Medien im Unterricht

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Medien im Unterricht Powered By Docstoc
					    Medien im Unterricht




   Melanie Wieser
    Vorbereitung auf die schulpraktischen Studien,
    Master of Education
    10.12.2009
    Medien - Definition

   Medien sind Mittel zur Darstellung oder Verbreitung von Informationen

   sie dienen als Kommunikationsmittel bei Lehr- und Lernprozessen

   sie unterstützen U und sollen Lerneffekte verbessern

   sprachlich angebotenen Informationen sollen mit visuellen Reizen
    verknüpft werden  Behaltensleistung verbessert sich

   Kombination verschiedenster Sinneswahrnehmungen
         Traditionelle und Neue Medien

        Traditionelle Medien: Tafel, Bücher, Blätter, Folien, Flipchart,
         Bildschirm, Dias, Videoband, etc.
        Neue Medien: Internet, Chatrooms, SmartBoards, Emails, Foren, etc.

    vers. Präsentationsformen können realisiert werden: Text, Bild,
     Zeichnung, Realien, Lernprogramme, etc.
    Didaktische Ziele können erreicht werden: Information,
     Veranschaulichung, Vereinfachung, Problematisierung oder
     Lernanregung, etc.

Fazit:    Je geringer die Wirklichkeitserfahrung, desto geringer der Lernerfolg,
          z. B. direkte Erfahrung (Rollenspiel) vs. bildhafte (ikonische) Erfahrung
          (Tonaufnahme)  der Lernerfolg ist bei einer direkten Erfahrung größer
         Lerntypen und Behaltensleistung

         verschiede Lerntypen werden über          lesen
         vers. Sinneskanäle angesprochen:
                                                     hören
          Geschmackssinn                                       20% – 30%
          Tastsinn                                     sehen
          Geruchssinn
                                                           sehen + hören
          Hören
          Sehen                                                sehen +
                                                                sprechen    80%

                                                                   sehen +
                                                                   selbst handeln
                                                                         90%
Fazit:    handlungsorientierter, ganzheitlicher Unterricht fördert zudem die
          Aufmerksamkeit des Lernenden und steigert die Behaltensleistung
         Probleme in der Berufsbildung

        viel Zeit wird für die Vermittlung von Grundkenntnissen verwendet
         (sind das Fundament)
          anspruchsvolle Lernziele und praktische Problemsituationen
               (Analysen, Beurteilungen, Problemlösungen) werden nur selten
               erreicht
          Prüfungen sind häufig nur auf Reproduktionsebene und zu wenig
               auf Problemlösungs- und Anwendungskompetenzen ausgerichtet



Fazit:    Selbstgesteuertes Lernen, Sozialkompetenz und Verantwortungs-
          bereitschaft kommen zu kurz.
          Es gilt die Grundtypen der Lehr-Lernfomen zu erweitern.
Grundtypen der Lehr-Lernformen

Teleteaching   Teletutoring   Telekooperation     Mediengestütztes Selbstlernen




Lehrergespräch Unterstützte    Problemlösen              Selbstlernen
               Einzelarbeit    in Gruppen



                                                Selbstgesteuertes Lernen




   Fremdgesteuertes Lernen
    Medien im Unterricht - Aufgaben

   Informationsbeschaffung, Motivationsschub, ünterstützen den
    Lehrer

   fördern Lernen und regen so Lernprozesse an

   kontrollieren Lernergebnisse

   dienen der Optimierung von Lehr-Lern-Prozessen

   dienen als Vermittler einer darzustellenden Wirklichkeit, z. B.
    Photosynthese und abstrahieren diese, oft ist aber auch eine
    schematische Darstellung von Vorteil
    (Bsp. Micha‘s Lehrprobe: schematische Darstellung der Teilungsphasen
    (laminierte Bögen))
     Heutiger Ansatz:
     Selbstgesteuertes Lernen

     Der Lernende bestimmt selbst
     WAS         WANN          WO               WIE
     gelernt wird.

