1st International Forestry Train

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					   Gemeinschaftliches Experten-Netzwerk
            der FAO/ECE/ILO
                  zur Umsetzung von nachhaltiger Forstwirtschaft




     1. Internationale Konferenz der
       Forstlichen Bildungszentren

                               16. BIS 18. FEBRUAR 2005
                         Frankreich - La Bastide des Jourdans




                    ERGEBNISBERICHT
Unter http://www.eduforest.org/index3.php?page=34, der homepage von Eduforest, finden Sie
diesen Bericht, die Liste der Teilnehmer, sämtliche Beitrage sowie die Berichte der einzelnen
Arbeitsgruppen, die Sie jederzeit herunterladen können.




                        1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 1/15
Inhaltsverzeichnis



1.Umfangreiche, dynamische und aktive Beteiligung ................................................................................... 3

2. Eine Initiative des gemeinschaftlichen Experten-Netzwerks der FAO/ECE/ILO ........................ 3

3. Dankesworte .................................................................................................................................................... 3

4. Ehrgeizige Zielsetzungen und Verpflichtungen für die Zukunft ......................................................... 4

5. Die 1. Konferenz: Neue Methoden des gemeinschaftlichen Experten-Netzwerks der
FAO/ECE/ILO ..................................................................................................................................................... 4

6. Favorisierung von Partnerschaften ............................................................................................................ 5

7. Mithilfe bei Partnerschaften und Arbeiten in Netzwerken ................................................................. 5

8. Besseres Kennenlernen als Voraussetzung für das Arbeiten in Netzwerken und künftigen
Partnerschaften .................................................................................................................................................. 5

9. Die Leonardo - Programme als Beispiele ................................................................................................... 6

10. Finanzielle Ausstattung und Aufwertung grenzüberschreitender Programme .............................. 7

11. Arbeitsgruppen und deren Vorschläge ..................................................................................................... 7

12. MCPFE ist unmittelbar interessiert ......................................................................................................... 9

13. Ausbildung fehlt in der europäischen Forstpolitik ............................................................................... 9

14. Ergebnisse, Empfehlungen und Beschlüsse ............................................................................................. 9

15. Bewertung .................................................................................................................................................... 12

16. Allgemeine Schlussfolgerungen ............................................................................................................... 12

Anhang ................................................................................................................................................................. 14

Präsentation des Experten-Netzwerks der FAO/ECE/ILO ................................................................... 14




                                            1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 2/15
1.Umfangreiche, dynamische und aktive Beteiligung
70 Teilnehmer aus 23 Ländern nahmen an der Konferenz teil. Die Teilnehmer waren überwiegend
Vertreter von Forstlichen Bildungszentren.

Es ist insbesondere die Teilnahme folgender wichtiger Partner hervorzuheben :

 Europäisches Netzwerk der forstlichen Lohnunternehmer (ENFE)
 Europäische Kommission (Leonardo Da Vinci Programm)

 MPFCE ( PR & sozio-kulturelle Aspekte der nachhaltigen Forstwirtschaft ( SFM)
 Europäische Kommission (DG Umwelt)

 Europa-Parlament (DG Internal Policies, Berater für forstliche Belange)

 Ein Forschungszentrum
Besonders wichtig ist, den Wunsch aller Beteiligten nach Zusammenarbeit hervorzuheben. Die
große Beteiligung war hierfür ein beredter Beweis. Der hohe Grad an Energie, der die Konferenz
kennzeichnete, war sehr überzeugend.




2. Eine Initiative des gemeinschaftlichen Experten-
Netzwerks der FAO/ECE/ILO
Die 1. Internationale Konferenz der forstlichen Bildungszentren wurde auf Anregung und unter
der Federführung des gemeinschaftlichen Experten-Netzwerks organisiert, dem die sozialen
Aspekte der nachhaltigen Forstwirtschaft besonders am Herzen liegen.

Die Konferenz wurde vom Centre Forestier des Departements Provence-Alpes-Côte d’Azur in La
Bastide des Jourdans (Frankreich) durchgeführt.




