HARTING Umwelterklärung Umwelterklärung gemäß der VERORDNUNG EG Nr DES

HARTING Umwelterklärung 2006 Umwelterklärung gemäß der “VERORDNUNG (EG) Nr. 761/2001 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 19. März 2001 über die freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS)“ mit den Umweltbilanzzahlen der Jahre 1995 bis 2005. REG.NO. DE- 108-00009 Inhalt 1 1.1 1.2 2 3 3.1 4 5 6 7 7.1 8 8.1 8.2 8.3 8.4 9 9.1 10 11 12 Unsere Umweltphilosophie .......................................................................................... 4 Unsere Umweltpolitik............................................................................................. 4 Umwelt-Selbstverpflichtung ................................................................................. 5 Vorwort - 10 Jahre validiertes Umweltmanagementsystem .................................. 6 Die HARTING Technologiegruppe und deren Umweltmanagement-Struktur ... 7 Das Umweltmanagementsystem der HARTING Technologiegruppe ............ 8 Gesellschaften der HARTING Technologiegruppe mit zertifizierten Umwelt-Managementsystem .............................................................. 9 Einleitung ..................................................................................................................... 10 Umsatzentwicklung .................................................................................................... 11 Flächennutzung ........................................................................................................... 12 Zahlen und Fakten ............................................................................................... 13 Energieeinsatz ............................................................................................................. 14 Strom ...................................................................................................................... 14 Erdgas ..................................................................................................................... 15 Heizöl EL ................................................................................................................ 16 Treibgas (Propangasgemisch) ............................................................................ 17 Heizenergieverbrauch (ohne Standort Minden) .................................................... 18 Spezifischer Heizenergieverbrauch .................................................................. 19 Wasserbezug und Abwasseraufkommen ................................................................ 21 CO2 –Emissionen ......................................................................................................... 22 Abfallstatistik .............................................................................................................. 23 2 [ EVOLUTION ] 13 13.1 13.2 13.3 13.4 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 Anhang Bewertung und Kennzahlen .................................................................................... 24 Vergleichstabelle I „Grunddaten“ ..................................................................... 24 Vergleichstabelle II „Energie“ ........................................................................... 25 Vergleichstabelle III „Output-Schadstoffe“ ..................................................... 25 Kennzahlen .......................................................................................................... 26 Umweltrelevanz ........................................................................................................ 27 Betriebsstörungen mit Umweltauswirkungen .................................................... 27 Genehmigungspflichtige Anlagen und Einrichtungen ...................................... 27 HARTING KGaA .......................................................................................................... 28 HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG ................................................ 36 HARTING Automotive GmbH & Co. KG .................................................................. 41 HARTING Deutschland GmbH & Co. KG ................................................................ 46 HARTING Electric GmbH & Co. KG ........................................................................ 50 HARTING Electronics GmbH & Co. KG .................................................................. 55 Ansprechpartner ......................................................................................................... 59 Schlusswort zur Umwelterklärung 2006 .............................................................. 60 Gültigkeitserklärung .................................................................................................. 60 Zertifikate .................................................................................................................... 61 3 1 Unsere Umweltphilosophie „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüst und leer, ... und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war gut!“ Im Sinne der Schöpfungsgeschichte wollen wir unseren Beitrag leisten, den nachfolgenden Generationen eine lebens- und liebenswerte Umwelt zu erhalten. Hieraus leiten wir unsere Umweltgrundsätze ab: • Jeder einzelne von uns ist verantwortlich. • Wir wollen die Ressourcen der Natur schonen. • Unser wirtschaftliches Tun soll dem Menschen und der Umwelt dienen. Es ist unser erklärter Wille, dass diese Philosophie und die daraus folgende Umweltpolitik in allen Unternehmensbereichen und auf allen Ebenen gelebt wird. Espelkamp, Nov. 1995 Margrit und Dietmar Harting 1.1 Unsere Umweltpolitik ren Verantwortung zur Bewahrung der natürlichen Lebensbedingungen. Wir sind überzeugt, dass der schonende Umgang mit den freien Ressourcen Wasser, Luft und Boden sowie Flora und Fauna mit marktwirtschaftlichen Instrumenten gesichert werden muss, und dass kontinuierliche Verbesserungen bei gemeinsamer Anstrengung erreicht werden müssen. Wir sehen große unternehmerische Chancen in einer umweltorientierten, freien Wirtschaftsordnung, die das Wohlergehen auch für künftige Generationen sichert. Unsere Umweltpolitik legt die Handlungsgrundsätze des Umweltschutzes fest, die wir in der HARTING Technologiegruppe für unsere Tätigkeiten verfolgen. Sie ist von der Unternehmensleitung festgelegt und allgemeinverbindlich für alle Tätigkeiten und an allen Standorten der HARTING Technologiegruppe weltweit. Wir verstehen die Natur, die Gesellschaft, die Wirtschaft und jedes einzelne Unternehmen als Teil eines globalen ökologischen Systems, dessen Gleichgewicht und Artenvielfalt entscheidend für den Fortbestand allen Lebens ist, und wir bekennen uns als Wirtschaftsunternehmen zu unserer besonde- 4 1.2 Umwelt-Selbstverpflichtung „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ Immanuel Kant, 22.04.1724 – 12.02. 1804 Als weltweit agierendes Unternehmen können wir nur bestehen, wenn wir das Ziel verfolgen, eine nachhaltige Entwicklung in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht festzuschreiben. Aus dieser Erkenntnis heraus verpflichten wir uns nach folgenden Grundsätzen zu handeln: • HARTING betrachtet Sicherheit sowie Schutz von Mensch und Umwelt als ein Anliegen von fundamentaler Bedeutung. Die Unternehmensführung wird diese umweltpolitischen Leitlinien regelmäßig auf neue Anforderungen hin überprüfen sowie Verfahren zur wirksamen Umsetzung in die betriebliche Praxis schaffen und die dafür notwendigen Mittel bereitstellen. • HARTING stärkt bei allen Mitarbeitern das persönliche Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und schärft deren Blick für mögliche Umweltbelastungen durch die unternehmerische Tätigkeit und unsere Produkte. • HARTING fördert und honoriert das Mitwirken der Mitarbeiter bei der Verbesserung der Umweltleistung der HARTING-Gruppe durch die Gleichbewertung aller Verbesserungsvorschläge im Rahmen des HARTING-Ideenmanagements. • HARTING vermindert zum Schutz seiner Mitarbeiter, Nachbarn, Kunden und Verbraucher sowie der Umwelt kontinuierlich die Gefahren und Risiken bei Herstellung, Vertrieb, Anwendung, Verwertung und Entsorgung seiner Produkte. Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltaspekte werden bereits bei der Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren berücksichtigt. • HARTING nimmt Fragen und Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich der Produkte und Unternehmensaktivitäten ernst und geht konstruktiv darauf ein. • HARTING informiert aktiv die Öffentlichkeit über die von ihr ausgehenden Umweltwirkungen und über die von ihr erbrachten Umweltleistungen. • HARTING informiert seine Kunden über die sichere Anwendung, Verwertung und Entsorgung seiner Produkte. Wir arbeiten ständig an der Erweiterung unseres Wissens über mögliche Auswirkungen von Produkten, Produktionsverfahren und deren Umweltaspekte auf Mensch und Umwelt. • HARTING verpflichtet die Firmen, die im Auftrag der HARTING Technologiegruppe arbeiten, zur Einhaltung der Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltstandards. • HARTING geht mit Ressourcen bewusst schonend um. • HARTING versteht die jeweiligen nationalen gesetzlichen und ordnungspolitischen Bestimmungen als Mindestanforderungen und strebt in der ganzen HARTING Technologiegruppe ein höheres Maß an Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz an. • HARTING lässt sein Umweltmanagement und seine Umweltleistung durch unabhängige Umweltgutachter kontinuierlich prüfen. Espelkamp, November 2005 Dietmar Harting Margrit Harting 5 2 Vorwort - 10 Jahre validiertes Umweltmanagementsystem bei HARTING hier vorliegenden „Umwelterklärung 2006“ die 1995 etablierte freiwillige Umweltbetriebsprüfung nach EMAS II fort (Verordnung (EG) Nr. 761/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates in der gültigen Fassung vom 19. März 2001). Das in der HARTING-Gruppe an den Standorten Espelkamp und Minden implementierte Umweltmanagementsystem basiert auf dem Regelwerk der ISO 14001:2004 und führt dazu, dass die Umweltpolitik im Unternehmen einen hohen Stellenwert besitzt und gelebt wird. Seit Mitte 2005 wird das Regelwerk der ISO 14001:2004 auch in der HARTING-Gesellschaft HK Limited in Zhuhai/China umgesetzt. Die Zertifizierung dort soll Anfang 2006 erfolgen. In der vorliegenden „Umwelterklärung 2006“ informieren wir über die erreichten Verbesserungen unserer bisherigen Umweltleistungen und über die geplanten Umweltziele für 2006 sowie die weitere Zukunft. Espelkamp, 5. Dezember 2005 Die 1. Umwelterklärung der HARTING Technologiegruppe wurde im Dezember 1995 von Herrn Dr. Jan Uwe Lieback/GUT Certifizierungsgesellschaft Berlin mit Bezug auf die Verordnung (EWG) Nr. 1836/93 des Rates vom 29. Juni 1993 über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung erstmalig für gültig erklärt. Im Mai 1996 erfolgte die Registrierung des Standortes Espelkamp bei der NIEDERRHEINISCHEN INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMER DUISBURG WESEL KLEVE ZU DUISBURG als gemeinsam registerführende Stelle von Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen nach Umweltgesetz - Registrierungsstelle - . Die HARTING-Umweltphilosophie, die von den Gesellschaftern Margrit und Dietmar Harting 1995 formuliert wurde, bildet das Fundament für unsere Umweltaktivitäten sowie die daraus abgeleitete Umweltpolitik des Unternehmens. Um die HARTING-Umweltleistungen kontinuierlich und nachhaltig zu verbessern, führen wir mit der Dr. Michael Pütz Vorstand Personal, Werksanlagen, Recht Umweltverantwortlicher der Obersten Leitung HARTING Führungs AG 6 3 Die HARTING Technologiegruppe und deren Umweltmanagement-Struktur Die HARTING Technologiegruppe entwickelt mit ihren Kompetenzen in den Bereichen elektrische, elektronische und optische Verbindungs-, Übertragungs- und Netzwerktechnik, Fertigung, Mechatronik und Software-Erstellung maßgeschneiderte Lösungen und Produkte wie Steck-verbinder für die Energie- und Datenübertragung, z. B. im Maschinenbau, der Bahntechnik, für Windenergieanlagen, die Fabrikautomation und den Telekommunikationssektor. Außerdem produziert HARTING elektromagnetische Komponenten für die Automobilindustrie und ist Marktführer im Bereich elektronischer Shop- und Service-Systeme wie Zigaretten- und Prepaidtelefonkarten-Automaten und dem damit verbundenen Waren-Management. HARTING-Gruppe People | Power | Partnership Das Familienunternehmen wurde 1945 von Wilhelm und Marie Harting als Firma „Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten“ in Minden/Westfalen gegründet und zog 1950 nach Espelkamp um, dem heutigen Hauptsitz der Gruppe. Aus der einst ca. 100 m2 großen Reparaturwerkstatt in Minden ist mittlerweile eine Unternehmensgruppe entstanden, die allein in Espelkamp auf rd. 221.000 m2 Gewerbegrund 5 Werksanlagen mit knapp über 100.000 m2 Gebäudenutzfläche betreibt. Im Jahr 2001 wurde für die Vertriebsgesellschaft HARTING Deutschland GmbH & Co. KG ein 4.400 m2 großes, repräsentatives Gebäude in Minden/Westfalen errichtet. Die HARTING Technologiegruppe, zu 100% im Besitz der Familie Harting, beschäftigt weltweit ca. 2.200 Mitarbeiter, davon 1.500 Mitarbeiter in Espelkamp und Minden. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2004/2005 bei 267 Millionen Euro. HARTING ist in 23 Ländern mit insgesamt 34 Tochtergesellschaften vertreten. HARTING in Deutschland People | Power | Partnership HARTING-Gruppe HARTINGGruppe People | Power | Partnership HARTING KGaA Telecom, Medical Telecom, Medical & Networks & Networks - Telecom - Datacom - Medical HARTINGGruppe C o n n e c t ii v ii t y HARTING KGaA Connect v ty & Networks & Networks Industrial Industrial Company Profile C o n n e c t ii v ii t y Connect v ty - Machinery - Transportation - Energy Industrial Industrial - Machinery - Fact. Automation - Transportation - Energy - Fact. Automation - Telecom - Datacom Telecom, Medical Telecom, Medical - Medical Automotive Automotive Solutions Solutions Werkzeug- u. Werkzeug- u. Solutions Solutions SondermaSondermaWerkzeug- u. Werkzeug- u. schinenschinenSondermaSondermatechnologie technologie schinenschinenAutomotive Automotive Company Profile Amerika Amerika Europa Europa Asien/Pazifik Asien/Pazifik Standorte HARTINGGruppe In der wirtschaftlich starken Region Ostwestfalen-Lippe Firmensitz Espelkamp Berlin Hannover technologie technologie Amerika Europa Asien/Pazifik Deutschland Österreich Amerika Europa Asien/Pazifik USA HARTING (HK) LTD TabakwarenTabakwarenKanada USA Deutschland verkaufsHARTING (HK) LTD verkaufsBelgien PolenÖsterreich China TabakwarenTabakwarenStandorte systeme verkaufsChina systeme verkaufsMexiko Kanada Belgien Polen Japan Frankreich Rumänien systeme systeme Mexiko Japan Frankreich Rumänien Korea Brasilien MikroMikroKorea Brasilien Finnland Russland MikroMikroFinnland Russland technologie technologie Singapur/ technologie Großbritannien Schweden technologie Singapur/ Großbritannien Schweden Malaysia Malaysia Schweiz Italien Italien Schweiz Taiwan Taiwan Niederlande Spanien Niederlande Spanien Indien 2006-02-14 S. 13/36 2006-02-14 S. 13/36 Norwegen Tschechien Norwegen Tschechien Australien Australien Ungarn Ungarn Indien Inhalt Inhalt Company Profile Bild 2: Übersicht der HARTING-Gesellschaften – Stand Juli 2006 Standorte Frankfurt München 2006-02-14 S. 11/36 Inhalt Bild 1: Firmensitz Espelkamp Zum Geschäftsjahresbeginn Oktober 2001 wurden aus der HARTING KGaA drei Produktions- und Fertigungsbereiche verselbstständigt. Die HARTING KGaA ist seitdem als Holding eine reine Verwaltungsgesellschaft. Sie fungiert mit den verbliebenen Abteilungen, z. B. „Zentraler Umweltschutz“, als zentraler Dienstleister für die eigenständigen HARTING-Gesellschaften. 7 3.1 Das Umweltmanagementsystem der HARTING Technologiegruppe HARTING Electric People | Power | Partnership Durch die Ausgründung in 2001 entstanden weltweit tätige Gesellschaften mit hohen Fertigungstiefen mit bis zu 450 Mitarbeitern. Darüber hinaus gibt es einen Werkzeug- und Sondermaschinenbau sowie Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaften mit bis zu 300 Mitarbeitern. Ferner entstand eine reine Entwicklungsgesellschaft mit 15 Mitarbeitern. HARTINGGruppe Industriesteckverbinder und Geräte Robotik Company Profile Maschinenbau Energie Transportation Industrieelektronik Automatisierung Technologien und Global Business Units Unter Einhaltung der EG-Öko-Audit-Verordnung und der DIN EN ISO 14001 wurde in jeder Gesellschaft eine selbsttragende Umweltorganisation eingerichtet. Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt zentral organisierte Umweltschutzabteilung der HARTING KGaA in eine dezentrale und praktikable Organisationsstruktur integriert. HARTING2006-02-14 S. 26/36 HARTING Electric HARTING Automotive People | Power | Partnership Gruppe Mechatronik, Verbindungstechnik und Magnetsysteme Automotive Maschinenbau Medizintechnik Energieerzeugung und verteilung EDV-Peripherie Das Umweltmanagementsystem wurde den unterschiedlichen Firmengrößen und deren Produktions- Company Profile bzw. Funktionsausrichtungen angepasst. Es wurde Technologien damit sichergestellt, dass überall ein einheitlicherund Global Business Units Umweltschutzstandard erzielt wird. 2006-02-14 S. 29/36 HARTING Automotive HARTING Vending People | Power | Partnership HARTINGGruppe Tabakwaren-Verkaufssysteme Company Profile Towerline: Towerline Waren- und Verkaufsautomaten für den Innenbereich Smokythek: Smokythek Verkaufssysteme für den Lebensmitteleinzelhandel Towerline Shop: Convenience Stores Verkaufssysteme für Tankstellen und Shops Technologien und Global Business Units 2006-02-14 S. 31/36 HARTING Vending 8 4 Gesellschaften der HARTING Technologiegruppe mit zertifiziertem Umwelt-Managementsystem HARTING Deutschland GmbH & Co. KG Simeonscarré 1 | 32427 Minden Postfach 24 51 | 32381 Minden Telefon: +49 571 8896-0 Telefax: +49 571 8896-282 Internet: www.HARTING-Deutschland.de E-Mail: de.sales@HARTING.com Geschäftsführung: Rüdiger Prill Umweltschutzbeauftragter: Stefan Saltenbrock HARTING KGaA Marienwerderstraße 3 | 32339 Espelkamp Postfach 11 33 | 32325 Espelkamp Telefon: +49 5772 47-0 Telefax: +49 5772 47-400 Internet: www.HARTING.com E-Mail: info@HARTING.com Persönlich haftender Gesellschafter: Dietmar Harting Generalbevollmächtigte Kommanditaktionärin: Margrit Harting Beauftragter der Obersten Leitung für Umwelt- und Arbeitsschutz: Dr. Michael Pütz (Vorstand: Personal, Werksanlagen, Recht) Umweltschutzmanager: Günter Behnke (Tel.: +49 5772 47-392) HARTING Electric GmbH & Co. KG Wilhelm-Harting-Straße 1 | 32339 Espelkamp Postfach 14 73 | 32328 Espelkamp Telefon: +49 5772 47-97100 Telefax: +49 5772 47-495 Internet: www.HARTING-Electric.de E-Mail: electric@HARTING.com