Optimierung der Gebäudetechnik im Signal Iduna Park

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Optimierung der Gebäudetechnik im Signal Iduna Park Powered By Docstoc
					Datum: 19.05.2009             Redakteur: Olaf Strubelt




Optimierung der Gebäudetechnik im Signal Iduna Park

Hocheffizienzpumpen einwechseln und
sparen

Erhebliche     Stromsparpotenziale       in     der      Wärmeverteilung         /
Heizungspumpen        im      Dortmunder        Stadion:       bis    zu   5.500
Betriebsstunden      pro   Heizsaison       /   Durch        Austausch     gegen
Hocheffizienzpumpen            insgesamt          rund          7.000       Euro
Stromkosteneinsparungen im Jahr möglich / Aktuell Optimierung
der   Pumpenausstattung         in   Nordtribüne         /   Amortisation      des
vorfristigen     Pumpentauschs        nach       rund         fünf    Jahren     /
Pumpenausstattung von Wilo in der kompletten Gebäudetechnik /


Dortmund. Von einem „glücklichen Händchen“ spricht man,
wenn der Fußballtrainer durch eine Einwechslung die Effizienz
seiner Mannschaft zählbar steigern kann. Durch eine geschickte
Wechselstrategie lassen sich aber nicht nur auf dem grünen
Rasen, sondern auch in der Gebäudetechnik eines Fußballstadions
gute Ergebnisse erzielen. Das beweist zurzeit Stefan Kopetzky,
Technischer Betriebsleiter im Signal Iduna Park, der sportlichen
Heimat des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund. Er hat vor
einiger Zeit damit begonnen, gemeinsam mit dem in Dortmund
beheimateten          Pumpenspezialisten              WILO           SE        die
Pumpenausstattung des mit 80.552 Plätzen größten deutschen
Fußballstadions auf Hocheffizienz zu trimmen. Aktuell wurden
jetzt die in der Nordtribüne gelegenen Unterzentralen der
Heizungsanlage mit Hocheffizienzpumpen vom Typ „Wilo-Stratos“
ausgestattet.


Statt auf dem Torkonto des sechsfachen Deutschen Meisters und
Weltpokalsiegers von 1997 macht sich diese Maßnahme zwar
„nur“ auf dem Stromzähler bemerkbar, die Resultate sind
gleichwohl      beachtlich.     So   wies       allein       eine    ungeregelte

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Doppelpumpe einen Stromverbrauch von rund 8.000 kWh im Jahr
auf.     Durch    einen     vorfristigen       Austausch        gegen     eine
Hocheffizienzpumpe „Wilo-Stratos D 80/1-12“ lässt sich – so die
erste Schätzung – der Verbrauch auf unter 3.500 kWh/a senken.
Deutlich höhere prozentuale Einsparpotenziale wurden sogar in
einer Unterverteilung für die Sanitätsstation, das Büro des
Sicherheitsdienstes    und     das     Zuschauer-WC       der    Nordtribüne
ermittelt. Hier werden nach dem jetzt erfolgten Austausch der
Altpumpen gegen weitere Hocheffizienzpumpen der Baureihe
„Wilo-Stratos“ Einsparungen zwischen 70 und 85 % erwartet.
Zusammen mit einer weiteren Pumpe dieser Baureihe, die in
einer zweiten Unterverteilung zum Einsatz kommt, werden sich in
der         Wärmeverteilung             für         die          Nordtribüne
Stromkosteneinsparungen von rund 1.700 Euro im Jahr ergeben.
Die      Investitionskosten      für     die    neuen       „Wilo-Stratos“-
Hocheffizienzpumpen amortisieren sich so nach etwa fünf Jahren.


Dass sich die Investition in hocheffiziente Pumpentechnik in dem
mehrfach erweiterten und zuletzt zur Fußball-Weltmeisterschaft
2006 modernisierten Stadion ähnlich schnell rechnet wie in
anderen Nutzimmobilien, erklärt der Pumpenspezialist Wilo mit
der intensiven Nutzung, die weit über die Heimspiele der
Dortmunder       Borussia     hinausgeht:      „Büros,    Konferenz-        und
Veranstaltungsräume sowie Gastronomiebereiche in den Tribünen
werden regelmäßig genutzt, so dass die Heizungsanlage dort
durchgängig in Betrieb ist“, erläutert Wilo-Vertriebsmitarbeiter
Volker     Brehm.     Insgesamt        kommt      jede     der     fast     50
Heizungspumpen in den Unterzentralen und -verteilungen des
Stadions auf rund 5.100 bis 5.500 Betriebsstunden. „Mit einem
durchgängigen       Austausch     der    vielfach    noch       vorhandenen
ungeregelten Altpumpen gegen Wilo-Hocheffizienzpumpen ließen
sich Stromeinsparungen von über 36.000 Kilowattstunden im Jahr
realisieren, das entspricht einer Stromkostensenkung von rund
7.000 Euro“, so Volker Brehm.




