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					 Logistik mit SAP

                                   Lehrstuhl für Produktion &
                                   Logistik der Universität Wien




Die logistische Kette



    Franz Birsel



                        All For One Wien, Österreich           1
 Begriffsdefinition




               Ablauf der logistischen Kette


                                Begriffsdefinition




Lehrstuhl für Produktion &
Logistik der Universität Wien                   All For One Wien, Österreich   2
 Gesamtablauf
              Die logistische Kette umfasst den gesamten Ablauf
  Kundenauftrag
                   vom Kundenauftrag bis zur Auslieferung.
                                                                          nein
                                                                                                Bestellung


                                                 Einsatz-
                   nein                          material
    verfügbar                   Bedarfsplanung                verfügbar                                          Lieferant



     ja                                                         ja



      Lager                 Fertigungsauftrag                   Lager                        Wareneingang




                                                                                                                Rechnung
   Auslieferung                                                                            Rechnungsprüfung



                                Rechnung             Buch-
       Kunde                                        haltung
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 Kundenauftrag - Stammdaten



  Für die Anlage eines Kundenauftrages sind folgende Stammdaten nötig:




                                 Materialstamm

                                 Debitorenstamm




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 Kundenauftrag

 Beim Erfassen eines Auftrags, kann die Lieferung der Ware zum Liefertermin
 nur zugesagt werden, wenn die Ware rechtzeitig für alle vor der Lieferung
 notwendigen Bearbeitungsaktivitäten zur Verfügung steht.

  Auf der Beschaffungsseite muss Sorge getragen werden, dass bei nicht
  ausreichendem Bestand die Produktion und der Einkauf informiert
  werden, um Ware rechtzeitig zu fertigen und zu bestellen.
  Diese Informationen über erforderliche Materialien für den Verkauf
  werden über Bedarfe an die Disposition weitergeleitet.
  Bedarfe stellen somit die geplanten Abgänge dar.
  Durch die Bedarfsübergabe wird die Produktion darüber informiert, dass
  Waren gefertigt werden müssen, und der Einkauf wird darüber
  unterrichtet, dass Bestellungen erstellt und an die Lieferanten verschickt
  werden müssen.


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 Bedarfsplanung




          Die Bedarfsplanung (Materialdisposition) ermittelt den
          Materialbedarf anhand der Stücklistenpositionen der
          Aufträge und vergleicht diesen Bedarf mit den
          Lagerbeständen und den laufenden Bestellungen.


          Auf Grundlage der jeweiligen Auftragstermine wird durch die
          Arbeitspläne berechnet, wann welche Materialmengen zu
          welchem Zeitpunkt bestellt werden müssen.




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 Plan-/Fertigungsauftrag

 Für die Anlage eines Plan-/Fertigungsauftrages sind folgende Stammdaten nötig:




                                 Materialstamm

                                 Arbeitsplatz

                                 Arbeitsplan

                                 Stückliste




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 Arbeitsplan / Arbeitsplatz

Im Arbeitsplan wird festgelegt, welche Arbeitsschritte (Vorgänge) in welcher Reihenfolge
durchzuführen sind, um ein Produkt zu fertigen.

Hinter jedem Vorgang ist ein Arbeitsplatz hinterlegt.

Jeder Vorgang enthält folgenden Informationen:
 Vorgabezeiten (Personen und/oder Maschinen)
 Zeitliche Verfügbarkeit (Schichtmodell / Betriebszeiten)
 Verfügbare Auslastung
 Anzahl der Maschinen
 Tarif für die Kalkulation
 Infos über Rückmeldung

Über die Informationen der Vorgänge erfolgt die Terminierung der Fertigungsaufträge:

Rückwärts-Terminierung – der Bedarfstermin für den Kunden bestimmt, zu welchem
                         Zeitpunkt die Produktion begonnen werden muss

Vorwärts-Terminierung – der Beginn der Produktion bestimmt, zu welchem
                        die Produktion fertig ist
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 Stückliste

In der Stückliste werden alle Materialien aufgelistet, die notwendig sind, um das gewünschte
Endprodukt zu fertigen.
Jede Stücklistenposition kann entweder extern beschafft oder intern produziert werden.
Externe Beschaffung – das Material wird mittels Bestellung beim Lieferanten bestellt

Interne Beschaffung – das Material wird mittels eigenem Fertigungsauftrag beschafft.
                        Für dieses Material müssen wieder Arbeitplan und Stückliste
                        vorhanden sein
Jedes Material in einer Stückliste wird einem Vorgang im Arbeitsplan zugeordnet.

Durch die Terminierung des Arbeitsplans ist damit genau festgelegt, zu welchem Zeitpunkt
welches Material verfügbar sein muss.

   einstufig
       Das Endprodukt besteht durchwegs aus Zukaufteilen

  mehrstufig
       Das Endprodukt besteht aus Zukaufteilen und aus Eigengefertigten Teilen, die
       wieder eine eigene Stückliste besitzen und einen eigenen Produktionsauftrag auslösen.

