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									                      How to: Der Zusammenbau eines Desktop-PCs


In diesem Thread möchte ich kurz den Zusammenbau eines Desktopsystems vorstellen. Die Bilder
stehen in keiner Topqualität zur Verfügung, doch sie sollten informativ und eindeutig sein. Dies ist die
PDF-Version des How Tos.


                                            Die Hardware


CPU: AMD Phenom II X4 945 95W (C3), 4x 3.00GHz, boxed
Mainboard: Gigabyte GA-870A-UD3, 870
Arbeitsspeicher: 2x Kingston ValueRAM DIMM 2GB PC3-10667U CL9 (DDR3-1333)
Grafikkarte: Sapphire Vapor-X Radeon HD 4850, 512MB GDDR3, VGA, DVI, HDMI, PCIe 2.0, lite retail
Netzteil: Cougar A400 (400W) ATX 2.3
Festplatte: Samsung SpinPoint F3 500GB, SATA II
Laufwerk: LG Electronics H20N, SATA
Gehäuse: Xigmatek Midgard
CPU-Kühler: Scythe Katana 3 (Sockel 478/775/1156/1366/754/939/940/AM2/AM2+/AM3) (SCKTN-
3000)



                                        Der Zusammenbau

Bitte beachten Sie, dass Sie zum richtigen Werkzeug greifen. So sollten Sie keinen Akkuschrauber oder
  Feinmechanikschraubendreher sondern nur einen handelsüblichen Kreuzschlitzschraubendreher
                                             verwenden.


                                       1) Vorbereitung & Netzteil

                                         1.1) Die Vorbereitung




1.1.1) Öffnen Sie das Gehäuse indem Sie meist zwei Schrauben der linken Seitenwand entweder mit der
Hand oder einem Schraubenzieher entfernen. Nun können Sie die linke Seitenwand nach hinten hin
herausziehen. Im Innenraum finden Sie diverse Kabel für die Frontanschlüsse (Audio, USB, etc.) des
Gehäuses, die Sie seitlich verstecken sollten.
                                       1.2) Die Netzteilmontage




1.2.1) Auf diesen vier Gumminoppen wird das Netzteil mit dem nach unten zeigenden Lüfter liegen
(1.2.2). Positionieren Sie das Netzteil auf diesen, schieben es in Richtung der Gehäuserückseite und
sichern Sie die Netzteilposition durch vier zuerst halb eingedrehte Schrauben, die Sie bei gutem Sitz
festziehen (1.2.3).

Bei meist günstigeren oder älteren Gehäusen wird das Netzteil oben verbaut.




                                 2) Vorbereitungen für das Mainboard

                                           2.1) Das Slotblech




2.1.1) Drücken Sie das Slotblech des Mainboards in die Aussparung des Gehäuses. Hierzu setzen Sie
dieses am besten schräg an und drücken es anschließend fest (2.1.2). Als Orientierung der Richtung
kann man sagen, dass die Audioanschlüsse unten liegen.
                                       2.2) Die Abstandshalter




2.2.1) Orientieren Sie sich nun grob anhand der Markierungen, wo standardmäßig Abstandshalter
eingedreht werden müssen.
2.2.2) Vergleichen Sie danach die standardmäßigen Bohrungen mit jenen, die Ihr Mainboard auch
wirklich unterstützt. Merken Sie sich eventuell auftretende Besonderheiten (z.B. in meinem Fall eine
fehlende Bohrung).
2.2.3) Daraufhin drehen Sie die Abstandshalter in die Bohrungen (meist 6 bis 7, teils 8 Stück).
2.2.4) Ergebnis.



                   3) Mainboard, Arbeitsspeicher, Prozessor & zugehöriger Kühler

                             3.1) Der Einbau des Arbeitsspeichers (RAM)




Der Arbeitsspeicher arbeitet im optimalen Fall in mehreren Kanälen (Channels). Genaue Informationen
                                                               entnehmen.
dazu können Sie stets dem Benutzerhandbuch Ihres Mainboards entnehme
Anzahl der genutzten Kanäle bei aktuellen Sockeln:


- AM3 und Sockel 1156 (Intel): Dual Channel
- Sockel 1366 (Intel): Triple Channel



Bei der Beispielhardware wird im Handbuch deutlich, dass, wenn zwei Speichermodule im Dual Channel
arbeiten sollen, die gleichfarbigen Speicherbänke besetzt werden müssen.


