Institut für Pharmakologie und Toxikologie in der Ernst-von

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					 Institut für Pharmakologie und Toxikologie


                                                   D
 in der Ernst-von-Bergmann-Kaserne                            as Institut für Pharmakologie und Toxikolo-
                                                              gie ist die zentrale Spezialdiagnostik- und
                                                              Forschungseinrichtung der Bundeswehr
                                                   auf dem Gebiet der Erhaltung und Wiederherstellung
                                                   der Gesundheit von C-Kampfstoff-Exponierten. Es
                                                   bearbeitet schwerpunktmäßig Fragen zur Diagnos-
                                                   tik und Therapie von Vergiftungen mit chemischen
                                                   Kampfstoffen.
                                                      Das Institut konzipiert und führt wissenschaftliche
                                                   Studien, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
                                                   durch. Derzeitige Schwerpunkte sind: Nachweis der
                                                   Aufnahme von Nervenkampfstoffen in den Organis-
                                                   mus, Diagnostik von C-Kampfstoffvergiftungen so-
                                                   wie Verbesserung der Vorbeugung und Therapie bei
                                                   Vergiftungen mit Nerven-, Haut- und Lungenkampf-
                                                   stoffen, Therapieüberwachung und Beobachtung von
                                                   Vergiftungen im zivilen Bereich, die denen mit mili-
                                                   tärisch relevanten Giften entsprechen oder gleichen.
                                                   Das Institut pflegt eine interdisziplinäre Zusammen-
                                                   arbeit mit zivilen und militärischen Forschungs-, Dia-
                                                   gnostik- und Therapieeinrichtungen im nationalen
                                                   und internationalen Bereich.
                                                      Die Laborgestaltung und Laboreinrichtung des Insti-
                                                   tutes für Pharmakologie und Toxikologie ergibt sich aus
                                                   seinen vielfältigen Aufgaben. Es gibt toxikologische
                                                   und pharmakologische Labore, Räume für physika-
                                                   lische Charakterisierung und chemische Analytik, Zell-
                                                   kulturräume, Isotopenlabore und pharmakologische
                                                   Untersuchungsräume sowie Behandlungsräume.

                                                                                                                Im Institut wird mit toxischen Substanzen umge-
                                                                                                             gangen, da die Charakterisierung und Erforschung
                                                                                                             toxischer Stoffe die zentrale Aufgabe des Institutes
                                                                                                             darstellt. Der Schutz der Personen und der Umwelt
                                                                                                             vor toxischen Stoffen war ein vorrangiges Planungs-
                                                                                                             ziel. Der Umgang mit Gefahrstoffen und toxischen
                                                                                                             Substanzen erfolgt im Abzug, dessen Arbeitssicher-
                                                                                                             heit mit Hilfe einer Funktionsüberwachung kontrolliert
                                                                                                             wird. Mit dem realisierten Sicherheitskonzept mittels
                                                                                                             Spezialfiltern auf Aktivkohlebasis und verschiedenen
                                                                                                             Messstellen bis hin zu einer möglichen Notabschal-
                                                                                                             tung der gesamten Lüftung, um die Freisetzung to-
                                                                                                             xischer Stoffe in die Umgebung zu verhindern, wird
                                                                                                             ein maximaler Schutz der Umwelt erreicht. Die Arbei-
                                                                                                             ten mit radioaktiven Substanzen erfolgen in einem
      Projektdaten:                                                                                          abgegrenzten Bereich, der nur über eine Schleuse
                                                                                                             zugänglich ist. In einem Laborbereich für Zellkultur
                                                                                                             erfolgt der Zugang auch nur über eine Schleuse. In
      Bauherr           Bundesministerium der                                                                diesem Fall soll jedoch die Zellkultur vor Kontamina-
                        Verteidigung;                                                                        tion aus der Umgebung geschützt werden.
                        Hochbauamt München II                                                                   Die Laboreinrichtung ist flexibel aufgebaut. Die
                                                                                                             Medienversorgung erfolgt in Medienzellen oder in
      Architekt         Staatliches Hochbauamt
                                                                                                             Systemeinheiten von der Decke. Unter der letzt-
                        München II
                                                                                                             genannten Versorgung werden die Laborgeräte
      Projektort        München                                                                              bodenständig oder auf Schwerlasttischen bzw. auf
                                                                                                             freistehenden Labortischen installiert. Die Medien-
      Projektlaufzeit   Mai 1995 - Dezember 2000                                                             versorgung erfolgt bedarfsgerecht entweder als Zen-
                                                                                                             tralversorgung oder raum- bzw. bereichsweise.
      Bruttogeschossfl. 5.834 m2

      Umbauter Raum     24.600 m3



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