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 Planauftrag




    Der Planauftrag dient der Einplanung von Produktionseinteilungen.
    Der Planauftrag ist mit dem Arbeitsplan und der Stückliste verknüpft.
    Aus dieser Verknüpfung wird bei der Bedarfsplanung die Durchlaufzeit
    des Auftrages und das benötigte Rohmaterial ermittelt.

    Ein Planauftrag ist nur eine Absichtserklärung, etwas zu fertigen – ein Planauftrag
    kann nicht gefertigt werden.

    Änderungen in Stücklisten und Arbeitsplänen werden im Zuge der nächsten
    Bedarfsplanung im Planauftrag berücksichtigt.

    Um zu fertigen, muss der Planauftrag in einen Fertigungsauftrag umgesetzt werden.




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 Fertigungsauftrag



    Der Fertigungsauftrag entsteht aus dem Planauftrag.
    Der Fertigungsauftrag ist innerhalb des Systems fixiert und wird im Zuge der Bedarfsplanung nicht
    mehr verändert.
    Der Fertigungsauftrag enthält eine Kopie von Arbeitsplan und Stücklisten – Änderungen können
    nur mehr direkt am Fertigungsauftrag vorgenommen werden.

    Der Fertigungsauftrag wird zuerst eröffnet und danach freigegeben.

    Fertigungsauftrag eröffnet

    Es werden Reservierungen erzeugt, das benötigte Rohmaterial kann aus dem Lager entnommen
    werden.

    Fertigungsauftrag freigegeben

    Die Produktion kann begonnen werden, es können Rückmeldungen erfolgen.




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   Bedarfsplanung / Terminierung



                                                                                 Produktionszeit aus
                                            Materialbereitstellung                   Arbeitsplan
                                               aus Stückliste
                                                                                        Endprodukt

Heute                                                                 Starttermin                           Endtermin

                                                                                                       Kunden-Liefertermin




                                                       Produktionszeit aus
                   Materialbereitstellung                  Arbeitsplan
                      aus Stückliste
                                                           Halbfabrikat

Heute


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 Rückmeldungen


    Die Rückmeldung dokumentiert den Stand der Bearbeitung von
    Aufträgen, Vorgängen, Untervorgängen und Einzelkapazitäten und ist
    somit ein Instrument der Auftragsüberwachung.


    Die Rückmeldung dient dazu festzustellen,

     welche Menge in einem Vorgang als Gutmenge, als Ausschussmenge
      oder als Nacharbeitsmenge produziert wurde

     wie groß die benötigten Leistungen waren

     an welchem Arbeitsplatz der Vorgang durchgeführt wurde

     wer den Vorgang durchgeführt hat


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 Materialversorgung



   Direktversorgung

       Nach Eröffnung des Fertigungsauftrages wird das benötigte Material aus dem Lager
       stückgenau direkt auf den Fertigungsauftrag gebucht.



   retrograde Abbuchung

       Das benötigte Einsatzmaterial liegt in ausreichender Menge in einem Lagerort in der
       Fertigung. Die Entnahmebuchung aus dem Lager erfolgt bei der Rückmeldung
       vollautomatisch in der Menge, die in der Stückliste hinterlegt ist.




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 Materialdisposition



   verbrauchsgesteuerte Disposition

       Bei Erreichen eines definierten Mindestlagerbestandes wird vollautomatisch
       nachbestellt und das Lager auf einen ebenfalls festgelegten Höchstbestand aufgefüllt.



   bedarfsgesteuerte Disposition

       Das benötigte Einsatzmaterial wird stückgenau auf Grund der vorliegenden
       Produktionsaufträge bestellt.




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 Materialbestellung

 Für die automatische Anlage einer Bestellung sind folgende Stammdaten nötig:




                                 Materialstamm

                                 Kreditorenstamm

                                 Einkaufsinfosatz

                                 Orderbuch

                                 Quotierung (nicht zwingend)




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 Einkaufsinfosatz


     Der Einkaufsinfosatz dient als Informationsquelle für den Einkauf.
     Hier erfolgt die Zuordnung von Lieferant und Material.
     Der Einkaufsinfosatz enthält unter anderem folgende Daten:


      die aktuellen Preise und Konditionen
      die Nummer der letzten Bestellung
      die Toleranzgrenzen für Über- bzw. Unterlieferungen
      die Planlieferzeit des Lieferanten für das Material
      Lieferantenbeurteilungsdaten




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 Orderbuch


        Im Orderbuch sind die möglichen Bezugsquellen für ein Material, gültig
        innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums, verzeichnet.

        Dem Orderbuch ist zu entnehmen, innerhalb welches Zeitraums ein Material
        von einem bestimmten Lieferanten bezogen werden kann.