3.1.2) Beachten Sie die Ausrichtung des Moduls, die Kerbe verdeutlicht es in den Bildern. Falls Sie
gewaltsam versuchen sollten, das Modul wie in Bild 3.1.3 einzubauen, wird dieses vermutlich
beschädigt werden.
3.1.4) Öffnen Sie die Haltebügel der gleichfarbigen Arbeitsspeicherbänke (hier ist versehentlich auch
der Haltebügel der dritten Slots geöffnet)...
3.1.5) und drücken Sie anschließend das Arbeitsspeichermodul mit beidseitiger, senkrechter Belastung
in den Slot. Achten Sie darauf, dieses nicht zu verkanten. Sobald das Modul richtig sitzt, rasten die
Halteklammern am Modul ein.

                                 3.2) Der Einbau des Prozessors (CPU)




 Vorsichtshalber sollten Sie das Mainboard auf die antistatische Folie und den Mainboardkarton legen
  (flexibel und nicht leitend). Außerdem sollten sie sich "entladen" an z.B. dem Gehäuse oder einem
                                           Heizungskörper.


 3.2.1) Bewegen Sie den Hebel vom Sockel weg sowie nach unten und stellen Sie diesen auf (3.2.2), um
                                          den Sockel zu öffnen.
     3.2.3) Entnehmen Sie nun den Prozessor der Verpackung (meiden Sie möglichst die Pins an der
  Unterseite) und legen ihn in den Sockel. Orientieren Sie sich hierbei an den Dreiecken (s. Bilder). Die
                 Pins des Prozessors verschwinden bei richtigem Sitz in der Sockelplatte.
3.2.4) Daraufhin "schließen" Sie den Sockel, indem Sie den Hebel unter den Vorsprung klemmen. Hierzu
                                  ist durchaus etwas Kraft notwendig.


                                 3.3) Der Einbau des Prozessorkühlers


Hier möchte ich erwähnen, dass Sie den Kühler entweder vor oder nach dem Einbau des Mainboards in
das Gehäuse installieren können. Kühler mit Backplate können Sie meist (wenn keine Aussparung im
Mainboardtray vorhanden) nur vor dem Mainboardeinbau befestigen. Kleinere Kühlkörper ohne
Backplate können auch später verbaut werden.
3.3.3) Die meist mitgelieferte Wärmeleitpaste des Kühlers geben Sie nun teils auf die Prozessormitte
und erzeugen somit einen Klecks mit der Größe in etwa einer Erbse.
3.3.4) Verstreichen Sie die Wärmeleitpaste mit z.B. einer alten Visiten- oder Kreditkarte, sodass eine
gleichmäßige, dünne Schicht entsteht. Kleinere Unebenheiten sind unerheblich solange die ganze CPU
bedeckt ist. / Alternativ können Sie auch einen Finger mit Klarsichtfolie umhüllen und die
Wärmeleitpaste mit diesem Finger verstreichen. Hier ist jedoch zu beachten, dass sich Blasen leichter
bilden.
3.3.5) Nun halten Sie den Kühler über die CPU und richten diesen zuerst richtig aus, sodass sich die
Halteklammern über den Vorsprüngen des Rahmens befinden. Anschließend müssen die
Halteklammern auf beiden Seiten einrasten und schließlich legen Sie den Hebel von links nach rechts
um, wie es der Pfeil darstellt.


                                      4) Die Mainboardmontage

                                   4.1) Der Einbau des Mainboards




4.1.1) Halten Sie das Mainboard entweder an CPU-Kühler und den Steckplätzen oder aber an der
Außenseite, um die Außenanschlüsse durch das Slotblech zu führen. Hierbei empfiehlt es sich, das
Mainboard schräg zu halten, damit dieses nicht die Abstandshalter tangiert. Vermeiden Sie unbedingt
ein Durchbiegen des Mainboards, damit keine Leiterbahnen beschädigt werden.
4.1.2/3) Positionieren Sie nun die relevanten Schraubenlöcher des Mainboards über den Gewinden der
Abstandshalter und befestigen Sie das Mainboard mit den dem Gehäuse beiliegenden Schrauben.
Hierzu müssen Sie vermutlich das Mainboard etwas in Richtung des Slotbleches drücken. Beachten Sie
außerdem, dass Sie die Schrauben zuerst nur leicht eindrehen und schließlich, sobald alle Schrauben
angebracht sind, diese einigermaßen (!) anziehen.

