Fixed Income Research Mai Credit Report STRABAG SE Disclaimer by Diditfit

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									  Fixed Income Research                Mai 2007




Credit Report             STRABAG SE
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     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                    Seite 1
Inhalt
                                                                               Seite
Das Unternehmen                                                                    3


Stärken und Chancen                                                                 4


Schwächen und Risiken                                                               5


Unternehmensprofil                                                                  6



Geschäftsbereiche                                                                 10

     Hoch- und Ingenieurbau                                                       11
     Straßenbau                                                                   12
     Tunnelbau & Dienstleistungen                                                 14


Branchenentwicklung und Marktumfeld                                               16


     Überblick                                                                    16
     Entwicklungen im Tiefbausegment                                              17
     Erholung der deutschen Bauwirtschaft                                         20
     Konkurrenzsituation                                                          23


Finanzbereich                                                                     24

     Finanzziele                                                                  24
     Konsolidierungskreis                                                         24
     Profitabilität                                                               25
     Finanzielle Flexibilität                                                     26
     Verschuldung                                                                 26
     Credit Rating                                                                27

Appendix                                                                          28

     Peer Group Vergleich                                                         30

Impressum                                                                         35



Research                  Elena Statelov, CIIA          +43 (0)50 100 19641
                          elena.statelov@erstebank.at
                          Veronika Posch                +43 (0)50 100 19633
                          veronika.posch@erstebank.at




                Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                            Seite 2
Das Unternehmen
            Überblick

            z STRABAG zählt zu den fünf größten Baukonzernen in Europa. In Österreich ist
              STRABAG mit einem Marktanteil von 16,6% gemessen am Bauvolumen Marktfüh-
              rer. Nach Akquisitionen in Deutschland avancierte die STRABAG auch im stark
              fragmentierten deutschen Baumarkt zur Nummer 1 und liegt mit einem Marktanteil
              von 1,8% deutlich vor der Nr. 2 Hochtief (1,2% Marktanteil). Zudem ist STRABAG
              Markführer in CEE. Insgesamt werden 80% des Bauvolumens in Ländern erzielt, in
              denen STRABAG zu den drei größten Bauunternehmen gehört.

            z Die Haupttätigkeit der STRABAG wird in den drei Sparten Hoch- und Ingenieurbau,
              Straßenbau sowie Tunnelbau & Dienstleistungen zusammengefasst. Diese bilden
              die Eckpfeiler der Konzernstruktur und decken alle Bereiche der Bauindustrie ab.

            z Im Jahr 2006 erwirtschaftete die Gruppe eine Bauleistung von EUR 10,39 Mrd.
              (+ 11,5% j/j), wobei 45% im Bereich Straßenbau, 47% im Hoch- und Ingenieurbau
              und 8% in der Sparte Tunnelbau & Dienstleistungen generiert wurden. Ein Teil des
              Wachstums kam aufgrund von Akquisitionen zu Stande, der Großteil ist allerdings
              auf organisches Wachstum zurückzuführen.

            z Per Jahresende 2006 betrugen die Nettofinanzverbindlichkeiten der STRABAG-
              Gruppe EUR 333,3 Mio, was eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr um rund
              EUR 53 Mio. darstellt.

            z Die STRABAG ist das einzige österreichische Bauunternehmen, das über ein
              Rating einer internationalen Ratingagentur verfügt. Im Juni 2006 stufte S&P das
              Rating der STRABAG SE von BB um eine Stufe auf BB+ hinauf. Das Rating liegt
              somit um eine Stufe unterhalb des Investment Grade Bereichs. S&P verbesserte am
              25. Mai 2007 den Ausblick von stable auf positive aufgrund der soliden Geschäfts-
              entwicklung der STRABAG. Auch die geplante Kapitalerhöhung von EUR 1,05 Mrd,
              die mit dem Einstieg eines dritten strategischen Kernaktionärs verbunden ist,
              veränderte die Bonitätseinstufung nicht, da S&P davon ausgeht, dass das frische
              Kapital vor allem für Akquisitionen verwendet werden soll.

            z Die Unternehmensstrategie der STRABAG sehen wir als offensiv an, da das
              Unternehmen durch Akquisitionen ständig vergrößert werden soll. Die Kredit-
              kennzahlen sind allerdings für ein Unternehmen, das sich noch im spekulativen
              Bereich befindet, sehr gut. Das Gearing, gemessen am Verhältnis von Nettofinanz-
              verbindlichkeiten zu Eigenkapital hat sich von 42,6% in 2005 auf 32,2% in 2006
              verbessert. Auch der betriebliche Cash Flow hat sich in den letzten Jahren stetig
              erhöht. Das Verhältnis von operativem Cash Flow zu Finanzverbindlichkeiten ist mit
              0,5 sehr gut und befindet sich über jenem von Bouygues und Vinci, die im Investment
              Grade Bereich angesiedelt sind. Die Profitabilität von STRABAG gemessen an der
              EBIT- und der Netto-Marge ist hingegen im Vergleich zur Peer Group unterdurch-
              schnittlich.




    Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                    Seite 3
Stärken und Chancen
            Exzellente Positionierung in Zentral- und Osteuropa

            Im Unterschied zu vielen anderen Baukonzernen in Westeuropa verfügt die STRABAG
            mit einem bereits bestehenden Bauleistungsanteil von rund 30% in CEE über ein
            wesentliches Standbein in den wirtschaftlich überdurchschnittlich wachsenden Län-
            dern Zentral- und Osteuropas. Mit dem Einstieg von Rasperia Trading Ltd., indirekt
            kontrolliert vom russischen Industriellen Oleg Deripaska, als dritter Kernaktionär von
            STRABAG, hat das Unternehmen zudem den Grundstein für die Erschließung des
            russischen Baumarktes gelegt.

            Konzerneigene Ressourcenbasis

            STRABAG verfügt über eigene Ressourcen. STRABAG hat Zugang zu über 2 Mrd.
            Tonnen an Stein und Kies. Zudem werden in rund 300 Produktionsstätten rund 16 Mio.
            Tonnen Asphalt sowie 3 Mio. Kubikmeter Beton produziert. Dieser Zugang zu
            Ressourcen soll weiterhin durch Akquisitionen ausgebaut werden. So kann der Zugang
            zu Ressourcen gesichert, die Transportkosten verringert und die Abhängigkeit von
            Preisänderungen reduziert werden.

            Internationale Diversifikation

            Wir sehen die Konzentration von STRABAG auf die Länder Mittel- und Osteuropas als
            Stärke an. Außerdem profitiert STRABAG von der Erholung der deutschen Bau-
            wirtschaft. Zum einen sorgt das Engagement in den verschiedenen Ländern Zentral-
            und Osteuropas für internationale Diversifikation, zum anderen wird durch das
            hauptsächlich auf Europa beschränkte Exposure das internationale Risiko eher gering
            gehalten.

            Besonders bei Problemprojekten ist die eingeschlagene Strategie der STRABAG von
            Vorteil. Die Behebung von etwaigen Problemen erfolgt bei regional näher gelegenen
            Baustellen schneller und kostengünstiger, als wenn diese über mehrere Kontinente
            zerstreut wären.

            Erfolgreicher Track Record bei Akquisitionen

            Die STRABAG ist ein dynamischer Konzern, dessen Strategie auch auf Expansion
            durch Akqusitionen gerichtet ist. Innerhalb der letzten drei Jahre konnten 15 größere
            Akquisitionen, darunter Mischek, Züblin und Dywidag, erfolgreich integriert werden.

            Solide Finanzkennzahlen

            Trotz des Expansionskurses, den die STRABAG verfolgt, verfügt der Konzern über
            relativ solide Finanzkennzahlen. Die Eigenkapitalquote (inkl. Minderheiten) lag Ende
            2006 bei 18,6%, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 0,9 Prozentpunkte
            entspricht. Als mittelfristiges Ziel, definiert die STRABAG eine Eigenkapitalquote im
            Bereich von 20-25%. Die Kennzahl Nettoverbindlichkeiten zu Eigenkapital (Gearing)
            konnte ebenfalls von 42,6% auf 32,2% verbessert werden. Die Kreditkennzahlen sind
            laut der Ratingagentur Standard and Poor's gut mit dem aktuellen BB+ Rating mit
            positivem Ausblick vereinbar.




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Schwächen und Risiken
             Konjunkturabhängigkeit der Baubranche

             Die Bauindustrie ist stark konjunkturabhängig und kapitalintensiv. Darüber hinaus
             reagieren die Sektoren - darunter Hochbau, Straßenbau und Tunnelbau - unterschied-
             lich empfindlich auf die konjunkturellen Schwankungen, welche den finanziellen Erfolg
             des Konzerns beeinflussen. Saisonalitäten und konjunkturelle Schwankungen können
             sich somit im Ergebnis durchschlagen.

             Intensiver Preiswettbewerb

             Der Baumarkt ist speziell in den westeuropäischen Ländern durch starken Wettbewerb
             charakterisiert, was die Margensituation beeinträchtigt. Das starke Engagement in
             CEE trägt dazu bei, die Margen zu stabilisieren. Zwar wird für die nächsten Jahre eine
             Verringerung der CEE Margen erwartet, dies sollte aber unter anderem durch die
             Erholung der deutschen Bauwirtschaft wieder ausgeglichen werden können.

             Build-Operate-Transfer (BOT) / Public Private Partnership (PPP) Projekte

             Finanzierungsmodelle wie BOT und PPP Projekte gewinnen vor allem im Straßenbau
             aufgrund der knappen Budgetierungen der öffentlichen Hand in West- und Osteuropa
             zunehmend an Bedeutung. Projekte werden so mehrheitlich in Kooperation von
             Betreiberkonsortien durchgeführt. Liegen die Einnahmen unter den Erwartungen, kann
             es für die STRABAG theoretisch zum Verlust des eingesetzten Eigenkapitals für solche
             Betreibergesellschaften kommen. Ein größerer Schadensfall ist allerdings bisher nicht
             eingetreten.

             Steigende Rohstoffkosten

             Die Kosten für Rohstoffe inkludieren Ausgaben für Stahl, Bitumen, Asphaltmischungen
             sowie Beton. Die STRABAG versucht, Kostensteigerungen an ihre Kunden weiterzu-
             geben. Zudem wird angestrebt, den Zugang zu eigenen Ressourcen weiterhin auszu-
             bauen.

             Auslandsengagements

             Die STRABAG konzentriert sich strategiegemäß vor allem auf die Länder Zentral- und
             Osteuropas. Durch dieses Auslandsengagement ist der Konzern einem erhöhten
             Marktrisiko - darunter unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter-
             schiedlichen Rechts- und Steuersysteme, Genehmigungserfordernissen für Importe
             und Exporte außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, Zöllen und andere
             Haftungsbeschränkungen - ausgesetzt. Darüber hinaus ist die internationale Aufstel-
             lung des STRABAG-Konzerns außerhalb der Eurozone mit Währungsrisiken verbun-
             den. Im Zuge der weiteren Expansion ist davon auszugehen, dass sich zwar die
             Diversifikation weiterhin verbessern wird, dies aber gleichzeitig auch zu einem höheren
             Geschäftsrisiko sowie steigender Volatilität der Cash Flows führen wird.

             Allgemeine Projektrisiken

             Generell bestehen bei Bauprojekten Risiken unvorhergesehener Kosten und längerer
             Bauzeiten, die mit Pönalezahlungen verbunden sind. Aufgrund des bestehenden
             effizienten Projektcontrollings waren diese Risiken bis jetzt aber minimal und haben zu
             keinen größeren Nachzahlungen geführt.




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Unternehmensprofil
                     Unternehmensgeschichte

                     STRABAG ist das führende Bauunternehmen in Deutschland, Österreich und Mittel-
                     und Osteuropas (CEE). In den Jahren 2000 bis 2006 konnte die STRABAG ihre
                     Bauleistung auf EUR 10,4 Mrd. mehr als verdreifachen und beschäftigt derzeit rund
                     53.000 Mitarbeiter. Die Gruppe ist in drei Sparten tätig - Hoch- und Ingenieurbau,
                     Straßenbau und Tunnelbau & Dienstleistungen.

                     2006 umfasste die STRABAG-Gruppe 241 voll konsolidierte und 12 at-equity konsoli-
                     dierte Unternehmen.


                     Konzernstruktur der STRABAG-Gruppe (Stand April 2007)

                           Haselsteiner           Raiffeisen N Ö-                             FIDUZIA
                                                                         UNIQA Gruppe
                             Gruppe                Wien Gruppe                              Privatstiftung
                                      45,3%                25,0%                    25,0%            4,7%




                                                                                                    Minderheits -
                        Streubesitz
                                                                                                     aktionäre
                     34,1%             65,9%                           88,1% (1)            57,3%           42,7%



                                        Deutschland             andere Länder


                     1 Kombinierte (indirekte) Aktienbeteiligung. Quelle: STRABAG


                     Die Geschichte der STRABAG geht bis 1835 zurück. Hans Peter Haselsteiner trat 1974
                     in die Ilbau ein und trieb die Expansion des Unternehmens in weiterer Folge voran. 1987
                     erfolgte der Börsegang unter dem Namen BAUHOLDING AG. 1997 übernahm die
                     BAUHOLDING AG die Mehrheit an der deutschen STRABAG AG, Köln, und stieg in der
                     Folge auf den Markennamen STRABAG um. Der verbleibende Streubesitz der STRABAG
                     AG in Höhe von 34,1% ist weiterhin an der Frankfurter Börse gelistet.

                     Im Jahr 2003 wurde der verbliebene Streubesitz der BAUHOLDING STRABAG AG von
                     8,62% von der Wiener Börse genommen. Im folgenden Jahr wurde die BAUHOLDING
                     STRABAG AG in eine Societas Europaea umgewandelt und war damit das erste
                     Unternehmen dieser Art in Österreich.

Massive Expansion    Die letzten vier Jahre standen ganz im Zeichen der starken Expansion mit einer Reihe
ab 2003              von Akquisitionen, die mit der Übernahme der österreichischen Gesellschaft Mischek
                     begann und 2004 mit dem Erwerb von ZIPP in der Slowakei fortgesetzt wurde.




              Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                           Seite 6
Unternehmensprofil
                       Überblick über die wesentlichen Akquisitionen


                                                      2003 / 2004                            2005                           2006




                          Bauvolumen
                           (€ Mio., vor            n/a               n/a       1.440          509            350             n/a
                           Akquisition)
                             Umsatz
                           (€ Mio., vor          ~160 ( 1 )         175        1.080         ~450            n/a             220
                           Akquisition)

                            Mitarbeiter
                        (#, vor Akquisition)       660              1.750      6.900         2.000          1.000           1.200

                                                                                          Deutschland,
                                                               Slowakei,    Deutschland,               Deutschland,
                              Land              Österreich                                Tschechien &                   Deutschland
                                                              Tschechien    International              International
                                                                                             Polen


                                               Stärkung des Markteintritt ins Ausbau der Stärkung des   Stärkung des     Stärkung des
                            Strategie           Hochbau-      Hochbau- Kompentenzen Segments              Segments       Straßenbau-
                                                segments     segment i.d. im Ingenieur- Straßenbau      Ingenieurtief-    segments
                                                              Slowakei          tiefbau                      bau



                       Quelle: STRABAG



2005 - Akquisitionen   Im Jahr 2005 - ein Jahr, bevor in der deutschen Bauwirtschaft nach zehn mageren Jahren
auf Deutschland        der Aufschwung einsetzte - begann STRABAG den Ausbau der Präsenz in Deutschland
konzentriert           mit der Übernahme von Teilen der insolventen WALTER BAU Gruppe, wozu DYWIDAG
                       (Bauleistung EUR 350 Mio.) und HEILIT + WOERNER (EUR 509 Mio.) gehörten. Der
                       Schwerpunkt von DYWIDAG liegt auf der Errichtung schlüsselfertiger Hoch- und
                       Tiefbauten, während HEILIT + WOERNER im Straßenbau aktiv ist, wo die Kern-
                       kompetenzen im Bereich Betonstraßenbeläge und Großprojekte liegen. Weiters
                       erwarb STRABAG eine Mehrheitsbeteiligung von 53,6% an der Ed. Züblin AG
                       (Bauleistung EUR 1,44 Mrd.). Züblin gehört zu den führenden Unternehmen im
                       Schlüsselfertigbau, Tiefbau und Spezialtiefbau (Grundlegungsarbeiten). Die verblei-
                       benden Anteile an Züblin befinden sich im Eigentum der Familie Lenz, die sich der
                       Übernahme widersetzte - ein entsprechendes Gerichtsverfahren ist noch in Schwebe.

2006 - weitere Ein-    Die frühere Holding FIMAG wurde 2006 mit STRABAG verschmolzen und die
käufe, Schwerpunkt     Geschäftstätigkeit in drei Sparten neu geordnet: Hoch- und Ingenieurbau, Straßenbau
wieder Deutschland     und Tunnelbau & Dienstleistungen. Im Mai 2006 verkaufte STRABAG ihre 49%-
                       Beteiligung an der deutschen Deutag (aus kartellrechtlichen Gründen) um rund EUR
                       108 Mio. Im Juni 2006 wurde die ebenfalls in Deutschland beheimatete Preusse-
                       Gruppe (Jahresumsatz EUR 220 Mio.) erworben und damit die Sparte Straßenbau
                       weiter gestärkt. Das nächste Unternehmen auf der Einkaufsliste war die insolvente
                       Eichholz-Gruppe, eine der größten Eisenbahnbaufirmen Deutschlands, die STRABAG
                       im August 2006 erwarb. Darauf folgten im September die verbliebenen 50% von
                       Stratebau, die um EUR 23 Mio. gekauft wurden und das Unternehmen zu einer 100%-
                       igen Tochter von STRABAG machten. Stratebau ist in Bayern überwiegend im
                       Straßenbau aktiv und wies 2005 eine Bauleistung von EUR 130 Mio. auf.

2007 - Akquisitionen   Im Jänner 2007 erwarb STRABAG die viertgrößte Baufirma Polens, NCC Poland, um
in CEE und in          einen Kaufpreis von EUR 110 Mio. NCC Poland erzielte 2005 Umsätze von EUR 110
Wachstums-             Mio. und erhöht die Kapazitäten der STRABAG in einem der größten und dynamisch-
segmenten              sten CEE-Märkte. Ebenfalls im Jänner wurde die Linde KCA-Umweltanlagen GmbH von
                       der Linde-Gruppe gekauft. Mit dieser Akquisition erwarb STRABAG zusätzliche
                       Kompetenzen in der Umwelttechnologie - vor allem in den Bereichen Abfall und
                       Abwasser. Auch in Österreich wurde eine kleinere Akquisition im Bereich Abfallent-
                       sorgung getätigt. Das Bahnsegment wird durch den Kauf der deutschen Fahrleitungs-

              Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                        Seite 7
Unternehmensprofil
                         bau, die im März übernommen wurde, weiter ausgebaut. Der jüngste Coup war Anfang
                         April die Gründung eines Joint Venture mit der Deutschen Bank in Russland, wo man
                         sich in der Entwicklung und Finanzierung von Immobilien- und Infrastrukturprojekten in
                         Russland und den GUS-Staaten beschäftigt.

                         Aktionärsstruktur

                         Aktionärsstruktur (Mai 2007)

                                                                UNIQA
                                                                Gruppe
                                                                25,0%


                                                                                                       Haselsteiner
                                                                                                         Gruppe
                                                                                                         45,3%




                                                                Raiffeisen
                                                                NÖ-Wien
                                                                 Gruppe
                                                                                        FIDUZIA
                                                                 25,0%
                                                                                      Privatstiftung
                                                                                          4,7%


                         Quelle: STRABAG


Derzeit halten CEO       Hauptaktionäre des Unternehmens sind CEO Haselsteiner und seine Familie, die
Haselsteiner und         insgesamt 45,3% halten. Die UNIQA-Gruppe und die Raiffeisen NÖ-Wien halten je 25%.
seine Familie 45,3%
                         Ende April 2007 wurde der Einstieg eines dritten Kernaktionärs beschlossen. Die
Einstieg eines dritten   Rasperia Trading Ltd., die vom russischen Industriellen Oleg Deripaska indirekt
Kernaktionärs            kontrolliert wird, wird sich mit 30% am Aktienkapital der STRABAG SE beteiligen. Dazu
                         wird das Aktienkapital um 25 Mio. Aktien auf 95 Mio. erhöht. Zudem werden 3,5 Mio.
                         alter Aktien an Rasperia verkauft. Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden
                         genehmigt werden.

                         Geographische Verteilung der Unternehmenstätigkeit

Deutschland und          STRABAG ist die Nummer 1 in den traditionellen Kernmärkten des Unternehmens,
Österreich mit 58%       Deutschland und Österreich, wo 2006 58% der gesamten Bauleistung anfielen. In
der Bauleistung 2006     Osteuropa (29% der Gesamtbauleistung) ist STRABAG Marktführer in Ungarn, Nummer
weiterhin Kern-          2 in der Slowakei und Nummer 3 in Tschechien. Durch die vor kurzem erfolgte
märkte                   Akquisition von NCC hat STRABAG auch in Polen Rang 3 erobert. Die Expansion weiter
                         in den Osten und Südosten ist auf dem Weg. In Kroatien, Rumänien und Bulgarien ist
                         man bereits aktiv, und auch in Moskau und St. Petersburg hat man bereits Fuß gefasst
                         - die Startrampen für weiteres Wachstum sind vorhanden. Auch in Wachstumsregionen
                         wie dem Nahen Osten, Asien und Afrika verfolgt STRABAG ausgewählte Projekte.




                Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                        Seite 8
Unternehmensprofil
Starker Fokus in Zentral- und Osteuropa

                        Europa                           Bauvolumen nach Regionen (2006)
                                                                              Rest der
                                                                               Welt
                                                                  Rest von      6%                   Deutsch-
                                                                   Europa                              land
                                                                    7%
                                                                                                       38%

                                                                        CEE
                                                                        29%
                                                                                                 Österreich
                                                                                                   20%

                                                                       Bauvolumen 2006: €10,4 Mrd.

                                                                         Rest der Welt




       Landesweite Präsenz
       Landesweite Erschließung geplant
       Lokale Präsenz durch laufende Projekte

Quelle: STRABAG


                              Geographische Verteilung der Bauleistung (in EUR Mio.)
                                                           2006       2005               % chg
                               Deutschland                3.988      3.523               13,2%
                               Österreich                 2.079      1.924                8,1%
                               Schweiz                      323        295                9,5%
                               Benelux                      219        209                4,8%
                               andere europ. Länder         159         83               91,6%
                               Westeuropa                 6.768      6.034               12,2%

                               Ungarn                       806        938           -14,1%
                               Tschechien                   791        714            10,8%
                               Polen                        551        433            27,3%
                               Slowakei                     300        253            18,6%
                               Kroatien                     191        241           -20,7%
                               Russland                     173         92            88,0%
                               andere osteurop. Länder      220        157            40,1%
                               Osteuropa                  3.032      2.828             7,2%

                               Naher Osten                 203         127            59,8%
                               Amerika                     144          82            75,6%
                               Afrika                      128         112            14,3%
                               Asien                       110         132           -16,7%
                               Rest der Welt               585         453            29,1%

                               Gesamt                    10.385      9.315               11,5%
                              Quelle: STRABAG




                  Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                            Seite 9
Geschäftsbereiche
                               Die Unternehmenstätigkeit der STRABAG ist seit der Umorganisation 2006 in drei
                               Geschäftsbereiche aufgeteilt: Hoch- und Ingenieurbau, Straßenbau und Tunnelbau &
                               Dienstleistungen. Die Segmentdaten der Jahre 2004 und 2005 wurden entsprechend
                               der geänderten Spartenorganisation neu berechnet.


Überblick über die Segmente

                                                                                                            Tunnelbau und
                                Hochbau & Ingenierbau                       Straßenbau
                                                                                                           Dienstleistungen(1)
                                                                                                               8%

    Bauleistung 2006                                 47%                45%


                                                    20%                                                      25%
        EBIT 2006
                                                                                        55%

                                                                                                              3%
       Mitarbeiter (2)                                                     47%
                                                    43%

1 Inklusive Sonstiges und Konsolidierung
2 Per 31.12.2006
Quelle: STRABAG


                               Die folgende Tabelle gibt eine detaillierte Übersicht über die Entwicklung der einzelnen
                               Geschäftsbereiche.

Kennzahlen nach Segmenten
Geschäftsbereich                                                      Tunnelbau &
                          Hoch- und        Straßenbau                                        Sonstiges und            Gesamt
                                                                    Dienstleistungen
                        Ingenieurbau                                                        Konsolidierung
in Mio. EUR           2004* 2005* 2006 2004* 2005* 2006            2004*    2005*   2006 2004* 2005*       2006 2004* 2005*        2006

Auftragsbestand       2.119  4.678 4.959 2.058 2.108 1.986           790    985 1.525                              4.980 7.927 8.507
Bauleistung           2.281  4.357 4.899 3.064 4.172 4.646           500    625   693       119     161        147 5.964 9.315 10.385
Wachstum (%)                91,0% 12,4%        36,2% 11,4%               25,0% 10,9%              35,3%     -8,7%        56,2% 11,5%
Umsatz                2.024 2.733 4.257 2.654 3.655 4.217            534    540   935         11      28        22 5.223 6.956 9.431
Wachstum (%)                35,0% 55,8%        37,7% 15,4%                1,1% 73,1%             154,5%    -21,4%        33,2% 35,6%

EBIT                        11     49      53 107      76 150**          -9    38      68     3       0        1     112     163   272**
Marge (in % der          0,5% 1,1% 1,1% 3,5% 1,8% 3,2% -1,8% 6,1%                   9,8%                            1,9%   1,8%    2,6%
Bauleistung)
* Darstellung 2004/06 wurde entsprechend der neuen Segmentaufgliederung angepasst
** exkl. EUR 71 Mio. Erlös aus dem Verkauf von Deutag
Quelle: STRABAG



Zentrale Geschäfts-            Die zentralen Geschäfts- und Personaleinheiten sind keine Profitcenter, sondern
und Personal-                  unterstützen alle Sparten in Verwaltung, Management der technischen Ausstattung,
einheiten                      Qualitätssicherung sowie Forschung und Entwicklung. Durch diese Organisationsform
                               ist die bestmögliche Unterstützung für alle Geschäftsbereiche gewährleistet, kostspie-
                               lige Überschneidungen und Redundanzen werden vermieden. Ein Beispiel ist die für die
                               technische Ausrüstung verantwortliche Unterabteilung: sie besorgt das konzernweite
                               Management der Ausrüstung und verfügte 2006 über ein Budget von EUR 229 Mio. für
                               Investitionen. Die zentrale Verwaltung gewährleistet optimale Kapazitätsauslastung in
                               allen Ländern und Segmenten und die Nutzung von Kostenvorteilen und Einkaufsmacht.




                     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                       Seite 10
Geschäftsbereiche
                       Hoch- und Ingenieurbau

                       Bauleistung nach Ländern 2006
                                                                             Restliche Welt
                                                                                 8.5%
                                                         Restliches Europa
                                                                9.8%                                       Deutschland
                                                                                                             39.0%



                                                   Übrige MOE-Länder
                                                         13.4%




                                                           Tschechien
                                                             3.0%
                                                                  Ungarn
                                                                   4.4%
                                                                                              Österreich
                                                                                               21.9%
                       Quelle: STRABAG


                       Die Unternehmenstätigkeit umfasst

                       z Gewerbe- und Industrieanlagen (wie Einkaufszentren, Business Parks, Bürogebäu-
                       de, Hotels, Flughäfen und Bahnhöfe)

                       z öffentliche Gebäude (wie Spitäler, Universitäten, Schulen und sonstige öffentliche
                       Bauten)

                       z Ingenieurbau (wie Brücken, Kraftwerke und Spezialtiefbau)

                       z Wohnbau

Größtes Segment mit    Die größte Sparte der STRABAG ist Hoch- und Ingenieurbau, worauf 2006 47% der
47% der Bauleistung,   Bauleistung und 20% des EBIT entfielen. Aufgrund der großen Akquisitionen, die 2005
aber nur 20% Anteil    in Österreich und Deutschland getätigt wurden, stieg die Bauleistung 2005 gegenüber
am Konzern-EBIT        2004 auf fast das Doppelte, von EUR 2,28 Mrd. auf EUR 4,36 Mrd., gefolgt von solidem
                       organischen Wachstum von 12% auf EUR 4,9 Mrd. im Folgejahr 2006. Der Auftrags-
                       bestand, der normalerweise dem Umsatz von ein bis zwei Jahren entspricht, zeigte
                       ähnliche Wachstumsraten, von EUR 2,1 Mrd. in 2004 auf EUR 5,0 Mrd. in 2006. Der
                       Anteil der CEE-Aktivitäten ging aufgrund der Akquisitionen in Deutschland von 28% in
                       2004 auf 21% zurück. Deutschland und Österreich sind gemeinsam die größten Märkte
                       für die STRABAG, die zusammen 61% der gesamten Bauleistung innerhalb der Hoch-
                       und Ingenieurbau Sparte erwirtschaften.