3. Dankesworte
Christian SALVIGNOL,       Direktor des Centre Forestier und Vorsitzender des Experten-
Netzwerks sowie die Teilnehmenden danken folgenden Institutionen und Partnern für die
finanzielle Unterstützung:

 Der europäischen Kommission (Leonardo da Vinci-Förderprogramme).

 Dem Ministère de l`Agriculture, de la Peche et de la Ruralité, dem Conseil Regional de
Provence-Alpes-Cote d´Azur, der Fédération Nationale du bois, der UNREP, der Crédit
Coopératif.
Dank gilt auch den Repräsentanten der europäischen Organisationen, dem französischen
Ministerium für Landwirtschaft und dem Conseil Régional für ihre Teilnahme an der Konferenz.



                        1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 3/15
4. Ehrgeizige Zielsetzungen und Verpflichtungen für die
Zukunft
In 2 ½ Tagen intensiver und partnerschaftlicher Zusammenarbeit wurden bei der 1. Konferenz
folgende Ziele herausgearbeitet :
 Mehr über Partnerschaften und das vernetzte Arbeiten wissen
 Die verschiedenen Bildungszentren und ihre Ausrichtungen kennenlernen, um Kooperationen
zu erleichtern
 Die Erwartungen der Leonardo-Programme besser zu verstehen, insbesondere im Hinblick auf
Valorisierung

 Beschlüsse fassen über geeignete Mittel zur Sicherstellung eines dauerhaften Kontakts
zwischen den Bildungszentren und ihren bevorzugten Partnern wie den berufsständischen
Vereiningungen, den Forschungszentren, nationalen, internationalen und europäischen
Organisationen
 Sorgfältiges Ausarbeiten von Arbeitsprogrammen in grenzüberschreitenden Partnerschaften

 Aufzeigen von konkreten Lösungsansätzen für eine bessere In-Wert-Setzung von Ergebnissen
bestehender und künftiger Partnerschaften

 Evaluieren des Stellenwertes der forstlichen Ausbildung in der europäischen Forststrategie
im Hinblick auf soziale Aspekte in der nachhaltigen Forstwirtschaft

 Erfassen der noch nicht registrierten Bildungszentren unter www.eduforest.org

 Nutzen von Möglichkeiten des besseren Kennenlernens der einzelnen Partner

 Präsentation der Aktivitäten des gemeinschaftlichen Experten-Netzwerks                                       und     der
Ministerkonferenz zum Schutz des Waldes in Europa (MCPFE).




5. Die 1. Konferenz: Neue Methoden des gemeinschaftlichen
Experten-Netzwerks der FAO/ECE/ILO
Das erste Treffen, das vom FAO/ECE/ILO- Experten-Netzwerk organisiert worden war,
bediente sich neuer Methoden:
 Finanzielle Unterstützung interessierter Institutionen erhalten im Sinne der Konferenzziele
(z.B. von der Europäischen Kommission, …)

 Kurze Tagungsdauer : 2 ½ Tage
 Intensives Arbeiten und den Regeln des vernetzten Arbeitens folgen

 Jeder nimmt an der gesamten Konferenz teil

 Erarbeiten von Beschlüssen, Vorschlägen und konkreten Vereinbarungen
 Evaluieren der Qualität der Konferenz

 Erarbeiten eines Ergebnisberichts in sämtlichen                       Sprachen der Teilnehmenden zur
einfacheren Verbreitung der Ergebnisse

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 Follow-up bezüglich der Verpflichtungen und Empfehlungen durch das gemeinschaftliche
Expertennetzwerk der FAO/ECE/ILO.




6. Favorisierung von Partnerschaften
Auf europäischer wie auch auf internationaler Ebene setzen sich viele Organisationen für eine
nachhaltige Forstwirtschaft ein (z.B. die MCPFE, das Europaparlament). Besonders das Training
und die Ausbildung für alle in der SFM Beschäftigten haben eine große Bedeutung, die nicht zu
unterschätzen ist.

Spricht man von nachhaltiger Forstwirtschaft, wird die soziale Dimension in der Ausbildung
immer wichtiger.

