Australien Teil II, Planung „ 2006 „

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4/30/2009
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Modifiziert von gibor.de (internetfähig komprimiert) AUSTRALIEN 2005 Freitag, 01.04.2005 Es ist 12.00 Uhr und wir starten den Urlaub in unser Traumland Australien. Lange haben wir auf diesen Moment gewartet, es geht in eine andere Welt: Nach einer Polizeikontrolle und 10,00 € Strafe für eine Abkürzung kommen wir am Düsseldorfer Airport an. Hier ist alles viel übersichtlicher als in Frankfurt. Die Emirates Fluglinie ist schnell gefunden und die je 30 kg Gepäck ist kein Problem. Jetzt geht es zum Durchleuchten. Der BGS hat schon wieder neue Methoden. Mit einem Papierstreifen und einem speziellen Computer werden die Tauchlampen, der Unterwasserblitz und der Laptop 10 Minuten auf Sprengstoffspuren untersucht. Pünktlich um 15.15 Uhr startet die Emirates EK 56 von Düsseldorf nach Perth. Ohne Probleme und mit etwas Schlaf verläuft der Flug. Wir erreichen Dubai gegen 23.40 Uhr. Samstag, 02.04.2005 Jetzt beginnt das Chaos. Der Weiterflug von Dubai nach Perth ist um ca. 5 Stunden verschoben. Dubai hat zwar einen schönen Flughafenbereich, aber das wir uns jetzt schon 7 Stunden hier aufhalten müssen, ist zuviel für mich. Wir kämpfen mit der Müdigkeit doch wir müssen wach bleiben und das ist schwer. Endlich um 6.45 Uhr startet die Emirates EK 420 nach Perth. Gegen 22.30 Uhr erreichen wir todmüde das Best Western Inter City Motel. Jetzt heißt es nur noch schlafen, schlafen, schlafen. Nach diesem anstrengenden Tag ist das überhaupt kein Problem. Sonntag, 03.04.2005 Um 4.15 Uhr ist mein Herbie bereits wach und lässt auch mich nicht mehr ruhig schlafen. Das ist sehr schade, denn 1-2 Stunden Schlaf hätten mir sicherlich gut getan. Ich werde mich daran gewöhnen müssen, denn Australien ist kein Ausschlafland. Die Sonne geht auf über Perth und uns begrüßt ein strahlend blauer Himmel. Loris sausen über uns hinweg und wir hören die vertrauten Laute der australischen Vogelwelt. Nach einem super Frühstück lassen wir uns zu Boomerang Campers fahren. Herr Beiser begrüßt uns auf Deutsch und kurze Zeit später befinden wir uns auf dem Albany Hwy. mit Ziel Bremer Bay. Wir fahren durch kleine australische Städte und vorbei an wunderschönen Eukalyptuswäldern. Diese traumhafte Landschaft hat uns wieder. Die rote Erde stellt einen schönen Kontrast zum blauen Himmel dar. Langsam wechselt die Landschaft. Olivensträucher sowie verschiedene Gräser umranden den Hwy. Wir fahren durch Kojonup, bekannt als erster Bezirk mit 1 Million Schafen. Port Lincoln Sittiche sind allgegenwärtig. Ihr wunderschönes Gefieder leuchtet hellgrün im Sonnenlicht. Bei Crombrook erreichen wir den Stirling Ranges NP. Teilweise auf ungeteerten Pisten der Chester Pass Road passieren wir diesen. Die über 1000 m hohen Berge Bluff Knoll und Toolbrunup erscheinen in einem bizarren Licht. Wilde Emus durchstreifen die Steppe und rennen um ihr Leben, sobald wir unseren Campervan zum Stoppen bringen. Sie gönnen uns kein Foto. Kleine Schwärme von Port Lincoln Sittichen werden immer wieder aufgescheucht. Bei Amelup am Ausgang des Stirling Ranges NP treffen wir auf den direkten Weg nach Bremer Bay. Es ist bereits nach 16.00 Uhr und wir sehen die ersten Känguruhs neugierig ihre Köpfe aus dem Dickicht stecken. Teilweise ist die Straße sehr verwaschen durch die starken Regenfälle der letzten Tage. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Leb Dive Center bei Craig kehren wir ein im Fishery Beach Caravan Park. Den Abend beenden wir mit einem guten Essen im einzigen Pub von Bremer Bay und einer informativen Unterhaltung mit Craig vom WWF. Montag, 04.04.2005 Ich habe sehr schlecht geschlafen und das Aufstehen um 6.00 Uhr fällt mir schwer. Langsam werde ich wach durch einen guten Kaffee im Bett. Herbie ist natürlich schon längst fit. Heute werden wir endlich wieder tauchen. Um 7.45 Uhr treffen wir ein im Leb Dive Center, um mit Craig das Übliche zu besprechen. Der erste Tauchgang ist die Port Jackson’s Grotto. Wir tauchen zwischen Seetang und suchen die Leafy Seadragons. Seltene Drückerfische und auch andere für uns neue Fischarten begleiten uns auf dem Tauchgang. Die Dünung ist sehr stark und fixiert man sich allzu lange auf das Seetang, so könnte man seekrank werden. Der zweite Tauchgang ist an der Goal Post. Die Sicht beträgt ca. 15 m. Wir tauchen in Canyons und lassen uns von der Dünung treiben. Verschiedene Nacktschnecken und in Höhlen versteckte Blue Devils erfassen wir mit der Kamera. Das Wetter ist wunderschön und die Sonne erhellt mit ihren Strahlen die Tauchplätze. Nach einem gescheiterten Versuch den Fitzgerald River NP zu erreichen, die Zugangsstraßen sind wegen Überschwemmung geschlossen, spazieren wir am Strand von Bremer Bay. Am John Cove genießen wir den phantastischen Ausblick auf den Great Southern Ocean. Im australischen Frühjahr kann man von hier die Walkühe mit ihren Kälbern beobachten. Nach einem leckeren Spagetti-Essen besuchen wir die vielen Känguruhs, die sich allabendlich auf den umliegenden Wiesen des Caravanparks versammeln. Ein neugieriger Fuchs schleicht über den Platz. Dienstag, 05.04.2005 Heute ist mein Geburtstag. Ich habe sehr gut geschlafen und werde mit einem Ständchen und einer Tasse Kaffee von Herbie um 6.00 Uhr geweckt. Wir genießen ein ruhiges Frühstück und lauschen den Stimmen der aufwachenden Vogelwelt. Galahs ziehen vorbei. Um 7.45 Uhr ist Treffen mit Craig. Unser Tauchziel für heute sind die Leafy Seadragons. Werden wir sie sehen ? Wir tauchen ab und ein australischer Seelöwe schwimmt neugierig an uns vorbei. Die Sicht ist gut und wir durchkämmen den Seetang. Der erste Leafy lässt sich in der Dünung treiben. Elegant schwimmt er dahin und vertraut auf seine Tarnung. Ein wunderschönes Tier, wir sind begeistert. Den zweiten Leafy macht Craig mir als Geburtstagsgeschenk. Im Kelp verstecken sich viele kleine seltene Fische und überglücklich tauchen wir auf. Auf dem zweiten Tauchgang wird die Suche fortgesetzt. Entlang der Riffwand entdecken wir Fischschwärme, blaue Grooper, Blue Devils. Wie aus dem Nichts taucht ein australischer Seelöwe auf. Er bleibt bei uns und mit seinen großen Kulleraugen fordert er mich auf zum Spielen. Im Kelp versteckt befinden sich zwei Leafy Seadragons, eines hell, eines dunkel gefärbt. Die gemachten Fotos werden uns immer diese wundervollen Kreaturen in Erinnerung halten. Schweren Herzens nehmen wir Abschied von Craig, von den Leafys und von dem