                       Die Margen blieben in 2006 auf einem niedrigen Niveau, was auf höhere Kosten für
                       Subunternehmer und einige schlecht kalkulierte Projekte in Deutschland, Tschechien
                       und Polen zurückzuführen war. Weiters liegt zwischen dem Aufschwung der Bau-
                       wirtschaft in Deutschland und dem Erstarken der Margen ein zeitlicher Abstand.

                       Der margenschwache Bereich Wohnbau ist mit unter EUR 500 Mio. Bauleistung
                       jährlich von nachrangiger Bedeutung.

Spitzenposition in     STRABAG hat in den Kernmärkten Deutschland, Österreich, Ungarn und Slowakei
mehreren Ländern       Spitzenpositionen inne und ist auch in Tschechien und Polen unter den größten
                       Unternehmen der Branche. In Moskau gehört STRABAG zu den führenden internatio-
                       nalen Baufirmen. Das vor kurzem bekannt gegebene Joint Venture mit der Deutschen

              Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                             Seite 11
Geschäftsbereiche
                      Bank in Russland sollte weitere Zuwächse gewährleisten. Außerhalb Europas engagiert
                      sich STRABAG selektiv auf Projektbasis (z. B. in Algerien, Indien und China); im Nahen
                      Osten und in Chile ist man im Bergbau präsent.

Technisches Know-     STRABAG verfügt über die Kompetenz zur Errichtung schlüsselfertiger Großprojekte im
How für komplexe      Bereich Hoch- und Ingenieurbau mit Schwerpunkt auf Infrastruktur, Industrie und
Großprojekte          Umwelt. Vorgefertigte Betonelemente werden in den acht Werken der STRABAG in
                      Deutschland, Österreich, der Slowakei und Tschechien hergestellt, die zusammen eine
                      Produktionsleistung von rund 225.000 Tonnen jährlich erreichen.

                      Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Sparte Hoch- und Ingenieurbau sind Kraftwerke,
                      bedingt durch den generell zunehmenden Energiebedarf und das Veralten bestehender
                      Anlagen. STRABAG hat derzeit zwei Projekte laufen und bewirbt sich um weitere drei.

Expansion in das      Wie bereits erwähnt, ist man an einer Expansion in Richtung attraktiver Wachstums-
Wachstumssegment      branchen interessiert. Dazu zählt die Umwelttechnologie, ein Bereich, in dem STRABAG
Umwelttechnologie     vor kurzem die Linde KCA Umweltanlagen (Abfallentsorgung und Abwasserbehandlung)
                      erworben hat.

Beispiele für         Zu den größten Projekten zählen: Errichtung der Neuen Hamburger Messe (84.000 m²
Schlüsselprojekte     Ausstellungsfläche, Bauzeit 2005-2008, STRABAGs Anteil am Gesamtprojektvolumen von
                      EUR 205 Mio. beträgt EUR 144 Mio.), das Hotel Moskva am Roten Platz in Moskau
                      (multifunktionale Anlage mit 193.000 m² inklusive Hotel "Vier Jahreszeiten", Bauzeit 2004-
                      2008, Projektvolumen EUR 420 Mio.), und die Saadiyat-Brücke in Abu Dhabi (eine der
                      weltweit breitesten Brücken, mit projektierten 60 m Breite und 1,45 km Länge, Projekt-
                      laufzeit: Ende 2006-2009, Volumen EUR 145 Mio., Anteil der STRABAG: EUR 130 Mio.).

                      Straßenbau

                      Bauleistung nach Ländern 2006

                                                                 Restliches Europa    Restliche Welt
                                                                        0.9%              1.5%
                                                        Übrige MOE-Länder
                                                              15.2%
                                                                                                       Deutschland
                                                                                                         39.5%


                                                        Tschechien
                                                          13.7%




                                                                Ungarn
                                                                11.5%
                                                                                       Österreich
                                                                                        17.8%
                      Quelle: STRABAG


                      Die Unternehmenstätigkeit umfasst

                      z Straßenbau, großflächige Arbeiten
                      z Schieneninfrastruktur
                      z Baustoffe
                      z Sport- und Freizeitanlagen
                      z Straßenerhaltung

               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                        Seite 12
Geschäftsbereiche
Zweitgrößte Division    Als zweitgrößte Sparte trug der Straßenbau 2006 45% zur Bauleistung und 55% zum
mit 45% der Gesamt-     EBIT der Gruppe bei. In den Jahren 2004 bis 2006 stieg die Bauleistung im Durchschnitt
bauleistung, aber       um 23% jährlich, wobei Einmaleffekte durch die Akquisition der deutschen Unterneh-
55% des konzern-        men Heilit + Woerner im Jahr 2005 und Preusse in 2006 die Ergebnisse ebenso
weiten EBIT             beeinflussten wie die Fertigstellung großer Autobahnprojekte in Ungarn in 2006.

                        Die CEE-Region trug 40% zur Gesamtbauleistung bei. Das EBIT war in den letzten
                        beiden Jahren durch Einmaleffekte beeinflusst: 2005 war es ein einmaliger Verlust in
                        Zusammenhang mit Heilit + Woerner, 2006 hingegen lieferte der Verkauf der Deutag
                        GmbH einen positiven Beitrag von EUR 71 Mio. zum EBIT.

                        Der Auftragsbestand - in dieser Sparte normalerweise niedriger als der Jahresumsatz
                        - ging 2006 aufgrund der Fertigstellung mehrerer Großprojekte um 5,8% von EUR 2,1
                        Mrd. auf EUR 2,0 Mrd. zurück.

Führende Stellung in    STRABAG nimmt in den traditionellen Märkten Deutschland und Österreich und in den
mehreren Ländern        CEE-Märkten Ungarn, Tschechien und der Slowakei, sowie nach der Akquisition von
                        NCC auch in Polen, eine führende Stellung ein. In Südosteuropa (Rumänien, Kroatien,
                        Serbien) ist STRABAG für die Fortführung des Expansionskurses gut aufgestellt.

Eigene Ressourcen       Zu den wichtigsten Wettbewerbsvorteilen von STRABAG in dieser Sparte gehört das
bringen starken         leistungsfähige Netz von Baustoffwerken. STRABAG betreibt über 200 Asphalt-
Wettbewerbsvorteil      mischanlagen, über 100 Betonmischanlagen sowie 110 Steinbrüche und Schotter-
                        werke. Im kommenden Juni soll mit der Errichtung eines Zementwerks in Ungarn
                        (geplante Jahresproduktionsleistung 700.000 Tonnen) begonnen werden. Damit ist
                        STRABAG den Preisschwankungen bei Baumaterial weniger stark ausgesetzt und
                        spart Transportkosten. Allerdings werden die Baustoffe innerhalb der Gruppe zu
                        Marktpreisen verkauft, so dass es keine Quersubventionierung gibt. Nicht benötigte
                        Mengen werden am Markt verkauft, um die Kostenstruktur zu optimieren. Die Umsätze
                        aus Baustoffverkauf an Dritte beliefen sich 2006 auf rund EUR 250 Mio. Die Margen
                        sind im Baustoffhandel höher als im Baugewerbe.

Expansion im            Mit dem Kauf der deutschen Firmen Eichholz and Fahrleitungsbau GmbH hat die
Wachstumssegment        STRABAG ihr Know-how im Wachstumssegment Schienenverkehr ausgeweitet. In
Eisenbahnbau            diesem Bereich wurde 2006 (exklusive Eichholz) eine Bauleistung von EUR 60 Mio.
                        erzielt. Unter Einbeziehung der erworbenen Firmen sollte die Bauleistung 2007 auf EUR
                        200 Mio. ansteigen.

M5 - Beispiel für ein   Ein Beispiel für ein Schlüsselprojekt im Bereich Straßenbau ist die 156 km lange
Schlüsselprojekt        Autobahn M5 in Ungarn, die Budapest mit der serbischen Grenze verbindet. STRABAG
                        hat über 50% davon errichtet. Der Bauzeitraum war über 10 Jahre (1996-2006), das
                        Projektvolumen belief sich auf EUR 397 Mio.




               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                     Seite 13
Geschäftsbereiche
                      Tunnelbau & Dienstleistungen

                      Bauleistung nach Ländern 2006
                                                                         Restliche Welt
                                                                            12.3%
                                                                                                   Deutschland
                                                                                                     28.0%



                                                            Restliches
                                                             Europa
                                                              25%




                                                               Übrige MOE-                          Österreich
                                                                 Länder                              18.5%
                                                                   9.8%                   Ungarn
                                                                             Tschechien
                                                                                           5.8%
                                                                                0.7%
                      Quelle: STRABAG


                      Neben dem Tunnelbau gehören zu diesem Geschäftsbereich auch die Projektentwick-
                      lung einschließlich PPP (Infrastruktur, Immobilien) und Projektentwicklung/Dienstlei-
                      stungen für Unternehmenskunden (Facility Management, Investitionen).

Profitabelstes Seg-   Tunnelbau & Dienstleistungen trug 2006 als kleinstes, aber gewinnträchtigstes Segment
ment mit 8% der       8% zur Bauleistung, aber 25% zum EBIT der STRABAG-Gruppe bei. Der größere Teil
Gesamtbauleistung     der Segmentbauleistung - 60% - entfällt auf den Tunnelbau. In den Jahren 2004 bis 2006
und 25% des           betrug das durchschnittliche jährliche Wachstum der Segmentbauleistung 18%, wobei
konzernweiten EBIT    die Akquisition von Züblin 2005 eine Wachstumsspitze von 25% brachte, während 2006
                      ein organisches Wachstum von 11% durch ein Projekt in Kanada ermöglicht wurde. Die
                      Auftragsbestände entwickelten sich mit noch größerer Dynamik: hier betrug die
                      Zuwachsrate 2004-2006 durchschnittlich 39% pro Jahr, und von 2005 auf 2006 stieg der
                      Auftragsbestand sogar um über 50% auf EUR 1,525 Mrd., was vor allem durch zwei
                      Großaufträge aus Italien und Kanada bedingt war. Außerdem konnte STRABAG im
                      März die Ausschreibung für einen Abschnitt des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz
                      mit einem Projektvolumen von EUR 260 Mio. (nicht im Auftragsbestand enthalten) für
                      sich entscheiden. Der gesamte Anteil der STRABAG an der Neuen Schweizer
                      Alpentransversale beläuft sich auf EUR 700 Mio. Weiters verkaufte STRABAG 2006 das
                      Redstone-Immobilienportfolio um EUR 243 Mio. und streifte eine Entwicklungsrendite
                      von 12% dafür ein.

Exzellentes Know-     STRABAG gehört zu den führenden Tunnelerrichtern in Europa und genießt einen
how positioniert      ausgezeichneten Ruf bei der Durchführung komplexer Projekte. Das Unternehmen
STRABAG unter         bearbeitet vor allem die europäischen Märkte, ausgewählte Projekte werden auch
Europas führenden     außerhalb Europas verfolgt. Die Größe der Gruppe, ihre Finanzkraft und ihr techni-
Tunnelbauern          sches Know-how sind entscheidend für die starke Position in diesem Segment. Derzeit
                      befinden sich rund 50 Tunnelprojekte in der Ausführungsphase, davon 20 in Joint
                      Ventures.




               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                    Seite 14
Geschäftsbereiche
2004 fünf PPP-         In Bezug auf Public-Private Partnerships nimmt STRABAG in den CEE-Ländern eine
Projekte, 2006 be-     führende Position ein; derzeit befinden sind bereits 310 km Autobahn unter Konzessi-
reits zwölf            onsverträgen in Bau. Das derzeit in Ausführung befindliche PPP-Portfolio umfasst
                       Autobahnprojekte in Kroatien und Irland sowie eine Seilbahn in Österreich; das
                       gesamte Projektvolumen beträgt EUR 854 Mio. Bereits in Betrieb befindliche PPP-
                       Projekte sind Autobahnen in Polen, Ungarn und Irland sowie das Kraftwerk Birecik in
                       der Türkei. STRABAG arbeitet derzeit an 12 PPP-Projekten (2004 waren es noch fünf).
                       Die folgende Tabelle zeigt jene 8 PPP-Projekte, aus denen in Zukunft Einnahmen
                       zufließen werden.


                       Ausgewählte PPP Projekte
                                                        Gesamt-          %       Konzessions-
                        Land   Projekt                kosten (€ Mio.)   Anteil     dauer

                                M5 Motorway              1.300          25,1%      2030
                                Birecik Power plant        980          8,4%       2016
                                A2 Motorway                880          10%        2037
                                Zagreb Motorway            370          51%      2007 – 2034
                                Limerick Motorway          433          20%      2009 – 2036
                                Fermoy Motorway            215          12,5%    2006 – 2036
                                Innsbruck (Cable Car)       51          51%      2008 – 2037
                                Proton Therapy
                                Center Essen               109          50%      2009 – 2024

                       Quelle: STRABAG


                       STRABAG konzentriert sich auf PPP-Projekte mit hohen Bauanteilen. Das einge-
                       setzte Eigenkapital ist normalerweise eine Minderheitenbeteiligung, in der Absicht,
                       die Hälfte des Kapitalbeitrags schon durch den Errichtungsvertrag, der STRABAG
                       überdurchschnittliche Margen bringt, wieder hereinzubekommen. Da das Unterneh-
                       men nur eine Minderheitenbeteiligung erwirbt, wird nur die Eigenkapitalinvestition in der
                       Bilanz verbucht, Schulden bleiben außerbilanziell.

                       In der Projektentwicklung kooperiert STRABAG mit Raiffeisen evolution, einem
                       Projektentwicklungsunternehmen, an dem STRABAG auch eine Beteiligung von 20%
                       hält. Das Segment Entwicklung und Dienstleistungen investiert in neue Geschäftsideen
                       in den Bereichen Technologie, Produktion, Industrie und Finanzen. Zu den Aktivitäten,
                       die in der Zukunft ausgeweitet werden sollen, gehört auch das Facility Management.

Beispiele für          Zu den wichtigsten Projekten in der Sparte Tunnelbau & Dienstleistungen gehören das
Schlüsselprojekte      Quadrilatero-Projekt in Italien (90 km komplexer Straßenbau, Fertigstellung ist für 2010
                       geplant, STRABAG-Beteiligung im Projekt ist EUR 414 Mio.), der Niagaratunnel
                       (Wasserleitungsprojekt unter der City of Niagara Falls, Bauzeit bis 2010, Projekt-
                       volumen EUR 440 Mio.) und der Straßenring Süd der Stadt Limerick in Irland (PPP-
                       Projekt zum Bau eines Tunnels unter dem Fluss Shannon, Bauzeit bis 2010, Projekt-
                       anteil von STRABAG EUR 87 Mio.).




