Schulprogramm_Marz_2009 by xiangpeng

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									  Schulprogramm
der Trinkbornschule
Grundschule des Kreises Offenbach




                         Rödermark, April 2009
Die Schritte können
  ruhig klein sein,
 wenn das Konzept
      groß ist.
     Hartmut von Hentig
         Pädagoge
Die Trinkbornschule hat sich in den letzten drei Jahren inhaltlich an mehreren Stellen
neu positioniert.
Wir haben pädagogische und organisatorische Schwerpunkte neu durchdacht,
weiterentwickelt oder gar neu in unser Schulprogramm aufgenommen. Einige bisherige
Schwerpunkte sehen wir als erreicht an, andere werden zur Weiterentwicklung auf einen
späteren Zeitpunkt verschoben. Unverändert halten wir an den pädagogischen
Grundwerten der Trinkbornschule, wie sie im ersten Schulprogramm aus dem Jahre
2001 formuliert sind, fest (siehe Schulprogrammbaum).

Bedanken möchte ich mich bei allen meinen Kolleginnen, die die inhaltliche Arbeit zu
den einzelnen Programmgruppen in zahlreichen Gruppensitzungen vorbereitet haben
und so zum Gelingen des Gesamtwerks entscheidend beigetragen haben.

Besonderer Dank gebührt den Mitgliedern der Schulprogrammsteuergruppe: Frau Behle,
Frau Bennemann, Frau Fischer, Frau Gerber, Frau Keller, Frau Probanowski, Frau
Schuster, Frau Tüncher und Frau Wesp. Mit viel Kreativität, Esprit und großem
zeitlichem Aufwand hat diese Gruppe das folgende Werk geschaffen. In zahlreichen
hoch spannenden Sitzungen wurden die Inhalte, die Strukturierung wie auch das Layout
diskutiert und entwickelt. Unser Ziel war es, der Schulgemeinde ein Programm
vorzulegen, das auch von Menschen verstanden und nachvollzogen werden kann, die
sich nicht aus professionellen Gründen mit pädagogischen Fragestellungen beschäftigen

Für das Layout und die Formatierung waren Frau Gerber und Frau Tüncher zuständig.
Auch ihnen gilt an dieser Stelle mein ausgesprochener Dank.

Mit dieser Fortschreibung des Schulprogramms wird allen an der Trinkbornschule
Unterrichtenden ein verbindlicher Rahmen präsentiert, wie Unterricht inhaltlich definiert,
organisiert und weiterentwickelt werden soll. Es wird so zum Wegweiser für
Unterrichtsentwicklung und dient damit als ein Maßstab zur Steigerung der
Unterrichtsqualität an unserer Schule.
Für unsere Schülerinnen und Schüler ist ein Verhaltens- und Regelwerk geschaffen
worden, das einen verlässlichen „Benimmrahmen“ im Unterricht wie auch außerhalb
schaffen soll. Das Erfreuliche an der neuen Schulordnung ist, dass sie in Kernpunkten
von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt wurde.
Beim Schulelternbeirat bedanke ich mich für die überzeugende Unterstützung bei der
Weiterentwicklung der Schule zur Ganztagsschule.



Konrad Ertinger, Schulleiter
April 2009




                                                                                        1
Inhaltsverzeichnis1


1.        Die Idee des Schulprogrammbaums.................................................5

2.        Lesen....................................................................................................8

3.        Fördern...............................................................................................18

4.        Fortbildung........................................................................................24

5.        Vertretung..........................................................................................30

6.        Ganztägig Organisierte Schule........................................................34

7.        Medien................................................................................................41

8.        Methodenorientiertes Lernen...........................................................47

9.        Prävention..........................................................................................52




1
     Die Reihenfolge der Schulprogrammthemen (Kap. 2-9) ergibt sich aus polit-strategischen und rechtlichen Vorgaben, sowie aus
    schulspezifischen Schwerpunkten, jeweils in alphabetischer Reihenfolge.
                     Die Idee des Schulprogrammbaums
               - pädagogischer Wertekonsens der Trinkbornschule -


Mit Hilfe des Schulprogrammbaumes der Trinkbornschule kann anschaulich dargestellt
werden, wie „Alles ineinander greift“ und „Alles voneinander abhängt“. Die Puzzleteile
ergeben als Ganzes mehr als die Summe der Teile, ergeben den Baum als Symbol für
Wachsen und Gedeihen, für Atmen und Freude, aber auch für Befreiung von Ballast und
Vertrocknetem, für kritische Beurteilung von Stärke und Hilfe bei kränkelndem Wuchs.
Der Baum besteht aus drei Schichten von Spanplatten, jedes Puzzleteil hat einen
doppelten Unterbau, der die oberste Schicht begründet, detaillierter darstellt: Ziele
führen zu Maßnahmen, Maßnahmen zu Indikatoren. Methoden werden genannt, ihre
Umsetzung beschrieben, Bewertungen aufgelistet. Ein Beispiel für den Gebrauch des
Baumes ist die nachstehende Auflistung des Wertekonsens der Trinkbornschule und
Einzelaussagen über das, was sich hinter prägnanten Zusammenfassungen verbirgt.
        Trinkbornschule als Lernort und Lebensraum

Unsere Schule versteht sich als kindorientierter Lern-,
Lebens- und Handlungsraum, in dem sich grundlegende
Bildung vollzieht.

In unserer Schule bieten die Klassenräume eine vorbereitete
Lernumgebung, in der Kinder zu selbstständigem Lernen
motiviert werden.




                 Miteinander – Füreinander

WIR in der Trinkbornschule

♦ sind zusammen
♦ halten zusammen
♦ lernen zusammen

In unserer Schule lernen Kinder miteinander und
voneinander.
In unserer Schule tolerieren und respektieren wir einander.



            Leistung erbringen – Ziele erreichen

Ein Höchstmaß an Leistungsbereitschaft und
Leistungsfähigkeit erreichen die Kinder
♦ über die Einsicht in die Notwendigkeit der individuellen
   Anstrengung
♦ durch die Leistungsfreude, die auf Wertschätzung basiert
♦ durch Lernprozesse, die sich an der sozialen Dimension
   und an den Grundsätzen des Ermutigens und Förderns
   orientieren
♦ indem beste Rahmenbedingungen von der
   Schulgemeinde geschaffen werden


                      Sich wohl fühlen

Die Erziehung zum Frieden und die Gerechtigkeitserziehung
im Rahmen des sozialen Lernens ist eine der wichtigen
Aufgaben unserer Schule.

In unserer Schule wollen wir aufrichtig miteinander umgehen.
In unserer Schule begegnen sich Kinder und Erwachsene
höflich und freundlich.
          Individuelles Lernen in der Gemeinschaft

Gemeinsames Tun und gemeinsame Ziele stärken Kinder
und Erwachsene und geben ihnen Sicherheit.
Die Vielfalt von Kulturen und Religionen sehen wir als
Bereicherung.
Jedes Kind wird entsprechend seinem Entwicklungsstand
und seinem Leistungsvermögen gefordert und gefördert.
Jedes Kind erreicht sein individuelles Ziel und hat Anspruch
auf seine Zeit.




         Mitplanen – Mitgestalten – Mitentscheiden

Bildung in unserer Schule definiert sich als Fähigkeit zur
Selbstbestimmung der je eigenen zwischenmenschlichen,
beruflichen, ethischen und religiösen Lebensbezüge.

In unserer Schule ist jedes Kind eine einmalige Persönlichkeit
mit einmaliger, eigener Geschichte und einem einmaligen
persönlichen Lebensplan, den es zu entdecken gilt.

In unserer Schule bemühen wir uns um das Gleichgewicht
zwischen den Bedürfnissen des einzelnen Kindes, der
Lehrperson, der Lerngruppe und dem Unterrichtsthema.




                    Verantwortung lernen

In unserer Schule können Kinder eigene Verantwortung
übernehmen für das, was sie tun und was sie lernen.
Indem die Kinder unserer Schule einander helfen,
übernehmen sie Verantwortung füreinander.
                                                                               2. Lesen


                                        Lesen

Mitglieder der SPG: Fr. Aßmann, Fr. Dunkel, Fr. Landmann, Fr. Lembcke, Fr. Roser,
                    Fr. Roßkopf, Fr. Schick-Hellwege, Fr. Schöps, Hr. Voltz , Fr. Wesp,
                    Fr. Wiegand

 Datum      Thema der Sitzung


 22.03.06   Konstituierende Sitzung / Erstellung des Fragebogens



 27.04.06   Auswertung des Fragebogens



 18.05.06   Aufstellung der Bausteine / Inhalte besprechen



 22.06.06   Bausteine: Lesekultur, Leseförderung, Diagnostik, Elternarbeit



 20.09.06   Ist - Zustand feststellen / Zusammenfassung / Überarbeitung



 07.12.06   Überarbeitung des Konzeptes nach Rückgabe durch Steuergruppe


            Verbindliche Ziele im Lesekonzept formuliert / Verbindung zum
 13.12.06
            Schulprogrammbaum


 15.03.07   Lesegruppe überarbeitet Lesekonzept nach Vorgaben der Steuergruppe



 26.03.07   Überarbeitung des Lesekonzeptes



 02.05.07   Lesekonzept wird nochmals überarbeitet



 11.06.07   Fertigstellung des Lesekonzepts


            Besprechung der Rückmeldung des Staatlichen Schulamtes zum
 16.04.08
            Lesekonzept


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Datum      Thema der Sitzung

           Überarbeitung: theoretische Grundlagen, fächerübergreifende Aspekte
14.05.08
           (Arbeitsgruppe 1) und weiterführendes Lesen (Arbeitsgruppe 2)


03.09.08   Evaluation des Lesekonzeptes



16.09.08   Austausch der Arbeitsgruppen über die erfolgten Überarbeitungen




                                                                                    9
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Das hessische Kultusministerium hat das Thema „Lesen“ zum strategischen Ziel Nr. 1
erklärt, denn „Lesen gilt als eine grundlegende Voraussetzung für lebenslanges Lernen.
Da die Fähigkeit, Texte zu lesen und Texte zu verstehen, notwendig ist für den Erfolg in
allen anderen Wissensbereichen, spricht man auch von Lesen als Schlüsselqualifikation“
(www.kultusministerium.hessen.de - Leseförderung).

Das strategische Ziel Nr. 1 heißt:
„Am Ende des zweiten Grundschuljahres sollen alle Schülerinnen und Schüler altersge-
mäße Texte sinnerfassend lesen können“ (Wiltrud Lortz, HKM, 2007).

Das bedeutet im Detail:
  • „alle Kinder“: alle Kinder, die am Unterricht der 2. Klasse teilgenommen haben
  • „am Ende des zweiten Grundschuljahres“: zu diesem Zeitpunkt wird die Lese-
      kompetenz überprüft
  • „altersgemäße Texte“: Texte, die in Wortwahl, Inhalt und Umfang angemessen
      sind
  • „sinnerfassend lesen“: das Gelesene soll in verschiedenen Zusammenhängen
      wiedergegeben und angewendet werden

In Hessen wird die Lesekompetenz in Anlehnung an die Orientierungsarbeiten auf drei
Kompetenzstufen dargestellt (vgl. IGLU-Studie, Hamburg 2004).

Folgende Ergebnisse werden angestrebt:
   1. Alle Schüler sollen die Kompetenzstufe 1 erreicht haben, d. h. sie sollen
      Informationen im Text erkennen und in unveränderter Form wiedergeben können.
   2. Zwei Drittel der Schüler sollen die Kompetenzstufe 2 erreicht haben, d. h. sie
      sollen Informationen aus dem Text entnehmen, sie in veränderter Form wieder-
      geben und einfache Schlussfolgerungen ziehen können.
   3. Ein Viertel der Schüler soll die Kompetenzstufe 3 erreicht haben, d. h. die
      Schüler sollen die erlesenen Informationen auf ähnliche Situationen beziehen,
      komplexe Schlussfolgerungen ziehen und einfache Probleme lösen können.


Ist - Zustand:

Bevor die Kinder in die Schule kommen, haben sie folgende Phasen des Leselern-
prozesses durchlaufen2:

1. Phase: Präliteral-symbolische Phase (vorschulisch)
Durch den Umgang mit Bilderbüchern lernen Kinder Schrift von Bildern zu unter-
scheiden. Sie werden motiviert, sich mit dem Medium Buch zu beschäftigen und sich für
Geschichten zu begeistern.

2. Phase: Logographische Leistung (vorschulisch)
Das Kind erkennt Worte mit speziellem Schriftzug, bzw. Firmenzeichen und Embleme
(z. B. ALDI, FANTA, BURGER KING).
Schriftzüge werden benannt, aber nicht gelesen, weil die Grapheme noch nicht bekannt
sind, d.h. die Schriftzüge müssen in der Originalform abgebildet sein.
2
 Literaturnachweis:
Günther, Klaus B.: Ein Stufenmodell der Entwicklung kindlicher Lese- und Schreibstragien, in Brügelmann, H. (Hg.): Rätsel des
Schriftspracherwerbs, Libelle Verlag 1995


                                                                                                                                10
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3. Phase: Logographemische Leistungen (vorschulisch)
Das Kind benennt Worte anhand einzelner Grapheme aufgrund visueller Merkmale.
Dabei dient der Kontext als Entschlüsselungshilfe. In dieser Phase ist es noch kein
wirkliches Lesen, da sie noch nicht über ausreichend Buchstabenkenntnis verfügen.
Demgegenüber können sie bereits unmittelbar bekannte Wörter (z. B. eigener Name,
Ganzwörter wie Oma, Opa, Mama, Papa) benennen. Dabei orientiert sich das Kind an
charakteristischen Details der Wortbilder.

Während der Grundschulzeit durchlaufen die Kinder die Phasen 4 bis 7.