Geschäftsführung: Hans-Peter Bollin Dr. Frank Schillinger Umweltschutzbeauftragter: Wolfgang Lissek HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG Wilhelm-Harting-Straße 1 | 32339 Espelkamp Postfach 14 93 | D-32328 Espelkamp Telefon: +49 5772 47-97500 Telefax: +49 5772 47-537 Internet: www.HARTING-Applied-Technologies.de E-Mail: Technologies@HARTING.com Geschäftsführung: Dr. Volker Franke Umweltschutzbeauftragter: Andreas Weiß HARTING Electronics GmbH & Co. KG Marienwerderstraße 3 | 32339 Espelkamp Postfach 14 33 | 32328 Espelkamp Telefon: +49 5772 47-97200 Telefax: +49 5772 47-777 Internet: www.HARTING-Electronics.de E-Mail: electronics@HARTING.com Geschäftsführung: Markus Paschmann Umweltschutzbeauftragter: Rudolf Gläser HARTING Automotive GmbH & Co. KG Marienwerderstraße 2 | D-32339 Espelkamp Postfach 11 31 | D-32328 Espelkamp Telefon: +49 5772 47-97400 Telefax: +49 5772 47-131 Internet: www.HARTING.com E-Mail: de.auto@HARTING.com Geschäftsführung: Rainer Krüger Umweltschutzbeauftragter: Gerhard Wildberg Anzahl der Mitarbeiter (Stand Sept. 2005) Standort Espelkamp HARTING KGaA HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG HARTING Automotive GmbH & Co. KG HARTING Electric GmbH & Co. KG HARTING Electronics GmbH & Co. KG HARTING Vending GmbH & Co. KG Standort Minden HARTING Deutschland GmbH & Co. KG 318 63 57 454 342 108 105 9 5 Einleitung erklärung sprengen würde und die Übersichtlichkeit verloren ginge. Das Regelwerk „EMAS II“ ist standortbezogen. Auf den folgenden Seiten stellen wir die Entwicklung unserer Umweltleistung anhand des Zahlenwerks aus den Geschäftsjahren 1994/95, 1999/2000 und 2004/05 dar, unter besonderer Berücksichtigung der Aspekte: • Umsatzentwicklung • Mitarbeiterzahl • geleistete Jahresarbeitstunden • Flächenverbrauch • Energieeinsatz • Emissionen • Wasserverbrauch • Abfallaufkommen. Wir legen Rechenschaft ab über den Stand der Umweltprojekte aus dem letzten Geschäftsjahr 2004/2005 und werden die geplanten Umweltziele und -programme vorstellen. Espelkamp, Dezember 2005 Zentraler Umweltschutz Als ein Unternehmen der ersten Stunde haben wird im Dezember 1995 unsere erste validierte Umwelterklärung veröffentlicht. Damals war der Begriff „EMAS“ noch ziemlich unbekannt, geschweige denn die damit verbundene Zielrichtung und daraus resultierenden Aufgaben. Durch die Zielvorgabe der Inhaber und aufbauend auf einem ersten Umweltaudit, einer Umweltbetriebsprüfung und die Vergabe von Diplom-Arbeiten an die Universität Braunschweig wurde unter Beteiligung unserer Mitarbeiter der Grundstein für unser heutiges Managementsystem gelegt, das erstmals 1997 nach DIN 14001 zertifiziert wurde. Obwohl wir jährlich der Öffentlichkeit Rechenschaft ablegen über unsere Umweltschutzleistung, sind die erzielten Verbesserungen meist nicht so deutlich sichtbar zu machen. Darum haben wir uns für die vorliegende Umwelterklärung 2006 entschieden, die Entwicklung des Umweltschutzes in der HARTING Technologiegruppe mit ihren Gesellschaften an den Standorten Espelkamp und Minden über den Zeitraum von 10 Jahren darzustellen (soweit wie es die vorliegenden Daten ermöglichen). Alle dargestellten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum eines Geschäftsjahrs (GJ - Oktober bis September des Vorjahrs); Abweichungen davon werden separat ausgewiesen. Wie schon 1995 werden wir Schwerpunkte darstellen, weil wir der Meinung sind, dass die Gesamtheit aller verwaltetem Daten den Rahmen einer Umwelt- Günter Behnke Umweltmanager HARTING KGaA 1 VERORDNUNG (EG) Nr. 761/2001 DES EUROPÄISCHEN PAR- LAMENTS UND DES RATES vom 19. März 2001 über die freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) 10 6 Umsatzentwicklung Der sich fortsetzende Einbruch bei TabakwarenVerkaufssystemen und die schleppende Konjunktur in Deutschland haben das Geschäft der HARTING Technologiegruppe beeinträchtigt. Im Geschäftsjahr 2004/2005 betrug der Umsatz 267 Millionen Euro (Stichtag 30.09.2005; Vorjahr 280 Millionen Euro), somit war ein Rückgang von 5 % zu verzeichnen. Zum Rückgang in der Region Europa trug wesentlich der Bereich Tabakwaren-Verkaufssysteme bei. Die in den Vorjahren durch die Unternehmer kritisierte politische Fehllenkung hinsichtlich der Tabaksteuer schlug sich sehr deutlich in der Geschäftsentwicklung nieder. Die deutschen Kunden im Tabakwarenhandel investieren aufgrund der aktuellen Situation zum Teil gar nicht oder nur noch auf niedrigem Niveau. HARTING sieht in diesem Segment eine anhaltende Erosion. Die Entwicklung der Mitarbeiterzahl ist in Deutschland vom Abbau im Bereich Tabakwaren-Verkaufssysteme geprägt. In Europa und Asien stellte HARTING Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Entwicklung und Produktion ein. 11 7 Flächennutzung Standort Minden Mit der Fertigstellung des neuen „Zuhauses“ für die Vertriebsgesellschaft HARTING Deutschland GmbH & Co. KG im Jahr 2001, dem sogenannten „Botta-Bau“, wurde ein viel beachtetes und über die Grenzen von Minden bekanntes Gebäude geschaffen. Der international bekannte Architekt Mario Botta errichtete an historischer Stelle in Minden/Westfalen ein hochfunktionales Bürogebäude, dessen prägendes und imposantes Erscheinungsbild sich harmonisch dem historischen Umfeld des Simeonscarrés anpasst. Standort Espelkamp Die verbreitete Meinung, dass Industrie- bzw. Gewerbegebäude kein ästhetischer Anblick für das Gesamtbild einer Stadt sind, können wir mit unseren Industrie- und Gewerbebauten widerlegen. In Espelkamp haben wir mit unseren Werken 1, 4A und 4B, die in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung und zum Stadtzentrum ansässig sind, deutliche harmonische Akzente gesetzt und zum positiven Erscheinungsbild der Stadt beigetragen. Die Werke 2, 3A und 3B sowie das Werk 5 sind jeweils in Industrie- bzw. Gewerbegebieten angesiedelt und mit ihrer ansprechenden Gestaltung hier prägend. HARTING legt besonderen Wert auf umfassende Begrünung der Werksanlagen und deren nachhaltige Gestaltung und Erhaltung. Werk 2 Werk 1 - Casino Werk 3A und 3B Botta-Bau in Minden (HARTING Deutschland) Werk 4 Werk 5 12 7.1 Zahlen und Fakten Betrachtet man die zurückliegenden 10 Jahre ist die bebaute Fläche im Zeitraum 1995 –1999 nur durch die Fläche des Neubaus von Werks 3A um 6.444 m2 gewachsen. Durch die rege Bautätigkeit bis zum Geschäftsjahr 2002/2003 wuchs die Gesamtfläche um 88 % auf rd. 216.000 m2. Rechnet man die Fläche des 2002 fertig gestellten Gebäudes in Minden hinzu, ist die Gesamtsumme der genutzten Flächen auf rd. 221.000 m2 gestiegen. Die Summe der Nutzflächen hat sich bis zum Endes des Geschäftsjahres 2004/2005 nicht verändert. Flächennutzung in m2 Flächennutzung in m2 - prozentuale Verteilung Flächennutzung am Standort Espelkamp Flächennutzung am Standort Minden 13 8 Energieeinsatz MWh/a In den Werken am Standort Espelkamp werden als Primärenergieträger eingesetzt: • Strom • Erdgas L - zu Produktionszwecken - zur Gebäudeheizung • Leichtes Heizöl zur Gebäudeheizung • Treibgas (Propangasgemisch) für den Staplerantrieb Am Standort Minden wird Strom als einziger Primärenergieträger eingesetzt. Das Gebäude ist an das städtische Fernheiznetz angeschlossen. Strombezug - Standort Espelkamp MWh/a Strombezug - Standort Minden 8.1 Strom Strombezug in MWh/a 14 8.2 Erdgas In den Werken am Standort Espelkamp wird Erdgas - außer zu Heizzwecken - bei den Gesellschaften HARTING Electric und HARTING Vending auch in der Produktion verwendet. Am Standort Minden wird kein Erdgas eingesetzt. Vergleicht man die Verbrauchswerte aus dem GJ 2004/2005 mit denen des GJ 1994/95 und betrachtet die Gesamtumsatzentwicklung von damals 169 Mio. Euro zu heute 267 Mio. Euro , so ist der Mehrverbrauch an Erdgas von 1.645 MWh/a = 13,2 % unterproportional. Bemerkenswert ist die Entwicklung des Energieeinsatzes zu Heizzwecken. Dem Anstieg von 601 MWh/ a im GJ 1994/95 auf 8.385 MWh/a im GJ 2004/05 steht ein Flächenzuwachs von 49.370 m2 auf 87.687m2 beheizter Fläche gegenüber. MWh/a Produktion Heizung Erdgasbezug - Standort Espelkamp Erdgasbezug in MWh/a 15 8.3 Heizöl EL Am Standort Espelkamp im Werk 1 wird neben Erdgas auch leichtes Heizöl für Heizzwecke eingesetzt. Auch hier konnte der Verbrauch nach einem Höchstwert vom 561 MWh/a im GJ 2002/03 auf 362 MWh/a im zurückliegenden GJ 2004/2005 gesenkt werden; er liegt aber mit 90 MWh/a höher als im GJ 1994/95. MWh/a Jahresverbrauch Heizöl (EL)-Verbrauch - Standort Espelkamp Heizöl(EL)-Verbrauch in MWh/a 16 8.4 Treibgas (Propangasgemisch) Ein weiterer Primärenergieträger ist das als Treibgas für den Staplerbetrieb eingesetzte Propangasgemisch. Durch den zunehmenden Austausch von Staplern mit Verbrennungsmotor durch Elektrostapler konnte auch hier der Verbrauch um 1.848 kg/a auf 9.273 kg/a im GJ 2004/05 im Vergleich zum GJ 1994/95 gesenkt werden. kg/a Treibgas (Propangasgemisch) Treibgasverbrauch (Propangasgemisch) in kg/a 17 9 Heizenergieverbrauch (ohne Standort Minden) m2 In den letzten 10 Jahren stieg die beheizte Fläche in den Werken am Standort Espelkamp von 49.370 m2 auf 87.687 m2 an, wobei in den letzten zwei Jahren allerdings kein Zuwachs mehr erfolgte. Neben Erdgas wird auch leichtes Heizöl zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Jahresverbrauch beheizte Gesamtfläche - Standort Espelkamp Heizenergieeinsatz in MWh/a 18 9.1 Spezifischer Heizenergieverbrauch Die Heizgradtage sind meist bezogen auf eine