Forstliche Bildungszentren müssen sich den politischen, sozialen, technologischen,
demographischen, pädagogischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen und sich stetig
weiterentwickeln, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Folglich dürfen Bildungszentren nicht länger isoliert oder lediglich in Kooperation bilateral
arbeiten, sondern innerhalb von Partnerschaften und Netzwerken.




7. Mithilfe bei Partnerschaften und Arbeiten in Netzwerken
Christian SALVIGNOL gab eine Einführung in die Arbeit der Konferenz mit dem Ziel,
Partnerschaften und vernetztes Arbeiten näher zu betrachten, auf das während der 2 ½ Tage
ständig verwiesen werden sollte: Wie definieren sich Netzwerke, wie sind sie zu nutzen, wo
liegen die Vor- und Nachteile und ihre Grenzen, welche Schwierigkeiten sind noch zu überwinden
auf dem Weg in eine bessere Zusammenarbeit unter Partnern und innerhalb eines Netzwerks ?

Bei der Präsentation wurden auch die während des Kongresses zur Anwendung kommenden
Arbeitsmethoden näher erläutert.




8. Besseres Kennenlernen als Voraussetzung für das Arbeiten
in Netzwerken und Partnerschaften
Jeder Konferenzteilnehmer stellte sich und seine Organisation vor, um künftige Partnerschaften
zu erleichtern. Diese Präsentationen fanden kurz vor Aufnahme der Arbeit der einzelnen
Arbeitsgruppen statt und wurden am Ende des ersten Arbeitstages fortgesetzt im Rahmen einer
Darstellung aller Bildungenzentren und ihrer aktuellen Aktivitäten, Arbeitsweisen, Projekte und
laufenden Programme.



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9. Die Leonardo - Programme als Beispiele
Die vier vorgestellten Leonardo-Programme dienten als Beipiel für eine Umsetzung angestrebter
Ziele :




Enquafor : Informationsaustausch auf europäischer Ebene und die
Verbreitung entsprechender Informationen.

Das Programm, das von Edgar KASTENHOLTZ, Vertreter von ENFE (Europäisches Netz der
forstlichen Lohnunternehmer) vorgestellt wurde, verbessert den Informationsaustausch
hinsichtlich der Qualifizierung der Lohnunternehmer auf europäischer Ebene. ENQuaFor strebt
an, ein wichtiges europäisches Forum für den Informationsaustausch in der beruflichen Bildung
und für die Verbreitung von vorhandenem Wissen zu werden.




Optic : Möglichkeit der Umsetzung auf andere berufliche Gebiete

Völlig ausgerichtet auf das e-learning in der Forstwirtschaft, wies Pascal MARCHAISON vom
Forstlichen Bildungzentrum in Châteauneuf du Rhône (Frankreich) darauf hin, dass die
Ergebnisse dieses Programms sehr interessant seien, da sich diese auch auf andere berufliche
Gebiete übertragen ließen.




Learn For Work : Möglichkeit einer Datenbank, die auch in anderen
Programmen genutzt werden kann

Tom EMBO vom Bildungszentrum Inverde UZW (Belgien) stellte ein Programm vor, das Wissen
und Know-how der europäischen Forstwirtschaft identifiziert mit Hilfe einer gängigen
Evaluationsmethode.

Das Augenmerk liegt auf der Wiederverwendung der gesammelten Daten für andere forstliche
Programme.




Eduforest : Ein Programm, das auch nach Leonardo weiterbestehen wird und
neue Entwicklungen aufzeigt

Christian SALVIGNOL vom Forstlichen Ausbildungszentrum La Bastide des Jourdans
(Frankreich) stellte das forstliche Bildungsnetzwerk Eduforest vor, das im Internet mit Hilfe
von Leonardo-Mitteln im Jahr 2000 aufgrund einer internationalen Vereinbarung aus dem Jahr
1998 aufgebaut wurde.