idyllischen Ort Bremer Bay. Unsere Fahrt setzt sich jetzt auf dem South Coast Hwy. fort nach Albany. Die Landschaft verändert sich. Eukalyptuswälder lösen Weide- und Steppenlandschaft ab. Port Lincoln Sittiche und Western Rosellas sind unsere Begleiter. Ein uns gut bekanntes Geschrei lässt uns aufhorchen. Schwarze Rabenkakadus sitzen auf einem Baum, um sich für die Nachtruhe zu versammeln. Viel zu schnell ziehen sie an uns vorbei. In Albany angekommen befinden wir uns wieder in der Zivilisation. Das 30.500 Einwohnerstädtchen erscheint uns wie eine Großstadt. Uwe aus Hannover, der Inhaber von Albany Dive, empfängt uns. Schnell sind einige Informationen für den morgigen Tauchtag eingeholt und der Caravan Park Emu Beach gefunden. Den Abend genießen wir bei dem exzellenten Italiener Leonardo mit Wein, Riesengarnelen, Grooper und sehr zartem Rinderfilet. Viele liebe Menschen denken an meinen Geburtstag und melden sich per Telefon oder SMS. Heute ist einfach der perfekte Tag !!! Mittwoch, 06.04.2005 Etwas gerädert vom gestrigen Tag wache ich auf. Nach dem Frühstück geht es zum Tauchen. Das Ziel ist Seal und Break Sea Cove. Die Überfahrt ist sehr rau und mein Magen ist nicht sehr begeistert. Uwe gibt sich sehr viel Mühe uns für sein Tauchgebiet zu begeistern. Er verspricht mir 30 Haie, aber ich glaube ihm nicht. Doch tatsächlich, gleich nach dem Abtauchen begegnen uns ca. 30 Port Jackson Babyhaie. Sie sehen sehr putzig aus und toben im Seegras. Die Arten- und die Korallenvielfalt hier ist Wahnsinn! Weichkorallen, Gorgonien in allen Größen und Fischschwärme schmücken das Bild. Wir tauchen über Kelpwälder und einmalige Felsformationen. Beim Austauchen stecken australische Seelöwen und neuseeländische Pelzrobben neugierig ihre Köpfe ins Wasser. Aber sie haben keine Lust zum Spielen. Beim zweiten Tauchgang tauchen wir durch Höhlen, Canyons und vorbei an Überhängen, die sich durch ihren Bewuchs gegenseitig zu übertrumpfen scheinen. Zwei große Sepia verstecken sich in den Höhlen und wir sind umgeben von einer wahren Fischsuppe. Wieder an Land besuchen wir den Tondirrup NP mit seinen Highlights Natural Bridge, The Gap, Salmon Bay und die Blow Holes. Der Seegang ist leider nicht stark genug, um die Wasserfontänen schießen zu lassen. Die Landschaft hier ist wunderschön und wir genießen einen tollen Ausblick auf die vielen vorgelagerten Inseln Albanys. Mit einem leckeren BBQ geht dieser Tag zu Ende. Donnerstag, 07.04.2005 Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker. Die Nacht hätte ruhig etwas länger sein können. Nach dem Frühstück geht es wieder zum Tauchen. Auf den Tauchgang an dem Zerstörer, der MS Perth, müssen wir leider verzichten, da hier die Sicht auf Grund der Überschwemmungen der letzten Tage sehr schlecht ist. Daher beschließen wir, nochmals an der Break Sea Cove zu tauchen. Wie in einer Waschmaschine werden wir durch die starke Dünung durch die Felsspalten geschleudert. Wir tauchen in einem bis auf 40 m tiefen Canyon. Die Seitenwände ragen steil nach oben und sind wunderschön bewachsen. Ein interessanter aber anstrengender Tauchgang. Beim zweiten Tauchgang besuchen wir an der Seal Cove die Port Jackson Babyhaie. Sie sind heute sehr fotogen. Vorbei an Überhängen und den unterschiedlichsten Felsformationen endet der Tauchgang bei den Seals. Sie sind neugierig und wir lassen uns zusammen mit ihnen in der Dünung treiben. Ein großer Lachsschwarm kreuzt unseren Weg. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Uwe und den Albany Divers und schon sind wir wieder auf dem South Coast Hwy. Die Scenic Route nach Denmark führt uns durch eine Landschaft wie im Allgäu. Wir entdecken Emus auf den Weiden. Bei Bow Bridge zweigt eine Straße zur 12 km langen Rundfahrt durch das Valley of the Giants ab. Bis zu 60 m hohe Karriund Red Tingle Trees stehen hier dicht beieinander. In luftiger Höhe wandern wir entlang dem Tree Top Walk. Er besteht aus einer Stahlkonstruktion, welche in 38 m Höhe in den Baumkronen dieser Giganten erbaut worden ist. Hier eröffnet sich uns ein atemberaubender Ausblick auf die Eukalyptuswälder. Auf einem gemütlichen Caravanpark endet unser Tag, natürlich unter Eukalyptusbäumen. Es riecht nach Lagerfeuer und wir genießen diesen Augenblick. Beim Abendessen betteln zwei freche Kookaburras um Leckereien. Freitag, 08.04.2005 Gegen 6.00 Uhr wird es langsam hell und 3 freche Kookaburras versammeln sich zum Frühstück. Es gibt heute ein Full English Breakfast. Die Reise führt uns heute durch den Mount Frankland und den Shannon NP. Ausgedehnte Waldflächen und grüne Weiden prägen diese Landschaft. Bei einem Videoversuch von mir und mehrmaligen Wendemanövern von Herbie sitzt der Campervan fest. Er steht beängstigend schief und droht in den Graben abzurutschen. Nach kurzem Bangen halten die ersten Fahrzeuge und ein freundlicher Aussie zieht uns aus dem Graben. Wir haben noch einmal Glück gehabt, es ist nichts passiert. Jetzt durchqueren wir die Karri Country und den D’Entrecasteaux NP. Wunderschöne Karriwälder umgeben den Hwy. Wir passieren die Zentren der Holzindustrie Northcliffe und Pemberton. Port Lincoln Sittiche sind unsere ständigen Begleiter. Wilde Emus und eine Herde Känguruhs lassen uns zum Fotografieren stoppen. In Augusta angekommen gießt es in Strömen. So machen wir nur einen kurzen Abstecher zum Cape Leeuwin, wo der Southern Ocean recht stürmisch auf den Indischen Ocean trifft. Entlang dem Leeuwin – Naturaliste NP eröffnet sich uns eine traumhafte Landschaft. In Margaret River, dem zweitgrößten Weinanbaugebiet Westaustraliens, besuchen wir die Weingüter Xanadu, Mentelle und Edwards. Wir müssen überall probieren und ein Wein ist besser als der andere. Das merkt auch unsere Geldbörse. Zurück auf der Küstenstraße müssen wir ein weiteres Mal stoppen. Da sind sie endlich! Über 30 schwarze Rabenkakadus sitzen auf den Bäumen und zerlegen die Früchte. Sie machen so wunderschöne Laute und lassen unsere Augen strahlen. Es ist faszinierend diese Kakadus in freier Natur zu beobachten. So hat sich der Tag trotz des teilweise starken Regens doch noch gelohnt. Mit einem leckeren BBQ auf einem Caravanpark in Busselton lassen wir den Tag ausklingen. Samstag, 09.04.2005 Die Sonne geht auf und wir werden von den verschiedenen Vogelstimmen geweckt. Nach dem Frühstück fahren wir zum Cape Naturaliste. Der Weg dorthin führt durch Eukalyptuswälder. Wir sind auf der Suche nach den schwarzen Rabenkakadus. Am Leuchtturm des Capes angekommen, genießen wir auf einem kurzen Wandertrack den Blick auf den