4. Phase: Erste Graphem-Phonem-Korrespondenz (1.-2. Schj.)
Das Kind benennt Worte anhand einzelner Grapheme. Der Kontext dient dabei als Ent-
schlüsselungshilfe. Das Kind entdeckt die Lautorientierung der Schriftsprache
(Grapheme symbolisieren einen Lautwert). Es erkennt zunehmend die verschiedenen
Laute und eventuell schon den Buchstabennamen.
Das Zusammenschleifen der Buchstaben beherrscht das Kind noch nicht, daher kann
noch nicht vom wirklichen Lesen gesprochen werden. Die auditive Diskriminations-
fähigkeit ist eine wichtige Vorraussetzung.

5. Phase: Vollständiges Synthetisieren (1.-2. Schj.)
Das Kind übersetzt Buchstaben in Laute und schleift sie zusammen.
Dadurch kann es allmählich unbekannte Wörter selbstständig erlesen. Wichtig ist hierbei
eine genaue auditive Analyse und eine hohe Abstraktionsleistung.

6. Phase: Fortgeschrittenes Lesen (1.-2. Schj.)
Das Kind segmentiert das Wort in einzelnen Verarbeitungseinheiten (wie einzelne
Buchstaben, Buchstabengruppen, Sprechsilben, Morpheme, Signalgruppen, Ganzwort-
erfassung), dabei rückt das Leseverständnis in den Hintergrund.

7. Phase: flüssiges Lesen (2.-4. Schj.)
Die Lesestrategien werden weiter automatisiert, dabei werden die Verarbeitungs-
einheiten flexibel angewendet und das Leseverständnis rückt in den Vordergrund.

Beim Leselernprozess arbeiten die Lehrkräfte an der Trinkbornschule nach dem Prinzip
„Lesen durch Schreiben“. Im Mittelpunkt der Tätigkeit der Kinder steht die Arbeit mit der
Anlauttabelle. Bei der Methode „Lesen durch Schreiben“ lernen die Kinder das Lesen
individuell beim Schreiben per Anlauttabelle. Sie können damit selbstständig von Anfang
an, je nach Lernausgangslage, Wörter schreiben und mit der Zeit lesen lernen. Zur
Unterstützung dieser Methode wird eine Fibel eingesetzt. Parallel dazu werden Buch-
projekte nach Barbara von Ende3 verwendet, wobei die Kinder mit differenzierten
Lesetexten arbeiten. Durch selbst hergestelltes Material werden diese Projekte erweitert.

Durch das Prinzip „Lesen durch Schreiben“ wird das individuelle Lernen in der Gemein-
schaft unterstützt. Jedes Kind wird entsprechend seinem Entwicklungsstand und seinem
Leistungsvermögen gefordert und gefördert. Dadurch erreicht es sein individuelles Ziel in
seiner Zeit (siehe Schulprogramm-Baum).

Weiterführender Leseunterricht


3
    Barbara von Ende entwickelt Material für den Leselernprozess und führt Lehrerfortbildungen durch.
                                                                                                              11
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Aufbauend auf den im 1. Schuljahr erworbenen Lesekompetenzen werden vielfältige
Möglichkeiten genutzt, um diese Kompetenzen beim weiterführenden Lesen im 2.-4.
Schuljahr zu festigen und zu erweitern.
In allen Schuljahren werden das Lesebuch und Zeitschriften (z. B. Flohkiste, Tu was
usw.) als Leseanreize angeboten.
In den Klassen 2-4 werden die Lesetests der Zeitschrift „Flohkiste“ eingesetzt. In vielen
Klassen kommen Lesepaten zum Einsatz.
Die Schüler aller Jahrgänge können regelmäßig (2 bis 6 mal pro Schuljahr) über die
Listen von „Gänsefüßchen“ Bücher bestellen. Freiexemplare werden zum Aufbau und
zur Erweiterung der Klassenbüchereien verwendet. Aus den Klassenbüchereien können
auch Bücher ausgeliehen werden.
Auf Wunsch stellt die nahe gelegene Stadtbücherei zu bestimmten Themenbereichen
Lesekisten zusammen und stellt sie den Klassen zur Verfügung. Manche Klassen führen
Lesenächte in der Stadtbücherei oder in der Schule durch.
In vielen Klassen gibt es feste Lesezeiten, in denen die Kinder ihre Lesekompetenzen
selbstständig erweitern können.
Alle Schüler bekommen von der Schule ein Passwort, um das Leseportal „Antolin“
nutzen zu können (in der Schule oder auch zu Hause).
Parallel zum PC-Unterricht wird in Lektürestunden (halbe Klassenstärke) die Lese-
kompetenz gefördert.
Alle 4. Klassen nehmen am Projekt „Das gespielte Buch“ teil, bei dem insgesamt sechs
Lektüren über das gesamte Schuljahr verteilt gelesen werden, die die Schule und die
Bücherei zur Verfügung stellen. Der Inhalt dieser Bücher soll in einem abschließenden
Theaterspiel wieder erkannt werden.


Fächerübergreifende Aspekte

Der fächerübergreifende Aspekt lässt sich in verschiedenen Bereichen ausmachen. Weit
reichend sind Literaturprojekte, welche den Deutsch- und Sachunterricht miteinander
verbinden.
Die Informationssuche aus Sachtexten und der Umgang mit Arbeitsanweisungen finden
sich in allen Fächern wieder. Die mündliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt eines
Textes spielt in verschiedenen Fächern eine große Rolle (z. B. biblische Geschichten,
Liedertexte, Versuchsanweisungen).


Die Bausteine des Lesekonzeptes

Nach der konstituierenden Sitzung wurde zunächst ein Fragebogen erstellt um den Ist-
Stand an der Trinkbornschule herauszufinden4. Die verschiedenen Arbeitsweisen und
Ideen zum Thema Lesen wurden gesammelt.




4
    siehe Anhang Lesen 1/3
                                                                                      12
                                                                               2. Lesen



Aufgrund der Evaluation des Fragebogens entstanden die im Folgenden beschriebenen
Bausteine:

   •    Baustein Lesekultur
   •    Baustein Elternarbeit
   •    Baustein Diagnose
   •    Baustein Leseförderung


Baustein Lesekultur

Um Beobachtungen im Leseprozess der Kinder machen zu können, braucht die Schule
eine Lesekultur, die durch regelmäßige Lesezeiten und ein differenziertes Leseangebot
gekennzeichnet ist. Denn nur in einer anregenden Leseumwelt mit vielfältigen Lese-
situationen, in denen Gelesenes in Handlungen umgesetzt werden kann, in denen
Leseeindrücke mit Gesprächspartnern ausgetauscht werden können und in denen das
Verständnis von Gelesenem mit anderen überprüft und in das Wissen eingegliedert
werden kann, können Kinder zu Lesern werden.
Die Lesekultur lässt das Lesen als eine bereichernde und weiterbringende Daseins-
funktion erfahren.


Ist – Zustand:

   •    Lesepaten
   •    Lesenacht
   •    Lektürestunde
   •    Internetangebote (Antolin-Schroedel-Verlag)
   •    Klassenbücherei
   •    Leseecke
   •    Autorenlesung / Büchereibesuche
   •    Büchervorstellungen
   •    Büchertisch
   •    Feste Lesezeiten
   •    „Das gespielte Buch“


Ziel:

    Da es bereits eine Vielfalt von Aktivitäten (s. o.) zu diesem Baustein an unserer
     Schule gibt, sollen diese erhalten und fortgeführt werden.


 Maßnahmen:                                                  Zuständigkeit:

 Als erste verpflichtende Maßnahme werden alle Kinder der
                                                             Klassenlehrerin
 Trinkbornschule spätestens bis Ende der 2. Klasse eine
                                                             ab 2008/09
 Einführung in der Stadtbücherei Rödermark erhalten.


 Maßnahmen:                                                  Zuständigkeit:
                                                                                     13
                                                                                    2. Lesen




    Als zweite verpflichtende Maßnahme wird in jeder
    Jahrgangsstufe mindestens eine Lektüre pro Schuljahr
                                                                  Schulprogrammgruppe
    gelesen. Dazu werden Fragen aus unterschiedlichen
    Schwierigkeitsstufen beantwortet.

    Als dritte verpflichtende Maßnahme erhalten bis zum Ende
    der 4. Klasse alle Kinder eine Einführung in das Antolin-     Klassenlehrerin
    Portal. Am Ende des Schuljahres erfolgt eine Auswertung       Schulprogrammgruppe -
    der erreichten Punkte. Alle teilnehmenden Kinder werden       ‚Medien’
    mit einer Urkunde ausgezeichnet.

    Als vierte verpflichtende Maßnahme nehmen alle Schüler
    der 4. Jahrgangsstufe am Projekt „Das gespielte Buch“ teil.
    Hierbei handelt es sich um ein durch die Stadtbücherei
    initiiertes Leseprojekt, wobei die Kinder sechs Lektüren
                                                                  Klassenlehrerin
    verpflichtend lesen müssen. Im Anschluss daran wird in der
    Stadtbücherei von einer Theatergruppe ein passendes
    Theaterstück zu diesen Büchern aufgeführt und die Kinder
    werden aufgefordert, ein eigenes Ende dazu zu erfinden.


Baustein Elternarbeit

Ist - Zustand:

       •   Lesepaten
       •   Vorlesezeiten
       •   Leseprotokoll5
       •   Gänsefüßchen (mehrmals jährlich stattfindende Bücherbestellung)


Ziel:

        Die Eltern müssen stärker in den Leseprozess einbezogen werden.


    Maßnahme:                                                     Zuständigkeit:

    Als verpflichtende Maßnahme wird in allen 1. Klassen
    zwischen Weihnachten und Ostern ein Elternabend mit
    dem Hauptschwerpunkt „Lesenlernen“ stattfinden. Die
    Informationen zum Inhalt des Elternabends erhalten die
                                                                  Klassenlehrerin
    Klassenlehrerinnen der 1. Klassen jeweils von einem
    Vertreter der 2. Klassen. An diesem Elternabend wird
    den Eltern das Leseprotokoll vorgestellt und verbindlich
    eingeführt.


5
    siehe Anhang Lesen 2/3
                                                                                          14
                                                                                 2. Lesen



Diese Maßnahme hat sich im Schulalltag bewährt und wird von den Eltern als sehr
informativ beurteilt.


Baustein Diagnose

Ist - Zustand:

Testverfahren zur Überprüfung des Lesestandes werden in allen 2. Klassen zweimal pro
Schuljahr durchgeführt.


Ziel:

        Anhand der Testergebnisse wird der Lernstand der Kinder ermittelt.


    Maßnahme:                                                   Zuständigkeit:

    Als verpflichtende Maßnahme wird ein Testverfahren zur
    Überprüfung des Lesestandes am Ende der 1. Klasse sowie
    in der Mitte und am Ende der 2. Klasse durchgeführt. Um     Fachkraft Diagnose
    die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wird dieser Test     Lesen
    immer von den gleichen eingearbeiteten Fachkräften
    durchgeführt werden.

Besonders bewährt hat sich eine Überprüfung am Ende der 1. Klasse, da dadurch die
förderbedürftigen Kinder für das kommende Schuljahr herausgefunden werden.
Durch eine vergleichende Leseanalyse am Anfang und Ende des 2. Schuljahres ist in
Verbindung mit der stattgefundenen Leseförderung eine deutliche Verbesserung der
Leseleistung erkennbar6.


Baustein Leseförderung

Ist - Zustand:

Kinder, bei denen eine Leseschwäche festgestellt ist, werden binnendifferenziert
gefördert. Darüber hinaus gibt es Förderstunden, in denen die Kinder entsprechend der
Diagnose gefördert werden. Die im Schuljahr 2006/07 zur Verfügung stehenden
Förderstunden reichen nicht aus.

Ziel:

        Aufgrund der Testergebnisse werden die Kinder gezielt nach ihren Problem-
         schwerpunkten gefördert. Dabei soll neben der Lesekompetenz auch die
         Lesemotivation geweckt und gesteigert werden. Zur effektiven Förderung der
         entsprechenden Kinder werden Förderstunden für die Klassen 1 und 2 im
         Stundenplan ausgewiesen.
    Maßnahmen:                                                  Zuständigkeit:
6
    siehe Anhang Lesen 3/3
                                                                                       15
                                                                             2. Lesen




Als erste verbindliche Maßnahme muss ein Förderplan laut
Erlass vom 18.06.2006 (VOLRR) erstellt werden (siehe         Fachlehrerin Deutsch
Förderkonzept).

Als zweite verbindliche Maßnahme wird differenziertes
Lesefördermaterial von der Lesegruppe ausgearbeitet und
zur Verfügung gestellt. Das entsprechende differenzierte     Schulprogrammgruppe
Leseförder-Material muss im Laufe des Schuljahres nach
Förderschwerpunkten ergänzt werden.

Die konsequente Leseförderung während des gesamten zweiten Schuljahres führt zu
einer deutlich erkennbaren Verbesserung der Lesekompetenzen.


Die nächste Evaluation findet spätestens im November 2010 statt.