        Das Orderbuch unterstützt bei der Klärung der Frage: Welche Lieferanten
        können ein bestimmtes Material zu einem bestimmten Zeitpunkt liefern?

        Es dient außerdem zur automatischen Auswahl von Lieferanten für ein
        Material.

        Das Orderbuch ist ein wesentlicher Bestandteil der Einkaufsoptimierung und
        Automatisierung




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 Bestellanforderung

        Aufforderung an den Einkauf, ein Material oder eine Dienstleistung in einer
        bestimmten Menge zu einem bestimmten Termin zu beschaffen.

        Eine Bestellanforderung besteht aus Positionen, für die jeweils eine
        Beschaffungsart festgelegt ist. Es gibt folgende Beschaffungsarten:

         Normal
         Lohnbearbeitung
         Konsignation

        Die Position enthält die Menge und den Termin des zu liefernden Materials
        bzw. die Menge der zu erbringenden Dienstleistung.

        Für Positionen, die zur Lohnbearbeitung vergeben werden, können für jeden
        Liefertermin die beizustellenden Materialkomponenten angegeben werden.

        Eine BANF ist ein interner Beleg, der keine Verwendung außerhalb des
        Unternehmens findet.


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  Bestellung

Aufforderung einer Einkaufsorganisation an einen Lieferanten zu einem bestimmten Zeitpunkt
eine bestimmte Menge an Materialien zu liefern bzw. Dienstleistungen zu erbringen.

Die Bestellung kann direkt eingegeben werden oder durch Umsetzung aus einer BANF
entstehen.

In der Bestellung ist jede Position für ein Werk bestimmt.

Jedes Werk gehört zu einem Buchungskreis, an den die Kreditorenrechnung gerichtet wird.

Die auf eine Bestellung folgenden Geschäftsvorgänge werden positionsbezogen in der
Bestellentwicklung dokumentiert.




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 Nachrichtenausgabe

          Die Nachrichtensteuerung dient dazu, die Bestellungen an die Lieferanten
          zu übermitteln.


          Über die Nachrichtensteuerung wird die Ausgabe von Nachrichten
          automatisiert.

          Die Bestellung kann auf folgende Arten übermittelt werden:

           Ausgabe auf Papier und Übermittlung auf dem Postweg

           Ausgabe mittels FAX

           Ausgabe mittels E-Mail Versendung

           Übertragung mittels EDI




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 Wareneingang


   Bei Wareneingang von bestelltem Material wird unter Bezug zur Bestellung
   durchgeführt.
   Die Bestellungen, die der Einkauf anlegt, enthalten alle Informationen, die zur
   Durchführung des Wareneingangs notwendig sind.
   Der Wareneingang kann direkt in den „frei verfügbaren Bestand“ oder in einen
   Qualitätsprüfbereich erfolgen.
   Material aus dem Qualitätsprüfbereich kann nicht direkt weiter verarbeitet
   (entnommen) werden, sondern muss nach Abschluss notwendiger Prüfungen in
   den „frei verfügbaren“ Bestand umgebucht werden.
   Material, das als Konsignation bestellt wurde, wird vollautomatisch in einen
   Konsigantionsbestand gebucht.
   Beim Wareneingang werden vollautomatisch die Belege für die Buchhaltung
   erstellt.




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 Rechnungseingang


         Die logistische Rechnungsprüfung erfolgt unter Bezug auf die Bestellung.


         Das System überprüft, ob der Rechnungspreis mit dem Preis in der
         Bestellung und ob die gelieferte Menge mit der verrechneten Menge
         übereinstimmt.


         Bei Übereinstimmung wird der Rechnungsbetrag automatisch in der
         Buchhaltung zur Zahlung vorgeschlagen.


         Bei Nichtübereinstimmung wird die Rechnung zur Zahlung gesperrt, und
         der Einkauf muss mit den Lieferanten die Abweichungen abklären.




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 Auslieferung



         Die Auslieferung an den Kunden erfolgt unter Bezug auf den
         Kundenauftrag.
         Das System überprüft, ob die auszuliefernde Ware im Lager vorhanden ist.
         Daraufhin erfolgt die Verpackung und Kommissionierung der Ware.
         Mit der Kommissionierung wird gleichzeitig der Warenausgang aus dem
         Lager gebucht.
         Mit dieser Warenausgangsbuchung wird dem System parallel mitgeteilt,
         dass der Kundenauftrag frei für die Fakturierung ist.




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 Fakturierung




         Die Fakturierung ist das letzte Glied in der logistischen Kette.
         Es wird automatisch eine Faktura an den Kunden erstellt.
         Die Berechnungsgrundlage ist die kommissionierte und gelieferte Menge
         und der im Kundenauftrag festgelegte Preis.




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 Fragen

                                ???




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