Ocean. Plötzlich horchen wir auf. Viele schwarze Rabenkakadus sitzen auf den Sträuchern und machen ein riesiges Geschrei. Sie genießen die ersten Sonnenstrahlen und lassen sich auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen. Ein schönes Schauspiel. Auf dem Rückweg nach Busselton unterbrechen wir noch mehrmals unsere Fahrt, um diese frechen Kakadus in den Bäumen zu fotografieren. Welch ein schöner Tagesanfang. Um 9.00 Uhr ist Treffen bei Diveshed in Busselton. Wir tauchen am Busselton Jetty. Ein kleines Gebiet nur, doch es ist voller Leben. Weichkorallen in allen Größen, Nacktschnecken, Old Wifes, Igelfische und einen westaustralischen Adlerrochen bekommen wir vor die Maske. Dazu beeindruckende Fischschwärme zwischen den Holzpfählen. Zurück am Divecenter sehen wir den ersten großen Schwarm Galahs. Auch ihr Geschrei ist unverwechselbar. Der Old Coast Hwy. führt uns nach Bunbury. Am alten Lighthouse genießen wir einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht und auf Villen in allen Größen. Ein sehr reicher Ort. Vorbei an den Orten Mandurah und Rockingham führt uns der Hwy. nach Freemantle. Auf der Fahrt sehen wir wilde Emus und die leuchtendgrün schimmernden Port Lincoln Sittiche. Nach einem leckeren Essen, Kalbfilet mit Parmaschinken, und einer guten Flasche Wein beenden wir den Tag unter dem Vorzelt mit Blick auf einen beeindruckenden Sternenhimmel. Sonntag, 10.04.2005 Heute früh haben wir etwas länger Zeit und genießen das Frühstück. Galahs und Port Lincoln Sittiche sausen über den Campingplatz und schauen frech von den Bäumen. Unser Tagesziel für heute ist die Perth vorgelagerte Insel Rottnest Island. Sehenswert dort sind die seltenen Quokkas. Werden wir sie sehen? Die 10.00 Uhr Fähre der Ocean Cruises hat Maschinenschaden. Schnell ist auf eine andere Fährgesellschaft umgebucht und wir verlassen doch noch pünktlich den Hafen von Fremantle. Die Überfahrt verläuft ruhig und bei strahlendem blauen Himmel bewundern wir die Skyline von Perth. Auf Rottnest angekommen, heißt es Fahrrad fahren, bis das Hinterteil schmerzt. Wir entdecken die Insel mit ihren kleinen Salzseen. Vom Lighthouse genießen wir einen phantastischen Ausblick auf das Meer. Bergauf und bergab durchqueren wir die Insel, vorbei an traumhaften Lagunen und Sandstränden. Und da sind sie. Versteckt im Schatten unter den Bäumen sitzen die Quokkas. Das sind vielleicht putzige Kerlchen. Einer lässt sich sogar streicheln. 8.000 – 10.000 Quokkas, eine Beuteltierart, bevölkern Rottnest Island. Wir genießen diesen schönen Tag, die Sonnenstrahlen und die Geräusche des Meeres. Morgen schon werden wir uns das Meer herbeisehnen. Die Highlights auf Rottnest Island sind die Strickland Bay, Mary Cove, Green Island, Salmon Bay, Parker Point und die Thomson Bay. Das war heute wieder ein super Tag und wir warten auf den morgigen Muskelkater. Montag, 11.04.2005 Schon früh klingelt der Wecker und um 5.30 Uhr sind wir „on the road“. Heute ist ein langer Fahrtag. Wir lassen Fremantle und Perth hinter uns und begeben uns auf den Great Northern Hwy. Bei Guilderton lässt eine große Schar Western Corellas uns stoppen. Wir haben ihre Nachtplätze entdeckt und nun sausen sie mit lautem Geschrei über unsere Köpfe. Der Hwy. führt uns durch das Swan Valley, dem Hauptweinanbaugebiet Westaustraliens. Die Landschaft ist wunderschön idyllisch. Bei Toodyay teilt sich der Hwy. Nr. 1 und das endlose Outback beginnt. Hinweisschilder ermahnen uns, auf die Tierwelt Acht zu geben. In der nicht mehr endenden Weite sehen wir zwei badende Emus. Wir taufen den Great Northern Hwy, Hwy der toten Känguruhs. So viele Kadaver haben wir noch nie gesehen. Die Orte Dalwallinu, Paynes Find, Mt. Magnet, Cue, Meekatharra liegen auf unserer Route. Es sind kleine Outbackstädtchen zum Tankstopp und zum Rasten. Immer wieder sehen wir große Schwärme Galahs, Western Corellas und vereinzelt Port Lincoln Sittiche. Auch sie verstecken sich vor den mindestens vorherrschenden 40 Grad C. Keilschwanzadler warten auf ihre Beute. Im Kumarina Roadhouse nach genau 1.052 km Fahrt ist Schluss für heute. Die Outbacktoiletten sind mit Fröschen besetzt und um weiteren Überraschungen entgegenzuwirken, beschließen wir lieber zusammen zu duschen. Der Himmel verzieht sich zu einem wunderschönen Sonnenuntergang und wir kämpfen mit tausenden Fliegen und mit der Müdigkeit. Dienstag, 12.04.2005 Schon früh verlassen wir das Roadhouse. Die Galahs sind gerade erst aufgewacht. Zurück auf dem Great Northern Hwy. führt unser Weg nach Newman. Wir passieren den Wendekreis des Steinbocks (The Tropic of Capricon) und landen im ursprünglichen Westaustralien, der Pilbara. Sie gehört zu den heißesten Regionen der Erde ist kaum erschlossen und heißt bei den Australiern Rugged Country oder raues, wildes, zerfurchtes Land. Der Karijini NP ist einer der Schönheiten dieser Region. Tiefe Felsschluchten, die sich in das Hauptplateau der Range gegraben haben und ganzjährig Wasser führen. Das rote eisenhaltige Gestein bildet einen wunderschönen Kontrast zu den mit Spinifex und Eukalyptusbäumen bewachsenen Flächen. Unsere heutige Wanderung ist entlang der Dales Gorge. Die erste Kletterpartie machen wir zum Circular Pool. Für diese Anstrengung werden wir mit einer herrlichen Felsenkulisse und einem erfrischenden Bad belohnt. Die zweite Tour geht zu den Fortescue Falls. Diese sind noch beeindruckender und wir sind fast alleine hier. Der Herbie auf Fotopirsch begegnet dem ersten Waran. Er liegt auf den Felsen und lässt sich von den Sonnenstrahlen erwärmen. Ich gehe baden. Ein kleiner letzter Walk endet am Fernpool. Jetzt begegne auch ich einem Waran. Er raschelt im Laub und hat sich so verraten. Bereits am ersten Tag ist der Karijini NP überaus beeindruckend und alle Anstrengungen wert. Auf der Rückfahrt machen wir noch einen weiteren Zwischenstopp am Mount Bruce, um einen ersten Ausblick auf eine Eisenerzmine zu erhaschen. Western Corellas bevölkern das Zentrum von Tom Price. Sie müssen baden, denn die rote Erde bedeckt ihr weißes Gefieder und lässt sie richtig dreckig aussehen. Das heutige Nachtlager befindet sich auf einem Outbackcampingplatz in Tom Price. Schwärme von Galahs beobachten uns von ihren Schlafbäumen und rote Riesenkänguruhs mit Joeys bevölkern den Campingplatz. Übrigens es ist immer noch über 30 Grad C, und wird wieder eine heiße Nacht. Mittwoch, 13.04.2005 Der Campingplatz in Tom Price ist super. Durch das Geschrei der Galahs geweckt gibt es Frühstück. Der Kaffee wird sogar kalt, so sehr sind wir mit der Fütterung