                                                                                    16
                                                                      2. Lesen



Umsetzung des Konzeptes

Datum             Inhalte

05.02.07          Information der Erstklasslehrerinnen bzgl. Elternabend
                  Thema „Lesen“ durch die Sprecherin der Schulprogramm-
                  gruppe Lesen
07.03.07          Elternabend zum Thema Lesen – Klasse 1

27.06.07          Gesamtkonferenz genehmigt das Lesekonzept

28.06.07          Schulkonferenz genehmigt das Lesekonzept

November 07       Stolperwörtertest 2. Klassen

03.03.08          Information der Erstklasslehrerinnen bzgl. Elternabend
                  Thema „Lesen“ durch eine Lehrerin, die im Vorjahr eine
                  1. Klasse hatte
06.03.08          Elternabend zum Thema Lesen – Klasse 1

Mai 08            Stolperwörtertest 1. und 2. Klassen

05.05.08          Lesetest im zweiten Schuljahr im Rahmen des Strategischen
                  Ziels 1
05.06.08          Theatervorführung „Das gespielte Buch“

November 08       Stolperwörtertest 2. Klassen

02.02.09          Information der Erstklasslehrerinnen bzgl. Elternabend
                  Thema „Lesen“ durch eine Lehrerin, die im Vorjahr eine
                  1. Klasse hatte
12.03.09          Elternabend zum Thema Lesen – Klasse 1




                                                                            17
                                                                                3. Fördern




                                        Fördern

Mitglieder der SPG: Fr. Ahrendt, Hr. Ertinger, Fr. Kieser, Fr. Lutz, Fr. Schick-Hellwege
                    Fr. Wagner

 Datum      Thema der Sitzung


 29.08.07   Konstituierende Sitzung – Entwurf Förderplan



 05.09.07   Förderplan: Erarbeitung der fachspez. Förderkriterien



 26.09.07   Förderplan: Erarbeitung der wahrnehmungsspez. Förderkriterien



 31.10.07   Förderplan: Erarbeitung der Förderkriterien für Arbeits- und Sozialverhalten



 26.11.07   Ist - Zustand – Kriterien Förderkonzept



 17.12.07   Erarbeitung Förderkonzept



 11.02.08   Evaluation: Vorbereitung Fragebogen



 26.02.08   Evaluation: Fertigstellung Fragebogen für Lehrer



 10.03.08   Evaluation: Auswertung



 28.04.08   Fertigstellung Förderkonzept / Fertigstellung 2. Fragebogen



 08.05.08   Auswertung der Befragung



 25.11.08   Erstellung Fragebogen zum Nachteilsausgleich



                                                                                           18
                                                                      3. Fördern



Datum      Thema der Sitzung


08.12.08   Auswertung der Befragung



25.01.09   Konsequenzen aus den Befragungen; Überarbeitung des Konzepts




                                                                              19
                                                                                  3. Fördern



In der „Verordnung über die Förderung von Schülerinnen und Schülern beim Lesen,
Rechtschreiben und Rechnen“ (VOLRR) vom 18. Mai 2006 ist festgelegt, dass jede
Schule ein eigenes Förderkonzept für die Schüler mit besonderen Schwierigkeiten in
diesen Bereichen erarbeiten muss. Die inhaltliche Ausrichtung der Fördermaßnahmen
wird dabei in der „Verordnung zur Ausgestaltung der Bildungsgänge“ (VOBGM) vom
24. Juni 2005 näher beschrieben. Ziel der Schule ist es, jenen Kindern eine Unter-
stützung zuteil werden zu lassen, bei denen ein Leistungsversagen oder eine andere
Beeinträchtigung droht. Nach § 50 des Hessischen Schulgesetzes soll die Schule durch
vorbeugende Maßnahmen diesen Schwierigkeiten entgegenwirken.
Seit vielen Jahren ist die Schule bemüht, die Schüler umfassend und gezielt, je nach den
individuellen Voraussetzungen zu fördern und zu unterstützen. Dabei werden die Kinder,
die Eltern sowie weitere Lernpartner in die Förderplanung und Umsetzung mit
einbezogen. Von elementarer Bedeutung für den Lernerfolg bei diesen Kindern ist, dass
die Eltern sehr frühzeitig und ausführlich informiert werden und in die Maßnahmen
eingebunden sind. Eltern sind wichtige Lernpartner. Sie haben ein Recht auf
Informationen über Förderangebote und Einsichtnahme in die Förderpläne. Seit dem
Schuljahr 07/08 werden die Fördermaßnahmen auf den schulintern entwickelten
Förderplänen7 dokumentiert und von Eltern und Förderschülern unterschrieben. Dadurch
wird eine hohe Verbindlichkeit und Verantwortungsübernahme bei den eingeleiteten
Fördermaßnahmen erreicht.

Ist - Zustand:

Vorschulische Förderschwerpunkte der Trinkbornschule

       •   Nach der Schulanmeldung der Erstklässler im September nimmt die Sozial-
           pädagogin der Schule Kontakt zu allen Kindertagesstätten auf. Im Gespräch mit
           den Erzieherinnen werden jene Kinder ermittelt, bei denen Förderbedarf bestehen
           könnte. Der Unterstützungsbedarf kann sich auf sehr unterschiedliche Weise
           darstellen. Es können sich Defizite im Sprachförder- oder Sprachheilbereich
           zeigen, Schwächen in der Grob- und Feinmotorik oder auch allgemeine Lern-
           schwierigkeiten.
       •   Bis zu 12 Kinder mit geringen Deutschkenntnissen werden in so genannten
           Vorlaufkursen, die in den Kindertagesstätten angeboten werden, unterrichtet. Ziel
           ist es, in spielerischen Situationen die Kompetenzen in der deutschen Sprache zu
           erweitern.
       •   Kinder mit Sprachheilproblemen werden von einer Sprachheillehrerin untersucht.
           Bei Bedarf wird logopädische Behandlung empfohlen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten können frühzeitig Förder-
maßnahmen im Vorschulbereich eingeleitet bzw. unterstützt werden. Besteht bei Kindern
der Verdacht, dass sie die erste Klasse nicht erfolgreich abschließen können, kommen
diese Kinder mit Beginn der Schulpflicht in die Vorklasse. Dort werden sie durch die
besondere Förderung einer Sozialpädagogin auf das erste Schuljahr vorbereitet. Dabei
werden Defizite in folgenden Bereichen abgebaut: Wahrnehmung, Feinmotorik,
Konzentration und Entspannung, Deutschkenntnisse, sprachliche Ausdrucksfähigkeit
sowie schreibmotorische Förderung. Besonderer Wert wird auf den Ausbau der Stärken
der Kinder bei gleichzeitigem Abbau von Defiziten gelegt.



7
    siehe Anhang Fördern 1/3
                                                                                          20
                                                                              3. Fördern



Förderschwerpunkte in den Klassen 1 bis 4

   •   Die Sprachheilpädagogin des Beratungs- und Förderzentrums (BFZ) der Helene-
       Lange-Schule aus Urberach diagnostiziert und therapiert Sprachauffälligkeiten bei
       Schülern.
   •   Am Ende des ersten Schuljahrs werden Kinder mit Schreibproblemen mit der
       „Hamburger Schreibprobe“ (HSP) überprüft. Durch diese genaue Problemfeld-
       analyse können gezielte Fördermaßnahmen eingeleitet werden.
   •   Der „Stolperwörtertest“ wird in der Mitte des ersten und noch einmal im zweiten
       Schuljahr als Diagnoseinstrument zur Analyse des Lesestandes eingesetzt. Bei
       vorhandenen personellen Ressourcen wird insbesondere im 2. Schuljahr in
       Kleingruppen gezielt gefördert.
   •   In den ersten beiden Schuljahren kommen zahlreiche „Leseeltern“ zum Einsatz.
       Ihre Aufgabe ist es, einzelnen Kindern Texte vorzulesen oder sich Texte vorlesen
       zu lassen. Diese Form der Förderung erfährt eine große Akzeptanz bei den
       Eltern.
   •   Regelmäßig wird die Schule durch das Beratungs- und Förderzentrum bei
       Schülern beraten, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf besteht.
   •   Für Schüler mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten sowie für Schüler mit
       Rechenschwierigkeiten stehen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.
   •   Leistungsstärkeren Schülern werden binnendifferenzierte Angebote unterbreitet.

Jeder Klassenraum in der Stammschule verfügt über vier Computer. Die Lernprogramme
„Oriolus“, „Lernwerkstatt“ sowie das „ANTOLIN-Portal“ bieten die Möglichkeit der
differenzierten, individuellen Förderung. Mit Hilfe dieser Programme können die Kinder
eigenverantwortlich Schwächen in Deutsch und Mathematik reduzieren. Die Erzielung
der Medienkompetenz der Kinder ist im Medienkonzept näher beschrieben.

Förderangebote in den dritten und vierten Schuljahren in Deutsch und Mathematik sind
abhängig von der personellen Ausstattung der Schule.

In den Klassenräumen stehen für die Schüler vielfältige Lernmaterialien für binnen-
differenzierende Förder- und Unterstützungsangebote bereit.

Seit dem Februar 2008 bietet die Trinkbornschule eine Hausaufgabenunterstützung für
alle Kinder an. Dabei wird die Schule von Schülern der benachbarten Nell-Breuning-
Gesamtschule unterstützt. Auf einen Betreuer kommen 5–6 Kinder unserer Schule. Etwa
70 Kinder nehmen teil. Das Unterstützungsangebot findet an drei Tagen in der Woche
statt. Darüber hinaus bietet der Förderverein der Trinkbornschule für die Kinder, die in
der Betreuung sind, ebenfalls eine Hausaufgabenunterstützung an.


Nachteilsausgleich für Kinder mit Teilleistungsschwächen

Schülern, bei denen eine Teilleistungsschwäche festgestellt wurde, kann vorübergehend
ein Nachteilsausgleich gewährt werden (Erlass vom 18. Mai 2006). Die gewährte Form
des Nachteilsausgleichs ist Teil des Förderplans. Dabei kommen z. B. in Frage:
   • verlängerte Arbeitszeiten
   • technische und didaktische Hilfs- und Arbeitsmittel
   • mündliche statt schriftliche Prüfungen
   • differenzierte Hausaufgabenstellungen
                                                                                      21
                                                                                   3. Fördern



   • individuelle Sportübungen
Dieser Ausgleich kann Kindern, die vorübergehend eine Funktionsbeeinträchtigung
haben, Schülern die Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen zeigen
oder auch Kindern, die eine Behinderung haben, gewährt werden.
Auf Antrag der Eltern und Anhörung der Klassenkonferenz trifft der Schulleiter die
Entscheidung über die Gewährung. Im Zeugnis wird der Nachteilsausgleich nicht
erwähnt.
Bei Kindern, die erhebliche Probleme im Lesen, Rechtschreiben oder auch Rechnen
haben, kann die Zeugnisnote im betroffenen Leistungsbereich vorübergehend aus-
gesetzt werden. Ziel ist es, durch Förderung die Defizite im Laufe der Grundschulzeit
abzubauen.


Ziele:

        Im Schuljahr 07/08 wird eruiert, in welchen Bereichen Förderbedarf besteht, wie
         dieser festgestellt wird und durch welche Maßnahmen Unterstützung erfolgt.8
        Der Förderplan der Trinkbornschule wird bis zum Herbst 2008 auf seine
         Einsetzbarkeit und Effizienz hin überprüft.
        Das Thema Förderung und Unterstützung wird auf Klassenelternabenden und auf
         SEB – Sitzungen thematisiert.
        Förderstunden werden schwerpunktmäßig im 1. und 2. Schuljahr ausgewiesen.


    Maßnahmen:                                                    Zuständigkeit:

    Auswertung des Fragebogens und Berichterstattung der
    Ergebnisse und Konsequenzen auf einer Gesamtkonferenz         Schulprogrammgruppe
    im Schuljahr 07/08.

    Sichtung und Auswertung der Förderpläne im Hinblick auf       Schulprogrammgruppe
    ihre Praktikabilität bis zum Herbst 2008.                     Schulleiter


Ergebnisse der Evaluationen:

       •   Das Formblatt „Förderplan“ hat sich bewährt.9
       •   Bezüglich der Anwendung und der Durchführung des Nachteilsausgleichs besteht
           noch Klärungsbedarf auf einer Gesamtkonferenz.

Die nächste Evaluation findet spätestens im Oktober 2010 statt.




8
    siehe Anhang Fördern 2/3
9
    siehe Anhang Fördern 3/3
                                                                                           22
                                                                      3. Fördern



Umsetzung des Konzeptes

Datum             Inhalte

14.11.07          Genehmigung der Förderpläne und Beurteilungskriterien
                  durch Gesamtkonferenz
18.12.07          Zustimmung der Schulkonferenz zu Förderplänen und
                  Förderkonzept
12.03.08          Vorstellung der Ergebnisse des Fragebogens in der
                  Gesamtkonferenz
21.05.08          Genehmigung des Förderkonzepts durch die
                  Gesamtkonferenz
17.06.08          Zustimmung des Schulelternbeirats zu Förderplänen und
                  Förderkonzept
31.03.09          Genehmigung des Förderkonzepts durch die Schulkonferenz




                                                                              23
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                                     Fortbildung

Mitglieder der SPG: Fr. Ahrendt, Fr. Bennemann, Fr. Bürger, Fr. Fischer, Fr. Flinner,
                    Fr. Gerber, Fr. Klose, Fr. Lutz, Fr. Metzger, Fr. Proßke

 Datum      Thema der Sitzung

             - Konstituierende Sitzung
 23.03.06    - Information durch den Schulleiter zum Aufgabenbereich
             - Erstellung eines Fragebogens

 27.04.06   Auswertung der Fragebogen


            - Auswertung der Fragebogen
 18.05.06
            - Sichtung der Fortbildungsangebote


 22.06.06   Sichtung der Fortbildungsangebote aus dem Internet



 20.09.06   Entwurf des Fortbildungskonzeptes


             - Rückmeldung aus der SPSG
 13.12.06
             - Überarbeitung des Entwurfs


 24.01.07   Überarbeitung und Verabschiedung des Konzeptes



 28.03.07   Korrektur des Konzeptes nach den Vorgaben der SPSG



 06.06.07   Überarbeitung des Konzeptes



 11.06.07   Überarbeitung des Konzeptes



 24.10.07   Einarbeitung der Empfehlungen der Gesamtkonferenz vom 19.09.2007



 16.04.08   Bestandsaufnahme Schuljahr 2007/2008




                                                                                        24
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Datum      Thema der Sitzung


