rente_Rententheorie.ppt - SWOT-Analyse

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					                 Tutorium aus
Politischer Ökonomie

Wolfgang Eichert
Institut für Volkswirtschaftslehre
Karl Franzens Universität Graz       Graz, 2005
                     Tutorium aus Politischer Ökonomie



                                     Themen

 • Extensive Rente
 • Intensive Rente




                                        •   David Ricardo – Begründer der Rententheorie


Wolfgang Eichert, Institut für Volkswirtschaftslehre                            Graz, 2005
                     Tutorium aus Politischer Ökonomie



                        Extensive Rente
 • Verschiedene Böden unterschiedlicher Qualität
   sind gegeben
 • Z.B. USA im 18. Jahrhundert


                                                       B3
             B1 B1


                                             B2
                                                       B4

Wolfgang Eichert, Institut für Volkswirtschaftslehre        Graz, 2005
                     Tutorium aus Politischer Ökonomie



          Beschreibung der Böden
 • Mittels Arbeit und Saatgut kann in einer Periode wieder
   eine Tonne Korn produziert werden:
 • Produktion am i-ten Boden:

     a i  ci  b i  1
     ai    …. Menge an Arbeit, um am Boden i eine Tonne Korn zu produzieren.

     ci    …. Menge an Saatgut, um am Boden i eine Tonne Korn zu produzieren.


     bi    …. Hektar Boden vom i-ten Boden, um eine Tonne Korn zu produzieren.


Wolfgang Eichert, Institut für Volkswirtschaftslehre                  Graz, 2005

                         Tutorium aus Politischer Ökonomie



                   Produktionskosten (I)
     • Wie viel kostet die Produktion von einer Tonne
       Korn auf den unterschiedlichen Böden?

     • Es herrscht ein einheitlicher Lohnsatz w, der
       in Korn ausbezahlt wird

     • Löhne und Saatgut müssen als Kapital am
       Beginn der Periode bereitgestellt werden

    Wolfgang Eichert, Institut für Volkswirtschaftslehre     Graz, 2005
                     Tutorium aus Politischer Ökonomie



              Produktionskosten (II)
 • Kapitalkoeffizient (in Tonnen Korn):

      d i  (a i  w  c i )
 • = Menge der Korninputs, die nötig sind, um am
   Ende der Periode eine Tonne Korn zu
   produzieren



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             Produktionskosten (III)
 • Kostenminimierende Landwirte richten sich bei der Wahl
   der Reihenfolge, in der die Böden bebaut werden
   natürlich nach dem Kapitalkoeffizienten, d.h.

      d1  d 2  d 3  .....  d n  1
 • Ein Kapitalkoeffizient größer als 1 würde bedeuten, dass
   mehr als eine Tonne an Inputs benötigt wird, um am
   Ende der Periode eine Tonne als Output zu erhalten.

 • Derartige Böden sind unprofitabel und werden nicht
   bebaut!


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                     Maximaler Output
      • Wie viele Tonnen Korn können auf einem
        Boden maximal produziert werden?

    B i …. Hektaranzahl des i-ten Bodens
    R i …. Bruttoproduktion am i-ten Boden
         Bi                                                    [ ha ]
    Ri                                                [ to] 
                                                                ha 
         bi                                                     to 
                                                                
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                     Die Grundrente (I)
 • Für etwas im Überfluss, kann man keine
   Nutzungsgebühr verlangen (z.B. Luft)
 • Erst wenn etwa knapp wird, muss dafür gezahlt
   werden

 • Für Böden, die nicht vollständig bebaut werden,
   wird keine Grundrente gezahlt!

                                 B1                    unbebaut!


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                          Grundrente (II)
 • Wenn ein Boden zu 100% bebaut wird und ein
   zweiter hinzukommt, entsteht auf dem ersten
   Boden eine Grundrente pro Hektar:

               B1                        B2            unbebaut!




     qi     …. Rentsatz je Hektar am Boden i

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                         Grundrente (III)
 • Am so genannten Grenzboden k, der nicht voll bebaut
   wird, gibt es de facto keine Rente.
 • Auf allen anderen Böden verlangen die Grundbesitzer
   Rente.