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Die Wärmeerzeugung für die Tribünenbereiche, aber auch für die
Rasenheizung des Signal Iduna Parks erfolgt in einer großzügig
dimensionierten Heizzentrale unterhalb der Südtribüne. Herzstück
sind drei Erdgaskessel, die so ausgelegt sind, dass ein Heimspiel
auch bei klirrender winterlicher Kälte reibungslos durchgeführt
werden     kann.    Die     Heizzentrale          wird    von   den   Dortmunder
Stadtwerken        betrieben,     ein       Contractingvertrag          mit      dem
Stadionbetreiber regelt die Wärmelieferung. Jede Kesseleinheit
leistet 1.600 Kilowatt, wobei jeweils zwei in Betrieb sind und eine
als    Reserve      dient.    Die       Wärmeeinspeisung              erfolgt     aus
hydraulischen Gründen mit Festdrehzahl, zum Einsatz kommen
vier    Trockenläuferpumpen                „Wilo-CronoLine-IL“.          Für      die
Rasenheizung wurde zudem eine eigene Unterstation mit eigenem
Heizkreis und Wärmetauscher eingerichtet, um nicht im Falle von
Wasserverlusten der groß dimensionierten Flächenheizung die
Systemhydraulik        der    übrigen           Heizung    zu   gefährden.        Der
Plattenwärmetauscher hat eine Leistung von 1.300 KW, die
Rasenheizung wird bei winterlichen Platzverhältnissen 24 Stunden
vor einem Spiel aktiviert.


Neben       den       Heizungspumpen                   stammen        auch        die
Druckerhöhungsanlagen von Wilo. Da es bei Veranstaltungen
außerhalb    der    Nutzungszeiten              für   Fußballspiele   wichtig     ist,
Geräuschbelästigungen durch die Gebäudetechnik zu vermeiden,
kommen hier Systeme auf Basis von Nassläuferpumpen zum
Einsatz.   Die     Hochdruck-Kreiselpumpen                „Wilo-Multivert       MVIS“
arbeiten    erheblich        geräusch-            und      vibrationsärmer        als
Trockenläuferpumpen vergleichbarer hydraulischer Leistung. So
verursacht eine Pumpe dieser Baureihe bei voller Leistung einen
Geräuschpegel von 40 dB(A) – etwas mehr als das sanfte
Blätterrauschen eines Baums. Sie ist damit bis zu 20 dB(A) leiser
als    vergleichbare      Pumpen           in     Trockenläuferbauweise.          Im
Dortmunder Stadion kommen mehrere mit je vier „Wilo-Multivert
MVIS“ ausgestattete Druckerhöhungsanlagen zum Einsatz. Um
während     der    Spiele    im     voll    besetzten       Stadion     den     stark
wechselnden Leistungsanforderungen mit Spitzenlasten vor und


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nach Spielen sowie während der Halbzeitpausen gerecht zu
werden, ist jeweils eine Pumpe als Grundlastpumpe in Betrieb,
während die drei anderen Pumpen je nach Last zugeschaltet
werden (Kaskadenregelung). Der maximale Durchfluss beträgt
dabei z.B. in der Nordtribüne 20 m3/h.


Die Gebäudetechnik in dem zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974
errichteten „Fußball-Tempel“ ist – wie auch das Stadion selbst –
historisch    gewachsen.      Entsprechend     wurde    auch      die
Pumpenausstattung im Laufe der vergangenen 35 Jahre stetig an
die gewachsenen Anforderungen angepasst. Aktuell steht die
Optimierung    der   Energieeffizienz    im   Vordergrund   –     mit
Hocheffizienzpumpen      in   der   Wärmeverteilung    können     die
Betreiber in den aktuellen Modernisierungsschritten erhebliche
Stromkosteneinsparungen realisieren.