03.09.08   Evaluation und Fortschreibung



17.12.08   - Rückmeldung aus der SPSG zur Überarbeitung des Entwurfs


           - Evaluation
11.02.09
           - Ideensammlung zur Weiterarbeit




                                                                                   25
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Die Trinkbornschule versteht sich als kindorientierter Lern-, Lebens- und Handlungs-
raum, in dem sich grundlegende Bildung vollzieht. Hier lernen Kinder miteinander und
voneinander. Die Schule sieht ihre Aufgabe darin, die Schüler in ihrer individuellen
Entwicklung zu unterstützen und sie zu selbstständigem Lernen zu führen. Als Symbol
für den Wertekonsens des schulischen Lebens entstand der Schulprogrammbaum. Um
diesem Wertekonsens gerecht zu werden, ist eine ständige und breit gefächerte
Weiterbildung der Lehrkräfte erforderlich.
Im Hessischen Lehrerbildungsgesetz (HLBG §67, 2004) ist festgelegt, dass jede Schule
einen Fortbildungsplan zu erstellen hat. Vor diesem Hintergrund der Fortbildungs-
verpflichtung für Lehrerinnen und Lehrer steht die Fortbildungsplanung in engem
inhaltlichem Zusammenhang mit dem Profil der Schule und mit den im Kollegium
vorhandenen Ressourcen.
In Anlehnung an das Schulprogramm ist die Kompetenzentwicklung in den Bereichen
Lesen lernen, Diagnose und Förderung, Prävention sowie der IT-Fähigkeiten ein
wichtiger Fortbildungsinhalt. Eine längerfristige, gemeinsame und systematische
Planung führt zu einem speziell zugeschnittenen Qualifizierungsprogramm, das
Veränderungs- und Entwicklungsprozesse einleitet.
Für individuelle und gemeinsame Fortbildungen, die sich an die im Schulprogramm
verabredeten Entwicklungsziele anlehnen, wird i. d. R. Unterrichtsbefreiung gewährt.
Das gleiche gilt für Fortbildungen, die der Erweiterung der eigenen Fachkompetenzen
und der beruflichen Weiterentwicklung dienen.
Individuelle Fortbildungen sind wichtige Ideengeber für Koordinationen, Fachgruppen
und gemeinsame Fortbildungen. Teilnehmer an individuellen und fachspezifischen
Fortbildungen sind Multiplikatoren im Kollegium. Sie berichten auf Konferenzen über die
erfahrenen Inhalte.
Fortbildungen, die dem persönlichen Interesse Einzelner dienen, können in
Ausnahmefällen während der Unterrichtszeit stattfinden.


Ist - Zustand:

Bisher fanden Pädagogische Tage u. a. zu folgenden Themen statt: Bewegung im
Unterricht, Mathewerkstatt, Lernwerkstätten, Lesen lernen ohne Fibel.
Nachmittägliche schulinterne Fortbildungen gab es zu „Chemie in der Grundschule“
sowie im Bereich „Computer“ (siehe SPG Medien).
Seit über zehn Jahren organisieren die Religionslehrerinnen ein jährlich stattfindendes
überkonfessionelles Wochenendseminar in Schönberg im Taunus.
Aus schulinternen Ressourcen können folgende Fortbildungsschwerpunkte angeboten
werden:
   • Musik
   • Naturwissenschaftliche Experimente
   • Computerprogramme – Schulung
   • Prävention
   • LRRS
   • Leseförderung

Im Bereich „Leseförderung“ nimmt eine Kollegin an der Qualifizierungsmaßnahme des
Staatlichen Schulamtes Offenbach zum Strategischen Ziel I teil (siehe SPG Lesen).

Im Juni 2004 wurde für die Schulen in Rödermark eine Fortbildungsveranstaltung mit
Herrn Dr. Klippert zum Thema „Methodenkompetenz“ angeboten. Das Kollegium war
                                                                                      26
                                                                            4. Fortbildung



sich anschließend einig, dass die Erweiterung der Methodenkompetenz nach Dr. Klippert
in Zukunft ein zentraler Fortbildungsschwerpunkt sein sollte. Günstig war, dass das
Hessische Kultusministerium kurz darauf eine dreiteilige Fortbildungsreihe zur
„Erweiterung der Methodenkompetenz in der Grundschule“ anbot. Das 1. Modul fand
vom 29.05.07-31.05.07 statt.

Im April 2006 wurde eine Bestandsaufnahme mit Hilfe eines Fragebogens durchgeführt.10
Die Auswertung des Fragebogens zeigt, dass Fortbildungsbedarf zu den Themen
Förderpläne (32%), Prävention (23%) und ADHS (18%) besteht.11 Bei den individuellen
Fortbildungswünschen ergibt sich zusätzlich ein Bedarf im Bereich Dyskalkulie und
LRRS. Aufgrund des ermittelten Fortbildungsbedarfs fanden im Schuljahr 2006/2007
gemeinsame nachmittägliche Fortbildungen zu den Themen Förderpläne und Prävention
statt.


Ziele:

        Gemeinsame Basis in den Bereichen Fachwissen, Methodik und Didaktik durch
         gemeinsame Fortbildungen
        Kompetenzerweiterung in den Bereichen Lesen lernen, Diagnose und Förderung,
         Prävention und PC–Anwendung
        Erarbeitung von Unterrichtsvorbereitungen für den Einsatz in der Praxis;
         Erarbeitung von Lernspiralen nach Dr. Klippert
        Sicherung der Unterrichtsqualität


 Maßnahmen:                                                     Zuständigkeit:

 Ein Pädagogischer Tag und zwei Studientage werden in           Schulprogrammgruppe
 jedem Schuljahr wahrgenommen.                                  Schulleiter

 Im Rahmen der gemeinsamen Fortbildungen werden
                                                                Referent/
 konkrete Anregungen für den vielfältigen und differenzierten
                                                                Schulprogrammgruppe
 Einsatz im Unterricht erarbeitet.

 Fortbildungsimpulse aus den Fachgruppen,
 Schulprogrammgruppen und Koordinationen werden in der
                                                                Schulprogrammgruppe
 GK abgestimmt, um sie auf eine breite Basis zu stellen. Sie
 finden dann Eingang im Fortbildungskonzept.

Fortbildungsplanung 2007/2008
   • Lernprogramme
   • Förderpläne
   • 1. -3. Modul „Methodentraining nach Dr. Klippert“
   • Religionspädagogisches Seminar
   • Erste Hilfe-Kurs
   • AD(H)S
   • Kindergarten–Trinkbornschule–Zusammenarbeit – Prof. Meyer

10
     siehe Anhang Fortbildung 1/2
11
     siehe Anhang Fortbildung 2/2
                                                                                        27
                                                                            4. Fortbildung



   Evaluation im Schuljahr 2007/2008

Fortbildung „Methodentraining nach Dr. Klippert“:
Zur „Erweiterung der Methodenkompetenz in der Grundschule“ fand das zweite
dreitägige Modul im November 2007 statt. Es befasste sich mit Lernspiralen zu den
Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht.
Im April fand das dritte, ebenfalls dreitägige, Modul zu den Trainingsspiralen nonverbale
und verbale Kommunikation, Gruppenarbeit und kooperative Präsentation statt. Die
Resonanz im Kollegium auf diese Fortbildung war eindeutig positiv. Dies zeigten das
Feedback im Anschluss an die Fortbildung und die Gespräche in Konferenzen und
Koordinationen. Daraus ergab sich, der Wunsch nach jährlichen Fortbildungen im
Bereich „Erweiterung der Methodenkompetenz in der Grundschule“.

Es fanden Fortbildungen zu den Themen ADHS und Förderpläne statt. Darüber hinaus
gab es schulinterne Fortbildungen in den Bereichen Musik und PC. Sie wurden in
großem Umfang vom Kollegium genutzt.


Fortbildungsplanung 2008/2009

   •   „Methodentraining nach Dr. Klippert“
   •   Religionspädagogisches Seminar
   •   Umsetzung des BEP
   •   Dyskalkulie
   •   Antolin




                                                                                        28
                                                                           4. Fortbildung



Umsetzung des Konzeptes

Datum                     Inhalte

07.02.07                  Fortbildung zum Thema „Prävention“
                          Frau Behring, Gartenstadtschule, Rodgau/Niederroden
08.02.07                  Fortbildung zum Thema „Lernprogramme“
                          Frau Große-Kreul, Frau Tüncher, Trinkbornschule
28.02.07                  Fortbildung zum Thema „Förderpläne“
                          Herr Dicke, Beratungs- und Förderzentrum, Urberach
29.05. - 31.05.07         Erstes Modul „Methodentraining nach Dr. Klippert“
                          Frau Franz, Frau Leyser, AfL
07.11. - 09.11.07         Zweites Modul „Methodentraining nach Dr. Klippert“
                          Frau Franz, Frau Leyser, AfL
14.11.07                  Verabschiedung der Vorlage durch Gesamtkonferenz

18.12.07                  Verabschiedung der Vorlage durch Schulkonferenz

25.01. - 26.01.08/        Erste Hilfe Kurs
29.02. - 01.03.08         Herr Poehl, DLRG
14.02.08                  Fortbildung zum Thema „AD(H)S“
                          Frau Manus, Beratungs- und Förderzentrum, Urberach
22.02. - 23.02.08         Kompetenzorientiertes Unterrichten im Fach Religion
                          Frau Richter, Schönberg
19.03., 16.04., 26.05.,   Zusammenarbeit Kindergarten–Trinkbornschule
27.08.08                  Prof. Meyer, Ev. Akademie Elisabethenstift, Darmstadt
21.04. - 23.04.08         Drittes Modul „Methodentraining nach Dr. Klippert“
                          Frau Franz, Frau Leyser, AfL
13.02. - 14.02.09         Symbol: Weg (Religionspädagogisches Seminar)
                          Frau Richter, Schönberg
25.02.09                  Fortbildung „Antolin“
                          Frau Große-Kreul, Frau Tüncher, Trinkbornschule




                                                                                       29
                                                                           5. Vertretung


                                      Vertretung

Mitglieder der SPG: Fr. Behle, Fr. Bennemann, Hr. Ertinger, Fr. Korten (SEB),
                    Fr. Roebke, Fr. Schöps, Hr. Dr. Werner (SEB)

Datum       Thema der Sitzung


11.05.06    Konstituierende Sitzung



14.07.06    Erarbeitung des Konzeptes



25.10.07    Fortschreibung des Konzepts




                                                                                      30
                                                                               5. Vertretung



Die Leitung der Trinkbornschule ist bestrebt, in Zusammenarbeit mit der Gesamt-
konferenz und dem Schulelternbeirat im Rahmen der allgemeinen Vertretungs-
bedingungen und unter den besonderen Bedingungen der Unterrichtsgarantie Plus ein
Vertretungskonzept zu erstellen, das insbesondere den Bedürfnissen der Kinder unserer
Schule Rechnung trägt. Dabei sind wir bemüht, auch unter Vertretungsbedingungen die
erfolgreiche, auf Lernzuwächse ausgerichtete Beschulung zu organisieren. Unser
Bestreben ist es nicht, die uns anvertrauten Kinder lediglich zu betreuen oder zu
beaufsichtigen.

Ziel:

    Es ist unser erklärtes Ziel, die im Stundenplan ausgewiesenen Pflichtstunden im
     Rahmen der Jahresstundentafel anzubieten.

Dies bedeutet in Bezug auf den Religionsunterricht, dass nur die an diesem Unterricht
teilnehmenden Kinder einen Anspruch auf Vertretung haben. Kinder, die nicht am
Religionsunterricht teilnehmen werden in den Randstunden nicht betreut und
beaufsichtigt.


 Maßnahme:                                                       Zuständigkeit:

 Aufbau eines Vertretungspools durch die Auswahl
                                                                 Schulleiter
 geeigneter Personen


Wir sind überzeugt, dass wir dieses Ziel mit Hilfe der Lehrkräfte (wie bisher) als auch
unter Einbezug externer Vertretungskräfte (Unterrichtsgarantie Plus) erreichen. Externe
Vertretungskräfte sollen fachlich qualifiziert sein und über einen aktiven Umgang mit
Kindern und/oder Jugendgruppen verfügen. Die Qualifikation der Bewerberinnen und
Bewerber wird in einem Gespräch mit der Schulleitung von dieser festgestellt.

Die Bewerbungsunterlagen erhalten anschließend der Personalrat der Trinkbornschule
und die Frauenbeauftragte am Staatlichen Schulamt. Nach deren Zustimmung, werden
die Bewerberinnen und Bewerber in den Vertretungspool der Trinkbornschule aufge-
nommen.

Der Vertretungsfall ist dann gegeben, wenn eine Kollegin oder ein Kollege erkrankt,
wenn Kolleginnen/Kollegen sich mit ihren Klassen außerhalb des Schulgeländes
aufhalten (Ausflug, Landschulheim etc.), wenn eine Klasse keinen unterrichtsfähigen
Lehrer hat (Personalmangel) etc.

Um dem drohenden Unterrichtsausfall zu begegnen, wird ein Vertretungspool gebildet.
Daran teilnehmen können sowohl externe Interessentinnen und Interessenten als auch
Lehrkräfte der Schule, die noch Kapazitäten frei haben. Bezahlt werden diese Kräfte
über ein Vertretungsbudget, das der Schule vom Land Hessen zur Verfügung gestellt
wird.