     ( wa1  c1 )(1  r )  q1b1  1
     ( wa 2  c2 )(1  r )  q2 b2  1
               …...
     ( wa K 1  c K 1 )(1  r )  q k 1bk 1  1
      ( wa k  c k )(1  r )  1                  Grenzboden k – Keine Rente

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                               Profitrate (I)
 • Am Grenzboden wird keine Rente gezahlt:
 • Bei vorgegebener Bruttoproduktion wird am
   Grenzboden k die Profitrate der gesamten Ökonomie
   bestimmt:
    ( wa k  c k )(1  r )  1
 • Lohnsatz, Arbeits-, Saatgut- und Bodenkoeffizient
   sind bekannt
 • Die Profitrate r ist die einzige Unbekannte und kann
   berechnet werden!

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                              Profitrate (II)
 • Mit der am Grenzboden berechneten
   Profitrate können die Rentsätze aller anderen,
   knappen Böden berechnet werden:

     ( wa1  c1 )(1  r )  q1b1  1
     ( wa 2  c2 )(1  r )  q2 b2  1

      ( wa K 1  c K 1 )(1  r )  q k 1bk 1  1


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                    Graphische Darstellung
            Output (R)




R1+R2+…
  R1
  +R2
    R1


                                                          Kapitaleinsatz



            Löhne + Saatgut 1

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                         Intensive Rente
 • Ein einziger Boden einheitlicher Qualität B ist
   gegeben.
 • Z.B. England
 • Dieser kann mit verschiedenen Methoden
   bewirtschaftet werden.
     M 1  M 2  ...  M k  ...  M n
                                                       B
     M i :  a i ; bi ; ci 

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 Beschreibung der Methoden (I)
 • Mittels Arbeit und Saatgut kann in einer Periode wieder
   eine Tonne Korn produziert werden:
 • Produktion mit der i-ten Methode:

     a i  ci  b i  1
     ai    …. Menge an Arbeit, um mit Methode i eine Tonne Korn zu produzieren.

     ci    …. Menge an Saatgut, um mit Methode i eine Tonne Korn zu produzieren.


     bi    …. Hektar Boden, um mit Methode i eine Tonne Korn zu produzieren.


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                   Produktionskosten
 • Kostenminimierende Landwirte richten sich bei der Wahl
   der Reihenfolge, in der die Methoden angewandt
   werden natürlich wieder nach dem Kapitalkoeffizienten,

      d1  d 2  d 3  .....  d n  1
 • Ein Kapitalkoeffizient größer als 1 bedeutet wieder
   Unprofitabilität!

 • Weiters muss gelten:                        b1  b2  ...bk  ...  bn
 • Und d.h. auch                               R1  R2  ...  Rk  ...  Rn

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Beschreibung der Methoden (II)
 • Wenn der Boden durch die erste, profitabelste
   Methode völlig bebaut ist (ab diesem Zeitpunkt
   kommt es zu Rentenzahlungen), muss die zwei
   Methode dazu genommen werden.

 • Die zweite Methode hat einen niedrigeren
   Bodenkoeffizienten als die erste Methode,
   daher kann auch mehr produziert werden.


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Beschreibung der Methoden (III)
 • Sukzessive wird die erste Methode durch die
   zweite ersetzt usw.

                        M2                             M1

 • Wenn auf höhere Methoden zurückgegriffen
   wird, steigt der Output, die Profitrate wird jedoch
   sinken.
 • Die Rente hingegen wird steigen!
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             Graphische Darstellung (B=1000)
         Output (R)

Rn


Rn-1

Rk



R1

                                                                        Kapital

 0;1000                          1000;0
                                                   Löhne + Saatgut 1


       Wolfgang Eichert, Institut für Volkswirtschaftslehre            Graz, 2005
Vielen Dank für die
 Aufmerksamkeit!


				
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posted:12/1/2010
language:German
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