der Galahs beschäftigt. Frech landen sie auf meiner Hand, Arm und Schulter, um ja etwas zu erhaschen. Mit ihren rosa Augen schauen sie dich an und stellen ihre Haube auf. Einfach phantastisch! Den heutigen Tag verbringen wir wieder im Karijini NP. Der erste Walk führt zum Junction Pool und zum Oxer Lookout. Der Ausblick auf die Schluchten ist einmalig. Das Durchschütteln auf der Waschbrettpiste hat sich schon jetzt gelohnt, aber es soll noch besser kommen. Steil führt der Weg hinab zur Hancock Gorge. Sogar eine Leiter müssen wir herunterklettern. Man sagt, dieses hier sei eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. Am Kermit Pool endet der Walk. Wie eine Wand ragen die Felsen gen Himmel. Von der Weano Gorge bis zum Handrail Pool führt der dritte Walk. Es ist einmalig. Die Felswände werden immer enger und der Weg wird zu einer kleinen Felsspalte. Entlang einem Handlauf und mit Unterstützung eines Seiles erreichen wir den Pool. Die Abkühlung haben wir jetzt verdient. Begeistert von den wunderschönen Schluchten kehren wir zum Camper zurück. Ein letzter Abstecher zu den Jeffrey Falls, leider ohne Wasserfälle, und wir sind zurück auf der Waschbrettpiste. Hoffentlich halten alle Schrauben des Campervans. Zurück in Tom Price fahren wir in Richtung Hamersley Iron Pty. Ltd. Von weitem sehen wir die riesigen LKw’s und die bis zu 3 km langen Eisenerzzüge der Pilbara Iron LTD. Wirklich sehr beeindruckend. Den Abend verbringen wir mit unseren Freunden auf dem Campingplatz. Galahs, Western Corellas und die Känguruhs versammeln sich bei uns. Nach dieser Nacht heißt es Abschied nehmen von der Pilbara, einer der heißesten Regionen dieser Erde und einer faszinierenden Landschaft. Donnerstag, 14.04.2005 Nach dem ersten Kaffee geht es los. Wir verlassen Tom Price, „The Top Town of WA“, und durchqueren die Pilbara. Diese macht ihrem Namen alle Ehre denn es ist heiß, sehr heiß. Nach ca. 250 gefahrenen Kilometern ist Frühstückszeit. Wir halten an einem kleinen Bachlauf mit Eukalyptusbäumen. Und plötzlich, sie sind da – Nymphensittiche jede Menge. Der Schwarm von mindestens 30 Sittichen versammelt sich auf den Baumkronen. Endlich die ersten in freier Wildbahn. Das bekannte Gepfeife höre ich doch zu gerne und ich freue mich sehr. Eine kleine Erinnerung an Tweety und Ronny von Zuhause. Wir setzen die Fahrt weiter fort entlang dem North West Coastal Hwy vorbei am Nanutarra Roadhouse. Die Burkett Road führt uns auf dem kürzesten Weg nach Exmouth. Die Pilbara zeigt sich uns ein letztes Mal von ihrer besten Seite. Wunderschöne Farbenspiele in einer einzigartigen Landschaft. Emus, Rinder und sogar Wildpferde, die bekannten Brumbies, gekommen wir zu Gesicht. Jetzt wird die Landschaft immer flacher, bald sind wir an der Küste und Exmouth mit dem Cape Ranges NP ist erreicht. Exmouth ist die jüngste Stadt Australiens und wurde 1967 als Stützpunkt der US Navy gegründet. Wir erkunden kurz den kleinen Ort per Bike und machen einen Abstecher zum Strand des Indischen Ozeans. Das Wasser ist warm. Nach einem leckeren Essen und einem guten Wein beenden wir den Tag. Die Western Corellas gehen auch schlafen. Jetzt geht es zum Duschen im eigenen Bad und dann ins Bett. Und morgen wird getaucht, das erste Mal im Indischen Ocean. Freitag, 15.04.2005 Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker. Treffpunkt mit den Village Divers ist um 7.15 Uhr. Nachdem die Tauchsachen verstaut sind, fahren wir zum heutigen Tauchgebiet die Murion Islands. Der Ocean ist ruhig und vereinzelt zeigt sich eine Delfinflosse. Ich genieße die Überfahrt. Jetzt geht es zum Tauchen. Durch die starke Dünung ist die Sicht gerade einmal 15m. Der Sandgrund wirbelt viele Partikel auf. Belohnt werden wir mit mindestens 5 verschiedenen Nacktschnecken, einem nervösen Korallenwels und zwei Ammenhaien. Die Haie liegen in einer Höhle und ruhen. Schwärme kleiner Glasbarsche versperren uns den Blick. Der größere Hai hat ca. 2,5m. Nach einer kurzen Oberflächenpause folgt der zweite Tauchgang. Die Sicht ist noch etwas schlechter. Ein Weißspitzenriffhai döst im Sand. Aufgescheucht durch das Blitzlicht umkreist er uns neugierig. Verschiedene Kaiserfische z.B. ein 6-Binden Kaiserfisch sowie einen großen Stechrochen bekommen wir vor die Maske. Schließlich ist Zeit zum Auftauchen. Die Rückfahrt genießen wir in der Sonne. Zwei olivefarbige Seeschlangen und eine Loggerhead-Turtle mit Passagier lassen uns noch kurz stoppen. Am Abend essen wir Pizza in der Taverne. Mit einem Gläschen Wein lassen wir den Tag ausklingen, denn es ist noch viel zu heiß zum Schlafen. Noch über 33 Grad C um 20.00 Uhr. Samstag, 16.04.2005 Die Hitze der Nacht ließ mich kaum schlafen. Als um 6.00 Uhr der Wecker klingelt, möchte ich lieber liegen bleiben. Das Treffen im Divecenter ist bereits um 7.15 Uhr. Unser Ziel für heute ist das berühmte Ningaloo Reef. Die Überfahrt genieße ich auf dem Sonnendeck. Am Ziel angekommen, heißt es nur noch hinein ins Wasser. Wir tauchen ab, aber die starke Strömung, bedingt durch die Gezeiten, treibt uns immer mehr vom Riff ab. Vielleicht hätte der Diveguide diese besser überprüfen sollen. Das Ergebnis ist ein einziges Chaos. Nach nur 7 Minuten Abbruch des Tauchganges. Wir tauchen auf und das Tauchboot ist schon weit weg. Zu fünft klammern wir uns aneinander. So ganz wohl ist mir nicht. Nach einer halben Stunden endlosen Wartens fischt uns das Tauchboot auf. Beim zweiten Tauchgang sind die Diveguides vorsichtiger und siehe da, sie testen die Strömung. Das zu betauchende Riff hat kleine Höhlen und Überhänge. Schnapper und andere Fischschwärme verschönern das Bild. Zwei Blaupunkt-Stechrochen, ein scheuer juveniler Kaiserfisch, Kofferfische und vieles mehr erfreuen uns. Zwischen Glasbarschen ist eine Putzerstation für Zackenbarsche. Sie lassen sich beim Putzen gut fotografieren. Das Riff des dritten Tauchgangs hat einen kleinen Canyon mit Überhängen. Verschiedene Nacktschnecken, mehrere Korallenwelse, ein Porzellankrebs bekommen wir vor die Maske. Ein kleiner Anglerfisch bewohnt eine Koralle. Neugierig werden wir von einem Schwarm Gelbkopfmakrelen beobachtet. Trotz der anfänglichen Aufregung ist es noch ein schöner Tauchtag geworden. Nachmittags fahren wir zum Cape Ranges NP und genießen den Tantabiddi Beach. Herbie schnorchelt und sucht die Schwarzspitzen Riffhaie, ich gehe spazieren. Die Landschaft und die Strände des Cape Ranges NP sind wunderschön. Am Traumstrand der Turquoise Bay stoppen wir erneut. Schneeweißer Sand und klares Wasser empfängt uns. Ich fühle mich