Eine Gruppe aus je zwei Vertretern der Schulleitung, der Lehrerschaft sowie des
Schulelternbeirats haben sich für den Vertretungsfall auf ein Verfahren geeinigt. Dabei
sind wir uns einig, dass die der Schule zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel auf die
                                                                                          31
                                                                             5. Vertretung



einzelnen Monate in etwa gleichmäßig verteilt werden. Nicht verausgabte Mittel können
in Folgemonaten ausgegeben werden, müssen aber nicht. Sollten die Mittel nicht
ausreichen, so wird die Vertretung hausintern organisiert. Die Schulleitung, die für die
Erstellung des Vertretungsplans verantwortlich ist, ist dabei an keine starre
Organisationsstruktur gebunden. Sie hat die Aufgabe, die pädagogisch und schul-
organisatorisch sinnvollste Lösung zu realisieren.

Die folgende Liste zeigt Möglichkeiten auf, Vertretungsunterricht für kurzfristig
abwesende Kolleginnen/Kollegen zu organisieren. Dabei ist die angegebene Reihenfolge
nicht zwingend zu realisieren.

   •   Externe Kräfte kommen zum Einsatz. Dabei wird versucht, zuerst die Kräfte, die
       eine abgeschlossene Lehrerausbildung haben einzubinden. Danach jene Kräfte,
       die über ein Hochschulstudium mit Abschluss verfügen. Zum Schluss kommen
       jene Kräfte des Pools zum Einsatz, die über eine anderweitige Berufsausbildung
       verfügen.
   •   Wir greifen wie bisher auf schulinterne Lehrkräfte zurück. Diese müssen bei voller
       Stelle pro Monat bis zu 3 Vertretungsstunden leisten.
   •   Lehrkräfte, die im Förderbereich eingesetzt sind, werden zur Vertretung heran-
       gezogen.
   •   Aus Doppelbesetzungen wird eine Lehrkraft abgezogen.
   •   Die Sozialpädagoginnen werden zur Aufsichtsführung herangezogen.
   •   Klassen werden aufgeteilt bzw. eine Kollegin/ein Kollege beaufsichtigt 2 Klassen.
   •   Kolleginnen, die über bezahlte Mehrarbeit Vertretungsunterricht halten möchten,
       können zum Einsatz kommen.

Damit zukünftig ein qualitativ hoch stehender Vertretungsunterricht gehalten werden
kann, ist es wichtig, dass jede Lehrerin/jeder Lehrer fünf Unterrichtsvorbereitungen mit
den dazugehörigen Materialien und Kopien im Pult bereithält. Diese müssen so verfasst
sein, dass sie von ungeübten externen Vertretungskräften kurzfristig realisierbar sind.

Bei längerfristiger Abwesenheit (ab dem dritten Tage) sind wir bestrebt, den Hauptfach-
unterricht von der gleichen Person erteilen zu lassen. Dies kann eine Kollegin/Kollege
aus einer Parallelklasse sein als auch eine externe Kraft. Sollte die abwesende Lehrkraft
nicht selbst die Inhalte und vorbereiteten Stunden erstellen können, so ist hierfür die
Koordinationsgruppe der Jahrgangsstufe verantwortlich. Erklärtes Ziel ist es, alle
Klassen einer Jahrgangsstufe auf dem gleichen Unterrichtsniveau zu halten.

Nach einem Erfahrungszeitraum von einem Jahr wird dieses Konzept erneut beraten.

Zu Beginn des Schuljahres 08/09 wird der Begriff „Unterrichtsgarantie Plus“ von Seiten
des Kultusministeriums durch „Verlässliche Schule“ ersetzt.

Die nächste Evaluation findet am Ende des Schuljahres 08/09 statt.




                                                                                        32
                                                                   5. Vertretung



Umsetzung des Konzeptes

Datum             Inhalte

05.07.06          Genehmigung durch die Schulkonferenz

11.10.06          Genehmigung durch die Gesamtkonferenz

12.12.06          Genehmigung durch den Schulelternbeirat

27.06.07          Vorstellung der Vertretungssituation und Fortschreibung des
                  Konzepts in der Gesamtkonferenz
17.09.08          Vorstellung der Vertretungssituation und Fortschreibung des
                  Konzepts in der Gesamtkonferenz




                                                                              33
                                                             5. Ganztägig organisierte Schule


                         Ganztägig Organisierte Schule

Mitglieder der SPG: Fr. Bennemann, Fr. Behle, Hr. Ertinger, Fr. Hoffstadt, Fr. Korten,
                    Fr. Landmann, Fr. Tüncher, Hr. Wehner

 Datum      Thema der Sitzung


 14.03.08   Konstituierende Sitzung



 18.04.08   Inhaltliche Akzente einer Ganztagsschule



 15.05.08   Konzepterstellung I



 16.06.08   Konzepterstellung II



 20.10.08   Aufgaben der Erzieher / Sozialpädagogen in der GOS



 19.03.09   Implementierung als SPG „Ganztägig Organisierte Schule“ (GOS)




                                                                                           34
                                                             5. Ganztägig organisierte Schule



Seit Jahren ist an der Trinkbornschule der Bedarf an Betreuungsplätzen enorm
gestiegen. Der Förderverein sieht sich seit vier Jahren kontinuierlich damit konfrontiert,
dass zwischen dem möglichen Angebot an Betreuungsplätzen zu Beginn eines
Schuljahres und dem tatsächlichen Bedarf die Schere immer weiter auseinander klafft.
Das momentane Angebot des Fördervereins von 30 Plätzen an der Stammschule, 25
Plätzen an der Zweigstelle im Breidert sowie 12 provisorischen Plätzen im
Jugendzentrum der Stadt Rödermark ist bei weitem nicht ausreichend. Ergänzend zum
schulischen Angebot werden von Seiten der Stadt Rödermark 50 Plätze im Hort
Trinkbrunnenstraße und 20 Plätze im Hort Potsdamerstraße angeboten. Insgesamt also
147 Plätze. Im Rahmen des Fördervereins werden die Kinder von 12.00 – 15.00 Uhr
betreut. Die Kinder an der Stammschule nehmen im Hort „Trinkbrunnenstraße“ ein
warmes Mittagessen ein, für die Kinder in der Zweigstelle wird in der hauseigenen Küche
gekocht. An beiden Standorten wird eine Hausaufgabenbetreuung angeboten.
Eine Umfrage unter den Eltern der Kindergartenkinder zum Bedarf an
Betreuungsplätzen12 ergab im September 2008, dass in den nächsten vier Jahren der
Bedarf auf bis zu 260 Plätze ansteigt. Damit ist klar, dass neue Wege bei der Suche
nach Betreuungsmöglichkeiten gegangen werden müssen. Um dem gestiegenen
gesellschaftlichen Bedürfnis nach Betreuungsangeboten nachzukommen, müssen sich
die schulische Realität (in Form einer Ganztagsschule) und die kommunalen Kapazitäten
im Hortbereich miteinander verbinden. Mit den so entstehenden personellen
Synergieeffekten können neue Inhalte und neue Betreuungsangebote dargestellt
werden.


Ist – Zustand:

Im November 2007 haben Vertreter des Kreises Offenbach, der Stadt Rödermark und
der Schule vereinbart, dass sich die Stadt Rödermark mit finanziellem und personellem
Engagement an dem Zukunftsprojekt beteiligen wird. Von städtischer Seite wird
zugesagt, 2/3 der notwendigen Baukosten zum Ausbau der Trinkbornschule zur
Ganztagsschule zu übernehmen, 1/3 trägt der Kreis. Die kommunale Zusage gilt
vorbehaltlich der Zustimmung durch die Stadtverordnetenversammlung und den
Magistrat. Um diese politische Absichtserklärung mit Inhalt zu füllen, wurde im Dezember
2007 ein Arbeitskreis gegründet, der sich mit der organisatorischen und baulichen
Umwandlung der Trinkbornschule zu einer Ganztagsschule beschäftigt. Dieser trifft sich
regelmäßig im Rathaus. Vertreten sind der Kreis Offenbach, die Stadt Rödermark mit
verschiedenen Abteilungen sowie die Schulgemeinde (Schulleitung, Kollegium, Eltern,
Förderverein).
Ein zweiter Arbeitskreis beschäftigt sich seit April 2008 mit der Ausarbeitung des
pädagogischen Konzepts und der Organisation des Ganztagsschulbetriebs. In diesem
Arbeitskreis sind ebenfalls der Kreis Offenbach, die Stadt Rödermark und die Schule
repräsentiert sowie Herr Prof. Meyer von der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt,
als wissenschaftlicher Berater. Diese Gruppe hat wesentliche Elemente des Konzepts
„Ganztägig Organisierte Schule“ entwickelt, das im Folgenden dargestellt wird. Daraus
geht hervor, dass es zukünftig an der Trinkbornschule ganztägig organisierte Klassen
(7.00 – 17.00 Uhr) und parallel dazu klassisch organisierte Klassen (8.00 – 13.30 Uhr)
geben soll.
Alle Beteiligten sind sich dem an die Schule gestellten Auftrag bewusst, dass die
unterrichtliche Qualität in allen Parallelklassen vergleichbar sein muss. Förderangebote
und zusätzliche Angebote werden auch den Kindern zuteil, die in herkömmlich

12
     siehe Anhang GOS 2/2
                                                                                           35
                                                           5. Ganztägig organisierte Schule



organisierten Klassen unterrichtet werden. Diese Angebote sind abhängig von der
Personalzuweisung durch das Land Hessen sowie von freiwilligen Angeboten durch
Eltern und Vereine.


Konzeption

Um den hohen Bedarf an Betreuungsplätzen in den nächsten Jahren abdecken zu
können, müssen alle Möglichkeiten von Angeboten in Ober-Roden in Betracht gezogen
werden.
Dies bedeutet sowohl die bestehenden Angebote an der Zweigstelle im Breidert (max.
25 Plätze) als additives Angebot fort zu führen, als auch das städtische Hortangebot in
der Potsdamer Straße (20 Plätze) weiterhin bei zu behalten.

In der Stammschule der Trinkbornschule soll bis zum Schuljahr 2010/2011 eine
Ganztägig Organisierte Schule (GOS) entstehen. Ziel ist es, auf der Grundlage eines
kommunalen Arbeitspapiers, die personellen Ressourcen der Trinkbornschule, der Horte
„Trinkbrunnenstraße“ und „Potsdamerstraße“, des Fördervereins, der kommunalen
Jugendpflege sowie von externen Honorarkräften zu bündeln. Durch das
Zusammenwirken unterschiedlicher Professionen kann den Schülerinnen und Schülern
ein qualitativ hochwertiges pädagogisches Angebot an schulischer Ausbildung,
sozialpädagogischer Betreuung, zusätzlichen Förder- und Unterstützungsangeboten
sowie Freizeitbetreuung geboten werden. Geistig fordernde unterrichtliche Inhalte,
differenzierte Vertiefungsphasen und individuelle Übungszeiten wechseln mit
Bewegungsangeboten, musikalisch/darstellenden Angeboten, Computerkursen und
Angeboten externer Kräfte. Phasen der Anspannung/Anstrengung und Entspannung
sind sinnvoll auf einander abgestimmt13.

Dabei kommen spielerische Aktivitäten und der selbst gesteuerte Freizeitbereich am
Nachmittag mit so genannten „Mach-was-Gruppen“ nicht zu kurz. Eine wichtige Aufgabe
der GOS wird es werden, eine Atmosphäre zu schaffen, die dem familiär-emotionalen
Rahmen für die zu betreuenden Kinder nahe kommt.


Organisation

19 Klassenräume stehen an der Stammschule ab 2011 zur Verfügung. Ferner
Räumlichkeiten für die Vorklasse, ein Werkraum, ein Videoraum, ein PC-Schulungsraum
mit 15 Rechnern sowie ein Raum mit Lehrküche (2 Elektroherde). Vier
Kleingruppenräume (6–8 Personen) sind ebenfalls nutzbar. Im Sportbereich verfügt die
Schule über eine Zweifeldhalle. Neu gebaut werden ein Speisesaal für 100 Personen,
eine entsprechend leistungsfähige Küche und notwendige Zusatzräume. Weitere
Kleingruppenräume sind im benachbarten Hort zur Nutzung in ausreichendem Maße
vorhanden. Die bisher vom Förderverein im Betreuungsangebot genutzten Räume
werden in das GOS–Modell integriert. Eine an das Schulgelände angrenzende große
städtische Grünfläche soll der Schule umzäunt zur Verfügung gestellt werden.

Nach Beendigung der Baumaßnahmen im Jahr 2011 soll mit der GOS im August
desselben Jahres begonnen werden. Es wird beabsichtigt, pro Stufe 2 Klassen mit je 25
Kindern, also insgesamt 200 Kinder, in das Modell aufzunehmen. Je nach Bedarf werden

13
     siehe Anhang GOS 1/2
                                                                                         36
                                                            5. Ganztägig organisierte Schule



zuerst die Plätze an der Stammschule, dann in der Zweigstelle und zuletzt im Hort
Potsdamerstraße als Betreuungsplätze angeboten. Dies bedeutet, dass maximal 245
Kinder auf diese Art betreut werden können.
Eine Erweiterung des Angebotes mit ganztägig organisierten Klassen ist an der
Stammschule nicht möglich.
Gleichzeitig mit der Anmeldung zur Schule werden die Kinder auch zur Betreuung GOS
angemeldet. Härtefälle werden berücksichtigt.

Als Auswahlkriterien werden festgelegt: 1. allein erziehend mit Kindern/berufstätig
                                        2. notwendige Berufstätigkeit/Ausbildung
                                           allein erziehend mit Kind
                                        3. Härtefall
                                        4. soziale Notwendigkeit
                                           (Empfehlung Jugendamt / Sozialamt)
                                        5. Berufswunsch
                                        6. Familie mit mehreren Kindern
                                        7. private Gründe

Eine Abmeldung während des laufenden Schuljahrs ist ohne finanzielle Konsequenzen
nicht möglich. Härtefallregelungen sind denkbar (z. B. Wegzug aus Rödermark).

GOS – Trinkbornschule
In der Ganztägig Organisierten Schule in Ober-Roden sind Bildung, Erziehung und
Begleitung Leitgedanken der GOS – Klassen.

