetzen“
  lt. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Dieses gilt auch für Verbindlichkeiten in
  fremder Währung
• Da der Bilanzierende einen unvollkommenen Informationsstand über
  zukünftige Kurse hat, wird nach einer praktikablen Hilfsgröße gesucht.
• Hier bietet sich der Devisenkassabriefkurs zum Abschlussstichtag an,
  da der Schuldner Fremdwährungsbeträge kaufen muss, kann nur der
  Briefkurs als maßgeblicher Umrechnungskurs in Frage kommen.
• Bei steigenden Kursen     Zuschreibung, da der künftige
  Rückzahlungsbetrag höher ist als am Anfang.
• Bei sinkenden Kursen     Abschreibung, aber nicht unter
  Anschaffungswert. Das wäre faktisch ein Ausweis nicht realisierter
  Gewinne.
                        Von Fen Kang und René Apel
                      3.2 Bilanzierung von Fremd-
                      währungsverbindlichkeiten

Beispiel:
Ein deutsches Unternehmen hat eine Forderung in Höhe von 1.000 $ und
eine Verbindlichkeit in Höhe von 1.200 $. Der Umrechnungskurs im Zeitpunkt
der Entstehung liegt bei 1,30 €/$
  Forderungen         1.000 $       1,3 €/$    1.300 €
  Verbindlichkeiten   1.200 $       1,3 €/$    1.560 €

Am Abschlussstichtag steigt der künftige Kurs auf 1,40 €/$

  Forderungen         1.000 $       1,4 €/$    1.400 €
  Verbindlichkeiten   1.200 $       1,4 €/$    1.680 €

Forderung: Zuschreibung um 100 € auf 1.400 € nicht zulässig (nicht
realisierter Gewinn)
Verbindlichkeit: Zuschreibung um 120 € auf 1.680 € zulässig
(Imparitätsprinzip)
                         Von Fen Kang und René Apel
                       3.2 Bilanzierung von Fremd-
                       währungsverbindlichkeiten

 Fortsetzung Beispiel: Ausgangssituation
   Forderungen         1.000 $        1,3 €/$    1.300 €
   Verbindlichkeiten   1.200 $        1,3 €/$    1.560 €

 Am Abschlussstichtag fällt der künftige Kurs auf 1,20 €/$

   Forderungen         1.000 $        1,2 €/$    1.200 €
   Verbindlichkeiten   1.200 $        1,2 €/$    1.440 €

Forderung: Abschreibung um 100 € auf 1.200 € zulässig (Imparitätsprinzip)
Verbindlichkeit: Abschreibung um 120 € auf 1.440 € nicht zulässig (nicht
realisierter Gewinn)
                         Von Fen Kang und René Apel
                            4. Bilanzierung bei
                              Kurssicherung


• Lassen sich Fremdwährungsgeschäfte nicht vermeiden, muss
  zwangsläufig ein Währungsrisiko übernommen werden.
• Um dieses Risiko zu kompensieren ist die Standardmethode der
  Abschluss eines Devisentermingeschäft.
• Die Bewertung kann nach 2 unterschiedlichen Methoden erfolgen
    - strenges Einzelbewertungsprinzip
    - gemildertes Einzelbewertungsprinzip
• Bei der strengen Einzelbewertung werden das Grund- und
  Deckungsgeschäft isoliert betrachtet.
• Bei der gemilderten Einzelbewertung, vom Gesetzgeber zugelassen zur
  Entlastung bei der Bilanzierung, wird das Grund- und Deckungsgeschäft
  als eine Einheit betrachtet.
  Vorraussetzungen: Dokumentation, beide Geschäfte zum gleichen
  Zeitpunkt, rechtswirksam,
                        Von Fen Kang und René Apel
                           4. Bilanzierung bei
                             Kurssicherung

Durchgängiges Beispiel

• Eine Bank gewährt Ende Januar 2002 einen Fremdwährungskredit über
  1.000 T$. Das Darlehen ist Ende Januar 2004 fällig
• Ende Januar 2002 kauft die Bank am Kassamarkt den benötigten
    Fremdwährungsbertag zum Kurs 1,30 €/$ also Gegenwert 1.300 T€
• Gleichzeitig sichert die Bank das Geschäft mit einen Devisen-
  termingeschäft ab. Bei einer Zinsdifferenz von 2,5 % zu Gunsten des $
  ergibt sich ein Swapsatz (Deport) von 0,1200 also Gegenwert 1.180 T€
•    Zum Abschlussstichtag haben sich folgende Konditionen ergeben
    - der Kassakurs ist von 1,30 €/$ auf 1,20 €/$ gesunken
    - auch der Zinsabstand ist von 2,5% auf 1% gefallen
                         Von Fen Kang und René Apel
                              4. Bilanzierung bei
                                Kurssicherung