Eduforest ist ein Beipiel für ein Programm, das sich auch über Leonardo hinaus weiterentwickeln
wird. Gegnwärtig sind 83 Ausbildungszentren aus 20 Ländern registriert. Das Netzwerk bietet




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Informationen über grenzüberschreitende Forstprogramme sowie über das gemeinschaftliche
Experten- Netzwerk.

www.eduforest.org




10. Finanzielle Ausstattung und Aufwertung
grenzüberschreitender Programme
Marc FUSSHOELLER, Vertreter der Leonardo Da Vinci-Programme, gab einige Hinweise zur
finanziellen Ausstattung und zu den Möglichkeiten ihrer Verwendung. Danach unterstrich er die
Bedeutung der Valorisierung, die bis dato nicht zufrieden gelöst sei und riet, hierfür spezielle
Strategien und neue Vorschläge zu entwickeln. Die Gruppe 3 machte am nächsten Tag konkrete
Vorschläge für eine solche Strategie.




11. Arbeitsgruppen und deren Vorschläge
Folgende Vorschläge der Arbeitsgruppen wurden angenommen:




Gruppe 1 : Welches sind die besten Möglichkeiten für einen dauerhaften
und anhaltenden Kontakt zwischen den Bildungszentren nach Abschluss der
Konferenz, einschl. derjenigen Institutionen, die nicht an der Konferenz
teilgenommen haben?


Tom EMBO als Sprecher der Gruppe führte aus : Vernetztes Arbeiten bietet viele Vorteile für
eine bessere forstliche Ausbildung. Dieses vernetzte Arbeiten muss klar und offen die
kulturellen und sozialen Unterschiede der einzelnen Partner respektieren. Das Netzwerk muss
seine Arbeit mit den verschiedenen Partnern unverzüglich aufnehmen und dabei die vorhandene
Unterstützung nutzen. Die website von Eduforest wird hierfür eingesetzt.




Gruppe 2 : Projekte, die in grenzüberschreitenden Partnerschaften
bearbeitet werden können

Der Prozess erlaubt den Mitgliedern, Partnerschaften aufzubauen, die Partner im Projekt über
die Ziele umfassend informiert zu halten, bevor sie sich eingagieren.

Joachim MORAT stellte als Sprecher dieser Gruppe elf grenzüberschreitende Programme vor.


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Das   Hauptaugenmerk     liegt   auf   folgenden Punkten:       Neue     Ausbildungswerkzeuge,
Informationssysteme, Evaluierung und Zertifizierung von Bildungszentren.

Für ein ganzheitliches Paket von Projekten im Rahmen eines integrierten Forstprogramms wird
vorgeschlagen, systematisch vorzugehen, um die Anforderungen an die Projekte genau zu
ermitteln.




Gruppe 3 : Wie können Verbreitung und Valorisierung von Ergenissen alter
und neuer Programme verbessert werden?

Sprecher war hier Philippe RUCH : Die Valorisierung von Ergebnissen ist eine notwendige Phase
und wird für alle Projekte gefordert, wobei Initiatoren und Partner gleichermaßen angesprochen
sind. Valorisierung beschränkt sich nicht auf eine Lösung, sondern von Projektbeginn an muss eine
Strategie entwickelt werden, wie geplant und budgetiert und dann später der jeweiligen
Situation angepasst werden muss, wie z.B.

 Klare Identifizierung der verschiedenen Nutzer (für wen ?, was ?, wie ?) von Projektbeginn an
mit einen Marketing-Ansatz : Das Projekt muss « verkauft » werden.

 Beschaffung der veschiedenen Unterlagen in den Sprachen der Partner und in der Sprache
des potenziellen Nutzers. Jeder Partner ist für die Übesetzung in seine Sprache verantwortlich.

 Klare vertragliche Definition der Rolle der einzelnen Partner beim Valorisierungsprozess.

 Verwendung einer einfachen und für die Zielgruppen verständlichen Sprache.
 Von Beginn an sich sowohl die Produkte als auch ihre Finanzierung als eine Phase des Projekts
vorstellen

 Da nicht alle Nutzer Internetzugang haben, Einsatz von verschiedenartigem Material wie
Poster, Prospekte, DVD, Artikel vorsehen.

 Nutzung unterschiedlicher Vermittlungsstrukturen wie Berufsverbände, Gewerkschaften etc.
für die Verbreitung der Produkte.

 Werbung für die Produkte auf Messen, Seminaren, Konferenzen etc.