Leitziele der GOS sind:
    1. individuelle Förderung und Eröffnen von Lernchancen durch eine Pädagogik der
        Vielfalt
    2. Veränderung von Unterricht und Lernkultur durch Verknüpfung von Unterricht,
        Zusatzangeboten, Projekten und Freizeit über den Vor- und Nachmittag
    3. Möglichkeiten zum sozialen Lernen über verschiedene Altersgruppen hinweg
        durch Angebote, die das Leben und Lernen in Gemeinschaft, respektvollen
        Umgang miteinander und soziale Kompetenz fördern
    4. Öffnung von Schule durch Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe, sozialen
        und kulturellen Einrichtungen
    5. kreative Freizeitgestaltung durch Einbeziehung außerschulischer Angebote zum
        Beispiel der Jugendhilfe, Musikschule, Sportvereinen und Kirchen
    6. Qualifizierung des Personals durch entsprechende Weiterbildungen für
        Schulleitung, Lehrkräfte, pädagogisches Personal und außerschulische Partner

Um die Lern- und Leistungserfolge in der Schule für alle Schülerinnen und Schüler
erfolgreich gestalten zu können, werden die im § 6 der Stundentafel für die
Grundschulen (VO vom 20.12.2006) ausgewiesenen Fachstunden auf den gesamten
Kernzeitraum der GOS verteilt. Zwischen 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr findet die Kernzeit mit
Anwesenheitspflicht statt.
Während dieser Zeit findet der Unterricht vergleichbar mit den restlichen Klassen an der
Trinkbornschule statt. Der Unterricht wird von Lehrkräften durchgeführt. In der GOS wird
diese teilweise von einer sozialpädagogischen Kraft unterstützt werden
(Doppelbesetzung).
Neben der klassischen Schulbildung wird es in den GOS–Klassen auch weitergehende
Bildungs- und Freizeitangebote geben. Die Lernsequenzen werden unterbrochen von
Angeboten im motorischen, musikalischen und darstellenden Bereich, Vertiefungen im
                                                                                          37
                                                            5. Ganztägig organisierte Schule



Lese- und Lektürebereich, Computerschulungen sowie fremdsprachlichen Angeboten.
Experimentierphasen sowie projektorientierte Unterrichtseinheiten finden ebenso ihren
festen Platz wie schuleigene curriculare Ansprüche. Sozialpädagogische Kräfte werden
im Laufe der Kernzeit einen Teil dieser Angebote anbieten. Ebenso sollen städtisch
finanzierte Honorarkräfte im motorischen, musischen und ästhetischen Bereich
Angebote und Projekte organisieren. Um die veränderte Unterrichts- und Lernkultur
sinnvoll aufeinander abzustimmen, müssen regelmäßige Koordinationstreffen auf
Stufenebene zwischen den Lehrkräften, städtischen Angestellten, den Angestellten des
Fördervereins und externen Kräften stattfinden. Auf diesen Treffen werden die Inhalte,
die über die Stundentafel hinausgehen, abgestimmt.

Moderne Erkenntnisse der Sportwissenschaft und Hirnforschung spiegeln sich in der
Organisation der Kernzeit wieder. Tägliche effektive Bewegung wie auch Phasen von
Entspannungsangeboten steigern die Lernleistungen nachweislich deutlich. Während der
Kernzeit werden Fördergruppen für leistungsschwächere und leistungsstärkere Schüler
angeboten. Zwischen 7.30 Uhr bis 8.15 Uhr und von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr wird es
verschiedene modulare Angebote geben, die die Eltern für ihre Kinder gegen Entgelt
auswählen können.


Personalressourcen und Personaleinsätze
Um das Betreuungsangebot auf über 200 Plätze steigern zu können, ist eine Bündelung
der Personalressourcen notwendig. Bei der Organisation der Einsatzpläne für die
Lehrkräfte ist die Schulleitung aufgefordert, diese möglichst personalfreundlich zu
gestalten (näheres wird mit dem Schulpersonalrat geregelt). Sowohl Lehrkräfte wie auch
Sozialpädagogen werden in dieser Zeit des GOS–Betriebs (8.15 – 15.30 Uhr) nach den
schulischen Erfordernissen eingesetzt. Während der Hausaufgabenbetreuung und
Unterstützung sollte stets eine Lehrkraft anwesend sein.
Die Kräfte des Fördervereins sollen die Zeitabschnitte vor Schulbeginn wie auch
während der Mittagsbetreuung mit abdecken. Je nach Leistungsfähigkeit des Personals
ist ein weitergehender Einsatz während der Kernzeit und danach wünschenswert und
denkbar. Da es sich bei den Leistungen des Fördervereins um ehrenamtliche Leistungen
handelt, können dazu heute keine verlässlichen Angaben gemacht werden.
Erzieher und Sozialpädagogen werden in der GOS andere Aufgaben übernehmen, als
im reinen Hortbetrieb. Hierzu müssen ihnen regelmäßige Fortbildungen und
Qualifizierungsmöglichkeiten angeboten werden. Es ist wichtig festzustellen, dass die
Sozialpädagogen nicht die Aufgaben eines Hilfslehrers übernehmen sollen. Auch in der
GOS werden sie im Wesentlichen sozialpädagogische Aufgabenstellungen haben. Ihre
Aufgaben liegen im diagnostischen Bereich, sie fördern einzelne Kinder bzw.
Kleingruppen, sie unterstützen Lehrkräfte bei Ausflügen, Projekttagen, Präventionstagen,
sie bieten eigene Inhalte im Bereich der nicht unterrichtlichen Sequenzen an. Die Zeiten
außerhalb der Kernzeit wie auch die Mittagsbetreuung sind ihr Zuständigkeitsbereich.
Um bei allen Beteiligten einen hohen Zufriedenheitsgrad zu erreichen, wird ein
Koordinationsgremium unter der Leitung der Schulleitung eingerichtet, das sich
monatlich zum Austausch trifft. In ihm soll je ein Vertreter der Schulleitung, der
Lehrerschaft, der Eltern, des Fördervereins, der Stadt Rödermark, des
sozialpädagogischen Personals und evtl. ein Schülervertreter teilnehmen.


Finanzierung
Die zukünftigen Kosten eines Betreuungsplatzes sind monatlich im Voraus zu entrichten.
Die Höhe entspricht in etwa den derzeitigen Kosten eines städtischen Hortplatzes. Die
                                                                                          38
                                                         5. Ganztägig organisierte Schule



exakte Höhe wird von der Kommune festgelegt. Es muss von städtischer Seite
sichergestellt werden, dass niemand aus finanziellen Gründen vom GOS–Angebot
ausgeschlossen wird. Zur Zeit der Verabschiedung des Antrags ist dies noch nicht
abschließend geklärt.


Essensangebot
Auf dem Gelände der Stammschule wird im Rahmen des Neubaus zum Start der GOS
eine Küche errichtet. Für die 200 Kinder der GOS–Klassen wird täglich ein warmes
Essen zubereitet. Dabei ist darauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler eine
gesunde und ausgewogene Mahlzeit erhalten. Ernährungsberater sollen die Schule
unterstützen.
Wichtig ist auch, dass das Mittagessen in einer entspannten und angenehmen
Atmosphäre eingenommen werden kann. Dazu werden optimal schallschluckende
Räumlichkeiten benötigt mit der Möglichkeit, flexible Gruppengrößen beim Mittagessen
zu organisieren.




                                                                                       39
                                                            5. Ganztägig organisierte Schule



Umsetzung des Konzeptes

 Datum                      Inhalte

 13.01.05                   Die Schulkonferenz genehmigt den Antrag auf Umwandlung
                            in eine Ganztagsschule
 19.01.05                   Der Schulelternbeirat genehmigt den Antrag auf
                            Umwandlung in eine Ganztagsschule
 11.06.08                   Die Gesamtkonferenz genehmigt den Antrag auf
                            Umwandlung in Ganztagsschule
 22.10.08                   Die Gesamtkonferenz genehmigt das GOS-Konzept.14

 11.11.08                   Der Schulelternbeirat genehmigt das GOS-Konzept.

 17.11.08                   Die Schulkonferenz genehmigt das GOS-Konzept.




14
     siehe Anhang GOS 2/2
                                                                                          40
                                                                                 6. Medien


                                        Medien

Mitglieder der SPG: Fr. Back, Fr. Büttner, Fr. Capizzi, Hr. Ertinger, Fr. Große-Kreul,
                    Fr. Hesse-Kraus, Fr. Tüncher

 Datum       Thema der Sitzung


 22.03.06    Konstituierende Sitzung



 27.04.06    Erstellung des Fragebogens



 16.05.06    Auszählung des Fragebogens



 01.06.06    Auswertung des Fragebogens



 22.06.06    Erstellung einer Übersicht der vorhandenen Programme



 24.07.06    Fortschreibung des Medienkonzeptes



 20.09.06    Fortschreibung des Medienkonzeptes



 25.10.06    Zeitraster erstellen



 02.11.06    Fertigstellung des Medienkonzeptes



 11.12.06    Verarbeitung der Anregungen der Steuergruppe



 16.04.08    Planung der Evaluation




                                                                                         41
                                                                                 6. Medien



Computer und Internet haben zunehmende Bedeutung in der kindlichen Lebenswelt und
im Berufsleben. Der Umgang mit elektronischen Medien ist somit eine Grund-
voraussetzung, um in der heutigen und zukünftigen Arbeitswelt erfolgreich bestehen zu
können. Daher betrachten wir es als Aufgabe der Grundschule, allen Kindern neben der
Vermittlung der klassischen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen nun auch
das Arbeiten mit Computer und Internet zu ermöglichen. Die Schüler erhalten so,
unabhängig von ihrer sozialen Zugehörigkeit, ein Basiswissen und werden frühzeitig auf
die zunehmenden Anforderungen der modernen Informationsgesellschaft vorbereitet.
Bereits im „Schulprogrammbaum“ der Trinkbornschule wurde das individuelle Lernen in
der Gemeinschaft als ein wesentlicher Baustein des pädagogischen Handelns verankert.
Der Computereinsatz im Unterricht bietet in besonderem Maße die Möglichkeit, Schüler
individuell zu fördern und zu fordern. Dem entsprechend stellt der Computer einen
wichtigen Bestandteil moderner Grundschulpädagogik dar.
Daher hat sich die Trinkbornschule bereits im Jahre 2002 beim Schulträger als Pilot-
Grundschule für das Projekt „Schule@Zukunft“ beim Kreis Offenbach beworben. Nach
der Zusage des Kreises Offenbach wurden wir - wie in unserem damaligen Konzept
beantragt – mit Hard- und Software ausgestattet.
Um den Computer als selbstverständliche Komponente in den Unterricht integrieren zu
können, ist eine Veränderung der Unterrichtsgestaltung notwendig, was als kontinuierlich
fortschreitender Prozess zu betrachten ist.


Evaluation des PC-Einsatzes

Inwieweit sich die Unterrichtsgestaltung aufgrund der neuen Computerausstattung
bereits verändert hat, haben wir im Frühjahr 2006 durch eine Evaluation 15 mit folgenden
Ergebnissen16 ermittelt:
       •   Zum Zeitpunkt der Befragung ist der PC-Einsatz noch relativ gering. Der PC wird
           in den Hauptfächern und zur Sprachförderung am häufigsten verwendet, wobei er
           im Fach Mathematik die regelmäßigste Anwendung findet.
       •   Von den Programmen kommt am häufigsten ORIOLUS zum Einsatz. An zweiter
           Stelle steht das Programm LERNWERKSTATT, wobei im Fach Mathematik auch
           häufig die SCHULWARE benutzt wird. Im Fach Sachunterricht wird überwiegend
           das Internet genutzt und im Fach Musik wird ausschließlich das Internet
           verwendet.
       •   Überwiegend wird der PC in Form von Einzel- und Partnerarbeit sowie zur
           Differenzierung eingesetzt. Auch zur Förderung wird er häufig genutzt.
       •   Einer der gewichtigsten Gründe für den relativ geringen PC-Einsatz sind
           mangelnde Kenntnisse bezüglich der Lernprogramme. Hierbei sehen die
           Kolleginnen hauptsächlich bei den Programmen ORIOLUS und LERNWERK-
           STATT, aber auch im Bereich SCHULWARE Fortbildungsbedarf.
       •   Ein weiterer gewichtiger Grund für den geringen PC-Einsatz sind fehlende Ideen
           für die didaktische Umsetzung.




15
     siehe Anhang Medien 1/2
16
     siehe Anhang Medien 2/2
                                                                                        42
                                                                                   6. Medien



Ziel:

    Ziel ist es, dass der PC zum selbstverständlichen Bestandteil des Unterrichts in
     möglichst vielen Bereichen wird. Voraussetzung hierfür ist, dass jeder Schüler im
     Laufe seiner Grundschulzeit zumindest für den Zeitraum eines Schuljahres PC-
     Unterricht erhält. Folgende Grundlagen werden vermittelt:
     • Umgang mit den Lernprogrammen
     • Nutzung von WORD
     • Nutzung des ANTOLIN-Portals im Internet
     • Internetnutzung allgemein
     • im Rahmen einer AG ‚Zehn-Finger-Schreiben’


 Maßnahmen:                                                       Zuständigkeit:

 Die Lehrkräfte müssen im Laufe des Schuljahres 2006/2007
 durch interne Schulungen mit den vorhandenen                     Schulprogrammgruppe
 Lernprogrammen vertraut gemacht werden.