               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                      Seite 15
Branchenentwicklung und Marktumfeld
                       Überblick

Wirtschaftliche        Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in Europa in den letzten zwei
Rahmenbedingungen      Jahren deutlich verbessert. In Westeuropa wurde 2006 ein reales BIP-Wachstum von
deutlich besser        +2,7% erreicht, für 2007 und 2008 wird eine Fortsetzung des stabilen Expansionskur-
                       ses mit +2,2% jährlichem Wachstum erwartet. Ein wichtiger Motor für diese Beschleu-
                       nigung ist sicher Deutschland, das die weit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten
                       der Vergangenheit hinter sich lassen konnte. In der Region Osteuropa - sie umfasst alle
                       Länder Mittel-/Osteuropas, die bereits der EU beigetreten sind - sollen weiterhin
                       Wachstumsraten deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt erreicht werden;
                       bedingt durch eine restriktivere, auf Budgetausgleich gerichtete Wirtschaftspolitik, ist
                       jedoch eine gewisse Verlangsamung zu erwarten.


                       Vergleich der Zuwachsraten: BIP vs. Baubranche (in%)
                                          7,0

                                                                                                     6,0
                                          6,0
                                                                   5,4
                                                                                                                       5,0
                                          5,0
                                                                                     4,4                                              4,4
                                                4,0
                                          4,0
                                                                                                                 3,2
                                          3,0                                                              2,7
                                                                         2,2                                                 2,2
                                                                               2,2                                              2,2         2,2
                                          2,0                                              1,6 1,6                                                1,5
                                                      1,1
                                                            0,9
                                          1,0


                                          0,0
                                                  2003               2004               2005          2006e             2007e            2008e
                                                              BIP Osteuropa j/j      BIP Westeuropa j/j      Europäische Bauwirtschaft

                       Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz, EIU, OECD


Baumarkt: kumulati-    Es wird erwartet, dass sich die Baubranche in Europa parallel zum wirtschaftlichen
ve jährliche Zu-       Gesamttrend entwickelt. Die im Diagramm oben angegebene Zuwachsrate von 3,2% für
wachsrate von 2,0%     2006 bezieht sich auf das durchschnittliche Wachstum aller Euroconstruct-Mitglieder,
für 2006-2009 erwar-   einschließlich der CEE-Länder Tschechien, Ungarn, Polen und der Slowakei. Das
tet                    Wachstum des Baumarktes soll weitergehen, wenn auch in etwas geringerem Tempo.
                       Für 2007 erwartet Euroconstruct 2,2%, gefolgt von 1,5% 2008. Das ergibt für den
                       Zeitraum 2006-2009 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2,0%, wäh-
                       rend es im Zeitraum 1996-2005 nur 1,8% waren.


                       Prognosezeitraum 2006-2009:
                       durchschnittliche jährliche Wachstumsraten in der Bauwirtschaft
                       Wohnbau:                         0,9%
                       Nichtwohnbau:                    1,9%
                       Tiefbau:                         3,0%
                       Bauwirtschaft gesamt:            2,0%
                       Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz


Wachstumsmotor         Nach Segmenten betrachtet, zeigt sich recht klar, dass der aktuelle Aufschwung in der
Tiefbau                Bauindustrie von der Sparte Tiefbau angetrieben wird; der Großteil der STRABAG-
                       Geschäftstätigkeit ist dieser Kategorie zuzurechnen (wobei STRABAG die Sparten
                       anders aufgliedert als Euroconstruct), für die durchschnittliche (reale) jährliche Wachs-
                       tumsraten von 3,0% prognostiziert werden - im Vergleich zu 0,9% für Wohnbau und
                       1,9% für sonstigen Hochbau.

               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                      Seite 16
Branchenentwicklung und Marktumfeld
Gesamtgröße der                         In Summe erreichten die 19 Mitglieder von Euroconstruct eine europäische Gesamt-
Bauindustrie:                           bauleistung von EUR 1.349 Mrd. Die größten nationalen Märkte sind Spanien,
EUR 1.349 Mrd.                          Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich, wie die untenstehenden Dia-
                                        gramme zur Verteilung der Bauleistung nach Regionen und Segmenten zeigen - in den
                                        übrigen Ländern sind die Märkte bei weitem kleiner.


Regionale Marktaufteilung1                                               Marktaufteilung nach Bautypus
        Portugal 2%            Andere11%            Spanien                                      7%
Norwegen                                             16%
   2%                                                                                                    25%
                                                                                     14%
Österreich
   2%
                                                              Deutsch-
Schweiz 2%                                                    land15%
Irland 3%
                                                                              13%
Niederlande
    5%

                                                                                                          23%
    Frankreich
       14%                                            UK 14%                               18%

                          Italien 14%
                                                                           Wohnungsbau                Neubau
(1) Alle Euroconstruct Länder: Österreich, Belgien, Tschechien,
                                                                           Nichtwohnbau               Reparaturen & Wartung
    Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland,
    Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Slowakei,             Tiefbau
    Spanien, Schweden, Schweiz, UK
                                            Gesamtbauleistung 2006: EUR 1.349 Mrd. (Schätzwert)
Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz


                                        Wie aus dem zweiten Diagramm ersichtlich, entfällt bei Gliederung nach Segmenten
                                        bzw. Bautypus etwa die Hälfte der Bauleistung auf Wohnbau (Neubau plus Erhaltung
                                        und Sanierung). Dieses Marktsegment wird von STRABAG nur eingeschränkt bearbei-
                                        tet. Das Unternehmen ist in erster Linie im Tiefbau tätig, und zwar sowohl bei Neubauten
                                        als auch in der Erhaltung und Sanierung. Euroconstruct zählt auch den Straßenbau zum
                                        Tiefbau, während STRABAG in den Sparten "Straßenbau" einerseits und "Hoch- und
                                        Ingenieuerbau" andererseits organisiert ist.

                                        Entwicklungen im Tiefbausegment

Großes                                  Hauptgrund für die starken Zuwachsraten im Bereich Tiefbau in Mittel-/Osteuropa ist
Aufholpotenzial                         das große Aufholpotenzial gegenüber Westeuropa, das in einer Reihe von Wirtschafts-
                                        zweigen vergleichbar besteht, so z. B. im Bank- und Versicherungswesen oder im
                                        Immobilien- und Bausektor. Bei überdurchschnittlichen BIP-Wachstumsraten und
                                        einer deutlich geringeren Pro-Kopf-Bauleistung ist ein längerfristig positiver Trend
                                        vorhersehbar. Die Pro-Kopf-Bauleistung belief sich 2005 im Durchschnitt aller 19
                                        Euroconstruct-Länder auf EUR 1.959. In Polen hingegen waren es im gleichen Jahr
                                        gerade einmal EUR 628, nicht einmal ein Drittel des Durchschnittswertes. Am weitesten
                                        fortgeschritten ist in dieser Hinsicht Tschechien mit bereits EUR 1.495 - mehr als das
                                        Doppelte der polnischen Zahl.




                       Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                     Seite 17
Branchenentwicklung und Marktumfeld
BIP pro Kopf (2005) - EUR                                                                                      Bauleistung pro Kopf (2005) - EUR

40.000                                                                                  (1)                     5.000
                                                                Durchschnitt : 24.551                           4.000                                                                                            (1)
30.000                                                                                                                                                                                Durchschnitt : 1.959
20.000                                                                                                          3.000
                                                                                                                2.000
10.000
                                                                                                                1.000
     0                                                                                                              0
              Österreich

                           Frankreich

                                        Deutschland




                                                                  Tschechien




                                                                                                    Polen
                                                      Spanien
         GB




                                                                               Ungarn

                                                                                         Slowakei




                                                                                                                                                          Frankreich




                                                                                                                                                                                                      Ungarn




                                                                                                                                                                                                                           Slowakei
                                                                                                                                    Österreich

                                                                                                                                                 GB
                                                                                                                        Spanien




                                                                                                                                                                                                                 Polen
                                                                                                                                                                        Deutschland

                                                                                                                                                                                        Tschechien
Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz, Summary Report, Intelli News, BuildEcon; (1) alle Euroconstruct-Länder


Anhaltendes Wachs-                                       Auf kurze Sicht ist der Ausblick für die Bauwirtschaft laut Euroconstruct gemischt. Für
tum 2008 und 2009                                        2007 erwartet man ein Zwischentief in der Wachstumskurve - wobei allerdings zu
                                                         bedenken ist, dass diese Prognosen im Dezember 2006 erstellt wurden und sich die
                                                         Wirtschaftsaussichten seither verbessert haben. Es würde uns daher nicht überraschen,
                                                         wenn die Wachstumsprognosen im Verlauf des heurigen Jahres noch nach oben revidiert
                                                         würden. Ganz klar ist dabei jedoch, dass für 2008 und 2009 weiterhin mit starkem
                                                         Wachstum der Bauleistung gerechnet wird, insbesondere in den CEE-Märkten.

Wachstum der Gesamtbauleistung (in%)
                                                                                                     2003    2004       2005                     2006e                         2007e                           2008e                   2009e
ausgewählte westeuropäische Märkte
Österreich                                                                                             5,1   1,6         0,5                      4,0                                 3,0                       2,5                     2,0
Deutschland                                                                                           -1,6   -3,8        -3,6                     1,6                                 1,2                       1,5                     0,8
Schweiz                                                                                                2,2   3,7         2,9                      2,1                                 1,2                       1,1                     1,0
ausgewählte osteuropäische Märkte
Tschechien                                                                                             9,2   9,9         4,2                       5,5                                4,4                      3,8                      5,0
Ungarn                                                                                                 0,7   8,8         8,4                       3,5                                0,4                      6,0                      8,3
Polen                                                                                                 -1,2   4,5         6,1                       9,9                                8,5                      12,0                    10,4
Slovakia                                                                                               1,5   5,6        14,1                      10,8                                3,4                      5,3                      5,4
Euroconstruct Durchschnitt                                                                             0,9   2,2          1,6                     3,2                                 2,2                       1,5                     1,4

Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz

                                                         Wachstum der Bauleistung nach Ländern
                                                                                                                                                 durchschnittliches Wachstum 2006 – 2009
                                                                                                                                     Russland                                                                                         12,8%
                                                                                                                                     Bulgarien                                                                                12,5%
                                                                                                                                      Serbien                                                                               11,7%
                                                                                                                                        Kroatien                                                                         10,7%
                                                                                                                                       Polen                                                                           10,3%
                                                                                                                                      Ukraine                                                                          10,3%
                                                                                                                                    Rumänien                                                         7,1%
                                                                                                                                            Ungarn                                     4,8%
                                                                                                                                    Slowakei                                           4,7%
                                                                                                                                  Tschechien                                          4,4%
                                                                                                                             Niederlande                                 3,2%
                                                                                                                           Großbritannien                               3,0%
                                                                                                                                    Schweden                           2,7%
                                                                                                                                    Österreich                         2,5%
                                                                                                                                     Spanien                       2,2%                              Osteuropäischer
                                                                                                                                      Belgien                    1,7%                                Durchschnitt : 7,3%
                                                                                                                                  Deutschland                   1,2%                                 Westeuropäischer
                                                                                                                                       Schweiz                1,1%                                   Durchschnitt . 1,4%

                                                                                                                                                       Gewichteter
                                                                                                                                                      Durchschnitt (1):
                                                                                                                                                          1,7%

                                                         Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz, Summary Report, Intelli News, BuildEcon;
                                                         (1) Alle Euroconstruct- Länder


                               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                                                                                                     Seite 18
Branchenentwicklung und Marktumfeld
Je weiter im Osten,          Die Schlussfolgerung aus dem Vergleich der Wachstumsprognosen ausgewählter
umso größer das              europäischer Länder liegt auf der Hand: Mittelfristig sind im CEE-Raum - insbesondere
Wachstum                     weiter im Osten (z. B. Russland, Ukraine, Rumänien) hervorragende Wachstumsraten
                             zu erzielen, die deutlich über dem in Westeuropa Möglichen liegen. Grund dafür ist
                             natürlich der bereits erwähnte Aufholbedarf, der interessanterweise in Polen noch
                             wesentlich größer ist als in ähnlichen Märkten wie Ungarn und Tschechien, wo die
                             Dynamik sich bereits an die am schnellsten wachsenden Märkte Westeuropas
                             angenähert hat. Der Hauptgrund dafür ist, dass in Polen noch große Investitionen in
                             die Infrastruktur ins Haus stehen, insbesondere in den Bereichen Straße und Schiene.

Tiefbau ist                  Generell sind es Tiefbauprojekte, die den Bauboom in den CEE-Ländern derzeit
Wachstumsmotor für           antreiben. Im Jahr 2005 entfielen 35% der Bauleistung auf den Tiefbau, und bis 2009
den Bauboom                  wird ein Ansteigen dieses Anteils auf 41% erwartet, während sich der entsprechende
                             Anteil in Westeuropa auf rund 20% eingependelt hat (auf Basis der Zahlen für 2005).
                             Diese Großinvestitionen werden vor allem mit EU-Mitteln finanziert, z.B. durch den
                             Kohäsionsfonds.


EU-Kohäsionsfonds - regionale Verteilung                      Zukünftige Entwicklung des Kohäsionsfonds
der Mittel                                                    (in EUR Mrd.)
                                                                            Ø Wachstum Osteuropa           +7,2%
   Osteuropa                     Westeuropa
                                                                                                           -1,1%
  €176,6 Mrd.                    €169,5 Mrd.                                 Ø Wachstum Westeuropa
                                                                                                                   29    30
                                                             25        25        24 24   24 25   24
                                                                                                      27      24        24
                                                                            22
                                                                  20



         Gesamt 2007 – 2013: €346,1 Mrd.
                                                            2007E 2008E 2009E 2010E 2011E 2012E 2013E
Quelle: Europäische Union                                              Westeuropa Osteuropa



Finanzierung für             Der Kohäsionsfonds wird seit 1994 als Instrument der Strukturpolitik eingesetzt, um die
Umwelt und                   wirtschaftlichen und sozialen Differenzen zwischen den Mitgliedsstaaten zu reduzieren
Verkehrs-                    und ihre Volkswirtschaften zu stabilisieren. Großprojekte im Bereich der Umwelt und
infrastruktur                Verkehrsinfrastruktur können bis zu 85% aus den Mitteln des Fonds finanziert werden,
                             sofern sie die Kriterien erfüllen. Allerdings werden dabei nur die wirtschaftlich
                             schwächeren EU-Mitgliedsstaaten, deren Pro-Kopf-BIP unter 90% des EU-Durch-
                             schnitts liegt, berücksichtigt. Dieses Kriterium wird natürlich von allen neuen CEE-
                             Mitgliedern erfüllt.