gut. Die Rückfahrt geht nur sehr vorsichtig, denn überall stecken Känguruhs ihre Köpfe aus dem Busch. Bei 30 Stück habe ich aufgehört zu zählen. Am Lighthouse bewundern wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Jetzt noch kurz vorbeischauen beim Whalesshark Festival, Spagetti essen und schnell ins Bett, denn es war ein sehr langer Tag und mir fallen die Augen zu. Sonntag, 17.04.2005 Ich habe gut geschlafen, trotz der immer noch hohen Temperatur. Nach dem Frühstück ist Treffen am Divecenter. Das Ziel heute ist wieder Murion Island. Der Ocean ist etwas aufgewühlter als die Tage zuvor, aber vorne auf dem Sonnendeck stört mich der Wellengang nicht. Ich genieße die Ausfahrt und die morgendliche, nicht ganz so heiße Sonne. Der erste Tauchgang mit maximal 16m Tiefe ist schon sehr flach. Die Sicht beträgt hier ca. 20m, gefiltert durch die vielen Korallenblöcke. Ein Schwarm Füsiliere zieht an uns vorbei und wieder sehen wir viele Nacktschnecken. Wir tauchen zwischen den vielen Korallenblöcken, ich beleuchte jede Tischkoralle, aber kein Hai weit und breit. Der zweite Tauchgang ist ein Witz. Die gleiche Szenerie, aber mit Computer eingraben, erlangen wir eine maximale Tauchtiefe von 11,8m. Solche Tiefe ist gut zum Schnorcheln aber nicht zum Tauchen. Auch die gute Sicht, verschiedene Lederkorallen in allen Größen und Formen, können unsere Enttäuschung nicht lindern. Zwar bekommen wir Buckelkopf Papageienfische und Kaiserfische vor die Maske, aber für einen vernünftigen Tauchgang ist es hier einfach zu flach. Nach einer heftigen Beschwerde von Herbie, er musste sich so richtig Luft machen, bekommen wir einen extra Tauchgang. Hoffentlich wird dieser etwas tiefer. Ich war auch ziemlich sauer, nur mein Fluchen auf Deutsch hätte sowieso niemand verstanden. Den Abend lassen wir mit einem guten Essen und einer Flasche Wein ausklingen. Und morgen sehen wir unseren Walhai wieder !!! Montag, 18.04.2005 Die Nacht ist schon früh zu Ende, um 5.30 Uhr. Dafür gibt es wieder English Breakfast mit Spiegelei und Schinken, sehr lecker. Heute fahren wir mit der Ocean Quest zu den Whalesharks. Hoffentlich werden wir sie sehen. Vom Tantabiddi Beach startet die Tour hinaus zum Ningaloo Reef. Ab 10.00 Uhr suchen zwei Sportflugzeuge den Küstenstreifen nach unseren Freunden ab. Dann ertönt per Funk die lang ersehnte Durchsage: „Whalesharks“!!! Mit full Speed überholen wir andere Tauchboote. Wer zuerst kommt, darf auch zuerst ins Wasser. Das Rennen beginnt. Auf Kommando startet die erste Gruppe ins Wasser, wir sind dabei. Und da ist er!!! Ein ca. 5m langes Walhaiweibchen zieht elegant ihre Bahnen. Sie ist dicht an der Oberfläche. Beim zweiten Absetzen kommt dieser große Fisch direkt auf mich zu. Ihr Maul ist weit geöffnet. Voller Energie versuchen wir mit ihr mitzuhalten, dann taucht sie ab. Jetzt wird ein zweiter Walhai in der Passage gesichtet. Wieder sausen wir zum genannten Platz. Und wieder ins Wasser. Er ist viel größer, ein Walhaimännchen mit ca. 8m Länge. Mit großer Geschwindigkeit für uns zieht er durch das Wasser und filtert Plankton durch die Kiemen. Er ist gewaltig. Beim zweiten Abtauchen komme ich ihm sehr nahe, fast auf Armlänge. Langsam lässt unsere Kondition nach und wir können ihm nicht mehr folgen. Auch das Fotografieren bei dem Wellengang ist schwer. Mit einem weinenden Auge verabschieden wir uns, viel zu kurz war die Zeit mit den Giganten der Meere. Die Tauchgänge mit unseren Walhaien in Thailand bleiben weiterhin ungeschlagen, aber wir sind glücklich, den großen Fisch mit den weißen Punkten wieder gesehen zu haben. Diese wunderbaren Kreaturen sowie auch alle anderen Haie gilt es zu schützen, mehr als je zuvor. Abends denken wir zurück an unsere Begegnung mit den zwei Walhaien und wir hoffen, dass es niemals die letzte ist. Dienstag, 19.04.2005 Ohne Wecker und nach einer sehr guten Nacht bin ich um 5.30 Uhr wach geworden. Die Nachttemperatur war angenehm, ca. 24 Grad C. Heute ist ein langer Tauchtag. Am Ningaloo Reef beginnen wir. Die Sicht ist gut, ca. 20m bei 27 Grad C Wassertemperatur. Wir tauchen zwischen Korallenblöcken. Ein Schwarm Korallenwelse fasziniert mich. Riesige Schwärme von Glasbarschen nehmen uns die Sicht und lassen uns fast einen Wobbegong übersehen. Versteckt liegt er auf der Lauer. Es ist ein fine tasteled Wobbegong und er vertraut ganz auf seine Tarnung. Zuerst erkenne ich nur seine Schwanzflosse. Neben uns taucht eine Karettschildkröte zur Wasseroberfläche um Luft zu holen. Der zweite Tauchplatz ähnelt in der Unterwasserszenerie dem ersten. Wir entdecken einen Krötenfisch versteckt unter einem Vorsprung. Eine Languste und kleinere Garnelen lassen sich sehen. Die Fischschwärme in diesem Riffabschnitt sind beeindruckend. Zum Ende des Tauchganges umkreist mich neugierig ein kleiner Weißspitzenriffhai. Ich genieße die Rückfahrt nach Exmouth. Das Meer ist einfach wunderschön. Ein Mantarochen und einige Delfine lassen sich kurz blicken. Gerade erst angekommen fahren wir zum Exmouth Dive Centre, um mit ihnen am berühmten Navy Pier zu tauchen, das ist nur mit Sondererlaubnis gestattet. Die Bedingungen sind super, ca. 15m Sicht und eine leichte Strömung. Von der Plattform lassen wir uns 3-4m in die Tiefe fallen. Die Fischschwärme und die Artenvielfalt hier sind enorm. Wir tauchen entlang und zwischen der Pier. Wobbegongs liegen versteckt und gut getarnt auf den Pfeilern. Krötenfische, Muränen, Feuerfische und riesige Gelbschnapperschwärme bekommen wir vor die Maske. Markus zeigt uns den Schlafplatz von 4 Weißspitzenriffhaie. Durch uns und das Blitzlicht aufgescheucht, umkreisen sie uns. Ich verhalte mich ganz still und versuche kaum zu atmen. Es war ein super Tauchgang am Navy Pier und nicht zu Unrecht gehört dieser Tauchplatz zu einer der schönsten der Welt. Zurück am Campingplatz bleibt nicht mehr viel Zeit. Schnell wird noch etwas Warmes gekocht und mit einem Gläschen Wein dieser Tag beendet. Mittwoch, 20.04.2005 Heute haben wir Zeit zum Frühstücken. Ohne Wecker zu stellen werden wir wach von dem Geschrei der Corellas. Wir können sie beim Baden beobachten. Sie stellen sich einfach unter die Wasserleitung und schon sind sie wieder weiß. Auch die Cornflakes schmecken ihnen sehr gut. Ein schöner Tagesanfang für mich ist, Kakadus zu beobachten. Das Vormittagsziel ist heute der Cape Ranges NP. Die Charles Knife Road führt zu wunderschönen Aussichtspunkten auf den Canyon u.a. dem Thomas Catter Lookout. Noch beeindruckender ist die Shothole Canyon Road, dessen Weg direkt in den Canyon führt. Eine