 Schaffung eines Lenkungsausschusses für das Projekt, bestehend aus zukünftigen Nutzern
als erste Verbreiter sowie wichtigen Unterstützern und Förderern.

 Verwendung verlässlicher web-Adressen für eine dauerhafte Verbreitung
 Nach Abschluss des Projekts Update und Wartung über einen bestimmten Zeitraum hinweg
vorsehen.
 Erstellung einer Broschüre mit Übersetzung aller Schlüsselwörter in alle Sprachen in der EU.
 Suche nach Möglichkeiten für die Erstellung einer Leonardo Forstdatenbank auf einer
Website wie der von Eduforest




                         1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 8/15
12. MCPFE ist unmittelbar interessiert
Unter Bezugnahme auf die L1-Resolution von Lissabon (Ausbau der sozio-ökonomischen Aspekte
der nachhaltigen Forstwirtschaft) sowie der Resolution 2 von Wien (Ausbau der ökonomischen
Realisierbarkeit der nachhaltigen Forstwirtschaft) und der Resolution 3 (Bewahrung und Ausbau
der sozialen und kulturellen Dimensionen von nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa) unterstrich
Marta GAWORSKA als Vertreterin des MCPFE die hohe Bedeutung einer Zusammenarbeit mit
dem gemeinchaftlichen Experten-Netzwerk der FAO/ECE/ILO .

Sie wies auch darauf hin, dass auch die Zusammenarbeit mit den Bildungszentren innerhalb des
Experten-Netzwerks mit ENFE von allergrößter Bedeutung sei.




13. Ausbildung fehlt in der europäischen Forstpolitik
Angel ANGELIDIS, Berater für forstliche Belange beim Europa-Parlament, verwies darauf, dass
das Fehlen einer wahrhaften europäischen Forstpolitik bei mehr als 15 Millionen aktiven
Beschäftigten in der Forstwirtschaft in Europa – EU-15 – (gegenüber weniger als 7 Millionen
Aktiven in bäuerlichen Betrieben) und 3 Millionen Beschäftigten im primären und sekundären
Holzverarbeitungssektor, schlicht unerklärlich sei.

In der gegenwärtigen europäischen Forstpolitik gibt es keine Erklärung für das riesige Defizit in
der Beachtung bei politischen Entscheidungsträgern ; genausowenig wie es eine Erklärung für die
immensen Defizite in der forstlichen Ausbildung gibt.




14. Ergebnisse, Empfehlungen und Beschlüsse
In Europa gibt es forstliche Bildungssystem und einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz.

Die Teilnehmenden sind zufrieden mit der Art                               der      Konferenz         zur     Förderung
grenzüberschreitender Partnerschaften und Netzwerke.

83 forstliche Ausbildungszentren in 20 verschiedenen Ländern sind nunmehr in der Datenbank
von www.eduforest.org erfasst und zwar aufgrund von Neuanmeldungen während der Konferenz.




Schlüsselbotschaft

 Wenn wir eine nachhaltige Forstwirtschaft wollen, brauchen wir nachhaltig ausgebildete
Arbeitskäfte.
 Vernetztes Arbeiten kommt der Ausbildung zugute und Ausbildung fördert die Arbeit in
einem Netzwerk (lernen, wie man mit dem Netz umgeht).




                         1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 9/15
 Forstliche Netzwerke müssen miteinander verknüpft werden. Informationen sind vorhanden,
werden jedoch nicht koordiniert, weil es keine gemeinsame Datenbank gibt.
 Von gemachten Erfahrungen wird nicht genügend Gebrauch gemacht.
 Qualifizierungsstandards auf europäischer Ebene gibt es nicht oder sie sind unvollständig.

 Die Zertifizierung von Bildungszentren und/oder Anbietern ist ein bedeutender Fortschritt.