Gesamtsumme der              Insgesamt stellt Europa für den Zeitraum 2007-13 Mittel in Höhe von EUR 346,1 Mrd.
geplanten Finanzie-          für Infrastrukturprogramme bereit, wovon EUR 176,6 Mrd. nach Osteuropa gehen
rungen 2007-2013:            sollen. Die Verlagerung nach Osteuropa wurde durch den Eintritt von Rumänien und
EUR 346,1 Mrd.               Bulgarien in die Union forciert. Die Investitionen des Kohäsionsfonds nehmen in
                             Osteuropa mit einer Zuwachsrate von 7,2% jährlich zu, während sie in Westeuropa um
                             -1,1% jährlich abnehmen. Die Mittel gehen, wie erwähnt, in erster Linie in den Ausbau
                             der Straßen- und Schieneninfrastruktur. Damit erreicht Mittel-/Osteuropa ansehnliche
                             Wachstumsraten (j/j) im Tiefbausektor, die deutlich höher liegen als in Westeuropa, wie
                             die folgenden Diagramme zeigen.




                  Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                         Seite 19
Branchenentwicklung und Marktumfeld
Wachstum im Bereich Tiefbau
                                                Westeuropa (1)                                                                          Osteuropa (1,2)

                          150                                                                                                                                       Ø Wachstum
                                                                                                                    350
                                                                                                                                                                      06e-09e
                          145
                                                                                                                    325
                                                                                                                                                                        21,6%
                          140
                                                                                                                    300
                          135
                                                                                                                    275
Marktindex (2003 = 100)




                          130




                                                                                          Marktindex (2003 = 100)
                                                                                                                    250
                          125
                                                                                                                    225                                                 17,1%
                                                                       Ø Wachstum
                          120                                            06e-09e                                    200
                                                                                                                                                                        11,3%
                          115                                                      3,4%
                                                                                                                    175
                          110
                                                                                   2,2%                             150
                          105
                                                                                                                    125
                                                                                   0,5%
                          100
                                                                                                                    100
                          95
                                                                                                                    75
                                2003     2004 2005 2006E 2007E 2008E 2009E
                                                                                                                          2003   2004   2005 2006E 2007E 2008E 2009E

                                Straße          Schiene      Ingenieurbau gesamt
                                                                                                                           Schiene         Straße         Ingenieurbau gesamt
Quelle: 62. Euroconstruct-Konferenz, Summary Report; (1) einschließlich aller Euroconstruct-Länder; (2) unvollständige Daten
für Tschechien und die Slowakei.



Spektakuläres                                         Für den Straßenbausektor im CEE-Raum wird eine spektakuläre Wachstumsrate von
Wachstum des                                          21,6% (kumulative jährliche Wachstumsrate CAGR) für die Periode 2006-2009
Straßenbaus in CEE                                    erwartet; für das ganze Segment Tiefbau rechnet man mit immer noch beeindrucken-
                                                      den 11,3% jährlich. Die Vergleichszahl in Westeuropa ist 2,2% jährlich, was den
                                                      massiven Unterschied zwischen den beiden Regionen mehr als deutlich macht.

                                                      Erholung der deutschen Bauwirtschaft

Talsohle 2005/06                                      Die deutsche Bauwirtschaft begann sich 2006 von ihrer 10 Jahre währenden Talfahrt
durchlaufen                                           zu erholen, und der Aufschwung sollte im heurigen Jahr und darüber hinaus anhalten.
                                                      In der Dekade 1995-2005 schrumpfte der Baumarkt in Deutschland jährlich um -3,1%
                                                      und erreichte 2005 mit einer Bauleistung von EUR 195 Mrd. die Talsohle. Mittelfristig
                                                      ist mit einem Anhalten des Aufwärtstrends zu rechnen. Für den Zeitraum bis 2009 ist
                                                      laut Euroconstruct ein durchschnittliches Marktwachstum von 1,2% jährlich zu erwar-
                                                      ten.




                                            Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                         Seite 20
Branchenentwicklung und Marktumfeld
Bauleistung in Deutschland (in EUR Mrd.)                            Entwicklung des Tiefbausegments in Deutschland



  269
          Ø Wachstum
             -3,1%
                                                                                                                                     Ø Wachstum
        245
                                                                                              120




                                                                    Marktindex (2003 = 100)
                                                                                                                                       06e-09e
                                        Ø Wachstum                                                                                           3,0%
                                                                                              110
                                           +1,2%
                                                                                                                                             2,8%
              210
                      203                             204    206                              100
                                      199      201                                                                                           1,8%
                               195
                                                                                              90

                                                                                              80
                                                                                                    2003 2004 2005 2006 2007E 2008E 2009E
 1995         2003            2005            2007E         2009E                                     Straße      Schiene      Ingenieurbau gesamt
                            Bauleistung j/j

Quelle: Statistisches Bundesamt, 62. Euroconstruct-Konferenz, Summary Report, Zentralverband Deutsches Baugewerbe


Auch in Deutschland                  Parallel zum Wiederaufschwung in der deutschen Bauwirtschaft hat sich der Ifo
hat Tiefbau die Nase                 Geschäftsklimaindex erholt und ist zu neuen Rekordwerten aufgestiegen. Wie das
vorn                                 Diagramm rechts oben illustriert, entwickelt sich der Tiefbau auch in Deutschland
                                     dynamischer: die jährliche Wachstumsrate wird für 2006-2009 auf 1,8% geschätzt,
                                     während für die gesamte Bauwirtschaft nur 1,2% erwartet wird. Einen bedeutenden
                                     Beitrag zu diesem Trend liefert der Ausbau der Straßen- und Schienennetze, da zum
                                     einen zusätzliche Mittel in Form der Mauteinnahmen aus dem Lkw-Verkehr zur
                                     Verfügung stehen und zum anderen die Deutsche Bahn ihre Investitionen in den Ausbau
                                     des Bahnnetzes erhöht hat.

Überalterte Straßen                  Das Straßennetz in Deutschland ist absolut verbesserungswürdig. Waren 1990 rund
und Kraftwerke als                   40% der deutschen Straßen 20 Jahre alt oder älter, so stieg dieser Anteil bis 2003 auf
Wachstumsmotor                       54%. Die Regierung geht das Problem nun an und will bis 2015 insgesamt EUR 80 Mrd.
                                     in das Straßennetz stecken. Ähnlich stellt sich die Situation der deutschen Kraftwerke
                                     dar; für den Zeitraum bis 2012 sind 53 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von
                                     31.400 MW in Planung (bzw. werden bereits errichtet). Insgesamt wollen die Versor-
                                     gungsunternehmen bis 2020 mehr als EUR 80 Mrd. investieren.

Stark fragmentierte                  Ein weiteres wichtiges Merkmal der deutschen Bauwirtschaft ist der hohe Grad der
Branche                              Fragmentierung. STRABAG ist mit einem Marktanteil von nur 1,8% (!) Marktführer in
                                     Deutschland. Wie das Diagramm weiter unten zeigt, ist die Anzahl der im Sektor tätigen
                                     Firmen bereits stark zurückgegangen, doch bis zu einer vernünftigen Industriestruktur
                                     ist es noch ein weiter Weg.




                     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                   Seite 21
Branchenentwicklung und Marktumfeld
                       Anzahl der Baufirmen in Deutschland1



                                                                      2.196               -56,7%


                                                                                          1.287



                                                                      14.441                                713
                                                                                          10.992

                                                                                                           6.484




                                                                       1995                2000            2005

                                                                      22-99 Mitarbeiter            > 100 Mitarbeiter

                       (1) nur Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten. Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe


Für die Zukunft wird   Wir gehen davon aus, dass die Sektorkonsolidierung in Zukunft noch rascher
beschleunigte Kon-     voranschreiten wird, da die Rentabilitätslage im deutschen Markt unbefriedigend ist und
solidierung erwartet   größere Firmen wie STRABAG unter diesen Umständen länger überleben als kleinere.
                       Früher oder später sollte sich der Konsolidierungsprozess positiv auf die im Sektor
                       erzielten Margen auswirken, die derzeit noch eher matt sind.

                       Außerdem brauchen Tiefbau-Großprojekte auch große Baukonzerne mit einer starken
                       Marke, da es sich die Bauherren, wie z. B. Versorgungsunternehmen, nicht leisten
                       können, Aufträge für große Kraftwerke an mittelgroße Firmen mit zweifelhafter Bonität
                       zu vergeben. Auch Basel II wird den Konsolidierungsprozess beschleunigen, da die
                       Finanzierungskosten von kleineren Firmen dadurch ansteigen werden, was in einer
                       Branche mit so schwierigen Rahmenbedingungen ein großer Nachteil sein kann.




               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                             Seite 22
Branchenentwicklung und Marktumfeld
                       Konkurrenzsituation

                       Überblick über die größten Bauunternehmen nach Regionen
                                       Westeuropa                                                             Osteuropa

                                     Deutschland                                          Ungarn                                     Tschechien
                                          Bauvolumen 05 (€ Mio.)                                 Umsatz05 (€ Mio.)                              Umsatz 05 (€ Mio.)
                       1.   STRABAG (1)                   3.523         1.   STRABAG(5)                 938           1.   Skanska                     1.169

                       2.   Hochtief                      2.380         2.   HÍDÉPÍTO                   293           2.   Metrostav                     832

                       3.   Bilfinger Berger (2)          1.382         3.   Swietelsky                 285           3.   STRABAG (5)                   714

                       4.   Vinci Germany(3)              1.040         4.   Debreceni Magas-,          252           4.   SSZ                           651
                                         (4)
                       5.   E Heitkamp                      850              Mély-Útépíto                             5.   OHL ZS                        271

                                                                        5.   BETONÚT                    249

                                       Österreich                                         Polen                                        Slowakei
                                               Bauvolumen 05 (€ Mio.)                            Umsatz 05 (€ Mio.)                              Umsatz 05 (€ Mio.)
                       1.   STRABAG                       1.923         1.   Budimex(6)                 697           1.   Doprastav                    366

                       2.   Porr Group                    1.554         2.   Skanska                    558           2.   STRABAG (5)                  253

                       3.   Alpine Mayreder               1.251         3    STRABAG(5,7)               556           3.   Inzinierske stavby           185

                       4.   Swietelsky                      556         3.   Polimex-Mostostal          467           4.   Skanska                      154
                                                                                        (5)
                       5.   Habau                           372         4.   STRABAG                    434           5.   Vahostav                      83

                                                                        5.   Warbud (Vinci)             246


                       (1) Inkl. Ed Züblin (2) Exkl. Dienstleistungssegment (3) Exkl. Energiesegment (4) Umsatz 2005
                       (5) Bauvolumen 2005 (6) Ferrovial hält eine 59,1% Beteiligung an Budimex (7) Inkluding Umsatz 2005
                       von NCC Polska von €122 Mio, die im Jan. 2007 akquiriert wurde)

                       Quelle: Deloitte, Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen Österreichs, Geschäftsberichte



Bouygues und Vinci     Die größten Baufirmen Europas sind die französischen Schwergewichte Bouygues, mit
sind die größten       einem Gesamtumsatz von EUR 26,4 Mrd. 2006, und Vinci mit EUR 25,6 Mrd. Beide
Konkurrenten in        erwirtschaften ihre Umsätze zum Großteil in Frankreich und sind in erster Linie im
Europa                 Straßenbau tätig. Daneben gibt es noch andere Geschäftsbereiche, bei Bouygues vor
                       allem Telekom und Medien, bei Vinci Energie und Konzessionen. Vinci ist in Deutsch-
                       land und Polen einer der Hauptkonkurrenten von STRABAG, während Bouygues in den
                       Kernmärkten von STRABAG kaum auftritt.

Porr ist der größte    Der größte österreichische Mitbewerber ist die Porr AG mit einer Bauleistung von EUR
Mitbewerber in         2,3 Mrd. Porr ist in den Bereich Hoch- und Tiefbau inklusive Straßenbau tätig und
Österreich             erwirtschaftet 70% der Bauleistung in Österreich. Im Ausland engagiert sich Porr
                       ebenfalls vor allem im Raum Mittel-/Osteuropa, wo man 2006 eine Bauleistung von EUR
                       506 Mio. erreichte. Die größten CEE-Märkte sind für Porr Ungarn und Tschechien.

                       Die Hauptkonkurrenten von STRABAG in Deutschland sind Hochtief (Umsatz 2006:
                       EUR 15,5 Mrd.), gefolgt von Bilfinger Berger (EUR 7,5 Mrd.).

In CEE verfügt         Zu den wichtigsten internationalen Mitbewerbern in der CEE-Region zählen Skanska,
STRABAG über die       Ferrovial und Vinci. Diese Firmen sind jedoch mit länderspezifischen Schwerpunkten
beste geografische     tätig und decken daher die Region weniger breit ab als STRABAG. Das schwedische
Diversifizierung       Unternehmen Skanska verzeichnete 2006 Umsätze von EUR 13,9 Mrd., wobei der
                       geographische Schwerpunkt in den nordischen Ländern sowie Nord- und Südamerika
                       lag. Skanska beschäftigt sich fast ausschließlich mit Hochbau und ist in den CEE-
                       Märkten der STRABAG vor allem in Tschechien, Polen und der Slowakei stark. In
                       Tschechien ist Skanska Nummer 1 (Umsatz 2006: EUR 755 Mio.), in Polen Nummer
                       2 (EUR 1,2 Mrd. Umsatz). Ferrovial ist über die Tochter Budimex in Polen Marktführer
                       (Umsatz 2006: EUR 789 Mio.).



               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                                      Seite 23
Finanzbereich
                        Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die STRABAG-Gruppe ihren Wachstumskurs
                        fortsetzen. Die Bauleistung konnte dabei die EUR 10 Mrd. Grenze erstmals überschrei-
                        ten. Die Positionierung der STRABAG in den CEE-Märkten erweist sich als strategisch
                        äußerst günstig, da vor allem in diesen Ländern großes Potential für organisches
                        Wachstum besteht. Die CEE-Hauptmärkte sind Ungarn, Slowakei, die Tschechische
                        Republik und Polen. Neben den Geschäftigkeiten in Kroatien, Rumänien und Bulgarien,
                        die weitere Wachstumschancen anbieten, stellen die Aktivitäten in Moskau und St.
                        Petersburg eine Basis für Expansion in Russland dar.

                        Eine zentrale Bedeutung für die STRABAG haben auch die Bereiche Rohstoffe und
                        Mischgutproduktion. So produziert die Gruppe beispielsweise ein Großteil des verwen-
                        deten Asphaltes selbst. Dies sichert weitgehende Unabhängigkeit von der Marktpreis-
                        entwicklung und relativ günstigen Zugang zu Rohstoffen.