atemberaubende Landschaft umgibt uns und das Blau des Himmels wirkt fast unnatürlich. Anschließend fahren wir zum Exmouth Dive Center. Markus ist auch heute unser Guide am Navy Pier. Das Tauchen ist phantastisch. Wir sehen 4 Weißspitzenriffhaie, 2 Wobbegongs, große Grooper an einer Putzerstation, Frogfische, Octopusse, Tanzgarnelen und vieles vieles mehr. Die Fischschwärme und die Artenvielfalt hier ist Wahnsinn. Der zweite Tauchgang ist ein Dämmerungstauchgang. Imponierend sind die zu hundert jagenden Trevallies. Ähnlich einem Baitball treiben sie die kleinen Fische zusammen. Auch die Wobbegongs und die Haie treffen wir wieder. Ein ca. 2m großer Potato Cod, Zackenbarsch, steht am Brückenpfeiler und beäugt uns neugierig. Überall stehen die kleinen Fühler der Garnelen hervor. Ein großer Einsiedlerkrebs macht seine Runde. Ich könnte sicherlich noch viel mehr schreiben, aber kurz gesagt, das Tauchen am Navy Pier ist einfach super!!! Verabschiedet nach Ende des Tauchgangs werden wir von einem Tigerhai und einem riesigen Adlerrochen. Donnerstag, 21.04.2005 Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker und bereits um 6.00 Uhr sind wir on the Road in Richtung Coral Bay. Wir müssen sehr vorsichtig fahren, denn vor Sonnenaufgang tummeln sich sehr viele Känguruhs am Straßenrand. Es geht alles gut und zur Belohnung sehen wir einen wunderschönen Sonnenaufgang. Emus, Wildpferde und eine kleine Schar Galahs kreuzen unseren Weg. Um 7.30 Uhr ist Coral Bay erreicht. Ein kleines Fischerdorf unmittelbar am Ningaloo Reef. Das Dorf ist bis heute ein Geheimtipp der Australier. Mit dem Exmouth Dive Center geht es zum Tauchen. Wir fahren durch das Korallenriff an dessen Außenseite. Ein Mantarochen saust vorbei. Der Tauchgang ist wenig spektakulär. 2 große Stechrochen und eine Netzmuräne sind die Ausbeute. Die Sicht beträgt ca. 10-15m, getrübt durch das hohe Planktonaufkommen. Der zweite Tauchplatz hat nur eine maximale Tauchtiefe von 12m, dafür tauchen wir fast 75 Minuten. Die Riffkette erstreckt sich parallel zum Festland. Es gibt hier sehr viele Fischschwärme u.a. Makrelen, verschiedene Muränen und Nacktschnecken zu sehen. Ein großer Grooper lässt sich putzen versteckt hinter einer Wand aus Glasbarschen. Octopusse schauen neugierig an jeder Ecke und kleine Tanzgarnelen bieten ihre Dienste an. Das Essen an Bord ist super und nach einer Ruhepause an Deck setzen wir die Fahrt durch das Korallenriff fort. Wir durchfahren die Schutzzone der Schildkröten und entdecken über 30 in jeder Größe. Kurz nur begeben die Schildkröten sich an die Wasseroberfläche um Luft zu holen, schon sind sie wieder abgetaucht. Auf einem großen aber überfüllten Campingplatz geht dieser Tag zu Ende. Entschädigt werden wir durch den Anblick eines wunderschönen Sternenhimmels und das Kreuz des Südens. Freitag, 22.04.2005 In aller Ruhe genießen wir unser Frühstück. Ab 8.00 Uhr ist Treffen beim Exmouth Dive Center. Mit einem größeren Schlauchboot fahren wir in eine geschützte Bucht des Ningaloo Reefs. Durch die Passagen strömt planktonreiches Wasser, so dass sich hier mehrere Mantas zum Fressen einfinden. Das Suchflugzeug bestätigt die Mantasichtungen und die Interaction kann beginnen. Der erste Mantarochen lässt uns nicht sehr nah heranschwimmen und ist sehr schnell. Beim zweiten Mantarochen haben wir mehr Glück. Das Weibchen schwimmt gemächlicher, wir können sie beobachten von vorne und von oben, aber das Abtauchen zu ihr ist sehr anstrengend. Trotzdem ist es wunderschön, diese faszinierenden Lebewesen wieder zu sehen. Ein weiterer Stopp ist an der Turtle Sanctury. Hier halten sich auch andere interessierte auf, Tigerhaie !!! Neugierig stecken wir unsere Köpfe unter Wasser. Und da ist er, mein erster Tigerhai. Ich kann seine typische Zeichnung gut erkennen. Anschließend genießen wir den letzten Tauchgang am Ningaloo Reef. Die Tauchgangstiefe beträgt max. 10 m und der Ort ist nicht sehr spektakulär. Die Unterwasserlandschaft besteht überwiegend aus Steinkorallen, was die Sicht erheblich verbessert. Ein kleiner Schwarm Barracudas taucht vor uns auf. An einer Putzerstation treffen wir auf Haie. Ein grauer Riffhai und zwei Schwarzspitzenriffhaie umkreisen uns. Bei der schnell schlechter werdenden Sicht sehen sie uns besser als wir sie. Haie in der freien Wildbahn, bzw. in ihrem eigenen Revier zu beobachten ist einfach phantastisch. Übrigens das waren meine ersten Schwarzspitzenriffhaie unter Wasser. Nachmittags befinden wir uns wieder auf dem North Coastal Hwy. Der Tag endet in dem 7.000 Einwohner Städtchen Carnavon auf einem gemütlichen Campingplatz. Der Anbau von Bananen, Ananas und Melonen zeigt den Übergang in das subtropische Klima an. Nach einem BBQ finden wir Nachtruhe unter Eukalyptusbäumen. Samstag, 23.04.2005 Mit den ersten Sonnenstrahlen genieße ich meinen Kaffee und ein super Frühstück. Um 8.00 Uhr beginnt die heutige Tagestour nach Denham und in die berühmte Shark Bay. Wir passieren Wooramel und am Overländer Roadhouse erreichen wir die Küstenstraße zur Shark Bay. Der erste Stopp ist am Hamelin Pool. Sehenswert hier ist die alte Telegrafenstation und die Stromatoliten. Hierbei handelt es sich um die ältesten fossilen Lebewesen der Erde. Vor 3,5 Milliarden Jahren begannen Bakterien mit der Sauerstoffproduktion und formten im salzhaltigen Wasser des Beckens „lebende Felsen“. Wieder angekommen an unserem Campervan bemerken wir unseren ersten „Plattfuß“. Der kaputte Reifen ist mit Hilfe anderer Besucher jedoch schnell gewechselt und somit kein Problem. Der zweite Stopp ist am Shell Beach, ein aus meterhohen Muscheln gebildeter Strand. Das gepresste Muschelgestein wurde und wird auch heute noch als Baumaterial für die Häuser in der Shark Bay verwendet, z.B. für das Old Pearler Restaurant in Denham. Auf dem Weg nach Denham passieren wir eine wunderschöne Pinienlandschaft durchzogen von einsamen Stränden und Buchten. Eine Emu-Mama mit 4 Kleinen zwingt uns zum Anhalten. Viel zu schnell sind sie im Dickicht verschwunden. Über eine Sandpiste fahren wir zum Peron Homestead, um dort den dornigen Devil zu suchen. Leider lässt sich keiner blicken, nur ein Waran sucht schnell das Weite. Im Francois Peren NP sehen wir den gewaltigen Zaun, der die Halbinsel vom Festland trennt, um eingeführte Tierarten wir Füchse, Wildkatzen, Ziegen usw. fernzuhalten, und so die einheimischen Tiere zu schützen. Dieses Vorhaben trägt den Namen Projekt Eden. Den Nachmittag und Abend genießen wir auf einem Campingplatz mit Meerblick, weißem Muschelstrand und