    Ein selbstgesteuerter Lernprozess beginnt, der von den neuen
     Medien unterstützt wird und interessante Möglichkeiten bietet:

1.   selbstverantwortlich zu lernen
2.   anspruchsvolle Lernaufgaben zu bewältigen
3.   mit den eigenen Fähigkeiten produktiv umzugehen
4.   Teamfähigkeit und Kooperationsfähigkeit zu schulen
5.   Fach-, Methoden- und Medienkompetenz zu vermitteln, zu
     verwenden und zu erlangen (berufliche Handlungskompetenz)
6.   Grundstein für lebenslanges Lernen zu legen
      Einbringen Neuer Medien in
      handlungsorientierte Lehr-Lern-
      Arrangements (LLA)

    Was sind LLAs?
   wirklichkeitsnahe Problemstellungen, die von verschiedenen
    Perspektiven beleuchtet werden können und die zur
    Erarbeitung von Wissen geeignet sind und ggf.
    Transfermöglichkeiten bieten
   Es sind Lerneinheiten und Unterrichtssituationen, die das
    Zusammenspiel von
    -  Lernsituation und Lernplanung
    -  Aufgabenstellung und Informationsbereitstellung und –
       beschaffung
    -  Lernberatung und Ergebnisprüfung
    ermöglichen.
    LLAs im Fachunterricht

   helfen Selbststeuerung als methodische Kompetenz zu erlangen
   lassen eine methodisch moderne Unterrichtsherangehensweise zu
    (projektorientierter U, mediengestützter U, learning-by-doing, etc.)

   Zielbestimmung (Richtlernziel) für den Lernenden formulieren
   Entwicklung eines geeigneten Szenarios
   Methoden und Medienauswahl

    Dabei gilt es für den Lehrenden:
-   eine lernerorientierte Umgebung zu schaffen
-   aktives, problembezogenes und kreatives Lernen zu ermöglichen
-   offene Lernangebote zu vermitteln und zu einem selbstgesteuertem
    Lernen hinzuführen
    Medieneinsatz und LLAs an
    beruflichen Fachschulen – Beispiele

    Beispiele für realistische
    Szenarien:
   wichtig für die Planung,      Berufliche Handlungs-
    Durchführung von               kompetenzen zu erlangen
    Kulturarbeiten                 ist hierbei unerlässlich!!!
   Annahme und Abwicklung        Problemlösestrategien,
    von Aufträgen und              Handlungsstrategien und
    Bestellungen                   Kommunikationsfähigkeiten
                                   sind ebenfalls unverzichtbar.

                                      Traditionelle und Neue
                                        Medien können den U
                                        bereichern.
         Zusammenspiel: Tradition und Neu 

        Neue Medien können Bereicherung darstellen:
         motivieren, aktivieren, veranschaulichen, helfen U individueller zu
         gestalten

          Aber es sind nicht nur die Medien, sondern vor allem die
            didaktische Gestaltung, die Reduktion und die Einbindung in
            den U, die Lernerfolge begünstigen.
          Es gilt also das vorhandene Medienpotential zielgruppengerecht
            und effektiv einzusetzen.
Fazit:   In bestimmten Situationen auf multimediale und neue Medien zurück-
         zugreifen ist durchaus denkbar und wünschenswert, jedoch
         sollen die alten Lehrgewohnheiten und Medien dabei nicht durch
         neue ersetzt werden.
         Ein besonderes Medium:
         das SmartBoard                                   

         Ein gutes Lernprogramm beinhaltet folgendes:
   -     Text, Bild und mind. ein zeitabhängiges Medium (Ton, Video) oder
         dynamische Visualisierung (Simulation) (informationstechnische
         Sichtweise)
          direkte und aktive Beeinflussung durch den Nutzer muss möglich
             sein
   -     mehrere Sinne müssen angesprochen werden (psychologische
         Sichtweise)
          je mehr Interaktion, desto besser

Fazit:   Multimediales Lernen erfolgt hier als steuernde Zentraleinheit,
         Text, Ton, Stand- oder Bewegtbilder, Simulationen, Animationen und
         vieles mehr können aktiv genutzt werden
Das SmartBoard

Einsatzgebiete: im Unterricht, bei Schulungen, Konferenzen, Meetings,
etc.
Wahlweise kann man das SmartBoard mit dem Finger oder mit den
Werkzeugen (Stift, Radierer) direkt auf der drucksensitiven Oberfläche
bedienen
Vordefinierte Formen lassen sich aufziehen oder Grafiken in den
gängigsten Formaten importieren. Der integrierte Recorder zeichnet die
Präsentation ggf. mit Ton auf.