                                    5) Laufwerke & Grafikkarte

                                 5.1) Der Einbau des DVD-Brenners




5.1.1) Entfernen Sie zuerst die Gehäusefront indem Sie diese von unten (hier finden Sie eine
Aussparung als Griff) aus zu sich ziehen.
5.1.2) Oben ist bereits ein Einschub für den DVD-Brenner geöffnet.
5.1.3) Nun nehmen Sie die obere Blende aus der Gehäusefront indem Sie die beiden markierten
Befestigungsstifte nach außen drücken.
5.1.4) Daraufhin schieben Sie den DVD-Brenner in den 5,25"-Einschub und sobald Sie die Gewinde des
Gerätes in den jeweils ersten Löchern sehen, befestigen Sie den Brenner durch entweder Schrauben
oder die orangen Schieber.
5.1.5) Zuletzt montieren Sie die Gehäusefront wieder. Die geschieht durch einen punktuellen Druck
(durch z.B. den Handballen) auf die meist sechs markierten Punkte.


                              5.2) Der Einbau der Festplatte (HDD)
5.2.1) Am Anfang entnehmen Sie das HDD-Rack oder öffnen die Schnellverschlüsse (bei anderen
Gehäusen).
5.2.2) Anschließend legen Sie das Rack auf die Festplattenunterseite und achten darauf, dass die
Schraubenlöcher und Gewinde übereinander positioniert sind. Die Anschlüsse der Festplatten sollten
nachher zu der rechten Seitenwand zeigen.
5.2.3) Befestigung durch Schrauben.
5.2.4) Schließlich schieben Sie das Rack in das Chassi.


                                     5.3) Der Einbau der Grafikkarte




5.3.1) In diesem Steckplatz wird die Grafikkarte installiert (PCI-Express x16).
5.3.2) Entnehmen Sie das bzw. die Slotblech(e) indem Sie die orangen Clips bzw. Schrauben lösen.
5.3.3) Drücken Sie die Grafikkarte mit beidseitig gleicher Belastung in den Slot. Wenden Sie keine
Gewalt an, falls die Karte sich nicht einbauen lässt, sondern setzen diese bitte erneut an. Bei richtigem
Sitz lässt diese sich nicht mehr entfernen, da ein Verschluss diese sichert.
5.3.4) Zuletzt fixieren Sie die Grafikkarte durch Schrauben oder die orangenen Clips.



                                           6) Die Verkabelung
       6.1.1) Stecken Sie das 4-polige Kabel (PWM) des CPU-Kühlers an das Mainboard (CPU_Fan).
6.1.2) Ebenso die Gehäuselüfter (Sys(tem)_FanX). Alternativ können die Gehäuselüfter auch direkt oder
   per Adapter an das Netzteil angeschlossen werden oder aber mit einer Lüftersteuerung verbunden
                                                   werden.
 6.2.1) Falschherum können Sie das 24-polige Stromkabel nicht einstecken, beachten Sie trotzdem zur
  Orientierung den Klammermechanismus. Stabilisieren Sie hierbei gegebenenfalls das Mainboard von
                           unten. / Gleiches gilt für die Bilder 6.2.2) und 6.2.3).
6.2.2) Nun verbinden Sie den P8-Stecker, der zur Stromversorgung der CPU dient, mit dem Mainboard.
Einige Mainboards verfügen entweder über einen nur 4-poligen Anschluss oder jedoch über gar keinen.
 6.3.1/2) Verbinden Sie nun das Serial ATA-Kabel sowie das periphere Stromkabel mit den Laufwerken.
          Es empfiehlt sich, dass Sie für die Festplatte das gewinkelte S-ATA-Kabel verwenden.
     6.3.3) Verbinden Sie die S-ATA-Kabel der Laufwerke und des eSATA-Ports mit dem Mainboard.
 6.4.1/2) Zu jeglichen Frontanschlüssen (Power Switch, Reset Switch, HDD LED, Power LED, Audio, USB
  und eventuell Speaker) finden Sie detaillierte Informationen im Benutzerhandbuch des Mainboards.
                                            (weißes Kabel = "-")
  Bei den Steckern für USB oder Audio ist jeweils ein Kanal blockiert, sodass diese Stecker nicht falsch
verbunden werden können. Die Bezeichnung steht jedoch jedesmal neben dem zugehörigen Steckplatz
                                            auf dem Mainboard.


    Zuletzt möchte ich noch die Verwendung von Kabelbindern empfehlen, da Sie durch geordnete
                      Kabelstränge den Airflow im Gehäuse verbessern können.




Ich wünsche viel Erfolg beim Zusammenbau und viel Spaß mit dem neuen Computer. Ich hoffe, dass
diese kleine Anleitung eindeutig ist und den Zusammenbau für einen Laien ermöglicht.




                                            - by Mash94 -

								
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