Zugangswerte im Zeitpunkt der Entstehung: Strenge Einzelbewertung

• Hiernach wird das Darlehn mit dem Kassakurs (im Zugangszeitpunkt)
  bilanziert. Also
  Darlehen 1.300 T€      an      Bankkonto    1.300 T€
• Da es sich beim Devisentermingeschäft um ein schwebendes Geschäft
  handelt wird dieses auch nicht bilanziert
• Der Swap wäre in diesem Falle als nachbezahlter (Quasi) Zins eingebucht
  werden
  Swapaufwand 55 T€ an           Sonstige Verbindlichkeiten   55 T€
  dieses erfolgt zum jeweiligen Periodenanteil (hier 11 Monate von 24
  Monate)
                          Von Fen Kang und René Apel
                             4. Bilanzierung bei
                               Kurssicherung

Zugangswerte im Zeitpunkt der Entstehung: Gemilderte Einzelbewertung

 • Hiernach wird das Grund- und Deckungsgeschäft als eine Einheit
   bewertet. Somit kommt man zu folgender Buchung
   Darlehen     1.180 T€            an     Bankkonto    1.300 T€
   Swapabgrenzung 120 T€
   Das Darlehn wird zum gesicherten Kurs ausgewiesen also 1.180 T€ die
   Differenz (Swap) wird abgegrenzt.
 • Der Swap ist am Jahresende anteilig als Aufwand zu buchen, also
   Swapaufwand 55 T€ an          Swapabgrenzung       55 T€
   wie bei der strengen Einzelbewertung (hier 11 Monate von 24   Monate)
                        Von Fen Kang und René Apel
                           4. Bilanzierung bei
                             Kurssicherung

 Bilanzierung zum Bilanzstichtag: Strenge Einzelbewertung
• Bei der strengen Einzelbewertung müssten beide Geschäfte getrennt
  voneinander bewertet werden
  (1) Fremdwährungsdarlehn
     Anschaffungswert                 1.300 T€
     Zeitwert                            1.200 T€
     Verlust                               100 T€
  (2) Termingeschäft
     Anschaffungswert                    1.300 T€
     Swapaufwand anteilig                   55 T€
                                         1.245 T€
     Zeitwert Terminkurs Restlaufzeit    1.175 T€
     Gewinn                                 70 T€
                       Von Fen Kang und René Apel
                          4. Bilanzierung bei
                            Kurssicherung

Bilanzierung zum Bilanzstichtag: Strenge Einzelbewertung
(Fortsetzung)

• Würde man den Prinzip folgen, müsste das Darlehn um 100 T€
  abgewertet werden, und der Gewinn aus dem Termingeschäft dürfte nicht
  ausgewiesen werden.
• Somit würde dann die GuV mit 155 T€ belastet sein, 55 T€ aus dem
  Swapaufwand und 100 T€ aus der Darlehnsabwertung
• Bei diesem Prinzip wird nicht geprüft, ob ein Deckungsgeschäft besteht,
  das das Währungsrisiko neutralisiert. Da in diesem Beispiel ein Deckungs-
  geschäft besteht, erscheint eine Abschreibung des Darlehns nicht
  erforderlich. Die Abschreibung aufgrund des gesunkener Kurse wird im
  Hinblick auf das Deckungsgeschäft nicht realisiert.
                       Von Fen Kang und René Apel
                          4. Bilanzierung bei
                            Kurssicherung

Bilanzierung zum Bilanzstichtag: gemilderte Einzelbewertung


• Hier hat man den Vorteil, das am Abschlussstichtag keine Überprüfung
  erfolgen muss. Die Geschäfte werden mit ihren Anschaffungswerten
  bilanziert.
                       Von Fen Kang und René Apel

                        5. Schlussbetrachtung


• Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind im Zugangs-
  zeitpunkt zum jeweiligen Kassakurs zu bewerten.
• Bewertung zum Bilanzstichtag dürfen die Zugangswerte nicht über- bzw.
  (bei den Passiven) nicht unterschritten werden. Die aktuellen Zeitwerte
  sind am Bilanzstichtag zum Kassakurs umzurechnen.
• Meiner Ansicht nach sollte bei Kursicherung das gemilderte
  Einzelbewertungsprinzip angewandt werden, wenn schon der
  Gesetzgeber eine Erleichterung dem Bilanzirden gibt!
• Bilanzierung des Grundgeschäft mit dem gesicherten Kurs, den Swapsatz
  als abgrenzende Position (Quasi-Zins)
      Von Fen Kang und René Apel
         Bilanzierung von
     Fremdwährungsgeschäften




Wir bedanken uns für Ihre
    Aufmerksamkeit

								
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