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P Munda - SUCHTMEDIZIN UND GASTR

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					SUCHT ALS URSACHE FÜR
GASTROENTEROLOGISCHE
 UND HEPATOLOGISCHE
    ERKRANKUNGEN
                  Petra Munda
        Univ.Klinik für Innere Medizin IV,
   Abt. f. Gastroenterologie und Hepatologie

   Gesellschaft der Ärzte, 31. Jänner 2007
                 FRAGEN
   Welche sind die Berührungspunkte von
    Suchtmedizin und Gastroenterologie/
    Hepatologie?
   Was sind die Aufgabengebiete?
   Ziele der Gastroenterologie/Hepatologie in
    der Suchtmedizin?




                                           Munda, 31.1.07
SUCHT UND GASTROENTEROLOGISCH/
  HEPATOLOGISCHE KRANKHEITEN
ALKOHOL                    IVD
   Fettleber                 Hepatitis B
   ASH                       Hepatitis C
   Leberzirrhose             Leberzirrhose
   HCC                       Lebertransplantation
   Pankreatitis              HCC
   Gastritis, Ulcus          Akutes Leberversagen
   Lebertransplantation




                                               Munda, 31.1.07
Die Größe der Probleme…




                          Munda, 31.1.07
Wie groß ist das Problem?
 ALKOHOL UND LEBER




                            Munda, 31.1.07
   Entwicklung der ALD

               Normale Leber
                         90-100%

                    Fettleber
           10-35%                8-20%

Alkoholische Hepatitis           Zirrhose
                         ? 40%


                                            Munda, 31.1.07
                 STEATOSE

   Praktisch immer bei Alk > 80g/d
   Reversibel
   Prävalenz 10-76%
   Triglyceridakkumulation im Cytoplasma
   Leberfunktion meist normal
   selten tödlich (ALV, Fettembolie)




                                            Munda, 31.1.07
        ALKOHOLISCHE
          HEPATITIS


 deutlich aggressiver als Steatose
 Spitalsmortalität 29-55%
 Ballonierung der Hepatozyten
 Mallorykörper
 perizelluläre und perivenöse Fibrose
 24-68% der Pat mit AH entwickeln
  innerhalb 1-13a Zirrhose
                                     Munda, 31.1.07
                 ZIRRHOSE
 Mikronodulär
 10-20% schwerer Trinker
 5-Jahres Überleben:
       40-48% bei weiter C2H5
       60-77% bei Abstinenz
 Dekompensation:  6-Jahres-überleben auf 21%
 Todesursachen:
       Leberversagen 27-51%     Hepatom 5-16%
       GI Blutung 9-47%         Nierenversagen 1-8%
       Infektion 3-17%
                                                Munda, 31.1.07
     Wie groß ist das Problem?
    ALKOHOL UND PANKREAS
   Ca 10 % aller Alkoholiker entwickeln akute Pankreatitis –
    Mortalität 20-30%
   Nicht alle entwickeln chronische Pankreatitis
   5-10% aller Alkoholiker  Chronische Pankreatitis
   Ca 2/3 aller chron. Pankreatitis-Fälle durch Alkohol
   heute endoskopisch gut therapierbar (Stents,
    Zystendrainagen, Dilatationen), ABER
   hohe Morbidität und hohe Kosten
   Langfristig oft chirurgisches Vorgehen



                                                        Munda, 31.1.07
       Wie groß ist das Problem?
         IVD UND HEPATITIS
   IVD heute häufigste Infektionsquelle weltweit
   Prävalenz bei IVDU 70-90% (GT 3a)
   6 Monate nach Beginn IVD Prävalenz schon
    >75%, d.h. Infektion bereits früh
   Risikofaktoren: Dauer IVD, Häufigkeit,
    Injektionstechnik, Cocain rauchen, Stadt
   Übertragung wahrscheinlich auch durch Zubehör
    (Kocher, Filter)

                                              Munda, 31.1.07
     Wie groß ist das Problem?
       IVD UND HEPATITIS
 Konsequenz:    chron. Hepatitis, Zirrhose
 Therapie mit PEG-IFN und Ribavirin heute
  zwar sehr effektiv (50-80% dauerhafte
  Viruselimination), aber viele NW
  (Compliance!) und auch bei ex-IVDUs bzw
  bei Substitutionstherapie problematisch,
 hohe Kosten (1600 Euro / Mo)
 Morbidität und ass. Kosten hoch

                                        Munda, 31.1.07
  AUFGABENGEBIETE DER GASTROENTEROLOGIE
     UND HEPATOLOGIE IN DER SUCHTMEDIZIN




PRÄVENTION       SUCHTASSOZIIERTE
                                    DIAGNOSE
                  ERKRANKUNGEN




                   THERAPIE


                                           Munda, 31.1.07
                   Ziele
 Verbesserung    der Prävention von suchtass.
  Erkrankungen (Impfungen, Beratung,
  Aufklärung)
 Frühe Diagnostik (Virologie, Leberschaden)
 Fortschritte in der Therapie (IFN, antivirale
  substanzen, medikamentöse Behandlung
  der Leberzirrhose, endoskopische
  Therapien, HCC Therapie….)

                                          Munda, 31.1.07
Munda, 31.1.07

				
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posted:11/13/2010
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