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Mikroskop

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									Das Mikroskop
Was ist ein Mikroskop? Ein Mikroskop ist ein Instrument, mit dem man sehr kleine Dinge betrachten kann. “Mikroskop” kommt von zwei griechischen Wörtern: ,,mikros” = klein und “skopeln” = betrachten. Wer erfand das Mikroskop? Voraussetzung für die Erfindung de Mikroskops war die Kunst des Glasschleifens. Bereits im 13. Jahrhundert gelang es dem Mönch Roger Bacon, Glaslinsen für Brillen zu schleifen. Nicht lange danach wurde es Mode, eine kleine Lupe bei sich zu tragen — ein Metallrohr, etwa in der Größe eines Dciumens, mit einer Linse am Ende. Diese Lupen wurden ,,Flohgläser“ genannt. Das Mikroskop wurde wahrscheinlich rein zufällig erfunden: Der holländische Brillenmacher Zacharias Janssen hielt 1590 einmal zwei Linsen hintereinander und sah, daß alles, was er durch dieses optische System betrachtete, um ein Mehrfaches vergrößert wurde. Offensichtlich hat Janssen diese Erfindung aber nicht benutzt, um damit irgend etwas wissenschaftlich zu erforschen. Der erste, der das Mikroskop zu wissenschaftlichen Forschungen benutzte, war wahrscheinlich der italienische Naturforscher Galileo Galilei (1 5ö4-1 642).Er verbesserte das von Janssen erfundene Gerät und benutzte es für wissenschaftliche Zwecke: Er beschrieb voller Staunen das komplizierte Auge eines lnsekts.

Wie arbeitet das Mikroskop? Beim Mikroskop erfolgt die Vergrößerung in zwei Stufen: Beim Mikoskop ist die Objektivbrennweite sehr kurz (etwa 46 bis 1 ,6mm), der Gegenstand kommt so nahe an den vorderen Brennpunkt, daß die Bildweite ,Je größer als die Brennweite ist. Die Bildweite ist durch die Tubuslänge von meist 16Omm vorgegeben; damit ist das reelle Zwischenbild (bei den obigen Brennweiten) etwa 2,5- bis 100mal größer als das Objekt. In der Zwischenbildebene befindet sich Gesichtsfeldblende und gegebenenfalls Maßstäbe, Netzteilung o.ä. Das Zwischenbild wird nun mit einer Lupe, dem Okular, betrachtet und dabei nochmals vergrößert. Verwendet man z.B. in einem Mikroskop ein Objektiv 40:1 und ein Okular 1 Q*, so ist die Gesamtvergrößerung 400:1. Ein Objektiv 100:1 und ein Okular 25* ergäbe eine Vergrößerung 2500:1, die aber bricht mehr sinnvoll ist. Eine wichtige Rolle für das Mikroskops spielt auch der Kondensor, der das kleine Objektiv in der Weise intensiv und gleichmäßig beleuchten soll, daß das Licht möglichst vollständig in das Objektiv übergeführt wird.

Beim Mikroskop wird vom Objektiv ein reelles Zwischenbild entworfen, das dann durch das Okular ( Lupe ) betrachtet und damit nochmals vergrößert wird

Wenn das Zwischenbild in der Brennebene des Okulars liegt ist Vergrößerung des Okulars.

Die Gesamtvergrößerung ergibt sich durch Multiplikation mit dem Abbildungsmaßstab des Objektiv.

Gesamtvergrößerung

Der Aufbau des Mikroskops
Ein einfaches Mikroskop besteht aus folgenden Komponenten.

Das Stativ umfasst die folgenden Komponenten: Der Mikroskopfuß ist die Grundplatte des Mikroskops. Der Tubusträger ist die Säule, an welcher die Optik und der Objekttisch befestigt sind. Der Tubus ist das meist schräg, selten senkrecht verlaufende Rohr am oberen Ende des Mikroskops. Die mittig mit einem großen Loch versehene Arbeitsplatte nennt man Objekttisch. Für das Scharfstellen sind meist zwei Einstellräder vorhanden, der Grobtrieb und der Feintrieb. Alle weiteren Bestandteile, welche man zur Vergrößerung und zur Beleuchtung des Präparates benötigt, werden zur Optik gerechnet. Durch das Okular, welches oben im Tubus steckt, blickt man in das Mikroskop. Über dem Objekt angeordnet befindet sich das Objektiv. Zum schnellen Wechseln befinden sich die Objektive in einem Objektivrevolver. Es befindet sich ein weiteres Linsensystem unterhalb des Objekttisches - der Kondensor. Zur Beleuchtung dient eine Mikroskopleuchte oder ein Spiegel.


								
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