                                     Hier einige Beispiele……
    Technische Voraussetzungen und
    Kosten

   Technische Voraussetzungen:
    Windows 95:
    - Prozessor mit 100 MHz
    - 16 MB Systemarbeitsspeicher
                                                  Ab 1.000 Euro
    Windows 98, Me, NT 4.0, 2000, XP:              bis zu 10.000
    - Prozessor mit 150 MHz                        Euro
    - 48 MB Systemarbeitsspeicher
    - 100 MB verfügbarer Festplattenspeicher
    Vorteile des SmartBoards:
   schneller Aufbau und einfache Konfiguration, benutzerfreundlich und
    intuitiv bedienbar
   umfangreiche Galerie mit Tafelbildern, die teilweise interaktiv sind
   Bedienung des Computers kann direkt am SmartBoard erfolgen
   ohne Projektor ist das SmartBoard als elektronisches Whiteboard
    einsetzbar
   optische Sensoren registrieren das entnommene Werkzeug der
    SMART Board-Stiftablage (Hardware) mit dessen Funktion (z. B. bei
    Stiften-Stiftfarbe, beim Radierer-Löschfunktion)
   integrierter Rekorder zeichnet jeden Fortschritt als Video auf
   Anzeige einer On-Screen Tastatur
   plattformunabhängiges Format XBK läuft auf jedem Betriebssystem mit
    installierter SMART Board-Software
   unterstützt Betriebssysteme: Windows, Macintosh, UNIX, LINUX, etc.
   kostenlose Software-Upgrades erhältlich
         Nachteile und Grenzen
         von Medien im U:

        höhere Motivation oft nur kurzlebig
        Akzeptanzproblem bei den SchülerInnen
        hoher Ressourcenbedarf für stabile und sichere Lernplattformen in der
         Realisierung und Pflege
        Informationsüberflutung
        Ökonomie oft fraglich (Ergonomie, Aufwand-Nutzen)
        mangelnde Interaktionsfähigkeit, Flexibilität und Reaktionsfähigkeit der
         Software auf Anforderungen
        S., die mit selbstgesteuertem Lernen Schwierigkeiten haben, unsicher
         und ängstlich sind und/oder geringe Lerndisziplin haben
          Misserfolgsmotivation
Fazit:   Medien (insbesondere das SmartBoard) können U verbessern, ersetzen
         aber keinesfalls den Lehrer und sind nur in Maßen zu verwenden.
    Schlussfolgerungen

   traditionelle Lehr- und Lernformen können durch Neue Medien
    aufgebrochen werden
   Medien können zur Visualisierung der U-Inhalte und komplizierter
    Sachverhalte eingesetzt werden und ggf. abstrahieren
   auf einem höheren Niveau können organisatorische Hinweise und
    Unterrichtsmaterialien zum orts- und zeitflexiblen Abruf ins Internet
    gestellt werden (z. B. ISIS)
   mediengestützter U. lässt berufsbildenden Kompetenzenerwerb zu
   Medieneinsatz kann in ganz unterschiedlichem Ausmaß sinnvoll sein,
    abhängig von der Lerngruppe, den jeweiligen Rahmenbedingungen
    (insbesondere der technischen Infrastruktur der Einrichtung), etc.
   persönliche Vorstellungen und individuelle Lehrstile fließen ebenfalls in
    die Entscheidung mit ein, welche Medien zu welchem Zweck in
    welchem Maße in den U integriert werden
                                 Das SmartBoard ist aber echt nen Kracher!
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

				
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