einem atemberaubenden Sonnenuntergang. Sonntag, 24.04.2005 Es war eine sehr windige Vollmondnacht und das Meeresrauschen lässt uns noch vor Sonnenaufgang wach werden. Heute fahren wir nach Monkey Mia zu den Bottlenose Delphins. Diese frei lebenden Delfine besuchen hier regelmäßig den Strand. Es ist phantastisch, 8 Delfine, teilweise Delfinbabys mit ihren Muttertieren tummeln sich und machen Späßchen. Wunderbare Tiere, die uns genau beobachten. Nach einiger Zeit gibt es für die Muttertiere etwas Fisch und schon bald sind sie wieder im weiten Ozean verschwunden. Auf dem Rückweg holen wir den geflickten Reifen ab und verabschieden uns von Denham, der westlichsten Stadt des Kontinents. Wir setzen unsere Fahrt fort, immer entlang dem North Coastal Hwy., vorbei am Wannoo Billabong Roadhouse bis zum Kalbarri NP. Die ersten Stationen des Kalbarri NP sind Hawk’s Head und der Ross Graham Lookout. Von hier haben wir einen einmaligen Ausblick auf die tiefe Schlucht des Murchison Rivers. Die Scenic Route führt uns jetzt weiter vorbei an einem schönen Lookout nach Kalbarri. Die Szenerie ist atemberaubend. Am Chinaman’s Point rauschen riesige Wellen an den Strand, um sich mit voller Gewalt zu brechen. Ein einmaliges Naturschauspiel. Ich kann gar nicht genug von der wunderbaren Aussicht bekommen. Später besuchen wir den Rainbow Jungle. Das ist der schönste Papageienpark, den ich je gesehen habe. Hier ist alles vertreten: Rabenkakadus in allen Arten, Major Mitchell Kakadus, Gelbhaubenkakadus, Corellas, Gang Gang (Helmkakadus), alle australischen Sittiche und natürlich meine Nymphensittiche. Im Freigehege sausen Loris und Sittiche über unsere Köpfe und von überall hören wir das liebliche und uns gut bekannte Geschrei der Kakadus. Den Abend verbringen wir in einer Taverne in Kalbarri. Es gibt ein super schmackhaftes Abendessen und dazu Weißwein und Life Music. Montag, 25.04.2005 Gleich nach Sonnenaufgang und dem Frühstück geht es zum Wandern. Auf einer 27 km langen Waschbrettpiste erreichen wir The Loop im Kalbarri NP. Wir fotografieren das Nature’s Window und genießen den Ausblick auf die Schlucht des Murchison Rivers. Unsere 3-stündige Wanderung führt entlang der Felskante des Canyons und durch das ausgetrocknete Flussbett. Hier ist Natur pur. Känguruhs leisten uns Gesellschaft und suchen die letzten Wasserstellen auf. Wir sehen Port Lincoln Sittiche beim Brüten und schwarze Schwäne. Auf dem Rückweg halten wir bei dem Lookout Z-Bend. Auch von hier gibt es einen spektakulären Ausblick auf die Schlucht. Die Wackelpiste führt uns schließlich ohne Komplikationen zurück nach Kalbarri Town Südlich der Stadt führt die Scenic Route zu den Coastal Gorges Wir genießen einmalige Ausblicke auf die Natural Bridge, Coastal Cove, Shellhouse Gorge, Eagle Gorge und Red Bluff. Der Indische Ozean tobt unter uns. Unser zweiter Besuch beim Rainbow Jungle fällt nicht nur den Besitzern auf. Cockie, der Western Corella am Eingang des Parks, begrüßt uns mit seinen Kunststückchen und macht einen riesigen Lärm. Die schwarzen Rabenkakadus, Redtail, Gelb- und Weißwangen haben es uns angetan. Wir verbringen die ganze Zeit mit Ihnen. Herbie interagiert mit dem Redtail Rabenkakadu Georg. Auch die Gang Gang und die Major Michell Kakadus sind phantastisch. Dieser Vogelpark ist einmalig und wir sind sehr gerne hier. Am Chinaman’s Point genießen wir die tief stehende Sonne und schauen den Anglern zu. Kalbarri ist ein wunderschönes Fleckchen auf dieser Erde, wir fühlen uns sehr wohl hier und hoffen insgeheim, noch einmal an diesen Ort zurückkehren zu können. Dienstag, 26.04.2005 Erst um 6.30 Uhr werden wir wach, es wird sogar schon hell. Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir entlang der Scenic Route bis nach Northampton. Galahs und kleine Känguruhs sind unsere Begleiter. Bei Port Gregory machen wir einen Fotostopp am Pink Lake. Dieser Salzsee schimmert bei günstiger Sonneneinstrahlung pink. Der Great Northern Coastal Hwy. führt uns nach Geraldton, der Hauptstadt der Batavia Coast. Gegründet wurde diese Stadt auf Grund der hohen Kupfer- und Bleivorhaben in diesem Gebiet. Nach Dongara, Rocklobster Capital of the World, erreichen wir das kleine Örtchen Jurian. Hier geht alles noch ruhiger und gelassener zu. Wir machen einen ausgiebigen Strandspaziergang im schneeweißen Sand, entlang einsamer Strände und Buchten bis zur Marina. Den Abend genießen wir auf einem sehr ruhigen Campingplatz in Jurian Bay mit einem Gläschen Wein und noch einem Gläschen … Mittwoch, 27.04.2005 Heute ist Tauchtag in Jurian Bay. Schon um 7.00 Uhr ist Treffen mit Ian von Jurian Charters. Der 11m lange Katamaran trägt uns zusammen mit Biologen aus Perth auf den Indischen Ozean hinaus. Die Tauchgänge sind für mich enttäuschend. Schlechte Sicht nur 5-10m auf Grund sehr starker Dünung und Maximaltiefe 5-7m. Wir sehen Fische versteckt und gut getarnt im Kelbwald, und 3 kleine Stechrochen. Ein großer Fischschwarm umkreist uns neugierig. Zu hoch dürfen wir uns nicht treiben lassen, denn die Bläschen der starken Brandung tauchen alles in Nebel. Als Entschädigung geht es gleich wieder ins Wasser. Wir befinden uns im Revier der Seelöwen. Sofort taucht der erste australische Sealion zwischen mir und Herbie auf. In 3m Tiefe tollen wir mit einem Muttertier und ihrem Kleinen herum. Neugierig schauen sie uns mit ihren großen Kugelaugen an und machen Kunststücke. Sie liegen am Boden und schmusen oder umkreisen uns. Es macht sehr viel Spaß mit ihnen zu spielen und viel zu schnell geht die Tauchzeit um. Ein großer Bottlenose Delphin spielt mit der Bugwelle des Katamarans. Jetzt ist das Tauchen in Australien für dieses Jahr endgültig vorüber, denn der morgige Tauchgang wird auf Grund der schlechten Bedingungen abgesagt. Aber wir sind nicht traurig. Den Nachmittag und den frühen Abend verbringen wir im Nambung NP. Wir bewundern die Pinnacles im Lichtspiel der untergehenden Sonne. Die Pinnacles sind hunderte verwitterte Kalksteinfelsen, die sich bis zu 3m Höhe erheben und über ein mehrere Quadratkilometer großes Gebiet verstreut liegen. Zusammen mit dem hellen Wüstensand ergeben sie faszinierende Farbenspiele. Wir genießen diesen Anblick und einen bizarr wirkenden Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg heißt es vorsichtig fahren, denn mit einsetzender Dunkelheit werden die vielen Känguruhs und Emus aktiv. Wir begegnen einigen von ihnen und wollen sie doch nicht überfahren. Donnerstag, 28.04.2005 Heute heißt es Abschied nehmen von Jurian Bay und unser Endziel heißt