Empfehlungen für Migliedsstaaten und europäische Organisationen

Die EU-Kommission (Leonardo da Vinci-Programm) wird aufgefordert, eine Datenbank für die
forstlichen Leonardo-Programme zur Verfügung zu stellen (Produkte, aktuelle Programme und
neue Anforderungen). Zugriff auf diese Datenbank soll über die Website von Eduforest möglich
sein. Die auf diesem Weg zur Verfügung gestellten Informationen kommen der Valorisierung der
vorhandenen Produkte und neuen Partnerschaften zugute und stellen sicher, dass es sich dabei
um innovative neue Produkte handelt.

Die Mitgliedsstaaten und europäischen Institutionen werden aufgefordert, alles daran zu setzen,
die konkreten Beschlüsse der 1. Konferenz der forstlichen Bildungszentren umzusetzen, weitere
Aktivitäten folgen zu lassen und in den nächsten Monaten und Jahren zu reaslisieren.

Es wird besonders gebeten, all jene Beschlüsse, Empfehlungen und Entscheidungen in den
nächsten Debatten um die Ausarbeitung der neuen euopäischen Forststrategie zu
berücksichtigen und zwar im Bericht, den die Kommission bald vorlegen wird gem. der
Parlamentsresolution vom 15. Dezember 1998.

Die Mitgleidsstaaten werden aufgefordert, die Bildungszentren in ihren Bemühungen um eine
nachhaltige Forstwirtschaft zu unterstützen.

Desweiteren werden sie gebeten, die notwendigen finanziellen Mittel für solche Konferenzen
sowie Initiativen zur Förderung der forstlichen Ausbildung zur Verfügung zu stellen. Ein erster
Schritt wäre die Bereitstellung von finanziellen Mitteln zur Festigung der bereits entstandenen
Partnerschaften zwischen forstlichen Bildungszentren.

Der Ausbildung ist Antriebskraft und unerlässlich für die Entwicklung von Kompetenz in einer
nachhaltigen Forstwirtschaft. Die europäische Forstwirtschaft kann von einer harmonischen
Ausbildungsentwicklung in und zwischen den Mitgliedsstaaten nur profitieren. Jegliche Intiativen
in diese Richtung sollten unterstützt werden.

Das gemeinschaftliche Experten-Netzwerk der FAO/ECE/ILO wird gebeten, die Europa-
Parlamentarier für die Notwendigkeit einer Forstpolitik, die der forstlichen Ausbildung die
Bedeutung beimisst, die sie verdient, zu sensibilisieren, im Rahmen der sozialen und kulturellen
Aspekte einer nachhaltigen Forstwirtschaft. In jedem Land sollten sich die Bildungszentren bei
den Vertretern des Europaparlaments hierfür einsetzen.




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Empfehlungen an das gemeinschaftliche Experten-Netzwerk der
FAO/ECE/ILO

Das Expertennetzwerk wird gebeten, die Ergebnisse der Konferenz offiziell bei den nationalen
und internationalen Stellen zu präsentieren und auf die Berücksichtigung von Ergebnissen,
Empfehlungen und Beschlüssen zu achten.



Das gemeinschaftliche Experten-Netzwerk wird gebeten, sich weiter für die Belange der
forstichen Ausbildung einzusetzen und besonders Partnerschaften und das Arbeiten innerhalb
von Netzwerken zu fördern. Zur Umsetzung der Beschlüsse ist eine strukturierte Koordinierung
besonders wichtig. Das Arbeiten innerhalb eines Netzwerks wird den Austausch, den
Informationsfluss und die Weitergabe von Erfahrungen erleichtern und trotzdem die
unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und sozialen Aspekten der Partner respektieren.



Das Experten-Netzwerk wird gebeten, eine solche Konferenz alle 2 Jahre zu organisieren. Die
Schweiz bietet sich als Gastgeber für das nächste Treffen an.




Beschlüsse

Es wurde entschieden, die Arbeit der Konferenz in möglichst vielen Ländern zu valorisieren, so
dass möglichst viele Bildungszentren sich daran beteiligen können.

Ziele :

Jedes Teilnehmerland sorgt über seinen Teilnehmenden selbst für die Übersetzung der
gefassten Beschlüsse in die eigene Sprache.

Das Konferenzergebnis wird auf der Website von Eduforest unter www.eduforest.org in den
verschiedenen Sprachen veröffentlicht.

