Unternehmen und Ihre (fehlende) Öffentlichkeitsarbeit im Internet Bringen Sie sich ins Gespräch, sonst machen es andere für Sie! Falsche oder gar gänzlich fehlende Öffentlichkeitsarbeit kann in der Erfolgsgeschichte kleiner und mittelständischer Unternehmen unliebsame Spuren hinterlassen. Ein Fallbeispiel: Ein aktuelles Beispiel an Sorglosigkeit im Umgang zum Thema Onlinekommunikation soll Ihnen folgende Geschichte vermitteln: Vom Karfreitag bis Ostermontag versteckten sich auf einer eigens eingerichteten Seite einer der führenden deutschen Medien-Webseiten, 4 gratis Osterüberraschungen in der Form von Softwarevollversionen, die ansonsten gutes Geld kosten. An jedem dieser 4 Festtage wurde eine Software „frei geschalten“, die dann im vollem Umfang nutzbar ist. Die sehr interessanten bis hin zu wirklich notwendigen Lösungen gibt es dort und nur zu dieser Zeit gratis. Die Lösungen würden, wenn man sie kauft ein beachtliches Loch in die sowieso geschwächte Finanzkasse der Interessenten reißen. 130 Euro und mehr kann sich so ein Nutzer dieser Lösungen sparen. Betrachten wir einmal die Motivation der Hersteller, die Ihre teure Lösung für diese Aktion gratis bereitstellen. Unterstellen wir den Herstellern zunächst den guten Zweck Menschen eine Freude zu bereiten und eine Lösung kurzzeitig, frei – zulassen. Jedoch, dahinter verbirgt sich ein wirtschaftlich wesentlich interessanterer Gedanke (Zumindest sollte er das), denn über die Downloadseiten eines führenden Medien-Portals wiegt die Wahrscheinlichkeit an Bekanntheitsgrad zu gewinnen doch hoch. Downloadzahlen auf einen Anbieter von 2.000 Klicks sind keine Seltenheit. Die Wahrscheinlichkeit einen vielleicht potenzieller Unternehmenskunde auf diese Weise auf sich aufmerksam zu machen ist sicher nicht utopisch, kann er doch so eine für Ihn interessante Lösung unverbindlich – anonym, testen und beurteilen. Lasse ich mich als Hersteller auf solch einen Schritt ein, muss ich den ganzen Weg gehen, auch an den Feiertagen! Dem Downloadportal sind Foren angeschlossen, die es ernsthaften Interessenten aber auch den Downloadjägern ermöglichen, Kommentare zu den Lösungen zu hinterlassen: „Toll das es so etwas gibt, aber ich brauche es nicht“ „Viel zu komplex, ein Zeitgrab ohne eine deutsche Hilfe...“ „Ich möchte es wirklich installieren aber traue mich nicht, ist es wirklich gut?“ „Da kommt ein Fehler, was mach ich jetz? :( toll wäre es schon, aber wenn es nicht geht!?“
Und dann noch das, „User hilft User“: „Ich weis auch nicht, google doch mal das Problem!“ „Das Problem kenne ich nicht, nur Mut, probiere es doch einfach noch einmal!“ „Unter dem Link hier, ist was viel besseres und auch kostenfrei :-)!“ Mittendrin sollte man jetzt emsige Vertriebsrepräsentanten und Marketingmitarbeiter der jeweiligen Anbieter vermuten, doch weit gefehlt. Kein Lebenszeichen seitens der Hersteller, sie lassen sich dort nicht blicken! Negativwerbung durch eine Baustelle unbeantworteten Fragen Das ist schlecht, denn gerade jetzt könnten sie Kontakt zu Ihren vielleicht potenziellen Kunden aufnehmen. Es böte sich jetzt die Möglichkeit Fragen zu beantwortet oder falsch verstandenes richtig zu stellen. Vielleicht sogar Kontakte zu schließen, in jedem Fall ein positives Bild seines Unternehmens zu hinterlassen. Das Internet vergisst nichts, eine Baustelle mit unbeantworteten Fragen, falschen Aussagen über angebliche Installations- und Kompatibilitätsprobleme bleiben als Negativwerbung im ewigen Gedächnis des Mediums Internet zurück. Unbeantwortet von den Machern der Lösungen bleiben die immerzu gleiche Diskussion über mangelnde Usability und die scheinbar nie endenden Probleme im Allgemeinen und im Besonderen. Kaum einer erkennt die Chance und den Wert, gerade jetzt über einen Dialog mit den Interessenten in ein Gespräch zu kommen und Fragen fachgerecht zu beantworten und Missverständnisse zu beseitigen. Es bleibt ein Bild des Anscheins, wir haben ja schließlich schon zig-Tausend Euro verschenkt, wieso jetzt auch noch helfen? - Störfaktor unangenehme Fragen - Support anbieten? Für unser sowieso schon großzügiges Geschenke, kein Gedanke, bitte kaufen sie wenn Sie mehr über uns erfahren möchten.
Stellen Sie sich einmal einen einen Autoverkäufer vor. Der stellt einem Interessenten für ein Wochenende einen seiner nagelneuen Mittelklassewagen für eine Probefahrt zur Verfügung. OK, er verschenkt ihn nicht, aber denken Sie meinen Schritt doch bitte mit zu Ende. Im Autohaus dann schon die ersten Fragen vom Interessenten: „Was ist das? Wie kann ich das öffnen? Oh, Verzeihung das wir scheinbar so abgeschlossen. Aha? Bitte, wo ist der Tank? Ach und was muss ich tanken? Und sagen sie, was ist das denn für eine Warnleuchte? Das ist aber bei der anderen Marke besser! Was passiert eigentlich wenn ich …. und so weiter, und so weiter! Können Sie mir folgen? Glauben Sie der Autoverkäufer überlässt sein neues Hightech – Gefährt ungeschult und ohne Kommentar einen wildfremden? Und nun multiplizieren Sie das mit 2.000. Ralf Larisch 27.4.2009 XING: http://www.xing.com/profile/Ralf_Larisch http://sites.google.com/site/larisch/