Weitere Informationen:
WILO SE, Nortkirchenstraße 100, D-44263 Dortmund
Tel.: +49 (0) 2 31 / 41 02-0, Fax: +49 (0) 2 31 / 41 02-7575
E-Mail: wilo@wilo.com, Internet www.wilo.de




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((Info-Kasten))


Signal Iduna Park, Dortmund
Der     Dortmunder          Signal    Iduna       Park   –     das     frühere
Westfalenstadion – wurde zur Weltmeisterschaft 1974 erbaut.
Fanden    in    der    von    Anfang    an    als    reines   Fußballstadion
konzipierten Sportstätte zunächst 54.000 Zuschauer Platz, davon
etliche auf Stehplätzen, wurde die Kapazität seither mehrfach
erweitert und auch der Komfort für die Besucher erhöht. So
wurde    zuletzt      vor   der   Fußball-Weltmeisterschaft          2006   die
Kapazität auf insgesamt 80.552 Plätze erhöht – mehr als in
jedem anderen Stadion in Deutschland. In exklusiven VIP-Logen
und gesonderten Club-Bereichen des Stadions können zudem
Unternehmen ihren Kunden und Geschäftspartnern während der
Heimspiele ein besonderes Erlebnis bieten. Und auch an Nicht-
Spieltagen stehen insgesamt über 7.000 qm für Veranstaltungen
zur Verfügung. Die Veranstaltungsräume bieten Platz für 10 bis
4.000 Personen, sind flexibel kombinierbar und auf sämtliche
Arten     von      Events         ausgerichtet:      Messen,     Tagungen,
Produktpräsentationen,               Roadshows,          Kundenincentives,
Betriebsfeiern, Partys, Hochzeiten, Geburtstage und sonstige
Festlichkeiten.




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Bildunterschriften:


img_wilo_signal_iduna_park_borusseum
Im Dortmunder Signal Iduna Park kommen unter anderem fast
50 Heizungspumpen und mehrere Druckerhöhungsanlagen der
WILO SE zum Einsatz.


img_wilo_signal_iduna_park_stefan_kopetzky
Stefan Kopetzky, Technischer Betriebsleiter im Signal Iduna Park,
trimmt die Wärmeverteilung zurzeit durch gezielten Austausch
alter     ungeregelter         Heizungspumpen      gegen      besonders
stromsparende „Wilo-Stratos“-Modelle auf „Hocheffizienz“.


img_wilo_signal_iduna_park_nordtribuene_unterzentrale
In einer Unterzentrale in der Nordtribüne lässt sich durch den
vorfristigen Austausch einer alten ungeregelten Doppelpumpe
gegen eine Hocheffizienzpumpe „Wilo-Stratos D 80/1-12“ der
Stromverbrauch von rund 8.000 kWh/a auf unter 3.500 kWh/a
senken.


img_wilo_signal_iduna_park_nordtribuene_unterverteilung
In der Unterverteilung für die Sanitätsstation, das Büro des
Sicherheitsdienstes      und    das   Zuschauer-WC    der   Nordtribüne
werden nach dem jetzt erfolgten Austausch der Altpumpen gegen
Hocheffizienzpumpen der Baureihe „Wilo-Stratos“ Einsparungen
zwischen 70 und 85 % erwartet.


img_wilo_signal_iduna_park_heizzentrale_einspeisung
Die     Wärmeeinspeisung         in   der   Heizzentrale    erfolgt     aus
hydraulischen Gründen mit Festdrehzahl, zum Einsatz kommen
vier Trockenläuferpumpen „Wilo-CronoLine-IL“.




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img_wilo_signal_iduna_park_heizzentrale_kessel
Die Wärmeerzeugung für die Tribünenbereiche, aber auch für die
Rasenheizung des Signal Iduna Parks erfolgt in einer großzügig
dimensionierten Heizzentrale unterhalb der Südtribüne. Herzstück
sind drei Erdgaskessel mit einer Leistung von jeweils 1.600
Kilowatt, wobei jeweils zwei in Betrieb sind und einer als Reserve
dient.


Bilder: WILO SE, Dortmund




Ansprechpartner für die Presse:
WILO SE                          TECHNO PRESS
Pressestelle                     Presseinformationsdienst
Anne Frentrup                    Olaf Strubelt
Nortkirchenstraße 100            Postfach 10 04 49
D-44263 Dortmund                 D-42004 Wuppertal
Tel. +49 (0)2 31 / 41 02-7197    Tel. +49 (0)2 02 / 9 70 10-0
Fax +49 (0)2 31 / 41 02-7575     Fax +49 (0)2 02 / 9 70 10-50
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