                        Wichtigste strategische Maßnahmen

                        z Konsequente Optimierungs- statt Maximierungsstratege: Rendite vor Umsatz

                        z Konzentration auf die Kernkompetenzen; dabei sollen aber auch kleinere Marktni-
                        schen, die zwar von der Bauleistung her gering sind, aber eine hohe Rendite bringen,
                        genützt werden

                        Finanzziele

EK-Quote soll mittel-   Die Veränderungen beim Eigenkapital (Grundkapital, Kapitalrücklagen und Anteile
fristig zwischen 20%    anderer Gesellschafter) sind insbesondere auf die Verschmelzung der Konzernober-
und 25% liegen          gesellschaft FIMAG Finanz Industrie Management AG auf die STRABAG SE zurück-
                        zuführen. Die STRABAG-Gruppe verfolgt weiterhin eine Stärkung der Eigenkapital-
                        quote. Im Geschäftsjahr 2006 betrug die Eigenkapitalquote inkl. der Anteile anderer
                        Gesellschafter 18,6% und lag somit um ca. einen Prozentpunkt über dem Niveau des
                        Vorjahres. Als mittelfristiges Ziel bei der EK-Quote definiert das Unternehmen einen
                        Wert zwischen 20% und 25%.

                        Konsolidierungskreis

                        Die vorliegenden Konzernzahlen der STRABAG SE basieren auf den International
                        Financial Reporting Standards ("IFRS"). Im Konzernabschluss zum 31.12.2006 sind
                        neben der STRABAG SE alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaf-
                        ten enthalten, bei denen STRABAG SE unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der
                        Stimmrechte verfügt.

                        Der Konzernabschluss enthält 241 (Vorjahr 220) vollkonsolidierte Unternehmen,
                        wovon 41 Unternehmen erstmals einbezogen wurden (darunter Preusse Bauholding
                        GmbH & Co. KG). Weiters einbezogen sind 12 at Equity (Vorjahr: 12) bilanzierte
                        Unternehmen. An dieser Stelle ist zu nennen, dass sich die STRABAG von der 49%-
                        igen Beteiligung an dem deutschen Asphaltproduzent DEUTAG getrennt hat. Des
                        Weiteren wurden 278 (Vorjahr: 245) verbundene Unternehmen, deren Bauleistung
                        insgesamt weniger als 1,5% der Konzernbauleistung ausmacht, im Konzernabschluss
                        2006 nicht berücksichtigt.

                        Des Weiteren bestehen fremdübliche Geschäftsbeziehungen zur IDAG Immobilien-
                        beteiligung u. -Development AG, im Rahmen derer die STRABAG für Projekt-
                        gesellschaften der IDAG die Entwicklung von Liegenschaften sowie Bauausführungen
                        übernimmt. 2006 konnte die STRABAG aus dieser Geschäftsbeziehung EUR 6 Mio.
                        Umsätze erwirtschaften. Die Forderungen der STRABAG-Gruppe gegenüber IDAG
                        und seine Aktionäre beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 77 Mio.


                Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                  Seite 24
Finanzbereich
                       Profitabilität

                       Die STRABAG konnte in den letzten Jahren ein enormes Wachstum vorweisen.
                       Einerseits hat dazu die gute Position in den CEE-Ländern beigetragen, andererseits
                       waren es aber auch erfolgreich durchgeführte Übernahmen in den gereiften westeu-
                       ropäischen Märkten. Nachdem in 2005 Züblin und die Walter-Bau Gruppe erfolgreich
                       akquiriert werden konnten, führte das Unternehmen auch in 2006 seine Wachstums-
                       strategie voran, wobei die Übernahmen der Preusse-Gruppe und der restlichen 50%
                       der Anteile an der Stratebau-Gruppe die Marktpräsenz in Deutschland weiter gestärkt
                       haben.

Steigerungen beim      Im Geschäftsjahr 2006 erzielte die STRABAG-Gruppe eine Steigerung um 36% des
Umsatz, Bauleistung    Umsatzes auf EUR 9,43 Mrd. (2005: EUR 6,96 Mrd.). Dazu führte ein um 59% hoher
und Auftragsstand      Auftragsbestand per Ende 2005. Im Jahr 2006 konnte der Auftragsbestand erneut um
                       7,3% auf rund EUR 8,51 Mrd. gesteigert werden, was eine gute Basis für die weitere
                       Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr darstellt. Auch die Bauleistung verzeichnete
                       eine herausragende Entwicklung und erreichte 2006 einen Höchststand von EUR 10,39
                       Mrd. (2005: EUR 9,32 Mrd.).

Ergebnis-              2006 erreichte das EBITDA-Ergebnis EUR 474,4 Mio., dies entspricht einem Plus von
steigerungen           zirka 42% j/j. Die EBITDA-Marge lag geringfügig über dem Wert in 2005 (2006: 5,0%;
                       2005: 4,8%), befindet sich aber über dem Peer-Group-Median. Die EBIT-Marge verzeich-
                       nete eine marginale Steigerung auf 2,6% (2005: 2,2%), diese liegt in der Gegenüberstel-
                       lung mit vergleichbaren Unternehmen allerdings unter dem Peer-Medianwert.

                       Die Leistungsfähigkeit und die Ertragskraft des Unternehmens werden ebenfalls durch
                       das Ergebnis vor Steuern (EGT), das aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung um
                       36% über dem Vorjahreswert lag, untermauert. Davon entfallen etwa EUR 70,6 Mio. auf
                       außerordentliche Erträge als Folge des Verkaufes der DEUTAG GmbH & Co KG.


                       STRABAG-Gruppe: Margenentwicklung
                                      7,0%


                                      6,0%


                                      5,0%


                                      4,0%


                                      3,0%


                                      2,0%


                                      1,0%


                                      0,0%
                                                 2003             2004                  2005           2006

                                                            EBITDA-Marge   EBIT-Marge     Nettomarge

                       Quelle: STRABAG


Leichte Verbesse-      Das Eigenkapital inkl. Minderheitenanteile betrug per 31.12.2006 EUR 1.035,9 Mio.
rung der EK-Quote      (2005: EUR 905,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote (inkl. Minderheitenanteile) konnte im
auf 18,6%              Vergleich zum Vorjahr leicht von 17,7% auf 18,6% gesteigert werden. Somit befindet
                       sich die EK-Quote im Vergleich zur Peer-Group deutlich unter dem Durchschnitt.
                       Exklusive Minderheiten betrug die EK-Quote 2006 15,4% (2005: 9,7%). Wie bereits
                       oben erwähnt, strebt das Unternehmen eine Stärkung der EK-Quote (inkl. Minderheiten)
                       zwischen 20-25% an.

               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                        Seite 25
Finanzbereich
                         Finanzielle Flexibilität

Gute Cash Flow           Der Cash Flow aus dem Ergebnis konnte von EUR 286,31 Mio. in 2005 auf EUR 357,66
Generierung              Mio. in 2006 gesteigert werden. Die STRABAG-Gruppe weist eine solide Generierung
                         beim operativen Cash Flow auf. So zeigt dieser in den letzten vier Jahren eine steigende
                         Tendenz. Nach dem starken Wachstum in 2005 konnte der operative Cash Flow in 2006
                         um 66,7% auf EUR 446,35 Mio. noch einmal stark gesteigert werden, wobei dieser den
                         Cash Flow aus dem Investitionsbereich (EUR 271,16 Mio.) deutlich übertraf. Des
                         Weiteren verfügt das Unternehmen über ausreichende liquide Mittel, die Ende des
                         Geschäftsjahres 2006 um 5,5% gegenüber 2005 auf EUR 586,3 Mio. lagen. Die
                         STRABAG vereinbarte im Jahr 2001 ein Emissionsrahmenprogramm in Höhe von EUR
                         500 Mio. und hat seitdem den EUR Kapitalmarkt fünf Mal in Anspruch genommen:

                         - ISIN: AT0000341086, Volumen EUR 50 Mio., Kupon 6,875%, Laufzeit 18. Juni 2007
                         - ISIN: AT0000341615, Volumen EUR 50 Mio., Kupon 5,25%, Laufzeit 18, Juni 2008
                         - ISIN: AT0000342332, Volumen EUR 50 Mio., Kupon 5,5%, Laufzeit 21. Juni 2009
                         - ISIN: AT0000492723, Volumen EUR 75 Mio., Kupon 4,25%, Laufzeit 17. Juni 2010
                         - ISIN: AT0000A013U3, Volumen EUR 75 Mio., Kupon 5,25%, Laufzeit 20. Juni 2011

                         Verschuldung

Fristenstruktur          Im Vergleich zum Vorjahr konnten die gesamten Finanzverbindlichkeiten (inkl.
verschlechtert           Finanzierungsleasing) per Ende 2006 um EUR 22,3 Mio. auf EUR 919,5 Mio. zwar
                         reduziert werden, die Fristenstruktur verschlechterte sich aber gegenüber 2005. So
                         waren Ende 2006 53% der gesamten Finanzverbindlichkeiten langfristig (2005: 64%)
                         und 47% kurzfristig (2005: 36%). Während die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
                         um 28,2% auf EUR 435 Mio. stiegen, konnten die langfristigen um 19,6% auf EUR 484,5
                         Mio. abgebaut werden.

Nettoverschuldung        Die STRABAG konnte 2006 die liquiden Mittel (Kassenbestand, Bankguthaben und
gesunken                 Wertpapiere des Umlaufvermögens) um 5,5% auf EUR 586,3 Mio. gegenüber 2005
                         steigern. Zusammen mit den geringeren Finanzverbindlichkeiten führte dies zu einer
                         Reduktion der Nettoverschuldung um 13,7% auf EUR 333,3 Mio.

Verschuldungs-           Die Verschuldungskennzahlen in 2006 waren im Vergleich zum Vorjahr besser. Die
kennzahlen               gesamten Finanzverbindlichkeiten erreichten 88,8% des Eigenkapitals (2005: 104%).
                         Das Verhältnis gesamte Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA befindet sich somit unter
                         dem Median von 2,6x der Peer-Group. Die Kennzahl operativer Cashflow zu gesamten
                         Finanzverbindlichkeiten erhöhte sich von 0,3x in 2005 auf 0,5x in 2006 und liegt im
                         oberen Bereich der Peers.

Zinsdeckung              Die 2006 ausgewiesenen Zinsen und ähnliche Aufwendungen der STRABAG-Gruppe
                         erhöhten sich um EUR 26,14 Mio. auf rund 92 Mio. Die Zinsdeckung auf EBITDA-Basis
                         lag 2006 mit einem Wert von 5,2x leicht über dem Vorjahresniveau und weist im Peer
                         Group-Vergleich eine niedrigere Relation auf. Auf EBIT-Basis konnte die Zinsdeckung
                         zwar auch gesteigert werden (2006: 2,7x; 2005: 2,4x) liegt aber ebenfalls unter dem
                         Peer Group Median.




                  Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                    Seite 26
Finanzbereich
                     Credit Rating

                     Seit 2001 wird die STRABAG SE von Standard&Poor's beurteilt. Damit ist die STRABAG
                     das einzige österreichische Bauwirtschaftsunternehmen, das über eine Risikobewertung
                     einer internationalen Ratingagentur verfügt.

STRABAG SE           Zwischen 2001 und Ende Mai 2006 wurde das Risikoprofil der STRABAG SE mit BB
S&P: BB+/Ausblick    bewertet. Danach wurde das Rating um eine Stufe auf BB+ nach oben genommen und
positive             befindet sich daher eine Stufe unterhalb des Investment Grade Bereichs. Ende Mai 2007
                     bestätigte S&P das BB+ Rating, wobei der Ausblick von stable auf positive verbessert
                     wurde. Der positive Ausblick reflektiert die Möglichkeit, dass das Rating von STRABAG
                     mittelfristig hinaufgestuft werden könnte, wenn die zukünftige Corporate Governance
                     Praxis, Finanzpolitik, besonders die Dividendenpolitik und die strategischen Ambitio-
                     nen prognostizierbarer werden.

                     Das aktuelle Rating reflektiert die konjunkturabhängige und kapitalintensive Branche in
                     der die STRABAG agiert. Dabei wird besonders der relativ große Anteil des deutschen
                     Marktes an der Konzernbauleistung hervorgehoben. Zudem wird das Finanzprofil als
                     offensiv angesehen. Positiv wird hingegen die starke Marktposition der STRABAG im
                     Straßenbau in CEE gewertet. Dieses Segment profitiert von Infrastrukturprojekten, die
                     seit der EU-Osterweiterung stärker gefördert werden. Weiters wird das aktuelle
                     Ratingniveau durch die starke geografische Diversifikation des Konzerns, sowie durch
                     Kostenvorteile unterstützt.

                     Die Liquidität der STRABAG SE wird von S&P als ausreichend bezeichnet. Per Ende
                     März 2007 verfügte der Konzern über EUR 4,4 Mrd. an Kreditlinien und Garantien, die
                     teilweise mit sogenannten Covenants (Bedingungen) ausgestattet sind. Zudem ist
                     finanzielle Flexibilität durch die Cash Flows des Unternehmens gegeben. Zudem hat
                     STRABAG in den letzten Jahren ein konsistentes Umsatz- und Ergebniswachstum
                     gezeigt, was in stabilen Finanzkennzahlen resultiert. Trotz umfangreicher Akquisitionen
                     und der schwierigen Marktlage in Deutschland sind die Kreditkennzahlen mit der
                     aktuellen Ratingkategorie vereinbar.

                     Der angekündigte Einstieg des dritten Kernaktionärs führte zu keiner Ratingveränderung.
                     Zwar erhöht sich durch den Verkauf von 30% des Aktienkapitals an den russischen
                     Industriellen Oleg Deripaska das Eigenkapital um EUR 1,05 Mrd., S&P geht aber davon
                     aus, dass dieses frische Kapital vorwiegend in weitere Akquisitionen investiert werden
                     wird. Diese Expansion dürfte zwar sowohl die Marktposition als auch die geographische
                     Diversifizierung der STRABAG SE stärken, aber auch in höheren Geschäftsrisiken und
                     in einer möglicherweise höheren Volatilität der Cash Flows resultieren.




             Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                     Seite 27
Appendix
            Gewinn- und Verlustrechnung                             2003        2004        2005        2006
            (IAS, in EUR Mio., 31/12)
            Auftragsbestand per 31.12                               3.677       4.980       7.927       8.507
            Bauleistung                                             5.637       5.964       9.315      10.385
            Umsatzerlöse                                            4.532       5.223       6.956       9.431
            Sonstige betriebliche Erträge                           123,0       137,0       149,9       231,5
            Materialaufwendungen                                 -2.991,0    -3.609,5    -5.019,6    -6.588,1
            Personalaufwendungen                                 -1.199,1    -1.185,5    -1.401,9    -1.831,7
            Sonstige betr. Aufwendungen                            -303,7      -311,5      -401,0      -614,3
            EBITDA                                                  255,7       304,0       334,2       474,4
            Abschreibungen                                         -173,4      -208,9      -178,7      -229,7
            EBIT                                                     82,4        95,1       155,5       244,7
            Ergebnis aus assoziierten Unternehmen                    11,2          7,9         5,4       77,0
            Beteiligungsergebnis                                       7,4         8,7         2,2       21,6
            Zinserträge                                              28,1        29,2        35,5        35,6
            Zinsaufwendungen                                        -48,5       -50,9       -65,9       -92,0
            Sonstiges Finanzergebnis                                   2,3         1,4         2,0         0,2
            EGT                                                      82,8        91,3       134,7       287,2
            Steuerergebnis                                          -30,2       -25,6       -40,1       -63,2
            A.o. Ergebnis                                              0,0         0,0         0,0         0,0
            Nettoergebnis nach Steuern                               52,6        65,7        94,6       224,0
            Minderheiten                                            -26,5       -30,2       -44,6       -32,7
            Nettoergebnis nach Minderheiten                          26,2        35,5        49,9       191,4


            Bilanz                                                  2003        2004        2005        2006
            (IAS in EUR Mio., 31/12)
            Immaterielles Anlagevermögen                             35,1       32,6        67,1         79,6
            Sachanlagevermögen                                      857,7      955,9     1.135,9      1.285,3
            Finanzanlagevermögen                                    271,9      309,5       370,6        444,5
            Anlagevermögen                                        1.164,7    1.298,0     1.573,6      1.809,4
            Vorräte                                                 374,6      540,9       618,7        456,4
            Forderungen und sonstiges Umlaufvermögen              1.356,8    1.500,9     2.292,3      2.630,9
            Liquide Mittel                                          319,0      212,4       555,9        586,3
            Umlaufvermögen                                        2.050,4    2.254,2     3.466,9      3.673,5
            Latente Steuern und Rechnungsabgrenzungen                93,8      101,1        86,5         92,9
            AKTIVA gesamt                                         3.308,9    3.653,3     5.126,9      5.575,8
            Grundkapital                                             53,9       53,9        53,9         70,0
            Kapitalrücklagen                                        163,8      163,8       163,8        448,0
            Gewinnrücklagen                                         186,0      237,4       278,8        340,0
            Anteile anderer Gesellschafter                          356,3      347,1       408,9        177,9
            Eigenkapital inkl. Minderheiten                         760,1      802,3       905,5      1.035,9
            Eigenkapital ekl. Minderheiten                          403,8      455,1       496,5        858,0
            Abfertigungsrückstellungen                               45,0       49,0        54,4         59,6
            Pensionsrückstellungen                                  142,5      141,7       257,4        282,6
            Steuerrückstellungen                                     18,0       10,9        23,5         37,1
            Sonstige Rückstellungen                                 387,5      404,2       520,9        652,7
            Rückstellungen                                          593,0      605,7       856,1      1.032,0
            Begebene Anleihen                                       100,0      150,0       225,0        300,0
            Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten            391,9      514,5       651,2        552,4
            Verbindlichkeiten aus L/L und aus Fertigungsaufträgen 1.035,5    1.093,3     1.733,5      1.404,3
                                                                    4
            Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten20,7      483,7       748,4      1.245,0
            Verbindlichkeiten                                     1.948,0    2.241,5     3.358,1      3.501,7
            Latente Steuern und Rechnungsabgrenzungen                 7,8        3,8         7,2          6,1
            PASSIVA gesamt                                        3.308,9    3.653,3     5.126,9      5.575,6

            Quelle: STRABAG



     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                              Seite 28
Appendix
             Cash Flow Statement
             (IAS in EUR Mio., 31/12)                                                  2003        2004       2005        2006
             Ergebnis nach Steuern                                                    52,64       65,75      94,57      224,00
             Abschreibungen/Zuschreibungen                                          178,01      210,36     193,86       233,18
             Veränderung lfr. Rückstellungen                                         -11,32        2,01      17,63       25,60
             Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen                    -22,78      -15,16     -19,75     -125,12
             Cash Flow aus dem Ergebnis                                             196,55      262,95     286,31       357,66
             Veränderung Vorräte                                                     -69,57      -40,34      32,50      219,57
             Veränderung Forderungen                                               -117,65       -76,15   -209,63      -289,29
             Veränderung Verbindlichkeiten                                          113,64       -50,63    110,87        50,31
             Veränderung sonstige Aktiva, sonst. Verb., kfr. Rückst.                 -45,22        8,27      47,70      108,10
             Cash Flow aus dem operativen Bereich                                     77,75     104,10     267,76       446,35
             Investitionen ins Anlagevermögen                                      -334,52     -272,67    -300,98      -404,74
             Erlöse aus dem Anlagenabgang                                             74,58       95,92      72,79      155,53
             Sonstige                                                                  4,74       15,54    114,82       -21,95
             Cash Flow aus dem Investitionsbereich                                 -255,21     -161,21    -113,38      -271,16
             Veränderung Bankverbindlichkeiten/Anleihe                                 7,84        6,23    165,42       -13,11
             Ausschüttungen                                                          -13,82      -51,85     -52,11     -310,74
             Sonstige                                                                -53,74       -7,38      72,95      175,49
             Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich                                  -59,72      -52,99    186,26      -148,35
             Veränderung der liquiden Mittel                                       -237,17     -110,11     340,64        26,84
             Liquide Mittel zu Beginn des Jahres                                    568,63      318,98     212,40       555,86
             Veränderung der liquiden Mittel aus Währungsdifferenzen                 -12,49        3,53       2,82        3,56
             Liquide Mittel am Ende des Jahres                                      318,98      212,40     555,86       586,27
             * inkl. Strabag Beteiligungs AG (Köln) vollkonsolidiert ** Geschäftsjahr 1.4.1999-31.12.1999

             Kennzahlen                                                             2003        2004        2005         2006
             Rentabilitätskennzahlen
             Umsatzwachstum                                                         6,4%       15,2%       33,2%       35,6%
             EBITDA-Marge                                                           5,6%        5,8%        4,8%        5,0%
             EBIT-Marge                                                             1,8%        1,8%        2,2%        2,6%
             Nettomarge                                                             1,2%        1,3%        1,4%        2,4%
             ROE                                                                    7,0%        8,4%       11,1%       23,1%
             Verschuldungsanalyse
             Eigenkapitalquote (inkl. Minderheiten)                                23,0%       22,0%       17,7%       18,6%
             Gearing (Nettoverschuldung/EK)                                        28,8%       61,1%       42,6%       32,2%
             Gesamte Finanzverbindlichkeiten / Bilanzsumme                         16,3%       19,2%       18,4%       16,5%
             Gesamte Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital                        70,7%       87,6%      104,0%       88,8%
             Berechnung der Nettoverschuldung
             Liquide Mittel                                                         319,0       212,4       555,9       586,3
             Anleihen                                                               100,0       150,0       225,0       300,0
             Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten                     391,9       514,5       651,2       552,4
             So. Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing                    45,9        38,4        65,6        67,1
             Gesamte Finanzverbindlichkeiten                                        537,8       703,0       941,9       919,5
               - davon langfristig                                                  314,8       561,2       602,6       484,5
               - davon kurzfristig                                                  223,0       141,8       339,2       435,0
             Nettoverschuldung                                                      218,8       490,6       386,0       333,3

             Schuldendienstfähigkeit                                                 2003        2004        2005        2006
             EBIT / Zinsaufwand                                                      1,7x        1,9x        2,4x        2,7x
             EBITDA / Zinsaufwand                                                    5,3x        6,0x        5,1x        5,2x
             EBIT/Zinsdeckung (netto)                                                4,0x        4,4x        5,1x        4,3x
             EBITDA/Zinsdeckung (netto)                                             12,5x       14,0x       11,0x        8,4x
             Gesamte Finanzverbindlichkeiten / EBITDA                                2,1x        2,3x        2,8x        1,9x
             Gesamte Finanzverbindlichkeiten / OCF                                   6,9x        6,8x        3,5x        2,1x
             Nettoverschuldung/EBITDA                                                0,9x        1,6x        1,2x        0,7x
             Nettoverschuldung/ Eigenkapital                                         0,3x        0,6x        0,4x        0,3x
             Quelle: STRABAG




     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                              Seite 29
Appendix
Peer Group Vergleich




                                                                                                                                                Peer-Group Average

                                                                                                                                                                     Peer-Group Median
                                                  Bilfinger Berger




                                                                                                                                                                                            STRABAG SE
                                                                       Hochtief AG




                                                                                                  Skanska AB


                                                                                                                 Bouygues
                                                                                      Amec Plc




                                                                                                                                      Eiffage
                                                                                                                             Vinci
Rating Moody's                                   k.R.                 k.R.           k.R.        k.R.            k.R.  Baa1          k.R.                                                  k.R.
Rating S&P                                       k.R.                 k.R.           k.R.        k.R.             A-   BBB+          k.R.                                                  BB+
Outlook Moody's                                  k.R.                 k.R.           k.R.        k.R.            k.R. STABLE         k.R.                                                  k.R.
Outlook S&P                                      k.R.                 k.R.           k.R.        k.R.          STABLE NEG            k.R.                                                  POS

(in Mio.)                                        EUR                 EUR             EUR         EUR            EUR         EUR      EUR                                                   EUR
                                                 2006                2006            2006        2006           2006        2006     2006                                                  2006
Belegschaft                                     14.628 46.847 21.479 54.480 122.561 138.524 56.200                                                                                        52.971
EBITDA                                            244                  483   152                  599          3.085        3.938 1.581                                                    474
Gesamtverschuldung                                966                 1.044  51                   381          7.958        21.364 12.494                                                  920
Netto-Verschuldung                                183                -1.284 -506                 -835          4.182        14.986 11.034                                                  333
Eigenkapital (inkl. Minderheiten)                1.206                2.346 734                  2.142         6.493        9.615 2.754                                                   1.036
Bilanzsumme                                      5.129                8.356 2.707                7.900         29.820       48.433 23.673                                                 5.576

Verschuldungsanalyse

Lf. Finanzverb. zum Gesamtkapital (%)            41,4                22,8            1,3          9,0           47,4         56,9    70,8       35,7 41,4                                  24,8
Lf. Finanzverb. zu Bilanzsumme (%)               17,5                9,2             0,4          2,9           23,0         36,4    45,6       19,3 17,5                                  8,9
Gesamte Finanzverbindlichkeiten                  18,8                12,5            1,9          4,8           26,7         44,1    52,8       23,1 18,8                                  16,5
zu Bilanzsumme (%)
Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EK (%)          15,2                -54,7           -69,0       -39,0          64,4        155,9    400,7 67,6 15,2                                       32,2

Schuldendienstfähigkeit
EBIT/Zinsaufwand (x)                          6,4                     1,2            3,8         41,1           n.A.         3,5      2,1       9,7                  3,7                   2,7
EBITDA/Zinsaufwand (x)                       11,5                     4,7            6,3         51,8           n.A.         5,4      3,6       13,9                 5,9                   5,2
Gesamte Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA (x) 4,0                     2,2            0,3         0,6            2,6          5,4      7,9       3,3                  2,6                   1,9
Oper. Cash Flow/Gesamte Finanzverb. (x)       0,2                     0,9            2,8         1,1            0,4          0,1      0,1       0,8                  0,4                   0,5

Rentabilität

EBIT-Marge (%)                                    1,8                 0,8            1,9          3,5           7,1          10,1    8,7        4,8                  3,5                   2,6
EBITDA-Marge (%)                                  3,3                 3,1            3,2          4,4           11,7         15,4    14,8       8,0                  4,4                   5,0
Nettomarge (%)                                    1,2                 0,6            6,8          2,9           4,7          5,0     3,5        3,5                  3,5                   2,4

Eigenkapital-Kennzahlen

EK-Quote (exkl. Minderheiten) (%)                23,2                21,6            27,1        26,9           17,9         18,3    7,8        20,4 21,6                                  15,4
EK-Quote (inkl. Minderheiten) (%)                23,5                28,1            27,1        27,1           21,8         19,9    11,6       22,7 23,5                                  18,6


Quelle: Bloomberg, Geschäftsberichte, Erste Bank Research, k.R.= kein Rating




                   Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                                                                    Seite 30
Appendix
                         Peer Group Vergleich

Unterschiedliche         Wir haben die größten europäischen Baufirmen in die Vergleichsgruppe aufgenom-
Strategien und           men. Allerdings bestehen markante Differenzen bei den Strategien und Geschäfts-
Schwerpunkte             schwerpunkten der in dieser Gruppe vertretenen Unternehmen. Manche diversifizieren
                         in Geschäftssegmenten außerhalb der Bauwirtschaft, wie Bouygues im Bereich
                         Telekom und Medien. Andere streben eine stärkere geographische Streuung der
                         Umsätze an und expandieren in weit entfernte Märkte wie Australien (Bilfinger Berger)
                         oder die USA (Skanska).

Diversifizierte Bau-     Da in anderen Geschäftsbereichen höhere Margen erzielbar sind, können durch
firmen erzielen          Diversifizierung die schwächeren Margen der Bauindustrie anderweitig aufgefettet
höhere Margen            werden, wie das Beispiel von Bouygues zeigt. Auch Vinci und Eiffage, die im
                         Konzessionssegment stark sind, erwirtschaften höhere Margen als vergleichbare reine
                         Baufirmen.

STRABAG deckt            Keines der Vergleichsunternehmen ist in punkto CEE-Präsenz mit STRABAG ver-
CEE am besten ab         gleichbar. Mit rund 30% der Bauleistung 2006 in der Region ist STRABAG am stärksten
                         in CEE engagiert, gefolgt von Skanska, in Tschechien die Nummer 1 und in Polen die
                         Nummer 2. Im folgenden Abschnitt werden die Vergleichsunternehmen ausführlicher
                         vorgestellt.

                         Vergleichsgruppe - Überblick

                         Bouygues SA

Französische Baufir-     Bouygues ist kein reines Bauunternehmen, sondern betreibt auch eine TV-Station und
ma mit Telekom- und      ein Mobiltelefonienetz (Bouygues Telecom). Im Bereich der Bauindustrie ist Bouygues
Mediendiversifizierung   vor allem im Straßenbau tätig, gefolgt von Hoch- und Tiefbau (Bau, Ziviltechnik, Elektro).
                         Bouygues ist in 80 Ländern präsent und hat mehr als 122.500 Mitarbeiter. Im Jahr 2006
                         meldete die Gruppe einen Umsatz von EUR 26,4 Mrd., wovon rund 70% in Frankreich
                         erwirtschaftet wurden. Die Segmente im Bereich der Bauindustrie lieferten einen
                         Umsatzbeitrag von über 70%, aber nur 50% des operativen Gewinns. Starke Unterstüt-
                         zung für die konzernweite Marge von 7,1% kam aus den Segmenten Telekom und
                         Medien, in denen Margen von rund 12% erzielt wurden. Im Straßenbau wurde eine
                         operative Gewinnmarge von 4,9%, im Hoch- und Tiefbau 3,9% erzielt. Bouygues ging
                         im Vorjahr eine Kooperation mit Alstom ein, um im Energie- und Verkehrssektor Fuß
                         zu fassen, und erwarb im Rahmen dieser Kooperation eine Beteiligung von 25,1% an
                         Alstom. Eine detaillierte Gliederung der CEE-Umsätze ist nicht verfügbar. Bouygues
                         notiert an der Pariser Börse und ist im CAC 40 Index vertreten.