Heizgrenze von +12°C (ausschlaggebend für die Länge der Heizperiode) und eine Innentemperatur von +20°C (deshalb HGT 20/12). Die in Nachschlagewerken genannten Heizgradtage (Größenordnung z.B. 3500 Kd) sind immer Mittelwerte für eine jahrzehntelange Periode. Die Bewertung wurde unter Verwendung der Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes Offenbach für die Klimazone 2 nach DIN V 4108-6:2003 der Wetterstation Hannover durchgeführt. Für konkrete Aussagen über den Heizenergieverbrauch müssen diese Verbräuche mit den Heizgradtagen des betreffenden Jahres bewertet werden. Die Heizgradtage (HGT) sind die über alle Heiztage eines Jahres gebildete Summe der täglich ermittelten Differenz zwischen Raumlufttemperatur Ti und mittlerer Tagesaußentemperatur Ta. Es wird also an jedem Tag der Heizperiode die Differenz der Raumlufttemperatur minus mittlere Tagesaußentemperatur gebildet (d. h. die mittlere Tagesaußentemperatur ist kleiner als die Heizgrenze). Diese Differenzen werden dann für jeden Tag der Heizperiode aufsummiert. Verlauf Heizgradtage Die Umrechnung auf eine andere Heizgrenze erfolgt durch Neuberechnung der Summe, aber mit der geänderten Dauer der Heizperiode (Zahl der Heiztage). Durch Addition oder Subtraktion der Auslegungstemperaturdifferenz mal der Heiztage (z.B. (22°C 20°C) * HT) erfolgt die Umrechnung auf eine andere Auslegungstemperatur. Verlauf Heizgradtage 19 Um einen Vergleich über Jahre und bezüglich der unterschiedlich beheizten Flächen durchführen zu kön- nen, ermittelt man den Jahres-Heizenergieverbrauch bezogen auf den Quadratmeter beheizte Fläche. Spezifischer Wärmeverbrauch (Heizung) in kWh/m2 a Um die Witterungseinflüsse zu eliminieren, bewertet man diesen spezifischen Heizenergieverbrauch mit den Heizgradtagen (HGT). Werden die Werte des GJ 1994/95 als Basis gesetzt, ergibt sich eine Reduzierung des spez. Heizenergieeinsatzes von 165 auf 78 (HGT 20/12) bzw. 84 (HGT 21/15) kWh/m2 a. Spezifischer Heizenergieverbrauch - Standort Espelkamp 20 10 Wasserbezug und Abwasseraufkommen tig nach dem WHG. Detailliert wird bei der Einzelbetrachtung der Gesellschaften darauf eingegangen. Die signifikante Reduzierung der Prozessabwassermengen im Zeitraum 1995 bis 1999 ist auf die Auslagerung der Trommelgalvaniken für Zink, Silber, Nickel und Gold zurückzuführen. Der Umweltstandard bei den Lohngalvaniken wurde vor der Auftragsvergabe durch uns im Rahmen interner Umweltaudits überprüft. Nickel ist anerkanntermaßen ein Maßstab für die Abwasserqualität unserer Galvanik- und Oberflächenbehandlungsabwässer. Der Abgabegrenzwert liegt bei 0,5 mg/l. Wir erreichen im Durchschnitt Werte von weniger als 0,1 mg/l. In den Werken am Standort Espelkamp wird das Stadtwasser - neben der reinen Trinkwassernutzung - in den Gesellschaften HARTING Electric, Electronics und Vending auch zu Produktionszwecken eingesetzt. In Minden wird zusätzlich zur Trinkwassernutzung das Regenwasser gesammelt und zur Sanitärspülung genutzt. Das anfallende Schmutzwasser wird über den städtischen Abwasserwasserkanal dem Klärwerk zugeführt. Alle Standorte sind an das jeweilige städtische Abwassernetz angeschlossen. Innerhalb der HARTING-Gruppe werden drei Abwasserbehandlungsanlagen am Standort Espelkamp betrieben. Diese Anlagen sind genehmigungspflich- Wasserverbrauch in m3/a Gesamtes Abwasseraufkommen - Standort Espelkamp 21 11 CO2 -Emissionen ausgewiesenen und bezogenen Primärenergiemengen angesetzt werden. Am Standort Espelkamp kommt es durch die hier ansässigen Gesellschaften zu den in der Tabelle aufgeführten CO2 -Emissionen, zu deren Berechnung die Umrechnungsfaktoren Äquivalente CO2-Emission 22 12 Abfallstatistik Jahresabfallmenge im Vergleich des GJ 1997/98 zum GJ 1998/99 um 275 % anstieg. Daraus resultierend wird das GJ 1999/00 als Basisjahr angesetzt. Die Neueinstufung für Abfälle im Kalenderjahr 1999 ergab, dass unsere Metall-Stanzabfälle und Späne als Abfall deklariert wurden und somit in der Abfallbilanz erfasst sind. Das führte dazu, dass die Umsatz zu Gesamt-Abfallmenge Abfall-Entsorgung Abfall-Überwachungsklassen prozentuale Verteilung „Verwertung-Beseitigung“ 23 13 Bewertung und Kennzahlen Mit den bereits im Vorfeld verselbstständigten Gesellschaften • HARTING Automotive GmbH & Co. KG • HARTING Electro-Optics GmbH & Co. KG (jetzt HARTING Mitronics AG – Schweiz) • HARTING Vertrieb Deutschland GmbH & Co. KG in Minden • HARTING Vending GmbH & Co. KG wurden erstmalig in der Umwelterklärung 2003 neben der HARTING KGaA auch die Daten der nunmehr sieben Gesellschaften separat dargestellt. Für den nachstehenden Vergleich und zur besseren Übersicht werden die summarischen Werte der beteiligten Gesellschaften an den Standorten Espelkamp und Minden und mit den Werten der HARTING KGaA aus dem Geschäftsjahr 1994/95 ins Verhältnis gesetzt. 10 Jahre Umweltmanagementsystem bei der HARTING Technologiegruppe nehmen wir zum Anlass, mit vorliegender Umwelterklärung die Umweltleistung der HARTING Unternehmen darzustellen und zu bewerten. Die HARTING KGaA ist ein „EMAS-Betrieb“ der ersten Stunde und führt mit dieser validierten Umwelterklärung die Tradition der Öffentlichkeitsinformation fort. Im Jahr 2001 wurden aus der HARTING KGaA die Gesellschaften • HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG • HARTING Electric GmbH &Co. KG • HARTING Electronics GmbH & Co. KG ausgegliedert. 13.1 Vergleichstabelle I „Grunddaten“ 24 13.2 Vergleichstabelle II „Energie“ 13.3 Vergleichstabelle III „Output-Schadstoffe“ 25 13.4 Kennzahlen Nachstehend wird der Versuch unternommen die unterschiedlichen Entwicklung durch Bildung spezifischer Kennzahlen zu eliminieren. So ist zwar der absolute Strombezug um 18,7 % gestiegen, doch setzt man die geleisteten Jahresarbeitstunden für die Standorte Espelkamp und Minden dazu in Relation, stieg der so gewichtete Wert nur um 1,6 %. Zum ähnlichen Ergebnis gelangt man beim Erdgaseinsatz zu Produktionszwecken. Hier muss die Zuordnung über den Gesamtumsatz erfolgen, da nur am Standort Espelkamp Produkte gefertigt werden, die erdgasbetriebene Produktionseinrichtungen benötigen. Somit wird aus dem absoluten Zuwachs von 80,3 % einem gewichteter Wert von 14,2 %. Betrachtet man den Energieeinsatz für Heizzwecke, erkennt man auch hier eine absolute Zunahme um 8,6 %. Dem gegenüber steht ein erheblicher Zuwachs an beheizter Fläche. Unter Einbezug dieses Flächenzuwachses von rd. 38.300 m2 ergibt sich eine erhebliche Reduzierung des spezifischen Heizenergieeinsatzes bezogen auf m2 und Jahr beheizter Fläche. Der Wert reduzierte sich um 39,5 % auf 99,5 kWh/m2 a. Die Investitionen der letzten 10 Jahre in die Modernisierung der abwassererzeugenden Produktionsmittel und -anlagen spiegeln sich im Abwasseraufkommen wider. So konnte das jährliche Abwasservolumen um rd. 75 % auf 7,97 m3 pro 1 Mio. Umsatz gesenkt werden. Beim Gesamt-Abfallaufkommen wurde die Kennzahl von 1,34 kg Abfall pro geleisteter Arbeitstunde auf 1,19 kg gesenkt werden, das entspricht einer Minimierung von 11,2 %. Die auf Basis der bezogenen Primärenergiemengen ermittelten Emissionen, ausgedrückt durch das CO2-Äquivalent, sind in den vergangenen 10 Jahren arbeitsstundenbewertet praktisch mit einem Wert von 7,32 bzw. 7,4 kg/h unverändert. Dieses Ergebnis wurde im Wesentlichen dadurch erreicht, dass der gestiegene Strombezug durch die erzielten Einsparungen im Heizungsbereich kompensiert wurde. 26 14 Umweltrelevanz diesem Sachstand Rechnung zu tragen, ist die Ausrichtung der Umweltziele in der HARTING Technologiegruppe auf den rationellen Energieeinsatz gerichtet. Die Unternehmensvorgabe wird in allen Gesellschaften aufgegriffen und umgesetzt. Die wesentlichen Umweltbelastungen ergeben sich aus dem Stromeinsatz, dem Erdgasverbrauch für Raumheizung und für Produktionszwecke und werden durch das CO2-Äquivalent ausgedrückt. Mit großem Abstand folgen die Belastungen durch das Abfallaufkommen und die Abwassermenge. Um 15 Betriebstörungen mit Umweltauswirkungen wässrigen Waschlösung leck schlug. Die austretende Flüssigkeit konnte jedoch auf dem befestigten Firmengelände eingehalten werden. Ein Eindringen in den städtischen Abwasserkanal wurde verhindert, so dass keine Umweltschädigung eingetreten ist. In jedem Unternehmen mit einer hohen Produktionsdichte und vielen Produktionsbetrieben kann es immer zu Betriebsstörungen mit Umweltauswirkungen kommen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2004/05 gab es nur einen Unfall, bei dem beim Abladevorgang ein Transportbehälter mit einer 16 Genehmigungspflichtige Anlagen und Einrichtungen Am Standort Espelkamp werden folgende genehmigte Anlagen betrieben: Transportbereitstellungslagen für Abfall 4. BImschV* - HARTING KGaA Abwasserbehandlungsanlagen • Galvanikabwässer - LWG NRW** HARTING Electronics • Teilwaschanlage - LWG NRW - HARTING Electric Schmutzwasser-Kanalnetz • SüwV Kan*** * Vierte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ** Wassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen *** Selbstüberwachungsverordnung Kanal 27 17 HARTING KGaA • Versandzentrum (LVZ) • Transport- und Betreibstellungs-Lager (TBL) für Abfälle alle Gesellschaften der Werke 1 bis 4 • Technische Dienste/Tischlerei • Arbeitsschutz • Umweltschutz • Internationale Koordination Als Vermieter der Liegenschaften am Standort Espelkamp und als Betreiber zentraler technischer Einrichtungen, wie Heizung, Kühlwasserund