 Im Rahmen der Schulungen werden konkrete Anregungen
 für den vielfältigen und differenzierten Einsatz im Unterricht   Referenten
 erarbeitet

 Die Dependance im Breidert wird bis zum Schuljahr
 2010/2011 folgendermaßen ausgestattet werden:
        -   pro Klassenraum je zwei PCs, die dem aktuellen
            technischen Stand entsprechen und über einen          Kreis Offenbach
            Internetzugang verfügen                               Schulleiter
        -   Medienecke in der Halle mit 13 Laptops
        -   PC im Lehrerzimmer mit Brenner, DIN A3-
            Farbtintenstrahldrucker, Laserdrucker und Scanner


Die nächste Evaluation findet im Sommer 2009 statt.




                                                                                          43
                                                                         6. Medien



Umsetzung des Konzeptes

Datum              Inhalte

bis September 02   Die Trinkbornschule verfügt über 3 Intel Pentium 2 Rechner
                   sowie mehrere private Rechner in den Klassenräumen. Kein
                   Rechner verfügt über einen funktionsfähigen Internetzugang.
Oktober 02         Es wird ein Konzept zum schulweiten Einsatz von
                   elektronischen Medien erarbeitet. Mit Hilfe dieses Konzeptes
                   wird die Trinkbornschule im Rahmen der Umsetzung der
                   Schule@Zukunft Paketlösung im Landkreis Offenbach als
                   „Pilotschule für Grundschulen“ ausgesucht.
Dezember 02        Die Stammschule der Trinkbornschule wird mit Datenkabeln
                   vernetzt.
Juni 03            Ausstattung als Pilotschule:
                   89 Rechner (Betriebssystem Windows XP) und 1 Laptop
                   werden von der Firma Hewlett- Packard installiert.
                   Technische Daten: Compaq Evo D350 Base Model, Intel
                   Pentium 4, 512 MB. Die Rechner im Lehrerzimmer erhalten
                   ein DVD Laufwerk und einen Brenner.
                   89 Monitore: Die Schule erhält 15 HP Monitore 15’’ TFT, 3
                   HP Monitore 17’’TFT und 71 HP Monitore 17’’.
                   An mobilen Einheiten wird ein Beamer (HP Projektor
                   Compac MP) zur Verfügung gestellt.
                   Drucker: 20 HP Laser Jet sowie 2 HP Color InkJet 1700 Din
                   A3+. 2 Flachbettscanner HP ScanJet.
ab November 03     Im Schuljahr 03/04 beginnt die Schulung der vierten Klassen
                   in WORD.
Dezember 03        Konstituierende Sitzung der 8 Schulen des Kreises
                   Offenbach, die mit neuen HP – Systemen ausgestattet
                   wurden. Aufgabe dieses Arbeitskreises ist es, die
                   Zusammenarbeit zwischen HP, IT-Consult und den Schulen
                   zu koordinieren. Die Treffen finden alle 3 Monate statt.
ab September 04    Im Schuljahr 04/05 werden die Schulungen in den
                   vorhandenen Lern- und Schreibprogrammen auf die der
                   dritten Schuljahre ausgeweitet.
Oktober 04         Teilnahme an dem Bundesprojekt „S´cool IT-
                   Systemlösungen für die Computernutzung in der schulischen
                   Bildung“. Das Projekt ist für einen Zeitraum von 3 Jahren
                   konzipiert. Ziel ist es, optimierte Methoden, Prozesse,
                   Technologien und Werkzeuge zu entwickeln, die eine
                   Einbindung der IT in den Schulalltag ermöglicht. Ferner
                   sollen Software- und Hardwarestandards entwickelt werden.
Februar 05         Evaluation des Projekts “S´cool IT” durch IT-works.

Datum              Inhalte


                                                                                44
                                                                      6. Medien



Datum             Inhalte

März – Juni 05    Beschluss der Gesamtkonferenz zur Implementierung der
                  Schulprogrammgruppe „Neue Medien“.
                  Schulung des gesamten Kollegiums in WINDOWS und
                  WORD, EXCEL, POWERPOINT und ZARB (Programm zur
                  Erstellung von Arbeitsblättern in Deutsch) durch eine externe
                  Trainerin.
Mai 05            Erstellung des Abnahmeprotokolls für „my S´cool IT - Portal
                  iLCM“.
Juni 05           Interviews an den Pilotschulen des Kreises durch IT-works
                  (wissenschaftliche Projektbegleitung von S´cool IT).
                  Interviewt werden die Schulleitung und die IT-
                  Verantwortlichen.
ab September 05   Ausgabe der S´cool IT – Keys an der Trinkbornschule und
                  Schulung.
                  Schüler des zweiten und dritten Schuljahres erhalten PC-
                  Unterricht. Ihnen wird der Umgang mit den Lernprogrammen
                  ORIOLUS (Deutsch und Mathematik) sowie
                  LERNWERKSTATT 6 (Deutsch / Mathematik /
                  Sachunterricht) vermittelt.
März - Juni 06    Interne ANTOLIN-Schulung für das Kollegium.

                  Fortsetzung der Schulungen des gesamten Kollegiums in
                  WINDOWS und WORD, EXCEL, POWERPOINT und
                  Internet durch eine externe Trainerin.
April 06          2. Projektevaluation durch IT-works.
                  Teilnehmer: Schulleitung, Kollegium und IT-Verantwortliche
                  Evaluation des PC Einsatzes an der Schule durch die
                  Schulprogrammgruppe „Neue Medien“. Auswertung siehe
                  Anhang
Juni 06           Das myS´cool-IT Portal und der myS´cool-IT key werden
                  unter Unterrichtsbedingungen über 6 Wochen geprüft.
September 06      Die zweiten Klassen werden im Schuljahr 06/07 in den
                  Lernprogrammen ORIOLUS und LERNWERKSTATT
                  geschult.
                  Alle Schüler der Trinkbornschule erhalten ein Kennwort und
                  ein Passwort.
Oktober 06        In mehreren Arbeitsgemeinschaften können Schüler der
                  dritten und vierten Klassen einen Zehnfingerschreiblehrgang
                  machen.
Datum             Inhalte




                                                                                45
                                                                6. Medien



Datum            Inhalte

ab November 06   Fortbildungsangebote an Kolleginnen: ANTOLIN, ORIOLUS,
                 LERNWERKSTATT und SCHREIBLABOR.

22.05.07         Konzeptgenehmigung durch Schulkonferenz

23.05.07         Konzeptgenehmigung durch Gesamtkonferenz

Oktober 07       Installation der Anwendersoftware MTS EDUCATOR für den
                 Klassenbetrieb
29.10.07         Schulung der ADMINs auf MTS-Reinhardt
                 Schulung des Kollegiums auf MTS-Reinhardt
25.02.09         Fortbildungsangebot an Kolleginnen: ANTOLIN




                                                                       46
                                                              7. Methodenorientiertes Lernen




                          Methodenorientiertes Lernen

Mitglieder der SPG: Fr. Back, Hr. Ertinger, Fr. Fischer, Fr. Kochendörffer

 Datum       Thema der Sitzung


 16.12.08    Konstituierende Sitzung



 15.01.09    Erarbeitung des Konzepts



 21.01.09    Weiterarbeit am Konzept



 12.02.09    Weiterarbeit am Konzept



 25.02.09    Vorstellung und Weiterarbeit am Konzept mit Hr. Ertinger



 03.03.09    Einarbeitung der Änderungen der SPSG




                                                                                          47
                                                                                            7. Methodenorientiertes Lernen



Die Förderung der Selbstständigkeit, der Selbstverantwortung und der Selbsttätigkeit der
Schüler hat einen hohen Stellenwert, auch um den Ergebnissen der PISA Studien17
entgegen zu wirken. Aus den pädagogischen Leitzielen (siehe Schulprogrammbaum)
geht hervor, dass die Schüler Verantwortung für das, was sie tun und was sie lernen
übernehmen. Die Schüler helfen sich gegenseitig und haben Verantwortung füreinander.
Um diese Ziele zu erreichen, sind offene Arbeitsformen im Unterrichtsalltag erforderlich
(wie z.B. Arbeitsplan, Werkstattunterricht, Tages- und Wochenplan). Damit den Schülern
gute Erfolgschancen im Lernprozess ermöglicht werden, brauchen sie methodische
Fähigkeiten und Fertigkeiten. Das methodenorientierte Lernen nach Dr. Klippert bietet
den Schülern die Möglichkeit Schlüsselqualifikationen zu erlangen, um ihre Methoden-,
Fach- und Sozialkompetenz zu entwickeln bzw. zu erweitern. Die Lehrer werden stärker
zu Lernorganisatoren, Lernberatern und Moderatoren schülerzentrierter Lernprozesse.
Die veränderte Lehrerrolle hat eine Veränderung der Schülerrolle zur Folge. Die Schüler
werden aktiver, offensiver und arbeiten im Rahmen des eigenverantwortlichen
Unterrichts (EVA) selbstständiger und selbstorganisierter. „Sie planen und gestalten. Sie
lösen Probleme und tun dies alles möglichst oft in Kooperation mit anderen Schülerinnen
und Schülern. Auf diese Weise intensivieren sie nicht nur ihr eigenes Lernen, sondern
entwickeln auch und zugleich ein Mehr an Kommunikations- und Teamfähigkeit.“18
Ein systematisches Methodentraining aller Schüler ist durch die Teilnahme des
gesamten Kollegiums an der Fortbildung „Methodenorientiertes Lernen nach Dr. Klippert“
möglich geworden. Die Erprobung unterschiedlicher Lern- und Trainingsspiralen
während der Fortbildung hatte den Wunsch zur Folge, dass methodenorientiertes Lernen
zum alltäglichen Unterricht gehören soll.

Das Methodentraining nach Dr. Klippert muss möglichst kleinschrittig eingeübt,
reflektiert, verinnerlicht und im täglichen Unterricht angewandt werden. Die Schüler
lernen hierbei elementare Lern- und Arbeitstechniken. Hierzu zählen beispielsweise
handwerkliche Grundtechniken (schneiden, falten, kleben, Umgang mit dem Lineal …),
Heftseiten gestalten, Klassenarbeiten vorbereiten, wichtige Textstellen markieren oder
Informationen beschaffen.
Darüber hinaus lernen die Schüler Kommunikations- und Kooperationstechniken wie z.B.
Partner- und Gruppenarbeit, Partner-, Gruppen- und Kreisgespräche, Rollenspiele,
Arbeitsergebnisse vor dem Plenum präsentieren, aktives Zuhören und Feedback geben.
Das Methodenlernen ist kein Selbstzweck, sondern führt zu nachhaltigem inhaltlichem
Lernen und Behalten.19


Exemplarische Darstellung einer Trainingsspirale

Sensibilisierung: Die Schüler denken über die zu erlernende Methode nach und
tauschen sich über Vorerfahrungen mit dem Partner aus.
Übung: Um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, wird eine Übung angeschlossen,
in der die Schüler Aufschluss darüber erhalten inwieweit sie die Methode schon
beherrschen.
Reflektion und Regeln klären: Die gemachten Erfahrungen werden in Gruppen und im
Plenum ausgetauscht. Auf dieser Basis können wichtige Regeln und Tipps festgehalten
werden.
Übung und Anwendung der Regeln: Die zuvor festgelegten Regeln und Tipps werden
in einer erneuten Übung angewendet.
17
   vgl. Heinz Klippert, Frank Müller: Methodenlernen in der Grundschule, Beltz Verlag 2004. S. 11
18
   Heinz Klippert, Frank Müller: Methodenlernen in der Grundschule, Beltz Verlag 2004. S. 44
19
   vgl. Heinz Klippert, Frank Müller: Methodenlernen in der Grundschule, Beltz Verlag 2004. S. 14
                                                                                                                        48
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Strategie überdenken: Ein erneuter Erfahrungsaustausch schließt sich an, wobei die
Regeln und Tipps erweitert und verändert werden können.
Gelerntes festigen: Die zu erlernende Methode wird nun soweit beherrscht, dass sie im
Fachunterricht angewendet werden kann.

Beispiele durchgeführter Trainingsspiralen:
   - Ordnung am Arbeitsplatz und im Schulranzen
   - Markieren
   - Spickzettel schreiben
   - Auswendig lernen
   - Klassenarbeiten vorbereiten
   - Regeln für die Gruppenarbeit entwickeln

Eine Lernspirale zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass die Inhalte primär im
Mittelpunkt der Schülerarbeit stehen. Bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen
Unterrichtsinhalten wird nun auf die erlernten Techniken aus den Trainingsspiralen (z.B.
markieren) zurückgegriffen. Durch das immer wiederkehrende Muster der Spiralen
(Sensibilisierung, Übung, Reflektion, Regeln klären und anwenden, Strategie
überdenken, Gelerntes festigen) bleibt das Gelernte nachhaltiger im Gedächtnis.

Beispiele durchgeführter Lernspiralen:
   - Verben und Nomen gezielt zuordnen
   - Bildergeschichte ergänzen und schreiben
   - Alternative Diktate selbstständig üben
   - Geometrische Grundformen kennen lernen
   - Addition und Subtraktion im Bereich bis 100
   - Mindmap zum Thema „Tiere“ erstellen


Ist - Zustand

   •    das gesamte Kollegium hat an drei Modulen zum Thema „Methodentraining nach
        Dr. Klippert“ teilgenommen (Kolleginnen, die später an die Schule gekommen sind
        werden durch die Koordinationen angeleitet)
   •    Trainings- und Lernspiralen finden Anwendung im Unterricht
   •    eine Sammlung der durchgeführten Spiralen ist ansatzweise vorhanden


Ziele

    methodenorientiertes Lernen ist Teil der Unterrichtspraxis ab dem Schuljahr
     2009/10
    Überprüfung der Kompetenzerweiterung der Schüler ab dem Schuljahr 2010/11
    verbindliche Themenfestlegung der Trainingsspiralen für jede Jahrgangsstufe ab
     dem Schuljahr 2008/09
    pro Halbjahr Durchführung einer Trainingsspirale mit festgelegtem Thema
     (4 Schulstunden) und zweier Lernspiralen (3 Schulstunden)
    Sammlung von Trainings- und Lernspiralen

 Maßnahmen:                                                    Zuständigkeit:

                                                                                         49
                                                              7. Methodenorientiertes Lernen



 Erstellung eines Beobachtungsbogens (für Lehrer) und
                                                                Schulprogrammgruppe
 eines Methodenführerscheins (für Schüler)

 verbindliche Themenfestlegung der Trainingsspiralen            Schulprogrammgruppe
                                                                Jahrgangs-
                                                                koordinationen

 vollständige Sammlung der durchgeführten Spiralen              Schulprogrammgruppen
                                                                -sprecherin
                                                                eine Person aus jeder
                                                                Jahrgangskoordination

 Festlegung der Termine für die Trainings- und Lernspiralen
                                                                Schulleiter
 zu Beginn eines jeden Schuljahres

 Dokumentation der Trainings- und Lernspiralen im
                                                                Klassenlehrerin
 Lehrbericht unter „Bemerkungen“


Im Schuljahr 2008/09 werden auf der Grundlage eines Erhebungsbogens die Themen
der Trainingsspiralen für die einzelnen Jahrgänge festgelegt.