                         Vinci SA

Französische Baufir-     Das zweite Schwergewicht in der europäischen Bauwirtschaft ist Vinci, mit EUR 25,6
ma mit starkem           Mrd. Umsatz 2006 und einer operativen Gewinnmarge von 9,9%, die unter anderem dank
Konzessions-             des profitablen Konzessionsgeschäftes erzielt wurde. Wie Bouygues hat auch Vinci
segment                  den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in Frankreich, das über 65% zum konzernweiten
                         Umsatz beiträgt. Die Gruppe umfasst vier Divisionen, deren größte das stark auf
                         Frankreich konzentrierte Baugeschäft ist, das 2006 Umsätze von EUR 9,4 Mrd. und
                         einen operativen Gewinn von EUR 496 Mio. (4,7%) verzeichnete. Die Straßenbau-
                         Sparte Eurovia erzielte 2006 EUR 6,5 Mrd. Umsatz und einen operativen Gewinn von
                         EUR 288 Mio. (4,0%). Vinci SA hat innerhalb der Vergleichsgruppe das größte
                         Konzessionssegment, das 2006 EUR 4,3 Mrd. Umsatz machte und mit einem operativen
                         Gewinn von EUR 1,6 Mrd. - was einer operativen Marge von 36,8% entspricht - auch
                         das profitabelste ist. Über das Konzessionssegment werden Aufträge für Straßen-
                         infrastruktur, Parkgaragen, Lufthäfen und andere Großbauten abgewickelt. Das vierte


               Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                         Seite 31
Appendix
                        Segment, Vinci Energies, hat keinen direkten Bezug zum Baugeschäft und ist im
                        Bereich Energie und Informationstechnologie tätig. Vinci Energies verzeichnete 2006
                        EUR 3,7 Mrd. Umsatz und einen operativen Gewinn von EUR 192 Mio. (5,2%). Auf die
                        CEE-Region entfielen 2006 Umsätze in Höhe von rund EUR 1,7 Mrd. (6% des
                        Gesamtumsatzes). Vinci notiert an der Pariser Börse und ist im CAC 40 Index vertreten.

                        Hochtief AG

Deutsches Bauun-        Unter den Vergleichsunternehmen weist die deutsche Hochtief die größte geographi-
ternehmen mit der       sche Streuung in der Geschäftstätigkeit auf. Hochtief erzielte 2006 einen Umsatz von
stärksten internatio-   EUR 15,5 Mrd. und einen operativen Gewinn von EUR 222 Mio. (1,4% des Gesamt-
nalen                   umsatzes). Der größte Markt des Unternehmens sind die USA, wo Hochtief mehr als
Diversifizierung        40% des Konzernumsatzes verdient, gefolgt von Asien mit rund 37% und Europa mit
                        13%. Die Region mit den höchsten Profiten ist Asien, wobei der Schwerpunkt in
                        Australien liegt. Auch die margenstarke Rohstoffgewinnung (Contract Mining) ist in
                        Asien angesiedelt. Europa beendete das Vorjahr mit einem leichten operativen Verlust,
                        was auf hohe Rohstoffkosten und Sonderausgaben für die termingerechte Eröffnung
                        von Einkaufszentren zurückzuführen war. Hochtief ist darüber hinaus einer der größten
                        unabhängigen Flughafenbetreiber und ist an den Flughäfen Athen, Düsseldorf und
                        Sydney beteiligt. Hochtief ist an allen deutschen Börsen gelistet.

                        Skanska AB

Schwedisches            Das schwedische Bauunternehmen Skanska verzeichnete 2006 Umsatzerlöse in Höhe
Unternehmen mit         von EUR 13,9 Mrd. und einen operativen Gewinn von EUR 527 Mio. Skanska
starkem Standbein in    erwirtschaftet rund 40% der Umsätze in den nordischen Ländern und rund 30% in den
den USA                 USA. Das größte Segment ist mit 95% Umsatzbeitrag der Hochbau; er umfasst
                        Wohnbau, Nichtwohnbau und Ingenieurbau. Innerhalb des CEE-Raums ist Skanska
                        die Nummer 1 in Tschechien (Umsatz 2006: EUR 755 Mio.) und Nummer 2 in Polen
                        (Umsatz EUR 1,2 Mrd.). Skanska notiert an der Stockholmer Börse und ist im OMX 30
                        Index einbezogen.

                        Eiffage SA

Starke Konzentration    Mit 86% des Konzernumsatzes, der sich 2006 auf EUR 10,7 Mrd. belief, konzentriert
in Frankreich           sich Eiffage vor allem lokal in Frankreich. Eiffage ist in den Bereichen öffentliche
                        Gebäude (Umsatz EUR 3,6 Mrd.), Hochbau (EUR 3,4 Mrd.), Elektroinstallationen (EUR
                        2,0 Mrd.) und Konzessionen (EUR 1,5 Mrd.) tätig. Das Konzessionssegment wirkt sich
                        mit einer operativen Gewinnmarge von 34% positiv auf die konzernweite Marge aus,
                        die 9% beträgt. 2005 erwarb Eiffage gemeinsam mit der Macquarie-Gruppe eine
                        Mehrheit an Autoroutes Paris Rhin Rhone, dem zweitgrößten Autobahnbetreiber
                        Frankreichs, vom Staat Frankreich. Eiffage wird an der Euronext Paris gehandelt.

                        Bilfinger Berger AG

Wachstum in             Das deutsche Unternehmen Bilfinger Berger erzielte 2006 Umsätze von EUR 7,5 Mrd.
Deutschland und         und einen operativen Gewinn von EUR 170 Mio. (2,3% des Umsatzes). Regional hat
Australien              das Unternehmen zwei Hauptstandbeine, Deutschland und Australien. Das größte
                        Segment ist der Tiefbau mit einer Bauleistung von EUR 3,0 Mrd., gefolgt von Hoch- und
                        Industriebau mit EUR 2,1 Mrd., Dienstleistungen mit EUR 2,9 Mrd. und dem Segment
                        Konzessionen, dessen Portfolio derzeit 15 Projekte umfasst. Bilfinger Berger notiert in
                        Frankfurt und Stuttgart und ist in den MDAX einbezogen.




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Notizen




     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007   Seite 33
Notizen




                                  Published by Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG Börsegasse 14, OE 543
                                  A-1010 Vienna, Austria. Tel. +43 (0)50100-ext.
                                   Erste Bank Homepage: www.erstebank.at On Bloomberg please type: ERBK <GO>.
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                      Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                                    Seite 34
Impressum
Group Research
Head of Group Research
Friedrich Mostböck, CEFA                        +43 (0)50 100-11902     Mehrdad Djawadi                                   +43 (0)50100-84238
                                                                        Wilhelm Ertl                                      +43 (0)50100-84246
CEE Equity Research                                                     Gerhard Fellner                                   +43 (0)50100-84234
Co-Head: Günther Artner, CFA                    +43 (0)50 100-11523     Edith Fuchs                                       +43 (0)50100-84248
Co-Head: Henning Eßkuchen                       +43 (0)50 100-19634     Daniela Hildner                                   +43 (0)50100-84231
Günter Hohberger (Banks)                        +43 (0)50 100-17354     Alexander Irza                                    +43 (0)50100-84235
Franz Hörl, CFA (Steel, Construction)           +43 (0)50 100-18506     Markus Kaller                                     +43 (0)50100-84239
Gernot Jany (Banks, Real Estate)                +43 (0)50 100-11903     Beate Pöcksteiner                                 +43 (0)50100-84237
Daniel Lion (IT)                                +43 (0)50 100-17420     Christine Steyrer                                 +43 (0)50100-84243
Martina Pasching, MBA (Transp., Paper)          +43 (0)50 100-11913     Michael Schejbal                                  +43 (0)50100-84247
Tamás Pletser, CFA (Oil & Gas)                       +361 235-5133      Doris Sykora                                      +43 (0)50100-84233
Christoph Schultes (Insurance, Utilities)       +43 (0)50 100-16314
Vera Sutedja, CFA (Telecom)                     +43 (0)50 100-11905     Group Treasury Sales
Vladimira Urbankova (Pharma)                      +4202 24 995 940      Head: Jaromir Malak                               +43 (0)50100-84254
Gerald Walek, CFA (Machinery)                   +43 (0)50 100-16360     Andras Grof                                       +43 (0)50100-84255
                                                                        Martin Djablik                                    +43 (0)50100-84257
International Equities
Hans Engel (Market strategist)                  +43 (0)50 100-19835     Treasury Support
Ronald Stöferle                                 +43 (0)50 100-11723     Manfred Haderer                                   +43 (0)50100-84217
Jürgen Rene Ulamec                              +43 (0)50 100-16574     Erich Nothhart                                    +43 (0)50100-84216
                                                                        Patrick Vancura                                   +43 (0)50100-84218
Macro/Fixed Income Research
Head: Veronika Lammer (Euroland,SW)             +43 (0)50 100-11909     Private Banking & Asset Management
Veronika Posch (Corporates)                     +43 (0)50 100-19633     Head:
Rainer Singer (US, Japan)                       +43 (0)50 100-11185     Wolfgang Traindl                               +43 (0)50 100-13066
Elena Statelov, CIIA (Corporates)               +43 (0)50 100-19641
                                                                        Private Banking
Macro/Fixed Income Research CEE                                         Susanne Höllinger                              +43 (0)50 100-11817
Rainer Singer (Chief Analyst CEE)               +43 (0)50 100-11185     Walter Roch                                    +43 (0)50 100-12148

Sales/Treasury                                                          Vermögensverwaltung
                                                                        Harald Gasser (head)                           +43 (0)50 100-11490
Fixed Income Institutional Desk
Head: Thomas Almen                              +43 (0)50100-84323      ERSTE-SPARINVEST
Martina Fux                                     +43 (0)50100-84113
Michael Konczer                                 +43 (0)50100-84121      Kapitalanlagegesellschaft m.b.H.
Ingo Lusch                                      +43 (0)50100-84111
Ulrich Inhofner                                 +43 (0)50100-84324      Geschäftsführung:
Karin Rauscher                                  +43 (0)50100-84112      Franz Gschiegl                                 +43 (0)50 100-19890
Michael Schmotz                                 +43 (0)50100-84114      Heinz Bednar                                   +43 (0)50 100-19049
Corporate Desk                                                          Ernst Sorger                                   +43 (0)50 100-19882
Head: Leopold Sokolicek                         +43 (0)50100-84601      Anton Kovar                                    +43 (0)50 100-11906
Alexandra Blach                                 +43 (0)50100-84141      Sales Equities
Roman Friesacher                                +43 (0)50100-84143
Helmut Kirchner                                 +43 (0)50100-84144      Head of Sales Equities & Derivatives
Christian Skopek                                +43 (0)50100-84146      Michal Rizek                                        +4420 7623-4154
Treasury Domestic Sales                                                 Brigitte Zeitlberger-Schmid                      +43 (0)50 100-83123
Head: Gottfried Huscava                         +43 (0)50100-84142      Equity Sales Vienna XETRA & CEE
Karin Bernegger-Sutter                          +43 (0)50100-84134      Hind Al Jassani                                  +43 (0)50 100-83111
Koloman Fikisz                                  +43 (0)50100-84223      Werner Fuerst                                    +43 (0)50 100-83114
Ulrike Haas                                     +43 (0)50100-84136      Josef Kerekes                                    +43 (0)50 100-83122
Klaudia Peter                                   +43 (0)50100-84132      Ana Milatovic                                    +43 (0)50 100-83131
Silvin Hitz                                     +43 (0)50100-84224      Stefan Raidl                                     +43 (0)50 100-83113
Walter Schraik                                  +43 (0)50100-84222      Christian Luig                                   +43 (0)50 100-83181
Domestic Sales Fixed Income                                             Manuel Kessler                                   +43 (0)50 100-83182
Head: Thomas Schaufler                          +43 (0)50100-84225      Sabine Kircher                                   +43 (0)50 100-83161
Petra Beron                                     +43 (0)50100-84227      Christian Klikovich                              +43 (0)50 100-83162
Werner Böhm                                     +43 (0)50100-83221      Armin Pfingstl                                   +43 (0)50 100-83171
Eva Haimberger                                  +43 (0)50100-83215      Roman Rafeiner                                   +43 (0)50 100-83172
Karin Lauer                                     +43 (0)50100-83216
Johannes Stadler                                +43 (0)50100-84226      London
Christian Slovinec                              +43 (0)50100-83217      Dieter Benesch                                       +4420 7623-4154
Christian Faux                                  +43 (0)50100-83222      Tatyana Dachyshyn                                    +4420 7623 4154
Global Equity Retail Sales                                              Jarek Dudko, CFA                                     +4420 7623 4154
Head: Kurt Gerhold                              +43 (0)50100-84232      Federica Gessi-Castelli                              +4420 7623-4154
Andre Albrecht                                  +43 (0)50100-84242      Declan Wooloughan                                    +4420 7623-4154
Martha Bacher                                   +43 (0)50100-84244
Medieninhaber :                  Erste Bank der oesterreichischen       Diese Unterlage dient als zusätzliche wirtschaftliche Information für
                                 Sparkassen AG                          unsere Kunden und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstel-
                                 Graben 21; A-1011 Wien, Postfach 162   lung betrauten Personen zum Redaktionsschluß. Unsere Analysen
                                 Telex 11-5818                          und Schlußfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen
                                                                        nicht die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger hinsichtlich Ertrag,
                                 Telefon +43 (0)50 100 DW
                                                                        steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Hinweise auf die frühe-
Hersteller:                      SPV Druck GesmbH                       re Performance garantieren nicht notwendigerweise positive Entwick-
                                                                        lungen in der Zukunft.
Herstellungs- und Verlagsort: Wien
                                                                        Obwohl wir die von uns beanspruchten Quellen als verläßlich einstu-
Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Friedrich Mostböck                  fen, übernehmen wir für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hier
                                                                        wiedergegebenen Informationen keine Haftung. Diese Unterlage ist
Redaktionsschluß:                29. Mai 2007                           weder ein Anbot, noch eine Einladung zur Anbotsstellung zum Kauf
                                                                        oder Verkauf von Wertpapieren.



                     Credit Report STRABAG SE, Mai 2007                                                                              Seite 35

								
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