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					Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                                                              Seite 1 von 8


UNIVERSITÄT POTSDAM
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre (Finanzierung und Banken)
Prof. Dr. Detlev Hummel




  Klausur Investition/Finanzierung I nach neuer DPO
                                      SS 2000, 31.07.00

Name, Vorname:           ...................................................... Matr.-Nr.: .............................

Studiengang:             ..........................................................



Erreichte Punktzahlen:


     Aufgaben zu Finanzierung I                                     Aufgaben zu Investitionsrechnung


Aufgabe 1      Aufgabe 2        Aufgabe 3            Aufgabe 4              Aufgabe 5         Aufgabe 6             Aufgabe 7




Gesamtpunktzahl: ..................... / 90                      Note: ..........................................




Bearbeitungshinweise:         Bitte füllen Sie zunächst die Angaben zu Ihrer Person aus!
Überprüfen Sie, ob Ihnen die Unterlagen (8 Seiten) vollständig ausgehändigt wurden! Die
Klausurteile dürfen nicht auseinandergenommen werden. Die Bearbeitungszeit beträgt 90
Minuten. (max. Punktzahl         = 90). Als Hilfsmittel sind nicht-programmierbare
Taschenrechner zugelassen. Benutzen Sie ausschließlich das gestellte Papier und schreiben
Sie nicht mit Bleistift! Vergessen Sie nicht, die Klausur auf der letzten Seite zu
unterschreiben!

                                             Und nun viel Erfolg!




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Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                             Seite 2 von 8


Aufgabe 1)       Beantworten Sie entweder 1a) oder 1b)           (        /15 Punkte)
1a)    Zeigen Sie die Bedeutung des Eigenkapitals und Quellen der Beschaffung für
Kapitalgesellschaften auf!
oder
1b)      Erläutern Sie die Funktion von Bezugsrechten! Welchen Wert hat das Bezugsrecht,
wenn der Kurs der alten Aktien bei 39 DM und der Kurs der jungen Aktien bei 36 DM
liegt, 5.000.000 alte und 2.000.000 junge Aktien im Umlauf sind und der Nennwert der
alten und der jungen Aktien jeweils 5 DM beträgt?




Aufgabe 2)                                                        (      / 10 Punkte)

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Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                           Seite 3 von 8


Zeigen Sie anhand der Formel, was „Bilanzkurs“ und „korrigierten Bilanzkurs“
unterscheidet! Welche Annahmen müssen getroffen werden, um in der folgenden Situation
den Ertragswertkurs ermitteln zu können: Gewinn: 20.000 DM, gezeichnetes Kapital:
55.000 DM, Kapitalisierungszins: 6%? Wie hoch ist der Ertragswertkurs?




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Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                                                   Seite 4 von 8


Aufgabe 3)                                                        (       / 20 Punkte)
Beachten Sie bei der Beantwortung der folgenden Frage bitte, daß für ein falsche Antwort
ein Punkt abgezogen wird. Nicht beantwortete Fragen werden nicht gewertet.

                                                                                                  richtig      falsch
1     Für Fremdkapital ist charakteristisch, daß es einen festen Anspruch auf Zins- und
      Tilgungszahlungen und beschränkte Mitwirkungsrechte bei der Unternehmensleitung
      beinhaltet.
2     Der Neue Markt ist das Marktsegment der Frankfurter Wertpapierbörse mit den
      geringsten Zulassungs- und Publizitätsanforderungen.
3     Liquidität beschreibt u.a. das Deckungsverhältnis von Vermögensteilen und
      Verbindlichkeiten, wobei unterschiedliche Liquiditätsgrade ermittelt werden können.
4     Im Rahmen des Financial Leasing erwirbt die Leasinggesellschaft das Leasingobjekt
      und überläßt es dem Leasingnehmer mindestens für die Zeitdauer der vereinbarten
      Grundmietzeit.
5     Bei einer Wandelanleihe hat der Investor das Recht, zwischen variablen und fixen
      Zinsen zu wählen.

6     Klassifiziert man die Finanzierungsarten nach Finanzierungsquellen, so handelt es sich
      bei der Finanzierung aus Gewinnen um Eigen- und Außenfinanzierung.
7     Das Modell von Miller und Orr unterstellt, daß sich Einzahlungen und Auszahlungen
      nicht auf einen Zeitpunkt konzentrieren, sondern unregelmäßig während der ganzen
      Periode auftreten.
8     Bei Inhaberaktien erfolgt die Übertragung des Eigentums durch Übergabe und
      Umschreibung im Aktienbuch der Gesellschaft.
9     Liquiditätssicherung bedeutet Maximierung der Kassenhaltung einer Unternehmung.