Die nächste Evaluation findet im Schuljahr 2010/11 statt.




                                                                                          50
                                                   7. Methodenorientiertes Lernen



Umsetzung des Konzeptes

Datum             Inhalte

22.10.08          GK: SPG „Methodenorientiertes Lernen nach Dr. Klippert“
                  wird gegründet
29.10.08          Trainingsspiralen

11.12.08          Lernspiralen

20.02.09          Lernspiralen

04.03.09          GK: Vorstellung des Erhebungsbogens für die verbindlichen
                  Trainingsspiralen




                                                                               51
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                                      Prävention

Mitglieder der SPG: Fr. Gerber, Fr. Hoffstadt, Fr. Roebke, Fr. Schultz, Fr. Weiberg

 Datum      Thema der Sitzung

 21.03.06   Konstituierende Sitzung

            - Festlegung der Schwerpunkte
 09.05.06   - Sichtung des Materials
            - Sammeln von Ideen

            Planung von Tag 1: Umgang mit Gefühlen
 12.05.06
            Planung von Tag 2: Elo, der Elefant mit der dicken Haut

            Planung von Tag 3: Unsere Stoppregel
 30.05.06
            Planung von Tag 4: Miteinander reden/miteinander umgehen

            Planung von Tag 5:    - Umgang mit Wut
 05.06.06                         - Streiten und vertragen
                                  - Zusammenstellen von Liedern und Spielen

 13.06.06   Vervielfältigung und Bereitstellung der Einheit für das Kollegium



 13.10.06   Formulierung der Ziele und Maßnahmen



 04.12.06   Festlegung der verbindlichen Maßnahmen für die Trinkbornschule

            - Zusammenstellung der Materialien für das RömKids-Heft
            - Entwerfen von Umfragebögen für die Klassen1/2 und 3/4.
 24.01.07
            - Anmeldung und Vorbereitung der Darbietungen für die
              Präventionsmesse

            Fragebogen:     - Durchführung
 28.02.07
                            - Auswertung


 18.04.07   Überarbeitung des Konzeptes „Prävention“ (SPSG)


 Datum      Thema der Sitzung

 19.04.07   Überarbeitung und Ergänzung des Konzeptes


                                                                                           52
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           - Fortschreibung des Konzeptes
23.05.07
           - Überarbeitung der Ziele

           Planung des Präventionstages:
28.11.07
           Lernspirale: „Verbindliche Pausenregeln der TBS“

           Planung des Präventionstages:
12.02.08
           Lernspirale: „Verbindliche Pausenregeln der TBS“


13.03.08   Gestaltung der Homepage Prävention


           Planung des 3. Präventionstages 07/08:
14.03.08
           Lernspirale: „Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Regeln“

           - Erstellung einer Schulordnung für die TBS
16.04.08   - Entwurf eines Handzettels für den Lehrer „Dokumentation pädagogischer
             Maßnahmen“

27.08.08   Materialzusammenstellung „Irgendwie Anders“



03.09.08   Überarbeitung des Konzepts



06.10.08   Aktualisieren und Anlegen von Ordnern



11.12.08   Gestaltung des Plakats „Unsere Pausenregeln“



29.01.09   Überarbeitung des Konzepts



Datum      Thema der Sitzung
           - Überarbeiten der Ziele und Maßnahmen
19.02.09   - Überarbeiten der Strategien zur Konfliktvermeidung und zur
             Konfliktlösung




                                                                                     53
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In der Stadt Rödermark arbeiten Kindergärten, Schulen, Hort, Caritas, Kinderschutz-
bund, Sportvereine und Vertreter der Stadt in einem kommunalen Präventionsrat
zusammen , um sich über Ziele, Inhalte und Fortschritte der Präventionsarbeit auszu-
tauschen und zu unterstützen. Ziel ist es, eine Vernetzung der Inhalte und Maßnahmen
zu ermöglichen und gemeinsame Schwerpunkte zu erarbeiten. So ist eine kontinuierliche
Betreuung der Eltern und Kinder von Geburt an bis in das Seniorenalter möglich.

Wie im Schulprogrammbaum zum Ausdruck kommt, ist die Trinkbornschule im Hinblick
auch auf die Präventionsarbeit Lernort und Lebensraum für die Kinder. Überall, wo
Menschen miteinander arbeiten und leben, müssen Rechte anerkannt und Regeln
eingehalten werden.
Kinder lernen miteinander und voneinander, lernen einander zu tolerieren und zu
respektieren.
Diese Rahmenbedingungen sind notwendig, um Leistung zu erbringen und Ziele zu
erreichen. Erst in einem Umfeld, indem man sich sicher, anerkannt und geborgen fühlt,
ist Erziehung zum Frieden und Gerechtigkeitserziehung möglich.
In diesem Rahmen kann die Vielfalt von Kulturen und Religionen als Bereicherung
gesehen werde.
Während der Präventionsarbeit planen, gestalten und entscheiden die Kinder mit. Sie
entwickeln die Fähigkeit zur Selbstbestimmung, erkennen und respektieren den anderen
als einmalige Persönlichkeit, erkennen die eigenen Bedürfnisse und die der anderen und
lernen auf ein Gleichgewicht zu achten. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen
sowohl für das, was sie tun als auch füreinander.
Gemeinsame Ziele und gemeinsames Tun stärken Kinder und Eltern und geben ihnen
Sicherheit.

In Hinblick auf ein Konfliktverständnis wird den Kindern ein konstruktives Bild von fairem
Streiten vorgestellt. Dazu gehören grundlegende Kommunikationsfertigkeiten, wie das
Verbalisieren von Grenzen, das Äußern von Wünschen, die Verwendung von Ich-
Botschaften und das Eingestehen von Fehlern als angemessene Selbstbehauptung in
Konfliktsituationen.

Die Kinder erfinden konstruktive Handlungsalternativen für Konfliktfälle, lernen sie
kennen und probieren sie aus. Sie erfahren andere Interpretationsweisen für Konflikte,
indem sie Gefühle bei sich und anderen wahrzunehmen lernen und die Perspektiven der
unterschiedlichen Konfliktpartner einnehmen. Es werden Techniken zur Impulskontrolle
erarbeitet, um die eigene Wut im Konfliktfall „im Griff zu haben“. Die Kreativität der
Kinder wird so entwickelt, dass sie in der Lage sind in realen Konfliktfällen Lösungen zu
finden und diese eigenverantwortlich zu vertreten. Alle Kinder unserer Schule lernen die
gleichen Konfliktlösungsstrategien, damit eine wirkliche Chance entsteht, dass sich an
unserer Schule eine Kultur „der konstruktiven Konfliktbewältigung“ entwickelt. Damit wird
eine eigenverantwortliche und vertrauliche Lernatmosphäre geschaffen, in der die für die
Kinder relevanten Konflikte zur Sprache kommen können. Auch hier erfolgt das Lernen
ganzheitlich. Dazu ist es nötig, den Klassen mit ihren Klassenlehrerinnen, in Form von
Präventionstagen, genügend Zeit und Raum zu geben. Dadurch, dass alle Kinder an den
gleichen Tagen an gleichen Inhalten arbeiten, erfahren sie die besondere Bedeutung der
konstruktiven Konfliktbewältigung.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden verschiedene Unterrichtseinheiten für die
Jahrgangsstufen 1-4 erstellt, die in Form von Präventionstagen oder auch im Rahmen
des täglichen Unterrichts durchgeführt werden können.

                                                                                        54
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Bisherige Schwerpunkte:

     •    Erstellung einer verbindlichen Schulordnung20
     •    Klassenvertrag21
     •    Stopp-Regel22
     •    Umgang mit Gefühlen
     •    Miteinander reden
     •    Miteinander umgehen
     •    Umgang mit Wut


Ist – Zustand:

Eine verbindliche Schulordnung und ein Maßnahmenkatalog bei Regelverstoß liegen
vor.

Folgende Unterrichtseinheiten stehen zur Verfügung:
   • 1.-3. Schuljahr: Grundlagen des schulischen Zusammenlebens
   • 1. und 2. Schuljahr: „Alles erlaubt?“(Rabe Socke)
   • 1. und 2. Schuljahr: „Elo, der Elefant“
   • 2. und 3. Schuljahr: „Irgendwie Anders“
   • 3. Schuljahr: „Als die Raben noch bunt waren“
   • 4. Schuljahr: „Die Kinderbrücke“
   • Eine Lieder-, Spiele- und Gedichtsammlung für alle Klassen ist beigefügt.


Ziele:

      Anwenden von verbindlichen Strategien zur Vermeidung von Konflikten
      Anwenden von verbindlichen Strategien zur Lösung von Konflikten
      Einhalten der Schulordnung
      Stärkung der Eigenverantwortung der Kinder
       (z. B. durch Klassenrat, Streitschlichter)
      Erweiterung der vorhandenen Unterrichtseinheiten für Klasse 4 im Schuljahr
       09/10
      Durchführung mindestens eines Präventionstages pro Halbjahr


 Maßnahmen:                                                       Zuständigkeit:

 Information der Eltern auf jedem ersten Elternabend eines
 Schuljahres über:
                      die Schulordnung (austeilen und            Klassenlehrerin
           besprechen, Unterschrift der Schüler und der Eltern)
                                die Stopp-Regel

20
   siehe Anhang Prävention 1/4
21
   siehe Anhang Prävention 2/4
22
   siehe Anhang Prävention 3/4

                                                                                          55
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 Maßnahmen:                                                  Zuständigkeit:

 Unterrichtseinheit zu Beginn eines jeden Schuljahres mit
 den Inhalten:
                       Stopp-Regel (Aushang im
             Klassenzimmer)
                       Klassenvertrag (Aushang im           Klassenlehrerin
             Klassenzimmer)
                                  Schulordnung
                        Strategien zur Vermeidung und zur
             Lösung von Konflikten23

 Festlegen mindestens eines Präventionstages in jedem
                                                             Schulleiter
 Halbjahr

 Erstellen weiterer Unterrichtseinheiten für Klasse 4        Schulprogrammgruppe


Die nächste Evaluation findet im Februar 2011 statt.




23
     siehe Anhang Prävention 4/4
                                                                                      56
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Umsetzung des Konzeptes

Datum               Inhalte

11.10.06            Frau Weiberg wird in der Gesamtkonferenz zur Vertreterin
                    der Trinkbornschule im Kommunalen Präventionsrat der
                    Stadt Rödermark bestimmt.
01.-03.11.06        Präventionstage an der Trinkbornschule
                    Von 8.15 Uhr – 11.45 Uhr anschließend Fachunterricht
13.12.06            Redaktionssitzung des Römkids-Magazins:
                    Thema des Magazins und Artikelverteilung
23.01.07            Redaktionssitzung RömKids – Thema des nächsten Heftes
                    „Gewaltprävention“
07.02.07            Gesamtkonferenz: Vortrag von Fr. Behring
                    (Gartenstadtschule Rodgau/Niederroden) über die Arbeit
                    ihrer Schule im Bereich der Gewaltprävention
22.03. – 23.03.07   Präventionstage Klassen 1-4 mit People`s Theater
                    Von 8.15 Uhr – 11.45 Uhr anschließend Fachunterricht
                    Enthüllung der STOPP-Schilder
28.04.07            Präsentation der Trinkbornschule mit Stand und
                    Theaterstück „Blauland“ auf der Präventionsmesse in
                    Obertshausen
28.06.07            Gesamtkonferenz genehmigt das Konzept

28.06.07            Schulkonferenz genehmigt das Konzept

13.12.07            Präventionstag „Pausenregeln“

26.02.08            Präventionstag:
                    Lernspirale: „Verbindliche Pausenregeln der TBS“
04.-07.03.08        - Ausstellung der Schülerplakate im Eingangsbereich des
                      Hauptgebäudes
                    - Bepunktung durch die Schüler
12.03.08            Vorstellung der ausgewählten Plakate in der GK

11.11.08            Schulelternbeirat genehmigt die Schulordnung

13.11.-14.11.08     Präventionstage

Datum               Inhalte

17.11.08            Schulkonferenz genehmigt die Schulordnung


                                                                                  57
                                                               8. Prävention



29.04.-30.04.09   Präventionstage

11.02.09          Gesamtkonferenz genehmigt die Schulordnung




                                                                          58
Datum     Inhalte

          Genehmigung des Schulprogramms durch die
          Gesamtkonferenz
          Genehmigung des Schulprogramms durch die
          Schulkonferenz
          Genehmigung des Schulprogramms durch den
          Schulelternbeirat




        Wer langsam geht,
          kommt weit.

              Sprichwort der Luyia
              Volksstamm in Afrika

								
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