Die Liste der Teilnehmenden mit Fotos, e-mail-Adressen und Angaben zum Standort in Europa
wird auf der website von Eduforest unter www.eduforest.org veröffentlicht und kann somit
hilfreich sein für die Arbeit innerhalb des Netzwerks.

Die Teilnehmenden des Experten-Netzwerk geben die Adressen von kompetenten nationalen
Stellen weiter, so dass diese die offiziellen Konferenzergebnisse erhalten können.

Jeder Konferenzteilnehmer ist für die Verbreitung der Konferenzbeschlüsse und Empfehlungen
in seinem eigenen Land verantwortlich, in dem er die anderen forstlichen Billdungszentren und
interessierte Partner informiert. Alle Teilnehmenden sind aufgefordert, die Daten der
Nutznießer dem Expertennetzwerk weiterzugeben.

Zur Erleichterung des Kommunikation zwischen den Partnern (Bildungszentren, Berufsverbände,
Forschungszentren und andere Institutionen) stellt Eduforest seine Website zur Verfügung

Die Arbeit im Netzwerk und Partnerschaften auf europäischer Ebene werden auf benachbarte
Regionen ausgedehnt wie zum Beispiel auf Mittelmeerländer, wie dies gewünscht wurde.



                       1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 11/15
15. Bewertung
Am Ende ihrer Arbeit hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihre Meinung hinsichtlich der
Umsetzung der Ziele und der Organisation im Allgemeinen zu äußern. Die Ergebnisse der
Auswertung sowie die Meinungsäußerungen nach der Konferenz werden in die zukünftige Arbeit
des Experten-Netzwerks mit einfliessen.

Die Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden:




Arbeit der Konferenz

94% der Teilnehmer sind insgesamt, ganz oder teilweise, zufrieden mit den Ergebnissen der 1.
internationelen Konferenz der Bildungszentren.

98% der Teilnehmer meinen, dass sich durch die Konferenz neue potenzielle Partner finden
lassen.

Eine von drei Personen wäre gerne tiefer in die einzelnen Themen der Konferenz vorgedrungen.
Gleichzeitig war ihnen bewusst, dass es mehr Zeit bedurft hätte, um näher auf diese Themen
einzugehen zu können. Dies gilt vor allem für die Frage der Finanzierung der
Austauschprogramme.

Andererseits haben veschiedene Konferenzteilnehmer bedauert, dass die Präsentationen der
einzelnen Arbeitsgruppen bei der Abschlusssitzung zu schnell abgehandelt wurden.




Allgemeines zur Organisation

89% waren mit der Organisation der Konferenz zufrieden.

Was die Unterbringung betrifft, war man von dem Hotel Sevan *** sehr angetan, was sich
jedoch nicht von dem Etap-Hotel ** sagen lässt, was nicht verwunderlich ist angesichts
mangelnder Professionalität des Personals am Empfang.

Was die Verpflegung im Centre Forestier und die Einschreibe-Formalitäten anbelangt, waren
98% der Teilnehmer zufrieden.




16. Allgemeine Schlussfolgerungen
Insgesamt waren sich die Teilnehmer einig, dass die 1. Internationale Konferenz der forstlichen
Bildungszentren als riesiger Erfolg anzusehen ist angesichts der Ergebnisse und der konkreten
Projekte.

Die aktive und konstruktive Mitarbeit aller Beteiligten bei den gemeinsamen Arbeitsthemen
sowie die angenehme Atmosphäre (die Teilnehmer waren begeistert, andere an ihren



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Erfahrungen teilhaben lassen und haben gut zusammen gearbeitet) waren die Erklärung für die
guten Resultate.

Die Anwesenheit von Vertretern von Politik, Berufsverbänden und Standesorganisationen
unterstrich die Bedeutung der forstlichen Bildungszentren und ist ein Gradmesser für ihre
Arbeit auf europäischer Ebene .

Die Ergebnisse sind konkret und vielversprechend. Die Arbeit hat gerade erst begonnen.




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Anhang
Der vorliegende Ergebnisbericht, die Teilnehmerliste, sämtliche Präsentationen sowie die
Berichte der Arbeitsgruppen finden Sie auf der Website von Eduforest unter
http://www.eduforest.org/index3.php?page=34.