Druckluftversorgung, ergeben sich bei der HARTING KGaA umweltrelevante Auswirkungen. Im Rahmen der Dezentralisierung zum 1. Oktober 2001 wurde die HARTING KGaA zur Holding der HARTING Technologiegruppe. Sie betreibt als Dienstleister keine Produktionsanlagen. Die zentralen Dienstleistungen, die für die gesamte Gruppe erbracht werden, sind: • Personal/Recht/Werksanlagen • Finanzen und Controlling • Zentrale Ausbildung • Publizistik und Kommunikation • Qualitätswesen/Zentrallabor • Normung/Patente Umweltdaten der HARTING KGaA Primärenergieeinsatz und Emissionen Jahresenergiemenge in MWh/a Jahresemission CO2-Äquivalent in 1 000 kg/a 28 Wasserbezug und Abwasseraufkommen Das entnommene Stadtwasser wird im Wesentlichen zu Sanitärzwecken genutzt. In den Bereichen, in denen darüber hinaus Produktionswasser benötigt wird, wird das Abwasseraufkommen erfasst. Eine messtechnische Erfassung der Stadtwasserentnahme ist für die einzelnen Gesellschaften nur dort möglich, wo keine gemeinsame Nutzung einer Werksanlage durch mehrere Gesellschaften erfolgt. Ist keine direkte Zuordnung möglich, wird der Verbrauch durch ein Umlageverfahren auf die beteiligten Gesellschaften verteilt. siehe auch Kapitel 10 Abfallaufkommen und Überwachunsklassen Abfallaufkommen in kg/a Abfallaufkommen in kg/a 29 Altlasten In Absprache mit dem Versicherer sowie den begleitenden Behörden saniert die HARTING KGaA seit geraumer Zeit ein lokal eng begrenztes Areal im Werk 1 durch Bodenluftstripping. Herr Dr. Holger Dümling, Gutachter der Gerling Consulting Gruppe GmbH /LRS Liability Risk Services, fasst in seinem Bericht vom 5. Oktober 2004 den Stand der Sanierungsarbeiten wie folgt zusammen: Zusammenfassung Es wurde der Zeitraum bis inkl. der Septemberbeprobung 2004 bei HARTING in Espelkamp berücksichtigt. Hier die Zusammenfassung Grundwasser: • Die LCKW-Konzentrationen an den aussenliegenden Meßstellen P1-P5 liegen erfreulich stabil im Bereich der Nachweisgrenze. • Im Werksgelände zeigen sich zwar z.T. schwankende, in den Größenordnungen jedoch stabile LCKW-Konzentrationen. • Nach Wegfall der Absaugung am GM12 steigen dort die LCKW-Gehalte im Grundwasser wieder deutlich an. Bodenluft: • Nach Umsetzung der Absauganlage vom GM12 auf den GM4 fallen dort nun die LCKW-Gehalte in der Bodenluft ab. Die LCKW-Frachten sind mit 0,9 g/d gering. • Im Vergleich dazu zeigt der GM7 LCKW-Frachten von 27,5 g/d bei einer stabilen Schadstoffförderrate. • Der Motorschaden durch Überhitzung am GM5 ist vermutlich auf den Rückgang des luftdurchlässigen Porenraumes zurückzuführen, weil die Anlage dauerhaft gegen einen zu großen Unterdruck arbeiten musste. Zitat Ende Dr. Holger Dümling Vorschlag für weiteres Vorgehen: Eine Bodenluftabsaugstelle im Umfeld GM5 ist als letzte Bastion vor der Werksgrenze wichtig, da hier belastetes Wasser in Richtung auf P1 und P5 abfließen könnte. Da die verminderte Luftfördermenge am GM5 auf einen verstopften Porenraum im Untergrund zurückzuführen ist, sollte dort eine neue Entnahmestelle eingerichtet werden und die defekte Anlage mit einer neuen Entnahmepumpe ausgestattet werden. Daurch ist ein deutlich schnellerer Sanierungserfolg, und eine deutlich verbesserte Effektivität der Sanierungsbemühungen zu erwarten. Gerling Consulting Gruppe GmbH LRS Liability Risk Services Frankfurter Straße 720 - 726 D-51145 Köln • Mit 2 aktiven Anlagen lagen im November die LCKWTagesfrachten in Summe 28,4 g/d. • Im Jahr 2005 wurden ca. 10 kg LCKW aus dem Untergrund entfernt. • Es ergibt sich bis November 2005 eine entfernte LCKWGesamtmenge von kumuliert ca. 282,62 kg. 30 Darstellung der Gesamt-Austragsmenge LCKW Werkslageplan Werk 1 Mess- und Probenpunkte Altlasten 31 Umweltziele und Umweltprogramme Betrachtet man die vorliegenden Daten, ist festzustellen, dass die größten Umweltauswirkungen bei der HARTING KGaA vorhanden sind. Die Gründe dafür sind der Einsatz von Strom und die Verwendung der fossilen Brennstoffe Erdgas und Heizöl für die Raumheizung. Darüber hinaus ist die HARTING KGaA als Vermieter der Liegenschaften am Standort Espelkamp sogleich der Betreiber der zentralen Einrichtungen, wie • Drucklufterzeugung • Kühlwasserversorgung • Lüftungs- und Heizungstechnik. Das daraus abgeleitete Umweltprogramm der Energierationalisierung wurde in allen Gesellschaften der HARTING Gruppe implementiert und bereits in den Umweltzielen des GJ´s 2004/05 aufgegriffen. Im GJ 2005/06 werden diese Umweltziele weiterverfolgt. Statusbericht über die Umweltziele aus dem GJ 2004/05 Ziel 1: Reduzierung des Strombezugs für die Drucklufterzeugung im Werk 1 und 2. Maßnahmen: 1. Messtechnische Aufnahme der Drucklufterzeugung/-situation an den Kompressorenstationen im Werk 1 und 2 2. Auswertung der Messergebnisse und Ableitung von Maßnahmen 3. Projektierung bis zur Ausführungsreife der ermittelten Maßnahmen 4. Investitionsentscheidung und Umsetzung der Maßnahmen. Ergebnis: Die Untersuchungen und Messungen führten dazu, dass für das Werk 2 eine neue Druckluftversorgungsstation für das GJ 2005/06 geplant ist. Im Werk 1 ist eine Erneuerung der Drucklufterzeugung im Rahmen anstehender Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Investitionsaufkommen: Geplante Energieeinsparung: 111,7 MWh/a = 8.373 €/a 60 T€ 32 Ziel 2: Reduzierung des spez. Heizenergieverbrauchs im Werk 1. Maßnahmen: 1. Teilnahme am „ÖKOPROFIT-Workshop“ des Kreises Minden-Lübbecke mit dem Projekt „Projektierung einer neuen Heizzentrale für das Werk 1“ 2. Detailplanung und Ausschreibung des Projekts 3. Investitionsentscheidung und Umsetzung der Maßnahmen. Ergebnis: Im Rahmen der Teilnahme am Projekt: „ÖKOPROFIT“ des Kreises Minden-Lübbecke wurde die gesamte Wärmeversorgung von Werk 1 untersucht. Grund dieser Untersuchung ist die Tatsache, dass der spez. Wärmeverbrauch im Werk 1 - trotz der in den letzten drei Jahren durchgeführten Maßnahmen - immer noch doppelt so hoch ist wie in den anderen Werken: Werk 1 = 182 kWh/m2a Werk 2-5 = 87 kWh/m2a Durch das beauftragte Ing.-Büro wurden drei Lösungsvorschläge mit einem Investitionsvolumen von rd. 110 bis 300 T€ erarbeitet und mit der Ist-Situation verglichen. Zur Zeit wird die technische und wirtschaftliche Möglichkeit geprüft, das Werk 1 durch den Bau einer neuen Fernwärmeleitung an das vorhandene städtische Blockheizkraftwerk anzuschließen. Ziel 3: Reduzierung des spez. Heizenergieverbrauchs des Werks 1. Maßnahmen: 1. Flächendeckende Überprüfung der Raumtemperaturen 2. Bei Bedarf Austausch der Heizkörperventile durch blockierbare Thermostatventile und Reduzierung der Raumtemperatur. Ergebnis: 1. Reduzierung der Gasbrennerleistung um die Hälfte 2. Regelmäßige Prüfung des feuertechnischen Kesselwirkungsgrads 3. Einbau von blockierbaren HeizkörperThermostaten und Einregelung der Raumtemperaturen mit nachgeschalteten Kontrollmessungen 4. Reduzierung des Volumenstroms im Vorlauf Heizkreis Nord durch Einbau eines Frequenzumformers 5. Reduzierung des Volumenstroms im Vorlauf Heizkreis Süd durch Einbau einer neuen druckgeregelten Pumpe. Investitionsaufkommen: 9.970 € Energieeinsparung: 130,5 MWh/a = 9.330 €/a In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass im Werk 1 im Zeitraum 2003 bis August 2005 durch den Austausch von 526 m2 alter, einfachverglaster Fenster gegen Isolierglas-Fenster eine Energieeinsparung pro Jahr von 1.065 MWh/a und somit die jährlichen Heizkosten um 14.890 €/a nachhaltig gesenkt werden konnten. Die Berechnungen wurden mit folgenden Werten vorgenommen: K-Wertalt: 5,5 W/m2 a K-Wertneu: 1,1 W/m2 a Angesetzter Wärmepreis (sek.): 71,5 €/MWh Durchschnittl. Temperaturdifferenz: 15 K Nutzungstage: 250 d/a 33 Spez. Heizenergieverbrauch Werk 1 34 Umweltziele für das GJ 2005/2006 Ziel 1: Senkung des Stromverbrauchs für die Drucklufterzeugung im Werk 2. Maßnahmen: 1. Projektierung, Ausschreibung, Investition neue Druckluftanlage Termin: Oktober 2005 2. Montage und Inbetriebnahme Termin: 4. Quartal 2005 3. Messtechnische Überprüfung Termin: 2. Quartal 2006 Ziel 3: Senkung der Heizkosten im Werk 1 durch den nachträglichen Einbau einer Wärmerückgewinnung in der Abluft der Galvanik Halle 4 im Werk 1. Maßnahmen: 1. Projektierung, Ausschreibung, Investition Termin: Oktober 2005 2. Montage und Inbetriebnahme Termin: 1. Quartal 2006 3. Messtechnische Überprüfung Termin: 2. Quartal 2006 Ziel 2: Senkung des Stromverbrauchs für die Kühlwassererzeugung im Werk 1 durch den zusätzlichen Einbau einer „Winterentlastung“ für den Kaltwassersatz Halle 15 im Werk 1. Maßnahmen: 1. Projektierung, Ausschreibung, Investition Termin: Januar 2006 2. Montage und Inbetriebnahme Termin: 1. Quartal 2006 3. Messtechnische Überprüfung Termin: 2. Quartal 2006 35 18 HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG Werkzeug- und Sondermaschinen-Technologie Die große Fertigungstiefe in der Verbindungstechnik, der Automatenproduktion und weiteren Bereichen hat bei HARTING zu langjährigen Erfahrungen bei der Konzipierung und dem Bau von Sondermaschinen und Werkzeugen geführt. Diese Kompetenzen hat die Technologiegruppe gezielt weiterentwickelt, so dass sie ein umfassendes Spektrum an Leistungen anbieten kann. HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG, der ehemalige Werkzeug- und Sondermaschinenbau, wurde 2001 im Rahmen der Dezentralisierung aus der HARTING KGaA herausgelöst und innerhalb der HARTING Technologiegruppe verselbständigt. Die HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG entwickelt und produziert kundenspezifische Werkzeuge und Sondermaschinen sowie mikromechanische Systeme für die Industrie. Sie entwickelt, konstruiert, fertigt, montiert und testet Werkzeuge, Sondermaschinen und Crimpautomaten. FSP- micro-Umspritzte Kontakte Umweltdaten der HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG Primärenergieeinsatz und Emissionen 36 Jahresenergiemenge in MWh/a Jahresemission CO2-Äquivalent in 1 000 kg/a Seit Oktober 2003 wird der Wasserverbrauch im Werk 3 (bestehend aus Werk 3A und 3B) separat für jedes Werk gemessen. Als alleinigem Nutzer von Werk 3A ist somit der Wasserbezug erstmalig direkt der HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG zuzuordnen. Das entnommene Stadtwasser wird im Wesentlichen zu Sanitärzwecken eingesetzt. Wasserbezug und Abwassermenge Abfallaufkommen und Überwachungsklassen 37 Abfallaufkommen in kg/a Abfallaufkommen in kg/a Umweltziele und Umweltprogramme Als Werkzeug- und Sondermaschinenbauer sind die Umweltbelastungen, die aus dem Tätigkeitsfeld der HARTING Applied Technologies herrühren, eindeutig auf dem Stromeinsatz im Maschinenpark, dem Erdgaseinsatz bei der Raumheizung und die damit verbunden (äquivalenten) CO2-Emissionen sowie das entstehende Abfallaufkommen zurückzuführen. Die daraus abgeleiteten Umweltziele wurden bereits im GJ 2004/05 aufgegriffen und werden im GJ 2005/06 weitergeführt. 38 Statusbericht über die Umweltziele aus dem GJ 2004/05 Ziel 1: Gasverbrauch im Verhältnis zum Umsatz gegenüber dem GJ 2003/2004 durch Senkung der Raumtemperaturen um 1,5 % reduzieren. Maßnahme: Ermittlung und Auswertung des aktuellen jährlichen Gasverbrauchs für 2004/2005. Ergebnis: Der Jahresverbrauch wurde um umsatzbereinigt 6,87 % gesenkt. Ziel 3: Ersatzstoff für das Reinigungsmittel Fleckenwasser SK 10690 suchen und einsetzen. Info über Ersatzstoffe beschaffen. Maßnahmen: 1. Ersatzstoffe testweise einführen 2. Bei positiven Ergebnissen Ersatzstoff einsetzen 3. Reste des Fleckenwassers entsorgen. Ergebnis: 2 alternative Reiniger wurden bei AT getestet, das Ergebnis war allerdings nicht zufriedenstellend. Aufgrund der zentralen Bemühungen für die gesamte HARTING Technologiegruppe ein einheitliches Reinigungsmittel einzusetzen, wurden die eigenen Aktivitäten ausgesetzt. Ziel 2: Durchführung eines AT-spezifischen Entsorgungstags für alle Arbeitsplätze, Behälter und Lagerorte mit anschließender Weiterleitung der gesammelten Stoffe zur Wiederverwertung oder Entsorgung an das TBL. Maßnahmen: 1. Mitarbeiter sensibilisieren 2. Termin des Entsorgungstags festlegen (2x jährlich) 3. Entsorgungstag durchführen 4. Gesammelte Stoffe ans TBL weiterleiten. Ergebnis: Die AT-spezifischen Entsorgungstage wurden am 20.12.04 und am 23.09.05 erfolgreich durchgeführt. Daraufhin wurde dieses Umweltziel ins GJ 05/06 übernommen. Ziel 4: Kühlschmierstoffe nicht mehr nach festen Zeitinterwallen austauschen. Maßnahmen: 1. Austausch der Kühlschmierstoffe (KSS) nur noch nach vorheriger Analyse des „GebrauchsZustands“. 2. „Startanalyse“ in der 41. KW 2004 durchführen und dokumentieren. 3. In einem regelmäßigen Intervall die Kühlschmiermittel der einzelnen Maschinen analysieren und die Ergebnisse dokumentieren. 4. Nicht mehr nutzbare Kühlschmierstoffe über das TBL entsorgen. Ergebnis: Bei der Umstellung auf den neuen Kühlschmierstoff kam es vermehrt zum vorzeitigen „Umkippen“ des KSS. Die angestrebten Standzeiten konnten nicht realisiert werden. Reproduzierbare Daten und Werte konnten im GJ 04/05 nicht erhoben werden. Inzwischen ist der neue KSS eingestellt und funktioniert gut. Im GJ 05/06 werden die Spindelzeiten der Fräsmaschinen erfasst und ins Verhältnis zum Jahresverbrauch gesetzt. 39 Umweltziele für das GJ 2005/2006 Ziel 1 (wird aus GJ 2004/05 weitergeführt): Durchführung eines AT-spezifischen Entsorgungstags für alle Arbeitsplätze, Behälter und Lagerorte mit anschließender Weiterleitung der gesammelten Stoffe zur Wiederverwertung oder Entsorgung an das TBL. Maßnahmen: 1. Mitarbeiter sensibilisieren Termin: Ende 4. Quartal 2005 2. Termin des Entsorgungstags festlegen (2x jährlich) Termine: 1. Entsorgungstag 16.12.2005 2. Entsorgungstag 19.05.2006 3. Entsorgungstag durchführen 4. Gesammelte Stoffe ans TBL weiterleiten. Ziel 3 (wird aus GJ 2004/05 weitergeführt): Wechselintervalle der eingesetzten Kühlschmierstoffe auf eine längere Nutzbarkeit ausrichten. Den Verbrauch des Kühlschmiermittelkonzentrats im Verhältnis zu den Maschinenlaufzeiten ermitteln. Die jetzige Standzeit von 6 Monaten soll auf 12 Monate verlängert werden. Maßnahmen: 1. „Startanalyse“ in der 40. KW 2005 durchführen und dokumentieren. Termin: September 2005 2. Jahresverbrauch ermitteln Termin: September 2006 3. Maschinenlaufzeit ermitteln Termin: September 2006 4. Verhältnis Maschinenlaufzeit / KSS Verbrauch ermitteln Termin: September 2006 Ziel 2 (wird aus GJ 2004/05 weitergeführt): Ersatzstoff für das Reinigungsmittel Fleckenwasser SK 10690 (Produkt- Nr. 00.801821.00) suchen und einsetzen. Maßnahmen: 1. Info über Ersatzstoffe beschaffen Termin: Oktober 2005 2. Ersatzstoffe testweise einführen Termin: November 2005 3. Bei positiven Ergebnissen Ersatzstoff einsetzen Termin: Mai 2006 4. Reste des Fleckenwassers entsorgen Termin: Mai 2005 40 19 HARTING Automotive GmhH & Co. KG wicklungs- und Fertigungsstruktur ist überwiegend auf die Herstellung von kundenspezifischen Elektromagneten für den industriellen Serieneinsatz in nahezu allen Marktsegmenten spezialisiert. Im Produktbereich Mechatronik werden Baugruppen und Module mit kombinierter elektrischer und mechanischer Funktionalität und der erforderlichen, praxistauglichen Robustheit entwickelt und produziert. Verbindungstechnik Innovative Verbindungstechnologien für Anwendungen in Fahrzeugen kennzeichnen die Aktivitäten des Produktbereichs Verbindungstechnik. Im Produktspektrum finden sich Signalsteckverbinder, Hochstromsteckverbinder, Hochfrequenzsteckverbinder und LWL-Steckverbinder (LWL-Lichtwellenleiter). Durch die jahrzehntelange Erfahrung in der elektrischen und elektronischen Verbindungstechnologie und der Magnettechnologie hat die HARTING Automotive GmbH & Co. KG ein breites Spektrum an Lösungen für die Anwendung in Automobilen und industriellen Bereichen geschaffen. Die Technologiegruppe HARTING entwickelt Verbindungstechnik, wie z.B. Koaxialsteckverbinder und mechatronische Systemlösungen wie ABS-Sensoren, für Kunden in der Automobilindustrie. Außerdem gehören elektromagnetische Systeme für den Automobilsektor und den industriellen Bereich zum Produktportfolio, die z.B. in Lenksystemen oder in der Schließ- und Sicherheitstechnik Verwendung finden. HARTING Automotive ist mit seinem Produktbereich Magnetsysteme ein kompetenter Partner zur Lösung elektromagnetischer Probleme. Unsere Ent- Primärenergieeinsatz und Emissionen 41 Jahresenergiemenge in MWh/a Jahresemission CO2-Äquivalent in 1 000 kg/a Wasserbezug und Abwassermenge Der Wasserbezug wird ausschließlich für den Sanitärbereich verwendet. Somit entspricht die Abwassermenge dem Wasserbezug. Abfallaufkommen und Überwachungsklassen 42 Abfallaufkommen in kg/a Abfallaufkommen in kg/a Der drastische Rückgang des Abfallaufkommens in allen aufgezeigten Bereichen, ist zum einen auf das Auslaufen einiger Produkte zurückzuführen, zum andern auch damit zu erklären, dass Produktionsabläufe gestrafft wurden und somit weitestgehend auf eine Mehrschicht-Produktion verzichtet werden konnte. Umweltziele und Umweltprogramm Die vom HARTING Automotive herrührende Umweltbelastung ist eindeutig auf den Stromeinsdatz beim Betrieb des Maschinenparks, der Drucklufterzeugung, der Gebäudetechnik und den Erdgaseinsatz bei der Raumheizung und der damit verbunden (äquivalenten) CO2-Emissionen. Ein wesentlicher Umweltaspekt ist die Auswahl der Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Produktionsstoffe. 43 Statusbericht über die Umweltziele aus dem GJ 2004/05 Ziel 1: Reduzierung des Ruhestromverbrauchs um > 5 %. Maßnahmen 1. Erfassen der Verbrauchsdaten für Halle und Büroräume 2. Maßnahmenplan ableiten aus den Verbrauchsdaten 3. Überprüfung der Wirksamkeit Ergebnis: Eine zuverlässige Überprüfung des Verbrauchs ist durch Abtreten von Gebäudeteilen an andere Gesellschaften der HARTING Gruppe erschwert worden. Eine Separierung einzelner Büro- und Hallenbereiche ist technisch aufwendig und wirtschaftlich nicht sinnvoll. Das Ziel wird nicht weiter verfolgt. fern Kleber oder Lösungsmittel benötigt werden, erfolgt die Verwendung in der Produktion an entsprechenden Arbeitsplätzen oder im CTS*. Das angestrebte Ziel, die Zahl der verwendeten Gefahrstoffe um mehr als 10 % zu senken, ist mit 7,8 % nicht erreicht worden. Die Substituierung wird kontinuierlich fortgesetzt. *CTS = Corporate Technology Services Ziel 3: Umstellung auf bleifreies Löten (Handlötung). Maßnahmen: Weitergehende Versuche für die bleifreie Handlötung. Ergebnis: Die Versuche zum Einsatz bleifreier Lote ergab, dass neue Fertigungsmittel erforderlich sind. Einzelne Arbeitsplätze sind bereits umgerüstet. Für andere Arbeitsgänge sind weitere Versuche erforderlich. Durch Kapazitätsengpässe im Sommer/ Herbst 2005 ergaben sich Verzögerungen. Das Ziel wird bis Anfang des 2. Quartals 2006 verlängert. Für Automobilkunden werden alle verbotenen Stoffe entsprechend der Altautorichtlinie rechtzeitig substituiert. Um eine