Perth. Wir besuchen abermals den faszinierenden Nambung NP. Heute Morgen hat noch kein Besucher die Zufahrtstraße befahren. Man erkennt es daran, dass sich noch viele Känguruhs und Emus sehr dicht am Straßenrand aufhalten und uns neugierig betrachten. In aller Ruhe genießen wir das Farbenspiel der aufgehenden Sonne an den Pinnacles. Von Cervantes führt uns der Highway zum Yanchep NP. Wir verlassen den Brand Hwy. und passieren das bergige durch Eukalyptuswälder durchzogene Hinterland. Plötzlich stoppt Herbie. Wir hören bekanntes Geschrei. Es sind WeißwangenRabenkakadus. Ein riesiger Schwarm fliegt über unsere Köpfe, um sich gleich wieder in den Baumkronen niederzulassen. Es sind bestimmt hundert. Überglücklich erreichen wir den Yanchep NP. Hier hat es vor kurzer Zeit gebrannt durch Brandstiftung und wir sehen das Ausmaß der Zerstörung. Über einen Boardwalk können wir frei lebende Koalas erleben. Ein Exemplar ist sogar richtig munter. Die anderen Koalas sind wie immer am Schlafen. Auch hier entdecken wir versteckt schwarze Rabenkakadus. Plötzlich wird der Himmel dunkel. Hunderte und Aberhunderte schwarze Rabenkakadus landen in den Bäumen. Wahnsinn, so viele Rabenkakadus haben wir noch nie gesehen. Wir sind begeistert, fasziniert und beeindruckt. Ihr Geschrei ertönt von überall. So viele Rabenkakadus zu sehen übertrifft alle unsere Erwartungen. Vom Yanchep NP fahren wir überwältigt und überglücklich direkt nach Perth. Vom Kings Park wird noch schnell die Skyline von Perth fotografiert und dann heißt es aufräumen, Campervan reinigen und den Abend mit einem Gläschen Wein gemütlich ausklingen lassen. Aber unser Endziel ist erreicht, und das macht mich traurig !!! Freitag, 29.04.2005 Nach einem sehr leckeren Frückstück mit Eiern und Speck fahren wir in die City von Perth zum Shoppen. Der erste Stopp ist am Bell Tower. Der 38m hohe Glockenturm ist eines der größten Musikinstrumente der Welt. Wir bummeln entlang der zwei Shopping Malls, der Hay- und der Murray Street. Links und rechts zweigen kleine Arcarden von den großen Malls ab. Eine Gasse ist gemütlicher und uriger als die Nächste. Ganz besonders gefällt mir der London Court. Auf der Suche nach einem schönen Diamantring setze ich meinen Herbie im Irish Pub ab und laufe von Juwelier zu Juwelier. Die Lake Argyle Diamanten sind die seltensten auf der Welt, aber auch die teuersten, wie ich leider feststellen muss. Schließlich, ganze 3 Biere später, bekomme ich einen wunderschönen Diamantring von meinem Herbie. Er kann mir eben „fast“ keinen Wunsch abschlagen. Nach einem weiteren Einkauf im Aboriginal Art Centre, Kings Street, laufen wir zum Kings Park. Immer wieder sausen Loris über unsere Köpfe hinweg, sie sind nah, aber lassen sich schlecht fotografieren. Auch die seltenen „28er“, eine Port Lincoln Sittich Art, bekommen wir häufig zu sehen. Der Kings Park mit dem botanischen Garten ist ein großer wunderschön angelegter Park mit mehreren kleinen Walks. Hauptattraktion ist der einmalige Ausblick auf die Skyline von Perth. Wir fotografieren die Abendstimmung der City of the Lights und genießen diesen atemberaubenden Moment. Zu Abend gegessen wird im Irish Pub, es gibt Känguruh, Pork und einige Bierchen. Nicht zu spät sind wir zurück auf dem Central Caravanpark und lassen den Abend unter dem Kreuz des Südens ausklingen. Samstag, 30.04.2005 Jetzt sind sie gekommen, die vorerst letzten Stunden in unserem Traumland Australien. Nach dem Frühstück werden die restlichen Sachen eingepackt und der Campervan für die Übergabe bereit gemacht. Gegen 10.00 Uhr sind wir am Airport International Perth. Es steht keine Veränderung des Abflugtermins angeschlagen und so deponieren wir unser Gepäck in den Schließfächern. Das zweite Ziel ist Kewdale, Abgabe des Campervan bei Herbert Beiser von Boomerang Campers. Schnell ist alles Bürotechnische erledigt. Auch die Übergabe des Campervans verläuft ohne Beanstandungen. Wir haben sogar noch etwas Zeit mit Herbert zu quatschen, seine Mietwagen anzuschauen und Informationen für nächstes Jahr einzuholen. Er ist sehr nett und zu guter Letzt fährt er uns sogar noch zum nächstliegenden Bahnhof. Von hier sind wir in 10 Minuten mitten in Perth Downtown. Wir bummeln, gehen eine Kleinigkeit essen und genießen. Vom Bell Tower aus am Perth Old Pier legen die Ausflugsfähren nach Rottnest Island, Perth Zoo und nach Fremantle ab. Kurz entschlossen nehmen wir die Red Cat nach Fremantle. In aller Ruhe genießen wir die Fahrt, vorbei an mehreren Regatten, traumhaften Villen und wunderschönen Klippen. Übrigens, es regnet. Der Abschied fällt uns sehr schwer und wir hätten locker noch 1-2 Wochen anhängen können. Die Traurigkeit versüßen wir uns mit einem super Abendessen in einem italienischen Restaurant im Stadtteil Northbridge. Das phantastische Essen und der sehr gute Wein hebt unsere Stimmung etwas. Um 19.30 Uhr fährt uns ein Shuttle Bus zum Flughafen. Der Airport von Perth ist klein und übersichtlich und trotzdem bereitet es mir Stress. Am Check-In Schalter werden unsere Taschen gewogen, 34 kg !!! JEDE !!! Das heißt auspacken und Gewicht ins Handgepäck verlagern. Das ist allerdings schon mehr als schwer. Dann die Kontrollen, Laptop raus, Unterwasserblitz und Unterwasserlampen 3x erklären, Herbie muss mehrmals durch die Lichtschranken und klingelt immer noch. Pünktlich um 22.30 Uhr australischer Zeit startet die Emirates EK 421. Wir verlassen Perth. Ein letzter Blick noch auf die leuchtende Skyline und wir befinden uns über dem Indischen Ozean. Jetzt ist viel Wasser unter uns. Die Schlaftabletten helfen und ich bin gleich eingeschlafen. Sonntag, 01.05.2005 Nach einem sehr ruhigen Flug sind die ersten 11 Stunden geschafft und wir landen gegen 5.45 Uhr auf dem Dubai Airport. Jetzt ist Zeit zum Frischmachen und zum Füße vertreten. Nach erneuten Kontrollen startet die Emirates EK 55 mit einer halben Stunde Verspätung von Dubai nach Düsseldorf. Auch dieser Flug verläuft ohne Probleme und so landen wir gesund und relativ fit um 13.13 Uhr auf dem Düsseldorfer Airport. Unsere Abholer Moni und Uwe stehen winkend am Ausgang und schon bald sind wir auf unserer letzten Etappe nach Dinslaken. Wir sind wieder daheim, Tweety und Ronny haben uns wieder. Etwas traurig sind wir schon und wir vermissen das gemütliche Australien bereits jetzt. Bis zum nächsten Australienurlaub ist es noch lange, fast 1 ½ Jahre. Aber auch diese Zeit wird vergehen und dann sind wir wieder zurück, in unserer zweiten Heimat AUSTRALIEN !!!

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