Anhang 2




Präsentation des Experten-Netzwerks der FAO/ECE/ILO


Mandat

Das Experten-Netzwerk trägt effektiv und effizient zum Ergebnis des integrierten
Arbeitsprogramms des Holzkommités und der europäischen Forstkommission bei,
ganz besonders zur Arbeit der Gruppe. 4 : Soziale, kulturelle und umweltpolitische Aspekte der
Forstwirtschaft sowie zum Arbeitsprogramm der MCPFE. Sie setzt neue Prioritäten innerhalb
und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Mutterorganisationen.




Arbeitsgebiet und Zielvorstellungen

Das Hauptaugenmerk der Arbeit des Experten-Netzwerks liegt auf der Umsetzung der
nachhaltigen Forstwirtschaft in Europa und Nordamerika, ganz besonders auf den sozialen,
kulturellen und umweltpolitischen Aspekten, auf der Basis der politischen Zielsetzungen der
MCPFE. Es konzentriert sich auf eine überschaubare Anzahl von Themen wie z.B. Ausbildung,
Arbeitskraft, Private Forstwirtschaft, Forstbetriebe, Gesundheit und Sicherheit am
Arbeitsplatz, soziale Belange in der Forstwirtschaft (SFM) wie zum Beispiel menschl. Resourcen.

Während alle Länder von den Vorteilen der internationalen Zusammenarbeit profitieren,
berücksichtigt das Experten-Netz die besonderen Bedürfnisse einiger Länder des CIS und
südosteurpäischer Länder, wie im integrierten Arbeitsprogramm näher erläutert.




                        1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 14/15
Ergebnisse

Die Ziele werden durch regelmäßigen Informationsaustausch und durch Hinweise über bewährte
forstliche Praxis und Technolgietransfer erreicht zusammen mit dem Einsatz innovativer
Informationstechnik und Kommunikationssysteme. Internationale Seminare und Workshops
werden veranstaltet, die sich hauptsächlich an Forstspezialisten und andere Fachleute wenden.
Spezialistenteams werden für Untersuchungen und Berichte über bestimmte, vom Experten-
Netzwerk als wichtig erachtete Themen und zur Förderung von gemeinsamen Studien gebildet.
Das Netzwerk wird außerdem Codes für die Praxis, Richtlinien und Analysen herausgeben, und
wird sich, wenn es angebracht ist, an europäischen Programmen beteiligen.



Struktur
Das Netzwerk erstattet über sein Büro dem ECE-Holzkommittée und der Forstkommission bei
der FAO und der ILO Bericht. Sämtliche Mitgliedsstaaten sollen dem Netzwerk Experten
benennen.

Soweit erforderlich, wird es mit anderen Ländern und Organisationen zusammenarbeiten.




Leitungskommittée

Das Netzwerk wird von einem Direktorat geleitet, dem ein Leiter, zwei Vertreter und der Chef
der ECE/FAO-Forstabteilung angehören. Die Teamchchefs von Spezialistenteams und
Organisatoren von Seminaren und Workshops gehören auch dazu. Seit Oktober 2004 ist der
Franzose Christian SALVIGNOL der Direktor des Netzwerks. Er nimmt an Treffen des Centre
Forestier de la région Provence-Alpes-Côte d’Azur teil und vertritt das Netzwerk bei Sitzungen
der Elternverbände. Das Netzwerk trifft sich regelmäßig. Der Obmann und die beiden Vertreter
werden alle 2 Jahre neu gewählt.




Anhang 3

Nützliche Internetadressen :

Eduforest : www.eduforest.org

ENFE : www.enfe.org

MCPFE : www.mcpfe.org

Leonardo : http://europa.eu.int/comm/education/programmes/leonardo/new/leonardo2_fr.html

Das Experten-Netzwerk der FAO/ECE/ILO:
http://www.unece.org/trade/timber/website%20JEN/welcome.htm



                        1. Internationale Konferenz der forstl. Bildungszentren – Ergebnisbericht –Februar 2005 – Seite 15/15

				
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