einheitliche Anwendung zu erreichen, werden alle Lötungen auf bleifreies Lot umgestellt. Ziel 2: Reduzierung der Gefahrstoffe auf notwendige Stoffe. Maßnahmen: 1. Überprüfung der Gefahrstoffliste 2. Substituierung der Gefahrstoffe um > 10 % 3. Löschen und Entsorgen nicht notwendiger Gefahrstoffe Ergebnis: Bei der Substituierung und Reduzierung von Gefahrstoffen konnten Fortschritte erzielt werden. Im Magnetlabor wurden alle Gefahrstoffe entsorgt. So- 44 Umweltziele für das GJ 2005/2006 Ziel 1: Umrüstung von Röhrenbildschirme auf TFTBildschirme bei den PC-Arbeitsplätzen. Reduzierung der elektrischen Leistungsaufnahme von 135 W auf 45 W je Gerät. Maßnahme: 1. Erfassen der regelmäßig genutzten Bildschirme Termin: Januar 2006 2. Abstimmung mit IT-Abteilung zum Austausch der Bildschirme Termin: April 2006 Ziel 3: Durch Ausrüsten der Hallenbeleuchtung an den hohen Hallenflächen mit Dämmerungsschaltern den Stromverbrauch für die Beleuchtung um 10 % reduzieren. Geplante Maßnahmen: 1. Abklärung, wie in bisherige Steuerung eingegriffen werden kann Termin: Februar 2006 2. Terminabsprache für Umrüstung mit E-Werkstatt Termin: Juni 2006 Ziel 2: Durch Optimierung des Warenflusses in der Produktionshalle und im Lager das innerbetriebliche Verkehrsaufkommen reduzieren. Maßnahmen: 1. Überprüfung des Platzbedarfs für Wareneingangskontrolle, Einzelteillager und Fertigteillager Termin: Februar 2006 2. Plan mit optimierten Wegen erstellen Termin: April 2006 3. Umzug und Umstellung der Bereiche Termin: Juli 2006 45 20 HARTING Deutschland GmbH & Co. KG Vertrieb für Steckverbinder und Systemtechnik Architekten Mario Botta entworfenen modernen Gebäude, welches 2001 bezogen wurde. Hier werden unter anderem Komponenten und Baugruppen der Verbindungstechnik zur Energie und Signalübertragung vertrieben. HARTING Deutschland ist die weltweit größte Vertriebsorganisation der HARTING Gruppe, die Ende 1998 aus der HARTING KGaA heraus verselbstständigt wurde. Der Sitz befindet sich im ostwestfälischen Minden, in einem vom Schweizer Umweltdaten der HARTING Deutschland GmbH & Co. KG Primärenergieeinsatz und Emissionen Jahresenergiemenge in MWh/a Jahresemission CO2-Äquivalent in 1 000 kg/a 46 Beurteilung der CO2- Emissionen der verkehrsgebundenen direkten und indirekten Emissionen (CO2- Äquivalent) Für die HARTING Deutschland GmbH & Co. KG konnte für den Zeitraum Kalenderjahr 2005 erstmalig eine separate Betrachtung durchgeführt werden. Ergebnis (Daten nur für Leasing-Fahrzeuge) Erfassungszeitraum: Kalenderjahr 2005 durch: Leasing-Gesellschaft für: 33 Fahrzeuge (Diesel) Verbrauch: 90.306 Ltr./a CO2-Äquivalent: rd. 237.000 kg/a Wasserbezug und Abwassermenge Abfallentsorgung Die HARTING Deutschland GmbH & Co. KG unterliegt nicht dem KrW-/AbfG und ist somit nicht verpflichtet, eine Abfallbilanz vorzulegen. Die Entsorgung wird durch die kommunalen Entsorgungsbetriebe turnusmäßig durchgeführt. 47 Umweltziele und Umweltprogramm Die HARTING Deutschland GmbH & Co. KG ist eine reine Vertriebsgesellschaft ohne eigene Fertigung. Die Umweltbelastungen resultieren aus der Bewirtschaftung des genutzten Gebäudes und der Steuerung des Energieverbrauchs, im Wesentlichen durch den Betrieb der Klimaanlage. Weitere Umweltaspekte sind die entstehende Emissionen aus der Reisetätigkeit der Außendienstmitarbeiter sowie die Auswahl und der Umgang mit Büromaterial . Zu berücksichtigen ist bei den Umweltauswirkungen, dass der Anteil der Zukaufteilen bei Lieferanten und externen Dienstleistern stetig und somit auch hier die Beurteilung und Bewertung der Umweltrelevanz vorgenommen werden muss. Statusbericht über die Umweltziele aus dem GJ 2004/05 Ziel 1: Lieferanten und Dienstleister intensiv in unsere Umweltbestrebungen einbeziehen. Maßnahmen: 1. Bei Lieferanten und Dienstleistern werden deren Umweltaktivitäten in Bezug auf WEEE/ROHS per Fragebogen eingeholt. 2. Für Lieferanten mit negativer oder ohne Rückantwort wird - soweit möglich - ein Ersatzlieferant gesucht. Ergebnis: Nach zweitem Rücklauf haben von 113 Lieferanten 70 positiv geantwortet. Ziel 2: Fahrertraining für die Außendienstmitarbeiter (ADM) mit dem Ziel, alle innerhalb der nächsten zwei Jahre weiterzubilden. Maßnahmen: Weiterbildung der ADM im Bereich 1. Fahrsicherheitstraining 2. Umweltbewusstes Fahrverhalten. Ergebnis: Ein Kurs „Sprittsparendes Fahren“ wurde durchgeführt Ziel 3: Verbesserung der Mitarbeiterinformation mit dem Ziel, das eigenmotivierte Umweltverhalten zu verbessern. Maßnahmen: 1. Verbesserung des Umweltinformationssystems für die Mitarbeiter der Gesellschaft. 2. Anteil der Verbesserungsvorschläge mit Umweltrelevanz ermitteln 3. Verbesserungspotenzial ermitteln. Ergebnis: Es wurden drei Ideen eingereicht, die jedoch aus ästhetischen, wirtschaftlichen oder juristischen Gründen abgelehnt wurden. Ziel 4: Reduzierung des Büromaterialverbrauchs. Maßnahme: 1. Prüfung von Möglichkeiten der umweltgerechten Beschaffung. 2. Überprüfung der Ergebnisse und ggf. Einleitung von Maßnahmen ab 4. Quartal 2004 lfd. Ergebnis: Die direkte und vollständige elektronische Auftragsabwicklung mit den Kunden konnte merklich gesteigert werden: • EDI Anbindung 55 (Vorjahr 44) • E-Business-Anbindungen 233 (Vorjahr 150). 48 Umweltziele für das GJ 2005/06 Ziel 1: Verbesserung des eigenmotivierten Umweltverhaltens der Mitarbeiter. Die Beteilung am betrieblichen Ideenmanagement soll gesteigert werden. Dabei soll die Anzahl der Verbesserungsvorschläge zum Umweltschutz mindestens das Niveau des Vorjahres wieder erreichen. Maßnahmen: Im Rahmen des HARTING-Ideen-Managements (HIT) durch eine Sonderauslobung und Vergabe von zusätzlichen Bewertungspunkte die Motivation der Mitarbeiter erhöhen. Ziel 3: Reduzierung des Büromaterialverbrauchs durch elektronischen Geschäftsverkehr: • Erhöhung der EDI Anbindungen um 5 %; • Erhöhung der E-Business Anbindungen um 5 %. Maßnahmen: Kunden sollen verstärkt durch elektronische Bestellsysteme gebunden werden. Termin: laufender Prozess. Ziel 2: Lieferanten und Dienstleister intensiv in unsere Umweltbestrebungen einbeziehen. Maßnahmen: Betrachtung der drei umsatzstärksten Lieferanten mit eventuell anschließenden Auditierung, soweit kein zertifiziertes UM-System gegeben ist. Termin: Beginn der Auditierung im 4. Quartal 2005. Ziel 4: Senkung des durchschnittlichen Kraftstoffverbrauchs der Fahrzeugflotte um 2 %. Maßnahmen: 1. Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs für KJ 2005. Termin: erledigt 2. Internen Wettbewerb ausschreiben Termin: 1. Quartal 2006 3. Ergebnisse auswerten Termin: 4. Quartal 2005. 49 21 HARTING Electric GmbH & Co. KG Entwicklung und Produktion Industriesteckverbinder Die Global Business Unit HARTING Electric GmbH & Co. KG wurde zum 1.10.2001 aus der HARTING KGaA ausgegliedert und verselbständigt. Damit wurde der Weg bereitet zu größerer Flexibilität und besserer Kundenorientierung. HARTING Electric entwickelt, produziert und vertreibt Industriesteckverbinder, Verbindungstechnik und Systemkomponenten, die unsere Kunden beispielsweise im Maschinenbau, in der Automatisierungstechnik, in der Verkehrstechnik und im Energiebereich einsetzen. Die Qualität der Produkte wird sichergestellt durch die hohe Automatisierung der Fertigung. HARTING Electric verfügt z.B. über Präzisionsspritzgießmaschinen, vollautomatisierte Hochpräzisionskontaktfertigung, Präzisionsdruckguss, vollautomatisierte Pulverbeschichtungsanlagen und Kabelfertigung mit entsprechendem Test Equipment. Die Han®-Produktfamilie (Han® = HARTING Norm) stellt in Branchen wie der Fabrikautomatisierung, dem Maschinenbau, der Bahntechnik, der Windenergie und vielen weiteren einen weltweiten (Quasi-)Standard für elektrische Verbindungstechnik dar. Aber auch Lösungen für die industrielle Kommunikation, wie z.B. Ethernet- oder Bus-Komponenten oder Industrie-PC-Schnittstellen, gehören zum Portfolio. Umweltdaten der HARTING Electric GmbH & Co.KG 50 Jahresenergiemenge in MWh/a Jahresemission CO2-Äquivalent in 1 000 kg/a Wasserbezug und Abwasseraufkommen Das entnommene Stadtwasser wird im Wesentlichen zu Sanitärzwecken eingesetzt. In dem Bereich, in dem darüber hinaus Produktionswasser benötigt wird, erfolgt eine Erfassung des Abwasseraufkommens. Eine messtechnische Ermittlung der Stadtwasserentnahme ist für die HARTING Electric GmbH Co. KG nicht möglich, da sie die Werksanlagen Werk 1, 2 und 3A mit anderen Gesellschaften nutzt. Der Stadtwasserverbrauch wird durch ein Umlageverfahren auf die beteiligten Gesellschaften verteilt. Prozessabwasseraufkommen Das Prozessabwasseraufkommen wird aus den Betriebsdaten der Anlage rechnerisch ermittelt. Eine messtechnische Erfassung ist schwierig und die aufzuwendenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zur Abwassermenge. 