10    Unternehmensgründungen, Fusionen oder Kapitalerhöhungen sind typische Anlässe für
      eine Beteiligungsfinanzierung.
11    Besonderes Merkmal von Zero-Bonds ist die Zinszahlung jeweils zum Beginn der
      Zinsperiode.
12    Die stille Selbstfinanzierung hat den Vorteil, daß der Fremdkapitalgeber keine
      Informationen über die Verwendung des überlassenen Kapitals erhält. Dieses höhere
      Risiko wird typischerweise über erhöhte Zinsen abgegolten.
13    Im Rahmen einer Kreditwürdigkeitsprüfung werden die persönliche und die
      wirtschaftliche Kreditwürdigkeit geprüft.
14    Die Bürgschaft ist eine Form der Kreditsicherheit, die als Realsicherheit das Recht an
      beweglichem Vermögen beinhaltet.
15    Akzeptkredit und Rembourskredit sind Formen der kurzfristigen Fremdfinanzierung,
      die vornehmlich im Außenhandelsgeschäft Verwendung finden.
16    Beim Lieferantenkredit erfolgt typischerweise keine systematische
      Kreditwürdigkeitsprüfung sondern es dient lediglich der Eigentumsvorbehalt als
      Kreditsicherheit.
17    Über den Gesamtzeitraum weist das Abzahlungsdarlehn im Vergleich zum Annuitäten-
      und Zinsdarlehn die geringste Tilgungsbelastung auf.
18    Unter sonst gleichen Bedingungen liegt die Effektivverzinsung von Darlehn ohne
      tilgungsfreie Jahre über der Effektivverzinsung von Darlehn mit tilgungsfreien Jahren.
19    Unter einem „Going-Public“ versteht man die im Rahmen einer Börseneinführung
      erstmalige Plazierung von Aktien beim Publikum.
20    Der Finanzierungseffekt aus Rückstellungsgegenwerten wird durch die damit
      verbundene mögliche Ersparnis von Körperschaftssteuer verstärkt.
Aufgabe 4)       Beantworten Sie entweder 4a) oder 4b)                              (           /15 Punkte)

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Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                                Seite 5 von 8


a)      Erläutern Sie grafisch und verbal Nutzungsdauerentscheidungen mit Hilfe von
        dynamischen Verfahren! Welche Aussagen trifft dagegen die „pay-off period“ im
        Rahmen der statischen Amortisationsrechnung?
oder
b)      Erläutern Sie steuerpolitische Einflüsse auf Investitionsentscheidungen!




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Aufgabe 5)                                                          (       / 10 Punkte)
Bitte kreuzen Sie an, ob es sich um eine richtige oder falsche Aussage handelt! Pro richtig
beantworteter Frage erhalten Sie einen Punkt, insgesamt max. 10 Punkte, für falsch
beantwortete einen Punkt Abzug, bei Nichtbeantwortung erhalten Sie weder Punkte noch
Punktabzug.

a)      Wenn bei einem Projekt ein Interner-Zinsfuß von 0% ermittelt wird, dann kann
        über die absolute Vorteilhaftigkeit des Projektes keine Aussage gemacht werden.        richtig   falsch


b)      Der finanzwirtschaftliche Investitionsbegriff bezieht sich auf Finanzinvestitionen,
        der realwirtschaftliche Investitionsbegriff auf Sachinvestitionen.                     richtig   falsch


c)      Eine Prämisse der Kapitalwertmethode ist, dass zwischenzeitliche Rückflüsse zum
        verwendeten Kalkulationszinssatz wiederangelegt werden können.                         richtig   falsch

d)      Bei statischen Rechenverfahren gilt, dass bei Rückflüssen jeweils am Periodenende
        weniger Kapital gebunden ist als bei kontinuierlichen Rückflüssen. Folglich werden     richtig   falsch
        geringere kalkulatorische Kosten ermittelt.

e)      Ist die Amortisationszeit einer Maschine größer als die Nutzungsdauer, so ist der
        Kauf dieser Maschine zwangsläufig unrentabel und vom Kauf sollte abgeraten             richtig   falsch
        werden.

f)      Bei      der     Beurteilung    von     Finanzinvestitionen  sind    statische
        Investitionsrechenverfahren ungeeignet, weil sie im Gegensatz zu dynamischen           richtig   falsch
        Verfahren weniger orientiert am Cash-Flow sind.

g)      Mit Hilfe von Sonderabschreibungen sind Barwertverbesserungen nach Steuern
        möglich.                                                                               richtig   falsch


h)      Eine Annuität lässt sich als endlich währender Strom äquidistanter und uniformer
        Zahlungen bezeichnen.                                                                  richtig   falsch


i)      Der Barwert einer sog. „ewigen Rente“ wird nur dann unendlich groß, wenn der
        relevante Zinssatz gegen Null tendiert.                                                richtig   falsch

j)      Investitionsrechnungen sind kontinuierlich       durchzuführen,    um     effiziente
        Investitionsentscheidungen sicherzustellen.                                            richtig   falsch


k)      Eine inverse Zinsstruktur bedeutet unter anderem, dass Banken Kredite geringere
        Zinsen berechnen als sie für Kunde-Einlagen bezahlen.
                                                                                               richtig   falsch




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Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                            Seite 7 von 8


Aufgabe 6)                                                       (       /10 Punkte)
a)      Wie lange muß ein Kapital zu 5% bei jährlicher Zinszahlung angelegt werden, bis
        es sich verdoppelt hat?                                         (6 P.)
b)      Wenn ein Anfangsbetrag von 10.000 Euro in 41 Jahren auf 2.796.830 Euro
        angewachsen ist und alle Ausschüttungen wieder angelegt wurden, welche
        durchschnittliche Rendite hätten Sie pro Jahr erzielt? (4 P.)




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Klausur Investitiomnsrechnung/Finanzierung I                             Seite 8 von 8


Aufgabe 7)                                                        (       /10 Punkte)

a)      Geben Sie eine vereinfachte, allgemeine Formel an, mit der man den Barwert einer
        Zahlung berechnen kann, die konstante Zahlungen von Jahr 4 bis Jahr 13 aufweist!
              (5 P.)
b)      Sie betrachten ein Investitionsvorhaben über 5 Jahre mittels statischer
        Rechenverfahren. Es stellt sich heraus, dass die ursprünglich angenommene
        (wirtschaftliche und technische) Nutzungsdauer von 7 Jahren zu kurz berechnet
        war und tatsächlich 10 Jahre beträgt. Wie ändern sich nun tendenziell
        kalkulatorische Abschreibungen und Zinsen bei erneuter Rechnung? (5 P.)




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