51 Abfallaufkommen und Überwachungsklassen Abfallaufkommen in kg/a Abfallaufkommen in kg/a 52 Umweltziele und Umweltprogramme Betrachtet man die vorliegenden Daten, ist eindeutig die Aussage zu treffen, dass bei der HARTING Electric GmbH & Co. KG die größten Umweltauswirkungen erzeugt werden durch den Einsatz von Strom und die Verwendung von Erdgas. Ein weiterer wesentlicher Umweltaspekt ist das Abfallvolumen. Es ist damit zu rechnen, dass nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Vakuumdestillationsanlage eine erhebliche Reduzierung im Bereich des besonders überwachungsbedürftigen Abfalls (Bohrund Schleif-Emulsionsgemische) erzielt wird. Ein Ziel für das GJ 2005/06 ist, aufbauend auf die gewonnen Erkenntnisse, diese Technologie auch auf die Abwasserbehandlung in den Gleitschleifanlagen anzuwenden. Der Bereich der Kunststoffspritzerei ist ein großer „Stromverbraucher“ von HARTING Electric. Im GJ 2005/06 wird hier der Schwerpunkt auf Energierationalisierung gesetzt. Statusbericht über die Umweltziele aus dem GJ 2004/05 Die Bohr- und Schleifemulsionen aus den Bereichen Druckgießerei und der mechanischen Bearbeitung stellen mit 226,0 t/a einen Anteil von 75,9 % am besonders überwachungsbedürftigen Abfall und mit 91,1 % beim Abfall zur Beseitigung die mit Abstand größte Abfallfraktion dar. Ziel: Reduzierung der zu entsorgenden Bohr- und Schleifemulsionen aus den Bereichen der Druckgießerei und der mechanischen Bearbeitung unter Einsatz der Vakuumdestillation. Ergebnis: Die Anlage ist montiert und wird z. Zt. eingefahren. Der Probebetrieb wird voraussichtlich Ende März 2006 abgeschlossen sein. Mit ersten Zahlen ist bis Juli 2006 zu rechnen. Maßnahmen: 1. Technische Klärung, Angebotseinholung 2. Praxisversuche durchführen 3. Investitionsdurchlauf 4. Beschaffung der Anlage 5. Inbetriebnahme der Anlage. Destillationsanlage 53 Umweltziele für das GJ 2005/06 Ziel 1: Absicherung des Verfahrens der Prozesswasserkreislaufführung an den Gleitschleifverfahren mit dem Ziel der Abwasserreduzierung. Maßnahmen: 1. Informationssammlung bei der Anwendung der Vakuumdestillationsanlagen für die Schmutzwa sseraufbereitung Termin: 12. KW 2006 2. Erprobung und Technikumversuch mit der vorhandenen Anlage Termin: 22. KW 2006 3. Abschlussbericht erstellen Termin: 26. KW 2006 Ziel 3: Beschaffung einer Wärmebildkamera zur Ermittlung von Energieverlusten an Gebäuden und Maschinen. Maßnahmen: 1. Auswahl der geeigneten Kamera 2. Investition und Beschaffung 3. Schulung der Mitarbeiter 4. Inbetriebnahme und Anwendung der Kamera Termin: 11. KW 2006. Ziel 2: Reduzierung des Stromverbrauchs in der Kunststoffspritzerei durch den Einsatz einesintelligenten Motorsteuerungssystems an den Spritzgießmaschinen. Maßnahmen: 1. Installation des Motorensteuerungssystems an einer ausgewählten Spritzgießmaschine Termin: 50. KW 2005 2. Probebetrieb und Datenerhebung Termin: 27. KW 2006 3. Auswertung und bei positiven Ergebnis Investitionsplanung für das GJ 2006/07 Termin: 30. KW 2006. 54 22 HARTING Electronics GmbH & Co. KG Unser Anspruch beginnt bei der Entwicklung der Komponenten und erstreckt sich über deren komplette Einbindung bis hin zur Optimierung des Gesamtprozesses beim Kunden. Somit versteht sich HARTING Electronics als Anbieter für Systemlösungen. Als kompetenter Partner in weiten Bereichen der industriellen Steuerungs- und Kommunikationstechnik bieten wir unseren Kunden ebenso innovative Lösungen wie auf dem Gebiet der mobilen Telekommunikationstechnik. Im Rahmen der Dezentralisierung der HARTING Technologiegruppe wurde im Jahr 2001 HARTING Electronics GmbH & Co. KG gegründet, die das Geschäftsfeld der Elektroniksteckverbinder unter einem Dach konsolidiert. Jahrzehntelange Erfahrung in Entwicklung und Fertigung von elektronischen Steckverbindern auf höchstem Qualitätsniveau unterstreichen heute die Position von HARTING auf dem Weltmarkt. Auf dem Gebiet der standardisierten Leiterplatten- und Interfacesteckverbinder verfügt HARTING über eine breite Angebotspalette, die alle Bereiche der industriellen Elektronik abdeckt. Umweltdaten der HARTING Electronics GmbH & Co.KG 55 Jahresenergiemenge in MWh/a Jahresemission CO2-Äquivalent in 1 000 kg/a Wasserbezug und Abwasseraufkommen Das entnommene Stadtwasser wird im Wesentlichen zu Sanitärzwecken eingesetzt. In den Bereichen, in denen darüber hinaus Produktionswasser benötigt wird, wird die Stadtwasserentnahme gemessen, wobei das Abwasservolumen der Entnahmemenge gleichgesetzt wird. Eine messtechnische Ermittlung der Stadtwasserentnahme ist für die HARTING Electronics GmbH Co. KG nicht möglich, da sie das Werk 1 gemeinsam mit der HARTING KGaA und HARTING Electric GmbH & Co. KG nutzt. Der Stadtwasserverbrauch wird durch ein Umlageverfahren auf die beteiligten Gesellschaften verrechnet. 56 Abfallaufkommen und Überwachungsklassen Abfallaufkommen in kg/a Abfallaufkommen in kg/a 57 Umweltziele und Umweltprogramm Der Betrieb von Band-Galvanikanlagen und der damit verbundenen Abwasserbehandlungsanlage belastet nicht nur die Umwelt durch die entstehenden Abwässer, sondern auch durch den prozessbedingten Einsatz von Strom. Nachdem dieser Bereich energetisch und abwasserbelastend modernisiert ist, wurde unter dem Blickwinkel der Energieeffizienz die Kunststoffspritzerrei als weiterer großer „Stromverbraucher“ von HARTING Electronics bewertet. Darauf aufbauend wurden die nachstehenden Umweltziele für das GFJ 2005/06 formuliert. Statusbericht über die Umweltziele aus dem GJ 2004/05 Ziel 1: Reduzierung der Abwassermenge und der Anzahl der eingesetzten Chemikalien um drei Stoffe und ein Metall. Maßnahmen: 1. Unmittelbare Indirekteinleitung des Regenerats aus der VE-Wasserherstellung in den Schmutzwasserkanal 2. Unmittelbare Indirekteinleitung der Klarphase aus der Schlammpresse 3. Messtechnisch ermittelbares Kriterium festlegen, mit dem der Auswechselzeitpunkt der Spülen gesteuert wird 4. Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf eine optimale Prozessführung 5. Umbau der Galvanikanlagen und dadurch Reduzierung der eingesetzten Chemikalien. Ergebnis: Teilweise erledigt – Bei drei von vier Anlagen konnte durch eine Prozessmodifikation der Chemikalieneinsatz reduziert werden. Die letzte Anlage ist aus produktionstechnischen Gründen noch nicht umgestellt. Die Umbauarbeiten für die unmittelbare Indirekteinleitung des Regenerats aus der VE-Wasserherstellung in den Schmutzwasserkanal und direkte Indirekteinleitung der Klarphase aus der Schlammpresse sind noch nicht vollständig angeschlossen. Ziel 2: Einführung von bleifreien Lötverbindungen. Maßnahmen: 1. Umstellung der Galvanik von Zinnblei auf bleifreie Oberflächen, wie Ni, Au, Sn usw. Ergebnis: erledigt Ziel 3: Reinigung der Abluft aus Halle 4 zur Verbesserung der Abluftwerte bei Cyan-Verbindungen. Maßnahme: 1. Planung der Abluftwäscher 2. Investitionsfreigabe, Kauf und Installation der Abluftwäscher. Ergebnis: Die Anlage ist eingebaut und befindet sich im Probebetrieb. Nach Regulierung und Feinjustierung der Volumenströme erfolgt eine Abnahmemessung über den Schadstoffgehalt der gereinigten Abluft durch eine zugelassene Sachverständigenorganisation. 58 Umweltziele für das GJ 2005/06 Ziel 1: Energieeinsparung in Höhe von rd. 180 MWh/a an der zentralen Kühlwasseranlage in der Kunststoffspritzerei. Maßnahmen: 1. Erhöhung der Wasservorlauftemperatur 2. Ausschließliche Nutzung des zentralen Kühlwasserkreislaufs zum Kühlen der Kunststoff-Spritzmaschinen und der Werkzeugtemperiergeräte 3. Einsatz von mobilen Kühlanlagen zur Kühlung von Formen bei wenigen, ausgewählten Maschinen mit einer Kühlwassertemperatur von 10 °C. Termin: Abschluss des Projekts - 1. Quartal 2006. Ziel 2: Energieeinsparen beim Trocknen von Kunststoffgranulaten. Neubeschaffung des Granulattrockners. Maßnahmen: 1. Projektierung und Investitionsplanung Termin: 4. Quartal 2005 2. Montage und Inbetriebnahme der Anlage Termin: Anfang 2. Quartal 2006. 23 Ansprechpartner Fragen zu dieser Umwelterklärung beantwortet Ihnen: Günter Behnke HARTING KGaA Marienwerderstraße 3 32339 Espelkamp Telefon: +49 (0)5772 47-392 Kontakt: guenter.behnke@HARTING.com 59 24 Schlusswort zur Umwelterklärung 2006 res bilden die Auditberichte die Grundlage einer Managementbewertung und somit der Fortschreibung unseres Umweltprogramms. Daraus erstellen wir jährlich eine aktualisierte Umwelterklärung. Unsere nächste konsolidierte Erklärung werden wir in einem Jahr vorlegen, durch den Umweltgutachter für gültig erklären lassen und veröffentlichen. Espelkamp, 2006-01-06 Die Umwelterklärung 2006 der HARTING Technologiegruppe für die Standorte 32427 Minden und 32339 Espelkamp (Werke 1 bis 5) wurden den zugelassenen Umweltgutachtern Herrn Dr. Ing. Jan Uwe Lieback und Herrn Dr. Wolfgang Kleesiek zur Gültigerklärung vorgelegt. Parallel dazu wurden die in dieser Umwelterklärung aufgeführten Gesellschaften einem Vollaudit gemäß ISO14001:2004 unterzogen. Wir führen jährlich umfassende interne Umweltaudits durch und stellen dabei sicher, dass jeder Bereich in einem Dreijahreszyklus mindestens einmal kontrollieret wird. Gemeinsam mit dem aktualisierten Verzeichnis der relevanten Umweltauswirkungen und den Daten und Fakten des letzten Jah- Dr. Michael Pütz HARTING Führungs AG Vorstand Personal, Werksanlagen, Recht Günter Behnke Umweltmanager 25 Gültigkeitserklärung sowie der Bewertung der Umweltauswirkungen und der daraus abgeleiteten Ziele des Umweltprogramms erklären wir diese in Bezug auf die Verordnung (EG) Nr. 761/2001 vom 19. März 2001 für gültig. Nach Prüfung der Daten und Fakten der Umwelterklärung 2006 der HARTING Technologiegruppe an den Standorten 32427 Minden und 32339 Espelkamp (Werke 1 bis 5), der aktuellen Umweltpolitik, der Umweltbetriebsprüfung Dez. 2005/Jan 2006 GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH Umweltgutachter D-V-0213 Heidelberger Straße 64 a 12435 Berlin Dr. Jan Uwe Lieback Umweltgutachter D-V-0026 Dr. Wolfgang Kleesiek Umweltgutachter D-V-211 60 61 62 63 www.HARTING.com

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